Warum der Koran für das Gemetzel an einem christlichen Priester verantwortlich ist

Besonders wegen dieser drei Verse

Raymond Ibrahim, FrontPage Mag, 13. Mai 2022

Am 7. April 2022 stürzte sich in Ägypten ein Mann auf einen christlichen Priester und stach ihm mit einem Messer brutal dreimal in den Hals; Fr. Arsenius Wadid starb kurz darauf. Obwohl der Mörder sofort von Passanten festgesetzt wurde – das Verbrechen wurde auf einer belebten Straße verübt – versuchten die ägyptischen Behörden anfangs zu tun, was ihre westlichen Pendants oft tun: den Mörder als „geistesgestört“ hinzustellen, einen Ausreißer der Gesellschaft.

Aufgrund einer Kombination aus öffentlichem Aufschrei (hauptsächlich von den Politzisten selbst), den Aussagen von siebzehn Augenzeugen und sogar den schlüssigen Antworten des Mörders – ganz zu schweigen von der Tatsache, dass all diese Leute „willkürlich“ hätten ermordet werden können, richtete er sich gegen den einen, der offen seinen christlichen Glauben bekundete, indem er ein großes Kruzifix umgehängt trug – bestätigte die Staatsanwaltschaft schließlich, dass er als zurechnungsfähig und sich seines Tuns voll bewusst vor Gericht gestellt wird.

Warum sowohl Westler als auch Nichtwestler ständig versuchen muslimische Mörder von Nichtmuslimen als „geistesgestört“ hinzustellen, sollte inzwischen klar sein: Die Alternative – dass der Islam solches Verhalten irgendwie fördert – wäre ein massiver Stich in ein Wespennest, mit dem sich niemand beschäftigen will.

Aber kann man wirklich sagen, dass der Islam sogar für das nicht provozierte Morden eines christlichen Geistlichen wirbt, Fr. Arsenius, der friedlich einer öffentlichen Wohltätigkeitsaktivität mit der Jugend seiner Kirche beschäftigt war, als er abgeschlachtet wurde?

Drei Koranabschnitte scheinen diese Frage mit Ja zu beantworten: 1. „Tötet die Götzendiener wo immer ihr sie findet“ (Sure 9,5); 2. „Bekämpft die Führer des Unglaubens [kufr]“ (Sure 9,12); 3. „Wenn ihr auf die Ungläubigen stoßt, schlagt ihnen [mit den Klingen auf] ihren Hals“ (Sure 47,4).

Bedenken Sie, wie diese drei Verse auf den aktuellen Fall zutreffen: Ein muslimischer Mann trifft auf einen „Führer des Unglaubens“ – heißt einen Geistlichen, einen sichtbaren Repräsentanten des Christentums, als den das Kreuz um Fr. Arsenius‘ Hals ihn auswies. Es spielte keine Rolle, dass er ihm auf offener und belebter Straße begegnete, weil Allah die Gläubigen auch anweist „die Götzendiener zu töten“ – und der Islam stuft die Christen wegen der Dreifaltigkeit als Götzenanbeter ein – „wo immer ihr ihnen begegnet“. Schließlich befolgte der Mörder den Rat seiner Gottheit direkt auf den Hals zu schlagen, auf die Halsschlagader, auf die er mit einem Messer mehrmals einstach.

Sollte diese ziemlich eindeutige Interpretation immer noch weit hergeholt oder nicht „differenziert“ genug erscheinen, dann behalten Sie im Hinterkopf, dass Muslime an jedem einzelnen Tag die erwähnten drei und viele weitere hasserfüllte und gewalttätige Koranverse aufsagen; diese Schriftstellen werden in zahllosen Büchern, in zahllosen Fernsehsendungen und überall in den Moscheen der Welt herausgehoben, gepriesen und erläutert, besonders in Ägypten. Mit anderen Worten: Diese Verse werden den frommen, praktizierenden Muslimen tief eingepflanzt.

Trotzdem könnte man einwenden, warum es, wenn solche Verse derart einflussreich sind, nicht mehr dieser Angriffe gibt. Eine solche Feststellung kann nur von jemandem getroffen werden, dessen Informationen ausschließlich aus „Mainstream-Medien“-Quellen stammen: Wahllose Angriffe auf „Ungläubige“ sind tatsächlich ziemlich alltäglich – nicht nur die paar wenigen, die Messerstiche in den Hals aufweisen.

Allein in Ägypten – wo ein koptischer Geistlicher sich einmal beschwerte, dass Angriffe auf Christen „alle zwei bis drei Tage stattfinden“ – gab es 2017 einen Mord, der fast identisch mit dem an Fr. Arsenius ist: Damals wurde ein muslimischer Mann gesehen, der ein Schlachtermesser schwang und auf Video aufgenommen wurde, wie er dem Christen wiederholt in Hals und Kopf stach, als er ihn ermordete. Schließlich, um zu unterstreichen, dass sein Werk religiös (islamisch) motiviert war, nutzte der Mörder das Blut des Bischofs um ihm ein Kreuz auf die Stirn zu malen.

Als weitere Bestätigung, dass dieser Killer von Koranversen wie den oben angeführten motiviert wurde, sagten Nachbarn, dass er kurz zuvor „begonnen hatte auf der Straße zu beten, laut rufend und die Christen als Ungläubige bezeichnend“. Was das Motiv angeht, so erklärte ein Bericht, dass er beschlossen hatte irgendeinen koptischen Priester zu töten, einen Dolch kaufte und auf der Straße, die zur örtlichen Kirche führte, auf der Lauer lag, bis jemand vorbeikam.

„Lauert darauf, dass jemand vorbeikommt“, klingt ganz so wie Sure 9,5, die, nachdem die Muslime aufgefordert werden Ungläubige zu töten „wo immer ihr sie findet“, den Gläubigen den Rat erteilt „sie gefangen zu nehmen, sie zu belagern und ihnen überall aufzulauern“.

Es gibt weitere solche Beispiele. 2013 wurde der koptische Priester Mina Chroubim erschossen, als er seine Kirche in al-Arisch in Ägypten verließ. 2020 gab es einen verbockten Versuch: Während er zu seiner Kirche in Alexandria fuhr, wurde ein koptischer Priester von einem Muslim, der auf Bewährung war, überfallen und „fast ermordet“. Nach Angaben eines Berichts „hat der Mann auf Bewährung mit dem Spitznamen Karim Madi eine Geschichte Christen anzugreifen – besonders Frauen und Mädchen“.

Solche mörderischen Angriffe beschränken sich fast nicht auf koptische Geistliche, die, wie es so schön heißt, ihren Glauben zur Schau tragen. Auch alltägliche Christen werden angegriffen und getötet, was die ägyptischen Medien als „Zufallsangriffe“ darstellen (wobei die einzige Konstante die Religion der Mörder, der Islam, und die Religion ihrer Opfer, Christen, ist).

Nur zwei Beispiele: 2020 schlich sich ein muslimischer Mann hinter einer Christin an, die mit Lebensmitteln auf dem Weg nach Hause war, zog ihren Kopf nach hinten und schlitzte ihr mit einem Messer die Kehle auf. Zwei Tage später ging ein weiterer Muslim mit einem Teppichmesser auf die Halsschlagader eines christlichen Mannes los; er konnte nur ein Ohr abtrennen. Bei der Frage nach seinem Motiv gab dieser Muslim zu, dass er den Kopten nicht kannte, aber dass er schlicht „Christen hasst“. Es gibt viele weitere solche Beispiele allein aus Ägypten (ganz zu schweigen vom Rest der muslimischen Welt); sehen Sie hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier.

Solche Angriffe schwappen sogar in den Westen über. Ein Beispiel: 2016 marschierten zwei muslimische Männer während der Messe in eine Kirche in Frankreich und töteten den 85 Jahre alten Priester Fr. Jacques Hamil, indem sie ihm die Kehle aufschlitzten.

Man könnte immer noch protestieren: Wenn bestimmte Koranverse unverblümt zum Gemetzel an Ungläubigen „wo immer ihr sie findet“ aufrufen und wenn mindestens zehn Prozent der Bevölkerung Christen sind, sollte es dann nicht viel mehr – tatsächlich täglich – Morde geben?

Die Antwort auf dieses scheinbare Rätsel ist geradezu unkompliziert. Erstens haben zwar bestimmte islamische Sekten in Vergangenheit und Gegenwart immer solche mörderischen Verse für bare Münze genommen (und umgesetzt), der Mainstream aber nicht, insbesondere im Zusammenhang mit der Entwicklung des islamischen Rechts oder Scharia, die im Fall der koptischen Christen aus diesen Dhimmis machte, die nur getötet werden sollen, wenn sie ihren Status zweiter Klasse ablehnen (was hin und wieder der Fall sein und unterschiedlich interpretiert werden kann).

Wichtiger ist aber die Tatsache, dass Ägypten ein moderner Staat ist – was bedeutet, dass wahlloses Töten eines Bürgers aufgrund des Vorwurfs ein „Ungläubiger“ zu sein, streng verboten ist. Daher sind nur die „eifrigsten“ – oder wie sie oft dargestellt werden, die am meisten Geistesgestörten – bereit die Folgen davon zu akzeptieren die hasserfüllten und gewalttätigen Verse ihres heiligen Buchs umzusetzen, wozu lange oder sogar lebenslange Haftstrafen gehören.

Abgesehen davon kämen solche Morde natürlich weit öfter vor – besonders an Freitagen, wenn die „radikaleren“ Moscheen wiederholt solche Verse anführen, um ihre Besucher gegen die verhassten „Ungläubigen“ aufbringen – wären sie nicht illegal und würden vom Staat bestraft.