Unschuldige Opfer oder Terrorunterstützer: Wissen die EU und die UNO, dass sie Stipendien für die Kinder von Terroristen unterstützen?

Maurice Hirsch, Palestinian Media Watch, 8. Oktober 2021

Ein Werbeflugblatt für einen Kurs einer international finanzierten palästinensischen NGO zeigt, wie die palästinensische Autonomiebehörde und die palästinensischen NGOs internationale Geldgeber missbrauchen, indem sie sie dazu übertölpeln, vordergründig Würdiges zu finanzieren, womit aber gleichzeitig Terror unterstützen.

Palestinian Media Watch befürwortet zwar, dass die Europäische Union und die UNO Ausbildungskurse für Palästinenser finanzieren, aber es entsteht das Problem, dass sie mit Kursen, die volle Stipendien für die Kinder von inhaftierten und toten Terroristen anbieten, Terroristen für deren Verbrechen belohnen.

Ein neues Flugblatt, das der stellvertretende Sekretär des Zentralkomitees der Fatah Sabri Saidam, ehemaliger Bildungsminister und Berater für Kommunikations- und  Informationstechnologie des PA-Vorsitzenden Mahmud Abbas, postete, wirbt für das Programm einer digitalen Akademie für wissenschaftliche Innovation (DASI), das von der palästinensischen NGO Al-Nayzak betrieben wird.

Nach Angaben des Flugblattes können zwar Kinder von normalen, gesetzestreuen palästinensischen Familien Anspruch einen Preisnachlass von bis zu 65% erhalten, aber Kinder von „Märtyrern und Gefangenen“ haben Anspruch auf ein volles Stipendium. Mit anderen Worten: Kinder von Terroristen und Mördern – seien sie inhaftiert, freigelassen oder tot (sogenannte „Märtyrer“) – werden belohnt und können kostenfrei studieren.

Text des Bildes: „Beeile dich, registriere dich unter folgendem Link:

Dasi.ps/register“

Mit der Möglichkeit ein volles Stipendium für die Kinder von Märtyrern und Gefängnissen zu erhalten.

Und ein Nachlass von bis zu 65% für den Rest der Empfänger.“

[Facebook-Seite des stellvertretenden Sekretärs des Fatah-Zentralkomitees Sabri Saidam, 18. September 2021]

Das bedeutet, dass Safa, die Tochter von Abdallah Bargouhti, einem inhaftierten palästinensischen Terroristen, der wegen der Ermordung von 67 Menschen bei zahlreichen Terroranschlägen, und die Kinder von Marwan Barghouti, seinerseits wegen seiner Rolle bei der Ermordung von 5 Menschen, schlicht deshalb Anspruch auf Sonderprivilegien haben, weil ihre Väter Massenmörder sind. Wenn du das Kind von Marwan Al-Qawasmi oder Amer Abu Aischeh bist – den zwei Terroristen, die 2014 drei israelische Teenager entführten und ermordeten und die die dann während Israels Versuch sie zu verhaften selbst getötet wurden – dann würdest du ebenfalls Sonderprivilegien erhalten.

Um es prägnant auszudrücken: Es lohnt sich das Kind eines Terroristen zu sein.

Während allgemein bekannt ist, dass die PA jedes Jahr hunderte Millionen von Schekeln/Dollar/Euros für Gehälter, Zuschüsse und die Familien toter Terroristen ausgibt, ist weniger bekannt, dass die EU und die UNO an der Bereitstellung dieser Leistungen beteiligt sind.

Der von Abbas-Berater Saidam beworbene Kurs wird von der palästinensischen NGO Al-Nayzak durchgeführt. Die Internetseite von Al-Nayzak zeigt stolz, dass zu ihren Geldgebern die UNICEF (die UNO-Organisation, die dafür zuständig ist humanitäre und Entwicklungshilfe für Kinder weltweit zur Verfügung zu stellen), UNRWA (die UNO-Organisation, die einzig den palästinensischen Flüchtlingen gewidmet ist), UNOPS (die UNO-Organisation, die sich der Umsetzung von Projekten des UNO-Systems für internationale Finanzinstitutionen, Regierungen und anderer Partner weltweit widmet), UNDP (das UNO-Entwicklungsprogramm, das technische und Investitions-Kooperation fördert, um Menschen zu helfen sich ein besseres Leben aufzubauen), die EU und andere gehören.

Al-Nayzak identifiziert sich selbst als „palästinensische gemeinnützige Organisation“, die Zentren in „Jerusalem, Ramallah, Gaza, Hebron und Nablus“ hat, ist aber tatsächlich bei der NGO-Registratur in Israel angemeldet.

Diese Wirklichkeit wirft die Frage auf: Sind die UNO und die EU unschuldige und unwissende Opfer der PA und der palästinensischen NGO oder wissen sie, dass ihr Geld verwendet wird, um die Kinder von Terroristen zu begünstigen und damit, wenn auch indirekt, zu helfen den palästinensischen Terror gegen Israel und Israelis zu fördern, dazu anzuspornen und ihn zu belohnen?

2017 enthüllte PMW, dass die palästinensische NGO „Women’s Affairs Technical Committee“ (WTAC – Technisches Komitee für Frauenfragen) ein Jugendzentrum für Frauen nach Dalal Mughrabi benannt hatte, die terroristische Mörderin, die den tödlichsten Anschlag in der Geschichte Israels angeführt hatte; das Gebäude des Zentrums war eine gemeinsame Initiative der NGO, der PA, der UNO und der norwegischen Regierung.

Am Tag der Veröffentlichung des PMW-Berichts forderte die norwegische Regierung ihr Geld zurück und nur Tage später verurteilte die UNO das Tun der NGO.

Da die UNO-Gelder bereits von palästinensischen NGOs missbraucht worden sind, sollte man annehmen, dass die UNO seitdem strenge Vorbehalte für Gelder eingeführt hat, um zu verhindern, dass UNO-Fonds wieder von NGOs zum Zwecke der Förderung oder Verklärung von Terror und Terroristen missbraucht werden.

Mit Beginn des Finanzjahrs 2020 fügte die EU eine grundlegende Antiterror-Vorbedingung für all ihre externe NGO-Finanzierung ein. Um Anspruch auf Gelder zu haben, müssen die Nutznießer von Zuschüssen jetzt sicherstellen, dass EU-Gelder nicht über sie an von der EU als Terrororganisationen eingestufte Gruppen gehen.

Nach der Einführung dieser Vorkehrung berichtete PMW, dass mindestens eine palästinensische NGO, nämlich DCI-Palestine – eine Organisation, mit dokumentierten Verbindungen zur Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), die internationale als Terrororganisation eingestuft wird – seitdem die Terrorbekämpfungs-Bedingungen der EU zurückwies und auf die EU-Hilfe verzichtet.

Vor der Veröffentlichung dieses Berichts schrieb PMW an den UNO-Generalsekretär, das Büro des UNO-Sonderkoordinators für den Frieden im Nahen Osten, UNICEF, UNRWA, UNOPS, UNDP und die EU und fragte, warum diese eine palästinensische NGO unterstützen, die zu Terror anstachelt, dafür wirbt und ihn belohnt. Keiner von ihnen entschied sich zu antworten.

Da sie nicht auf unsere private Korrespondenz reagierten, ruft PMW die betreffenden UNO-Organisationen und die EU öffentlich auf die Verwendung ihrer Gelder für Sonderprivilegien für die Kinder von Terroristen zu verurteilen. Kinder sind zwar unschuldig und sollten nicht für den Terror ihrer Eltern bestraft werden, aber internationale Gremien sollten keine Botschaft an die palästinensische Gesellschaft schicken, dass Kinder von Terroristen eine Vorzugsbehandlung gegenüber anderen Kindern verdienen, insbesondere deshalb, weil ihre Eltern Terroristen waren. PMW fordert die UNO und die EU überdies auf sofort alle Spenden an die palästinensische NGO Al-Nayzak einzustellen.

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