Dass die Palästinenser ein „Volk“ sind, gründet auf einer großen Lüge

Eli E. Herz, Myths and Facts, 4. Dezember 2018

Rashida Tlaib war die erste palästinensisch-amerikanische Frau, die in den US-Kongress gewählt wurde. Sie hat ihre Unterstützung für BDS angekündigt, die Bewegung, die Israel boykottiert; und sie plant eine Delegation von Kongress-Neulingen in die Westbank zu bringen. Vor der Reise sollten die Mitglieder ihrer Delegation sich aber die Geschichte genauer ansehen.

Die Palästinenser-Behauptung, sie seien ein uraltes und indigenes Volk, kann geschichtlicher Überprüfung nicht standhalten. Die meisten palästinensischen Araber waren Neuankömmlinge im britischen Mandat Palästina. Bis der Sechstage-Krieg es für Araber zweckmäßig machte ein palästinensisches Volk zu schaffen, betrachteten lokale Araber sich schlicht als Teil der „großen arabischen Nation“ oder „Südsyrer“.

Palästinensische Araber geben sich als das in „Palästina“ eingeborene Volk aus – wie die Aborigines in Australien oder die Native Americans in Amerika. Sie stellen die Juden als europäische Imperialisten und Kolonisten dar. Das ist schlicht nicht wahr.

Bis die Juden ab dem späten 19. bis zum Jahrhundertwechsel ins 20. Jahrhundert anfingen in zunehmenden Zahlen ins Land Israel zurückzukehren, war das Palästina genannte Gebiet ein gottverlassenes Hinterland, das dem osmanischen Reich aus der Türkei gehörte. Die anfällige Ökologie des Landes war im Zuge der Eroberung durch die Araber im 7. Jahrhundert in Schutt und Asche gelegt worden. 1799 war seine Bevölkerung auf ihrem niedrigsten Stand, nicht mehr als 250.000 bis 300.000 Einwohner im gesamten Land.

Der Zusammenbruch des Landwirtschaftssystems mit dem Zustrom von Nomadenstämmen nach der arabischen Eroberung schuf Malaria-Sümpfe und legte das uralte Terrassensystem bloß, wodurch der Boden erodierte; das verbunden mit einem tyrannischen System, einem lähmenden Steuersystem und Grundbesitzern, die nicht vor Ort lebten, dezimierte die Bevölkerung weiter. Ein Großteil der einheimischen Bevölkerung war schon lange ausgewandert oder verschwunden. Sehr wenige Juden oder Araber lebten vor Ankunft der ersten Zionisten in den 1880-er Jahren in der Region und die meisten, die doch dort waren, lebten in erbärmlicher Armut.

Die meisten westlich des Jordan in Israel, der Westbank (Judäa und Samaria) und dem Gazastreifen lebenden Araber sind Neuankömmlinge, die nach der Wende zum 20. Jahrhundert aus den umgebenden arabischen Ländern kamen, weil sie von dem relativen wirtschaftlichen Wohlstand angezogen wurden, der die zionistische Bewegung und die Briten in den 1920-er und 1930-er Jahren mit sich brachten.

Das wird von allen Augenzeugenberichten untermauert, die es als verödetes Land beschreiben – darunter Berichte des britischen Archäologen Thomas Shaw, des französischen Autors und Historikers Graf Constantine Voney (Travels through Syria and Egypt, 1798) aus dem 18. Jahrhundert; aus dem 19. Jahrhundert die Schriften von Alphonse de Lamartine (Recollctions of the East, 1835), Mark Twain (Innocents Abroad, 1867) und Berichte des britischen Konsuls in Jerusalem (1857), die zurück nach London geschickt wurden.

Familiennamen vieler Palästinenser bestätigen ihre nicht palästinensische Herkunft. So wie Juden Namen wie Berliner, Warschau oder Toledani tragen, sind moderne Telefonbücher in den Gebieten angefüllt mit Familien namens Elmisri (Ägypten), Chalabi (Syrien), Mugrabi (Nordafrika). Selbst George Habasch – Erzterrorist und Führer des Schwarzen September – trägt einen Namen, der die Herkunft aus Abessinien oder Äthiopien anzeigt, was Habasch sowohl auf Arabisch als auch auf Hebräisch aussagt.

Die palästinensische Nationalität ist etwas, das von seiner Gegnerschaft zum Zionismus und nicht von nationalen Ansprüchen definiert wird. Was die Palästinenser eint, ist ihre Gegnerschaft zu jüdischem Nationalismus und dem Wunsch diesen auszumerzen gewesen, nicht Ansprüche auf einen eigenen Staat. Lokale patriotische Gefühle werden nur generiert, wenn eine nicht islamische Einheit die Kontrolle übernimmt – so wie Israel es nach dem Sechstage-Krieg von 1967 machte. Sie löst sich unter arabischer Herrschaft auf, egal, wie weit entfernt oder despotisch.

Es gab keine palästinensische Identität, bis eine Gegnerkraft sie schuf – in erster Linie der Antizionismus. Opposition gegen einen nicht muslimischen Nationalismus dort, wo die lokalen Araber und die gesamte arabische Welt ihr eigenes Gebiet verortet, war der einzige Ausdruck der „palästinensischen Volkszugehörigkeit“.

Der Großmufti Haddsch Amin al-Husseini, ein charismatischer religiöser Führer und radikaler Antizionist, war die treibende Kraft hinter der Opposition gegen jüdische Zuwanderung in den 1920-er und 1930-er Jahren. Der zweiteilige Ansatz der „Diplomatie der Ablehnung“ (des Zionismus) und der Gewalt, zu der der Mufti aufstachelte, fand gleichzeitig im Libanon, Syrien Transjordanien und dem Irak statt, die Länder in der Umstrukturierung der post-osmanischen Territorien, die von den Briten und Franzosen unter dem Mandatssystem des Völkerbundes eingerichtet wurden.

Die kleine gebildete Klasse der Araber Palästinas hatte mehr politisches Bewusstsein als der Rest der arabischen Gesellschaft, dazu einen Ansatz von Ahnung einer eigenen nationalen Identität. Jahrzehnte lang war jedoch der Hauptbezugsrahmen für die meisten lokalen Araber der Klan oder Stamm, die Religion oder Sekte und das Herkunftsdorf. Wenn Araber in Palästina sich politisch selbst definierten, dann als „Südsyrer“. Unter der osmanischen Herrschaft bezeichnete Syrien eine Region, die weit größer war als die heutige syrisch-arabische Republik, dessen Grenzen von Frankreich und England 1920 festgelegt wurden.

Syrische Landkarten vereinnahmen im 21. Jahrhundert den größten Teil von Großsyrien, einschließlich Israel. Die Ansprüche des Großmufti verschoben sich langsam vom Panarabismus – dem Traum der Einigung aller Araber in eine einzige politische Einheit, wodurch sich die Araber Palästinas mit ihren Brüdern in Syrien vereinen würden – dazu ein gesondertes palästinensisches Gebilde zu gewinnen, in dem er selbst am Ruder stand.

Ab den 1920-er Jahren kristallisierte sich die Ablehnung des jüdischen Nationalismus heraus, Versuche die Gründung einer jüdischen Heimstatt mit Gewalt zu verhindern und die Ablehnung jeder Form von jüdischer politischer Macht, einschließlich jeglicher Pläne Verwaltung mit Arabern zu teilen, in Bekundungen von Palästinensertum. Es war ist positive Definition eines arabisch-palästinensischen Volks aufgetaucht.

Im Mandat lehnten lokale Araber es auch ab eine „Arabische Behörde“ zu gründen, um den arabischen Sektor zu entwickeln, parallel zur Jewish Agency, die die Entwicklung des jüdischen Sektors leitete. Fakt ist, dass der sogenannte Patriotismus indigener Muslime nur dann blühte, wenn nichtmuslimische Einheiten (die Kreuzritter, die Briten und die Juden) das heilige Land in die Hand bekamen. An die politische Kontrolle in muslimische Hände zurückkehrte, schwand der glühende Patriotismus der Araber Palästinas auf wundersame Weise, egal, wie weit entfernt oder wie despotisch die Regierung war. Ein türkischer Pascha, der von 1775 bis 1804 über Akko herrschte, wurde von den Einwohnern Al-Jazzar, der Schlachter, genannt.

Warum ist Regierung durch arabische Repräsentanten in Palästina nie aufgebaut worden, weder 1948 noch während der nächsten 19 Jahre arabischer Herrschaft? Weil andere Araber die Sache der Palästinenser als Vereinigungsmittel nutzten, das das Konzept weiterbringt, das Gebiet sei noch zu haben. „Die arabische Invasion Palästinas war kein Mittel einen unabhängigen Staat zu erreichen, sondern das Ergebnis eines fehlenden Konsenses seitens der arabischen Staaten bezüglich solcher Unabhängigkeit“, fasst es ein Historiker zusammen. Anhänger einer separaten palästinensischen Identität waren während der 19 Jahre jordanischer und ägyptischer Herrschaft eine schweigende Minderheit in der Westbank und auf dem Golan – bis Israel 1967 den Jordaniern und Ägypten die Kontrolle abnahm. Plötzlich tauchte ein eigenes palästinensisches Volk auf und behauptete, es verdiene nationale Unabhängigkeit – und 21 andere arabische Staaten zogen mit.

Dem Palästinensertum an sich fehlt jegliche eigene Substanz. Die arabische Gesellschaft in der Westbank und dem Gazastreifen leidet unter einer tiefen Spaltung, die von einer Menge Rivalitäten zu unterschiedlichen geografischen, historischen, soziologischen und familiären Loyalitäten gründen. Alles, was die Palästinenser zusammenhält, ist ein sorgfältig genährter Hass gegen Israel und die Ablehnung jüdischer nationaler Identität.

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