Sbarro-Massaker: Wenn Medien eine Terroristin zur Heldin stilisieren

HonestReporting, 19. August 2020

Am 9. August 2001 verübte Ahlam Tamimi zusammen mit einem weiteren Hamas-Akteur den Selbstmord-Bombenanschlag auf die Sbarro-Pizzeria in Jerusalem, einen der tödlichsten Anschläge der zweiten palästinensischen Intifada.

Ahlams Nichte Ahed Tamimi, gewann ebenfalls traurige Berühmtheit, wenn nicht Lob für ihre gewalttätigen Attacken auf israelische Soldatne. Dennoch hat ein Großteil der Mainstream-Medien die Tamimis als „Aktivisten“ beschrieben.

Präsident Donald Trump hat heftigen Druck auf den jordanischen König Abdallah II. ausgeübt, er solle Ahlam – die derzeit im haschemitischen Königreich residiert, nachdem sie von Israel bei einem Gefangenenaustausch mit der Hamas freigelassen wurde – an die USA ausliefern, da eines ihrer Opfer amerikanischer Staatsbürger war.

Amman hat die Anfrage bisher abgelehnt.

Es ist Zeit, dass der Gerechtigkeit Genüge getan wird.

Ein Gedanke zu “Sbarro-Massaker: Wenn Medien eine Terroristin zur Heldin stilisieren

  1. Wenn wir Wort „Aktivist/in“ nur hören läuten bei uns Bürger/innen Alarmglocken.

    In diesem – inzwischen – sinnverdrehten Wort steckt nichts Gutes , z.B. wie im Bericht geschildert Mord, Terror gegen Unschuldige.

    Gleichwohl benutzen auch namhafte deutsche Medien – FAZ, Die Welt, ARD/ZDF – inflationär liebend gerne diese Bezeichnung als Umschreibung .

    Benennung „Aktivist/in“ für Journalisten, Politiker sehr bequem weil sowohl positives als auch – wie v.g. – negatives, d.h. tatsächliche Verbrechen verborgen sein können.

    Man muss , braucht dann nicht zu Fakten Stellung beziehen und Mainstream bleibt per se lieber im ungefähren. Ist wie Ei an die Wand nageln.

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