Immer noch wütend wegen Israels Existenz: Drei Nein, Rassismus, BDS und Antinormalisierung

First One Through, 18. Februar 2022

Der Krieg gegen den jüdischen Staat begann militärisch bei Israels Gründung, als die Armeen von fünf arabischen Staaten 1948 in einem Krieg nach Israel einmarschierten um es auszulöschen. Im Juni 1967 versuchte die arabische Welt dasselbe, scheiterte aber spektakulär.

Seit dieser Zeit ist der bewaffnete Konflikt durch muslimische Länder mit weit bescheideneren Ambitionen fortgesetzt worden, weil das Ziel Israel zu vernichten als eine zu abseitige Möglichkeit betrachtet wird, außer und bis der Iran Atomwaffen erlangt. Bei den gewalttätigen Angriffen auf Israel ist es zumeist mit der Belästigung und Tötung von Juden gegangen, um Zugeständnisse zu erhalten. Der Yom Kippur-Krieg von 1973 leitete eine Bereitschaft seitens Israel ein, die Halbinsel Sinai an Ägypten zurückzugeben und die palästinensischen Araber glauben, dass der Zweite Intifada-Krieg Israel dazu veranlasste den Gazastreifen aufzugeben. Die verschiedenen Hamas-Kriege aus dem Gazastreifen seit 2008 und die politisch-terroristische Entführung von Israelis durch die Gruppe stellten die Freilassung tausender Terroristen und andere bescheidene Gewinne sicher.

Das Scheitern Israel zu vernichten brachte die muslimischen Länder dazu seine Existenz zu akzeptieren. Fakt ist, dass sie ihr Äußerstes gegeben haben seine Existenz zu bestreiten.

Unmittelbar nach dem Sechstage-Krieg von 1967 verabschiedete die Arabische Liga die Resolution von Karthum, mit der sie eine Politik der „Drei Nein“ ausrief: „Nein zu Frieden mit Israel, Nein zur Anerkennung Israels, Nein zu Verhandlungen mit Israel“. Für die Araber hatte der jüdische Staat einen Namen, musste aber ignoriert werden, bis die Araber bei der Vernichtung der fremden Präsenz Erfolg haben.

In den 1970-er Jahren warb die Arabische Liga Verbündete für ihre Sache an. Mit dem Hebel der Kontrolle über den Ölmarkt und mit einem früheren Nazi als Leiter der Vereinten Nationen brachten die muslimischen und arabischen Länder die Welt dazu im November 1975 die UNGA-Resolution 3379 zu verabschieden, die erklärte: „Zionismus ist eine Form des Rassismus“. Das war ein Versuch Israels Legitimität weitgehend zu bestreiten.

Die Resolution „Zionismus ist Rassismus“ wurde zwar letzten Endes 1991 infolge der Anstrengungen der USA gelöscht, aber sie köchelte während den Oslo-Vereinbarungen 1993 und 1995 ein Friedensabkommen für den September 2000 vorausahnten. Statt endlich Frieden zu akzeptieren, begannen die Palästinenser den zweiten Intifada-Krieg, der erst mit der Errichtung von Israels Sicherheitsbarriere 2004/5 nachließ. Das führte zu zwei neuen Bewegungen, die leider heute noch florieren: der Dämonisierung des jüdischen Staats und der BDS-Bewegung (Boykott, De-Investitionen und Sanktionen), beides Wirtschafts-Kriege.

Dämonisierung von Juden und Zionisten

Die Durban-Konferenz gegen Rassismus von 2001 diente als globale Start-Party, um die vorherige „Zionismus ist Rassismus“-Propaganda zu verstärken und auszuweiten.

Da die Welt nicht länger so von Öl abhängig war, wie in den 1970-er Jahren, hoffte die muslimisch-arabische Welt den Westen zu überzeugen, dass ihr Krieg gegen den jüdischen Staat auf demokratischen Werten gründete, ein gerissener und eigenartiger Ansatz für autokratische Regime. Die Weltkonferenz beförderte ein neues Lexikon um Israel zu verleumden; seine Begriffe waren „Apartheid“, „Siedler-Kolonialismus“, „ethnische Säuberung“, „Völkermord“ und „Verbrechen gegen die Menschheit“, um nur ein paar zu nennen. Gleichermaßen schilderte es die Palästinenser als edler Opfer, wobei Worte wie „verzweifelt“, „Widerstand“ und „Würde“ missbraucht wurden.

Diese Herangehensweise ist hinterlistiger als die während der 1970-er und 1980-er Jahre, die auf weit verstreute Gewalt setzte. Die zahlreichen Flugzeugentführungen und Bombenanschläge auf jüdische Gemeindezentren und Synagogen in aller Welt durch arabische Muslime machte es schwierig die palästinensischen Araber als „verzweifelt“ darzustellen. Stattdessen hat die Dämonisierungstaktik seit 2001 den Westen über die Bildungssysteme, die Medien und das demokratische System selbst durchdrungen.

Die arabische Welt schleuste Milliarden Dollar und zehntausende Studenten an Universitäten, darunter die New York University, MIT, Columbia und Tufts. Die spendenfinanzierten Nahost-Studiengänge und theologische Schulen mit israelfeindlichen Narrativen. Infolge dieser Aktivitäten sind College-Campusse zu Brutstätten von Antisemitismus geworden, die Juden oft das Recht verweigern am öffentlichen Raum zu beteiligen, weil sie als Zionisten und Rassisten wahrgenommen werden.

Diese jungen Stimmen sind die letzten zwanzig Jahre lang mit einem neuen antizionistischen Vokabular und einer Weltsicht indoktriniert worden. Sie leiten jetzt die westlichen liberalen Medien und stimmen für linksextreme, antizionistische Politiker, die von den Demokratischen Sozialisten Amerikas gutgeheißen werden.

Die Durban-Kampagne, die jetzt seit 20 Jahren im Gang ist, war nicht nur sehr erfolgreich darin Israel zu dämonisieren, sondern Zionisten zu dämonisieren. Unter dieser aktuellen Version des „Zionismus ist Rassismus“ werden Juden in Israel und weltweit nicht mehr nur von arabischen Muslimen angegriffen, sondern von ihren Mitbürgern. Während die Legitimität Israels immer noch bestritten wird, hat sich der Fokus auf die Unterstützer Israels ausgedehnt.

Isolation und Zerstörung

2005 startete Omar Barghouti die BDS-Bewegung. Deren Ziel war das Ende des jüdischen Staats durch wirtschaftliche Strafmaßnahmen. Barghouti ist deutlich, was das Ziel und die Taktiken angeht, wenn er sagt: „BDS zielt darauf ab aus Israel einen Paria zu machen“, und: „Wir sind gegen einen jüdischen Staat wo auch immer in Palästina… Nur ein palästinensischer Verräter würde einen jüdischen Staat in Palästina akzeptieren.

Die Bewegung strebt an, nicht nur israelische Produkte zu boykottieren, sondern auch die Firmen, die Geschäfte mit Israel machen. Sie will, dass Universitäten israelische Professoren ausschließen und dass Sportler sich weigern gegen Israelis anzutreten.

Sie ist sogar gegen die eigenen Leute vorgegangen, hat sich gegen arabisch-muslimische Staaten gewandt, die die Beziehungen zu Israel normalisierten, so gegen die Vereinigten Arabischen Emirate.

Der Antinormalisierungs-Ansatz richtet sich gegen alle Zionisten weltweit. Im Dezember 2021 sagte Zahra Billoo, eine Führungskraft von CAIR, einer Gruppe in Chicago, sie sollten sich vor „politischen Zionisten“ und „zionistischen Synagogen“ hüten. Mit dieser Mentalität sind die einzigen jüdischen Verbündeten antizionistische Gruppen wie die „Jewish Voice for Peace, American Jews for a Just Peace, International Jewis Anti-Zionist Network.

Nachdem sie damit scheiterten den jüdischen Staat militärisch zu vernichten, hat die arabische Welt drei Phasen durchlaufen ihn wirtschaftlich zu vernichten, wobei die aktuellen Anstrengungen weltweite Unterstützung gegen alle Zionisten angeworben.

Der aktuelle muslimische und arabische Krieg gegen den jüdischen Staat wird überall ausgetragen, weil Zionisten aller Religionen oder Ethnien fälschlich als „Rassisten“ gebrandmarkt werden, die ausgeschlossen werden müssen. Die Absicht besteht darin Menschen und Regierungen überall unter Druck zu setzen die Verbindungen zum jüdischen Staat zu kappen, was ihn in jeder Hinsicht verletzbar und schwach macht.


Der Krieg gegen Israel ist mutiert, seitdem das Land gegründet wurde, aber das Ziel bleibt dasselbe: das Ende des jüdischen Staates. Was sich heute alarmierend verändert hat, ist dass SIE von ihren Nachbarn, Schulen, Medien und gewählten Volksvertretern aufgefordert werden bei diesem antisemitischen Unternehmen mitzumachen.