Terroristen bekommen von außen doppelten Segen

Die palästinensische Gesellschaft und Terrorgruppen haben sich nie darum gekümmert Unterschiede zwischen ideologisch motivierten Terroristen und Einzelnen zu unterscheiden, die sich für Terrorismus als Ausweg aus persönlicher Bedrängnis entscheiden zu machen. Warum sollte Israel das tun?

Nadav Shragai, Israel HaYom, 24. Juli 2022

Ahgmad Manasra war 13, als er und sein 17-jähriger Cousin versuchten in Jerusalem einen jüdischen Jungen zu ermorden. Die Geschichte der Terroristen half vor sieben Jahren ein Narrativ zu einer „Kinder-Intifada“ anzutreiben. So wurde der Terrorismus genannt, obwohl er hauptsächlich der Behauptung entstammte, die Al-Aqsa sei in Gefahr“.

Einen Monat vor dem Anschlag nahmen die beiden an einer Demonstration zur Al-Aqsa teil, die von Scheik Raed Saleh in Um el-Fahm organisiert wurde. Das hatte sie angestachelt.

Die Veröffentlichung der Dokumentation  des Anschlags letzten Woche auf Kanal 13 News zeigte auch, dass die „Al-Aqsa ist in Gefahr“-Geschichte bei dem Anschlag mit eine Rolle spielte und dass es in Zukunft Kinder-Terroristen geben könnte, die wie Manasra behaupten werde, sie würden unter „schweren mentalen Störungen“ leiden.

An einer der palästinensischen Schulen in Ostjerusalem führten Schüler am Ende des Schuljahrs ein Theaterstück auf, in dem sie sich als Juden und israelische Polizisten verkleideten. Einer spielte den part des rechten MK Itamar Ben-Gvir. Die Schüler spielten Angriffe auf die Al-Aqsa-Moschee und sofort danach erschienen als Terroristen verkleidete andere Schüler und spielten die Ermordung Ben-Gvirs und der Polizisten. Das Publikum jubelte.

Selbst der Terroranschlag eines gewissen Ismail Nimer in einem Jerusalemer Bus letzte Woche mit einem Schraubendreher stand mit der Al-Aqsa in Verbindung. Sofort nach diesem Anschlag gratulierte die Hamas dem „Volk des Widerstands, das die Al-Aqsa verteidigt“.

Die Behauptung, viele der Terroristen seien geistesgestört oder litten unter persönlicher Not wird mit zahllosen Anschlägen in Verbindung gebracht. Manchmal als Teil der Hoffnung eines Häftlings wegen „ernster geistesgesundheitlicher Probleme“ aus dem Gefängnis freigelassen zu werden. Manchmal behaupten Familien, sie seine geistesgestört, um den Angreifern auf diese Weise zu helfen ernsthaften Strafen zu entgehen wie dass ihr Haus abgerissen wird. In anderen Fällen wird das Argument angeführt, um dem mutmaßlichen Terroristen zu helfen für sein Tun zur Verantwortung gezogen zu werden.

All das wirft die Frage auf: Warum veranlassen ähnliche Probleme keine Juden oder Mitglieder anderer ethnischer Gruppen ähnliche Anschläge zu verüben? Es ist aber wichtiger sich anzusehen, wie die palästinensische Gesellschaft mit dem Phänomen umgeht. Den Terroristen ist gemeinsam, dass die palästinensische Gesellschaft und die Terrororganisationen sich beeilen sie sich zueigen zu machen und zu Helden zu krönen.

Derweil entscheiden sich die Geistesgestörten und Leute mit persönlichen Problemen für Terrorakte als Weg aus ihren Problemen und die Palästinenser nehmen an den Rand gedrängten Einzelnen und erheben sie in den „Märtyrer-Pantheon“. Alles dank ihres Anschlags auf Juden.

Der Weg, den ein marginalisierter „Märtyrer“ sieht, bevor er oder sie dem Tod begegnet, während der Anschlag ausgeführt wird, bringt ihnen doppelten Nutzen ein – sie kommen posthum ins Paradies und man erinnert sich ihrer liebevoll und mit Bewunderung.

Selbst wenn sie nicht getötet werden, gewinnen sie und ihre Familien an Status. Ihnen wird von der PA und der Hamas Geld Gelder gegeben – weil die nie zwischen „normalen“ Terroristen und solchen, die aus geistigen oder persönlichen Problemen heraus handeln, unterscheiden.

Wenn also die Palästinenser also keinen Unterschied zwischen ihnen machen, dann gibt es für uns, ihre Opfer, keinen Grund das zu tun. Wir haben keinen Anlass dazu.