Ein schlechter Tag für die Israelhasser

Elder of Ziyon, 22. Dezembe 2021

Am 21. Dezember erschütterte der Chef der islamistischen israelischen Partei Ra’am die palästinensische Straße mit einem Interview, das auf Arabisch enorme Berichterstattung erhält:

Der Chef der ersten großen arabischen Partei in einer Regierungskoalition sagte am Dienstag, Israels Status als jüdischer Staat könne nicht angefochten werden. Er riet der arabischen Gemeinschaft seinem pragmatischen Ansatz zu folgen, statt zu versuchen die Identität des Landes infrage zu stellen.

„Israel wurde als jüdischer Staat geboren. Und es war die Entscheidung des jüdischen Volks, einen jüdischen Staat zu gründen. Die Frage lautet nicht: ‚Welche Identität hat der Staat?‘ So wurde der Staat gegründet und so wird es bleiben“, sagte [Mansour] Abbas, der Chef der islamistischen Partei Ra’am.

„Das ist die Realität. Die Frage dreht sich nicht um die Identität des Staates – sondern welchen Status die arabischen Brüger darin haben werden“, sagte Abbas.

Arabische Antisemiten sind wütend. Eine israelisch-arabische Zeitung bezeichnete Abbas abfällig als „Schabbes Goy“.

Es gab eine weitere bedeutsame Offenbarung.

Hasan Ismail, ein jordanischer Geschäftsmann und regelmäßiger Kolumnist, der in den VAE lebt, schrieb in der Jerusalem Post ein Op-Ed über die sechs größten arabischen Fehler. Das ist eine der scharfsichtigsten und ehrlichsten Selbstanalysen, die ich je von einem arabischen Autor in arabischsprachigen Medien gesehen habe. Auszüge:

Der legendäre israelische Diplomat Abba Eban stellte nach der gescheiterten Genfer Friedenskonferenz von 1973 fest: „Die Araber verpassen nie eine Gelegenheit eine Gelegenheit zu verpassen“ den arabisch-israelischen Konflikt zu beenden. Ebans trockene Bewertung klingt fast 50 Jahre später immer noch glaubhaft. Eine Gelegenheit zu verpassen ist ein Fehler; niemals eine Gelegenheit zu verpassen ist eine Sünde gegen sich selbst. Werden sie endlos wiederholt, dann werden Fehler zu tödlichen Sünden, werden sie von cleveren Gegnern ausgenutzt. Lasst uns die Möglichkeiten zählen.

Die erste Sünde besteht darin, das jüdische Volk nicht als geschätzte und uralte Komponente des Nahen Ostens zu akzeptieren. …

Die zweite Sünde besteht darin sich für die falschen Bündnisse zu entscheiden, um die palästinensische Sache zu fördern. Vom Bündnis mit dem Nationalsozialismus bis zur Abhängigkeit von den Sowjets und arabischen Führern, für die die palästinensische Sache nichts als ein Mittel ist ihre eigenen Zwecke zu erreichen, haben Palästinenserführer sich fast immer für die für ihre Sache schädlichsten Verbündeten entschieden.

Die dritte Sünde ist das Yassir-Arafat-Paradigma. Viele mögen überrascht sein, den ehemaligen Chef der Palästinensischen Befreiungsarmee und der palästinensischen Autonomiebehörde auf dieser Liste zu finden. Dennoch ist er der Mann, der das Prinzip des gewalttätigen Widerstands einführte, dem bewaffnete nichtstaatliche Organisationen bis heute folgen: Wenn der Preis das Blut der arabischen Palästinenser ist, dann ist es kein Schaden, ihn dafür zu bezahlen die Besatzung zu besiegen.

Die vierte Sünde besteht darin, das palästinensische Volk mehr unter den Entscheidungen ihrer Führer und Verbündeten leiden zu lassen, als durch das Handeln Israels. Wie Arafat sind die politischen islamischen Führer der Hamas Verbündeten nur allzu bereit Israel zu bekämpfen, bis der letzten Palästinenser tot umfällt.

Die fünfte Sünde besteht darin, den Konflikt mit Israel als „Alles oder nichts“-Krieg bis zum Tod zu betrachten. Dagegen, dass die Palästinenser ihre legalen und moralischen Rechte erhalten, steht ihr Schlachtruf allen historischen Groll abzugelten, ihr gesamtes Land zurückzufordern, alle Israels zu vertreiben und den Staat Israel zu eliminieren. Was hat der Alles-oder-nichts-Ansatz gebracht? Sehr wenig, wenn überhaupt irgendetwas.

Sie sechste Sünde besteht darin die palästinensische Sache für politischen Vorteil auszunutzen. Gott sei Dank nicht alle, aber einige arabische politische Führer in der Region und sogar einige Regierungen nutzen den arabisch-israelischen Konflikt als Nebelwand, um ihre eigenen Defizite, Versagen und versteckte Agenden zu verbergen. Kein Frieden im Nahen Osten? Kein Staat Palästina? Keine wirtschaftliche Sicherheit oder Wohlstand für alle Bürger? Unruhen und Aufstände? Macht nicht uns verantwortlich, macht Israel verantwortlich. Gäbe es Israel nicht, dann hätten wir keine sozialen oder wirtschaftlichen Probleme, die Palästinenser hätten ihren eigenen Staat und die Region wäre ein Paradies auf Erden.

Das alles sind Dinge, über die ich selbst seit Jahren schreibe und es ist nett zu sehen, dass einige Araber sehen können, wie kontraproduktiv ihr Hass gewesen ist. Erneut sind die Abraham-Vereinbarungen ein gewaltiger Faktor dabei, es Arabern zu ermöglich öffentlich Dinge wie diese mit weniger Angst als zuvor zu sagen.

Bis vor kurzem war das einzige, worauf sich die Araber einigen konnten, Israel zu hassen. Ohne diesen Konsens sind Annahmen zerbröselt, die so bereitwillig akzeptiert wurden wie die Schwerkraft. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Die Israelhasser versuchen angesichts dieser arabischen Wendehälse Araber zu dämonisieren, die Frieden mit Israel wollen – und das sieht nicht gut aus, besonders bei Organisationen, die das Wort „Frieden“ in ihrem Namen führen.

Es gibt Risse im Damm und die Hasser können sie nicht flicken.

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