Deutschlands Heuchelei gegenüber Israel

Israelis sollten darüber nachdenken, ob das heutige Deutschland Freund oder Feind ist.

Joseph Puder, FrontPageMag, 1. Mail 2019

Am 2. Mai 2019 begeht Israel den Holocaust-Gedenktag. Es wäre eine passende Zeit die Beziehungen des jüdischen Staates zur Bundesrepublik Deutschland zu untersuchen – dem ehemaligen Nazi-Deutschland, einer Nation, die das größte Verbrechen der Geschichte an Europas Juden verübter, bekannt als der Holocaust. Natürlich wünschen sich viele Deutsche, dass die Erinnerung an den Holocaust und seine deutschen Täter verschwindet und vergessen wird. Junge Deutsche wollen die Last der Schuld für das abscheulichste Verbrechen der modernen Geschichte nicht tragen.

Ungeachtet der von Deutschland an Holocaust-Überlebende gezahlte, geldwerte Entschädigung für gestohlenes Eigentum europäischer Juden lautet die Realität heute, dass Berlin nicht mehr als Lippenbekenntnisse zur „Solidarität mit Israel“ und seinem Anspruch „Israels Sicherheit ist deutsche Staatsräson“ geleistet hat. Deutschland ist ein wichtiger Mitwirkender an antiisraelischen Resolutionen der UNO-Vollversammlung und andere UNO-Gremien. Deutschland hat darüber hinaus die völkermörderische Islamische Republik Iran bei der Umgehung von US-Sanktionen unterstützt. Deutschlands Nichtregierungs-Organisationen (NGOs), unterstützt von deutschen Regierungsgeldlern, finanzieren zahlreiche antiisraelische Gruppen in der palästinensischen Autonomie und in Israel selbst.

Nach Angaben des Gatestone Institute hat Kanzlerin Merkel andere EU-Staaten unter Druck gesetzt ihre Botschaften nicht von Tel Aviv in Israels Hauptstadt zu verlegen – Jerusalem. Merkel lehnte nicht nur den Schritt der Administration Trump zur Verlegung der Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem ab, sie hat die Anweisung von $100 Millionen ins $300 Millionen-Budget der PA autorisiert, um palästinensische Terroristen für die Ermordung von Juden zu bezahlen.

Das Jerusalem Center for Public Affairs formulierte es so: “Die PA-Gesetzgebung und Reservierung von Gehältern und Beihilfen zur Belohnung inhaftierter und entlassener Terroristen sowie die Familien von „Märtyrern“ belaufen sich auf jährlich $300 Millionen. Diese finanzielle Belohnung demonstriert eindeutig die institutionelle Bindung an die Finanzierung von Terror gegen Israel.“

Die Jerusalem Poste berichtete (am 6. September 2016): „Deutschlands Außenministerium sagte dem Leiter der deutsch-israelischen Parlamentariergruppe, die PA verwende wahrscheinlich Gelder (einschließlich deutscher Gelder) um Terroristen und ihre Familienmitglieder zu bezahlen… Es wird davon ausgegangen, dass die Stellungnahme der deutschen Regierung das erste Eingeständnis der Bundesrepublik ist, dass die PA Terroristen und ihre Familien unterstützt.“

Frank Müller-Rosentritt, Mitglied des Bundestagskomitees für Außenbeziehungen, der die Opposition der Freien Demokraten (FDP) vertritt, erklärte: „Wir dürfen Israel in der UNO nicht länger im Stich lassen. Es ist Wahnsinn, dass wir ständig auf der Seite von Ländern wie dem Iran, Saudi-Arabien oder dem Jemen gegen Israel sind.“

Nicht nur bei UNO-Resolutionen stellt sich Deutschland auf die Seite der Feinde Israels. Berlin finanziert antiisraelische Nichtregierungs-Organisationen (NGOs). Das Magazin +972 der Heinrich-Böll-Stiftung, ein den Grünen nahe stehender Think-Tank, beschuldigt Israel regelmäßig der „Apartheid“. Nach Angaben von NGO-Monitor gehören deutsche Regierungsgelder zu den am wenigsten transparenten in Europa. Das deutsche Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung finanziert über seinen Zivildienst immer noch Al-Haq, eine palästinensische NGO, die einer der Führer der antiisraelischen BDS-Bewegung (Boykott, De-Investition, Sanktionen) ist. Sie betreibt Legal Warfare gegen Israel. Israels Oberster Gerichtshof identifizierte Al-Haqs Generaldirektor Schawan Jabarin als ranghohen Aktivisten der Terrorgruppe Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP). Die PFLP wurde von der Europäischen Union (EU) als Terrororganisation klassifiziert.

Deutschland hat seine Gelder für die United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) erhöht, die als Brutkasten für palästinensischen Terrorismus dient. Darüber hinaus untergräbt Deutschland die Administration Trump, die aktuell ihre Unterstützung für UNRWA kappte, weil diese zu Gewalt gegen Israel aufstachelt und Terroristen und ihre Waffen beherbergt. UNRWA nährt die Idee des palästinensischen “Rückkehrrechts”, das mit der Idee der Zweistaatenlösung nicht zusammenpasst, die Deutschland angeblich unterstützt.

Dier deutsche Polizei gab letzten August einen Bericht aus, in dem behauptet wru de, die meisten antisemitischen Anschläge in Deutschland würden von Neonazis verübt. Dieser Bericht wurde zweifellos von der deutschen Bundesregierung gesteuert, die versucht die zunehmenden Jihad-Terroranschläge zu verstecken, die von vielen der eine Million Immigranten aus dem Nahen Osten und Afrika begangen werden, die Angela Merkel nach Deutschland einlud. Dieser Bericht wurde von Leitern der deutschen jüdischen Gemeinschaft bestritten, die der Polizei vorwirft die gewaltige Zahl antisemitischer Anschläge durch Muslime zu ignorieren.

Ein weiterer Fall, der Deutschlands Heuchelei spiegelt, betrifft den Iran. Deutschland unterstützt das iranische Regime in Zuwiderhandlung mit den US-Bemühungen die mörderische Theokratie und unterdrückerische Regime zu isolieren. Für ein Regime, das geschworen hat den jüdischen Staat zu vernichten, unterstützt Merkel den von der EU geschaffenen „Sondermittel“-Mechanismus zur Aufrechterhaltung seiner finanziellen Transaktionen mit dem iranischen Regime, während bewusst die von den USA verhängten Sanktionen gegen den Iran untergraben werden. Letzten September stellte Israels Premierminister Netanyahu vor der UNO heraus, dass „Europa und andere den Iran beschwichtigen, indem sie helfen die (US-) Sanktionen zu umgehen. Er hatte Deutschland im Sinn.“

Merkel hat gelobte immer wieder, dass „Israels Sicherheit nicht verhandelbar“ sei. Und doch unterstützt ihre Regierung ein Regime, das nicht nur weltweiten Terror betreibt, auch in Europa und Deutschland, sondern auch gegenüber dem eigenen Volk brutal ist. Mit dem sogenannten „Atomdeal von 2015 oder Joint Comprehensive Plan of Action (JCPOA)“ setzt der Iran die Entwicklung seines militärischen Atomprogramms wie auch seiner ballistischen Langstreckenraketen fort, die Europa und natürlich Israel bedrohen. Geldgier statt Sorge um die globale Sicherheit, ganz zu schweigen von Israel Sicherheit motivieren die deutsche Regierung.

Derweil wütete in Deutschland der Antisemitismus. Eine Schlagzeile der katholischen Zeitung La Croix (vom 18. Februar 2019) lautete: „Alarmierender Anstieg des Antisemitismus in Deutschland.“ Die Unter-Schlagzeile erklärte, dass die „Ankunft von tausenden Immigranten aus dem Nahen Osten Ängste vor einem neuen Antisemitismus weckte“. Die Zeitung fuhr mit dem Bericht fort: „Neue Zahlen bestätigen die Zunahme antisemitischer Taten in Deutschland… Nach Angaben vorläufiger Statistiken verzeichnete die deutsche Polizei letztes Jahr 1.646 Vorfälle von Antisemitismus; das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Gewalttaten gegen Juden stiegen um etwa zwei Drittel, von 378 auf 62, wobei 43 Personen körperlich angegriffen wurden.“ Der Artikel in La Croix zitierte zudem Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble damit, die „die Tatsache ist beschämend, dass deutsche Juden sich überlegen auszuwandern, weil sie sich in unserem Land nicht sicher fühlen.“

In ihren Bemühungen ihre Schuld zu lindern und den „Makel auf dem Hemd der Menschheit“ abzuschütteln, den Nazideutschland schuf, setzen einige Deutsche aus der jüngeren Generation diesertage einen beschämende moralische Äquivalenz ein. Sie setzen den Umgang Nazideutschlands mit den Juden mit Israels Umgang mit den Palästinensern gleich. Ein solcher Vergleich ist nicht nur empörend, er ist unmoralisch. Israel hat niemals unschuldige Palästinenser vergast oder ermordet, wie es die Nazis mit den Juden machten. Israelische Krankenhäuser diskriminieren keine palästinensisch-muslimischen Patienten, von Palästinensern wird auch nicht verlangt, dass sie Armbänder mit gelbem Stern tragen, wozu die Deutschen die Juden zwangen. Israel hatte nie Konzentrationslager, Arbeitslager und sicherlich keine Todeslager, wie die die Nazideutschen sie hatten und wird nie welche haben. Darüber hinaus ist Israel der palästinensischen Armut gegenüber sensibel gewesen und strebt danach die palästinensische Lebensqualität zu heben. Die israelische Regierung hat Möglichkeiten verfolgt Palästinensern Arbeit zu geben. Leider hat der palästinensische Terrorismus diese Bemühungen weitgehend untergraben. Er hat Israel genötigt Checkpoints und eine Trennmauer einzusetzen, um Leben zu retten. Mit diese Art deutscher moralischer Äquivalenz werden jüdischer Holocaust-Überlebende in Israel sowie die Wahrheit beleidigt.

Am anstehenden Holocaust-Gedenktag sollten die Israelis darüber nachdenken, ob das heutige Deutschland Freund oder Feind ist. Eines ist klar: Es ist an der Zeit die deutsche Heuchelei gegenüber Israel zu demaskieren.

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Sind Massaker an Christen „Vergeltung” für Massaker an Muslimen?

Raymond Ibrahim, 29. April 2019 (Coptic Solicarity)

Islamische Terroristen massakrierten mit einer Bombenserie, die Sri Lanka am Ostersonntag, 21. April erschütterte, mehr als 300 Menschen. Drei der tödlichsten Bombenexplosionen fanden in vollgepackten Kirchen statt, in denen die Auferstehung Christi gefeiert wurde.

Obwohl dein Erzbischof aus Sri Lanka sagte, dass „wir nie erwarteten, dass so etwas geschieht und besonders nicht an Ostersonntag“, sind islamische Terroranschläge gegen Christen während oder um Ostern herum kaum etwas Ungewöhnliches.

Stark beachtenswert waren Bombenanschläge von islamischen Terroristen auf zwei koptisch-christliche Kirchen währen der Palmsonntagsmese 2017 in Ägypten, mit der die Osterwoche beginnt und bei der es 50 Tote und 120 Verletzte gab.

Während die parallelen Bomben auf Kirchen und das Massakrieren von Christen um Ostern herum offensichtlich sind, gibt es eine weitere, subtilere – und groteskere Parallele. Sowohl beim Beispiel aus Sri Lanka als auch dem aus Ägypten, die beide der Islamist Staat für sich beanspruchte, wurden „Kränkungen“ angeführt, um ihren Terrorismus zu rechtfertigen, den sie offenbar als „Vergeltung“ darstellen wollen.

Zwei Tage nach den Anschlägen auf Sri Lanka sagte ein nachrangiger Verteidigungsminister: „Erste Ermittlungen haben ergeben, dass, was in Sri Lanka geschah, als Vergeltung für den Anschlag auf Muslime in Christchurch erfolgte.“ Dort hatte letzten Monat ein Mann aus Neuseeland etwa 50 Muslime in zwei Moscheen getötet.

Gleichermaßen und den meisten nicht bekannt, führte der Islamische Staat „Kränkungen“ an, um sein grausames Abschlachten von 21 Christen – von denen 20 Kopten waren – am lybischen Meeresufer im Jahr 2015 zu rechtfertigen.

Ein Artikel in Dabia, dem englischsprachigen Online-Magazin des Islamischen Staates, trug die Überschrift „Rache für die Muslimat [muslimischen Frauen], die von koptischen Kreuzzüglern Ägyptens verfolgt werden“. Darin wurde behauptet, das die 21 Christen als „Rache“ für zwei zwei koptische Frauen abgeschlachtet wru den, di e2010 und nach Angaben islamischer Propgganda von Ägyptens koptisch-orthodoxer Kirche gezwungen wurden ihren Übertritt zum Islam zu widerrufen und zum Christentum zurückzukehren.

Tatsächlich stellten sie den verstorbenen koptische Papst Schenuda III damals dar als „US-Spion, ein Entführer und Folterer weiblicher muslimischer Konvertiten vom Christentum, der in Klöstern und Kirchen Waffen hortet, mit der Absicht Krieg gegen die Muslime zu führen und Ägypten zu teilen, um einen koptischen Staat zu schaffen“.

So sieht die Natur der islamischen Propaganda und Projektion aus – immer anderen dessen beschuldigen, was Islamisten gewohnheitsmäßig selbst tun.

Das Magazin des Islamischen Staats zitierte weiter den Bombenanschlag auf die Erlöserinnen-Kirche im Irak 2010 als Produkt der „Rache“ für dieselben angeblichen Rück-Konvertierungen der Frauen in Ägypten zum Christentum. Damals stürmten bewaffnete Jihadisten die irakische Kirche während des Gottesdienstes, eröffneten wahllos das Feuer, bevor sie ihre Selbstmord-Westen zündeten, die „mit Kugellager-Kugeln gefüllt warne, um so viele Menschen wie möglich zu töten“. Fast 60 Christen – darunter Frauen, Kinder und sogar Babys (Bilder, wie es danach aussah) – wurden abgeschlachtet.

Zwei Punkte strafen all solche Behauptungen islamischer „Vergeltung“ aufgrund von „Kränkungen“ Lügen:

Erstens: Seit wann brauchen islamische Terrororganisationen, die regelmäßig Hass auf andere predigen – an erster Stelle davon steht der Islamische Staat – jemals einen Grund oder eine Ausrede, um Nichtmuslimen, in erster Linie Christen, das Leben zur Hölle zu machen? Ich habe zum Beispiel seit Juli 2011 die monatlichen Berichte zur „muslimischen Christenverfolgung“ zusammengestellt (veröffentlicht auf Gatestone Institute). In praktisch jedem dieser monatlichen Berichte (aktuell 91) bombardieren, verbrennen oder verbieten Muslime Kirchen und terrorisieren allgemein Christen. Sollen wir ernsthaft glauben, dass das alles aus muslimischer „Gekränktheit“ gegen entmachtete christliche Minderheiten in ihrer Mitte geschieht?

Zweitens: Was genau haben braune Christen in Sri Lanka mit einem weißen Terroristen in Neuseeland zu tun? Was haben die irakischen Christen in der Erlöserinnen-Kirche oder der eine geköpfte Ghanaer mit den eingebildeten Verbrechen der koptischen Kirche zu tun?

Tatsache ist, dass säkulares westliches Handeln, das absolut nichts mit der Christenheit zu tun hat, regelmäßig von Muslimen angeführt wird, die ihre Wut an den verletzlichen christlichen Minderheiten in ihrer Mitte auslassen.

Das geht bis ins Mittelalter zurück, als Muslime wie der „großherzige“ Saladin „Vergeltung“ an den europäischen Kreuzrittern übte, indem er koptische Christen in Ägypten kreuzigte und ihre Kirchen teerte (dokumentiert in Adel Gundys anstehendem Buch A Sword Over the Nile).

Kurz gesagt: In der Vergangenheit wie in der Gegenwart haben Muslime keine „Kränkungen“ gebraucht, um Christen und andere „Ungläubige“ anzugreifen – obwohl sie sie gegenüber den Naiven in der westlichen Welt immer freudig angeführt haben.

Wer verweigerte den Palästinensern einen unabhängigen Staat? Nicht Israel.

Ein aktueller Text in der New York Times spricht nicht nur Bände über die Ignoranz und stumpfsinnigen Natur der Israelkritik, die die Zeitung verströmt, sondern auch über die intellektuellen Schwätzer und das außenpolitische Establishment, die ihr Denken zum Nahen Osten den Seiten dieser Zeitung entnehmen.

Jonathan S. Tobin, JNS.org, 22. April 2019

Nach Angaben der New York Times lässt die Wiederwahl von Premierminister Benjamin Netanyahu palästinensische Familien „kein Licht am Ende des Tunnels“ sehen.

Ein am Montag auf der Titelseite der Zeitung veröffentlichter Artikel konzentrierte sich auf die Verzweiflung, die palästinensische Familien angesichts der Sackgasse im Friedensprozess fühlen. Sie wissen, dass die Palästinensische Autonomiebehörde, die ihre Städte, Dörfer und Orte regiert, ist furchtbar korrupt und unfähig ein Friedensabkommen mit Israel zu erzielen. Und sie begreifen, dass Israelis kein Vertrauen mehr in die Friedensaussichten haben als sie es haben.

Der Text zeigt, dass manche Palästinenser die Ideologie überdenken, die einen hundert Jahre langen Krieg gegen den Zionismus anheizte. Aber sie verfehlen es eine grundlegende Tatsache zu erwähnen, die die aktuelle Situation definiert: Die Palästinenserführung hat wiederholt Kompromisse abgelehnt, die ihnen die Eigenstaatlichkeit gegeben hätten, die zu wollen sie behaupten. Es ist interessant, dass die New York Times nirgendwo in dem 1.000 Worte langen Artikel diese Tatsache vermerkt.

Dies Auslassung spricht nicht nur Bände über die Ignoranz und die stumpfsinnige Natur der Israelkritik, die die Zeitung verströmt, sondern auch die über die intellektuellen Schwätzer und das außenpolitische Establishment, die ihr Denken zum Nahen Osten den Seiten dieser Zeitung entnehmen.

In der Westbank lebende Araber haben guten Grund ihren aktuellen Führern zu misstrauen. In ein paar wenigen Momenten seltener Klarheit zur Lage, die nur nebenher erwähnt werden, geben einige der Quellen des Textes zu, dass für sie das Leben vor dem Oslo-Prozess besser war, der die PA schuf.

Seit sie 1995 die Macht in den Gebieten übernahm, hat die PA autonom und tyrannisch die arabischen Einwohner von Judäa und Samaria so regiert, dass sie abweichende Meinungen unterdrückt. Dina Teeti, eine Palästinenserin, die in den USA Abitur machte und studierte, drückt es so aus: Die PA lehrt die Menschen „nichts zu hinterfragen“. Sie lernte kritisches Denken erst bei ihrem Studium im Ausland.

Andere stellen heraus, dass es die Sicherheits-Checkpoints und die Trennungsbarriere vor Oslo nicht gab, daher hatten sie weit mehr Bewegungsfreiheit. In dem Artikel bleibt unerwähnt, warum es diese Checkpoints und den Zaun gibt. Sie wurden erst durch die Gewaltwellen nötig, die den Israelis durch die palästinensischen Terroranschläge zugefügt wurden, die aufkamen, nachdem Israel die Kontrolle der Westbank und des Gazastreifens an die PLO abgegeben hatte, nicht vorher.

Die während  die Palästinenser die ihnen zur Verfügung stehenden Optionen abwägen, gibt es eine Reihe anderer Dinge, die in dieser Analyse ihrer Lage fehlen.

Das erste Problem ist die Charakterisierung der Rede Netanyahus israelisches Recht auf die Siedlungen anzuwenden, um den Palästinensern Land für einen Staat zu entziehen. Das stimmt nicht. Es würde ihnen den größten Teil der Westbank und den Gazastreifen lassen, selbst wenn alle Siedlungen statt nur die Blocks entlang der Grenze und um Jerusalem übriggelassen würden.

Wichtiger ist aber, was in dem Artikel komplett ausgelassen wurde. Ausgelassen wurde jegliche Erwähnung der Tatsache, dass die ganze Geschichte des Konflikts hindurch, einschließlich der Zeit, bevor die Westbank 1967 unter israelische Kontrolle kam oder der Geburt es Staates Israel 1948, palästinensische Araber wiederholt jeglichen Kompromiss abgelehnt haben, der einen jüdischen Staat dulden würde, selbst wenn solch ein Kompromiss auch einen unabhängigen Staat für sie selbst bedeutet hätte.

Verschiedene Vorschläge zur Teilung des britischen Mandats Palästina wurden währen dieser Zeit vorgelegt und jeder einzelne wurde sowohl von der örtlichen arabischen Führung sowie dem Rest der muslimischen Welt abgelehnt. Darunter war der UNO-Teilungsplan von 1947, der zwei Staaten vorschlug, einschließlich eines winzigen jüdischen, der keinen Teil von Jerusalem enthielt. Stattdessen entschieden sie sich für einen Krieg, der hunderttausende Araber dazu brachte aus ihren Heimen zu fliehen, in der vergeblichen Hoffnung, sie würden zurückkehren, sobald die Juden vertrieben wurden.

Genauso wenig gab es 1949 bis 1967 sonderlich Lärm um die Gründung eines unabhängigen Palästinenserstaats, als Ägypten den Gazastreifen kontrollierte und Jordanien Judäa, Samaria und die Altstadt von Jerusalem illegal besetzte.

Aber wenn das für die Palästinenser oder die Reporter und Redakteure bei der Times immer noch zu viel alte Geschichte ist, wie kommt es dann, dass sie Ereignisse der letzten 20 Jahre ihrer Aufmerksamkeit entgingen?

Der ehemalige Premierminister Ehud Barak und der damalige US-Präsident Bill Clinton boten PA-Präsident Yassir Arafat 2000 in Camp David einen unabhängigen Palästinenserstaat im Gazastreifen, fast der gesamten Westbank und einen Teil Jerusalems an. Er sagte zu diesem Angebot Nein, ebenso zu einem weit großzügigeren; er reagierte mit einem Zermürbungs-Terrorkrieg, der als Zweite Intifada bekannt ist. Arafats Nachfolger Mahmud Abbas wies dann 2008 einen noch besseren Deal zurück und lehnte es während der acht Jahre, als US-Präsident Barack Obama Israel eindrosch und das diplomatische Spielfeld zugunsten der Palästinenser neigte.

Es ist ermutigend, dass mindestens einige Palästinenser bereit sind damit zitiert zu werden, dass sie „Frieden wählen“. Aber das zu tun erfordert mehr als die Wahrheit zum moralischen Konkurs der von der Fatah beherrschten PA oder der den Gazastreifen regierenden Hamas-Islamisten einzugestehen. Es erfordert eine Bereitschaft die Legitimität eines jüdischen Staates zuzugeben und ein Gefühl der nationalen Identität aufzugeben, das bis heute untrennbar mit einem hundert Jahre alten Krieg gegen den Zionismus und die Juden verbunden ist.

Die Palästinenser müssen anerkennen, dass Israel niemals durch Terrorismus oder Diplomatie erobert werden kann und dass eine Einstaatenlösung, mit der sie hoffen konnten aus ihm einen weiteren mehrheitlich arabischen Staat machen, ein Rohrkrepierer ist. Sie müssen auch akzeptieren, dass es keine Massenzwangsräumung von hunderttausenden Juden aus Jerusalem oder den Siedlungen geben wird. Würden sie das tun, dann könnte die palästinensische Eigenstaatlichkeit möglich sein. Wenn sie aber nicht die Führer oder die Politik, die sie aktuell so in der Luft hängen lassen, nicht ändern können, dann können sie niemanden deswegen Vorwürfe machen als sich selbst, dazu ein internationales außenpolitisches Establishment, das einfach genauso bereit ist historische Fakten zu ignorieren, wie die New York Times.

Wir dürfen sie keinen Erfolg haben lassen

Naomi Ragen, 24. April 2019

Jedes Jahr, wenn der Pessachabend kommt, strenge ich mich an, nicht an diese Nacht zu denken; der Freude der in Ehren gehaltenen Rituale, die die Stammesgeschichte unserer Familie und unseres Glaubens erneuern soll, uns mit ihrer warmen Glut zu umgeben, egal, wer von den Kindern und Enkeln an der Reihe ist sich als Gastgeber der Matzen, bitteren Kräuter und des Weins zu beteiligen. Oft – tatsächlich meistens – habe ich Erfolg damit.

Es war vor fast 20 Jahren, als ich mit meinem Ehemann, Söhnen, neuer Schwiegertochter und angeheirateten Verwandten unseren Sedernamen explodieren sahen, unser Leben bedroht, unsere Mitjuden verstümmelt oder ermordet durch einen palästinensisch-muslimischen Selbstmordbomber. Nur Augenblicke zuvor, erinnere ich mich, wie ich in der Lobby des Park Hotel in Netanya saß, als Großeltern freudig die Ankunft ihrer Kinder und Enkel begrüßten; und dann an den Tisch, der mit den ganzen rituellen Dingen gefüllt war – dem Seder-Teller, dem salzigen Wasser, den Weinflaschen. Ich sollte viele Jahre mit der Frage verbringen, wer von diesen Fremden in der Lobby lebten und wer zu den dreißig gehörten, die starben. Ich fragte mich auch, wer von dem Rest der Überlebenden jemals wieder in der Lage sein würde das Pessach-Seder mit Freude zu feiern.

In Terroraschlägen, die sich gegen religiöse Feiertage richten, die Familientradition sind, liegt eine besondere Obszönität, ein Stammesausdruck von Glaube und Kontinuität. Der Über-Horror der koordinierten Ostersonntags-Anschläge durch muslimische Selbstmordbomber in Sri Lanka war nicht nur eine Tat krimineller Unmenschlichkeit, das war ein unheiliges Sakrileg, das keinem Menschen je verstehen oder verziehen werden kann, der an eine höhere Macht glaubt. Und doch schweigt die muslimische Welt weitgehend, wie üblich, wenn diese Gräueltaten im Namen ihrer Religion verübt werden. Es gab keine Muslime, die sich Kreuze umhängten, wie Neuseeländer Hijabs anlegten, um Solidarität mit muslimischen Terroropfern zu zeigen; kein massenhafter Aufschrei von Imamen oder Oberhäuptern islamischer Staaten. Noch mehr schockt, war ein höflicher, fast schon zurückhaltender Aufschrei der westlichen Welt, als wenn die Leute mehr erschreckt darüber wären selbst wegen jeglichen Ausdrucks von Empörung gegenüber dem Islam wegen dieser Gräueltaten gegen Christen verurteilt zu werden, wobei Barack Obama und Hillary Clinton ihre Beileidskundgebungen sorgfältig als „Oster-Betende“ formulierten.

Die Arbeit zur Entwaffnung und Bändigung dessen, was inzwischen eine schreiende, bodenlose, weltweite Wut angesichts von religiös basierten Gräueltaten durch muslimische Fundamentalisten, indem alle derartige Gegnerschaft als islamophobisch gekennzeichnet werden, ist absurd erfolgreich gewesen, was es fast unmöglich macht einen totalen Krieg gegen den Islam der brutalen Mörder und Vergewaltiger, häusliche Gewalt Begehende und Pädophile, Sklavenhalter und Frauenschläger zu führen: den Islam der globalen Intoleranz und frevelhaften Respektlosigkeit gegenüber anderen.

Vor 20 Jahren waren wir Juden allein, als islamische Terroristen unsere Sederessen, unsere Bar Mitzwa-Jungs, unsere Bräute unter der Chuppa in die Luft jagten. Wir waren nicht überrascht, dass es niemanden kümmerte. Wir hatten Erfahrung. Und so nahmen wir unser Alleinsein und bauten daraus eine aufmerksame Gegenreaktion, Barrieren (die die Welt lautstark verdammte), um unser Volk sicher zu machen, um die Mörder auszusperren.

Die ganze Zeit überzeugten unsere Freunde in Frankreich, Deutschland, England und dem Rest Europas, sowie eine ganze Reihe Amerikaner sich selbst, dass islamischer Terror nicht in dem Hass gegen die „Kafir“ gründet, sondern schlicht gerechtfertigte Reaktionen auf die an den Palästinensern begangenen „Verbrechen“. Das könnte Europäern oder Amerikanern nicht zustoßen, denn sie liebten und unterstützten die Palästinenser, überschütteten sie mit Milliarden Euros und Dollars, um für deren Terrornetzwerke zu zahlen; die jedes Weltforum nutzten, um sich auf sie zu verlassen und ihre „Misshandler“ herunterzumachen – die abscheulichen israelischen Juden. Das war etwas Politisches, nichts Religiöses, behaupteten sie beharrlich. Eine auf Land basierender, reichtum-motivierter Aufschrei der „Unterdrückten“.

Ich kann sie dafür nicht wirklich tadeln. Ich erinnere mich, wie ich mich zur Zeit der Oslo-Vereinbarungen mit guten Juden in Gibraltar zum Sabbatessen setzte und unser sehr intelligenter, freundlicher jüdischer Gastgeber leidenschaftlich die Idee verteidigte, dass der islamische Terror verschwinden würde, sobald die Palästinenser gute Jobs und hübsche Häuser hätten. Menschen im Westen, die zum größten Teil selbst vor langer Zeit jegliche religiösen Gefühle verloren, können einfach nicht verstehen, worum es beim islamischen Terror geht. Die Tatsache, dass Menschen dich hassen und dich und deine Kinder – selbst die sehr kleinen, die in Windeln und winzigen Babyschuhen – tot sehen wollen, einfach weil du es ablehnst, dass Allah der eine, wahre Gott und Mohammed sein Prophet ist..

Wegen dieses vorsätzlichen Unverständnisses hat es für westliche Gemüter lange gedauert – wenn überhaupt je geschieht, egal, was ihnen im Namen des Islam angetan wird – dass sie sich selbst die Hände gebunden haben, was es ihnen unmöglich macht die einfaschen Schritte zu tun, die notwendig wären, um ihre Lieben, ihre gesamte Zivilisation vor der Vernichtung zu schützen.

  1. Jeden auftreiben, der islamisch-fundamentalistischer Neigungen verdächtig ist: die Prediger, die Online-Anhänger, die islamische Terror-Lehrenden und ihre Schüler. Steckt sie weg, bis sie umerzogen werden können, wie die Nazis entnazifiziert wurden und der Nationalsozialismus aus der Welt verschwand, außer bei leicht erkennbaren Inseln an Extremisten, die unter Beobachtung stehen und damit leicht gezügelt werden können.
  2. Schließt alle Anbieter sozialer Medien, die jihadistische Inhalte hosten. Basta.
  3. Lehnt Handel mit Ländern ab, die islamischen Extremismus tolerieren. Macht ihren Tourismus dicht. Schließt ihre Bankkonten. Macht diejenigen, die gegen diesen Boykott verstoßen, haftbar und verhängt schwere Geld- und Haftstrafen gegen sie.
  4. Mach den religiös begründeten Mord an jedem Bürger eines jeden Landes zu einem Kriegsakt mit allem, was das zur Folge hat, damit diejenigen, die ihn billigen und feiern, Kriegsverbrecher sind.
  5. Deportiert die jeden, der beim Begehen, Bejubeln, Feiern oder Billigen islamischer Terroranschläge wo auch immer auf der Welt erwischt wird, in die islamischen Heimatländer. Zerstört ihre Häuser, macht ihre Geschäfte, Gotteshäuser und Bildungsinstitutionen dem Erdboden gleich.

Natürlich stehen die Chancen, dass irgendetwas davon zu meinen Lebzeiten geschieht, praktisch gleich null. Die fortgesetzte Duldung der westlichen Welt gegenüber diesen Gräueln, diese Blasphemien im Namen irgendwelcher falschen Ouvertüren zu Koexistenz und Frieden werden so sichergestellt wie sie starrsinnig und destruktiv. Und so verzweifelt man wegen alle, das die Welt vor mehr Gräueltaten dieser bewahren kann, außer der direkten Intervention des echten Gottes, nicht der niederträchtigen Erfindung, der Jihadisten zu dienen und die sie anzubeten behaupten.

Wir sind die Glücklichen. Vor fast zwanzig Jahren, angetrieben von einem unerklärlichen Gefühl der Dringlichkeit, trieb ich meine Familie die Treppe hinauf in einen für uns und den Hoteleigentümer reservierten, separaten Speisesaal, weil wir beide unser eigenes Seder haben wollten, statt an dme gemeinsamen unten teilzunehmen. Selbst meine angeheiratete Verwandtschaft, die immer noch in den Toiletten unten war, schaffte es wie durch ein Wunder den Folgen der Explosion zu entgehen.

Trotzdem: Obwohl wir physisch unbeschadet waren, verändert so etwas zu erleben dich nicht nur für immer, sondern verändert die Welt, in der du lebst, die Religion, die du praktizierst, die Feiertage, die du einhältst, wirft einen Schatten der Trauer auf jedes Gebet. Für Jihadisten ist uns und unsere Kinder zu töten, die Sahnehaube auf dem Kuchen. Ihr wahres Ziel ist es unseren Glauben zu vernichten, unsere Rituale und unsere Art Gott zu dienen. Wir dürfen sie keinen Erfolg haben lassen.

25 Jahre nach Oslo: Der Elefant im Raum

Ist es muslimischen Palästinensern möglich mit Israel Frieden zu schließen?

Robert L. Meyer, FrontPageMag, 17. April 2019

Vorbemerkung des Autors: Ich habe den Islam mehr als fünf Jahre lang studiert, weil ich wissen wollte, was sogenannte „islamistische“ oder „radikale“ Muslime gegen Juden, Israel und den Westen antreibt. Ich verstehe das jetzt. Der folgende kurze Artikel legt die Argumente dar, warum „Land für Frieden“ unter dem Islam schlicht unmöglich ist, aufgrund von Sure 2,191- und es ist dieser Grund (und die Ignoranz westlicher und israelischer Diplomaten und Unterhändler diesbezüglich), die es muslimischen Palästinensern unmöglich gemacht hat und weiter machen wird Frieden mit Israel zu schließen. Diese palästinensische Haltung ist von den obersten religiösen Fürhern der Palästinenser bestätigt worden, die bekräftigt haben, dass GANZ Palästina eine heilige islamische Waqf (Arabisch: eine unveräußerliche religiöse Schenkung gemäß islamischem Scharia-Recht) ist und daher „nicht einmal ein Millimeter“ davon aufgegeben werden darf. Der Artikel ist von einer Reihe Islamexperten überprüft und auf seine Richtigkeit hin bestätigt worden.

*

Es sind jetzt mehr als 25 Jahre seit im Oktober 1993 die Oslo-Vereinbarungen unterschrieben wurden. Doch in den vielen veröffentlichten Kommentaren und Berichten zu diesem Jubiläum und dem Versagen der Seiten zu einer endgültigen Zweistaatenlösung für den israelisch-palästinensischen Konflikt zu kommen ist nirgendwo ein israelischer Politiker oder Journalist zu finden, der die leiseste Ahnung der massiven Auswirkungen des Islam auf die Beeinflussung und Motivation der angeblichen Friedenschaffenden bei den Palästinensern hat.

Der Islam ist in der Tat der „Elefant im Raum“ (das Offensichtliche).

Der Koran erklärt in Sure 2,191: „Vertreibt sie von dort, von wo immer sie euch vertrieben.“

Islamische Gelehrte haben diesen Vers durchgängig so interpretiert, dass Land, das durch Eroberung oder anders einmal islamisch wurde, auf ewig islamisch bleibt und dass Muslime jede nichtmuslimische Regierung vertreiben muss, die in einem Land die Macht übernimmt, das einmal unter islamischer Herrschaft stand.

Kalif Omar eroberte Jerusalem und Palästina im Jahr 637 n.Chr. und das Land Israel blieb (mit Ausnahme der 188 Jahre der Kreuzritterzeit von 1099 bis 1187) bis zum September 1923 unter islamischer Herrschaft; damals begann das britische Mandat. Für Muslime ist Palästina seit seiner Eroberung durch den Islam 637 „muslimisches Land“.

Darüber hinaus ist diese Haltung von Mahmud Al-Habbasch untermauert und bestätigt worden; al-Habbasch ist Berater des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas für Islam und zudem der oberste Scharia-Richter der palästinensischen Autonomiebehörde (PA):

Mahmud Al-Habbasch betonte, dass gemäß dem islamischen Scharia-Recht das gesamte Land Palästina ein waqf ist (d.h. eine unveräußerliche religiöse Schenkung gemäß dem islamischen Recht) und ein gesegnetes Land, von dem verboten ist auch nur einen Millimeter zu verkaufen, zu verschenken oder Die Besatzung zu ermöglichen.

[Offizielle PA-Tageszeitung Al-Hayat Al-lJadida, 22. Oktober 2014; Übersetzung: Palestinian Media Watch (PMW)]

Siehe auch die Erklärung PA unten, übersetzt aus dem arabischen Original:

Jeder, der glaubt, das sie Nation ihr Palästina oder ihr Jerusalem verkauft hat, bildet sich nicht nur etwas ein. Jeder, der glaubt, dass ein Tag kommen wird, an dem die Nation einen Zoll oder Millimeter des gesetzten und geheiligten Landes Palästina verkauft ist reine Einbildung. Die gesamte Nation sagt, was [PA-] Präsident Mahmud Abbas sagt: ‚Der Palästinenser, Araber, Muslime und Christen, die auch nur einen Zoll von Jerusalem preisgeben, ist noch nicht geboren und wird nie geboren werden.‘“

[Offizielles PA-Fernsehen, 20., April 2018; Übersetzung: PMW]

Der derzeitige Mufti der palästinensischen Autonomie, Mohammed Hussein, hat dieselbe Haltung bekräftigt:

Palästina, dazu gehört Jerusalem, ist Waqf-Land und es ist durch Scharia-Gesetz verboten es preiszugeben oder die Eigentums-Übertragung auf seine Feinde zu erleichtern, denn es ist Teil des öffentlichen islamischen Eigentums. Besitz über islamisches Territorium oder Teil davon Feinden zu übertragen ist ungültig und stellt Hochverrat dar.

[Offizielle PA-Zeitung Al-Hayat Al-Jadida, 13. April 2018; Übersetzung: PMW]

Bitte beachten Sie, dass die palästinensische Autonomiebehörde dieselbe Sichtweise spiegelt, die in der Hamas-Charta dargelegt ist (Artikel 11):

Die Islamische Widerstandsbewegung [Hamas] glaubt, dass das Land Palästina ein islamisches waqf ist, geweiht für zukünftige Generation muslimische Generationen, bis zum Tag des Jüngsten Gerichts. Es oder jeder Teil davon darf nicht vergeudet werden; es oder kein Teil davon darf nicht aufgegeben werden.

Aus diesen Gründen ist der Austausch von muslimischem „Land für Frieden“ mit Israel unter dem Islam schlicht unmöglich. Hat irgendjemand in Israel je diesen Punkt bemerkt oder darüber nachgedacht – oder sind wir so ignorant dem Islam gegenüber, dass es nie angemessen in Betracht gezogen und bewertet worden ist?

Der Koran Sure 2, Vers 191 wird von Shimon Peres gegenüber 2015 einmal erwähnt. Er antwortete: „Nein. Sie haben Unrecht. Wir schlossen Frieden mit Ägypten. Wir schlossen Frieden mit Jordanien.“

Shimon Peres hatte Recht – und Unrecht.

Vor der Unterzeichnung des Friedensvertrags zwischen Israel und Ägypten im März 1979 bestand der ägyptische Präsident Anwar Sadat auf seiner erklärten Forderung – die auch erfüllt wurde – „jeden Quadratzentimeter des Sinai zurückzuerhalten“. Das geschah ungeachtet der ursprünglichen Verhandlungsposition Israels nach einer fortgesetzten israelischen Beobachtungspräsenz in Scharm el-Scheik und den westlichen Bergen des Sinai und Beibehaltung sowohl der von Israel entwickelten Tourismusorte Taba und Yamit nahe Eilat auf dem Sinai.

Nachdem der Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten unterzeichnet wurde, konnte Sadat zum ägyptischen Volk zurückkehren und zurecht behaupten, dass er „jeden Quadratzentimeter“ des von Ägypten verwalteten muslimischen Landes zurückbekommen hatte.

Der Fall Jordanien ist noch interessanter und erhellender.

In einem zweistufigen Manöver, das im Juni 1988 begann, gab König Hussein alle jordanischen Ansprüche an Judäa und Samaria auf, die im jordanischen Wunschdenken „Westbank“ (Westufer des Jordan) genannt wurde. Sechs Jahre später, im Oktober 1994, unterschrieben Israel und Jordanien einen Friedensvertrag.

Es hatte aber ein ernstes Problem gegeben: Israel besetzte seit dem Juni 1967 drei Bereich jordanisches Land: die winzige „Friedensinsel“ mitten im Jordan und zwei Felder, die zu israelischen Siedlungen in der Arava, südlich des Toten Meeres gehörten.

In Anhang 1A und 1B des Friedensvertrags wurde das gelöst: Israel erkannte die volle jordanische Souveränität über all dieses Land an. Jordanien stimmte zu, dass Israel das Land auf dieselbe Weise weiter „nutzen“ konnte, wie vorher, für einen „rollenden“ Zeitraum von 25 Jahren, außer das wird von Jordanien mit einer einjährigen Vorlaufzeit aufgekündigt (was Jordanien Ende Oktober 2018 tat).

Nach der Unterzeichnung des Friedensvertrags konnte König Hussein dem jordanischen Volk gegenüber richtigerweise den Anspruch erheben, dass er jeden Quadratzentimeter des jordanisch verwalteten muslimischen Landes zurückgeholt hatte.

Was das Land Israel/Palästina selbst angeht, das „vom Fluss bis zum Meer“ reicht, überließen die Arabische Liga und Jordanien es Palästinenserpräsident Yassir Arafat und der Palästinensischen Befreiungsorganisation als einziger Instanz, die darüber mit Israel verhandeln und das lösen sollte.

Was machten Yassir Arafat und sein Nachfolger Mahmud Abbas?

Bei den Verhandlungen in Camp David im Juni 2000 zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Barak und Yassir Arafat bot Israel an 97% von Judäa und Samaria den Palästinensern abzugeben; Arafat verblüffte Barak und Präsident Bill Clinton damit, dass er nie ein Gegenangebot machte. Warum? Weil er das nicht tun konnte: Der Koran (Sure 2,191) erlaubte es nicht. Allah sagt, dass muslimisches Land niemals den Kuffar (Ungläubigen) überlassen werden kann; darauf steht der Tod. Das die Palästinenser israelische Souveränität über irgendeinen Teil palästinensischen Landes anerkennen was unmöglich. Muslimische Palästinenser hätten das nie akezptiert und Arafat wäre von seinen eigenen Leuten ermordet worden.

Nachdem die Verhandlungen in Camp David gescheitert waren, wurde Arafat von einem arabisch-israelischen muslimischen Journalisten auf Arabisch gefragt, warum er die Verhandlungen verlassen habe. „Weil die Israelis uns nicht 100% geben wollten!“, antwortete er. Der Koran verfügt, dass Arafat ganz Palästina zurückholt, angefangen mit der sogenannten „Westbank“. Er hatte nicht die Freiheit es anders zu machen.

Sieben Jahre später war es bei den Verhandlungen zwischen dem israelischen Premierminister Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas auf der Konferenz in Annapolis im November 2007 genau dasselbe: Ehud Olmert machte den Palästinensern ein sehr großzügiges Angebot von 97% von Judäa und Samaria, wobei Jerusalem kreuz und quer zerschnitten wurde, eine Landverbindung zwischen dem Gazastreifen und Judäa und Samaria geschaffen wurde und sogar einige palästinensischen Flüchtlingen die Rückkehr nach Israel gestattet wurde.

Aber wie reagierte Abbas? Auch er machte kein Gegenangebot. Warum? Weil er das nicht tun konnte (Sure 2,191). Der Koran verbot die Anerkennung israelischer Souveränität über jeglichen Teil muslimisch-palästinensischen Landes, muslimische Palästinenser würde das nie akzeptieren und Abbas wäre von den Palästinensern ermordet worden.

Gemäß dem Koran ist den Palästinensern befohlen ALLES palästinensisch-muslimische Land „vom Fluss bis zum Meer“, ein heiliges waqf unter dem Scharia-Recht zurückzuholen. Das Konzept des israelisch verwalteten muslimischen Landes (d.h. Anerkennung der Souveränität des Staates Israel über jeglichen Teil von Palästina) ist im Islam nicht möglich.

Ist Ihnen jemals aufgefallen, dass palästinensische Ansprüche immer in auf Land baiseenden Begriffen wurzeln? Sie sprechen von der „Besatzung“ ihres Landes, davon von den Israelis 1948 aus Palästina „vertrieben“ worden zu sein und ihr gesamtes Land „vom Fluss bis zum Meer“ zurückzugewinnen. Das oberste Gesetz der palästinensischen Autonomie macht Landverkäufe von Palästinensern an Juden zur Straftat, die mit dem Tod bestraft wird. Mohammed gab auf seinem Todesbett einen Befehl „die Juden und Christen aus der Arabischen Halbinsel zu vertreiben und niemanden außer Muslimen dort zu behalten“. Die Hamas–Krawalle an der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen finden im Gedenken an den „Tag des Landes“ statt. Lässt irgendetwas davon etwas klingeln?

In den Oslo-Vereinbarungen versprachen die Palästinenser den Staat Israel innerhalb der „Grünen Linie“ anzuerkennen und die PLO-Charta entsprechend zu abzuändern. Das haben sie nie getan. Sie können und wollen das nicht tun, ohne gegen Allahs Gebot in Sure 2,191 zu verstoßen.

Wenn man an die tausenden Stunden Verhandlungen von Israel, den USA und anderen internationalen Unterhändlern denkt, die seit Oslo versuchen eine Endvereinbarung mit den Palästinenser zu einer „Zweistaatenlösung“ zu finden, dann erinnert das an das „Spiegel-Prinzip“.

Israelische, amerikanische und andere Politiker und Unterhändler glauben weiter, dass sie mit „dem Mann im Spiegel“ verhandeln, d.h. jemandem, der wie sie auf eine westliche, säkulare Weise denkt, ohne Rücksicht auf vorherrschende religiöse Faktoren.

Manche Kommentatoren erklären, dass die Führung der Palästinenser, angefangen mit Yassir Arafat, säkular ist. In dem Maß, wie das stimmen könnte, spielt es keine Rolle. Das palästinensische Volk ist gewiss nicht säkular. Eine vom Jerusalem Media and Communication Centre durchgeführte Umfrage, die am 6. August 2018 veröffentlicht wurde, wollte von den Palästinensern in Judäa und Samaria (der „Westbank“) und dem Gazastreifen wissen: „Spielt Religion im Allgemeinen eine wichtige Rolle in Ihrem Leben?“ Die Antwort lautete in der Westbank zu 96,8% „Ja“, im Gazastriefen zu 99,2% „Ja“.

Israelische und amerikanische Unterhändler verhandeln nicht mit „dem Mann im Spiegel“ wie sie selbst es sind, sondern mit religiösen Palästinensern muslimischen Glaubens. Ein wenig mehr harte Kenntnisse über den Islam, der der „Elefant im Raum“ ist, würde helfen die Palästinenser als von ihren eigenen, ernst genommenen religiösen und kulturellen Imperativen getrieben zu begreifen, die das genaue Gegenteil derer der Israelis und Amerikaner sind.

Israels Wahl hat die Hoffnung auf Frieden nicht gekillt. Sie war bereits tot.

Jüdische und palästinensische Haltungen sind eingegraben und kein Parteivertreter bot Ideen das zu ändern.

Daniel Gordis, Bloomberg, 17. April 2019

1996, als Benjamin Netanyahu gegen Shimon Peres als Premierminister antrat, lautete sein Wahlkampf-Slogan: „Es gibt keinen Frieden, es gibt keine Sicherheit, es gibt keinen Grund für Peres zu stimmen.“ Die Folge war, wie Netanyahu in folgenden Wahlkämpfen bekräftigen sollte, dass nur er „Frieden mit Sicherheit“ bringen könne. Bei seiner Siegesrede in dem Jahr versprach er „Frieden für alle“, „Sicherheit für alle“ und „Wohlstand für alle“. Dann sagte er:

Heute Abend reiche ich meine Hand allen arabischen Führern und allen unseren Nachbarn, unseren palästinensischen Nachbarn die Hand entgegen. Ich rufe euch auf euch uns auf der Straße zu echtem Frieden mit Sicherheit anzuschließen. Lasst uns auf einen Weg der Sicherheit für alle gehen, für alle Staaten der Region. Die Regierung, die wir bilden werden … wird weiter mit den Palästinensern verhandeln und wir werden auch versuchen die Verhandlungen mit anderen arabischen Staaten voranbringen.

Heute, fast ein Vierteljahrhundert später, während Netanyahu im Begriff ist Israels Gründungsvater David Ben Gurion als am längsten dienender Regierungschef zu überholen, fallen zwei Elemente seiner Rede von 1996 auf. Erstens hat er die meisten dieser Versprechen erfüllt. Die Israelis fühlen sich sicher. Die israelische Wirtschaft brummt bewundernswert und der Lebensstandard ist drastisch gestiegen. Die Beziehungen zu anderen arabischen Staaten, einschließlich Ägypten, Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten, sind eng, bei einigen öffentlicher als andere.

Der zweite Punkt ist jedoch, dass Netanyahu es nicht geschafft hat Frieden mit den Palästinensern zu bringen. In dem Vierteljahrhundert seitdem Netanyahu erstmals gewählt wurde, hat sich diese Beziehung nicht bewegt. Dennoch – und das ist der Punkt, den viele Beobachter in den USA missverstehen, wenn sie wegen der Wahlergebnisse von letzter Woche mit den Händen ringen – machen sehr wenige Israels für diese Fehlschlag Netanyahu verantwortlich.

Bei den Wahlen diesen Jahres hatte keine einzige Parte – nicht Blau und Weiß, die aus dem Nichts auftauchte, um Netanyahu einen harten Wettlauf lieferte; nicht Ben-Gurions Arbeitspartei, die in ihrem schlechtesten Abschneiden aller Zeiten magere sechs Sitze gestutzt wurde; und nicht einmal Meretz, Israels jüdische Partei, die am meisten links steht – in ihrem Wahlkampf den Frieden als Slogan oder Versprechen. In Israels Wahlen von 2019 stand Frieden schlicht nicht auf der Tagesordnung.

Viele Israelis hoffen immer noch auf Frieden und viele (wenn auch eine stetig abnehmende Zahl) bevorzugen immer noch eine Zweistaatenlösung. Aber wenige können sich vorstellen, dass es in den kommenden Jahren eine Chance für eins von beidem gibt. US-Präsident Donald Trump hat den „Deal des Jahrhunderts“ lange versprochen, aber die Israelis haben dazu weitgehend zwei Meinungen: Viele glauben, er wird nie das Tageslicht erblicken; die meisten des Restes glauben, weil die Palästinenser das Programm bereits als „Totgeburt“ bezeichnet haben, spielt es keine Rolle, was die Israelis davon halten.

Es gibt weder heute noch in der absehbaren Zukunft einen „Deal“, in erster Linie weil die Palästinenser immer noch keinen Frieden mit der Vorstellung geschlossen haben, dass ein jüdischer Staat auf Dauer bestehen wird. Als die Hamas, die den Gazastreifen kontrolliert, letztes Jahr ihren Marsch der Rückkehr“ begann, versprach sie, dass der Marsch der Anfang der „Befreiung ganz Palästinas, vom Mittelmeer bis zum Jordan“ sein würde. Mit anderen Worten: Der Marsch war einfach das jüngste Kapitel im Drang den jüdischen Staat zu vernichten. Es gibt noch tausende Holocaust-Überlebende in Israel und die Israelis hören regelmäßig: „Wenn ein Feind des jüdischen Volks dir sagt, dass er dich töten will, dann glaube ihm.“ Die Israelis nehmen die Hamas ernst.

Gleichermaßen nahmen die Israelis auch Palästinenserpräsident Mahmud Abbas ernst, als der US-Präsident Donald Trump warnte, jeder Friedensplan, der keinen Palästinenserstaat entlang der Grenzen von 1967 gründet, sei inakzeptabel. Diese Grenzen, wissen sie, sind im Grunde nicht zu verteidigen; was Abbas damit anstrebt, ist kein Staat, glauben sie, sondern die schrittweise Vernichtung Israels.

Die Israelis könnten mit ihrer Ansicht zu Abbas falsch liegen, aber diese überwiegt. Verbinden Sie das mit der Tatsache, dass die heute jungen Israelis, wie die jungen Palästinenser von heute, lange nach der Ermordung von Yitzhak Rabin 1995 und nachdem die Oslo-Vereinbarungen in einer Wellte palästinensischen Terrors in die Luft flogen, erwachsen wurden, dann wird es plötzlich weniger mysteriös, dass israelische Millenials rechter sind als ihre Eltern.

Für amerikanische Ohren, besonders für amerikanisch-jüdische Ohren, klingt Netanyahus Wiederwahl wie die Totenglocke für den Frieden; für israelische Ohren ist der Frieden lange schon tot gewesen.

Was die Israelis entscheiden mussten, war, ob sie die Sicherheit und den Wohlstand haben wollten, die Netanyahu auf Kosten von Korruptionsanklagen und Trumpartigen Angriffen auf demokratische Institutionen geliefert hat oder ob sie einen Mister Proper bevorzugen, der die Korruption beenden würde, aber dessen Befähigung die Sicherheit und den Wohlstand völlig unerprobt ist. Sie stimmten für das „Übel, das sie schon kennen“.

Was immer die Wahl in Israel bedeutet, die Israelis stimmten nicht gegen den Frieden: Keine Partei hatte sich auf ihn festgelegt. Das spiegelt auch keine Schwächung der israelischen Demokratie. Benny Gantz, den man als Politiker vor ein paar Monaten noch gar nicht kannte, kam einem Sieg über Netanyahu sehr nahe. Und niemand macht sich Sorgen darüber, ob Netanyahu im Fall einer Niederlage zurücktreten würde.

Wenn der Wahlkampf diesen Jahres Sorgen macht, dann wegen eines anderen Themas, das – wie Frieden – unerwähnt blieb. 1996 lautete ein weiterer Slogan von Netanyahu, dass er „gut für die Juden“ sei. In einem Zeitalter, in dem territoriale Zugeständnisse wahrscheinlich erschienen, bedeutete diese Redewendung eines. Heute, wo Netanyahus Rhetorik gegen israelische Araber unbestreitbar ist, beschwört es ganz andere Befürchtungen. Was Israel braucht, ist ein Gespräch darüber, was das Jüdisch sein des jüdischen Staates bedeutet und wie sie zum Ausdruck gebracht wird.

Leider waren die einzigen Parteien, die mit einer klaren jüdischen Vision für den jüdischen Staat antraten, die von der extremen, unbestreitbar rassistischen Rechten. Für sie sollte ein jüdischer Staat keine Araber haben. Ein jüdischer Staat sollte keine territoriale Kompromisse eingehen. Souveräne Juden sollten aufhören sich darum zu kümmern, was der Rest der Welt von ihnen oder ihrer Politik denkt. Juden sollten das Land annektieren, das Gott ihnen verhieß.

Den meisten Israelis sind solche Einstellungen verhasst. Doch die Mehrheit der Parteien Israels sagte nichts von Bedeutung darüber, wie Israel seine jüdischen Verpflichtungen bekundet. Nur wenige in Israel glauben, dass eine jüdische dmeografische Mehrheit ein ausreichender Maßstab für Jüdisch sein ist, aber wie das Maß des Jüdisch seins  Israels aussehen sollte wird selten aufgebracht.

In den Tagen vor der Wahl nahm ich an einem kleinen Wohnzimmer-Treffen mit Mosche (Bogie) Ya’alon teil, einem der Leiter von Blau und Weiß. Gefragt, was Jüdisch sein für Israel bedeuten sollte, antwortete Ya’alon – nicht nur en General und ehemaliger Generalstabschef, sondern auch Atuor, hoch angesehen für seinen Intellekt und den Umfang seines Wissens – dass Israel „gerecht und normal“ sein sollte. Keine westliche Führungskraft eines überwiegend christlichen Landes würde etwas anderes gesagt haben. Die meisten der im Raum Befindlichen waren gekommen, weil sie tendierten dazu für Blau und Weiß zu stimmen und wollten mehr wissen; ich habe den Verdacht, dass die meisten dann auch für die Partei stimmten. Aber es ist nicht zu bestreiten, dass viele Linke den Abend enttäuscht angesichts der Schalheit der Vision der Partei für ihren Staat verließen.

Dass Frieden nirgendwo in Aussicht steht, ist natürlich tragisch, aber es ist sowohl eine Gefahr als auch eine Chance. Es ist eine Gefahr, denn weil die Palästinenser voraussichtlich bis in die absehbare Zukunft Israels Feinde bleiben werden, ist die Möglichkeit für tiefer gehende antiarabische Gefühle in Israels Jugend zu verwurzeln noch größer.

Der Tod des Friedens ist aber auch eine Chance. Weil die Israelis jetzt keine territoriale oder Sicherheits-Zugeständnisse haben, über die sie streiten müssen, könnten sie ihre Aufmerksamkeit endlich der Diskussion über die Demografie hinaus zuwenden, wie ihr Land sinnstiftend jüdisch sein kann. Was das vielleicht Tragischste an Israels Wahl war, dass weder der Sieger noch einer seiner Herausforderer daran interessiert zu sein scheint dieses Gespräch in Gang zu bringen.

Der Status quo, den es auf dem Tempelberg nie gab

Elder of Ziyon, 8. April 2019

Ha’aretz hat einen Artikel zu einer Fotoausstellung, die Bilder des Tempelbergs seit dem Beginn der Fotografie zeigt. Diese ist im Museum der David-Zitadelle in Jerusalem zu sehen. (Den Artikel finden Sie kostenlos hier.)

In dem Artikel heißt es:

In den (auf 1967) folgenden Jahren wurde der Tempelberg von zahllosen Israelis fotografiert, die über den Ort spazierten. In diesen Jahren schien die Waqf die derzeitigen, sogenannten „Sittsamkeits“-Regeln nicht hochzuhalten. Viele Männer und Frauen sind zu sehen, wie sie in Shorts herumgehen, manchen halten Souvenirs in Händen oder Taschen mit Einkäufen aus der Altstadt.

In den 70-ern wurde der Ort vom Fotografen Mula Eshet als Set für Modefotos von Gottex genutzt. In der Ausstellung ist ein Mannequin in einem blauen Kleid vor dem Hintergrund der blauen Verzierungen des Felsendoms fototgrafiert worden – eine heute kaum vorstellbare Szene.

Diese Details zeigen, dass es den „Status quo“ des Tempelbergs, der von der jordanischen Waqf angeblich gehalten wird, nicht existierte. Die Einschränkungen für Israelis und Juden beim Besuch des Ortes, die es heute gibt, sowohl was Kleidung als auch das Tragen von Taschen angeht, gab es nicht.

Noch eins zu dem Foto des Mannequins von 1976.

Ich habe gelegentlich vermerkt, dass der Felsendom im Verlauf der Jahrhunderte mit Unkraut übersät gewesen ist. Man würde eher nicht erwarten, dass mit einer muslimischen heiligen Stätte so umgegangen wird. Hier ein Beispiel aus den 1950-er Jahren:

Das Bild mit dem Gottex-Mannequin zeigt, dass sich sogar noch 1976 Unkraut seinen Weg durch das Pflaster bahnte.