Christliche Gegnerschaft zu Israel bedarf einer christlichen Antwort

Dexter Van Zile, The Algemeiner, 19. November 2018

Ein Luftbild des Tempelbergs in der Altstadt von Jerusalem (Foto: Wikimedia Commons)

„Besteht unserer Alternative wirklich aus böswilligen Feinden und gönnerhaften Freunden?“

Diese schmerzliche Frage wurde von Hannah Arendt 1941 gestellt, nachdem Jules Romains – ein prominenter französischer Autor und langjähriger PEN-Präsident – sich beschwerte, Juden würden nicht dankbar genug für seine Anstrengungen sein sie vor der Nazi-Gefahr zu retten. Nachdem er auf einem Treffen der PEN (gegen die Einwände von H.G. Wells) für die Verabschiedung einer Resolution gekämpft hatte, die Antisemitismus verurteilte und jüdischen Intellektuellen half nach der Machtübernahme durch die Nazis aus Frankreich zu entkommen, war Romains wütend ob der offensichtlichen Undankbarkeit von Juden gegenüber seiner Arbeit für sie. Und er sagte das öffentlich.

„Du beschwerst dich in der Tat sehr laut und ausdrucksstark über die Undankbarkeit von Juden, für die du so viel getan hat“, schrieb Arendt in Reaktion auf Romains Beschwerden.

Aber mit dem Risiko einen Beschützer jüdischen Lebens vor den Kopf zu stoßen erklärte Arendt, dass das Letzte, worüber sich Romains sogen sollte, ist, ob Juden für seine guten Taten dankbar sind. Indem er das Leben von Juden schützte und ihnen half ihrem Schicksal unter Naziherrschaft zu entkommen, verteidigte Romains die „Freiheit und Ehre“ des französischen Volks, das scih ebenfalls unter der Knute des Nazi-Regimes befand, sagte sie. Arendt fuhr mit der Frage fort, ob Romains begriff, dass die „arrogante Forderung nach Dankbarkeit seitens eines Beschützers tiefere Wunden verlässt als die offene Feindschaft der Antisemiten“.

Die darunter liegende Botschaft Arendts an Romains war, dass er mit seiner Solidarität mit Juden in ihrer problematischen Zeit sein besseres Selbst und das Land, das er Heimat nennt, beschützt. Mit anderen Worten: Bei Romains Tun zugunsten von Juden in Europa ging es nicht nur um Juden, sondern auch um Frankreich.

Würde Arendt leben und den Anstrengungen zusehen den Fluss des Antizionismus zu stillen, der in den protestantischen Großkirchen in den USA heute Wurzeln geschlagen hat, dann würde sie ein gequältes Wort hervorbringen, das dem ähnelt, das sie 1941 offerierte. Es würde sich in etwa so lauten: „Haben wir wirklich nur die Alternative zwischen bösartigen Feinden und ineffektiven Freunden?“

Es ist nicht so, als hätten Israel und die jüdische Gemeinschaft keine Freunde in den amerikanischen protestantischen Großkirchen. Die haben sie. Das Problem ist: Diese Freunde verlieren die Kämpfe bei den landesweiten Versammlungen der Großkirchen. Sie kämpfen gut darum die jüdischen Freunde und Beobachter daran zu erinnern, dass sie immer noch ihren Job tun, aber nicht gut genug, um die antiisraelischen Propagandisten zu mattzusetzen oder zu behindern, die die prophetischen Stimmen der Großkirchen an sich gerissen haben.

Angesichts ihres unfreien Status befinden sich jüdische Leiter in den Vereinigten Staaten in keiner Position sich über die ineffektive Reaktion zu beschweren, die ihre Freunde und Verbündeten in der christlichen Welt ihnen bieten, aber sie können sich nicht länger etwas darüber vormachen, was in den amerikanischen Großkirchen passiert ist. Und die Christen können das auch nicht.

Trotz der rührigen Bemühungen von Christen wie Juden sind die großen Kirchen zu hartnäckigen Quellen antijüdischer Schmährungen in der amerikanischen Gesellschaft geworden; daher können sie sich nicht glaubwürdig gegen die steigende Welle antisemitischer Gewalt äußern, die sich im Nahen Osten, Europa und in jüngster Zeit in den USA kund tut.

Das ist etwas Schlechtes.

Die großen Kirchen sind eindeutig nicht die Kraft, die sie einst waren, aber selbst angesichts ihres Niedergangs sollten sie sich in einer guten Position befinden der amerikanischen Linken eine gut platzierte Warnung zu den Gefahren des Antisemitismus für das Gemeinwesen zu geben. Aber sieht man sich an, was in diesen Kirchen geschah, dann können die Leiter dieses dringend nötige Korrektiv nicht bieten. Ihre Kirchen sind Teil des Problems und das schon seit langem.

Die Presbyterian Church USA ist das beste, aber nicht das einzige Beispiel für dieses Phänomen. Pro-Israel-Aktivisten in der Konfession, die unter dem Banner der Presbyterians for Middle East Peace (PFMEP) agieren, sind nicht in der Lage gewesen die Verabschiedung eines antiisraelischen Schmusekurses zu verhindern, der vom Israel-Palestine Mission Network (IPMN) eingebracht wurde, der im Lauf der Jahre antiisraelische und antijüdische Propaganda hervorbrachte, der des Stürmers würdig gewesen wäre.

PFMEP ist auch unfähig gewesen die Verabschiedung von Vorschlägen zu erzielen, die die Bedrohungen der Sicherheit Israels in der Region beleuchten. Auf der Synode der Kirche, die letzten Sommer in St. Louis stattfand, waren mit IPMN verbundene Aktivisten in der Lage die Tagesordnung mit Resolutionen zu fluten, die Israels angebliche Verbrechen herausstellten, währed die PFMP es nur schaffte zwei „ausgewogene“ Vorschläge auf die Tagesordnung der Synode zu setzen. Die meisten der Vorschläge der IPMN wurden im Komitee genehmigt und dann vom Plenum der Synode beschlossen.

An einem Punkt während der Synode wurde der Antrag ergänzt, so dass er erklärte, die Versammlung würde die von Hams im Gazastreifen betriebene Hetze „stillschweigend billigen“, aber selbst dieser Verweis auf die Hamas wurde vor der letzten Abstimmung entfernt – weil es Hetze auf beiden Seiten des Konflikts gebe. Unterhalten wir uns darüber dem ganzen die Krone aufzusetzen.

Eine ungeheure Demonstration der Hetze kam von Anti-Israel-Aktivisten auf der Synode, die hasserfüllte Dinge über Bassam Eid sagten, einen Menschenrechtsaktivisten, der von der PFMEP eingeladen worden war dort zu sprechen. Eid wurde im Kongresszentrum und auf den Straßen von St. Louis bedrängt und die Führung der Kirche unternahm nichts, trotz lautstarker Beschwerden der PFMEP.

Weitere Hinweise darauf, wie wenig Einfluss die PFMEP innerhalb der PCUSA hat, erscheinen in den Äußerungen der Organisation selbst. Am letzten Tag der Synode gab die PFMEP eine Mitteilung aus, die die Vereinigung aufrief die Anträge zu unterstützten, wie sie vom Middle East Committee kamen, „obwohl wir mit der Haltung, die das Komitee zu mehreren Anträgen einnahm, nicht einverstanden sind“.

Die PFMEP pries sogar, dass die das Middle East Committee der Synode erklärte: „Das Komitee arbeitete hart, diskutierte die Themen gründlich und vervollkommnete die Anträge nach seinem Geschmack. Wir sehen wenig Gewinnbringendes, sollte das Plenum versuchen die Debatte erneut zu eröffnen.“

Die PFMEP gestand– nicht mit so vielen Worten – ein, dass sie den Kampf im Komitee verloren hatte und keine Hoffnung bestand ihn in der Gesamtversammlung zu gewinnen. Stattdessen kam sie zu dem Schluss, das Beste sei zu schweigen. Das ist praktisch das Schwenken der weißen Flatter oder das Fußballfeld zu verlassen, bevor der Schlusspfiff ertönt, weil deine Mannschaft keine Hoffnung hat noch zu gewinnen.

Am Tag nach dem Ende der Synode gab die PFMEP eine weitere Erklärung ab; darin sagte sie, dass die Vollversammlung „den Ton und die Substanz der Gespräche veränderte, die seit mehr als einem Jahrzehnt“ innerhalb der PCUSA geführt werden und verwies dann auf Themen, die überhaupt nichts mit dem Nahen Osten zu tun hatten – fossile Brennstoffe und die Organisation der Kirchenbürokratie.

Leider hatte die Veränderung im Ton nichts damit zu tun, wie die Konfession mit Israel umgeht, eine Tatsache, die von der eigenen E-Mail der PFMEP nach der Synode unterstrichen wurde; darin hieß es: „Die Morddrohung gegen unseren lieben Freund Bassam Eid wegen seiner Zeugenaussage vor dem Komitee für Nahostfragen ist etwas, das wir sehr persönlich und sehr ernst nehmen . Wir können die schwache Reaktion der offiziellen Vertreter der Synode auf diese furchterregende Situation nicht stehen lassen.“

Fairerweise muss gesagt werden, dass es im Verlauf der Jahre auch ein paar Siege gegeben hat. Zum Beispiel war die PCUSA 2014 gezwungen den Verkauf eins von der IPMN produzierten Dokuments mit dem Titel „Zionism Unsettled“ (Zionismus ohne festen Wohnsitz; oder: Zionismus beunruhigt) auf ihrer Internetseite einzustellen. Die Konfession traf die Entscheidung, nachdem das Simon Wiesenthal Center (SWC) erklärte, es breche die Verbindung zur Kirchenführung in Louisville ab. „Wir beenden jeglichen Dialog mit der PCUSA wegen eines Musters böswilligen Verhaltens seitens der Kirchenverwaltung“, sagte Rabbi Abraham Cooper, stellvertretender Dekan des SWC-Zentrums in Los Angeles.

Es steht mehr auf dem Spiel als die Beziehungen der Großkirchen zu den Juden. Anti-Israel-Aktivisten der Großkirchen haben mehr getan als zu helfen eine Einstellungsbarriere zwischen liberalen Juden und der progressiven Linken in den USA aufzubauen.

Sie haben auch die Fähigkeit ihrer Kirchen beengt, glaubwürdig den christlichen Glauben zu bezeugen.

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Der hirnverbrannte Irrsinn der Dämonsierung Israels

Melanie Phillips, 23. November 2018

Brendan O’Neill stellt die offensichtliche Frage: Beim Anprangern des Boykotts israelischer Liegenschaften in den umstrittenen Gebieten durch Airbnb wundert er sich über das außergewöhnliche zweierlei Maß, mit den Airbnb nicht gleichermaßen Liegenschaften in Tibet oder Nordzypern oder auf der Krim boykottiert, die von China, der Türkei und Russland besetzt sind.

Dieselbe Frage kann man den britischen Quäkern stellen, die gesagt haben, sie würden nicht länger in Firmen investieren, die von „der Besatzung Palästinas“ profitieren, ein Zug, den sie beleidigenderweise und irreführenderwiese mit ihren Protesten gegen Apartheid und Sklavenhandel in der Vergangenheit gleichsetzen. Quäker-Schriftführer Paul Parker sagte: „… unsere Überzeugungen zwingen uns Ungerechtigkeiten zu nennen, wo immer wie sie in der Welt sehen.“ Allerdings geben die Quäker auch zu, dass sie keine Politik „bezüglich anderer Besatzungen“ haben.

O’Neill schreibt: „Israel wird immer ausgesondert. Es wird von rechtschaffenen Westlern als boshafter, giftiger, bösartiger und zerstörerischer als jeder andere Staat der Erde behandelt. Das ist der Grund, dass sie es boykottieren, wegen ihm toben und auf eine Weise gegen es auf die Straße gehen, wie sie es nie wegen der Türkei, Saudi-Arabien oder irgendjemand anderes tun. Sie hassen Israel mehr als jeden anderen Ort. Die Frage lautet: Warum?“

In der Tat: Warum? Ganz gewiss ist Antisemitismus Teil der Mischung. Ebenso gehört linke Ideologie dazu, die Israel lächerlich als kolonialistischen Unterdrücker betrachtet.

Es bleibt jedoch die Frage, warum die Sache der Palästinenser statt irgendeiner anderen zu DER entscheidenden Frage der westlichen Linken wurde. Ein entscheidender Faktor ist mit Sicherheit die strategische Allianz mit PLO-Führer Yassir Arafat in den 1970-er Jahren und dass die ehemalige Sowjetunion aus ihr genau eine solch entscheidende Sache machte.

Es wurden Millionen Dollar dafür investiert die Universitäten und andere westliche Institutionen mit Lügen über die Geschichte der Palästinenser und den Nahen Osten zu bombardieren. Arafat und die Sowjets hatten ein gemeinsames Interesse daran eine völlig erfundene palästinensische Identität zu schaffen, die nicht nur die Vernichtung Israels herbeiführen sollte, indem ihm die Rolle des Parias der Welt gegeben wurde, sondern auch um den Westen zu untergraben und zu destabilisieren, indem man seine Fähigkeit die wahren Bedrohungen des Lebens und der Freiheit zu begreifen zerstörte und dass man seine Freunde für Feinde hält und umgekehrt.

Die Dämonisierung Israels weit damit die unverkennbare Handschrift sowjetischen Totalitarismus auf: Ein Übergang durch den Spiegel in eine Albtraum-Welt, in der schwarz weiß ist und Lügen Wahrheiten und alles die Verneinung der Wirklichkeit; und wer die Tatsachen beim Namen nennt, wird als Volksfeind abgestempelt.

Was der Grund, warum die extreme Feindseligkeit gegenüber Israel, wie sie von den Quäkern, Airbnb und einer Unzahl anderer in den sogenannten „progressiven“ Kreisen zur Schau gestellt wird, nicht nur zweierlei Maß und bösartige Voreingenommenheit ist, sondern auch vollkommen, surreal, hirnverbrannt irre.

„Fußabtreter-Christentum“ und die islamische Invasion

Raymond Ibrahim, 1. November 2018 (PJ Media)

Ein katholischer Erzbischof berührte ein unausgesprochenes, aber höchst subversives Phänomen: Wie antichristliche Kräfte christliche Lehre ausnutzen, um diejenigen stark zu machen, die die christliche Zivilisation demontieren wollen, darunter in erster Linie Muslime.

In einem im letzten Sommer im italienschen IlGiornale.it veröffentlichten Interview sagte der katholische Erzbischof Athanasius Schneider aus Kasachstan:

Das Phänomen der sogenannten „Immigration“ ist ein organisierter und lange vorbereiteter Plan internationaler Kräfte, um die christliche und nationale Identität der Völker Europas radikal zu verändern. Diese Kräfte nutzen das enorme moralische Potenzial der Kirche und ihrer Strukturen, um ihr antichristliches und antieuropäisches Ziel effektiver zu erreichen. Dafür werden das wahre Konzept des Humanismus und selbst das christliche Gebot der Nächstenliebe missbraucht.

Um zu verstehen, wie diese Kräfte „das enorme Potenzial der Kirche missbrauchen, um ihr antichristliches und antieuropäisches Ziel zu erreichen“, muss man zuerst die symbiotische Beziehung zwischen Linken und Christentum begreifen.

Es wird oft vergessen, aber Toleranz, Menschenrechte, Friedenssehnsucht, anderen entgegenzukommen und alle ähnlichen Konzepte die die säkularen Linken zu verfechten behaupten, entwickelten sich nicht in einem zivilisationischen Vakuum; sie wurden aus den einzigartigen Lehren des Jesus von Nazareth entwickelt. Im Verlauf von etwa zweitausend Jahren haben diese Grundsätze einen tiefgreifenden Einfluss auf die westliche Erkenntnislehre, Gesellschaft und Kultur genommen, bis zu dem Punkt, das sie heute als selbstverständlich gelten.

Irgendwie sind jedoch westliche Christen dazu gebracht worden zu glauben, dass die Gesamtheit ihres Glaubens ausschließlich auf diesen passiven Werten beruht – insbesondere Vergebung und andere nicht zu verurteilen, dazu Selbstprüfung und Eigenverantwortlichkeit. Dies manifestieren sich heute als pauschale „Toleranz“ und eigene Schuldgefühle. Während Christus die Sünder tolerierte, aber nicht die Sünde – er rief die Sünder immer auf zu „bereuen“ und zitierte die Qualen der Hölle mehr als jede andere Person in der Bibel – glauben die meisten westlichen Christen heute, sie müssten sowohl den Sünder als auch die Sünde tolerieren (oder „feiern“). Letztere scheint, dank des verschanzten moralischen und kulturellen Relativismus, noch nicht einmal mehr zu existieren.

So sieht das „Fußabtreter-Christentum“© aus, das diejenigen, die das traditionellen Christenum verachten, ihren Freund nennen (oder dessen nützliche Idioten sie sind). Muslime und andere Elemente verfolgen weltweit Unschuldige? Zeigt Liebe und Toleranz, haltet die andere Wange hin, sprecht ein Gebet und fühlt euch wegen eurer eigenen Verbrechen schuldig – oder auch wegen der Verbrechen eurer Vorfahren.

Das Fußabtreter-Christentum zeigte sich regelmäßig während er Präsidentschaft von Barack H. Obama: „An Ostern denke ich über die Tatsache nach, dass ich als Christ lieben soll“, sagte er 2015 – drei Tage nachdem ein Terroranschlag auf Christen in Kenia 147 Menschen zum Opfer hatte, was ein paar amerikanisch-christliche Gruppen Wut äußern ließ. „Und ich muss sagen, dass manchmal, wenn ich die weniger liebevollen Äußerungen von Christen höre, in Sorge gerate.“

Ebenso beschwor Obama während des Nationalen Gebetsfrühstücks am 5. Februar 2015 direkt die Dogmen des Fußabtreter-Christentums, um Christen zu beschämen, weil sie den Gräueltaten des Islamischen Staates zu kritisch gegenüber stünden. „Damit wir uns nicht aufs hohe Ross setzen und glauben, dies [islamische Enthauptungen, Sexsklaverei, Kreuzigungen, Menschen bei lebendigem Leib zu rösten und zu verbrennen] sei irgendwo einzigartig“, mahnte der amerikanische Präsident, „denken Sie daran, dass Menschen während der Kreuzzüge und der Inquisition im Namen Christi furchtbare Taten begingen.“

Dass Obama fast eintausend Jahre zurückreichen musste, um Beispiele zu finden, indem er auf die Kreuzzüge und die Inquisition verwies, störte die meisten Amerikaner nicht. Ebenso wenig wussten die meisten Amerikaner, dass die Kreuzzüge und die Inquisition in dieser Reihenfolge Verteidigungsreaktionen auf muslimische Aggression und Subversion waren (lesen Sie die Kapitel 4, 5 und 6 von Sword and Scimitar).

Immerhin wurden Amerikaner in den Fehlglauben erzogen, dass ihre mittelalterlichen europäischen Vorfahren falsche Christen waren, die den Glauben verstümmelten, um friedliche Muslime zu verfolgen. Die ehemalige Nonne und heutige selbsternannte „freischaffende Monotheistin“ Karen Armstrong formulierte es einst so: „Während des 12. Jahrhunderts führten Christen brutale heilige Kriege gegen Muslime, obwohl Jesus seinen Jüngern geboten hatte sie sollten ihre Feinde lieben, nicht sie auslöschen.“

Die Vorstellung, dass das Christentum damit beginnt und endet „seine Feinde zu lieben“ – nur allzu oft eine erhabene Art Feigheit vor dem Feind zu rechtfertigen – ist unter westlichen Christen Mainstream geworden. 1999 nahmen hunderte Protestanten, um den 900. Jahrestag der Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter zu begehen, an einem „Versöhnungsgang“ teil, der in Deutschland begann und in Jerusalem endete. Auf dem Weg trugen sie T-Shirts mit den Worten: „Ich entschuldige mich“ – auf Arabisch.

In ihrer Abschlusserklärung hieß es:

Vor 900 Jahren trugen unsere Ahnen den Namen Jesu Christi im Kampf durch den Nahen Osten. Angetrieben von Angst, Gier und Hass … erhoben die Kreuzritter das Banner des Kreuzes über euer Volk … Am Jahrestag des ersten Kreuzzugs möchten wir die die Fußstapfen der Kreuzritter zum Zeichen der Entschuldigung für ihre Taten erneut gehen. Wir bereuen die Gräuel zutiefst, die im Namen Christi von unseren Vorfahren begangen wurden. Wir schwören aller Gier, Hass und Angst ab und verurteilen alle im Namen Jesu Christi verübte Gewalt.

Die ersten Kreuzritter machten sich nur nach Jerusalem auf, weil Muslime in den vorhergehenden Jahren buchstäblich Hunderttausende Christen im Nahen Osten abschlachteten und versklavten. Die viel erzählte Eroberung Jerusalems durch die Kreuzritter war nur ein Tropfen im Bluteimer islamischer Gräueltaten. Das scheint aber für solch erhaben gesinnte Christen keine Rolle zu spielen.

Es sollte vermerkt werden, dass Fußabtreter-Christentum ein ausgesprochen westliches Phänomen ist. Mehrere osteuropäische Nationen lehnen es ab, weigern beim Öffnen ihrer Türen für muslimische „Flüchtlinge“ mitzuspielen. Am 11. November 2015, zwei Tage nach dem Terroranschlag in Paris, der 130 Tote zurückließ, demonstrierten tausende Polen gegen muslimische Zuwanderung; es war der größte Marsch in Polens Geschichte. Sie skandierten, sie würden ihre Heimat – in der „Christus König ist“ und wo es „keinen Platz für die islamische Scharia oder Terror“ gibt – gegen muslimische Invasoren und „linke Verräter“ verteidigen.

Zwei Monate zuvor brachte der ungarische Premierminister Viktor Orbán ähnliche Empfindungen zum Ausdruck, allerdings diplomatischer:

Diese ankommenden [Zuwanderer] sind in einer anderen Religion aufgewachsen und repräsentieren eine radikal andere Kultur. Die meisten von ihnen sind keine Christen, sondern Muslime. Das ist ein wichtiges Problem, denn Europa und die europäische Identität wurzelt im Christentum. … Wir wollen weder Frankreich, noch Belgien oder irgendein anderes Land kritisieren, aber wir glauben, dass alle Länder ein Recht haben zu entscheiden, ob sie eine große Zahl an Muslimen im jeweiligen Land haben wollen. Wenn sie mit ihnen zusammenleben wollen, können sie das tun. Wir wollen das nicht und ich denk, wir haben ein Recht zu entscheiden, dass wir keine große Zahl muslimischer Menschen in unserem Land haben wollen. Uns gefallen die Folgen davon eine große Zahl an muslimischen Gemeinden im Land zu haben nicht, wie wir es in anderen Ländern sehen und ich sehe keinen Grund dafür, dass uns irgendjemand zwingt Möglichkeiten zu schaffen, wie wir in Ungarn mit Leuten zusammenleben sollen, die wir hier nicht sehen möchten.

Dann tat Orbán das Unverzeihliche: Er führte Ungarns Besatzung durch den Islam von 1541 bis 1699 an:

Ich muss sagen, wenn es darum geht mit muslimischen Gemeinschaften zusammenzuleben, dann sind wir die einzigen, die damit Erfahrung haben, denn wir hatten die Möglichkeit diese Erfahrung 150 Jahre lang durchzumachen.

(Um eine „Idee“ davon zu bekommen, wie diese 150 Jahre abliefen, lesen Sie die Kapitel 7 und 8 von Sword and Scimitar.)

Für wie empörend man die Zitierung der tatsächlichen Geschichte Europas mit dem Islam im Kontext der Ablehnung der Sensibilitäten des Fußabtreter-Christentums finden kann, ist darin zu erkennen, wie die Hüter dieses Narrativs – angefangen mit dem entsprechend benannten britischen Guardianreagierten:

Ungarn hat eine Geschichte mit dem osmanischen Reich und Orban ist beschäftigt damit Zauberkunststücke zu veranstalten. Das osmanische Reich schlägt zurück, warnt er: Sie übernehmen die Macht! Ungarn wird nie wieder dasselbe sein! … Daher der Draht; daher die Armee, daher ab heute der Notstand; daher die erbitterte, unnachgiebige Rhetorik des Hasses. Weil es das ist, was es von Anfang an gewesen ist: schiere, krasse Feindschaft und üble Nachrede.

Nur weil er eine genaue Sicht der Geschichte behält und ohne Entschuldigung danach strebt christliche Identität und Erbe seines Landes zu erhalten, charakterisierten zahlreiche westliche Medien und Politiker Orbán als „fremdenfeindlich“, „voller Hassrede“ und Europas „schleichender Diktator“. Ein weiterer Text im Guardian verwies auf Orbán einfach als ein „Problem“, das „gelöst“ werden muss.

Derweil fliehen die indigenen Bürger der europäischen Staaten, die – einschließlich Frankreichs und Deutschlands – große Anzahlen an muslimischen Migranten aufgenommen haben, nach Ungarn und suchen dort Zuflucht, eine Tatsache, die für sich spricht.

Zufälligerweise ist es, für den Fall, dass nur „liberale Protestanten“ Anhänger des Fußabtreter-Christentums, erwähnenswert, das der Mann, der dasselbe Amt inne hat, das historisch die Verteidigung des Christentums gegen den Islam anführt, einer der höchsten Repräsentanten der passiven Christenheit: der katholische Papst, Franziskus.

Er ruft, so wird berichtet, wiederholt westliche Staaten auf „keine Mauern, sondern Brücken zu bauen“, darunter Millionen muslimischer Flüchtlinge aufzunehmen. Trotzdem ist eine Residenz im Vatikan von Mauern umgeben, die vor einem Jahrtausend gebaut wurde, um anhaltende muslimische Angriffe zu verhindern. Bei einem dieser Überfälle wurden zwei der größten Basiliken der Christenheit gebrandschatzt, die des Petrus und des Paulus (lesen Sie Kapitel 3 von Sword and Scimitar).

Nichtsdestotrotz gibt der Vikar Christi an:

Wenn ich Gerede von christlichen Wurzeln Europas höre, dann fürchte ich manchmal den Ton, der triumphal und sogar rachsüchtig erschient. Dann nimmt er kolonialistische Untertöne an.

Wie kann der Wunsch die nationale, kulturelle und religiöse Integrität des eigenen Heimatlandes „kolonialistische Untertöne“ haben kann, muss erst einmal erklärt werden.

Ja, Europa hat christliche Wurzeln und es liegt in der Verantwortung der Christenheit diese Wurzeln zu wässern. Aber das muss in einem Geist des Dienens wie bei der Fußwaschung getan werden. Die Pflicht der Christenheit gegenüber Europa ist eine des Dienens … Der Beitrag der Christenheit zu einer Kultur besteht im Waschen der Füße durch Christus.

Damit haben wir hier das Fußabtreter-Christentum vom Feinsten, es besteht nur aus dem „Waschen der Füße“ – oder in diesem Kontext: Millionen muslimischer Migranten aufzunehmen, von denen viele Christen gegenüber offen feindselig eingestellt sind.

Fürs Protokoll: Ja, Christus diente und wusch seinen Jüngern die Füße und predigte Barmherzigkeit und Mitgefühl – aber das war kaum der einzige oder gar die vorrangige Zweck seines Auftrags. Er bot eine komplette Weltsicht, die auf theologischen Annahmen von ewiger Bedeutung gegründet war. Als Menschen in die Irre gingen, indem sie den Tempel entweihten, hielt er nicht „die andere Wange hin“ (ganz zu schweigen davon, dass er ihnen die Füße wusch) – er peitschte sie und warf sie aus hinaus. Als er selbst geschlagen wurde, hielt Jesus nicht die andere Wange hin, sondern wies den Täter in die Schranken (Johannes 18,23). Er pries einen römischen Zenturio ohne ihn aufzufordern eines der brutalsten Militärs der Geschichte zu verlassen (Matth. 8,5-13). Kurz gesagt: Er forderte seine Jünger nicht auf Fußabtreter zu sein – sondern „weise wie Schlangen“.

Warum verfehlen es Christen überall sich dieser biblischen Positionen zu erinnern, die diese „bedingungslose“ Toleranz und Vergebung zumindest ausbalancieren? Weil sie in Fußabtreter-Christentum geboren und aufgezogen wurden, eine Oxymoron-Karikatur, die dazu entwickelt wurde den Selbstmord der westlichen Zivilisation zu inszenieren, einschließlich durch die Hände des Jihad.

Unmoralische deutsche Bischöfe einmal mehr bloßgestellt

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Viele Moralisten, die Israel kritisiert haben, werden später als solche entlarvt, die bei wichtigem unmoralischem Tun in ihrer eigenen Umgebung wegsehen. Eine von der deutschen Katholischen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene aktuelle Studie stellte fest, dass 1.670 Priester von 1946 bis 2014 in sexuellen Missbrauch in Deutschland verwickelt waren. Die Opfer waren hauptsächlich männlich. In mehr als der Hälfte der Fälle waren sie 13 Jahre alt oder jünger. Jeder sechste Missbrauch beinhaltete eine Vergewaltigung und in drei Vierteln der Fälle kannten die Opfer und die Täter sich über die Kirche.

Forscher sagten, der Missbrauch fand auch 2014 noch statt, dem letzten von der Studie abgedeckten Jahr.[1] Eine Opferorganisation sagte, der Bericht sei nicht weit genug gegangen und dass es seien Akten vernichtet worden. Sie forderte danach eine unabhängige Ermittlung.[2] Eine offene Frage lautet, ob die Kirche mit den vielen Opfern angemessen umgehen wird.

Wie relevant sind diese furchtbaren Fakten für Israel? Das zu beantworten muss man mehr als zehn Jahre zurückgehen. Im März 2007 pilgerte eine Delegation 27 römisch-katholischer Bischöfe aus Deutschland nach Israel. Es sollte ein Symbol der Aussöhnung zwischen Juden und Katholiken werden. Einige Teilnehmer aber machten daraus einem Skandal.

Gregor Maria Hanke, der Bischof von Eichstätt, sagte: „Am Morgen sehen wir Fotos des unmenschlichen Warschauer Ghettos und am Abend reisen wir ins Ghetto von Ramallah.“ Dieser Holocaust-Umkehrer, der suggerierte Israelis würden wie Nazis handeln, hat seine Position in der Kirche bis heute behalten. Nachdem er den Vergleich zog, sagte Hanke später, er hätte nicht vorgehabt einen solchen Vergleich zu ziehen. Der Augsburger Bischof Walter Mixa beschrieb die Lage in Ramallah als „ghettoartig“ und sagte, sie sei „fast Rassismus“. Mixa trat 2010 unter Vorwürfen verschiedener Übergriffe von seinem Kirchenamt zurück. Er wurde später von einigen der Vorwürfe entlastet.[3]

Ein dritter Delegierter war der inzwischen verstorbene Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, der die Sperranlage in der Westbank mit der Berliner Mauer auf eine Stufe stellt. Er setzte auch die Antibabypille mit dem Gas Zyklon-B gleich, das in den Gaskammern der Nazis verwendet wurde. 2005 verglich er in einer Predigt Abtreibung mit dem Holocaust.[4] Andere verletzende Bemerkungen, die als Aussagen dieser Bischöfe veröffentlicht wurden, konnten nicht verifiziert werden.

Kardinal Lehman, damals Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, sprach in Yad Vashem über die sich vertiefenden Verbindungen zwischen Juden und Katholiken. Die Kirche sagte, dass nur die Erklärung von Kardinal Lehmann repräsentativ für die Delegation war.

Die aufhetzenden Äußerungen der Bischöfe waren bereits damals extrem deplatziert. Dies um so mehr angesichts der viele Jahrhunderte langen antisemitischen Verbreitung von Hass durch die katholische Kirche. Diese Hetze legte eine Infrastruktur extremen Hasses gegen Juden, auf der Deutschlands Nazi-Regierung weiter aufbauen konnte. Die katholische Kirche änderte ihre Einstellung gegenüber den Juden erst zwei Jahrzehnte nach dem Holocaust. 1965 gab Papst Paul VI. auf dem Zweiten Vatikanischen Konzil die Erklärung Nostra Aetate aus, die den Vorwurf des Gottesmords gegenüber dem jüdischen Volk als ganzem aufhob.

Während Hitlers Regime kollaborierte die deutsche katholische Kirche mit den Nazis.[5][6] Vor diesem Hintergrund waren die Bemerkungen der zu Besuch gekommenen deutschen Bischöfe über Israel noch obszöner. Der damalige Vizepräsident der Dachorganisation der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, sagte: „Mit solchen Freunden, wer braucht da noch Feinde?“ Shimon Stein, damaliger israelischer Botschafter in Deutschland, reagierte: „Wenn man in diesem Kontext Begriffe wie das Warschauer Ghetto und Rassismus verwendet, dann zeigt das, dass man alles vergessen hat oder nichts gelernt hat. Jemand hat moralisch versagt.“[7]

Die Deutsche Bischofskonferenz wies die Äußerung des Botschafters zurück. Ihr Sekretär Hans Langendörfer sagte, dass die Bischöfe wenigen „sehr persönlichen Schock zum Ausdruck gebracht habenden Äußerungen“ inzwischen von ihnen auf selbstkritische Weise inzwischen korrigiert worden seien. Man muss sich heutzutage fragen, wie diese Bischöfe all diese Jahre sehr persönlichen Schock vermieden, wenn sie von den vielen Vorfällen sexuellen Missbrauchs durch katholische Priester hörten.

Der Kommentator Alan Posener lenkte in der Qualitätszeitung Die Welt die Aufmerksamkeit auf die beschränkte deutsche Reaktion auf die antisemitischen Bemerkungen der Bischöfe. Er fragte, wer protestiert; Antwort: „Die üblichen Verdächtigen. Der Zentralrat der Juden. Der viel geplagte israelische Botschafter. Als ob die von keinerlei historischer Kenntnis, geschweige denn Scham getrübte Äußerung zweier deutscher Bischöfe in erster Linie die deutschen Juden anginge oder Israel.“[8] Gert Weisskirchen, damals der für Außenpolitik zuständige sozialistische Parlamentarier, sagte, dies sei für deutsche Christen und für die Deutschen allgemein eine zutiefst beschämende Angelegenheit.[9][10]

Israel bekämpft Terrorismus mit extrem hochentwickelten Methoden. Der Kampf gegen seine verbalen Angreifer sollte in ähnlicher Weise geführt werden. Die Worte der beiden deutschen Bischöfe waren bereits zu dem Zeitpunkt, als sie geäußert wurden, unmoralisch und antisemitisch. Aber mit dem aktuellen Wissen über die gewaltige, versteckte Unmoral in Bezug auf den Pädophilen-Skandal, die so lange Zeit vertuscht wurde, sollten die schmähenden Kommentare von 2007 wieder aufgebracht werden. Das ist nur ein einzelnes Beispiel. Viele weitere unmoralische Hassschürer könnten bloßgestellt werden, wenn die israelische Regierung ein System einrichten würde, um die Äußerungen der vielen antiisraelischen Hetzer zu verfolgen.

[1] www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/dossiers_2018/MHG-Studie-gesamt.pdf

[2] http://www.dw.com/en/german-catholic-priests-abused-thousands-of-children/a-45459734

[3] http://www.dw.com/en/secret-file-rekindles-controversy-over-ex-bishop-mixa/a-5716587

[4] http://www.dw.com/en/combative-cardinal-joachim-meisner-dies-age-83/a-39548377

[5] https://encyclopedia.ushmm.org/content/en/article/the-german-churches-and-the-nazi-state

[6] http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3374026,00.html

[7] www.tagesspiegel.de/politik/israelreise-zentralrat-der-juden-entsetzt-ueber-bischofs-aeusserungen/819082.html

[8] http://www.welt.de/ politik/article750858/Wenn-es-aus-deutschen-Bischoefen-spricht.html

[9] https://www.welt.de/politik/article750858/Wenn-es-aus-deutschen-Bischoefen-spricht.html

[10] Mehr dazu auf: https://www.tagesspiegel.de/politik/israel-reise-bischoefe-wegen-ghetto-vergleichs-weiter-in-der-kritik/819526.html

 

Wie evangelikale Feindseligkeit gegenüber Israel geschürt wird

Dexter Van Zile, Jewish Policy Center, Herbst 2018

Eine Pfingstmesse in der Dormitionskirche auf dem Berg Zion in Jerusalem in Israel (Foto: Hanan Isachar)

Im Frühjahr diesen Jahres nahm ich an der Konferenz Christus am Checkpoint (CATC) teil; diese wird alle zwei Jahre vom Bethlehem Bible College organisiert, einem Außenposten des christlichen Antizionismus in Beit Jala. Die Konferenz gibt palästinensischen Christen in der Westbank die Gelegenheit ihren Wert für die korrupten Tyrannen zu demonstrieren, die die palästinensische Gesellschaft kontrollieren (und Christen vor  jihadistischer Gewalt zu schützen), indem sie Israel gegenüber Evangelikalen aus Nordamerika und Europa dämonisieren. Die offerierte Botschaft auf diesen Konferenzen, die seit 2010 in allen geraden Jahren stattgefunden haben, lautet, dass evangelikale Unterstützung für Israel die Fähigkeit der Christen des Nahen Ostens behindert in Frieden zu leben und ihren Glauben in mehrheitlich muslimischen Ländern in der Region zu teilen. Redner versuchen zudem bei westlichen Christen Schuldgefühle hervorzurufen, während sie das Problem des arabischen und muslimischen Herrenmenschentums und Judenhasses  herunterspielen. Mit diesem Narrativ werden Westler dazu ermutigt wegen ihrer Schuld aufgrund westlichem Kolonialismus Buße zu tun, indem sie ein Narrativ akzeptieren, dass Juden und ihre Heimat als Hindernis für alles betrachten, das im muslimischen und arabischen Nahen Osten gut ist.

Ein paar Stunden vor der ersten Sitzung dieser Konferenz eskortierten die Organisatoren etwa 20 Teilnehmer vom Orient Hotel, dem Tagungsort, zum nahe gelegenen „zugemauerten Hotel“, wo diese von Banksy produzierter antizionistischer Propaganda ausgesetzt wurden; Bansky ist ein Scharlatan, der antiisraelische Verächtlichkeit zu einer konsumierbaren Kunstform gemacht hat, die privilegierte junge Westler kaufen können, um ihre Authentizität und Solidarität mit den unterdrückten Völkern der Welt zu demonstrieren.

Die Wände der Piano-Bar des Hotels sind mit Gemälden und Skulpturen bedeckt, die Israels Sicherheitsbarriere als etwas aus einem Horrorfilm darstellen. Ein Gemälde zeigt zum Beispiel ein Dutzend auf Schaukeln sitzender Kinder, die um eine von Israel gebauten Wachturm kreisen. An einer weiteren Wand hängt eine besonders grausame Skulptur des am Kreuz hängenden Jesus Christus, wobei aus dem Querbalken des Kreuzes sensenartige Klingen herausstehen und ein Stück Seil (eine Schlinge?) unter Christi Füßen hängt.

Es gibt an den Wänden der Piano-Bar keine Bilder hakennasiger Juden mit langen, gewundenen Händen, die versuchen weiße Frauen aus Europa zu verführen, aber die könnten hier auch gut sein. Das Zeug an den Wänden ist gruselig, Angst einflößend und provokant genug, um dem Betrachter etwas zu geben, über das er nachzudenken vorgeben kann, während er herumgeht. Die Gesamteffekt der ausgestellten Kunst des Eingemauerten Hotels soll beim Besucher das Gefühl hinterlassen, dass Israel ein sehr, sehr böses Land ist und dass Besucher Teil der Ausgewählten sind, die in der Lage sind zu sehen, wie schlimm das Land ist.

Bei dieser Gruppe scheint das zu wirken. CATC-Teilnehmer, wohlhabende Evangelikale aus den Vereinigten Staaten und Europa, betrachten die Ausstellungsstücke mit bewundernden Augen, als seien sie junge, naive Kinder in einem Spukhaus an Halloween, in dem der nicht zu sehende Jude das Monster ist. Diese Christen lassen ihre Augen die Bilderwelt genießen, nicken anerkennend und stellen den Hotelmitarbeitern lobende Fragen, ohne die Tatsache zu bemerken, dass sie dämonisierender Propaganda ausgesetzt sind, die niedrige Emotionen des Hasses und der Angst gegenüber dem jüdischen Staat animieren soll, dessen Bürger in den letzten Jahrzehnten furchbaren arabischen muslimischen Gewalttaten unterzogen worden sind, die an den Wänden der Piano-Bar natürlich nicht hervorgehoben werden. Das Hotel ist ein kranker Ort und die Authentizität zu Besuch kommenden Evangelikalen, die Authentizität suchen, gehen seiner gotteslästerlichen und dämonisierenden Botschaft voll auf den Leim. Sie mögen das Hotel, das für sie ein cooler Ort zum Abhängen ist. Sie mögen die Atmosphäre.

Während die Teilnehmer entlang der Sicherheitsbarriere zurück zum Konferenzort gingen, an die ein Graffiti-Künstler mit schlechter Handschrift „Fuck Jews“ gesprüht hat, begann ich ein Gespräch mit einer Frau, deren Ehemann Pastor einer Kirch ein den Staaten ist. Sie hatte einige Zeit in der Westbank verbracht, wo ihr Mann Arabisch studierte und in ihrer Zeit dort alles darüber erfahren, wie furchtbar Israel die Palästinenser misshandeln.

Angesichts dessen, was sie lernte, als sie ihren palästinensischen Freunden zuhörte – die ihr allesamt dieselbe Geschichte erzählten – kam sie zu dem Schluss, dass es ihre Aufgabe sei alle ihrer Trump liebenden, Israel unterstützenden Freunde davon zu überzeugen, dass nicht jeder Palästinenser ein Muslim ist, nicht jeder Muslim ein Terrorist, dass es palästinensische Christen gibt und dass diese Christen Brüder im Herrn sind, Juden aber nicht.

Als ich ihr sagte, dass ich Zionist bin, aber Israel nicht aus religiösen Gründen unterstütze, war sie verblüfft und frage, wie jemand Israel unterstützen könne, ohne spirituellen oder religiösen Glauben anzuführen. Ich sagte ihr, dass die Juden ein Volk seien und dass die Geschichte Europas und des Nahen Ostens demonstriert, dass Juden in keiner der beiden Regionen als Minderheit sicher leben können und dass Israel ein legitimer Ausdruck des jüdischen Rechts auf Selbstbestimmung ist.

An diesem Punkt sagte mir meine Gesprächspartnerin, dass die Israelis den Holocaust nutzen, um ihre Misshandlung der Palästinenser zu rechtfertigen. Ich kämpfte damit nicht die Beherrschung zu verlieren, als ich ihr die Geschichte des Friedensangebots berichtete, das Arafat in Camp David ausschlug, ebenso seine Weigerung die Clinton-Parameter zu akzeptieren, die beide den Palästinensern einen Staat gegeben hätten. Als sie erkannte, dass sie nicht so viel über den Konflikt wusste, wie sie glaubte, sagte sie: „Nun, das ist kompliziert.“

Nun, das ist ein Anfang, sagte ich mir.

Der Vorfall war erschreckend, aber lehrreich; er erinnerte mich einmal mehr daran, dass dieselben Techniken verwendet wurden, um Protestanten der Großkirchen im Verlauf der letzten Jahrzehnte gegen Israel aufzubringen, jetzt mit Besorgnis erregender Effektivität auf Evangelikale in Amerika angewandt werden.

Es hat immer eine kleine Anzahl Leute in der evangelikalen Gemeinschaft der USA gegeben, die den jüdischen Staat und seine Einwohner mit Verachtung betrachtet haben, aber im Großen und Ganzen sind Evangelikale seit dem Sechstagekrieg von 1967 aus gutem Grund als zuverlässige Verbündete des jüdischen Staates betrachtet worden. Ab und zu wird ein evangelikaler Leiter etwas Übles über Juden sagen wie Gott würde ihren Gebeten nicht zuhören, aber wenn die Zeit kommt, dass israelische Soldaten sich bewaffnen und gegen ihre Feinde kämpfen, unterstützen die Evangelikalen sie.

Der Grund für diese Unterstützung wurzelt in einer Reihe von Faktoren, von denen keiner sich gegenseitig ausschließt und von denen die meisten sich gegenseitig verstärken. Manche Evangelikale glauben zum Beispiel, dass Israel beim zweiten Kommen Jesu Christi eine Rolle spielen wird. Andere unterstützen Israel, weil sie glauben, dass Gottes Verheißungen ewig anhalten und sie keine Gottheit anbeten wollen, die ihre Meinung zu den Segen, die er über die Menschheit verleiht, ändert. Manche Evangelikale machen sich Sorgen wegen der Bedrohung des Jihad gegenüber den Rechten von Christen und anderen Minderheiten im Nahen Osten; sie glauben, Israel ist ein Vorbild dafür, wie Menschenrechte im Nahen Osten gefördert werden. Auch Gewissensbisse wegen der Rolle, die die Christenheit beim Legen der Basis für den Holocaust in Europa spielte, sind ein Faktor.

Protestanten der großen bzw. liberalen Kirchen, die in der amerikanischen Gesellschaft mit den Evangelikalen um den Hegemonialstatus streiten, unterstützen Israel normalerweise nicht. Fakt ist, ihre Kirchen greifen Israel bei fast jeder Gelegenheit an. Sie machen eine große Show darum die religiösen Empfindlichkeiten der Diaspoa-Juden in den Vereinigten Staaten zu respektieren, flippen aber aus, wann immer ein israelischer Jude ein Gewehr aufnimmt oder eine Mauer zur Verteidigung seines Hauses oder seiner Familie baut. Sie ignorieren muslimischen und arabischen Judenhass, sind aber immer auf der Suche nach rechtem Antisemitismus. Darauf hinzuweisen, dass Israel einen besseren Job beim Schutz der Rechte von Frauen und Schwulen macht als jedes andere Land im Nahen Osten, bringt nicht viel Sympathie seitens der Großkirchen-Protestanten, verärgert manche von ihnen sogar so sehr, dass sie Israel noch mehr hassen; sie rechtfertigen ihre Verachtung mit Vorwürfen des „Pinkwashing“.

Ominöserwiese scheint es so, dass zunehmende Anzahlen evangelikaler Protestanten anfangen sich zum israelisch-arabischen Konflikt das progressive Narrativ der Großkirchen zueigen zu machen. Gemäß diesem Narrativ sind israelischen Bemühungen jüdisches Leben und Besitz zu schützen tadelnswert, während arabische und muslimische Anstrengungen Juden zu töten und terrorisieren das nicht sind. Wenn man bedenkt, dass Evangelikale rund 30 Prozent der Bevölkerung Amerikas ausmachen und dass die meisten von ihnen glauben, dass Gott das Land Israel dem jüdischen Volk gab, stellt ein Rückgang der Unterstützung Israels eine strategische Bedrohung Israels und des jüdischen Volks überall in der Welt dar.

Der Antizionismus ist für manche Evangelikale, insbesondere Millennials eine attraktive Agenda dar, weil sie es ihnen erlaubt ihren Altersgenossen – von denen viele konservative Christen mit Verachtung betrachten – zu demonstrieren, dass sie nicht die rückschrittlichen Höhlenbewohner sind, als die sie die letzen 100 Jahre hingestellt wurden.

Nach dem Scopes Monkey-Verfahren 1925, das bibelgläubige, konservative Christen, die gegen die Lehre der Evolution in Schulen gegen progressive Christen und Säkulariten gegeneinander ausspielte, sind konservative Christen gewesen, was Susan Harding die „widerlichen anderen“ nennt, gegen ihre Widersacher schimpfen, um zu demonstrieren, dass sie auf der Seite der Moderne stehen. Zwei Jahrzehnten nach dem Verfahren lebten konservative Christen, die an die Irrtumslosigkeit der Bibel glaubten, in einem selbst auferlegten Exil in der amerikanischen Gesellschaft; sie hatten wenig mit der breiteren amerikanischen Kultur zu tun.

In den 1980-er Jahren kamen die konservativen Christen unter der Führung von Jerry Falwell tosend aus ihrem Ghetto, bildeten die Christliche Rechte und halfen Ronald Reagan 1980 zum Präsidenten gewählt zu werden. Nicht jeder in der evangelikalen Gemeinschaft möchte mit der Christlichen Rechten in Verbindung gebracht werden, die von progressiven Christen und Säkularisten als Grauen betrachtet werden. Manche Evangelikale, besonders Millennials, haben die Verachtung internalisiert, die von einer zunehmenden Zahl nicht evangelikaler Amerikaner gegen den konservativen Flügel ihrer Gemeinschaft gerichtet wird. Eine Möglichkeit, wie progressive und junge Evangelikale demonstrieren können, dass sie nicht wie die Anhänger von Jerry Falwll sind – der ein entschiedener Unterstützer Israels war – besteht darin in die Westbank zu kommen, im Eingemauerten Hotel abzuhängen und zuzuhören, wie palästinensische Christen Israel für ihr Leiden verantwortlich zu machen, während sie die Ganoven in der palästinensischen Autonomiebehörde loben. Und traurigerweise ist das genau das, was eine Reihe Evangelikaler tun, einschließlich der Frau, die in Bethlehem neben mir herlief.

Als ich mich von meiner Gesprächspartnerin auf unserem Weg ins Orient Hotel trenne, in der die Konferenz Christus am Checkpoint stattfindet, schlage ich vor, dass sie vielleicht Yossi Klein Halevis neuests Buch „Letters to my Palestinian Neighbor“ (Briefe an meinen palästinensischen Nachbarn) zu lesen, um mehr über die israelische Sicht des Konflikts zu erfahren. Das scheint ein schwacher Konter gegen all die hasserfüllte Bildsprache zu sein, die im Eingemauerten Hotel ausgestrahlt wird und gegen das verzerrte Narrativ, dem sie in den nächsten Tagen ausgesetzt sein wird, aber mehr kann ich nicht tun.

Geht es beim Christentum darum Gott zu lieben oder die Juden zu hassen?

Dexter Van Zile, The Jerusalem Post, 23. August 2018

Wenn christliche Leiter wie Bischof Harris Israel fälschlich als mörderischen und räuberischen Staat darstellen, porträtieren sie Juden, die Israel unterstützen als mörderische und räuberische Personen.

Ein Kreuz und ein Davidstern (Foto: INGIMAGE)

Worum geht es im Christentum? Geht es darum die Liebe Gottes zur Menschheit zu erfahren? Oder nähren sich Christen von der negativen Energie, die von Narrativen getrieben wird, die Juden als die abstoßenden, bösen Anderen darstellen?

Christen jeden Schlags müssen sich das angesichts des von Bischöfin Gayle Harris aus Suffragan in der Episkopalen Diözese Massachussetts initiierten Skandals fragen. Während der Gesamtsynode der Episkopalen Kirche in Austin (Texas) im Juli beschuldigte Harris israelische Soldaten, sie hätten einen 15-jährigen Jungen zehnmal in den Rücken geschossen, weil er ihnen eine Frage stellt, die ihnen nicht gefiel. Sie ließ das klinken, als sei sie Augenzeugin des von ihr beschriebenen Mordes gewesen. Das tat sie, um ihrer Geschichte Glaubwürdigkeit zu verleihen; diese Geschichte sollte eine einseitige und polemische Ouvertüre sein, mit der Israel wegen angeblicher Misshandlungen palästinensischer Kinder verurteilt wurde. (Es war vorhersagbar, dass der Beschluss nicht auf palästinensische Verbrechen an Kindern verwies.)

In ihrer Mikrofonzeit während er Gesamtsynode der Bischöfe sage sie exakt dies: „Ich war als Teenager dort, ich glaube, er war 15, ging die Straße entlang und stellte einem Militärfahrzeug, der israelischen Regierung eine Frage und weil diese Frage diesen Soldaten nicht passte, begann er wegzulaufen und sie schossen im viermal in den Rücken. Er fiel auf den Boden und sie schossen weiter sechsmal auf ihn.“

Sie sagte zudem, sie sei „vor ein paar Jahren dort“ gewesen, auf dem Tempelberg, als israelische Soldaten dorthin kamen, um einen dreijährigen Jungen in Handschellen zu legen, der versehentlich einen Gummiball, mit dem er spielte, über die Westmauer rollen ließ. Ja, von Palästinenser ist bekannt, das sie an der Westmauer betenden Juden Felsbrocken auf die Köpfe werfen, aber es gibt schlicht keine Möglichkeit, wie ein Gummiball unschuldig über die die Hindernisse zwischen dem Tempelberg und dem Platz darunter „rollen“ kann.

Es stellte sich heraus, dass Harris nicht „dort“ war, wie sie sagte, sie sei es gewesen. Einige Wochen, nachdem Harris in der Bischofssynode ihr Zeugenaussage machte, entschuldigte sie sich dafür unbestätigte Gräuelgeschichten weitergegeben und den falschen Eindruck erweckt zu haben, sie sei Zeugin der von ihr beschriebenen Ereignisse gewesen. Zwischen den Zeilen liest man, dass ziemlich deutlich war, dass Harris wusste, dass sie irregeführt worden war und sich von wem auch immer, der ihr die Geschichten erzählte, die sie weitergab, irreführen ließ.

„Ich gebe auch zu, dass ich nicht die Möglichkeit nutzte diese Geschichten zu verifizieren“, sagte sie in ihrer Entschuldigung. „Ich sprach aus meiner Leidenschaft für Gerechtigkeit für alle Menschen heraus, aber ich widerholte, was ich aus zweiter Hand erfuhr. Ich handelte unbedacht, als ich die Geschichten wiederholte ohne sie zu verifizieren und ich entschuldige mich dafür.“

Wäre tatsächlich ein Mord auf die von Harris beschriebene Weise geschehen, wüsste die ganze Welt davon, denn palästinensische Aktivisten und ihre Verbündeten in der Menschenrechts-Gemeinschaft würden jedem davon berichten. Die Eltern würden interviewt und uns würden Aufnahmen der Beerdigung des Jungen gezeigt.

Hoffentlich wird Harris‘ Entschuldigung die Espikopalen veranlassen zu untersuchen, wie es um die Kultur ihrer Kirche steht, die ihre logischerweise unwahrscheinlichen und falschen Äußerungen über Israel zuließen, die von ihren Mitbischöfen nicht hinterfragt wurden. Andere Christen, insbesondere die Protestanten der Großkirchen in den Vereinigten Staaten, müssen das, was in der Episkopalen Kirche geschah, als warnendes Beispiel betrachten.

Es steht viel auf dem Spiel. Seien wir ehrlich: Wenn Menschen zu Israel Lügen erzählen, dann lügen sie über Juden. So einfach ist das. Sie Menschen, die uns immer und immer wieder erzählen, dass es keine logische Einheit zwischen dem jüdischen Staat und dem jüdischen Volk gibt, sind genau die, die uns fragen, warum und wie Juden Israel trotz all der furchtbaren Dinge unterstützen können, die es angeblich den Palästinensern antut.

Wenn christliche Leiter wie Bischöfin Harris Israel fälschlich als mörderischen und raubenden Staat darstellen, dann stellen sie Juden, die Israel unterstützen, als mörderische und räuberische Menschen dar. Genau diese Art von Narrativ hat Juden in Europa das Leben zunehmend untragbar gemacht. Sollten Jihadisten im Nahen Osten oder Europa Harris‘ Aussage hören, dann würden sie jubeln. Aus diesem Grund sind ihre Bemerkungen so verheerend und war ihre Entschuldigung so notwendig.

1988 verabschiedete die Gesamtsynode der Episkopalen Kirche einen Beschluss, der beklagte, dass in der christlichen Geschichte „Juden und jüdische Gruppen als Negativmodelle dargestellt wurden und von der Wahrheit und Schönheit des Christentums geglaubt wurde, sie würden aufgewertet, indem man das Judentum als falsch und abstoßend anlegt.“ Die Erklärung fügte hinzu: „Leider diffamierten viele der Kirchenväter das jüdische Volk.“

Leider geht diese Diffamierung weiter und nicht nur in der Epikopalen Kirche. Für viele sogenannte christlichen „Friedensstifter“ ist der jüdische Staat der erkorene Sündenbock. Sie reisen ins Heilige Land und sprechen mit palästinensischen Christen, die ein einseitiges und verzerrtes Narrativ zum israelisch-palästinensischen Konflikt erzählen, das den Palästinenser jegliche Verantwortung abspricht. Sie erzählen Geschichten von israelischen Missetaten, viele davon gefälscht, und dann liefern sie eine Rechtfertigung nach der anderen für palästinensische Untaten. In ihrem übertriebenen Narrativ, das den Hass auf die Juden bagatellisiert und verschleiert, der die palästinensische Zivilgesellschaft durchzieht, sind jüdische Versuche der Selbstverteidigung per Definition tadelnswerter als palästinensische Versuche Juden anzugreifen.

Diese Friedensaktivisten sind abhängig von den Gefühlen der gerechten Empörung und steigern sich in eine feindselige Raserei gegenüber Israel  hinein; dann suchen sie nach Gelegenheiten die Geschichten, die ihnen erzählt wurden, in der eigenen Vorstellung noch einmal zu erleben und sie vorzutragen.

Für diese Leute – die Menschen, die die Israelis auf die Stelle des „widerwärtigen anderen“ stellen, um sich ihre eigene Identität als gute, progressive Christen zu bestätigen – sind die Vollversammlungen der protestantischen Großkirchen perfekte Podien die Standardstücke jüdischer Niedertracht und palästinensischer Unschuld zu vorzutragen, die sie bei ihren Besuchen im Heiligen Land gelernt haben.

Die Episkopale Kirche warnte vor genau dieser Art von Verhalten. In dem Dokument von 1988 über christlich-jüdische Beziehungen erklärte die Gesamtsynode der Kirche: „Die Christen sind aufgerufen allen religiösen Vorurteilen Widerstand zu leisten, durch de Juden oder sonstige Menschen zu Sündenböcken für das Versagen und die Probleme von Gesellschaften und politischen Regimen gemacht werden.“ Es erklärte zudem: „Die Kirche muss lernen das Evangelium zu verkünden, ohne Verachtung für das Judentum oder das jüdische Volk zu erzeugen.“

Das sind Worte, nach denen Christen leben müssen. Hoffentlich wird Bischöfin Harris ihnen ein Beispiel geben, dem sie in den vor uns liegenden Jahren folgen werden. Was immer als nächstes geschieht, die Menschen werden sehr genau hinhören, was sie zu sagen hat.

Warnung an Europa

Per PN auf Facebook verschickt:

Christin aus Iran schrieb folgendes:

……Ihr alle braucht einen Grundkurs für Islam. Viele von Euch haben kein ausreichendes Wissen über diese „Religion“ Ihr seid zu schnell bereit die „Seiten“ zu wechseln, wenn einer mit gut klingenden Argumenten kommt.

Ich bin iranische Christin und seit über 36 Jahren in Deutschland. Mittlerweile lebe ich in der Schweiz weil sie mir politisch stabiler erscheint. Aber ich muss feststellen, dass es auch hier sehr viel Dummheit und Naivität in Bezug auf den Islam gibt.

Ich kenne den Islam aus nächster Nähe. Ich bin nach dem Sturz des Schahs Mohammed Reza Pahlavi vor dem Islam nach Deutschland geflohen. Ich habe hier studiert, geheiratet und Kinder bekommen. Ich habe mich vollständig integriert und mich den Regeln des Gastlandes angepasst. Das war und ist für mich immer eine Frage des Repekts und Anstands gewesen! Der „gläubige“ Moslem kann das nur sehr schwer, denn es würde bedeuten sich unterzuordnen. Das aber verbietet ihm seine Religion. Er kann aber so tun als ob, denn das erlaubt ihm die Taqiiya (bitte googeln)! Der Islam kommt nicht nach Europa um zu bereichern, sondern um zu erobern! Das ist einer der Gründe, warum überwiegend junge Männer im kampffähigen Alter kommen.

Der Moslem glaubt, ihm gehöre die ganze Welt. Das hat ihnen Mohammed so versprochen. Dabei ist es den Muslimen erlaubt, alle andersdenkenden zu ermorden. Das ist Islam legitimes Wissen und Praxis.

Der Islam hat dem Westen den Krieg erklärt – hier hat es nur noch keiner wirklich wahrgenommen! Zur Erklärung: Schauen Sie sich bitte den Koran und die Geschichte des Islam an. Ich habe als Iranerin Zugang zu Moscheen und höre dort immer wieder erschreckende Dinge, die definitiv nicht Grundgesetzkonform sind. Dort wird gepredigt, dass die Welt NUR Allah und NUR seinen Gläubigen gehört. Dieses Recht sollen alle Muslime einfordern, auch mit Gewalt. Das ist deren einziger Antrieb im Leben. Dies verfolgen sie geradezu fanatisch, wie man ja überall gut sehen kann!

Im Islam hat man jedoch heute erkannt, dass eine kriegerische Eroberung des Westens nicht mehr möglich ist. Es fehlt ganz einfach die militärische Stärke. Daher hat man sich auf „friedliche“ Invasion verlegt.

Ich war als Iranerin unerkannt schon in vielen Moscheen und habe immer wieder radikale imperialistische Töne gehört. So sollen sich die Muslime in fremde Länder begeben, sich dort ruhig und friedlich verhalten, sich reichlich vermehren und auf den Tag Allahs warten. Und nun schauen Sie sich die Geschichte der 57 islamischen Länder auf der Welt an. Ein Teil wurde kriegerisch erobert, aber ein nicht geringer Teil wurde durch Verdrängung in Besitz genommen. Die Taktik ist immer die Gleiche:

– Einwandern
– ruhig verhalten
– vermehren
– Moscheen bauen
– Islamverbände gründen
– in die Politik gehen
– Übernahme

Deutschland und auch die Schweiz und einige andere europäische Länder stehen gerade am vorletzten Punkt…

Wenn Sie das nicht erkennen, haben Sie verloren.

Ihnen kann ich also nur dringend empfehlen, auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen…! Ihnen allen dennoch ein fröhliches Grüß Gott!….

(Kopiert es euch und teilt es, denn später ist es weg, so wie bei Bild, Krone und anderen Zeitungen, da sie es löschen. Über diese Wahrheit zu schreiben ist nicht erwünscht.)

 

Ein weiterer Kommentar (über einen Bekannten)

Von einer meiner FB-Freundinnen mit muslimischen Wurzeln:

Ich wünsche jeder/m einzelnen Kopftuch-Dhimmy die Scharia an ihren persönlichen Hals. Die MÜSSEN es an der eigenen Haut spüren, was das bedeutet. Mit diesen dekadenten Dummbratzen kann man nicht mehr reden.