Der ist neu: „Das moderne Hebräisch ist kultureller Diebstahl des Arabischen“

Elder of Ziyon, 24. Dezember 2021

Hafez al-Barghouti ist Fatah-Mitglied und ehemaliger Redakteur der PA-Zeitung Al-Hayat al-Jadida sowie regelmäßiger Kommentator bei einer Reihe arabischer Medien.

In Jordaniens Al-Ghad brachte Bargouti mit einem völlig neuen Beispiel dafür, dass Zionisten Arabern wirklich alles stehlen.

Hebräisch.

Mitten im Artikel über israelische kulturelle Aneignung, in der er fälschlich behauptet, Israelis hätten den Teilnehmerinnen des Miss Universe-Wettbewerbs gesagt, Beduinen-Kultur sei jüdisch und dann die übliche Litanei, dass Israelis arabischen Tanz, Musik und Kochkunst stehlen, abspielt., sagt er:

Sogar die aktuelle hebräische Sprache ist eine moderne Erfindung, denn sie wurde von einem russischen Juden entwickelt, der 1890 aus Russland nach Palästina kam und arabische Grammatik und die kanaanitisch-aramäische Sprache benutzte, der er aus dem Jiddischen und aus europäischen Sprachen etwas hinzufügte und es eine hebräische Sprache nannte, geschrieben mit aramäischen Buchstaben, die dem antiken Arabisch ähneln, d.h. getrennten Buchstaben.

Ja, er behauptet, der Haupteinfluss des modernen Hebräisch ist nicht … Hebräisch; und dass die Sprache den Arabern gestohlen wurde.

Natürlich wurde schon Hebräisch gesprochen und für säkulare Zwecke verwendet, bevor Eliezer ben-Yehuda an der Standardisierung des modernen Hebräisch arbeitete. Das ganze 19. Jahrhundert hindurch wurde im alten Jischuw ein einfaches Hebräisch gesprochen und es gab hebräische Magazine und Zeitungen vor ben-Yehuda. Die frühesten Beispiele von auf Hebräisch geschriebenen Magazinen gibt es online bei Israels Nationalbibliothek; es handelt sich um Ha-Me’Asef (Polen) aus dem Jahr 1783 und Ha-Tzefirah (Ukraine) von 1823. Ben-Yehudas Grundlage für die moderne hebräische Grammatik war in erster Linie mischnaisches Hebräisch, nicht Arabisch, auch wenn er einige Worte des modernen Arabischen nahm und die hebraisierte.

Aber für einige Leute sind Juden Diebe und deshalb ist alles Jüdische oder Zionistische gestohlen. Andere Sprachen entwickeln sich mit Einflüssen von außen, aber Juden stehlen ihre Sprache. Andere Küchen machen Anleihen bei anderen Kulturen, israelische Kochkunst stiehlt.

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Barghouti beendet seinen Artikel mit einem alten arabischen Witz, allerdings kann ich nicht ergründen, wie er zu diesem Thema zusammenhängt:

Es wird gesagt, ein bekannter Händler in Hebron sei ein Freund eines israelischen Händlers und eines Tages beschwerte sich der israelische Händler, er habe eine große Menge Frauen-BHS gekauft und könne sie nicht verkaufen, weil sie zu groß seien, also bot er sie dem arabischen Händler günstig zum Kauf an. Monate später trafen sie sich und der Israeli fragte ihn, was mit den BHs passiert sei. Der Mann aus Hebron antwortete: „Sie sind alle verkauft.“ Der Israeli wunderte sich: „Haben eure Frauen so große Brüste?“ Der Händler aus Hebron antwortete: „Nein, aber eure Köpfe sind groß. Ich habe sie vorarbeitet und als Kippot für religiöse Juden bestickt und sie verkauft.“

Ich habe Varianten dieses Witzes auch schon woanders gesehen, aber irgendjemand, der nicht weiß, dass Kippot deutlich billiger sind als BHs ist nicht unbedingt die richtige Person, um als Experte für Juden, Israelis oder Hebräisch zu agieren.

Tatsächlich sind Juden in die Gegenrichtung unterwegs gewesen – haben aus Kippot BHs gemacht.