Kirchen in Ägypten: Schikanierte Inseln in einem Meer von Moscheen

Raymond Ibrahim, 3. Juni 2021 (Coptic Solidarity)

Nach Angaben eines arabischsprachingen Berichts vom 19. Mai 2021 kündigte Ägyptens Ministerium für Stiftungen gerade an, dass in dem nordafrikanischen Staat seit September 2020 1.413 Moscheen – davon waren 1.315 brandneu – eröffnet wurden.

Diese Ankündigung unterstreicht die Doppelstandards, die Christen und Muslime in Ägypten erwarten können. Denn insofern als Moscheen sich überall im Staat verbreiten, ist der Bau neuer oder auch nur die Renovierung alter Kirchen für Kopten wie Zähne ziehen.

Nach Angaben einer detaillierten Studie des Autors Adel Guindy „gibt es eine Kirche pro 5.800 orthodoxen Kopten“; das zwingt viele Christen „für Gottesdienste (Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und regelmäßige Messen) weite Entfernungen außerhalb nach ihrer eigenen Städte zurückzulegen“. Andererseits gibt es auf Grundlage der Zahl der Moscheen in Ägypten (114.000 im Jahr 2016, heute sind es mehr) und Ägyptens geschätzter muslimischer Bevölkerung für etwa alle 700 Muslime eine Moschee. Mit anderen Worten: Selbst nach Ausgleich des Verhältnisses zwischen Muslimen und Christen gibt es immer noch etwa acht Moscheen pro Kirche. Die Diskrepanz könnte nicht deutlicher sein.

Wie Coptic Solidarity in einem Bericht von 2019 feststellten, „wendet die ägyptische Regierung nicht ein einziges Gesetz auf gleiche Weise für den Bau und die Reparatur von Moscheen, Kirchen und Synagogen an“. In der Tat prahlte die ägyptische Regierung Ende 2016 – um die Zeit, als an der Kathedrale St. Petrus in Kairo eine Bombe gelegt wurde, mit der 25 koptische Gottesdienstbesucher getötet und als mehrere andere Kirchen von den Behörden geschlossen wurden – damit, dass jede Woche 10 neue Moscheen eröffnet wurden und mehrere Milliarden ägyptische Pfund zur Eröffnung tausender weiterer zugewiesen wurden. Gleichermaßen wird Al-Azhar, die „größte Autorität für theologische und islamische Angelegenheiten“, komplett von der Regierung subventioniert (13 Milliarden ägyptische Pfund im Jahr 2018 – $726 Millionen US-Dollar).

Im Gegensatz dazu wird jedes christliche Gotteshaus in Ägypten von seiner (oft verarmten) Gemeinde ohne jegliche Regierungshilfe unterhalten; darüber hinaus, führt der CS-Bericht fort, „hat die ägyptische Regierung die Schließung zahlreicher Kirchen in direktem Gesetzesbruch geschlossen“; und während „die ägyptische Regierung Imame ernennt und ihre Gehälter zahlt, erhalten christliche und andere Glaubensleiter keine Vergütung durch die Regierung.“

Warum ein solcher Doppelstandart existiert, ist auf Artikel 2 der ägyptischen Verfassung zurückzuführen: „Der Islam ist die Religion des Staates … Die Prinzipien der islamischen Scharia sind die Hauptquelle der Gesetzgebung.“ Zufällig ist die islamische Scharia gegenüber nichtmuslimischen Gotteshäusern entschieden feindselig; streng interpretiert verbietet die Scharia den Bau oder die Renovierung von Kirchen in Ägypten. Obwohl das Gesetz nicht strikt durchgesetzt wird, lebt sein „Geist“ – der Feindschaft gegenüber Kirchen in Ägyptens breiter Masse – weiter.

Somit gibt es bei den Gelegenheiten, wo christliche Beharrlichkeit die Bürokratie des „Jihad“ überwindet und eine Genehmigung für eine Kirche beschafft worden ist, den muslimischen Mob, mit dem man fertig werden muss. Sobald lokale Muslime Wind davon bekommen, dass eine Kirche in ihrem Viertel anerkannt wird, bilden diese große Mobs – typischerweise nach den Freitagsgebeten, wenn der Imam sie aufstachelt – sie randalieren, greifen Christen an und manchmal töten sie sie und zünden ihre Häuser und/oder die fraglichen Kirchen an. Dann ziehen die lokalen Behörden, von denen einige dem Mob helfen oder ihn decken, um die Lage zu entschärfen, die für die Kirche anstehende Genehmigung prompt zurück, weil sie angeblich für das Dorf eine „Sicherheitsgefährdung“ darstellt.

„Ein Großteil der muslimischen jungen Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren aus unserem Dorf und aus der Nähe versammelten sich vor unserem Kirchengebäude, brüllten „Allahu Akbar“ und skandierten feindselige Parolen gegen Kopten und die Kirche wie ‚Wir wollen keine Kirche in unserem islamischen Dorf‘“, erinnerte sich Moheb, ein Mitglied einer der geschlossen Kirchen in Luxor.“ Sie versuchten die Vordertür einzudrücken … aber wir versperrten sie von innen. Wir riefen sofort die Polizei, die kam und die Demonstranten zerstreute, aber sie unternahmen nichts, um jemanden festzunehmen. Dann schlossen sie das Kirchengebäude, versiegelten es und stellten eine Wache davor.“

In Reaktion auf diese Schließung äußerte Gamil Ayed, ein örtlicher koptischer Rechtsanwalt, typische christliche Gefühle: „Wir haben nicht gehört, dass je eine Moschee geschlossen oder dass darin Gebet gestoppt wurde, weil sie keine Genehmigung hatte. Ist das Gerechtigkeit? Wo ist die Gleichberechtigung? Wo ist die Religionsfreiheit? Wo ist das Recht? Wo sind die staatlichen Institutionen?

Zwei Monate, bevor die acht Kirchen geschlossen wurden, wurde eine andere nahe gelegene Kirche unter identischen Umständen gesperrt. „Es gibt in unserem Dorf etwa 4.000 Christen und wir haben jetzt keinen Ort, an dem wir beten können“, reagierte der örtliche Einwohner Rafaat Fawzy. „Die nächste Kirche ist … 15km weit weg. Es ist schwierig in diese Kirche zu gehen und zu beten, besonders für die Alten, die Kranken und die Kinder.“

Auch er fuhr mit dem Stellen derselben Fragen fort, die Millionen Christen in Ägypten auf dem Herzen haben: „Welche Rechte haben wir? Es gibt sieben Moscheen in unserem Dorf und Muslime können überall frei beten, aber wir werden daran gehindert unseren religiösen Riten an einem einfachen Ort auszuüben, von dem wir geträumt haben. Ist das Gerechtigkeit? Wir werden in unserem eigenen Land unterdrückt und für uns gibt es keine Rechte.“

Ein paar Tagen nach der Schließung der Kirchen in Luxor griffen Muslime Christen in Al-Minya an, weil sie „Einwände gegen die Anwesenheit einer Kirche in der Gegend“ hatten; drei Christen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden.

All diese Angriffe gab es, muss erwähnt werden, zwei Jahre nachdem Ägyptens groß angepriesenes „Kirchengesetz“ 2016 beschlossen wurde, das die Einschränkungen für Kirchen verringern sollte, das aber in Wirklichkeit „die christliche Minderheit in Ägypten diskriminiert“, so ein Zitat von Human Rights Watch.

Die vielen Schwierigkeiten, denen Ägyptens Christen im Kontext von Gottesdiensten begegnen, sind nur eine von etlichen Verletzungen ihrer Menschenrechte. Ob ihre Töchter entführt und zwangsweise zum Islam konvertiert und verheiratet werden oder ob sie dank der Lehren in oft mit der Regierung verbundenen Moscheen und Universitäten dämonisiert und gehasst werden: Christen haben in Ägypten schlicht nicht dieselben Menschenrechte, die Muslime haben.

Nicht so bald

Dexter Van Zile, The Times of Israel blogs, 11. Mai 2021

Nahe Wadi Qelt (Foto: Dexter Van Zile)

Ich weiß, wann Jesus wiederkommen wird.

Er wird wiederkommen, wenn die christlichen Friedensstifter die Palästinenser für ihre Missetaten im  Heiligen Land zur Rechenschaft ziehen.

Er wird wiederkommen, wenn die christlichen Patriarchen in Jerusalem die Wahrheit darüber sagen, was in der Heiligen Stadt tatsächlich vorgeht.

Er wird wiederkommen, wenn christliche ökumenische Organisationen die Gewalt gegen Christen mit genauso vehement verurteilten, mit der sie die nötige jüdische Selbstverteidigung beklagen.

Er wird wiederkommen, wenn die Christen die Bemühungen den Juden ihr Leben und ihrer Freiheit zu nehmen mit mehr Energie verurteilen als sie die jüdischen Bemühungen zum Schutz dieser Güter verurteilen.

Ich wie, wann Jesus wiederkommen wird.

Heute nicht.

Morgen nicht.

Übermorgen nicht.

Nicht so bald.

Die „Intoleranz und Feindschaft“, die Muslime gegenüber Nichtmuslimen zeigen, ist nicht neu – sie ist 1.400 Jahre alt

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 29. Dezember 2020

Der palästinensische Christ Bischara Bahbah zeichnet ein düsteres Bild des Schicksals der Christen im von der Hamas beherrschten Gazastreifen, aber gleichzeitig beschreibt er eine unverbesserlich optimistische Version davon, wie palästinensische Christen in den von der PA beherrschten Teilen der Westbank leben. In dieser Version verstehen Christen sich mit ihren muslimischen „Freunden und Nachbarn“ hervorragend. Die Wahrheit sieht ganz anders aus.

Als Teil seines Versuchs den Umgang mit Christen in der PA reinzuwaschen verweist Bahbah auf den Pakt Omars als „garantiertes Recht und buchstabierte Verpflichtungen“ für Christen in einem mehrheitlich muslimischen Land. Er behauptet: „Der Pakt repräsentiert in erster Linie die Verpflichtung von Muslimen, Religion und Eigentumsrecht von Christen und Juden zu respektieren und zu schützen.“ Viele Gelehrte glauben, dass der Pakt Omars eine spätere Fälschung ist, aber wie immer die Wahrheit lautet, wann und von wem er verfasst wurde: Es ist kaum eine Verpflichtung von Muslimen die Religion und die Eigentumsrechte von Nichtmuslimen zu „respektieren und zu schützen“. Stattdessen ist er eine erschöpfende Liste dessen, was Nichtmuslime tun müssen, wenn sie in einem muslimischen Gemeinwesen am Leben und fähig bleiben wollen ihren Glauben zu leben.

Hier ist die Liste:

  • Verbot des Baus neuer Kirchen, Gebetsstätten, Klöstern oder einer neuen Zelle. Es war auch verboten neue Synagogen zu bauen.
  • Verbot des Wiederaufbaus zerstörter Kirchen bei Tag oder bei Nacht, nicht in ihrem eigenen Viertel, nicht derer, die in Vierteln von Muslimen liegen.
  • Die Gebetsstätten von Nichtmuslimen müssen eine niedrigere Höhe haben als die niedrigste Moschee des Ortes.
  • Die Häuser von Nichtmuslimen dürfen nicht höher sein als die Häuser von Muslimen.
  • Verbot ein Kreuz an Kirchen anzubringen.
  • Muslimen muss es jederzeit erlaubt sein Kirchen (zum Schutz) zu betreten, Tag und Nacht.
  • Die Verpflichtung, dass der Ruf zum Gebet durch eine Glock oder eine Art Gong (Nakos) leise sein muss.
  • Verbot, dass Christen und Juden ihre Stimmen bei Gebetszeiten erheben.
  • Verbot nichtmuslimische Kinder den Koran zu lehren.
  • Christen wurde verboten ihre Religion öffentlich zu zeigen oder in der Öffentlichkeit, auf der Straße oder den Märkten mit Muslimen mit christlichen Büchern oder Symbolen gesehen zu werden.
  • Umzüge an Palmsonntag und Ostern wurden verboten.
  • Beerdigungen müssen in aller Stille erfolgen.
  • Verbot der Beerdigung von nichtmuslimischen Toten in der Nähe von Muslimen.
  • Verbot ein Schwein neben einem muslimischen Nachbarn aufzuziehen.
  • Christen wurde verboten Muslimen alkoholische Getränke zu verkaufen.
  • Christen wurde verboten Spionen Deckung oder Unterkunft zu gewähren.
  • Verbot Lügen über Muslime zu erzählen.
  • Verpflichtung Muslimen gegenüber Achtung zu zeigen. Wenn ein Muslim sitzen möchte, sollten Nichtmuslime von ihren Sitzen aufstehen und sie dem Muslim anbieten.
  • Verbot des Predigens zu Muslimen im Versuch sie vom Islam wegzukonvertieren.
  • Verbot der Verhinderung des Übertritts einer Person zum Islam, die konvertieren will.
  • Das Erscheinungsbild der Nichtmuslime muss sich von dem der Muslime unterscheiden: Verbot des Tragens der Qalansuwa (eine von Beduinen getragene Art Kuppel-Kopfbedeckung), des Beduinen-Turban (Amamh), muslimischer Schuhe und Sasch an der Taille. Was ihre Köpfe angeht, so war es verboten das Haar seitlich zu kämmen, wie es muslimischer Brauch ist; und sie wurden gezwungen das Haar vorne am Kopf zu schneiden. Nichtmuslime dürfen die arabisch-muslimische Art zu reden nicht beginnen, noch dürfen sie die Kunyas (arabische Beinamen wie „Abu Khattib“) annehmen.
  • Verpflichtung Nichtmuslime durch Stutzen des Stirnhaares am Kopf zu identifizieren und dadurch, dass sie sich immer in derselben Art kleiden, wohin auch immer sie gingen, wobei der Zunnar (eine Art Gürtel) um die Taille gebunden wurde. Christen mussten blaue Gürtel oder Turbane tragen, Juden gelbe Gürtel oder Turbane. Zoroastrier mussten schwarze Gürel oder Turbane tragen und Samaritaner rote Gürtel oder Turbane.
  • Verbot Tiere auf die muslimische Art zu reiten und Verbot mit einem Sattel zu reiten.
  • Verbot der Annahme eines muslimischen Ehrentitels.
  • Verbot arabische Inschriften auf Siegel zu gravieren.
  • Verbot des Besitzes jeglicher Waffen.
  • Nichtmuslime mussten einen vorbeikommenden muslimischen Reisenden mindestens drei Tage lang beherbergen und verpflegen.
  • Nichtmuslimen war verboten einen muslimischen Gefangenen zu kaufen.
  • Verbot Sklaven zu nehmen, die Muslimen zugewiesen wurden.
  • Wenn ein Nichtmuslim einen Muslim schlägt, wird sein Dhimmi-Schutz aufgehoben.
  • Im Gegenzug wird ein muslimischer Herrscher christlichen Gläubigen, die die Regeln des Paktes befolgen, Sicherheit bieten.

Wer glaubt, wenn er diese Liste liest, dass im heutigen „Palästina“ (d.h. Gazastreifen und PA-Gebiete) der Omar-Pakt „in erster Linie die Verpflichtung der Muslime die religiösen und Eigentumsrechte von Christen und Juden zu respektieren und schützen darstellt? Es handelt sich um eine Liste, die Christen nachdrücklich auf ihren permanent untergeordneten Platz verweist, wo sie sich strikt an Dutzende Regeln halten müssen, die ihren niedrigen Status gegenüber Muslimen betonen und wenn nicht, dann verlieren sie ihre Sicherheit, was heißen kann, dass sie getötet werden dürfen. Natürlich werden die meisten dieser Einschränkungen nicht länger aufgebürdet, aber die vor langer Zeit geschaffene Atmosphäre – das heißt eine Einstellung muslimischer Verachtung für Christen, die schon so lange andauert wie der Islam selbst existiert – bleibt und erklärt, warum Christen in muslimischen Ländern niemals als Gleiche behandelt werden, sondern immer noch einer Menge Behinderungen und Drohungen unterworfen werden. Denken Sie daran, wie Christen in Pakistan, in Nigeria, in Ägypten, im Iran alle in Angst vor muslimischen Nachbarn leben. Und wie könnten muslimische Einstellungen anders ein, angesichts dessen, dass der Koran sie lehrt, sie seien „die besten Menschen“ (Sure 3,110), während Nichtmuslime „die abscheulichsten aller Geschöpfe“ sind?

Ich erinnere mich, als ich in der Altstadt von Jerusalem aufwuchs, gehörte der Ramadan zu unseren Lieblingsfeiertagen. Wir teilten Essen mit unseren muslimischen Nachbarn; wir sahen uns gemeinsam die besten arabischen Seifenopern an; und wir liebten es die Stimme des Mussaher zu hören, der Person, die vor dem Sonnenaufgang herumging um die Leute zu wecken, damit sie essen konnten, bevor das Fasten beginnt. Und ich erinnere mich an die guten Wünsche unserer muslimischen Freunde und Nachbarn, wenn wir Weihnachten feierten.

Bishara Bahbah mag angenehme Kindheitserinnerungen an sein Aufwachsen in einem gemischten Viertel haben, wo die Christen Ramadan-Mahle mit Muslimen teilten und Muslime an Weihnachten ihren christlichen Freunden „gute Wünsche“ ausrichteten, aber er spielt das zu sehr hoch. Solche Anekdoten beweisen nur, dass manche Muslime, die er kannte, bereit waren die koranischen Verfügungen gegen das Anfreunden mit Christen und die Regel, dass sie die religiösen Feiertage der Ungläubigen – selbst einen Gruß – nicht anzuerkennen zu verletzten. Aber er weiß mit Sicherheit, dass es hunderte Millionen Muslime gibt, die nicht so entgegenkommend sein würden und dass sie es sind, die sich islamisch korrekt verhalten, nicht diese „muslimischen Freunde und Nachbarn“ aus der Kindheit, die an Weihnachten Gutes wünschten.

Hamas, ich sage euch, wir palästinensische Christen sind immer ein integraler Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft gewesen. Wir sind ein fester Bestandteil des Gefüges des Landes. Wir lieben unser Land und unsere Nation mehr, als ihr es jemals tun werdet. Ihr dient einer fremden Macht, dem Iran, schmuggelt nutzlose Waffen ein und schießt sie auf Befehl eurer Herren ab.

Bishara liegt nicht falsch damit die Hamas mit dem Iran zu verbinden, der ihr heute Geschosse und Raketen zur Verfügung stellt. Aber sein wiederholtes Bestehen darauf, dass „palästinensische Christen immer ein integraler Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft gewesen sind“, ist Wunschdenken. Wären sie immer ein „integraler Bestandteil“ der palästinensischen Gesellschaft gewesen, wären sie nicht die Objekte so vieler Angriffe auf Kirchen, Pastoren, treue Christen gewesen. Sie würden die PA-Gebiete und den Gazastreifen nicht in solchen Zahlen verlassen.

Eure eifernde Haltung gegenüber den palästinensischen Christen disqualifiziert euch als legitime politische Partei der palästinensischen Politik. Euer Fanatismus brachte Intoleranz und Feindschaft in unser Volk. Komme, was da wolle, wir werden das Volk des Gazastreifens – Muslime wie Christen – aus euren despotischen Klauen befreien. Diejenigen, die euch unterstützen, werden als Verräter ausgestoßen werden. Ihr habe allen Anschein der Legitimität in den Augen des palästinensischen Volks und der Welt verloren. Ihr repräsentiert nichts  außer eurem erbärmlichen Selbst.

Es ist eine Schande, dass es keine Landbrücke zwischen der Westbank und dem Gazastreifen gibt, die es den palästinensischen Sicherheitskräften erlauben würde in den Gazastreifen zu marschieren und ihn gewaltsam von dem Krebs namens Hamas zu befreien. Und diejenigen, die euch unterstützen und finanzieren und die, die euch ausbilden und eure Führer beherbergen sind genauso schuldig wie ihr.

Lasst es jedem eine Lehre sein, der versucht palästinensische Christen zu beleidigen, auszugrenzen oder herabzusetzen, ob nun von innen oder von außen: Der Tag wird kommen, an dem die Palästinenser – Muslime und Christen und viele Menschen weltweit – den Gazastreifen von euch und eurer Tyrannei befreien.

Und Übrigens: Frohe Weihnachten.

Bishara Bahbah beliebt es zu glauben, es sei nur die Hamas, die es geschafft hat die warmen Beziehungen zwischen palästinensischen Christen und Muslimen zu ruinieren. Die „Intoleranz und Feindseligkeit“, die Muslime gegenüber Nichtmuslimen zur Schau stellen, ist nicht neu – sie ist 1.400 Jahre alt. Sein fantastischer Glaube – unter der Annahme, dass er sich tatsächlich selbst davon überzeugt hat – dass palästinensische Muslime und Christen immer glänzend miteinander ausgekommen sind, bis die Hamas kam diese historische Harmonie im Gazastreifen zu verderben, ist falsch. Es gibt viele Fakten, die eine andere Geschichte der christlich-muslimischen Beziehungen erzählen.

Hier sind ein paar dieser Fakten:

Nablus war vor 40 Jahren Heimat von mehr als 3.000 Christen; heute sind in der Stadt gerade 700 übrig.

Tulkarm hatte vor 30 Jahren eine Gemeinschaft von 2.000 Christen; heute zählt sie 12 Familien. „Wir bereiten uns darauf vor ins Ausland zu ziehen, an einen Ort, an dem wir ein besseres Leben führen können, sagte Reverend Dahoud Dimitry, Leiter der griechisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Georg, die im September 2006 nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen niedergebrannt wurde.

Die christliche Bevölkerung Bethlehems ist auf 14% der Bevölkerung gefallen, von 85% in den 1950-er Jahren und 40% 1997. Die Christen in dieser Stadt haben die Belagerung der 1.400 Jahre alten Geburtskirche, des Geburtsortes Jesu, durch 100 dem PA-Vorsitzenden Arafat treu ergebene Milizionäre im Jahr 2002 nicht vergessen. Die muslimischen Terroristen hielten Dutzende Christen als Geiseln, darunter Priester und Nonnen; sie schändeten Bibeln, leerten die Kirchenkasse und setzen Teile der Jahrhunderte alten Kirche in Brand. Der frühere Bürgermeister der Stadt, Hanna Nasser, hat unverblümt vorausgesagt: „Es gibt keine Zukunft für Christen in Bethlehem.“

Reverend Tomey Dahoud, Leiter der griechisch-orthodoxen Kirche in Taubus, einer Stadt nahe Jenin, hat gesagt: „Das islamische Volk will uns töten. Das ist ihr Prinzip und Glaube. Sie wollen keine Christen in diesem Land. Sie wollen unsere Namen nicht hören; sie wollen uns nicht sehen. Das ist die Realität.“ Auf seine Kirche wurde bei Krawallen im September 2006 ein Brandbomben-Anschlag verübt.

Sogar in Ramallah, das als liberalste Stadt unter palästinensischer Kontrolle gilt, sind Drohungen gegen Christen alltäglich. Pastor Isa Bajalia, ein evangelisch arabisch-amerikanischer Pastor, der seit 1991 mit Frau und Sohn in Ramallah lebte, wurde wiederholt von einem offiziellen Fatah-Vertreter der Tanzim-Milizen bedroht. Der Beamte forderte $30.000 zu seinem Schutz. Aufgrund der Drohungen war Bajalia gezwungen nach Jerusalem zu fliehen, wo er unter israelischer Herrschaft sicher lebt.

Die Beziehungen zwischen palästinensischen Christen und Muslimen haben sich – trotz dem, was Bishara Bahbah uns glauben machen will – nicht nur im Gazastreifen, sondern auch unter PA-Herrschaft stetig verschlechtert.

Bahbah hat recht mit der Behauptung, dass die Situation für Christen im Gazastreifen besonders heikel ist, seit die Hamas im Januar 2006 die Kontrolle übernahm; die Scharia, das islamische Recht wurde verhängt. Angriffe auf Christen wurden alltäglich. Es hat mehrere Bombenanschläge auf Kirchen und auf die Schule Zahwa Rosary außerhalb von Gaza Stadt gegeben. Aber er hätte auch zugeben müssen, dass die Position der Christen in den PA-Gebieten und überall in der muslimischen Welt schwierig, bedenklich und an einigen Orten untragbar ist.

Hätte Bishara Bahbah es gewagt die Wahrheit zu sagen, dann hätte er etwas wie das hier geschrieben:

„Ich erinnere mich daran, dass ich in meiner Kindheit mit meinen muslimischen Nachbarn in Jerusalem gut auskam. Glücklicherweise waren sie aus toleranten Familien, die es ablehnten den Geboten des Koran zu folgen sich nicht mit Christen oder Juden anzufreunden. Ich hatte Glück, denn es gibt bestimmt sehr viele Muslime, die nicht so tolerant sind, wie die Drohungen und Angriffe auf unsere Pastoren, Kirchen und einzelne Christen überall in von der PA beherrschten Gebieten und noch heftiger im Gazastreifen deutlich machen. Und in jeder einzelnen Gemeinde, in der es Christen gab – in Nablus, Tulkarm, Taubus, Ramallah und besonders in Bethlehem – ist ihre Zahl beständig zurückgegangen, sie haben unbestreitbare Beweise der Bedrängung und Verfolgung erlitten.

Es stimmt jedoch, wenn die Umstände für Christen in der Westbank schlecht sind, dann sind sie im von der Hamas regierten Gazastreifen viel schlimmer. Von 5.000 Christen im Jahr 2006 sind heute noch 750 übrig. Dort ist die Scharia eingeführt worden. An christlichen Kirchen und mindestens eine christlichen Schule sind Bomben gelegt worden. In ein paar Jahren wird es im Gazastreifen keine Christen mehr geben, was das bezeugt, was sie erleiden mussten und das führte dazu, dass sie am Ende alle fliehen. Einige von ihnen gehen ins Ausland, nach Kanada oder Australien. Einige finden Zuflucht in Israel, das der einzige Ort im Nahen Osten ist, wo Christen ihre Religion frei ausüben können; ihre Sicherheit wird von der Regierung garantiert.“

Das ist das, was Bishara Bahbah hätte schreiben sollen. Aber hätte er sich je erlauben können diese Wahrheiten von sich zu geben? Ach Unsinn.

Kirche des Muslimtöter-Heiligen im Visier des Jihad

Raymond Ibrahim, 22. März 2021

Die Kathedrale von Santiago de Compostela in Spanien

Das Jahr 2021 könnte ein besonders „gefährliches“ Jahr für Spanien sein – dank Terroristen des Islamischen Staats, die über Europa als Migranten mit „Anweisungen“ kommen, um unter anderem Kirchen in Spanien anzugreifen. Ein Bericht hebt mehrere Beispiele hervor, die eine Steigerung der Terroraktivitäten andeutet; es wird hinzugefügt: „Die Tatsache, dass wir in einer Pandemie stecken, scheint die jihadistische Bedrohung nicht aufzuhalten.“

Eine der jüngeren Bedrohungen betrifft Santiago de Compostela, einen christlichen Schrein in Galizien, in der Nordwestecke der Halbinsel. Mehrere Botschaften unter muslimischen Migranten, die ihn als potenzielles Ziel erwähnen, sind abgefangen worden, was den Pilgerort in Alarmzustand versetzte; es wurden scharfe Einschränkungen für Besucher aus dem Ausland aus Hotspot-Staaten wie Syrien, Libyen, dem Irak und Afghanistan getroffen.

Dass muslimische Terroristen sich besonders auf Santiago de Compostela konzentrieren, überrascht nicht. Es ist nicht nur einer der wichtigsten christlichen Pilgerorte – und schon daher ein ideales Ziel für den Jihad – sondern der Schrein (heute Kathedrale) spielt eine sehr bedeutende Rolle in den historischen Kriegen zwischen Christen und Muslimen in Spanien.

Sogar der Heilige, nach dem sie benannt ist und dessen Leiche dort ruhen soll, Jakobus der Große (Sohn des Zebedäus) spielt in den Kriegen dieser Zeiten eine Rolle, weil weithin von ihm geglaubt wird, dass er auf einem schneeweißen Streitross aufgetaucht sei und in der Schlacht von Clavijo im Jahr 844 tausende Muslime getötet habe. Deshalb ist Spaniens Nationalheiliger Jahrhunderte lang besser als Santiago Matamoros bekannt gewesen – also „der Heilige Jakobus, der Maurentöter“ („Maure“ war praktisch synonym mit „Muslim“).

Kein Wunder, dass Muslime in der Vergangenheit wie in der Gegenwart Matamoros und seinen Schrein angegriffen haben. Einer der bemerkenswertesten Angriffe fand vor über tausend Jahren statt, im Jahr 997. Damals führte Mohammed bin Abi Amir, der als „Almanzor“ – der Siegreiche –bekannt war, einen Koran mitführend, „über dem er endlos meditierte“, einen großen Jihad gegen die Christen im Norden Spaniens an. Er plünderte, verbrannte und terrorisierte die Region – zerstörte die Kirchen, so dass „keine Spur übrig blieb“ – und massakrierte oder versklavte rituell zehntausende Christen. Schließlich erreichte und plünderte er Santiago de Compostela im äußersten nordwestlichen Quadranten. Weil Almanzor einen „besonderen Groll gegen diesen kämpfenden Heiligen“ hegte, zerstörte er dessen Schrein; seine Ikonen, Statuen und Kreuze wurden „gestürzt und verstümmelt“; und die Kirchenglocken von Compostela wurden beschlagnahmt und auf den Rücken versklavter Christen zur Großen Moschee von Cordoba getragen, wo man sie umformte und als Lampen nutzte, mit denen das muslimische Gotteshaus beleuchtet wurde.

Gemälde des Heiligen Jakob, des Maurentöters, aus dem 17. Jahrhundert

Vor Almanzors Ankunft versteckten die den Schrein behütenden Mönche die Gebeine des heiligen „Maurentöters“; sie wurden zurückgebracht und das Gebäude wieder aufgebaut. Darüber hinaus ging der Angriff nach hinten los; „Nachrichten der Schändung des Heiligtums waren weit davon entfernt Angst und Schrecken auszulösen oder Unzufriedenheit zu verursachen, sondern weckte außergewöhnliche Entrüstung und erneuerte Leidenschaft. Die Sache des Apostels Jakobus wurde ein Fall für die gesamte Christenheit.“ Bald darauf wurde die Reconquista mit voller Kraft begonnen. Fast 240 Jahre später – heißt: 240 Jahre grausamer Kriege zwischen Christen und Muslimen – eroberten die Christen unter Ferdinand III. von Kastilien (regierte 1217 – 1252) Cordoba, das Jahrhunderte lang die Hauptstadt des muslimischen Spanien war.

Die Stadt „wurde von allem Schmutz des Mohammed gereinigt“, schreibt ein zeitgenössischer Chronist; seine Große Moschee, die Jahrhunderte früher „mit dem Material auf den Köpfen christlicher Gefangener nach Cordoba gebrachter zerstörter Kirchen gebaut wurde, womit die wahre Religion verherrlicht und der Polytheismus zertrampelt wurde“ – wie ein muslimischer Historiker einst prahlte – wurde wieder als Kirche geweiht. Dann „befahl Ferdinand, dass das Kreuz auf den Hauptturm [Minarett] gesetzt wird, wo bis dahin der Name des falschen Mohammed angerufen und gepriesen worden war“, fährt der spanische Chronist fort. Der Anblick des auf von einer Kirche zu einer Moschee und wieder zu einer Kirche gemachten Kreuzes „verursachte Verwirrung und unbeschreibliches Klagen unter den Sarazenen und, im Gegensatz dazu, unbeschreibliche Freude bei den Christen“.

Schließlich fand Ferdinand – „bei den Muslimen als „der Tyrann, der Verfluchte“ bekannt – die Glocken des Heiligen Jakobus und brachte sie auf den Rücken muslimischer Gefangener zurück zu seinem Heiligtum in Compostela, wo sie bis heute verbleiben.

Während ein Großteil dieser Geschichte im Westen beinahe vergessen ist, stellen heutige Muslime mit der Fixierung auf die Lancierung eines Terroranschlags auf den Schrein des Muslimtöters sicher, dass das Kontinuum zwischen Vergangenheit und Gegenwart gesund und munter bleibt. Immerhin, und wie Bernard Lewis einst erklärte, „haben die meisten Muslime, anders als die meisten Amerikaner, ein intensives historisches Bewusstsein und betrachten die aktuellen Ereignisse mit einer weit tieferen und breiteren Perspektive, als wir das normalerweise tun“. Und sie handeln entsprechend.

Historische Zitate in diesem Artikel sind dem Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West entnommen.

Geschändet und vollgekackt: Kirchen in Europa unter dem Islam

Raymond Ibrahim, 10. März 2021

„Kreuz“ aus Exkrementen an einer Kirche in Nimes, Frankreich

Ein paar Tage, nachdem muslimische Migranten eine 800 Jahre alte schwedische Kirche zweimal innerhalb von vier Tagen mit Brandbomben bewarfen – einmal am 20. Januar 2021 und ein weiteres Mal am 24. Januar – gab es am 4. Februar einen Bericht, in dem es hieß, dass allein von 2012 bis 2018 829 „Hassverbrechen“ gegen Kirchen in Schweden oder rund jedes Jahr durchschnittlich 138 Anschläge zur Anzeige gebracht wurden.

Damit schließen sich die Kirchen Schwedens denen anderer Staaten Westeuropas an, die beträchtliche Anzahlen muslimischer Migranten aufgenommen haben. In Frankreich werden z.B. jeden Tag zwei Kirchen mutwillig beschädigt. Nach Angaben eines Berichts von PI News wurden 2018 in Frankreich 1.063 Anschläge auf christliche Kirchen oder Symbole (Kruzifixe, Ikonen, Statuen) registriert. Das stellt eine Zunahme von 17 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (2017) dar, in dem 878 Anschläge registriert wurden – was bedeutet, dass solche Anschläge von schlimm zu schlimmer.

Sie werden zudem zunehmend widerlich. Zum Beispiel verwendeten Vandalen menschliche Exkremente, um 2019 ein Kreuz auf die Kirche Notre-Dame des Enfants in Nimes zu „malen“; auch  geweihtes Brot wurde draußen in Müll geworfen gefunden. Eine Woche später schändeten und zerschlugen Vandalen Kreuze und Statuen an der Kathedrale Saint-Alain in Lavaur, sie verstümmelten die Arme eines gekreuzigten Christus auf verhöhnende Weise und verbrannten Altarmaterialien.

Ähnliche Berichte kommen aus Deutschland. Nachdem es berichtete, dass 2019 vier unterschiedliche Kirchen im Verlauf von vier Wochen verwüstet und/oder in Brand gesetzt wurden, erklärte PI-News: „Auch hierzulande herrscht schleichender Krieg gegen alles, was Christentum symbolisiert: Angriffe auf Gipfelkreuze, auf Heiligenfiguren am Weg, auf Kirchen und neuerdings auch auf Friedhöfe.“

Obwohl Mainstream-Medien regelmäßig behaupten, die Vandalen – die selten gefasst werden, um ihre Identitäten zu verifizieren – „psychisch krank“ oder Teil „rechtextremistischer“ Gruppen sind, wie der aktuelle schwedische Bericht erklärt, offeriert PI-News einen Hinweis: „Es werden Kreuze zerbrochen, Altäre zerschlagen, Bibeln angezündet, Taufbecken umgestürzt und die Kirchentüren mit islamischen Bekundungen wie „Allahu akbar“ beschmiert.“

Gleichermaßen stellte ein weiterer deutschsprachiger Bericht von Ende 2017 fest, dass allein in den Alpen und in Bayern rund 200 Kirchen angegriffen und viele Kreuze zerbrochen wurden: „Die Kriminalpolizei hat es derzeit immer wieder mit Kirchenschändungen zu tun. Die Täter seien oft jugendliche Randalierer mit Migrationshintergrund.“

Ein weiterer, viel sagender Indikator ist, dass solche Regionen Europas mit großer muslimischer Migrantenbevölkerung oft einen Anstieg an Angriffen auf Kirchen und christliche Symbole erleben. Vor Weihnachten 2016 wurden in Nordrhein-Westfalen, wo mehr als eine Million muslimischer Migranten wohnen, rund 50 öffentliche Jesus-Statuen und weitere christliche Figuren geköpft und Kruzifixe zerbrochen.

Nach der Ankunft einer weiteren Million muslimischer Migranten sagte eine Lokalzeitung in Dülmen: „Es vergeht kein Tag“ ohne Angriffe auf christliche Statuen.

Frankreich, wo eine der größten muslimischen Bevölkerungen Europas lebt – und wo Kirchen jeden einzelnen Tag angegriffen werden – ist ebenfalls indikativ dafür, dass da, wo die Zahl der Muslime zunimmt, auch die Angriffe auf Kirchen zunehmen. Eine Studie vom Januar 2017 deckte auf, dass „islamistisch-extremistische Angriffe auf Christen“ in Frankreich um 38 Prozent zunahmen, von 273 im Jahr 2015 auf 376 im Jahr 2016; die Mehrheit ereignete sich während der Weihnachtszeit und „viele der Anschläge fanden in Kirchen oder anderen Gotteshäusern statt“.

Als typisches Beispiel beging ein muslimischer Mann 2014 „bedeutende Wandalismus-Taten“ innerhalb einer historischen katholischen Kirche in Thonon-les-Bains. Nach Angaben des Berichts mit Bildern (inzwischen gelöscht) „stürzte er zwei Altäre, die Kandelaber und Stehpulte um und zertrümmerte sie, zerstörte Statuen, riss ein Tabernakel nieder, verbog ein massives Bronzekreuz, zerschlug eine Tür der Sakristei und zerbrach sogar einige Buntglasfenster“. Zudem „trampelte“ er auch noch auf der Eucharistie herum.

Weitere Beispiele von Muslimen, die auf frischer Tat bei der Schändung von Kirchen in anderen europäischen Staaten ertappt wurden, finden Sie hier, hier, hier, hier und hier.

Sollte es immer noch irgendwelche Zweifel bezüglich der wahren Identität der am meisten Verantwortlichen für die Verwüstung von Kirchen überall in Europa geben, muss man sich nur an den Umgang mit Kirchen in der muslimischen Welt selbst zuwenden oder auch in Gegenden, die eine sehr große muslimische Bevölkerung haben.

So steckten Muslime in Kenia vom 20. Januar bis 24. Januar fünf Kirchen in Brand – genau in den Tagen, als Muslime zweimal eine 800 Jahre alte Kirche in Schweden mit Brandsätze bewarfen. „Eine Mehrheit der Kirchenmitglieder hatte nach dem Niederbrennen der Kirchen Angst Gottesdienste [in oder an den Ruinen] zu besuchen, weil sie befürchteten, die Brandstifter könnten ihnen nach Hause folgen und damit das Leben ihrer Familien gefährden“, sagte eine lokale Quelle.

Wie es geschah, als Wandalen in Frankreich 2019 menschliche Exkremente verwendeten, um ein Kreuz auf die Kirche Notre-Dame des Enfants zu schmieren, begingen auch diese kenianischen Brandstifter „diese abscheulichen Taten menschliche Fäkalien auf die Gebäude zu schaufeln“, fügte die Quelle hinzu.

Tatsache ist: die widerliche Schändung von Kirchen (einschließlich mit menschlichen Exkrementen) Jahrhunderte lang ein Markenzeichen der Muslime gewesen ist – eine Art „der Islam war hier“. Wie in „Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West“ umfassend dokumentiert ist, haben Muslime bei ihren Invasionen in christlichen Nationen hunderttausende Kirchen rituell geschändet (allein Kalif Haim b’amr Allah zerstörte Berichten zufolge während des frühen elften Jahrhunderts 30.000 Kirchen). Denken Sie an das, was ISIS gemacht hat, allerdings auf exponentiellem Niveau – und nicht eine Handvoll Jahre lang, sondern über mehr als ein Jahrtausend in Dutzenden Nationen auf drei Kontinenten.

Gerade erst ist nach Angaben eines Berichts vom 17. Februar 2021 die neunte Kirche im mehrheitlich muslimischen Sudan in Brand gesetzt worden. Bevor sie in Flammen gesteckt wurde, warfen örtliche Muslime ein Licht darauf, warum sie Kirchen angreifen: „In jeder Stadt oder jedem Dorf, in dem Muslime leben, sollten sie nichts zulassen, das Ungläubigen gehört wie Kirchengebäude dort“, schrieb ein Muslim in den sozialen Medien; ein anderer bestand darauf, dass wo immer Muslime die Existenz einer Kirche gestatten, dieser Ort „geschändet“ ist. Kurz gesagt und mit den Worten von Rev. Kuwa Shamal von der sudanesischen Kirche Christi: „Sie nahmen die Kirche ins Ziel, weil sie kein Kreuzzeichen in der Gegend sehen wollen.“

Wie man aus dem erkennt, was Kirchen in ganz Westeuropa geschieht, teilen zumindest einige muslimische Migranten diese Ansicht, obwohl sie im Westen Minderheiten und Gäste sind.

Die muslimische Aneignung Mariens

Raymond Ibrahim, 21. Februar 2021

In „Vatican Mary is Catholic-Muslim Bridge“ werde ich von Juls Gomes von Church Militant interviewt.

Vatikanstadt (ChurchMilitant.com) – Die Pontificia Accademia Mariana Internazionale (PAMI) wirbt nach dem Pakt von Abu Dhabi zwischen Papst Franziskus und dem Großimam der Al-azhar, Ahmed Al-Tayyeb, für die Gesegnete Jungfrau als Brücke, die den Islam und den Katholizismus miteinander versöhnt.

Am Donnerstag startete die Marienakademie in Rom eine zehnwöchige Webinar-Serie mit dem Titel „Maria, ein Vorbild für Glauben und Leben für die Christenheit und den Islam“ in Zusammenarbeit mit der Großen Moschee in Rom und dem Islamischen Kulturzentrum Italiens.

Auf der Grundlage des Glaubens, dass Maria „eine jüdische, christliche und muslimische Frau“ ist, versucht Fr. Gain Matteo Roggio, der Organisator der muslimisch-christlichen Dialogserie die Gottesmutter Maria als Vorbild für „ offene Grenzen“ zwischen religiösen und multikulturellen Welten zu mobilisieren.

Maria antwortet „auf die genetischen Codes von Judentum, Christentum und Islam“, bestätigt Roggio, Mitglied des religiösen Ordens der Missionare unserer Jungfrau von La Salette mit einem Text in der italienischen liberalen katholischen Zeitschrift Famiglia Cristiana.

Der Islam-Historiker Raymond Ibrahim sagte gegenüber Church Militant: „Diese Serie ist ein weiterer Versuch die Katholiken zu überzeugen, dass der Islam irgendwie ihrem eigenen Glauben ähnelt, obwohl der Islam sich in Wirklichkeit die Namen und heiligen Auren biblischer Personen aneignet, sie aber dann mit völlig anderen Merkmalen umdichtet – einer, die den Islam als den „wahren“ Glauben bestätigt.

Ibrahim, ein erfolgreicher Autor, aktuell mit dem Bestseller Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War Between Islam and the West, erklärte:

Zum Beispiel bestehen die Organisatoren der Serie darauf, dass Maria eine „jüdische, christliche und muslimische Frau“ war, was nur zu zwei Dritteln stimmt. Ja, sie war Jüdin durch ihre Rasse und ihren Hintergrund; und ja, sie war Christin in dem Sinn, dass sie buchstäblich Christ(entum) gebar, aber sie war gewiss keine Muslima – ein Begriff und eine Religion, die es bis 600 Jahre nach dem Ende ihres irdischen Lebens gar nicht gab.

„Schlimmer ist: Weit davon entfernt die Ewige Jungfrau zu sein, wie sie das für 1,5 Milliarden Christen – Katholiken und Orthodoxe – ist, präsentiert der Islam Maria, die Mutter Christi, als im Paradies mit Mohammed ‚verheiratet‘ und mit ihm ‚kopulierend‘“, gab Ibrahim preis.

In einem Artikel für das Frontpage Magazine mit dem Titel „Mohammed und die Jungfrau Maria: Eine im Himmel geschlossene Verbindung?“ zitierte Ibrahim einen Hadith (islamische kanonische Tradition), in dem Mohammed, der Prophet des Islam, erklärt: „Allah wird mich im Paradies mit Maria, der Tochter Imrans, verheiraten.“

Weit davon entfernt die Ewige Jungfrau zu sein präsentiert der Islam Maria, die Mutter Christi, als im Paradies Mohammed „verheiratet“ und „kopulierend“. (Tweet)

Wenige Christen wissen von dieser Behauptung, aber mittelalterliche Christen, die unter islamischer Besatzung lebten, waren damit vertraut, weil ihre muslimischen Eroberer sie mit diesem Text regelmäßig demütigten, um den Anspruch der Kirche auf Marias ewige Jungfräulichkeit zu widerlegen, schreibt Ibrahim.

Fakt ist: Ägyptens ehemaliger stellvertretender Minister für religiöse Stiftungen, Dr. Salem Abdul Galil, erklärte offen, dass unter anderen biblischen Frauen wie Moses‘ Schwester und Pharaos Frau „unser Prophet Mohammed – Gebete und Friede sei mit ihm – im Paradies mit (der Jungfrau) Maria verheiratet sein wird“.

Ibrahim bekam ein arabisches Video mit Galil, der dies im Fernsehsender Mahwar erklärte.

„Weit davon entfernt ‚Gemeinsamkeiten‘ zu schaffen, sollte klar sein, dass solche Aneignung Konflikt schafft“, sagte Ibrahim gegenüber Church Militant.

Maria ist eine jüdische, christliche und muslimische Frau. Der erfolgreiche Autor führt näher aus:

Stellen Sie sich über Analogie vor, dass Sie einen Großvater haben, den sie besonders mögen und aus heiterem Himmel sagt ein Fremder: „Hey, das ist mein Großvater!“ Dann – damit Sie nicht glauben, dieser Fremde versuche irgendwie Ihr Freund zu sein – fügt er hinzu: „Und alles, was du über Großvater zu wissen glaubtest, ist falsch!“ Würde das diesem Fremden Ihre Zuneigung verschaffen?

Die Webinare werden während des Monats Ramadan im Konferenzraum der Großen Moschee von Rom mit „Marias Datteln“ enden – ein Verweis auf die Frucht der Dattelpalme und ein Vers aus dem Koran (Sure 19,22-26).

Die Verse beschreiben, wie Maria angeblich getrieben durch ihre Geburtswehen, zum Stamm einer Dattelpalme getrieben wurde, wo eine Stimme aus dem Himmel sagte: „Schüttle den Stamm dieser Palme auf dich zu, er wird frische, reife Datteln auf dich fallen lassen. Also iss und trink und ruhe dein Herz aus.“

Roggio hofft, dass die Reihe in der Moschee, sobald die Sonne untergeht, mit einem Mahl aus Freundschaft und Bruderschaft zu Ende geht, als greifbarer Pakt des Bundes für den Dienst am gemeinsamen Guten für alle.

Das, schreibt Roggio, ist Gehorsam gegenüber dem, was das Abu Dhabi-Dokument als „Auffassung der großen göttlichen Gnade, das aus allen Menschen Brüder macht“, versteht.

Die Vorträge der Reihe werden gemeinsam von katholischen und muslimischen Rednern gehalten, die „Dialog, Wissen und Zusammenarbeit“ zu Themen wir „Maria, eine Frau des Glaubens“ sowie Gebet, Reinheit, Gastfreundschaft, Gewaltlosigkeit, Bußfertigkeit, Fasten und Staatsangehörigkeit anstrebt.

Zu den Mitorganisatoren der Reihe gehören über den Lehrstuhl Dun Scotus für Marienstudien die Päpstliche Universität von St. Anton (Antonianum) sowie die Internationale Islamisch-Christliche Marien-Kommission.

Christliche Leiter schweigen, während die Kirche ihren ältesten Hass recycelt

Der südafrikanische Pastor Frank Chikane, ein Moderator der Kirchenkommission für Internationale Angelegenheiten des Weltkirchenrats, suggeriert offen, dass israelische Juden dämonisch seien.

Melanie Phillips, Israel HaYom, 1. Februar 2021

Melanie Phillips (zur Verfügung gestellt)

Der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK/Weltkirchenrat) ist theologisch in die volle Aufstachelung gegen den Staat Israel gewechselt.

In einem aktuellen Zoom-Webinar mit mehr als 300 christlichen Aktivisten zur Werbung für einen Film über den pro-palästinensischen Aktivismus des Michel Sabbah – dem ehemaligen lateinischen Patriarchen von Jerusalem – ging Rev. Frank Chikane, der Moderator der ÖRK-Kommission für die Kirchen zu internationalen Angelegenheiten, viel weiter als bei den üblichen Unwahrheiten über Israels „Brutalität“ gegenüber den Palästinensern. „Wir müssen anfangen zu denen, die Israel bei der brutalen Behandlung der Palästinenser unterstützen, dass das Blut des Volks von Palästina ihnen angelastet wird, weil sie kollaborieren, indem sie diesem System gestatten weiter zu bestehen“, sagte er.

Chikanes offensichtliche Aufstachelung zu Gewalt kanalisierte eindeutig Matthäus‘ berüchtigten Fluch im Neuen Testament: „Sein Blut komme über uns und unsere Kinder!“[1]

Dieser Fluch, der Vergeltung in alle Ewigkeit gegen das jüdische Volk für die Kreuzigung Jesu fordert, hatte die Abschlachtung Hunderttausender Juden durch die Jahrhunderte hindurch zur Folge.

Da man Jesus für den Sohn Gottes hielt, rechtfertigte der Vorwurf des Gottesmordes das Abschlachten der Juden auf theologischer Grundlage und machten sie zu Teufeln.

Tatsächlich suggeriert Chikane, ein südafrikanischer Pastor, offen, dass israelische Juden dämonisch seien. Er sagte, die Palästinenser müssten „mit denselben Dämonen fertig werden, mit denen wir in Südafrika zu tun hatten, mit der Ausnahme, dass in ihrem Fall die Dämonen viele andere Dämonen eingeladen haben, um ihren Kampf weit schwieriger zu machen“.

Also hatten Chikanes Worte mit derselben völkermörderischen Hetze Israels die Juden als Ziel.

Diese schockierende Verschmelzung aufhetzerischer Unwahrheiten zu Israels Verbrechen gegen die Menschheit mit dem schrankenlos aufwiegendelnderen Vorwurf des Gottesmordes ist in der christlichen Kirche alles andere als neu. Sie ist Teil dessen, was „Supersessionsmus“ heißt, auch bekannt als „Ersetzungstheologie“.

Das ist eine uralte christliche Schmähung gegen die Juden, die im Lauf der letzten Jahrzehnte wiederbelebt worden ist und die palästinensische Sache übernahm.

Die Doktrin behauptet, dass den Juden Gottes Gnade genommen wurde, weil sie die Göttlichkeit Jesu bestritten. Christen haben daher Gottes Versprechen geerbt und wurden zum „neuen Israel“, während die Juden verdammt wurden.

Diese mörderische Doktrin wurde durch Holocaust eine Weile in den Untergrund getrieben, erhielt aber neues Leben durch das Aufkommen der palästinensisch-christlichen Befreiungstheologie. Diese verschmolz die Unwahrheit, dass die palästinensischen Araber die ursprünglichen Besitzer des Landes Israel seien mit dem theologischem, judenfeindlichen Superserssionismus.

Diese Verschmelzung gab dem palästinensisch-arabischen Anspruch auf das Land Israel den Status vermeintlich heiliger Schrift, machte aus dem Staat Israel einen gottlosen Eindringling und seine Verteidiger zu den Feinden Gottes.

Als Anlass zu der offensichtlich lächerlichen Behauptung „Jesus war Palästinenser“ gebend – er war natürlich Jude aus dem antiken Judäa – hat es groteske die palästinensische Propaganda verstärkt, die die Palästinenser als von den Israelis „gekreuzigt“ darstellt. Dieses Bild provoziert bei einigen westlichen Christen eine instinktive Abscheu gegen Israel; ihre Ignoranz des Judentums und der Geschichte des Nahen Ostens macht aus ihnen nützliche Idioten für mörderische Hetze gegen Israel und die Juden.

Die Mischform aus christlicher Theologie und palästinensischer politische Dämonisierung Israels und der Juden wird seit Jahren vom Sabeel Ecumenical Liberation Theology Center in Jerusalem ausgebreitet. Das Zoom-Webinar wurde von Sabeel und anderen gehässig israelfeindlichen Christengruppen und -Aktivisten organisiert.

Diese palästinensische „Befreiungstheologie“ ist vom Weltkirchenrat komplett übernommen worden.

Jahrzehnte lang hat der ÖRK israelfeindliche und antizionistische Rhetorik und Aktivismus propagiert. Über seine Propaganda der „Befreiungstheologie“ hat er liberale Kirchen mit neomarxistischen, antikapitalistischen, antiwestlichen Einstellungen durchtränkt – womit dem Antisemitismus und Antizionismus der Linken praktisch ein Heiligenschein aufgesetzt wird.

Der christliche Historiker Paul Merkley hat berichtet, dass der ÖRK beim Herbeiführen des antizionistischen Hassfestes in Durban (Südafrika), kurz vor dem 9/11 eine Schlüsselrolle spielte; dort forderten seine Repräsentanten bei einer UNO-Konferenz gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängender Gewalt, dass die Vereinten Nationen Israel wegen „systematischen Begehens rassistischer Verbrechen, einschließlich Kriegsverbrechen, Völkermord und ethnischer Säuberung“ verurteilen.

Das Simon Wiesenthal Center hat festgestellt, dass der ÖRK zwar gegen Israel nachgelegt, aber wenig oder keine Kritik zu den brutalen Regimen wie Kuba, Nordkorea, Venezuela, China oder dem Iran geübt hat.

Als islamische Extremisten koptische Kirchen in Ägypten in die Luft jagten, sagten traumatisierte Kopten, dass der ÖRK offenbar zu sehr mit Israel beschäftigt war, als dass er ihnen Unterstützung zukommen lässt.

Allerdings hat ihr Vorzeigeprojekt Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine and Israel[2] (EAPPI) im Verlauf der letzten Jahrzehnte mindestens 1.800 Freiwillige geschickt, um als Beobachter in Jerusalem und der „Westbank“ zu dienen.

Die Internationale Holocaust-Gedenkallianz erklärt, dass „das Ziehen von Vergleichen zwischen heutiger israelischer Politik mit der der Nazis“ ein Beispiel für Antisemitismus ist. Der ÖRK sagte, er „setzt Israel nicht mit Nazideutschland gleich, weder in der Ausbildung von Teilnehmern des EAPPI noch auf andere Weise“.

2019 berichtete jedoch die Beobachtergruppe NGO Monitor, dass die Führung des ÖRK sowie EAPPI-Freiwillige in ihren Interessenvertretungs-Versammlungen wiederholt Vergleiche israelischen Handelns mit dem von Nazi-Deutschland anstellten.

2012 sagten Vivian Wineman, die Präsidentin des U.K. Board of Deputies[3], Mitglieder jüdischer Gemeinden im gesamten Land hätten „bei EAPPI-Treffen Schikane und Misshandlungen ertragen müssen“ und dass das EAPPI „dabei half, innerhalb der Church of England ein Klima der Feindseligkeit gegenüber Israel zu schaffen“.

Über die Zoom-Veranstaltung des ÖRK wurde letzte Woche von Dexter van Zile im The Algemeiner berichtet; er ist Spezialist für christliche Angelegenheiten beim Committee for Accuracy in Middle East Reporting (CAMERA) und hat lange die Verschmelzung von christlichem Antisemitismus mit antiisraelischer Hetze aufgezeichnet.

In einem Folge-Artikel dieser Woche berichtet van Zile, dass der ÖRK jetzt versucht hat sich von Chikanes Worten zu distanzieren, indem behauptet wird, er sei vom Afrikanischen Nationalkongress und habe daher nicht im Auftrag des ÖRK gesprochen, als er seine Kommentare abgab.

Er schrieb, dass ein Teilnehmer, der Theologe Gerald McDermott, Chikanes Äußerungen heftig widersprach und erklärte, dieser sei „außer Kontakt mit der Lage vor Ort“.

Unter solchen Umständen wäre das eine beträchtliche Untertreibung. Die Lage bei der Kirche sieht so aus, dass einflussreiche christliche Organisationen weiterhin aufhetzende Lügen über Israel und den Zionismus in die Welt jagen, die Israel nicht nur einfach dämonisieren und delegitimieren, sondern sich auf die Theologie der Kirche stützen, die das jüdische Volk dämonisiert.

Der schockierendste Aspekt davon ist, dass die Kirchen mit gerade einmal einer Handvoll Ausnahmen darüber schweigen.

Kirchenführer streiten in der Regel rundheraus ab, dass christlicher Supersessionismus irgendeine zeitgenössische Resonanz findet. Man muss aber nicht sonderlich hart an der Oberfläche der antiisraelischen Äußerungen westlicher Kirchenführer kratzen, um die superssionistischen Anspielungen aufzunehmen.

Es stimmt, dass manche der leidenschaftlichsten proisraelischen Menschen in der heutigen Welt Christen sind, in Amerika und anderswo. Diese tendieren aber dazu bibeltreu zu sein. Die obsessive Feindschaft gegen Israel und den Zionismus, zusammen mit seiner supersessionistischen Untermauerung, ist hauptsächlich bei liberalen Christen zu finden.

Und deren Einfluss – über christliche NGOs und eine weite Bandbreite an anderen öffentlichen und kulturellen Institutionen – ist immens.

Sie beeinflussen nicht nur andere Christen. Selbst an relativ gottlosen Orten wie dem heutigen Großbritannien bedeutet die Annahme, dass Christen für Wahrheit, Gerechtigkeit und Mitgefühl stehen, dass sogar säkulare Menschen dazu tendieren dem zu glauben, was sie sagen. Die bösartigen Lügen, die solche Christen über Israel in die Welt setzen, werden daher als unangreifbar wahr betrachtet.

So extrem sie auch war, die Hetzrede von Chikane auf Zoom illustriert einen noch widerwärtigeren Zustand der Dinge – das stille Einverständnis von Kirchenführern in der zeitgenössischen Mutation der mörderischen Geschichte der Christenheit und ihre bösartige Verbreitung in die kulturellen Arterien des Westens.

[1] Matth. 27,25

[2] Ökumenisches Begleitprogramm in Palästina und Israel

[3] das ist die Dachorganisation britischer Juden