Das Recht des jüdischen Volks am Land Israel

Eine prägnante Zusammenfassung warum ständiger Druck zur Aufgabe von Teilen des Landes Israel das Gegenteil des Völkerrechts ist.

Eli E. Hertz, 22. November 2021

Der UNO-Hauptsitz in New York. (IStock)

Völkerrecht – Das „Mandat für Palästina“

Die Geschichte umzuschreiben, indem man die Gebiete als „besetze Gebiete“, die Siedlungen als „Friedenshindernis“ und „nicht legitim“ bezeichnet , gibt den Mächten der Welt und anderen eine Aura von Geschichte; es handelt sich aber um falsche Geschichte.

Das „Mandat für Palästina“, ein historisches Dokument des Völkerbundes, legte das juristische Recht der Juden gemäß dem internationalen Recht fest, sich überall im westlichen Palästina anzusiedeln, also dem Bereich zwischen Jordan und Mittelmeer, ein im Völkerrecht unveränderter Anspruch

Einundfünfzig Mitgliedsstaaten – der gesamte Völkerbund – erklärte am 24. Juli 1922 einstimmig:

„Es ist Erwägung der historischen Verbindung des jüdischen Volks zu Palästina und der Gründe für die Wiederherstellung seiner nationalen Heimstatt in dem Land gegeben worden.“

Am 30. Juni 1922 begrüßte ein gemeinsamer Beschluss beider Häuser des US-Kongresses einstimmig das „Mandat für Palästina“:

Befürwortung der Gründung einer nationalen Heimstatt für das Jüdische Volk in Palästina.

Beschlossen im versammelten Kongress von Senat und Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten von Amerika. Dass die Vereinigten Staaten von Amerika die Gründung einer nationalen Heimstatt für das jüdische Volk in Palästina befürworten, wobei es klar zu verstehen ist, dass nichts getan werden soll, das die bürgerlichen und religiösen Rechte von Christen und allen anderen nichtjüdischen Gemeinschaften in Palästina beeinträchtigt und dass die heiligen Orte und religiösen Gebäude und Stätten in Palästina angemessen geschützt werden.“

Ständiger Druck Teile des Landes Israel aufzugeben steht im Widerspruch zum Völkerrecht, wie es im „Mandat für Palästina“ erklärt wurde, einem historischen Völkerbund-Dokument, das in Artikel 6 nachdrücklich erklärt „dichte Besiedlung des Landes durch Juden ermutigen, einschließlich auf Staatsland und Ödland, das nicht für öffentliche Zwecke benötigt wird“. Er forderte auch, in Artikel 5 des Mandats, „dafür zu sorgen, dass kein palästinensisches Territorium abgegeben oder verpachtet oder auf irgendeine Weise unter die Kontrolle der Regierung einer Macht des Auslands kommt.“

Jüdische Rechte an Palästina wurden international garantiert

Der erste Bericht von Sir Herbert Samuel, dem Hochkommissar für die Verwaltung Palästinas (1920-1925), wurde dem britischen Kolonialminister im April 1925 vorgelegt, der höchste offizielle Vertreter im Mandat, der Hochkommissar für Palästina, betonte, dass internationale Garantien für die Existenz einer jüdischen nationalen Heimstatt in Palästina erzielt wurden:

„Die [Balfour-] Erklärung wurde damals von mehreren der alliierten Regierungen befürwortet; sie wurde von der Konferenz der Hauptmächte der Alliierten in San Remo 1920 bestätigt; sie wurde in der Folge von einstimmigen Resolutionen beider Häuser des Kongresses der Vereinigten Staaten bestätigt; sie wurde im Mandat für Palästina verankert, das vom Völkerbund 1922 genehmigt wurde; sie wurde in einer formellen politischen Stellungnahme des Kolonialministers im selben Jahr für „nicht empfänglich für Veränderungen“ erklärt.

Kriegsrecht – rechtswidrige arabische Aggressionsakte 1948

Sechs Monate vor dem Unabhängigkeitskrieg 1948 begannen palästinensische Araber eine Reihe Krawalle, Brandschatzungen und Blutvergießen.

Dann kam die Invasion von sieben arabischen Armeen aus den Nachbarstaaten, die versuchten die Gründung eines jüdischen Staates in Übereinstimmung mit der Empfehlung der UNO von 1948 zur Teilung Palästinas zu verhindern, eines Plans, den die Araber ablehnten.

Der jüdische Staat hat nicht nur überlebt, er kam in Besitz von Territorien – Land, von dem seine Feinde ihren ersten Versuch starteten den neu geschaffenen Staat Israel zu vernichten.

Israels Bürger begriffen, dass eine Niederlage das Ende ihres jüdischen Staates bedeuten würde, bevor er überhaupt in Gang kommt. In den ersten entscheidenden Wochen der Schlacht und entgegen aller Wahrscheinlichkeit obsiegte Israel an mehreren Fronten.

Die Metapher Israel mit dem Rücken zum Meer zu haben spiegelt das Bild, das von der arabischen Politik und der Rhetorik sowie Hetze religiöser Führer gestaltet wurde. Bereits 1948 hatten Autobomben Juden getötet und Massaker an jüdischen Zivilisten unterstrichen die arabische Entschlossenheit die Juden und ihren Staat auszurotten.

6.000 Israelis starben als Ergebnis dieses Krieges – bei einer Bevölkerung von 600.000. Ein Prozent der jüdischen Bevölkerung war weg. Überträgt man das auf Amerika, dann wäre das Äquivalent 3 Millionen getötete amerikanische Zivilisten und Soldaten in einem Zeitraum von 18 Monaten.

Israels Unabhängigkeitskrieg 1948 wurde als legitim und in Selbstverteidigung geführt betrachtet, was auch die UNO-Resolutionen spiegeln, die Israel als „Frieden liebenden Staat“ anführten, als es die Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen beantragte. Sowohl der Sicherheitsrat (4. März 1949, S/RES/69) als auch die UNO-Vollversammlung (11. Mai 1949, A/RES/273(III)) erklärten:

„Der Sicherheitsrat beschloss in seiner Beurteilung, dass Israel ein Frieden liebender Staat und in der Lage sowie bereit ist die in der Charta beinhalteten Verpflichtungen auszuüben..“

Widerrechtliche arabische Aggressionen von 1967

Im Juni 1967 griffen die vereinten Streitkräfte von Ägypten, Syrien und Jordanien Israel mit dem klaren Ziel an, das Ägyptens Präsident so ausdrückte: „Vernichtung Israels.“ Am Ende dessen, was als Sechstage-Krieg bekannt ist, war Israel – entgegen aller Wahrscheinlichkeit – siegreich und im Besitz der Territorien Judäa und Samaria (d.h. der „Westbank“), des Sinai und der Golanhöhen.

Das Völkerrecht unterscheidet deutlich zwischen Verteidigungskriegen und Aggressionskriegen. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach dem Krieg von 1948 und mehr als vier Jahrzehnte nach dem Sechstage-Krieg von 1967 kann man sich kaum die furchtbaren Umstände vorstellen, denen Israel sich gegenüber sah, auch nicht den Preis, den es zahlte, um die Angriffe seiner Nachbarn abzuwehren.

Es ist wichtig, wer Kriege anfängt

Professor und Richter Stephen M. Schwebel, ehemaliger Vorsitzender des Internationalen Gerichtshofs (ICJ) legt die folgenden Fakten dar:

„Die Tatsachen des ‚Sechstage-Kriegs‘ vom Juni 1967 demonstrieren, dass Israel defensiv gegen auf die Bedrohung mit Anwendung von Gewalt durch seine Nachbarn gegen sich reagierte. Darauf weit auch Tatsache hin, dass Israel auf Ägyptens Sperrung der Straße von Tiran, seine Ausrufung einer Blockade des israelischen Hafens Eilat und die offensichtliche Bedrohung durch die Vereinigte Arabische Republik [der Staat, der durch die Vereinigung der Republiken Ägypten und Syrien im Jahr 1958 gebildet wurde] reagierte, die dem Einsatz von Gewalt mit der Massierung ihrer Streitkräfte im Sinai, verbunden mit dem Hinauswurf der UNO-Friedenstruppe UNEF innewohnte.

Darauf deutet die Tatsache hin, dass Jordanien nach der israelischen Reaktion auf die VAR Feindseligkeiten gegen Israel initiierte. Ebenso deutet auch die Tatsache darauf hin, dass trotz intensivster Bemühungen der arabischen Staaten und ihrer Anhänger, angeführt vom Premier der Sowjetunion, Israel von den gastfreundlichen Organen der UNO als Aggressor verurteilen zu lassen, diese Anstrengungen entscheidend vereitelt wurden.

Die Schlussfolgerung, zu denen diese Tatsachen führt, lautet, dass die israelische Eroberung arabischen und von Arabern gehaltenem Territorium defensive statt aggressive Eroberung war.“

Richter Sir Elihu Lauterpacht schrieb 1968, ein Jahr nach dem Sechstage-Krieg:

Am 5. Juni 1967 kippte Jordanien gewollt das Waffenstillstandsabkommen, indem es den von Israel gehaltenen Teil Jerusalems angriff. Die Frage, ob dieses jordanische Handeln eine Reaktion auf einen israelischen Angriff war, wurde  gar nicht erst gestellt. Er fand ungeachtet ausdrücklicher, an König Hussein über den UNO-Kommandeur übermittelter israelischer Zusicherungen statt, dass Israel, wenn Jordanien nicht angreift, Jordanien nicht angreifen würde.

Obwohl der Aggressionsvorwurf gegen Israel in Bezug auf den Sechstage-Krieg offen erhoben wird, bleibt die Tatsache, dass die beiden Versuche, die in der Vollversammlung im Juni/Juli 1967 erhoben wurden, um die Verurteilung Israels als Aggressor sicherzustellen, fehlschlugen. Eine deutliche und eindrucksvolle Mehrheit der Mitglieder der UNO stimmte gegen die Behauptung, Israel sei ein Aggressor.“

„Israel hat größeren Anspruch auf das Gebiet dessen, was Palästina war, einschließlich ganz Jerusalems“

Das internationale Recht macht klar: Alle Kriege Israels mit seinen arabischen Nachbarn erfolgten in Selbstverteidigung.

Der Professor Richter Schwebel, in der Vergangenheit Vorsitzender des Internationalen Gerichtshofs in Den Haag (ICG) schrieb in What Weight to Conquest:

„(a) ein Staat [Israel], der in rechtmäßiger Ausübung seines Rechts auf Selbstverteidigung handelt, darf fremdes Gebiet erobern und besetzen, solange eine solche Eroberung und Besatzung für seine Selbstverteidigung notwendig ist;

(b) als Bedingung für seinen Rückzug von solchem Territorium kann dieser Staat die Einrichtung von Sicherheitsmaßnahmen fordern, die vernünftigerweise so gestaltet sind, dass das Gebiet nicht wieder für eine Bedrohung oder Gewaltanwendung gegen sich genutzt wird, deren Beschaffenheit die Ausübung von Selbstverteidigung rechtfertigen würde;

(c) Da der vorherige Halter des Territoriums dieses unrechtmäßig erobert hatte, hat der Staat, der dieses Gebiet in der Folge der Ausübung rechtmäßiger Selbstverteidigung übernimmt, gegenüber dem vorherigen Halter den stärkeren Anspruch.

Israel hat, einerseits weil es 1948 und 1967 defensiv agierte, seine arabischen Nachbarn andererseits 1948 und 1967 aggressiv agierten, den stärkeren Anspruch auf das Gebiet dessen, was Palästina war, einschließlich ganz Jerusalem, als es für Jordanien und Ägypten der Fall ist.“

„Aus etwas Falschem darf kein Rechtsanspruch entstehen“

Professor Schwebel erklärt, dass das Prinzip „Erwerb von Territorium durch Krieg ist nicht zulässig“ zusammen mit anderen Prinzipien gelesen werden muss:

„Und zwar, dass kein Rechtsanspruch aus etwas Falschem entstehen darf und die Prinzipien der Charta, Mitglieder der Vereinten Nationen sollen in ihren internationalen Beziehungen auf die Drohung mit Gewalt gegen die territoriale Integrität oder politische Unabhängigkeit anderer Staaten verzichten.“

Einfach gesagt: Illegale arabische Aggression gegen die territoriale Integrität und politische Unabhängigkeit Israels kann und darf nicht belohnt werden.

Nach dem Völkerrecht handelte Israel rechtmäßig, indem es sein Recht auf Selbstverteidigung ausübte, als es die auch „Westbank“ genannten Judäa und Samaria erlöste und legal besetzte.

Abgesehen von Rechtsfragen gab es vor 1967 keine jüdischen Siedlungen in der „Westbank“ und die ersten zehn Jahre der sogenannten Besatzung gab es fast keine Juden in der „Westbank“. Und es gab immer noch keinen Frieden mit den palästinensischen Arabern.

Die Vorstellung, dass jüdische Gemeinen ein Friedenshindernis darstellen, ist ein Täuschungsmanöver, das Israel für den fehlenden Fortschritt im „Friedensprozess“ verantwortlich machen soll und die Führung der palästinensischen Araber in die Lage versetzt jede Form von Kompromiss und Aussöhnung mit Israel als jüdischem Staat abzulehnen.