Wie Amerikaner und Europäer den palästinensischen Terrorismus ermutigen

Bassam Tawil, Gatestone Institute, 27. Oktober 2022

Das Schweigen der Amerikaner und Europäer gegenüber dem Handeln und Reden der Palästinenserführer kommt einem grünen Licht für die „Löwengrube“ und andere Terroristen gleich ihre Terroranschläge fortzusetzen. Wenn die Administration Biden und die Europäer glauben, dass Abbas order irgendein anderer Palästinenserführer einen Terroristen davon abhalten wird Juden zu ermorden, dann betreiben sie atemberaubenden Selbstbetrug. Im Bild: Mitglieder der palästinensisch Terrorgruppe „Löwengrube“ bei einer Beerdigung in der Stadt Nablus am 23. Oktober 2022 (Foto: Jaafar Aschtiyeh/AFP via Getty Images)

Die „Löwengrube“ ist eine neue Terrorgruppe mit Sitz in der Westbank-Stadt Nablus im Kontrollbereich der palästinensischen Autonomiebehörde (PA). Die Gruppe besteht aus Dutzenden Bewaffneten, die einer Reihe Palästinenserfraktionen angehören, darunter der Hamas, dem Palästinensischen Islamischen Jihad und der herrschenden Fatah, die von PA-Präsident Mahmud Abbas geführt wird.

Die PA, die in Nablus hunderte Sicherheitskräfte hat, hat es versäumt irgendwelche Maßnahmen zu treffen, um die Terroristen der Löwengrube zu zügeln, die die Verantwortung für eine Reihe Schussanschläge auf israelische Soldaten und Zivilisten im Raum Nablus in den letzten Wochen beansprucht haben.

Statt ihre Verantwortung zu übernehmen die Terroranschläge aus Bereichen unter ihrer Kontrolle aufzuhalten, setzen die Palästinenser die Verletzung der mit Israel vereinbarten Vereinbarungen fort.

Artikel XV des israelisch-palästinensischen Interimsabkommens zur Westbank und dem Gazastreifen besagt:

„Beide Seiten unternehmen alles Notwendige, um Terrortaten, Verbrechen und Feindseligkeiten zu verhindern, die gegen den jeweils anderen, gegen Einzelne, die unter der Obrigkeit der anderen Seite stehen und gegen ihr Eigentum gerichtet sind; und sie werden rechtliche Maßnahmen gegen Straftäter ergreifen.“

Artikel XIV erklärt:

„Außer der palästinensischen Polizei und den israelischen Militärkräften sollen keine anderen bewaffneten Kräfte gegründet werden oder in der Westbank und dem Gazastreifen agieren. Bis auf die Waffen, Munition und Ausrüstung für die palästinensische Polizei und die der israelischen Streitkräfte soll keine Organisation, Gruppe oder Einzelperson in der Westbank und dem Gazastreifen Feuerwaffen, Munition, Sprengstoff, Schießpulver oder zugehörige Ausrüstung herstellen, verkaufen, erwerben, besitzen, importieren oder sonstwie in die Westbank und den Gazastreifen einbringen.“

Die Wirklichkeit vor Ort zeigt jedoch, dass die palästinensische Autonomiebehörde es versäumt hat ihre Vereinbarungen mit Israel einzuhalten.

Im Gazastreifen unternahm die PA keine wirklichen Maßnahmen die Hamas vom Aufbau einer massiven Terror-Infrastruktur abzuhalten. Die Hamas nutzte später ihr Waffenarsenal nicht nur für Angriffe auf Israel, sondern auch um das PA-Regime zu stürzen und die volle Kontrolle über den Gazastreifen zu übernehmen.

Dasselbe Szenario wiederholt sich jetzt in der Westbank, besonders in Bereichen, die von Mahmud Abbas‘ Sicherheitskräften kontrolliert werden.

Seit Beginn des Jahres ist eine Reihe Terrorgruppen, darunter die „Löwengrube“, in diesen Bereichen aufgetaucht, unter der Nase von Abbas, der eher weniger bereit oder in der Lage zu sein scheint seine Sicherheitskräfte die Terroristen verfolgen zu lassen. Das ist natürlich eine klare Verletzung der Verpflichtungen der Palästinenser laut Bestimmungen der mit Israel unterzeichneten Vereinbarungen.

Statt zu versuchen die Terroristen zu zügeln, verurteilen Abbas und die PA Israel, weil es sie verhaftet oder tötet. Statt die bewaffneten Gruppen unter Druck zu setzen ihre täglichen Mordversuche an Israelis einzustellen, setzen die Palästinenserführer die Glorifizierung der Bewaffneten als „Helden“ und „Märtyrer“ fort.

Als die israelischen Sicherheitskräfte schließlich einige Mitglieder der Löwengrube-Gruppe in Nablus einholten und töteten, beschuldigte Abbas‘ Sprecher Nabil Abu Rudeineh Israel ein „Kriegsverbrechen“ an den Palästinensern begangen zu haben. So sieht die verdrehte Logik der Palästinenserführung aus: Statt die Terroristen zu verurteilen, weil sie Israelis ins Visier nehmen, wozu sie sich offiziell und wiederholt verpflichtet haben, gehen sie auf Israel los, weil es sich gegen die derzeitige Terrorwelle wehrt.

Mahmud Habbasch, Abbas‘ Berater für Religionsangelegenheiten, beschrieb die Tötung der Terroristen in Nablus als „abscheuliches Massaker“. Habbasch ging noch einen Schritt weiter, indem er aktiv die Terroranschläge auf Israelis guthieß, indem er erklärte, dass die Terroristen das Recht haben Israel „Widerstand zu leisten“. Es lohnt sich festzuhalten, dass auch die Terroristen ihre Anschläge auf Israelis als eine Form des „Widerstands“ beschreiben.

Wenn ein ranghoher Palästinenservertreter wie Habbasch sagt, dass die Terroristen das Recht haben „Widerstands“-Angriffe auszuführen, dann sagt er ihnen eigentlich, sie sollten ihre Angriffe auf Israelis fortsetzen. Solche Äußerungen verstoßen nicht nur gegen Vereinbarungen, die die Palästinenser mit Israel unterzeichneten, sondern auch ein Befehl weitere Terroranschläge auf Israelis zu verüben.

Einen Tag bevor israelische Sicherheitskräfte eine Razzia bei einem der Gruppe Löwengrube in Nablus gehörenden Stützpunkt durchführte und einen ihrer Kommandeure tötete, pries der PA-Gesundheitsminister Mai al-Kaila, offen die Terroristen. Während eines Besuchs in Nablus sagte al-Kaila: „Wir grüßen und respektieren die Löwengrube und die Familien der Märtyrer.“

„Märtyrer“ bezieht sich auf die Terroristen, die von israelischen Sicherheitskräften getötet wurden, nachdem sie Terroranschläge auf Israelis verübten. Die Äußerungen des Ministers machen traurigerweise klar, dass die Palästinenserführung jeden Palästinenser unterstützt und verherrlicht, der Waffen trug und sich entscheidet Israelis zu töten.

Die Palästinenserführung bietet bereits in einer als „Geld für Mord“ bekannten Politik von Israel inhaftierten palästinensischen Terroristen und Familien von bei der Ausführung von Anschlägen getöteten Terroristen monatliche Gehälter. Die Familien der Terroristen von Nablus werden voraussichtlich ebenfalls von diesen Zahlungen profitieren.

Abbas‘ Fatah überhäuft die Terroristen ebenfalls weiter mit Lob. Monir al-Jaghoub, ein ranghoher Fatah-Vertreter in der Westbank, pries Uday Tamimi, eine Terroristen, der Anfang Oktober in Jerusalem eine israelische Soldatin erschoss.

Abbas Zaki, ein weiterer ranghoher Fatah-Vertreter, überhäufte die Gruppe Löwengrube ebenfalls mit Lob:

„Jeder von uns ist ein [Mitglied der] Löwengrube. Jeder von uns ist ein [Mitglied der] Al-Aqsa-Brigaden [des bewaffneten Zweigs der Fatah].“

Die Palästinenserführung hat offensichtlich kein Problem damit, dass ihre treuen Anhänger in der Fatah Terroranschläge gegen Israel verüben. Die Al-Aqsa-Märtyrerbrigaden, die einige der Löwengrube-Terroristen als ihre eigenen „Kämpfer“ bestätigten, gehören der von Mahmud Abbas geführten Fraktion an.

Die Billigung und Glorifizierung des Terrorismus durch die Palästinenserführung kommt nicht überraschend. Was aber überrascht – und äußerst beunruhigt – ist, dass die Auslandsregierungen, die der palästinensischen Autonomiebehörde finanzielle und politische Hilfe leisten, besonders die Amerikaner und die Europäer, Abbas und die Palästinenserführung nicht wegen ihrer öffentlichen Unterstützung des Terrorismus und ihres fortgesetzten Bruchs der Vereinbarungen anprangern, die sie freiwillig mit Israel unterzeichneten.

„Wir werden nicht auf Waffen zurückgreifen, wir werden nicht auf Gewalt zurückgreifen“, erklärte Abbas in seiner jüngsten Rede vor der UNO-Vollversammlung. „Wir werden nicht auf Terrorismus zurückgreifen, wir werden den Terrorismus bekämpfen.“ Seine Worte waren an die internationale Gemeinschaft gerichtet, nicht an das eigene Volk. Seit seiner Rede haben in Gebieten unter der Kontrolle von Abbas‘ Sicherheitskräften lebende Palästinenser Dutzende Terroranschläge auf Israelis verübt.

Das Schweigen der Amerikaner und Europäer gegenüber dem Handeln und dem Reden der Palästinenserführer kommt grünem Licht für die Löwengrube und andere Terroristen gleich ihre Terroranschläge fortzusetzen.

Wenn die Administration Biden und die Europäer glauben, dass Abbas oder sonst ein Palästinenserführer einen Terroristen davon abhalten werden Juden zu ermorden, dann betreiben sie atemberaubenden Selbstbetrug.

Ein Gedanke zu “Wie Amerikaner und Europäer den palästinensischen Terrorismus ermutigen

  1. Nicht gut zu lesen. Perplex bei so viel konzentrierter Gewalt vs. Israel. Und wieder schweigt die UN, weltweit Medien insgesamt, auch die deutsche ARD / ZDF.

    Es geht nur über das Gesetz von Selbstverteidigung, Selbstbestimmung durch Israelis, ihrer Regierung.

    Weiterhin viel Mut, Engagement, Erfolg im Überlebenskampf vs. Terror durch Terroristen und ihrer Helfer wünschen sehr viele deutsche Bürger/innen.

    Um die Iditoten auch bei uns wissen wir natürlich, hilflos weil die Presse nur sehr zögerlich Stellung mit Fakten bezieht.

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