Geköpfte Ungläubige gegen Angst vor Islamophobie

Politische Korrektheit wird sicherstellen, dass im Westen weiter nichtmuslimische Köpfe rollen

Raymond Ibrahim, FrontPage Magazine, 22. Oktober 2020

Ein 18-jähriger muslimischer Mann köpfte letzten Freitag [16.10.2020] in Frankreich einen Lerher, weil der seinen Schülern im Zug der Diskussion über freie Meinungsäußerung eine Karikatur des islamischen Propheten Mohammed zeigte.

Einige Wochenspäter tötete ein anderer Muslim in Pakistan einen amerikanischen Bürger ebenfalls wegen „Blasphemie“. Gegen den ermordeten Mann, Tahir Naseem, wurde gerade wegen Blasephmie vor Gericht verhandelt – was als Höchststrafe den Tod hat – als Faisal Khan (15) hereinkam und das Feuer auf ihn eröffnete. Während Kahn „das Gesetz brach“, indem er die Waffe einsetzte, ist das pakistanische Recht mitfühlend gegenüber der Ansicht des Mörders, dass Blasphemie ein Verbrechen ist, das mit dem Tod bestraft werden muss.

In Frankreich gibt es kein Blasphemie-Gesetz und freie Meinungsäußerung ist oder wurde als grundlegendes Recht aller Bürger erachtet. In diesem Sinne würde die Regierung Frankreichs, anders als die Regierung Pakistans, den geköpften Lehrer Samuel Paty offensichtlich nicht wegen irgendeiner Blasphemie zur Verantwortung ziehen.

Und doch scheinen hier die Unterschiede zwischen Frankreich und Pakistan innerhalb des Kontextes dieser beiden Verbrechen zu enden: Während Pakistan und viele andere muslimische Staaten die Blasphemiegesetze des Islam aufrecht erhalten, tun Frankreich und andere westliche Staaten so, als habe der Islam keine Blasphemie-Gesetze. Immerhin soll anzuerkennen, dass der Islam in der Tat die Bestrafung und den Tod von „Gotteslästerern“ gegen Mohammed – ganz zu schweigen von jeglicher Zahl anderer „problematischer“ Scharia-Bestimmungen wie dem Tod für vom Glauben Abgefallene – fordert, „islamophob“ sein.

Kurz gesagt: Während muslimische Staaten wie Pakistan die Blasphemie-Gesetze des Islam aktiv bestätigen, dulden westliche Staaten wie Frankreich sie passiv, indem sie vorgeben, es würde diese nicht geben und sie müssten daher nicht thematisiert werden.

Das Ergebnis ist dasselbe: Muslime – ob nun in islamischen oder in westlichen Staaten – lernen und verbreiten weiter die unverfälschten Lehren des Islam, ungehindert.

Ein Unterschied ist natürlich, dass Muslime sich zwar frei fühlen können ihren Überlegenheitsanspruch in der islamischen Welt offen zu zeigen – Khan ist in Pakistan praktisch ein Nationalheld, weil er Naseem tötete – im Westen aber lernen ihn zu verbergen und sich „an die Regeln zu halten“, soweit sie das tun müssen; und westliche Obrigkeiten leisten nur allzu fröhlich Gegenleistung – bis zu einem Zeitpunkt, an dem einer der Muslime entgleist; an diesem Punkt geben die Behörden vor schockiert zu sein und reden von „Problemen mit der Geistesgesundheit“, „Missständen“ oder „Extremismus“.

Damit und trotz der Tatsache, dass Muslime in Vergangenheit und Gegenwart „Gotteslästerer“ töten, eine gut dokumentierte Tatsache des Lebens ist, sagten französische Beamte: „Es gibt immer noch Fragen dazu, ob der Mörder radikalisiert wurde oder ob es ein anderes Motiv gegeben haben könnte.“ Nicht nur ist die Vorstellung, dass es ein „anderes Motiv“ gegeben haben könnte, völlig abwegig; die einzige Alternative, dass er „radikalisiert“ wurde, impliziert zudem, dass Gotteslästerer zu töten für den Islam irgendwie seltsam oder „extrem“ sei, obwohl das immer Standard war und noch ist.

Oder beachten Sie die widersprüchliche Botschaft des französischen Präsidenten. Während er über die Enthauptung von Paty sprach, sagte Emmanuel Macron:

Es war kein Zufall, dass der Terrorist einen Lehrer tötete, weil er die Republik und ihre Werte töten wollte. Die Aufklärung ist die Möglichkeit unserer Kinder, woher auch immer sie kommen, woran auch immer sie glauben, ob sie glauben oder nicht, welche Religion auch immer sie haben, zu freien Bürgern zu werden.

Bedenken Sie, wie völlig blind für die Realität des Islam – die sich um eine berüchtigte drakonische Reihe an Gesetzen, die Scharia, dreht – die Behauptung ist, dass „Kinder, woher auch immer sie kommen, woran auch immer sie glauben … welche Religion auch immer sie haben“ sich einfach in „freie Bürger“ entwickeln sollen, selbst wenn das, was sie glauben und ihre Religion sie lehrt, genau das Gegenteil ist.

Macron fuhr fort: „Sie werden uns nicht spalten. Das ist das, was sie schaffen wollen und wir müssen zusammenstehen.“

Wer sind „sie“? Die offizielle Antwort lautet, dass es typische „Terroristen“ sind, die die ansonsten „friedlichen“ Lehren des Islam „verdrehen“.

In Wirklichkeit sind es nicht „sie“, die „uns spalten“ wollen, sondern der Kern der Lehrern ihrer Religion, die – weit davon entfernt Muslime aufzufordern mit Nichtmuslimen „zusammenzustehen“ –sie dazu auffordert abseits zu stehen (über die hoch polarisierende Koran-Doktrin des Hassen und Lieben für den Islam).

Bis zu der Zeit, in der solch einfache Wahrheiten anerkannt werden – und ihnen gemäß gehandelt wird – werden weiter die Köpfe von Ungläubigen rollen und Politiker werden weiterhin bedeutungslose Plattitüden von sich geben.