Eine atemberaubende Theologie des Terrors beim Weltkirchenrat

This Ongoing War, 2. Januar 2017

Pfarrer Olav Fyske Tveit vom ÖRK (Bildquelle)

Wir haben mindestens ein gutes Dutzend Einträge dem gewidmet, was der Ökumenische Rat der Kirchen gesagt und getan hat (klicken Sie hier) und offen gesagt ist es schwer irgendetwas Positives über ihn zu sagen. Hier ist das jüngste Beispiel und der Grund dafür.

Gestern gab das Sekretariat des ÖRK, der seinen Sitz in Genf hat, den Medien gegenüber eine Stellungnahme zum Neujahrs-Massaker im Istanbuler Club Reina aus. Die Verantwortung für diese brutalen und grausamen Morde wurde heute von einer islamistischen Terrorgruppe [„The Latest: Islamic State claims Instanbul night club attack“, Associated Press, heute].

Hier die Erklärung des Rats:

ÖRK verurteilt Terroranschlag in Istanbul auf unschuldige Neujahr Feiernde | 1. Januar 2017 | Der Generalsekretär des Ökumenischen Rats der Kirchen (ÖRK), PFr. Dr. Olav Fykse Tveit, verurteilt den jüngsten Terroranschlag auf Menschen in Istanbul, die das neue Jahr feierten. Mindestens 39 Menschen wurden getötet und Dutzende weitere wurden verletzt, als ein einzelner Bewaffneter einen gedrängt vollen Nachtclub in Istanbul angriff… „Unschuldige Menschen leiden immer wieder. Das ist eine böse Tat. Dieser Anschlag schockiert besonders, erstens, weil es eine klare Absicht gegeben zu haben scheint gewollt Menschen zu treffen, die einfach den Neujahrstag genießen wollten“, sagte Tveit… „Angesichts dieser Brutalität, muss die Familie der Menschheit, alle Menschen voller Glauben und gutem Willen zusammenstehen, um sich wieder dem Respekt und der Fürsorge für einander, gegenseitigem Schutz und der Verhinderung solcher Gewalt zu verpflichten.“ Der ÖRK bietet den Trauernden und Verletzten sein tiefstes Beileid. Tveit sagte: „Gott, in deiner Gnade sei bei den Opfern und ihren Familien und denen die sie begleiten und ihnen helfen.“ (Online hier)

Die meisten verantwortungsbewussten Menschen werden zustimmen, dass es richtig ist, wenn eine höchst einflussreiche Religionsgruppe den Allmächtigen anruft sich auf die Seite der Opfer zu stellen. Es wäre unvorstellbar, dass Pfarrer Tveit die gegenteilige Sicht eingenommen und zu Mitgefühl für die mörderischen Barbaren von ISIS aufgerufen hätte.

Aber Moment.

Wir möchten aufzeigen, wie anders derselbe Herr Tveit sich in Bezug auf eine andere Ansammlung von Barbaren äußert, die, anders als die Täter des Barbarismus von Istanbul vor zwei Tagen, gefasst und in den meisten Fällen wegen Terrorvorwürfen vor Gericht gestellt und verurteilt wurden. In Bezug auf diese Barbaren drängte Herr Tveit die christlichen Gläubigen sehr öffentlich von seinem Büro aus, sie sollten für sie beten und ihnen auf praktische Weise zu helfen und keinen Gedanken auf die Dinge zu verschwenden, die diese Häftlinge getan haben, um weggesperrt zu werden.

Die Szene vor den Nachtclub Reina in Istanbul (Bildquelle)

Dieser widerliche Appell nach Mitgefühl für tatsächliche und verhinderte Mörder erweckte unsere Aufmerksamkeit im April 2014 [hier], das der ÖRK seine Gläubigen zur Solidarität mit dem aufrief, was er unaufrichtig so nantnte:

„rund 5000 palästinensische Männer, Frauen und Kinder, die in israelischen Gefängnissen schmachten“.

Zu ihren Gunsten sollten gläubige Mitglieder

„für alle Häftlinge beten, sie besuchen und sich um ihre Bedürfnisse kümmern, egal weshalb sie in Haft sind. In Israel und Palästina haben Häftlinge eine größere Bedeutung als in der Vergangenheit bekommen.“

Lassen Sie diese Worte einmal in ihrem Kopf herumgehen. „Egal, weshalb sie in Haft sind.“ Das lässt uns fragen, welche Art von boshafter falscher Theologie dieser Mann und seine Kohorten ausüben. Natürlich betrachten er und sie sich nicht als eine Art satanischer Kult, sondern vielmehr als

die breiteste und inklusivste der vielen organisierten Ausdrucksformen der modernen ökumenischen Bewegung, eine Bewegung, deren Ziel die Einheit der Christen sit. Der ÖRK bringt Kirchen, Konfessionen und kirchliche Gemeinschaften in mehr als 110 Ländern und Gebieten der gesamten Welt zusammen; er repräsentiert 500 Millionen Christen und darunter den Großteil der orthodoxen Kirchen, viele anglikanische, baptistische, lutherische, methodistische und reformierte Kirchen sowie viele unierte und unabhängige Kirchen. Zwar ist die Mehrheit der Gründerkirchen des ÖRK europäische und amerikanische Kirchen waren, kommen die meisten Mitgliedskirchen heute aus Afrika, Asien, der Karibik, Lateinamerika, dem Nahen Osten und dem Pazifik: Es gibt heut 348 Mitgliedskirchen. Für diese ist der ÖRK ein einzigartiger Ort: einer, in dem sie gemeinsam reflektieren, sprechen, handeln, beten und arbeiten können, einander herausfordern und unterstützen können, miteinander teilen und diskutieren können… [aus der Internetseite des ÖRK von heute]

Es spielt für Olav Fykse Tveit, den Vorsitzenden des ÖRK, einen gebildeten und kultivierten Mann auf einer Mission und ein norwegischer lutherischer Geistlicher, keine Rolle, dass viele der Häftlinge verurteilte Mörder sind, die zugaben unschuldige Menschen getötet zu haben. Zumeist unschuldige jüdische Menschen, sollten Sie sich bereits wundern.

Eine wie große Rolle spielte es, dass die meisten davon Terroristen sind, die keine Reue zeigen? Oder dass die palästinensisch-arabische Gesellschaft von ihrem Präsidenten Mahmud Abbas bis nach ganz unten sie alles als Helden umarmt, wie wir es diesem Blog Dutzende Male im Verlauf des letzten Jahrzehnts gezeigt haben? Die Antwort: kein Bisschen. (Zu den anderen Kommentaren, die wir damals abgaben, siehe: „Christliche Solidarität mit reuelosen Mörder: Wo bleibt die Empörung?“)

Also spielen wir mal „Was wäre, wenn“.

Wie hätte die Reaktion gestern in Istanbul ausgesehen – oder in Paris oder Brüssel oder Sydney – hätte der Leiter des Weltkirchenrats dazu aufgefordert

  • die Freiheit der Mörder von Istanbul wiederherzustellen
  • die Gerechtigkeit der Sache der Bewaffneten zu respektieren
  • die Würde der Schützen von Istanbul – die mit ihren leistungsstarken Waffen aus kürzester Entfernung auf die Feiernden im Nachtclub schossen – die Solidarität der gläubigen Christen gewinnen zu lassen.

Trauernde bereit die Beerdigung eines der Opfer des Massakers von Istanbul vor [Bildquelle]
Freiheit, Gerechtigkeit, Würde, Solidarität. Herr Tveit forderte seine Herde vor zwei Jahren auf alles davon über den Himmel zu Gunsten und Zuspruch für palästinensisch-arabische Häftlinge hinter israelischen Gittern anzusreben. (Volle Offenlegung: Mehrere der Verurteilten sind zufälligerweise die Mörder unserer 15-jährigen Tochter Malki. Also fehlt uns hier wohl eine gewisse wissenschaftliche Objektivität.)

Hätte er es gewagt seiner Kanzel in Genf eine solche Bitte zugunsten der Schützen und die Verschwörer von Istanbul vorzubringen? Die Antwort ist offensichtlich. Was er machte, kann er – und nur deshalb – tun, weil die Opfer des palästinensisch-arabischen Terrors die sind, die sie sind.

Mit der Zeit wird klarer, dass diese wichtige christliche Gruppe eine Theologie des Terrors und der Opferrolle entwickelt hat und propagiert, die schonungslos kritische Überprüfung verdient, unseres Wissens nach aber bisher nicht erhält.

Warum versuchen wir nicht den Standpunkt des Ökumenischen Rats der Kirchen zu bekommen? Das haben wir in der Tat versucht. Wie hier vermerkt kam die einzige substanzielle Reaktion, die wir selbst jemals bekamen (und wir haben uns sehr bemüht und das wiederholt) kam in Form einer persönlichen Note des damaligen Kommunikationsdirektors des ÖRK im Auftrag von Herrn Tveit, einem Mark Beach, der diesen Posten nicht länger inne hat. In einer E-Mail aus Genf an uns, datiert vom 5. Juni 2014, in der unsere Fragen und harten kritischen Kommentare angesprochen wurden, die ihm sein Chef weitergegeben hatte. Wir schrieben als Eltern eines wunderbaren 15-jährigen Kindes, das von den Strolchen ermordet wurde, für deren Würde zu beten die Christen des ÖRK aufgefordert wurden.

Anscheinend nicht allzu bewegt informierte und Herr Beach hilfreich:

„Ja, ich glaube, wir haben nichts weiter zu sagen.“

Und tatsächlich haben wie nie wieder etwas von ihm gehört. Der Hintergrund dazu ist hier [Angst und Abscheu beim Weltkirchenrat].

Wir sind verwirrt von der Vorstellung, dass religiös und moralisch gesonnene Christen das sehen können und trotzdem nicht danach rufen, dass die ÖRK-Führung die Treppe ihres außerordentlich gut ausgerüsteten schweizerischen Hauptsitzes hinunter, von ihren Kanzeln und auf die Straße geworfen wird.

Sylvester im Heiligen Land

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 25. Dezember 2016 (direkt vom Autor)

In Israel richtet sich jeder nach einem eigenen Kalender. Juden leben im Jahr 5777 seit der Schöpfung der Welt, während Moslems das Jahr 1438 seit der Hijra (Flucht) des Muhammad von Mecca nach Yathrib (Medina) schreiben. Sylvester ist Teil des „Kalenders der Anderen“, also der Christen. Moslems und Juden haben schon im Herbst ihr jeweiliges „Neujahr“ gefeiert. Rosch Haschana heißt es bei den Juden. Wer sich nun in Deutschland „guten Rutsch“ wünscht, verwendet vielleicht das hebräische Wort „Rosch“, „Kopf des Jahres“. Wissenschaftler streiten, ob Rutsch/Rosch eine Verballhornung des Jiddischen ist und wie Mischpoke, Macke oder Schmiere-stehen über die Gaunersprache ins Deutsche gelangt sind.*

Das christliche Neujahrsfest heißt erst seit 1582 Sylvester, benannt nach dem am 31. Dezember 335 verstorbenen Papst Sylvester. Tatsächlich feiern die Christen am 31. Dezember die Circumcisio Domini, die Beschneidung des 8 Tage zuvor, am 24. Dezember geborenen Jesus von Nazareth. Dieses Ereignis sei im Tempel von Jerusalem gefeiert worden, wobei es nach muslimischer Auffassung und gemäß einem Mehrheitsbeschluss der UNESCO diesen Tempel nie gegeben haben soll.

Mit Beschneidung und Namensnennung gelangt der Neugeborene in den „Bund Abrahams“. Und so wie im Altertum die Jahre ab der Krönung des Herrschers jedes Mal neu gezählt wurden, beginnt bei den Christen die Jahreszählung ab der Aufnahme in die Gemeinde und nicht seiner Geburt. Dass Jesus ganze 7 Jahre vor seiner Geburt zur Welt gekommen sei, also noch zu Lebzeiten des 4 vor Christi Geburt verstorbenen Königs Herodes, gilt bei modernen Wissenschaftlern als gesichert. Doch wer Sylvester ordentlich feiern will und die Sektkorken fliegen lässt, tangieren solche wissenschaftliche Nichtigkeiten nur geringfügig.

Bei Moslems gehören zu jeder Hochzeit selbstverständlich Feuerwerk und gelegentlich sogar Freudenschüsse mit Gewehren dazu. Da ist also „Sylvester“ der Normalzustand. In Tel Aviv wird gefeiert, wie die Feste fallen, also auch zu Sylvester. Im übrigen Israel herrscht diesmal an Sylvester Ruhe, denn der 31.12. 2016 fällt auf einen Sabbat und der 1. Januar ist wie immer ein normaler Arbeitstag.

Kult um Jesu Vorhaut

Die Reliquie der heiligen Vorhaut soll Karl der Große anlässlich seiner Kaiserkrönung am 25. Dezember 800 in Rom dem Papst Leo III. geschenkt haben. Karl wiederum habe sie von einem Engel erhalten.

Die heilige Vorhaut wurde zusammen mit anderen Reliquien in der Kapelle Sancta Sanctorum im römischen Lateran aufbewahrt, bis ein deutscher Soldat sie 1527 gestohlen habe. Man fand die Reliquie in seiner Gefängniszelle in Calcata erst 30 Jahre später. Bis 1983 wurde die Heilige Vorhaut in Calcata öffentlich bei Prozessionen gezeigt, bis sie erneut „unter ungeklärten Umständen“ verschwunden ist. Auch in der Abtei Charroux, in der Abteikirche von Coulombs, im bayerischen Kloster Andechs und in Antwerpen wähnte man sich im Besitz der Vorhaut. Die kostbaren Reliquien gingen jedoch beim Bildersturm, während der Französischen Revolution oder anderen Kriegswirren verloren.

Dieser Körperteil Jesu wurde auch zum Gegenstand transzendenter Verehrung. Im 13. Jahrhundert berichtete ein Bauernmädchen aus dem österreichischen Plambach, die Mystikerin Agnes Blannbekin hätte beim Kosten der Eucharistie das Empfinden von Christi Vorhaut, das „sanctum praeputium”, auf ihrer Zunge verspürt. Weil Jesus mitsamt seiner Vorhaut in den Himmel gefahren sei, spekulierte der Kurator der Vatikanischen Bibliothek, Leo Allatius († 1669), dass sich die Vorhaut im Himmel in einen der kurz davor entdeckten Saturnringe verwandelt habe. So blühten die Spekulationen. Im Februar 1900 schließlich erbarmte sich der Vatikan: Seitdem herrscht endgültig Sprech- und Schreibverbot über Jesu Vorhaut, unter Strafe des Kirchenbanns. Auch die Fremdenverkehrswerbung durfte sich künftig nicht mehr des Themas annehmen. Wo sich die Vorhaut Jesu befindet, ist seitdem nur noch für die Wissenschaft interessant.

(C) Ulrich W. Sahm

* heplev: Es gibt die Theorie dass der jiddische Neujahrsgruß „a giddn rosch“ (von „Rosch HaSchanah) zum „Rutsch“ wurde

PA-Apartheid gegen Christen in Bethelehem

Kirchenschändung, Schikane und Gewalt lassen Christen aus Bethlehem wegziehen, seit die PA die Stadt übernahm

Itamar Tzur, Israel National News, 21. Dezember 2016

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Yishai Karov

Gemäß christlicher Überzeugung war Bethlehem die Stadt, in der Jesus am Weihnachtstag geboren wurde, was dieses Wochenende, dem 25. Dezember gefeiert wird. Bethlehem ist allerdings nicht länger die christliche Stadt, die sei die letzten 1.500 Jahre gewesen ist.

PA-Beamten behaupten, dass Christen Anfang der 1990-er Jahre, vor der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen, fast zwei Drittel der Bevölkerung Bethlehems stellten. Heute wird geschätzt, dass Christen nur noch 20% der Bevölkerung der Stadt ausmachen. Der Niedergang ist weitgehend von negativer Migration verursacht worden, seit die PA 1995 die volle Zuständigkeit über Bethlehem übernahm.

Der palästinensisch-arabische Nationalsmus lässt keinen Raum für eine christliche Minderheit. Christen in Bethlehem haben das Gefühl, dass sie in ein kulturelles und religiöses Ghetto eingesperrt sind.

Der linke Journalist Gideon Levy beschrieb den aktuellen Zustand Bethlehems. „Es gibt in Bethlehem keine Freude. Die Geschäfte sind leer und die Atmosphäre ist düster. Nur der Kirchhof zieht Touristen an, die für einen Augenblick kommen und dann sofort wieder gehen. Das Luxushotel ist während der zeit leer, die die geschäftigste Zeit des Jahres sein müsste.“ Levy schrieb in Ha’aretz.

Ich selbst erinnere mich an andere Tage, Tage, als Bethlehem mit Touristen aus aller Welt überfüll war. Die hohe Belegrate der Hotels in der Stadt beeinflusste andere Hotels in der Umgebung, so in Jerusalem und Ramallah. Die Märkte waren voll von allen Arten guter Dinge. Und arabische Kinder machten gute Geschäfte mit dem Verkauf von Olivenzweigen an die Massen der Touristen. Die Geburtskirche war in diesen Tagen die zentrale Attraktion und man musste in langen Schlangen für einen kurzen Moment anstehen und um ein Bild mit dem silbernen Stern zu machen, der Christen die Stelle andeutet, an der Jesus geboren wurde.

„Es ist nicht leicht in Bethlehem Christ zu sein. Sittenpatrouillen agieren in der Stadt neben , mit der Hamas verbundenen Gruppen und sie fordern von Christen sich züchtig zu kleiden. Sie sind nicht gerade friedfertig. Isolierte Fälle von Mischehen zwischen Christen und Muslimen führen zu schweren Krisen und Gewalt von der muslimischen Seite. Christen sind zwischen Hammer und Amboss gefangen. Sie müssen der palästinensisch-arabischen Sache die Treue erklären – aus denselben Gründen, aus denen die Drusen auf dem Golan gezwungen sind den Führern Syriens die Treue zu schwören.“

Mutige Versuche von Christen im Verlauf der Jahre vom Staat Israel annektiert zu werden sind wiederholt abgelehnt worden. Der Konflikt zwischen der PA und Israel hat die christliche Gemeinschaft besonders hart getroffen. Während der zweiten Intifada waren christliche Einwohner und Institutionen wiederholter Schikane durch bewaffnete arabische Kräfte ausgesetzt.

Christliche Unterdrückung der Christen erreichte während der Operation Schutzschild einen Tiefpunkt, als arabische Terroristen sich in der Geburtskirche verschanzten, zusammen mit 250 christlichen Geistlichen und Gottesdienstbesuchern. Der Staat Israel versuchte christliche Opfer zu vermeiden und der Kirche Schaden zuzufügen, so endete das Geschehen mit Verhandlungen zwischen den beiden Seiten. Als die Kämpfe endeten wurde der Schaden für die Statte deutlich: Brandschaden am Kirchenkomplex, die Plünderung religiöser Gegenstände und die Benutzung von Seiten aus christlichen Bibeln als Toilettenpapier.

Die Schändung der Geburtskirche erhielt keine Verurteilungen durch die UNO oder die UNESCO.

Christen sehen sich derselben Lage überall in den von PA und Hamas kontrollierten Gebieten ausgesetzt. Christliche Emigration aus Judäa, Samaria und dem Gazastreifen hinaus nimmt zu, während der „Palästinenserstaat“ wächst und Formen annimmt. Fakt ist: Der Nahe Osten ist nicht anders. Der einzige Ort im Nahen Osten, an dem die christliche Minderheit zahlenmäßig zunimmt, ist der Staat Israel.

Pfarrer Gabriel Naddaf bestätigt dies und erklärte dieses Jahr, ohne den Staat Israel würden die Christen hier zu einer verfolgten Minderheit, genauso wie im Rest des Nahen Ostens: In Ägypten zum Beispiel werden die koptischen Christen verfolgt und ein Bombenanschlag auf eine Kirche, der erst gerade stattfand, forderte in Kairo das Leben Dutzender Menschen. Zehntausende Christen wandern aus. Den Irak hat zum Beispiel 60% der Christen das Land verlassen. Im Libanon, wo iranische Geldmittel zum Kauf christlichen Landes überwiesen werden, führen die Schiiten ihre Eroberung der im Rückzug befindlichen christlichen Bevölkerung aus.

Die Schlussfolgerung ist offensichtlich. Nur unter israelischer Kontrolle oder in bestimmten Fällen internationaler religiöser christlicher Komplexe können Christen ihren einzigartigen Charakter im Nahen Osten erhalten. Es ist klar, dass Christen, auch wenn sie das nicht offen erklären, sich wie viele Muslime in Judäa und Samaria, nach israelischer „Besatzung“ sehnen.

Wie die heidnischen Wurzeln von Weihnachten viele Christen vertreiben

Adam Eliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 19. Dezember 2016

Denn der Heiden Satzungen sind lauter Nichts. Denn sie hauen im Walde einen Baum, und der Werkmeister macht Götter mit dem Beil
(Jeremia 10,3 – Lutherbibel)

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(Shutterstock)

Schätzungsweise 2 Milliarden Menschen in aller Welt feiern Weihnachten, aber eine zunehmende Zahl haben sich aus religiösen Gründen dafür entschieden den Sonnenwend-Feiertag hinter sich zu lassen, der eines der sichtbarsten Symbole der Kirche ist, allgemeingültig für alle Zweige des Christentums.

Weihnachten ist ein christliches Fest, mit dem die Geburt Jesu gefeiert wird, aber es wird von der weit überwiegenden Mehrheit der Amerikaner unabhängig von ihrer Religion gefeiert. Eine Studie von LifeWay Research aus dem Jahr 2010 offenbarte, dass 91 Prozent der Amerikaner Weihnachten begehen. Zu dieser zahl gehören 89 Prozent der Agnostiker, 62 Prozent derer, die behaupten keiner Religion anzugehören und sogar 55 Prozent derer, die sich als Atheisten bezeichnen. Von den Christen feiern 97 Prozent.

Es gibt allerdings eine zunehmende Zahl Gemeinden, die sich von dem Feiertag lossagen. Als Breaking Israel News eine Anfrage verschickte, um etwas von Christen zu hören, die Weihnachten nicht länger feiern, war die Reaktion überwältigend. Aus aller Welt strömten E-Mails herein, die von intensiven spirituellen Reisen berichten.

Mit Weihnachten zu brechen wurde als Rückkehr des Christentums zu seinen Wurzeln beschrieben. Die beiden angeführten Hauptgründe sich von Weihnachten zu trennen waren die heidnischen Ursprünge des Festes und das Fehlen jeglicher biblischer Quelle. Pastor Mark Blitz hörte vor 20 Jahren auf Weihnachten zu feiern und er deutet auf das Buch Jeremia, um zu erklären, wie die Bibel die heidnischen Ursprünge von Weihnachten sieht:

So spricht der HERR: Ihr sollt nicht nach der Heiden Weise lernen und sollt euch nicht fürchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich fürchten. Denn der Heiden Satzungen sind lauter Nichts. Denn sie hauen im Walde einen Baum, und der Werkmeister macht Götter mit dem Beil und schmückt sie mit Silber und Gold und heftet sie mit Nägeln und Hämmern, dass sie nicht umfallen. (Jeremia 10,2-4)

Diese Verse beschreiben ein heidnisches Fest samt einem geschmückten Baum, das für den Propheten nicht akzeptabel ist. Dieser heidnische Feiertag verwandelte sich schließlich in Weihnachten. Die heidnischen Wurzeln von Weihnachten werden im Talmud beschrieben (Avodah Zarah 8a). Der Talmud berichtet, wie der biblische Adam die acht Tage vor und acht age nach der Sonnenwende als Fest beging, aber das wurde nicht weitergeführt, weil die Götzenanbeter rissen es an sich und nannten es Kaleda und Saturnalia.

Historisch war Kalenda ein heidnisches Fest, das zum römischen Feiertag Saturnalia wurde und das man vom 17. bis 23. Dezember feierte. Als Kaiser Konstantin das Christentum zur dominanten Religion des römischen Reiches machte, nahm er viele heidnische Bräuche auf, darunter auch Saturnalia; damit wollte er der mehrheitlich heidnische Bevölkerung entgegenkommen.

Pastor Blitz erklärte die heidnischen Ursprünge, wie sie vom christlichen Fest nachempfunden werden.

„Wenn die Leute Weihnachten als Familienzeit und zur Pflege von Beziehungen feiern wollen, ist das weiter eine besondere Zeit. Begreift einfach, dass es heidnischen Ursprünge und nichts mit der Bibel oder Jeschua (Jesus) zu tun hat“, sagte Blitz. „Das war ein uralter Brauch, von dem die katholische Kirche beschloss, er sei eine großartige Weise Heiden dazu zu bekommen ihre Lehren anzunehmen.“

Deborah Schermerhorn aus Colorado hörte im Jahr 2000 auf Weihnachten zu feiern, als sie noch in einer christlichen Kirche aktiv war. Die nächsten drei Jahre lang stellte ihr Familie keinen Baum auf und hielt sich selbst mit den Geschenken zurück.

„Ich erinnere mich, dass ich in einem Jahr gebeten wurde einen Adventskranz und Kerzen aufzustellen“ sagte Schermerorn gegenüber Breaking Israel News. „Um die Tradition besser zu verstehen sah ich in die Bibel und konnte keine biblische Grundlage für diesen Brauch finden.“

Sie besucht eine „Kirche mit hebräischen Wurzeln“ und begeht die jüdischen Feiertage. Statt einen Baum aufzustellen, zündet sie heute eine Hanukka-Menora als Teil ihrer christlichen Feier an. „Was Hanukka für mich wirklich macht, war die Tatsache, dass Jeschua selbst das Fest beging“, sagte Schermerhorn.

Sich von Weihnachten zu trennen wurde von vielen als Teil eines größeren spirituellen Prozesses beschrieben, in einigen Fällen abgeleitet vom Wunsch sich wieder mit den jüdischen Wurzeln in Einklang zu bringen und zu einem biblischen Verständnis der Religion zurückzukehren.

„Mein Mann und ich haben beide Familienmitglieder, die das gesamte Spektrum durchlaufen haben, angefangen von der Faszination und der Unterstützung bis zum Antisemitismus“, sagte Schermerhorn Breaking Israel News. „Ein paar haben das Gefühl, dass wir Jeschua abwiesen, indem wir Weihnachten nicht mit Bäumen und dem Weihnachtsmann feierten, wo wir in Wirklichkeit spirituell gewachsen sind und eine weit tiefere Beziehung zum Herrn haben, als wenn wir in der traditionellen Kirche geblieben wären.
Im Rückblick können mein Mann und ich eindeutig sehen, wie der Herr uns aus unserer heidnischen Vergangenheit herausgerufen hat“, sagt Schermerhorn.

Pieter und Anneke Leeuwestein aus den Niederlanden hörten auf Weihnachten zu feiern, stellten aber fest, dass sie, obwohl sie in einer ländlichen Gegend außerhalb von Amsterdam leben, nicht alleine waren.

„In meinem Teil des Landes gibt es Hunderte Leute, die Weihnachten und Ostern nicht mehr feiern“, sagte Anneke. „Es war nicht schwer. Nach so vielen Jahren der Sünde zu folgen fühlte es sich an wie nach Hause zu kommen.“

Christliche „Friedensstifter“ wirbt für Judenhass im gelobten Land

Dexter Van Zike, American Thinker, 11. November 2016

Yusef Daher, Geschäftsführer des Jerusalem Interchurch Center (Foto: Facebook)

Die meisten Menschen begreifen, dass eine Karikatur mit einem hakennasigen Juden zu werben, der von einem gekreuzigten Jesus getreten wird, etwas ist, das niemand tun sollte. Aber einer, der das Memo nicht bekam, ist Yusef Daher, der Geschäftsführer des Jerusalem Interchurch Center (JICC), einer christlichen, „Frieden stiftenden“ Institution mit Sitz in der Heiligen Stadt.

Daher, der offenbar auch als Touristenführer im Heiligen Land arbeitet, postete die Karikatur im Januar 2016 als sein Facebook-Titelfoto. Das Bild zeigt Jesus, der einen hakennasigen israelischen Soldaten (der natürlich eine Kippa trägt), während er gleichzeitig glückselig ein junges, wahrscheinlich palästinensisches Kind anstarrt, das respektvoll mit gesenktem Kopf und den Hände auf dem Rücken am Fuß des Kreuzes steht.

Das ist nicht das einzige Mal, dass Daher die Kreuzigung Jesu‘ beschwor, um Israel zu dämonisieren. In einem Anfang November 2016 veröffentlichten Artikel mit dem Titel „Zwischen Balfour und Pontius Pilatus“ verkündete Daher, die Palästinenser sein als Ergebnis der Gründung Israels und der Forderung der internationalen Gemeinschaft nach einer Zweistaatenlösung gekreuzigt wurden. In genau diesem Artikel erklärte er, dass „die Torah nicht auf Liebe und echter Gerechtigkeit gründet“.

Dahers Verwendung des Kreuzes zur Dämonisierung Israels erinnert leider an die von Reverend Dr. Naim Ateek dargebotene Botschaft. Ateek ist ein berüchtigter Antizionist, der während der zweiten Intifada erklärte: „Das Kreuzigungssystem der israelischen Regierung agiert täglich. Palästina ist der Ort des Schädels geworden.“

Natürlich ist das auf Dahers Facebook-Seite gepostete Bild antisemitisch, aber es ist auch eine Entweihung des christlichen Glaubens. Jesus bot Worte der Vergebung, als er am Kreuz hing und forderte seine Jünger auf sich um einander zu kümmern. Zu keinem Zeitpunkt wird Jesus in den Evangelien als jemand beschrieben, der eine Hand (oder einen Fuß) in Wut gegen jemanden hob.

Dennoch bleibt das Bild zum Zeitpunkt, da dies geschrieben wird, weiter öffentlich sichtbar auf Dahers Facebook-Seite, zusammen mit einer Reihe weiterer beunruhigender Bilder, die palästinensische Gewalt und Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Staat zu verherrlichen scheinen.

Beispielsweise zeigt ein Bild (am 25. Oktober 2015 auf Dahers Facebook-Seit gepostet) der Palästinenserflagge, die Israel, die Westbank und den Gazastreifen bedeckt. Logischerweise weist das Unterstützung der Vernichtung des jüdischen Staates und seine Ersetzung durch einen Palästinenserstaat hin. Dass ein sogenannter christlicher „Friedensstifter“ solche einen Aufruf unterstützt ist unfassbar, aber das hat Daher getan.

Ein weiteres, am 15. Oktober 2015 auf Dahers Facebook-Seite gepostetes Bild zeigt palästinensische Männer, die Keffiyehs tragen, um ihre Gesichter zu verbergen, während sie eine Steinschleuder handhaben, bereit eine Art Ziegel oder Stein zu schleudern. Es gibt keine das Bild begleitenden Kommentare, aber offensichtlich glaubt Daher, diese Art von Verhalten sei lobenswert.

Sind nicht genug Menschen als Ergebnis der Konfrontationen zwischen palästinensischen Steinewerfern und israelischen Soldaten gestorben? Hat das Heilige Land nicht genug Konflikt erlebt, dass Daher solche Verhalten verurteilt – statt es zu vergöttern? Offenbar nicht.

Was dies alles noch schockierender macht: Das JICC, wo Daher arbeitet, wird vom Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK, auch „Weltkirchenrat“) und dem Middle East Council of Churches (MECC) unterstützt, zwei Institutionen, die mit der Förderung des christlichen Evangeliums und der Sache des Friedens im Nahen Osten beauftragt ist.

Werden der ORK und der MECC einschreiten und Daher anweisen die Bilder aus dem Internet zu entfernen und sich für seine üble Polemik gegen Israel zu entschuldigen? Oder werden diese Institutionen nichts tun und dem Geschäftsführer des Jerusalem Church Center gestatten weiterhin in einer bereits angespannten Umgebung für Hass und Verachtung zu werben?

Christen und die Balfour-Erklärung

Elder of Ziyon, 7. November 2016

Ein Gruppe christlicher Kirchenleiter in Großbritannien plant nächstes Jahr unter dem Namen Balfour100.org das einhundertjährige Jubiläum der Balfour-Erklärung zu feiern.

Hier ist ihre Sicht zur Geschichte des Dokuments:

Vor fünfhundert Jahren führte die Reformation dazu, dass die Bibel ins Englische übersetzt und vom gemeinen Bürger gelesen wurde. Das führte, besonders bei Puritanern, zu einem größerem Interesse an hebräischen Text das Alten Testaments. Sie waren in der Lage selbst die prophetischen Passagen zu lesen, die von der schließlichen Rückkehr Israels in sein biblisch gelobtes Land sprechen. Bis zum 17. Jahrhundert entwickelte sich ein wachsendes Bewusstsein bei britischen Evangelikalen allgemein, dass die Bibel die Rückkehr des Volks Israel in ihr historisches gelobtes Land vorhersagte.

Später, im 19. Jahrhundert, lehrten viele bekannte Prediger wie Bischof J. C. Ryle und der Baptistenprediger Charles Spurgeon zur Erneuerung der Juden in ihrem Land. Bibelgläubige Christen (wie William Wilberforce und Lord Shaftesbury, die ebenfalls enthusiastische Erneuerer waren) hatten einen enormen Einfluss auf die Regierungen der damaligen Zeit. Ein Glaube an die Erneuerung des jüdischen Volks in Israel ist als „vorgegebene Haltung“ für Evangelikale des 19. und frühen 20. Jahrhunderts beschrieben worden. Leider ist das heute nicht der Fall.

Ryle, Spureon und andere hatten Einfluss darauf, wie für die Rückkehr der Juden eingetreten wurde. Als die Bibel Studierende sehnten sie sich danach die Rückkehr Jesu Christi zu erleben. Bevor das geschehen konnte, mussten die Juden in ihr eigenes Land (Israel) zurückkehren. Sie erkannten dies aus prophetischen Abschnitten im Alten Testament, die den Messias in Jerusalem vorhersagen, wo er einem wiederhergestellten jüdischen Volk erscheint. Das wurde dann der zentrale Kern ihrer Gebete und politischen Handlungen, aber es schien unmöglich, während das antike Land Israel unter muslimisch-türkischer Kontrolle war und das jüdische Volk 1.900 Jahre lang zerstreut war.

1896 schrieb der österreichische Journalist Theodor Herzl, aufgebracht durch den Antisemitismus, den er um sich herum erlebte (besonders die berüchtigte Dreyfus-Affäre) „Der Judenstaat“ über die Notwendigkeit den jüdischen Staat wiederzugründen als einzige praktikable Lösung für das Überleben des jüdischen Volks.

Als Herzl die Bewegung startete, die als „Zionismus“ bekannt wurde, schloss er Freundschaft mit dem evangelikalen christlichen Pastor William Hechler. Hechlers Kontakte in hohe Stellen als diplomatischer Kaplan in Wien ermöglichte es Herzl wertvolle Unterstützung für den Zionismus zu gewinnen, was auch half einflussreiche Führungskräfte, darunter den Kaiser von Deutschland, dafür zu gewinnen.

Historiker haben vermerkt, dass der Zionismus, hätte Herzl nicht Hechlers Unterstützung und Ermutigung zur Fortsetzung seiner Arbeit gehabt, niemals als politische Bewegung entstanden wäre. Hechler, ein geistlicher Erbe von Leuten wie Ryle und Spurgeon, war einer der ersten „christlichen Zionisten“.

Als das 19. Jahrhundert zum 20. Wurde, entwickelte sich eine weitere Partnerschaft zwischen Juden und Nichtjuden, die der Schlüssel zur Förderung des Traums eines wiederbelebten jüdischen Heimatlandes war. Chaim Weizmann, 1894 geboren, war eines von 15 Kindern eines jüdischen Paares in Weißrussland. Er studierte in Deutschland Biochemie und zog 1904 nach Manchester. Als er in den folgenden Jahren ein führender  Biochemiker wurde, wurde Weizmann auch ein Führer in der zionistischen Bewegung in Britannien.

Während des Ersten Weltkriegs entwickelte eine wichtige chemische Zutat für Schießpulver, die die britische Regierung auf ihn aufmerksam machte, besonders Lord Balfour, mit dem er bereits Freundschaft geschlossen hatte.

In Schottland geboren wurde Arthur Balfour 1885 Abgeordneter für Manchester East (wo er Weizmann erstmals traf); er wurde 1902 bis 1905 Premierminister. 1917, als die Balfour-Erklärung angefertigt wurde, war er Außenminister.

Das war die Partnerschaft, die schließlich zu dem Brief führte, die bis heute als die „Balfour-Erklärung“ (Balfour war der Unterzeichner) bekannt wurde. Es entwickelte sich eine Freundschaft, während der Weizmann, der leidenschaftliche Zionist, Balfour – einen evangelikalen Christen, der für die jüdische Wiederherstellung war, vom Fall einer Heimat für das jüdische Volk dort, was damals „Palästina“ war, überzeugte.

Großbritanniens strategische Bedürfnisse, aufkeimende Allianzen mit arabischen Führern und die klare Gerechtigkeit des Traums der Zionisten vereinigten sich am 31. Oktober 1917, als Großbritanniens Kriegskabinett (das zumeist ebenfalls aus evangelikalen Christen bestand) stimmten der endgültigen Fassung eines Briefes an Lord Rothschild und den Zionistischen Bund zu; ein Brief, der als „die Balfour-Erklärung“ bekannt wurde.

Am 31. Oktober 1917 fand ein weiteres Ereignis statt, das ein Schlüssel zu den Absichten war, die in der Erklärung zum Ausdruck kamen. General Allenby gewann die entscheidende Schlag gegen die Türken und Deutschen um die Wüstenstadt Beer Sheva. Ohne einen Plan für die Zukunft wäre der Sieg bei Beer Sheva nur eine weitere Schlacht in einem langen und blutigen Krieg gewesen, eine Fußnote in der Geschichte. Die zwei Ereignisse, die gleichzeitig, aber tausende Kilometer voneinander entfernt stattfanden, war ein sicheres Zeichen, dass dies Gott war, der Seinen Plan für die Wiederherstellung des jüdischen Volkes in seinem Land der Erfüllung näher brachte.

Allein für sich hatte die Balfour-Erklärung wenig juristisches Gewicht. Sie war einfach Ausdruck einer Absicht der britischen Regierung, die gerade im Amt war. Fünf Jahre später jedoch, in der Folge des Ersten Weltkriegs, wurden ihre Absicht und der größte Teil ihres Wortlauts mit der Erklärung von San Remo und des britischen Mandats für Palästina ins Völkerrecht aufgenommen.

Christen und biblische Lehre waren entscheidend für die Ereignisse, die zu den Erklärungen führten; sie gehen direkt auf die Reformation zurück. Das gibt Christen, die das jüdische Volk und den Staat Israel lieben, ein Verlangen im November 2017 zusammen mit der jüdischen Gemeinschaft das hundertjährige Bestehen dieses kurzen, aber grundlegenden Dokuments zu feiern.