Das christliche Erwachen gegenüber der Heiligkeit des Tempelbergs bringt prophezeihtes „Haus des Gebets für alle Nationen“ näher

Adam Aliyahu Berkowitz, Breaking Israel News, 20. Juni 2017

sie bringe ich zu meinem heiligen Bergund erfülle sie in meinem Bethaus mit Freude. Ihre Brandopfer und Schlachtopfer finden Gefallen auf meinem Altar, denn mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker genannt.
(Jesaja 56,7)

Bisher ist der blutige Kampf um den Tempelberg zwischen Muslimen und Juden ausgetragen worden, aber ein neues Erwachen bei einigen Christen zu dessen Bedeutung schafft eine sich verschiebende vormessianische Wirklichkeit an dem bereits brisanten Ort. Der sich entwickelnde Status der Christen auf dem Tempelberg zeigte sich vor ein paar Wochen in einer muslimisch-christlichen Konfrontation, die beinahe in Gewalt endete.

Der Showdown auf dem Tempelberg involvierte Nate Waller, den Leiter der Aktionen von Hayovel, einer Organisation, die christliche Freiwillige nach Israel bringt, um biblische Prophetie zu erfüllen, indem sie in Weinbergen in Samaria arbeiten. Als regelmäßiger Besucher des Tempelbergs ist Wallers Verbindung zu dem Ort ein zunehmend wichtiger Teil seines Glaubens – und er glaubt, dass andere Christen das auch so sehen sollten.

„Als ich anfing den Tempelberg zu besuchen, verstand ich die Heiligkeit des Ortes nicht“, sagte Waller gegenüber Breaking Israel News. „Ich ging dort überall hin, wie all die anderen christlichen Touristen. Ich ging an die Stelle, wo genau der Tempel stand, etwas, das Juden nicht tun dürfen.“

Durch seine enge Arbeit mit religiösen Juden begann Waller die Bedeutung des Ortes zu begreifen.

„Im Allgemeinen glauben Christen, dass Gottes Anwesenheit den Tempelberg seit der Zerstörung des Tempels verlassen hat“, erklärte Waller. „Von den Juden beginne ich jetzt gerade zu verstehen, dass dies immer noch der Ort des Namens Gottes ist und Sein Name nicht entfernt worden ist.“

Diese theologische Entwicklung hatte praktische Folgen für Waller. Während seines Besuchs Anfang des Monats mied Waller bewusst die Stelle des früheren Tempels, die Juden wegen ihrer Heiligkeit verboten ist. Christliche Touristen sind unbegleitete Touren über den Tempelberg allgemein erlaubt und müssen keinen vorgegebenen Weg folgen, anders als Juden, die von jordanisch-islamischen Waqf-Wächtern streng beobachtet werden und auf einer vorgegebenen, eingeschränkten Route bleiben müssen, die um heilige Bereiche herumführt, die durch das jüdische Gesetz untersagt sind.

„Ich möchte den Juden folgen, damit ich  nicht in die heiligen Bereiche abkomme, aber die Waqf-Wächter wurden dadurch wütend“, erklärte Waller. „Sie kümmerten sich nicht um mich, als ich wie jeder andere christliche Tourist hinaufging und den Ort als nichts Besonderes missachtete. Aber als ich die Heiligkeit des Ortes anerkannte, begannen sie mich wie einen Juden und Feind zu behandeln.“

Zwischen den Waqf-Wächtern und Wallers Gruppe begann sich eine Konfrontation zu entwickeln. Die islamische Behörde alarmierte die israelische Polizei, die Waller und seine Gruppe zwang den Weg durch den Bereich zu nehmen, den Juden als heilig und tabu betrachten.

Waller versteht, dass diese spirituelle Verbindung zum Tempelberg besonders ist und von den meisten Christen nicht geteilt wird.

„Eines im Judentum, das die Christenheit ablehnt, war der Tempel. Als wir den verloren, verloren wir einen machtvollen Kontaktpunkt mit Gott. Das Christentum lehrt, dass der Tempel in uns ist und dass stimmt. Aber dieser innere Tempel zieht uns zum Tempel in Jerusalem.

Das Christentum muss diese Verbindung wieder herstellen. Der Tempel ist notwendig, damit Gott unter uns verweilen kann.“

Der christliche Zionist glaubt, dass diese sich entwickelnde Beziehung zum Tempelberg eine unentbehrliche Seite des Christentums.

„Aus biblischer Sicht ist der Tempelberg das Zentrum von allem“, bekundete Waller. „Als Christ ist ein Haus des Gebets für alle Nationen eine wichtige Lehre, besonders unter den ersten Christen.“

Mein Haus wird ein Haus des Gebets für alle Völker sein. (Jes. 56,7)

Obwohl der Tempelberg im Neuen Testament erwähnt wird, spielt der Tempelberg im Christentum keine integrale Rolle, wie es im Judentum der Fall ist. Trotzdem is die Zahl der Christen, die den Ort besuchen, auf über 200.000 im Jahr angestiegen.

„Ich glaube, das ist eine Wiedererweckung des Haus des Gebets für alle Nationen“, spekulierte Waller. „Ich glaube, einer der Gründe, dass der Tempel nicht gebaut worden ist, besteht darin, dass die Nationen nicht bereit sind. Das Haus des Gebets für alle Nationen kann nicht kommen, wenn die Nationen nicht dafür bereit sind, es zu aufzunehmen.“

Ein paralleler Prozess findet bei Juden statt. Trotz polizeilicher Einschränkungen hat sich die Zahl der besuchenden Juden in den letzten fünf Jahren mehr als verdoppelt. Am Jerusalemtag im Mai stiegen mehr als 1.000 Juden hinauf zur heiligsten Stätte des Judentums.

 

Yaakov Hayman, der Vorsitzende der Tempelberg-Bewegung, ermutigt diese Erweckung und betrachtet sie als etwas, das einen bedeutenden Ort im Dritten Tempel haben wird.

„Alle Gebete, die nicht an Götzen gerichtet sind, sind auf dem Tempelberg willkommen“, sagte Hayman und fügte eine vernünftige Bedingung an: „Jeder, der nicht dagegen ist, dass jemand anderes auf den Tempelberg geht, sollte auf den Tempelberg gehen.“

Derzeit sind Muslime die einzigen, denen es gestattet ist an der Stätte zu beten, die allen drei abrahamitischen Religionen heilig ist. Juden und Christen ist das Mitbringen jeglicher Religiönse Gegenstände auf den Berg verboten und sie werden von den Sicherheitskräften genau beobachtet, für den Fall von Zeichen, die ein Wort oder eine Gebetsbewegung andeuten.

Haymans Organisation hat eine Klage beim obersten israelischen Gerichtshof eingereicht, um diese Vision eines Hauses des Gebets für alle Nationen Wirklichkeit werden zu lassen.

„Es ist erschreckend, dass in der heutigen Zeit Menschen daran gehindert werden überall zu beten, besonders auf dem Tempelberg“, klagte Hayman.

(Foto: Blick auf den Tempelberg; heplev, 2004)

Redakteur von Al-Sharq Al-Awsat: Warum verteidigen liberale christliche Araber bin Laden?

MEMRI, 20. Februar 2002

Ende Dezember 2001 veröffentlichte Abd Al-Rahman Al-Raschid, Redakteur der Londoner arabischen Tageszeitung Al-Sharq Al-Awsat, die sich in saudischem Besitz befindet, einen zweiteiligen Artikel unter dem Titel „Christliche und liberale Stellungnahmen zu Al-Qaida“, in dem er Prof. Edward Said und andere im Westen lebende liberale christliche Araber kritisiert, die die extremistische islamistische Minderheit als ein Beispiel von Loyalität verteidigen. Mitte Februar veröffentlichte die Zeitung den Leserbrief eines saudischen Islamisten, der zur Verteidigung Saids schrieb. Es folgen Auszüge aus dem Artikel wie dem Brief:

Al-Raschids Kritik

Al-Raschid schrieb: „Vor 20 Jahren war für mich die Haltung eines Autors wie Edward Said nicht peinlich, der Irans Islamische Revolution verteidigten, als die westliche Feindseligkeit gegen sie ihren Höhepunkt hatte; sie war auch nicht peinlich, weil er sie als in New York lebender Christ machte. Seine Haltung basierte auf moralischen und wissenschaftlichen Argumenten, die ihn zur Nummer 1 der Krieger in der Verteidigung des Islams im Westen machten. Aber die Zunahme des islamistischen Extremismus hat die Argumente aller Nichtmuslime geschwächt, die den islamistischen Extremismus verteidigten, darunter auch Prof. Said selbst – wegen des furchtbaren Bildes der Muslime, die in Folge der Vorfälle des 11. September aufkamen.

Warum verteidigt dann eine Gruppe von Menschen, die von Al-Qaida für die Schlachtbank bestimmt ist, deren Ideologie und Unterstützer? Ich behaupte, dass dies Teil der arabischen Heuchelei ist, egal, ob sie sich auf Christen, Shiiten, Drusen oder liberale Sunnis bezieht.

Die Wahrheit ist, dass ich schon vor den jüngsten Ereignissen eine kriecherische Tendenz auf Seiten vieler christlich-arabischer Intellektueller spürte, die sich selbst in die vorderste Reihe der Verteidiger extremistisch-islamistischen Bewegungen stellten. Ich beziehe mich auf ihre übertriebene Verteidigung der Barbarei dieser Organisationen, die so weit ging, Osama bin Laden den Titel eines ‚Scheiks‘ und ‚Großen Gotteskriegers‘ zu geben. Es könnte scheinen, dass dies ein Versuch ist, die Zugehörigkeit der Christen zu den arabischen Reihen zu beweisen, indem Unterstützung für die demagogische muslimische Minderheit ausgedrückt wird, deren Stimme heutzutage am lautesten tönt, während die Fehler dieser Bewegungen genauso ignoriert werden wie die Risiken, die die von ihnen angewendeten Methoden für die Zukunft der Araber bilden, ob sie nun Muslime oder Christen sind.

Ich bestreite nicht, dass es Nichtmuslime gibt, die mit den Islamisten sympathisieren und dass es eine intellektuelle Annäherung zwischen den Islamisten und der arabischen Linken – darunter Christen – in Bezug auf die Feindseligkeit gegen westliche politische Institutionen gibt.

Trotzdem: Wie die Mehrheit der intellektuellen Muslime, sollte auch die Mehrheit der christlichen Araber, vor allem die Intellektuellen, von der Unterstützung extremistischer Gruppen ablassen, wenn sie die Flammen des Feuers überall in unserer Region sehen und wenn sie den Hass (dieser Gruppen) gegenüber jedem sehen, der kein Fundamentalist ist – oder auch ihr unverfälschten Willen, die bestehenden Institutionen zu zerstören.

Es sollte betont werden, dass die Unterstützung eines Fundamentalisten kein wesentliches Element der Rhetorik der Solidarität (zwischen Muslimen und christlichen Arabern) ist – anders als der Fall des arabischen Rechts an Palästina. Es gibt für gewisse christliche Intellektuelle keinen Grund, jeder arabischen Demonstration hinterher zu laufen (sogar, wenn es eine Demonstration gegen die Christen selbst ist), wie sie es jetzt in ihrer Unterstützung für Al-Qaida und seine Leute tun. [1]

Die übertriebene Furcht, die von christlich-arabischen Intellektuellen (durch ihre Verteidigung des islamistischen Extremismus) demonstriert wird, hat ein Gefühl der Ablehnung – wenn man ehrlich ist: sogar des Hasses – über den Opportunismus derer aufsteigen lassen, die gleichzeitig verlangen, dass Religion (d.h. der Christen) aus der Politik fordern.

Die Unterstützung der extremistischen Islamischen Gruppen durch diese Christen entstammt einem Hass auf den Westen. Die christlich-arabischen Intellektuellen verteidigen einen Mann wie Osama bin Laden, der offen zur Tötung von Christen aufruft. Wenn jemand mich nach Beweisen für die Heuchelei der meisten arabischen Intellektuellen – seien es Christen oder andere, die Al-Qaida verteidigen -, dann könnte ich ihnen ihre Manifeste und Artikel schicken, die die rüde politische Scheinheiligkeit belegen. Es wäre besser für sie, wenn sie schweigen würden.“ [2]

Ein Islamist antwortet:
Muhammad Ahmad Abbas Othman aus Riyadh (Saudi Arabien), der sich selbst als Islamisten bezeichnet, schickte folgenden Leserbrief an die Zeitung:

„Ich möchte sagen, dass sie [die christlich-arabischen Intellektuellen] nicht kriecherisch sind und die extremistischen Bewegungen nicht verteidigt haben; sie verteidigen die islamischen Bewegungen im arabischen und islamischen Heimatland. [heplev: Das ist die typische islamistische Gleichsetzung des eigenen Extremismus mit dem ganzen Islam, wie sie von Daniel Pipes u.a. beschrieben wird!] [Diese Bewegungen] ringen einsam mit der amerikanischen, westlichen und israelischen Offensive, die darauf abzielt, die arabische und islamische Nation zu unterjochen, eine Vorherrschaft über sie auszuüben, ihre Ressourcen auszubeuten und sie zu zwingen zu glauben, was Amerika und der Weltzionismus glauben. [heplev: Auch hier wieder die stereotype Hass-Verschwörungs-These der Islamisten, die jeden Terror rechtfertigt.]

Edward Said ist als Autor in seinen Gedanken und Schriften frei; er wohnt im Herzen der westlichen Welt, weit entfernt von der Regierung und dem auf die Bevölkerung (der arabischen Staaten) ausgeübten Druck. Er ist ein Professor an führenden westlichen Universitäten. Was hat er zu fürchten? Wenn überhaut, dann setzt er sich feindseligen zionistischen und westlichen Angriffen aus. [heplev: Jede Kritik ist vom zionistischen Teufel geführt und deshalb falsch.] Wie [Paul] Findley und [Roger] Garaudy hat er nichts von diesen fundamentalistischen Gruppen zu gewinnen, sogar, wenn sie in ihren Ländern die Macht übernähmen.

Ich habe nicht ein einziges Mal eine Verteidigung des islamistischen Extremismus durch Said gelesen, wie [Al-Raschid] behauptet. [heplev: Wie kann er auch – der Schreiber versteht sich als Vertreter des ganzen Islam, nicht des Extremismus: also wird der Islam von Said verteidigt, nicht der Extremismus!] Trotzdem steht er an der Spitze der Verteidiger des Islam im Westen. Ich habe mehr von Edward Saids Schriften gelesen als Al-Raschid und ich habe keine Heuchelei gefunden.

Allah und seine Gnade seien gepriesen, ich gehöre in die Reihen der Islamisten. Ich bin ein Scheik des siebenten Jahrhunderts, der Al-Sharq Al-Awsat täglich liest. Nach der ‚säkularen‘ Definition ein Islamist, habe ich großen Respekt vor den christlich-arabischen Schriftstellern, die Al-Raschids wütender Attacke eingeschlossen sind. In meinem privaten Archiv habe ich die Schriften von Edward Said, Clovis Maksoud, [James] Zogby und anderen wie diesen – Männer der Wahrheit, die ihrer arabischen Abstammung treu sind, die ihre arabische Identität verteidigen und ihre islamische Zivilisation…“ [3] [heplev: Vielleicht sollte er etwas mehr von den Kritikern des Islamismus lesen um mit sich selbst kritischer umzugehen, statt die Schmeicheleien der genannten Autoren zur Selbstbestätigung zu nutzen.]

Fußnoten:
[1] Al-Sharq Al-Awsat (London), 27. Dezember 2001.
[2] Al-Sharq Al-Awsat (London), 29. Dezember 2001.
[3] Al-Sharq Al-Awsat (London), 16. Februar 2002.

Der Antisemitismus des syrischen Präsidenten Bashar Assad

Arutz-7 Radio berichtete am 6. Mai 2001 wie andere Quellen auch von einer Rede des syrischen Präsidenten beim Papstbesuch unter dem Titel:

OFFIZIELLER SYRISCHER ANTISEMITISMUS

Syriens Präsident Bashar Assads gestrige offizielle Willkommens-Ansprache an Papst Johannes Paul II. beinhaltete eindeutig antisemitische Sätze. Die Rede zeigt, dass Antisemitismus in der offiziellen syrischen Presse keiner zufälligen Natur ist, sondern Teil der stetigen Politik der Regierung. Im Folgenden Auszüge aus Assads Willkommensrede:

„… (Sie, der Papst, verkörpern) den Gipfel der Verantwortung zur Bewahrung dieser Werte [Liebe, Toleranz und Gleichheit der Menschen untereinander], besonders [da] es diejenigen gibt, die beständig versuchen, alle Völker immer wieder auf die Reise der Leiden und Qualen zu schicken. Deshalb werden unsere Brüder in Palästina ermordet und gefoltert, die Gerechtigkeit wird vergewaltigt und als Ergebnis davon sind Gebiete im Libanon, der Golan und Palästina von denen besetzt worden, die sogar das Prinzip der Gleichheit töteten, als sie behaupteten, dass Gott ein Volk geschaffen habe, das über alle anderen Völker erhoben sei. Wir sehen sie aggressiv gegen moslemische und christliche heilige Stätten in Palästina vorgehen… Sie versuchen, alle Prinzipien göttlichen Glaubens mit derselben Mentalität, in der sie Jesus betrogen und folterten und genauso versuchten, den Propheten Muhammad zu verraten…“1

Assad zitierte außerdem einige ewige Wahrheiten, hatte aber offenbar irregulären Gebrauch dafür im Hinterkopf:

„Die Anwendung himmlischer Lehren braucht den Widerstand gegen solche, die sie ablehnen. Gleichheit bedeutet, dass der Umgang mit anderen Völkern nicht von psychologischen Komplexen oder Behauptungen der Erhabenheit über andere Völker bestimmt sein sollte. Gerechtigkeit bedeutet die Wiederherstellung der Rechte für diejenigen, die sie verdienen. Land und Häuser im Libanon, Syrien und Palästina gehören ihren Eigentümern. Das bedeutet auch die Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Heimat. Liebe bedeutet, keine Araber aus Hass zu töten und Kinder nicht zu lehren, Groll gegen andere zu hegen. Wahrheit wird umgesetzt, indem man nicht zeitgenössische und historische Fakten verdreht und auch nicht Rechte und Geschichte behauptet, die jeder Grundlage entbehren.“2

Der syrische Präsident merkte weiterhin an, dass der Islam keinen Unterschied zwischen den Völkern mache – außer, sie seien nicht „gottesfürchtig“:

„Der Islam breitete sich in der Welt aus, indem er Gerechtigkeit, Liebe und Gleichheit der Menschen vertrat, ohne Unterschied zwischen dem einen oder anderen außer durch Gottesfurcht.“3

Anmerkungen heplev:

1 – klare Bedeutung: Nach seiner Definition ist Israel ein Volk, das nur auf Mord und Totschlag aus ist, keinerlei Gesetz kennt und jedes Prinzip der Menschheit mit Füßen tritt. Verlogener geht es nicht, denn:
Die Zerstörung heiliger Stätten kann man Israel nicht anlasten, im Gegenteil: Die Araber zerstören (vor allem jüdische) heilige Stätten (s. das Josephsgrab). Seit 1967 hat Israel z.B. den offen Zugang aller Glaubensgemeinschaften zu den Heiligtümern z.B. in Jerusalem garantiert, was vorher von den Jordaniern verhindert wurde. Assad lügt hier sehr offensichtlich; diese Lügen sind in unseren Medien aber nicht berichtet worden.
Assad versucht außerdem, die antijüdischen „christlichen“ Gefühle des Mittelalters und der schlimmsten antisemitischen Exzesse wieder zu beleben, indem er versucht, die Christen gegen die „Mörder ihres Messias“ aufzuhetzen!

2 – Israel lehrt nicht den Hass auf die Araber, aber in den arabischen Staaten gehört die Lehre des Hasses auf die Juden weiterhin zum Lehrplan! Assad kehrt die Tatsachen um.
Von arabischer Seite werden historsiche Fakten verleugnet (Holocaust, jüdische Beziehung zum Tempelberg usw.; der Begriff des „historischen Palästina“ ist geschichtlich nicht haltbar).
Ich würde ihn gerne fragen, wie er zur Rückkehr der jüdischen Flüchtlinge der späten 1940-er Jahre (nach der Gründung des Staates Israel) in ihre „Heimatländer“ steht, aus denen sie ohne Hab und Gut vertrieben wurden – werden sie von den entsprechenden Vertreibern auch entschädigt?

3 – Der Islam breitete sich mit Schwert und Krieg aus; er bietet objektive Gerechtigkeit nur gegen Moslems, alle anderen müssen sich vor allem der Knute der Scharia in einer Weise beugen, von der sie – wegen des „falschen“ Glaubens – so benachteiligt, dass sie ihren Glauben nicht offen leben dürfen, ihre wirtschaftlichen Existenzgrundlage praktisch so gut wie entzogen bekommen und fast jeder Verleumdung wehrlos gegenüber stehen.

Der Papst hat sich bei seiner Rede an die vorbereiteten Allgemeinfloskeln gehalten. Er ist in keinem Punkt den Ungeheuerlichkeiten des Diktators entgegen getreten. Warum?

Sollten Juden Christen vertrauen? Sie könnten von der eindeutigen Antwort der Thora überrascht sein

Adam Eliyahu Berkowitz, 27. Juni 2017

Fremde stehen bereit und führen eure Herden auf die Weide,
Ausländer sind eure Bauern und Winzer. (Jesaja 61,5)

Die steigende Strom an christlicher Unterstützung für Israel lässt sich viele Juden fragen, ob es vom Gesetz der Thora erlaubt ist diese neu gefundene Freundschaft angesichts des Jahrtausends schwieriger Beziehungen zwischen den beiden Religionen anzunehmen. Viele Rabbiner glabuen, dass es nicht nur erlaubt ist, sondern dass es ein Gebot der Thora ist diese Freundschaft gleichermaßen zurückzugeben.

Ein solcher Rabbiner ist Rabbi Eliezer Melamed, der geistige Leiter der Gemeinschaft von Har Brache und eine international respektierte Autorität zu halacha (dem Gesetz der Thora). Rabbi Melamed hat eng mit Hayovel zusammengearbeitet, einer Organisation, die zur Erfpüllung der Prophetie in Jeremiah christliche Freiwillige zur Arbeit in örtliche Weinberge bringt

Wieder sollst du Weingärten pflanzen auf Samarias Bergen.
Wer Pflanzungen anlegt, darf ihre Früchte genießen. (Jeremia 31,5)

Nicht alle Juden stimmen Rabbi Melamed zu. Luke Hilton, der Marketingdirektor von Hayovel, sagte gegenüber Breaking Israel News, dass eine „kleine, aber lautstarke Gruppe“ Israelis erhob Bedenken gegen ihre Bemühungen Israel zu helfen. Die Einwände erscheinen in sozialen medien und dem Internet in Form von Blogs und sogar als Seite, die ausdrücklich gegen Hayovel gerichtet ist.

Rabbi Eliezer Melamed

„Wir versuchen das mit Bescheidenheit zu akzeptieren“, sagte Hilton. „Angesichts der Geschichte zwischen unseren beiden Religionen ist es verständlich. Wir hoffen, auf diese Weise werden sie kommen und sehen, dass unsere einzige Absicht ist Israel zu helfen.“

Vielmehr lautet die Frage, ob es erlaubt ist mit Christen auf diese Weise Kontakt herzustellen im Thora-Gesetz ein komplizierter Fall ist. In seiner 2011 veröffentlichten offiziellen Entscheidung zum Thema vermerkte Rabbi Melamed die schwierige Geschichte und die theologischen Hindernisse, die der Verbindung von Juden und Christen im Weg stehen.

Wie sollten wir Beziehungen zu Christen herstellen, die plötzlich unsere Freunde geworden sind? Fast zwei Jahrtausende lang verfolgten sie die jüdische Nation, ermordeten uns, plünderten uns aus, vertrieben uns, erpressten uns zum Christentum überzutreten und plötzlich lieben sie uns? Können wir ihnen glauben? Und was tun wir mit dem, was der Rambam (Maimonides) schrieb, dass das Christentum den Status von Götzenanbetung hat?

Der Rabbiner merkte an, dass der entscheidende Faktor die Haltung der Christen gegenüber Israel war. Der Rabbiner beschrieb Liebe zu Israel als „den Lackmustest für Moral, Wahrheit und Glaube in dieser Welt“.

Die größte Sünde der Christenheit war, dass sie bestritten, dass Gott Israel zu seinem auserwählten Volk erwählte sowie all die Prophetien der Erlösung, die für das jüdische Volk gesprochen wurden. Sie glaubten Israel zu ersetzen und damit verursachten sie für uns horrendes Leid, als sie mit aller Macht versuchten Juden zum Christentum zu bekehren.

Genau aus diesem Grund sagt Rabbi Melamed, dass es heute notwendig ist die angebotene Freundschaft anzunehmen.

Wenn es um Christen geht, die glauben, dass Gott Israel erwählte und dass all die guten Prophetien innerhalb Israels erfüllt werden sollen und sie nicht daran arbeiten uns zu bekehren, was Gott verhüte, sondern um uns zu stärken – dann sind all die zu Christen erwähnten ernsten Dinge au sie nicht anzuwenden. Im Gegenteil – von ihnen sind große Korrekturen vorgenommen worden, sie sind gerechte Nichtjuden und Gott wird sie belohnen.

In seiner Entscheidung zitierte Rabbi Melamed Rabbi Abraham Isaac Kook, den ersten aschkenasischen Oberrabbiner des britischen Mandats Palästina, dessen Philosophie heute immer noch wichtigen Einfluss auf jüdische Theologie ausübt. Rabbi Kok schrieb, dass die Probleme mit dem Christentum und dem Islam nicht in ihren religiösen Überzeugungen liegen, sondern in ihrer „Absage an die Hoffnung des [jüdischen] Volks in Beziehung auf seine vollständige Wiederbelegung“.

Rabbi Melamed schlug eine Verbindung mit proisraelischen Christen auf einem nie da gewesenen Niveau vor, das an Bruderschaft grenzt; er schrieb: „Diese Christen stehen uns näher als die säkularen, liberalen Linken in westlichen Ländern, sowohl was ihren Glauben an die Bibel angeht, als auch ihre Ethik.“

In einer späteren Entscheidung diskutierte Rabbi Melamed die Kritik aus der jüdischen Gemeinschaft, die sich gegen Rabbiner richtete, die an der Kultivierung dieser positiven Beziehung zu Christen beteiligt sind. Ein Großteil dieser Kritik konzentrierte sich auf Rabbi Shlomo Riskin, den Oberrabbiner von Efrat und Gründer des Center for Jewish-Christian Understanding and Cooperation (CJCUC). Rabbie Melamed recherchierte die Sache und kam zu dem Schluss, dass die Kritik an Rabbi Riskin Verleumdung darstellte, im Judentum eine schwere Sünde.

David Nekrutman, der Direktor des CJCUC, erklärte, für diese Beziehung zwischen Juden und Christen zu werben, sei ein jüdisches Gebot; er zitierte dazu Jesaja.

Es ist zu wenig, dass du mein Knecht bist, nur um die Stämme Jakobs wieder aufzurichten und die Verschonten Israels heimzuführen. Ich mache dich zum Licht für die Völker; damit mein Heil bis an das Ende der Erde reicht. (Jesaja 49,6)

„Das ist, wer wir als das jüdische Volk sind“, sagte Nekrutman gegenüber Breaking Israel News. „Wir können kein Licht für die Nationen sein, ohne eine Partnerschaft mit den Nationen aufzubauen. Wir haben diesen Auftrag mit anderen zu arbeiten, und wenn sie bereit sind, haben wir eine Verpflichtung das zu tun.“

Nekrutman merkte an, dass das Christentum in diesem prophetischen Prozess eine besondere Rolle spielt.

„Sie versuchen die fast 2000 Jahre von der Kirche gelehrte Ersetzungstheologie gutzumachen“, sagte Nekrutman. „Das ist für sie kein leichter Prozess. Wir, das jüdische Volk, müssen ihnen gestatten diese Reise zu machen und ihre Berufung in der Unterstützung Israels und des jüdischen Volkes zu finden.“

„Abneigung bei der Unterstützung jüdisch-christlicher Beziehungen ist infolge der Geschichte der Vergangenheit zwischen der Kirche und dem jüdischen Volk nachvollziehbar“, gestand Nekrutman ein. „Aber die Thora gebietet uns es zu tun.“

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (25. Juni – 1. Juli 2017)

Sonntag, 25. Juni 2017:

Die Hamas schloss sich den Quds-Hassbotschaften des Iran an: Ein Sprecher der „Al-Quds-Brigaden“ (der „militärische“ Zweig der Hamas) forderte die Araber und „die islamische Nation“ auf die internen Kämpfe zu beenden und daran zu arbeiten das „Krebsgeschwür der zionistischen Besatzung“ zu eliminieren. Der „heldenhafte“ Kampf der „Palästinenser“ zur Vorbereitung der „Befreiung“ von „Palästina“ müsse endlich unterstützt werden. Ein anderer Hamasnik behauptete Jerusalem und die Al-Aqsa-Moschee würden brutal angegriffen und es gebe „schon mehrere Opfer, die gestorben“ seien. Und das nur wenige Tage, nachdem einer der obersten Führer der Hamas behauptet hatte, man wäre nicht an einer Eskalation mit Israel interessiert…

Anlässlich des Internationalen Tages der Unterstützung von Folteropfern 2017 lässt die PA „wissen“, dass mehr als eine Million PalAraber Folter durch Israel erlitten hätten. Sie können nicht anders, sie müssen immer und überall die größten, meisten, heftigsten und am schlimmsten betroffenen Opfer sein, egal, wie sehr sie dafür lügen müssen.

Montag, 26. Juni 2017:

Die PA gibt immer weniger Gutscheine zur Krankenbehandlung in Israel an Einwohner des Gazastreifens ausgibt. Waren es früher 2.000 im Monat, sind es aktuell nur noch ein paar Dutzend. Außerdem hat die PA die Lieferung von Anästhetika in den Gazastreifen gestoppt, was bedeutet, dass dort keine Operationen mehr vorgenommen werden können. Mit anderen Worten: Mahmud Abbas und Genossen ist das Wohlergehen der Menschen im Gazastreifen völlig gleichgültig, wie auch die Forderung nach Einstellung der israelischen Stromlieferungen in den Gazastreifen zeigt.

Ab Juli wird Israel in einigen Bereichen an der Grenze zum Libanon einen neuen Sicherheitszaun D bauen. Damit soll der Hisbollah erschwert werden nach Israel einzudringen.

Dienstag, 27. Juni 2017:

Mitten durch ein Übungsgelände der IDF in den südlichen Hebron-Bergen, auf dem (mit schwerem Geschütz) scharf geschossen wurde (seit einiger Zeit ist dort kein aktives Schusstaining mehr erfolgt), haben PA-Araber eine Straße für Schmuggler (Waffen, Drogen), Banditen und illegalen Einwanderern gebaut.

Es gibt Berichte, dass Israel und die Hamas intensive indirekte Gespräche miteinander führen, in denen es um die Freilassung der israelischen Geiseln im Gazastreifen geht. Wer zwischen beiden vermittelt ist nicht klar, aber es wird spekuliert, dass es die Ägypter sind.

Die IDF hat einige Teile des Golan infolge der eskalierenden Kämpfe in Syrien und des „Überschwappens“ von Waffengebrauch nach Israel vorläufig zu militärischem Sperrgebiet erklärt.

Die Hamas bestreitet, dass es den Raketenangriff gegeben hat und beschuldigt Israel „gefährlicher Eskalation“, die „Konsequenzen“ haben werde.

Der Direktor der Akademie für Koranstudien in der Al-Aqsa-Moschee rief alle Muslime auf, den nördlichen und östlichen Sektor des Tempelberg-Plateaus zu retten; Israel plane dort eine Synagoge zu bauen und das Goldene Tor zu öffnen.

Mittwoch, 28. Juni 2017:

War etwas anderes zu erwarten? Erst drängt die PA Israel dazu den Gazanern den Strom abzustellen, sie verweigert ihnen Behandlungsgutscheine für Israel, Medikamentenlieferungen usw. – und wenn dann Menschen deshalb sterben, soll Israel schuld daran sein! Weil angeblich Israel die Einreise der Patienten einschränkt.

Wo bleibt der Aufschrei? Die Hamas lässt an der Grenze zu Ägypten Häuser abreißen und Menschen vertreiben, um die Pufferzone der Ägypter zu vergrößern.

Donnerstag, 29. Juni 2017:

Die Hamas bestreitet, dass es die indirekten Gespräche mit Israel über die Freilassung der festgehaltenen Israelis gibt.

Rund 2.000 Juden pilgerten letzte Nacht zum Josefgrab in Schechem/Nablus.

Um in Sachen festgehaltene Israelis den Druck auf die Hamas zu erhöhen, sind vorläufig Besuche von Familien bei den Terrorhäftlingen der Hamas in israelischen Gefängnissen untersagt worden.

Der Oberste Gerichtshof erließ eine Einstellungsverfügung gegen den Bau eines illegalen Außenpostens, den Araber nahe eines Tunnels der neuen Eisenbahnstrecke zwischen Tel Aviv und Jerusalem errichten.

Der PA-Chefunterhändler Saeb Erekat (Fatah) behauptete in New York bei der UNO, dass Hamas und die PFLP keine Terrorgruppens seien.

Freitag, 30.06.2017:

Ein PA-Fernsehmoderator beschuldigt Israel, es würde arabische Jugendliche gezielt zu Drogen verführen; das sei Teil des „Krieges“ gegen die palästinensischen Araber.

Der ehemalige Leiter der Lateinischen Kirche im Gazastreifen schimpft auf Kirchen in Judäa und Samaria, sie würden „der Besatzung“ helfen. Nachdem bekannt wurde, dass die Griechisch-orthodoxe Kirche große Grundstücke in den Vierteln Talbieh und Rehavia an eine Firma verleaste, sagte er, auch nur ein Schmutzkörnchen der Kirche an die „israelische Besatzung“ zu geben sei „ein schwerer Verrat und schädigt den guten Namen der palästinensischen Christen und ihrer Verbindung zu ihrem Heimatland“. (Wundert es, dass der Typ Mitglied des „Islamischen Christenrats“ ist?)

Das Internationale Al-Quds-Institut behauptet Israel vertreibe die Araber aus Jerusalem – dabei wird geflissentlich ignoriert, dass der arabische Bevölkerungsanteil in Jerusalem stärker wächst als der jüdische. Juden die in Jerusalem leben, werden von dem Institut als „Siedler“ bezeichnet.

Wird so Frieden geschaffen?

Die palästinensische Autonomiebehörde schuldet einem Krankenhaus in Israel $41 Millionen. Das betroffene Krankenhaus ist das Auguste-Victoria-Hospital auf dem Ölberg in Jerusalem. Es wird vom Lutherischen Weltbund betrieben, einer Dachorganisation der lutherischen Kirchen des gesamten Globus.

Dexter Van Zile, The Times of Israel blogs, 12. Mai 2017

Das Auguste-Victoria-Krankenhaus ist in Schwierigkeiten, weil die PA ihre Rechnungen nicht bezahlt. (Foto: Uri Aloni via Wikidemedia Commons)

Das Krankenhaus hat für das Wohlergehen palästinensischer Kinder in der Westbank und dem Gazastreifen enorme Bedeutung. Diese Kinder können in dem Krankenhaus alle möglichen Sorten medizinischer Versorgung wie Krebsbehandlung und Nieren-Dialyse erhalten. Eigentlich müsste die palästinensische Autonomiebehörde für ihre Behandlung aufkommen.

Die PA zahlt aber ihre Rechnungen nicht und als Folge dessen ist das Auguste-Victoria in finanziellen Schwierigkeiten. Mit aus einer auf Arabisch veröffentlichten Presseerklärung entnommenen Informationen berichtet der Blogger Elder of Ziyon: „Die PA schuldet dem Krankenhaus NIS 150 Millionen ($41 Millionen) und die Schulden haben sich mit einer Rate von $4 Millionen pro Monat angehäuft.“

Die PA ist seit einiger Zeit im Zahlungsrückstand. 2014 schuldete sie dem Krankenhaus mehr als $15 Millionen, was die Evangelical Lutheran Church in America (ELCA) veranlasste den US-Kongress zu bitten die United States Agency for international Development anzuweisen die unbezahlten Rechnungen der PA zu decken. Seit 2014 hat die ELCA eine Reihe Interessenvertretungsaufrufe an ihre Mitglieder in den Vereinigten Staaten ausgegeben, mit denen diese gebeten wurden ihre Repräsentanten im Kongress aufzufordern, dass USAID die Schulden der PA bezahlt.

Die Lobbyarbeit der ELCA ist effektiv gewesen. 2016 gab USAID dem Krankenhaus $11 Millionen, um ungefähr 30 Prozent der ausstehenden Schulden der PA beim Krankenhaus zu decken. Damit blieb das Krankenhaus mehr als $25 Millionen im Minus. Im August 2016 gab die ELCA eine Aktualisierung zur Kapitalflusskrise des Krankenhauses aus. In der Aktualisierung dankte die ELCA ihren Mitgliedern, „die sich dieses und letztes Jahr am Eintreten für das Auguste Victoria-Krankenhaus beteiligt haben!“ Die Aktualisierung fährt fort:

Wir sind dankbar, dass die palästinensische PA-Außenstände verringert wurden und hoffen, dass bald ein System zu regelmäßigeren Zahlungen eingeführt wird, um diese Krisensituationen zu vermeiden.

Erstaulicherweise half das American Jewish Committee der ELCA bei der Lobbyarbeit im Kongress. Im Jewish News Service berichtete Rafael Medoff Ende März: „Während der letzten Jahre haben ranghohe Vertreter des American Jewish Committee (AJC) die Aufgabe übernommen auf US-Offizielle, einschließlich Kongressabgeordnete, Druck auszuüben unbezahlte Millionen-Rechnungen zu bezahlen, die die PA beim von den Lutheranern unterstützten August-Victoria-Krankenhaus in Ostjerusalem angesammelt hat.“

Rabbi David Rosen, der das AJC in Jerusalem vertritt, sagte Medoff, zusätzlich zur Lobbyarbeit im Kongress habe er mit amerikanischen Diplomaten gesprochen, um die Bemühungen amerikanische Steuergelder zur Bezahlung der nicht bezahlten Schulden der PA beim Krankenhaus zu unterstützen. Nachdem die Geschichte ans Tageslicht kam, stoppte das AJC seine Bemühungen.

Einerseits scheint einem Krankenhaus Geld zu geben das Richtige zu sein, was man tun kann. Das Auguste-Victoria braucht das Geld und die palästinensischen Kinder brauchen die medizinische Versorgung, die das Krankenhaus bietet.

Das Problem besteht allerdings darin, dass die Regierung der Vereinigten Staaten mit der Deckung der unbezahlten Rechnungen für die PA den Terrorismus gegen Israel subventioniert. Das ist nicht zu leugnen. Es ist eine Tatsache – eine unanfechtbare Tatsache.

Die PA zahlte ihre Rechnungen an das Auguste-Victoria-Krankenhaus nicht, aber es zahlt Millionen Dollar an Hunderte Terroristen und ihre Familien, die Israelis ermordet haben, die meisten davon Juden.

2016 zahlte die PA mehr als $300 Millionen (etwa sieben Prozent des PA-Gesamtbudgets) an Terroristen und ihre Familien. Das ist eine politische Entscheidung, die von der von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas geführten PA getroffen wurde. Wenn sie mehr als $300 Millionen zur Unterstützung von Terroristen und ihren Familien zahlen kann, sollte die PA in der Lage sein einen Weg zu finden ihre Krankenhausrechnungen zu bezahlen.

Was an den ELCA-Aufrufen höchst beunruhigend ist: Sie sind komplett darauf ausgerichtet den Kongress um Geld anzufragen, um die Schulden der PA zu finanzieren. Sie bieten keinerlei Werturteil zu den Entscheidungen der PA, ebenso ermutigen die Aufrufe die Lutheraner nicht ihre Bedenken im Hinsicht auf die PA zu äußern – trotz der Tatsache, dass die PA allein für die Krise verantwortlich ist, der sich das Auguste-Victoria-Krankenhaus gegenüber sieht.

Die Aufrufe fordern von der PA nicht die Terrorfinanzierung einzustellen und ihre Schulden beim Auguste-Victoria zu bezahlen. Stattdessen spricht die ECLA euphemistisch vom „Unvermögen“ der PA ihre Schulden zu bezahlen. Die PA kann das Geld zahlen, das sie dem Auguste-Victoria schuldet, hat sich aber entschieden stattdessen Terroristen zu belohnen.

Offenbar haben die Leute von der ECLA nicht einmal daran gedacht, dass die PA für ihr Tun auf rhetorischer und praktischer Ebene zur Verantwortung gezogen werden sollte und kann. Das könnte auf einer praktischen Ebene erfolgen, ohne die Patienten des Auguste-Victoria zu gefährden. Gemäß diesem Bericht geben die USA der PA durchschnittlich $400 Millionen pro Jahr. Der Kongress könnte einfach die Schulden des Auguste-Victoria bezahlen und die Zahlung von anderen Zuschüssen abziehen, die der PA gegeben werden.

Haben Vertreter die ELCA diese Art Arrangement vorgeschlagen? Kam ihnen ein solches Arrangement überhaupt in den Sinn? Es gibt in den Aufrufen nichts, was dies nahelegt.

Begreifen die Leute von der ELCA, was moralisch und ethisch auf dem Spiel steht? Ist ihnen die Bedrohung der Sicherheit der Israelis derart gleichgültig? Ist ihnen die antisemitische Hetze in der palästinensischen Gesellschaft so egal? Sind die Friedensaktivisten der ELCA so begriffsstutzig?

Abbas und andere Palästinenserführer haben eine teuflische Wertentscheidung getroffen. Für sie hat der Tod israelischer Juden mehr Wert als das Wohlergehen kranker palästinensischer Kinder.

Die Formel hinter dieser Entscheidung ist einfach: Hass auf Juden, Gleichgültigkeit gegenüber den Palästinensern. Sieht man sich einer Entscheidung gegenüber, ob man Palästinensern helfen oder israelische Juden terrorisieren will, dann hat sich die PA für letzteres entschieden.

Vielleicht wertet das palästinensische Volk das Leben seiner Kinder mehr als seine Führer es tun, aber wenn dem so ist, dann haben sie dagegen auf den Straßen von Bethlehem und Ramallah nicht protestiert, um ihrer Stimme in dieser Sache Gehör zu verschaffen. Bisher haben sie das nicht gemusst, weil der amerikanische Steuerzahler die von den PA-Führern in Ramallah getroffenen diabolischen Entscheidungen subventioniert. Und er hat dies auf Veranlassung der größten lutherischen Denomination in den Vereinigten Staaten getan. Jeder Lutheraner in den Vereinigten Staaten, ob er zu ELCA gehört oder nicht, sollte ob dieser Wende der Ereignisse empört sein.

Jeder Christ sollte empört sein.

Sie so Frieden stiften aus? Offenbar lautet die Antwort für die Evangelical Lutheran Church in America und den Lutherischen Weltbund „Ja“.