Feiern wäre verfrüht

Der Krieg gegen Israel ist nicht vorbei

Jonathan S. Tobin, Jewish World Review, 1. März 2005

Dass das israelische Kabinett letzte Woche abstimmte, dass mit dem Rückzug aus dem Gazastreifen und vier Siedlungen in der Westbank weiter gemacht werden soll, festigt einen Trend, der unsere größten Hoffnungen zu bestätigen schien. Zusammen mit der Entscheidung palästinensischer Terrorgruppen eine Waffenruhe zu beachten, schienen Fortschritte in Richtung Frieden im Nahen Osten plötzlich wahr zu werden.

Aber im Nahen Osten sterben solche Hoffnungen schnell. Der Terroranschlag in Tel Aviv von Freitag, der vier Israelis das Leben nahm, setzte die Vorstellung einer dauerhaften Waffenruhe in eine andere Perspektive.

Bis zu diesem Augenblick schien der vier Jahre alte Abnutzungskrieg gegen Israel trotz all der ernsten Gründe, die ultimativen Absichten der Palästinenser und ihres Präsidenten Mahmud Abbas anzuzweifeln, beendet zu sein. Und, so erklärte der israelische Premier Scharon, in einem solchen Kontext war Dialog wieder möglich und Hoffnung auf eine friedliche Regelung war nicht mehr nur Luftschloss.

Es wird diejenigen geben, die sagen werden, dass der Anschlag in Tel Aviv nichts bedeutet; dass, solange Abbas weiter sagt, er sei ein Partner für den Frieden, dass Israel und seine Freunde im Ausland ihm vertrauen und den Prozess weiter unterstützen müssen. Insbesondere die Regierung Bush, die viel in Abbas investierte, könnte das Gefühl haben, sie haben keine andre Wahl als diese Haltung einzunehmen.

Wenn wir aber nur mit Abbas mitfühlen und zugestehen, dass er gegen den Islamischen Jihad und die Hamas trotz der beträchtlichen militärischen Kräfte, die ihm zur Verfügung stehen, nicht vorgehen kann, dann wird sich gegenüber dem Regime von Yassir Arafat nichts geändert haben.

Und selbst wenn wir die dubiose These akzeptieren würden, dass man Abbas zutrauen kann den Terrorismus zu stoppen, dürfen Israels Unterstützer, bevor wir anfangen zu feiern, eines nicht vergessen: Der Krieg gegen Israels Existenz ist noch nicht vorbei.

Mit der vollen Unterstützung der Bush-Administration hat Scharon klar gemacht, dass eine Rückkehr zum Status quo von vor der Intifada, als die Palästinenser die Kontrolle über ihre Städte selbst hatten, möglich sein wird, wenn sie Frieden halten. Von da aus, könnte man meinen, sollte die Waffenruhe halten, ist es nur ein kleiner Schritt zum Rückzug aus Gaza und Verhandlungen über einen Endstatus-Vertrag. Aber solche Verhandlungen würden Fragen einschließen, zu denen es wenig Anzeichen gibt, dass eine der beiden Seiten nachgeben wird.

Diese schließen die Zukunft Jerusalems ein, von dem Scharon versprochen hat, dass er es nicht teilen wird, um Teile von Israels Hauptstadt den Palästinensern zu übergeben. Während Zyniker glauben, dass er nach der Aufgabe Gazas bei Jerusalem einknicken wird, genauso bei der Zukunft der großen israelischen Siedlungsblöcke in der Westbank (zu denen Präsident Bush letztes Jahr andeutete, dass Israel erlaubt sein sollte sie bei einem Friedensvertrag zu behalten), erscheint das doch unwahrscheinlich. Scharon hat klar gemacht, dass er in Gaza Zugeständnisse machte, um Israels Zugriff auf Jerusalem zu stärken, nicht zu schwächen.

Scharon hat die palästinensische Eigenstaatlichkeit schon lange als unvermeidlich zugestanden. Er hat Recht, das er das tut. Aber er ist, mit Unterstützung der überwältigenden Mehrheit der Israelis und Amerikaner, bereit, das nur im Tausch für Frieden und sichere israelische Grenzen zu tun.

Es gibt weitere Faktoren, die die Unterstützer veranlassen sollten, in ihrer Wachsamkeit nicht nachzulassen. Der Grund dafür ist, dass die internationale Kampagne der Delegitimierung Israels und des Zionismus nicht nachgelassen hat.

Die Agenda der Kritiker Israels in den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und dem Rest der arabischen und muslimischen Welt bleibt unverändert, trotz der politischen Verschiebungen, die Scharon und Abbas vorgenommen haben. Und selbst, wenn die palästinensischen Terrorgruppen die Waffenruhe einhalten, werden das die Killer der vom Iran gestützten Hisbollah mit größter Wahrscheinlichkeit nicht tun.

Scharons Zugeständnisse werden auch diejenigen Amerikaner nicht überzeugen, die mit De-Investitionsplänen Wirtschaftskrieg gegen Israel führen wollen, um ihre Aufhetzung zu halten. Erst letzte Woche empfahl der Weltkirchenrat, eine Gruppierung von 347 protestantischen und orthodoxen Denominationen mit Sitz in Genf, seinen Mitgliedern, sie sollten „ernsthaft darüber nachdenken“ ihre Investitionen aus Firmen abzuziehen, die Israel in den besetzen palästinensischen Gebieten helfen. Die Presbyterianische Kirche traf letzten Sommer eine ähnliche Entscheidung.

Dass diese Kirchen Israel ausgerechnet in der Zeit attackieren, in der Fortschritt in Richtung Frieden gemacht wird, zeigt nur, wie tief der Hass auf den jüdischen Staat sitzt. Was das für Amerikaner bedeutet, ist, dass, weit davon entfernt in unserem pro-israelischen Eintreten nachzulassen, die jüngsten Ereignisse uns als Ansporn dienen sollten härter zu arbeiten und noch deutlicher Stellung zu beziehen.

Einer der inhaltlichen Schlüsselpunkte unter vielen Hindernissen, die letztlich den Friedenszug entgleisen lassen können, bleibt Israels Sicherheitszaun. Mit der Ratifizierung von Kompensationszahlungen für die Siedler, die aus ihren Häusern geworfen werden, stimmte das Kabinett diese Woche auch dafür die Barriere zu vollenden. Der Zaun ist entscheidend für die Debatte der kommenden Monate – nicht nur, weil seine Existenz weiterhin als Vorwand für das fortgesetzte Sperrfeuer unfairer Beschimpfungen Israels und seiner Regierung dient, sondern weil sein Erfolg der Schlüssel zur palästinensischen Entscheidung war, ihre Niederlage zuzugeben und ihre Terroroffensive zu stoppen. Aber das bedeutet Israels Gegnern nichts, die den Zaun benutzen werden um auf den jüdischen Staat als „Unterdrücker“ einzudreschen. Das ist kein unwichtiger Punkt, denn Israels Existenz anzuerkennen ist bedeutungslos, wenn das nicht durch eine gleiche Hinnahme ihres Rechts auf Selbstverteidigung begleitet wird, was keiner anderen Nation verwehrt wird.

Wie wir zu unserem Leid nach der Euphorie der Oslo-Vereinbarungen von 1993 erfuhren – und nach der palästinensischen Entscheidung den Frieden abzulehnen und im Herbst 2000 einen Krieg anzufangen – bedeutet, dass Israel im Recht ist, nicht gleich, dass es nicht unfair an den Pranger gestellt wird. In der Tat ist es so, dass Israel, je mehr es gibt, es diejenigen um so mehr ermutigt, die Juden und ihr Recht auf Selbstbestimmung in ihrem eigenen Land hassen.

Der Tod von Yassir Arafat – verbunden mit Israels militärischem Sieg über den Terrorismus und Scharons und Abbas’ Bewegungen in Richtung Frieden – waren wahrlich Meilensteine. Aber der jüngste Anschlag, verbunden mit all den Gründen, warum Verhandlungen immer noch fehl schlagen können, sollten uns zeigen, das dies keine Zeit zum Entspannen ist. Das Eintreten für Israel muss unvermindert weiter gehen.

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Aus dem Ort, an dem Jesus starb, ist eine Todesfalle geworden

Dexter Van Zile, The Jerusalem Journal.net, 29. Oktober 2017

Paradoxerweise ist der Ort, an dem Jesus starb, eine Todesfalle. Kleinliche Konkurrenzkämpfe innerhalb der Grabeskirche verhindern eine notwendige Lösung. Und wenn Israel einen Schritt tut, um die Pilger an den christlichen Feiertagen zu schützen, dann bezeichnen antiisraelische Christen das als Unterdrückung. Es ist an der Zeit, dass die Kirchenführer erwachsen werden und dieses Problem lösen.

Es ist an der Zeit, dass christliche Leiter in Jerusalem ihre kleinlichen Konkurrenzkämpfe überwinden und sich mit der Sicherheitsfrage der heiligsten Stätte der Christenheit beschäftigen –der Grabeskirche.

Um es ganz offen zu sagen: Das Gebäude ist eine Katastrophe im Wartestand. Sie ist eine Todesfalle, die bei einem Notfall Dutzende, wenn nicht Hunderte gläubige Christen begraben könnte. Es gibt nur eine Möglichkeit in das Gebäude hinein und wieder heraus zu kommen und sollte, Gott behüte, in der Kirche ein Feuer ausbrechen, könnten hunderte Menschen entweder durch Ersticken sterben oder dadurch, dass sie beim verzweifelten Versuch zu entkommen niedergetrampelt werden.

Pilger, die in der Lage sind einer Katastrophe in dem Gebäude zu entfliehen, werden immer noch durch die zwei engen Ausgänge auf beiden Seiten des Vorplatzes hindurch müssen, die, wie AP 2011 berichtete, nicht von Krankenwagen erreicht werden können. Selbst an Tagen mit wenigen Besuchern in der Grabeskirche können die Eingänge zum Vorplatz von Pilgern verstopft sein.

Das Problem ist ein offenes Geheimnis. Jeder kennt es. Mehrere Hundert Menschen wurden durch Ersticken und Niedertrampeln getötet, als im 19. Jahrhundert in dem Gebäude ein Feuer ausbrach. Es war ein Wunder, dass es in den Jahren seitdem keine weitere Katastrophe gegeben hat.

Was verhindert eine Lösung?

Die Leiter der verschiedenen christlichen Konfessionen, die in dem Gebäude aktiv sind, stecken zu sehr voller Rivalitäten und Misstrauen, als dass ein zweiter Eingang gebaut werden könnte. Sie können sich einfach nicht darauf einigen, wo ein Notausgang eingebaut werden kann. Israelische Beamte haben versucht das Problem anzugehen – vergeblich. Das Thema war zu „explosiv“, sagte ein christlicher Leiter 2011.

Die Wurzel des Ganzen ist ein Kampf um Raum. Die verschiedenen christlichen Kirchen, die in dem Gebäude beten, wollen einfach nicht das Territorium aufgeben, das sie innerhalb des Gebäudes kontrollieren, so dass kein zweiter Ausgang gebaut wird.

Es gab einen Vorschlag einen Notausgang in der Nähe der öffentlichen Toiletten im Norden des Gebäudes zu bauen, aber der Ausgang würde in die Klöster der Kopten und der Äthiopier führen, was Einspruch dieser Gemeinschaften auslöste. 1999 gestand ein Vertreter der äthiopischen Kirche, die in der Grabeskirche Gottesdienste hält, die Notwendigkeit eines Notausgangs ein, sagte aber, nicht durch das Kloster seiner Gemeinschaft. „Wir haben das Recht gegen diesen Ausgang zu sein“, erklärte Vater Gabre Selassie, damals ein Sprecher der äthiopischen Kirche.

Solch unverantwortliche Uneinsichtigkeit religiöser Leiter in der Grabeskirche sollte nicht überraschen. Priester und Mönche, die in der Kirche beten, haben miteinander gestritten, um ihre Gebiete zu verteidigen und manchmal musste israelische Polizei eingreifen, um die Kämpfe zu beenden.

Es ist eine Schande. Es ist eine Schande, dass Rivalitäten und Misstrauen seitens christlicher Hirten ihre Herden gefährden, aber genau das geschieht.

Noch erbärmlicher ist, dass einige christliche Leiter israelische Bemühungen Pilger zu schützen, die die Grabeskirche besuchen, als Vorwand benutzen Israel anzugreifen. Jeder, der den Ereignisse in der Kirche auch nur das geringste Bisschen Aufmerksamkeit schenkt, hält während der Weihnachts- und der Passionszeit den Atem an, wenn tausende Christen aus aller Welt kommen und in der Grabeskirche beten.

Die Israelis verhängen schwere Maßnahmen zur Kontrolle von Menschenmengen und stellen sicher, dass es kein Unglück gibt; unverantwortliche palästinensisch-christliche Leiter verurteilen in Reaktion darauf den jüdischen Staat, er würde Christen ihres Rechts auf freie Religionsausübung an ihren heiligen Stätten berauben.

Ein berüchtigter Betreiber dieser Strategie ist Yusef Daher, Geschäftsführer des Jerusalem Interchurch Center, das dieser Tage seinen Sitz im St. Anna-Kloster nahe des Löwentors haben soll. Daher, dessen Arbeit  vom Weltkirchenrat unterstützt wird  – der ein auffälliger Helfer antisemitischen Aktivismus und Theologisierung ist – beschwert sich regelmäßig bei katholischen Nachrichtendienstens über unterdrückerische israelische Praktiken.

Mit der Weitergabe von Beschwerden über israelische Sicherheitsmaßnahmen an der Grabeskirche beerdigen christliche Nachrichtenorgane die Bedeutung der Geschichte – die heiligste Stätte der Christenheit ist eine potenzielle Todesfalle und christliche Leite haben sündhaft versagt sich des Problems anzunehmen. (Ja, Sünde ist das richtige Wort, um zu beschreiben, wie diese religiösen Leiter sich verhalten.)

Als Nebenbemerkung: Es würde logisch erscheinen, wenn der Reiterorden der Grabeskirche – eine katholische Organisation, die Katholiken im Heiligen Land finanzielle Hilfe bietet – diese Sicherheitsfrage in der Kirche aufnimmt, von der sie ihren Namen bezieht, aber keine Chance. Leider sind einige Leute dieser Organisation – aber nicht alle – sind eher darauf erpicht den Orden in eine Front antiisraelischer Propaganda zu verwandeln, statt dass sie sich Problemen am heiligsten Ort der Christenheit anzunehmen.

Die Situation bringt israelische Beamte in eine Klemme. Wenn sie gegen die Einsprüche der christlichen Gemeinschaften in der Grabeskirche handeln, riskieren sie Proteste und Beschwerden von Christen aus aller Welt auszulösen. Sogenannte Aktivisten für Frieden und Gerechtigkeit werden einseitiges Handeln seitens der israelischen Regierung als nur einen weiteren Fall jüdischer Unterdrückung der Christen in der Heiligen Stadt darstellen – eine Wiederholung des Passionsspiels. Man kann sich die Karikaturen schon vorstellen.

Wenn die israelischen Beamten aber nichts tun, werden sie für jede Tragödie verantwortlich gemacht werden, die Ergebnis des Fehlens eines Ausgangs ist. Dieselben Christen, die Israel wegen der Maßnahmen zur Kontrolle von Menschenmengen verurteilen, die derzeit während christlicher Feiertage angeordnet sind, werden Zeter und Mordio schreien und Israel für die Toten verantwortlich machen. Für die Typen, die Jerusalem direkt unter der Nase ihrer israelischen Nachbarn in das Welthauptquartier des Antiisrael-Aktivismus gemacht haben, ist es eine Win-Win-Situation.

Hier stehen wir: Christen haben gestattet, dass ihr heiligster Ort der gesamten Christenheit eine Todesfalle bleibt. Sie lehnen eine Zusammenarbeit ab, wenn Amtsträger Israels versuchen einzugreifen und das Problem zu lösen; der Grund sind belanglose Konkurrenzkämpfe. Und wenn Israel Maßnahmen zum Schutz der Pilger ergreift, die die Kirche während christlichen Feiertagen besuchen, stellen sogenannte Friedens- und Gerechtigkeitsaktivisten in der christlichen Gemeinschaft das als Akt der Unterdrückung dar.

Das ganze Durcheinander ist eine Metapher. Prominente Christen, die es besser wissen müssten, verwenden mehr Energie darauf auf Israel einzudreschen als darauf Verantwortung für die Sicherheit ihrer Herden zu übernehmen.

Wo haben wir das schon gesehen?

Das Fazit ist, dass ein zweiter Ausgang gebaut werden muss, sofort; und dass die Uneinsichtigkeit der Christen das Haupthindernis für seinen Bau ist Es ist an der Zeit, dass christliche Leiter in Jerusalem erwachsen werden, antreten und sich bewegen, damit in der von ihnen verwalteten Kirche ein Notausgang gebaut wird. Jeder Pastor würde dasselbe tun. Warum nicht die heiligen Männer Jerusalems?

Es ist auch an der Zeit, dass christliche und säkulare Nachrichtenmedien ihre Leser über das Problem informieren und im Interesse der Pilger, die die Kirche besuchen, für eine Lösung werben.

Christlicher Zionismus und die Balfour-Erklärung

Während es zweifelsohne Protestanten gibt, die den Zionismus als eine Ankündigung der Wiederkunft Jesu betrachten, sollten wir nicht alle Christen ablehnen, die Israel eifrig unterstützen.

Eli Kavon, Jerusalem Post, 21. Oktober 2017

Während wir uns dem hundertsten Jahrestag der Balfour-Erklärung nähern, ist ein Grund für die britische Anerkennung einer jüdischen Heimstatt am 2. November 1917 übersehen worden. Zwar schreiben viele Historiker die Balfour-Erklärung entweder Chaim Weizmanns Beitrag zu den Kriegsanstrengungen zu oder dem Versuch bei amerikanischen und russischen Juden Wohlwollen für den britischen Kampf zu schaffen, aber ein tiefgreifender Grund für die britische Anerkennung wurzelt in der Religion, insbesondere im protestantischen Christentum.

Die christlich-zionistische Bewegung wird heute von jüdischen Anstrengungen überschattet – verwurzelt in der Bibel, aber in einer modernen Bewegung zum Ausdruck gebracht – einen jüdischen Staat in Israel aufzubauen. Fakt ist: bereits im 17. Jahrhundert, dem modernen Zionismus um mehr als 100 Jahre vorausgehend, traten Christen für eine jüdische Rückkehr in das Land Israel ein und malten sich diese aus.

In seiner bahnbrechenden Studie des christlichen Zionismus betont Prof. Shalom Goldman den Einfluss der Religion auf die Erschaffung der Balfour-Erklärung. In „Zeal for Zion“ (2009) widerlegt Goldman den Mythos, dass nur ein paar wenige „gerechte Heiden“ das jüdische Ringen zru Gründung eines Staates unterstützten. Goldman schreibt:

„Bis ins späte 19. Jahrhundert waren die meisten Pläne für ein jüdisches Gemeinwesen in Palästina christlich. Diesen Plänen ging die Vorstellung voraus, dass Palästina geografisch die uralte Heimat war, die den Juden ‚gehörte‘. Diese Auffassung wurzelte in einer biblischen Weltsicht, das von breiten Sektoren des Christentums beeinflusst war.
Es handelte sich um eine vormoderne Auffassung, die in die Moderne bestehen blieb und bis heute immer noch viele Christen beeinflusst, besonders, aber nicht ausschließlich in den Vereinigten Staaten.“

Es sollte nicht überraschen, dass christliche Zionisten in England großen Einfluss auf das Thema der Balfour-Erklärung hatten. Nach Angaben von Goldman beeinflussten die religiösen Überzeugungen von Außenminister Lord Arthur James Balfour „seine politischen Entscheidungen, insbesondere zur Frage einer jüdischen Rückkehr nach Palästina, von der er das Gefühl hatte, sie sei die Erfüllung biblischer Prophetie“. Die Erklärung Balfours, zugestellt an Lord Lionel Walter Rothschild, den nominellen Präsidenten der British Zionist Federation, war genauso sehr ein religiöses Dokument, wie es ein politisches war. „Die Gründung einer nationalen Heimstatt für das jüdische Volk in Palästina“ verkörperte die christliche Überzeugung einer messianischen Wirklichkeit. Die Balfour-Erklärung war nicht einfach ein Dokument internationaler Diplomatie und Anerkennung jüdischer Ansprüche durch eine Großmacht.

Ich möchte mich auf einen der frühesten Fürsprecher einer jüdischen Rückkehr in das Land Israel konzentrieren. (Es gibt eine beeindruckende Liste christlicher Einzelpersonen und Bewegungen – in Joseph Adlers Restoring the Jew to their Homeland von 1997 – die die Vorläufer von Lord Balfour waren und der Unterstützung Israels bei amerikanischen Evangelikalen unserer Tage.) Holger Paulli (1644-1714) ist ein früher christlicher Zionist, dessen Leben rätselhaft und exzentrisch war. Nach dem Studium der Theologie machte er mit dem Sklavenhandel für die Westindischen Inseln ein Vermögen. Er durchlief als junger Mann eine mystische Erfahrung und erklärte sich zum König der Juden. Sein ultimatives Ziel war die Bekehrung aller Juden zum Christentum. Dann würde er „sein Volk“ in das Land Israel führen, was die Ankunft des Messias einleiten würde.

Paulli war erfolgreich. Lange vor Herzls diplomatischen Bemühungen und Treffen mit eruopäischen Führungskräften, um für den Zionismus zu werben schickte der Däne Paulli Abhandlungen mit seinen Ideen an König William III. von England und den Kronprinzen von Frankreich. Er sagte voraus, dass der Wiederaufbau Jerusalems 1720 stattfinden würde. Seine einzige Bedingung für die Rückkehr lautete, dass alle Juden getauft werden. Sein Untergang war seine Rückkehr nach Dänemark im Jahr 1706. Die dänischen Behörden wollten ihm nicht zugestehen, dass er der Messias sei, um unter der Bevölkerung von Kopenhagen keine Ärger zu erwecken und von diesen frühen christlichen Zionisten hörte man nie wieder.

Viele Juden von heute sind angesichts des Eifers amerikanischer Evangelikaler für den Staat Israel argwöhnisch. Während die Christen von heute nicht so sehr wie Holger Paulli auf Übertritt bestehen, bleibt ein Restzweifel. Für was warb Lord Balfour in seiner öffentlichen Erklärung? Gründete sein Glaube an die Erfüllung biblischer Prophetie auf der Idee, dass alle Juden getauft würden, sobald sie das Land Israel erreichten?

Mein Bauch und meine Studien der Geschichte sagen nein, wenn es zur Lage von heute kommt. Es gibt zwar keine Zweifel, dass Protestanten, die den Zionismus als Einleitung der Wiederkunft Jesu betrachten, doch wir sollten nicht alle Christen ablehnen, die Israel eifrig unterstützen. Ich glaube, dass es bei christlichen Unterstützern Israels echte Begeisterung gibt – die Menschen der hebräischen Bibel wandeln wieder in den Fußspuren von Jesaja, Jeremia und Judas Makkabäus. Freie Religionsausübung zu haben und dort entlang zugehen, wo Jesus ging, inspiriert diese Unterstützer. Wie immer die Motive von Lord Balfour aussahen, sein Handeln ermöglichte den Juden in die Familie der Nationen einzutreten und zurückzukehren um Israel so aufzubauen, wie es heute ist.

Über die antijüdischen Christen

Joseph Farah, WorldNetDaily, 9. Mai 2002

Rund um die Welt befindet sich der Antisemitismus im Kommen.

Wir sehen, wie er sein hässliches Gesicht in Europa wieder erhebt. Und wir sehen ihn weitaus deutlicher in der widerlichen Rhetorik und unaussprechlicher, selbstzerstörerischer Gewalt im Nahen Osten.

Meine Theorie zu den Wurzeln des Antisemitismus ist sehr einfach. Er offenbart sich in denen, die gegen den Gott der Bibel rebellieren.

Warum sollten die, die sich mit Gott im Krieg befinden, Juden hassen? Weil diese Juden die Empfänger eines einzigartigen Versprechens Gottes sind. Sie sind das auserwählte Volk – erwählt nicht, weil sie ein überlegenes Volk sind, sondern weil sie ein unterdrücktes Volk waren, dessen wundersame Talente und Langlebigkeit nur dazu dienen können, den Gott zu verherrlichen, der für es verantwortlich ist. Wenn dieses Volk zerstört werden kann – oder auch nur so weit an den Rand zu drängen, dass es in der Welt praktisch unbedeutend wird – dann würde im Effekt Gott selbst geschlagen, entthront, delegitimiert.

Das ist meine Theorie.

Aber was ist mit dem offensichtlichen Anstieg des Antisemitismus der Leute, die sich nicht mit dem Gott der Bibel im Krieg befinden – Menschen, die behaupten, Jünger dieses Gottes zu sein?

Letzte Woche veröffentlichte WorldNetDaily eine beunruhigende Geschichte über abscheulichen Antisemitismus arabischer „christlicher“ Geistlicher.

Einige der Zitierten forderten einen neuen Kreuzzug gegen die Juden. Andere nannten die Juden „satanisch“. Wieder andere zitierten die gefälschten „Protokolle der Weisen von Zion“ als Quelle ihres Hasses.

Warum übernehmen zumindest einige arabische Christen – einschließlich Männern in Führungspositionen – antijüdische Rhetorik von den extremsten Islamisten? Ich kann mir ein paar Gründe für dieses rätselhafte Phänomen denken:

  • Christen sind im Nahen Osten selber seit langer Zeit verfolgt worden – und die Bedingungen werden für sie schlechter. Die große Mehrheit der arabischen Christen floh bereits vor .angem aus der Region. Viele derer, die dort blieben, haben versucht, ihren „eigenen Frieden“ mit den dominanten Muslimen zu machen. Manche glauben, sie können sich bei der islamischen Mehrheit lieb Kind machen, indem sie mit ihnen gegen die Juden Stellung beziehen.
  • Israel hat manchmal zum arabisch-christlichen Skepsis gegenüber den Juden beigetragen, indem es sie im Libanon, in Bethlehem, in Nazareth und anderswo im Stich ließ. In dem Versuch, sich seinen islamischen Gegnern anzupassen und sie zu beschwichtigen hat es sich auf den Kopf gestellt und die vergessen – sogar missachtet – mit denen es eine strategische Allianz hätte bilden und eine gemeinsame Sache finden können.
  • Einige dieser sogenannten „Christen“, die mit dem Finger auf die Juden zeigen, weil die an ihren Problemen schuld sein sollen, sind Hochstapler. Sie mögen kulturelle Christen sein. Sie mögen Christen aus Tradition sein. Aber sie sind kaum die geistigen Nachfolger des Jesus von Nazareth – des jüdischen Zimmermanns, des Rabbi aus Galiläa.

Der letzte Grund für den kochenden Antisemitismus einiger „christlicher“ Araber mag hart klingen, richtend, sogar verdammend. Das mag sein, aber meine Worte sind wahr.

Obwohl von uns niemand das Herz eines anderen beurteilen kann, ist uns geboten „sie an ihren Früchten zu erkennen“.

Welche Art von Frucht bringt bösartiger Antisemitismus hervor? Schlechte Frucht. Verfaulte Frucht. Tödliche Frucht.

Ich denke, diese Lehre passt genauso auf diese sogenannten „Christen“ im Westen, die ihre antisemitischen Züge zeigen. Diese Leute befinden tatsächlich auch Rebellion gegen Gott. Sie dienen nicht dem Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs. Sie dienen einem anderen oder vielen anderen Göttern.

Antisemitismus ist der Definition nach antichristlich. Christen dienen dem Gott der Hebräer. Der Gott der Christen wählte die Juden als Sein Volk aus und schloss einen besonderen Bund mit ihnen. Ihr Retter kam als Jude auf die Erde. Die frühe Kirche bestand zum größten Teil aus Juden.

„Anti-jüdische Christen“ ist daher ein Widerspruch in sich selbst.

Die gute Nachricht für Christen wie Juden ist, dass sie große Mehrheit der Christen – besonders die im Westen – instinktiv und reflexartig Unterstützer Israels und der jüdischen Sehnsucht nach einer Heimat sind, die sicher und gesichert von Angriffen der Hasser ist. Tatsache ist, obwohl das nicht immer so war, dass die Kirche heute der wichtigste Verbündete der Juden in dieser Welt ist. [heplev: Das mag für die Kirchen in Amerika gelten; für unsere offiziellen Volks-Kirchen in Deutschland wie auch in anderen Staaten Europas trifft es nicht zu. Hier müssen wir den Maßstab des wiedergeborenen Christseins anlegen und weniger von den Kirchen reden!]

Es sind immer teuflische Dinge im Namen des Christentums begangen worden. Es hat immer Wölfe im Schafspelz gegen. Es hat immer Hasser gegeben, die sich als rein im Herzen ausgegeben haben.

Aber Gott sitzt noch immer auf dem Thron. Seine Versprechen gelten wirklich für alle Zeit. Er hat einen Plan und die Juden sind Teil davon.

Und das ist es, was die Antisemiten wirklich umtreibt.

Aus Bethlehem: Mitri Rahebs Lügenimperium

Dexter Van Zile, The Jerusalem Journal, 10. Oktober 2017

Warum argumentiert der Bethlehemer Pastor Mitri Raheb, dass die heutigen Juden „ein erfundenes Volk“ seien, um dann auf den Tempelberg zu marschieren, was implizit die Ermordung von zwei Israelis dort feiert?

Dreizehn Tage, nachdem palästinensische Terroristen zwei israelische Polizisten auf Jerusalems Tempelberg ermordeten, besuchte der lutherische Pfarrer Mitri Raheb den Tatort um zu feiern. Er feierte nicht den Anschlag an sich, sondern die Massenproteste, die die israelische Regierung überzeugte Metalldetektoren zu beseitigen, die sie nach dem Morden am Tempelberg installierte.

Raheb postete eine Videomontage seines Besuchs der All-Aqsa vom 27. Juli 2017, zwei Tage nach dem Anschlag. Die auf YouTube gepostete und auf twitter und Facebook gesendete Montage zeigt Raheb, wie er Arm in Arm mit anderen palästinensischen Pastoren steht und Muslimführern vor der Al-Aqsa-Moschee Respekt zollt. In einem zu dieser Montage führenden Tweet erklärte Raheb, dass sein Besuch an der Al-Aqsa – wo viele Imame regelmäßig Hass gegen Juden von sich geben – eine „unvergessliche Nacht … Demonstration des Glaubens an den Raum des Reichs und christlich-muslimischer Einheit als Mittel des kreativen Widerstand“ sei. In Reaktion erklärten Rahebs Fans den lutherischen Pastor aus Bethlehem zu einem palästinensischen „Nationalschatz“.

Die meisten christlichen Friedenschaffenden würden es als schlecht ansehen jubelnde Zurschaustellung von Solidarität mit einer politischen Regierung zu betreiben, die gegen Juden gerichtete Gewalt und hass als einigende Agenda nutzt, aber Raheb hat Zurschaustellungen wie diese schon Jahre lang gezeigt. Aus Rahebs Perspektive als antiisraelischer Agitator und Anerkennung suchender Dhimmi war sein Besuch der Al-Aqsa ein überwältigende Erfolg. Er bot ihm eine Gelegenheit jihadistische Gewalt mit Schleiern „kreativem Widerstand“ und interreligiöser „Einheit“ von Christen und Muslimen zu verschleiern – vergiss, dass die von ihm gerühmte Einheit in Verachtung für Juden und ihren Staat wurzelt.

Rahebs Rhetorik reichte fast aus die Menschen vergessen zu machen, dass das Drama um die Metalldetektoren auf dem Tempelberg mit palästinensischen Terroristen begann, die aus kurzer Distanz auf zwei arglose israelische Polizisten schossen – einen davon der Vater eines neu geborenen Babys – und sie töteten. Wenn Hail Stawi und Kaamil Snaan nicht von zwei Mördern überfallen worden wären, die ihnen auf dem Tempelberg auflauerten, wären überhaupt keine Metalldetektoren installiert worden, es hätte keine Proteste gegeben und Raheb hätte keinen „kreativen Widerstand“, den er feiern könnte.

Das ganz Drama um die Metalldetektoren und die Morde, die zum Akt ihrer Installation führten, wurzelte nicht in einem Wunsch nach Freiheit oder Selbstbestimmung für die Palästinenser, sondern in der einenden Agenda antijüdischen Hasses, die das Spektakel von Rahebs Besuch – und dass er in den sozialen Medien eine Kampagne fuhr, die die Aufmerksamkeit darauf lenkte – morbide und gruselig machte. Als Pastor hätte er den Hass betrauern sollen, der das Drama antrieb, an dem er sich beteiligte, aber hier schürte er die Flammen – auf demselben Steinpflaster, wo der Anschlag sich entfaltete.

Statt den Versuch zu unternehmen die antiisraelische Feindseligkeit zu dämpfen und infrage zu stellen, die unverantwortliche palästinensische Eliten benutzt haben, um Jahrzehnte lang an der Macht zu bleiben, stellt sich Raheb damit in eine Reihe, um bei den korrupten, autoritären Kleptokraten gut angeschrieben zu bleiben, die die Westbank kontrollieren.

Das ist eine gute Arbeit, wenn man sie bekommt. Wegen seiner Verbindungen und der Nützlichkeit für die palästinensische Autonomiebehörde ist Raheb in der Lage gewesen in der Westbank so etwas wie ein Imperium aufzubauen. Zusätzlich dazu viele Jahre als Pastor der Lutherischen Weihnachtskirche in Jerusalem zu dienen (ein Posten, den heute Munther Isaac inne hat), ist Raheb der Gründer und Präsident des Diyar-Konsortiums, eines eingetragenen Vereins, der Menschen in der Westbank soziale Dienste bietet. Er ist außerdem Gründer und Präsident des Dar al-Kalima-Universitätskollegs für Kunst und Kultur in Bethlehem, das oft als drittgrößter Arbeitgeber in Bethlehem beschrieben wird.

Ein Imperium wie dieses – zu dem ein medizinisches Zentrum, ein Kulturzentrum und ein Verlagshaus gehören – kann in der Westbank nicht ohne die Unterstützung der PA aufgebaut werden, die nicht Kosten kommt.

Infolge seiner unternehmerischen Gepflogenheiten war Raheb in der Lage das Kolleg auf Land zu gründen, das lutherischen Missionaren aus Deutschland gehörte und das die Briten im Ersten Weltkrieg beschlagnahmten. Das Land fiel letztlich in den Zuständigkeitsbereich der PA unter der Führung von Yassir Arafat. Raheb trat mit Plänen an Arafat heran, die von einem berühmten Architekten vorbereitet waren und erbat das Land zurück, damit er sein Kolleg beginnen konnte.

„Mit etwas Überredungskunst waren wir es uns möglich mindestens sechs Morgen dieses Landes zurückzubekommen“, erzählte Raheb 2016 einem amerikanischen Publikum. „Arafat sagte: ‚Okay, du musst beweisen, dass das erste Gebäude gebaut und in Betrieb! Ist, weil viele Leute dieses Stück Land haben wollen.‘ Es ist wirklich Land erster Klasse.“ Heute hat das Kolleg fünf Gebäude.

Um das Kolleg und andere Institutionen in Bethlehem zu unterstützen hat Raheb einen Stiftung in den USA gegründet, die Bright Stars of Bethlehem. Von 2009 bis 2015 sammelte die Stiftung insgesamt $5,5 Millionen, die Rahebs Imperium an gemeinnützigen Vereinen halfen der drittgrößte private Arbeitgeber in Bethlehem zu werden.

Wie alle Imperien propagiert das von Raheb eine Geschichte, die seine Existenz sich selbst und seinen Kernbestandteilen gegenüber legitimiert, die in diesem Fall aus Befürwortern der Vernichtung Israels in der palästinensischen Gesellschaft und antizionistischen Aktivisten in Nordamerika und Europa bestehen.

Raheb braucht die Unterstützung beider Gruppen, um sein Imperium in der Westbank zu erhalten. Die erste Gruppe – Israelhasser in der palästinensischen Gesellschaft – erlaubt ihm als Christ in der Westbank zu wirken; die zweite Gruppe – Israelhasser im Westen – bietet ihm die Gelder, die er braucht, um sein Imperium finanziell aufrechtzuerhalten. Beide Gruppen nutzen antiisraelische Feindseligkeit als Instrument, um in ihrer jeweiligen Gesellschaft Status zu erreichen und beizubehalten. Raheb gibt ihnen einfach die Geschichte, die sie brauchen, um ihre Feindseligkeit zu rechtfertigen.

Ein wichtiger Aspekt seiner Geschichte, die bei seinem Besuch auf dem Tempelberg zur Schau gestellt wurde, besteht darin, dass israelische Gewalt gegen die Palästinenser hervorgehoben und verurteilt wird, während palästinensische Gewalt ignoriert oder hinter einem Schleier sprachlicher Beschönigungen und Vernebelung versteckt wird. Dieses Narrativ ist schon eine ganze Weile das Alltagsgeschäft palästinensisch-christlicher Propaganda gewesen-.Naim Ateek, der Gründer von Sabeel, war ein früherer (wenn auch nicht der erste) Lieferant dieser Geschichte, die Raheb seit Jahren vorträgt.

Dieses Narrativ wird in Rahebs Buch aus dem Jahr 2004 klar offenbar; es heißt Bethlehem Besieged: Stories of Hope in Times of Trouble [Bethlehem hinter Mauern: Geschichten der Hoffnung aus einer belagerten Stadt]. In diesem Text erzählt der Pastor von Bethlehem die Geschichte der israelischen Invasion der Westbank im Jahr 2002, die am 2. April des Jahres begann. Er redet von den Panzern, Schützenpanzern und Hubschraubern, die Israel in die Westbank schickte und er beschreibt die Zerstörung, die an der Kirche angerichtet wurde, in der er Pfarrer war.

Schön und gut. All das ist ein legitimer Teil der Geschichte. Die Gemeinschaft, der zu dienen Raheb aufgerufen ist, litt als Ergebnis der Invasion. Raheb ist ihr Pastor und will ihre Geschichte erzählen.

Aber in seinem Buch verfehlt es Raheb irgendwo den Selbstmord-Bombenanschlag im Park Hotel in Netanya zu erwähnen, bei dem während einer Pessahfeier dreißig Israelis getötet und 140 weitere verletzt wurden. Er versäumt es auch seinen Lesern zu erzählen, dass achtzig Israels (zumeist Zivilisten) bei palästinensischen Selbstmordanschlägen getötet und ind en Wochen vor Israels Eindringen in die Westbank mehr als fünfunddreißig Zivilisten durch Schusswaffengebrauch getötet wurden. Israels Invasion 2002 war eindeutig eine Folge dieser Anschläge, aber Raheb erwähnt sie nicht einmal.

Solch einseitige Aussagen, die Teil eines kalkulierten Versuchs sind Israel als böse und die Palästinenser als völlig unschuldig darzustellen, waren ein wichtiger Faktor der erfolgreichen Kampagne die beratenden Gremien der Presbyterianischen Kirche der USA und der United Church of Christ zu überzeugen Entscheidungen zu treffen BDS-Beschlüsse gegen Israel zu fassen. Rahebs Aussage ist auch in Europa gefragt, wo er für seine Arbeit eine Reihe von Preise erhielt; diese Arbeit wird von den Leuten, die ihm diese Auszeichnungen verliehen,  als „friedenstiftend“ beschrieben.

Rahebs Glaubwürdigkeit in der Welt des progressiven Christentums im Westen ist etwas, das im Licht der radikalen Rhetorik betrachtet werden sollte, die er nutzt, um das jüdische Volk und seine Verbindung zu Israel zu delegitimieren.

Auf der Christus am Checkpoint-Konferenz von 2010 erklärte Raheb, dass der moderne Staat Israel „das Rom der Bibel repräsentiert, nicht das Volk des Landes“ und wenn ein DNA-Test an ihm selbst, König David und Benjamin Netanyahu  vorgenommen würde, es Gemeinsamkeiten bei ihm und König David geben würde, aber keine bei Netanyahu, denn der „stammt aus einem osteuropäischen Stamm, der im Mittelalter zum Judentum übertrat“.

Mit anderen Worten: Die Juden aus Europa, die den modernen Staat Israel gründeten, sind keine echten Juden, weil sie eine Gruppe sind (üblicherweise als „Khasaren“ bezeichnet), die vor Jahrhunderten zum Judentum konvertierte und daher keine Verbindung zum Land Israel hat. Das ist übler Stoff direkt aus dem Handbuch für antisemitische Propaganda, die von Typ wie David Duke[1] und anderen verbreitet werden. Und doch betrachten progressive Christen im Westen Raheb als „Friedensstifter“.

Mumpitz.

Rahebs Antijudaismus – und das ist er – wird auch in seinem Buch Faith in the Face of Empire: The Bible Through Palestinian Eyes (Glaube unter imperialer Macht: Eine palästinensische Theologie der Hoffnung) aus dem Jahr 2015 deutlich zum Ausdruck gebracht. In diesem Buch tut Raheb alles in seiner Macht stehende, um die Juden aus der christlichen und jüdischen Geschichte wegzuschreiben und durch die Palästinenser zu ersetzen. „Jesus war ein nahöstlicher palästinensischer Jude“, schreibt er zu Beginn seines Buches.

Also wirklich: Nein.

Jesus war ein jüdischer Jude, geboren nicht in „Palästina“ (ein Wort, das von den Römern genutzt wurde deutlich nach seiner Kreuzigung um eine Region zu beschreiben. Das ist kein unschuldiger Anachronismus seitens Rahebs, sondern Teil einer anhaltenden Strategie den Juden ihre Geschichte in der Region wegzunehmen und die Palästinenser an ihre Stelle zu setzen.

Raheb wird an einer entscheidenden Passage des Textes offenkundig. Nachdem er Shlomo Sands Buch The Invention of the Jewish People [Die Erfindung des jüdischen Volkes] beschwor, um zu argumentieren, dass die Juden ein erfundenes Volk sind, behauptet Raheb, dass die Palästinenser die ursprünglichen Einwohner des Landes sind; er behauptet, dass

„die Einheimisches im Land zu Fremden gemacht worden sind, um Raum für ein erfundenes Volk zu machen, das das Land besetzt.“

Mit solchen Argumenten schenkt Rabeb den palästinensischen Bemühungen Glauben, die die jüdischen Verbindungen zum Land Israel und zum Tempelberg bestreiten.

Warum führt Raheb solche Argumente an? Weil er das muss. Es ist Teil seines Jobs.

Er muss ein Imperium leiten.

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[1] ehemaliger Chef des Ku Klux Klan

Gläubige Christen sollten endlich aufwachen und Arafats Endziel erkennen

Jonathan Tobin, Jewish World Review, 7. Januar 2002

Eines der Paradoxe des Nahen Ostens ist, dass einer der ersten wichtigen palästinensisch-arabischen Nationalisten ein Christ war.

Das Buch „Das arabische Erwachen“ von George Antonius war eine der frühesten intellektuellen Ausdrücke des palästinensisch-arabischen Unwillens gegenüber dem Zionismus. Aber Antonius war bei Weitem nicht allein als christlicher Araber, der seine Zukunft eher bei den Ansprüchen der muslimischen Mehrheit der arabischen Welt sah als bei denen des christlichen Westens. Einige mögen diese Ansichten als Schutzmechanismus angenommen haben, aber andere wie Antonius waren entschlossen, bessere Araber als jeder Muslim sein zu wollen.

Andere Christen im Libanon und sogar in Syrien übernahmen einen verbissenen arabischen Nationalismus. Die Gründer der Ba’ath-Partei – eine säkulare arabische Ideologie, deren Anhänger zurzeit Syrien und den Irak in einer Terrorherrschaft halten – waren Christen. Und auch viele der führenden Stimmen der palästinensisch-arabischen Politik und Gewalt sind Christen wie der Terrorchef George Habash und die (PA-)Sprecherin Hanan Ashrawi.

Nur in diesem Zusammenhang der Verbindung säkularer Christen und muslimisch dominierter, nationalistischer Bewegungen kann man verstehen, warum die jährlichen christlichen Festivitäten in Bethlehem in ein Symbol palästinensischer Identität verwandelt werden konnten.

Daher ist die Skepsis über die Notwendigkeit für einen muslimischen Terroristen wie Yassir Arafat von der Autonomiebehörde, die Mitternachtsmesse in Bethlehem besuchen, nicht ganz angebracht. Arafat und sein Propaganda-Leute in der palästinensischen Presse haben ständig Christliche Symbole vereinnahmt, wenn auch nur, um die Juden um so gründlicher um das Erbe ihres Landes bringen und christliche Sympathien im Ausland wecken zu können. In dieser verdrehten Mythologie sind die Juden europäische „Kolonialisten“ in Israel, dessen Ureinwohner die Ahnen der Juden der biblischen Zeiten sind.

Diese boshafte Art des Revisionismus ist durch Generationen von hauptsächlich protestantischen Christen ermuntert worden, Missionaren in dieser Region, die Institutionen wie die Amerikanischen Universitäten in Kairo und Beirut gründeten, die Zentren des Arabismus und der Feindschaft gegenüber dem Zionismus sind.

Zeitgleich haben die Palästinenser den christlichen Heiland als den ersten Palästinenser und die Palästinenser als moderne Verkörperung des gekreuzigten Messias dargestellt, ein weiterer, noch bedrohlicherer Trend ist in der Region eingetreten: die massenhafte Dezimierung und Entvölkerung der christlich-arabischen Gemeinschaften in arabischem Land.

Der Untergang der christlichen Araber

Im Libanon war der Untergang der christlichen Maroniten, die früher die Platzhirsche waren, vielleicht unvermeidbar. Nie willens, sich ganz mit dem jüdischen Staat zu verbünden, rührten die Maroniten keinen Finger zur Unterstützung von Israels fehlgeleiteter Intervention von 1982 (außer um ihre Rechnung mit den Palästinensern zu begleichen und Israel die Verantwortung zuschieben zu lassen) und hatten sich mit Unbehagen auf ihren Platz unter syrischer Herrschaft begeben. Auch nach der Wiederbelebung Beiruts nach dem Ende des langen libanesischen Bürgerkriegs schrumpft der christliche Libanon.

Sogar noch dramatischer ist der Zusammenbruch der christlich-arabischen Gesellschaft unter der Herrschaft Arafats, nachdem Israel große Teile von Judäa und Samaria an die Autonomiebehörde übergab.

Die muslimisch dominierte PA hat den Christen das Leben unangenehm gemacht. Und der Aufstieg von Hamas und Islamischer Jihad – islamischer Fundamentalisten, die gleichzeitig Rivalen und Verbündete der PA und ihrer terroristischen Kräfte sind – hat Zweifel am dauerhaften Überleben der palästinensischen Christen geweckt.

Gegenden, in denen christliche Araber bis vor Kurzem in der Mehrheit waren, wie in Bethlehem und den es umgebenden Dörfern, sind heute mehrheitlich muslimisch. Tausende emigrieren weiter nach Lateinamerika und in die Vereinigten Staaten, wo viele als lautstarke Sprecher gegen Israeldienen.

Christen haben am stärksten unter der mafiösen Herrschaft von Arafats Kleptokratie gelitten. Das ruft starke Erinnerungen daran wach, was im Südlibanon vorging, bevor Israel die PLO 1982 aus dieser Region vertrieb. Wie im Libanon ist Gewalt gegen Christen, besonders christliche Frauen, tritt beständig auf und wird offensichtlich von den palästinensischen Führern nicht missbilligt, die es ablehnen, die Tanzim- und Fatah-„Aktivisten“, die gewalttätiger Verbrechen beschuldigt worden sind, in ihre Schranken zu weisen.

Es mag sein, dass dies eher zur Lebenspraxis an einem Ort gehört, der weniger von Recht und Gesetz hält als von religiöser Diskriminierung, aber das ist in solchen Gesellschaften immer das Schicksal religiöser Minderheiten. Dhimmi, die klassische Studie des Lebens religiöser Minderheiten unter muslimischer Herrschaft von 1985 durch die Historikerin Bat Ye’or, betonte dieses Paradox. Obwohl der palästinensische Nationalismus grundsätzlich säkular ist, bietet das Leben den Christen unter seiner Herrschaft denselben Status wie unter dem klassischen Islam: ein Leben als minderwertige, wenn auch beschützte, Minderheit. In ihrem neuesten Buch, „Islam und Dhimmi: Wo Zivilisationen zusammen stoßen“, fügt Ye’or neue Einsichten in dieses Konzept hinzu und wie die Verwestlichung der islamischen Welt zum Gefühl der Frustration der Muslime beigetragen hat, die von der Anwesenheit eines Staates mit jüdischer Mehrheit im Nahen Osten erbost sind.

Angesichts ihres gemeinsamen Status als Minderheiten in einer überwältigend muslimisch dominierten Region, könnte man erwarten, dass die christlichen Araber einige Gemeinsamkeiten mit den Juden und Israel finden. Aber die traditionelle Antipathie der östlichen Christenheit gegenüber dem Judentum, in Kombination mit der vergeblichen Hoffnung auf Assimilation in die arabische Welt, haben diese Möglichkeit ausgeschlossen.

All dies hat uns zu dem seltsamen Punkt geführt, an dem christliche Araber gleichzeitig aus den Palästinenser-Gebieten verdrängt werden und trotzdem als einige der grausamsten Feinde Israels dienen.

Amerikanische Christen und Israel

Gleich kurios sind die genauso unterschiedlichen Gefühle der amerikanischen Christen gegenüber den Fragen des Nahen Ostens.

Die meisten amerikanischen Christen sind einfach desinteressiert am Schicksal ihrer Glaubensgenossen in der arabischen Welt. Während Gefahren, denen Juden im Ausland ausgesetzt sind, eine Quelle politischen Aktivismus, Menschenliebe und aufrichtige Besorgnis um amerikanische Juden geworden sind, ist die Lage von Christen in Israel und den arabischen Ländern nicht gerade etwas, das die über 90 Prozent der Amerikaner, die sich den christlichen Konfessionen zurechnen, besonders aufregt.

Gleichzeitig – und obwohl Arafat hofft und Israel fürchtet, dass dieser christliche Symbolismus bei Amerikanern Widerhall findet – ist es sehr zweifelhaft, dass irgendjemand in den USA sich sonderlich dafür interessiert. Trotz der amerikanisch-jüdischen Paranoia zu Antisemitismus sind jetzt gläubige Christen der Rückhalt der amerikanischen Unterstützung für Israel.

Die jüngsten Stellungnahmen des Papstes und die Furcht des Vatikans um die Sicherheit der arabischen Christen haben zu einer Politik geführt, die Israel aus der Fassung bringt. Aber die Ablehnung antisemitischer Lehren durch die katholische Kirche steht im Gegensatz zu einigen der weniger aufgeklärten Reden, die in christlichen Gemeinschaften des Ostens aufgetaucht ist. Und während liberale protestantische Denominationen Sympathien für den arabischen Nationalismus hegen und dem Zionismus feindlich gesinnt sind, ist es mit konservativeren, evangelikalen christlichen Protestanten genau umgekehrt, von denen viele Israels größte Fans sind.

Ironischerweise stehen amerikanische Christen wie auch israelische Juden verwirrt neben der fortgesetzten Zerstörung des christlichen Palästina. Anstatt die Nähe Israels und die Möglichkeiten der Hilfe aus den Vereinigten Staaten als Druckmittel zur Lockerung der muslimischen Unterdrückung zu nutzen, scheinen arabische Christen nicht in der Lage zu sein, zu ihrer eigenen Verteidigung zu sprechen, besonders, wenn es Israel einen Vorteil bringen könnte.

Die Christen „Palästinas“ sind dazu bestimmt, dass ihr Lebensstil durch genau die Sache zunichte gemacht wird, für deren Vorankommen sie so viel getan haben.

Das ist die Ironie der religiösen Kriege, die diese unglückliche Gemeinschaft blind gemacht haben für ihre wichtigsten eigenen Interessen.

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Ergänzung (e-mail-Nachricht über IMRA vom 26.12.2001)

PALESTINIAN MEDIA WATCH
59 King George Ave., Jerusalem, Israel

Christliches Leiden unter der palästinensischen Autonomiebehörde

Als Service für unsere Abonnenten haben wir einen Artikel übersetzt, der gestern in der hebräischen Tageszeitung Ma’ariv erschien und die Furcht und Unterdrückung beschreibt, unter der Christen in der Autonomie leben und die dazu führt, dass viele von ihnen Bethlehem verlassen.
Es folgen Auszüge aus dem von Hanan Shlein geschriebenen Artikel (vom 24.12.2001):

Machen Sie keinen Fehler – Arafats Bestehen darauf, dass er „notfalls zu Fuß“ zur Mitternachtsmesse in Bethlehem gehen würde, falls Israel ihm nicht erlaubt nach Ramallah aufzubrechen, spricht nicht unbedingt für eine große Liebe zwischen Moslems und Christen in den von der PA kontrollierten Gebieten. In Wirklichkeit ist das Gegenteil der Fall. Die Christen leiden schon stark darunter, dass sie in PA-Gebiet leben, was aus dem deutlich wurde, was während der Feuerwechsel zwischen Palästinensern in der christlichen Stadt Beit Jala und IDF-Soldaten im Jerusalemer Stadtteil Gilo durchsickerte. Auf der Höhe der Kämpfe wurden die Christen von Beit Jala besonders schmerzlich umarmt: Tanzim-Aktivisten – natürlich Muslime – suchten sich ihre Feuerstellungen so nahe wie möglich an religiösen christlichen Einrichtungen. Die Christen verstanden die List sofort: eine kleine Abweichung des israelischen Vergeltungsfeuers auf Beit Jala würde genügen um die christlichen Institutionen oder Häuser zu beschädigen. In einem solchen Fall würde Israel schwerwiegende Reaktionen der Christen in aller Welt erhalten und es gäbe einen doppelten Gewinn: Gilo wie auch die Beziehungen Israels mit dem internationalen Christentum wären schwer angeschlagen.

Ein Einwohner Beit Jalas erinnert sich traurig: „Wir wurden von den Muslimen in Bethlehem ständig gedemütigt. Wir Christen machten einmal 50% der Bevölkerung der Stadt aus. Heute sind wir vielleicht 20%. Jeder, der es sich leisten konnte, ging fort.“

Aus Angst um ihre Sicherheit sind christliche Sprecher nicht glücklich, mit Namen genannt zu werden, wenn sie sich über die Behandlung durch die Muslime beschweren. Vertraulich erzählen sie von den Belästigungen und den Terror-Taktiken, hauptsächlich von Schlägertrupps, die plünderten und Christen, wie auch ihr Eigentum ausraubten – unter dem Schutz der palästinensischen Sicherheitskräfte.

Die Beziehungen zwischen Muslimen und Christen verschlechterten sich nach dem Abzug der israelischen Armee aus Bethlehem. Damals kamen PA-Sicherheitskräfte, alles Muslime, herein und die Empfindungen und Frustrationen auf Seiten der Muslime wurden in Aktionen umgesetzt. In Israel kamen Beschwerden von Christen über die Beschädigungen von Kirchen und das Zerschlagen von Kreuzen an, die ohne echte Vorbeuge-Maßnahmen durch die lokale Polizei stattfanden. Zusätzlich begann die (körperliche) Belästigung von Christen, die ihren Höhepunkt erreichte, als Muslime christliche junge Mädchen aus Beit Sahur sexuell belästigten… [heplev: andere Quellen sprechen sogar von sexuellen Nötigungen bis Vergewaltigungen.]

Wehren?

Dry Bones, 19. September 2017

aus einem Bericht der Straights Times:

Ein pakistanischer Christ ist wegen Blasphemie zum Tode verurteilt worden, nachdem er einem muslimischen Freund auf WhatsApp ein Gedicht schickte, das den Islam beleidigt, sagte ein Rechtsanwalt am Freitag (15. Sept.). Nadeem James wurde im Juli letzten Jahres angeklagt, nachdem sein muslimischer Freund Yasir Baschir ihn bei der Polizei anzeigte, er habe über die Messaging-App ein Gedicht erhalten, das abfällig zum den Propheten Mohammed und anderen Heiligen war. „James erhielt vom Gericht am Donnerstag aufgrund von Blasphemie-Vorwürfen die Todesstrafe“, sagte sein Verteidiger Anjum Wakeel.