Wie das US-Versagen in Afghanistan die jihadistischen Lehren im Koran bestätigt

Raymond Ibrahim, The American Thinker, 17. September 2021

Während es sich von selbst verstehen sollte, dass der Sieg der Taliban in Afghanistan gleichgesinnten (heißt: „radikalen“) Muslimen ohne Ende Auftrieb gibt, wird im Westen nur von wenigen wahrgenommen, wie dieser Vorfall – besonders Amerikas katastrophaler Abzug – genutzt wird, um den Koran selbst und damit muslimischen Eifer und Vertrauen in den Islam zu bestätigen

Ab etwa 15. August 2021, als die Taliban Afghanistan zurückeroberten, wurden jedes Mal, wenn ich eine arabischsprachige Sendung oder einen Scheik sprechen sah, mehrere Koranverse als „Beweis“ dafür angeführt, dass es schlicht unvermeidlich – oder eine Frage der Zeit – war, dass die USA gedemütigt und die Taliban verherrlicht werden.

Bedenken sie als ein Beispiel die Worte des beliebten Scheik Wagdi Ghoneim. Als ägyptischer Islamgelehrter und Mitglied der Muslimbruderschaft ist er berüchtigt dafür gewalttätige Fatwas gegen Israel auszugeben und zu Hass gegen andere „Ungläubige“ aufzustacheln (einschließlich den Kopten, Ägyptens indigener christlicher Minderheit, mit Völkermord zu drohen). Bei solchen „Qualifikationen“ sollte es nicht überraschen, dass er einst Imam des Islamic Institute of Orange County in Kalifornien und Spendensammler für die Wohlfahrtsorganisation KindHearts (eine Hamas-Fassade) in Toledo in Ohio war.

Am 15. August 2021 hielt dieser Ghoneim eine „Sieges“-Rede, die – zumindest zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels – immer noch auf YouTube steht; sie trägt den Titel (übersetzt) „Allahu  Akbar: Der Sieg der Taliban verkörpert die Macht des Jihad auf Allahs Weise“. Wie man erwarten konnte, ist sein Vortrag vollgestopft mit Koranversen, die die Tugenden des Jihad rühmen. Ein Beispiel:

O die ihr glaubt, fürchtet Allah und suchet den Weg der Vereinigung Ihm und strebet auf Seinem Wege, auf daß ihr Erfolg habt. (Sure 5,35)

O die ihr glaubt, ziehet aus, leicht und schwer, [in die Schlacht] und fpührt den Jihad mit eurem Gut und eurem Blut für Allahs Sache! Das ist besser für euch, wenn ihr es nur wüsstet! (Sure 9,41)

Nachdem er den dogmatische Rahmen für den Jihad legte, ging Ghoneim zu dessen wichtigstem Aspekt über: Durchhaltewillen. „Die Taliban hielten ihren Jihad 20 Jahre lang durch. Das ist kein Problem – was sind 20 Jahre im Kontext der Geschichte? Wer hat gesagt, dass [der Ausgang des] Jihad kommt sofort? Nein! Er benötigt Geduld und Zeit!“

Geduld und Durchhaltevermögen im Jihad waren sein großer Punkt – ganz zu schweigen von der großen Lektion, die alle Muslime von Afghanistan lernen können. Allah ist derjenige, der bestimmt wann der Jihad Erfolg hat; gewöhnliche Muslime haben schlicht und einfach die Pflicht ihn zu führen. Wenn sie das tun, wird Allah sie entsprechend seines Wortes irgendwann mit dem Sieg segnen.

Zu den von Ghoneim angeführten Koranversen, die das unterstützenden, gehören:

Wir wollen euch sicherlich prüfen, bis Wir diejenigen unter euch kennen, die die wahren Mudschaheddin [Jihadisten] sind, die (für die Sache Gottes) streiten und standhaft sind. Und Wir wollen die Tatsachen über euch bekannt machen. (Sure 47,31)

Oder meint ihr etwa, dass ihr in den (Paradies)garten eingehen werdet, ohne dass Allah diejenigen von euch kennt, die wahrlich den Jihad führten und geduldig ausharrten? (Sure 3,142)

O die ihr glaubt, geduldet euch, haltet standhaft aus, seid kampfbereit und fürchtet Allah, auf dass es euch wohl ergehen möge! (Sure 3,200)

Interessanterweise heißt der Ausdruck „seid kampfbereit“ in Sure 3,200 buchstäblich „führt ribat“ – das heißt, „bemannt die Frontlinie“, von der aus die Ungläubigen gehetzt werden sollten, auch mit Guerilla-Taktiken. Das ist genau das, was die Taliban taten.

Schließlich ging Ghoneim zu Allahs Worten über Ungläubige über, besonders denjenigen, die versuchen Muslime davon abzuhalten Jihad zu führen und die Scharia durchzusetzen. Er zitierte Sure 8,36: „Diejenigen, die ungläubig sind, geben ihren Besitz aus, um von Allahs Weg [sabil allahl, d.h. Jihad] abzuhalten. Sie werden ihn ausgeben, und hierauf wird es eine gramvolle Reue für sie sein. Hierauf werden sie besiegt werden. Und diejenigen, die ungläubig sind, werden zur Hölle versammelt werden.“

Wie zahllose andere muslimische Kleriker und Führer es getan haben, tun und noch Jahre lang weiter tun werden, erklärte Ghoneim, wie dieser bestimmte Koranvers Amerikas Niederlage voraussagte – heißt, solange es Muslime gebe, die breit sind im Jihad auszuharren. An einem Punkt sank er in wilde Häme ab: „Seht, wie viel sie an Toten und Verwundeten verloren haben – und Milliarden, alles verloren! Ihr seht also, dass sie Milliarden verloren haben!“

Auf jeden Fall lautet die Lektion, die Millionen Muslime aus der ganzen Welt aus Afghanistan ziehen, dass Durchhaltevermögen im Jihad und Geduld sich auszahlen – genau so, wie der Koran sagt, dass es sein wird. Anders ausgedrückt: Die Rollen sowohl der Taliban als auch der USA haben Muslimen jetzt die Wahrheit des Koran bestätigt – insbesondere, dass Durchhaltevermögen im Jihad immer zum Sieg über die Ungläubigen führt und diese gebrochen zurücklässt, selbst wenn es Jahre und Jahrzehnte dauert.

„Daher sei Allah Dank“, schloss Ghoneim, „dass sie [die Taliban] geduldig und standhaft waren und Allah sie mit dem Sieg über die Ungläubigen-Nationen belohnte.“ Er schloss damit Allah anzuflehen dass die umma, die gesamte muslimische Welt, von den Taliban lernt – von „diesen Helden, die all unserer Köpfe hoch erhoben und die Köpfe der Ungläubigen in Scham niederschlug“.

Deshalb sollten Sie in der absehbaren Zukunft eine erneuerte und unbeirrte Hingabe an den Jihad erleben.

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