Die überraschende Herkunft der Kritischen Rassentheorie

L.K. Samuels, The American Thinker, 28. August 2021

Oft wurde die Kritische Rassentheorie (KRT) als Ableger der Theorie des Klassenkampfs von Karl Marx angeführt, die dazu geschaffen wurde eine Klasse gegen die andere kämpfen zu lassen, um so zu von den Arbeitern geführte Revolutionen zu anzufachen. Es wird auch weithin akzeptiert, dass die marxistische Frankfurter Schule in Deutschland Marx‘ Theorie des gesellschaftlichen Konflikts in den 1950-er Jahren umarbeitete, indem „Rasse“ zu ihrer langen Liste „unterdrückter“ Minderheiten hinzugefügt wurde. Aber historisch waren die Theoretiker der Frankfurter Schule Nachzügler am Tisch der Rassentheorie. Sie waren nicht die Erfinder der Kritischen Rassentheorie. In Deutschland hatte bereits Jahrzehnte zuvor eine revolutionäre sozialistische Bewegung existiert. Diese Rassengerechtigkeitskrieger wollten eine Rasse gegen die andere ausspielen und die Unterdrückten ermutigen den Unterdrücker zu stürzen. Sie bezeichneten sich als die deutschen Nationalsozialisten.

Nach dem Zweiten Weltkrieg begannen die Intellektuellen und Akademiker der Frankfurter Schule den „Rassenkampf-“ und die „Opferrollen“-Theorien abzuschreiben, die Mitte der 1920-er Jahre mit den Nazi-Theoretikern entstanden. Es stimmt, dass die Theoretiker der Nazis, viele mit marxistischen Neigungen, in ihrem Ansatz der Rassenüberlegenheit weniger hochentwickelt waren. Aber ihre Langzeit-Ziele zu Rassenunterschieden und -kampf waren bemerkenswert ähnlich.

Die Nationalsozialisten widmeten sich, wie die Führer der marxistischen Frankfurter Schule, der Bekämpfung von Rassenunterdrückung, die von anderen, bevorteilten Rassen auferlegt wurden. Aber im Fall der Nazis identifizierten diese als „unterdrückte Rasse“ das arische und deutsche Volk und als „Unterdrückerrasse“ die Juden. Sie glaubten, dass die Juden die Welt als Mitglieder einer Reichen und privilegierten Rasse kontrollierten, die angeblich die sogenannte arische Rasse misshandelte.

Um die sogenannten „jüdischen Unterdrücker“ herabzuwürdigen, lehrten die Nationalsozialisten deutsche Kinder, dass die Juden, von Juden geführte Banken und Kapitalisten die deutsche Nation und ihr Volk verfolgten. Dieses Narrativ der „Unterdrücker gegen Unterdrückte“ ist reiner Rassen-Marxismus, der verheerende Folgen in allen Annalen der modernen Geschichte hatte. Solcher Rassenunsinn spaltet die Gesellschaft, schafft feindseligen Tribalismus und nicht endende ethnische Gewalt.

Natürlich war dieser Rassenkampf genau das, was die Nazi-Propagandisten in ihrem Versuch bestimmte „Unterdrücker“-Rassen zu eliminieren vorhatten. Sie wollten, dass es in deutsch kontrollierten Gebieten nur eine Rasse gibt. Das ist der Grund, dass die Kritische Rassentheorie so giftig ist. Ihr Endspiel resultiert fast immer in furchbaren Endlösungen, um sogenannte privilegierte und Unterdrückerrassen zu bestrafen.

Der Marsch zur Sicherung der Überlegenheit über eine Unterdrückerrasse begann ernsthaft, nachdem die Nazis 1933 die meisten deutschen Schulen verstaatlicht hatten. Schulverwaltungen fügten schnell Rassenpolitik in neu geschriebene Schulbücher und Schulpolitik ein. Mit Hilfe des Nationalsozialistischen Lehrerbundes (der offiziellen Lehrergewerkschaft der Nazis) wurden Schüler mit Rassentheorien überschwemmt, die in die meisten Fächer eindrangen. Vertreter der Nazi-Partei propagierten

Bild: Bundesarchiv, Bid 102-00089

das Führer-Konzept der Gleicheit in der Volksgemeinschaft des Führers, zu dem Social Engineering, soziale Gerechtigkeit, Rassen-Tribalismus, nationale Kollektivität und Sozialdarwinismus gehörten. Aber ihre größte Aufgabe bestand darin die tendenziösen ethnischen Rassenstudien in Deutschlands Klassenzimmern einzuprägen.

Nach Angaben von Richard J. Evans in The Third Reich in Power 1933-1939 geboten die Pädagogen und Verwalter des Bildungsministeriums, dass die Themen der „Rassenbiologie“ und „Rassenkunde“ in fast jeden schulischen Lehrgang in ganz Deutschland eingefügt wird. Die Biologie wurde als Schlüssel für das Verständnis und die Identifizierung von Rassenunterschieden verkündet. Die Nationalsozialisten entwickelten für ihre Schulbücher sogar eine rassengesellschaftliche Arithmetik um Schüler zu indoktrinieren. Diese rassische Mathematik verwendet z.B. Formeln, um Berechnungen zu konstruieren, die bestimmen sollten, wie viel blonde Arier in einer deutschen Bevölkerungsgruppe lebten.

Der Politisierung der Bildung entkam auch die deutsche Sprache nicht. Sprache musste sich auf Sprachmuster konzentrieren, um reinen rassischen Hintergrund zu liefern, der deutschen Schulkindern unterbewusst die rassensozialistische Ideologie des Nationalsozialismus einpflanzte. Das Studium der Geografie musste sich einer rassischen Umgestaltung beugen, die verlangte, dass die Nazi-Ideologie vereinbar mit Heldentum, Heimat und Rasse ist. Erstaunlicherweise fanden Nazi-Pädagogen sogar Wege das Klima mit der Rasse zu verbinden.

Es überrascht nicht, dass solcher Rassismus der alten Schule jetzt in unsere Welt zurückkehrt, zumeist geäußert von Progressiven, dem Woke-Mob und Black Lives Matter. Ähnlich den Nationalsozialisten ist diese Orthodoxie ein Sammelsurium aus sozialer Gerechtigkeit, Unterdrücker-gegen-Unterdrückte-Opfertum und rassischen Tribalismus. Ein deutsches Plakat aus dem Jahr 1933 hebt die Hingabe der Nazis an einen sozial gerechten Rassenstaat hervor und verkündet: „Weil das Dritte Reich Adolf Hitlers die soziale Gerechtigkeit bringen will, darum ist das großkapitalistische Judentum der schlimmste Gegner dieses Reiches und seines Führers.“

Eine Reihe heutiger „antirassistischer“ Aktivisten ahmen die Pogrompolitik der Nationalsozialisten nach. Zum Beispiel rief die Mitgründerin von Black Lives Matter in Toronto, Yusra Khogali, die Vernichtung bestimmter Rassen. In Spitzen gegen weißes Privileg und Unterdrückerrassen und -Geschlechter sinnierte sie 2016, dass sie einen Drang verspüre „Männer und Weiße zu töten“. Darüber hinaus twitterte sie, dass „weiße Haut untermenschlich ist“. Hitler und seine Nazihorde spien dieselben „Untermenschen“-Anschuldigen gegen Juden und schließlich handelten sie gemäß ihrer Überzeugungen im Holocaust.

Die Ursprünge der Kritischen Rassentheorie haben eine dunkle Geschichte. Warum sollte jemand in der heutigen Welt Rassismus, Rassenüberlegenheit oder rassische Minderwertigkeit rechtfertigen? Solche aufhetzerische Rhetorik hat nie zu rassischer oder sozialer Gleichberechtigung geführt. Die KRT muss im Ascheimer der Geschichte entsorgt werden, zusammen mit jedem Wiederaufleben des Nationalsozialismus und seinen sozialistisch-rassistischen Narrativen.

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