Unangebrachte Ehre: das wahre Hindernis für Frieden

Elder of Ziyon, 7. Juni 2021

Während israelfeindliche Aktivisten versuchen Scheik Jarrah zurück an die Spitze der Aufmerksamkeit der Welt zu bringen, kommt eine einfache Frage auf.

Nach Angaben israelischer juristischer Entscheidungen können die Bewohner der Häuser, die in den Nachrichten sind, wenn sie den jüdischen Eigentümern einfach Miete zahlen würden, niemals zwangsgeräumt werden.

Wenn Leute sich wirklich darum sorgen würden, dass drei Familien obdachlos werden, warum zahlt dann nicht einfach jemand die Miete?

Der Grund: Ehre. Mit der Zahlung von Miete würde eingestanden werden, dass Juden die Eigentümer der Häuser sind, was vier Jahrzehnte lang immer und immer wieder mit Gerichtsurteilen bewiesen wurde.

Aber nicht die Bewohner schienen die Leute zu sein, die die Entscheidung treffen keine Miete zu zahlen. Nach Angaben eines Artikels von Jewish Press ist der gesamte Fall von der PLO übernommen worden und die sind diejenigen, die entscheiden, was für die Bewohner am besten ist – heißt: kein Kompromiss, keine Anerkennung von Deals, keine Zahlung von Miete.

Aus Sicht der PLO ist es für die Bewohner ehrenhafter obdachlos zu sein, als zuzugeben, dass die Häuser Juden gehören.

Natürlich müssen nicht die PLO-Führer den Preis für solche Entscheidungen tragen. Sie zwingen die unglücklichen Bewohner dem höheren Prinzip der palästinensischen Ehre festzuhalten: Opfert euch für unsere Prinzipien.

Das ist ein Muster.

Wenn man herausstellt, dass Israel Friedensdeals angeboten hat, die von den Palästinenserführern abgelehnt wurden, dann sagen die Apologeten der Palästinenser: „Die Angebote waren nicht gut genug.“ Was soll das heißen? Bedeutet das, dass immerwährende Staatenlosigkeit besser ist als eine Eigenstaatlichkeit, die die Forderungen nicht ganz erfüllt?

Wie immer zwingen die Führer – deren Leben vom Nichtvorhandensein eines Staates kein bisschen tangiert wird – die Menschen an ihrem falschen Gefühl der Ehre festzuhalten, zum Nachteil der Menschen.

Den Palästinensern wird gesagt, sie sollen nichts von israelischen Märkten kaufen – wegen der „Ehre“. Statt gestohlene Autos an Israel zurückzugeben, werden sie in der Presse zerquetscht – wegen der „Ehre“. Juden sollen nicht auf dem Tempelberg umhergehen und beten – weil das die „Ehre“ verletzt. Es wird mit Internationalen Vorfällen gedroht, sollten Juden mit Flaggen durch ihre  eigene Hauptstadt ziehen – weil das ein Affront für die „Ehre“ ist.

Wissen Sie, was wirklich ehrenhaft ist? Frieden! Ein Frieden, bei dem die Palästinenser ihre Kinder in Würde aufziehen können. Ein Frieden, in dem sie Autonomie haben. Ein Frieden, in dem sie mit ihren jüdischen Nachbarn zusammenarbeiten, statt so zu handeln, als ob die Juden nicht in das Land gehören, das schon 1.500 Jahre vor jeglicher arabischer Herrschaft dort jüdisch war.