Tod einer Reporterin

Al-Jaziras Abu Akleh starb nicht nur in der Schusslinie, sondern auch im Lügenfeuer

David E. Kaplan, Lay of the Land, 15. Juni 2022

Über den tragischen Tod von Shireen Abu Akleh ist viel geschrieben worden, das meiste davon israelkritisch, wobei der jüdische Staat vorsätzlichen Mordes beschuldigt wird. All diese Anschuldigungen sind ohne Substanz, aber das spielt für die Lieferanten der Unwahrheiten keine Rolle, die ihrem Tod nur ausschlachten um Israel zu in Verruf zu bringen. Sollte festgestellt werden, dass die Kugel, die die Al-Jazira-Nachrichtenkorrespondentin von einem unbeabsichtigten Querschläger getötet wurde, als sie ins Kreuzfeuer geriet, als sie während einer Operation der Israelischen Verteidigungskräfte in der Westbank-Stadt Jenin über Zusammenstöße zwischen israelische Truppen und palästinensischen Bewaffnete berichtete, oder gar von einer Kugel eines palästinensischen Terroristen – beides ist höchstwahrscheinlich – wird diese Story wie eine heiße Kartoffel fallengelassen werden.

Warum?

Weil dann ihr Wert als Antiisrael-Waffe aufgehoben sein wird.

Beim dauerhaften Interesse an dieser Geschichte ging es NIE um Abu Akleh; es ging einzig darum, wie Israel für ihren Tod verantwortlich gemacht werden kann.

Wenn es um Berichterstattung zu Israel geht, dann sind „NACHRICHTEN“ heute mehr Mittel zum „Zielen“ statt Kameras draufzuhalten und der Tod von Shireen Abu Akleh durch eine Kugel ist bis zum nächsten sprichwörtlichen „Schuss“ das aktuelle Beispiel!

Eine Verdrehung in der „Geschichte“

Es hat jedoch eine weitere Verdrehung bei Shireen Abu Aklehs Tod gegeben, der sie sowohl als enthüllend als auch verstörend erhellend erweist. Ahmad al-Sarraf, der für die kuwaitische Tageszeitung al-Qabas schreibt, schlägt heute in seinem Artikel vom 3. Juni „Wenn ich Israeli wäre“ Alarm wegen einer rassistischen Spaltung im Charakter der „arabischen Welt“.

Der kuwaitische Journalist ist kein Freund Israels und schert nicht aus seinen israelfeindlichen Kohorten aus, wenn er ihren Tod als „Mord“ bezeichnet und Israel der Tat beschuldigt, wenn er schreib, dass sie:

„von einer heimtückischen israelischen Kugel getroffen wurde, die ihr Leben nahm, während sie ihre Pflicht erfüllte.“

Also ja, er beschuldigt Israel ohne jeden Beweis des heimtückischen Mordes, aber sehen Sie sich an, wessen er die arabische Welt beschuldigt – und das beweist!

Er hält fest, dass „der Mord an ihr einen Sturm intensiven Mitgefühls auslöste, der von einer starken Welle des Protestes begleitet war“, beginnt dann aber zu schreiben: Als

alle Shireens vollen Namen und die Tatsache entdeckten, dass sie die Tochter von Nasri Antoine Abu Akleh war … begriffen die Leute, dass sie Christin war.“

Vorurteile projizieren: Der populäre libysch-islamische Scheik Zain Khairallah: „Die palästinensische Journalistin Shireen Abu Akkleh war Christin, also ist es uns untersagt zu Allah darum zu beten er möge ihrer Seele Gnade erweisen.“

Man möchte denken: Na und?

Al-Sarraf fährt in der kuwaitischen Tageszeitung fort:

„Sofort änderte sich die öffentliche Meinung in der gesamten arabischen Welt – und dieselben Leute, die sie gerade zur Märtyrerin ernannt hatten, nahmen ihr diesen Titel weg. Es gab sogar solche, die dazu aufforderten man solle aufhören für ihre Seele zu beten, weil Gnade nur für einen Muslime erbeten werden kann. Ein kuwaitischer Kleriker, der für seine extremistischen Ansichten bekannt ist, gab eine Fatwa aus, dass sie eine Ungläubige war, der keine Barmherzigkeit gezeigt werden darf. Wäre ich Israeli, hätte ich keine bessere Story oder Tragödie als die von Shireen Abu Akleh als Beispiel finden können, dass die arabische Welt keinerlei Respekt verdient. Wenn Abu Aklehs eigene Leute kein Mitgefühl wegen ihres Todes zeigen, warum sollten Israelis das dann tun?

Die arabische Nation verlor eine arabische Frau, die ihr Leben dem Schutz ihrer Heimat widmete. Wenn das arabische Volk diese Frau nicht als Märtyrerin beschreiben kann, warum sollten seine Feinde sie so beschreiben?“

Eine schlechte Entscheidung: Nachdem die Al-Jazira-Journalistin Shireen Abu Aklkeh unter Gewehrfeuer israelischer Soldaten und palästinensischen Bewaffneten in der Westbank erschossen wurde, fachte ein weiterer islamischer Gelehrter mit seinem Tweet vom 13. Mai einen Streit an, , indem er die Muslime aufrief nicht für sie zu beten.

Er beendete seinen Artikel mit:

„Als Israeli würde ich mich ernsthaft fragen: Ist die arabische Welt vertrauenswürdig? Wenn sie eine loyale eigene Tochter zurückweisen, wie können sie je dazu kommen uns zu akzeptieren?“

Diese Entwicklung aus dem Tod Abu Aklehs von Al-Jazira entlarvt eine weitere Verwerfung, die im Nahen Osten vorherrscht – die Verfolgung von Christen im Nahen Osten. Der Fall Abu Akleh entlarvt dies, weil er arabisch-muslimische Einstellungen gegenüber arabischen Christen in ihrer Gesellschaft offenbart.

Huma Hader schreibt in seinem Bericht von 2017, „The Persecution of Christians in the Middle East“ (Die Verfolgung der Christen im Nahen Osten) für die Universität Birmingham in seiner Übersicht:

„Vor einem Jahrhundert stellten die Christen im Nahen Osten 20 Prozent der Bevölkerung; heute bilden sie nicht mehr als 3 bis 4 Prozent der Bevölkerung der Region (Pew Research Center, 2015, zitiert in: Ben-Meir, 2016). Die drastische Abnahme der Zahl der Christen im Nahen Osten wird als Teil eines langfristigen Exodus betrachtet, der mit der allgemeinen Gewalt in vielen Ländern, fehlenden wirtschaftlichen Chancen in der Region und religiöser Verfolgung im Zusammenhang steht (Katulis u.a. 2015; Hanish 2014; Weiner 2014).

Zurückgestuft in den Tod: Als man erfuhr, dass sie Christin war, verdiente Shiren Abu Akleh kein „Gebet um Barhmherzigkeit“ mehr.

Der Nahe Osten mag der Geburtsort des Christentums und Heimat einiger seiner ältesten Gemeinden sein, aber die christliche Bevölkerung ist im Verlauf der Zeit zurückgegangen und dieser Trend – auch in den Gebieten unter der Kontrolle der palästinensischen Autonomiebehörde und der Hamas – intensiviert sich noch.

Eine unangenehme Wahrheit

In einem Bericht aus dem Jahr 2019, der vom damaligen britischen Außenminister Jeremy Hunt in Auftrag gegeben wurde, wurde allgegenwärtige Christenverfolgung festgestellt, die manchmal in Teilen des Nahen Ostens auf Völkermord hinausläuft, was „in den letzten zwei Jahrzehnten einen Exodus“ auslöste.

Dieser Bericht fährt fort:

„Die unangenehme Wahrheit lautet, dass die überwältigende Mehrheit (80%) der wegen ihrer Religion verfolgten Gläubigen Christen sind.“

Die Ausnahme ist Israel, wo die christliche Bevölkerung zunimmt:

„Die christliche Bevölkerung Israels zählt aktuell etwa 177.000 Bürger oder 2% der Gesamtbevölkerung, so vom Zentralen Statistikamt (CBS) vor Weihnachten (2019) veröffentlichte Zahlen.“

Obwohl also eine überparteiliche Gruppe von 25 Kongressmitgliedern – 14 Demokraten und 11 Republikaner – die PA gedrängt hat die Kugel, die Abu Akleh tötete, freizugeben, damit sie von Israel forensisch untersucht werden kann, lehnt die PA es ab das zu tun.

Statt immer Israel ohne Rücksicht auf Fakten zu beschuldigen, sollte die PA die bittere Pille schlucken und die tatsächliche Kugel freigeben.

Wovor hat sie wieder mal Angst? Vor der Wahrheit!