„Hassen und Lieben“ für den Islam

Raymond Ibrahim, 17. Januar 2020 (FrontPage Magazine)

Bei einem islamischen Terroranschlag an Silvester, der in Russland nur Minuten vor Mitternacht stattfand, steuerten zwei muslimische Männer – Achmed Imagozew (22) und Michail Mizijew (18) – ihr Auto in zwei Polizisten, die sie dann erstachen, einer davon ein verheirateter vierfacher Vater. Andere Polizisten erschossen dann einen der Jihadisten, der andere kam ins Krankenhaus.

Später wurde in den sozialen Medien ein Bild der beiden muslimischen Männer gefunden, wie sie mit Messern posieren (s. rechts). Darunter erschienen die Worte: „Liebe und Hass auf Tawhid!“

Das ist kaum das erste Mal, dass diese scheinbare Oxymoron von einer Redewendung in Verbinung mit islamischen Terrorakten auftaucht. Nach einem erfolgreichen Anschlag, bei dem im Kaschmir-Tal zwei Polizisten getötet wurden, rechtfertigte der Milizkommandeur der Hizb al-Mudschaheddin im Kaschmir – der „Partei der Jihadkämpfer“ – die Morde mit den Worten: „Wir lieben und hassen um Allahs willen.

In diesem ansonsten kryptischen Motto liegen die Wurzeln für den Konflikt des Islam mit dem Rest der Welt. „Lieben und Hassen“ ist eine von mehreren Übersetzungen der islamischen Doktrin des al-wala‘ wa’l-bara (was ich seit 2006 allgemein als „Loyalität und Feindschaft“ übersetzt habe).

Der Teil wala – „Liebe“, „Loyalität“ usw. – fordert, dass Muslime Mitmuslimen immer helfen und sie unterstützten (auch Jihadisten, zum Beispiel mit Geld oder zakat). Wie eine muslimische Autorität des Mittelalters erklärte, ist der Gläubige „verpflichtet sich mit einem Gläubigen anzufreunden – selbst wenn er dir gegenüber repressiv und gewalttätig ist – während der dem Ungläubigen gegenüber feindselig sein muss – selbst wenn der dir gegenüber tolerant und freundlich ist“ (The Al-Qaida Reader, s. 64). Das ist ein eindeutiges Abbild der Sure 48,29: „Mohammed ist der Gesandte Allahs, und seine Anhänger sind strenge wider die Ungläubigen, barmherzig untereinander.“

Aber es ist die bara‘ – der „Hass“, die „Feindseligkeit“ – die ist so regelmäßig zeigt, dass selbst diejenigen im Westen, die nicht notwendigerweise mit den Einzelheiten der muslimischen Doktrin vertraut sind, sie spüren. Zum Beispiel sagte der damalige Präsidentschaftskandidat Donald Trump im November 2015 nach einer Serie tödlicher islamischer Terroranschläge im Westen: „Ich glaube, der Islam hasst uns. Es gibt da etwas – da ist ein gewaltiger Hass. Es gibt einen gewaltigen Hass. Wir müssen dem auf den Grund gehen. Es gibt einen unglaublichen Hass auf uns.“

Dieser „gewaltige“ und „unglaubliche Hass“ ist kein Produkt von Missständen, politischen Faktoren oder gar einer „extremistischen“ Interpretation des Islam; stattdessen ist er ein direktes Nebenprodukt der etablierten islamischen Lehren. Sure 60,4 ist der Eckpfeiler-Vers dieser Doktrin und spricht für sich selbst. Wie Osama bin Laden einst schrieb:

Was die Beziehung zwischen Muslimen und Ungläubigen angeht, wird das vom Wort des Höchsten zusammengefasst: „Wir kehren uns von euch ab und zwischen uns und euch ist Feindschaft und Hass für immerdar entstanden, bis ihr an Allah allein glaubt.“ [Sure 60,4] Also gibt es eine Feindschaft, die sich in heftiger Feindseligkeit, die von Herzen kommt, beweist. Und diese erbitterte Feindseligkeit – das heißt, der Kampf – hört erst auf, wenn der Ungläubige sich der Autorität des Islam unterwirft oder wenn sein Blut nicht vergossen werden darf [d.h. er ein Dhimmi ist] oder wenn die Muslime zu diesem Zeitpunkt schwach und handlungsunfähig sind. Aber wenn der Hass irgendwann aus dem Herzen gelöscht ist, ist das ein großer Glaubensabfall! … So sieht daher die Basis und Grundlage der Beziehung zwischen den Ungläubigen und den Muslimen aus. Kampf, Feindschaft und Hass – von den Muslimen gegen den Ungläubigen gerichtet – ist die Grundlage unserer Religion. (The Al Qaeda Reader, S. 43)

Ebenso gab der Islamische Staat zum Westen im Kontext von Sure 60,4 zu: „Wir hassen euch, vor allem weil ihr Ungläubige seid.“ Was all die politischen „Missstände“ angeht, so sind das „nebensächliche“ Gründe für den Jihad, sagte ISIS:

Fakt ist: Selbst wenn ihr aufhört uns zu bombardieren, uns zu inhaftieren, uns zu foltern, uns zu verleumden und unser Land zu usurpieren, werden wir euch weiter hassen, weil unser Hauptgrund für den Hass wird nicht aufhören zu existieren, bis ihr den Islam annehmt. Selbst wenn ihr die Jizyah zahlten und erniedrigt unter der Obrigkeit des Islam leben solltet, würden wir euch weiter hassen.

Sure 58,22 geht so weit Muslime zu loben, die ihre eigenen, nichtmuslimischen Familienmitglieder töten: „Du wirst kein Volk finden, das an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag, und das den liebt, der sich Allah und seinem Gesandten widersetzt, wären es auch ihre Väter oder ihre Söhne oder ihre Brüder oder ihre Sippe.“

Nach Angaben von Ibn Kathirs zum Mainstream gehörenden Kommentar des Koran bezieht sich dieser Vers auf eine Reihe von Muslimen, die ihre eigenen, nichtmuslimischen Verwandten abschlachteten (einer erschlug seinen nichtmuslimischen Vater, ein anderer versuchte seinen nichtmuslimischen Sohn zu erschlagen, ein dritter – Abu Bakr der erste verehrte Kalif der islamischen Geschichte – versuchte seinen nicht muslimischen Sohn zu töten und Omar, der zweite rechtmäßige Kalif, schlachtete seine Verwandten ab). Ibn Kathir fügt hinzu, dass Allah enorm zufrieden mit ihrem Eifer für seine Sache ist und sie mit dem Paradies belohnte. (The Al Qaida Reader, S. 75/76)

Tatsächlich durchziehen Verse, die diese umstrittene Doktrin des al-wala‘ wa’l-bara unterstützen, den Koran (s. auch Sure 4,89; 4,144; 5,51; 6,40; 9,23 und 60,1). Einen Vorbehalt gibt es, in Sure 3,28 erfasst: Wenn Muslime in einer Position der Schwäche sind dürfen sie vorgeben sich mit Nichtmuslimen anzufreunden, solange sie weiter in ihren Herzen den Hass tragen (so ist es mit der taqiyya; lesen Sie hier, hier und hier Beispiele nach; für andere vom Islam genehmigte Formen der Täuschung lesen sie über tawriya und taysir).

Daher wundert es kaum, dass Amerikas angeblich beste muslimische Freunde und Verbündete – wie Saudi-Arabien und Qatar – Fatwas ausgegeben haben, die alle Muslime auffordern „gegen jeden anzugehen und zu hassen, den Allah uns gebietet zu bekämpfen und zu hassen, einschließlich der Juden, der Christen und anderer muschrikin [Nichtmuslime], bis sie allein an Allah glauben und seine Gesetze einhalten, die er seinem Propheten Mohammed herabsandte, Frieden und Segen seien mit ihm.“

Weil die Feindschaft gegenüber Nichtmuslimen so eisern in den Koran eingearbeitet ist, lehrt der Mainstream-Islam tatsächlich, dass muslimische Männer sogar ihre nichtmuslimischen Frauen hassen und diesen Hass zeigen müssen – einfach weil sie „Ungläubige“ sind.

Wenn Muslime die ihnen am nächsten Stehenden hassen müssen, einschließlich Vätern, Söhnen, Brüdern und Ehefrauen – nur weil sie Nichtmuslime sind, überrascht es dann irgendjemanden, dass so viele Muslime ausländische „Ungläubige“ hassen, die Ozeane weit entfernt leben? Zum Beispiel Amerikaner, die in der gesamten muslimischen Welt weiter so dargestellt werden, als wollten sie den Islam untergraben?

Kurz gesagt ist Jihad – oder Terrorismus, Krieg gegen Nichtmuslime aus keinem anderen Grund als dass sie Nichtmuslime sind – schlicht die physische Verwirklichung eines übersehenen Konzeptes, das dem vorausging: dem unmissverständlichen Gebot, dass Muslime Nichtmuslime hassen müssen.