Als der Koran Juden mit Eseln verglich

Elder of Ziyon, 10. September 2021

Akhbaten.com, eine in Ägypten und Syrien populäre arabische Nachrichtenseite, hat einen Artikel, der einen Koranvers erklärt:

Das Gleichnis derer, denen die Thora auferlegt wurde, und die ihr dann nicht nachlebten, ist wie das Gleichnis eines Esels, der Bücher trägt. Übel steht es um Leute, die Allahs Zeichen leugnen. Und Allah weist dem Volk der Frevler nicht den Weg. (Sure 62,5)

Der Artikel erklärt, dass genauso, wie ein Esel Bücher trägt, aber ihren Inhalt nicht versteht, so sind ie Juden mit einer Thora belastet, die sie nicht verstehen. Nur Muslime tun das.

Soweit ist das nur ein weiteres Beispiel dessen, wie man in arabischen Medien tagtäglich Beispiele für Antisemitismus finden kann.

Aber die den Vers erklärende Person versteht den Vers genauso wenig wie der Autor des Koran.

Die Geschichten des Koran kommen oft nicht aus der Thora selbst, sondern auch aus rabbinischen Quellen. Ihr Autor war mit rabbinischen Geschichten aus der Midrasch und dem Talmud vertraut.

Dieser bestimmte Vers scheint auf eine berühmte Midrasch zu verweisen, deren erster Teil jedem jüdischen Schulkind vertraut ist. Als Gott die Thora geben wollte, ging er zuerst zu den anderen Nationen und bot sie ihnen an. Sie fragten: „Was steht darin?“, und Gott antwortete: „Du sollst nicht töten“ oder stehlen oder Ehebruch begehen und die Nationen lehnten ab, indem sie sagten, eine dieser Sündern seiten Teil ihrer nationalen Kultur. Als Gott hingegen zu Israel kam, fragten sie nicht, was darin stand, sondern akzeptierten sie rückhaltlos.

Der zweite Teil der Midrasch sagt: „Das ist so wie ein Mann, der seinen Esel und seinen Hund zum Getreidespeicher schickte, wo fünfzehn Se’ah [Korn] auf den Esel geladen wurden und drei Se’ah auf den Hund. Der Esel ging und der Hund ließ [vor Erschöpfung] die Zunge heraushängen. Er warf ein Se’ah ab und legte es auf den Esel und machte dann dasselbe mit dem zweiten und mit dem dritten. So akzeptierte Israel die Thora, zusammen mit ihren Kommetnaren und Einzelheiten. Sogar diese sieben Gebote, die die Noahiden nicht einhalten konnten  und beiseite legten, nahm Israel auf und akzeptierte sie.“

Die Rabbiner selbst verglichen die Juden mit einem Esel, aber als Kompliment! Der Koran nahm diese Geschichte und kehrte sie ihn eine Beleidigung der Juden – eine Beleidigung nicht nur für ein muslimisches Publikum, sondern auch für ein gebildetes jüdisches Publikum!

Dieser Text vermerkt auch, dass ein späterer Koranvers die Juden direkter mit dem Heraushängen der Zunge des Hundes in dieser Midrasch vergleicht. (Er zeigt, dass die Verse, die die Midrasch kommentiert, einer der „Beweise“ dafür ist, die Muslime anführen, dass Mohammed auf die Thora anspielt.)