Antisemitismus unter dem Deckmantel der Menschenrechte

Der Weltkirchenrat, eines der wichtigsten Gremien der christlichen Welt, lehnt immer noch die Vorstellung ab, dass die Delegitimierung des Staates Israel eine Form von Antisemitismus ist.

Liora Henig-Cohen, Israel HaYom, 7. August 2019

Die steigende Flut des Antisemitismus überall auf dem Globus ist nicht zu leugnen, ob sie von den radikalen Rändern der Rechten oder der Linken anschwellen oder über die verschiedenen Ströme des Islam und des Christentums verbreitet wird. 2016 verabschiedete die Internationale Holocaust-Gedenkallianz, die aus 30 Regierungen besteht, eine „Arbeitsdefinition“ des Phänomens: Neben der Erkennung des klassischen Antisemitismus erkannte die Definition auch die Delegitimierung des Staates Israel als neue Form des Antisemitismus an. Unter anderem schloss die IHRA in ihrer Definition Phänomene wie die Leugnung des Rechts des jüdischen Volks auf Selbstbestimmung, die Gleichsetzung der heutigen Politik Israels mit der der Nazis, die Anwendung von zweierlei Maß gegenüber Israel und weiteres ein.

Während Länder wie Großbritannien und Deutschland sowie internationale Gremien wie die Europäische Union die Definition übernahmen, lehnen verschiedene andere sie immer noch ab. Eines davon ist der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK/Weltkirchenrat), eine Organisation von rund 350 nicht katholischen Kirchen weltweit, die auch aus kirchenbasierten Hilfsorganisationen besteht, die den Großteil der humanitären Auslandshilfsoperationen in Israel repräsentieren. Der ÖRK ist inzwischen seit Jahren wegen seiner Verwendung antisemitischer Motive kritisiert worden und auf einer Konferenz hat der Rat gerade gesagt, dass er die Definition der IHRA ablehnt.

Der ÖRK betreibt das Ecumenical Accompaniment Programme in Palestine, das Aktivisten im Ausland rekrutiert, sie für drei Monate nach Israel schickt und ausbildet, um antiisraelische Kampagnen zu führen. Diese Aktivität wird oft von Ausdrucksformen von Antisemitismus seitens ranghohen ÖRK-Vertretern und Programmaktivisten gestützt, die zusammen mit ihrer Verbreitung antijüdischer Theologie die IHRA-Definition verletzen.

Ranghohe ÖRK-Vertreter betrachten Israel als alleinverantwortlich für die „Schwierigkeiten, die Christen im heiligen Land haben“, während sie die Augen vor den vielen Härten verschließen, denen Christen in der palästinensischen Autonomie ausgesetzt sind. Sie lehnen die Verbindung zwischen Israel und dem jüdischen Volk ab und benutzen religiöse Begrifflichkeiten, um christliche Unterstützung für Israel zu bekämpfen. ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit von der Kirche Norwegens verglich den Kampf gegen Apartheid in Südafrika mit der „Krise in Israel und Palästina“. Der ÖRK wirbt auch für das „Kairos-Palestina“-Dokument, das postuliert, der Weste entschädige die Juden für ihr Leiden in Europa auf Kosten der Palästinenser. Die Wurzeln des Terrors liegen nach Angaben des Dokuments in der menschlichen Ungerechtigkeit, die von den „Übeln der Besatzung“ verursacht sind. In Reaktion auf einen Hungerstreich palästinensischer Sicherheitsgefangener in Israel, darunter der terroristische Drahtzieher Marwan Barghouti, erklärte Tveit: „Die überwiegende Mehrheit der palästinensischen Häftlinge in israelischen Gefängnissen sind politische Gefangene und als Christen müssen wir daran erinnern, dass Jesus Mitgefühl für Gefangene hatte und ihre Freilassung forderte.“

Selbst wenn man die Ablehnung der IHRA-Definition für Antisemitismus durch den ÖRK ignoriert, überschritt die Organisation vor langer Zeit eine rote Linie. Im Wesentlichen gibt es keinen Unterschied zu vielen der anderen extremistischen Organisationen, die sich auf die Delegitimierung Israels unter dem Deckmantel der Menschenrechtsfälle konzentrieren. Der ÖRK ist allerdings nicht irgendeine Organisation; er ist eines der wichtigsten Gremien in der christlichen Welt, seine religiösen Repräsentanten arbeiten in Israel und ihre Behauptungen gegen den jüdischen Staat werden von religiöser Rhetorik begleitet.

Der ÖRK spiegelt die Tendenz, die viele internationale Hilfsgruppen teilen: Sie verpacken ihre Behauptungen gegen Israel in antisemitische Rhetorik und tragen damit dazu bei das Phänomen zu verschlimmern. Echte Veränderung kann nur kommen, wenn diejenigen, die vorgeben für Menschenrechte einzutreten, die Bedeutung der IHRA-Definition internalisieren – und sie übernehmen.

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Die Wissenschaften haben endlich bewiesen, dass Atheismus jeglicher Logik und Vernunft trotzt

Phil Schneider, Israel Unwired, 25. Juli 2019

Das Leben eines Atheisten ist nicht leicht. Es ist das Leben eines Menschen, die ohne Verbindung zu seinem Schöpfer durch das Leben gehen muss. Viele selbsterklärte Atheisten glauben, dass sie in diesen Tagen und diesem Zeitalter die vernünftigen Menschen sind. In Wirklichkeit sind es die Atheisten, die so vieles, das in unserem Universum geschieht, zufällig erklärten müssen. Das geht weit über die Logik eines Menschen hinaus. Aber Atheisten werden allgemein immer noch als die Zynischen und Logischen angesehen, obwohl sie in Wirklichkeit die weniger vernünftigen sind.

Gott in unserem Leben

Die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt glauben an Gott. Sie sind nicht zu 100% sicher, dass Gott existiert – selbst wenn sie das sagen. Aber sie leben eine Leben der Wahl und des Glaubens. Sie beschließen mit Gott zu leben. Ohne sich auf die viele Belege von Gottes Existenz zu konzentrieren und wie er in unser Leben eingreift, haben Gottgläubige einen wichtigen Schritt in ihrem Leben getan. Warum? Weil sie nicht alleine sind. Sie gehen nicht in einem Zustand der Einsamkeit durch das Leben – niemals.

Der Staat Israel ist ein Beweis für die Existenz Gottes

Von allen Beweisen für die Existenz Gottes ist das moderne Israel einer der überzeugendsten Belege. Es gibt jede Menge Erklärungen für Israels Existenz in einem Meer des Hasses. Aber ehrlich: Keine davon kann einschätzen und erklären, wie Israel tatsächlich überleben konnte. Das beste Beispiel ist Israels Unabhängigkeitskrieg. 1948, nur drei Jahre nach dem Ende des Holocaust, kam das jüdische Volk buchstäblich zurück ins Leben und mit kaum einer starken Waffe widerstand es 5 eindringenden Armeen. Ja, Armee-Experten können analysieren und Menschen für ihren Mut auszeichnen. Aber die logischste Erklärung ist gewiss das Eingreifen einer höheren Macht. Gottes Hand ist von Massen an Menschen tagtäglich zu spüren – nicht nur in Israel, sondern überall auf der Welt.

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Video-Text übersetzt:

1966 brachte das TIME Magazine eine Titelgeschichte mit der Frage: „Ist Gott tot?“
Die Titelseite spiegelt die Tatsache, dass viele Leute das kulturelle Narrativ akzeptierten, dass Gott überflüssig ist; dass es durch den Fortschritt der Wissenschaften weniger Bedarf für einen Gott gibt, um das Universum zu erklären. Es stellt sich jedoch heraus, dass die Gerüchte über den Tod Gottes voreilig waren. Fakt ist: Die vielleicht besten Argumente für seine Existenz kommen ausgerechnet aus den Naturwissenschaften selbst. Hier ist die Story:

Im selben Jahr, in dem TIME ihre inzwischen berühmte Schlagzeile brachte, verkündete der Astronom Carl Sagan, dass es zwei unbedingte Kriterien gibt, damit ein Planet Leben unterstützt: der richtige Stern und ein Planet in der richtigen Entfernung zu diesem Stern. Angesicht der grob Quadrillarden Planeten im Universum – das ist eine 1 mit 24 Nullen – müsste es etwa 7 Quadrillonen Planeten geben – eine 1 mit 21 Nullen – die in der Lage sein müssten Leben zu unterstützen. Bei derart spektakulären Wahrscheinlichkeiten waren die Wissenschaftler optimistisch, dass die Suche nach außerirdischer Intelligenz (Search for extraterrestical Intelligence – S.E.T.I.), einem ambitionierten Projekt, das in den 1960-er Jahren begonnen wurde, mit Sicherheit bald ein Ergebnis erbringen müsste. Mit einem riesigen Netzwerk an Radioteleskopen lauschten Wissenschaftler nach Signalen, die kodierte Intelligenz signalisieren.

Aber als die Jahre vergingen, war die Stille aus dem All ohrenbetäubend. Stand 2014 ist, dass Forscher exakt Bubkes, Nada, Zilch entdeckt haben. Was bedeutet: eine Null, gefolgt von einer unendlichen Zahl von Nullen.

Was ist passiert?

Sowie unser Wissen über das Universum zunahm, wurde klar, dass es tatsächlich mehr notwendige Faktoren für Leben gab, ganz zu schweigen von intelligentem Leben, als Sagan annahm. Aus seinen 2 Parametern wurden 10, dann 20 und dann 50, was bedeutete, dass die Zahl der potenziell Leben unterstützenden Planeten entsprechend abnahm. Die Zahl ging auf ein paar tausend Planeten zurück und fiel weiter. Sogar die Befürworter des S.E.T.I. gestanden das Problem ein. Peter Schenkel schrieb 2006 in einem Artikel für den Sceptical Enquirer, ein Magazin, das stark Atheismus eintritt: „Angesicht neuer Funde und Einsichten sollten wir leise stillschweigend eingestehen, dass die frühen Schätzungen nicht langer haltbar sind.

Heute gibt es mehr als 200 bekannte Parameter, die notwendig sind, damit ein Planet Leben unterstützt; von diesen muss jeder einzelne perfekt erreicht sein, sonst fällt das alles in sich zusammen. Zum Beispiel: Ohne die Nähe eines Planeten mit massiver Gravitationskraft wie Jupiter, der Asteroiden ablenkt, gliche die Erde eher einem interstellaren Darts-Brett als dem fruchtbaren Himmelskörper, der sie ist. Einfach ausgedrückt: Die Chancen gegen gegen Leben im Universum sind erstaunlich. Dennoch sind wir hier, existieren nicht nur, sondern reden über Existenz. Was ist dafür verantwortlich? Kann jeder einzelne dieser Parameter durch Zufall genau eingetroffen sein? An welchem Punkt ist es fair einzugestehen, dass es die Naturwissenschaften selbst sind, die nahe legen, dass wir nicht das Ergebnis von Zufallskräften sind? Ist nicht die Annahme, dass in Wirklichkeit eine Intelligenz dies perfekten Bedingungen schuf, weit weniger Glauben verlangen als zu glauben, dass eine Leben erhaltende Erde einfach die unvorstellbar geringen Chancen überwand?

Aber da ist noch mehr.

Das Feintuning, das für die Existenz von Leben auf einem Planeten nötig ist, ist nichts im Vergleich mit den Feintuning, das dafür nötig ist, dass das Universum überhaupt existiert. Astrophysiker wissen zum Beispiel, dass die Werte der vier Grundkräfte – Gravitation, die elektromagnetische Kraft und die „starken“ und „schwachen“ atomaren Kräfte – von weniger als einem Millionsten einer Sekunde nach dem Urknall bestimmt würden. Verändert man irgendeine dieser vier Werte auch nur im Geringsten, dann könnte es das Universum wie wir es kennen, nicht geben.

Wenn z.B. das Verhältnis von starken atomaren Kräften und der elektronmagnetischen Kraft auch nur auf die winzigst unvorstellebaren Bruchteil abweicht, dann hätten sich überhaupt keine Sterne gebildet.  Vervielfältigt man diesen einen Parameter mit allen anderen notwendigen Bedingungen und die Chancen gegen die Existenz des Universums sind derart überwältigend astronomisch, dass die Vorstellung, alles sei „einfach geschehen“ sich dem gesunden Menschenverstand widersetzt. Es wäre wie eine Münze zu werfen und sie 10 Trillionen Male hintereinander auf Kopf fällt. Kann ich mir nicht vorstellen.

Fred Hoyle, der Astronom, der den Begriff „Urknall“ prägte, sagte, sein Atheismus sei von diesen Entwicklungen „außerordentlich erschüttert“. Eine r der berühmtesten theoretischen Physiker der Welt, Paul Davies, hat gesagt, dass „das Auftreten von Design überwältigend ist“. Selbst der verstorbene Christopher Hitchens, einer der aggressivsten Vertreter des Atheismus, gestand zu, dass „ohne Frage das Argument des Feintunings das kräftigste Argument der anderen Seite ist“. Mathematik-Professor Dr. John Lennox von der Oxford University hat gesagt: „Je mehr wir über unser Universum in Erfahrung bringen, desto mehr gewinnt die Hypothese, dass es einen Schöpfer gibt … an Glaubwürdigkeit als beste Erklärung dafür, weshalb es uns gibt.“

Das größte Wunder aller Zeiten ist das Universum. Es ist das Wunder aller Wunder, eines, das zwangsläufig auf etwas – oder jemanden – jenseits seiner selbst deutet.

Ich bin Eric Metaxas für Prager University

Am palästinensischen Jesus stimmt nichts

David Parsons, Jerusalem Post, 11. Juli 2019

Als Linda Sarsour letztes Wochenende twitterte, dass Jesus Palästinenser gewesen sei, könnten manche geglaubt haben, das sei ein harmloser Fehler. Aber angesichts dessen, dass dieselbe Falschmeldung über die letzten Monate dank der US-Abgeordneten Ilhan Omar (Demokratin, Minnesota) und anderen ähnliche Gegenreaktionen hervorgerufen hat, stehen die Chancen gut, dass Sarsour genau wusste, wie boshaft ihr Tun war. Premierminister Benjamin Netanyahus Sohn Yair fand das gewiss so.

In der Tat gibt es zum „palästinensischen Jesus“ nichts Unschuldiges. Er hat unwürdige Ursprünge, übel beseelte Motivation und arglistige Ziele.

Die Fälschung „palästinensischer Jesus“ ist ein Kernteil des Lexikons des palästinensischen Nationalismus mindestens seit den 1960-er Jahren gewesen, wie durch Archivfotos einer Pressekonferenz bewiesen wird, die PLO-Chef Yassir Arafat im Juni 1970 in Amman hielt. Über seiner Schulter hängt das Poster eines ausgemergelten, fast nackten Palästinensers, der an einen Davidstern genagelt ist. Die Botschaft ist klar: Die Palästinenser leiden durch die Hand der Juden, genauso wie Jesus es tat.

Die Palästinenser entlehnten diese hasserfüllte Gleichsetzung verschiedenen unanständigen Quellen. Erstens bedienen sie sich klassischer christlich-antisemitischer Motive, die in der Moderne von Kirchengeistlichen und anderen aus Europa in den Nahen Osten importiert wurden. Der Islam hat seine eigenen eingebetteten antisemitischen Verunglimpfungen, aber der erste Ritualmordvorwurf gegen Juden in der Region kam durch italienische Geistliche in Damaskus 1840. Selbst seitens der britischen Mandatsobrigkeit in Jerusalem in den 1930-ern war landläufig zu hören „Die Juden töteten Jesus … und sie würden es wieder tun.“

Nazi-Propagandisten exportierten ihre antisemitischen Bilddarstellungen und Ideologie in den Nahen Osten, sowohl vor dem Krieg als auch hinterher, als viele Zuflucht in Kairo und Damaskus erhielten. Einige der widerlichsten antisemitischen Karikaturen, besonders die, die das Symbol des Kreuzes verwenden, werden seit Jahrzehnten wie Schablonen von arabischen Karikaturisten kopiert. Der palästinensische Jesus ist zudem nach der Nazi-Fiktion des arischen Jesus modelliert, dass der reine, edle Christus niemals den korrupten, bösen Juden entsprungen sein könnte, sondern eher römischer oder germanischer Herkunft war.

Eine dritte Quelle ist die Befreiungstheologie, die im letzten Jahrhundert in Lateinamerika aufblühte. Als marxistische Elemente anfingen in der ganzen Region Revolutionen anzuzetteln, begannen viele lokale katholische Priester die Sache zu unterstützen, indem sie Christus als einen Revolutionär darstellten, der gegen die römische Unterdrückung kämpfte. Obwohl der Vatikan schließlich warnte, dass ihre heiligen Schriften zu Unrecht genutzt wurden, um Gewalt gegen Unterdrücker zu rechtfertigen, wurden die Inhalte der Befreiungstheologie ohne weiteres von radikalen Schwarzen-Aktivisten in den USA (z.B. von Rev. Jeremiah Wright), der Anti-Apartheid-Bewegung in Südafrika (Bischof Desmond Tutu) und dem nationalistischen Lager der Palästinenser übernommen.

Schließlich hat die islamische Kultur immer dazu geneigt offen mit der historischen Person Jesu zu spielen. Seth J. Frantzman, Kommentator der Jerusalem Post, merkte diese Woche korrekt an, dass der Islam die Verbindungen zwischen Jesus und den hebräischen Patriarchen Abraham, Isaak und Jakob anerkennt, ebenso den Gesetzesgeber Moses, die Könige David und Salomo und sogar die Stämme Israels. Aber der Islam verfälscht auch seine Identität auf viele andere Weisen komplett, die mit der Bibel nicht in Übereinstimmung gebracht werden können, besonders nicht mit dem Neuen Testament. Zum Beispiel wurde der Jesus des Koran zwar von Maria geboren, aber diese war auch noch Miriam, die Schwester des Mose. Er wird als muslimischer Prophet betrachtet, aber sein Anspruch der Sohn Gottes zu sein wird rundheraus bestritten. Zusätzlich wurde der muslimische Jesus nie wirklich gekreuzigt, sonder fuhr in den Himmel auf, von wo er eines Tages zurückkehren wird, um das Christentum auszumerzen und den Islam als die wahre Religion zu proklamieren.

Somit finden wir im palästinensischen Jesus die giftige Verschmelzung einer marxistischen Guerilla und eines arischen Helden, zusammen mit starken Dosen christlichem und islamischem Antisemitismus und Supersessionismus. Das Resultat ist ein morbider Wettbewerb unter Palästinenserführern und -eliten, wer mit der schärfsten Stichelei, der cleversten Analogie, der kreativsten Metapher zur Gleichsetzung der heutigen palästinensischen Notlage mit dem Leiden Christi aufwarten kann.

Auf einer Pressekonferenz der Vereinten Nationen 1983 bezeichnete Arafat Jesus als „den ersten palästinensischen Fedayyin [Milizionär], der sein Schwert trug“. Als Arafat im Dezember 1995 triumphierend die Kontrolle über Bethlehem übernahm, sagte er einer auf dem Krippenplatz versammelten Menschenmenge, er sei dort, um „den Geburtsort unseres Herrn, des Messias …. die Stadt des Palästinensers Jesus“ zu befreien! Bei einem Besuch im Vatikan ein paar Jahre darauf grüßte Arafat sogar Papst Johannes Paul II. als „den Nachfolger von Petrus, des ersten palästinensischen Papstes“.

Arafats Nachfolger, PA-Präsident Mahmud Abbas, hat Jesus als „einen palästinensischen Botschafter der Liebe, Gerechtigkeit und des Friedens“ beschrieben.

Der prominente PA-Vertreter Saeb Erekat hat von Jesus als dem „ersten palästinensischen Schahid [„Märtyrer“] gesprochen.

Sein Kollege Jibril Rajoub rief einmal aus: „Der größte Palästinenser in der Geschichte seit Jesus ist Yassir Arafat!“

Aber die wahren Meister der Vergoldung des Palästinensers Jesus sind palästinensische Christen. Obwohl sie es besser wissen müssten, scheint es so, als haben sie lange genug in einer dominierenden muslimischen Kultur gelebt, dass auch sie es akzeptabel finden die historische Identität Jesu zu fälschen.

Der anglikanische Priester Naim Ateek, Gründer des Sabeel Palestinian Liberation Theology Center (Sabeel Theologisches Zentrum der Befreiung Palästinas) hielt 2001 eine Osterbotschaft, in der er klagte: „Es scheint vielen von uns so, als sei Jesus wieder am Kreuz, zusammen mit tausend gekreuzigten Palästinenser um sich herum … Palästina ist zu einem gigantischen Golgatha geworden. Das Kreuzigungssystem der israelischen Regierung ist täglich in Aktion.“

Sami Awad, ein Sponsor der alle zwei Jahre stattfindenden Konferenz Christus am Checkpoint, hielt einst eine Weihnachtsbotschaft, in der er in Bethlehem nach Terroristen suchende israelische Soldaten mit „den Soldaten des Herodes“ gleichsetzte, die vor zwei Jahrtausenden die Neugeborenen der Stadt abschlachteten.

Aber es war Edward Said, Lehrstuhlinhaber und Professor an der Columbia University und Redenschreiber Arafats, der erstmals den Palästinenser Jesus populär machte und dann in dichterischem Tonfall perfektionierte. In seinem BBC-Dokumentarfilm von 1988, „My Beautiful Old House“, sprach der inzwischen verstorbene Said davon, die Palästinenser müssten „dieses endlose Golgatha … diese ständige Kreuzigung“ erdulden.

Allerdings gibt es nichts Unschuldiges am palästinensischen Jesus. Das ist ein schmieriges, zweischneidiges Schwert insofern als es 1) danach strebt Jesus als Teil der palästinensischen Desinformationskampagne seines jüdischen Erbes zu berauben, um die Verbindung der Juden zu ihrer angestammten Heimat aufzulösen, besonders in den Augen des christlichen Westens und 2) darauf abzielt Feindseligkeit gegenüber dem jüdischen Volk durch Ausnutzung klassischer christlicher Antisemitismusmotive zu schüren, ganz besonders dass die kollektiven Juden Israels immer noch das wahre Volk Jesu im Land kreuzigen – die Palästinenser.

Diese Fälschung ist dadurch besonders hinterhältig, dass die meisten Palästinenser wissen, dass Juden der Behauptung Jesus sei einer der ihren, infolge all der von Christen in seinem Namen an ihnen begangenen Gräueltaten zugeknöpft sind. Wenn es aber etwas Positives gibt, das aus diesem Gerangel über den palästinensischen Jesus hervorgeht, dann ist es, dass mehr und mehr Juden anfangen Jesus als einen Sohn Israels zurückzuholen.

Dieser moderne Trend begann mit jüdischen Gelehrten wie Martin Buber, der immer von Jesus als seinem „älteren Bruder“ sprach, und Prof. David Flusser, der ihn als seinen Lieblings-„Rabbiner“ betrachtete. Jetzt können wir auch den Sohn von Israels Premierminister auf diese Liste setzen.

Der Autor ist Vizepräsident und leitender Sprecher der Internationalen Christlichen Botschaft in Jerusalem (www.icej.org)

Der Jihad gegen das christliche Kreuz

Raymond Ibrahim, 7. Juni 2019

Titel-Foto der 15. Ausgabe der Magazins Dabia des Islamischen Staats, Titel: „Brecht das Kreuz“.

Vor kurzem wurde ein 37 Jahre alter muslimischer Migrant in Rom wegen Mordes verhaftet, nachdem er einem Christen in die Kehle gestochen hatte, weil dieser ein Kruzifix um den Hals trug. „Religiöser Hass“ wird bei dem Verbrechen als „verschärfender Faktor“ angeführt.

Das ist kaum das erste Verbrechen aus „ religiösem Hass“, das in Italien im Kontext des Kreuzes geschah. Unter anderem gab es diese:

  • Ein muslimischer Junge afrikanischer Herkunft drangsalierte in der Schule ein 12-jähriges Mädchen, beleidigte sie und schlug schließlich auf sie ein, weil auch sie ein Kreuz trug.
  • Ein muslimischer Migrant drang in eine alte Kirche in Venedig ein und griff deren großes, 300 Jahre altes Kreuz an, brach dessen Arme ab und schrie dabei: „Alles in dieser Kirche ist falsch!“
  • Nachdem ein Kruzifix in der Nähe einer beliebten Moschee zerstört wurde, sagte der Bürgermeister des Bereichs in Bezug auf den/die Täter: „Bevor wir eine Show des Eins seins mit Muslimen veranstalten, sollten sie anfangen unsere Zivilisation und unsere Kultur zu respektieren.“

Fakt ist, dass islamische Feindseligkeit gegenüber dem Kreuz ein felsenfestes Phänomen ist – eines, das Kontinente und Jahrhunderte überschreitet; eines, das viel von der angeborenen Feindseligkeit des Islam gegenüber der Christenheit anzeigt.

Zum ersten ist das Kreuz nicht nur Ur-Symbol der Christenheit – für alle Konfessionen, einschließlich der meisten Formen des ansonsten Bilder stürmenden Protestantismus – sondern es symbolisiert auch den fundamentalen Dissens zwischen Christen und Muslimen. So erklärt Professor Sidney Griffith: „Das Kreuz und die Ikonen verkündeten öffentlich genau die Punkte des christlichen Glaubens, die der Koran, aus Sicht der Muslime, ausdrücklich bestreitet: dass Christus der Sohn Gottes war und dass er am Kreuz starb.“ Entsprechend „erregte die christliche Gepflogenheit das Kreuz zu verehren … oft die Verachtung der Muslime“, so dass es bei den muslimischen Eroberungen christlicher Länder von Anfang an einen „Feldzug zum Ausradieren öffentlicher Symbole des Christentums gab, besonders des bis dahin allgegenwärtigen Zeichens des Kreuzes“.

Dieser „Feldzug“ ist bis zum muslimischen Propheten Mohammed zurückzuverfolgen. Es wird berichtet, er „hatte eine derartige Abscheu vor der Form des Kreuzes, dass er alles mit dieser Form darauf zerschlug, das in sein Haus gebracht wurde“, schreib ein Historiker (Sword and Scimitar, S. 10). Mohammed behauptete auch, dass Jesus (der muslimische ‘Isa) am Ende der Zeiten selbst Wert darauf legen würde „das Kreuz zu zerschlagen“.

Heutige muslimische Geistliche bestätigen das. Scheik Abdul Azis al-Tarifi, ein saudischer Experte für islamisches Recht wurde nach den Urteilen darüber gefragt ob es jemandem – in diesem Fall Christen – erlaubt ist ein Kreuz zu tragen und davor zu beten; er sagte: „Unter keinen Umständen ist es einem Menschen gestattet das Kreuz zu tragen.“ Genauso wenig „darf es jemandem erlaubt werden zum Kreuz zu beten.“ Warum? „Weil der Prophet – Friede und Segen sei mit ihm – befohlen hat es [das Kreuz] zu zerschlagen.“

Die Geschichte des Islam ist ein Spiegel dieser Gesinnung. Der erwähnte Scheik al-Tarifi erklärte zum Beispiel auch, wenn es zu schwierig ist das Kreuz zu zerschlagen – beispielsweise bei einer großen Betonstatue – dann sollten Muslime zumindest versuchen eine ihrer Arme zu verunstalten, „damit sie nicht länger einem Kreuz ähnelt“. Historische und numismatische Beweise bestätigen, dass das Omajjaden-Kalifat, nachdem es im späten siebten Jahrhundert die byzantinische Staatskasse beschlagnahmte, befahl, dass eine oder beide Arme des Kreuzes auf den Münzen unkenntlich gemacht werden sollten, damit das Bild nicht länger einem Kruzifix ähnelt (Sword and Scimitar, S. 54).

Es gibt Zeugenaussagen im Überfluss aus den frühesten Invasionen in das christliche Syrien und Ägypten, dass Muslime systematisch jedes Kruzifix zerschlugen, das ihnen begegnete. Nach Angaben von Anastasius vom Sinai, der während der arabischen Eroberungen im siebten Jahrhundert lebte, „nahmen sich die Dämonen die Sarazenen [Araber/Muslime] zu ihren Gefährten. Und das mit Recht. Letztere sind vielleicht sogar noch schlimmer als die Dämonen“, denn während „die Dämonen regelmäßig vor den Geheimnissen Christi Angst haben“, worunter er das Kreuz zählt, „trampeln diese Dämonen aus Fleisch alles nieder, das ihnen unter die Füße kommt, verspotten es, setze es in Brand, zerstören es“ (Sword and Scimitar, S. 27).

In der Art, wie vor kurzem ein Kreuz mit Fäkalien an eine französische Kirche gemalt wurde, stellten Muslime 1147 in Portugal „mit großem Hohn diese Symbole des Kreuzes zur Schau. Sie spuckten darauf und wischten damit Stuhl von ihren Hintern.“ Jahrzehnte früher „spuckten Muslime in Jerusalem auf sie [Kruzifixe] und verzichteten nicht darauf vor aller Augen auf sie zu urinieren“. Selbst der angeblich „großherzige“ Sultan Saladin befahl: „Wer immer sah, dass das Äußere einer Kirche weiß ist, soll sie mit schwarzem Dreck überziehen“, und befahl „die Beseitigung eines jeden Kreuzes von der Kuppel einer jeden Kirche in den Provinzen Ägyptens“ (Sword and Scimitar, S. 17, 145, 162).

Damit muslimische Feindlichkeit dem Kreuz gegenüber nicht als abweichend betrachtet wird – begrenzt auf irgendeine obskure Aussage Mohammeds oder „uralte Geschichte“ – folgt eine sehr unvollständige Liste an Beispielen dafür, wie das Kruzifix weiterhin jeden „Alltags-Muslim“ in Wut versetzt:

Ägypten: Eine junge koptische Christin namens Maria wurde zu Tode zerfleischt, als ihr Kreuz sie für Randalierer der Muslimbruderschaft als Christin identifizierte. Gleichermaßen wurde der 17-jähirge Ayman, ein koptischer Schüler, von seinem muslimischen Lehrer und Mitschülern zu Tode gewürgt und geschlagen, weil er den Befehl seines Lehrers das Kreuz abzulegen verweigerte.

Pakistan: Als ein Muslim sah, dass Julie Aftab, eine Christin, ein Kreuz um den Hals trug, griff er sie an, zwang er Batteriesäure ihren Hals und spritzte sie ihr ins Gesicht – ihre Speiseröhre ist jetzt dauerhaft geschädigt, sie ist auf einem Auge blind und sie verlor beide Augenlider sowie die meisten ihrer Zähne.

Türkei: Ein zwölfjähriger Junge in der Türkei, der ein silbernes Kettchen mit Kreuz trug, wurde regelmäßig von muslimischen Klassenkameraden und Lehrern bespuckt und geschlagen.

Malaysia: Ein christlicher Friedhof in dem mehrheitlich muslimischen Land wurde mitten in der Nacht von Unbekannten angegriffen und geschändet. Mehrere Kreuze wurden zerstört, wobei ein „schweres Instrument verwendet wurde, um den Schaden anzurichten“. Unabhängig davon randalierte ein muslimischer Mob gegen eine kleine protestantische Kirche wegen des sichtbaren Kreuzes auf dem Gotteshaus. Es wurde rasch entfernt.

Malediven: Die Behörden mussten eine christliche Lehrerin retten, nachdem muslimische „Eltern drohten sie zu fesseln und von der Insel zu zerren“, weil sie „Christentum predigte“. Ihr Verbrechen bestand darin als Teil des Geographieunterrichts in der Klasse einen Kompass zu tragen – der mit einem  Kreuz verwechselt wurde.

Da die Präsenz des Islam in Europa zunimmt, sollte es nicht überraschen, dass auch Angriffe auf Kreuze zunehmen. Abgesehen von den erwähnten Attacken in Italien fanden die Folgenden in Frankreich und Deutschland statt, wo Anschläge auf Kirchen und Kreuze „heimisch“ geworden sind:

  • Ein Muslim führte kapitale Vandalismusanschläge gegen zwei Kirchen aus; dabei verbog er ein massives Bronzekreuz. (Bilder)
  • Christliche Kreuze und Grabsteine auf einem Friedhof wurden von einem Muslim beschädigt und geschändet (betrachten Sie sein Werk).
  • Ein Muslim kam von sich aus zur Behandlung in ein Krankenhaus und verfiel in eine plötzliche Raserei, weil es „zu viele Kreuze an der Wand“ gab. Er bezeichnete die Krankenschwester als „Hexe“ und „Faschistin“ und wurde physisch aggressiv.
  • Nachdem Muslimen eine eigene Sektion auf einem Friedhof gewährt wurde und nachdem ihnen erlaubt wurde ihre ausgeprägt islamischen Feiern abzuhalten, forderten dieselben Muslime, dass christliche Symbole und Kreuze auf dem Friedhof während islamischer Beerdigungen entfernt oder abgedeckt werden sollen.
  • Ein deutschsprachiger Bericht hält fest, dass allein in den Alpen und in Bayern rund 200 Kirchen angegriffen und viele Kreuze zerschlagen worden sind: „Die Täter sind oft jugendliche Randalierer mit Migrationshintergrund.“

Angesichts des oben Berichteten sollte es nicht überraschen, dass Gruppen wie der Islamische Staat in ihren Verlautbarungen an den Westen feindselige Bezüge auf das Kreuz machen: „Wir werden euer Rom erobern, eure Kreuze zerschlagen und eure Frauen versklaven, durch die Erlaubnis Allahs. … Wir werden Angst in die Herzen der Kreuzesanbeter gießen.“ Der Islamische Staat verbreitete sogar einmal ein Video, das zeigte, wie seine Mitglieder Kreuze in und auf mehreren Kirchen in den Gebieten unter seiner Herrschaft zerschlagen (inzwischen sind sie von YouTube gelöscht worden); er köpfte und erstach einen Mann mit seinem eigenen Kruzifix; und er veröffentlichte Bilder seiner Mitglieder, die christliche Kreuze und Grabsteine auf Friedhöfen unter seiner Zuständigkeit zerstörten.

Gleichermaßen erschien im Internet aus dem Libyen nach dem „Arabischen Frühling“ ein Video eines muslimischen Mobs, der einen Gemeinschaftsfriedhof bei Bengasi angriff. Als die Muslime die Grabsteine mit Kreuzen darauf traten und zerstörten, drängte der Mann, der das Video aufnahm, sie „das Kreuz der Hunde zu zerbrechen!“, während er und andere „Allahu Akbar!“ brüllten. Gegen Ende des Videos versammelt sich der Mob um ein riesiges Opferkreuz, das Ehrenmal des Friedhofs und begannen zu „Allahu Akbar“-Rufen darauf einzuhämmern. Andere christliche Friedhöfe in Libyen haben ähnliches erlitten.

Im Irak kamen Bilder eines christlichen Friedhofs auf, der vom Islamischen Staat verwüstet wurde. Zerschlagene und zerstreute Kreuze tauchen auf. Auf einem Bild brachen Jihadisten einen Sarg auf, schlugen der verhutzelten Leiche den Kopf ab und warfen die sie umgebenden Kreuze zu Boden.

So sehen die Geschichte und der Fortbestand des islamischen Hasses auf das Kreuz aus – auf das Symbol, das den Kern des christlichen Glaubens symbolisiert, nämlich den Tod und die Auferstehung Christi, zwei Ereignisse, die der Islam vehement bestreitet.

Der Jihad gegen das Kreuz begann mit Mohammed, wurde von den frühen Kalifen ausgetragen und geht bis in unsere Tage mit den Jihadisten der Welt weiter, ganz zu schweigen vom gelegentlichen „Alltagsmuslim“.

Hass-Karikaturen in wichtigen antiisraelischen Medien

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor; auf Englisch veröffentlicht bei BESA, 4. Mai 2019)

Für Auslandsmedien, die regelmäßig gegen Israel aufstacheln, ist es oft wahrscheinlich, dass sie in die Veröffentlichung antisemitischer Karikaturen abgleiten. Eine aktuelle antisemitische Karikatur in der New York Times ist ein solcher Fall. Am 25 April entmenschlichte die internationale Ausgabe der Zeitung den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu, indem sie ihn in einer Karikatur als Hund zeigte.[1] Juden als Tiere darzustellen ist ein klassisches Motiv des Antisemitismus. Die Leitung der Zeitung machte für die Veröffentlichung einen einzelnen Redakteur verantwortlich. Zusätzlich hätte es jedoch ein Eingeständnis geben müssen, dass das kulturelle und politische Umfeld bei der New York Times das Vergehen dieses Redakteurs möglich machte.

Es gibt verschiedene große Medien in zahlreichen Ländern, die oft gegen Israel gehetzt haben und ebenfalls antisemitische Karikaturen veröffentlichten. 2003 brachte die britische Tageszeitung The Independent eine Karikatur von Dave Brown, die den damaligen israelischen Premierminister Ariel Sharon als Kinderfresser darstellte, eine neue Mutation des mittelalterlichen Ritualmordvorwurfs. Selbst nach zahlreichen Beschwerden entschied die Press Complaints Commission (PCC) in Großbritannien, dass die Karikatur ihren Ethikcode nicht verletzt.[2] Sie gewann danach sogar den Preis für die beste politische Karikatur der Political Cartoon Society für das Jahr 2003. Dieser Preis wurde von der ehemaligen Ministerin der Labour Party Clare Short im Hauptsitz der prestigeträchtigen Wochenzeitung The Economist in London verliehen.

Der damalige israelische Botschafter im Vereinten Königreich Zvi Shtauber fragte den jüdischen Chefredakteur Simon Kelner, ob die Zeitung jemals eine ähnliche Karikatur einer Person des öffentlichen Lebens veröffentlicht hätte. Kelner musste mit seiner Sucher achtzehn Jahre weit in die Vergangenheit gehen um eine zu finden.[3]

Mitte des letzten Jahrzehnts war der jüdische Politiker Michael Howard der Vorsitzende der Konservativen Partei von Großbritannien, die sich damals in der Opposition befand. Im April 2005 veröffentlichte der Guardian eine Karikatur von Steve Bell, die Howard mit Vampirzähnen darstelle, von einem tropfte Blut. Dazu hielt er ein Glas mit Blut. Die Bildbeschreibung lautete: „Trinken Sie, was wir trinken? Stimmen Sie für die Konservativen.“[4] Später zeichnete Bell Howard für den Guardian erneut mit Vampirzähnen.[5] Der weltweit führende Experte für antisemitische Karikaturen, der belgische Forscher Joël Kotek, hat gesagt, dass hauptsächlich Juden in Karikaturen als Vampire dargestellt werden.[6]

Die „progressive“ deutsche Tageszeitung Süddeutsche Zeitung (SZ) ist eine der meistgelesenen „Qualitätszeitungen“ in Deutschland. Am 15. Mai 2018 veröffentlichte die SZ eine Karikatur, die den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu als die israelische ESC-Gewinnerin Netta Barzilai des Jahres darstellte; er feierte den Sieg mit einer Rakete mit Davidstern in der Hand. Der Karikaturist zeichnete den israelischen Regierungschef mit übergroßer Nase, Ohren und Lippen – klassische antisemitische Stereotype.

Nach vielen negativen Reaktionen entschuldigte sich die SZ ein paar Tage später damit, es sei ein Fehler gewesen die Karikatur zu veröffentlichen.[7][8] Fakt ist, dass die Hetze der Zeitung eine lange Geschichte hat.[9] 2013 veröffentlichte sie die Karikatur eines Monsters mit zwei Hörnern, das essen wollte[10] Der begleitende Text lautete: „Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt.“

2014 erschien eine weitere antisemitische Karikatur in der SZ.[11] Burkhard Mohr zeichnete den jüdischen Facebook-Unternehmer Mark Zuckerberg als Krake, der seine Tentakel ausstreckt, um die sozialen Medien zu kontrollieren. Der Karikaturist stellte Zuckerberg mit langer Nase und dicken Lippen dar, einmal mehr typische antisemitische Stereotype. Kotek hat herausgestellt, dass Juden als Kraken darzustellen ist ein klassisches Motiv antismitischer Karikaturen.[12]

2008 porträtierte die italienische linke Tageszeitung Il Manifesto die jüdische Journalistin Fiamma Nirenstein mit der Bildbeschreibung „unsere Kandidaten für die Wahl: Fiamma Frankenstein.“ Sie war Kandidatin der Mitte-Rechts-Partei Il Popolo della Liberà (Volksfreiheit) bei den italienischen Parlamentswahlen. Der Karikaturist Vauro zeichnte sie mit einer langen Nase, die den Mund berührte, sie trug einen Wahlkampf-Button, einen Davidstern und die Insignien der Faschisten. Die Anti-Defamation League (ADL) bezeichnete die Karikatur als „unzweifelhaft antisemitisch“. Die Redakteure der Zeitung lehnten es ab sich zu entschuldigen.[13]

Die liberale schwedische Zeitung Dagens Nyheter veröffentlichte 2016 eine Karikatur, die Netanyahu und den gerade zum US-Präsidenten gewählten Donald Trump darstellte. Die beiden wurden von einem orthodoxen Juden, einem Mitglied des Klu-Klux-Klan und einer Person mit Gewehr getragen, die mir einer israelischen Flagge gekennzeichnet war. Die Bildbeschreibung lautete „Endlich“. Anfangs verteidigte die Zeitung die Karikatur. Später twitterte ihr jüdischer Chefredakteur, die Karikatur zu veröffentlichen sei ein Fehler gewesen, bestritt aber gleichzeitig, dass die Karikatur antisemitisch war.[14]

In der linksliberalen niederländischen Tageszeitung Volkskrant hat der Karikaturist Jos Colignon im Lauf des Jahres mehrere antisemitische Karikaturen veröffentlicht. 2018, anlässlich des 70. Geburtstags Israels, zeichnete er eine Karikatur eines großen israelischen Soldaten mit Davidstern auf dem Rücken, der auf einen kleinen Palästinenser vor einer Mauer schoss; die Kugeln schlugen um ihn herum ein und bildeten den Schriftzug „Happy Birthday to me“.[15]

2013 veröffentlichte Volkskrant eine Karikatur Colignons, die zwei Teile hatte. Rechts zeigte sie den nordkoreanischen Diktator mit der Bildunterschrift „Atombombe im Ärmel, Atombombe in den Taschen“. Links war ein schwarz gekleideter, ultraorthodoxer Jude mit schwarzem Hut und einer großen Nase, neben dem „Israel“ geschrieben stand. Er hatte Bomben seinen Taschen; die Bildbeschreibung lautete: „Nichts in den Ärmeln, nichts in den Taschen.“[16]

2012 schuf Colignon für den Volkskrant eine Zeichnung des rechten niederländischen Politikers Geert Wilders, des Chefs der Freiheitspartei. Eine fremde Hand steckt ihm Geld in die Tasche. Wilders sagt auf Hebräisch: „Danke und mach dir keine Sorgen.“ Die Karikatur legt nahe, dass das internationale Judentum diesen Politiker finanziert.[17]

Das Land mit regelmäßigen antisemitischen Karikaturen und einer andauernden Geschichte gegen Israel ist Norwegen. Ein Teil davon ist von Erez Uriely analysiert worden.[18] Die drei führenden landesweiten Zeitungen sind alle antiisraelisch. Hier kann nur eine kleine Auswahl der Hass-Karikaturen erwähnt werden. In der größten Zeitung, Verdens Gang, stellt der Karikaturist Morton M. Kristiansen die Juden Israels als Parasiten dar, die den Arabern Land stahlen und immer noch das letzte Sandkörnchen haben wollen.

2002 veröffentlichte die zweitgrößte landesweite Zeitung, Aftenposten, eine Karikatur von Inge Grodum. Sie zeigt einen Davidstern – statt eines normalen Sterns – über Bethlehem und drei Männer auf Kamelen. Letzteres verweist auf die drei Weisen aus dem Morgenland, die Jesu Geburt vorhersahen. Die Karikatur deutete an, dass Israel aus Bethlehem eine jüdische Stadt gemacht habe. Fakt ist, dass die Mehrheit der Stadt unter der Herrschaft der Palästinensischen Autonomiebehörde muslimisch wurde statt christlich. Es gibt keine Juden, die in Bethlehem leben. In einer weiteren Karikatur in derselben Zeitung von derselben Künstlerin im selben Jahr schießen israelische Panzer auf den Stern von Bethlehem.

Die drittgrößte Tageszeitung, Dagbladet, hat allerlei antisemitische Karikaturen von Finn Graff veröffentlicht. Zwei davon zeigen Sharon und Olmert als Nazis. Der ehemalige Generalsekretär der norwegischen Arbeitspartei, Haakon Lie, schrieb in seiner Autobiografie: „Die Arbeitspartei ritt schwere Angriffe auf Israel. Sie verwendete Karikaturen von Finn Graff, die die antisemitischen Illustrationen von Der Stürmer in den Tagen Hitlers und Das Krokodil in Moskau wachriefen.“[19] Norwegens König Harald V. verlieh diesen Zeichner antisemitischer Karikaturen trotzdem den Orden des Heiligen Olaf, den höchsten Orden des Landes.

(Dieser Artikel ist eine erweiterte Version eines früheren,
der in The Algemeiner veröffentlicht wurde.)

[1] http://www.nytimes.com/2019/04/28/business/ny-times-anti-semitic-cartoon.html

[2] http://www.politicalcartoon.co.uk/html/exhibition.html.

[3] Manfred Gerstenfeld, interview with Zvi Shtauber: British Attitudes toward Israel and the Jews. In: Israel and Europe: An Expanding Abyss? Jerusalem (Jerusalem Center for Public Affairs/Konrad-Adenauer-Stiftung) 2005, S. 188.

[4] Steve Bell: Are you drinking what we’re drinking? Vote conservative. The Guardian, 7. April 2005.

[5] Steve Bell: Michael Howard and the Tory party. The Guardian, 5. Oktober 2005.

[6] http://jcpa.org/article/major-anti-semitic-motifs-in-arab-cartoons/

[7] http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/31630

[8] http://www.haaretz.com/israel-news/german-newspaper-apologizes-for-cartoon-using-anti-semitic-stereotypes-1.6094472

[9] http://www.jpost.com/Diaspora/Antisemitism-czar-slams-German-cartoon-as-Nazi-propaganda-556693

[10] http://www.zeit.de/kultur/2013-07/sueddeutsche-zeitung-israel-karikatur

[11] http://www.jpost.com/printarticle.aspx?id=342412

[12] http://jcpa.org/article/major-anti-semitic-motifs-in-arab-cartoons/

[13] http://www.jta.org/2008/03/20/default/italian-caricature-called-anti-semitic

[14] http://www.thelocal.se/20161121/swedish-newspaper-criticized-for-anti-semitic-trump-cartoon

[15] www.dagelijksestandaard.nl/2018/04/ranzige-volkskrant-publiceert-walgelijke-antisemitische-cartoon-vanwege-70ste-verjaardag-israel/

[16] https://brabosh.com/2013/04/25/pqpct-otr/

[17] https://joop.bnnvara.nl/nieuws/volkskrant-cartoonist-aangeklaagd-wegens-antisemitisme

[18] Manfred Gerstenfeld: Behind the Humanitarian Mask. The Nordic Countries, Israel and the Jews. JCPA, 2008, Israel, S: 142 -158.

[19] Haakon Lie: Slik jeg ser det (As I See It), 2. Teil. Oslo (Tiden Norsk forlag) 1983, S. 132.

Notre Dame: Die Christenheit wird in Europa entweiht

Exklusiv: Hanne Nabintu Herland berichtet über zunehmende Vorfälle an Anschlägen auf französische Kirchen.

Hanne Nabintu Herland, WND, 8. Mai 2019

Geheimnisse umgeben den Brand der Kathedrale Notre Dame in Paris, dem Symbol schlechthin für Frankreichs christliches Erbe. Noch bevor das Feuer gelöscht war, erklärten die französischen Behörden, dass das Feuer von Notre Dame „ein Fehler infolge der Renovierungen“ war. Wir konnten sie das da schon wissen? Nur ein paar Tage davor brannte am Sonntag, 17. März die Pariser Kirche St. Sulpice, durch Brandstiftung – wie es vielen Kirchen im letzten Jahr in Frankreich geschah. Trotzdem schlossen die französischen Behörden bei Notre Dame Brandstiftung aus, noch bevor die Sache untersucht wurde, was manche als politische Entscheidung beschreiben.

Die von Flammen verzehrte Notre Dame wurde sofort von den gesamten Mainstreammedien als isoliertes Ereignis beschrieben. Warum? Mehr als 1.000 Kirchen sind allein in Frankreich in Brand gesetzt, mutwillig beschädigt und Diebstahl unterworfen worden. Mehr als 80 Prozent der geschändeten Gotteshäuser in Frankreich sind nach Angaben der Polizeiberichte christliche Kirchen. Das ist ein massiver Skandal.

Die Lage ist erschreckend: Im selben Zeitraum wie der Brand von Notre Dame wurde die Basilika Saint-Denis außerhalb von Paris verwüstet und in Notre-Dame-des-Enfants in Nime wurde menschliche Kacke in Form eines Kreuzes auf eine Wand geschmiert, die Hostien im Müll aufgefunden. Menschliche Exkremente werden regelmäßig auf und in französische Kirchen geschmiert, eine durchaus bekannte Methode Hass gegen das zu demonstrieren, was heilig ist.

Jeden Tag werden jetzt zwei Kirchen geschändet, doch französische Politiker und auch Geistliche bleiben hinter einem Schweigecode weggeschlossen. Es wird sehr wenig getan, um das aufzuhalten, obwohl Gerüchte besagten, dass die Priesterschaft und Kirchenführer die Regierung verzweifelt anflehen zu reagieren. Das ist ein Skandal gigantischen Ausmaßes und ein unverhohlener Angriff auf die traditionellen Werte Frankreichs. Was, wenn Notre Dame eine Moschee oder eine Synagoge gewesen wäre? Der Aufruhr hätte ein Allzeithoch erreicht. Dennoch erwähnen die Medien die Angriffe auf die Kirchen kaum, obwohl die Wahrheit über das langesame Töten der Christenheit in Frankreich zum Schweigen gebracht wird.

Es scheint Beispiele ohne Ende zu geben. Der Islamwissenschaftler Raymond Ibrahim schreibt: Die katholische Kirche St. Nicholas in Houilles wurde im Februar bei drei verschiedenen Gelegenheiten vandalisiert, eine als unersetzlich eingeschätzte Statue der Jungfrau Maria wurde komplett pulverisiert und ein aufgehängtes Kreuz wurde auf den Boden geworfen. Die Kathedrale Saint-Alain in Lavaur wurde geschändet und Kreuze zerschlagen, das Altartuch verbrannt und die Arme eines gekreuzigten Christus auf verhöhnende Weise verstümmelt. Ibrahim fügt hinzu, dass eine Studie aus dem Januar 2017 enthüllte, dass islamistische Extremisten Angriffe auf Christen in Frankreich um 38 Prozent zunahmen; sie stiegen von 273 Anschlägen im Jahr 2015 auf 376 im Jahr 2016. Da die französischen Medien die ethnische Herkunft der Täter nicht erwähnen, kann man kaum wissen, in welchem Ausmaß die Verwüstungen mit Muslimen oder säkularen Extremisten in Verbindung stehen, aber Kacke auf Kirchen zu schmieren und Exkremente auf Altären ist kaum eine typische europäische Art Verachtung zu demonstrieren.

Es gibt weitere treibende Kräfte. Notre Dame ist Staatsland und war nicht versichert. Das Gebäude befand sich in schlechter Verfassung; die Regierung hatte Jahren lang das Drängen der Geistlichen auf Renovierung blockiert. Das Holzdach, wo das Feuer „begann“, wurde angeblich nicht renoviert, es gab dort keine Arbeiter und die französische Regierung entfernte vor kurzem die wertvollen Kunstgegenstände.

Eines ist sicher: Die Flut an Anschlägen auf Kirchen in Frankreich wird von den radikal-säkularen Eliten nicht als wichtig betrachtet, die seit Jahrzehnten danach streben Frankreichs christlich-traditionelle Werte als überholt zu untergraben. Würde es sie kümmern, hätten sie etwas deswegen unternommen.

Seit der Französischen Revolution ist die Verspottung der Religion und Verachtung für Priester ein nationaler Charakterzug gewesen. Als das Magazin Charlie Hebdo sich entschied ein Jahr nach dem Terroranschlag von 2015 ein blasphemisches Bild abzudrucken, das Gott mit Blut auf der Kleidung darstellte und sagte, er sei der wahre Täter, erklärte der Vatikan, das Titelbild sei frevelhaft: „Hinter der irreführenden Flagge eines kompromisslosen Säkularismus vergisst die französische Wochenzeitschrift einmal mehr worauf religiöse Leiter eines jeden Glaubens seit Ewigkeiten drängen – Gewalt im Namen der Religion abzulehnen und das Gott zu nutzen um Hass zu rechtfertigen waschechte Blasphemie ist.“ Es wurde hinzugefügt, dass Charlie Hebdo den Glauben der Gläubigen an Gott nicht respektieren will.

Nach dem Brand in Notre Dame haben französische Offizielle sich weitgehend auf ihren kulturellen Wert konzentriert; Milliardäre retten jetzt den französischen Staat vor den Restaurationskosten, konzentrieren sich jedoch auf das spirituelle Erbe der Kirche als wertvollstes Element. War Religion in Frankreich – und mit ihr die traditionelle europäische Kultur – tot, lange bevor Notre Dame brannte?