Wie sahen Christen die Zerstörung Jerusalems?

Diese 500 Jahre alte Karte, die die Zerstörung des Tempels darstellt, wie sie von Christen erlebt wurde, ist ein seltener Fund.

the Librarians, Nationalbibliothek Israels, 19. Juli 2018

מפת שדל לתיאור חורבן בית המקדש – 1493
Die Schedel-Karte stellt die Zersötrung des Tempels dar – 1493.

Im Gedenken an den 9. Av, den Tag der Trauer und des Fastens, der die Zerstörung des Tempels begeht, präsentiert die Nationalbibliothek Israels diese historische Landkarte, die in Hartmann Schedels großer Weltchronik abgedruckt wurde. Die Chronik, ein frühes modernes Buch, 1493 in Nürnberg veröffentlicht, war ein ambitioniertes Vorhaben. Es beinhaltete einen Überblick der Weltgeschichte von der Schöpfung der Welt bis zu der damaligen Zeit. Das Buch bietet eine Fülle an Illustrationen, die von führenden zeitgenössischen Künstlern gezeichnet wurden und war nur durch die Erfindung der Druckerpresse möglich.

Die Karte illustrierte die Zerstörung Jerusalems und stellt den Tempel dar, wie er in Flammen aufgeht. Dies ist jedoch keine Illustration Jerusalems während der Zeit des zweiten Tempels und eine Beschreibung der dort lebenden Juden. Es ist vielmehr der Druck eines Stichs der christlichen Stätten Jerusalems neben dem Tempel, typisch für das 14. und 15. Jahrhundert.

Es fasziniert allerdings, dass der die Karte begleitende Text die Geschichte der Zerstörungen in Jerusalem beschreibt – zuerst die Zerstörung des ersten Tempels durch Nebukadnezar, die Zerstörung des zweiten Tempels durch Titus, die geplünderten Tempelgefäße, die Exekution von Schimon bar Giora in Rom und schließlich wie aus Jerusalem Aelia Capitolina gemacht wurde, die auf den Ruinen der heiligen Stadt errichtete römische Kolonie. Der Autor des Textes berichtet, dass die Stadt später kurze Zeit von anderen westlichen und Kreuzritter-Königen gehalten wurde (von Karl dem Großen, dem Deutschen Konrad III. und dem Franzosten Ludwig XI.) – aber sie schafften es nicht sie lange gegen die Armeen des Islam zu halten. Nach Angaben des Autors befand sich die Stadt 1493 unter der Kontrolle der Bataillone Mohammeds, die Schedel als „eine Nation der Sünde“ bezeichnet.

Die frühere Kuratorin der geisteswissenschaftlichen Sammlung in der Nationalbibliothek, Dr. Mila Levy-Rubin, erklärte, dass die Christen zwar die Zerstörung des Tempels als überzeugenden Beweis des Siegs des Christentums über das Judentum betrachten, aber dieser Text nicht nur frei von jeglicher Schadenfreude wegen der Zerstörung des Tempels ist, sondern im Gegenteil. „Es scheint so, dass die Zerstörung des Tempels – der in der Illustration als „Salomos Tempel“ bezeichnet wird – und die Zerstörung der Davidstadt der Grund für die Trauer des Autors ist. Das bezeugt die Tatsache, dass der Tag des 9. Av auch von Christen als Tag von Trauer und Leid wegen der Zerstörung der heiligen Stadt gesehen wird“, erklärt Dr. Levy-Rubin.

Der gefahrvolle Weg vom Muslim zum Christen

Daniel Pipes, National Interest, 12. Juli 2021

„In den letzten dreißig Jahren – und besondres im Verlauf der letzten sieben bis zehn Jahre – sind mehr Muslime zum Glauben an Jesus Christus gekommen als zu jeder anderen Zeit in der Menschheitsgeschichte“, schrieb Joel Rosenberg 2008 und das Tempo hat sich seitdem erhöht. Uwe Siemon-Netto bestätigte 2016, dass „ein globales Phänomen im Gang ist: Muslime konvertieren in jedem Teil der Welt scharenweise zu verschiedenen christlichen Denominationen“. Tatsächlich haben christliche Missionare sogar einen Namen und eine Abkürzung für sie: Muslim-background believers (Gläubige mit muslimischem Hintergrund) oder MBBs.

Warum gibt es diesen Trend, wie sehen die Zahlen dazu aus und was sind die Folgen?

Hintergrund

„Als ich zur Tür lief,
musste ich den Weg zurück finden
zu dem Ort, wo ich vorher war
„Entspann dich“, sagte der Portier
„Wir sind nur auf Empfang programmiert
Du kannst zu jeder beliebigen Zeit auschecken,
aber du kannst niemals weggehen!“
aus: Hotel California, The Eagles

Historisch bedeuteten fast alle Konversionen, dass Christen Muslime wurden, nicht umgekehrt. Der Islam ist 1.400 Jahre lang das „Hotel Californa“ der Religionen gewesen („Du kannst zu jeder beliebigen Zeit auschecken, aber du kannst niemals weggehen!“), da er seinen Anhängern verbietet sich zu Atheisten oder zu Mitgliedern eines anderen Glaubens zu erklären, was aus islamischer Sicht auf dasselbe hinausläuft. Diese Haltung geht auf die Ursprünge der Religion zurück (ein Hadith zitiert Mohammed: „Wer immer seine Religion ändert, töte ihn.“) und den Islam zu verlassen ähnelt dem Gefühl zum Feind überzulaufen und kommt damit Hochverrat gleich. Zusätzlich hat als richtiger Muslim zu leben einen machtvollen sozialen Aspekt, man ist Teil der Aufrechterhaltung der gemeinschaftlichen Solidarität.

Mohammad Ali Taheri, Gründer des Interuniversalen Mystizsmus (Erfaan-e Halghe), einer im Iran gegründeten New Age-Version des Islam

Entsprechend sehen sich abtrünnige Muslime überall der Ablehnung durch ihre Familien, soziale Ächtung und Arbeitsverlust ausgesetzt; in mehrheitlich muslimischen Ländern könnte zusätzlich die Regierung sie verfolgen, inhaftieren, foltern und töten. Skeptische Muslime sind daher historisch überwiegend innerhalb der Grenzen des Islam geblieben; selbst neue Religionen, die sich vom Islam ableiten (die Drusen, Nusayri/Alawi, Aleviten, Babi und Baha’i) machten anfangs dasselbe und behielten lange eine trübe Beziehung zu ihm bei. Das Muster hält sich bis heute, z.B. beim Interuniversalen Mystizismus (Erfan-e Halghe), einer New Age-Version des Islam, der im Iran von Mohammad Ali Taheri gegründet wurde.

Als Ergebnis wurde historisch nur ein Rinnsal an Muslimen zu Christen. Eine Rechnung des Kirchenhistorikers David Garrison findet 5 Bewegungen von Muslimen zu Christentum vor dem 20. Jahrhundert und 69 solche Bewegungen allein in den ersten 12 Jahren des 21. Zumindest einige der ersten 5 Bewegungen traten unter Zwang auf oder um besimmte Vorteile zu erhalten. Die bekannteste davon waren die Moriscos im Spanien des 16. Jahrhudnerts, die unter Druck durch ihre katholischen Herrscher konvertierten. Bei seltenen Anlässen konvertierten gesamte Gemeinschaften, um Vorteile zu erhalten, wie ich früher schon einmal erklärte.

Im Rusland des siebzehnten Jahrhunderts führte eine Vorschrift, dass Nichtchristen keine Leibeigenen haben durften, zum Übertritt reicher Tataren, darunter den Vorfahren solcher Berühmtheiten wie dem Musiker Sergei Rachmaninoff, dem Dichter und Historiker Nikolay Karamzin und dem Romanautor Iwan Turgenjew. Um das Jahr 1700 konvertierten einige Herrscherfamilien der sunnitischen Muslime im Libanon zum Christentum, um ihr politisches Ansehen zu steigern.

Ägyptens Herrschaft über Syrien 1831 – 1841 war eine Zeit der Massenverpflichtung zum Militärdienst, in der „jeder geeignete syrische Muslim in die ägyptische Armee eingezogen wurde“. Yvette Tahamy erklärt:

Das kam bei der lokalen Bevölkerung nicht gut an. … Während einige Syrer beschlossen aus dem Land zu fliehen oder sich zu verstümmeln, um den Wehrdienst zu vermeiden, wandten sich andere an die Missionare und eklärten ihre Bereitschaft ein Bekenntnis zum Christentum abzulegen, da Christen gegen die Zahlung einer Befreiungssteuer vom Wehrdienst ausgenommen waren. Die amerikanisch-protestantischen Missionare wurden mit Anfragen überschwemmt, Drusen und andere in ihre Kirche aufzunehmen.

(Zum Leidwesen der Konvertiten schlug diese List fehl, denn sie wurden „unabhängig davon eingezogen, ob ihre Konversion echt oder vorgetäuscht war“.)

Zehn Muslime begegnen Christus

Dieselbe Unlust hielt bis vor kurzem an. Beim Besuch im Sudan im Februar 1972 wohnte ich bei einem amerikanischen Missionar, der seit zwanzig Jahren in Khartoum gelebt hatte, lehrte und diskrete Sonntagsgottesdienste veranstaltete. Aber er gewann in der ganzen Zeit nur fünf Konvertiten, das macht einen alle vier Jahre. Gleichermaßen berichtet ein amerikanischer Missionar im Buch Ten Muslims Meet Christ (Zehn Muslime begegnen Christus) aus dem Jahr 1984 die Geschichte der spärlichen Ergebnisse seiner Missionsarbeit im Iran.

Bekehrten-Zahlen

MBBs sind notorisch schwierig zu quantifizieren; das liegt an ihrer Zurückhaltung und sogar Verstellung. Es gibt aber immerhin einige erstaunliche Schätzungen. Duane Alexander Miller und Patrick Johnstone schätzten die Gesamtzahl der MBBS 2010 auf fast 10 Millionen, was eine fünfzigfache Zunahme gegenüber den weniger als 200.000 Konvertiten fünfzig Jahre zuvor darstellt. Berichte weit verbreiteter Übertritte von Muslimen zum Christentum kommen aus so unterschiedlichen Regionen wie Algerien, Albanien, Syrien und Kurdistan. Zu Ländern mit den größten indigenen Zahlen gehören Algerien mit 380.000, Äthiopien mit 400.000, der Iran mit 500.000 (gegenüber nur 500 im Jahr 1979), Nigeria mit 600.000 und Indonesien mit verblüffenden 6.500.000 (infolge einzigartiger Umstände). Nach Angaben von Andrew van der Bijl und Al Janssen gibt es „sogar Christen in Medina und Mekka“.

In Ägypten informiert mich eine koptische Quelle, „konvertierten große Anzahlen Muslime nach dem Aufstand von 2011 und nachdem die Muslimbrüder an die Macht kamen zum Christentum. Die koptische Kirche bezeichnete den Islamisten-Präsidenten Mohammed Morsi als den ‚großen Evangelisten‘ und hörte auf die Konvertiten zu zählen. Gehen Sie in irgendeine Kirche und Sie werden mit großer Sicherheit ehemalige Muslime finden, besonders Frauen, die dorthin gehen.“

Am dramatischsten erklärte in einem vielzitierten Interview im Fernsehsender Al-Jazira im Dezember 2000 der Direktor von Libyens Companions‘ Lighthouse for the Science of Islamic Law (منارة الصحابة للعلوم الشرعية, Manaratas-Sahaba li’l-‘Ulum ash-Shar’iya), Ahmad al-Qat’ani, ohne Beweise vorzulegen, dass jährlich 6 Millionen Muslime zum Christentum konvertieren. Er berichtete, dass die muslimische Bevölkerung Afrikas von knapp über der Hälfte auf nur noch ein Drittel zurückgegangen sei und stellte das Verschwinden des Islam aus Subsahara-Afrika in Aussicht. Vielleicht übertreibt er, um Spenden zu sammeln, aber seine Zahlen haben weite Verbreitung gefunden.

Pastorin Dr. Buli Francis-Dehqni, die anglikanische Bischöfin von Chelmsford in England

Auch im Westen leben MMBs, wobei die Vereinigten Staaten bei weitem die meisten (450.000) und Bulgarien in Europa die meisten (45.000) beherbergen. Seit 2014 findet in der Kathedrale von Liverpool ein wöchentlicher Gottesdienst in persischer Sprache statt (er wird „Sepas“ genannt), der von einem Dekan muslimischer Herkunft geleitet wird; die anglikanische Bischöfin von Chelmsford in England ist eine im Iran geborene Tochter eines Konvertiten. Die Konversion von Muslimen hat die Evangelisch-Lutherische Dreieinigkeits-Gemeinde in Berlin innerhalb von zwei Jahren von 150 auf fast 700 Personen vergrößert. Es wurden neue Institutionen gegründet, so das Pars Theological Centre in London, das es seit 2010 gibt, „um die iranische Kirche durch Ausbildung einer neuen Generation von dienenden Leitern auszurüsten und zu mobilisieren, um die Kirche führen und die Persisch sprechende Welt zur Ehre Gottes umzuwandeln“.

Vage und abweichende Zahlen legen nahe, dass zwar niemand eine zuverlässige Vorstellung von der Zahl muslimischer Konvertiten zum Christentum hat, die Menge aber groß ist. Christen feiern dieses Phänomen; Joel Rosenberg lobt es als „die Kirche wird im Land ihrer Geburt wahrlich wiederhergestellt“.

Warum Muslime Christen werden

Duane Miller vermekrt, dass „Christus-Konvertiten aus dem Islam vom Islam oft genauso vertrieben werden, wie sie zu Christus oder dem Christentum hingezogen werden“. Konzentriert man sich hier nur auf die Faktoren, die Muslime ausdrücklich zum Christentum treiben, stellt man fest, dass deren Liste lang ist.

Träume und Visionen, besonders von Jesus, ziehen vermutlich rund ein Viertell der MBBs an. Mike Ansari, ein iranischer Konvertit, berichtet, dass viele Menschen „tatsächlich Träume und Visionen von einem strahlenden, weiß gekleideten Mann haben, lange bevor wir ihnen von Jesus erzählen“. Dabrina Bet Tamraz hält fest, dass iranische Konvertiten einander oft fragen: „Hast du den weiß gekleideten Mann gesehen, hast du Jesus gesehen?“ Der Leiter der Presbyterianischen Kirche in Pakistan merkte an, dass afghanische Imame hunderte Kilometer weit reisten, um mit ihm die Bibel zu studieren. Auf die Frage, was sie veranlasste das zu tun, antwortete der Pfarrer: „Träume! Christus eschien ihnen im Schlaf und wies sie an hierher zu kommen, um die Wahrheit zu hören.“ Und in Colorado berichtet Pastor George Naeem, der Unterricht auf Arabisch über Radio und Internet hält, dass „praktisch alle [seine Schüler] nach Träumen kamen“.

Michael Stollwerk (nicht der Alphornbläser)

Michael Stollwerk erzählt von der Zeit nach einem Gottesdienst in der Kathedrale von Wetzlar: „Ich stand am Ausgang, immer noch in vollem Ornat und verabschiedete die Gottesdienstbesucher, als eine verschleierte Frau an mich herantrat. Ich fummelte durch einen Schlitz in meinem Talar, um mein Portmonnaie herauszuholen, weil ich dachte, sie sei eine Bettlerin. ‚Nein, nein‘, sagte sie. ‚Ich habe nur eine Frage: Sind Sie hier der Imam?‘ Ich antwortete: ‚Nun, auf eine gewisse Weise bin ich das – ich bin der Pastor.‘ Sie fuhr fort: ‚In diesem Fall sind Sie der richtige Mann. Gotthat mir in einem Traum befohlen zu der großen Kirche am Marktplatz zu gehen und den Imam nach der Wahrheit zu fragen.‘“ Sie wurde ein paar Monate später getauft. Siemon-Netto, der diese Geschichten erzählt, fährt fort:

Als nächstes hörte ich ähnliche Vorfälle von einem lutherischen Theologen, den Imame mitten in der Nacht in Ägypten aus demselben Grund durch seine Hintertür besuchten; ich hörte von einem katholischen Missionar, der in Algerien gearbeitet hatte, von einem Baptisten, dessen überraschende Besucher ihm erzählten, dass Christus ihnen in ihren Zelten in Saudi-Arabien erschienen war. Ein anglikanischer Priester sprach von Hunderten persischer Frauen, die nach Träumen an geheimen Bibelstunden in Teheran teilnehmen. Pastor Gottfried Martens in Berlin schätzte, dass mindestens zwei Drittel seiner persischen und afghanischen Konvertiten den Anweisungen einer „Lichtgestalt“ gefolgt waren, die sich ihnen als Jesus aus der christlichen Bibel vorstellte und nicht der „Isa“ aus dem Koran.

Nabeel Quereshi, ein pakistanischer MBB, erklärte dieses gemeinsame Muster mit Verweis auf den Islam: „Träume sind das einzige Mittel, über die ein Durchschnittsmuslim erwartet etwas direkt von Gott zu hören.“

Muslime, die aufgeschlossen genug sind die Bibel zu lesen, tendieren dazu von ihrem Kontrast zum Koran beeindruckt zu sein, besonders ihre Betonung der Liebe. Wasef erklärt: „Wenn sie die Bibel lesen, verändert sie das auf der Stelle. Das ist besser als jedes Gespräch oder jede Diskussion. Wenn ich mich hinsetze und mit Muslimen spreche, ist alles, was ich sage, aus der Bibel.“

Es gibt unter Muslimen ein weit verbreitetes Gefühl, das sogar von Forschung gestützt wird, die Muslime in Auftrag geben, dass Christen sich besser verhalten als Muslime, dass sie sich ironischerweise islamischer verhalten. In einem Interview von 2014, das mehr als 400.000-mal auf YouTube angesehen wurde, erklärt eine komplett verhüllte Frau, die ihren Namen als Shadya Sabir Hussein angibt, öffentlich im ägyptischen Fernsehen, dass sie „den Islam hasst“ und plant Christin zu werden; Grund sind die vielen Morde, die die Muslime begehen. Ein irakischer Gelehrter vermerkte, dass Probleme im Irak „viele unserer jungen Leute veranlasst haben zum Christentum zu konvertieren, nachdem sie den islam als terroristische Religion verunglimpften“. Die Krise Algeriens in den 1990-er Jahren hatte einen ähnlichen Effekt: all diese Toten im Namen des Islam führten viele dazu zu erklären: „Das Christentum ist Leben, der Islam ist Tod“.

Der Islamische Staat im Irak und Syrien (ISIS) hat druch seine Brutalität diesen Trend verstärkt. Omar, ein Verwalter der protestantischen Kirche, sagt aus: „Die meisten der Brüder hier konvertierten oder kamen zur Kirche als Ergebnis dessen, was ISIS ihnen und ihren Familien antat.“ Jasmin, ein Mechaniker, wurde von ISIS 2016 sechs Monate lang ins Gefängnis gesteckt, weil er die Grundlagen des Islam nicht kannte; während dieser Zeit zwang ihn ISIS den Koran zu lesen und folterte ihn: „Nachdem ich mit meinen eigenen Augen Zeuge ihrer Brutalität wurde, begann ich meinen Glauben infrage zu stellen.“ Er besuchte eine Kirche und „es dauerte nicht lange, bis ich entdeckte, dass das Christentum die Religion war, nach der ich suchte.“

Themen von Frieden und Gewalt spielen in den Geschichten der Übertritte eine große Rolle. Mark Durie informiert mich: „Nach meiner Erfahrung sind viele Mulsime aus mehrheitlich muslimischen Ländern stark traumatisiert und innerer Frieden ist ein ständiges Thema.“ Irans Geheimdienstminister Mahmud Alawi bestätigte das, als er die Motive der Konvertiten infrage stellte: „Wir suchen nach einer Religion, die Seelenfrieden gibt.“ Sadegh, heute Johannes, begann an seinem Glauben zu zweifeln, als er im Iran an der Universität studierte: „Ich stellte fest, dass die Geschichte des Islam sich völlig von dem unterschied, was uns in der Schule gelehrt wurde. Vielleicht, dachte ich, war er eine Religion, die mit Gewalt begann? Eine Religion, die mit Gewalt begann, kann Menschen nicht zu Freiheit und Liebe führen. Jesus Christus sagte: ‚Die zum Schwert greifen, werden durch das Schwert umkommen.‘ Das änderte meine Meinung.“

Persönlicher Kontakt mit Christen, die rechtschaffen leben, hat in den Bekehrungsgeschichten regelmäßig eine Rolle gespielt. Mohammed Eghtedarian wohnte sechs Tage lang bei einem Priester, was diesem die Möglichkeit gab ihm die Frage zu stellen, die sein Leben veränderte: „Hast du Frieden und Freiheit im Islam?“

Dann gibt es die praktischen Günde für Konversion. Dass der Islam und Muslime hinter dem Rest der Welt herhinken lässt einige Muslime sich w ünschen dadurch voran zu kommen, dass sie sich dem Christentum anschließen; sie haben das Gefühl sich damit dem modernen Team anzuschließen.

Schließlich kann der Übertritt aus der Erwartung materiellen Gewinns heraus erfolgen. Londons Daily Telegraph berichtet, dass einige „Rice Christians“ im Libanon „sagen, sie konvertierten, um von der großzügigen Hilfe  zu profitieren, die von christlichen Wohlfahrtsorganisationen verteilt wurden“ und erzählt die Geschichte von Ibrahim Ali, einem verarmten Syrer, dem die anglikanische Kirche Gottes in einem Vorort von Beirut „ein Bett, zwei warme Mahlzeiten am Tag und eine kleines monatliches Gehalt unter der Bedingung anbot, dass er ihren wöchentlichen Bibelstunden teilnimmt“. Ali erklärt, dass er aus praktischen Gründen konvertierte, so auch andere.

Bemerkungen

Vater Zakariya Botros

Drei Gedanken zum Prozess der Konversion. Erstens: Obwohl einige christliche Sprecher (Zakariya Botros, Jay Smith und David Wood) den Islam kritisieiren, hat das beschänkten Nutzen dabei für Muslime attraktiv zu sein. Jill Nelson paraphrasiert Waser: „Öffentliche Diskussionen zwischen Muslimen und Crhisten sind keine effektiven Mittel der Evangelisation und christliche Literatur ist in der Regel auch ineffektiv. … Erklärungen wie die von prominenten evanglischen Leitern, die den Islam als ‚böse‘ bezeichnen und die Mohammed kritisieren, haben auch die Tendenz Muslime vom  Christentum fernzuhalten.“ Victor Atallah vom Middle East Reformed Fellowship stimmt zu: „Wir müssen aufpassen Mohammed nicht zu verurteilen, sondern ihm vergeben.“

Zweitens: Traditionelle Missionierungsversuche von Westlern wie die Versorgung mit Bildung und die Kranken zu behandeln spielen eine überraschend unbedeutende Rolle dabei Konvertiten zu gewinnen. Radio- und Fernsehsendungen, manche gegründet und geleitet von MBBs, haben sie weitgehend ersetzt, darunter Radio Monte Carlo, SAT-7 International, METV, High Adventure Ministries, Voice of Christ Media und Middle East Reformed Fellowship. Eine algerische Zeitung erklärte die Rolle dieser Sender in Kabylie, der stärksten Berber (oder Amazigh)-Region Algeriens:

Die Gläubigen, die wir trafen, haben die Informationen bestätigt, die aus ihrer Sicht eine wichtige Rolle bei der Legitimierung christlicher Lehren gespielt haben. Wie Saïd – der zugab, viel Radio Monte Carol und besonders dessen bliebte Sendungen in Amazigh zu hören. Was Slimane angeht, so erklärte er: „80 Porzent der Gründe, die mich zum Crhistentum trieben, kamen von Radio Monte Carlo.“ Es gibt auch weitere Radiosender wie „Micracle Channel“ (SAT-7) und die meisten Gläubigen bestätigten, dass sie diese Sender höhren, die die christliche Botschaft in die Welt ausstrahlen.

Länderspezifische Sender iwe Aghapy TV für Ägypten oder Elam Ministries, Iran Alive Ministries, Mohabat TV und Nejat TV für den Iran haben ebenfalls einen beträchtlichen Effekt. Ansari erklärt über Mohabat TV: „Es scheint, dass ungefähr 16 Millionen Iraner innerhalb der letzten 12 Monate eine oder mehrere unserer Sendungen im Satellitenfernsehen und auch auf ihren mobilen Geräten angeschaut haben. Das sind umgerechnet etwa 20 Prozent der Bevölkerung des Iran.“

Drittens: Wenn Auslandsmissionare den ersten Funken lieferten, so treiben MBBs einen Großteil der aktuellen Evangelisierung von Muslimen voran. Das Christentum ist bei Gläubigen seiner Heimatregion wieder dynamisch geworden.

Fromme Betrüger

Manche Muslime konvertieren taktisch aus praktischen Gründen, besonders um in den Westen auswandern zu können. Ein Pastor der Church of God zitiert verzweifelte Muslime, die ihm sagen: „Taufe mich einfach, ich werde an wen auch immer glauben, einfach um hier wegzukommen.“ National Public Radio paraphrasiert Şebnem Köşer Akçapar von der Koç-Universität in Istanbul dahingehend, dass „nur wenige der Flüchtlinge echte Konvertiten sind. Andere nutzen die religiöse Verfolgung als Möglichkeit in den Westen zu kommen.“ Aiman Mazyek, Kopf des Zentralrats der Muslime in Deutschland, reagiert mit heftiger Skepsis auf die wachsende Zahl der muslimischen Konvertiten zum Christentum.

Einmal im Westen hat der Übertritt zwei Vorteile. Er kann die Aufenthaltsgenehmigung ermöglichen, da Regierungen (wie immer ihre theoretische Neutralität aussieht) manchmal christlichen Migranten den Vorzug geben; und es macht die Rückführung schwieriger, weil die Migranten Zuahause der Gefahr der Verfolgung wegen Verlassens des Islam ausgesetzt werden. So stellt Volker Kauder aus der Leitung der CDU heraus: „Sobald jemand dem Islam abgeschworen hat, egal ob er authentisch oder nicht zum Christentum konvertierte, kann er wegen Abfall vom Glauben verfolgt werden. Wenn es um politische Verfolgung geht, dann kümmert die Verfolgenden die Glaubwürdigkeit eines Übertritts nicht.“

Persische und deutsche Flugblätter in den Kirchenbänken der evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitskirche in Berlin, September 2016 (© Daniel Pipes)

Entsprechend haben mehr als ein paar wenige Konvortiten fragwürdige spirituelle Referenzen. Rick Robinson von der United Pentecostal Church in der Türkei akzeptiert, dass viele seiner Gemeindeglieder vielleicht nicht als wirklich ernste Gläubige zu ihm kommmen: „Es könnten sogar einige dabei sein, die nur für den Flüchtlingsstatus mit der Hilfe anfangen.“ Gottfried Martens, der Persisch sprechende Pastor der evangelisch-lutherischen Dreieinigkeitskirche in Berlin, gibt zu, dass er nicht weiß, welche Konvertiten überzeugt sind und welche taktisch: „Ich weiß, es kommen – immer wieder – Menschen hierher, weil sie eine Art Hoffnung bezüglich ihres Asylantrags haben.“ Vesam Heydari, ein Mitglied dieser Kirche, gesteht ein: „Die Mehrheit der Iraner hier konvertieren nicht aus Glauben. Sie wollen nur in Deutschland bleiben.“ Die Gemeinde von Pastor Hugo Grevers in Leipzig besteht zu einem Drittel aus ehemaligien iranischen Muslimen; er gibt zu: „Es gab Gelegenheiten, da waren wir sehr, sehr enttäuscht. Wir unterstützten sie Jahre lang, sie hatten die Gerichtsverhandlung und einen positive Antwort – und am selben Tag trennten sie sich von uns.“ Aber er stellt fest, dass es nur wenig völlig falsche Übertritte gibt, besonders seit Pastoren Protokolle zu Identifizierung von Betrügern eingeführt haben.

Generell sollte man die Zahl der Betrüger nicht überschätzen. Berlins Martens beobachtet, dass „es im Moment wirklich eine Art christliches Erwachen im Iran in ziemlich großer Dimension gibt. Menschen, die zu uns kommen haben bereits diese Kontakte mit Hauskirchen und mussten deshalb fliehen.“

Muslimische Anschuldigungen

In Sorge wegen „einer christlichen Welle“, beobachtet Joel Rosenberg, „werden Muslimführer nervös und wütend.“ Sie konzentrieren sich auf fromme Betrüger und beschulidgen alle Konvertiten die Religion wegen persönlicher Vorteile zu tauschen – wegen Finanzen, einer Arbeit oder einem Visum. Das hat den praktischen Vorteil sowohl MBBs zu diskreditieren als auch sich selbst zu entlasten. Solche Vorwürfe sind besonders in Örtlichkeiten wie dem nördlichen Irak und Algerien üblich, wo Übertritte von Kurden und Berbern ungewöhnlich zahlreich sind.

Bald nach der von den USA angeführten Invasion des Irak 2003 warnte Abdallah al-Turki, Generalsekretär der Muslim World League, dass „nichtmuslimische Organisationen“ (heißt christliche Missionare) den Irak betreten hätten, „um ihre Aktivitäten unter dem Mantel humanitärer Hilfe zu beginnen“ und warnte vor „den Gefahren, die sich daraus für Muslime ergeben“. Ahmed al-Shafie von der Union mulimischer Gelehrter in Sulaymaniye (Irak) verurteilte einen angeblich geheimden Zustrom christlicher Missionare: „Wir verurteilen diese skandalöse Tat gegen den Islam und die Muslime, die demonstriert, dass es versteckte Hände mit ausländischen Absichten gibt, die daran arbeiten die Gesellschaft dieses Landes zu zerstören.“ Eine weitere muslimische Persönlichkeit in Sulaymaniye wiederholte die Anschuldigung 2007: „Missionare nutzen die harte wirtschaftliche Lage, die diese Jugendlichen in diesen Bereichen erfahren, da sie arbeitslos und fast depressiv sind. In einigen Fällen wollen die Jugendlichen ins Ausland gehen und [Konversion zum Christentum] ist ein einfacher Weg ihren Traum zu erreichen, weil sie sagen können, dass sie bedroht werden und eine sichere Zuflucht brauchen.“

Mohammed Aissa vom algerischen Religionsministerium

2006 behauptete, Mohmmed Aissa, ein Vertreter der algerischen Religionsministeriums, christliche Missionare würden Muslime mit solchen Angeboten locken und „von der Verwirrung Jugendlicher profitieren, um sie zu bekehren“. (Er hielt auch fest, dass „zahlreiche Jugendliche Buße tun, zum Islam zurückkehren“.) Im selben Jahr verabschiedete Algeriens Regierung ein Gesetz, dass jedem verbietet, „einen Muslim zu drängen oder zu zwingen oder zu verführen zu einer anderen Religion zu konvertieren“, was mit 2 bis 5 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von €5.000 bis €10.000 bestraft wird. Zwei muslimische Konvertiten zum Christentum wurden 2008 unter diesem Gesetz zu zwei jahren Gefängnis und €5.000 Geldstrafe wegen „Missionierung und illegaler Praktizierung einer nicht-islamischen Religion“ verurteilt.

Als Christ leben

MBBs zu gewinnen ist die Hälfte des Kampfes; sie dazu zu bringen Christen zu bleiben die andere Hälfte. Eine Studie von Julia Sianturi zu Rückkehrern in den Islam in Indonesien stellte mehrere Faktoren fest, die ihr Handeln antreiben:

Starke Bindung zu ihrer Familie und tiefe islamische Wurzeln scheinen die führenden Hauptursachen für ihre Entscheidung zu sein zum Islam zurückzukehren. Diskriminierung durch die umgebende Gemeinschaft und die Göttlichkeit Jesu könnten Einfluss auf ihre Entscheidungsfindung haben. Und ihre Enttäuschung gegenüber der pastoralen Ethik lassen Bedenken wegen ihrer Auswirkungen auf die Wahrnehmung der Kirche und des Christentums durch die MBBs aufkommen.

So groß diese Schwierigkeiten sind, Andrew van der Bijl und Al Janssen geben zu, dass „ mindestens die Hälfte aller muslimischen Konvertiten [zum Christentum] zum Islam zurückkehren.“ Um das Thema anzugehen schrieb Duane Miller ein Buch mit Ideen, wie nie da gewesene Zahlen an MBBs „ein neues und willkommen heißendes Heim“ geboten werden kann.

Konvertiten, die Christen bleiben, sehen sich verschiedenen herausfordernden Alternativen gegenüber:

1. Sie können ihre Konversion verschweigen, indem sie sie komplett verheimlichen und weiter mit der Erscheinung und den Gewohnheiten eines Muslims auftreten. Viele, hält Nelson fest, ziehen weiter „traditionelle muslimische Kleidung an, um die Konsequenzen ihrer Konversion zum vermeiden“. In einige Fällen scheinen sie sobar die Unzahl islamischer Bräuche und Rituale beizubehalten. Aber das bedeutet Leiden durch tiefe Einsamkeit und moralisches Versagen. Der Druck kann unerträglich werden.

2. Sie können die Glaubenswechsel verkünden (oder sich einem engen Verwandten oder Freund anvertrauen, der, von der Nachricht empört, das Vertrauen des Konvertiten missbraucht), was dazu führt, dass die Welt der MBBs auf den Kopf gestellt wird. Sie sehen sich unablässigem und manchmal gewalttätigem Druck von Familie, Gesellschaft und Regierung, einem Gefühl der Isolation und Einkommensverlust ausgesetzt. Sie können ihre muslimische Identität nicht verlassen. Sei könnten zwangsweise wegen Geisteskrankheit behandelt werden. Wenn nur ein Ehepartner konvertiert, können Ehen aufgelöst und der Kontakt zu den Kindern verloren werden. In mehrheitlich muslimischen Ländern lehnen Behörde es typischerweise ab Übertritte vom Islam weg anzuerkennen, was die MBBs rechtlich als Muslime gefangen bleiben lässt; weibliche Konvertiten, die nur Mitmuslime heiraten dürfen, weil ihre Personalausweise sie als Mulime führen, sind darauf beschränkt männliche MBBs zu heiraten. Ironischerweise meiden als Christen Geborene die MBBs und etablierte Kirchen lehnen sie ab, weil sie vorsichtig sind und nicht beschuldigt werden wollen an ihrem Übertritt beteiligt zu sei und entsprechend bestraft zu werden. Ein Priester drückte es auf grausame Weise so aus: Konvertiten „müssen über ihren Glauben an unseren Herr schweigen, sonst werden alle leiden.“

3. Umzug in eine andere Stadt, um einen Neustart als als Christen Geborene zu haben, bedeutet die Familie zurückzulassen, eine neue soziale Beziehung zu beginnen und ein ruhiges Leben zu gewinnen, während man Angst davor hat erkannt oder entlarvt zu werden.

4. In nicht mehrheitlich muslimische Länder auszuwandern mag wie die perfekte Lösung aussehen, ist es aber nicht. Jenseites der Strapazen sein Leben neu aufzubauen, in der Regel mit einer neuen Sprache, kann sich islamischer Druck selbst dort unerbittlich fortsetzen. Einige MBBs haben weiter Angst vor den Regierungen in ihrer Heimat und leben daher in „einer Atmosphäre, die mit überwältigendem Misstrauen befrachtet ist“. Ein Konvertit hält fest: „Vielleicht ist jemand innerhalb der Kirche einer von ihnen.“ Entsprechend „sind Flüchtlinge darauf bedacht sich von anderen fernzuhalten und enthüllen niemals Informationen über ihre Fälle oder die Details ihres Lebens in der Heimat“. Frauen sehen sich besonderen Problemen gegenüber. Das European Centre for Law and Justice (Europäisches Zentrum für Gesetz und Recht) stellt zu Frankreich fest: „Einem beträchtlichen Anteil der konvertierten Frauen wird mit Zwangsverheiratung gedroht, in die Herkunftsländer ihrer Eltern zurückgeschickt zu werden oder ausgesondert zu werden, solange sie nicht zum Islam zurückkehren. In unregelmäßigen und zunehmend seltenen Fällen werden Konvertiten von Islamisten gelyncht und sogar getötet.“ Folglich gehen die Angst und Einsamkeit weiter.

Fazit

Beträchtliche freiwillige Übertritte von Muslimen zum Christentum laufen auf eine historische Neuheit hinaus, die eine ehrwürdige Unausgewogenheit verändert, in der der Islam fast ausnahmslos Gäubige auf Kosten der Christenheit abwarb. Diese Wende hat möglicherweise große Folgen dafür, wie Muslime sich selbst und ihre Religion betrachten; das aus den Einweg-Konversionen stammende traditionelle Selbstvertrauen gilt nicht mehr. Wird etwas anderes es ersetzen? Oder wird diese Verwundbarkeit das muslimische Vertrauen untergraben? Die Konsequenzen sind tiefgreifend.

Konversionen zum Christentum wiederum machen einen Teil eines großen Schritts weg vom Islam aus; einen, der auch Konversionen zu anderen Religionen (besonders zum Zoroastrismus bei Kurden und Hinduismus bei Indern; auch Judemtum und Buddhismus ziehen Konvertiten an) sowie die Annahme von Götterglaube und Atheismus einschließt. Zusammen stellen diese miteinander in Zusammenhang stehenden Trends eine selten bemerkte, aber bedeutsame Entwicklung dar, die weit geht, um den weithin festgestellten islamistischen Aufschwung des letzten halben Jahrhunderts zunichte zu machen, die diesen Aufschwung sogar rückgängig machen könnte.

Die palästinensischen Christen, die die Hamas verteidigen

Dexter Van Zile, the Algemeiner, 14. Juli 2021

Gazas Hamas-Chef Yahyah al-Sinwar spricht zu den Medien, Gaza-Stadt, 28. Oktober 2019. (Reuters/Mohammed Salem)

Die meisten Möchtegern-„Friedensstifter“ im Nahen Osten wissen es besser als die Hamas anzupreisen, eine Jihadisten-Organisation, deren Führer wiederholt zu Israels Vernichtung aufgerufen haben und die regelmäßig ihre Anhänger dazu anhalten Juden zu ermorden. Und die meisten Friedensstifter, besonders Christen, würden begreifen, dass die Feindschaft der Hamas gegenüber Israel herunterzuspielen, bei Menschen, die den politischen Realitäten im Heiligen Land etwas Aufmerksamkeit schenken, Geringschätzung und Verachtung auslösen würde.

Es gibt jedoch mindestens eine Person, die das Memo zur Hamas nicht erhalten hat. Das ist Reverend Alex Awad, ein palästinensischer Christ, der in Amerika lebt und US-Bürger ist. Awad, Mitglied der renommierten Familie Awad aus Bethlehem, scheint zu glauben, er könne die Hamas anpreisen ohne dass seine Glaubwürdigkeit Schaden nimmt.

In einem Brief an US-Präsident Joseph Biden und Außenminister Antony Blinken erklärte Awad vor kurzem, die Hamas dürfe nicht als Terrororganisation abqualifiziert werden; er sagte: „der Hamas das Etikett einer ‚Terrororganisation‘ anzuheften verbirgt die kompliziertere Wahrheit, dass die Hamas ein Spiegel und Ergebnis des untragbaren und ungerechten Status quo im Land ist.“

In demselben Brief, geschrieben im Auftrag einer Gruppe, die sich „Palestinian Christian Alliance for Peace“ (Palästinensisch-christliches Bündnis für Frieden) nennt, schreibt Awad, dass eine „beträchtliche Anzahl Palästinenser die Hamas unterstützt, weil sie sie als weniger korrupt und effektiver regierend als die Fatah betrachtet, nicht unbedingt wegen ihrer Ideologie.“

Awad berichtet auch, dass die Hamas sogar eine Reihe palästinensischer Christen unter ihren Repräsentanten und Wählern hat“ und dass die Organisation zu „einer Jahrzehnte langen Waffenruhe (hudna) mit Israel aufgerufen hat, das diesen ständig ablehnte“.

Mit dieser Argumentation versucht Awad die Hamas als glaubwürdigen Verhandlungspartner und Israel als einzig verantwortlich für fehlenden Frieden im Heiligen Land darzustellen.

Aber Israel zog 2005 aus dem Gazastreifen ab und die Hamas schoss mehr Raketen in den jüdischen Staat als sie das vor dem Abzug gemacht hatte. Aus irgendeinem Grund ist Awad weder in der Lage die Ungerechtigkeit des Handelns der Hamas einzugestehen, noch anzuerkennen, dass die Hamas geholfen hat den „untragbaren und ungerechten Status quo im Land“ zu schaffen.

Awad beschreibt die Hamas als weniger korrupt als die Fatah, das heißt aber nichts. Wenn die Organisation ehrlich ist, warum versuchte sie dann die Journalistin Hajar Harb in Abwesenheit überführen und zu sechs Monaten Gefängnis verurteilen zu lassen, weil sie über Korruption im von der Hamas betriebenen Krankenhaus im Gazastreifen berichtete? (Zum Glück war Harb, die sich zur Zeit ihres Verfahrens zu Krebsbehandlung in Jordanien aufhielt, in der Lage ihr Urteil aufheben zu lassen.)

Und wenn die Hamas so vertrauenswürdig ist, warum fließt dann Auslandshilfe, die die Gesundheit und das Wohlergehen der Palästinenser fördern soll, in den Bau von Raketen und Tunneln, die die Ermordung von Israelis ermöglichen? Warum nutzt die Hamas von der United Nations Relief and Works Agency (UNRWA) betriebene Schulen als Waffenlager?

Und wenn das Angebot der Hamas für eine Waffenruhe so glaubwürdig ist, wie erklärt Awad dann die fortgesetzten Schmähungen, Raketenangriffe, versuchten Terroranschläge und Brandsätze, die von der Organisation Richtung Israel gehen?

Die meisten Persönlichkeiten von öffentlichem Interessen würde an Glaubwürdigkeit verlieren, nachdem sie in derart begriffsstutziger Art die Hamas anpreisen, aber nicht Awad – aus einem einfachen Grund: Er hat keine Glaubwürdigkeit mehr, die er verlieren kann.

Bei der Konferenz „Christus am Checkpiont“ 2018 offenbarte Awad, ein ehemaliger methodistischer Missionar, seine Feindseligkeit gegenüber Juden, die es wagen im Weißen Haus zu arbeiten. Während der Konferenz zeigte Awad ein Dia mit dem Bild dreier offizieller Vertreter des Weißen Hauses, die ein Portrait von Donald Trump umgeben: Jason Greenblatt, Trumps Sonderrepräsentant für internationale Verhandlungen; David Friedman, US-Botschafter in Israel; und Jared Kushner, Trumps Schwiegersohn und ranghoher Berater. Die Bilder waren von den Worten begleitet: „Foul! Ein Rezept für Misserfolg.“

Awad sagte dann seinem Publikum, es solle sich das Bild ansehen.

„Stimmt da was nicht?“, fragte er. „Was ist falsch?“

Ein Mitglied des Publikums sagte: „Das sind alles Juden!“ und ein weiterer sagte: „Sie sind alle jüdisch!“

Awad machte dann klar, was er wollte.

„Sie sind alle Juden“, sagte er. „Millionäre und Milliardäre.“

Vielleicht hilft das zu erklären, warum Awad bereit ist die Hamas anzupreisen, denn sie haben etwas gemeinsam – sie verachten die Juden.

Artikel 22 der ursprünglichen Hamas-Charta erklärte, dass ihre Feinde (natürlich die Juden) „schon lange Pläne machen … und einen gewaltigen und einflussreichen materiellen Reichtum angesammelt haben. Mit ihrem Geld übernahmen sie die Kontrolle über die Weltmedien … Mit ihrem Geld zettelten sie Revolutionen in verschiedenen Teilen des Globus an … Es gibt keinen Krieg, nirgendwo, ohne dass sie ihre Finger im Spiel haben.“

Wie sich herausstellt hat die Hamas ihre Charta aktualisiert; darin wird jetzt erklärt, dass sie kein Problem mit dem Judentum als Religion haben, sondern mit Juden, die darauf bestehen ihre Selbstbestimmung beizubehalten (auch bekannt als „Zionisten“).

So schlimm ist christliches Friedenstiften geworden. Die Hamas könnte Awad Rat geben, wie man seine Verachtung für Juden verbirgt und immer noch die Botschaft rüberbringt.

Herr, erbarme dich.

Warum unterstützten Protestanten in Deutschland Rahebs Chasaren-Verschwörungstheorie?

Dexter Van Zile, Times of Israel (blogs), 23. Oktober 2020

Mitri Rabeh bie der Vollversammlung der Presbyterianischen Kirche (USA) (Foto. Dexter Van Zile)

Mitri Raheb ist bekannt für seine Neigung dazu, aus seiner Position als lutherischer Pastor in der Westbank heraus den jüdischen Staat zu dämonisieren.

Sein Buch Bethlehem Besieged (Belagertes Bethlehem) ist eine einseitige Darstellung der frühen Monate der Zweiten Intifada. Er spricht über die Panzer, Schützenpanzer und Hubschrauber, die Israel in die Westbank schickte, versäumt es aber den Selbstmord-Bombenanschlag auf das Park Hotel in Netanya während einer Pessahfeier zu erwähnen, bei dem 30 Israelis getötet und 140 weitere verletzt wurden und der Israels Entscheidung in die Westbank einzumarschieren vorausging.

Raheb unterließ es ebenso seinen Lesern zu erzählen, dass in den Wochen vor der Operation Verteidigungsschild mehr als 80 Israelis (zumeist Zivilisten) von palästinensischen Selbstmordbombenanschlägen und mehr als 35 Zivilisten von Gewehrfeuer getötet wurden. Israels Entscheidung mit Panzern und Schützenpanzern in die Westbank einzumarschieren war eine Konsequenz dieser Anschläge, die Raheb ignoriert.

2017 besuchte Raheb die Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg, Ort regelmäßiger israelfeindlicher und judenfeindlicher Hetze. Er erzählte den Leuten, sein Besuch sei ein „unvergesslicher Abend gewesen … demonstrierte Glaube an den Raum des Reichs und christlich-muslimischer Einheit als Mittel kreativen Widerstands“.

Das ist alles ziemlich unverantwortliches Zeug, aber es kommt noch schlimmer. 2012 redigierte und veröffentlichte Raheb The Biblical Text in the Context of Occupation: Towards a new hermeneutics of liberation (Der biblische Text im Kontext von Besatzung: Auf dem Weg zu einer neuen Hermeneutik der Befreiung) in der von ihm betriebenen gemeinnützigen Organisation Diyar Institute.

In diesem Buch schrieb Rahe, seine Leser „sollten vorsichtig sein, wenn sie von der ‚Rückkehr‘ der Juden reden, als würden diese so etwas wie eine Heimkehr in ihr ursprüngliches Land erleben“.

Um seine Darstellung der Juden als Eindringlinge zu untermauern, die wirklich keinerlei Verbindung zum Land Israel haben, schriebt Raheb: „Viele der jüdischen Emigranten [sic] nach Palästina waren in Wirklichkeit keine Nachkommen dieses einheimischen Volks, die ins Exil getrieben wurden, sondern hauptsächlich die Nachkommen nordafrikanischer Berberstämme oder osteuropäischer ‚Chasaren‘-Stämme, die zum Judentum konvertierten. Für sie war Jerusalem das, was Rom für die Katholiken ist.“

Ja, Sie haben richtig gelesen.

Rev. Dr. Mitri Raheb, der den „Deutschen Medienpreis“ verliehen bekam, verkauft 2012 diese alte Lüge, dass die modernen Juden keine Verbindung zu den Juden haben, von denen in der Bibel geschrieben ist, indem er das Märchen von den „Chasaren“ ins Feld führt.

Raheb verkauft diese gründlich diskreditierte Verleumdung im Namen des „Friedens“ als würde die jüdische Verbindung zum Land Israel in Verruf zu bringen das Leben der Palästinenser verbessern (tut es nicht).

Angesichts der Geschichte Rahebs sollte es nicht überraschen, dass er eine solch üble und unredliche Lüge verbreitet. Was überrascht ist aber, dass das Buch, in dem er dieses Sprachbild bewirbt, mit Hilfe der Protestanten in Deutschland veröffentlicht wurde. Auf der Rückseite des Titels des Buchs heißt es ausdrücklich, dass es vom „Verband der protestantischen Kirchen und Vertretungen in Deutschland“ unterstützt wird [der angeführte Link führt leider inzwischen ins Leere – heplev].

Warum unterstützte ein (ausgerechnet!) in Deutschland arbeitender Kirchenverband die Veröffentlichung eines Buchs, das eine offenkundig antisemitische Verleumdung zum Inhalt hat – dass die in Israel lebenden Juden von heute keine Verbindung zu den Juden der Bibel und daher keinen legitimen Platz im Land Israel haben?

Kirchen in Ägypten: Schikanierte Inseln in einem Meer von Moscheen

Raymond Ibrahim, 3. Juni 2021 (Coptic Solidarity)

Nach Angaben eines arabischsprachingen Berichts vom 19. Mai 2021 kündigte Ägyptens Ministerium für Stiftungen gerade an, dass in dem nordafrikanischen Staat seit September 2020 1.413 Moscheen – davon waren 1.315 brandneu – eröffnet wurden.

Diese Ankündigung unterstreicht die Doppelstandards, die Christen und Muslime in Ägypten erwarten können. Denn insofern als Moscheen sich überall im Staat verbreiten, ist der Bau neuer oder auch nur die Renovierung alter Kirchen für Kopten wie Zähne ziehen.

Nach Angaben einer detaillierten Studie des Autors Adel Guindy „gibt es eine Kirche pro 5.800 orthodoxen Kopten“; das zwingt viele Christen „für Gottesdienste (Taufen, Hochzeiten, Beerdigungen und regelmäßige Messen) weite Entfernungen außerhalb nach ihrer eigenen Städte zurückzulegen“. Andererseits gibt es auf Grundlage der Zahl der Moscheen in Ägypten (114.000 im Jahr 2016, heute sind es mehr) und Ägyptens geschätzter muslimischer Bevölkerung für etwa alle 700 Muslime eine Moschee. Mit anderen Worten: Selbst nach Ausgleich des Verhältnisses zwischen Muslimen und Christen gibt es immer noch etwa acht Moscheen pro Kirche. Die Diskrepanz könnte nicht deutlicher sein.

Wie Coptic Solidarity in einem Bericht von 2019 feststellten, „wendet die ägyptische Regierung nicht ein einziges Gesetz auf gleiche Weise für den Bau und die Reparatur von Moscheen, Kirchen und Synagogen an“. In der Tat prahlte die ägyptische Regierung Ende 2016 – um die Zeit, als an der Kathedrale St. Petrus in Kairo eine Bombe gelegt wurde, mit der 25 koptische Gottesdienstbesucher getötet und als mehrere andere Kirchen von den Behörden geschlossen wurden – damit, dass jede Woche 10 neue Moscheen eröffnet wurden und mehrere Milliarden ägyptische Pfund zur Eröffnung tausender weiterer zugewiesen wurden. Gleichermaßen wird Al-Azhar, die „größte Autorität für theologische und islamische Angelegenheiten“, komplett von der Regierung subventioniert (13 Milliarden ägyptische Pfund im Jahr 2018 – $726 Millionen US-Dollar).

Im Gegensatz dazu wird jedes christliche Gotteshaus in Ägypten von seiner (oft verarmten) Gemeinde ohne jegliche Regierungshilfe unterhalten; darüber hinaus, führt der CS-Bericht fort, „hat die ägyptische Regierung die Schließung zahlreicher Kirchen in direktem Gesetzesbruch geschlossen“; und während „die ägyptische Regierung Imame ernennt und ihre Gehälter zahlt, erhalten christliche und andere Glaubensleiter keine Vergütung durch die Regierung.“

Warum ein solcher Doppelstandart existiert, ist auf Artikel 2 der ägyptischen Verfassung zurückzuführen: „Der Islam ist die Religion des Staates … Die Prinzipien der islamischen Scharia sind die Hauptquelle der Gesetzgebung.“ Zufällig ist die islamische Scharia gegenüber nichtmuslimischen Gotteshäusern entschieden feindselig; streng interpretiert verbietet die Scharia den Bau oder die Renovierung von Kirchen in Ägypten. Obwohl das Gesetz nicht strikt durchgesetzt wird, lebt sein „Geist“ – der Feindschaft gegenüber Kirchen in Ägyptens breiter Masse – weiter.

Somit gibt es bei den Gelegenheiten, wo christliche Beharrlichkeit die Bürokratie des „Jihad“ überwindet und eine Genehmigung für eine Kirche beschafft worden ist, den muslimischen Mob, mit dem man fertig werden muss. Sobald lokale Muslime Wind davon bekommen, dass eine Kirche in ihrem Viertel anerkannt wird, bilden diese große Mobs – typischerweise nach den Freitagsgebeten, wenn der Imam sie aufstachelt – sie randalieren, greifen Christen an und manchmal töten sie sie und zünden ihre Häuser und/oder die fraglichen Kirchen an. Dann ziehen die lokalen Behörden, von denen einige dem Mob helfen oder ihn decken, um die Lage zu entschärfen, die für die Kirche anstehende Genehmigung prompt zurück, weil sie angeblich für das Dorf eine „Sicherheitsgefährdung“ darstellt.

„Ein Großteil der muslimischen jungen Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren aus unserem Dorf und aus der Nähe versammelten sich vor unserem Kirchengebäude, brüllten „Allahu Akbar“ und skandierten feindselige Parolen gegen Kopten und die Kirche wie ‚Wir wollen keine Kirche in unserem islamischen Dorf‘“, erinnerte sich Moheb, ein Mitglied einer der geschlossen Kirchen in Luxor.“ Sie versuchten die Vordertür einzudrücken … aber wir versperrten sie von innen. Wir riefen sofort die Polizei, die kam und die Demonstranten zerstreute, aber sie unternahmen nichts, um jemanden festzunehmen. Dann schlossen sie das Kirchengebäude, versiegelten es und stellten eine Wache davor.“

In Reaktion auf diese Schließung äußerte Gamil Ayed, ein örtlicher koptischer Rechtsanwalt, typische christliche Gefühle: „Wir haben nicht gehört, dass je eine Moschee geschlossen oder dass darin Gebet gestoppt wurde, weil sie keine Genehmigung hatte. Ist das Gerechtigkeit? Wo ist die Gleichberechtigung? Wo ist die Religionsfreiheit? Wo ist das Recht? Wo sind die staatlichen Institutionen?

Zwei Monate, bevor die acht Kirchen geschlossen wurden, wurde eine andere nahe gelegene Kirche unter identischen Umständen gesperrt. „Es gibt in unserem Dorf etwa 4.000 Christen und wir haben jetzt keinen Ort, an dem wir beten können“, reagierte der örtliche Einwohner Rafaat Fawzy. „Die nächste Kirche ist … 15km weit weg. Es ist schwierig in diese Kirche zu gehen und zu beten, besonders für die Alten, die Kranken und die Kinder.“

Auch er fuhr mit dem Stellen derselben Fragen fort, die Millionen Christen in Ägypten auf dem Herzen haben: „Welche Rechte haben wir? Es gibt sieben Moscheen in unserem Dorf und Muslime können überall frei beten, aber wir werden daran gehindert unseren religiösen Riten an einem einfachen Ort auszuüben, von dem wir geträumt haben. Ist das Gerechtigkeit? Wir werden in unserem eigenen Land unterdrückt und für uns gibt es keine Rechte.“

Ein paar Tagen nach der Schließung der Kirchen in Luxor griffen Muslime Christen in Al-Minya an, weil sie „Einwände gegen die Anwesenheit einer Kirche in der Gegend“ hatten; drei Christen mussten stationär im Krankenhaus behandelt werden.

All diese Angriffe gab es, muss erwähnt werden, zwei Jahre nachdem Ägyptens groß angepriesenes „Kirchengesetz“ 2016 beschlossen wurde, das die Einschränkungen für Kirchen verringern sollte, das aber in Wirklichkeit „die christliche Minderheit in Ägypten diskriminiert“, so ein Zitat von Human Rights Watch.

Die vielen Schwierigkeiten, denen Ägyptens Christen im Kontext von Gottesdiensten begegnen, sind nur eine von etlichen Verletzungen ihrer Menschenrechte. Ob ihre Töchter entführt und zwangsweise zum Islam konvertiert und verheiratet werden oder ob sie dank der Lehren in oft mit der Regierung verbundenen Moscheen und Universitäten dämonisiert und gehasst werden: Christen haben in Ägypten schlicht nicht dieselben Menschenrechte, die Muslime haben.

Nicht so bald

Dexter Van Zile, The Times of Israel blogs, 11. Mai 2021

Nahe Wadi Qelt (Foto: Dexter Van Zile)

Ich weiß, wann Jesus wiederkommen wird.

Er wird wiederkommen, wenn die christlichen Friedensstifter die Palästinenser für ihre Missetaten im  Heiligen Land zur Rechenschaft ziehen.

Er wird wiederkommen, wenn die christlichen Patriarchen in Jerusalem die Wahrheit darüber sagen, was in der Heiligen Stadt tatsächlich vorgeht.

Er wird wiederkommen, wenn christliche ökumenische Organisationen die Gewalt gegen Christen mit genauso vehement verurteilten, mit der sie die nötige jüdische Selbstverteidigung beklagen.

Er wird wiederkommen, wenn die Christen die Bemühungen den Juden ihr Leben und ihrer Freiheit zu nehmen mit mehr Energie verurteilen als sie die jüdischen Bemühungen zum Schutz dieser Güter verurteilen.

Ich wie, wann Jesus wiederkommen wird.

Heute nicht.

Morgen nicht.

Übermorgen nicht.

Nicht so bald.

Die „Intoleranz und Feindschaft“, die Muslime gegenüber Nichtmuslimen zeigen, ist nicht neu – sie ist 1.400 Jahre alt

Hugh Fitzgerald, Jihad Watch, 29. Dezember 2020

Der palästinensische Christ Bischara Bahbah zeichnet ein düsteres Bild des Schicksals der Christen im von der Hamas beherrschten Gazastreifen, aber gleichzeitig beschreibt er eine unverbesserlich optimistische Version davon, wie palästinensische Christen in den von der PA beherrschten Teilen der Westbank leben. In dieser Version verstehen Christen sich mit ihren muslimischen „Freunden und Nachbarn“ hervorragend. Die Wahrheit sieht ganz anders aus.

Als Teil seines Versuchs den Umgang mit Christen in der PA reinzuwaschen verweist Bahbah auf den Pakt Omars als „garantiertes Recht und buchstabierte Verpflichtungen“ für Christen in einem mehrheitlich muslimischen Land. Er behauptet: „Der Pakt repräsentiert in erster Linie die Verpflichtung von Muslimen, Religion und Eigentumsrecht von Christen und Juden zu respektieren und zu schützen.“ Viele Gelehrte glauben, dass der Pakt Omars eine spätere Fälschung ist, aber wie immer die Wahrheit lautet, wann und von wem er verfasst wurde: Es ist kaum eine Verpflichtung von Muslimen die Religion und die Eigentumsrechte von Nichtmuslimen zu „respektieren und zu schützen“. Stattdessen ist er eine erschöpfende Liste dessen, was Nichtmuslime tun müssen, wenn sie in einem muslimischen Gemeinwesen am Leben und fähig bleiben wollen ihren Glauben zu leben.

Hier ist die Liste:

  • Verbot des Baus neuer Kirchen, Gebetsstätten, Klöstern oder einer neuen Zelle. Es war auch verboten neue Synagogen zu bauen.
  • Verbot des Wiederaufbaus zerstörter Kirchen bei Tag oder bei Nacht, nicht in ihrem eigenen Viertel, nicht derer, die in Vierteln von Muslimen liegen.
  • Die Gebetsstätten von Nichtmuslimen müssen eine niedrigere Höhe haben als die niedrigste Moschee des Ortes.
  • Die Häuser von Nichtmuslimen dürfen nicht höher sein als die Häuser von Muslimen.
  • Verbot ein Kreuz an Kirchen anzubringen.
  • Muslimen muss es jederzeit erlaubt sein Kirchen (zum Schutz) zu betreten, Tag und Nacht.
  • Die Verpflichtung, dass der Ruf zum Gebet durch eine Glock oder eine Art Gong (Nakos) leise sein muss.
  • Verbot, dass Christen und Juden ihre Stimmen bei Gebetszeiten erheben.
  • Verbot nichtmuslimische Kinder den Koran zu lehren.
  • Christen wurde verboten ihre Religion öffentlich zu zeigen oder in der Öffentlichkeit, auf der Straße oder den Märkten mit Muslimen mit christlichen Büchern oder Symbolen gesehen zu werden.
  • Umzüge an Palmsonntag und Ostern wurden verboten.
  • Beerdigungen müssen in aller Stille erfolgen.
  • Verbot der Beerdigung von nichtmuslimischen Toten in der Nähe von Muslimen.
  • Verbot ein Schwein neben einem muslimischen Nachbarn aufzuziehen.
  • Christen wurde verboten Muslimen alkoholische Getränke zu verkaufen.
  • Christen wurde verboten Spionen Deckung oder Unterkunft zu gewähren.
  • Verbot Lügen über Muslime zu erzählen.
  • Verpflichtung Muslimen gegenüber Achtung zu zeigen. Wenn ein Muslim sitzen möchte, sollten Nichtmuslime von ihren Sitzen aufstehen und sie dem Muslim anbieten.
  • Verbot des Predigens zu Muslimen im Versuch sie vom Islam wegzukonvertieren.
  • Verbot der Verhinderung des Übertritts einer Person zum Islam, die konvertieren will.
  • Das Erscheinungsbild der Nichtmuslime muss sich von dem der Muslime unterscheiden: Verbot des Tragens der Qalansuwa (eine von Beduinen getragene Art Kuppel-Kopfbedeckung), des Beduinen-Turban (Amamh), muslimischer Schuhe und Sasch an der Taille. Was ihre Köpfe angeht, so war es verboten das Haar seitlich zu kämmen, wie es muslimischer Brauch ist; und sie wurden gezwungen das Haar vorne am Kopf zu schneiden. Nichtmuslime dürfen die arabisch-muslimische Art zu reden nicht beginnen, noch dürfen sie die Kunyas (arabische Beinamen wie „Abu Khattib“) annehmen.
  • Verpflichtung Nichtmuslime durch Stutzen des Stirnhaares am Kopf zu identifizieren und dadurch, dass sie sich immer in derselben Art kleiden, wohin auch immer sie gingen, wobei der Zunnar (eine Art Gürtel) um die Taille gebunden wurde. Christen mussten blaue Gürtel oder Turbane tragen, Juden gelbe Gürtel oder Turbane. Zoroastrier mussten schwarze Gürel oder Turbane tragen und Samaritaner rote Gürtel oder Turbane.
  • Verbot Tiere auf die muslimische Art zu reiten und Verbot mit einem Sattel zu reiten.
  • Verbot der Annahme eines muslimischen Ehrentitels.
  • Verbot arabische Inschriften auf Siegel zu gravieren.
  • Verbot des Besitzes jeglicher Waffen.
  • Nichtmuslime mussten einen vorbeikommenden muslimischen Reisenden mindestens drei Tage lang beherbergen und verpflegen.
  • Nichtmuslimen war verboten einen muslimischen Gefangenen zu kaufen.
  • Verbot Sklaven zu nehmen, die Muslimen zugewiesen wurden.
  • Wenn ein Nichtmuslim einen Muslim schlägt, wird sein Dhimmi-Schutz aufgehoben.
  • Im Gegenzug wird ein muslimischer Herrscher christlichen Gläubigen, die die Regeln des Paktes befolgen, Sicherheit bieten.

Wer glaubt, wenn er diese Liste liest, dass im heutigen „Palästina“ (d.h. Gazastreifen und PA-Gebiete) der Omar-Pakt „in erster Linie die Verpflichtung der Muslime die religiösen und Eigentumsrechte von Christen und Juden zu respektieren und schützen darstellt? Es handelt sich um eine Liste, die Christen nachdrücklich auf ihren permanent untergeordneten Platz verweist, wo sie sich strikt an Dutzende Regeln halten müssen, die ihren niedrigen Status gegenüber Muslimen betonen und wenn nicht, dann verlieren sie ihre Sicherheit, was heißen kann, dass sie getötet werden dürfen. Natürlich werden die meisten dieser Einschränkungen nicht länger aufgebürdet, aber die vor langer Zeit geschaffene Atmosphäre – das heißt eine Einstellung muslimischer Verachtung für Christen, die schon so lange andauert wie der Islam selbst existiert – bleibt und erklärt, warum Christen in muslimischen Ländern niemals als Gleiche behandelt werden, sondern immer noch einer Menge Behinderungen und Drohungen unterworfen werden. Denken Sie daran, wie Christen in Pakistan, in Nigeria, in Ägypten, im Iran alle in Angst vor muslimischen Nachbarn leben. Und wie könnten muslimische Einstellungen anders ein, angesichts dessen, dass der Koran sie lehrt, sie seien „die besten Menschen“ (Sure 3,110), während Nichtmuslime „die abscheulichsten aller Geschöpfe“ sind?

Ich erinnere mich, als ich in der Altstadt von Jerusalem aufwuchs, gehörte der Ramadan zu unseren Lieblingsfeiertagen. Wir teilten Essen mit unseren muslimischen Nachbarn; wir sahen uns gemeinsam die besten arabischen Seifenopern an; und wir liebten es die Stimme des Mussaher zu hören, der Person, die vor dem Sonnenaufgang herumging um die Leute zu wecken, damit sie essen konnten, bevor das Fasten beginnt. Und ich erinnere mich an die guten Wünsche unserer muslimischen Freunde und Nachbarn, wenn wir Weihnachten feierten.

Bishara Bahbah mag angenehme Kindheitserinnerungen an sein Aufwachsen in einem gemischten Viertel haben, wo die Christen Ramadan-Mahle mit Muslimen teilten und Muslime an Weihnachten ihren christlichen Freunden „gute Wünsche“ ausrichteten, aber er spielt das zu sehr hoch. Solche Anekdoten beweisen nur, dass manche Muslime, die er kannte, bereit waren die koranischen Verfügungen gegen das Anfreunden mit Christen und die Regel, dass sie die religiösen Feiertage der Ungläubigen – selbst einen Gruß – nicht anzuerkennen zu verletzten. Aber er weiß mit Sicherheit, dass es hunderte Millionen Muslime gibt, die nicht so entgegenkommend sein würden und dass sie es sind, die sich islamisch korrekt verhalten, nicht diese „muslimischen Freunde und Nachbarn“ aus der Kindheit, die an Weihnachten Gutes wünschten.

Hamas, ich sage euch, wir palästinensische Christen sind immer ein integraler Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft gewesen. Wir sind ein fester Bestandteil des Gefüges des Landes. Wir lieben unser Land und unsere Nation mehr, als ihr es jemals tun werdet. Ihr dient einer fremden Macht, dem Iran, schmuggelt nutzlose Waffen ein und schießt sie auf Befehl eurer Herren ab.

Bishara liegt nicht falsch damit die Hamas mit dem Iran zu verbinden, der ihr heute Geschosse und Raketen zur Verfügung stellt. Aber sein wiederholtes Bestehen darauf, dass „palästinensische Christen immer ein integraler Bestandteil der palästinensischen Gesellschaft gewesen sind“, ist Wunschdenken. Wären sie immer ein „integraler Bestandteil“ der palästinensischen Gesellschaft gewesen, wären sie nicht die Objekte so vieler Angriffe auf Kirchen, Pastoren, treue Christen gewesen. Sie würden die PA-Gebiete und den Gazastreifen nicht in solchen Zahlen verlassen.

Eure eifernde Haltung gegenüber den palästinensischen Christen disqualifiziert euch als legitime politische Partei der palästinensischen Politik. Euer Fanatismus brachte Intoleranz und Feindschaft in unser Volk. Komme, was da wolle, wir werden das Volk des Gazastreifens – Muslime wie Christen – aus euren despotischen Klauen befreien. Diejenigen, die euch unterstützen, werden als Verräter ausgestoßen werden. Ihr habe allen Anschein der Legitimität in den Augen des palästinensischen Volks und der Welt verloren. Ihr repräsentiert nichts  außer eurem erbärmlichen Selbst.

Es ist eine Schande, dass es keine Landbrücke zwischen der Westbank und dem Gazastreifen gibt, die es den palästinensischen Sicherheitskräften erlauben würde in den Gazastreifen zu marschieren und ihn gewaltsam von dem Krebs namens Hamas zu befreien. Und diejenigen, die euch unterstützen und finanzieren und die, die euch ausbilden und eure Führer beherbergen sind genauso schuldig wie ihr.

Lasst es jedem eine Lehre sein, der versucht palästinensische Christen zu beleidigen, auszugrenzen oder herabzusetzen, ob nun von innen oder von außen: Der Tag wird kommen, an dem die Palästinenser – Muslime und Christen und viele Menschen weltweit – den Gazastreifen von euch und eurer Tyrannei befreien.

Und Übrigens: Frohe Weihnachten.

Bishara Bahbah beliebt es zu glauben, es sei nur die Hamas, die es geschafft hat die warmen Beziehungen zwischen palästinensischen Christen und Muslimen zu ruinieren. Die „Intoleranz und Feindseligkeit“, die Muslime gegenüber Nichtmuslimen zur Schau stellen, ist nicht neu – sie ist 1.400 Jahre alt. Sein fantastischer Glaube – unter der Annahme, dass er sich tatsächlich selbst davon überzeugt hat – dass palästinensische Muslime und Christen immer glänzend miteinander ausgekommen sind, bis die Hamas kam diese historische Harmonie im Gazastreifen zu verderben, ist falsch. Es gibt viele Fakten, die eine andere Geschichte der christlich-muslimischen Beziehungen erzählen.

Hier sind ein paar dieser Fakten:

Nablus war vor 40 Jahren Heimat von mehr als 3.000 Christen; heute sind in der Stadt gerade 700 übrig.

Tulkarm hatte vor 30 Jahren eine Gemeinschaft von 2.000 Christen; heute zählt sie 12 Familien. „Wir bereiten uns darauf vor ins Ausland zu ziehen, an einen Ort, an dem wir ein besseres Leben führen können, sagte Reverend Dahoud Dimitry, Leiter der griechisch-orthodoxen Kirche des Heiligen Georg, die im September 2006 nach der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen in dänischen Zeitungen niedergebrannt wurde.

Die christliche Bevölkerung Bethlehems ist auf 14% der Bevölkerung gefallen, von 85% in den 1950-er Jahren und 40% 1997. Die Christen in dieser Stadt haben die Belagerung der 1.400 Jahre alten Geburtskirche, des Geburtsortes Jesu, durch 100 dem PA-Vorsitzenden Arafat treu ergebene Milizionäre im Jahr 2002 nicht vergessen. Die muslimischen Terroristen hielten Dutzende Christen als Geiseln, darunter Priester und Nonnen; sie schändeten Bibeln, leerten die Kirchenkasse und setzen Teile der Jahrhunderte alten Kirche in Brand. Der frühere Bürgermeister der Stadt, Hanna Nasser, hat unverblümt vorausgesagt: „Es gibt keine Zukunft für Christen in Bethlehem.“

Reverend Tomey Dahoud, Leiter der griechisch-orthodoxen Kirche in Taubus, einer Stadt nahe Jenin, hat gesagt: „Das islamische Volk will uns töten. Das ist ihr Prinzip und Glaube. Sie wollen keine Christen in diesem Land. Sie wollen unsere Namen nicht hören; sie wollen uns nicht sehen. Das ist die Realität.“ Auf seine Kirche wurde bei Krawallen im September 2006 ein Brandbomben-Anschlag verübt.

Sogar in Ramallah, das als liberalste Stadt unter palästinensischer Kontrolle gilt, sind Drohungen gegen Christen alltäglich. Pastor Isa Bajalia, ein evangelisch arabisch-amerikanischer Pastor, der seit 1991 mit Frau und Sohn in Ramallah lebte, wurde wiederholt von einem offiziellen Fatah-Vertreter der Tanzim-Milizen bedroht. Der Beamte forderte $30.000 zu seinem Schutz. Aufgrund der Drohungen war Bajalia gezwungen nach Jerusalem zu fliehen, wo er unter israelischer Herrschaft sicher lebt.

Die Beziehungen zwischen palästinensischen Christen und Muslimen haben sich – trotz dem, was Bishara Bahbah uns glauben machen will – nicht nur im Gazastreifen, sondern auch unter PA-Herrschaft stetig verschlechtert.

Bahbah hat recht mit der Behauptung, dass die Situation für Christen im Gazastreifen besonders heikel ist, seit die Hamas im Januar 2006 die Kontrolle übernahm; die Scharia, das islamische Recht wurde verhängt. Angriffe auf Christen wurden alltäglich. Es hat mehrere Bombenanschläge auf Kirchen und auf die Schule Zahwa Rosary außerhalb von Gaza Stadt gegeben. Aber er hätte auch zugeben müssen, dass die Position der Christen in den PA-Gebieten und überall in der muslimischen Welt schwierig, bedenklich und an einigen Orten untragbar ist.

Hätte Bishara Bahbah es gewagt die Wahrheit zu sagen, dann hätte er etwas wie das hier geschrieben:

„Ich erinnere mich daran, dass ich in meiner Kindheit mit meinen muslimischen Nachbarn in Jerusalem gut auskam. Glücklicherweise waren sie aus toleranten Familien, die es ablehnten den Geboten des Koran zu folgen sich nicht mit Christen oder Juden anzufreunden. Ich hatte Glück, denn es gibt bestimmt sehr viele Muslime, die nicht so tolerant sind, wie die Drohungen und Angriffe auf unsere Pastoren, Kirchen und einzelne Christen überall in von der PA beherrschten Gebieten und noch heftiger im Gazastreifen deutlich machen. Und in jeder einzelnen Gemeinde, in der es Christen gab – in Nablus, Tulkarm, Taubus, Ramallah und besonders in Bethlehem – ist ihre Zahl beständig zurückgegangen, sie haben unbestreitbare Beweise der Bedrängung und Verfolgung erlitten.

Es stimmt jedoch, wenn die Umstände für Christen in der Westbank schlecht sind, dann sind sie im von der Hamas regierten Gazastreifen viel schlimmer. Von 5.000 Christen im Jahr 2006 sind heute noch 750 übrig. Dort ist die Scharia eingeführt worden. An christlichen Kirchen und mindestens eine christlichen Schule sind Bomben gelegt worden. In ein paar Jahren wird es im Gazastreifen keine Christen mehr geben, was das bezeugt, was sie erleiden mussten und das führte dazu, dass sie am Ende alle fliehen. Einige von ihnen gehen ins Ausland, nach Kanada oder Australien. Einige finden Zuflucht in Israel, das der einzige Ort im Nahen Osten ist, wo Christen ihre Religion frei ausüben können; ihre Sicherheit wird von der Regierung garantiert.“

Das ist das, was Bishara Bahbah hätte schreiben sollen. Aber hätte er sich je erlauben können diese Wahrheiten von sich zu geben? Ach Unsinn.