Gedankenverlorenes Territorium: Palästinensische NGOs mühen sich mit dem Konzept ab nicht zu Mord aufzustacheln

„Als ich sie bat das Konzept des ‚keine Israelis töten‘ zu erklären, sahen sie mich an, als sei ich derjenige, der Unsinn redet.“

PreOccupied Territory, 2. November 2021

Ramallah, 2. November – Zivilgesellschaftliche Gruppen, die für die palästinensische Unabhängigkeit arbeiten, gestanden heute Schwierigkeiten ein zu verstehen, dass Spender und Diplomaten darauf bestehen, dass zu den Aktivitäten dieser Organisationen kein aktives Betreiben von Gewalt gehört, bei der israelische Juden sterben werden.

Zusätzlich dazu, dass sie Israel pauschal verurteilten, weil es Aktivitäten „zum Schweigen bringt“ oder „unterdrückt“, die Menschenrechte hochhalten sollen, verrieten Sprecher mehrerer NGOs, die Israel letzte Woche als Fassadenorganisationen für die Terrorgruppe Volksfront zur Befreiung Palästinas anführte, dass die fraglichen Organisationen neben ähnlichen, die in der gesamten palästinensischen Gesellschaft agieren, dass es sie verwirrt, wenn Europäer oder andere Auslands-Geldgeber Unbehagen über die Gleichsetzung toter Israelis mit einem freieren Palästina zum Ausdruck bringen.

„Ich meine, was sonst wäre der Weg zur Befreiung?“, wunderte sich Sufa Schubaki, deren Gruppe Frauen stärken will, um eine palästinensische Mutter nachzuahmen, deren sechs Söhne alle lange Gefängnisstrafen für die Versuche Juden zu töten absitzen. „Wenn ich sie bitte das Konzept des ‚keine Israelis töten‘ zu erklären, dann sehen sie mich an, als wäre ich diejenige, die Unsinn redet. Meine Herren, ihr habt die Idee eingeführt; ihr müsst es erklärten. Von mir kann nicht erwartet werden etwas Fremdes zu begreifen, ohne zu begreifen, worum es geht.“

Andere Vertreter ließen ähnliche Verwirrung hören. „Wir haben Jahrzehnte lang die Erlösung unseres Heimatlandes durch Blut und Feuer verherrlicht“, sinnierte Schawan Jabarin, Mitglied des Beraterstabs von Human Rights Watch, der auch Führer der in tödliche Terroranschläge verwickelten PFLP ist. „Das ist nichts Neues, das unsere Spender und Geldquellen gerade erst entdecken. Also schulden sie uns eine Erklärung dafür, was es an der palästinensischen Unabhängigkeit ist, dass sie zögern gutzuheißen. Wenn sie sich nicht hinter die Befreiung Palästinas durch die Auslöschung jedes einzelnen Juden zwischen Fluss und Meer stellen können, dann verstehe ich nicht, was sie wollen.“

„Es ist nicht so, als hätten die Europäer je ein Problem mit toten Juden gehabt“, fügte er an. „Wir nehmen nur auf, was sie liegen ließen. Es wäre der Gipfel der Heuchelei, würden sie behaupten, es würde sie jetzt tatsächlich interessieren. Entweder sie tun so, als stünden wir wirklich auf derselben Seite, dann müssen sie die Heuchelei aufgeben; oder es ist ihnen wirklich ernst und in diesem Fall macht es einfach keinen Sinn. Übrigens: Eine palästinensische Befreiungsbewegung, die nicht zum Ziel hat zu erstechen, zu verbrennen, zu köpfen, zu zertrampeln, niederzuknüppeln, zu vergasen, zu erdrosseln, zu erschießen, zu sprengen, zu zerstückeln oder Juden sonstwie zu beseitigen – wie würde die denn dastehen? Es ist ein sich selbst widersprechender Begriff, eine ontologische Unmöglichkeit. Genauso könnte man Matzen ohne das Blut nichtjüdischer Kinder backen.“