Verloren in Deutschland

Die Jerusalem Post veröffentlichte einen Kommentar von Malca Goldstein-Wolf zu Antisemitismus und Antisemitismus-Beauftragten (insbesondere Michel Blume aus Baden-Württemberg). Sie stellte ihn auf Deutsch in Facebook ein, ich habe ihn von dort übernommen:

Als Jude in Deutschland muss man sich damit abfinden, dass die Position eines Antisemitismusbeauftragten in den meisten Fällen kosmetischer Natur ist.

Alle 16 Bundesländer, einschließlich der Bundesregierung, haben derzeit Beauftragte für die Bekämpfung des Antisemitismus.

Im Stadtstaat Berlin gibt es gleich fünf Antisemitismus-Beauftragte.

Im „besten Deutschland aller Zeiten“ sollten sich Juden angesichts dieser Tatsache eigentlich sehr geschützt fühlen, bald gibt es mehr AS-Beauftragte als Juden im Land, um es einmal sarkastisch auszudrücken.

Leider gibt es einen Haken.

Während die deutsche Innenministerin Nancy Faeser stoisch auf die Gefahr aus der extremen Rechten verweist, wird die Gefahr des Islamismus von ihrem Ministerium geleugnet.

Antisemitismus von rechtspopulistischer Seite wird überall verurteilt, und der Beifall der linken Kräfte ist einem sicher. Wenn man aber auf den muslimischen Judenhass, vor dem sich die Mehrheit der Juden in seiner besonders aggressiven Form fürchtet, hinweist, läuft man Gefahr, auch als deutscher Jude ungerechtfertigt in eine rechtsextreme Ecke gestellt zu werden.

Der Zustand Deutschlands hat sich seit dem unkontrollierten Zustrom von Migranten und Flüchtlingen im Jahr 2015 dramatisch verschlechtert. Und es gibt eine beunruhigende Tendenz, diejenigen zum Schweigen zu bringen – nicht nur Juden und Frauen -, die die unkontrollierte Einwanderung kritisieren, was zu einem Anstieg von Antisemitismus und Frauenfeindlichkeit beiträgt.

Leider kann aber auch der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung kaum etwas unternehmen; wer schießt schon auf seinen eigenen Arbeitgeber?

Selbst dem Zentralrat der Juden, der wichtigsten jüdischen Organisation in Deutschland, scheinen oft die Hände gebunden zu sein.

Finanziell abhängig von der Regierung und angewiesen auf Berlin, um die Sicherheit jüdischer Einrichtungen zu gewährleisten, ist es nicht verwunderlich, dass der Zentralrat oft schweigt, wenn ein Aufschrei nötig wäre.

Der Antisemitismusbeauftragte des süddeutschen Bundeslandes Baden-Württemberg, Michael Blume, ist ein Beispiel dafür, dass in Deutschland etwas faul ist im Kampf gegen den Judenhass.

Blumes Position kann als Farce bezeichnet werden. Kritik an seiner Arbeit bestraft er mit öffentlichen Anschuldigungen auf Twitter.

Von einem Antisemitismusbeauftragten würde man sich wünschen, dass er dazu beiträgt, die Städtepartnerschaft zwischen Freiburg und Isfahan, einer Stadt im mörderischen Regime des Iran, das Israel auslöschen will, zu beenden und das Konto einer der größten BDS-nahen Organisationen bei der Landesbank Baden-Württemberg zu kündigen.

Aber das will Blume offenbar nicht verstehen.

Blume zieht es vor, nach „wissenschaftlichen Verbindungen“ zwischen Antisemitismus und Dekarbonisierung zu suchen. Das ist kein Scherz.

Kritiker werden von ihm als rechte Trolle diffamiert, darunter auch der prominente deutsch-jüdische Autor Henryk M. Broder, ein Kind von Holocaust-Überlebenden, der mit unvergleichlichem Witz nicht müde wird, den Finger in die Wunde derer zu legen, die sich gerne als „Judenfreunde“ ausgeben und die er mit messerscharfer Präzision entlarvt.

In einem Interview mit dem Deutschlandfunk fabulierte Blume, dass es in der jüdischen Gemeinschaft „Rechtsextremisten“ gebe, die mit „Hass“ auf seine deutsche muslimische Frau reagierten. Ich kenne niemanden in den jüdischen Gemeinden, auf den dieser Vorwurf zutrifft. Blume hat keine Beweise vorgelegt.

Warum Blume in dem Interview ausgerechnet Juden diffamiert, ist für einen Antisemitismusbeauftragten recht befremdlich.

Seine Aufnahme in die „Global Antisemitism Top Ten“-Liste des Simon Wiesenthal Centers mit den schlimmsten antisemitischen Vorfällen im Jahr 2021 ist kein Zufall.

DARUM muss man sich als Jude in Deutschland natürlich damit abfinden, dass die Position eines Antisemitismusbeauftragten in den meisten Fällen nur kosmetisch ist, um das deutsche Gewissen zu beruhigen, in Wirklichkeit aber kaum etwas bewirken kann.

Nun stinkt der Fisch ja bekanntlich vom Kopf her.

Deutschlands neue Außenministerin Annalena Baerbock hat bei ihrem jüngsten Besuch in Israel, einen Tag nach ihrem Besuch in Yad Vashem, dem Chef der Palästinensischen Autonomiebehörde, Mahmoud Abbas, versichert, dass Deutschland sein verlässlicher Partner sein wird.

Das bedeutet, dass die palästinensischen Terrorrenten weiterhin indirekt vom deutschen Steuerzahler finanziert werden und dass die UNRWA keine Angst haben muss, dass das Geld ausgeht, um israelfeindliche Hasslehrbücher zu drucken.

Die Show muss weitergehen.

Israel erlebt derzeit eine der schlimmsten Terrorwellen der letzten Jahre, mit 14 Toten in etwas mehr als zwei Wochen.

Das Auswärtige Amt bedient sich in seiner Stellungnahme der Floskeln, die man schon aus den schlechten Zeiten des vorherigen Außenministers Heiko Maas kennt.

Es spricht von einer möglichen „Spirale der Gewalt“ zwischen Juden, Muslimen und Christen.

Dass es sich dabei um islamistischen Terror handelt, wird nicht erwähnt. Gott sei Dank rufen sie nicht zur „Mäßigung auf allen Seiten“ auf.

Es scheint, als wollten die deutschen Politiker die Tatsache ignorieren, dass die Islamisten, die Terroranschläge gegen „Ungläubige“ in Deutschland verüben, die gleiche Denkweise haben wie die Islamisten, die Israelis angreifen.

Es nützt nichts, die toten Terroropfer in Israel zu betrauern, wenn das Geld weiter an die Palästinenser fließt und Deutschland indirekt „Terrorrenten“ an die Familien der palästinensischen Terroristen mitfinanziert.

Wie gut, dass es im schlimmsten aller Fälle für uns Juden Israel gibt.

Ich habe keine Ahnung, wohin nicht-jüdische Deutsche fliehen können.

Ein Gedanke zu “Verloren in Deutschland

  1. Danke das Frau Goldstein -Wolf das Kind beim Namen nennt. Es traut sich ja sonst niemand .Sie zeigt uns die logischen Konsequenzen auf ,wenn niemand das Ruder rumreißt.

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