Gibt es „Kulturen, die anderen überlegen“ sind?

Raymond Ibrahim, 15. Mai 2023

Zeichnung des Hindu-Brauchs sati (Rechts: General Charles Napier)

Vor kurzem erklärte Papst Franziskus, während er sich bei „indigenen Völkern“ entschuldigte und Christen denunzierte – ohne den entscheidenden historischen Kontext: „Nie wieder darf die christliche Gemeinschaft es sich erlauben sich von der Idee infizieren zu lassen, dass eine Kultur anderen überlegen ist…

Das – zu behaupten, alle Kulturen seien ebenbürtig – ist ein gefährlicher Standpunkt, nicht zuletzt, weil er zu Relativismus und der Verleugnung der Wahrheit führt.

Für die meisten Westler von heute zaubert das Wort Kultur bestenfalls oberflächliche Unterschiede hervor – „exotische“ Kleidung oder Essen. In Wirklichkeit sind Kulturen jedoch nichts weniger als komplette und unterschiedliche Weltanschauungen mit ihren eigenen, einzigartigen Systemen an Richtig und Falsch; sie wurzeln oft in einer Religion oder Philosophie.

Allerdings sind für manche Denker, so für den Essayisten T.S. Eliot, „Kultur und Religion“ untrennbar miteinander verbunden und „verschiedene Aspekte derselben Sache“.

Kultur mag sogar einfach als das beschrieben werden, was das Leben lebenswert macht… Keine Kultur kann entstehen oder sich entwickeln, außer in Beziehung zu einer Religion… wir können eine Religion als die gesamte Lebensweise eines Volks betrachten, von der Geburt bis zum Grab, von Morgen bis Abend und sogar im Schlaf und auf diese Lebensweise ist auch ihre Kultur. [Aus Eliots Notes Towards the Definition of Culture, 1943, S. 100-101, Hervorhebung im Original]

Genauso der anglo-französische Historiker Hilaire Belloc:

Kulturen entspringen Religionen; letztlich ist die Lebenskraft, die jede Kultur erhält, ihre Philosophie, ihre Einstellung gegenüber dem Universum; der Verfall einer Religion geht mit dem Verfall ihrer Kultur einher – wir sehen das am deutlichsten beim Zerfall des Christentums heute.

Kurz gesagt: Kulturen bringen viel mehr als, sagen wir, die Annehmlichkeit die Straße runter eine indische Küche zu haben.

Fakt ist, dass alle Werte, die der moderne Westen traditionell schätzt – Religionsfreiheit, Toleranz, Humanismus, Monogamie – sich nicht in einem Vakuum entwickelten, sondern untrennbar in christlichen Prinzipien wurzeln , die im Verlauf von etwa zweitausend Jahren einen tiefgehenden Einfluss auf die westliche Erkenntnistheorie, Gesellschaft und natürlich Kultur gehabt haben.

Heute werden sie zwar für selbstverständlich genommen und als „universal“ betrachtet, aber es gibt einen Grund dafür, dass diese Werte in christlichen – nicht muslimischen, buddhistischen, hinduistischen oder konfuzianischen – Staaten geboren und gehegt wurden. Selbst wenn man das weithin etablierte Narrativ akzeptieren sollte, dass die „Aufklärung“ das ist, was zu westlichem Fortschritt führte, dann sagt es schon viel, dass sich diese Aufklärung in christlichen – nicht in den vielen nicht-christlichen – Staaten entwickelte.

All das wird von denen übersehen, die die spirituellen und intellektuellen Wurzeln der westlichen Zivilisation ignorieren – darunter offenbar auch Papst Franziskus.

Das ist zufällig der Grund, dass alle säkularen Westler sich arroganterweise als der Gipfel aller menschlichen Geschichte betrachten – „aufgeklärte“ Denker, die allen kulturellen und religiösen Ballast zugunsten des rein Materiellen abgeworfen haben. Für sie sind alle Religionen und Kulturen Oberflächlichkeiten, die irgendwann von allen Völkern der Welt abgestreift werden. Die nichtwestliche Welt ist laut diesem Denken dafür bestimmt sich genauso wie der Westen zu entwickeln, der nicht länger als eine ausgeprägte Kultur betrachtet wird, sondern als Endpunkt aller Kulturen.

Die Torheit solchen Denkens ist besonders im Kontext von Islam und Muslimen zu sehen, die in diesem neuen Paradigma als embryonale Westler betrachtet werden. Was immer ein Muslim sagen mag – Aufrufe zum Jihad, Hass auf Ungläubige – er wird tief in sich drin den „Säkularismus“ wertschätzen und so weiter. Damit ist er „nach unserem Bild geschaffen“, außer natürlich, wir vergessen die Wurzeln von „unserem Bild“.

In Wirklichkeit hat der Muslim sein eigenes, einzigartiges und uraltes Weltbild und Prinzipien – seine eigene Kultur – die im Gegenzug Verhalten auslöst, das nach westlichen Standards (die fälschlich für „universale“ Standards gehalten werden) für „radikal“ gehalten wird.

So schrieb T.S. Eliot, der über diese Fragen viel nachdachte: „Letztlich müssen feindselige Religionen feindliche Kulturen bedeuten; und letztlich können Religionen nicht miteinander versöhnt werden.“

Das, was von der Wurzel her ein christliches Paradigma ist, als „universal“ darzustellen und dann auf fremde Kulturen wie den Islam anzuwenden, ist zum Scheitern verdammt. Die Vorstellung, dass Muslime zu ihrer Religion stehen und trotzdem natürlich in die westliche Gesellschaft passen, ist falsch und baut auf einer falschen Voraussetzung auf: dass die Christenheit sich irgendwie auch selbst mäßigen musste, um in eine säkulare Gesellschaft zu passen. Tatsächlich waren christliche Prinzipien, die dem Islam fremd sind, für die Bildung des Westens grundlegend.

Was ist dann mit dem „Multikulturalismus“ – dieses Wort, das im Westen angeblich gefeiert und von ganzem Herzen akzeptiert wird? Dahinter steht die Vorstellung, dass alle Kulturen gleich sind und keine – schon gar nicht die christliche oder westliche Kultur – „anderen überlegen ist“, um Franziskus zu zitieren. In Wirklichkeit ist Multikulturalismus nur eine weitere euphemistische Art die Wahrheiten einer Religion zu untergraben und durch Relativismus zu ersetzen.

Frühe westliche Völker begriffen, dass vor einer fremden Kultur zu kapitulieren gleichbedeutend mit Selbstmord ist. Wieder Eliot:

Es ist unvermeidlich, dass wir, wenn wir unsere Religion verteidigen, gleichzeitig unsere Kultur verteidigen sollten und umgekehrt: Wir gehorchen dem fundamentalen Instinkt, unsere Existenz zu bewahren [Hervorhebung im Original].

Eine Anekdote, die diesen „Zusammenprall der Kulturen“ gut einfängt: Nachdem die britischen Kolonialmächte sati verboten – die hinduistische Praxis Witwen bei lebendigem Leib bei deren Beerdigung mit ihren verstorbenen Ehemännern zu verbrennen – beschwerten sich hinduistische Priester beim britischen Gouverneur Charles James Napier, sati sei ihr Brauch und daher richtig, worauf der Gouverneur antwortete:

So mag es sein. Diese Witwenverbrennung ist euer Brauch; bereitet den Beerdigungs-Scheiterhaufen vor. Aber meine Nation hat auch einen Brauch. Wenn Männer Frauen bei lebendigem Leib verbrennen, dann hängen wir sie und beschlagnahmen ihren gesamten Besitz. Meine Zimmerleute werden daher Galgen errichten, an denen wir alle Beteiligten aufhängen, wenn eine Witwe verbrannt wird. Lasst uns alle entsprechend unseren nationalen Bräuchen handeln.

Zufällig ist gegen „Multikulturalismus“ zu sein – heißt gegen Relativismus – keineswegs dasselbe wie gegen andere Rassen oder Ethnien zu sein, sondern vielmehr gegen Uneinigkeit und Chaos zu sein.

Immerhin sind rassisch homogene, aber kulturell heterogene Staaten weit gespaltener als umgekehrt. Man muss den Blick nicht weiter schweifen lassen als bis in die USA, wo „linke“ und „rechte“ Weiße einander oft hassen. Oder sehen Sie in den Nahen Osten, wo Muslime und Christen weitgehend homogen sind – von der Rasse her, ethnisch und linguistisch – aber wo erstere letztere schonungslos verfolgen, ausschließlich wegen der Religion.

Kurz gesagt: Es ist nichts falsch daran, wenn die Bürger eines Staates aus unterschiedlichen Rassen und Ethnien zusammengesetzt sind, aber es passt nur zusammen, wenn sie sich die Weltanschauung teilen, dieselben Prioritäten, dieselbe Ethik, dasselbe Gefühl für Richtig und Falsch – mit einem Wort: dieselbe Kultur.

Christen – Opfer, die nie genannt werden dürfen

Raymond Ibrahim, 27. April 2023

Trotz des Überwiegens der Identitätspolitik – bei der die Haut und/oder nichtwestliche religiöse Identität aller Opfer ständig hervorgehoben wird – wird die Identität der einen Gruppe, die weltweit am stärksten verfolgt wird – der Christen – stets verheimlicht, wann immer sie abgeschlachtet werden (was, weltweit gesprochen, tagtäglich geschieht).

Bedenken Sie die Reaktion des Establishments nach den Morden vom 27. März 2023 in Nashville, wo eine Frau, die behauptet ein Mann zu sein (alias „transgender“) ihre frühere christliche Grundschule stürmte und drei neunjährige Kinder und drei Mitarbeiter ermordete.

Obwohl sie ein Manifest hinterließ, das ihre Beweggründe genau darlegte, kamen die amerikanischen Behörden – einschließlich FBI, ATF, Staatspolizei und US-Generalstaatsanwalt Merrick Garland – dass die Motive der Mörderin „unklar“ seien. Gleichzeitig und sich offenbar dem Druck von LGTB-usw.-Gruppen beugend haben sie sich geweigert ihr Manifest der Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Natürlich ist das Motiv für die, deren gesunder Menschenverstand noch intakt ist, glasklar; kein Manifest nötig. Der (inzwischen „gecancelte“) Tucker Carlson formulierte es so:

Die Opfer wurden ermordet, weil sie Christen waren. So einfach ist das. Transgenderisten hassen Christen vor allem nicht, weil Christen eine physische Bedrohung sind – die [getöteten] Drittklässler waren keine physische Bedrohung – sondern weil Christen es ablehnen sich jedem Lügner anzuschließen und zu verkünden, dass Transgenderisten Götter mit der Macht sind die Natur zu verändern. Christen wird nicht erlaubt zu sagen, dass sie ihren eigenen Gott haben. Und wegen dieser Weigerung, des Widerwillens sich vor einem falschen Götzen, in diesem Fall dem Transgenderismus, zu beugen und ihn anzubeten, wurden sie ermordet.

Solche offensichtlichen Zusammenhänge entgingen dem Oberkommandierenden Joe Biden natürlich. Gefragt, ob er glaube, die getöteten Kinder der Schüsse in Nashville seien wegen ihrer christlichen Identität zum Ziel geworden, antwortete Biden: „Ich habe keine Ahnung.“ Das ist derselbe Mann, der ohne jegliche Beweise behauptete, der Mörder von Muslimen in Arizona müsse ein weißer Rassist sein. (Später wurde aufgedeckt, dass der Mörder ein Muslim war.)

Denjenigen, die sich bewusst sind, wie das Establishment über die muslimische Verfolgung von Christen berichtet – oder besser gesagt: vertuscht – sollte die Reaktion auf und die „Berichterstattung“ zu den Morden von Nashville sehr vertraut sein.

Erstens versucht das Establishment die Identität sowohl der („Trans“-) Mörderin als auch die ihrer (christlichen) Opfer herunterzuspielen. Das ist immer der Fall, wenn Muslime Christen niedermetzeln. Im Verlauf der letzten zwei Jahrzehnte habe ich zahllose Medienberichte über „Terror“-Anschläge gelesen, bei denen Dutzende „Menschen“ getötet wurden, nur um festzustellen, dass ganz am Ende des Berichts oder darüber, dass man zwischen den Zeilen liest, dass die dabei ermordeten Christen waren und die Täter, die bisherigen typischen „Terroristen“, Muslime waren.

Bei diesen seltenen Gelegenheiten, zu denen der Terrorschlag gegen Christen spektakulär groß genug ist, um eine Reaktion des Establishments zu fordern, wird die Identität wieder vertuscht. Als Muslime am Ostersonntag drei Kirchen in Sri Lanka bombardierten, wobei rund 300 Christen getötet wurden, konnten Demokraten-Führer, einschließlich Barack Obama und Hillary Clinton, sich nicht dazu bringen die getöteten Opfer als „Christen“ zu identifizieren. Stattdessen verurteilten sie einen „Terroranschlag“ auf „Ostergottesdienstbesucher“.

Das „unklare Motiv“, das derzeit für die Morden von Nashville verwendet wird, ist auch eine Hauptstütze, wann immer die christliche Identität von Opfern des Islam aufkommt.

Im Kongo zum Beispiel haben die Allied Democratic Forces (ADF), die trotz ihres namens – oder im Einklang damit – lose mit dem Islamischen Staat verbunden ist, seit Jahren den überwältigend mehrheitlich christlichen Staat terrorisiert hat, versuchen ein Kalifat zu schaffen. Obwohl die ADF zahllose Christen im Namen des Jihad abgeschlachtet hat, erklärte Reuters, als vor kurzem über einen der tödlicheren Angriffe auf Christen berichtet wurde: „Es gab keinen Hinweis auf das Motiv.“

Eine weitere Taktik, auf die das Establishment zurückgreift, wann immer es gezwungen ist die Identität getöteter Christen anzuerkennen, besteht darin die Rollen irgendwie umzudrehen und die Opfer als Unterdrücker, die Mörder als Opfer darzustellen.

So sagte Tucker in demselben Beitrag: „Transgenderisten und ihre Verbündeten verbrachten heute damit Christen anzugreifen, nur Tage, nachdem eine Transgenderistin christliche Kinder ermordete.“

Tatsächlich deuteten viele in den Medien an, dass die Christen „es verdient hätten“. Eine veröffentlichte Äußerung behauptete, von Christen bekannt erlassene Anti-Trans-Gesetze hätten der Trans-Mörderin das Leben schwer gemacht und daher „hat Anti-Trans-Hass Folgen“. Genauso betonte Terry Morgan von ABC News sofort, nachdem er von den Morden in Nashville und der Trans-Identität der Mörderin berichtete: „Früher diesen Monat verabschiedete Tennessee ein Gesetz, das Transgender-Behandlung für Minderjährige verbietet“ – womit wiederum eine „Ursache und Wirkung“-Beziehung angedeutet wurde. Laut dieser „Logik“ war es nur natürlich, dass eine Transperson, weil Tennessees Christen die sexuelle Verstümmelung von Kindern verbot, Vergeltung suchte.

Selbst einige der Medien-Schlagzeilen schienen absichtlich irreführend, darunter (keine Überraschung) von Reuters: „Ehemalige christliche Schülerin tötet 3 Kinder, 3 Beschäftigte bei Schießerei in Nashville.“ Jeder, der nur die Schlagzeile liest – wie des die meisten Leute zunehmend tun – könnte durchaus zu dem Schluss kommen, dass ein Christ Schüler in einer säkularen Schule ins Visier nahm.

Solche irreführenden und schlimmere Schlagzeilen sind natürlich leider üblich, wann immer Christen von Muslimen ins Ziel genommen werden. So titelte die New York Times 2011 bei einem islamischen Terroranschlag auf eine ägyptische Kirche, bei dem 21 Christen getötet wurden: „Zusammenstöße nehmen zu, während Ägypter nach einem Anschlag weiter wütend sind“ – als ob frustrierte und genervte Christen (die generisch als „Ägypter“ bezeichnet wurden), die gegen ihr Verfolger vorgingen, große Neuigkeiten seien, nicht das ungerechtfertigte Gemetzel, das sie gerade erlebten.

Genauso brachte NPR einst einen Bericht über „konfessionelle Gewalt“ in Ägypten, begleitet von einem großen Foto dessen, was ein „fanatischer“ christlicher Mob zu sein schien, der ein Kruzifix schwenkte – nicht das, was diese bestimmte Zurschaustellung christlicher Solidarität auslöste: die ständige Verfolgung von Kopten in Ägypten.

Oder bedenken Sie einen BBC-Bericht von 2012 über einen Anschlag auf eine Kirche in Nigeria, bei dem drei Christen, darunter ein Kleinkind, getötet wurden. Er gab objektiv die nackten Tatsachen wieder, bevor er zu den wirklich großen Nachrichten kam: „Der Bombenanschlag entzündete einen Krawall christlicher Jugendlicher; es wird berichtet, dass mindestens zwei Muslime bei der Gewalt getötet wurden. Die beiden Männer wurden von ihren Fahrrädern gerissen, nachdem sie an einer von den Randalierern eingerichteten Straßensperre angehalten wurden, sagte die Polizei. Auch eine Reihe Muslimen gehörender Geschäfte wurden niedergebrannt…“

So macht der Bericht immer weiter, mit einem ganzen Abschnitt über „sehr wütende“ Christen, bis man Opfer mit Verfolgern durcheinanderbringt, wobei vergessen wird, weshalb die Christen überhaupt „sehr wütend“ gewesen sind: Nonstop-Terroranschläge auf ihre Kirchen und das Gemetzel an oder die Versklavung von ihren Frauen und Kindern.

Zufällig sind seit diesem Anschlag auf die Kirche von 2012 im völkermörderischen Nigeria, wo alle zwei Stunden ein Christ getötet wird, buchstäblich tausende weiterer Kirchen von Muslimen angegriffen, in Brand gesetzt oder bombardiert worden. Aber das Establishment deutet weite rauf alles Mögliche als „Motiv“ – neuerdings den Klimawandel.

Es gibt einen globalen Krieg gegen Christen. Wie die jüngsten Ereignisse in Nashville deutlich machen, wird er in Amerika gut versteckt. Und die Feinde der Christen – ob Muslime oder Trans-Personen, ob Establishment oder Medien – sind Legion.

Exklusiver Augenzeugen-Bericht: Die Wahrheit über „Angriffe auf Christen“ durch die israelische Polizei

Richard Abelson, Gateway Pundit, 21. April 2023

Zahlreiche Medien und Aktivisten haben die neue rechte Regierung in Israel beschuldigt, Hass und Gewalt gegen Christen zu schüren – in Wirklichkeit ist Israel das einzige Land im nahen Osten, in dem Christen willkommen sind und die christliche Bevölkerung zunimmt.

Während Online-Videos behaupteten „Angriffe auf Christen“ durch israelische Polizisten zu zeigen, sagte ein Augenzeuge gegenüber Gateway Pundit, was wirklich geschah.

Am orthodoxen Osterwochenende griffen „israelische Besatzungssoldaten palästinensische Christen und besuchende Pilger an, die versuchten die Grabeskirche zur Zeremonie des Heiligen Lichts zu besuchen“, behauptete der PLO-Aktivist Nour Odeh auf Twitter. In der orthodoxen Christenheit ist das Heilige Feuer ein Wunder, von dem es heißt, dass es jedes Jahr in der Grabeskirche in Jerusalem am Karsamstag, dem Tag vor dem orthodoxen Ostern, stattfindet.

Weitere Szenen aus Jerusalem von heute. Um ein paar Dinge klarzustellen: 1) Kirchen baten Israel NICHT die Zahl der Gottesdienstbesucher zu begrenzen. Sie gaben Erklärungen aus, die das verurteilten. 2) Angriffe israelischer Soldaten auf Gottesdienstbesucher (Christen & Muslime) während Ostern & Ramadan finden tragisch regelmäßig statt. https://t.co/Knkaqvuaoo pic.twitter.com/PHP5ELjqVy
– Nour Odeh PS #NojusticesNopeace (@nour_odeh) 15. April 2023

In früheren Jahren hatten bis zu 10.000 Besucher die Grabeskirche in Jerusalem gefüllt, von der man annimmt, dass es der Ort ist, wo unser Herr Jesus Christus gekreuzigt wurde und wieder auferstand. Nach der Massenpanik am Berg Meron 2021, bei der 45 Menschen starben, haben israelische Sicherheitsexperten versucht die Menge solch religiöser Versammlungen auf beherrschbare Grade zu begrenzen. Daher war die Anwesenheit in der Grabeskirche auf 1.800 Besucher im Inneren und 1.200 draußen beschränkt worden.

Wie Luke Hilton von The Israel Guys erklärt, weigerte sich die von einem Komitee aus der katholischen, der griechisch-orthodoxen und der armenischen Kirche geleitete Kirche diese Anleitung zu akzeptieren. Die griechisch-orthodoxe Kirche bezeichnete die Beschränkungen als „unbarmherzig“, berichtet die Times of Israel. Das führte zu einem Ansturm von „palästinensischen Christen“ ohne Eintrittskarte auf die Kirche. Die israelische Polizei musste versuchen die Menge zurückzuhalten, die die Barrieren durchbrach und versuchte die heilige Stätte zu stürmen.

Christliche Freiwillige an der Grabeskirche, wo Jesus gestorben sein soll.

Elias Zarina, griechisch-orthodoxer Mitgründer der Jerusalemer-Initiative, die arabischsprachige israelische Christen stärken will, sagte gegenüber Gateway Pundit „dieses Jahr war viel einfacher als letztes Jahr“, denn „die Altstadt und das christliche Viertel waren für Christen geöffnet. Das einzige Problem war innerhalb der Grabeskirche. Sie war auf 1.800 Menschen beschränkt. Es gab eine Vereinbarung zwischen den Kirchenführern, der Polizei und den privaten Sicherheitsbeauftragten der Kirche.“

„Es gab zwei oder drei Probleme zwischen Gläubigen und Polizisten an den Kontrollpunkten, weil Gläubige ohne Eintrittskarten versuchten sich zwangsweise an den Beamten an den Kontrollstellen vorbeizudrängen“, erzählte Zarina Gateway Pundit. Die Jerusalemer-Initiative half freiwillige Sicherheitsleute zu organisieren, um der israelischen Polizei an den heiligsten Wochenenden des christlichen Glaubens zu helfen. Örtliche Freiwillige aus dem christlichen Viertel arbeiteten mit der Polizei zusammen, um Ordnung und Sicherheit der Öffentlichkeit unter der griechisch-orthodoxen Kirche zu erhalten.

Zur selben Zeit wurde 100.000 Muslimen erlaubt auf dem Tempelberg zur Ehre des Ramadan zu beten. Jüdische Anbeter wurden nicht auf den Tempelberg gelassen, den heiligsten Ort des jüdischen Glaubens; man hatte Angst Muslime aufzubringen, die im Ramadan regelmäßig randalieren.

Elias Zarina mit Wasim Aschkar, einem arabisch-christlichen Kommandeur der Grenzpolizei aus Galiläa, an Karsamstag in der Grabeskirche.

Mainstream-Medien, die in der Regel die weit verbreitete Verfolgung von Christen in der muslimischen Welt ignorieren, haben jetzt die angeblichen „Angriffe auf Christen“ als weitere Möglichkeit entdeckt, die patriotische neue Regierung in Israel zu untergraben. Faktisch ist Israel das einzige Land im Nahen Osten, in dem die christliche Bevölkerung zunimmt, wie Open Doors berichtet, während immer mehr Christen aus dem Gazastreifen, Judäa und Samaria fliehen. Die christliche Bevölkerung des Gazastreifens ist um mehr als die Hälfte zurückgegangen, seit die muslimische Terrororganisation Hamas 2007 die Macht übernahm, von 3.000 auf 1.400.

„Im heutigen Nahen Osten gibt es ein Land, in dem die Christenheit nicht nur nicht verfolgt wird, sondern liebevoll die Freiheit gegeben wird seine Religion frei und in Sicherheit auszuüben. Das ist Israel, der jüdische Staat. Israel ist der einzige Ort, an dem Christen im Nahen Osten sicher sind“, so der griechisch-orthodoxe Priester Vater Gabriel Nadaf. US-evangelikale Christen wie HaYovel, die Israel im biblischen Heimatland Judäa und Samaria unterstützen, werden von Juden in Israel mit offenen Armen begrüßt. Junge Menschen im Alter von 18 bis 35 können sich jetzt als Freiwillige für den Summer Special Ops Trip melden, um 10.000 neue Bäume in Israels Kernland zu pflanzen. „Das bedeutet den frühen Morgen und lange Tag in Israels trockenem Sommerklima zu verbringen. Wir können auch auf andere Weisen dienen, zum Beispiel bei der Brandbekämpfung oder in Nachtwachen auf Bauernhöfen und in jüdischen Gemeinden“, so ServeIsrael.com.

Sensation: „Spiegel“ interessiert sich für Christenverfolgung

Gastbeitrag von Collin MacMahon

„Angriffe auf Christen“ in Israel?

Deutsche Medien werfen der konservativen Regierung in Israel „Angriffe auf Christen“ vor. Am Orthodoxen Osterfest vergangenes Wochenende soll es an der Grabeskirche in Jerusalem seitens der israelischen Polizei zu „Übergriffen“ gekommen sein. Ein Augenzeuge sagte der Freien Welt was wirklich passiert ist.

„Israelische Besatzer“ hätten am Orthodoxen Osterfest am 15.4. „Palästinensische Christen“ am Zugang zur Grabeskirche in Jerusalem gehindert und „angegriffen“, so die Fatah-nahe palästinensische Aktivistin Nour Odeh auf Twitter.

Tatsächlich hatten Sicherheitsexperten nach der Massenpanik auf dem Har Meron 2021 mit 45 Toten die Besucherzahl in der Grabeskirche auf 3000 begrenzt, wo früher 10.000 Menschen sich an Ostern am Ort der Kreuzigung Christi gedrängt hatten.

Die Verwaltung der Grabeskirche hatte jedoch diese Sicherheitsempfehlung abgelehnt, worauf „Palästinensische Christen“ aus Gaza, Judäa und Samaria versucht hätten, die Kirche zu stürmen.

Freiwillige der griechisch-orthodoxen Gemeinde und der Jerusalemiter Initiative arbeiteten zusammen mit der Israelischen Polizei, um Ordnung zu bewahren. Laut Elias Zarina, griechisch-orthodoxer Mitbegründer der Jerusalemiter Initiative, war die Lage „dieses Jahr entspannter als letztes Jahr“ da die Altstadt und das christliche Viertel offen waren. „Das einzige Problem war an der Grabeskirche, die im Innern auf 1800 Besucher begrenzt war. Es gab an manchen Checkpoints Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Besuchern ohne Zutrittskarte, die sich Zugang erzwingen wollten. Wir haben sehr erfolgreich mit der Polizei zusammen gearbeitet, um Ruhe zu bewahren“ so Zarina zur Freien Welt.

Im „Spiegel“ behauptete Thore Schröder unter Berufung auf den deutschen Benediktinerabt Nikodemus Schnabel, „radikale jüdische Siedler“ würden Christen attackieren. „Besatzer“ oder „Siedler“ sind Begriffe, die Israel delegitimieren und Terror rechtfertigen sollen.

Als Beispiel nennt Schnabel den Angriff zweier Teenager auf einen christlichen Friedhof und den Angriff eines amerikanischen Touristen auf eine Jesusfigur an der Via Dolorosa. Für ihn selber sei „angespuckt werden Alltag“ so Schnabel.

Allerdings muss man sich fragen, was Schnabel getan hat, um derart angefeindet zu werden, wenn doch christliche Israelfreunde wie Elias Zarinas‘ Jerusalemiter Initiative oder die US-evangelikalen Erntehelfer von HaYovel in Israel mit offenen Armen aufgenommen werden. Vielleicht liegt es daran, dass Schnabel auf sehr deutsche Art lautstark die gewählte israelische Regierung „kritisiert“, zur Unterdrückung von Christen in den Palästinensergebieten aber schweigt, wo Bekehrung vom Islam verboten ist. „Israel zu verteufeln ist der Preis, den Palästinensische Christen zahlen müssen, um in Ruhe gelassen zu werden,“ so Dexter van Zile in der Times of Israel. Vielleicht trifft das auch auf Schnabel in Ostjerusalem zu.

Am 3.3.2023 traf sich Schnabel mit dem umstrittenen Vorsitzenden der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Volker Beck von den Grünen, der sich auch mit den linken regierungsfeindlichen NGOs New Israel Fund und ACRI (Association for Civil Rights in Israel) traf, die mit EU-Geldern die gewaltsamen Proteste gegen die Regierung finanzieren.

Während in Israel die Zahl der Christen auf 182.000 zugenommen hat, fliehen immer mehr Christen aus Gaza, Judäa und Samaria. In Gaza hat sich die Zahl der Christen von 3000 im Jahr2007 auf 1400 halbiert. Israel ist laut Open Doorsdas einzige Land im Nahen Osten, wo die Zahl der Christen zunimmt.

„Es ist typisch, dass die dramatische Christenverfolgung im Nahen Osten von den Kollegen beim Spiegel nur thematisiert wird, wenn sie die neue patriotische Regierung in Israel damit angreifen können“, so der Sprecher der Christen in der AfD Joachim Kuhs. „Ich bin als Christ in Israel 2019 mit offenen Armen empfangen worden, und freue mich darauf, wenn ich wieder hinfahren kann, um mich mit gläubigen Patrioten zu treffen. Jeder, der Israel liebt und unterstützt, wird dort viele freundliche Menschen treffen.“

Europas Dämmerung: Christenheit nimmt ab, Islam nimmt zu

Giulio Meotti, Gatestone Institute, 28. August 2022

„Eine Zivilisation ist alles, das sich um einen Religion sammelt“, sagte André Malraux. Und wenn eine Religion abnimmt, nimmt eine andere ihren Platz ein. Vergleicht man nur den wöchentlichen Besuch von Freitagsgebeten in Moscheen und Sonntagsmessen in Kirchen macht die Zukunft klar: 65% der Katholiken in Frankreich sind älter als 50. Im Gegensatz dazu sind 73% der praktizierenden Muslime unter 50. Im Bild: Feuer verzehrt die Kathedrale Notre Dame in Paris, 15. April 2019. (Foto: Veronique de Viguerie/Getty Images)

Der französische Autor André Malraux sagte: „Eine Zivilisation ist alles, was sich um eine Religion versammelt.“ Und wenn eine Religion abnimmt, nimmt eine andere ihren Platz ein.

Sarcelles, Saint-Denis, Mülhausen, Nantes, Chambéry, Strasbourg, La Rochelle … die eindrucksvollen Bilder von Stadien voller muslimischer Gläubiger, die aus ganz Frankreich 70 Tage nach dem Ende des Ramadan zum Fest von Id al-Kabir kamen. In Saint-Denis, der Stadt, in der die Könige Frankreichs ruhen; in Nantes, der Stadt der Herzöge der Bretagne; in Strasbourg, der Stadt der Kathedrale und Sitz des Europa-Parlaments; in Mülhausen, dem Herzen des Elsass.

„In vierzig Jahren ist Frankreich die westeuropäische Nation geworden, in der die Bevölkerung muslimischer Herkunft die wichtigste geworden ist“, schrieb Radio Vatikan. „Es ist nicht schwer die  Hypothese aufzustellen, dass wir heute nahe daran sind, dass der Islam den Katholizismus überholt.“ Was, wenn die Überholung bereits stattgefunden hat?

„Frankreich ist kein katholisches Land mehr“, schreibt Frederic Lenoir, Herausgeber des Magazins Le Monde de Religions. Le Figaro fragte sich, ob man den Islam bereits als „die erste Religion Frankreichs“ betrachtet werden kann. Wir sind in dem Land, in dem bis 2030 bis zu 5.000 Kirchen vor dem Abriss stehen könnten, stellte Le Figaro letzten Monat fest. Fünftausend Kirchen laufen Gefahr innerhalb von acht Jahren  zu verschwinden, in einem Land, dem der politische, religiöse und kulturelle Wille fehlt ein Jahrtausend-Erbe am Leben zu erhalten, das Frankreichs tiefste Seele repräsentiert. Vielleicht verstand der Imam der Großen Moschee in Paris, was sich entwickelte, als er vorschlug verlassene Kirchen als Moscheen zu nutzen.

Der deutsche Schriftsteller Martin Mosebach beobachtete, dass „der Verlust der Religion ein Land destabilisiert“. Wenn eine Gesellschaft nicht länger weiß, wie sie sich einen Existenzgrund geben soll, finden andere einen und die vom Christentum hinterlassene Lücke wird schnell gefüllt. Selbst ein Atheist wie Richard Dawkins erkannte, dass „der Klang der [Kirchen-] Glocken besser ist als der Lied des Muezzin [der Moschee]“.

Der Islam übernimmt Europas post-christliche Ruinen. Es wird geschätzt, dass es heute in Frankreich für jeden praktizierenden Muslim drei praktizierende Katholiken gibt. Aber wenn man in dieser Analyse tiefer gräbt, ist diese Beziehung dabei sich umzukehren. Vergleicht man nur die wöchentlichen Besuche der Freitagsgebete in den Moscheen und der Sonntagsmessen in den Kirchen, dann ist die Zukunft klar: 65% der praktizierenden Katholiken sind mehr als 50 Jahre alt, 73% der praktizierenden Muslime sind unter 50 Jahre alt.

Hakim El Karoui, Präsident Emmanuel Macrons Berater zum Islam und Forscher am Montaigne Institute, erklärt, dass der Islam jetzt die in Frankreich am meisten praktizierte Religion ist. „Es gibt mehr praktizierende Muslime, zwischen 2,5 und 3 Millionen, als praktizierende Katholiken, das sind 1,65 Millionen.“

Dasselbe gilt für den Bau neuer religiöser Stätten. Heute gibt es in Frankreich 2.e00 Moscheen, 2003 gab es 1.500: „Das ist das sichtbarste Zeichen des rapiden Wachstums des Islam in Frankreich“, vermerkt die Wochenzeitung Valeurs Actuelles.

In einem Aufsatz für l’Incorrect erklärt: „Der Meilenstein von 10.000 Moscheen wird bei der aktuellen rate um 2100 erreicht. Werden wir 10.000 vollwertige Moscheen und 10.000 praktisch leere Kirchen haben?“

Die katholische Kirche hat in Frankreich in den letzten zehn Jahren nicht nur lediglich 20 neue Kirchen gebaut, so von La Croix durchgeführte Forschung. Edouard de Lamaze, der Präsident der Warte für religiöses Erbe in Paris, der wichtigsten Organisation, die den Zustand der Gottesdienstorte im Land beobachtet, zeigte auf:

„Obwohl katholische Monumente immer noch vorne liegen, wird in Frankreich alle 15 Tage eine Moschee gebaut, während im selben Tempo ein christliches Gebäude zerstört wird… Das schafft einen Umkipppunkt auf dem Gebiet, der berücksichtigt werden sollte.“

Annie Laurent, Essayistin und Wissenschaftsautorin mehrerer Bücher zum Islam und den Papst Benedikt XVI als Experten für die Synode zum Nahen Osten haben wollte, sagte vor kurzem in einem in Boulevard Voltaire veröffentlichten Interview:

„Trotz der wiederholten Zusicherungen, dass der Staat gegenüber Islamisten und ihrer Ablehnung jeglichen Separatismus standhaft bleiben wird, geschieht das Gegenteil: Der Vormarsch der muslimischen Kultur in anderen Formen. Ein Fortschritt, der keinerlei Grenzen und Hindernisse zu finden scheint. Es gibt die Feigheit des öffentlichen Dienstes, der den Kalkulationen oder Klienten der Wählerschaft nachgibt und auch die Selbstgefälligkeit eines Teils unserer Eliten, deren Militanz von progressiver Ideologie erfüllt ist…

Während meiner ersten Reisen in den Nahen Osten, Anfang der 1980-er Jahre, sah ich keine verschleierten Frauen und allmählich verbreitete der Schleier sich überall. Er ist das Zeichen der Re-Islamisierung muslimischer Gesellschaften und in diesem Sinne nimmt das eine politische und geopolitische Dimension an. Das ist Teil der Eroberungsstrategie…

Frankreich befindet sich in einem Zustand des Selbst-Dhimmitums. Was ist Dhimmitum? Es ist ein rechtlicher und politischer Status, der für nichtmuslimische Bürgern in einem vom Islam regierten Staat entsprechend der Vorschriften des Koran (Sure 9,29) verwendet wird. Dhimmis genießen keinen gleichen Bürgerstatus wie die ‚wahren Gläubigen‘, die Muslime sind. Der Dhimmi kann seine religiöse Identität behalten, aber er muss sich einer Reihe diskriminierender Maßnahmen unterwerfen, die alle Aspekte des Lebens beeinflussen, öffentliche, sozial und privat. Nicht alle muslimischen Staaten wenden heute all diese Vorkehrungen an, aber sie sind in einigen Ländern in Kraft. Wie auch immer dem ist, das Prinzip bleibt, weil es auf einer ‚göttlichen‘  Ordnung gründet.

Muslime übersetze ‚Dhimmitum‘ mit Schutz, was dazu tendiert uns zu beruhigen, aber di angemessenste Übersetzung lautet ‚Schutzunterwerfung‘: Im Tausch für die religiösen Freiheiten oder anderen Freiheiten, die ihnen mehr oder weniger gewährt werden, können sie besonderen Vorkehrungen unterworfen werden, einschließlich der Scharia, mit dem Ziel ihnen ihre Minderwertigkeit bewusst zu machen.

Wenn ich von Selbst-Dhimmitum rede, dann will ich damit ausdrücken, dass die Vorstellung, Frankreich aufgrund eines Kolonial-Komplexes und eines Schuldgefühls eine rechtliche und politische Situation vorwegnimmt, die ihm (noch) nicht auferlegt ist, die es aber eines Tages geben könnte, wenn der Islam in der Mehrheit und daher in der Lage ist das Land zu regieren. Es sollte auch festgehalten werden, dass der Islam von der Schwäche der Gesellschaften lebt, in der er sich niederlässt.“

Wie weit werden wir gehen? „Ich weiß es nicht, aber die Lage ist wirklich besorgniserregend“, schließt Laurent.

„Bevor es dramatisch wird, muss den Zugeständnissen dringend ein Ende gesetzt werden, mit denen wir den Islamismus vervielfachen, indem wir uns hinter unseren Werten verstecken. Weil wir damit unsere eigenen Zivilisation auslöschen.“

Vor nur zwei Monaten erlebten wir vor dem Ende des Ramadan dieselben Szenen. Sechstausend der Gläubigen feierten im Stadion Delaune in Saint-Denis, außerhalb von Paris. „Allahu Akbar“ erschallte aus den Lautsprechern, die an den vier Ecken des Stadions aufgestellt wurden. Dieselben Szenen waren in Dutzenden anderer Stadien überall in Frankreich zu sehen, in kleinen und mittelgroßen Städten: in Garges; in Montpellier (10.000 der Gläubigen beim Gebet); in Vandœuvre-lès-Nancy, einer Stadt mit 30.000 Einwohnern, versammelten sich 5.000 zum Gebet im Stadion. Die Feiern fanden auch in Gennevillers statt.

Man kann überall in Europa dieselben Fortschritte der Entchristianisierung und der Zunahme des Islam mit unterschiedlicher Intensität sehen.

In einem dramatischen Artikel in der Frankfurter Allgemeine Zeitung erklärt der Essayist Markus Günther, dass das Christentum in Deutschland „stabil erscheint, aber in Wirklichkeit am Rande des Zusammenbruchs steht. Pastoren und Bischöfe, aber auch viele aktive Laien sehen Landschaften blühen, die in Wirklichkeit nichts anderes als Wüste sind.“

„Wir kehren unserer Kultur den Rücken zu“, schreibt Volker Resing in der aktuellen Ausgabe des Magazin Cicero über das Ende der Christenheit in Deutschland.

„2021 wurden im Durchschnitt in Deutschland jeden Tag 390 Kinder getauft. Vor zehn Jahren gab es 800 Taufen am Tag. Letztes Jahr verließen 359.338 Menschen die katholische Kirche und 280.000 verließen die evangelische Kirche. In beiden Fällen ist das ein neuer Rekord. Letztes Jahr gehörten der katholischen Kirche 21,6 Millionen Menschen an und 19,7 Millionen waren evangelisch. Die Zahl der Christen in Deutschland, die einer der beiden größten Kirchen angehören, fielen zum ersten Mal unter die 50-Prozent-Marke. Der Niedergang des christlichen Westens? Und wen kümmert es?“

„Zum ersten Mal in Jahrhunderten“, so das Magazin Stern, „gehören die meisten Menschen in Deutschland keiner der beiden großen Kirchen mehr an. Eine Hochrechnung nimmt an, dass 2060 nur noch 30 Prozent katholisch oder evangelisch sein werden.“ Zu diesem Datum werden alle christlichen Konfessionen die Hälfte ihrer aktuellen Mitglieder verloren haben. Und wenn 1950 noch einer von zwei Katholiken im Sonntagsgottesdienst teilnahmen, vermerkt die größte deutsche Wochenzeitung Die Zeit, sagen heute nur noch zehn Prozent, das sie Gottesdienste besuchende Christen sind.

„Die Bedeutung des Islam in Deutschland wird zunehmen und die des Christentums wird abnehmen“, erklärt Detlef Pollack, Professor für Religions-Soziologie an der Universität Münster und der führende Experte zu religiösen Trends, in der Neue Zürcher Zeitung.

„2022 werden zum ersten Mal weniger als die Hälfte der Deutschen einer der großen Kirchen an. Es gibt eine Verflüssigung statt. Muslimische Gemeinschaften in Deutschland sind im  Vergleich zu den meisten christlichen Gemeinden zweifellos lebendig. Im Gegensatz ist der Islam eine hoch dynamische Religion, die sichtbar sein will.“

Seit einiger Zeit haben deutsche öffentliche Schulen inzwischen Islam-Unterricht angeboten.

Eine Studie der Dresdner Bank von 2007 sagte voraus, dass „die Hälfte der Kirchen im Land schließen wird“ und eine weitere Hälfte aller Christen im Land verschwinden wird. Innerhalb von dreißig Jahren, so das Per Forum, wird es noch 17 Millionen Christen in Deutschland geben, verglichen mit den 22 Millionen katholischen und evangelischen Christen, von denen viele nur namentlich Christen sind (bereits heute denkt ein Drittel aller Katholiken daran aus der Kirche auszutreten). Die in Deutschland niedergelassenen muslimischen Gläubigen werden der Gesamtzahl der Katholiken und Protestanten entsprechen.

Das ist ein weltweiter Trend. „Muslime, die Gewinner des demografischen Wandels“, titelte Die Welt. „2070 wird es erstmals in der Geschichte mehr Muslime als Christen geben, prophezeien US-Forscher. Die Gesellschaften verändern sich. Auch die deutsche.“

Von 1996 bis 2016 verlor Deutschland mehr als 3.000 Kirchengemeinden, von 13.329 auf 10.280. In Trier, wo Karl Marx geboren wurde, verkündete das Bistum einen nie da gewesenen Rückgang der Pfarrgemeinden, die in den nächsten Jahren von 900 auf 35 zurückgehen werden. Verglichen mit ihren christlichen Gegenüber nehmen islamische Gebetsstätten zu; in den letzten 40 Jahren nahmen sie von nicht existent auf zwischen 2.600 bis 2.700 zu. Wir erkennen erst am Ende einer epochalen Transformation, wie unsere Welt sich verändert hat.

Praktisch jeden Tag gibt es in der deutschen Presse Artikel wie diesen in der Frankfurter Allgemeine Zeitung:

„Generationen von Gläubigen haben in der Kreuzkirche im Hanauer Lamboygebiet Ehen geschlossen, Kinder taufen lassen und ihre Gestorbenen beklagt. Doch lange vorbei sind die Zeiten, als auch zu den klassischen Sonntagsgottesdiensten die Stuhlreihen gut besetzt waren. Für Hanau ist der anstehende Verkauf eine neue und bittere Erfahrung. Schuld ist der andauernde Mitgliederschwund. Er ist dem demographischen und sozialen Wandel geschuldet. Die zahlreichen Bewohner muslimischen Glaubens stellen keine Grundlage für eine zumindest stabile evangelische Gemeinde dar.“

538 aufgegebene Kirchen und 49 neu gebaute: Das ist die traurige Bilanz katholischer Kirchen in Deutschland während der letzten 20 Jahre.

In Bonn werden 270 Kirchen aufgegeben, von denen manche der Diözese bereits zum Verkauf online gestellt hat.

„Im Ruhr-Bistum will nur 84 Kirchen behalten und 160 werden einer neuen Verwendung zugeführt werden müssen… Mainz und Hildesheim  wollen den Bestand ihrer Kirchen halbieren. Aachen hat einen Prozess angestoßen rund 30 Prozent der Gebäude zu reduzieren. Das Erzbistum Berlin hat ebenfalls vor Jahren eine Gebäudereduzierung beschlossen, und zwar um ein Viertel.“

Aus dem Bistum Münster diesen Monat:

„87 Kirchen sind bisher im Bistum Münster profaniert worden… An mehreren Standorten – etwa in Geldern, Goch und Gronau – werden entweder Kirchengebäude als Wohn- und Pflegeheime für Senioren oder Menschen mit Behinderung genutzt… Allein zwei Kirchen in Marl werden als Kolumbarien, also Urnenbegräbnisstätten, genutzt… In der Kirche St. Mariä Himmelfahrt, ebenfalls in Greven, entstehen Wohnungen. Ähnliche Projekte existieren bereits, etwa in Dülmen, Gescher und Herten-Bertlich… Die frühere Kirche St. Elisabeth in der Bischofsstadt dient heute als Sporthalle einer Schule.“

Im gesamten Erzbistum München, Heimatstadt des früheren Papstes Benedikt XVI, gibt es heute nur 37 Seminaristen in den verschiedenen Ausbildungsstufen, bei einer Zahl von 1,7 Millionen Katholiken. Im Vergleich dazu hat die amerikanische Diözese in Lincoln (Nebraska) aktuell 49 Seminaristen für rund 100.000 Katholiken.

In Spanien kann man sehen, dass sich derselbe Verfall abspielt. „Spanien ist das dritte Land mit der stärksten Preisgabe des Christentums in Europa“, berichtete Spaniens große Zeitung El País. Kardinal Juan José Omella, der Erzbischof von Barcelona, hat allen Pfarrgemeinden eine Botschaft geschickt, mit der die Aufhebung von 160 Pfarrgemeinden in Barcelona verkündet wurde, so dass jeder seinen eigenen Beitrag leisten kann, bevor der Plan umgesetzt wird. Eine Schlagzeile in El Mundo lautete: „Barcelona schließt Pfarreien wegen Verlust an Gläubigen… Das Erzbistum wird nur 48 der 208 behalten.“

2015 gab es in Spanien 1.334 Moscheen – 21% der Gesamtzahl aller Gebetsorte im Land.  Währen eines Zeitraums von sechs Monaten wurden 2018 46 neue Moscheen gebaut, was die Zahl für dieses Jahr auf 1.632 Moscheen brachte. Die Zahl der Moscheen nimmt mit einer Rate von 20 Prozent im Jahr zu. 2004 gab es in Katalonien 139 Moscheen und 2020 waren es 284 oder 104% mehr, so das Justizministerium von Katalonien.

In Andalusien nahm die Zahl der Moscheen innerhalb eines Jahrzehnts von 27 auf 201 zu; in Valencia von 15 auf 201 und in Madrid von 40 auf 116. Die Demografie ist der Motor des kulturellen Wandels. „Bis 2030“, so El País, „wird die muslimische Bevölkerung Spaniens um 82 Prozent zunehmen.“

In Österreich ist es das Gleiche. Die Welt schreibt:

„In Österreich ist der katholische Glaube auf dem Rückzug, der Islam dagegen auf dem Vormarsch. In Zukunft wird es deutlich weniger Katholiken geben, während die Zahl der Muslime und Konfessionslosen stark steigen wird, prognostizieren Experten… Im Jahr 2046 wird sich jeder fünfte Österreicher zum Islam bekennen. In der Hauptstadt Wien wird der Islam stärkste Religion sein – jeder dritte Wiener wäre in 30 Jahren ein Muslim. Der Anteil der Katholiken wird nur noch bei 42 Prozent im Land liegen, in Wien auf 22 Prozent fallen.“ 1971 stellten Katholiken 78,6% der Bevölkerung Wiens; 2001 nur etwas mehr als die Hälfte; 2011 41,3% und in dreißig Jahren werden Katholiken nur ein Drittel der Gesamtzahl stellen.

Wenn die Kirchen leer sind, versammeln sich zu Freitagsgebeten in Florisdorf, der ersten Moschee in Wien, 3.000 Menschen. Offiziell wurde die Moschee 1979 in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Rudolf Kirchschläger, Kanzler Bruno Kreisky und Kardinal Franz König errichtet. Heute kann der Muezzin dreimal am Tag zum Gebet rufen.

Das Christentum ist nicht länger die erste Religion; der Islam hat seinen Platz eingenommen. Diese Verschiebung sollte Grund für Diskussion sein, um nicht zu sagen für Sorge – gewiss nicht für gutgelaunte Gleichgültigkeit.

L’Echo, die wichtigste Wirtschaftszeitung Belgiens, sagt: „Brüssel stand an vorderster Front der Säkularisierung, bevor es mit einer aktiven muslimischen Minderheit konfrontiert wurde. Heute ist die erste Religion in Brüssel der Islam.“

Die Monatszeitschrift Causeur erinnert uns daran, dass Le Vif-l’Express (die wichtigste französischsprachige Zeitung) eine provokative Titelseite veröffentlichte: „Muslime in Brüssel 2030“. Der belgische Anthropologe Olivier Servais bestätigte, dass eine muslimische Präsenz in Brüssel bei 33,5% steht und sagte für 2030 eine Mehrheit voraus.

In Saint-Chamond, einer französischen Stadt mit 35.000 Einwohnern, ordnete das Rathaus vor kurzem die Veräußerung der Hauptkirche der Stadt an, der im 19. Jahrhundert gebauten Notre Dame. Die seit 2004 für Gottesdienste geschlossene Kirche, der Kreuze beraubt, die ihre stolzen Türme überragten, ist gerade angesichts ihrer Umwandlung in ein Kulturprojekt zur Entweihung verurteilt worden. Derweil rief letzte Woche nahe dem, was von Notre Dame übrig bleibt, der Muezzin über Lautsprecher die muslimischen Gläubigen zum Gebet.

Die nicht endende „Pandemie“: 360 Millionen Christen weltweit verfolgt

Raymond Ibrahim, 8. Februar 2023 (Gatestone Institute)

2022 wurden weltweit 5.621 Christen „aus mit dem Glauben im Zusammenhang stehenden Gründen getötet“. Weitere 4.542 Christen wurden illegal verhaftet oder inhaftiert und 2.110 Kirchen wurden angegriffen, viele zerstört. Insgesamt bleibt die weltweite Verfolgung von Christen stärker als je zuvor; 360 Millionen Gläubige leiden unter einem hohem Niveau an Diskriminierung und Gewalt.

Das sind nur einige der Feststellungen der World Watch List 2023, die vor kurzem von er internationalen humanitären Organisation Open Doors veröffentlicht wurde.  Jedes Jahr listet der Bericht die 50 Staaten, in denen Christen am meisten wegen ihres Glaubens verfolgt werden; dazu werden Daten von etwa 4.000 Feldforschern und externen Experten ausgewertet, um die weltweite Verfolgen zu quantifizieren und zu analysieren.

Ein paar Zahlen zermalmend stellt der Bericht fest, dass im Schnitt einer von sieben Christen (14%) weltweit verfolgt wird. In Afrika steigt diese Zahl auf einer von fünf (20%), während sie in Asien bis zu zwei von fünf beträgt – was heißt, dass satte 40% aller Christen dort verfolgt werden.

In den Top 11 der 50 Staaten erleiden Christen ein „extremes Niveau der Verfolgung“. Das erreicht eine Bandbreite davon angegriffen, vergewaltig, inhaftiert und abgeschlachtet zu werden, weil man als Christ identifiziert wird oder (gewöhnlich Untergrund-) Kirchen anzugehören.

Diese Staaten und ihre jeweiligen Stellen auf der Rangliste sind: 1) Nordkorea, 2) Somalia, 3) Jemen, 4) Eritrea, 5) Libyen, 6) Nigeria, 7) Pakistan, 8) Iran, 9) Afghanistan, 10) Sudan, 11) Indien.

Der Bericht sagt über Nordkorea auf Platz 1, der absolut schlimmste Staat, „mit dem höchsten jemals gesehenen Niveau der Verfolgung“:

Wenn sie von den Behörden entdeckt werden, werden die Gläubigen entweder als politische Gefangene in Arbeitslager geschickt, wo die Umstände grauenhaft sind, oder sie werden auf der Stelle getötet – und auch ihre Familien werden ihr Schicksal teilen. Christen haben absolut keine Freiheit … Ein neues „antireaktionäres Gedankengesetz“ macht es reichlich deutlich, das Christ zu sein oder einen Bibel zu besitzen, ein schweres Verbrechen ist und streng bestraft wird.

Die meiste der „extremen Verfolgung“, die Christen in neun der 11 schlimmsten Staaten zuteil wird, geht jedoch weiterhin entweder von islamischer Unterdrückung aus oder findet in mehrheitlich muslimischen Staaten statt. Das bedeutet, dass annähernd 80% der absolut schlimmste Verfolgung  rund um den Globus findet im Namen des Islam statt.

Dieser Trend trifft auf die gesamte Liste zu, nicht nur auf die Top 11: Die Verfolgung, die Christen in 39 der 50 Staaten erleben, ist entweder Folge islamischer Unterdrückung oder findet in mehrheitlich muslimischen Ländern statt. Die überwältigende Mehrheit dieser Staaten werden von einer Art Scharia (islamischem Recht) regiert. Sie kann entweder direkt von der Regierung oder der Gesellschaft durchgesetzt oder – was regelmäßiger stattfindet – durch beides, obwohl Gesellschaften – Familienmitglieder, die insbesondere durch konvertierte Verwandte empört sind – dazu neigen bei ihrer Anwendung eifriger zu sein.

Darüber hinaus gibt es, obwohl die Verfolgung in Nordkorea schlimmer ist, in diesem Staat für Christen zumindest ein Licht am Ende des Tunnels, da ihre Misshandlung komplett mit dem Regime von Kim Jong-un in Verbindung steht. Sobald er weg ist, könnte Nordkorea durchaus wie Südkorea werden, wo das Christentum blüht. Andererseits ist die Christenverfolgung durch Muslime immerwährend, existenziell und geht weit über dieses oder jenes Regime oder Herrscher hinaus. Sie ist Teil der Geschichte, Doktrinen und des sozio-politischen Aufbaus des Islam – daher ihre Hartnäckigkeit und Allgegenwart.

In den schlimmsten muslimischen Staaten ist die Christenheit im Lauf der Jahre derart ausgemerzt worden, dass es keine Einheimischen Christen mehr gibt, die verfolgt werden können, nur Konvertiten – vom [muslimischen] Glauben Abgefallene, die laut der meisten Interpretationen des islamischen Rechts den Tod verdienen.

In Somalia (Platz 2) z.B. „erklärten Imame in Moscheen und Madrassen öffentlich, dass es keine Raum für Christentum, Christen oder Kirchen gibt. Die gewalttätige Aufständischengruppe Al-Schabaab hat wiederholt ihren Wunsch zum Ausdruck gebracht die Christen des Landes auszulöschen. Christen mit muslimischem Hintergrund werden als hochwertige Ziele betrachtet und können bei ihrer Entdeckung auf der Stelle getötet werden.

Genauso im Jemen (Platz 3): „Die Bevölkerung ist überwiegend muslimisch und es ist illegal vom Islam zum Christentum zu konvertieren:“

Christliche Konvertiten im Jemen haben ein hohes Risiko von ihren Familien, Clans und Stämmen getötet, nicht nur ausgegrenzt oder vertrieben zu werden. Islamische Extremistengruppen wie al-Qaida und der sogenannte  Islamische Staat bedrohen sogenannte ‚Apostaten‘ mit Mord, wenn sie nicht zum Islam zurückkehren. In anderen Bereichen, einschließlich den von den Houthis kontrollierten, riskieren Konvertiten Inhaftierung. In Straflagern haben christliche Häftlinge wiederholt körperliche und mentale Folter erlitten.

In den meisten muslimischen Staaten auf der Liste verfolgen eine bis alle drei Teile der Gesellschaft – muslimische Obrigkeit, muslimische Mobs oder muslimische Terroristen – Christen  in unterschiedlichem Maß.

In Libyen (Platz 5) sind hauptsächlich Jihadisten verantwortlich. Der Staat in Nordafrika ist

ein gesetzloses Land, in dem sowohl einheimische als auch durchreisende Christen aus anderen Ländern sich extremer Gewalt gegenüber sehen. Ohne Zentralregierung, die Recht und Ordnung aufrecht erhält, üben militante islamische Extremistengruppen und organisierte Verbrecherbanden die Macht aus. Sie nehmen Christen ins Visier und manche Gläubige sind getötet worden.

Im Iran (Platz 8) hingegen , der „von einem zunehmend strengen islamischen Regime beherrscht wird“, sind hauptsächlich die Behörden verantwortlich:

Iranische Hauskirchen-Leiter und -Mitglieder haben lange Gefängnisstrafen erhalten, die körperliche und mentale Misshandlungen beinhalten. Iranische Christen können aus dem Bildungssystem ausgeschlossen werden, ihre Arbeit verlieren und große Probleme bekommen wieder Arbeit zu finden. Für Frauen ist die Lage sogar noch gefährlicher, weil das iranische recht Frauen wenige Rechte gewährt. Dafür auf Jesus zu vertrauen werden sie voraussichtlich gewalttätig bestraft oder von ihren Ehemännern geschieden  und ihnen werden die Kinder weggenommen, wenn ihr Glaube entdeckt wird.

In Afghanistan (Platz 9) sind hauptsächlich islamische Terroristen – die zufällig auf die Obrigkeit stellen – verantwortlich:

Die Machtübernahme der Taliban im August 2021 hat die meisten Christen entweder weiter in den Untergrund oder ganz aus dem Land getrieben. Viele (wenn nicht alle) Hausgruppen sind aufgelöst, was die Gläubigen zwang zu verlassen, was ihnen gehört. Mehr als ein Jahr nach der Machtübernahme durch die Taliban hat sich jedes Versprechen, das sie zur Anerkennung von Religionsfreiheit versprochen haben, als falsch erwiesen. Jesus zu folgen bleibt eine Todesstrafe, wenn es entdeckt wird.

In Pakistan (Platz 7) ist jede Stufe der Gesellschaft für die Verfolgung verantwortlich:

Christen in Pakistan werden als Bürger zweiter Klasse betrachtet und sehen sich in jedem Aspekt des Lebens Diskriminierung ausgesetzt. Arbeiten, die als niedrig, schmutzig und entwürdigend betrachtet werden, sind von den Behörden für Christen reserviert, die sie eiter an die Ränder der Gesellschaft drängen. Ihnen fehlt angemessene Repräsentation in der Politik … [und] es gibt fast ständig Übergriffe auf Einzelne. Viele fühlen sich nicht frei anzubeten… Ungefähr ein Viertel aller Blasphemie-Anschuldigungen richten sich gegen Christen, die aber nur 1,8% der Bevölkerung ausmachen. Die Zahl der Blasphemie-Fälle nimmt zu, genauso die der christlichen (und anderer Minderheitsreligionen) Mädchen, die entführt, missbraucht und zum Islam zwangskonvertiert werden.

In Ägypten (Platz 35), wo Verfolgung „sehr stark“ ist, berichten Christen, dass Verletzungen der Religionsfreiheit von dieser Gemeinschaft am häufigsten erlebt wird“:

Die Vorfälle schwanken von der Belästigung christlicher Frauen, die zu Fuß auf der Straße unterwegs sind,, bis zu einem Mob wütender Muslime, die eine ganze Gemeinde Christen  zwingen die Häuser zu verlassen und deren Häuser und Besitztümer beschlagnahmt werden… Präsident al-Sisi spricht regelmäßig positiv von Ägyptens christlicher Gemeinschaft. Das Fehlen ernsthafter Strafverfolgung und die Nichtbereitschaft lokaler Behörden Christen zu schützen, lässt sie für alle Arten von Übergriffen verletzbar sein, besonders in Oberägypten. Besondere kommunale Feindseligkeit und Mob-Gewalt sorgen weiter für Probleme.

Als einige der bemerkenswerten Trends macht der Bericht geltend, dass Christen im Nahen Osten wenig, wenn überhaupt irgendwelche Verbesserungen erlebt haben, seit der Islamische Staat (ISIS) entmachtet wurde:

Die Kirche [im Nahen Osten] ist nicht in der Lage gewesen sich nach dem Aufstieg des Islamischen Staats und den versuchen von Extremisten die Christenheit komplett auszulöschen zu erholen. Diskriminierung und Unterdrückung verbunden mit lähmendem wirtschaftlichem Niedergang bedeutet, dass die Kirche Hoffnung verliert, insbesondere die jungen Leute. In der Region Levante des Nahen Ostens (Libanon, Syrien, Irak, Israel/Palästinensergebiete und  Jordanien) nimmt die christliche Gemeinschaft infolge von Entbehrung, Diskriminierung und Verfolgung ab. Seitdem die Gruppe Islamischer Staat (IS) auftauchte, kämpft die christliche Gemeinschaft in der Region des Irak und Syriens in diesen Gebieten (Irak und Syrien) darum ihren Lebensunterhalt zu verdienen; besonders junge Christen werden mit hoher Arbeitslosigkeit und ständiger Feindseligkeit konfrontiert…

Im Subsahara-Afrika „hat die Gewalt gegen Christen … neue Höhen erreicht“:

Jihadisten destabilisieren die Länder in West- und Zentralafrika. Ganze Länder laufen Gefahr durch  extremistische Gewalt zu kollabieren. 26 Länder im Afrika südlich der Sahara erleben ein hohes Verfolgungsniveau… Die Jihadistenbewegung, die die Scharia auf den ganzen Kontinent ausweiten will, hat Christen in ständige Fluchtbewegung gezwungen, von ihren Häusern in Flüchtlingslager oder in andere Länder. Die aus dieser Erfahrung entstandene Unsicherheit erzwungener Vertreibung macht Christen dann noch verletzbarer für weitere Gewalt. Insbesondere christliche Frauen werden leicht für sexuelle Übergriff ins Visier genommen, während Männer eher ihr Leben verlieren.

Im schlimmsten dieser Subsahara-Staaten, Nigeria (Platz 6), in der eine tiefsitzende Agenda erzwungener Islamisierung“ existiert, erleben Christen einen Völkermord:

Die Gewalt herrscht im Norden am stärksten vor, wo [muslimisch-] militante Gruppen wie Boko Haram, ISwaP und Fulani-Militante Mord, physische Verletzungen, Entführungen und sexuelle Gewalt an ihren Opfern verüben. Das Land von Christen wird enteignet und ihnen ihre Mittel zum Lebensunterhalt genommen. Viele leben als intern Vertriebene oder Flüchtlinge. In den Scharia-Staaten des nördlichen Nigeria sind Christen Diskriminierung und Ausgrenzung als Bürger zweiter Klasse aus gesetzt. Christen mit muslimischem Hintergrund werden auch von ihren eigenen Familien abgelehnt, unter Druck gesetzt den christlichen Glauben aufzugeben und oft physischer Gewalt ausgesetzt.

Obwohl der Islam weiter den Löwenanteil der Verfolgung beansprucht, hat der Anstieg religiösen Nationalismus auch in nichtmuslimischen Staaten – wie Myanmar (Platz 14) – eine Reihe von Staaten verursacht in der Liste aufzusteigen, die normalerweise nicht mit Verfolgung in Zusammenhang gebracht werden. Die bemerkenswerteste davon ist der Staat mit der zweitgrößten Bevölkerung der Welt: Indien (Platz 11):

In den letzten Jahren hat es in Hindutva eine starke Zunahme gegeben, eine Ideologie, die glaubt, dass nur Hindus wahre Inder sind… Steigende Zahlen [indischer] Staaten führen Gesetze gegen Konvertierung zu anderen Religionen ein, aber in Wirklichkeit werde diese oft als Ausrede genutzt, um Christen zu schikanieren und einzuschüchtern, die Dinge tun wie Hilfen zu verteilen oder sich privat kirchlich zu treffen. Diese Gesetze scheinen Christen nicht davor zu schützen zurück in den Hinduismus gezwungen zu werden. Christen erleben in ihren Gemeinden zunehmend soziale Ausgrenzung, Diskriminierung am Arbeitsplatz und über sie werden falsche Beschuldigungen und Gerüchte verbreitet.

Was den Staat mit der größten Bevölkerung der Welt angeht, China (Platz 16), „so verbreitet sich die digitale Überwachungstechnologie, was zur Verfolgung und Einschüchterung beiträgt. Während die digitalen Mittel immer fortschrittlicher werden, wurde das auch die chinesische Regierung. Peking setzt Zensur, Desinformation und ungerührte Überwachung, um die Kontrolle über Religionsgruppen zu kontrollieren.“

Eher unheilvoll stellt der Bericht weiter fest:

Chinas Unterdrückungsmodell zieht Kreise … Der offensichtliche Erfolg Chinas, besonders der wirtschaftliche, macht bei vielen Staatsführern der Welt Eindruck. Das Versprechen von Wachstum und Wohlstand, bei gleichzeitigem Erhalt der Kontrolle über alle Gruppen und Einzelpersonen, die als abweichend wahrgenommen werden, hat das Interesse von Führungspolitikern aus aller Welt geweckt, egal, welchen ideologischen Hintergrund sie haben.

Der vielleicht am meisten beunruhigende Trend ist, dass die Christenverfolgung seit Bestehen der World Watch List beinahe auf das Doppelte zugenommen hat:

Seit 1993 hat die World Watch List das Ausmaß und die Schwere der Christenverfolgung aufgedeckt. In den letzten 30 Jahren hat sich die Zahl der Länder, in denen Christen unter einem hohen und extremen Niveau der Verfolgung leiden sich beinahe auf 76 verdoppelt. Heute leiden mehr als 360 Millionen Christen unter einem hohen Grad an Verfolgung und Diskriminierung wegen ihres Glaubens. Allein auf der Liste der Top 50 der World Watch List von Open Doors sehen sich 312 Millionen Christen sehr hohem oder extremem Niveau gegenüber.

Letztes Jahr erlebten 360 Millionen Christen weltweit auch ein „hohes Niveau an Verfolgung und Diskriminierung“. Diese Zahl stellen eine Zunahme von 6% gegenüber 2021dar, als 340 Millionen Christen denselben grad an Verfolgung erlebten; und diese Zahl stellt eine Zunahme von 31% gegenüber 2020 dar, als 260 Millionen Christen dasselbe Niveau an Verfolgung erlebten; und diese Zahl stellt eine Zunahme von 6% gegenüber 2019 dar, als 245 Millionen diese Verfolgung erlebten; Und diese Zahl stellt eine Zunahme von 14% gegenüber 2018 dar, als die Zahl 215 Millionen betrug.

Kurz gesagt: die Verfolgung von Christen, die bereits horrend war, hat in den letzten sechs Jahren bereits um fast 70% zugenommen, ohne irgendein Zeichen des Nachlassens. Zum ersten Mal seit dem Start der WWL vor 30 Jahren hat es Nicaragua (Platz 50) es auf die Liste geschafft.

Wie lange wird es dauern, bis dieser unumkehrbaren Trend sich sogar in die Staaten verbreitet, die aktuell wegen ihrer Religionsfreiheit gefeiert werden?