Wie sie es gemacht haben

Victor Rosenthal, Abu Yehuda, 8. Juli 2021

Von 1967 bis 2021 schufen die Feinde des jüdischen Staates und des jüdischen Volks praktisch eine Armee israelfeindlicher Agenten in Schlüsselpositionen westlicher Gesellschaften, einschließlich Israels selbst. Diese Agenten sind oft Meinungsführer, die das Verhalten ihrer Länder beeinflussen.

Hier finden Sie, wie sie das gemacht haben.

Die arabischen Staaten scheiterten damit Israel in großen militärischen Konflikten 1948, 1967 und 1973 zu besiegen. An diesem Punkt wandten sie sich der kognitiven Kriegsführung zu, der Manipulation von Information, Einstellungen, Überzeugungen und Gefühle, um ihren Feind zu schwächen und ihm die Unterstützung Dritter zu verwehren. Folglich gab es zwei Hauptziele: Die Bevölkerung des Staates Israel und die westlichen Staaten, die Quellen finanzieller, logistischer, diplomatischer oder in anderer Form der Hilfe für den jüdischen Staat werden könnten.

Das Ziel der kognitiven Kriegsführung war es den Feind abzutrennen, auseinanderzubrechen und zu isolieren, so dass ihm mit militärischen Mitteln einfacher der Gnadenstoß versetzt werden kann. Terrorismus ist ein wichtiger Teil der kognitiven Kriegsführung, weil verängstigte Leute anfällig für das Stockholm-Syndrom sind. Aber diese Diskussion wird sich auf die nicht kinetischen Aspekte der kognitiven Kriegsführung beschränken.

Der kognitive Krieg begann um 1967, vom sowjetischen KGB als Propagandakampagne initiiert. Die Terroristen der PLO – deren eigentliche Ideologie der von Nazideutschlands nahe stand – wurden als nationale Befreiungsbewegung präsentiert, die bei linken Studenten- und Kriegsgegner-Bewegungen Zustimmung fand, die Teil des größeren sowjetischen Angriffs auf den Westen waren.

Die Herausforderungen, der die kognitiven Krieger der arabischen Welt und ihre Berater gegenüber standen, waren bis 1973 beträchtlich. Die Juden Israels hatten das übermäßige Selbstvertrauen der Zeit nach 1967 verloren. Die USA hatten Israel (endlich) wieder mit den Waffen nachversorgt, die nötig waren, um den Vormarsch seiner Feinde umzukehren und – obwohl es daran gehindert wurde einen vernichtenden Sieg zu erzielen – es hatte seine militärische Überlegenheit eindeutig bewiesen. Aber die militärisch schwachen Araber stärkten ihre kognitiven Kriegsführungsfähigkeiten, um mehr als reine Propaganda einzubeziehen. Sie begannen Operationen, mit denen wichtige Merkmale der sozialen Landschaft des Westens grundlegend geändert werden sollten.

Kognitive Attacken zielten auf die folgenden Ziele im Westen:

Internationale Institutionen; die UNO und ihre Organisationen (leichte Ziele, denn sie bauten auf einer Mehrheit aus sowjetischen und Drittwelt-Ländern auf).

Zu wichtigen frühen Siegen gehörten mehrere antiisraelische Resolutionen im UNO-Sicherheitsrat während der Administration Carter (die USA enthielten sich) und natürliche die Resolution „Zionismus ist Rassismus) von 1975. Obwohl die Resolution letztlich widerrufen wurde, bleiben das durch sie geschaffene „UNO-Komitee zur Ausübung der unveräußerlichen Rechte des palästinensischen Volks“ und der jährlich begangene „Internationale Tag der Solidarität mit dem palästinensischen Volk“. Der UNO-Menschenrechtsrat hat in jeder seiner Sitzungsperioden einen einzigartigen dauerhaften Tagesordnungspunkt zur Diskussion von Israels „Menschenrechtsverletzungen“. UNO-Berichte zu Gesundheit, Status der Frauen, Umwelt und anderen Themen heben oft fälschlich einzig Israel als Übertreter heraus.

Internationale NGOs sind über Infiltration und finanzielle Zuwendungen arabischer und linker Quellen überzeugt worden sich der Kampagne anzuschließen. „Menschenrechts“-Gruppen wie Human Rights Watch (HRW) und Amnesty International sind besonders nützlich dabei gewesen die IDF Kriegsverbrechen zu beschuldigen. Vor kurzem erstellte HRW einen tendenziösen Bericht, der Israel als Apartheidstaat bezeichnete.

Institutionen höherer Bildung (ganz leicht mit Ölgeld gekauft)

Fast unmittelbar nach 1973 fingen arabische Staaten an führenden Universitäten große Summen zu spenden, Abteilungen für Nahost-Studien zu gründen (in denen Israel nicht zu „Nahost“ gehört), Lehrstühle und Forschungsstipendien zu stiften usw. Das geht bis heute weiter. Andere quasi-akademische Institutionen wie einflussreiche Thinktanks wie die von Qatar unterstützte Brookings-Institution haben ebenfalls davon profitiert.

Selbst in Israel produzieren linke Akademiker einen ständigen Fluss an pseudo-akademischem Material, das als Unterstützung für NGO- und Thinktank-Dokumente genutzt werden kann, die israelfeindliche Politik fordern. Israelische NGOs liefern, unterstützt von internationalen linken und arabischen/iranischen/türkischen Quellen Propaganda und Informationen, die in der Lawfare gegen Israel und die IDF verwendet werden.

Studenten- und Arbeiterbewegungen, liberale Kirchen (wegen linker Verbindungen leichte Ziele)

Seit 2004 sind Resolutionen, die die Bewegung Boykott, De-Investitionen und Sanktionen gegen Israel unterstützen, debattiert und oft von Studentenparlamenten, Gewerkschaften und liberalen Kirchen verabschiedet worden. Bisher hat es zwar bisher wenig Auswirkungen auf Israels Wirtschaft gegeben, aber die Debatten bieten ein Forum zur Verbreitung falscher Anschuldigungen gegen Israel.

An Universtäten sind Studentenorganisationen gegründet worden, die israelfeindliche Ideen propagieren und jeden einschüchtern, der Israel unterstützt. Die aktuelle, weit verbreitete Zustimmung zu postmodernen „woke“-Ideen einschließlich Intersektionalität, kritischer Rassentheorie und Drittweltismus haben es möglich gemacht das Palästinensertum mit verschiedenen Anlässen zu verbinden, sogar mit einigen, mit denen es eindeutig im Widerspruch steht, z.B. LGBT-Rechten.

Diese Organisationen werden von Lehrkörpern, Fakultäten und Verwaltungen unterstützt und gehegt, die von Arabern (und seit kurzem) iranischen Öleinnahmen sowie von traditionell linken Akademikern eingerichtet wurden.

Konzerninteressen (leichte Ziele wegen ihrer Abhängigkeit von arabischem Öl)

Unmittelbar nach dem Krieg von 1973 verursachte der arabische Öl-Boykott eine Preissteigerung und Versorgungsengpässe. Ölfirmen in den USA, die großen Einfluss auf die Politik haben, begannen öffentlich politisch Stellung zu beziehen; sie forderten, was sie als „ausgewogenere“ Politik im arabisch-israelischen Konflikt bezeichneten (mit anderen Worten: sie forderten, dass die Regierung aufhört Israel zu unterstützen). Sie finanzierten Propaganda-Kanäle, die die arabische Linie vertraten.

In jüngerer Zeit haben große Konzerne – inbesondere die sehr einflussreichen und mächtigen Technologiefirmen – angefangen „woke“-Politik zu übernehmen; das geschieht aufgrund von Angst vor populären Boykotten und in Übernahme woker Ideen aus der akademischen Welt, die ihr Personal liefert. Besonders Besorgnis erregend ist das Eindringen von israelfeindlichen Aktivisten und Einstellungen in die Technologieunternehmen, die zunehmend die Populärkultur bestimmen.

Soziale Medien

Vor kurzem stellte jemand fest, dass die propalästinensische Bella Hadid 21 Millionen Instagram-Follower hat, also beträchtlich mehr als die Gesamtzahl der Juden der Welt. Die sozialen Medien bieten eine riesige Menge Hebelwirkung für kognitive Kriegsführung, weil sie buchstäblich Milliarden Menschen weltweit erreichen. Clevere Manipulationen sozialer Plattformen können eine massive Auswirkung zu sehr geringen Kosten haben. Wie üblich führt Russland die Welt bei der Entwicklung dieser Technik der kognitiven Kriegsführung über die Nutzung von Bots und von Menschen betriebene Social Media-Farmen. Aber der Iran und andere Feinde Israels liegen nicht weit dahinter zurück.

Minderheiten (deren Klagen den Juden und Israel angelastet werden können)

Schon in den 1930-er Jahren erkannten sowjetische Propagandisten, dass die Rassendiskriminierung in den USA genutzt werden konnte um unzufriedenen Minderheiten den Kommunismus zu verkaufen. Es war auch möglich ihnen Judenhass und den eng damit verbundenen Hass auf den jüdischen Staat nahezubringen. Die Rassen-Massenpsychose, die die USA neuerdings erfasst hat, präsentiert eine wunderbare Gelegenheit über das Prinzip der Intersektionalität an „antirassistische“ Aktivitäten israelfeindliche Botschaften anzuhängen. In Kombination mit dem historisch hohen Grad an Antisemitismus in der schwarzen Gemeinschaft ist es Israels Feinden möglich gewesen groteske Lügen zu verbreiten, so z.B. die, dass Israel amerikanische Polizisten dazu ausbildet effektiv rassistisch zu sein.

Antisemitische Politiker

Politiker wie Jeremy Corbyn, Ilhan  Omar und andere sind effektive Propagandisten. Es ist schwierig sich gegen sie zu wehren, weil Opposition gegen sie als Politik abgetan werden kann und weil sie eine große Unterstützerasis haben (z.B. bei muslimischer Bevölkerung), vor der die Politiker ihrer eigenen Partei Angst haben.

Aus welchen Gründen auch immer: Eine Regierung Israels nach der anderen ist entweder unfähig gewesen die Gefahr, die von der kognitiven Kriegsführung ausgeht, völlig zu verinnerlichen oder si hat darin versagt sie mit einer effektiven Strategie zu bekämpfen. Aber mit jedem militärischen Konflikt, in den Israel involviert ist, werden die kognitiven Angriffe immer intensiver. Sie haben bereits die Fähigkeit der Kampffähigkeit IDF kämpfen beeinflusst.

Die Lösung besteht darin eine proaktive, keine reaktive Strategie einzusetzen; anzugreifen, statt zu verteidigen. Aber wie könnte eine solche Strategie aussehen?

Das ist das Thema eines weiteren Eintrags.