Der Apartheid-Vorwurf, die Abraham-Abkommen und die „richtige Seite der Geschichte“

Elder of Ziyon, 28. März 2022

Es gibt wenig Zweifel, dass die aktuelle, vor einem Jahr losgetretene Welle absurder Vorwürfe, Israel sei der Apartheid schuldig, ein koordinierter Angriff gewesen ist, der die Wirkungen derer multiplizieren soll, die den Vorwurf in den Nachrichten halten, während weitere Organisationen tendenziöse Berichte veröffentlichen, die jegliche Fakten ignorieren, die ihren von vorneherein feststehenden Schlussfolgerungen widersprechen.

Es gibt auch wenig Zweifel, dass die Strategie bei der Durban-Konferenz 2001 begann, an der dieselben NGOs teilnahmen und wo die Apartheid-Verleumdung aus den Rändern auftauchte.

Während die aktuelle Welle von Berichten eindeutig geplant war, nachdem die Bühne jahrelang mit „Israel Apartheid-Wochen“ und ähnlichen Einlagen vorbereitet wurde, stellt sich die Frage des Timings. Warum haben diese israelfeindlichen Gruppen beschlossen, dass dies die beste Zeit war die Kanonen von HRW und Amnesty rauszuholen, um diese Berichte zu schreiben?

Bis jemand die Memos und E-mails und die Gespräche zwischen diesen Organisationen und den palästinensischen NGOs durchsickern lässt, die sie mit den Rohinformationen zum Verdrehen füttern, können wir nicht sicher sein. Aber es fällt schwer zu glauben, dass das Timing nichts mit den Abraham-Vereinbarungen zu tun hat, die nur wenige Monate vor dieser Welle verleumderischer Berichte unterschrieben wurden.

Israelfeindliche Gruppen lieben es zu sagen, sie befänden sich auf der richtigen Seite der Geschichte. Da sie diese Apartheid-Waffe inszeniert haben, achten sie sorgfältig darauf, das als natürliche Weiterentwicklung des Bewusstseins der Welt zu angeblichen israelischen Verbrechen in Stellung zu bringen. Selbst während israelische Araber immer besser in die israelische Gesellschaft integriert werden, was die Behauptung „jüdischen Herrenmenschentums“ gründlich zerstört, wissen die hasserfüllten NGOs, dass die Medien über arabisch-israelische Kooperation nichts berichten werden und es vorziehen Israel als rassistisch und die Palästinenser als ganz, ganz unglückliche Opfer hinzustellen. Mit ihrer Hetze gegen Israel und den bereitwilligen Medien hatten sie einen klaren Weg zur Dämonisierung Israels als erbarmungslose Konsequenz des unechten Rassismus Israels.

Sie hatten einen soliden Wall an Unterstützern aus der arabischen Welt, ein Westeuropa, das regelmäßig Gastgeber israelfeindlicher Veranstaltungen war, eine UNO, die verlässlich antisemitisch war und eine Generation an Studenten, die einer Gehirnwäsche unterzogen wurden, so dass sie glauben, Israel zu hassen sei zusammen mit Umweltschutz, pro-LGBTQ und gegen Kriegs zu sein eine liberale Sache.

Dann passierten die Abraham-Vereinbarungen.

Die beständige israelfeindliche Position der arabischen Welt ist seit Jahren auseinandergefallen, aber genauso wie mit der arabischen Integration in die israelische Gesellschaft lief das unter dem Radar und konnte daher von denen ignoriert werden, die glauben sie seien als einzige in der Lage die großen Trends der Geschichte als ihre Überzeugungen unterstützend zu betrachten. Selbst Israels Friedensverträge mit Ägypten und Jordanien schaden ihrer Sache wegen der öffentlichen Rhetorik der Staaten, die israelfeindlich bleiben, nicht.

Die Israelhasser wurden auf kaltem Fuß erwischt. Die Leute, die behaupten den Weltfrieden und Kooperation zu unterstützen, wurden mit den beiden Feinden konfrontiert, auf die sie sich verlassen konnten, um ihre Agenda als friedlich und kooperativ voranzutreiben. Die „rassistischen“ Juden hießen die Partnerschaft mit ihren arabischen Gegenübern willkommen und, was wichtiger ist, die moderaten Araber waren genauso enthusiastisch bezüglich der Kooperation mit den angeblichen „jüdischen Herrenmenschen“.

Jüdisch-arabischer Frieden war nicht nur möglich, sondern auch äußerst erfolgreich. Und die Wirkung auf die weitere arabische Welt war elektrisierend, da israelische Sportler jetzt bei Veranstaltungen überall in der arabischen Welt auftauchten und die Hatikva gespielt wurde, wenn sie gewannen; dazu erlaubte Saudi-Arabien Flugzeugen der El Al sein Territorium zu überfliegen. Der kalte Frieden mit Ägypten und Jordanien ist wärmer geworden.

Die Israelhasser, die Jahrzehnte damit verbrachten ihre Aura des Liberalismus, ihren Hass des Hasses und des Fanatismus und ihre Unterstützung für Frieden um jeden Preis zu kultivieren, befanden sich plötzlich laut ihrer eigenen Definition dafür, wie Geschichte Fortschritt unterstützen soll auf der falschen Seite der Geschichte.

Die zwei Jahrzehnte seit Durban haben die Israelhasser mit dem Predigen von Antirassismus die Agenda auf sorgfältige Aufstachelung des Hasses der Welt gegen den einzigen jüdischen Staat gesetzt. Doch selbst die Medien, auf die sie sich verlassen konnten, dass sie ihre Version der Geschichte zeigen, konnten nicht ignorieren, dass Juden und Araber begeistert gegenseitig ihre Staaten besuchten, jede Woche neue Abkommen unterzeichneten und einander lobten.

Ihr Plan, Israel wie Südafrika aussehen zu lassen, wurde mit Fotos jüdischer und arabischer Muslime die einander buchstäblich umarmten zerstört. Jeder konnte sehen, dass Israel nicht rassistisch war – im Gegenteil, zionistische Juden und Araber konnten miteinander kooperieren und zusammenarbeiten.

Ist das nicht die richtige Seite der Geschichte?

Die Israelhasser konnten es nicht ertragen die Fortschritte zu verlieren, die sie bei der Dämonisierung Israels gemacht hatten. Sie müssen die Initiative der Aufstachelung zu Hass gegen die heute stolzen Juden zurückgewinnen. Sie müssen das Narrativ des jüdischen Rassismus gegenüber Arabern oder zumindest gegenüber den palästinensischen Arabern zurückgewinnen. Sie wollen das Gespräch kontrollieren und auf ihre Agenda zurückbringen.

Unter diesem Blickwinkel wird immer deutlicher, dass die linksextremen Aktivisten von Human Rights Watch  und Amnesty de facto in jeder Hinsicht Antisemiten sind.

Echte Antirassisten würden komplett unterstützen, dass Juden in der arabischen Welt gleich behandelt werden. Echte Gegner von Fanatismus würden jüdisch-arabische Kooperation willkommen heißen.

Nur Fanatiker würden Trennung und Boykotte gegen Juden statt Partnerschaft den Vorrang geben. Nur Antisemiten würden von der Aussicht auf „Normalisierung“ zwischen dem jüdischen Staat und seinen Nachbarn entsetzt sein.

Diese Woche gibt es einen Gipfel mit ranghohen Juden und Arabern zu regionaler Kooperation – in Israel. Niemand, dem Frieden wirklich wichtig ist, kann dagegen sein. Doch die „Antirassisten“, die so viel Zeit, Geld und Energie darauf verwendet haben den modernen Antisemitismus zu normalisieren – Leute, die vorgeben ihnen seien Menschenrechte wichtig – schweigen zu dem wundersamen Fortschritt, der gemacht worden ist. Von dem Augenblick an, als Israel und die VAE ihre Partnerschaft öffentlich machten, haben die israelfeindlichen Gruppen versucht die Konversation dahin zurückzubringen wie furchtbar Israel ist und zudem, wie furchtbar auch Israels neue arabischen Freunde sind.

Ihre Unfähigkeit etwas Positives über das größte Erdbeben in den israelisch-arabischen Beziehungen seit Camp David zu sagen, beweist, dass sie die wahren Fanatiker sind und dass ihre Attacken auf Israel im Namen des Antifanatismus in Wirklichkeit Beweis ihres eigenen Fanatismus und Hasses sind.