Mohamed Hadid: Golda Meir war eine „stolze Palästinenserin“

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 16. Mai 2022

Der palästinensisch-jordanische Immobilien-Tycoon Mohamed Hadid – bestens bekannt als Vater der Models Gigi und Bella Hadid – behauptete am 7. Mai, die ehemalige Premierministerin Golda Meir sei eine „stolze Palästinenserin“ und ihre Anmerkungen über die palästinensische Identität würden bewiesen, in „Palästina“ habe es „religiöse Koexistenz und Toleranz“ gegeben, bis der Zionismus auftauchte und alles ruinierte. Der Bericht über diese jüngste Absurdität Hadids, der bösartig israelfeindliche Ansichten teilt – die in Tweets und über die Instagram-Accounts seiner Catwalk-Töchter zum Ausdruck kommen – ist hier zu finden: „Mohamed Hadid: Golda Meir ‘proud Palestinian,‘ shows coexistence before Zionism“ von Michael Starr, Jerusalem Post, 9. Mai 2022:

Sie [Meir] war stolze Palästinenserin“, sagte Hadid auf Istagram im Auszug eines Videos von einem Interview Meirs mit Thames TV in den 1970-er Jahren, das er postete. „Es gab Juden, Christen, Muslime, Palästinenser, alles Araber. Die israelische Premierministerin Gold Meir bekräftigte in diesem Beitrag, dass sie Palästinenserin war, einen palästinensischen Reisepass hatte, obwohl das Interview als Ganzes ihre kolonialistisch-zionistische Ideologie spiegelt, die auf ethnische Säuberung und die Auslöschung Palästinas versessen war.“

Als Golda Meir sagte, sie sei eine „Palästinenserin“, war das nicht als Zeichen einer ethnischen oder irgendeiner anderen Identifikation mit den Arabern im Mandat Palästina gemeint, die sich faktisch bis zum Sechstage-Krieg nie als „Palästinenser“ betrachteten. Es war ein rein geografischer Begriff. Es gab keine „religiöse Koexistenz und Toleranz“, wie von Hadid behauptet wird, bis die „koloniale zionistische Ideologie, die auf ethnische Säuberung aus war“, alles ruinierte. Er vergisst die mörderischen Angriffe auf jüdische Pioniere, die Massaker in Safed und in Hebron, wo jüdische Männer, Frauen und Kinder ermordet wurden, die Massaker in Jaffa 1936, die hunderte von Angriffen von Arabern auf Juden während der Arabischen Revolte, die von 1936 bis 1939 dauerte. Und Mohamed Hadid beschließt den „spirituellen“ Führer der palästinensischen Araber von den 1920-er Jahren bis in die späten 1940-er Jahre zu vergessen, Haddsch Amin el-Husseini, der die Kriegsjahre in Berlin verbrachte, wo er sich mit Hitler traf und ihm zur Endlösung gratulierte, der sich mit Heinrich Himmler und Adolf Eichmann anfreundete und vielleicht sogar Auschwitz besuchte, um das Spektakel zu genießen. El-Husseini half, bei Muslimen in Bosnien mehrere SS-Brigaden zu rekrutieren und von Berlin aus schickte er Radiosendungen in den Nahen Osten, wo er die Araber von Palästina dazu ermutigte weiter Juden zu ermorden. Mohamed Hadid fantasiert – lügt – es habe eine Zeit der „religiösen Koexistenz und Toleranz“ gegeben. Es war vielmehr eine Zeit unablässiger Gewalt, die von den Arabern gegenüber unschuldigen Juden ausgeübt wurde; die Araber wollten sicherstellen, dass die Juden nicht in der Lage sein würden friedlich auf Land zu leben, das sie im Mandatsgebiet Palästina gekauft und auf dem sie sich niedergelassen hatten.

Das Wort „Palästinenser“ bezeichnete in den Tagen des Mandats einzig die Juden, nie die Araber. Juden, die sich im Mandat niedergelassen hatten, wurden von anderen Juden in Europa und Amerika „Palästinenser“ genannt. Als z.B. Wladimir Jabotinsky oder Israel Zangwill oder Isaac Baschewis in den 1930-er Jahren von „Palästinensern“ schrieben, bezeichnete das Wort immer jüdische Pioniere, die ins Mandat Palästina gezogen waren, um zu helfen aufzubauen, was schließlich der Staat Israel werden sollte.

Hören wir, was genau Golda Meir in dem Interview sagte, das Hadid auf Telegram postete:

Ich bin Palästinenserin. Von 1921 bis 1948 hatte ich einen palästinensischen Reisepass. So etwas wie Juden und Araber und Palästinenser gab es diesem Gebiet nicht“, sagte Meir in Hadids Clip.

In dem ganzen Interview, in dem, was Hadid nicht brachte, sagt Meir weiter: „Es gab Juden und Araber“ und beschreibt die palästinensische Identität als „eine moderne Entwicklung“. „Wann wurden die Palästinenser geboren?“ Damit spielt sie auf ihre bewusste Ankunft auf der Bühne – ein erfundenes Volk – direkt nach dem Sechstage-Krieg an.

Meir gab etwas an, das sie oft machte. Es gab „Juden und Araber“ im Mandat Palästina, aber es gab keine eigenständige „palästinensische“ Identität. Wenn die Juden das Wort benutzten, war es einfach eine geografische Bezeichnung für sich selbst: Ein „Palästinenser“ war immer ein Jude, nie ein Araber, der im Mandat Palästina lebte. Ihre Personalausweise lauteten auf „Jew“ und die der Araber lauteten auf „Arab“. Wenn Meir von den „Palästinensern“ als einer „modernen Entwicklung“ spricht, dann bezieht sie sich auf die Tatsache, dass das Wort Palästinenser nicht vor Mitte der 1960-er Jahre von einer Handvoll Araber verwendet wurde; die Verwendung des Wortes als Bezeichnung der Araber „zwischen dem Fluss und dem Meer“ nahm erst nach dem Sechstage-Krieg Fahrt auf, als arabische Propagandisten mit Vorbedacht eine Kampagne begannen, die ihnen von sowjetischen Beratern vorgeschlagen worden war; sie sollten sich aus politischen Gründen in „Palästinenser“ umbenennen. Golda Meir verspottete die Idee: „Wo wurden die Palästinenser geboren?“ Und sie wusste ganz genau – und auch Mohamed Hadid weiß es – warum die Araber, die das Mandat Palästina und Israel von 1947 bis 1949 verlassen hatten und diejenigen, die blieben, sich nach dem Sechstage-Krieg sorgsam in „Palästinenser“ umbenannten. Mit einem verbalen Taschenspielertrick konnten sie sich als winziges Volk präsentieren, das von den mächtigen Zionisten tyrannisiert wird, während vorher, als man sie nur als „Araber“ kannte, der arabisch-israelische Konflikt als das betrachtet wurde, was er tatsächlich immer war – eine monströse Zusammenrottung des enormen arabischen Volks, das bereits fast zwei Dutzend Staaten besaß, gegen den einen, sehr winzigen jüdischen Staat.

Zuheir Mohsen, Kopf der palästinensischen Terrorgruppe As-Saiqa und Mitglied des Exekutivkomitees der PLO, erklärte 1977 in einem Interview mit der niederländischen Zeitung Trouw, warum die „palästinensische“ Identitätsich sich als so nützlich erwies. „Das palästinensische Volk gibt es nicht. Die Gründung eines Palästinenserstaates ist nur ein Mittel zur Fortsetzung unseres Kampfes gegen den Staat Israel um unsere arabische Einheit… Wir sprechen heute nur aus politischen und taktischen Gründen von der Existenz eines eigenständigen palästinensischen Volks, weil arabische nationale Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines eigenständigen ‚palästinensischen Volks‘ behaupten, um den Zionismus zu bekämpfen. Es gibt keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Wir alle sind Teil eines einzigen Volks, der arabischen Nation […] Einzig aus politischen Gründen unterschreiben wir unsere palästinensische Identität. Weil es von nationalem Interesse der Araber ist für die Existenz von Palästinensern einzutreten, um den Zionismus aufzuwiegen. Ja, die Existenz einer eigenen palästinensischen Identität besteht nur aus taktischen Gründen.“

Meir argumentierte, dass es keinen Unterschied zwischen Arabern westlich und östlich des Jordan gab – sie teilten dieselbe Religion, Sprache, Kultur, Küche, Volksmärchen, Tänze – und es gab keinen Grund, dass Jordanien keinen Palästinenserstaat in der Westbank hätte gründen können, als sie sie von 1949 und 1967 beherrschten.

Meir sagte 1969 gegenüber Frank Giles, einem Journalisten der Times, in einem Interview: „So etwas wie Palästinenser gibt es nicht. Wann hat es ein unabhängiges palästinensisches Volk mit einem palästinensischen Staat gegeben? Es war entweder Südsyrien vor dem Ersten Weltkrieg und dann war es Palästina einschließlich Jordaniens. Es war nicht so, als hätte es ein palästinensisches Volk in Palästina gegeben, das sich als palästinensisches Volk betrachtete und wir kamen und warfen sie raus und nahmen ihnen ihr Land. Es gab sie nicht.“

In einem Interview mit Thames TV sagte Meir 1970:

„Wann wurden die Palästinenser geboren? Was war die gesamte Gegend vor dem Ersten Weltkrieg, als die Briten das Mandat über Palästina bekamen? Was war Palästina damals? Palästina war damals der Bereich zwischen dem Mittelmeer und der irakischen Grenze. Ost- und Westbank waren Palästina. Ich bin eine Palästinenserin, von 1921 bis 1948 hatte ich einen palästinensischen Reisepass. Es gab in dieser Gegend keine Juden, Araber und Palästinenser. Es gab Juden und Araber. […] Ich sage nicht, dass es keine Palästinenser gab, sondern ich sage, dass es kein eigenständiges palästinensisches Volk gab.“

In einem Interview mit der New York Times wurde Meir gefragt, ob sie zu ihren Kommentaren steht; sie antwortete: „Ich sagte, es gab nie eine palästinensische Nation.“

Golda sagt, die Juden seien diejenigen, die damals als ‚Palästinenser‘ betrachtet wurden! …

Mohamed Hadid teilt ein Interview, in dem die israelische Premierministerin Gold Meir erklärt, dass die arabisch-palästinensische Identität eine moderne Erfindung ist und er [Hadid] erkennt nicht einmal, was für ein Eigentor er damit schießt“, merkte die israelische Autorin Emily Schrader an.

Wiederholen wir, was Hadid auf seinem Instragram-Account sagte:

Ihre Äußerungen [dazu „Palästinenserin“ zu sein] beweisen jedoch, dass im Palästina vor 1948 Toleranz, Koexistenz und Frieden vorherrschten, wo alle Religionen willkommen waren und gleiche Rechte im Heiligen Land erhielten. Dann kam der koloniale Zionismus mit der Gründung des Staates Israel und mit ihm Zwangsvertreibungen, Nakba, Besatzung, Apartheid und Kriegsverbrechen, die bis heute begangen werden, an denen Golda Meir beteiligt war; das machte sie wozu?

Im Palästina vor 1948 wurden tausende Juden von Arabern ermordet und viele weitere tausend verletzt – in der Gegend, von der Mohamed Hadid uns glauben machen will, dass „alle Religionen willkommen waren und gleiche Rechte im Heiligen Land erhielten“. Er will uns auch glauben machen, dass die Juden aller denkbarer Verbrechen schuldig sind: „Zwangsvertreibungen, Nakba, Besatzung, Apartheid und Kriegsverbrechen“, die von den kriminellen Israelis „tagtäglich begangen“ wurden und werden, einschließlich der – als sie noch lebte – „Kriegsverbrecherin Golda Meir.

Golda Meir war eine zähe, nüchterne Frau, die sich nichts bieten ließ, aber auch extrem lustig sein konnte. Es gab viele Geschichten, die über sie erzählt wurden, im Frieden wie im Krieg. Ich werde es bei dieser einen belassen:

Jemand kam zu ihr und wollte einen politischen Gefallen; er versuchte sich bei ihr einzuschmeicheln, in der Art von Uriah Heep erzählte er ihr, wie unwürdig er sich fühlte von ihre diesen Gefallen zu erbitten. Golda schaute ihn an und sagte: „Sei nicht so bescheiden. Du bist nicht so groß.“

Selbst wenn er sich auf die Zehenspitzen stellt, kann Mohamed Hadid nicht einmal den Saum ihres Kleides erreichen.