Warum Judäa und Samaria in Westbank umbenennen?

Dov Fischer, The Algemeiner, 22. August 2021

Ein Ausblick zeigt palästinensische Häuser im Westbank-Dorf Wadi Fukin mit der israelischen Siedlung Beitar Illit im Hintergrund, 23. Juni 2019. (Foto: Reuters – Mussa Qawasma)

Es gibt einen guten Grund, dass die arabische Welt und die antiisraelische Linke darauf bestehen den verlogenen und geografisch ungenauen Begriff „Westbank“ zu benutzen, wenn von Judäa und Samaria die Rede ist.

Denken Sie mal darüber nach: Stellen Sie sich eine Menschenrechtsbewegung vor, die um die Parole Verbietet Araber in Arabien! Aufgebaut ist. Eine solche Parole und Bewegung würde viele Fragen aufwerfen. Zum Beispiel: Wo sonst hätten Araber das Recht zu sein, wenn nicht in Arabien? Und wer könnten größeren Anspruch auf Arabien haben als Araber?

Obwohl freiheitsliebende Amerikaner endlos Gründe haben sich zu winden, wenn sie über Saudi-Arabien nachdenken (Freiheit hassende Amerikaner übrigens genauso), neigen wir alle dazu übereinzustimmen, dass anzunehmen ist, dass Araber, die dort leben wollen, das Recht haben das zu tun. Arabien für die Araber.

Irgendwo entlang der Litanei würde es Sinn machen zu sagen: Jehuda den Jehudim – d.h. Judäa den Juden. Selbst Antisemiten würde es schwer fallen sich hinter Parolen wie „Verbietet Juden in Judäa! Juden lebten nie in Judäa!“ zu stellen. Die Juden (hebräisch: Jehudim) des Stammes Judah (Jehudah) gaben dem Land Jehudah seinen Namen: Judäa, wie es in der Bibel transkribiert wird.

Es ist immer absurd gewesen Judäa und Samaria als „Westbank“ zu bezeichnen. Denken Sie an die berühmtesten Orten in der Bibel: Jerusalem, Hebron, Bethlehem, Nazareth, Bethel, Jericho, Schilo, Schechem (Nablus), Galiläa, Tekoa – alles Orte, an denen jüdische Patriarchen und Matriarchen, die Könige und Propheten unterwegs waren und lebten. Auch Jesus und die Apostel. Ihrer aller Leben war in Judäa und Samaria konzentriert. Diese Begriffe finden sich überall in der Bibel, wobei allein „Samaria“ mehr als 100-mal im Tanach (hebräische Bibel) und den christlichen Evangelien erwähnt wird.

In diesen Tagen gab es kein Tel Aviv, kein Herzliya, Haifa oder Netanya. Klar, die Zionisten besetzten dieses Land auch. Aber es in den Städten von Judäa und Samaria, wo die Samen westlicher Zivilisation gepflanzt wurden und Wurzeln schlugen.

Sie können praktisch jede der 140 jüdischen Gemeinden besuchen, in denen heute 800.000 Juden in Judäa und Samaria wohnen, und Sie werden keine Flussufer sehen. Es ist nicht wie in Jersey City (New Jersey, USA), wo man sich auf dem Westufer des Hudson River befindet. Niemand nennt Jersey City „die Westbank“. Warum nicht? Zu viel Geschichte? Zu viele biblischen Erinnerungen an Moses und Aaron, die Schuhe am Journal Square kaufen oder am Bahnhof Grove Street in die PATH-Züge steigen?

Die arabische Welt und ihre woken Verbündeten haben kein Problem damit jeden anderen Ort im Nahen Osten mit seinem biblischen Namen zu nennen: Beer Sheva, Galiläa, Jordan, Gaza, Damaskus, Libanon, Tyros, Sidon und natürlich Jerusalem, Hebron, Bethlehem und Nazareth. Selbst Amerikaner, die behaglich biblische Namen für so viele ihrer Städte verwenden: Hebron (Maryland), Jericho Turnpike (New York), Bethel (Indiana), Shilo (Tennessee), Manassas (= Menasche, Virginia).

Judäa und Samaria – Jehuda und Schomron – sollten mit ihren richtigen Namen genannt werden und nicht mit dem woken Ersatzbegriff, der 800.000 dort lebende Juden ihr Erbe und ihr Land nimmt. Denken Sie daran, wie ein Neugeborenes auf die Welt kommt, wie viele Stunden darüber nachgedacht wird, sogar innerhalb der Familie gestritten und verhandelt wird, wenn es um den Namen des Neulings geht. Namen haben große Macht und Bedeutung. Das ist der Grund, weshalb Israels Feinde Judäa und Samaria „die Westbank“ nennen.

Und weshalb wir Judäa und Samaria dazu sagen sollten.