Zweistaatenlösung oder jordanische Option? Ihr habt die Wahl.

Ted Belman, Jihad Watch, 25. Juli 2022

Joe Biden ist in Israel gekommen und gegangen und hat wenig vorzuweisen. Er hat jedoch einige Trümmer zurückgelassen, die die Bühne für Israels anstehende Wahlen bereiten.

Währen der seine  Unterstützung für die Zweistaaten-Lösung (ZSW) bestätigte, fuhr er fort mit: „Die Boden ist im Moment nicht bereitet die Verhandlungen wieder aufzunehmen“, und: „Die Zweistaaten-Lösung ist immer noch der beste Weg Frieden und Demokratie für Israelis und Palästinenser sicherzustellen; allerdings sehe ich diese Lösung den Horizont noch nicht.“

Sowohl Premierminister Yair Lapid als auch Verteidigungsminister Benny Gantz teilen diese Sicht. Lapid sagte: „Eine Zweistaatenlösung ist eine Garantie für einen starken, demokratischen Staat Israel mit einer jüdischen Mehrheit.“

Derweil ging Gantz näher auf seine vor kurzem mit vielen bemerkenswerten Kommentaren bei der Aspen Conference in den USA gehaltene Rede. Er begann: „Ich denke, die Abraham-Vereinbarungen können heute helfen die palästinensische Autonomiebehörde zu stärken und eine Realität der Trennung und zweier Einheiten aufzubauen.“

Er fuhr mit der Erklärung fort, er sei „glücklich, dass ich die Drohung der Annexion Judäas und Samarias blockiert habe.“ Die was?

Ich denke, er bezog sich auf seine Praxis als Verteidigungsminister illegale arabische Bautätigkeit in Area C zu ermöglichen. Als wäre das noch nicht genug, bot er „Gesten“ an, die selbst über die Legalisierung solcher Bauten weit hinausgingen:

– Genehmigung der Registrierung von 5.500 staatenlosen Personen ins palästinensische Bevölkerungsregister, zusätzlich zu bereits genehmigten 12.000.

– Genehmigung von sechs Masterplänen für Palästinenser in Judäa und Samaria – Bestätigung der Gültigkeit in Hizme, Hermela; Erlaubnis in Paciks, Hares, Kisan und Tir zu siedeln.

– Erhöhung der Quote an Arbeitern aus dem Gazastreifen, denen die Einreise zu Arbeit und Handeln in Israel erlaubt ist, um weitere 1.500 auf eine Gesamtquote von 15.500.

– Öffnung eines neuen Übergangs – „Salem“ – im nördlichen Judäa und Samaria, über den israelische Araber in die Stadt Jenin fahren können.

Gantz unterstützt aktiv den Fayyad-Plan, den die EU finanziert und politisch stützt. Der Plan ist so gestaltet, dass Area C in Verletzung der Oslo-Vereinbarungen illegal übernommen wird und soweit haben sie damit Erfolg.

Folglich stimmen Lapid und Gantz überein, dass die Palästinenser von Israel getrennt werden müssen, damit Israel ein demokratischer Staat mit einer jüdischen Mehrheit bleibt. Allerdings erwähnte keiner von beiden auch nur im Geringsten den Anspruch auf Souveränität über Judäa und Samaria, unser biblisches Kernland. Tatsächlich demonstriert ihr gemeinsames Schweigen zu dieser Sache eindeutig ihre völliges Desinteresse das zu tun.

Trotz dieses Ziels das Land den Arabern zu überlassen, besteht Gantz darauf das als „zionistische Angelegenheit“ zu beschreiben. Der Ausblick auf diese Politik erinnert schrecklich an Herzls Annahme des britischen Vorschlags Ugandas, der beim Zionistischen Kongress 1903 auf den Tisch gelegt wurde.

Die Jewish Virtual Library hält fest:

Herzl machte zwar deutlich, dass dieses Programm keinen Einfluss auf das Endziel des Zionismus haben würde, einem jüdischen Gemeinwesen im Land Israel, löste der Vorschlag beim Kongress einen Sturm aus und führte beinahe zu einer Spaltung der zionistischen Bewegung. Als Ergebnis der Vereinigung verschiedener Gruppen, die Herzls Uganda-Vorschlag  wurde im Zeitraum von 1903 bis 1905 die Jewish Territorial Organization (ITO) gegründet.

Diese Spaltung besteht bis heute fort.

Tatsächlich unterstützte die Linke Mosche Dayans Handeln, als er den Tempelberg nach der Eroberung Jerusalems 1967 den Arabern übergab aus zwei Gründen. Der erste war, dass sie keinen heiligen Krieg mit dem Islam starten wollten, von dem Dayan sagte, er werde das Ergebnis sein, wenn man ihn behielte; und der zweite war, dass sie die Rolle der jüdischen Religion in Israel untergraben wollten.

Nach dem Unabhängigkeitskrieg weitete Israel seine Souveränität über das ganze Land über die Teilungslinien hinaus aus, was einem Gesetz entsprach, das als Ben-Gurions Gesetz bekannt wurde. Leider lehnte es es ab, das mit allem Land zu tun, das es im Krieg von 1967 eroberte. Der Grund, weshalb das nicht gemacht wurde, war, dass die linke Regierung sich nicht mit in den besagten Landstrichen lebenden Arabern auseinandersetzen wollte und sei nicht als biblisches Kernland betrachtete. Als Ergebnis wurde die Resolution 242 des UNO-Sicherheitsrats beschlossen.

Heute unterstützt die Mitte-Linke aus demselben Grund Judäa und Samaria loszuwerden. Sie ziehen es vor, dass Israel ein „Staat all seiner Bürger“ ist, statt der Nationalstaat der Juden.

Zusammengefasst will die Linke die Rolle der Religion i Israel zurückdrängen und sie wollen sich von den Palästinensern trennen.

Israels Probleme begannen ernsthaft mit der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen (1993 und 1995), die von der Mitte-Links-Regierung ausgehandelt und mit einer Stimme Mehrheit genehmigt wurden. Der schlimmste Teil der Oslo-Vereinbarungen war, dass Israel Arafat und 50.000 seiner Terrorkumpane nach Israel einladen musste. Sie wurden zum Fluch der Existenz Israels.

Der zweite kolossale Fehler war 2005 aus dem Gazastreifen abzuziehen. Diese Handlung wurde ebenfalls von der Mitte-Linken begünstigt. Als Ergebnis sind wir vier ergebnislosen Kriegen mit dem Gazastreifen ausgesetzt worden.

2005 sagte Olmert beim Israel Policy-Forum auf dem Weg zur Abkoppelung: „Wir sind des Kämpfens müde. Wir sind des Mutig seins müde. Wir sind des Gewinnens müde. Wir sind es Siegens über unsere Feinde müde.“

Innerhalb eines Jahres wurde er Premierminister und sagte: „Wir wollen, dass sie unsere Freunde sind, unsere Partner, unsere guten Nachbarn. Und ich glaube, das ist nicht unmöglich.“ Und: „Frieden ist über Zugeständnisse erreichbar. Wir alle wissen das.“ Tun wir das? Was ist mit „Frieden durch Stärke“?

Glaubt er immer noch, dass es „nicht unmöglich ist“? Glauben Gantz und Lapid das?

Warum wirbt die Mitte-Linke immer noch für die Zweistaatenlösung? Warum lehnen sie es ab aus der Vergangenheit zu lernen? Warum ignorieren sie, dass die Chartas sowohl der PLO als auch der Hamas die Vernichtung des Staates Israel auffordern? Sie wissen doch sicher, dass die Zweistaatenlösung eine Fantasie ist und nie wahr werden wird.

Caroline Glick veröffentlichte 2014 The Israeli Solution: A One-State Plan for Peace in the Middle East [Die Israel-Lösung: Ein Einstaaten-Plan für Frieden im Nahen Osten]. Darin schlug sie vor, Israel solle alles Land westlich des Jordan mit Ausnahme des Gazastreifens annektieren und bot den Arabern einen Weg zur Staatsbürgerschaft an.

Das war der Rechten akzeptabler, weil es Judäa und Samaria für Israel behielt ohne die jüdische Mehrheit zu gefährden. Aber die Mittel-Linke lehnte das ab, weil sie die Trennung von den Palästinensern wollten.

Im Juli 2022 veröffentlichte das saudische Organ al-Alrabiya The Hashemite Kingdom of Palestine [Das haschemitische Königreich Palästina] von Al Schihabi:

Dieses vorgeschlagene vergrößerte Königreich würde das heutige Jordanien, den Gazastreifen und die Westbank (von Palästinensern bewohnte Gebiete umfassen, die auf eine zusammenhängende Weise und physisch mit Jordanien verbunden sind.

Das ist weit entfernt von der arabischen Friedensinitiative der Arabischen Liga von 2002, die von Saudi-Arabien angeführt wurde.

Zweifellos würden Gantz und Lapid sie lieben. Gäbe es keine Alternative, würden auch einige der israelischen Rechten das besser finden als den Status quo.

Aber es gibt eine Alternative, sie ist als jordanische Option bekannt, die bald einsatzbereit sein wird.

Sie integriert dieselbe Erkenntnis asi Ali Schahabis Plan, unterscheidet sich aber in zwei Schlüsselaspekten, nämlich dazu, wo die Westgrenze sein wird und ob die neue Einheit ein Königreich oder eine Republik sein wird.

Die jordanische Option erfordert von Jordanien zur Republik zu werden, mit dem Jordan als Westgrenze.

Mein Artikel How the Jordan Option will impact Israel [Welche Auswirkungen die jordanische Option auf Israel haben wird] erklärt das detailliert.

Sowohl die Linke als auch die Recht in Israel werden sie lieben und die Palästinenser zum größten Teil auch.

Ich sagte voraus, dass die Rechte während der anstehenden Wahlen für die jordanische Option werben wird. Folglich wird der sich daraus ergebende Wettbewerb zwischen der Fantasie der Zweistaatenlösung und der jordanischen Option den Wählern eine klare Gelegenheit geben zu wählen, ob sie ihr Schicksal einmal an das Scheitern der Vergangenheit koppeln oder diese neue Option, die jordanische Option, mit der neuen jordanischen Republik verfolgen wollen.

Im Ergebnis wird die Rechte eine überzeugende Mehrheit der Sitze und einen ernsthaften Weg zum Frieden für die Araber wie Juden gewinnen.

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