Was hat NGO Monitor falsch verstanden? (Tipp: Nichts!)

Dexter Van Zile, The Times of Israel blogs, 6. Februar 2019

Ein  Aktivist des Ökumenischen Begleitprogramms des Weltkirchenrats führt 2012 Teilnehmer der Reise der „Christus am Checkpoint“-Konferenz an Israels Sicherheitsbarriere in Bethlehem. (Foto: Dexter Van Zile)

Der Middle East Council of Churches (MECC), der belagerte christlichen Gemeinden in mehrheitlich muslimischen Ländern der gesamten Region repräsentiert, verteidigte neulich den Ökumenischen Rat der Kirchen (Weltkirchenrat), indem er gegen nicht genannte zionistische Gruppen Anschuldigungen erhob, sie würden die Aktivisten der Organisation diffamieren, die im Heiligen Land unter der Obhut des Ökumenischen Begleitprogramms im Besetzten Palästina (Ecumenical Accompaniment Program in Occupied Palestine – EAPPI) agieren.

Das Kommuniqué wurde von Exekutivkomitee des MECC ausgegeben, das Ende Januar im Libanon zusammenkam. Das Kommuniqué erklärte: „Die Teilnehmer verurteilen den unfairen und bösartigen Angriff auf das Ökumenische Begleitprogramm im Besetzten Palästina, der von einer der zionistischen Institutionen geführt wurde.“

Der Grad der Verachtung des MECC für Israel und Israelis ist ziemlich offensichtlich. Das Exekutivkomitee des MECC kann sich nicht einmal dazu aufraffen, die fragliche Organisation beim Namen zu nennen, geschweige denn den jüdischen Staat – Israel – in seinem Kommuniqué namentlich anzuführen.

Es ist widerlich. Es ist so, als nähmen die für das MECC verantwortlichen Bischöfe und Patriarchen die arabischen Extremisten im Nahen Osten zum Vorbild, die immer noch davon träumen das „zionistische Gebilde“ in ihrer Mitte zu vernichten. Jemand muss den Leuten in der Führungsriege des MECC sagen, dass das Mittelalter anrief und seinen Antisemitismus zurückhaben will.

Trotz der Weigerung des MECC die fragliche „zionistische Institution“ mit Namen zu nennen, ist ziemlich klar, dass die nicht genannte „zionistische Institution“ NGO Monitor ist, das vir kurzem einen vernichtenden und maßgeblichen Bericht über das EAPPI veröffentlichte. Der Bericht führt detailliert an, wie die Organisation als Trainingslager für antiisraelische Interessenvertretung fungiert. Insbesondere legt der Bericht dar, dass „EAPPI beträchtliche Betonung auf politische Interessenvertretung vor, während und nach der Reise legt. Wenn Freiwillige in ihre Heimatländer und –Kirchen zurückkehren, betreiben sie antiisraelische Lobbyarbeit wie BDS-Kampagnen und die Gleichsetzung von Israel mit dem Apartheid-Südafrika und Nazi-Deutschland.“

Das ist nicht zu leugnen. NGO Monitor hat das genau richtig verstanden.

EAPPI ist eine von zwei Bürokratien (die andere ist das Palestine-Israel Ecumenical Forum oder PIEF), die vom ÖRK gegründet wurden, um gegenüber Menschen außerhalb des Nahen Ostens antiisraelische Propaganda zu propagieren. Ein Aktivist, der das Heilige Land unter dem Deckmantel des EAPPI-Friedenschaffens besucht und dann nach Südafrika zurückkehrte, erzählte seinen Mitchristen: „Es ist an der Zeit zu sagen, dass die Opfer des Holocaust die Täter geworden sind.“ Der Bericht dokumentiert zudem, wie europäische Regierungen dem EAPPI-Programm im Heiligen Land beträchtliche Finanzmittel zukommen lassen, was ebenfalls unbestritten ist.

Das Interessante an der Attacke des MECC ist, dass er nicht ein Iota an Beweisen liefert, dass irgendetwas, was über die EAPPI gesagt wurde, falsch ist. Ebenso der Weltkirchenrat, der das Programm beaufsichtigt. Ja, der ÖRK hat eine vage Stellungnahme veröffentlicht, die erklärt, er sei gegen Antisemitismus und Gewalt und wolle Frieden, aber die Tatsache bleibt bestehen: EAPPI-Aktivisten verkehren regelmäßig mit palästinensischen Extremisten, die Menschenrechtsrhetorik als Deckmantel für ihre Absicht benutzen dem jüdischen Volk seinen souveränen Staat zu rauben.

Ein palästinensischer Extremist, der sich in der Aufmerksamkeit der EAPPI-Aktivisten sonnt, ist Hasan Breijieh, ein Sprecher der PFLP, der auf Video festgehalten wurde, wie er am Sabbat Juden außerhalb ihrer Häuser drangsalierte und der ein Gedicht geschrieben hat, das den Geist von William Wallace in sehr einem sehr offensichtlichen Versuch beschwört den in der Westbank lebenden Israelischen Juden Angst zu machen im Schlaf ermordet zu werden.

Breijieh ist übrigens Sprecher der Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), einer Organisatione, die im Verlauf der letzten Jahrzehnte zahlreiche Terroranschläge auf Zivilisten verübt hat, darunter das Flughafen-Massaker von Lod. Trotz alldem ist de Facebook-Seite von Breijieh angefüllt mit Fotos von EAPPI-Aktivisten, die ihn besuchen.

Ein interessantes Gedankenexperiment für die EAPPI und ihre Anhänger, mit dem sie sich beschäftigen sollten, besteht in der Frage, ob wie sich mit jüdischen Organisationen verbinden würden, die offen die Ermordung von Palästinensern befürworten, wofür ihr Wohnort als Begründung angegeben wird. Wenn die Antwort „nein“ lautet – und so sollte es sein – dann stellt sich die Frage, warum sie sich mit Palästinensern zusammentun, die für den Mord und die Vertreibung von Juden in der Westbank eintreten. Weil es das ist, was EAPPI-Aktivisten getan haben und es sich in der Rhetorik zeigt, die sie an den Tag legen, wenn sie aus dem Heiligen Land in ihre Heimatländer zurückkehren.

NGO Monitor ist nicht die einzige Organisation, die die EAPPI effektiv genau untersucht haben. Im Tirzus Bemühungen EAPPI-Aktivisten auf Video zu filmen war einer der Faktoren, die dazu führten, dass die Organisation aktuell beschlossen hat sich aus Hebron zurückzuziehen. Und eine weitere Version, DMU, verfolgt EAPPI-Aktivisten seit Jahren aufmerksam. DMU-Aktiviistin Amit Barak ist besonders effektiv darin gewesen die Verbindungen zwischen Hasan Breijieh und seinen Fans in der EAPPPI zu dokumentieren und zu publizieren.

Willkommen zu Foucaults Panoptikum,  Leute! Wie ist die Aussicht?

„Kostümspiel“ ist das beste Wort den EAPPI-Aktivismus in der Westbank zu beschreiben. Für den Uneingeweihten: „Kostümspiel“ beschreibt die Praxis sich als die fiktive Lieblingsfigur eines Buchs oder Films. Sie sehen Kostümspiel betreibende Menschen auf Science Fiction-Tagung, wo die Fans sich als ihre Lieblingsfiguren aus Star Trek oder Raumschiff Enterprise oder Harry Potter-Serien verkleiden. Auf einer Fiction-Tagung Fan-Dasein zu betreiben ist eines, aber in ein Umfeld zu marschieren, in dem regelmäßig antijüdische Hetze verbreitet wird und palästinensische Extremisten wie Hasan Breijieh mit Zuneigung überschüttet werden, ist etwas völlig anderes.

Das zu tun ist schlecht, aber EAPPI-Aktivisten machten das mehr als einmal. Und doch haben aus irgendeinem Grund die gut gekleideten Bischöfe und Patriarchen, die mit dem Middle East Council of Churces verbunden sind, es für angebracht gehalten die Organisation zu verteidigen.

Sind das wirklich Bischöfe oder spielen auch sie Verkleiden?

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Jesus, der Palästinenser?

Daniel Sugarman, twitter, 26. Dezember 2018

Jedes Jahrs ehe ich garantiert Leute, die ihre „Jesus war Palästinenser“-Idiotie herumlaufen. Hier deshalb ein kurzer Thread, warum das nicht nur falsch ist, sondern bewusster Geschichtsrevisionismus, der die jüdische Verbindung zum Heiligen Land bestreiten soll.

1) Es gibt nicht eine einzige Stelle im Neuen Testament, dass Jesus „Palästinenser“ war. Israel wird jede Menge erwähnt, jede Menge Erwähnungen der Juden, nichts über Palästina. Nicht eine einzige. Jesus wurde in dem Gebiet geboren, das als Judäa bekannt war, ein Vasallen-Königreich des römischen Reichs.

2) Judäa war ein Königreich, ursprünglich von der Hasmonäer-Dynastie gebildet, nachdem sie die Seleukiden stürzten (Teil des Wunders, das Juden an Hanukkah feiern); das Königreich war zur Zeit Jesu eines der Vasallenreiche der zunehmend machtvollen Römer gworden.

3) Woher kommt der Name „Palästina“? 70 n.Chr., nach einem Aufstand, zerstörten die Römer den jüdischen heiligen Tempel in Jerusalem (genau die Stelle, wo heute die Al-Aqsa-Moschee und der Felsendom stehen). Aber Judäa, das zu einer komplett römischen Provinz geworden war, behielt seinen Namen.

4) Die Provinz war aufsässig, es gab ein paar kleine Rebellionen, aber während der Herrschaft von Kaiser Hadrian brach ein großer jüdischer Aufstand aus, nach ihrem Anführer als die Bar Kochba-Revolte bezeichnet. Der Aufstand wurde schließlich niedergeschlagen und Hadrian beschloss sicherzustellen, dass ein solcher NIE WIEDER passieren würde.

5) Diesbezüglich traf Hadrian mehrere Entscheidungen. Der Talmud, der Hadrian bitter verflucht, beschreibt die Massenmorde an Juden und die Zerstörung jüdischer Städte –  und die Ausweisung zahlloser Juden als Sklaven. Es handelte sich, um dem eine moderne Definition zu geben, um ethnische Säuberung.

6) Hadrian hatte Jerusalem zerstört und baute seine eigene römische Kolonialstadt darüber; sie hieß Aelia Capitolina. Juden durften sie nicht betreten. Die Provinz Judäa wurde ebenfalls abgeschafft. Sie wurde in die benachbarte Provinz eingegliedert, die die Römer „Syria Palaestina“ nannten.

7) Jahrhunderte hindurch behielt die Region den ihr gegebenen lateinischen Namen – einen Namen, der bewusst ausgesucht war, um die Präsenz von Juden zu bestreiten: „Palästina“. Als dann Juden anfingen in größerer Zahl in die Region zurückzukehren, bezeichnete die Welt sie als „palästinensische Juden“. Juden, die in Palästina leben.

8) Die Juden akzeptierten den Namen, solange die Region von ausländischen Reichen beherrscht wurde (zuerst die Osmanen, dann die Briten). Sie werden Belege für Dutzende jüdische Organisationen in der Gegend im frühen 20. Jahrhundert finden, die sie als „palästinensisch“ bezeichneten. Das änderte sich 1948.

9) Als Juden zum ersten Mal in 19 Jahrhunderten in der Lage waren ein eigenes Land wiederzugründen, gab es keine Chance, dass sie einen Namen behielten, der ihnen ursprünglich von römischen Kolonisatoren aufgezwungen wurde. David Ben Gurion wählte „Israel“, den uralten Namen des jüdischen Volks.

10) Wenn du also ein Antiimperialist des 21. Jahrhunderts bist, der Jesus als „Palästinenser“ bezeichnet, dann benennst du in Wahrheit ein jüdisches Kind mit einem Namen, der der Region von römisch-imperialistischen Kolonisatoren aufgezwungen wurde – mehr als ein Jahrtausend später, als Teil ihres Versuchs die Juden ethnisch zu säubern.

11) Ich werde hiermit enden, die meisten Leute, die dies lesen, werden vermutlich die Schultern zucken. Aber wenn dieser Thread nur einen einzigen Menschen dazu bring NACHZUDENKEN, mehr zu lesen und herauszufinden, dass das ihm von der extremen Linken löffelweise eingeflößte Narrativ ein paar ziemlich große Lücken hat, dann wird er getan haben, was ich mit ihm erreichen wollte.

PS: Statt die horrenden Ungenauigkeiten eines Shlomo Sand hochzuwürgen, des Lieblingsautors der Linksextremen, versuchen Sie ein tatsächlich wissenschaftliches Werk zu lesen, wie das, das ich unten verlinke:

H.H. Ben Sasson (Hg.): A History of the Jewish People

 

Ist „Frohe Weihnachten“ wichtig?

Der Krieg der Linken gegen den religiösen Charakter Amerikas

Dennis Prager, FrontPageMag, 18. Dezember 2018

Ist „Frohe Weihnachten“ etwas aus der Vergangenheit, ein Gruß einer längst vergangenen Ära, ein Überbleibsel einer Vergangenheit, mit dem wir nicht länger in Verbindung gebracht werden wollen? So weit dürften wir noch nicht sein, aber wenn die aktuellen Trends anhalten, ist es nicht mehr weit bis dahin. Wenn dem so ist, dann ist es eine Schande, eine weitere Verrohung der Kultur – und Schlimmeres. Es ist ein weiteres Beispiel für die Beseitigung der Religion, insbesondere des Christlichen, aus einem Land, das lange Zeit die religiöseste der industrialisierten Demokratien der Welt war.

Verfechter des „frohe Feiertage“ argumentieren, das sei keine große Sache. Sie sagen, die Vertreter des „Frohe Weihnachten“-Sagens „machen aus einer Mücke einen Elefanten“. Es gibt keinen „Krieg gegen Weihnachten“, behaupten sie. Aber die Befürworter der „frohen Feiertage“ wollen beides. Sie tun die für „Frohe Weihnachten“ Werbenden als hysterisch ab, während sie gleichzeitig „Frohe Weihnachten“ durch „frohe Feiertage“ ersetzen, „Weihnachtsferien“ durch „Winterferien“ und „Weihnachtsfeier“ durch „Feiertagsfeier“.

Ist also all die Beseitigung des Wortes „Weihnachten“ wichtig oder nicht?

Die Antwort sollte offensichtlich sein. Das ist sehr wichtig. Es ist der Grund, dass so viel Aufwand zur Ersetzung von „Weihnachten“ durch andere Worte getrieben wird. Und diese Bemühungen sind außerordentlich erfolgreich. Anstatt des universellen „Frohe Weihnachten“ meiner Jugend ist uns in den letzten Jahrzehnten von praktisch jedem Kellner und jeder Kellnerin in praktisch jedem Restaurant, in dem wir gegessen haben, „frohe Feiertage“ gewünscht worden; von praktisch jedem der mich in irgendeinem Geschäft begrüßt; von Flugbegleiterinnen und Piloten; und von fast jedem sonst.

Wenn ich mit „Frohe Weihnachten!“ antworte, spüre ich oft, dass ich für Spannungen gesorgt habe. Ich vermute, viele derer, denen ich „Frohe Weihnachten!“ wünsche, sind wahrscheinlich erleichtert jemanden aussprechen zu hören, was das „C“-Wort (Christmas) geworden ist, aber das ganze Sensibilitätstraining, das sie durchmachen mussten,  schafft kognitive Dissonanzen.

Die Gegner von „Frohe Weihnachten“ und anderer Verwendung des Wortes „Weihnachten“ wissen genau, was sie tun. Sie sind hinterhältig, wenn sie Verteidiger von „Frohe Weihnachten“ als „einen Krieg gegen Weihnachten fabrizierend“ abqualifizieren. Natürlich ist es ein Krieg gegen Weihnachten – oder genauer gesagt, ein Krieg gegen die religiöse Natur Amerikas. Sie Linke in Amerika, wie auch die Linke in Europa, will eine durch und durch säkulare Gesellschaft schaffen, nicht nur eine säkulare Regierung – die ein erstrebenswertes Ziel ist und was auf jeden fall in Amerika der Fall gewesen ist – sondern eine säkulare Gesellschaft.

Die meisten Menschen erkennen nicht, das die Linke so leidenschaftlich an Säkularismus glaubt, wie religiöse Christen und Juden an die Bibel. Das ist der Grund, warum „Frohe Weihnachten“ säkulare Aktivisten beunruhigt. Es ist eine krasse Erinnerung daran, wie religiös Amerika ist – und immer gewesen ist. Darum sage ich voraus, dass Aktivisten der Linken früher oder später danach streben werden Weihnachten als nationalen Feiertag abzuschaffen.

Heute kündigt die Linke nicht an, dass ihre Agenda lautet, die amerikanischen und europäischen Gesellschaften durch und durch zu säkularisieren. Stattdessen tarnen sie ihr Tun mit dem Argument, was sie tun sei das Angebot von „Offenheit“: „Frohe Weihnachten“ oder „Weihnachtsfeier“ oder „Weihnachtsferien“ ist nicht „offen“.

Dieses Argument der Offenheit spielt mit dem hoch entwickelten Gefühl der Amerikaner für Anstand. Aber das Argument ist absurd: Wer, genau, wird „ausgeschlossen“, wenn man jemandem „Frohe Weihnachten“ wünscht? Nichtchristen?

Ich bin ein Nichtchrist. Ich bin Jude. Weihnachten ist für mich kein religiöser Feiertag. Aber ich bin Amerikaner und Weihnachten ist ein amerikanischer nationaler Feiertag. Daher ist es für mich als Amerikaner genauso mein Feiertag – wenn auch für mich kein heiliger Tag – wie für meine amerikanischen Mitbürger, die Christen sind. Es war ein jüdischer Amerikaner, Irving Berlin, der „White Christmas“ schrieb, eines der beliebtesten amerikanischen Weihnachtslieder. Fakt ist, nach Angaben eines jüdischen Musikers in der New York Times, dass „fast alle der beliebtesten [amerikanischen] Weihnachtslieder von Juden geschrieben wurden“.

Offenbar fühlten sich all diese amerikanischen Juden in Weihnachten einbezogen.

Und während wir beim Thema Juden sind: Hier ist eine Frage für die Juden, die „Frohe Weihnachten“ stört: Sollten israelische Radio- und Fernsehsender aufhören „Schabat Schalom“ zu sagen, um Israels nichtjüdische Minderheiten stärker einzubeziehen?

Es grenzt ans Menschenfeindliche, ganz zu schweigen vom Engherzigen, fast allen Mitbürgern die Freunde zu verweigern Weihnachtsfeiern zu haben oder Frohe Weihnachten gewünscht zu bekommen.

Indem Sie mir kein Frohe Weihnachten zu wünschen, sind Sie nicht gerade einschließend. Sie schließen mich von einem der nationalen Feiertage meiner Nation aus.

Aber selbst wenn Weihnachten kein nationaler Feiertag wäre, würde ich wollen, dass Piloten ihren Passagieren ein Frohes Weihnachtsfest wünschen, Firmen Weihnachtsfeiern veranstalten und Schulen weiterhin Weihnachtsferien haben. Warum sollte ich, nur weil ich persönlich Weihnachten nicht feiere, von meiner Gesellschaft fordern, dass sie das Wort „Weihnachten“ fallen lässt, wenn der Feiertag von 90 Prozent meiner amerikanischen Mitbürger gefeiert wird?

Die weit überwiegende Mehrheit der Amerikaner, die Weihnachten feiern – und die mit Nichtchristen so gut umgehen – verdienen Besseres.

Bitte sagen Sie „Frohe Weihnachten“ und „Weihnachtsfeier“ und „Weihnachtsferien“. Wenn Sie das zu tun ablehnen, dann sind sich nicht „inklusiv“. Sie verletzen die meisten Ihrer amerikanischen Mitbürger.

Christliche Gegnerschaft zu Israel bedarf einer christlichen Antwort

Dexter Van Zile, The Algemeiner, 19. November 2018

Ein Luftbild des Tempelbergs in der Altstadt von Jerusalem (Foto: Wikimedia Commons)

„Besteht unserer Alternative wirklich aus böswilligen Feinden und gönnerhaften Freunden?“

Diese schmerzliche Frage wurde von Hannah Arendt 1941 gestellt, nachdem Jules Romains – ein prominenter französischer Autor und langjähriger PEN-Präsident – sich beschwerte, Juden würden nicht dankbar genug für seine Anstrengungen sein sie vor der Nazi-Gefahr zu retten. Nachdem er auf einem Treffen der PEN (gegen die Einwände von H.G. Wells) für die Verabschiedung einer Resolution gekämpft hatte, die Antisemitismus verurteilte und jüdischen Intellektuellen half nach der Machtübernahme durch die Nazis aus Frankreich zu entkommen, war Romains wütend ob der offensichtlichen Undankbarkeit von Juden gegenüber seiner Arbeit für sie. Und er sagte das öffentlich.

„Du beschwerst dich in der Tat sehr laut und ausdrucksstark über die Undankbarkeit von Juden, für die du so viel getan hat“, schrieb Arendt in Reaktion auf Romains Beschwerden.

Aber mit dem Risiko einen Beschützer jüdischen Lebens vor den Kopf zu stoßen erklärte Arendt, dass das Letzte, worüber sich Romains sogen sollte, ist, ob Juden für seine guten Taten dankbar sind. Indem er das Leben von Juden schützte und ihnen half ihrem Schicksal unter Naziherrschaft zu entkommen, verteidigte Romains die „Freiheit und Ehre“ des französischen Volks, das scih ebenfalls unter der Knute des Nazi-Regimes befand, sagte sie. Arendt fuhr mit der Frage fort, ob Romains begriff, dass die „arrogante Forderung nach Dankbarkeit seitens eines Beschützers tiefere Wunden verlässt als die offene Feindschaft der Antisemiten“.

Die darunter liegende Botschaft Arendts an Romains war, dass er mit seiner Solidarität mit Juden in ihrer problematischen Zeit sein besseres Selbst und das Land, das er Heimat nennt, beschützt. Mit anderen Worten: Bei Romains Tun zugunsten von Juden in Europa ging es nicht nur um Juden, sondern auch um Frankreich.

Würde Arendt leben und den Anstrengungen zusehen den Fluss des Antizionismus zu stillen, der in den protestantischen Großkirchen in den USA heute Wurzeln geschlagen hat, dann würde sie ein gequältes Wort hervorbringen, das dem ähnelt, das sie 1941 offerierte. Es würde sich in etwa so lauten: „Haben wir wirklich nur die Alternative zwischen bösartigen Feinden und ineffektiven Freunden?“

Es ist nicht so, als hätten Israel und die jüdische Gemeinschaft keine Freunde in den amerikanischen protestantischen Großkirchen. Die haben sie. Das Problem ist: Diese Freunde verlieren die Kämpfe bei den landesweiten Versammlungen der Großkirchen. Sie kämpfen gut darum die jüdischen Freunde und Beobachter daran zu erinnern, dass sie immer noch ihren Job tun, aber nicht gut genug, um die antiisraelischen Propagandisten zu mattzusetzen oder zu behindern, die die prophetischen Stimmen der Großkirchen an sich gerissen haben.

Angesichts ihres unfreien Status befinden sich jüdische Leiter in den Vereinigten Staaten in keiner Position sich über die ineffektive Reaktion zu beschweren, die ihre Freunde und Verbündeten in der christlichen Welt ihnen bieten, aber sie können sich nicht länger etwas darüber vormachen, was in den amerikanischen Großkirchen passiert ist. Und die Christen können das auch nicht.

Trotz der rührigen Bemühungen von Christen wie Juden sind die großen Kirchen zu hartnäckigen Quellen antijüdischer Schmährungen in der amerikanischen Gesellschaft geworden; daher können sie sich nicht glaubwürdig gegen die steigende Welle antisemitischer Gewalt äußern, die sich im Nahen Osten, Europa und in jüngster Zeit in den USA kund tut.

Das ist etwas Schlechtes.

Die großen Kirchen sind eindeutig nicht die Kraft, die sie einst waren, aber selbst angesichts ihres Niedergangs sollten sie sich in einer guten Position befinden der amerikanischen Linken eine gut platzierte Warnung zu den Gefahren des Antisemitismus für das Gemeinwesen zu geben. Aber sieht man sich an, was in diesen Kirchen geschah, dann können die Leiter dieses dringend nötige Korrektiv nicht bieten. Ihre Kirchen sind Teil des Problems und das schon seit langem.

Die Presbyterian Church USA ist das beste, aber nicht das einzige Beispiel für dieses Phänomen. Pro-Israel-Aktivisten in der Konfession, die unter dem Banner der Presbyterians for Middle East Peace (PFMEP) agieren, sind nicht in der Lage gewesen die Verabschiedung eines antiisraelischen Schmusekurses zu verhindern, der vom Israel-Palestine Mission Network (IPMN) eingebracht wurde, der im Lauf der Jahre antiisraelische und antijüdische Propaganda hervorbrachte, der des Stürmers würdig gewesen wäre.

PFMEP ist auch unfähig gewesen die Verabschiedung von Vorschlägen zu erzielen, die die Bedrohungen der Sicherheit Israels in der Region beleuchten. Auf der Synode der Kirche, die letzten Sommer in St. Louis stattfand, waren mit IPMN verbundene Aktivisten in der Lage die Tagesordnung mit Resolutionen zu fluten, die Israels angebliche Verbrechen herausstellten, währed die PFMP es nur schaffte zwei „ausgewogene“ Vorschläge auf die Tagesordnung der Synode zu setzen. Die meisten der Vorschläge der IPMN wurden im Komitee genehmigt und dann vom Plenum der Synode beschlossen.

An einem Punkt während der Synode wurde der Antrag ergänzt, so dass er erklärte, die Versammlung würde die von Hams im Gazastreifen betriebene Hetze „stillschweigend billigen“, aber selbst dieser Verweis auf die Hamas wurde vor der letzten Abstimmung entfernt – weil es Hetze auf beiden Seiten des Konflikts gebe. Unterhalten wir uns darüber dem ganzen die Krone aufzusetzen.

Eine ungeheure Demonstration der Hetze kam von Anti-Israel-Aktivisten auf der Synode, die hasserfüllte Dinge über Bassam Eid sagten, einen Menschenrechtsaktivisten, der von der PFMEP eingeladen worden war dort zu sprechen. Eid wurde im Kongresszentrum und auf den Straßen von St. Louis bedrängt und die Führung der Kirche unternahm nichts, trotz lautstarker Beschwerden der PFMEP.

Weitere Hinweise darauf, wie wenig Einfluss die PFMEP innerhalb der PCUSA hat, erscheinen in den Äußerungen der Organisation selbst. Am letzten Tag der Synode gab die PFMEP eine Mitteilung aus, die die Vereinigung aufrief die Anträge zu unterstützten, wie sie vom Middle East Committee kamen, „obwohl wir mit der Haltung, die das Komitee zu mehreren Anträgen einnahm, nicht einverstanden sind“.

Die PFMEP pries sogar, dass die das Middle East Committee der Synode erklärte: „Das Komitee arbeitete hart, diskutierte die Themen gründlich und vervollkommnete die Anträge nach seinem Geschmack. Wir sehen wenig Gewinnbringendes, sollte das Plenum versuchen die Debatte erneut zu eröffnen.“

Die PFMEP gestand– nicht mit so vielen Worten – ein, dass sie den Kampf im Komitee verloren hatte und keine Hoffnung bestand ihn in der Gesamtversammlung zu gewinnen. Stattdessen kam sie zu dem Schluss, das Beste sei zu schweigen. Das ist praktisch das Schwenken der weißen Flatter oder das Fußballfeld zu verlassen, bevor der Schlusspfiff ertönt, weil deine Mannschaft keine Hoffnung hat noch zu gewinnen.

Am Tag nach dem Ende der Synode gab die PFMEP eine weitere Erklärung ab; darin sagte sie, dass die Vollversammlung „den Ton und die Substanz der Gespräche veränderte, die seit mehr als einem Jahrzehnt“ innerhalb der PCUSA geführt werden und verwies dann auf Themen, die überhaupt nichts mit dem Nahen Osten zu tun hatten – fossile Brennstoffe und die Organisation der Kirchenbürokratie.

Leider hatte die Veränderung im Ton nichts damit zu tun, wie die Konfession mit Israel umgeht, eine Tatsache, die von der eigenen E-Mail der PFMEP nach der Synode unterstrichen wurde; darin hieß es: „Die Morddrohung gegen unseren lieben Freund Bassam Eid wegen seiner Zeugenaussage vor dem Komitee für Nahostfragen ist etwas, das wir sehr persönlich und sehr ernst nehmen . Wir können die schwache Reaktion der offiziellen Vertreter der Synode auf diese furchterregende Situation nicht stehen lassen.“

Fairerweise muss gesagt werden, dass es im Verlauf der Jahre auch ein paar Siege gegeben hat. Zum Beispiel war die PCUSA 2014 gezwungen den Verkauf eins von der IPMN produzierten Dokuments mit dem Titel „Zionism Unsettled“ (Zionismus ohne festen Wohnsitz; oder: Zionismus beunruhigt) auf ihrer Internetseite einzustellen. Die Konfession traf die Entscheidung, nachdem das Simon Wiesenthal Center (SWC) erklärte, es breche die Verbindung zur Kirchenführung in Louisville ab. „Wir beenden jeglichen Dialog mit der PCUSA wegen eines Musters böswilligen Verhaltens seitens der Kirchenverwaltung“, sagte Rabbi Abraham Cooper, stellvertretender Dekan des SWC-Zentrums in Los Angeles.

Es steht mehr auf dem Spiel als die Beziehungen der Großkirchen zu den Juden. Anti-Israel-Aktivisten der Großkirchen haben mehr getan als zu helfen eine Einstellungsbarriere zwischen liberalen Juden und der progressiven Linken in den USA aufzubauen.

Sie haben auch die Fähigkeit ihrer Kirchen beengt, glaubwürdig den christlichen Glauben zu bezeugen.

Der hirnverbrannte Irrsinn der Dämonsierung Israels

Melanie Phillips, 23. November 2018

Brendan O’Neill stellt die offensichtliche Frage: Beim Anprangern des Boykotts israelischer Liegenschaften in den umstrittenen Gebieten durch Airbnb wundert er sich über das außergewöhnliche zweierlei Maß, mit den Airbnb nicht gleichermaßen Liegenschaften in Tibet oder Nordzypern oder auf der Krim boykottiert, die von China, der Türkei und Russland besetzt sind.

Dieselbe Frage kann man den britischen Quäkern stellen, die gesagt haben, sie würden nicht länger in Firmen investieren, die von „der Besatzung Palästinas“ profitieren, ein Zug, den sie beleidigenderweise und irreführenderwiese mit ihren Protesten gegen Apartheid und Sklavenhandel in der Vergangenheit gleichsetzen. Quäker-Schriftführer Paul Parker sagte: „… unsere Überzeugungen zwingen uns Ungerechtigkeiten zu nennen, wo immer wie sie in der Welt sehen.“ Allerdings geben die Quäker auch zu, dass sie keine Politik „bezüglich anderer Besatzungen“ haben.

O’Neill schreibt: „Israel wird immer ausgesondert. Es wird von rechtschaffenen Westlern als boshafter, giftiger, bösartiger und zerstörerischer als jeder andere Staat der Erde behandelt. Das ist der Grund, dass sie es boykottieren, wegen ihm toben und auf eine Weise gegen es auf die Straße gehen, wie sie es nie wegen der Türkei, Saudi-Arabien oder irgendjemand anderes tun. Sie hassen Israel mehr als jeden anderen Ort. Die Frage lautet: Warum?“

In der Tat: Warum? Ganz gewiss ist Antisemitismus Teil der Mischung. Ebenso gehört linke Ideologie dazu, die Israel lächerlich als kolonialistischen Unterdrücker betrachtet.

Es bleibt jedoch die Frage, warum die Sache der Palästinenser statt irgendeiner anderen zu DER entscheidenden Frage der westlichen Linken wurde. Ein entscheidender Faktor ist mit Sicherheit die strategische Allianz mit PLO-Führer Yassir Arafat in den 1970-er Jahren und dass die ehemalige Sowjetunion aus ihr genau eine solch entscheidende Sache machte.

Es wurden Millionen Dollar dafür investiert die Universitäten und andere westliche Institutionen mit Lügen über die Geschichte der Palästinenser und den Nahen Osten zu bombardieren. Arafat und die Sowjets hatten ein gemeinsames Interesse daran eine völlig erfundene palästinensische Identität zu schaffen, die nicht nur die Vernichtung Israels herbeiführen sollte, indem ihm die Rolle des Parias der Welt gegeben wurde, sondern auch um den Westen zu untergraben und zu destabilisieren, indem man seine Fähigkeit die wahren Bedrohungen des Lebens und der Freiheit zu begreifen zerstörte und dass man seine Freunde für Feinde hält und umgekehrt.

Die Dämonisierung Israels weit damit die unverkennbare Handschrift sowjetischen Totalitarismus auf: Ein Übergang durch den Spiegel in eine Albtraum-Welt, in der schwarz weiß ist und Lügen Wahrheiten und alles die Verneinung der Wirklichkeit; und wer die Tatsachen beim Namen nennt, wird als Volksfeind abgestempelt.

Was der Grund, warum die extreme Feindseligkeit gegenüber Israel, wie sie von den Quäkern, Airbnb und einer Unzahl anderer in den sogenannten „progressiven“ Kreisen zur Schau gestellt wird, nicht nur zweierlei Maß und bösartige Voreingenommenheit ist, sondern auch vollkommen, surreal, hirnverbrannt irre.