Kenne deine Geschichte: Die Flagge Palästinas

David Lange, Israellycool, 11. März 2021

Wie ich bereits oft auf dieser Seite [hepev: Israellycool] weisen die Israelhasser gerne regelmäßig auf Artefakte aus dem damaligen Palästina, um irgendwie beweisen zu wollen, dass damals ein Staat Palästina existierte und daher heute existiert.

Wie die Münzen. Und die Gullideckel.

Kein Israel-Unterstützer hat jedoch jemals behauptet, dass es „Palästina“ nie gab. Wir erkennen an, dass es damals ein britisches Mandat Palästina gab und davor ein Gebiet namens Palästina als Teil des osmanischen Reichs.[1] Wir akzeptieren nur nicht, dass es jemals einen Staat „Palästina“ gab, der von einer palästinensischen Nation geführt wurde, bevor Israel entstand. Und die Geschichte ist auf unserer Seite.

All das ist eine Einführung für die folgenden, für die Hasser unangenehmen Fakten: Die Flagge Palästinas nach Angaben des Völkerbundes vor der Gründung des Staates Israel im Jahr 1948.

Das rumänische „Illustrierte enzyklopädische Wörterbuch“, 1928:

Das französische Larousse-Wörterbuch, 1934:

Interessanterweise sieht diese Flagge aus Världens Huvudstäder (1936) ziemlich genau wie die heutige israelische Flagge aus, statt so wie die anderen oben.

Trotzdem denke ich, Sie verstehen.

Zufälligerweise sah die Flagge nach Angaben Großbritanniens ganz anders aus.

 

[1] Anmerkung heplev: Dieser wurde allerdings nur von den Europäern so genannt

Das Problem mit der Jerusalemer Antisemitismus-Erklärung – schädlich für Juden

David Collier, Beyond the Great Divide, 30. März 2021

In Wirklichkeit ist alles, was diese Definition tut, Antisemiten zu erlauben mit Übergriffen gegen Juden davonzukommen.

Vor kurzem wurde eine Antisemitismus-Definition namens Jerusalem-Erklärung zu Antisemitismus (JDA – Jerusalem Declaration on Antisemitism) veröffentlicht. Sie stellt sich selbst als Alternative zur international anerkannten IHRA-Definition dar.

Die Herkunft der Jerusalem-Erklärung

Die Samen der Jerusalem-Erklärung wurden in London und Deutschland gesät. Im Vereinten Königreich gab es die von der Regierung geförderte Übernahme der IHRA durch mehrere Universitäten, am bemerkenswertesten durch die UCL in London. In Deutschland hat die Regierung die BDS-Aktivitäten eingeschränkt, die Bewegung wurde als antisemitisch gekennzeichnet und alle Gelder für Gruppen, die Israel boykottieren zurückgezogen. Das gab Anlass zu einer Bewegung von Akademikern, die sich dem Schritt entgegenstellen wollen.

Der Grund, dass die Übernahme an der UCL so wichtig ist, lautet, dass nach ihrer Annahme mehrere Akademiker eine Gegenwehr begannen. Das UCL Academic Board (das Gremium der UCL-Akademiker) trat zusammen und lehnte die IHRA-Definition ab; sie forderten, dass die Universität „sie ersetzt“.

Der Schlüsselorganisator des Akademiker-Gegenschlags der UCL war Seth Anziska. Anziska ist ein akademischer Schützling von Rashid Khalidi, einem ehemaligen Sprecher der PLO in Beirut:

Ich hatte das Glück eine historiografisches Seminar von Rashid Khalidi zu belegen, der dann großzügig zustimmte einen unabhängige Studie über die Ursprünge des israelisch-palästinensischen Konflikts zu beaufsichtigen. Seine Führung und Mentorentätigkeit seitdem – von der Beratung meiner Doktorarbiet bis zum Sponsoring dieser Dissertation – ging über alle mögliche Erwartung hinaus.

Anziska ist ein revisionistischer Historiker. Er verbrachte auch einige Zeit in Beirut und seine Schriften sind eine einzige Liste von Angriffen auf Israel in akademischer Prosa. Als Khalidis eigene Qualifikationen attackiert wurden, war es Anziska, der ihm zur Seite sprang. Das bedeutet, dass die Person, die die UCL-Untersuchung der IHRA-Definition für Antisemitismus leitete, Jahre damit verbrachte von einem früheren PLO-Sprecher akademisch geformt zu werden.

Das Hauptproblem für den Gegenschlag der UCL bestand darin, dass es keine Alternative zur IHRA-Definition gab, die die UCL an ihrer statt annehmen konnte – es scheint also so, dass Seth Anziska es zu seinem Geschäft machte dabei zu helfen eine zu schaffen. Das Ergebnis ist die Jerusalem-Erklärung.

Wie die meisten linksextremen Propagandaübungen manipulieren sie die Titel, um falsche Legitimierung hinzuzufügen – „Jerusalem“ hat damit wenig zu tun – aber es klingt jüdisch und Respekt einflößend.

Die Jerusalem-Erklärung

Die Erklärung hat ihre eigene Internetseite, die erst vor drei Wochen gekauft wurde. Sie hat sich vorgenommen an Stelle der IHRA-Definition verwendet zu werden. Das hier ist aus der Präambel:

Wir schlagen unsere nicht rechtlich bindende Erklärung als Alternative zur IHRA-Definition vor.

Die grundlegende Prämisse hinter der ganzen Übung ist fehlerhaft – insofern, als sie nahelegt, die IHRA-Definition bedrohe „freie Meinungsäußerung“. Die Unfähigkeit der IHRA jüdische Studenten in Bristol zu schützen oder die Universität Bristol – die die IHRA übernommen hat – in die Lage zu versetzen mit dem Antisemitismus von Professor David Miller fertig zu werden, betont nur, was für ein Strohmann-Argument eine solche Prämisse ist.

Die Definition fährt damit fort ausreichend Platz zu dafür schaffen, dass fast jeder Antisemit, der keinen Nazigruß gibt, frei davonkommt. Auf die eine oder andere Weise wird fast alles entschuldbar. Die Definition schließt den übliche linksradikalen „aller Rassismus ist wichtig“-Doppelsprech ein, das alles Geschriebene fast unverständlich macht. Das macht sie für ein Opfer judenfeindlichen Rassismus nicht brauchbarer als ein Schinkenbrot an Yom Kippur.

Keine andere Minderheitengruppe würde eine Rassismusdefinition über sich schreiben lassen, die ausdrücklich die Beleidigungen erlaubt, unter denen sie leidet. Nur bei judenfeindlichem Rassismus haben die Leute das Gefühl sie müssten Definitionen so schreiben, dass die Rassisten gewissenhaft beschützt werden.

Weil die Jerusalem-Erklärung aus einer israelfeindlichen oder antizionistischen Ideologie herrührt, gestattet sie hardcore-antizionistischer Ideologie frei zu agieren. Es handelt sich um eine Definition zum Selbstschutz, geschrieben in dem Wissen, dass sie die Schlacht verlieren. Sie gesteht gezielt ein wenig ein, um zu vermeiden den Krieg zu verlieren. Dadurch ist sie in sich widersprüchlich:

Sie scheint zum Beispiel Israels Existenz zu unterstützen, tut das aber nicht, weil sie Doppelsprech verwendet um Gelegenheiten für Antisemitismus zu eröffnen. Das ist eines der dafür angeführten Beispiele, was Antisemitismus ist:

10. Juden im Staat Israel das Recht verweigern, kollektiv oder individuelle, als Juden, in Übereinstimmung mit dem Prinzip der Gleichstellung zu existieren und zu gedeihen.

Das mag nett klingen, aber es beseitigt das Recht auf jüdische Selbstbestimmung – was sie widersprüchlich macht. Juden haben kein Recht in Israel zu existieren und zu gedeihen (was die überwiegende Wahl der Israelis ist), wenn ihnen Israel unter einer extern geschaffenen und künstlichen Forderung nach Gleichstellung weggenommen werden kann. Israel unter einem unechten Banner der Gleichberechtigung zu vernichten ist das Ziel der BDS-Bewegung, die natürlich unter der neuen Definition zulässig ist:

14. Boykott, De-Investition und Sanktionen sind übliche, gewaltfreie Formen politischen Protests gegen Staaten Im Fall Israels sind sie nicht per se antisemitisch.

Das besteht auch einen grundlegenden Test nicht, da es den wahren Rassismus nicht ansatzweise begreift. Diskriminierung – die grundlegendste rassistische Einstellung – fehlt in der Definition. Wenn die Autoren anerkennen, dass manche verbalen Angriffe auf Israel von Antisemitismus getrieben sind – dann ist logischerweise an Israel zweierlei Maß anzulegen offensichtlich unfair und wird zu einem offensichtlichen Alarmzeichen für judenfeindliche Einstellungen.

Das Element „zweierlei Maß“, das von der IHRA-Definition ausdrücklich eingeschlossen wird, wird bei der Jerusalem-Erklärung eklatant ausgelassen – und die wird damit nutzlos.

Warum um alles in der Welt ist es in Ordnung Israel anders zu behandeln?

Stellen Sie sich vor, wie das sich in einer Welt ohne MacPerson abspielt. Die Londoner Police hätte freie Hand institutionell rassistisch zu bleiben und weiterhin auf BAME-Gemeinschaften (Black & Minoritised Communities herumzuhacken und sie zu diskriminieren, solange kein Mitglied der Polizeikräfte tatsächlich etwas unverhohlen rassistisches sagt.

Ein weiterer unentschuldbarer Fehler tritt auf, weil die Erklärung von Jerusalem Vergleiche zwischen Israel und den Nazis zulässt, indem sie darauf hinweist, dass „Kritik, die manche als übertrieben oder umstritten betrachten“, kein Antisemitismus ist. Nazi-Vergleiche werden somit entschuldbar.

15. Politisches Rede muss wohlüberlegt, verhältnismäßig oder vernünftig sein, damit sie von Artikel 19 der Universalen Erklärung der Menschenrechte oder Artikel 10 der Europäischen Menschenrechtskonvention geschützt wird. Kritik, die manche als übertrieben oder umstritten betrachten oder als Ausdruck von „zweierlei Maß“ betrachten, ist nicht per se antisemitisch.

Dieser Standpunkt ist absurd und solche Standards werden nicht auf Rassismus gegen irgendeine andere Minderheitsgruppe angewandt. Wenn die Jerusalem-Erklärung sich tatsächlich als Bildungsinstrument betrachtet, hätte sie natürlich Nazi-Analogien einbezogen. Die Tatsache, dass sie das nicht tut, hebt heraus, dass sie geschrieben wurde, um Antisemiten zu erlauben unbehindert antisemitisch zu sein.

Die politisierte Definition

Drei der Autoren, Elissa Bemporad, Alon Confino und Derek Penslar, schrieben einen einleitenden Artikel im Forward. In dem Artikel wurden Worte geschrieben, die die Jerusalem-Erklärung als das heimtückische, linksradikale und gefährliche Dokument entlarven, das es tatsächlich ist. Dies ist der  vierte Absatz des Artikels:

Obwohl wir die Schädlichkeit des Antisemitismus von links nicht unterschätzen, ist klar, dass die gefährlichste Bedrohung für Juden heute von der extremen Rechten und von populistischen Gruppen kommt. Wir können und sollten den Kampf gegen diese Gruppen nicht auf eigene Faust führen. Stattdessen müssen wir anstreben Bündnisse mit anderen Gruppen zu schaffen, die unter Rassismus und Bigotterie leiden.

Dieser Absatz lässt die Autoren wie linksradikale Corbynisten klingen. Sie akzeptieren, dass es bei der Linken vielleicht ein Problem mit Antisemitismus gibt, aber sie wollen, dass wir alle uns mit dem realen Antisemitismus beschäftigen – der „gefährlichsten Drohung“ – nämlich dem der Rechten. Das ist unbestreitbar eine politisch aufgeladene Äußerung, die die wahren Absichten und politische Orientierung der Autoren entlarvt. Sie ist zudem nachweislich falsch.

Die gefährlichste Bedrohung für Juden kommt heute vom islamistischen Antisemitismus – den die Autoren bemerkenswerterweise nicht einmal anführen. Und weil islamistischer Antisemitismus im Westen, wenn sie abstimmen, dazu tendieren, sich mit linksradikalen politischen Elementen zu verbünden, hat das eine sehr potente und gefährliche Allianz geschaffen.

Über die Drohung durch weißes Herrenmenschentum hinaus begreifen die Autoren den modernen Antisemitismus eindeutig nicht einmal ansatzweise – und sie erweisen sich selbst als wenig mehr als politische Aktivisten, die es auf sich genommen haben ihren eigenen Bereich des politischen Spektrums durch Ausverkauf der Mehrheit der Juden zu schützen.

Zwei dieser Autoren:

Alon Confino hat Parallelen zwischen dem Holocaust (dem industriellen Abschlachten der Juden) und der Nakba (dem Ergebnis eines winzigen zivilen Konflikts, den die Araber suchten und verloren) gezogen. Confino war einer der israelischen Akademiker, der versuchte Deutschland davon abzuhalten anti-BDS-Gesetze zu erlassen. Er unterschrieb zudem einen Brief, der die Universität Tel Aviv aufforderte Ausgrabungen in der Davidstadt zu boykottieren und nahelegte, mit der Arbeit werde versucht „die Gegend zu judaisieren“.

Elissa Bemporad unterschrieb einen Brief, der Israel angriff, weil es prominente BDS-Aktivisten nicht ins Land einreisen ließ. Warum um alles in der Welt sollte irgendein Staat Ausländer ins Land lassen, wenn deren einzige Absicht darin bestand, sobald sie eingereist sind, diesem Staat zu schaden?

Autoren, Koordinatoren und Unterstützer

Die Jerusalem-Definition hat acht „Koordinatoren“: Die Einseitigkeit von Seth Anziska und Alon Confino ist bereits diskutiert worden.

Emily Dische-Becker ist eine Journalistin, die oft harte israelfeindliche Kommentare puscht – so wie diesen von ihr geteilten Artikel eines Antizionisten, der erklärte, Israel sei offensichtlich ein Apartheidstaat:

Wenn Sie dazu neigen sich gegen Beschwörung von „Apartheid“ in Bezug auf Israel zu sträuben, lesen Sie @sareemakdisi in der Los Angeles Times.

Amos Goldberg schrieb einen Artikel, der im antizionistischen Magazin +972 veröffentlicht wurde; darin behauptete er, er pusche die krasse Lüge, die IHRA-Definition versuche „Israel vor jeglicher Kritik abzuschirmen“. Der Artikel verweist auch auf nicht mit Israel verbundenen „echten Antisemitismus“. Goldberg unterschrieb zudem den Brief, der BDS gegen deutsche Gesetze verteidigt. Stefanie Schüler Springorum unterzeichnete den Brief in Deutschland ebenfalls. Brian Klug war 2007 ein Unterzeichner der Erklärung der radikalen Linken-Gruppe Independent Jewish Voices. Er hat außerdem gegen die Vorstellung eines „neuen Antisemitismus“ argumentiert. David Feldmann war stellvertretender Vorsitzender der Chakrabarti-Ermittlung – die zu einer totalen Reinwaschung der Labour Party von Antisemitismus führte.

Was es in dieser linksradikalen Gruppe nicht gibt, die die IHRA-Definition verwässern will – ist jeglicher echter ideologischer Dissens.

Das ist der Grund, dass zu ihren Anhängern Leute wie Jackie Walker gehören:

Eine Antisemitismus-Definition, die brauchbar und akzeptabel ist… „Weil die IHRA unklar und offen für unterschiedliche Interpretationen ist, hat sie Verwirrung gestiftet und Streit hervorgerufen, daher den Kampf gegen den Antisemitismus geschwächt.

Das erklärt auch, warum Antizionisten und Einstaat-Absolutisten wie Peter Beinart und Neve Gordon – zusammen mit anderen giftigen Akademikern wie Richard Falk – sie alle unterschrieben haben.

Zu weiteren bemerkenswerten Unterzeichnern gehören Sergio Luzatto, der das berüchtigte Buch Pasquedi di Sangue (Blut-Pessah) gut hieß und dann verteidigte, in dem behauptet wurde, an der Pessah-Ritualmordlüge sei etwas Wahres dran.

Seien wir ehrlich – wenn Jackie Walker und Richard Falk deine Antisemitismus-Definition unterstützen, dann bist du ziemlich auf dem Holzweg.

Jerusalem-Erklärung – eine ungewollte, vorsätzliche Schweinerei

Jahrzehnte lang wurde dem Antisemitismus in israelfeindlichem Aktivismus keine Aufmerksamkeit geschenkt und das erlaubte dem Antisemitismus sich praktisch unangefochten auszubreiten – in der Politik, auf der Straße und in der akademischen Welt. An vielen Universitäten wurde Antisemitismus zur Norm und er wurde derart eingebettet, dass die, die sich gegen ihn stellten, als die Seltsamen oder Extremisten betrachtet wurden. Die dringend gebrauchte IHRA-Definition wurde eingeführt, um bei Bildung zu helfen und den Lauf der Dinge aufzuhalten.

Das einzige, was die Jerusalem-Erklärung tut, ist die Sache so weit zu trüben, dass alles durchs Netz schlüpfen kann.

Die Motivation hinter der Jerusalem-Erklärung ist klar: Sie wurde geschrieben, um die IHRA-Definition zu attackieren und ihre Verbreitung aufzuhalten. Die neue Definition kommt aus den Händen derer, die sonst niemals daran gedacht hätten eine Antisemitismus-Definition zu schreiben. Sie wird nur von Gruppen genutzt die Antisemitismus niemals bekämpft haben, einzig um die IHRA-Definition zu attackieren. Antisemiten werden sie nutzen, um sich vor Antisemitismus-Vorwürfen zu schützen. Sie ist faktisch ein sorgfältig erstellter „Ich komme mit Antisemitismus davon“-Freifahrtschein. Sie muss abgelehnt und gemieden werden, wo immer sie auftaucht.

Hinweis: audiatur online hat einen weiteren Text übersetzt, der sich mit der noch stärker alles verwässernden „Nexus-Erklärung“ befasst.
Alan Posener schrieb in der WELT darüber, weshalb die Jerusalem-Erklärung Mumpitz ist.
Alex Feuerherdt schreibt bei MENA Watch ausführlicher über den Sinn und  Unsinn der Jerusalem-Erklärung und die ZIele ihrer Verfasser bzw. Unterstützer.

Schaschlik

Erdowahn ist mal wieder beleidigt: Die Türkei erhebt Anklage gegen eine Karikaturistin und drei Redakteure der französischen Satirezeitschrift Charlie Hebdo wegen „Präsidentenbeleidigung“. Dort war eine Karikatur von Erdoğan veröffentlicht worden, die von der türkischen Staatsanwaltschaft als „vulgär, obszön und verletzend“ bezeichnet wird. (Nicht vulgär, obszön und verletzend ist hingegen der Tweet des türkischen Tourismusministers: „Ihr seid Bastarde, ihr seid Hurensöhne.“

Mahmud Abbas ließ die Gesandten von Großbritannien, Bulgarien und der Tschechischen Republik einbestellen, damit ein untergeordneter Mitarbeiter seines „Außenministeriums“ ihnen die Leviten liest, weil ihre Regierungen bei der letzten Hass-Abstimmung im UNO-Menschenrechtsrat nicht für die verlogenen antiisraelischen Resolutionen stimmten.

Jemen: Die Houthis zwangen die letzten drei jüdischen Familien (13 Personen) das Land zu verlassen; sie haben noch kein neues Heim gefunden. Im Jemen verbleiben nur noch 4 Juden, alles alte Leute.

Dummheit oder gewollte Täuschung: Die linksliberale israelische Zeitung „The Times of Israel“ berichtet über den jährlichen Menschenrechtsbericht des US-Außenministeriums und behauptet, unter der Administration Biden sei man dazu zurückgekehrt, Judäa und Samaria als „von Israel besetzte Gebiete“ zu bezeichnen. Stimmt aber nicht; im Abschnitt über die „Westbank“ wird lediglich erwähnt, dass sie 1967 von Israel erobert wurde. Ansonsten steht da „Westbank“ oder „Judäa und Samaria“.

PA-„Außenminister“ Al-Maliki beschuldigt Israel andere Länder mit COVID-Impfstoffen zu erpressen.

Der Iran hat auch das dritte Angebot der USA zu Verhandlungen im Tausch für die Aufhebung einiger Sanktionen abgelehnt. Sie wollen, dass erst alle Sanktionen aufgehoben werden (und Bidens Betreuer werden wohl immer weitere Zugeständnisse anbieten…)

Ein Versuch König Abdallah II. von Jordanien zu stürzen wurde vereitelt. Zu den Putschisten gehört anscheinend auch der Kronprinz; er soll unter Hausarrest stehen, bestreitet seine Beteiligung aber.

Zum Internationalen Frauentag hat die EU eine Reihe Videos erstellen lassen, die Vorbilder-Frauen vorstellen. Eine davon ist Laila Gannam, PA-Gouverneurin für die Bezirke Ramallah und El-Bireh. Eine Frau, die palästinensische Terroristen glorifiziert und in höchsten Tönen lobt, darunter Massenmörder.

Der alltägliche Antisemitismus: (eine umfassende Sammlung gibt es auf The New Antisemit; auf twitter gibt es für den deutschsprachigen Raum die „RIAS“ (Recherche- und Informationsstelle Antisemitismus); und auf telegram findet man die Medienschau Antisemitismus:
Medien:
twitter hat ein Konto gesperrt, das sich stark gegen den Labour-Antisemitismus engagierte.
Araber-/Islamstaaten:
Jordanien: Die Schulbücher lehren (weiterhin), dass Juden heimtückisch sind.
Deutschland:
– Der Antisemit Attila Hildmann hat sich in die Türkei abgesetzt. Von dort hetzt er weiter gegen die „Judenrepublik Deutschland“.
Britische Inseln:
Großbritannien: Einer der Muslimführer, die die Stimmung gegen eine englische Schule anheizen, in der im Unterricht eine Mohammed-Karikatur besprochen wurde, streut Gerüchte, der britische Oberrabbiner trete dafür ein, Juden sollten christliche und muslimische Frauen als Sexsklavinnen halten.
Großbritannien: Der Premier League-Klub Aston Villa verschickte Pessach-Grüße. Dafür erntete der Verein in den sozialen Medien Hass-Reaktionen. Die Verantwortlichen des Vereins versichern, dass sie sich davon nicht einschüchtern lassen.
Großbritannien: Das University College London ist für freie Meinungsäußerung – für Holocaust-Leugner. (Bei Islamkritikern gibt es richtig Probleme…)
Irland: Besucher aus dem durchgeimpften Israel müssen bei Einreise zwei Wochen in Quarantäne. Solche aus dem Frankreich mit seiner „dritten Welle“ hingegen nicht…
Balkan:
Rumänien: Die Direktorin eines jüdischen Theaters in Bukarest erhält Morddrohungen. Der Geheimdienst ermittelt und hat anscheinend bereits Verdächtige festgesetzt.
Skandinavien:
Schweden: Vor der Synagoge von Norrköping wurden Pupen aufgehängt und ein Schild dazu „geliefert“, mit dem behauptet wurde, Pessah sei ein „jüdisches Fest“, für das tausende ägyptischer Kinder getötet wurden.
Dänemark: Auf einem jüdischen Friedhof wurden Grabsteine rot beschmiert, Dummies aufgehängt, Antisemitisches gesprüht.
Polen:
– Ein Mahnmal für 40.000 deportierte und ermordete Juden wurde mit Hakenkreuzen beschmiert.
USA:
Florida: Auf das Auto eines Holocaust-Überlebenden wurden Hakenkreuze geschmiert.
Connecticut: An der University of Connecticut wurde ein jüdischer Student mit antisemitischem Gebrüll bedacht. Unabhängig davon wurden SS-Symbole und Hakenkreuze auf Gebäude geschmiert.
– Ein New Yorker Teenager griff einen Juden an und biss einen Polizisten.
Kanada:
– Der Statistikbericht für 2019 zeigt, dass die Hassverbrechen im Land um 7% zugenommen hatten; Juden sind die am stärksten davon betroffene Religionsgruppe.

Die Religion des Friedens, der Liebe, der Rücksichtnahme, der Frauenrechte und Wissenschaften:
Pakistan: Sunnitische Muslime hackten einen schiitischen Gelehrten zu Tode; ihm wurde „Blasphemie“ vorgeworfen.
Nigeria: Muslimische Jugendliche schleiften einen Mann aus seinem Haus und verbrannten ihn, alles wegen eines Gerüchts, er habe Mohammed beleidigt.
Syrien: 3 Frauen und 1 Mann nach Scharia-Recht wurden zu Tode gesteinigt, eine Person davon wegen Ehebruch.
Indien: Ein muslimischer Politiker fordert die Enthauptung eines Hindu-Priesters wegen Beleidigung Mohammeds.

Jihad:
Mosambik: Jihadisten plünderten eine Stadt nahe einer Gas-Erkundungsstelle im Wert von $60 Millionen.
Bangladesch: Wegen des Besuchs von Indiens Premierminister Modi m Land griffen Muslime Hindu-Tempel, Züge, Regierungsbüros an und bewarfen die Polizei mit Steinen.
Indien: Muslimische Politiker träumen davon mehr „Pakistans“ zu schaffen. (Sprich: Sie wollen muslimische Staaten gründen, die sich von Indien abspalten.)
– Jihadisten des Islamischen Jihad feiern den Massenmord von Boulder.
Australien: 3 Muslime gestehen, dass sie Jihad-Massaker planten, um den Islam über Gewalt voranzubringen“.
Indonesien: Ein Selbstmord-Bombenanschlag auf eine Kirche an Palmsonntag wurde von einem Ehepaar verübt, das erst vor sechs Monate geheiratet hatte.
Demokratische Republik Kongo: Muslime ermordeten bei einem nächtlichen Überfall auf ein Dorf mindestens 23 Zivilisten.
Somalia: Die Al-Schabaab-Terroristen haben Samstag zwei Base der somalischen Armee angegriffen. 2 Sprengsätze explodierten in diesen; ein dritter wurde gegen einen Truppenkonvoi gezündet, der nach den Angriffen Soldaten zu den Basen brachte.
Indonesien, Malaysia: Der Islamische Staat rief zu Jihad-Massakern während Ostern auf.
Indien: Muslime gaben zu Hindu-Tempel besucht zu haben, um dort auf den Boden zu urinieren und Kondome in Spendenboxen zu stecken.

Muslimisches Herrenmenschentum, Dhimmitum, Anspruchsdenken, Islamisierung im Westen, promuslimische Propaganda von Nichtmuslimen:
Großbritannien: Der Regierungsberater für „Islamophobie“ fordert, dass Mohammed-Bilder so inakzeptabel gemacht werden wie das „N-Wort“.
Großbritannien: Ein Lehrer, der in seinem Unterricht eine Mohammed-Karikatur verwendete, ist vom Dienst suspendiert. Er und seine Familie sind unter Polizeischutz abgetaucht, weil es massive Morddrohungen gibt. Muslime belagern seine Schule, ungeachtet der ständig wiederholten Entschuldigungen des Schulleiters. Und die britischen Medien schweigen oder kuschen.
Großbritannien: Die BBC beging das Hindu-Fest Holi mit islamische Sprüchen eines muslimischen Dichters.

Gegenwehr:
Frankreich – Die Regierung lässt wissen: Der Begriff „Islamophobie“ ist unangemessen, er bringt die Stigmatisierung von Gläubigen mit Kritik am Islam durcheinander.
Frankreich: Der französische Senat stimmte für ein Verbot des Hijab für unter 18-jährige in der Öffentlichkeit, für Burkinis in öffentlichen Bädern und des Hijab für Begleitende Personen auf Klassenfahrten.

Christenverfolgung/Verfolgung von Nichtmuslimen:
Sikhs in muslimischen Ländern: angegriffen, entführt, diskriminiert – und aussterbend.
Nigeria: Muslime hielten einen Bus an und entführten 8 Christen.
– Ägypten, Algerien, Tunesien und Marokko gehen mit harschen und unverhältnismäßigen Gesetzen gegen Christen vor, hauptsächlich mit „Blasphemie“-Gesetzen.
Indien: Ein Hindu-Priester wurde zur Zeit des Holi-Festes mit durchschnittener Kehle aufgefunden.
Mosambik: Der Islamische Staat prahlt damit bei einem Jihad-Massaker Christen getötet zu haben.
Pakistan: Weil an einem 100 Jahre alten Hindu-Tempel (erstmals nach 74 Jahren) Glocken geläutet wurden, griffen Muslime diesen an und richteten Schäden an.
Aserbaidschan: Muslime zerstörten eine weitere Kirche (wenn auch nur teilweise).
Nigeria: Muslime überfielen eine Kirche und ermordeten 7 Menschen, darunter einen Priester.

Obama Watch:

– Biden spickt das Außenministerium mit Israelhassern. Der neueste Fall ist Matt Duss, der als Leiter eines Think Tanks antisemitische Verschwörungstheorien förderte, der Nazi-Poster veröffentlichte, sich mit pal-arabischen Terrorbefürwortern traf und Kritik an Demokraten mit antisemitischen Äußerungen kritisierte.
USA Today feuerte eine „Redakteurin für Rasse und Inklusion“, die behauptete, der Jihad-Mörder von Boulder sei ein „wütender weißer Mann“ gewesen.
– Die USA kündigen $15 Millionen Hilfsgelder für die PA an – in Missachtung des „Taylor Force Act“, der das verbietet.
– Ein Gericht in Washington DC fordert vom Justizministerium harte Beweise für das Fehlverhalten inhaftierter Demonstranten vom 6. Januar, um diese weiter in Untersuchungshaft halten zu können. Die meisten davon werden bisher ohne gerichtsfeste Belege in Haft behalten.
Tennessee ist der dritte US-Bundesstaat (neben Mississippi und Arkansas), der für Sportwettkämpfe von Studenten erfordert, dass sie auf Grundlage ihres biologischen Geschlechts gegeneinander antreten. (Die ACLU – eine linksextreme Bürgerrechts-NGO – hat Klagen gegen die Gesetze angekündigt.)
Massive Ohrfeigen für das US-Justizministerium und eine ganze Reihe niedrigrangiger Richter: Berufungsinstanzen sorgen gerade dafür, dass die überzogenen Anordnungen für Untersuchungshaft gegen jede Menge (teils angeblicher) „Kapitolstürmer“ illegal sind und diese auf freien Fuß gesetzt werden müssen. Auch viele Anklagepunkt sind demnach völlig überzogen, zudem können die Ankläger/Staatsanwälte ihre Behauptungen im Großteil der Fälle gar nicht beweisen. Davon sind vor allem die Anklagepunkt der Volksverhetzung/Aufwiegelung betroffen.
Kansas ist der 18. Bundesstaat, der die Maskenpflicht abschafft – weil die Republikaner im Landesparlament die Gouverneurin (Demokraten) überstimmten.
– Wer hätte das gedacht? In den Städten, die das Polizei-Budget gekürzt haben steigt die Kriminalitätsrate vehement an.

Obamanisten:
– Nicht nur Joe Biden, sondern auch andere führende (und weniger führende) Demokraten behaupten, konservative Initiativen, die die Integrität bei der Stimmabgabe durch Ausweispflicht stärken wollen, würden die Rassengesetze des Jim Crow harmlos aussehen lassen.
– Die Administration Biden drängt den Obersten Gerichtshof der Polizei zu erlauben private Waffen auch ohne Gerichtsbeschluss zu beschlagnahmen (und damit den vierten Verfassungszusatz zu verletzen).
– Und wieder wurden Journalisten daran gehindert Biden Fragen zu stellen – seine Helfershelfer brüllten dazwischen.
Zwei Polizisten aus Washington DC wollen Donald Trump wegen physischer und emotionaler Verletzung verklagen; er habe Menschenmengen aufgestachelt.
– Am Kapitol rammte ein Mann mit seinem Auto Polizisten und ging mit einem Messer auf sie los, bevor er erschossen wird. Nach ersten wilden Tönen seitens Linke in sozialen, ein weißer Herrenmensch habe das Attentat verübt, stellte sich heraus: Es war kein Weißer, sondern ein Anhänger der antisemitischen „Nation of Islam“. Das hindert dieselben Leute nicht daran, trotzdem auf Trump und seine Anhänger wegen des Anschlags einzuprügeln oder ihn auch für ihre eigenen Ziele zu missbrauchen (die 3 Links zu Fotos, die WordPress nicht übernimmt:

https://t.me/TommyRobinsonNews/16291
https://t.me/TommyRobinsonNews/16287
https://t.me/TommyRobinsonNews/16296

Der Polizeichef von Washington DC gab übrigens bekannt, dass kein terroristisches Motiv zu erkennen sei. Nancy Pelosi bezeichnete den toten Beamten als „Märtyrer für unsere Demokratie“. Für von BLM und Antifa ermordete Beamte hat sie nicht ansatzweise solche Worte. (Übrigens berichtet die WELT ihrem Artikel NICHTS über den Täter…)
– Darüber hinaus ist der Fall schnell weitgehend aus den Schlagzeilen verschwunden, seit bekannt ist, dass der Attentäter kein weißer Rassist war.
– Ein Sprecher des US-Außenministeriums bezeichnete es „als Tatsache, dass Israel 1967 palästinensisches Gebiet besetzte“. (Nur zur Erinnerung: Die „Palästinenser“ gab es da erst seit drei Jahren und Territorium hatten sie nun mal gar keins, weil sie ausschließlich Israel beanspruchten, nicht die von Jordanien illegal annektierte „Westbank“ und auch nicht den von Ägypten illegal besetzten Gazastreifen.)
– Nach Angaben einer aktuellen Studie zweier Universitäten gehört Alexandria Ocasio Cortez zu den inffektivsten Mitglieder des Kongresses. Fazit: AOC macht viel für die Kameras (bekommt also Aufmerksamkeit), tut aber nichts für die Amerikaner/die Leute in ihrem Wahlkreis. Nicht eine einziger ihrer Vorlagen schaffte es auch nur in einen Ausschuss!

Obamedien:
– Lara Trump hat ein Interview mit ihrem Schwiegervater geführt, Donald Trump. Facebook und Instagram haben die Videos gelöscht – das sei nicht zulässiger Inhalt. Was immer der ehemalige Präsident sagt, wird auf der Plattform Facebook nicht gestattet, ließen die Fratzen sie wissen.
Instagram hat ein Foto gelöscht, das eine junge Konservative auf dem Weg zu ihrer Abschlussfeier vor ein paar Jahren zeigt. Darauf hat sie ein Gewehr umhängen (sie wollte ein Statement machen, dass es einen Amoklauf nicht gegeben hätte, hätten die Studenten Waffen tragen dürfen). Instagram bewertet das als Aufruf zur Gewalt und Hetze, sie bedrohe die öffentliche Sicherheit. (Die Gewaltaufrufe gegen die Frau durch tausende Linke sind anscheinend völlig in Ordnung…)
– Wie es aussieht, löscht YouTube immer tausend bis Millionen Negativ-Wertungen bei Videos des Biden-Weißen Hauses, damit es für Sleepy Joe nicht gar so übel aussieht.

Wahlbetrug/Wahlprobleme:
– Der Vorstandsvorsitzende von Delta Airlines schimpft, von Wählern zu fordern sich (per Ausweis) zu identifizieren“ zieren, sei „inakzeptabel“. Warum verlangt dann die Airline Lichtbild-Ausweise von ihren Passagieren?

Biden als Präsident:
– Ja klar: Biden verkündet, die Erhöhung der Körperschaftssteuer auf ein höheres Niveau als bei den Chinesen wird Amerika in eine Position bringen den weltweiten Wettbewerb mit China zu gewinnen. Klar, macht für die Wirtschaft alles teurer, dann seid ihr konkurrenzfähiger als die anderen. (Wenn das kein Aprilscherz ist – die Meldung stammt vom 1.4.2021!)
– Joe Biden hielt eine Rede zur Verkündung seines $2,25 Billionen-Infrastrukturprogramms – von dem nur $157 Milliarden (deutlich weniger als 10%) für Straßen, Brücken, Flughäfen sowie Häfen und Wasserwege ausgegeben werden sollen. Die Ansprache wurde von ganzen 4.300 Menschen angesehen…

Wer beleidigt, attackiert, gefährdet, mordet wen?
In Salem (Oregon) sah die Polizei zu, wie Antifa-Terroristen einen Demonstranten angriffen, die für die Polizei demonstrierten; ein Mann wurde festgenommen – der Fahrer eines Pickup, dessen Fahrzeug von den Antifanten beschädigt und der von diesen bedroht wurde und deshalb seine Waffe zog.

Biden-Späßchen:

Trotzdem oder auch deshalb …

bleibt mein Blog moderiert:

99% der Leute, die debilen, rassistischen Kommentare auf deiner Seite hinterlassen, sind wahrscheinlich Linke mit einem Fake-Namen, die ihren eigenen Kommentar als Screenshot speichern, um ihn als Fake News gegen dich zu verwenden, auf deinem Kanal würden sich Rassisten tummeln.

(gefunden bei Tommy Robinson)

Zehn fantastische Schlösser und Burgen in Israel

Von an einer Klippe hängenden Palästen in der Wüste bis zu Rittersälen und eindrucksvollen Festungen ist Israel der Ort, an dem man ich in glänzender Rüstung vorstellen kann

Naama Barak, Irael21c, 26. Februar 2021

Wenn man an Israel denkt, sind Burgen vermutlich nicht das Erste, was einem einfällt. Was eine Schande ist, bedenkt man, dass das Land einige wahrlich prächtige davon aufweisen kann.

Einige von ihnen gehen tausende Jahre zurück, während andere jünger sind, aber es handelt sich bei allen um Monumente faszinierender Geschichte, verlorener Imperien und von Machtkämpfen, die ihre eigene Netflix-Show wert sind.

Hier haben wir sie auf unsere 10 besten Burgen und Festungen gekürzt, die bewundert werden, während Sie Ihre feinsten Kleider tragen.

  1. Chateau Belvoir
Foto der Burg Belvoir via Shutterstock.com

Wie viele der Burgen und Festungen, die über Israel verteilt sind, wurde Chateau Belvoir von den Kreuzrittern gebaut, die vom 12. bis ins 13. Jahrhundert über das Land und später Teile davon herrschten. Die in der Nähe des Sees Genezareth gelegene Burg ist konzentrisch was bedeutet, dass sie zwei Reihen Verteidigungsmauern hat, die eine innerhalb der zweiten.

Sie wurde von ihren muslimischen Eroberern Anfang des 13. Jahrhunderts zerstört, um sicherzustellen, dass Kreuzritter-Streitkräfte sie in der Zukunft nicht noch einmal besetzten, aber zum Glück zerstörten sie nur das oberste Geschoss und füllten den Burggraben auf, so dass das Fundament intakt blieb und heute angesehen werden kann. Heute weist die Burg als Teil eines Nationalparks nicht nur großartige Ruinen auf, sondern auch einen atemberaubenden Panoramablick.

Foto der Burg Belvoir von Altosvic via Shutterstock.com

2. Burg Cafarlet

Foto der Burg Cafarlet von Tokar via Shutterstock.com

Die Burg Cafarlet innerhalb des stillen Moschaw Habonim an Israels Küste ist eher mysteriös, weil es wenig historische Aufzeichnungen dazu gibt. Sie wurde wahrscheinlich im achten oder neunten Jahrhundert von muslimischen Herrschern des Landes Israel gebaut, zusammen mit ähnlichen Festungen, die entlang der Küste gebaut wurden, um es vor eindringenden byzantinischen Christen zu schützen.

Die rechtwinklige Burg hat Wachtürme an jeder Ecke, die alle saniert wurden, als sie von den Kreuzrittern übernommen wurde. Schließlich wurde die Gegend wieder von muslimischen Eroberern übernommen und die Burg und der sie umgebende Bereich verfielen. Heute liegt der Ort abseits und wird nicht gepflegt, also ist es vielleicht am besten sie aus der Entfernung zu genießen.

  1. Die David-Zitadelle
Foto der David-Zitadelle von Aleksander Todorovic via Shutterstock.com

Als eines der bekanntesten Wahrzeichen Jerusalems ist die David-Zitadelle am Eingang zur Altstadt ein großer, imposanter Komplex, der ursprünglich vor etwa 2.000 Jahren der Ort von König Herodes‘ Wachtürmen war. Von arabischen Herrschern Jerusalems wurde daraus dann eine Burg gemacht, die von den Kreuzrittern weiter befestigt wurde und die die zurückkehrenden arabischen Herrschern dann weiter befestigten. Das Minarett, das sie heute ziert, wurde von den Osmanen hinzugefügt, die sie zudem mit einem Graben umgaben. Heute beinhaltet die Zitadelle archäologische Funde, das Davidturm-Museum und eine sehr eindrucksvolle Licht- und Ton-Show.

  1. Die Burg Nimrod

Die Burg Nimrod an den Hängen des Hermon in Nordisrael sieht aus, als stamme sie direkt aus dem Set von „Game of Thrones“, so mittelalterlich sieht sie aus. Der riesige Komplex wurde von muslimischen Herrschern an einer strategischen Stelle gebaut, um die wichtige Straße nach Damaskus zu schützen.

Sie wird seit hunderten Jahren nicht mehr genutzt, krönt aber die Landschaft immer noch sehr stark, was sogar den besuchenden Mark Twain dazu brachte sie als die „stattlichste Ruine dieser Art weltweit“ zu bezeichnen. Heute ist sie ein Nationalpark, für die Öffentlichkeit geöffnet, die sich an einer uralten Stein-Inschrift, interessanter Architektur und großartiger Aussichten erfreuen kann.

Die alte Burg Nimrod in Israels Norden ist ein atemberaubendes Beispiel für die vielen Burgen und Festungen des Landes. Foto von Nina Mikryukova via Shutterstock.com
  1. Burg Monfort
Foto der Burg Montfort von Shimon Bar via Shutterstock.com

Die Burg Montfort ist eine einzigartige Kreuzritterburg, weil sie nicht gebaut wurde, um das christliche Königreich vor arabischen Invasoren zu schützen, sondern als Unterkunft für die Verwaltung des Deutschritter-Ordens und um diese vor rivalisierenden Kreuzrittern zu schützen. Im13. Jahrhundert gebaut, befindet sich auf einem steilen Felsvorsprung im nördlichen Galiläa, umgeben von grünem Wald. Heute ist sie Teil eines Nationalparks, der auch Heimat für seltene und gefährdete Pflanzen ist.

Foto der Burg Montfort von Setz Aronstam via Shutterstock.com
  1. Masada
Foto Masadas von StockStudio Arials via Shutterstock.com

Als möglicherweise die umwerfendste Festung auf dieser Liste ist Masada eine der führenden archäologischen Stätten. Dieser auf einer Felsklippe in der jüdischen Wüste thronende Komplex beherbergte Paläste des Königs Herodes und war der Ort, an dem jüdische Rebellen sich gegen die Römer verschanzten, bis sie sich – laut Tradition – im Jahr 74 n.Chr. selbst töteten, um nicht in Gefangenschaft zu geraten.

Heute ist der Masada-Nationalpark einer der beliebtesten Touristenorte; der Zugang erfolgt über zwei Wanderwege oder die weniger strapaziöse Seilbahn. Die beste Zeit für einen Besuch ist bei Sonnenaufgang, wenn die Wüste und das angrenzende Tote Meer aufleuchten.

  1. Festung Apollonia
Foto der Apollonia von Yosefer via Shutterstock.com

Die an der Küste gelegene Apollonia ist eine antike Stadt, gegründet spätestens im vierten Jahrhundert v.Chr. Sie war die Heimat von Samaritern, Griechen, Römern, Muslimen, Kreuzrittern, jüdischen Immigranten und zuletzt vermögenden Israelis. Die Kreuzfahrer hinterließen eine Spur Flecken in Form einer Festung, die ins Meer hinausragt. Die Festung bestand nur 24 Jahre lang in vollem Umfang, bevor sie von muslimischen Eroberern geschleift wurde. Heute ist sie ein beliebtes Naturreservat, zu dem auch eine römische Villa, ein Burggraben und eine Moschee gehören.

Foto der Apollonia von Alla Khananashvili via Shutterstock.com
  1. Kastell Antipatris
Foto von Kastell Antipatris durch Tokar via Shutterstock.com

Kastell Antipatris ist auch als Binar Bashi bekannt, eine Version des türkischen Wortes für Quelle. Sie wurde im späten 16. Jahrhundert von den osmanischen Herrschern des Landes Israel gebaut, um den Durchgang zwischen den Quellen – oder Quellköpfen – des Flusses Yarkon zu bewachen und sitzt an der antiken Handelsroute Via Maris zwischen Ägypten und Syrien. Das beeindruckende Kastell ist heute Teil des Tel Afek-Nationalparks, der einen See und umfangreiche Erholungsgebiete aufweist.

Foto des Kastell Antipatris von Tatiana Bambulevich via Shutterstock.com
  1. Johanniter-Festung in Akko
Foto der Johanniter-Festung von Ilia Torlin via Shutterstock.com

Der Kreuzritterorden der Johanniter baute die beeindruckende Festung in Akko im 12. Jahrhundert, als sie und andere christliche Gemeinschaften in der Hafenstadt residierten. Zu den Überresten ihres groß angelegten Komplexes gehört ein Hof, ein schwer gesichertes Tor mit Torturm und der Speisesaal der Ritter – ein riesiger, säulengetragener gemauerter Raum, von dem man sich vorstellen kann, dass er von Rittern in glänzender Rüstung wimmelt, die ihren Spießbaten verzehren.

Foto der Johanniterfestung von Akko von RICIfoto via Shutterstock.com
  1. Festung Atlit
Foto der Festung Atlit von Hadas Parush/Flash90

Als die Kreuzritter im 13. Jahrhundert ihre Festung in Atlit bauten, wussten sie nicht, dass sie eines Tages ein Kommandolager der israelischen Marine werden würde, das die Öffentlichkeit, die sie nicht betreten darf, fasziniert. Abgesehen davon, dass sie eine riesige und gut befestigte Burg ist, war der Ort das letzte Kreuzritter-Bollwerk im Land Israel, aus dem die letzten christlichen Ritter zurück nach Europa abzogen.

Jahre später wurden Steine der Festung für den Bau neuer Gebäude in nahe gelegenen Städten genutzt und die ganze Stätte erlitt im 19. Jahrhundert Schäden durch ein Erdbeben. Sie ist immer noch imposanter Anblick, besonders wenn man an die geheimnisvollen Taucher denkt, die darunter lauern.

Foto der Festung Atlit von Hadas Parush/Flash90

 

Die Fakten zu den palästinensischen Toten im Krieg 2014 auf die Reihe bekommen

Prof. Hillel Frisch, BESA Center Perspectives Papar Nr. 1.978, 26. März 2021

IDF-Soldaten während der Operation Fels in der Brandung, 1. August 2014 (Bild via IDF Flickr CC)

Zusammenfassung: Die mögliche Ermittlung des Internationalen Strafgerichtshof (ICC) zu Israels Verhalten im Gazastreifen wird wahrscheinlich das Interesse an der Konfrontation von Hamas und Israel im Jahr 2014 erneuern. Es gibt viele Belege, die nahelegen, dass die Zahl der palästinensischen Todesfälle übertrieben wrude und dass die meisten von ihnen Terroristen waren, nicht Zivilisten.

Ob Israel mit einem juristischen Team des Internationalen Strafgerichtshofs kooperiert oder nicht, es wird jetzt wahrscheinlich eine erneute Konzentration auf die Konfrontation zwischen Israel und der Hamas vom 8. Juli bis 26. August 2014 geben. Insbesondere zwei Dinge sollten ins Blickfeld geraten: Die Zahl der palästinensischen Opfer und die Aufteilung in zivile und terroristische Todesopfer.

Nach Angaben sowohl der IDF als auch palästinensischer Quellen gibt es mindestens 2.000 palästinensische Tote durch die 50-tägige Konfrontation. Es gibt jedoch Gründe diese Zahl zu anzuzweifeln.

Nach Angaben des palästinensischen statistischen Zentralbüros gab es 2013 im Gazastreifen 4.609 Tote bzw. einen monatlichen Durchschnitt von 430 Toten. Im Jahr darauf, als die Konfrontation stattfand, wurden 6.774 Tote registriert, eine nie da gewesene Zunahme von 2.165 Toten, die vordergründig dem Konflikt zugeschrieben werden könnte. Da er über 50 Tage verlief, scheint es in dieser Zeit fast dreimal so viele Tote wie bei der natürlichen Auftretenshäufigkeit der monatlichen Toten im Gazastreifen gegeben zu haben.

Diese hohe Todesrate veranlasst einige Fragen.

Angesichts der hohen Kosten für das Betreiben von Leichenhallen würden selbst die am weitesten entwickelten Staaten der Welt keinen Überschuss für Notfälle aufrecht erhalten. Das bedeutet, wenn eine beträchtliche Zunahme an Todesfällen auftritt – sagen wir von 13 bis 40 Toten pro Tag – müsste es Szenen übervoller Leichenhallen und eine enorme Zunahme von Beerdigungsaktivitäten auf Friedhöfen geben. Die Phänomene sind insofern miteinander verzahnt, als fehlender Platz in Leichenhallen schnelle Beerdigungen erfordert, um die Verbreitung von Krankheiten zu vermeiden. Rasche Bestattung ist in einer religiösen Gesellschaft wie der des Gazastreifens auch eine islamische religiöse Verpflichtung.

Man kann sicher davon ausgehen, dass diese Szenen, wären sie aufgetreten, von den gut geölten, der palästinensischen Sache verständnisvoll gegenüber stehenden Propagandaorganen, sowie dem gewaltigen Spektrum an palästinensischen „Menschenrechts“-Organisationen, der OCHA der UNO, antiisraelische Medien wie Al-Jazira und natürlich Hamas, Fatah, die PA und den vielen Medienorganen, die sie finanzieren und kontrollieren, ausgenutzt worden wären.

Aber das gewaltige Filmmaterial der Konfrontation von 2014 brachte weder Beweise für überfüllte Leichenhallen noch für zunehmende Bestattungsraten.

Stattdessen sieht man sogenannte Leichen in Grabtüchern, die von Müttern und Verwandten bei Prozessionen getragen oder auf den Boden gelegt (selten auf dem Friedhof beerdigt) werden. Das Problem mit diesen Fotos ist, dass sie der Wirklichkeit verfaulender Leichen in der Sommerhitze des Juli und August im Gazastreifen trotzen. Eine menschliche Leiche ist sehr penetrant. Zuschauer bedecken in Anwesenheit von Leichen, die der Hitze ausgesetzt sind, automatisch ihre Nasen, um widerliche Gerüche abzuwehren. Dennoch zeigen die Fotos Menschen, die lässig um diese „Leichen“ herumlaufen. Da wird etwas vorgegaukelt.

Ein weiteres bezeichnendes Merkmal der unverhüllten „Leichen“, die auf dem Boden liegen, besteht darin, dass sie keine Zeichen von Verletzungen zeigen. Wären sie von Kugeln oder größerer Munition getroffen worden, die die israelische Luftwaffe (oder eigentlich jede Luftwaffe) einsetzt, wären die Ergebnisse weit blutiger gewesen.

Man muss diese Fotos nur mit den grausigen Fotos vergleichen, die von der Propagandaabteilung der syrisch-arabischen Armee von Leuten verbreitet wird, die aus der Luft oder bei Kämpfen am Boden getötet wurden. Sie sind fast nie intakt, so wie man es von Zielen geschmolzenen Bleis und keine Unterscheidungen machenden Granatsplittern zu erwarten ist.

Die Hamas sollte Erster sein einzuräumen, dass Fotos intakter Körper der Realität widersprechen. Als Israel bestimmte Terroristen aus der Luft beschoss, wurden die Opfer von den  Hamas-Medien oft so beschrieben, dass sie in Fetzen gerissen wurden, wodurch sie oft nur schwer identifizierbar waren.

Zusätzlich zur Debatte über die Zahl der Getöteten, in der man ernsthaft die von der IDF selbst veröffentlichten Zahlen infrage stellen sollte, gibt es eine noch stärkere Debatte darüber, wer getötet wurde – Zivilisten oder Terroristen. Israelische Quellen argumentieren, dass die meisten Terroristen waren, während die Palästinenser behaupten, die Mehrheit waren Zivilisten.

Videoaufnahmen können helfen das aufzuklären. Eines der auffälligen Merkmale der Aufnahmen ist, dass Einwohner des Gazastreifens zu sehen sind, wie sie auf getroffene Gebiete zulaufen, statt von ihnen weg. Die automatische Reaktion auf einen ballistischen Angriff besteht darin, vor ihm zu fliehen. Außerhalb von Hollywood gibt es nur selten Personen, die einem solchen Angriff entgegenlaufen.

Ein weiteres seltsames Charakteristikum eines Großteils der Aufnahmen des Konflikts von 2014 ist das Spektakel von Gazanern, die in Bereichen direkt neben dem Angriffsort herumlungern. Angriffe von F-16-Kampfflugzeugen oder Kampfhubschraubern sorgen, um es vorsichtig auszudrücken, im Allgemeinen dafür Zivilisten in den Häusern und von der Straße fernzuhalten.

Warum also verhalten sich die Gazaner so? Offenbar weil die zivilen Einwohner des Gazastreifens wissen, dass die israelische Luftwaffe sehr sorgfältig auf ihren Feind zielt und sie selbst hatten eine starke Ahnung, was in ihrer direkten Umgebung beschossen wurde – ein Raketensilo, ein Waffenlager oder ein Tunnel, in dem Terroristen Zuflucht suchten. Im engen Gazastreifen ist es schwierig diese Orte vor den Einheimischen geheim zu halten.

Wird irgendetwas von diesen Belegen eine Rolle spielen? Wahrscheinlich nicht. Das Urteil wird vermutlich gefällt, bevor die juristische Ermittlung überhaupt beginnt. Aber es ist wichtig, dass der Staat Israel sein Material den Israelis und der Welt zeigt. Wie der Sieg der Alliierten über die Achsenmächte zeigte, obsiegt rationaler Anstand langfristig über irrationalen Hass.

Das Problem mit der Antisemitismus-Definition der „Jerusalem-Erklärung“

Elder of Ziyon, 26. März 2021

Auf den ersten Blick scheint die Jerusalem-Erklärung zu Antisemitismus (JDA – Jerusalem Declaration on Antisemitism) sich nicht sonderlich von der IHRA-Arbeitsdefinition für Antisemitismus zu unterscheiden, die die Verfasser ersetzen wollen.

Beide betonen, dass ihre Beispiele für Antisemitismus komplett von Kontext abhängen.

Die IHRA führt ihre Beispiele damit ein, dass sie sagt: „Zeitgenössische Beispiele für Antisemitismus im öffentlichen Leben, den Medien, Schulen, am Arbeitsplatz und dem religiösen Bereich könnten, nimmt man den Gesamtkontext in Betracht, beinhalten, sind aber nicht beschränkt auf…“

Die JDA geht darauf ein, widerspricht auch der IHRA keineswegs: „Im Allgemeinen sollte jeder, wenn man die Richtlinien anwendet, sie im Licht des anderen und immer mit einem Blick auf den Kontext lesen. Kontext kann die Absicht hinter einer Äußerung beinhalten oder ein Redemuster im Lauf der Zeit oder sogar die Identität des Sprechenden, besonders wenn das Thema Israel oder der Zionismus ist. So könnte z. B. Feindschaft gegenüber Israel ein Ausdruck einer antisemitischen Feindseligkeit sein oder sie könnte eine Reaktion auf eine Menschenrechtsverletzung sein oder sie könnte die Emotion sein, die eine palästinensische Person aufgrund ihrer Erfahrung durch den Staat empfindet.“

Das ist alles absolut richtig.

Das Problem mit der JDA ist exakt ihr Kontext, nämlich die Gründe, warum sie geschrieben wurde. Und je tiefer man blick, desto schlimmer wird es.

Die Arbeitsdefinition der IHRA wurde nicht als politisches Dokument geschrieben. Sie wurde nicht von „rechten Zionisten“ geschrieben. Sie sollte die genaueste Definition von Antisemitismus sein, wobei ein Auge auf alle Arten von Antisemitismus geworfen wurde, egal aus welcher Quelle. Sie deckt den rechtsextremen Antisemitismus, linksextremen Antisemitismus, arabischen Antisemitismus, Farrakan-artigen Antisemitismus ab – es gibt nicht das kleinste Bisschen Tendenz darin, egal, was ihre Kritiker behaupten.

Die JDA hingegen ist höchst politisch. Wie die Autoren in The Forward schrieben: „Obwohl wir die Schädlichkeit des Antisemitismus von links nicht unterschätzen, ist klar, dass die gefährlichste Bedrohung für Juden heute von der extremen Rechten und von populistischen Gruppen kommt.“ Eine Antisemitismus-Definition sollte nicht zwischen den Quellen des Antisemitismus unterscheiden.

Kontext ist in der Tat entscheidend, um festzustellen, ob eine Äußerung oder Handlung antisemitisch ist oder nicht. Die IHRA sagt, „zweierlei Maß anzuwenden, indem man von Israel ein Verhalten verlangt, das von keinem anderen demokratischen Staat erwartet oder gefordert wird“, ist ein guter Indikator für Antisemitismus, wenn auch nicht notwendigerweise immer. Die JDA sagt: „Kritik, die manche als exzessiv oder kontrovers betrachten oder als ein ‚zweierlei Maß‘ spiegelnd, ist an und für sich nicht antisemitisch.“ Wieder widersprechen sie einander nicht – beide Definitionen sagen, dass Kontext entscheidend ist um antisemitischen Inhalt festzustellen.

Der Unterschied besteht darin, dass die IHRA versucht in ihrer Definition so inklusiv wie möglich zu sein und die JDA versucht so ausschließend wie möglich zu sein. In allen anderen Kontexten – bei der Definition von Rassismus oder Frauenfeindlichkeit oder jeder anderen Bigotterie – ist die Linke so inklusiv wie möglich und der Opfergruppe muss geglaubt werden, wenn sie sagt, dass sie angegriffen wurde. Aber im Fall des Antisemitismus engen die JDA-Autoren die Definition absichtlich so ein, dass sie jeden ausschließt, den sie nicht mit der Rechten assoziieren kann.

Lassen Sie uns ein paar Beispiele durch beide Definitionen laufen.

Wenn jemand, der keine Geschichte antisemitischer Äußerungen hat, aus heiterem Himmel kommt und sagt, dass Israel sich gegenüber den Palästinensern wie Nazi-Deutschland verhält, ist das antisemitisch?

Die IHRA sagt: „Vergleiche zwischen zeitgenössischer israelischer Politik und der der Nazis zu ziehen“ ist ein Beispiel für Antisemitismus.

Die JDA sagt: „Selbst wenn es kontrovers ist, ist es nicht per se antisemitisch Israel mit anderen historischen Fällen zu vergleichen, einschließlich Siedler-Kolonialismus oder Apartheid.“ Der Nationalsozialismus ist ein historischer Fall und dürfte demnach nicht unter diese Definition fallen.

Was ist mit dem Kontext? Es ist klar, dass jeder Vergleich zwischen Israel und Nazideutschland nichts bedeuten soll, aber es soll Juden verletzten, dass man sie mit ihren Mördern auf eine Stufe stellt. Wenn Israel kein jüdischer Staat wäre, würde der Vergleich nicht gezogen. Natürlich ist das antisemitisch. Die Tatsache, dass dieses Beispiel bei der JDA-Definition ausgeschlossen wurde, auch wenn es bei der IHRA ausdrücklich eingeschlossen ist, zeigt, dass die Auslassung bewusst gemacht wurde – die JDA wollte nicht sagen, dass Gleichsetzung des jüdischen Staates mit Nazideutschland als antisemitisch angenommen wird, was zeigt, wie weit die Autoren bei der Verteidigung des Antizionismus als legitim gehen würden.

Das zweierlei Maß kommt ins Spiel, wenn Israel als rassistischer oder Apartheidstaat bezeichnet wird oder massive Kampagnen zum Boykott Israels geschaffen werden, wenn es keine auch nur entfernt ähnlichen Kampagnen gegen irgendeinen anderen Staat gibt. Die JDA sinkt bei diesem Thema zur Farce ab, wenn sie sagt: „Boykott, De-Investition und Sanktionen sind übliche, gewaltfreie Formen politischen Protests gegen Staaten. Im Fall Israel ist das per se nicht antisemitisch.“

Üblich? Welche anderen Staaten boykottieren die Leute mit der Menge an Publicity, die BDS hat? Und warum wird Israel herausgehoben, wenn nach jeder Berechnungsweise, selbst wenn man die irrsinnigsten Lügen über Israel glaubt, immer noch nicht das Niveau der Menschenrechtsverletzungen erreicht, die von den meisten Staaten, einschließlich westlichen, erreicht wird?

Genauso wird die Linke diskutieren, wie man den jüdischen Staat beseitigt und durch einen weiteren arabischen Staat ersetzt (der fälschlich als „binational“ bezeichnet wird). Welchem anderen Staat, der auf einer nationalen Gruppe von Menschen basiert, ist je gesagt worden, er solle sich selbst abschaffen? Welchem anderen Staat wird ständig gesagt, er habe kein Existenzrecht?

Die Botschaft der JDA lautet, dass es nur ein großer Zufall sei, dass der einzige Staat auf dem Planeten, der boykottiert, als illegitim angesehen, mit Südafrika gleichgesetzt wird und dem man sagt, sein nationaler Ethos sei rassistisch, ausgerechnet der einzige Staat voller Juden ist. Vielleicht kaufen einige dieses Argument, aber die meisten Leute tun das nicht – und es gibt einen sehr guten Grund, warum die IHRA-Definition von bisher 29 Staaten angenommen oder begrüßt worden ist.

Der Antizionismus ist offensichtlich mit dem Antisemitismus verwandt, schlicht, weil es in der Welt einfach kein vergleichbares „anti“ gibt. Dazu kommt, dass diese zwei „anti“ einander sehr, sehr ähnlich sind – der Dinge, derer Juden historisch beschuldigt wurden, wird heute der jüdische Staat beschuldigt, so der unzulässige Einfluss auf Regierungen, die Ermordung von Kindern, weil einem danach ist und die bewusste Verbreitung von Krankheiten. Es gibt keinen Unterschied zwischen denen, die Israel beschuldigen palästinensisches Wasser zu vergiften oder palästinensische Organe zu stehlen und denen, die historisch Juden beschuldigen die Brunnen zu vergiften, eine Seuche zu verursachen oder Ritualmorde zu begehen.

Es gibt einen weiteren Punkt, der festgestellt werden muss: Antisemitismus hat historisch Juden als der verabscheuungswürdigsten Verbrechen beschuldigt. Israel wird der verabscheuungswürdigsten Verbrechen unserer Zeit beschuldigt – Rassismus, Kolonialismus, wahlloser Tötung und Inhaftierung von Kindern, Apartheid, ethnischer Säuberung. Die Parallelen sind für jeden offensichtlich, der auch nur flüchtige Geschichtskenntnisse hat, aber die JDA gesteht diesen Aspekt des modernen Antisemitismus nicht ein.

Eine Definition, die bewusst die meisten Beispiele dessen ausschließt, was sie zu definieren behauptet, ist überhaupt keine Definition. Sie ist Propaganda.

Natürlich könnte es Ausreißerfälle geben, bei denen fanatischer Antizionismus nicht antisemitisch ist, aber sie sind die Ausnahme. Eine ganze Kategorie wegen theoretisch möglicher Ausnahmen von Antisemitismus auszuschließen ist keine Bekämpfung von Antisemitismus, sondern ermöglicht ihn.

Und wenn man sich die Unterzeichner der JDA ansieht, dann sieht man jemanden wie Richard Falk, dessen antisemtischer Stammbaum lang und vielseitig ist. Er mag diese Definition, weil, so glaubt er, sie ihn vom Haken lässt. Und die JDA wollte seine Unterschrift haben und stolz zur Schau stellen, ohne auch nur eine Spur der Angst, dass das das gesamte Dokument diskreditiert.

Die JDA ist keine ernsthafte Definition. Sie ist Irreführung, um die heute wesentliche Erscheinungsform des Antisemitismus zu ignorieren. Linker Antisemitismus mag nicht so tödlich sein wie der der Rechten, aber er wird als Mainstream betrachtet – und das macht ihn auf viele Weisen weit gefährlicher.

(Anmerkung: Auch Matthias Küntzel hat sich mit der JDA befasst. Er kommt zum gleichen Ergebnis. Die Ruhrbarone gehen auf einige entscheidende Details ein.)