Die PA-Propagandamaschine läuft auf Hochtouren

Die Fakten stützen das palästinensische Narrativ nicht, also müssen neue „Fakten“ produziert werden.

Robert Spencer, FrontPage Mag, 17. Mai 2021

Ein Anhänger des palästinensischen Jihad gegen Israel twitterte am Donnerstag: „Israel setzt jetzt weißen Phosphor gegen die Stadt Beit Hanoun in Palästina ein! Er kann menschliches Fleisch bis auf die Knochen verbrennen. Weißer Phosphor ist weltweit verboten und wird als Kriegsverbrechen betrachtet!“ Dazu wurde ein grausiges Foto einer Frau geliefert, deren Haar zum Teil weggebrannt und deren Gesicht auch schwer verbrannt war. Es gab nur ein kleines Detail, das in dem Tweet ausgelassen wurde: Das Foto war nicht aus Gaza im Mai 2021, sondern aus Afghanistan 2009.

Wenn die Israelischen Verteidigungskräfte (IDF) wirklich so brutal und unmenschlich wären, wie die internationalen Medien und Anhänger des palästinensischen Jihad (einen merklichen Unterschied zwischen diesen beiden Gruppen gibt es allerdings nicht) behaupten, dann sollten Beweise für israelische Gräueltaten leicht zu finden sein. Stattdessen sind die Ungeheuerlichkeiten vor Ort derart dünn, dass sie erfunden werden müssen, um den (bestenfalls) dürftigen Anspruch der Palästinenser auf Opferstatus zu stützen.

Das ist auch keineswegs neu. Es ist seit Jahren im Gang. Israellycool berichtete im Februar 2020, dass der palästinensische „Journalist“ Mustafa Batnain ein „herzzerreißendes Foto aus Gaza“ twitterte, auf dem ein Baby in einem Pappkarton zu sehen war, mutmaßlich der einzige Schutzraum des kleinen Kindes inmitten tobender, barbarischer, brutaler IDF-Soldaten. Einmal mehr gab es einen Haken: Das Foto war tatsächlich gar nicht aus Gaza, sondern aus Idomeni in Griechenland. Für die palästinensische Fabrik der israelischen Gräueltaten ist das nichts Besonderes.

Das Foto war nur das jüngste der zahllosen Beispiele für die Täuschung, die von palästinensischen Propagandisten in industriellem Ausmaß verbrochen wird, um Israel wie eine unterdrückerische Besatzungsmacht aussehen zu lassen. Das Buch The Palestinian Delusion: The Catastrophic History of the Middle East Peace Process beschreibt die Bandbreite und Raffinesse dieser Irreführung ausführlich.

Israellycool berichtete vor einen Monat zudem über eine Anhängerin des palästinensischen Jihad gegen Israel namens Sarah Hassan, die auf Twitter das Fotoeines Jungen postete, der unter einem von Schnee umgebenen Karren kauerte und versuchte sich warm zu halten. „Gaza … Armut … Kälte!“, schrieb Hassen, aber Israellycool hob hervor, dass „es in diesem Zeitraum im Gazastreifen nie kälter als 6 Grad Celsius wurde“ – also konnte sich dort nirgendwo Schnee auftürmen. Außerdem kam dieses Foto, wie das von Batain, gar nicht aus dem Gazastreifen, es wurde 2006 in Afghanistan aufgenommen.

Ein Eckpfeiler der Sache der „Palästinenser“ vor dem Gericht der Weltmeinung ist Projektion und Irreführung von massivem Ausmaß. Mohammed, der Prophet des Islam, erklärte: „Krieg ist Täuschung.“ (Buhkhari Bd. 4, Buch 56 Nr. 3030) Er erläuterte auch die Bedingungen, unter denen Irreführung erlaubt sei: „Es ist nicht rechtmäßig zu lügen, außer in drei Fällen: Manchmal sagt der Mann seiner Frau etwas, um ihr zu schmeicheln, im Krieg zu lügen und zu lügen, um Frieden zwischen den Leuten zu bringen.“

Palästinenserführer haben das Lügen im Krieg zu einer perfekten Kunst verfeinert. Palästinensersprecher machen sich daran Israel als unerhört unterdrückerisches Regime darzustellen, das gewohnheitsmäßig Gräueltaten am palästinensischen Volk verübt, das so sehr Hilfe von der internationalen Gemeinschaft verdient, wie die Israelis Verurteilung erfordern.

Auch diese Initiative ist weithin erfolgreich gewesen. Die UNO verurteilt Israel weit öfter als jedes andere Land; viele dieser Verurteilungen basieren auf Berichten über israelische Gräueltaten, die vollkommen erfunden sind. Auch die Weltmeinung hat sich weitgehend gegen Israel gewendet, es hat heute den internationalen Ruf eines der ungerechtesten und unterdrückerischen Regime der Welt zu sein.

Die Hamas war derart begierig palästinensische zivile Opfer zu haben, dass sie vor der Welt herumparadieren könnte, um Propagandasiege einzufahren, dass die Terrororganisation im April 2018, als Proteste an der Grenze des Gazastreifens wüteten, „Palästinensern“ $500 zahlen, die an der Grenze angeschossen und verwundet wurden, außerdem $3.000 an die Familien derer, die sich während der Proteste töten ließen. Das war für Mahmud al-Habbbasch, Mahmud Abbas‘ Berater zu  islamischen Angelegenheiten und Oberster Schariarichter, zu viel; er verurteilte die Hamas im offiziellen PA-Fernsehen: „Das palästinensischen Volk … interessiert die Leute [von der Hamas] mit „den emotionalen Geschichten von Heldentum“ nicht, die mit den Helden-Parolen – Parolen, von denen du, wenn du sie hörst, glaubst, dass die Leute sie, die sie von sich geben, sich innerhalb der al-Aqsa-Moschee befinden, nachdem diese befreit wurde. Und hinterher entdeckst du, dass sie nur Illusionen verkaufen, mit Leid und Blut handeln, mit Opfern handeln und sagen: ‚Ihr Palästinenser, unser Volk, geht und sterbt, damit wir mit starken Äußerungen zum Fernsehen und den Medien gehen können.‘ Diese ‚Helden‘-Taten [der Hamas] täuschen niemanden mehr. Das palästinensische Volk … stellt sich auf die Seite der PLO.“

Ob es das tat oder nicht, und es gibt erhebliche Belege dafür, dass es das nicht tat: Dass die Hamas Palästinenser losschickte um zu sterben, damit die Weltmeinung gegen Israel manipuliert werden kann, war sicher.

Das ist ein Propagandaerfolg, auf den Josef Goebbels und die Herausgeber der Prawda neidisch gewesen wären; und er wurde die Grundlage für mehr davon. Nachdem die Palästinenser als winziges indigenes Volk aufgebaut wurden, dessen Land von räuberischen, finanzstarken und unterdrückerischen Fremden gestohlen wurde, war es an der Zeit an den Verhandlungstisch zurückzukehren – nicht um irgendeine echte Vereinbarung mit Israel zu treffen, sondern um den Opferstatus des neuen, winzigen Volks auszubeuten, das sie erfunden hatten, um von den Israelis wertvolle Zugeständnisse zu erhalten.

Und es hat funktioniert. Heute, während die palästinensischen Jihadisten erneut auf israelische Zivilisten schießen, funktioniert es wieder.