Eine Suchmaschine als Propaganda-Megafon

Eine Freundin aus der Schweiz suchte nach einem Artikel über die Herkunft der Palästinenser. Dazu benutzte sie Google und gab ein:

israel heute die herkunft der palästinenser

Was dabei erschien, hielt sie in einem Screenshot fest (ich hab’s ausprobiert – mit demselben Ergebnis):

Google meint also vor alle Suchergebnisse erste einmal eine politische, wertende Stellungnahme abgeben zu müssen:

„Das Land Palästina gehört ausschließlich den palästinensischen Arabern, die angeblich direkte Nachkommen der alten Kanaaniter sind, und Juden haben keinen gültigen Anspruch darauf. Daher ist die Gründung des jüdischen Staates Israel in Palästina ein großes Unrecht des jüdischen Staates gegenüber den Palästinensern.

Mit anderen Worten: Google bezeichnet den Staat Israel an sich als Verbrechen. Womit jeder Versuch diesen Staat (und seine Bevölkerung) zu vernichten letztlich für gerechtfertigt erklärt wird.

Wem die Daten-Sammelwut der Google-Krake noch nicht ausgereicht hat; wer noch nie etwas von der selektiven Auswahl der Anzeige von Suchergebnissen durch die Datenkrake gehört hat, der sollte eigentlich wenigstens durch diese kriminelle Unverschämtheit endlich dazu gebracht werden dieses Portal nie wieder zu verwenden. Es gibt genügend andere effektive Suchmaschinen, die die Privatsphäre und die Daten der User besser schützen und auf politische Indoktrinationsmaßnahmen verzichten. Ich persönlich nutze duckduckgo und ecosia. Schon seit Jahren.

4 Gedanken zu “Eine Suchmaschine als Propaganda-Megafon

  1. So sehr und so oft ich Ihnen zustimme, hier irren Sie. Der gezeigte Text stammt aus der Zeitschift „Israel heute“ bzw. der Internetvariante und Google zeigt den Textteil, der der Frage am nächsten kommt…
    „Auf manche Suchanfragen liefert Google eine kurze Antwort oder Zusammenfassung mit einem Content-Snippet von einer relevanten Website. Solche hervorgehobene Snippets erscheinen insbesondere bei Suchanfragen, die als Frage formuliert sind.“
    Aius dem Kontext gerissen wirkt das natürlich zunächst seltsam. Es ist aber bei anderen Fragen auch so.
    Beispiel: „Welt Indianer Amerika Herkunft“ liefert: „Ihre Vorfahren haben Amerika in urgeschichtlicher Zeit von Asien aus besiedelt und dort eine Vielzahl von Kulturen und Sprachen entwickelt. Indianer ist dabei eine Fremdbezeichnung durch die Kolonialisten, eine entsprechende Selbstbetitelung der weit über zweitausend Gruppen besteht nicht.“

    • Hätten Sie den Link zu diesem (vollständigen) Artikel (alternativ einen Scan aus dem Heft)? Ich habe hier (https://www.israelheute.com/erfahren/woher-kommen-die-palastinenser/) einen über duckduck.go, aber bei Israel heute gibt es den kompletten Artikel nicht. Aus dem Auszug geht allerdings eindeutig hervor, dass das von Google gebrachte Zitat NICHT die Haltung von Israel heute darstellt, weil es darum geht, dass die Palästinenser eben gerade KEIN indigenes Volk, sondern ein erfundenes ist.
      Die von Google unterstellte Meinung würde im Übrigen allem widersprechen, was Israel heute sonst zu bieten hat.
      Daher vermute ich, dass es sich um ein Zitat handelt, das von dem eigentlichen Text widerlegt wird.

  2. Es ist ein Auszug aus dem Artikel darunter, „Analyse: was den palästinensischen Hass auf Israel wirklich anheizt“.
    Es ist die Zusammenfassung der Naqba wie sie im palästinensischen Lehrplan den Kindern vermittelt wird.
    Also definitiv nicht die Meinung von Israel heute oder Google.

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