Zehn fantastische Schlösser und Burgen in Israel

Von an einer Klippe hängenden Palästen in der Wüste bis zu Rittersälen und eindrucksvollen Festungen ist Israel der Ort, an dem man ich in glänzender Rüstung vorstellen kann

Naama Barak, Irael21c, 26. Februar 2021

Wenn man an Israel denkt, sind Burgen vermutlich nicht das Erste, was einem einfällt. Was eine Schande ist, bedenkt man, dass das Land einige wahrlich prächtige davon aufweisen kann.

Einige von ihnen gehen tausende Jahre zurück, während andere jünger sind, aber es handelt sich bei allen um Monumente faszinierender Geschichte, verlorener Imperien und von Machtkämpfen, die ihre eigene Netflix-Show wert sind.

Hier haben wir sie auf unsere 10 besten Burgen und Festungen gekürzt, die bewundert werden, während Sie Ihre feinsten Kleider tragen.

  1. Chateau Belvoir
Foto der Burg Belvoir via Shutterstock.com

Wie viele der Burgen und Festungen, die über Israel verteilt sind, wurde Chateau Belvoir von den Kreuzrittern gebaut, die vom 12. bis ins 13. Jahrhundert über das Land und später Teile davon herrschten. Die in der Nähe des Sees Genezareth gelegene Burg ist konzentrisch was bedeutet, dass sie zwei Reihen Verteidigungsmauern hat, die eine innerhalb der zweiten.

Sie wurde von ihren muslimischen Eroberern Anfang des 13. Jahrhunderts zerstört, um sicherzustellen, dass Kreuzritter-Streitkräfte sie in der Zukunft nicht noch einmal besetzten, aber zum Glück zerstörten sie nur das oberste Geschoss und füllten den Burggraben auf, so dass das Fundament intakt blieb und heute angesehen werden kann. Heute weist die Burg als Teil eines Nationalparks nicht nur großartige Ruinen auf, sondern auch einen atemberaubenden Panoramablick.

Foto der Burg Belvoir von Altosvic via Shutterstock.com

2. Burg Cafarlet

Foto der Burg Cafarlet von Tokar via Shutterstock.com

Die Burg Cafarlet innerhalb des stillen Moschaw Habonim an Israels Küste ist eher mysteriös, weil es wenig historische Aufzeichnungen dazu gibt. Sie wurde wahrscheinlich im achten oder neunten Jahrhundert von muslimischen Herrschern des Landes Israel gebaut, zusammen mit ähnlichen Festungen, die entlang der Küste gebaut wurden, um es vor eindringenden byzantinischen Christen zu schützen.

Die rechtwinklige Burg hat Wachtürme an jeder Ecke, die alle saniert wurden, als sie von den Kreuzrittern übernommen wurde. Schließlich wurde die Gegend wieder von muslimischen Eroberern übernommen und die Burg und der sie umgebende Bereich verfielen. Heute liegt der Ort abseits und wird nicht gepflegt, also ist es vielleicht am besten sie aus der Entfernung zu genießen.

  1. Die David-Zitadelle
Foto der David-Zitadelle von Aleksander Todorovic via Shutterstock.com

Als eines der bekanntesten Wahrzeichen Jerusalems ist die David-Zitadelle am Eingang zur Altstadt ein großer, imposanter Komplex, der ursprünglich vor etwa 2.000 Jahren der Ort von König Herodes‘ Wachtürmen war. Von arabischen Herrschern Jerusalems wurde daraus dann eine Burg gemacht, die von den Kreuzrittern weiter befestigt wurde und die die zurückkehrenden arabischen Herrschern dann weiter befestigten. Das Minarett, das sie heute ziert, wurde von den Osmanen hinzugefügt, die sie zudem mit einem Graben umgaben. Heute beinhaltet die Zitadelle archäologische Funde, das Davidturm-Museum und eine sehr eindrucksvolle Licht- und Ton-Show.

  1. Die Burg Nimrod

Die Burg Nimrod an den Hängen des Hermon in Nordisrael sieht aus, als stamme sie direkt aus dem Set von „Game of Thrones“, so mittelalterlich sieht sie aus. Der riesige Komplex wurde von muslimischen Herrschern an einer strategischen Stelle gebaut, um die wichtige Straße nach Damaskus zu schützen.

Sie wird seit hunderten Jahren nicht mehr genutzt, krönt aber die Landschaft immer noch sehr stark, was sogar den besuchenden Mark Twain dazu brachte sie als die „stattlichste Ruine dieser Art weltweit“ zu bezeichnen. Heute ist sie ein Nationalpark, für die Öffentlichkeit geöffnet, die sich an einer uralten Stein-Inschrift, interessanter Architektur und großartiger Aussichten erfreuen kann.

Die alte Burg Nimrod in Israels Norden ist ein atemberaubendes Beispiel für die vielen Burgen und Festungen des Landes. Foto von Nina Mikryukova via Shutterstock.com
  1. Burg Monfort
Foto der Burg Montfort von Shimon Bar via Shutterstock.com

Die Burg Montfort ist eine einzigartige Kreuzritterburg, weil sie nicht gebaut wurde, um das christliche Königreich vor arabischen Invasoren zu schützen, sondern als Unterkunft für die Verwaltung des Deutschritter-Ordens und um diese vor rivalisierenden Kreuzrittern zu schützen. Im13. Jahrhundert gebaut, befindet sich auf einem steilen Felsvorsprung im nördlichen Galiläa, umgeben von grünem Wald. Heute ist sie Teil eines Nationalparks, der auch Heimat für seltene und gefährdete Pflanzen ist.

Foto der Burg Montfort von Setz Aronstam via Shutterstock.com
  1. Masada
Foto Masadas von StockStudio Arials via Shutterstock.com

Als möglicherweise die umwerfendste Festung auf dieser Liste ist Masada eine der führenden archäologischen Stätten. Dieser auf einer Felsklippe in der jüdischen Wüste thronende Komplex beherbergte Paläste des Königs Herodes und war der Ort, an dem jüdische Rebellen sich gegen die Römer verschanzten, bis sie sich – laut Tradition – im Jahr 74 n.Chr. selbst töteten, um nicht in Gefangenschaft zu geraten.

Heute ist der Masada-Nationalpark einer der beliebtesten Touristenorte; der Zugang erfolgt über zwei Wanderwege oder die weniger strapaziöse Seilbahn. Die beste Zeit für einen Besuch ist bei Sonnenaufgang, wenn die Wüste und das angrenzende Tote Meer aufleuchten.

  1. Festung Apollonia
Foto der Apollonia von Yosefer via Shutterstock.com

Die an der Küste gelegene Apollonia ist eine antike Stadt, gegründet spätestens im vierten Jahrhundert v.Chr. Sie war die Heimat von Samaritern, Griechen, Römern, Muslimen, Kreuzrittern, jüdischen Immigranten und zuletzt vermögenden Israelis. Die Kreuzfahrer hinterließen eine Spur Flecken in Form einer Festung, die ins Meer hinausragt. Die Festung bestand nur 24 Jahre lang in vollem Umfang, bevor sie von muslimischen Eroberern geschleift wurde. Heute ist sie ein beliebtes Naturreservat, zu dem auch eine römische Villa, ein Burggraben und eine Moschee gehören.

Foto der Apollonia von Alla Khananashvili via Shutterstock.com
  1. Kastell Antipatris
Foto von Kastell Antipatris durch Tokar via Shutterstock.com

Kastell Antipatris ist auch als Binar Bashi bekannt, eine Version des türkischen Wortes für Quelle. Sie wurde im späten 16. Jahrhundert von den osmanischen Herrschern des Landes Israel gebaut, um den Durchgang zwischen den Quellen – oder Quellköpfen – des Flusses Yarkon zu bewachen und sitzt an der antiken Handelsroute Via Maris zwischen Ägypten und Syrien. Das beeindruckende Kastell ist heute Teil des Tel Afek-Nationalparks, der einen See und umfangreiche Erholungsgebiete aufweist.

Foto des Kastell Antipatris von Tatiana Bambulevich via Shutterstock.com
  1. Johanniter-Festung in Akko
Foto der Johanniter-Festung von Ilia Torlin via Shutterstock.com

Der Kreuzritterorden der Johanniter baute die beeindruckende Festung in Akko im 12. Jahrhundert, als sie und andere christliche Gemeinschaften in der Hafenstadt residierten. Zu den Überresten ihres groß angelegten Komplexes gehört ein Hof, ein schwer gesichertes Tor mit Torturm und der Speisesaal der Ritter – ein riesiger, säulengetragener gemauerter Raum, von dem man sich vorstellen kann, dass er von Rittern in glänzender Rüstung wimmelt, die ihren Spießbaten verzehren.

Foto der Johanniterfestung von Akko von RICIfoto via Shutterstock.com
  1. Festung Atlit
Foto der Festung Atlit von Hadas Parush/Flash90

Als die Kreuzritter im 13. Jahrhundert ihre Festung in Atlit bauten, wussten sie nicht, dass sie eines Tages ein Kommandolager der israelischen Marine werden würde, das die Öffentlichkeit, die sie nicht betreten darf, fasziniert. Abgesehen davon, dass sie eine riesige und gut befestigte Burg ist, war der Ort das letzte Kreuzritter-Bollwerk im Land Israel, aus dem die letzten christlichen Ritter zurück nach Europa abzogen.

Jahre später wurden Steine der Festung für den Bau neuer Gebäude in nahe gelegenen Städten genutzt und die ganze Stätte erlitt im 19. Jahrhundert Schäden durch ein Erdbeben. Sie ist immer noch imposanter Anblick, besonders wenn man an die geheimnisvollen Taucher denkt, die darunter lauern.

Foto der Festung Atlit von Hadas Parush/Flash90

 

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