Die muslimische Aneignung Mariens

Raymond Ibrahim, 21. Februar 2021

In „Vatican Mary is Catholic-Muslim Bridge“ werde ich von Juls Gomes von Church Militant interviewt.

Vatikanstadt (ChurchMilitant.com) – Die Pontificia Accademia Mariana Internazionale (PAMI) wirbt nach dem Pakt von Abu Dhabi zwischen Papst Franziskus und dem Großimam der Al-azhar, Ahmed Al-Tayyeb, für die Gesegnete Jungfrau als Brücke, die den Islam und den Katholizismus miteinander versöhnt.

Am Donnerstag startete die Marienakademie in Rom eine zehnwöchige Webinar-Serie mit dem Titel „Maria, ein Vorbild für Glauben und Leben für die Christenheit und den Islam“ in Zusammenarbeit mit der Großen Moschee in Rom und dem Islamischen Kulturzentrum Italiens.

Auf der Grundlage des Glaubens, dass Maria „eine jüdische, christliche und muslimische Frau“ ist, versucht Fr. Gain Matteo Roggio, der Organisator der muslimisch-christlichen Dialogserie die Gottesmutter Maria als Vorbild für „ offene Grenzen“ zwischen religiösen und multikulturellen Welten zu mobilisieren.

Maria antwortet „auf die genetischen Codes von Judentum, Christentum und Islam“, bestätigt Roggio, Mitglied des religiösen Ordens der Missionare unserer Jungfrau von La Salette mit einem Text in der italienischen liberalen katholischen Zeitschrift Famiglia Cristiana.

Der Islam-Historiker Raymond Ibrahim sagte gegenüber Church Militant: „Diese Serie ist ein weiterer Versuch die Katholiken zu überzeugen, dass der Islam irgendwie ihrem eigenen Glauben ähnelt, obwohl der Islam sich in Wirklichkeit die Namen und heiligen Auren biblischer Personen aneignet, sie aber dann mit völlig anderen Merkmalen umdichtet – einer, die den Islam als den „wahren“ Glauben bestätigt.

Ibrahim, ein erfolgreicher Autor, aktuell mit dem Bestseller Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War Between Islam and the West, erklärte:

Zum Beispiel bestehen die Organisatoren der Serie darauf, dass Maria eine „jüdische, christliche und muslimische Frau“ war, was nur zu zwei Dritteln stimmt. Ja, sie war Jüdin durch ihre Rasse und ihren Hintergrund; und ja, sie war Christin in dem Sinn, dass sie buchstäblich Christ(entum) gebar, aber sie war gewiss keine Muslima – ein Begriff und eine Religion, die es bis 600 Jahre nach dem Ende ihres irdischen Lebens gar nicht gab.

„Schlimmer ist: Weit davon entfernt die Ewige Jungfrau zu sein, wie sie das für 1,5 Milliarden Christen – Katholiken und Orthodoxe – ist, präsentiert der Islam Maria, die Mutter Christi, als im Paradies mit Mohammed ‚verheiratet‘ und mit ihm ‚kopulierend‘“, gab Ibrahim preis.

In einem Artikel für das Frontpage Magazine mit dem Titel „Mohammed und die Jungfrau Maria: Eine im Himmel geschlossene Verbindung?“ zitierte Ibrahim einen Hadith (islamische kanonische Tradition), in dem Mohammed, der Prophet des Islam, erklärt: „Allah wird mich im Paradies mit Maria, der Tochter Imrans, verheiraten.“

Weit davon entfernt die Ewige Jungfrau zu sein präsentiert der Islam Maria, die Mutter Christi, als im Paradies Mohammed „verheiratet“ und „kopulierend“. (Tweet)

Wenige Christen wissen von dieser Behauptung, aber mittelalterliche Christen, die unter islamischer Besatzung lebten, waren damit vertraut, weil ihre muslimischen Eroberer sie mit diesem Text regelmäßig demütigten, um den Anspruch der Kirche auf Marias ewige Jungfräulichkeit zu widerlegen, schreibt Ibrahim.

Fakt ist: Ägyptens ehemaliger stellvertretender Minister für religiöse Stiftungen, Dr. Salem Abdul Galil, erklärte offen, dass unter anderen biblischen Frauen wie Moses‘ Schwester und Pharaos Frau „unser Prophet Mohammed – Gebete und Friede sei mit ihm – im Paradies mit (der Jungfrau) Maria verheiratet sein wird“.

Ibrahim bekam ein arabisches Video mit Galil, der dies im Fernsehsender Mahwar erklärte.

„Weit davon entfernt ‚Gemeinsamkeiten‘ zu schaffen, sollte klar sein, dass solche Aneignung Konflikt schafft“, sagte Ibrahim gegenüber Church Militant.

Maria ist eine jüdische, christliche und muslimische Frau. Der erfolgreiche Autor führt näher aus:

Stellen Sie sich über Analogie vor, dass Sie einen Großvater haben, den sie besonders mögen und aus heiterem Himmel sagt ein Fremder: „Hey, das ist mein Großvater!“ Dann – damit Sie nicht glauben, dieser Fremde versuche irgendwie Ihr Freund zu sein – fügt er hinzu: „Und alles, was du über Großvater zu wissen glaubtest, ist falsch!“ Würde das diesem Fremden Ihre Zuneigung verschaffen?

Die Webinare werden während des Monats Ramadan im Konferenzraum der Großen Moschee von Rom mit „Marias Datteln“ enden – ein Verweis auf die Frucht der Dattelpalme und ein Vers aus dem Koran (Sure 19,22-26).

Die Verse beschreiben, wie Maria angeblich getrieben durch ihre Geburtswehen, zum Stamm einer Dattelpalme getrieben wurde, wo eine Stimme aus dem Himmel sagte: „Schüttle den Stamm dieser Palme auf dich zu, er wird frische, reife Datteln auf dich fallen lassen. Also iss und trink und ruhe dein Herz aus.“

Roggio hofft, dass die Reihe in der Moschee, sobald die Sonne untergeht, mit einem Mahl aus Freundschaft und Bruderschaft zu Ende geht, als greifbarer Pakt des Bundes für den Dienst am gemeinsamen Guten für alle.

Das, schreibt Roggio, ist Gehorsam gegenüber dem, was das Abu Dhabi-Dokument als „Auffassung der großen göttlichen Gnade, das aus allen Menschen Brüder macht“, versteht.

Die Vorträge der Reihe werden gemeinsam von katholischen und muslimischen Rednern gehalten, die „Dialog, Wissen und Zusammenarbeit“ zu Themen wir „Maria, eine Frau des Glaubens“ sowie Gebet, Reinheit, Gastfreundschaft, Gewaltlosigkeit, Bußfertigkeit, Fasten und Staatsangehörigkeit anstrebt.

Zu den Mitorganisatoren der Reihe gehören über den Lehrstuhl Dun Scotus für Marienstudien die Päpstliche Universität von St. Anton (Antonianum) sowie die Internationale Islamisch-Christliche Marien-Kommission.

4 Gedanken zu “Die muslimische Aneignung Mariens

  1. Ich bin kein Christ, bin überhaupt ein ungläubiger Hund. Aber diese Geschichte ist sowas von hirnrissig, daß sogar mir die Haare zu Berge stehen. Hat die r.k.Kirche ihren Verstand vollständig verloren???
    lg
    caruso

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