Biden warnt Israel vor „freier Religionsausübung“

Seine Administration sagt den Juden sie sollen aufhören zu beten

Daniel Greenfield, FrontPage Mag, 2. Mai 2022

Die Administration Biden hat angekündigt, dass ihr nomineller Leiter innerhalb von ein paar Monaten Israel besuchen wird. Bidens letzter Besuch mit großer Aufmerksamkeit im jüdischen Staat 2010 endete mit der Inszenierung eines diplomatischen Vorfalls und der einstündigen Weigerung sein Hotelzimmer zu verlassen, um an einer Veranstaltung mit Netanyahu teilzunehmen. Die Israelis haben wenig Grund wegen Bidens Expedition optimistisch zu sein.

Nachdem muslimische Randalierer Pessach störten, indem sie auf dem Tempelberg, dem  heiligsten Ort des Judentums, Gewalt verübten, drängte die Administration „alle Seiten Zurückhaltung auszuüben, provokatives Handeln und Rhetorik zu meiden und den historischen Status quo auf dem Haram al-Scharif/Tempelberg zu erhalten“. Das „provokative Handeln“ ist in diesem Fall jüdisches Gebet.

Es ist 2022 und das Weiße Haus warnt Juden, ihre Gebete seien „provokativ“.

Der „historische Status quo“, von dem Biden fordert, dass Juden ihn einhalten, existiert nur, weil muslimische Eroberung nichtmuslimischen Minderheiten, besonders Juden, das Recht vorenthielten an ihren heiligen Stätten zu beten. Das ist so, als würde man schwarzen Bus-Fahrgästen in Alabama sagen, sie müssten den „historischen Status quo“ akzeptieren oder die Ukraine drängen einen „historischen Status quo“ zu akzeptieren, in dem sie von Moskau regiert wird.

Oder Washington DC vorzuschlagen, es solle Befehle von Queen Elizabeth annehmen.

Hinter den Kulissen haben die Administration Biden und ihre offiziellen Vertreter die israelische Regierung gewarnt, sie solle aufhören von „freier Religionsausübung“ zu reden und sich islamischer Überlegenheitsansprüchen fügen.

Ein Reporter beschrieb es so: „Sich dessen bewusst, wie Reden von ‚freier Religionsausübung‘ interpretiert werden kann, haben US-Vertreter versucht Israel dazu zu bringen die Verwendung der Redewendung zu meiden und sich stattdessen einzig auf die Bestätigung ihrer Verpflichtungen gegenüber dem Status quo an Jerusalem heiligen Stätten zu konzentrieren.“

Freie Religionsausübung verlangt keine Interpretation. Aber hier bedeutet sie, dass die Israelis Muslimen erlauben den Tempelberg trotz der Tatsache zu kontrollieren, dass sie die Stätte während des brutalen Einmarschs und der ethnischen Säuberung Israels illegal eroberten und dass gelegentlich Juden auch erlaubt wird den heiligsten Ort des Judentums betreten und besuchen, nicht um öffentlich zu beten, sondern lediglich einen Fuß auf ihn zu setzen.

Stellen Sie sich vor islamische Invasoren hätten den Vatikan erobert, den Petersdom zu einer Moschee gemacht und nach der Rückeroberung lässt die italienische Regierung die Muslime die Basilika behalten, erlaubt aber gelegentlich einer Handvoll Katholiken sie zu besuchen ohne zu beten, nur damit ihnen mit Krawallen begegnet wird. Und mit internationaler Verurteilung des „provokativen“ Handelns nichtmuslimische Besucher zuzulassen.

Das ist die Situation in Jerusalem und was Biden sagt, ist, dass das nicht weit genug geht.

In Istanbul bedeutete das Ende islamistischer Herrschaft die Transformation der Hagia Sophia in den neutralen Status eines Museums, bis Erdoğans brutales islamistisches Regime beschloss anzufangen aus ihr wieder eine Moschee zu machen. Neutralität auf dem Tempelberg steht nicht einmal zur Debatte. Israel fordert nicht die Rückgabe des Tempelbergs. Alles, was es sagt, ist, dass jedermann in der Lage sein sollte dorthin zu gehen. Nicht nur die Nachkommen der Invasoren und Kolonisatoren, die heute über ihn herrschen.

Jüdischen Besuchern des Tempelbergs wird nicht erlaubt dort zu beten. Dieses Privileg ist den islamischen Kolonisatoren vorbehalten, die ihn kontrollieren. Es dürfen keine jüdischen Gebetbücher an den Ort mitgebracht werden und niemand darf laut beten. Bei einer aktuellen Erweiterung der „freien Religionsausübung“ entschied ein Richter, dass ein Jude die religiöse Freiheit hat still zu beten, wenn es kein äußeres Anzeichen dafür gibt.

Ein geflüstertes Gebet hat die muslimische Welt, Terrororganisationen und die Administration Biden entrüstet.

In Reaktion auf das Urteil erklärte der ägyptische Außenminister: „Diese Entscheidung wird als Verletzung der islamischen Heiligtümern sowie der Al-Aqsa-Moschee betrachtet, die ein rein muslimischer Anbetungsort ist.“

Jordanien verurteilte jüdisches Gebet als „klare Provokation“ der Muslime. Die Hamas warnte, der „Widerstand ist bereit und vorbereitet jede Aggression zurückzuschlagen.“ Besagte Aggression besteht aus lautlosem Gebet.

„Solche illegalen Entscheidungen stellen einen nie da gewesenen Angriff auf die unveräußerlichen religiösen Rechte der islamischen Nation und ihres Erbes dar, eine Provokation der Gefühle von Muslimen überall auf der Welt und eine Verletzung der freien Religionsausübung und der Heiligkeit der heiligen Orte“, tobte der Generalsekretär der Organisation der Islamischen Kooperation.

Mit „freier Religionsausübung“ meint der islamistische Offizielle, dass nur Muslime in der Lage sein dürfen zu beten, während niemand sonst erlaubt werden darf zu beten, weil niemand sonst Religionsfreiheit hat.

Er fügte hinzu, dass still betende Juden eine „schwere Verletzung des Völkerrechts, des humanitären Menschenrechts und der einschlägigen UNO-Resolutionen“ darstellen.

Wie ich die UNO kenne, gibt es wahrscheinlich eine Resolution, die stilles jüdisches Gebet verurteilt.

Statt zuzustimmen, dass jedermann das Recht zu beten haben sollte, tadelt die Administration Biden Israel und stellt sich hinter die Aufrufe nach einem „Status quo“, der ein Euphemismus für das Verbot jüdischen Gebets ist.

Während der Pessach-Krawalle dieses Jahr wurden Flaggen der Hamas und der PLO auf den Dächern der Moschee gehisst, die den Tempelberg besetzen (von den islamischen Kolonisten Al-Aqsa-Moschee genannt) und die Randalierer warfen Steine und riefen zum Jihad auf. All das lief ab, während jüdische Gebete an der Westmauer (oder Kotel) stattfanden. Mehrere jüdische Betende wurden ebenfalls angegriffen.

Das waren keine zufälligen Gewalttaten. Die palästinensische Autonomiebehörde und ihrer Führer, einschließlich Präsident Abbas, hatten die muslimischen Randalierer gedrängt an die heilige Stätte zu gehen und sie gegen die Juden zu „verteidigen“.

Statt Abbas zu verurteilen, ist die Administration Biden hinter Israel her.

Bidens Staatssekretär für Israel und Palästina-Angelegenheiten Hady Amr, der einst behauptete „Ich war von der palästinensischen Intifada inspiriert“, wurde nach Israel geschickt.

Offizielle Vertreter Israels, die sich mit Amr getroffen hatten, beschrieben ihn als jemanden, der sie anschrie und beschimpfte.

In New York City sammelte sich ein muslimischer Mob, um den „palästinensischen Widerstand“ (ein Euphemismus für Terrorismus) „mit allen nötigen Mitteln“ zu unterstützen.

Und die Administration Biden stellt sich auf die Seite der wütenden Jihadisten-Mobs in Israel und Amerika.

Die Administration Biden stimmt den Fanatikern zu, dass Juden nicht ermöglicht werden darf ihren eigenen heiligen Ort zu besuchen und dort still zu beten. Biden-Offizielle begreifen, dass „freie Religionsausübung“ offen zu verurteilen peinlich wäre und deshalb benutzen sie den Euphemismus des „historischen Status quo“.

Präsidentenbesuche in anderen Ländern mögen vielleicht heitere Angelegenheiten sein, aber hochrangige Besuche in Israel sind in der Regel Eröffnungsrunden von Kampagne zum Ausüben von Druck, damit islamischen Terroristen gegenüber Zugeständnisse gemacht werden.

Bidens Besuch 2010 stellte den Beginn einer intensivierten Hass-Kampagne der Administration Obama gegen den jüdischen Staat dar. Bidens Besuch 2022 wird wahrscheinlich mehr davon sein.

Das ist der Grund, warum niemand in Israel jubelt.

Die Lage auf dem Tempelberg ist eine perfekte Zusammenfassung des gesamten Konflikts, in dem das Weiße Haus und seine europäischen Verbündeten islamische Forderungen, egal wie obszön, gewalttätig, eifernd und irrational sie sind, als einzigen Weg zum Frieden behandeln, während Israel für Taten gerügt wird, egal, wie unschuldig oder bescheiden diese sein mögen, sogar wegen stillem Gebet, weil dieses islamische Gewalt provoziert und den Status quo verletzt.

Der Status quo ist der eine, der den Nahen Osten regierte, seit Mohammeds mit seinen Eroberungen jede religiöse Zivilisation zerstörte und aus einem Kernland der Weltreligionen eine islamistische Tyrannei machte.

Biden glaubt nicht, dass Juden das Recht haben zu beten; glaubt er, dass sie das Recht haben zu existieren?