Israel auf anderen Schlachtfeldern bekämpfen

Die Feinde des jüdischen Staates starten Angriffe in der UNO und in den Medien. Jahrhunderte lang haben solche Verleumdungen judenfeindliche Gewalt herbeigeführt, nicht unähnlich der, die heute auf der Straße in Amerika und Europa zunehmend überhand nimmt.

Clifford D. May, Israel HaYom, 7. Juni 2021

Derzeit haben die Hamas und der Islamische Jihad aufgehört Raketen auf Israelis zu schießen und im Gegenzug haben die Israelis aufgehört Waffenarsenale im Gazastreifen zu beschießen. Aber der lange Krieg gegen Israel ist nicht vorbei. Er verlagert sich nur für eine Weile auf andere Schlachtfelder.

Zum Beispiel stimmte der UNO-Menschenrechtsrat in Genf am Donnerstag dafür eine „unbefristete Ermittlungskommission“ einzurichten – Jargon für eine permanente Inquisition, deren Zweck es sein wird Israelis als Kriegsverbrecher zu brandmarken.

Der UNHRC forderte zudem ein Waffenembargo gegen Israel, womit signalisiert wird, dass die Kommission nicht die Absicht hat anzuerkennen, dass Israelis dasselbe Recht haben sich zu verteidigen wie andere Völker.

Diese bürokratische Offensive wurde von der palästinensischen Autonomiebehörde und Pakistan im Namen der Organisation der islamischen Kooperation (OIC) initiiert. Lassen Sie uns das untersuchen.

Zunächst einmal hat die PA im Gazastreifen keinerlei Autorität – nicht seit 2007, als sie von der Hamas im Bürgerkrieg besiegt wurde, der dem Abzug der Israelis aus dem Gazastreifen folgte – dem Abzug eines jedes einzelnen Soldaten, Bauern, Synagoge und Grabes.

Vielleicht fragen Sie sich: Wenn die Israelis den Gazastreifen 2005 verließen, wie kann jemand behaupten, der Gazastreifen sei „besetzt“? Hier die Argumentation: Weil die Israelis in Reaktion auf Hamas-Angriffe aus dem nicht besetzten Gazastreifen versucht haben (wenig erfolgreich) die Einfuhr von Munition durch die Hamas zu verhindern – und eine Blockade kommt einer Besatzung gleich. Kaufen Sie das?

Dass Pakistan die Führung gegen Israel übernimmt, erfordert schon außergewöhnliche Chutzpe. Pakistan wurde als Heimatland für indische Muslime gegründet, nachdem Britannien sich aus dem Subkontinent zurückzog. Aber Pakistans Führer erklären es für ungerecht, dass palästinensische Juden dasselbe Recht zur Selbstbestimmung in einem Teil ihrer uralten Heimat nach Britanniens Abzug aus dem Nahen Osten beanspruchen.

Außerdem: Bei der Gründung Pakistans stellten religiöse Minderheiten – z.B. Hindus, Sikhs, Christen, ahmadische Muslime – fast ein Viertel der Bevölkerung des Staates. Heute beträgt die Minderheitsbevölkerung nach Generationen der Unterdrückung 3 Prozent. Im Gegensatz dazu beträgt die arabisch-muslimische Minderheit Israels rund 20 Prozent und wächst, wobei diese Gemeinschaften Freiheiten und Rechte genießen, von denen die schrumpfenden Minderheiten Pakistans nur träumen können.

Was die OIC angeht: Dabei handelt es sich um eine Allianz aus mehr als 50 Nationalstaaten, die sich als muslimisch identifizieren. Dennoch stimmen viele davon – nicht alle – mit der Hamas überein, dass ein winziger jüdischer Staat immer noch einer zu viel ist und dass seine Existenz daher aufgelöst werden muss.

Das ist nicht übertrieben. Die 1988 veröffentlichte Hamas-Charta legt fest: „Israel wird sich erheben und aufrecht bleiben, bis der Islam es beseitigt, wie er seine Vorläufer beseitigt hat.“ Das deutlich erklärte Ziel der Hamas: „das Banner Allahs über jedem Zentimeter Palästinas zu hissen“.

Ein 2017 geschriebenes politisches Dokument der Hamas, das oft fälschlich als Mäßigung beweisend beschrieben wird, bezeichnet jeden Zentimeter Israels als „besetztes Gebiet“, das erobert werden muss: „Die Hamas lehnt jede Alternative zur vollständigen und kompletten Befreiung Palästinas, vom Fluss bis zum Meer, ab.“

Die Hamas hat eine Zweistaatenlösung konsequent abgelehnt; sie gelobt „bewaffneten Widerstand“ bei der Verfolgung einer Endlösung – der Abschlachtung und/oder Vertreibung der israelischen Juden.

Seien wir ehrlich: Das unterstützen Sie, wenn Sie die Hamas unterstützen. Wenn Sie mit der Hamas sympathisieren, dann ist dies das Ziel, mit dem Sie sympathisieren.

Auch die Weltgesundheitsorganisation, eine weitere UNO-Organisation mit Sitz in Genf, legte ihre rhetorischen Waffen auf Israel an. Sie stimmte für die Übernahme einer palästinensischen Resolution zur Vorbereitung eines „Berichts“ zu den gesundheitlichen Verhältnissen im Gazastreifen und der Westbank sowie auf den Golanhöhen, die Israel im Verteidigungskrieg von 1967 von Syrien eroberte.

Hillel Neuer, Leitender Direktor von UN Watch, stellte fest, dass die WHO keine Resolutionen zu Syrien verabschiedete, „wo Krankenhäuser und andere medizinische Infrastruktur wiederholt von syrischen und russischen Streitkräften bombardiert wurde; nicht zum vom Krieg zerrissenen Jemen, wo 18 Millionen in schrecklicher Nothilfe bedürfen; und nicht zu Venezuela, wo das Gesundheitssystem kollabiert und 7 Millionen Menschen dringend humanitäre Hilfe benötigen.“

Am Freitag wurde ein neues Mitglied in die Leitung der WHO gewählt. Sie raten richtig: Syrien.

Kämpfe gegen Israel werden auch an Universitäten und in einem Großteil der Medien geführt, nicht zuletzt in der New York Times, einer ehemals großartigen Zeitung, bei der ich einst stolz als Reporter, Auslandskorrespondent und Redakteur arbeitete.

Die Berichterstattung der Times zum Gaza-Konflikt ist ungeheuer einseitig. Ihre Titelseite zeigte am Freitag Fotos zumeist arabischer Kinder, die während der elftägigen Schlacht letzten Monat getötet wurden, was impliziert, dass hauptsächlich die Israels dafür verantwortlich sind.

In Wahrheit unternimmt kein Militär der Welt mehr als die israelischen Verteidigungskräfte mehr zuf Vermeidung ziviler Opfer, selbst wenn seine Feinde Zivilisten – darunter Kinder – als menschliche Schutzschilde benutzen, eine Praxis, die eindeutig internationales und amerikanisches Recht verletzt.

In Wahrheit legen die Beweise nahe, dass die überwiegende Mehrheit der etwa 250 in diesem jüngsten Kampf getöteten Gazaner Hamas-Kämpfer waren – von denen einige Teenager und daher in der Darstellung der Times „nur Kinder“ waren.

In Wahrheit erreichten hunderte der Raketen von Hamas und Islamischem Jihad Israel nicht und schlugen stattdessen im Gazastreifen ein, wo sie palästinensische Nichtkombattanten – Männer, Frauen und Kinder – töteten oder verletzten.

Abraham Foxman, der nationale Direktor emeritus der Anti-Defamation League und lebenslanger Leser der Times, war derart entsetzt von der Titelseite am Freitag, dass er sein Abonnement der Zeitung kündigte und erklärte: „Die heutige Ritualmordlüge gegen Israel und das jüdische Volk reicht jetzt.“

Jahrhunderte lang haben solche Verleumdungen judenfeindliche Gewalt herbeigeführt, die nicht viel anders ist als die, die auf den amerikanischen und europäischen Straßen zunehmend vorherrschen.

Der lange Krieg gegen Israel sollte als das gesehen werden, was er ist: die jüngste Ausdrucksform eines uralten Hasses. Diejenigen, die dafür kämpfen Israel auszulöschen – ob nun mit Raketen, bürokratischen Berichten oder Zeitungsartikeln – machen klar, dass jüdisches Leben für sie keine Rolle spielt.

Ein Gedanke zu “Israel auf anderen Schlachtfeldern bekämpfen

  1. Pompeo in Jerusalem: „Heute habe ich die Möglichkeit, die Golanhöhen zu besuchen. Die Anerkennung der Golanhöhen als Teil Israels, war auch eine Entscheidung, die Präsident Trump getroffen hat. Sie ist eine historisch wichtige Entscheidung und ist Teil der Realität“.

    Donald Trump hat 2019 Israels Souveränitätsanspruch an den Golanhöhen anerkannt. Die Europäische Union verurteilte Trumps Entscheidung.

    Die Golanhöhen sind ein wichtiger strategischer und militärischer Stützpunkt, auf den die Israelis nicht verzichten können. Die allgegenwärtige Gefahr angegriffen zu werden, ist einfach zu groß, um auf die Golanhöhen zu verzichten. Sie sind ein Bollwerk gegen syrische und iranische Streitkräfte (https://bit.ly/3cxGwPk).

    Jo Biden beabsichtigt die Anerkennung der Golanhöhen zurückzunehmen.

    Wenn die Weltgemeinschaft nicht zur Kenntnis nehmen will, dass der Jihad gegen Juden u.a., ursächlich aus dem Koran stammt, der wird auch keine Lösung finden. Da bieten sich dann Scheinlösungen wie die Zwei-Staaten Version an, von der eigentlich jeder Beteiligte weiß, dass sie nicht funktionieren wird. Der Jihad wird so und so weitergehen.

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