Wessen Land ist das eigentlich?

Und wer kämpfte, blutete und starb für Zion und wessen Land ist as überhaupt? Und wer führt es?

Jack Engelhard, Israel National News, 14. Januar 2022

Von Anfang an wurden die Israelis als robuste Pioniere bewundert, die „die Wüste erblühen lassen“.

Bis heute ist in Israel einen Baum zu pflanzen ein Symbol der Wiedergeburt und Dauerhaftigkeit.

Das machen wir, wenn wir nach Israel reisen, um dort einen Besuch abzustatten oder zu bleiben. Wir pflanzen Bäume.

Aber nicht jeder freut sich darüber, besonders drei arabische Gemeinden im Negev nicht, die sagen: Nicht mit uns!

Für viele von ihnen gehört natürlich das gesamte Land Israel ihnen und deshalb machen sie Randale, wenn sie ihren Willen nicht bekommen.

Sie fordern eine Einstellung von Israels Aufforstungsprojekt und während die Diskussion zwischen der Regierung und den Beduinen weiter geht, ist das Anpflanzen tatsächlich ausgesetzt worden.

Die Frage lautet: Welche Regierung? Welche Regierung ist an der Macht? Die sogenannte jüdische von Bennet/Lapid? Oder bestimme Elemente der Muslimbruderschaft, wo es langgeht?

Ist es schon so weit? Ja, ist es.

Denn um auf Biegen und Brechen eine Regierung zu bilden, brauchten Bennett/Lapid bis zu vier weitere Stimmen in der Knesset und bekamen sie durch Mansour Abbas und seine arabische Partei Ra’am.

In einer tauziehenden Koalition wie dieser wachen die Israelis jeden Morgen auf und fragen sich, wer die Oberhand hat und wer über Nacht einen Vorteil erzielte.

Welcher religiöse israelische Ort neben der Jeschiwa in Homesch ist noch, während sie schliefen, für die Bulldozer markiert worden?

Wir kämpften, bluteten und starben für Zion und wessen Land ist das überhaupt?

Ganz nebenbei: Vor ein paar Jahren, als amerikanischer Freiwilliger in der IDF, kam eine Gruppe von uns spät zu unserem Hotel zurück, in das wir zum Übernachten statt in der Kaserne in Haifa eingeladen worden waren. Unser Madrich (Gruppenleiter) begann uns zu unseren Räumen zu begleiten. Der Angestellte am Empfang hinter dem Tresen rief: „Stop!“. Warum? Die Besuchszeit war vorbei.

Der hitzige Austausch ging weiter, als unser Madrich bestimmt verkündete: „Ich kann gehen, wohin immer ich will, wann immer ich will. Das ist mein Land.“

„Vorläufig“, antwortete der arabische Angestellte. (Mehr zu all dem in diesem Thriller).

So war das damals und so ist es heute.

Ich habe Freunde in und um New York City, die mich fassungslos fragen, wer das Land tatsächlich führt. Ich sage ihnen, sie sollten aufmerksam bleiben. Das ändere sich nämlich von Tag zu Tag.

An einem Tag sind es die Araber, sieht man, wie die Koalition im Negev kapitulierte, was beweist, dass Bennett/Lapid nur die halbe Show sind – und oft die kleinere Hälfte.

Wenn die Muslimbruderschaft spricht, dann hören sie zu und gehorchen. Sie haben keine Wahl. Sollte irgendein Mitglied der Partei Ra’am ausbrechen, löst sich die gesamte Regierung in Luft auf.

Bei genau dieser Drohung knickten die Israelis ein und hörten bis auf weiteres auf, im Negev zu pflanzen. Oder mit der endgültigen Entscheidung, ob Israel der jüdische/zionistische Traum und Realität bleiben wird.

Wen die Juden so schlau sind, sagen meine Freunde, wie können sie dann so dumm sein? Der Negev, der geografisch etwa die Hälfte Israels bildet, ist souveränes israelisches Territorium.

Juden sind 80 Prozent des Landes. Der Rest sind 20 Prozent. Wie also konnten die Juden sich in eine Ecke manövrieren, in der andere ihnen diktieren können, wo sie Bäume pflanzen dürfen und wo nicht?

Unsere Häuser. Unsere Viertel. Unsere Gemeinden. Oder Jeschiwas…

Nur ein Wort, meine Freunde: Politik.

Bitten Sie mich nicht um Erklärungen. Das ist zu kompliziert. Oder vielleicht ist es zu einfach. Unsere Besten, würde ich behaupten, werden Einsteins in Naturwissenschaften und auf anderen Gebieten.

Das überlässt die Politik dem Rest. In der Regeln nicht die Besten und Hellsten, aber genauso bestimmt und machthungrig.

Das gilt nicht für alle. Hin und wieder haben wir, was Führung angeht, Glück – in Israel wie in den Vereinigten Staaten.

Aber in den USA haben wir immer noch zu 80 Prozent für Biden gestimmt und würden das wieder tun, also ja: Wie können so schlaue Menschen so dumm sein?

In Israel machen sich meine Freunde und Verwandten Sorgen, dass bei diesem Tempo und durch verschiedene politischer Schwindel die jüdische Nation Israel anfängt aus den Fugen zu geraten und ihnen zu entgleiten.

Das möge Gott verhüten, sagen sie. Aber sie machen sich Sorgen. Und es muss ja nicht alles auf einmal kommen … nur durch eine beseitigte Jeschiwa und einen nicht zu einer bestimmten Zeit gepflanzten Baum.

4 Gedanken zu “Wessen Land ist das eigentlich?

  1. Sie schreiben „80% der in Amerika lebenden Juden, hätten für Biden gestimmt“, das kann ich kaum glauben.

    Juden beobachten das Weltgeschehen, sie verstehen etwas von Politik und den Auswirkungen auf Israel, dann wissen sie auch, dass die Demokraten nicht wirklich ihre Freunde sind, und die Republikaner, sprich Donald Trump, mehr für sie getan hat in den vier Jahren seiner Amtszeit, als demokratische Regierungen zuvor.

    Aus diesen Gründen stelle ich die Angabe von 80% in Frage.

  2. Ich kann die Aussage von Jack Engelhard leider aus eigener Erfahrung bestätigen; amerikanische Juden, die ich persönlich kenne, sind traditionelle Demokraten-Wähler und lassen sich auch mit handfesten Argumenten nicht davon abbringen, selbst wenn sie die Argumente bestätigen und die Probleme mit der Partei und den Kandidaten der Demokraten (wenigstens zum Teil) sehen. Egal, gegen die Republikaner sind sie grundsätzlich so von Misstrauen geprägt, dass sie das nicht kümmert.
    Gibt es übrigens auch bei Juden in anderen Ländern. Während des US-Wahlkampfs 2012 war ich auf einer Demo und kam mit einem Kaschrut-Beauftragten ins Gespräch. Der sagte, wäre er Amerikaner, würde er auch Obama wählen – obwohl dessen israelfeindliche Haltung zur Genüge dokumentiert und bekannt war. Aber der Republikaner war ihm trotzdem suspekt, auch wenn er dessen potliische Ansagen in Ordnung fand.
    Sturheit ist nichts dagegen.

    • Das überrascht mich doch sehr. Das gibt es doch gar nicht. Die amerikanischen Juden wissen dass die Demokraten Eierköpfe sind und wählen sie trotzdem. Das grenzt ja schon an, na an was, an Absurdität oder an keine Ahnung. Auf jeden Fall widerspricht das meiner Logik.

      War aber interessant von Ihnen das zu erfahren.

      PS. Ich habe Sie übrigens in meinem letzten Beitrag „Der Verrat“ zitiert. Good Night.

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