Durban IV: Das Hassfest der UNO

Die Durban-Teilnehmer sagten nichts zu palästinensischen Bombenanschlägen oder den Opfern; für die selbsternannten Führer der internationalen Moral haben Israelis keine Menschenrechte.

Gerald M. Steinberg, Israel HaYom, 22. September 2021

Vor zwanzig Jahren kam die Menschenrechtsgemeinde der Welt nach Durban in Südafrika zu einer Konferenz, die einberufen wurde, um Rassismus und Diskriminierung zu beseitigen. Diese Veranstaltung fand nur ein paar Tage nach einem palästinensischen Terroranschlag in Jerusalem statt, bei dem in einer Pizzeria voller Teenager Israelis und junge Familien getötet  und verstümmelt wurden. Aber die Tausende selbsterklärter Menschenrechtsaktivisten in Durban erwähnten weder den Anschlag noch die Opfer; für sie haben Israelis keine Menschenrechte. Stattdessen konzentrierten sich die Diplomaten, UNO-Vertreter und Führer der mächtigen Nichtregierungs-Organisationen (NGOs) darauf Israel und den Zionismus zu dämonisieren.

Durban war die Blaupause für den Antisemitismus des 21. Jahrhunderts. Die Union Arabischer Anwälte verteilte Karikaturen von Juden, von deren Zähnen Blut tropfte und Delegierte lasen Ausgaben der Fälschung Die Protokolle der Weisen von Zion auf. Gut organisierte Massenaufmärsche durch die Straßen mit Plakaten, die „Zionismus ist Rassismus“ verkündeten, wurden von Reden begleitet, die Israels „Apartheid“ brandmarkten. Arafat und seine Chefpropagandistin Hanan Aschrawi wurden eingeflogen, um israelische „Apartheid“ zu verurteilen.

Der Plan Durban zu kapern wurde Monate zuvor bei einer Vorbereitungskonferenz der UNO in Teheran erstellt. Dort wurde die Strategie Israel mit dem Südafrika der Apartheid gleichzusetzen, in einen ausgewachsenen Kriegsplan entwickelt. Die Abschlusserklärung und das Aktionsprogramm der NGOs, in Teheran verfasst, war eine Strategie für politischen Krieg. Israel wurde als „rassistischer Apartheidstaat“ bezeichnet, schuldig des „Völkermords“ und „rassistischer Verbrechen an den Palästinensern“. Sie forderten, dass alle Länder Politik für „die völlige Isolation Israels als Apartheidstaat“ einführen.

Unmittelbar nach Durban gingen dieselben NGOs und UNO-Verbündeten dazu über die Strategie umzusetzen. Human Rights Watch führte die anderen Gruppen nach jeder israelischen Reaktion auf Terror bei Beschuldigungen der Kriegsverbrechen an, egal ob dieser Terror von der Hamas im Gazastreifen oder von der Hisbollah aus dem Libanon kam.

Der NGO-Krieg von Durban ist 20 Jahre lang fortgesetzt worden, einschließlich der Flut an jüngsten „Berichten“ zur „Apartheid“-Lüge. Der von Europa finanzierten Organisationskampagne für Boykotte, die sich gegen israelische Universitäten und Firmen, Athleten und Kulturveranstaltungen richten, schließen sich oft Kirchengruppen mit klassisch antisemitischen Agenden unter dem Banner von BDS (Boykott, De-Investitionen und Sanktionen) an.

Der ständige Trommelschlag von Durban hat beträchtlich zu gewalttätigen, antisemitischen Angriffen weltweit beigetragen. Aktuelle Statistiken aus den USA, Großbritannien und europäischen Ländern heben den Hass heraus, der gegen Juden und jüdische oder israelische Ziele gerichtet ist.

Trotzdem bleibt das Durban-Rahmenwerk auf der ständigen UNO-Tagesordnung. Die als Durban IV bekannten eintägigen Veranstaltungen in der UNO-Vollversammlung wurden einberufen, damit offizielle Vertreter und angegliederte NGOs ihre Erfolge in diesem Krieg des Hasses feiern können. Positiv ist für sie zu sagen, dass Präsident Biden und die Führungspolitiker Kanadas, Großbritanniens und einer Reihe weiterer europäischer Regierungen die Teilnahme ab.

Aber der Antisemitismus und die Besessenheit mit Israel werden weitergehen, unter der Fassade der Menschenrechte. Heute, wie 2001, unterstützen viele, die behaupten im Namen der Moral und des Gesetzes zu sprechen, die Täter unmenschlicher Brutalität und löschen die Opfer von Terror und Ungerechtigkeit aus. Das ist 20 Jahre danach das Vermächtnis von Durban.

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