BDS beweist wieder einmal, dass es ihnen nur um Antisemitismus geht

Die Weigerung einer Schriftstellerin ihr Werk ins Hebräische übersetzen zu lassen, sowie Ben & Jerry’s Unfähigkeit zu erklären, warum sie Israel für Boykotte aussuchen, sagen uns alles, was wir darüber wissen müssen, wie Judenhass gerechtfertigt wird.

Jonathan S. Tobin, Israel HaYom, 13. Oktober 2021

Die irische Schriftstellerin Sally Rooney glaubt, sie sei eine Menschenrechtsverfechterin und dass Vorurteile und Hass nichts mit ihrer Arbeit oder ihren verschiedenen politischen Einstellungen zu tun haben. Was Ben Cohen und Jerry Greenfield angeht – die Ben und Jerry; die die gleichnamige Eiskrem-Marke gründeten – so gehören sie zu den führenden Progressiven des Landes. Die Zwei glauben, sie seien gerechte Fürsprecher sozialer Gerechtigkeit.

Doch trotz ihrer stark beworbenen guten Absichten und gewaltigen Selbstverliebtheit werben Rooney, Cohen und Greenfield für Hass auf Juden. Was es so ärgerlich macht ist, dass niemand von ihnen – und andere, die die BDS-Bewegung gegen Israel ebenfalls unterstützen – ehrlich genug ist die Konsequenzen ihres Tuns einzugestehen. Mit der Weigerung zuzugeben, dass eine Bewegung zu stützen, die Israels Vernichtung anstrebt, an sich inhärent antisemitisch ist, bestreiten sie nicht nur, was sie tun, sondern demonstrieren die Art und Weise, wie zeitgenössische intellektuelle Moden der Linken Hass ermöglichen, der sich Juden herausgreift.

Rooneys Fall ist ziemlich geradeheraus, trotz ihrer Versuche an der Illusion festzuhalten, sie habe die moralische Überlegenheit für sich gepachtet.

Die Romanautorin, deren drittes Buch Beautiful World, Where Are You, gerade veröffentlicht worden ist, hat dem israelischen Verleger, der ihre zwei vorherigen Fiktions-Arbeiten bearbeitete, mitgeteilt, dass sie ihm nicht erlauben wird die neue zu veröffentlichen. Nach Angaben der Firma Modan Publishing sagte sie ihnen, sie habe kein Interesse daran, dass ihr Buch auf Hebräisch oder in Israel veröffentlicht wird. In der Folge sagte sie, ausgelöst von einem von Human Rights Watch ausgegebenen, verleumderischen Bericht, der Israel fälschlich als „Apartheidstaat“ bezeichnete, unterstütze sie die BDS-Bewegung, die eine Beendigung allen Handels und aller Kontakte mit dem jüdischen Staat fordert.

Sie sagte der New York Times in einer E-Mail, sie habe zwar nichts dagegen ihre Schrift auf Hebräisch erscheinen zu sehen, aber „Ich haben schlicht nicht das Gefühl, es wäre für mich unter den aktuellen Umständen richtig einen neuen Vertrag mit einer israelischen Firma zu akzeptieren, die sich nicht öffentlich von der Apartheid distanziert; sie sagte, sie reagiere „auf den Aufruf der palästinensischen Zivilgesellschaft“ und gebe Solidarität mit „ihrem Kampf um Freiheit, Gerechtigkeit und Gleichheit“ Ausdruck.

Zwei Dinge muss man zu ihrer Haltung deutlich verstehen.

Eines ist, dass das Ziel von BDS nicht darin besteht Israels Politik gegenüber der Westbank und dem Terroristenstaat der Hamas im Gazastreifen oder für palästinensische Unabhängigkeit als Teil einer Zweistaatenlösung einzutreten. Deren Ziel ist es Israel, den einzigen jüdischen Staat, zu beseitigen. Das Gerede von Apartheid ist nicht nur eine Verzerrung der anormalen Lage in den Gebieten, wo die Palästinenser wiederholt Friedensangebote abgelehnt haben; es ist ihre falsche Beschreibung des Lebens innerhalb der einzigen Demokratie im Nahen Osten.

Wie der Guardian berichtete, war Rooney eine von vielen Typen in der Literatur, die einen im Mai veröffentlichten „Brief gegen Apartheid“ unterschrieben, der von 1948 (und nicht von 1967, als Israel als Teil eines Verteidigungskriegs in Besitz der Westbank kam) als Beginn der „israelischen Siedler-Kolonialherrschaft“ sprach und Israels Versuche seine Bürger – Juden wie Araber – gegen mehr als 4.000 Terror-Raketen und Flugkörper verteidigen, die von der Hamas im Gazastreifen losgeschossen wurden, als einem „Massaker an Palästinensern“ bezeichnete. Einfach ausgedrückt: Der Brief ist nicht nur ein Handbuch israelfeindlicher Lügen und antisemitischer Stereotype, sondern unvereinbar mit jeder Vorstellung von Frieden, die nicht Israels Vernichtung beinhaltet.

Das bedeutet: Um Rooneys Definition einer israelischen Firma zu entsprechen, die sich von „Apartheid“ distanziert, müssten sie sich dem Aufruf zur Beseitigung ihres Landes anschließen.

Etwas subtiler, aber nicht weniger vernichtend, war die Erklärung von Cohen und Greenfield für den Teilboykott Israels, der von der Firma ausgeübt wird, die sie gründeten, aber später an die Unilever Corporation verkauften.

In einem auf HBO gesendeten Interview mit Axios, versuchte das Paar die Entscheidung des woken, unabhängigen Vorstands zu verteidigen, auf deren Aufrechterhaltung sie beharrten, als sie ihre Firma verkauften. Sie betrachten die Entscheidung ihren israelischen Partner fallenzulassen und den Verkauf von Produkten in Teilen des von 1949 bis 1967 von Jordanien illegal besetzten Jerusalem sowie in der Westbank zu verbieten, als Protest gegen das, von dem sie behaupten es sei illegale Politik Israels.

Aber als Axios-Reporterin Alexi McCammond sie fragte, warum sie glauben, es sei richtig Israel zu boykottieren, aber keine anderen Länder, deren Politik sie nicht zustimmen, war das Paar verwirrt.

McCammond wollte wissen, warum sie nicht den Verkauf von Eiskrem in Texas einstellen, das ein Gesetz gegen Abtreibung, sobald ein Herzschlag des Fötus entdeckt wurde, verabschiedet hatte, und gegen das alle Progressiven sind. Sie fragte auch, warum sie nicht den Bundesstaat Georgia boykottieren, der ein Wahlintegritätsgesetz hat, das Liberale verreißen und das die Major League Basektball motivierte ihr Allstar-Spiel 2021 von Atlanta nach Denver zu verlegen.

Die Antwort auf diese Rückfragen war verblüfftes Schweigen, gefolgt von einem nervösen Lachen. Axios berichtete: „Ich weiß nicht“, sagte Cohen mit einem Lachen. „Das ist eine interessante Frage. Ich weiß nicht, was das erreichen würde. Wir arbeiten an diesen Fragen, am Stimmrecht. … Ich denke, Sie stellen eine wirklich gute Frage. Und ich denke, ich muss mich hinsetzen und darüber eine Weile nachdenken.“

Als er wegen Texas und dem neuen Abtreibungsgesetz gedrängt wurde, antwortete er: „Mit dieser Begründung sollten wir nirgendwo mehr Eis verkaufen. Ich habe Probleme mit dem, was in fast jedem Staat und Land gemacht wird.“

Natürlich wird Ben & Jerry’s nicht aufhören seine Produkte in Texas und in Georgia zu verkaufen. Demonstration der eigenen Tugend zur Unterstützung für Umweltschutz und anderen modischen linken Anliegen hat sich als für ihre Firma profitabel erwiesen. Sie werden ihre Grundlinie nicht gefährden, indem sie sich aus Bereichen zurückziehen, in denen sie viel Geld verdienen.

Es ist kein Zufall, dass Israel das Land ist, das von sogenannten Menschenrechts-Verfechtern wegen seiner angeblichen Verbrechen immer ausgesondert wird, obwohl andere Staaten ignoriert werden, die echte Tyranneien sind. Israel ist der einzige Staat der Welt, der eine globale Bewegung hervorgebracht hat, die auf seine Zerstörung abzielt. Nur Juden und jüdische Rechte werden auf diese Weise behandelt, was heißt, dass BDS, in welcher Form auch immer, wie der Antizionismus auch, inhärent antisemitisch ist. Und die Tatsache, dass einige Juden, wie Cohen und Greenfield, oder Gruppen mit jüdischen Namen wie die Jüdische Stimme für Frieden, die antisemitische Ritualmordverleumdungen propagieren, sie unterstützen, keinen Freifahrtschein für eine Bewegung ausstellt, die ihr eigenes Volk für Hass und Diskriminierung ins Visier nimmt.

Das ist der Grund, dass Gesetze, auf die in Bundesstaaten im ganzen Land gedrängt wird, diese Firmen zu bestrafen, die diskriminierendes kommerzielles Verhalten gegen Israel und Juden betreiben, nicht nur keine Verletzung der freien Meinungsäußerung sind, sondern auch dringend gebraucht werden.

In einem großen Teil der Mainstream-Medien und der höflichen liberalen Gesellschaft wird BDS immer noch wie ein legitimer Protest behandelt statt wie Antisemitismus. Die zunehmende Akzeptanz der kritischen Rassentheorie und Intersektionalität ist Teil des Grundes dafür, weil diese toxischen Ideen einen Erlaubnis-Ausrutscher für Antisemitismus liefern, solange er sich in die Rhetorik der Linken kleidet.

Aber das Handeln von Leuten wie Rooney und Ben & Jerry’s reißen dieser Ausrede den Schleier herunter. Diejenigen, die glauben, dass einzig Israels Bemühungen sich gegen den Krieg der Palästinenser gegen seine Existenz zu verteidigen oder jüdische Rechte in Anspruch zu nehmen, die unerträglichsten Taten sind, die wo auch immer auf dem Planten geschehen, darf nicht erlaubt werden als diejenigen zu posieren, die Gutes tun. Aktiv oder passiv sind sie mitschuldig an einer Hass-Kampagne mit einem antisemitischen Ziel, das im Wesentlichen Terrorgewalt rechtfertigt. Diejenigen, die solch widerwärtiges Verhalten an den Tag legen, verdienen dieselbe Schande und Boykotte, die sie gegen Israel und die Juden führen wollen.