Der Tod von Shireen Abu Akleh – der Dreyfus-Mob ist gesund und munter

Peter Baum, The Weekly Blitz, 21. Mai 2022

Der Tod der Al-Jazira-Journalistin Shireen Abu Akleh hat eine sättigende Medienberichterstattung durch die üblichen judenfeindlichen Kommentatoren erhalten – diese bezeichne ich als den Dreyfus-Mob. Dieselbe Art von Leuten, die eifernd das falsche Narrativ propagierten, die einen jüdischen Hauptmann der französischen Armee, Alfred Dreyfus, fälschlich beschuldigten ein Spion zu sein. 1895 wegen Hochverrat verurteilt, wurde Dreyfus inhaftiert und später entlassen sowie 1906 nach einer Kampagne von Emile Zola offiziell entlastet. Dieser Fall begünstigte judenfeindliche Krawalle in Frankreich und anderen Teilen Europas. Vor kurzem verwies die BBC auf Dreyfus nicht als den heldenhaften, fälschlich verurteilen Juden, sondern als den berüchtigten französischen Spion. Die BBC hat den französischen Antisemitismus von vor 125 Jahren nicht hinter sich gelassen.

In Großbritannien sind es weiterhin die BBC-Nachrichtenplattform, die Zeitungen Guardian und Independent und in den USA CNN, MSNBC und die New York Times, die kontinuierlich eine israelfeindliche Agenda propagieren, die, wie sie wissentlich anerkennen müssen, bei ihrem Publikum Antisemitismus begünstigen. Und täuschen Sie sich nicht, das propagierte Narrativ, die Schuldzuweisungen richten sich beim aktuellen Tod der AJ-Journalistin direkt gegen Israel. Wie bei Dreyfus ohne jede Spur eines Beweises hat Israel die Mob-Propaganda erlebt, die weltweite judenfeindliche Staatskrawalle ermöglicht. Der heutige Dreyfus-Mob ist ans Tageslicht gekommen und lechzt nach israelischem und jüdischem Blut.

Die Journalistin arbeitete für Al-Jazira, das indirekt der Regierung von Qatar gehört und von dieser finanziert wird; Qatar ist ein Land, das islamistischem Terrorismus assistiert und natürlich an vorderster Front der antijüdischen Feindschaft steht. Sieben vor kurzem von Assads syrischen Streitkräften getötete AJ-Journalisten erhielten keine so starke Aufmerksamkeit – Qatar erlaubte das nicht und AJ fügt sich dem unterwürfig. Warum aber schweigen die globalen Medien und linken Politiker zum Tod von Mohammed al-Masslma, Mohammed al-Qasim und Mohammed al-Safar, die 2013, 2014 und 2015 von Syrien getötet wurden und zu Ibrahim al-Omar, der 2016 von den der syrischen Armee helfenden Russen getötet wurde? Die Frage stellt sich, warum irgendein moralisch anständiger Journalist für AJ arbeiten kann, bedenkt man, dass die Eigentümer islamischen Terrorismus in allerlei Regionen wie der Sahel und über iranische Stellvertreter im Nahen Osten sponsern. Es scheint so, dass finanzielle Gier, Borniertheit und fehlender moralsicher Anstand die nötigen Qualitäten sind, um Journalist bei AJ zu werden. Selbst die, die sich so weit erniedrigen, dass sie für AJ arbeiten und im Dienst getötet werden, sind vergessen und werden ignoriert. Außer dann, wenn eine Verbindung zu ihrem Tod mit dem jüdischen Staat Israel in Verbindung gebracht werden kann.

In Europa sind es die irischen Zeitungen – Überraschung – die die Ergüsse klagender parlamentarischer Trauer und Feindschaft anführen – gut, das kommt ausgerechnet aus einem Land, zufällig dem einzigen Land der Welt, das zum Tod von Adolf Hitler kondolierte, da ist das nicht anders zu erwarten. Um leicht vom Haupttenor dieses Artikels abzuweichen: Es ist ziemlich unglaublich, sogar ekelerregend, dass Irland immer noch zahlreiche öffentliche Denkmäler für Nazi-Kollaborateure hat und es wundert kaum, dass diejenigen, die das ultimative Opfer brachten, um Europa vom Nationalsozialismus zu befreien, sich im Grabe umdrehen. Es ist allerdings verständlich, dass der tollwütige Antisemitismus der gemeinsame Faktor ist, der die Abgeordneten der Republik Irland mit den Palästinensern verbindet, deren Chartas die Auslöschung der Juden fordern.

Die Faschisten der politischen Linken haben die Plattformen der sozialen Medien mit widerlichen Judenhasser-Tweets geflutet, die „Mitgefühl“ für die palästinensische Journalistin und Feindschaft gegenüber Israel zeigen. Für die neunzehn gerade von palästinensischen Terroristen ermordeten Israelis gibt es kein solches Mitgefühl.

Im britischen Parlament schlugen zwei intellektuell gehandicapte weibliche muslimische Abgeordnete, Naz Shah und Zarah Sultana, in dieselbe judenfeindliche Kerbe, wie der Schatten-Außenminister David Lammy, der den Großteil seiner langweiligen Radiosendung dem Thema widmete. Auch die UNO will eine umfassende Untersuchung des Todes.

Warum gab es keine UNO-Ermittlungen zum Tod der sieben in Syrien getöteten AJ-Journalisten?

Proteste sind von den Linken und ihrer islamischen Unterstützerbasis gut besucht gewesen. Fürs Protokoll: Die Palästinenser würden keine unabhängige Ermittlung des Todes der Journalistin zulassen, weil es höchst wahrscheinlich ist, dass die inkompetente, voreingenommene Reporterin von einem inkompetenten Nazi-palästinensischen Heckenschützen getötet wurde. Die Leiche wurde beerdigt, bevor eine unabhängige Untersuchung durchgeführt werden konnte. Warum? Weil sie aller Wahrscheinlichkeit nach von einem Palästinenser getötet wurde. Trotzdem gibt der Dreyfus-Mob dem jüdischen Staat die Schuld.

Der Tod anderer getöteter Journalisten schafft keine solche Medienaufmerksamkeit oder Empörung. Dieses Jahr sind 14 Journalisten – 6 Russen, 4 Ukrainer, ein Italiener, ein Amerikaner, in Litauer und ein Ire – entweder von der russischen oder der ukrainischen Armee getötet worden. Ich wette, Naz Shah, Sultana und Lammy kennen keinen einzigen ihrer Namen und haben sie natürlich im Parlament oder in Lammys Radiosendung kommentiert. Ich wette, die BBC widmete dem einen palästinensischen Tod mehrfache, tausendmal mehr Berichterstattung als den 14 in der Ukraine getöteten Journalisten. Ähnlich wette ich, dass dasselbe für die Berichterstattung der US-Medien gilt.

Es ist praktisch unmöglich die Zahl der in einem bestimmten Land in einem bestimmten Jahr getöteten Journalisten zu entschlüsseln, besonders in Ländern, in denen die Medien vom Staat kontrolliert werden, ist das praktisch nicht zu verifizieren. Zum Beispiel bestätigen die offiziellen Statistiken Pakistans, dass im Zeitraum von 1990 bis 2020 durchschnittlich zehn Journalisten im Jahr von pakistanischen Kräften getötet wurden. Weitergehende Untersuchungen inoffizieller Quellen zum Journalistenparadiese Pakistan offenbaren jedoch, dass im selben Zeitraum 2.658 Journalisten getötet worden sind – das sind im Durchschnitt 90 im Jahr. Die Statistiken wurden von ANI (die sich selbst als Südafrikas führende multiple Nachrichtenagentur vermarkten) am 26. Januar 2022 berichtet. Ich frage mich, warum Shah, Sultana und Lammy keinen Anlass gesehen haben die zahlreichen getöteten pakistanischen Journalisten zu identifizieren.

Das Syrian Network for Human Rights (Syrisches Netzwerk für Menschenrechte) berichtete, dass in Syrien in den letzten acht Jahren mehr als 700 Journalisten getötet worden sind. Ich frage mich, wie viel Zeit die BBC, CNN, der Guardian, der Independent, Shah, Sultana, Lammy und die Viererbande in den USA irgendeinem dieser siebenhundert Toten gewidmet haben.

Von der türkischen Armee sind seit 1995 achtzehn kurdische Journalisten getötet worden – diese Toten schienen die BBC nie interessiert zu haben, ganz zu schweigen von den anderen Nachrichtenorganen und Parlamentariern. Kein Gejammer seitens des irischen Parlaments oder der irischen Presse.

Die Tötung mehrerer Journalisten durch Islamisten in der Sahelzone in den letzten Jahren ist von der globalen Presse unbeachtet geblieben, genauso wie der Tod mehrerer Journalisten im Libanon, wo seit August 2021 sieben Journalisten getötet worden sind und in Afghanistan, wo seit 2006 fast 100 getötet wurden. Auch Mexiko ist kein sicherer Ort für Journalisten; dort werden durchschnittlich 15 bis 20 im Jahr getötet. Seitens der UNO ist in diesen Regionen keine Intervention zu Ermittlungen erforderlich.

In den guten, alten EU-Ländern wurden 2021 sechs Journalisten allem Anschein nach durch staatliche Intervention getötet – weder seitens EU noch der UNO wurden Ermittlungen für erforderlich gehalten. Wo waren die trauernden Medienergüsse und flächendeckende Berichterstattung über den Tod der Bulgarin Viktoria Marinova, den Slowaken Jan Kuciak, zu Daphne Galicia aus Malta, Kim Wall aus Schweden, Dmitri Popkov aus Russland vor dem Ukraine-Krieg und Saeeed Karimian, einem im Iran lebenden Türken?

Warum das Schweigen der globalen Medien zu all diesen getöteten Journalisten, aber das Aufheulen und der ohrenbetäubende Lärm zur Al-Jazira-Journalistin.

Die Medien sind so korrupt wie jeder andere Beruf, umso mehr, als sie vorgeben diejenigen zu sein, die dafür existieren Korruption aufzudecken. Die heutigen westlichen Journalisten bestehen im Allgemeinen aus Inkompetenten und Bigotten und die BBC und CNN sind mit ihnen vollgepackt. Die heutigen politisch Linken äffen politischen Rechten von gestern nach. Heute sind sie der Dreyfus-Mob, was ihre judenhassende Ideologie betrifft. In der Vergangenheit hieß es „die Juden sind verantwortlich“ und heute ist es laut der globalen Medien, muslimischen Politiker und politischen Linken der jüdische Staat.

Vielleicht zielen Shah, Sultana, Lammy und die Viererbande die Rassisten und Bigotten innerhalb ihrer eigenen Wahlkreise an, aber sie finden gewiss keinen Anklang bei moralisch Anständigen, egal aus welcher Gemeinschaft.