Israel: Schutzort für Christen; Bevölkerungswachstum und Religionsfreiheit

Christen stellen knapp unter 2% der israelischen Bevölkerung

Benjamin Weinthal, Fox News, 18. Januar 2023

Jerusalem – Während das Leid der Christen in der Region drastisch zugenommen hat, nahm die Bevölkerung der israelischen Christen 2021 um 2 Prozent zu, so ein Bericht, der von Israels Zentralem Amt für Statistik (CBS – Central Bureau of Statistics) im Dezember.

Die Veröffentlichung der neuen Daten fiel mit Weihnachten zusammen und zeigte, dass etwa 185.000 Christen in Israel leben und 1,9 Prozent der Bevölkerung des Landes ausmachen.

„In Israel ist die Zahl der Christen stabil, weil es dort Religionsfreiheit gibt“, sagte Pastorin Petra Heldt, eine führende christliche Wissenschaftlerin, die seit 40 Jahren in Israel lebt, gegenüber Fox News Digital. „Für mehrheitlich muslimische Länder in der Region gilt das nicht.“

Eine Taufe in Qasr al-Yahud am Jordan in Israel. Laut biblischer Tradition ist das die Stelle, an der Jesus getauft wurde. (Foto: Shalev Shalom ZTPS)

Christliche Gemeinschaften im gesamten Nahen Osten sind geschrumpft oder sogar verschwunden. Vor dem amerikanischen Einmarsch in den Irak 2003 lebten im Land 1,5 Millionen Christen. Die uralte christliche Gemeinschaft ist inzwischen auf geschätzte 200.000 bis 300.000 in einer Gesamtbevölkerung von mehr als 40 Millionen geschrumpft.

Fox News Digital berichtete vor kurzem von einem britischen Regierungsbericht, in dem es heißt: In der Islamischen Republik Iran „reicht es aus nur Christ zu sein, um verhaftet zu werden“.

Das Regime des Iran hat einen Feldzug zur Verfolgung evangelischer Christen und Katholiken geführt.

Heldt betonte, dass es in Israel „absolute Glaubensfreiheit“ gibt und sich das von Ländern wie der Türkei unterscheidet, wo Christen „verfolgt werden und eine schwere Zeit haben. Dasselbe gilt für den Irak“, erklärte sie.

Eine im Jordantal in Israel organisierte Taufe (Foto: Shalev Shalom/TPS)

Das Bild ist in Israel nicht völlig rosig, aber Beobachter behaupten, das verblasst im Vergleich zu den Nachbarländern. Im Januar verwüsteten zwei Teenager-Verdächtige einen christlichen Friedhof in Jerusalem. Der Anschlag wurde vom israelischen Außenministerium verurteilt, das ihn eine „unmoralische Tat“ und „einen Affront für die Religion“ nannte.

Jerusalems anglikanischer Erzbischof Hosam Naoum bezeichnete das als ein „eindeutiges Hassverbrechen“. Das britische Konsulate sagte, es sei nur der jüngste einer ganzen Reihe von Angriffen auf die christliche Gemeinschaft in der heiligen Stadt Jerusalem.

Heldt sagte, die israelische Regierung betreibe die Strafverfolgung für die Schändung der Grabsteine. „In mehrheitlich muslimischen Ländern wäre das [Strafverfolgung] nicht der Fall“, fügte sie hinzu.

Die israelische Polizei kündigte Montag an, dass Anklagen gegen zwei Teenager wegen der mutwilligen Zerstörung von 28 Grabsteinen auf dem protestantischen Friedhof des Bergs Zion erhoben wird.

Heldt sagte, dass es den „Mord an und die Verfolgung von Christen in Nigeria und Ägypten in Israel nie gegeben hat“. Radikale Islamisten haben angestrebt die sich abmühende koptisch-christliche Gemeinde in Ägypten und die nigerianischen >Christen in den muslimisch dominierten nördlichen Regionen Nigerias auszulöschen.

Pastor Saleem Shalash von der Kirche Heim des Königs Jesus in Nazareth wiederholte das, was Pastorin Heldt über die Bedeutung der Religionsfreiheit in Israel sagte. „Als arabischer Pastor würde ich es vorziehen in Israel zu leben“, sagte Shalash. „Die Freiheit, die wir in Israel haben, haben wir in den besten arabischen Ländern nicht.“

Pastor Saleem Shalash von der Kirche Heim des Königs Jesus in Nazareth in Israel (Foto: Pastor Saleem Shalash)

„Wir können unseren Glauben ohne Verfolgung ausüben. Und wenn es Verfolgung gibt, können wir die Polizei rufen und sie wird uns beschützen.“

Pastor Shalash dient einer Gemeinde von 100 in Nazareth, von dem man glaubt, dass Jesus als Kind dort Zuhause war. Nazareth hat die größte arabisch-christliche Bevölkerung (21.000), Haifa folgt mit 16.700. Jerusalem folgt mit 12.900 arabischen Christen an dritter Stelle.

In Antwort auf einen Bericht, dass die christliche Bevölkerung in Israel zunahm, sagte Shalash: „Das ist eine gute Nachricht.“

Die Herausforderung, der sich die christliche Gemeinschaft in Israel gegenüber sieht, merkte er an, ist eine im Vergleich mit den anderen Religionsgemeinschaften niedrigere Geburtenrate. „Sie [die Christen] haben keine großen Familien“, sagte Shalash. „Normalerweise haben Christen zwei oder drei Kinder.“

Hareidische (ultraorthodoxe) Juden in Israel haben eine Geburtenrate von 6,64 Kindern pro Frau, so Zahlen der israelischen Regierung. Säkulare jüdisch-israelische Frauen haben ein Geburtenrate von 1,96 Kinder.

Pastor Shalash sagte, eine der großen Herausforderungen, der Israels christliche Gemeinschaft gegenüber sieht, ist eine niedrige Geburtenrate. (Foto: Pastor Saleem Shalash)

Es gibt zwar bei einigen Juden und Muslimen in Israel radikal-religiöse Strömungen, sagte Shalash, aber „man kann zusammenleben. Man kann Juden, Christen, Muslime und Drusen finden, die in Harmonie ohne Verfolgung leben und ihren Glauben leben.“

Open Doors ist eine internationale NGO, die sich der Rettung verfolgter Christen widmet; sie veröffentlichte Dienstag einen Bericht, in dem eine Reihe Länder aus dem Nahen Osten und Nordafrikas aufgeführt werden, die zu den Top Ten der Staaten gehören, „in denen Christen sich der schwersten Verfolgung und Diskriminierung ausgesetzt sehen“, so der Bericht.

Der Iran wurde auf Platz 8 eingestuft, der Jemen auf Platz 3. Das kommunistische Nordkorea wurde als schlimmster Verfolger benannt und Somalia auf Platz 2 geführt.

Die Palästinensergebiete steht in der Open Doors-Untersuchung von 76 Ländern, in denen Christen verfolgt werden. Die Palästinensergebiete wurden auf Platz 57 geführt. Israel ist nicht auf der Liste.

Lisa Pearce, Interim-CEO von Open Doors US, sagte in einer Erklärung gegenüber Fox News Digital: „Die anhaltende politische und sozio-ökonomische Krise macht vielen Menschen im Gazastreifen und der Westbank zu schaffen. Für viele arabisch-christliche Familien gibt es große Belastungen und viele beschlossen wegzugehen, wenn sie die Chance haben. Wie Bürger zweiter Klasse behandelt zu werden und ohne sonderliche Aussichten auf Arbeit haben  viele christliche Eltern das Gefühl, sie haben kaum eine andere Wahl, wenn ihre Kinder eine Zukunft haben sollen.“

Die Abnahme der Zahl der Christen in den palästinensisch kontrollierten Gebieten in Teilen der Westbank und im Gazastreifen ist im Lauf der Jahre regelmäßig dokumentiert worden.

Im Oktober twitterte Edy Cohen, ein israelischer Experte für arabische Angelegenheiten, Videoaufnahmen eines Angriffs von Palästinensern auf eine Kirche im östlichen Bethlehem in der Westbank.

Touristen besuchen die Geburtskirche in Bethlehem, 16. Nov. 2021 (Foto: AP Foto/Nasser Nasser)

Khaled Abu Toameh, der Reporter der Jerusalem Post für Palästinenser-Angelegenheiten, berichtete über die Verhaftung des evangelischen Pastors Johnny Shahwan durch die palästinensische Autonomiebehörde (PA) im März, weil der für Normalisierung mit dem „zionistischen Gebilde“ (Israel. Die PA inhaftierte Shahwan 40 Tage lang, weil er sich mit einer Reihe von Abgeordneten der Knesset (Israels Parlament) traf und sie schloss seine Pfarre, Beit Al-Liqa in Bei Jala.

Fox News Digital schickte Presseanfragen an die palästinensische Autonomiebehörde, hatte aber bis zum Druck keine Antwort bekommen.

Israels lebendige christlich-religiöse Geschichte hat amerikanisch-christliche Studenten für Besuche attraktiv gemacht. Am 9. Januar feierte Passages, ein Programm, das christliche College-Studenten nach Israel bringt, seinen 10.000. Teilnehmer. „Wir befinden uns in einem einzigartigen Augenblick in der Geschichte, in dem Juden und Christen zum ersten Mal zusammenkommen können und positive und wirkungsvolle Erfahrungen schaffen können“, sagte Rivka Kidron, Mitgründerin von Passages.

„Jetzt  können Juden und Christen mehr denn je um unsere gemeinsamen Werte zusammenkommen und für das einstehen, was in dieser Welt richtig ist. Leider nimmt der Antisemitismus zu und ich denken, wir brauchen einander und ich denke, wir brauchen einander mehr als je zuvor. Ich fühle mich sehr gesegnet in diesem Moment hier zu sein und hier zu leben und ich teile das mit Ihnen.“

Passages ist ein Programm, das christliche College-Studenten nach Israel bring (Foto: Mattanah DeWitt)

Passages sagte, es „bietet christlichen College-Studenten mit Führungspotenzial einen frischen und innovativen Ansatz das Heilige Land zu erfahren.“

Passages sagt, es habe 450 Teilnehmer aus Schulen wie dem Hillsdale College, der Florida State University und der Oklahoma Baptist University.

„Die Teilnehmer begegnen den Wurzeln ihres biblischen Glaubens aus erster Hand und stehen dem modernen Wunder Israel direkt gegenüber, bekommen Möglichkeiten bei ihrer Reise mit zusätzlichem Führungstraining Erfahrungen zu sammeln, mit dem Ziel ihren christlichen Glauben zu stärken und Freundschaftsbrücken zur jüdischen Gemeinschaft zu bauen“, vermerkt Passages in einer Pressemitteilung.

Papst Benedikt sagte über den Islam die düstere Wahrheit

Raymond Ibrahim, 16. Januar 2023 (The Stream)

„Zeige mir einfach, was Mohammed Neues brachte und dort wirst du nur Böses und Unmenschliches finden, wie sein Gebot den von ihm gepredigten Glauben mit dem Schwert zu verbreiten.“

In gewisser Weise ist das der Satz, wegen dem man sich an Papst Benedikt XVI. am meisten erinnern wird. Und während diejenigen, die ihn zitieren, das tun, um die Erinnerung an ihn herabzuwürdigen – ihn als „islamophob“ darzustellen – ist diese berüchtigte Aussage von tiefgehender Bedeutung und auf mehr als eine Art wahr.

Papst Benedikt las die oben angeführte Aussage am 12. September 2006 während seiner Regensburger Rede zu Glaube und Vernunft vor. Er zitierte den oströmischen (oder „byzantinischen“) Kaiser Manuel II Palaiologos (1350 – 1425). Als gebildeter und frommer Mann wusste Manuel viel über den Islam, sowohl abstrakt als auch aus Erfahrung.

1390 unterwarf sich Manuels Vater Johannes V. als Vasall und schickte seinen Sohn Manuel als Geisel zum osmanischen Sultan Bayezid I. (1360 – 1403), den der zeitgenössische Chronist Doukas so beschrieb:

Ein gefürchteter Mann, übereilt in Kriegshandlungen, Christen-Verfolger wie kein anderer um ihn herum und in der Religion der Araber [dem Islam] ein höchst leidenschaftlicher Jünger Mohammeds, dessen unrechtmäßige Gebote bis zum Äußersten befolgt wurden, nie schlafend, der seine Nächte mit der Planung von Intrigen und Machenschaften gegen die rationale Schar der Christen verbrachte… Seine Zielsetzung war das Wachstum der Nation des Propheten und die Abnahme der der Römer. Er fügte dem Herrschaftsgebiet der Muslime viele Städte und Provinzen hinzu.

Es überrascht nicht, dass der Sultan nie eine Gelegenheit zu verpassen schien den Thronfolger Konstantinopels zu demütigen. Bayezid zwang Manuel sogar sadistisch die Türken zu begleiten und der endgültigen Zerstörung Philadelphias zuzusehen, der letzten christlichen Bastion in Kleinasien. Der „Anblick der zerstörten christlichen Städte“ schuf viel „heftiges Leid“ und machte den Prinzen sogar „krank“, schreibt ein Historiker.

Ein Jahr später, 1391, starb Kaiser Johannes V. und sein Sohn Manuel wurde Kaiser – nachdem er vom Hof des Sultans nach Konstantinopel entkam. Es dauerte nicht lange, bis Bayezid einen neuen Jihad ausrief, Konstantinopel belagerte (1394 – 1402) und einmal mehr begann Christen abzuschlachten.

Zuvor hatte Manuel in seiner Zeit bei den Türken mit Muslimen über Religion diskutiert. Dabei sagte er einem gelehrten Muslim: „Zeige mir einfach, was Mohammed Neues brachte und dort wirst du nur Böses und Unmenschliches finden, wie sein Gebot den von ihm gepredigten Glauben mit dem Schwert zu verbreiten.“

So aufrührerisch dieser Satz für moderne Empfindlichkeiten sein mag – und trotz all der Kritik, die Benedikt dafür erhielt, dass er ihn zitierte – ist ihm nur schwer zu widersprechen. Der vom muslimischen Propheten verkündete Jihad hat zum Abschlachten von Millionen und zur brutalen Eroberung eines Großteils der Erdoberfläche geführt, darunter drei Viertel dessen, was einmal die christliche Welt war. Der Nahe Osten und Nordafrika waren – wie Konstantinopel, das heutige Istanbul – christlicher als Europa, bis das Schwert des Jihad sie islamisierte.

Tatsächlich brachen, fast wie um die Behauptung zu bestätigen, dass Mohammed nur „Böses und Unmenschliches“ gelehrt hatte, nachdem Benedikt diese Aussage zitierte, überall in der muslimischen Welt christenfeindliche Krawalle aus, Kirchen wurden in Brand gesetzt und eine italienische Nonne, die ihr Leben den Kranken und Bedürftigen in Somalia gewidmet hatte, wurde dort ermordet.

Mag sein, wie es sei. Hier ist nicht der Ort die Richtigkeit von Manuels Äußerung zu dokumentieren – ich habe bereits zwei Bücher geschrieben, die diesen Zweck erfüllen – sondern um auf den Punkt des Kaisers zu kommen, der ein theologischer war: Gott ist rational – wie der Logos, die Verkörperung des Rationalismus – während die Lehren Mohammeds das nicht waren. Das wird in Manuels Worten über die drei Optionen deutlich, die der Islam Nichtmuslimen anbietet:

[1] Sie müssen sich unter sein Recht beugen [Scharia, heißt: Muslime werden] oder [2] Tribut zahlen und darüber hinaus auf Sklaven reduziert werden [eine akkurate Beschreibung der Jizya und des Dhimmi-Status] oder in Abwesenheit beider [3] ohne zu Zögern mit dem Eisen geschlagen werden.

Manuel argumentierte, dass diese drei Optionen „extrem absurd“, irrational und daher für eine höchste Gottheit unziemlich sind. Wenn z.B. nicht Muslim zu sein so übel ist, warum sollte Gott erlauben, dass die Jizya gezahlt wird, „um die Gelegenheit zu kaufen ein unfrommes Leben zu führen?“, fragte der Kaiser. Das sind eindeutig sehr eigennützige und menschgemachte Regeln, gestaltet, um eine Gruppe (in diesem Fall die Muslime) gegen eine andere zu ermächtigen. Manuel fuhr fort:

Gott hat kein Gefallen am Blut und nicht vernunftgemäß, nicht σὺν λόγωa zu handeln, ist dem Wesen Gottes zuwider‘. Der Glaube ist Frucht der Seele, nicht des Körpers. Wer also jemanden zum Glauben führen will, braucht die Fähigkeit zur guten Rede und ein rechtes Denken, nicht aber Gewalt und Drohung… Um eine vernünftige Seele zu überzeugen, braucht man nicht seinen Arm, nicht Schlagwerkzeuge noch sonst eines der Mittel, durch die man jemanden mit dem Tod bedrohen kann.“…

Benedikt hatte all das weniger zitiert um den Islam zu verunglimpfen, als vielmehr, um für die Wichtigkeit der Vernunft und ihre Vereinbarkeit mit dem Glauben zu argumentieren – was heute beides mehr als je zuvor angegriffen wird (so, wie wenn eine Gesellschaft Mann und Frau nicht mehr unterscheiden kann).

Was den Islam angeht – der inhärent irrational ist – so beendete Benedikt seine Ansprache damit:

„Nicht vernunftgemäß, nicht mit dem Logos handeln ist dem Wesen Gottes zuwider“, hat Manuel II. von seinem christlichen Gottesbild her zu seinem persischen Gesprächspartner gesagt. In diesen großen Logos, in diese Weite der Vernunft laden wir beim Dialog der Kulturen unsere Gesprächspartner ein. Sie selber immer wieder zu finden, ist die große Aufgabe der Universität.

Hier kann man nicht anders als anzumerken, wie völlig unterschiedlich Papst Benedikt und sein Nachfolger, Papst Franziskus, in ihrer Herangehensweise an den Islam sind. Während Benedikt wusste, dass ohne Übereinstimmung in einer ersten Prämisse – nämlich des (rationalen) Wesens Gottes – „Dialog“ mit Muslimen nichts erreichen wird, ist Franziskus zum Helden des Dialogs geworden und das alles offenbar nur zur Schau – zum Teufel mit Rationalismus und der Realität.

Isaac Newtons Landkarte der Apokalypse

Isaac Newton, eines der größten wissenschaftlichen Genies der Menschheitsgeschichte, hatte einige faszinierende Ansichten zur Endzeit. Seine Vision verband sogar die Apokalypse mit der Rückkehr der Juden in ihre angestammte Heimat.

Chen Malul, the Librarians, 2. August 2022

Das Geheimnis all dieser Wiederherstellung aller Dinge ist in allen Propheten zu finden, was dazu führt, dass ich mich mit großer Bewunderung frage, wieso so wenige Christen unserer Zeit es dort finden können. Denn sie verstehen nicht, dass die endgültige Rückkehr der Juden aus Gefangenschaft und ihrer Eroberung durch die Nationen (der vier Monarchien) und die Errichtung eines friedlich-gerechten und aufblühenden Königreichs am Tag des Jüngsten Gerichts ist dieses Mysterium. – Isaac Newton: Of Ye Day of Judgement & World to Come

Wie überbrückt man die Kluft zwischen Wissenschaften und Glauben? 1795 schuf der englische Poet und Künstler William Blake eines der kultigsten Gemälde. Seni Thema war der englische Physiker und Mathematik Isaac Newton (1642-1727), einer der größten Wissenschaftler der gesamten Geschichte. Blake definierte Newton als einen der Väter des rationalen Denkens. Machen Sie aber keinen Fehler: Das Gemälde war seinem Gegenstand gegenüber nicht lobend. Blake malte Newton am Boden des Ozeans, versunken in Messungen und Berechnungen, die Welt um sich herum ignorierend.

Das moderne Bild Newtons ist vielleicht nicht so weit von Blakes ziemlich spöttischer Darstellung entfernt. Immerhin ist das erste Bild, das einem einfällt, wenn der Name „Newton“ erwähnt wird, das eines rationalen Wissenschaftlers, der derart mit seinen theoretischen Denkereien beschäftigt ist, dass ihm ein Apfel auf den Kopf fallen musste, um ihn deutlich daran zu erinnern, dass es in der Tat eine reale, materielle Welt gab, mit der man sich auseinandersetzen muss. In der gängigen Vorstellung war Newtons Apfel der Auslöser seiner Mission die physikalischen Gesetze des Universums zu formulieren.

Trotz dieses Stigmas scheint es, dass wenige, einschließlich Blake, mit Newtons mystischen und esoterischen Schriften vertraut sind. Der Sammler Abraham Shalom Yahuda kaufte diese Manuskripte 1936 die mit dem Rest seiner Sammlung 1969 in der Nationalbibliothek Israels deponiert wurden. Viele der Schriften sind digital über die Internetseite der Bibliothek zugänglich und offenbaren eine völlig andere Seite der Welt Newtons.

Isaac Newton von William Blake (1795)

In der jüdischen Tradition ist das Ende der Zeit kein allgemein übliches Diskussions- oder Studienthema. Tatsächlich wird der Tag des Jüngsten Gerichts nur kurz in einigen der apokryphen Bücher (und antiken Texte die nicht dem Bibel-Kanon angehören) erwähnt, obwohl das Thema im Verlauf der jüdischen Geschichte gelegentlich in dunkleren Zeiten aufkommen, die Episoden messianischer Erweckung mit sich brachten. Trotzdem nimmt der Glaube an die Zerstörung der bestehenden Welt und die Schaffung einer neuen an ihrer statt keinen zentralen Platz innerhalb des Judentums ein. Im Gegenteil: Juden ist geboten die bestehende Welt zu erhalten. Im Christentum hingegen beschreibt die apokalyptische Vision im Neuen Testament das Ende der Tage mit erschreckender Akkuratesse. Das Buch der Offenbarung (auch die Apokalypse des Johannes genannt), das letzte Buch des Neuen Testaments, beschreibt den genauen geografischen Ort, an dem der letzte und entscheidende Krieg der Geschichte, bekannt als Armageddon, stattfinden wird. Entschuldigung für den Spoiler.

Newton glaubte an die eindeutige, göttliche Herkunft der Bibel. Er widmete seine Zeit nicht nur der Klärung der Naturgesetze, sondern auch der Suche nach dem Wesen dahinter. Die wissenschaftliche Motivation die Welt zu verstehen und sie zu erklären war auch das, was ihn danach drängte die esoterischeren Geheimnisse sowie jede religiöse Bedeutung dahinter verstehen zu wollen.

Eine von Newtons Hauptbeschäftigungen diesbezüglich war die Berechnung der genauen Zeit und des genauen Ortes des Endes der Welt. In den scheinbar vagen Kapiteln der hebräischen Bibel und des Neuen Testaments suchte Newton nach genauen Prophezeiungen zur Zukunft der Welt und der Erlösung der darin lebenden menschlichen Seelen. Es ist wichtig zu verstehen, dass in der Zeit, in der Newton seine großen wissenschaftlichen Theorien formulierte, die moderne Wissenschaft die esoterischen und religiösen Quellen noch nicht vollständig aufgegeben hatten, aus denen sie sich entwickelt hatte.

Bereits in seinen theologischen Schriften investierte Newton viel interpretative Energie in die Dekodierung der apokalyptischen Offenbarung des Johannes. Unter anderem hoffte er den genauen Ort zu finden, an dem die zum Ende der Tage führenden Ereignisse beginnen würden. Weil er mit theoretischer Forschung und schriftlicher Interpretation nicht zufrieden war, fügte der Wissenschaftler einem seiner Aufsätze zu dem Thema sogar eine Landkarte an, die genau die Gegend andeutet, von der erwartet wird, dass sie der Fokus des Tags des Jüngsten Gerichts ist. Wir werden zu dieser vor etwa 300 Jahren erstellten Karte und en vielen an ihren Rändern hingekritzelten Anmerkungen zurückkommen, die eine Fülle an multidisziplinären Informationen enthalten.

Newtons Landkarte der Apokalypse. Das komplette Manuskript finden Sie hier.

Die Offenbarung des Johannes erzählt vom Blasen von sieben Posaunen, von denen jede ein anderes apokalyptisches Ereignis einläutet. Weil Newton nicht glaubte, dass das Ende der noch zu seinen Lebzeiten kommen würde, legte er den Ort des siebten und letzten Posaunenklangs nicht fest. Was er auf der Karte markierte, warne die Ereignisse, die zum Ende der Tage führen; heißt: das Blasen der fünften und sechsten Posaune (Offenbarung 9). Newton verstand die fünfte Posaune als den Aufstieg des arabischen Islam. Und die sechste – den Aufstieg des Osmanischen Reichs, von dem Newton glaubte, es sie von Gott gesandt, um die sündigen Christen zu bestrafen und schließlich die Überreste des korrupten Römischen Reiches (heißt: des byzantinischen Reichs) zu zerstören.

Und wo wird laut Newton das Ende der Tage stattfinden? Nun, genau hier in unserer gemütlichen kleinen Nachbarschaft, die als Naher Osten bekannt ist, wo sonst? Mit großer Präzision identifizierte Newton vier Provinzen: Asien (die Stadt Konya in der heutigen Türkei), Syrien (die Stadt Damaskus) Mosul (im Irak) und Meyafarikîn (heut die Stadt Silvan in der Türkei). Jeder ordnete er einen der vier Engel aus der Apokalypse zu, die während des Geschehens sechsten Posaune vom Euphrat befreit werden (Offenbarung 9,14). Laut der Vision des Johannes geht der Aufbruch der vier Engel der Apokalypse, um in aller Welt Zerstörung und Verwüstung zu säen, dem Kommen des mysteriösen Tiers voraus – die im Buch als einer der Initiatoren des Weltuntergangs angeführt wird – und symbolisiert die letzte Schlacht.

Angesichts des Ausgangspunkts der Engel der Apokalypse laute Newton sticht eine Gegend wegen ihrer Abwesenheit aus dieser Landkarte hervor. Das ist der Berg Megiddo, aus dem in der griechischen Übersetzung Armageddon wurde, der später in der christlichen Tradition zum Namen des Tags des Jüngsten Gerichts selbst wurde. Megiddo selbst wird in der Bibel siebenmal erwähnt, oft im Zusammenhang mit einer wichtigen Schlacht (denken Sie an die Geschichte von Jael und Sisera. Das geschah ganz in der Nähe.), aber nur in der Christenheit ist es in die Vision vom Ende der Tage eingearbeitet. Laut der Offenbarung wird die letzte Schlacht zwischen den Kräften des Bösen, angeführt von dem Tier, und den Kräften des Guten unter dem Befehl von Gott am Berg Megiddo stattfinden. In dieser Schlacht werden die Gottlosen besiegt, worauf das Königreich der Himmel über die Erde herrschen wird.

Newton liefert ein historisches Beispiel für die Verbindung zwischen den Kräften des Bösen und göttlicher Vorsehung.  In einer an den Rand der Karte gekritzelten Notiz diskutiert Newton zwei militärische Führer der Kräfte des Bösen: Einer ist Saladin (1138 – 1193), der die letzten Kreuzritter aus dem Heiligen Land vertrieb; der andere ist Dschingis Khan (1162 – 1227), dessen mongolische Horden aus dem Osten kamen und Zerstörung und Verwüstung über einen Großteil der Welt brachten. Newton nahm den Aufstieg der zwei Eroberer als Intervention göttlicher Vorhersehung wahr.

Die erste Seite von Newtons Aufsatz, dem er die Landkarte des Jüngsten Tags anfügte. Klicken Sie hier um das näher anzusehen.

Newtons in der Nationalbibliothek Israels aufbewahrte Manuskripte bieten einen faszinierenden Blick auf Aspekte, die man von dem verehrten Wissenschaftler nicht weithin kennt, insbesondere sein Interesse an Alchemie und seinen systematische Versuch die göttliche Prophetie nachzubilden, die seit biblischen Zeiten verloren gegangen war; heißt, die Prophetien zu verstehen, die von den hebräischen Propheten vererbt wurden. Albert Einstein machte 1940 in einem Brief an seinen Freund, den Sammler und Nahost-Experten Abraham Shalom Yahuda, die Bedeutung dieser Dokumente deutlich. Einstein erläuterte Yahuda die Wichtigkeit die theologischen und alchemistischen Schriften Newtons zu sammeln, um sie zum Studium zu Verfügung zu stellen; er betonte, dass diese Schriften ein beispielloses Fenster in die Arbeit des Mannes öffnen würden. Einstein schrieb:

Während der formativen Entwicklung von Newtons anhaltenden Physikarbeiten in Dunkelheit gehüllt bleiben müssen, weil Newton offenbar seine vorbereitenden Arbeiten vernichtete, haben wir in diesem Bereich seiner Arbeiten zu Bibel Entwürfe und ihre wiederholten Modifizierungen; diese zumeist unveröffentlichten Schriften erlauben daher einen höchst interessanten Einblick in die geistige Werkstatt dieses einzigartigen Denkers.

Aud den in der Bibliothek erhaltenen theologischen Aufzeichnungen wird deutlich, dass auch Newton wie eine Reihe protestantischer Kommentatoren des 17. Jahrhunderts glaubte, dass das Ende der Welt im Text der Bibel verschlüsselt sei. Die tausende sorgfältig handgeschriebenen Seiten sind Beleg für die Hingabe eines der größten Geister der Menschheitsgeschichte an die Lösung dieses Rätsels. Wie im Zitat angedeutet, das am Anfang dieses Artikels steht, war die Rückkehr der Juden nach Zion ein zentraler Teil der newtonschen Vision.

Zu Heiligabend bricht in Ägypten Gewalt gegen Kirche aus

Raymond Ibrahim, 72. Dezember 2022 (Coptic Solidarity)

Als im Westen Heiligabend gefeiert wurde, randalierten in Ägypten Muslime und griffen am 24. Dezember eine Kirche an.

Das große „Verbrechen“ der Kirche bestand darin, dass sie versucht hatten ihr baufälliges Kirchendach zu reparieren, was die drakonischen, christenfeindlichen Diktate des islamischen Rechts (der Scharia) widerspricht, das in Artikel 2 der ägyptischen Verfassung verankert ist.

Zwei Jahre zuvor begann das Dach der Kirche der heiligen Jungfrau und Anba Samuel in Abis al-Thawra, einem Dorf in den Außenbezirken von Alexandria, zu zerfallen und ins Gebäude zu stürzen. Bei zumindest einer Gelegenheit kollabierten Teile des Dachs nach schwerem Regen und verletzte mehrere Kirchgänger (Bild oben). Nach zwei Jahren der Appelle an die Behörden, um eine Genehmigung zu bekommen „das Dach zu reparieren und das Leben der Gottesdienstbesucher zu retten“, erhielt die Kirche endlich die Genehmigung.

Das ist die einzige Kirche in einer Gegend, die mehrere Dörfer und Weiler abdeckt, die rund christlichen Familien dient. 1979 gebaut, ist sie bereits stark überfüllt (und daher ein „Sicherheitsrisiko“, wie viele Kirchen, die in letzter Zeit in Ägypten „Feuer gefangen“ haben). Daher hatten die Kopten während des Antragsverfahrens auch die Genehmigung zur Erweiterung der Kirche gestellt.

Die Behörden lehnten das ab, gaben nur die Genehmigung zur Reparatur des Daches – und selbst das war der lokalen muslimischen Bevölkerung zu viel; sie randalierte und war Steine auf die Kirche, auf einzelne Kopten und auf die Dacharbeiter. Sie legten auch Feuer und einem christlichen Bauernhaus direkt neben der Kirche.

Der Grund für die muslimische Wut ist, dass die Scharia anordnet, dass nicht nur keine neuen Kirchen auf vom Islam erobertem Gebiet (wie Ägypten) gebaut werden, sondern bereits bestehende Kirchen niemals repariert werden dürfen. Natur und Zeit bereits bestehende Kirchen beseitigen zu lassen wird als eine Art „Toleranz“ betrachtet – eine, in die gleichwohl niemals eingegriffen werden darf, in diesem Fall mit der Ausbesserung des Daches.

Die Mob-Gewalt von Heiligabend reicht aus, damit die Polizei und die Staatssicherheit eingriffen, den Mob zerstreuten und die Ruhe wiederherstellten. Sie ließen auch Bewachung um die Kirche zurück.

Wie üblich, wurde keiner der (muslimischen) Angreifer oder Anstifter festgenommen. Stattdessen wurden alle Arbeiten am Dach unter dem Vorwand der „Beruhigung der Lage“ eingestellt. Aufgrund von Präzedenzfällen fürchten die Kopten allerdings, dass diese „vorläufige“ Einstellung eine dauerhafte sein wird.

Letzten Endes hat sich dieses Szenario in Ägypten unzählige Male abgespielt: Wann immer einer Kirche legalisiert oder repariert wird – oder es nur das Gerücht gibt, sie würde legalisiert oder repariert – toben lokale Muslime und greifen Christen an. Die Behörden reagieren regelmäßig mit dem Appeasement der Randalierer und der Versiegelung der „beleidigenden“ Kirchen unter dem Vorwurf, dass sie in der Region „Sicherheitsrisiken“ darstellen.

Die Zeit wird zeigen, ob das Gesetz einmal mehr vor der muslimischem Mob-Herrschaft einbrechen wird oder ob sich für die Kirche der Jungfrau und Anba Samuel in Ägypten ein Anschein von Gerechtigkeit durchsetzen wird.

Die verborgene Bedeutung von Hanukkah und Weihnachten

Würde und Freiheit feiern

Joseph Hippolito, FrontPage Mag, 16. Dezember 2022

Jahrhunderte lang sind Hanukkah und Weihnachten in der Volksvorstellung durch gelegentliches Timing miteinander verbunden. Dieses Jahr fällt der vorletzte Tag von Hanukka auf Weihnachten. Aber die Feiertage haben weit Wichtigeres gemeinsam als Terminierung oder Geschenke verteilen.

Auf ihre einzigartige Weise feiert jeder der Feiertage menschliche Würde und Freiheit, womit die fundamentalen Werte ihrer jeweiligen Schwesterreligion gespiegelt werden – Judentum und Christentum.

Hanukka erinnert an eine von Juden geführte Revolte im zweiten Jahrhundert v.Chr. gegen Antiochus IV., der Israel für das Seleukiden-Reich regierte, einem der vier Reiche, die nach dem Tod von Alexander dem Großen unter seinen Generälen aufgeteilt wurden. Antiochus wollte die jüdische Identität in Übereinstimmung getreu des säkularen Fokus der griechischen Weltanschauung auslöschen.

„Die Griechen sahen auf die Juden herab, weil diese in ihren Augen einen sehr primitiven Glauben hatten“, sagte Rabbi Shmuley Boteach. „Die Griechen hatten Homers Ilias, die Odyssee. Sie hatten griechische Tragödien, Poesie, Philosophie. Sie betrachteten diese Idee von Gebet und Glauben und Überzeugungen an Gott als etwas sehr Primitives. Also verboten sie das.“

Doch dieser Glaube, der sich in den 10 Geboten und der Thora ausdrückt, bedeutete einen Wendepunkt für die menschliche Zivilisation. Er spiegelte die Idee, dass Gott menschliche Freiheit schätzt, besonders weil Gott das ultimative freie Wesen im Universum ist und Gott die Menschheit nach seinem freien Bild schuf.

„Die Zehn Gebote sind keine Regelliste“, schrieb Dennis Prager. „Die Gebote beweisen, dass Gott will, dass die Menschheit frei ist: ‚Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus dem Land Ägypten, aus dem Sklavenhaus herausgeführt hat.‘ Den Geboten zu folgen befreit uns von den furchtbaren Folgen der Sünde, macht unser Leben besser.“ (Hervorhebung im Original)

Allerdings verbot Antiochus alle Spuren der jüdischen Religion und Kultur, einschließlich der Thora. Er schändete sogar Jerusalems Tempel, indem er Statuen griechischer Götter und Göttinnen darin errichte und ihnen Schweine opferte. Antiochus ging sogar so weit sich selbst „Epiphanes“ zu nennen, Griechisch für „göttliche Erscheinung“.

Aber 168 v.Chr. begann ein Priester auf dem Land namens Mattathias die Revolte. Nachdem er es ablehnte einer griechischen Gottheit zu opfern, tötete Mattathias einen Juden, der das an seiner Stelle machte, sowie einen griechischen Wächter. Dann floh er mit seinem fünf Söhnen in die nahegelegenen Berge. Als Mattathias zwei Jahre später starb, bildete sein Sohn Judas eine Guerilla-Armee, um die hellenisierten Juden und seleukidischen Truppen zu bekämpfen. Diese Armee erhielt den Spitznamen „Makkabäer“, Hebräisch für „Hämmer“.

Im Jahr 164 (v.Chr.) eroberten die Makkabäer Jerusalem, stürzten Antiochus und weihten den Tempel wieder ein. Die Neuweihung beinhaltete die Neuentzündung der Menora, die ständig leuchten musste. Die Makkabäer hatten nur Öl, um sie für einen Tag brennen zu lassen. Aber durch ein offensichtliches Wunder hielt das Öl acht Tage durch. Wenn jüdische Familien Menoren anzünden, feiern sie den Sieg der Makkabäer und sein ultimatives Zeichen.

„Es ist eine Feier des Triumphs der Wenigen über die Vielen, der Schwachen über die Starken, der Engagierten und Prinzipientreuen über die Heiden und Prinzipienlosen“, sagte Joel Pollak von Breitbart News, ein orthodoxer Jude.

Boteach glaubt, dass das Wesen von Hanukka ein grundlegendes Verlangen in der menschlichen Seele belebt.

„Die Makkabäer dienten immer als Quelle der Inspiration für Freiheitskämpfer und Menschen weltweit, die sein wollen“, sagte er, „was der Grund ist, dass die Menora ein universales Symbol religiöser Freiheit geworden ist.“

Fast 200 Jahre später sollte ein anonymes, in einem Stall geborenes Baby, das in einem Trog schlief, eine machtvolle Herausforderung im Namen der menschlichen Freiheit und Würde darstellen.

In der christlichen Theologie stellt Jesus von Nazareth die ultimative Verbindung zwischen dem Menschlichen und dem Göttlichen dar, weil Christen Jesus als Teil der Dreieinigkeit als Gottes einziggeborenen Sohn betrachten.

In seinem Erdenzustand kannte Jesus, genauso wie die weit überwiegende Mehrheit der Bewohner dieses Planeten in allen Zeiten, weder Reichtum noch soziale Privilegien. Wie der Rest der Menschheit erlebte er eine riesige Reihe persönlichen Schmerzes: den Tod geliebter Menschen, den Frust von denen missverstanden zu sein, die ihm am nächsten standen und ständigen, ungewollten Konflikt mit den Leitungspersönlichkeiten seiner Gesellschaft.

In seiner letzten Tortur ertrug Jesus ein Verfahren vor einem Scheingericht, erhielt die Todesstrafe, obwohl er kein Verbrechen begangen hatte und erlitt die qualvollste Form der Hinrichtung, die die Obrigkeit ersinnen konnte. Dennoch definiert dieser Tod sein Leben.

In der christlichen Theologie bot Jesu Tod die ultimative Buße für menschliche Sünde. Als Ergebnis eröffnete ein heiliger, gerechter Gott eine Beziehung mit jedermann – ungeachtet von Rasse, Klasse, Kultur oder Geschlecht – der Sünde ablehnt und diese Versöhnung als persönliche Erlösung ablehnt. Diese einfache theologische Zusammenfassung hat tiefgehende Auswirkungen.

Indem er seinem einziggeborenen Sohn erlaubte menschliche Form anzunehmen, identifiziert sich Gott mit der menschlichen Mühsal, durch die unerwartete und ungewollte Lebenslagen auferlegt werden. Damit erklärt Gott in aller Stille, dass menschliche Würde letztlich nichts mit den Umständen zu tun hat. Indem er seinem einziggeborenen Sohn erlaubte einen Foltertod zu durchzumachen, erklärt Gott, dass die, die zu seinem Bildnis geschaffen sind, es wert sind von der selbstverschuldeten Sklaverei der Sünde befreit zu werden.

Doch 2.000 Jahre später missachten die, die utopische Politik anbeten, die Prinzipien, die von Weihnachten und Hanukka verkörpert werden.

So, wie die Nazis versuchten die Religion auszunutzen, so wie die Kommunisten versuchten sie zu zerstören, machen die „Woken“ beides. Wenn sie Christliches oder Jüdisches verhöhnen, wie es die säkularen Hellenisten vor mehr als 2.000 Jahren machten, untergraben es die „Woken“, indem sie es umdefinieren. Der selbsterklärte Antirassist Ibram X. Kendi verkörpert diese Taktik.

„Jesus war ein Revolutionär und die Aufgabe der Christen besteht darin die Gesellschaft zu revolutionieren“, sagte Kendi. „Die Aufgabe der Christen besteht darin die Gesellschaft von den Kräften auf der Erde zu befreien, die die Menschheit unterdrücken. Das ist Befreiungstheologie kurz zusammengefasst. Erlösungstheologie ist eine andere Art von Theologie. Danach besteht die Aufgabe des Christen darin hinauszugehen und diese Personen zu retten, die sich fehlerhaft benehmen.

Antirassisten lehnen Erlösungstheologie grundsätzlich ab. Diese befindet sich auf einer Linie mit rassistischen Vorstellungen und rassistischer Theologie, bei der die Rassisten sagen: ‚Wisst ihr was? Der Grund, dass Schwarze und andere Rassengruppen auf der Erde zu kämpfen haben, ist das, was sie verhaltensmäßig falsch machen und es ist meine Aufgabe als Pastor diese missratenen Schwarzen oder widerspenstigen Schwulen zu retten.‘ Diese Art von Theologie brütet Bigotterie aus.“

Kendis Karikatur lehnt die biblische Sicht der menschlichen Rasse ab, die als Bildnis Gottes geschaffen wurde, aber universell von Sünde heimgesucht ist. Stattdessen unterscheidet Kendi zwischen „Unterdrückern“ und „Opfern“, wobei „Unterdrücker“ unrettbar und „Opfer“ nicht zurechenbar sind. Damit definiert Kendi die Mitglieder jeder Gruppe willkürlich nach Rasse, Geschlechte und Klasse. Das gemeinsame Menschsein wird irrelevant.

In diesem Prozess streben Kendi und seine „woken“ Verbündeten an, die Menschheit nach ihrem eigenen Bild neu zu schaffen. Genauso wie die Nazis den arischen Supermenschen hatten, genauso, wie die Kommunisten den neuen sozialistischen Menschen hatten, haben die „Woken“ den Krieger der sozialen Gerechtigkeit: einen ideologischen Fanatiker, der sich der Auslöschung von „weißem Privileg“ verschrieben hat, während er der gesamten Gesellschaft [seine Version von] „Diversität“, „Inklusion“ und „Gleichheit“ aufzwingt.

Aber die höchsten Ideale des Christentums und des Judentums, die in Weihnachten und Hanukka zum Ausdruck kommen, stellen das selbstwahrgenommene, halbgöttliche Recht auf Herrschaft in Frage, das alle utopischen Totalitären einfordern – seien es Nazis, Kommunisten oder „Woke“.

Warum christlicher Zionismus wichtiger ist als wir denken

Trotz einiger störender Tendenzen bei ihrer Jugend bleiben Evangelikale die leidenschaftlichsten Hüter des Bandes zwischen den USA und Israel.

Irit Tratt, Israel HaYom, 16. Dezember 2022

In den Tagen vor seinem Wahlsieg wurde Israels designierter Premierminister Benjamin Netanyahu vom Gründer und Vorsitzenden von Christians United for Israel (CUFI), Pastor John Hagee, interviewt. Die angenehme Übereinstimmung zwischen den beiden Männern war während des gesamten Gesprächs offensichtlich. Pastor Hagee überhäufte israelischen Führungspolitiker mit „Gottes Gebet für den Rest seines Lebens“.

Die Zurschaustellung der gegenseitigen Bewunderung spiegelt die Jahre wider, die Netanyahu damit verbracht hat die Verbindung zwischen Israel und der evangelikalen Gemeinschaft in den USA zu pflegen. Zum Beispiel sprach Netanyahu auf der CUFI-Jahreskonferenz 2017 und sagte der christlichen Menge, sie seien „Israels beste Freunde in der Welt“. Netanyahus Rede vor den Teilnehmern beim Christian Media Summit in Jerusalem diese Woche deutet an, dass eine vom Likud geführte Regierung untrennbar mit der Wahrung der Beziehungen Israels zu den Evangelikalen verbunden ist.

Dass Netanyahu sich eine Auszeit vom hektischen Wahlkampf nehmen würde, um mit Pastor Hagee zu sprechen, legt ein Bewusstsein für die aufsässige Reaktion auf die neue israelische Koalitionsregierung nahe, die diese bald von amerikanisch-jüdischen Gruppen erhalten sollte.

Zum Beispiel veröffentlichte das American Jewish Committee (AJC) nach dem Wahlerfolg der Religiös-Zionistischen Partei (RZP) von Bezalel Smotrich eine Erklärung, die „ernste Sorgen“ wegen früherer Äußerungen von RZP-Mitgliedern zum Ausdruck brachte, die mit der Prioritätensetzung des AJC zu „Pluralismus“ und „Inklusion“ im Konflikt befinden. Tatsächlich beunruhigten verständlicherweise die aufwiegelnden Kommentare von Smotrich und Ben-Gvir gegen die LGBTQ- und nicht orthodoxen Gemeinschaften das amerikanisch-jüdische Establishment.

Beide Abgeordnete haben seitdem ihre Rhetorik gemäßigt, wobei Ben-Gvir sich von seiner früheren Verbindung zur rechtsextremen Kahane-Bewegung distanzierte. Dennoch bleibt die Democratic Majority for Israel dabei, dass sie „zutiefst beunruhigt“, dass eine „extremistische Partei einen Fuß in die Knesset“ bekommen hat. Es überrascht nicht, dass die Union for Reform Judaism Sprachgebrauch wählt, der darauf hinweist, dass eine Partnerschaft des Likud mit der RZP möglicherweise Israelis Demokratie „gefährdet“.

Doch es war der frühere Chef der Anti-Defamation League Abe Foxman, der die direkteste Verurteilung publizierte. Im Gespräch mit der Jerusalem Post sagte Foxman letzten Monat, er würde aufhören Israel zu unterstützen, wenn die kommende Regierung die Definition derer ändert, die sich laut Rückkehrgesetz des Landes als Juden qualifizieren.

Solche Reaktionen amerikanisch-jüdischer Leitungspersönlichkeiten unterstreichen die zunehmende Dissonanz zwischen dem US-Judentum und Israels politischer Klasse. Folglich muss der jüdische Staat seine Beziehung zu den USA so umgestalten, dass die Verstärkung der Beziehungen zu verlässlichen evangelikalen Verbündeten betont wird, während es sorgfältig sein Ringen mit den Diaspora-Juden steuert.

In seinem Buch „The Arc of a Covenant“ hält Walter Russell Mead fest, dass amerikanische Juden oft darauf verzichtet haben die US-Regierung zu einer für Israel günstige Politik zu drängen. Stattdessen haben sie dazu geneigt die USA zu ermutigen ihre pro-israelischen Haltungen mäßigen. Historisch, schreibt Mead, waren es nicht führende jüdische Familien wie die Rothschilds und die Warburgs, die stark für die Erschaffung eines jüdischen Staates eintraten, sondern einflussreiche Christen wie J.P. Morgan und John D. Rockefeller.

Bis heute haben das US-Judentum und die Evangelikalen stabile Unterschiede in ihrem Herangehen an die amerikanisch-israelische Beziehung beibehalten. Während mehr als die Hälfte der US-Christen den ehemaligen Präsidenten Donald Trump beim Umzug der US-Botschaft nach Jerusalem unterstützten, machten das laut einer AJC-Umfrage nur 16% der amerikanischen Juden.

Angesichts dessen, dass Christen mehr als 60% der US-Bevölkerung stellen, macht es für Israel sowohl demografisch als auch politisch Sinn seine Allianz mit den Evangelikalen zu hegen. Vor der COVID-19-Pandemie veröffentlichte israelische Tourismus-Zahlen zeigen, dass Christen mehr als die Hälfte der Auslandsbesucher in Israel stellen. Und da Israels Tourismus-Ministerium Initiativen einführt, um Christen ins Heilige Land zu locken, während jüdische Missionen wie Birthright finanzielle Rückschläge erleben, wird diese Zahl wahrscheinlich steigen.

Politisch haben jüdische Gruppen ihre Haltungen zu Themen, die für Israels Sicherheit entscheidend sind, aufgeweicht, insbesondere zu Irans Streben zum Erwerb von Atomwaffen. Stattdessen wird ihre gesetzgeberische Agenda von edlen, jedoch konsensgetriebenen Themen wie dem Krieg in der Ukraine und der Bekämpfung von Antisemitismus beherrscht.

Organisationen wie CUFI und die Christian Coalition of America haben ihrerseits Lobbyarbeit gegen die Wiederbelebung des mit Fehlern behafteten Atomdeal mit dem Iran zu einem Eckpfeiler ihrer politischen Anstrengungen gemacht.

Als sie im Amt waren, wiesen Außenminister Mike Pompeo und Vizepräsident Mike Pence wiederholt auf die untrennbare Verbindung zwischen ihrem christlichen Glauben und ihre Verbundenheit zum jüdischen Volk hin. Abgeordnete wie Kevin McCarthy erleben sogar Gegenwind mehrerer jüdischer Institutionen, nachdem sie gelobten linksextreme Ilhan Omar von der „Squad“ aus dem außenpolitischen Ausschuss zu entfernen, sollten sie Mehrheitsführer im Parlament werden.

Trotz einiger beunruhigender Trends bei ihren jungen Leuten bleiben die Evangelikalen die leidenschaftlichsten Hüter des Bandes zwischen den USA und Israel. Im Gegensatz dazu ist öffentliche Missbilligung amerikanisch-jüdischer Organisationen Israels Widerwille ihren pluralistischen Forderungen nachzukommen ein Hinweis auf ein Establishment, das sich mehr darum sorgt progressive Ideologien zu verteidigen als jüdische Interessen zu schützen. Israel darf nicht ins Hegen solch liberaler Orthodoxien verstricken. Momente, die der Abwehr solcher Kritik gewidmet werden, sind Zeit, die nicht damit verbracht wird sich auf innenpolitische und internationale Bedrohungen zu konzentrieren.

Die polarisierenden Kommentare amerikanisch-jüdischer Leiter deuten auf eine Realität hin, die von Israel fordert seine Verbindung zu den Evangelikalen anzupassen, während es versucht jüdische Organisationen von seiner zentralen Rolle und seinem Wert für das jüdische Volk zu überzeugen.

Das Gerede von „abrahamitischen“ Religionen ist eine ökumenische Farce

Raymond Ibrahim, 13. Dezember 2022 (The Stream)

Was wäre, wenn Sie einen verstorbenen Großvater hätten, den sie besonders gerne mochten und aus heiterem Himmel sagt Ihnen ein Fremder: „Hey, das ist mein Opa!“ Dann – damit Sie nicht denken, dieser Fremde versuche sich bei Ihnen einschmeicheln – fügt er hinzu: „Und alles, was du über Opa zu wissen glaubtest, stimmt nicht! Lassen mich dir hier sagen, was er tatsächlich sagte und sein Leben lang machte.“ Der Fremde informiert Sie dann, dass viele der guten Dinge, die Sie Ihrem Großvater so lange zugeschrieben hatten, nicht nur falsch waren, sondern genau das Gegenteil dessen, was jetzt er Ihrem Großvater zuschreibt – die Sie in großen Teilen immens verstörend finden.

Würde dieser Fremde damit Ihre Zuneigung gewinnen? Jeder Anhänger der sogenannten „abrahamitischen Religionen“ scheint das zu glauben.

Ich möchte das erklären, aber lassen Sie mich zuerst „Abrahamitismus“ definieren: Weil der Patriarch Abraham im Judentum, Christentum und dem Islam eine wichtige Persönlichkeit ist, haben nach dieser Einstellung alle drei Religionen eine Gemeinsamkeit, die die Klüfte überbrücken und das Wachstum zwischen ihnen fördern sollte.

Papst Franziskus ist einer der großen Anhänger dieser Ansicht. Bei seiner Teilnahme an einer interreligiösen Konferenz in Bahrain sagte er gerade, sein Aufgabe bestehe darin „brüderliche Allianzen mit Muslimen im Namen unseres Vaters Abraham“ zu schaffen.

Allerdings ist der Abrahamismus nicht auf Theologen über 80 Jahre beschränkt; er ist in den Mainstream-Diskurs in Amerika eingegraben. So behauptet selbst die Huffington Post (ziemlich lächerlich): „Mohammed lehnte Elitismus und Rassismus eindeutig ab und forderte, dass Muslime ihre abrahamitischen Brüder und Schwestern als vor Gott gleichwertig betrachten.“ Tatsächlich forderten Mohammed und sein Allah immerwährenden Krieg gegen Christen und Juden, bis sie entweder den Islam annehmen oder in demütiger Unterwerfung unter ihren muslimischen Eroberern lebten (Sure 9,29).

Das hielt den früheren Außenminister John Kerry natürlich nicht davon ab bei seinem Besuch in Indonesien eine Moschee-Trommel zu schlagen und Muslime zum Gebet zu rufen – bevor es aus ihm heraussprudelte: „Es ist eine besondere Ehre gewesen diesen bemerkenswerten Ort der Anbetung zu besuchen. Wir sind alle an den einen Gott gebunden und der abrahamitische Glaube verbindet uns in der Liebe zu unseren Mitmenschen und der Ehre für denselben Gott.“

Nachdem ein Muslim aus einer Moschee in Oklahoma City eine Frau köpfte, „flog ein offizieller Vertreter aus Washington DC nach Oklahoma ein, um der muslimischen Gemeinde ein besonderes Dankeschön auszusprechen“, damit sie sich wegen der Taten ihrer Glaubensbrüder nicht so schuldig fühlen. Er las ihnen eine Botschaft des ehemaligen Präsidenten Barack Obama vor: „Ihr Dienst ist ein machtvolles Beispiel der mächtigen Wurzeln der abrahamitischen Religionen und wie unsere Gemeinschaften mit gemeinsamem Frieden in Würde und einem Sinn für Gerechtigkeit zusammenkommen können.“

Es muss nicht erst gesagt werden, dass Obama selbst oft von den „gemeinsamen abrahamitischen Wurzeln der drei großen Weltreligionen“ gesprochen hat.

Derweil scheinen nur wenige Leute diesem abrahamitischen Geschäft viel Aufmerksamkeit gewidmet zu haben: Wie soll die Aneignung des einen Volks das Erbe des anderen sein – was exakt das ist, worum es beim Abrahamismus geht – zwei Völkern helfen miteinander auszukommen?

Erst einmal repräsentiert der Islam keine biblischen Persönlichkeiten, wie sie in der Bibel dargestellt werden, dem ältesten existierenden Buch, das sie erwähnt. Christen akzeptieren die hebräische Bibel als Altes Testament, wie sie ist. Sie fügen nichts hinzu, nehmen nichts weg und vezerren die Berichte über die Patriarchen nicht, auf die sich auch die Juden verlassen.

Umgekehrt setzt der Islam zwar auch auf Persönlichkeiten des Alten und Neuen Testaments – in erster Linie wegen des Gewichts des Altertums und der Autorität, die mit ihren Namen verbunden sind – aber er dichtet sie komplett um, damit sie in seine Agenda passen.

Man muss sich zum Beweis nur das vorliegende Thema ansehen: Abraham:

Juden und Christen konzentrieren sich auf verschiedene Aspekte Abrahams – erstere sehen ihn als ihren fleischlichen Patriarchen, letztere als ihren Patriarchen in Glaube und Geist (s. z.B. Galater 3,6) – aber sie beide verlassen sich auf denselben wortgetreuen Bericht über Abraham, wie er im 1. Buch Mose steht.

Im muslimischen Bericht hingegen verlässt Abraham (Ibrahim) nicht nur sein Land auf Gottes Versprechen hin, dass er ihn „zu einem großen Volk“ machen wird (1. Mose 12), sondern er dient als Beispiel für den Hass, zu dem die Muslime allen Nichtmuslimen gegenüber verpflichtet sind. „Ihr habt doch ein schönes Vorbild in Ibrahim und denjenigen, die mit ihm waren“, informiert Allah die Muslime in Sure 60,4; „als sie zu ihrem Volk sagten: ‚Wir sind unschuldig an euch und an dem, dem ihr anstatt Allahs dient. Wir verleugnen euch, und zwischen uns und euch haben sich Feindschaft und Hass auf immer offenkundig gezeigt, bis ihr an Allah allein glaubt.‘“

Tatsächlich ist Sure 60,4 der Eckpfeiler-Vers , den alle „radikalen“ Muslime – von Al-Qaida bis zum Islamischen Staat – als Beweis anführen, dass Muslime „dem Ungläubigen gegenüber feindlich sein müssen – selbst wenn er liberal und dir Gegenüber freundlich ist“ (um den verehrten Scheik Ibn Taymiyya zu zitieren: The Al-Qaeda Reader, S. 84).

So sieht die Verstümmelung aus, die der Patriarch Abraham im Islam durchgemacht hat. Er ist nicht nur keine Quelle der Gemeinsamkeiten zwischen Muslimen auf der einen Seite und Juden und Christen auf der anderen; er ist die Hauptfigur zur Rechtfertigung von „Feinschaft und Hass … zwischen uns, bis ihr allein an Allah glaubt.“

Die Aneignung Abrahams durch den Islam hat zu weiteren, konkreteren Problemen geführt, solchen von der Sorte, die man erwarten kann, wenn ein Fremder auftaucht und sagt, das Haus, in dem du lebst, sei in Wirklichkeit ihm von deinem angeblich „gemeinsamen“ Großvater hinterlassen worden. Obwohl die Juden behaupten, das Heilige Land sei seit mehr als einem Jahrtausend vor dem Auftauchen Mohammeds und des Islams ihr Geburtsrecht, ist Jerusalem jetzt für Muslime teilweise besonders, weil auch sie Abraham und andere biblische Persönlichkeiten für sich beanspruchen.

Als Ergebnis sind Äußerungen wie die folgende von Christen der großen Kirchen wie der Presbyterian Church USA üblich: „PCUSA verurteilt die Entscheidung des US-Präsidenten [Trump], Jerusalem als jüdische Hauptstadt herauszuheben, aufs Schärfste. Jerusalem ist das spirituelle Herz der drei abrahamitischen Religionen…“

Die muslimische Aneignung und Verstümmelung verehrter biblischer Persönlichkeiten ist eine Quelle von Problemen, nicht von Lösungen. Wenn, als weiteres Beispiel, der Jesus des Islam – Isa – zurückkehrt, wird er alle Kreuze zerschlagen (weil sie Seinen Tod und Wiederauferstehung bedeuten, die der Islam vehement leugnet), die Jizya abschaffen (bzw. den Dhimmi-Status, was bedeutet, dass Christen entweder Muslime werden oder sterben) und alle Schweine schlachten. Wiederum nicht wirklich eine großartige beiderseitige Quelle der „Gemeinsamkeit“ für Christen und Muslime.

Es ist nur die säkulare Denkweise, die nicht über die oberflächliche Tatsache hinaus verstehen kann, dass drei Religionen dieselben Persönlichkeiten beanspruchen – und deshalb alle letzen Endes „Freunde sein“ müssen – die es nicht begreift und niemals begreifen wird. Um so schändlicher ist es, dass vermeintliche christliche Leiter wie Papst Franziskus auf solche „Logik“ vertrauen.