Was Katholiken über den Islam wissen müssen

Ein neues Buch geht hart mit den Lügen und Verdrehungen von Papst Franziskus und der katholischen Hierarchie ins Gericht.

Raymond Ibrahim, FrontPage Magazine, 30. November 2020

Von den verschiedenen Strängen der Christenheit war der Katholizismus historisch gesehen der Hauptfeind des Islam. Es waren die Päpste, die zu den Kreuzzügen aufriefen; und es waren Katholiken, die das Kreuz nahmen.

Die Zeiten haben sich radikal geändert. Heute gehört die Hierarchie der katholischen Kirche zu den größten Fürsprechern des Islam. Europas Top-Kardinal Jean-Claude Hollerich sagte zum Beispiel vor Kurzem, der Prophet Mohammed würde sich für den Terrorismus schämen, der Frankreich heimsucht, wozu das Abschlachten alter Christen in ihrer Kirche in Nizza sowie die Enthauptung eines französischen Lehrers gehörte, der Mohammed „lästerte“.

Man muss tatsächlich nur einen Blick auf Papst Franziskus werfen, um eine Fülle an Verteidigungen des Islam zu finden, die er regelmäßig als „Schwester“-Religion des Christentums darstellt, die nur die friedliche Koexistenz mit Katholiken und allen anderen anstrebt. Der Papst bestand darauf, dass ein paar Muslime ihre Religion „fehlinterpretieren“ und das nicht der Fehler des Islam sei.

Als ein Journalist 2016 den Papst fragte, ob Fr. Jacques – ein weiterer von Muslimen während der Messe in seiner Kirche abgeschlachteter französischer Priester – „im Namen des Islam getötet“ wurde, widersprach der Papst entschieden. Er argumentierte, dass er von Katholiken höre, die in Italien tagtäglich Gewalttaten begehen: „Der eine, der seine Freundin ermordete, ein anderer, der die Schwiegermutter ermordete … und die sind getaufte Katholiken! Es gibt gewalttätige Katholiken! Wenn ich von islamischer Gewalt spreche, muss ich von katholischer Gewalt sprechen.“

Offenbar ist für diesen Papst Gewalt, die in Übereinstimmung mit Allahs Geboten begangen wird – zum Beispiel die Hinrichtung von Lästerern – nicht Besorgnis erregender als Gewalt, die in Widerspruch zu den Geboten des christlichen Gottes begangen wird. Gemäß dieser perversen Logik müssen wir, wenn wir den Islam zur Verantwortung ziehen, die Christenheit zur Verantwortung ziehen, ungeachtet der Tatsache, dass der Islam Gewalt rechtfertigt – gegen vom Glauben abgefallene, Gotteslästerer, Ungläubige allgemein usw. – während das Christentum sie verurteilt.

Wenn dies die „offizielle“ Haltung der katholischen Hierarchie zum Islam ist, dann verwirkt die katholische Kirche als Körperschaft nicht nur 1.400 Jahre Erfahrung mit und Wissen über den Islam; sie wird mit genau dem Gegenteil der Wahrheit indoktriniert.

Aus diesem Grunde ist ein neues Buch von William Kilpatrick, What Catholics Need to Know about Islam[*], ein willkommener und zeitgerechter Beitrag. Es besteht aus rund 400 Seiten, die in 23 Kapitel unterteilt sind; der Autor untersucht eine Vielzahl an Themen, die von der katholischen Hierarchie weitgehend zensiert worden sind, angefangen mit der weit verbreiteten Behauptung, dass Christen und Muslime denselben Gott verehren – eine offensichtliche Unwahrheit, außer man akzeptiert, dass Gott schizophren ist, der einen Gruppe bestimmte Eigenheiten über sich selbst präsentiert, während der dieselben Eigenschaften einer anderen Gruppe gegenüber verurteilt.

Zusammen mit der von den Apologeten unverblümt aufgezwungenen Unterdrückung der Fakten, zeigt Kilpatrick, wie Appeasement, politische Korrektheit und westlicher Selbsthass und/oder Schuld manipuliert werden, um Christen – die von Natur aus bereits dazu neigen ihren Feinden zu vergeben, während sie sich selbst hart beurteilen – ungewollt islamische Aggression gegen sich selbst als Form der „Frömmigkeit“ stärken.

Der Autor hebt zudem eine Reihe übersehener Parallelen hervor. Zum Beispiel zeigt er, wie muslimische Aktivisten dieselben Taktiken anwenden – einschließlich durch Infiltration und folgende Subversion von Regierung, akademischer Welt und Medien – die zum kometenhaften Aufstieg z.B. der LGBT-Bewegung geführt haben.

Am wichtigsten ist, dass Kilpatricks Buch die Verteidigung des Islam durch die katholische Kirche Lügen straft – und ein Gegenmittel dazu ist – wobei es zeigt, wie die Kirche durch ihre Führung in Europa stirbt, während die Landschaft mit Moscheen übersät wird. Er schreibt: „Wir sehen heute die Wiederauferstehung des Islam als große und gefährliche Macht.“ Derweil „hat die derzeitige Sorte Kirchenführer eine übertriebene Toleranz nicht nur gegenüber dem Islam gezeigt, sondern auch gegenüber der Welt, dem Fleisch und manchmal, so scheint es, sogar gegenüber dem Teufel.“

Das alles kann sich ändern und auch noch ziemlich einfach, argumentiert der Autor. Immerhin leben wir in einer Zeit, in der der Islam inhärent schwach ist; er kann den Westen nur terrorisieren, weil dieser ihn mit dem Mitteln dazu versorgt. Daher müssen wir nach Meinung Kilpatricks, um „den totalitären Übergriffen des Islam“ Widerstand zu leisten, nicht „Armeen und Marinen ausheben“; sondern vielmehr die Worte Christi befolgen: „Die Wahrheit wird euch befreien.“ (Joh. 8,32)

Und wenn es um die Wahrheit über Mohammeds Religion geht – eine gefährliche Wahrheit, die so völlig unterdrückt worden ist, auch durch die katholische Hierarchie – dann ist What Catholics Need to Know about Islam mit Sicherheit ein Schritt in die richtige Richtung.

(Foto: Catholic Familiy News)

[*] Was Katholiken über den Islam wissen müssen

Die Hagia Sophia und die Kathedrale von Córdoba: der Jihad-Faktor

Raymond Ibrahim, 7. August 2020

Was uns gehört, ist unseres und was dir gehört, ist auch unseres. Das ist eine der Hauptbotschaften von Muslimen nach der gerade erfolgten Entscheidung das Museum Hagia Sophia – ursprünglich als christliche Kathedrale gebaut und ein Jahrtausend lang genutzt – wieder in eine Trophäen-Moschee umzuwidmen.

Beachten Sie zunächst die jüngste und bewusste Darstellung der Eroberungssymbole und das allgemeine Gefühl islamischen Triumphalismus:

Der erste Tag der Gebete seit der Veränderung des Status der Hagia Sophia war letzten Freitag [24. Juli]. Tausende versammelten sich unter dunklen Vorhängen, die die einst glitzernden Mosaike mit der Darstellung Christi und der Jungfrau Maria abdeckten. Der oberste Imam des Landes, Ali Erbas, hatte ein Schert in der Hand, als er seine Predigt auf der Kanzel hielt. Auf Nachfrage hierzu sagte er: „Das ist eine Tradition in Moscheen, die das Symbol von Eroberung sind.“ Draußen versammelten sich Tausende, die griechenfeindliche Parolen skandierten. Zur Feier des Ereignisses wurden Gedenkmünzen gefertigt.

Statt diese Betonung des jihadistischen Charakters ihrer Religion abzulehnen (oder das zumindest vorzugeben), forderten ermutigte Muslime rund um die Welt die „Rückgabe“ anderer Bauten.

„Als Minimum“, sagte Scheik Sultan bin Muhammad al-Qasimi, einer der Herrscher der Vereinigten Arabischen Emirate, ein paar Tage nach der islamischen Annexion der Hagia Sophia durch die Türkei, „fordern wir die Rückgabe der Moschee von Córdoba [derzeit die Kathedrale von Córdoba in Spanien], die der Kirche gewährt wurde, da dieses Geschenk, das denen [den Christen] nicht gehört, die sie nicht verdienen.“

In ähnlicher Weise antwortete der türkische Historiker Mehmet Özdemir in einem Interview auf Papst Franziskus‘ immens knappe, gar zaghafte Überlegung zur Umwandlung der Hagia Sophia in einem Moschee – „Ich denke an die Hagia Sophia und ich bin sehr traurig“ – der Papst „sollte auch wegen der in Kirchen umgewandelte Moscheen während Al-Andalus Trauer fühlen“. Ein weiterer türkischer Historiker, Lüfti Seyban, bekräftigte denselben Punkt; er erklärte, es werde eine Ungerechtigkeit an den Muslimen der Welt begangen, dass ihnen nicht erlaubt wird da zu beten, was einmal die Große Moschee von Córdoba war, die heute als die katholische Kathedrale Mariä Aufnahme in den Himmel dient.

Die Botschaft ist klar: Wenn die Hagia Sophia, von der jeder weiß, dass sie vor tausend Jahren als Kathedrale gebaut und genutzt wurde, ohne unangefochten in eine Moschee umgewidmet werden kann – mit einem Schwert schwingenden Imam – dann sollte die Kathedrale von Córdoba, die ehemalige Große Moschee, wieder zu einer Moschee gemacht werden.

Aber war sie wirklich ursprünglich als Moschee gebaut worden, wie so viele behaupten, oder war auch sie ursprünglich eine eroberte Kirche?

In einem Interview zu dieser Frage im Catholic World Report bietet Darío Fernández-Morera, Dozent an der Northwestern University und Autor von The Myth of the Andalusian Paradise, viele Belege, die den Schluss untermauern, dass „die [Große] Moschee nicht nur an einer christlichen Stätte, sondern auch unter Verwendung von Material eines christlichen Gebäudes aus dem sechsten Jahrhundert gebaut wurde, das von Muslimen im neunten Jahrhundert zerstört wurde“.

Es lohnt sich, das ganze Interview u lesen, da es viele detaillierte Informationen zum historischen Umgang des Islam mit Kirchen bietet.

Wann immer muslimische Chroniken christliche Kirchen in Spanien erwähnen, dann nur, um sich mit ihrer Zerstörung oder ihrer Umwandlung zu Moscheen zu brüsten. Christliche Kirchen in Moscheen umzuwidmen ist während der muslimischen Eroberungen Standard-Praxis gewesen. Die berühmte Omajjaden-Moschee von Damaskus zum Beispiel wurde mit Material der großen griechischen Basilika Johannes der Täufer gebaut worden, die an der Stelle stand und die von den arabischen Eroberern niedergerissen wurde…

Die Ursprünge der Großen Moschee sind nicht anders.

Die christliche Basilika des Heiligen Vinzenz von Córdoba [gebaut im sechsten Jahrhundert] wurde vom gefeierten Omajjaden-Herrscher Abd-al-Rahman I. (731 bis 788) abgerissen, dessen Statuen jeden Ort im heutigen Spanien zieren. Mit ihrem Material ließ er die Moschee von Córdoba an derselben Stelle bauen.

Die Tatsache, dass die Große Moschee, wie so viele andere Moscheen, ursprünglich eine christliche Kirche war – und während der Reconquista wieder zu einer gemacht wurde – sollte jeglichen muslimischen Anspruch auf die Stelle in Córdoba zu den Akten legen. Dank eines inzwischen sehr bekannten Grundes ist das jedoch nicht der Fall. Fernández-Morera fährt fort:

Es überrascht nicht, dass die archäologischen und dokumentarischen Beweise [die die Ansicht bestätigen, dass die Große Moschee ursprünglich als die Basilika des Heiligen Vinzenz gebaut wurde] werden von Archäologen, die von der linken Stadtregierung Córdobas beauftragt wurde, von einem Archäologen des spanischen Centro Superior de Investigaciones Cientificas und der United Nations Educational, Scientific and  Cultural Organisation (UNESCO) zurückgewiesen, die nichts zugeben wollen, das den muslimischen Anspruch an der Kathedrale von Córdoba untergraben könnte. Sie befinden sich auf derselben ideologischen Seite wie diese Akademiker, die die Existenz einer Zurückeroberung bestreiten. Nichts darf zugelassen werden, das den Islam untergräbt…

Es ist wichtig im Gedächtnis zu behalten, dass die nicht angefochtene Umwidmung der Hagia Sophia in eine Moschee nicht nur zu Forderungen angespornt hat die Kathedrale von Córdoba wieder zu einer Moschee zu machen; diese Forderung soll die islamische Übernahme der Türkei entlasten. Beachten Sie die Logik des türkischen Gelehrten Khalid Yacinen zu dieser symbolischen Beziehung:

Als Spanien die Muslime währender Inquisition vertrieb, verwandelte es die Große Moschee von Córdoba in eine Kathedrale, in der es Muslimen bis heute verboten ist zu beten… Die Türkei [andererseits] hat entschieden Muslimen zu erlauben in der Hagia Sophia Gebete zu sprechen. Das ist kaum vergleichbar damit, dass man in der Großen Moschee von Córdoba dafür verhaftet wird, etwas auf Arabisch zu sagen oder aus ihr eine Kathedrale zu machen.

Fernándes hingegen stellte fest:

Eine wahre Analogie zur Geschichte der Kathedrale von Córdoba wäre es, die Stätte der Hagia Sohia umzuwidmen und das Gebäude in das zurückzukehren, was sie vor der muslimischen Eroberung war, nämlich eine christliche Stätte mit einer der größten jemals gebauten Kirchen – der Basilika Hagia Sophia, Heilige Weisheit.

Mit anderen Worten: Die einzige echte Verbindung zwischen den beiden Gebäuden in Spanien und Konstantinopel besteht darin, dass sie beide von Muslimen erobert und umgewandelt wurden oder wie im Fall des Heiligen Vinzenz ausgeschlachtet und Moscheen daraus gemacht wurden. Während aus einer, der Hagia Sophia, vor kurzem eine Moschee gemacht wurde, womit der Triumph des Islam über „Ungläubige“ erneut kundgetan wurde, bleibt die andere ein Kathedrale – und das ist anscheinend nicht hinnehmbar, nicht nur für Muslime, sondern auch für die Linke, die auf der Leugnung und Umschreibung von Geschichte gedeiht.

Wer war der muslimische Jesus?

Isaac Marshall, Jihad Watch, 25. Juli 2020

„Wer, sagen sie, dass ich bin?“, sind die ersten Worte des Videos des Emir-Stein Center über Isā, die islamische Version von Jesus. Allerdings sehen wir in diesem geschmacklosen Video ausschließlich Unterstellungen und Ablenkung durch Schwester Marianne Farina über das, was der Islam über Jesus denkt. Das ganze Video hindurch ist zu hören, wie sehr Jesus in der muslimischen Gemeinschaft verehrt wird. Das ist weit von der Wahrheit entfernt; sein Gedenken wird getrübt, sein Auftrag auf Erden entheiligt und seine Bedeutung gekapert.

Farina beginnt damit, dass sie Jesu Titel im Islam untersucht: „Geist von Gott, Messias, ein von Gott Gesegneter, Wort Gottes und prophetischer Botschafter Gottes.“ Der Titel „Messias“ (der u.a. in Sure 3,45 zu finden ist) verursacht dem Islam einige theologische Probleme. Der Titel wird im Koran siebenmal verwendet und obwohl er nicht definiert wird, wird er für niemanden sonst verwendet. Sure 10,94 gebietet den Muslimen: Und wenn du im Zweifel bist über das, was Wir zu dir niedersandten, so frage diejenigen, die vor dir die Schrift gelesen haben. Fürwahr, die Wahrheit ist zu dir gekommen von deinem Herrn; sei also nicht der Zweifler einer.“ Somit können wir uns ansehen, was die Christen im Evangelium, wie es damals existierte, in Bezug auf die Bedeutung des Messias verstanden. Das ist leicht zu sehen. Christen sehen Jesaja 9,6-7 als Erklärung für den Grund, warum Jesus der Messias ist, da hier prophezeit wird, dass ein Sohn geboren werden wird, der der allmächtige Gott ist. Das widerspricht Sure 112,3: Er zeugt nicht und ward nicht gezeugt.“ Damit widerspricht das christliche Verständnis des Messias der Lehre des Islam und Muslime werden im Koran angeleitet die Christen über Dinge hinzuzuziehen, die in der islamischen Offenbarung in Zweifel stehen.

Marianne Farina sagt dann, Muslime würden glauben „Jesus ist ein Prophet, dem eine besondere Botschaft gegeben wurde, das Evangelium, Injil.“ Auch das verursacht dem Islam ein Problem. Das Evangelium, dessen Wahrheit in Sure 3,3-4 bestätigt wird, widerlegt den Islam und Mohammed, indem erklärt wird, dass Jesus der Sohn Gottes ist, der den Koran wiederholt bestreitet. Um daraus Sinn zu machen müssen Muslime argumentieren, dass sowohl das Evangelium als auch die Torah entstellt worden sind, obwohl kein Vers im Koran dies über das eine wie das andere sagt und es keine historischen Belege für Verfälschungen gibt. Darüber hinaus bedeutet Verfälschung, dass der gesamte unterstellte Auftrag „des Propheten“ Isā ein solcher Fehlschlag war.

Marianne Farina legt dann nahe, dass das Evangelium das Kommen Mohammeds weissagte. Dass ein Christ sagt oder auch nur anerkennt, es bestehe die Möglichkeit, dass dieses Argument legitim sei, ist unfassbar. Die Idee stammt ursprünglich aus Sure 7,157, wo Allah erklärt: Die folgen dem Gesandten, dem Propheten, dem Makellosen, den sie bei sich in der Thora und im Evangelium erwähnt finden.“ Das beweist, dass die Autoren dieses Abschnitts nicht glaubten, dass die Bibel verfälscht war; diese Idee kam später, um zu versuchen den Widerspruch zwischen dieser Äußerung und der Ablehnung der christlichen Theologie durch den Koran zu übertünchen. Denn Muslime, die dem Koran gehorchen und das Evangelium hinzuziehen, werden entdecken, dass Jesus kein Prophet war und in der Tat behauptete Gott zu sein und gekreuzigt wurde.

Dieser Abschnitt macht es Muslimen auch zur Aufgabe Mohammed in der Bibel zu finden. Dementsprechend hat es einige lächerliche Versuche gegeben Mohammed sowohl im Alten wie im Neuen Testament aufzutreiben, beispielsweise 5. Mose 18,18, Hohelied 5,16 und Johannes 14,6, aber alle schlagen jämmerlich fehl. Wenn Schwester Farina aufrichtig glaubt, dass der Islam auch wahr ist, sollte sie erklären, wo sie behauptet Mohammed in der Bibel gefunden zu haben. Vielleicht wollte sie sagen, dass dies im Islam geglaubt wird, aber die Art, wie sie es ausdrückte, lässt es anders erscheinen. Das war überraschend, auch angesichts der langen Liste an Christen in Videos des Emir-Stein Center, die auf den Propheten des Islam als „Der Prophet Mohammed“ verweisen.

Farina sagt dann weiter, dass Jesu Lehren und Ethik in den Hadithen zu finden sind, aber diese Abschnitte verblassen zur Bedeutungslosigkeit neben der gewaltigen Anzahl widerlicher, unmoralischer und nach christlichen Standards satanischer Lehren Mohammeds, die auch in den Hadithen aufgezeichnet sind. Wichtiger ist noch, dass die Abschnitte, auf die Farina verweist, im Vergleich zu Allahs direktem, perfekten, unveränderbaren, ewigen, perfekt erhaltenen Wort im Koran irrelevant sind.

Schwester Farina gibt zu, dass der Islam nicht glaubt, dass Jesus Gott ist, auch nicht an das christliche Konzept der Ursünde oder folglich daran, dass Jesus ein Retter ist oder jemand, der die Menschheit erlöst. Hier stößt sie auf eine Goldgrube, ohne es zu merken. Ohne diese Konzepte von Jesus wie er war oder behauptete zu sein: Wie viel von Jesus steckt wirklich in den islamischen Quellen? In den heiligen Büchern des Christentums ist Jesus der Fleisch gewordene Gott, der auf die Erde kam, um die Sünden der Menschheit zu sühnen. Warum also behauptet Farina, wenn ihm das genommen ist und er als sterblicher Mensch vorgestellt wird – und noch dazu als Gescheiterter – immer noch, dass der Islam Jesus respektiert?

Zur Kreuzigung führt Farina detailliert aus, dass der Islam nicht glaubt, dass Jesus gekreuzigt, sondern von Allah ins Paradies aufgenommen wurde. Interessanterweise passt diese Sichtweise nicht ganz in die islamische Sicht, wenn wir annehmen, dass Marianne Farina diese Himmelfahrt vor die Kreuzigung legt. Das würde das „Zeichen des Jona“-Argument von Ahmed Deedat und Zakir Naik komplett entkräften, aber das werden wir ignorieren. Eine der nichtmulismischen Lieblingsquellen beim Argumentieren gegen Christen in einem einmütigen Feld an Gelehrten und Historikern, Dr. Bart Ehrman, beschreibt die Kreuzigung als „historische Gewissheit“.

Abgesehen von einigen irrelevanten Zitaten berühmter Muslime aus der Geschichte ist Farinas letztes wichtiges Argument in diesem Video, dass „es zwar stimmt, dass die islamische Tradition zu Jesus sich von katholischer Lehre unterscheiden, es aber auch stimmt, dass wir einige gemeinsame Überzeugungen und Liebe teilen“. Ihre Beispiele sind: beide Religionen glauben an die Jungfrauengeburt, beide haben großen Respekt für die Geheimnisse von Gottes Wort unter uns und beide teilen eine Liebe für Jesus und eine Bereitschaft aus seinem Leben und Lehren zu lernen.

Die zweite und die dritte Behauptung sind höchst tendenziös. Sie sind beide trügerisch in der Formulierung der Redewendungen „Gottes Wort“ und „eine Bereitschaft aus seinem Leben und Lehren zu lernen“. Wenn Gottes Wort und Jesu Leben und Lehren in Islam und Christentum völlig unterschiedlich sind, wie kommt es zu diesen Übereinstimmungen? Der Denkfehler dieser Zweideutigkeit zwischen dem Jesus des Christentum und dem historischen Jesus und dem Isā des Islam wird von Sprechern der Muslime in der Regel verwendet, um für Christen den Islam attraktiv zu machen; es ist schockierend eine katholische Nonne zu erleben, die denselben gefährlichen Trick anwendet. Das Wort des Gottes der Christenheit und das Wort des Gottes des Islam sind völlig gegensätzlich. Ich könnte argumentieren, dass Muslime „Isā“ nicht einmal lieben, aber auf jeden Fall lieben sie nicht den Fleisch gewordenen Gott, den Jesus des Christentums.

Westler, die die Verherrlichung palästinensischer Mörder wissentlich ignorieren

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Israels Gegenpropaganda-Aktivitäten sind seit Jahrzehnten durch große Inkompetenz gekennzeichnet. Soweit es diese Aktivitäten gibt, ist ein Element, das keine markante Aufmerksamkeit erhält, die Tatsache, dass die palästinensische Gesellschaft von einer Kultur der Verherrlichung von Tod und Mord durchdrungen ist. Das gilt nicht nur für die Hamas, die ihren Wunsch Juden zu ermorden auf das gründen, was sie als göttlichen Wunsch Allahs bezeichnen. Genauso trifft es auf die palästinensische Autonomiebehörde zu, die terroristische Mörder belohnt. Wenn Terroristen bei kriminellem Tun sterben, geht ihre monatliche finanzielle Belohnung an ihre Familien. Und nicht nur die Palästinenserführung verherrlicht den Tod. Es gibt auch viele Einzelne, die das tun, darunter einige Mütter derer, die bei Terroraktionen gestorben sind.

Wie könnten Israel und seine Freunde diese Kultur der Verherrlichung des Todes entlarven? Ein erstes Ziel hätte die christliche Welt sein müssen. Ein Teil des Todesethos hat eine theologische Grundlage. Viele muslimische Mörder auch an anderen Orten in der Welt brüllen „Allahu Akbar“ (Allah ist größer), bevor sie ihr Verbrechen begehen. Christen können nicht von ihren biblischen Texte abkehren, in denen in den zehn Geboten steht: „Du sollst nicht töten.“

Eine wichtige prominente antiisraelische christliche Organisation ist der Ökumenische Rat der Kirchen (Weltkirchenrat).[1] Er besteht hauptsächlich aus protestantischen und orthodoxen christlichen Denominationen. Dem ÖRK sollten regelmäßig neue theologische Beispiele für das Zitieren Gottes als Befürworter von Mord durch palästinensische Möchtegern-Terroristen regelmäßig vorgelegt werden. Dieses Handeln sollte durch die israelischen Regierung oder interessierte Organisationen und alle betroffenen Einzelpersonen erfolgen.

Ein weiteres Ziel für solche Erhellung sind die Kirchen, die Israel boykottieren und die wissentlich vor den palästinensischen Morden und Verbrechen die Augen verschließen. Eine davon ist die amerikanische presbyterianische Kirche. Bei ihrer Synode am 25. Juni 2018 wurde eine Resolution zur Gewalt zwischen Gaza-Palästinensern und israelischen Streitkräften an der Grenze des Küstenstreifens verabschiedet. Ursprünglich bezog sie sich auch auf die Hamas. Dennoch wurden aus ihr alle Verweise auf diese völkermörderische Terrororganisation vor dem Beschluss herausgenommen.[2][3] Das ist ein klarer Fall von christlichen Leitern, die wissentlich ihre Augen vor strukturellem Mord verschließen.

Man könnte den presbyterianischen Synodalen immer wieder empfehlen jeden Tag vor dem Frühstück die zehn Gebote zu lesen. Man könnte sie auch fragen, wann sie sich zuletzt gegen die – teilweise theologische begründete – Verherrlichung des Todes durch Muslime positioniert haben. Das wäre erst der Anfang ihrer Verlegenheiten. Kirchen sollten auch regelmäßig mit neuen Beispielen palästinensischer Verherrlichung des Todes im Namen Allahs auf dem Laufenden gehalten werden.

Kopien dieser Informationen sollten zudem an Prediger und Leiter lokaler presbyterianischer Kirchen geschickt werden. Für diejenigen, die die BDS-Kampagne gegen Israel unterstützen, wäre es eine gute Lehre für ihr Fehlverhalten. Für diejenigen, die gegen BDS sind, wäre es eine Stärkung ihres Kampfes dafür, die Entscheidung ihrer Kirche rückgängig zu machen. Vor ein paar Wochen sprachen sich 1.080 scheinheilige europäische Parlamentarier gegen die Annexion von Land durch Israel in der Westbank und für eine Zweistaatenlösung aus.[iv] Wohl nie zuvor hat eine solche Anzahl europäischer Parlamentarier eine Resolution gegen wirkliches Übel unterschrieben.

Es gab auch hier einen theologischen Aspekt. Anglikanische Bischöfe, Mitglieder im britischen Oberhaus, unterzeichneten den Brief. Das waren der Bischof von Southwark, Rt. Rev. Christopher Chessun und die Bischöfe von Coventry, Portsmouth, Salisbury und Worcester zusammen mit dem früheren Leiter der anglikanischen Kirche, Rowan Williams.[5] Man sollte sie fragen, wann sie sich zum letzten Mal – wenn überhaupt – gegen die Verherrlichung des Todes durch Palästinenser ausgesprochen haben, insbesondere die auf Grundlage von Allahs Befehl. Sie sollten auch regelmäßig über neue Beispiele für die Verherrlichung des Todes informiert werden. Warum sollten sie es unterstützen, dass den Palästinensern ein Staat gegeben wird, da offensichtlich ist, dass die Verherrlichung des Todes, die frontal gegen ihre eigenen religiösen Lehren verstößt, mit dessen Gründung nicht verschwinden wird? Tief in kulturelle Elemente eingebettete Elemente ändern sich nicht auf die Schnelle.

Auch die EU kann für die Offenlegung ihrer Passivität zum palästinensischen Todesethos als ein Hauptziel gelten. Sie hat selten ausdrücklich die Verherrlichung von Tod und Mord durch Palästinenser erwähnt. Eine der unmoralischsten Äußerungen kann vom EU-Vizepräsidenten Josep Borrell, dem Hohen Vertreter für Außen- und Sicherheitspolitik der EU. Dieser sozialistische ehemalige spanischer Minister wurde nach dem Aufruf des Iran nach Israels Vernichtung gefragt. Er antwortete: „Der Iran will Israel auslöschen? Das ist nicht neu. Damit muss man leben.“[6] Die europäische Haltung der Unterstützung einer „Zweistaatenlösung“ ist sogar eine indirekte Unterstützung palästinensischer Verherrlichung der Todeskultur.

Die UNO ist ein weiteres leichtes Ziel für das Entlarven von Heuchelei. Das gilt für die ganze Organisation. Es sollte festgehalten werden, dass der UNO-Sonderkoordinator für den Nahost-Friedensprozess, Nikolay Mladenov, ein Büro in Jerusalem hat. Da er in Israel lebt, kennt er die Details der Verherrlichung von Tod und Mord durch die Palästinenser ganz genau. Er sollte ständig gefragt werden, warum er nichts gegen die palästinensische Werbung für Mord sagt. Die UNO veröffentlichte die Universale Erklärung der Menschenrechte. In dieser heißt es, dass jeder für sein Tun verantwortlich ist. Das gilt auch für Mladenov und er versagt mächtig, wenn er die Palästinenser nicht ständig entlarvt.

All dies wirft einmal mehr die Frage der Mitschuld auf. Diese gilt besonders für die amerikanischen Presbyterianer, die für eine Resolution stimmten, aus der die Hamas-Verbrechen entfernt wurden. Sie verschließen wissentlich die Augen vor dem Handeln einer völkermörderischen Terrorbewegung.

Man kann der grundlegenden Frage nicht ausweichen: Wer sich in den palästinensisch-israelischen Konflikt einbringt und über die massive Kultur der Verherrlichung von Tod und Mord in der palästinensischen Gesellschaft schweigt, ist der dann an dem Bösen mit Schuld?

Diese Frage kam vor kurzem in einem weiter fortgeschrittenen Fall auf. Der niederländische Außenminister Stef Blok (VVD) und die Ministerin für Außenhandel und Entwicklungszusammenarbeit Sigrid Kaag (D66) haben das niederländische Parlament informiert, dass die niederländische Regierung der NGO, die zwei palästinensische Terroristen beschäftigte, die des Mordes an der 17-jährigen Israelin Rina Schnerb im August 2019 verdächtig sind, Entwicklungshilfe gezahlt hat. 2017 erhielten beide Personen einen Ausweis der niederländischen diplomatischen Vertretung in Ramallah. Mit diesem Dokument konnten sie sich als „Mitarbeiter“ einer Partnerorganisation der niederländischen Vertretung ausweisen. Die palästinensischen Terroristen arbeiteten bis 2019 für die palästinensische NGO Union of Agriculture Work Committees (UAWC)[7]. Kaags Ministerium hat der Organisation 20 Millionen Euro gezahlt. Selbst nachdem sie von NGO Monitor und UN Lawyers for Israel (UKLFI) gewarnt worden war, subventionierte sie die Organisation bis 2020 weiter.[8]

Das führte zu einer Reaktion eines Parlamentariers der niederländischen rechten Partei Forum für Demokratie, der twitterte, dass Kaag für diesen Mord mitverantwortlich war. Er entschuldigte sich dann. Man kann solche Vorwürfe nicht bestätigend erheben, sondern nur über Fragen.

Es gibt viele andere Organisationen mit ähnlichen Ansätzen in ihrer Einstellung gegenüber dem palästinensischen Todesethos. Dazu gehört die führende masochistische jüdische Organisation in den USA: J-Street. Hat man dort jemals die Frage palästinensischer Verherrlichung des Todes angesprochen? Sie können mit Beispielen davon bombardiert werden, während man ihr Schweigen aufzeigt. Da sie so stark in den palästinensisch-israelischen Konflikt involviert sind, können sie für sich keine Unschuld in Anspruch nehmen und die Frage ist berechtigt, ob ihr Schweigen sie zu Mittätern macht.

Dieser Artikel führt, verglichen mit der viel größeren Zahl aufgetretener und anhaltender Fälle nur eine kleine Zahl von Beispielen an. Was hier aufgeschrieben ist, zeigt die riesige Inkompetenz aufeinander folgender israelischer Regierungen und Premierminister, dieses Argument nicht öffentlich entwickelt haben.

[1] www.israelnationalnews.com/Articles/Article.aspx/11053

[2] https://ngo-monitor.org/data/images/File/NGOM_IPMN_June_2014%20(1)_NEW.pdf

[3] www.jpost.com/diaspora/presbyterian-church-usa-passes-resolutions-critical-of-israel-560826

[4] www.israelnationalnews.com/News/News.aspx/282693

[5] https://southwark.anglican.org/news/press-releases/2020/joint-letter-by-1080-european-parliamentarians-against-israeli-annexation-of-west-bank

[6] www.israelhayom.com/2019/07/04/eu-appoints-outspoken-israel-critic-foreign-policy-chief/

[7] Verband der landwirtschaftlichen Arbeitsausschüsse

[8] https://tpo.nl/2020/07/20/twee-palestijnse-terreurverdachten-betaald-van-nederlands-belastinggeld-droegen-pas-van-nederlandse-vertegenwoordiging/

Die bayerische Fliegerabteilung 304 b dokumentiert das Land Israel Ende des Ersten Weltkriegs

Ein kurzer Blick in das Buch eines deutschen Theologen, der 100 Luftbilder des Landes Israel sammelte

Chen Malul, the Librarians, 26. November 2017

„Der Tempelhof“ in den Worten des deutschen Forschers und Theologen Gustaf Dalman. Ein Luftbild des Tempelbergs.

Es kommt häufig vor, dass die brutalsten und blutigsten Kriege als Katalysator technologischen Fortschritts dienen; der Erste Weltkrieg war keine Ausnahme: Die Entwicklung moderner Bombardierung, der erste muslimische Einsatz von Panzern (noch nur als Transportmittel, nicht als Waffe), der erste militärische Flammenwerfer und mehr. Kein Ort blieb unverändert: Die Artilleriegeschosse entstellten die Schlachtfelder, die Gräben veränderten die Beschaffenheit des Gelälndes und die Mehrheit der alten Imperien, die in ihm kämpften, brachen während oder nach ihm zusammen, um sich nie wieder zu erholen.

Das Land Israel war nicht die tödlichste Front, aber auch hier veränderte der Krieg das Leben komplett und brachte einige europäische technologische Entwicklungen mit sich. Ein Beispiel solcher Entwicklung ist an einer unerwarteten Stelle zu finden: ein Buch namens „Hundert Luftbild-Fotografien von Palästina“, veröffentlicht vom deutschen Theologen Gustaf Dalman.

Gustaf Dalman in der Uniform der deutschen Armee

Luftbilder im Dienst christlicher Theologie

Dalmans enormes Interesse am Land der Bibel und allem damit Verbundenen brachte ihn in viele unterschiedliche Forschungsfelder: Während seines langen Lebens erforschte der deutsche Theologe jüdische Geschichte, Archäologie der Zeit der Bibel und die Sprache der Einwohner des Landes und seiner Nachbarn. Dalman tauchte tief in die Bibel und das Neue Testament ein, war aber auch in jüdischer Literatur aus der Periode des Zweiten Tempels und später bewandert. 1902 war der Theologe einer der Gründer des „Deutschen evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem“ – ein Institut, dem er bis 1917 vorstand und das es bis heute gibt.

Dalman war nicht nur an der Kultur der Zeit der Bibel interessiert, sondern er erforschte auch die Landschaften, Tiere und Pflanzen des Landes. Er glaubt von ganzem Herzen, dass nur ein möglichst umfassendes Verständnis der Natur und der im Heiligen Land lebenden Menschen Theologen in die Lage versetzen wird das heilige Tun Gottes richtig zu verstehen und zu interpretieren, das Gott seinen Geschöpfen gewährte. Daher schrieb Dalman über das Land Israel und dokumentierte es in tausenden Bildern und Worten.

1925 sammelte Dalman einhundert Luftbild-Fotografien in seinem Buch, die die bayerische Fliegerabteilung 304 b der deutschen Armee aufgenommen hatte. Alle gesammelten Fotos waren 1917/18 aufgenommen worden, mit anderen Worten: gegen Ende des Ersten Weltkriegs – einige, nachdem die Briten das Land Israel erobert hatten. Diese scheinen die ersten Luftbilder des Landes Israel zu sein oder zumindest zu den ersten jemals in Israel aufgenommenen zu gehören.

Ein Luftbild Jerusalems von Südost.
Diese Fotografie zeigt eine Folie, die auf eine alten Landkarte gelegt wrude, um zu zeigen, was man aus der Luft über Orte aus der Zeit der Bibel erfahren kann.
Bethlehem von Süden.
Safed aus der Vogelperspektive

Selbst als er als Bewahrer und Herausgeber agierte – eine Arbeit, die in dem Buch voll zum Ausdruck kam, das er 1925 veröffentlichte – war der Fingerabdruck des Erforschers des Landes der Bibel in dem Buch klar erkennbar. Dalman nutzte die hundert Fotografien, die in dem Buch erschienen, als Spiegel in die Vergangenheit und dachte darüber nach, was die Landschaften uns über die Welt Jesu und der Propheten sagt. Diese Tatsache führt Daman zu interessanten redaktionellen Entscheidungen; so vermerkt Professor Binyamin Zev Kedar in seinem Buch „Looking Twice at the Land of Israel“: „Dalman, der das Land Israel erforschte … hatte nicht das Gefühl Fotografien der neuen jüdischen Siedlungen einzubringen.“

Haifa und der Carmel, aber nicht Tel Aviv und andere neue Siedlungen
Nicht alle Fotografien in dem Buch wurden aus der Luft aufgenommen, so diese von Tiberias

Es wäre naiv Dalman als unpolitischen Forscher zu betrachten, der einzig an der Vergangenheit interessiert war. Als erster Direktor des von ihm gegründeten Instituts half Dalman dem Deutschen Reich unter religiös-christlicher Tarnung tiefer in den Nahen Osten einzudringen. Es ist möglich, dass Dalman (wie viele seiner deutschen Zeitgenossen), als er 1925 sein Buch veröffentlichte, fast ein Jahrzehnt nach dem Zusammenbruch des osmanischen und des deutschen Reichs, seine imperialistischen Sehnsüchte bezüglich des Nahen Ostens aufgegeben hatte. Aber Dalmans Neugier und Liebe zum Land der Bibel blieben bis zu seinem Tod im Jahr 1941 stark.

1939 bis 1945: Die katholische Kirche war Teil der Kriegsgesellschaft

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In einem neuen Bericht anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs hat die Deutsche Katholische Bischofskonferenz endlich die Mittäterschaft der Kirche beim Handeln des Naziregimes während des Krieges eingestanden. Man muss nur ein paar Zeilen ihres Textes zitieren, um zu verstehen, was die derzeitigen Bischöfe über ihre Vorgänger in der Kriegszeit sagen: „Die katholische Kirche in Deutschland war Teil der Kriegsgesellschaft. Die patriotische Bereitschaft die materiellen, personellen und geistigen Ressourcen der Kirche für den Kriegseinsatz zu mobilisieren, blieb bis zum Ende ungebrochen.“[1] Weiter: „Sowohl im September 1939 als auch danach blieb der offene Protest der deutschen Bischöfe gegen den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg aus“ und „gegen die ungeheuerlichen Verbrechen an den als ‚rassenfremd‘ diskriminierten und verfolgten Anderen, insbesondere den Juden, erhob sich in der Kirche in Deutschland kaum eine Stimme.“[2] Es gab viele andere Wege, wie die Kirche den Nazis half. Der Bericht beschreibt auch diese.

Man sollte hinzufügen, dass die deutsche katholische Kirche die Prozesse gegen Nazi-Kriegsverbrecher als Racheakte wahrnahm. Diese extremen Kriminellen waren in ihren Augen Opfer, die von der Siegerjustiz verfolgt wurden.[3] Katholische Geistliche, auch aus dem Vatikan, gehörten zu denen, die tausenden Nazis halfen über die „Rattenlinie“ nach Lateinamerika zu entkommen.[4]

Der aktuelle Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, sagte, dass die in dem Bericht enthaltenen Eingeständnisse für die Bischöfe nicht leicht waren. „Wir wissen, dass der Vorsitz als Richter und Jury über unsere Vorgänger uns nicht zusteht. Keine Generation ist frei von Urteil und Vorurteil, die von ihrer Zeit geformt sind… aber wer später kommt, muss sich der Geschichte stellen, um daraus zu lernen.“[5] In seiner Einführung in den Bericht deckt Bätzing auf – das sollten schockierende Neuigkeiten sein – dass ernsthafte Fragen zum Verhalten der deutschen Bischöfe während des Zweiten Weltkriegs erst vor kurzem veröffentlicht wurden.

Warum warteten die Bischöfe 75 Jahre bis zu diesem Eingeständnis? Wir befinden uns Generationen an Bischöfen später. Was machte es den Bischöfen der Kriegszeit so schwer ihr Versagen einzugestehen? Im Katholizismus spielt die Beichte der eigenen Sünden des Individuums eine zentrale Rolle. Man sollte denken, dass die Natur des Katholizismus tatsächlich ein solches Eingeständnis fördern würde.

Selbst im Vergleich zu einer anderen deutschen religiösen Körperschaft brauchten die katholischen Bischöfe sehr lange, bis sie ihr Eingeständnis abgaben. Die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland gab 1980 „die christliche Mitverantwortung für und Schuld am Holocaust, die Ächtung und Auslöschung der Juden im Dritten Reich“ zu.[6]

Der Bericht ermöglicht es uns auch, eine bessere Perspektive auf einen Skandal zu gewinnen, der sich im März 2007 zutrug. 27 deutsche Bischöfe gingen auf Pilgerfahrt nach Israel. Das sollte ein Symbol der Versöhnung zwischen Juden und Katholiken sein. Einige der Bischöfe machten daraus allerdings einen beschämenden Besuch.

Gregor Maria Hanke, Bischof von Eichstätt, machte eine für Holocaust-Umkehrer typische Bemerkung; er suggerierte, dass Israelis sich wie Nazis verhalten: „Am Morgen sahen wir die Fotos des unmenschlichen Warschauer Ghettos und am Abend reisten wir in das Ghetto Ramallah.“ Später sagte er, er habe eine solche Gleichsetzung nicht beabsichtigt.

Bischof Walter Mixa aus Augsburg beschrieb die Situation in Ramallah als „wie im Ghetto“ und sagte, es sei „fast Rassismus“. Mixa trat 2010 von seiner Position in der Kirche zurück, weil ihm mehrere Verstöße vorgeworfen wurden. Er wurde später von einigen dieser Vorwürfe entlastet.[7]

Ein weiteres Mitglied der Delegation war der inzwischen verstorbene Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, der die Trennbarriere in der „Westbank“ mit der Berliner Mauer verglich. Bei einer anderen Gelegenheit entstellte er den Holocaust. Er setzte die Abtreibungspille mit dem Gas Zykon-B gleich, das in den Gaskammern der Nazis benutzt wurde. 2005 verglich er Abtreibungen in einer Predigt mit dem Holocaust.[8] Andere verletzende Bemerkungen, die als von diesen Bischöfen getätigt berichtet wurden, konnten nicht verifiziert werden.

Kardinal Karl Lehmann, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, sprach in Yad Vaschem über die Vertiefung der Verbindungen zwischen Juden und Katholiken. Die Kirche veröffentlichte später, dass nur die Äußerung Kardinal Lehmanns repräsentativ für die Delegation sei.

Der neue Bericht stellt die Bischofsdelegation von 2007 weiter bloß. Ihre Mitglieder hätten sich entschuldigen müssen, statt Israel zu kritisieren. Katholische Kriminalität gegen die Juden geht mehr als 1000 Jahre vor die Kollaboration mit Hitler zurück. Es hat Jahrhunderte der Verfolgung, des Hasses, der Aufstachelung und manchmal sogar des Mordens gegeben. Erbarmungslose christliche Hetze gegen die Juden bot den Nazis einen Teil der Infrastruktur gegen sie.

Derweil braut sich ein weiterer möglicher Skandal bisher unbekannten Ausmaßes zusammen. Papst Franziskus beschloss vor kurzem alle Archive des Vatikans zum Kriegspontifikat von Pius XII. für Forscher zu öffnen. Eine Woche danach wurden sie im März wegen der Coronakrise wieder geschlossen. Einer der Wissenschaftler, der deutsche Katholik Herbert Wolf, hat erklärt, er hege keine Zweifel, dass der Papst vom Holocaust wusste.[9]

1999 schuf der Vatikan eine internationale katholisch-jüdische historische Kommission zur Erforschung der Rolle von Papst Pius XII. im Krieg. Ihr gehörten drei katholische und drei jüdische Mitglieder an. Einer davon war ein Israeli, der verstorbene Robert Wistrich. Da ihnen die Informationen, die sie anforderten, nicht gegeben wurden, stellte die Kommission ihre Aktivitäten 2001 ein.[10]

Man fragt sich, in welchem Ausmaß die massive Nachkriegs-Säkularisierung in Europa in Teilen vom Versagen der Kirchen im Zweiten Weltkrieg verursacht wurde. Seitdem hat die katholische Kirche im Auge der Öffentlichkeit enorme Schläge einstecken müssen, weil sie massiven sexuellen Missbrauch durch Mitglieder ihres Klerus verheimlichte. Eine von der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene Studie stellte fest, dass 1.670 Priester von 1946 bis 2014 in sexuellen Missbrauch in Deutschland verwickelt waren.[11] Und wer weiß, was die riesigen vatikanischen Kriegszeit-Archive offenbaren werden?

[1] „Deutsche Bischöfe im Weltkrieg Wort zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren, 20. April 2020. Hg. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.“ Bonn, 2020, S. 12. https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2020/2020-075d-DB_107-Deutsche-Bischoefe-im-Weltkrieg.pdf

[2] ebenda, S. 14

[3] www.zeit.de/1992/09/vergebung-ohne-reue/komplettansicht

[4] www.dw.com/en/the-ratlines-what-did-the-vatican-know-about-nazi-escape-routes/a-52555068

[5] https://nypost.com/2020/05/03/german-catholic-bishops-admit-they-were-complicit-in-nazi-crimes/

[6] This is discussed in detail in Hans Jansen, “Christelijke theologie na Auschwitz ((The Hague: Boekencentrum, 1985), 694ff.

[7] http://www.dw.com/en/secret-file-rekindles-controversy-over-ex-bishop-mixa/a-5716587

[8] http://www.dw.com/en/combative-cardinal-joachim-meisner-dies-age-83/a-39548377

[9] www.bbc.com/news/world-europe-51703464

[10] https://jcpa.org/article/reassessing-pope-pius-xiis-attitudes-toward-the-holocaust/

[11] www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/dossiers_2018/MHG-Studie-gesamt.pdf

Monotheistische Religionen und die Coronavirus-Krise

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor; eine englische Version wurde vom BESA-Center veröffentlicht)

Die Coronavirus-Pandemie hat einen tiefgehenden Einfluss auf die Welt der Religion gehabt. Das ist sowohl ein komplexes als auch ein facettenreiches Thema. Als ersten Versuch der Analyse dieses Themas ist es nützlich sich auf drei Hauptthemen zu konzentrieren: die Einstellungen religiöser Leiter, der Einfluss auf die Gläubigen und ihre Rituale und Bemühungen, der Pandemie eine theologische Bedeutung zu geben.

Die größte Zahl von Coronatoten in Westeuropa sind in Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien, Deutschland, Belgien und den Niederlanden aufgetreten. Das sind Länder, die in den letzten Jahrzehnten eine starke Zunahme an Säkularisierung erlebt haben.

Ist es eine zu kühne Idee zu glauben, dass die Corona-Pandemie religiösen Leitern eine einzigartige Gelegenheit geschaffen hat, alle ihre Gläubigen aufzufordern, eine Pioniergruppe bei der Unterstützung von Gesundheitspersonal, der Organisation von Wohltätigkeitsorganisationen, der Hilfe für Alleinstehende usw. zu werden? Dies mag zwar auf lokaler Ebene geschehen sein, war jedoch keine internationale Bewegung, die von religiösen Führern gefördert wurde. Ist diese Gelegenheit den Platz der Religion in der Gesellschaft zu stärken verspielt worden?

Der Säkularisierung ist von der weit verbreiteten Überzeugung enorm geholfen worden, dass der Einzelne seine Zukunft selbst bestimmt. Trotzdem hat der Coronavirus gewaltige Ungewissheiten geschaffen. Wie wird die Krankheit von einer Person an eine andere weitergegeben? Selbst diejenigen, die keine Symptome zeigen, können andere infizieren. Warum gibt es einen Unterschied im Grad der Krankheit, die die unterschiedlichen Opfer befällt? Wann wird es einen Impfstoff geben und wann wird die Pandemie enden?

Ein säkularer Mensch ist oft weitgehend spirituell allein, wenn er mit dem Tod konfrontiert wird. In monotheistischen Religionen ist in unterschiedlichem Grad Gemeinschaft wichtig. In einer Zeit solcher Ungewissheit hat Religion, zumindest theoretisch, eine neue Chance. Der amerikanische Theologieprofessor Marcellino D’Ambrosio verglich die aktuelle Seuche mit der, die im dritten Jahrhundert Rom verheerte. Er war davon inspiriert, wie die christliche Gemeinschaft sich in ein Bataillon an Krankenpfleger verwandelt hatte.[1]

Vielleicht ist die Antwort auf die Unfähigkeit christlicher Leiter die Gesellschaft zu führen, dass es lange her ist, dass religiöse Führer in Europa Meinungsführer waren. Sie haben sich seitdem auf die Rolle von Meinungsfolgenden reduziert. Als die Gelegenheit für ein Comeback entstand, waren sie nicht in der Lage einen schnellen Paradigmenwechsel vorzunehmen. Sie steckten in allgemeinen sozialen Debatten wie dem Klimawandel und Immigration fest.

Der Katholizismus ist die hierarchischste Religion Europas. Bei der Analyse der höchsten religiösen Persönlichkeiten macht es Sinn mit den Äußerungen des aktuellen Führers, Papst Frankziskus, zu beginnen. Er hielt seine Osterbotschaft in einem leeren Petersdom.[2] Er rief zu globaler Solidarität bei der Bekämpfung des Virus auf. Der Papst warnte, die Europäische Union riskiere den Zusammenbruch, drängte auf Schuldenerlass für arme Staaten und verlangte die Lockerung internationaler Sanktionen. Seine Autorität in diesen Bereichen ist bestenfalls schwach. Keines dieser Themen berührt religiöse Fragen.

UNO-Generalsekretär António Guterres forderte Ende März einen globalen Waffenstillstand.[3] Der Papst unterstützte diesen Aufruf in einem wöchentlichen Segen. Das war ein typisches Beispiel eines Meinungsfolgenden statt eines Meinungsführers. Es gab jedoch ein Anzeichen für ein besonderes Handeln. Der Papst gründete einen Notfallfonds der Päpstlichen Missionsgesellschaften. Dieser Fonds soll die Präsenz der Kirche in Missionsgebieten unterstützen. Diese Missionsgebiete befinden sich allerdings weit weg von den Ländern, die am härtesten vom Virus betroffen sind.[4] Der Papst schuf zudem ein Sondergebet.[5]

Die Äußerung des Papstes zur Sache der Pandemie war nicht theologisch, sondern vielmehr ökologisch. Er sprach von Katastrophen und sagte: „Ich weiß nicht, ob das Naturereignisse sind, aber sie sind sicherlich die Antworten der Natur.“[6] Er hätte aber betonen können, dass die Natur theologisch gesprochen eine Schöpfung Gottes ist.

Königin Elizabeth von England ist keine religiöse Führerin, auch wenn sie der symbolische Kopf der Church of England ist. Sie hielt zum ersten Mal überhaupt eine Rede aus Anlass der Osterfeiertage. Die Königin erwähnte, dass der wiederauferstandene Jesus Christus am Ostersonntag seinen Anhängern „neue Hoffnung und Zielsetzung gab und wir alle können daraus Mut schöpfen.“[7] Es war ein spiritueller Appell. Der Tenor Andrea Bocelli sang in der leeren Kathedrale von Mailand – als Symbol der Hoffnung – in einem Online-Konzert, dem weltweit Millionen zusahen.[8] Juden weltweit wurden aufgerufen beim Schreiben einer Einheits-Thorarolle mitzumachen.[9]

Das Weiße Haus rief die Glaubensgruppen und Kirchen auf sich mit dem Virus zu befassen.[10] Ein Großteil dieser Bemühungen bestand darin, den Gläubigen zu sagen, dass sie die Richtlinien befolgen sollen. Diese Anweisungen betreffen die Religionsfreiheit, darunter die ordnungsgemäße Durchführung von Ritualen. Es ist in der Tat wichtig, dass religiöse Führer ihren Gläubigen sagen, sie sollen die Richtlinien befolgen. Der weltweit führende sunnitische Geistliche Yusuf al-Qaradawi hat die Moscheen weltweit aufgefordert alle Gemeindetreffen auszusetzen, auch die wöchentlichen Freitagsgebete.[11]

Der amerikanische jüdisch-orthodoxe Soziologe Samuel Heilman wies darauf hin, dass das Judentum eine Religion ist, die so in das Gemeinschaftsleben eingebunden ist, dass physische Nähe zu anderen entscheidend ist, um eine spirituelle Verbindung zur Gemeinschaft und damit zu Gott zu spüren und dass die religiösen Gefahren der Quarantäne erheblich sind.[12] Es gibt sowohl in Israel wie auch außerhalb davon infolge ihrer Gewohnheiten und Bräuche einen überproportionalen Anteil ultraorthodoxer Opfer.[13] [14]

Man nimmt an, dass die Versammlung einer evangelikalen Megakirche in Frankreich der Ursprung des Großausbruchs der Pandemie im Land ist. In Bourtzwiller, einer Gemeinde der Stadt Mühlhausen, fand im Februar ein Treffen von mehr als 2.000 Gläubigen statt. Sie waren aus ganz Frankreich gekommen. Auch Deutsche nahmen teil. Diese Gläubigen trugen den Virus in alle Teile Frankreichs und nach Deutschland.[15]

Der Ausbruch des Coronavirus und die folgenden Regierungsmaßnahmen beeinflussen viele Gläubige auf sehr unterschiedliche Arten. Analysiert man den Einfluss des Virus auf den persönlichen Bereich, dann kann es für einen Teil von ihnen wichtig sein, wie ihre religiösen Aktivitäten beeinflusst werden. Muslime und Juden, selbst wenn sie nicht in ihre Moscheen oder Synagogen gehen, können ihre täglichen Gespräche Zuhause verrichten. Für gewisse Christen kann sonntags nicht in die Kirche gehen zu können problematischer sein. Kirchen, die hauptsächlich von der Sonntagskollekte der Gottesdienstbesucher abhängig sind, könnten sich finanziellen Schwierigkeiten gegenüber sehen. Doch es gibt noch viele andere Probleme, die von der Öffentlichkeit weit entfernt sind. Zum Beispiel erwarten viele nordafrikanischen Muslime in Frankreich, dass sie, wenn sie sterben, in ihrem Herkunftsland beerdigt werden. Ohne Flüge ist das extrem schwierig, wenn nicht unmöglich geworden.[16]

Es mag zu früh dafür sein, dass Persönlichkeiten des Mainstreams theologische Erklärungen abgeben. Stattdessen gab es einen Anstieg an Extremisten, die behaupten zu wissen, was Gott mit der Pandemie will. Ein muslimischer Prediger sagte im PA-Fernsehen, dass Corona einer der Soldaten des allmächtigen Allah sei und Allah die Sünder bestrafe. Das sind diejenigen, die seine Gläubigen angreifen.[17] Der israelische Gesundheitsminister Jaakow Litzman wurde von einer pakistanischen Internetseite fälschlich beschuldigt, den Ausbruch des Virus Homosexualität zugeschrieben zu haben.[18] Extremistische Pastoren und Rabbiner machen Homosexuelle für den Ausbruch des Virus verantwortlich.[19] Der Oberrabbiner der israelischen Stadt Safed sagte, die Pandemie finde statt, weil die Welt sich den Tagen des Messias nähere.[20]

Im Lauf der Zeit werden einige Gläubige anfangen den Medien zu berichten, wie der Lockdown und andere Maßnahmen ihre Spiritualität und ihre Beziehung zu Gott beeinflusst haben.

[1] www.crossroadsinitiative.com/blogs/cyprians-plague-and-the-insanity-of-christian-service/

[2] www.bbc.com/news/world-europe-52260241

[3] www.middleeastmonitor.com/20200329-pope-backs-un-chiefs-call-for-global-ceasefire-to-focus-on-coronavirus/

[4] www.vaticannews.va/en/pope/news/2020-04/coronavirus-pope-emergency-fund-pontifical-mission-societies.html

[5] www.sacredspace.ie/pope-francis-coronavirus-prayer

[6] https://edition.cnn.com/2020/04/08/europe/pope-francis-coronavirus-nature-response-intl/index.html

[7] www.reuters.com/article/us-health-coronavirus-britain-queen/easter-isnt-cancelled-uks-queen-elizabeth-says-coronavirus-will-not-overcome-idUSKCN21T0RG

[8] bbc.com/news/av/world-52266084/coronavirus-italian-tenor-bocelli-sings-at-milan-s-empty-cathedral

[9] www.google.com/search?q=chaba+unity+torah+scroll&sa=X&rlz=1C1CHBD_enIL744IL744&biw=1167&bih=695&tbs=qdr:w&sxsrf=ALeKk00JHQqGoodKH4sDK8wyhl0aKY2P3w:1587046230482&tbm=isch&source=iu

[10] www.mcclatchydc.com/news/coronavirus/article241279411.html

[11] http://www.freemalaysiatoday.com/category/nation/2020/03/15/prominent-muslim-cleric-qaradawi-calls-for-worldwide-suspension-of-friday-prayers/

[12] www.jta.org/2020/03/20/opinion/im-an-orthodox-sociologist-social-distancing-will-take-a-toll-on-the-orthodox-community

[13] http://www.jpost.com/israel-news/haredi-neighborhoods-in-jerusalem-have-higher-infection-rate-than-bnei-brak-623631

[14] http://www.jpost.com/diaspora/belgian-jews-concerned-about-large-haredi-population-and-coronavirus-623754

[15] https://www.welt.de/politik/ausland/plus207051021/Corona-in-Frankreich-Kirchentag-als-Einfallstor-des-Virus.html

[16] www.lemonde.fr/afrique/article/2020/04/13/coronavirus-les-africains-de-france-ne-savent-plus-ou-enterrer-leurs-morts_6036472_3212.html

[17] www.jpost.com/International/Religious-leaders-Coronavirus-is-punishment-sign-of-the-messiahs-coming-621339

[18] https://honestreporting.com/hr-prompts-correction-to-false-charge-against-israeli-health-minister/

[19] www.metroweekly.com/2020/03/religious-conservatives-are-blaming-gay-people-for-coronavirus/

[20] www.jpost.com/International/Religious-leaders-Coronavirus-is-punishment-sign-of-the-messiahs-coming-621339