Für Israel ist es so, dass ein Sieg uns eine Zukunft gibt

Wir können es nicht ausstehen den Feind hart genug zu treffen dass sein Wille den Kampf fortzusetzen gebrochen wird und haben so nur einen weiteren Krieg vor uns.

Yair Ansbacher, Israel National News, 24. Februar 2022

„Sieg“-Werbeplakat: Fireden wird mit besiegten Feinden unterschrieben. (Projekt „Sieg Israel“)

Nach Angaben von Medienquellen sagte Verteidigungsminister Benny Gantz bei der Münchener Sicherheitskonferenz, dass „ich als jemand, der Krieg kennt, weiß, dass auch der Gewinner verliert“.

Von vielen im weitgehend westlichen Publikum wird es vermutlich viel Zustimmung zu dieser Meinung gegeben haben. Die Vorstellung, dass Kriege, selbst Verteidigungskriege, ausnahmslos schlecht sind, ist eine zunehmend überzeugende Botschaft unter Linken und Progressiven, von denen die meisten noch nie Krieg erlebt haben oder sich um die Verwüstung kümmern mussten, die ein kampflustiger Feind anrichten kann, wenn er freie Hand bekommt.

Ein Extrembeispiel dafür gab es, als der Speiseeis-Hersteller Ben & Jerry’s, der beschloss, dass gefrorene Köstlichkeiten herzustellen und Israel zu attackieren nicht ausreicht, um Tugend zu demonstrieren, vor kurzem twitterte: „Man kann nicht gleichzeitig Krieg verhindern und ihn vorbereiten.“

Das ist genau das, was manche Staaten auf der Erde ständig tun.

Für viele Staaten, darunter Israel, ist es so, dass wir wir gleichzeitig versuchen an jedem einzelnen Tag versuchen müssen Krieg zu verhindern und uns gleichzeitig darauf vorzubereiten.

Die Hauptherausforderung für diese naiven Gefühle besteht darin, dass Krieg bei vielen Gelegenheiten notwendig ist und tatsächlich eine noch größere Katastrophe verhindern kann.

Der Zweite Weltkrieg ist ein offensichtliches Beispiel. Hätte diese Mentalität sich in den 1930-er und 1940-er Jahren verbreitet, würde ganz Europa heute Deutsch sprechen und Millionen Juden und andere wären massakriert worden.

Die USA, Großbritannien und die UdSSR bereiteten sich gleichzeitig auf Krieg vor und versuchten ihn zu verhindern. So konnten sie die Nazi-Kriegsmaschine stoppen.

Zudem gewannen die  Alliierten den Krieg, in dem sie allerdings schwere Opfer und Verluste erlitten.

Das ist die Quintessenz.

Die Alternative der Niederlage bei minimalen Verlusten ist undenkbar.

Außer bei einem unblutigen Krieg werden alle Seiten in einem Krieg, Konflikt und Kampf Verluste erleiden.

Etwas anderes zu behaupten demoralisiert uns und motiviert und ermutigt die andere Seite nur.

In fast allen Fällen ist der Feind, dem wir uns gegenüber sehen, eine autokratische oder fanatische Führung, die ihre Soldaten und deren Leben wenig kümmert. Ein Beispiel haben wir im Irak-Krieg, als Berichte besagten, dass junge, unerfahrene iranische Freiwillige an die Front oder in Minenfelder geschickt wurden, nicht mehr als goldfarbene Plastikschlüssel zum Paradies dabei hatten. Die Ayatollahs, die sie losschickten, wussten, dass viele sterben würden, aber um ihre Kriegsziele zu erreichen waren sie bereit ihre eigenen Leute als Kanonenfutter zu benutzen.

Natürlich sollten wir in Israel unsere Soldaten nicht in diesem Kontext betrachten und jeder Mann und jede Frau in der IDF ist uns teuer und wir sollten sie mit allem notwendigen Training und Ausrüstung versehen, um den Auftrag unbeschadet auszuführen, auf den der Staat sie schickt.

Trotzdem ist das sehr weit entfernt davon keinen Verteidigungskrieg gegen die zu führen, die unsere Vernichtung anstreben, weil wir Opfer haben könnten.

Leider erleben wir diese Mentalität während unserer Operationen gegen die Hamas und andere palästinensische Terrororganisationen.

Wir verabscheuen es so sehr den Feind hart genug zu treffen, dass sein Wille zu kämpfen gebrochen und er zur Kapitulation gezwungen wird, dass wir in unanständiger Hast an den Verhandlungstisch rennen um auf einen Waffenstillstand zu drängen, so dass wir nur minimale und unzureichende militärische Schritte in Richtung einer Niederlage unserer völkermörderischen Feinde unternehmen.

Das Ergebnis ist, dass sie weiter glauben, trotz unserer technologischen wie militärischen hohen Überlegenheit nicht den Mumm für einen Kampf haben. Sie glauben, dass wir das westliche Paradigma internalisiert haben, dass Krieg immer nur die letzte Möglichkeit ist, die so wenige Opfer wie möglich haben darf, was den Feind stolz auf den nächsten Kampf warten lässt.

Wenn Israel mit der Mentalität in einen Krieg gegen seine Feinde geht, dass wir verlieren, selbst wenn wir gewinnen, dann werden wir niemals siegreich sein. Jede Taktik wird nur durch das Prisma gesehen, wie viel oder wenig wir verlieren können.

Stattdessen muss Israel zu einer Siegermentalität zurückkehren. Die Mentalität, die uns im Unabhängigkeitskrieg und im Sechstage-Krieg zum Sieg führte. Es gab in diesen Kriegen untragbare Opfer, aber es gab überwältigende Siege und unsere Soldaten kämpften tapfer, womit sie die Unterlegenheit umkehrten.

Unsere Führer wussten, dass es Verluste geben würde, aber sie durften davon nicht zu sehr abgelenkt werden, wenn sie siegen wollten. Der Sieg stellte sicher, dass es nicht noch mehr Verluste, viel mehr Blutvergießen gab.

Sieg und Verlust sind nicht vergleichbar. Unsere historischen Siege sind das, was die jüdische Nation intakt und stark hielten. Wären wir nur ein einziges Mal besiegt worden, wäre unsere Präsenz hier schwach und unsere Feinde würden uns ständig umkreisen, auf den Moment warten, den finalen Schlag zu führen.

Sieg ist das, was sie in Schach hielt.

Der Siegereiche gewinnt einen besiegten Feind, Abschreckung und Sicherheit für das eigene Volk.

Uns in Israel gibt ein Sieg eine Zukunft.

2 Gedanken zu “Für Israel ist es so, dass ein Sieg uns eine Zukunft gibt

  1. Die technologisch und militärisch hohe Überlegenheit Israels ist ohne Gott kein Garant für einen Sieg!

    In dem Artikel vermisse ich, dass Gott die Siege über alle Feinde schenkte und ihm entsprechend Ehre und
    Dank zuteilwurde.

    Ohne Jahwe wäre Israel längst Geschichte.

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