Akademiker verwenden Propaganda, nicht Expertise, um auf Israel einzuprügeln

Phyllis Chesler, IPT News, 24. Mai 2021

Palästinensische Keffiyeh tragende Männer sind auf den Straßen Amerikas und Europas herumgelaufen und haben Juden verprügelt. Israel stellte man sich als sicheren Hafen für verfolgte Juden vor, die im Exil leben und heute werden in der Diaspora lebende Juden angegriffen, weil Israel nicht nur existiert, sondern es auch noch wagt sich gegen islamistische, terroristische Aggression zu verteidigen.

Zusätzlich geben Gutmenschen des interreligiösen Dialogs, feministische Akademiker und Gelehrte im Allgemeinen Unterstützungserklärungen für Palästina ab, aber nicht für Israel, das unter der umfassendsten Belagerung gestanden hat.

Eine Gruppe, die sich Palestinian Feminist Colletive nennt, startete einen „Liebesbrief an unser Volk in Palästina“, in dem es heißt: „Wieder einmal trotzen Palästinenser vom hohen Norden bis in den tiefen Süden unseres Heimatlandes den Versuchen der Siedler-Kolonialisten das Land und das Volk zu teilen…“ Schlagworte wie „Siedlergewalt“ und „ethnische Säuberung“ werden als „Teil der fortgesetzten Nakba [Katastrophe], die palästinensischen Zeit und Raum seit 1948 überspannt“ eingesetzt und verstanden.

Der Feminismus des Kollektivs ist einer, in dem „gegenderte Gewalt der Kern der kolonialen Vorgehensweise der Siedler ist. Wir stehen zu euch, während ihr dieser maskulinisierten und militärischen Kolonisation Widerstand leistet.“

Ihr Sprachgebrauch ist kommunistische Revolutionsrhetorik und ein Rückschritt in die westliche Romanze mit Che Guevara, Mao, Stalin und den amerikanischen Black Panthers.

In der Folge veröffentlichten akademische Feministen eine Erklärung „in Solidarität mit dem palästinensisch-feministischen Kollektiv“, die zu unwissenschaftlicher Standardklausel-Propaganda verlinkt, von der sich keine mit der islamischen Geschlechterapartheid beschäftigt, die arabisch-palästinensische Frauen in Israel, dem Gazastreifen und der Westbank plagt. Sie konzentrieren sich auf „Zwangsräumungen in Ostjerusalem“ ohne die Geschichte, die Rechtmäßigkeit oder das Wesen dieses Streits zu begreifen.

Die Erklärung selbst ist problematisch, aber schlimmer ist, dass sie komplette Fakultäten an Dutzenden Universitäten auflistet. Das wurde ohne das Wissen oder die Genehmigung einiger, wenn nicht vieler der Fakultätsmitglieder gemacht, die in ihnen arbeiten.

Die Genderstudien-Leute verlinken zu Fakten über die „humanitäre Lage im Gazastreifen“, die es versäumen einzuräumen, dass Israel den Gazastreifen 2005 verließ. Wie immer die Lage dort sein mag, sie ist die Folge der Gier, Korruption und terroristischen Ziele der Hamas.

Lieber Gott, wie ist es möglich zu behaupten „Palästina ist eine Sache des Feminismus“, was sie tun, ohne auch nur die Kinder-Zwangsehen, Zwangsverschleierung und Ehrenmorde zu erwähnen – indigene Bräuche – die nicht von der angeblichen israelischen Besatzung verursacht sind?

Unter der theokratischen Hamas-Herrschaft können Frauen im Gazastreifen nicht ohne Einverständnis eines männlichen Hüters reisen. Nur Tage, bevor die Hamas den letzten Krieg begann, wurde eine Reporterin in Gaza verprügelt, weil sie es wagte mit unbedecktem Kopf vor die Tür zu gehen. Gaza gehört zu den weltweit gefährlichsten Orten für Schwule und Lesben. Zu diesen Dingen haben die Genderstudien- und feministischen Akademiker nicht viel zu sagen gehabt.

Wie ist es akademischen Feministinnen möglich sich stärker um die sogenannte Besatzung und Kolonisierung eines Landes zu sorgen, das nie existierte, als um die Besatzung der realen Frauenkörper in genau dieser Region?

Diejenigen, die sich so sehr um Trigger-Warnungen und Mikroaggressionen sorgen, scheinen an dem Trauma kein Interesse zu haben innerhalb von 15 Sekunden einen Luftschutzbunker erreichen zu müssen; an dem Trauma von Raketen über dem Kopf. Das ist Israels Realität – und wurde für die Gazaner erst Realität, nachdem die Hamas Israel 2006, 2009, 2012, 2014, 2019 und 2021 angriff.

Diese feministischen Professorinnen haben nicht mit ihren eigenen, individuellen Namen unterschrieben, weil ihre gesamten Fakultäten sich dieser Erklärung verschrieben haben. Dazu gehören: Amherst, Barnard, neun Universitäten in Kalifornien, Georgetown, Georgia State, Rutgers, Standford, die University of Hawaii, Washington State, Yale sowie neun kanadische Universitäten – McMaster University, Mount Royal University, Queens University, Saint Mary’s University, St. Francis Xavier University, University of British Columbia, University of Regina, University of Waterloo und York University.

Ich habe nach dem Zufallsprinzip die Veröffentlichungen von jeweils einer Professorin von 10 Gender- und Frauenstudien sowie Sexualitätsfakultäten ausgesucht. Zu ihren Fachgebieten gehören das Studium von Testosteron und die „wechselseitigen Beziehungen zwischen Naturwissenschaften und den sozialen Hierarchien von Geschlecht, Sexualität und Rasse“; transnationale Feminismus– und Karibik-Studien, die Schwarz-radikale Tradition und Guyana; Queere Verwandtschaftsverhältnisse in Taiwan; Rasse und Technologie, weißes Herrenmenschentum und radikaler Liberalismus; Queer-Rasse und Queers of Color; Fettleibigkeit, Invitro-Befruchtungsfehlschläge und Ausdauersport wie Marathon-Schwimmen; feministische Leistung, Kulturkritik, Rassentheorie; Sexualität, Psychoanalyse, postkoloniale, Queer- und Trans-Theorien.

Lediglich eine Professorin an der University of California, Berkeley Law School hat die Frage der Ehrenmorde behandelt – aber hauptsächlich, um Präsident Trump und Ayaan Hirsi Ali wegen fehlgeleiteter Stigmatisierung eines gesamten Volkes für ein Verbrechen anzuklagen, das angeblich auch im nichtmuslimischen Westen vorkommt.

Vielleicht betrachtet man das heute als „feministische“ Arbeit. Aber keine dieser willkürlich ausgesuchten 10 haben einen höheren Abschluss in der Geschichte der Beschaffenheit des Nahen Ostens, der arabischen Welt, Islam, Judentum oder Israel. Keine gibt als Expertin Kurse in solchen Feldern. Sie nutzen ihre Experten-Referenzen lediglich um Propaganda zu unterstützen.

Die feministischen Akademikerinnen sind nicht alleine. Eine weitere Erklärung, „Palästina und Praxis: Wissenschaftler für palästinensische Freiheit“, weist 70 Seiten Unterschriften mit etwa 48 Namen auf jeder Seite auf. Das addiert sich zu ungefähr 3.150 Unterschriften und mehr. Diese Professoren lehren überall in den Vereinigten Staaten, auch an Ivy League-Universitäten, außerdem in Kanada, Frankreich, Holland, Irland, Spanien, der Schweiz, Großbritannien, Bangladesch, Ägypten, Indien, Indonesien, Jordanien, Südafrika und der Türkei.

„Als Wissenschaftler bestätigen wir den palästinensischen Kampf als indigene Befreiungsbewegung, die sich einem Siedler-Kolonialstaat stellt“, heißt es in der Erklärung. „Israel führt einmal mehr eine groß angelegte Luftangriffs-Bombardierungskampagne … Palästinensische Wissenschaftler schreiben unter der Bedrohung der Auslöschung durch Siedler-Kolonialisten und der Auferlegung von Exil… es ist zwingend nötig, dass wir ihre Ersetzung und Auslöschung nicht innerhalb unserer eigenen Forschung vornehmen… Forschung ohne Handeln normalisiert den Status quo und verstärkt Israels Straflosigkeit…“

Was ist „Praxis“? Es bedeutet „Ausüben“ oder „Handeln“. Glauben diese Professoren wirklich, dass schon die Verwendung des Wortes „Praxis“ irgendein Handeln darstellt? Wenn ja, mit welchem Ziel? Sie sagen es uns.

„Forschung ohne Handeln normalisiert den Status quo und verstärkt Israels Straflosigkeit… Forschung muss auch ethisch sein, indem sie sich auf Entkolonialisierung konzentriert und die Stimmen der palästinensischen Wissenschaftler so erhebt, dass sie Quellen von Autorität bleiben und nicht nur Studienobjekte.“

Damit fordern die Professoren Wissenschaftler auf, sich BDS – Boykott-Kampagnen – und antiisraelischem Campus-Aktivismus zu verpflichten sowie „Druck auf (ihre) Regierung auszuüben, damit sie aufhört die israelische militärische Aggression zu finanzieren“.

Diese Erklärung ist schlichtweg eine Kriegserklärung an den jüdischen Staat.

Raten Sie mal: Nur 11 der 450 Unterzeichner lehren in Nahost-, Palästina- und Arabisch-Studien.

Sowohl die feministischen Akademikerinnen als auch die „Wissenschaftler“ recyceln palästinensisch-islamistische Propaganda und versuchen das als wissenschaftliche Meinung zu verkaufen. Fallen Sie nicht darauf herein. Was beide Erklärungen sagen, ist freitags in den fundamentalistischsten Moscheen im gesamten Nahen Osten und bei den Äußerungen der Muslimbruderschaft-Außenposten wie der Muslim Student Association und dem Council on American-Islamic Relations (CAIR) zu hören.

Für sie symbolisiert „Palästina“ die heiligste Unterdrückung und den wichtigsten indigenen Wiederstand.

Wenn vermeintliche Wissenschaftler zu Fragen dozieren, die über ihr Fachgebiet hinausgehen, zu Themen, die so komplex wie diese sind, dann stellt das den Tod der Werte der Aufklärung und die Zersetzung unabhängigen Denkens dar. Es ist auf jeden Fall der Tod des echten Feminismus.

Ein Gedanke zu “Akademiker verwenden Propaganda, nicht Expertise, um auf Israel einzuprügeln

  1. Wer sagt, daß Frauen klüger und / oder friedlicher sind als Männer? Schon vor sehr vielen Jahren erkannte ich, daß Frauen genau so blöd sein können wie Männer und genau so unfriedlich. Der Charakter der Blödheit / Dummheit kann natürlich unterschiedlich sein, aber das Maß bleibt gleich. Das gleiche bezieht sich auf die Friedlichkeit / Unfriedlichkeit. Sagt eine alte, aber immer noch Frau.
    lg
    caruso

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.