Gedankenverlorenes Territorium: Jugendlicher hofft 500 Brandsätze auf Juden werfen zu können, bevor die internationalen Medien über einen berichten

Zu dem Zeitpunkt, an dem Journalisten nicht länger rechtfertigen können, dass sie vor dem Terrorismus die Augen verschließen, wird er bereits seine Zielmarke erreicht haben.

PreOccupied Territory, 1. Dezember 2021

Ma’aleh Adumim, 1. Dezember – Ein palästinensischer Teenager, der seine Nachmittage und Abende damit verbringt Molotowcocktails auf Autos mit israelischen Nummernschildern auf der Straße zu werfen, die diese Stadt mit 20.000 Einwohnern mit Jerusalem und umgebenden Gemeinden verbindet, führt eine Strichliste seiner Leistungen und hegt die Ambition eine bestimmte Anzahl solcher Anschläge zu begehen, ohne dass Reporter von Mainstream-Medien ihr Publikum über das tägliche Phänomen zu informieren.

Mohammed Attiyah (17) baute während des Sommers 2020 eine Routine auf, zu der die Vorbereitung und der Einsatz von Molotowcocktails gegen israelische Verkehrsteilnehmer gehörten, eine Gepflogenheit, die während der Sommerferien begann, aber für die er die Zeit fand sie beizubehalten, als das Schuljahr 2020/21 begann. Der damals 16-jährige baselte nach eigenen Angaben fast 300 selbstgebaute Brandsätze, von denen, so prahlt er, mehr als 250 aus seiner Hand auf israelische Autos und Busse geflogen sind. Attiyah zielt allerdings nicht nur darauf ab so viel Schaden wie möglich und bevorzug Tod oder Verletzung bei seinen Zielobjekten anzurichten; er hofft, dass die internationalen Nachrichtenagenturen seine Aktivitäten und die gleichgesinnter Kumpel weiterhin so lange wie möglich ignorieren, damit das „die Palästinenser sind hilflose Opfer“-Narrativ möglichst erhalten bleibt, das dazu tendiert Geschichten über den arabisch-israelischen Konflikt in westlichen Medien so zu formulieren; bis zu dem Zeitpunkt, an dem diese Journalisten es nicht länger rechtfertigen können die Augen vor seinem Terrorismus zu verschließen, will er die 500-er-Marke erreicht haben. Attiyah schätzt, er wird diesen Punkt irgendwann Anfang 2022 geschafft haben.

„Ich bin nicht so naiv zu glauben, ich könne der westlichen Berichterstattung auf ewig entgehen“, gab er zu, als er eines Nachmittags unter der Woche einen Rucksack mit acht Molotowcocktails mitschleppte. „Irgendwann wird entweder die israelische Armee kommen und etwas unternehmen, was die Reporter zwingen wird zu bringen, worum es geht; oder eine meiner Bomben wird endlich einen ernsthaften Blutzoll bringen, wenn ich z.B. die Front eines Busses treffe und der Fahrer am Berg von der Straße abkommt oder so etwas. Ich fände es toll, wenn das jetzt passiert, aber ich würde auch gern irgendwie diese magische Zahl erreichen, so als persönliches Ziel.“

Attiyah betont, dass er nicht auf LKWs zielt, die oft von Arabern gefahren werden; und er konzentriert sich auf Busse und PKWs mit gelben Nummernschildern. „Alle anderen sind in der PA gemeldet, also wissen wir, dass das keine Juden sein können“, erklärte er. „Ich stehe einfach hier auf dem Felsvorsprung und werfe. Es kann windig werden, da kann ich nicht immer gut zielen, aber an den meisten Tagen schaffe ich es einen Schaden anzurichten. Einmal habe ich sogar verursacht, dass ein Auto von der Straße abkam und es krachte. Ich wollte einige auf die Krankenwagen werfen, die kurz darauf kamen, aber mir war die Munition ausgegangen.“

„Außerdem gibt es eine gewisse Abnutzung und eine nicht unbeträchtliche Zahl an Blindgängern“, merkte er an. „Aber ich werde jeden Tag besser. Wenn ihr mich in den Mainstream-Nachrichten seht, dann bin ich ein Ass.“