Geimpfte Studentin an israelischer Universität verleumdet Israel weiter

David Lange, Israellycool, 25. März 2021

Im März schrieb ich über einen versuchten Anschlag des Magazins +972 auf Israel: Ein Artikel über einen palästinensisch-arabische Studentin an der Universität Tel Aviv, der Berichten zufolge eine Impfung bei der Impfkampagne an der Universität verweigert wurde. Wie ich damals erklärte, erhielt die Studentin keine Impfung infolge einer bürokratischen Oberaufsicht. Fakt ist, dass die Universität Tel Aviv kurz darauf eine Impfkampagne für mehr als 400 internationale und palästinensisch-arabische Studenten durchführte.

Jetzt hat Business Insider South Africa die Geschichte entdeckt und das ist ein weiterer Anschlag:

Die Studentin im Aufbaustudium Nadiah Sabnah braucht fünf Stunden für ihre Fahrt von ihrem Zuhause in der nördlichen Westbank an ihre Universität in Tel Aviv. Sie muss sich Transportgelegenheiten besorgen, dem Wetter trotzen und drei militärische Checkpoints passieren, um ihren Campus zu erreichen.

Am 16. Februar war ihr aber die vom Regen durchweichte Fahrt an die Universität in Tel Aviv egal. Ihre Schwierigkeiten, glaubte sie, wären es wert, als sie die Impfkampagne der Schule erreichte und schließlich ihre erste Covid-19-Spritze erhielt, sagte sie dem Insider.

Als sie ankam, zog sie eine Nummer und stellte sich in die Schlange, wartete geduldig, dass sie dran kam und erhielt einen Impfstoff gegen den Virus, der ihre Mutter auf die Intensivstation gebracht hatte.

Sabaneh sagte, sie habe sich bei der Universität erkundigt, bevor sie losfuhr, um zu bestätigen, dass auch sie berechtigt war die Impfung zu bekommen, was Teil der Bemühungen der Universität ist die gesamte Campus-Gemeinde zu impfen, bevor im Frühling wieder Unterricht in Anwesenheit beginnt. Obwohl einige ihrer Freunde und Familienmitglieder sie wegen ihrer Nachfrage getadelt hatten, wurde ihr versichert, dass ihre Fahrt eine Spritze zur Folge haben würde.

Als Sabaneh an die Spitze der Schlange kam, sagte sie, ein freiwilliger Gesundheitsdienstler wollte ihre Identitätsnummer sehen – das Ausweisdokument der Regierung, das allen israelischen Bürgern bei ihrer Geburt zugewiesen wird. Der Beamte brauchte ihre Nummer oder den Beleg einer israelischen Krankenversicherung, irgendetwas, um ihren Namen ins System einzugeben.

Aber Sabaneh konnte keine Nummer, auch keine Versicherung vorweisen, denn obwohl sie in einem von israelischen Streitkräften besetzten Gebiet lebt, ist Sabaneh keine Israelin. Sie ist Palästinenserin. Und weil sie Palästinenserin ist, sagt sie, wurde sie an diesem Tag abgewiesen und ihr eine Impfung verweigert.

Sabaneh sagte, sie sah von abseits im Raum zu, wie Professoren, Studenten, Hausmeister und Beschäftigte unterschiedlicher Hintergründe allesamt ohne Probleme ihre Spritzen erhielten. Trotz zahlreicher Versuche von Universitätsvertretern, die Situation zu korrigieren, sagte Sabaneh, wurde klar, dass keine Ausnahmen gemacht werden konnten. Sie musste nach Hause zurückkehren, ungeimpft; der enttäuschende Gipfel dessen, was sie als eine „schmerzhafte Erfahrung“ bezeichnete.

„Ich wollte Gerechtigkeit und Gleichbehandlung“, sagte Sabaneh. „Ich habe mir das Recht geimpft zu werden, genauso verdient wie jeder andere Student.“

Nach sechs Stunden Warten, sagte Sabaneh, ging sie schließlich. Es wurde dunkel und sie musste durch die Checkpoints nach Hause, bevor diese schlossen.

Obwohl ihre Situation inzwischen korrigiert wurde, ist sie sinnbildlich für Israels bisherige umstrittene Impfanstrengungen; hervorragender Erfolgt bei der Impfung der eigenen Bürger und ein missgönnender Widerstand dasselbe für die Palästinenser zu tun.

Die Ungerechtigkeit hat eine weltweite Debatte darüber veranlasst, ob Israel als Besatzungsmacht die Verpflichtung hat das palästinensische Volk zu impfen.

Sabanehs Geschichte war zu erwarten, sagt  Omar Shakir, Human Rights Watch-Direktor für Israel und Palästina.

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Öffentlicher Druck mag eine Rolle für den Ausgang von Sabanehs Geschichte gespielt haben. Ob es die Berichterstattung über ihre Situation in den in zahlreichen lokalen Medien war oder die Bemühungen entschlossener Vertreter der Universität waren, die halfen die Wende herbeizuführen, Sabaneh bekam schließlich am 9. März ihre erste Spritze.

Nur Minuten, bevor ein Organ der Mainstream-Medien ihre Geschichte veröffentlichen wollte, sagte Sabaneh, änderte das israelische Gesundheitsministerium seine Politik bezüglich palästinensischer Studenten an israelischen Universitäten. Sabaneh wie auch ihre neu palästinensisch Mitstudenten sollten geimpft werden.

Mit anderen Worten: Obwohl sie an einer israelischen Universität ausgebildet wird, Universitätsvertreter für sie kämpften und sie schließlich kostenlos geimpft wurde (ich nehme an, sie musste keine 20 Schekel für ein Impfzertifikat zahlen, wie es bei den unter PA-Schirmherrschaft Geimpften der Fall ist), hält es Sabaneh für angebracht Israel in den internationalen Medien zu verleumden.

Und hier ist noch etwas, das ich herausheben wollte:

In der Story von +972 wurde das hier berichtet:

Die palästinensische Studentin, die anonym bleiben wollte, um ihre Sicherheit zu gewährleisten, sagte, nach Erhalt der E-Mail erkundigte sie sich bei ihrem Studienprogramm, ob sie impfberechtigt sei.

Jetzt hat sie keine Sorge mehr wegen ihrer Sicherheit?

Ich denke, Sabaneh ist nicht ehrlich. Nicht, dass es das erst Mal ist, dass ein palästinensischer Araber seine Version der Ereignisse an die Mainstream-Medien weitergibt.

Ein Gedanke zu “Geimpfte Studentin an israelischer Universität verleumdet Israel weiter

  1. Ja, es gibt sie die Verleumder/innen, Unzufriedene , mit Schicksal hadernde Mitmenschen.

    Die gleichwohl von anderen hart arbeitenden Steuerzahler/innen unterhalten, gepflegt, gepampert, ernährt, ärztlich versorgt und gerne – sofern Wunsch besteht – kostenlosen Unterricht oder Studium ohne Dank entgegennehmen.

    Steht ihnen ja zu ?

    Aber das Herz ist voller Hass – auf von ihnen so empfundene Ungerechtigkeit , gleich welcher Anlass – die mit Wollust diesen Hass bequem und verleumderisch durch andere Mitmenschen, hier Medien – ausleben lassen.

    Sozusagen, man springt und sucht passende Gelegenheit.

    Rechtfertigung durch Beschuldigte zwecklos, das Ding ist in der Luft , genüsslich zur Bestätigung eigener Vorbehalte begrüßt.

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