Muslime in Deutschland – alles kein Antisemitismus, bestimmt nicht…

gefunden auf Facebook, 24.11.2016 (Felix Maximilian Leidecker):

Während in Israel Brände toben, passieren auch in Deutschland schlimme Dinge: Auf Hunderten, Tausenden Islam-Seiten feiern junge Muslime, dass in Israel Menschen um ihr Leben kämpfen, nachdem allen Anschein nach islamistische Terroristen Brände gelegt haben.

Wir sind in Deutschland immer sehr schnell, dem politischen Mitbewerber die „Nazi-Keule“ überzuziehen. Beim importieren Antisemitismus durch Muslime wird aber beharrlich geschwiegen.

Hier mal ein Beispiel von der Seite „Islam Fakten“, auf der gefeiert wird, dass Israel brennt. Es gibt Tausende und Abertausende weitere Beispiele. Das passiert mitten in unserem Land, 71 Jahre nach Ende der Shoa! Und keiner thematisiert es, weil es die „falschen Täter“ sind?

Judenhass ist ein in weiten Teilen integraler Bestandteil des Islam, vor allem des politischen. Und wir lassen das zu- aus falsch verstandener Toleranz!

Es ist beschämend! Das, was in Israel passiert. Das, was diese Judenhasser schreiben. Und für mich vor allem auch die Tatsache, dass dieser islamische Antisemitismus in Deutschland einmal mehr keinerlei mediale Berichterstattung nach sich ziehen wird.

I STAND WITH ISRAEL !!!

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Deutsche Experten „entdecken“, dass islamistische Terroristen „ausgebildet werden“ als Asylsuchende nach Europa zu kommen

This Ongoing War, 22. November 2016

Asylsuchende kamen in Deutschland an (Bildquelle)

Ob es hier ernsthaft neue Enthüllungen gibt oder nicht, der vor einer Woche auf der Internetseite der Deutschen Welle (Deutschlands internationale Sendeanstalt, bei der 3.000 Angestellte und Freiberufler aus 60 Ländern arbeiten) veröffentlichte Artikel ist nüchtern und direkt, selbst wenn seine Schlüsse ein wenig spät kommen.

„Islamischer Staat‘ soll Terroristen dazu ausbilden als Asylsuchende nach Europa zu gehen. | Deutsche Welle, 14. November 2016

Deutschlands Geheimdienst hat gewarnt, dass der „Islamische Staat“ (IS) Flüchtlingsgruppen unterwandert, um nach Europa zu kommen. Offizielle und Analysten sehen sich jetzt die Methoden an, mit denen potenzielle Terroristen frühzeitig erkannt werden können.

Am 13. November letztens Jahres stürmten drei Teams an Militanten des sogenannten „Islamischen Staats“ (IS), bewaffnet mit Kalaschnikows, das Stade de France, die Konzerthalle Bataclan und mehrere Kneipen in Paris. Die Ausschreitungen hinterließen 130 Tote, 85 davon im Bataclan, wo die Band Eagles of Death Metal spielte.

Inzwischen haben Ermittler aufgedeckt, dass alle neun an den Anschlägen beteiligten Männer 2015 den Kontinent zusammen mit dem Flüchtlingsstrom betraten. Nach Angaben der Wochenzeitung „WELT am Sonntag“ hat der Bundesnachrichtendienst (BND) gewarnt, dass der IS Terroristen speziell trainiert, sich unter die Asylsuchenden mischen, die in Europa sicherere Zufluchtsorte suchen. Die Autoren des Berichts sagen, dass der BND darauf hinweist, dass Terroristen potenzielle Angreifer ausbilden, wie sie während des Verhörs an der Grenze Fragen zu beantworten haben, so dass sie ihre Glaubwürdigkeit als Flüchtlinge beweisen können. Der Geheimdienst hat es abgelehnt diese Sache zu kommentieren. In Antwort auf eine E-Mail-Anfrage der Deutschen Welle sagte ein Sprecher des Dienstes: „Grundsätzlich kommuniziert der BND seine Informationen nur der deutschen Regierung oder verantwortlichen Gremien des deutschen Parlaments in vertraulichen Sitzungen.“ Viele Flüchtlinge sind vor dem IS-Terror in Regionen wie Raqqa in Syrien und Mossul im Irak geflohen…

Eine Million Immigranten kamen letztes Jahr nach Deutschland und muslimische Organisationen behaupten [hier], dass „mindestens“ 800.000 davon Muslime sind. Sie kommen weiterhin in großer Zahl, was es nie gegeben hat, auch wenn die Berichterstattung über den massiven Zustrom an „Asylsuchenden“ aus den Nachrichtenseiten und von den Fernsehschirmen verschwinden.

Deutschlands Gesamtbevölkerung betrug vor fünf Jahren etwa 80 Millionen. Aktuell steht sie bei 82 Millionen. Eine hier zitierte Schätzung legt nahe, dass Deutschland Ende 2015 Wohnort von 5.945.000 Muslimen war. Pew Research sagt, dass Frankreich 4,7 Millionen Muslime hat, Deutschland etwas mehr.

Die Europäische Kommission veröffentlichte – im vollen Bewusstsein, wie viel Fehl- und Desinformation diese Frage begleitet – ein nützliches, wenn auch lakonisches Dokument mit dem Titel „Vierteljährlicher Asylbericht“. Unter Verwendung auffallend trockener Sprache bietet die jüngste Ausgabe im September einige aufschreckende Daten:

  • Die Zahl der in den 28 Ländern der Europäischen Union erstmalig ankommenden Asylsuchenden allein während des Monats September 2015 betrug 825. (Wir nehmen den September um einen Vergleich zu ermöglichen. Ansonsten hat der September keine besondere Bedeutung.) Davon suchten 47.185 Asyl in Deutschland, was rund 28% der Gesamtzahl der menschlichen „Asylsucher“-Flutwelle ausmacht, die derzeit an Europas Gestaden ankommt.
  • Dieselbe Zahl für den Monat September 2016, ein Jahr später, zeigt eine Gesamtzahl von 765, die in allen 28 Ländern zusammen ankamen. Das ist deutlich weniger als vor einem Jahr. Aber davon kamen nicht weniger als 76.320 nach Deutschland. Das sind 75% der Gesamtzahl für die EU.
  • Wenn diese Flugwelle an „Asylsuchenden“ nachlässt, wie die enorm zurückgegangene Menge der Berichterstattung in den Nachrichten andeuten könnte, dann gibt es in Deutschland dafür schlicht kein Anzeichen dafür.
  • (Die Zahl für alle 28 europäischen Lälnder sind in dieser dynamischen Online-Tabelle aufgeführt. Wenn Sie diese Statistik interessiert, dann ist das eine ausgezeichnete und amtliche Quelle.)
Asylsuchende in Berlin (Quelle: Uriel Heilmann/JTA)

Als Islamisten in Paris vor fast genau einem Jahr schockierende Terroranschläge verübten, waren besorgte europäische und deutsche Beamte erpicht darauf jede Verbindung zwischen solchen Gräueln und der Flut an muslimischen „Asylsuchenden“ herunterzuspielen bis zu bestreiten.

So sagte zum Beispiel eine in einem israelischen Bericht zitierte, ungenannte „Quelle in der deutschen Bundespolizei“ ein paar Tage nach den koordinierten Massakern, die das Leben von 130 Menschen kosteten und verblüffende weitere 400 am Stade de France, in zahlreichen Pariser Cafés und Restaurants und am Bataclan-Theater im Zentrum der französischen Hauptstadt verletzte:

„Das ist das, was ich befürchte: Menschen am rechten Rand des politischen Spektrums, die das Flüchtlingsproblem mit dem israelischen Terrorproblem durcheinanderbringen, obwohl es hier keine Verbindung gibt“, bekannte eine Quelle in der deutschen Bundespolizei. [i24news.tv, 15. November 2015]

Er sagte „keine Verbindung“? Hatte er da keine faktische Vorstellung? Weiß er es jetzt? Wenn Deutschlands Regierungsvertreter ein später sagte, sie „ermitteln die Methoden, über die potenzielle Terroristen früh erkannt werden können“, dann können die Realisten unter uns ihnen nur reichlich Glück wünschen.

Und was die europäische Reaktion angeht, bedenken Sie bitte diesen kurzen Ausschnitt aus einem Nachrichtenartikel, der in der Folge in einer respektierten Nachrichtenquelle zur Grausamkeit veröffentlicht wurd:

  • Jean-Claude Juncker, der Präsident der Europäischen Kommission, hat Europa davor gewarnt die Flüchtlinge und die Terroristen durcheinanderzubringen; er forderte die Öffentlichkeit auf „solche grundlegende Reaktionen“ nachzugeben. Und gegenüber der Nachrichtenagentur AFP sagte ein syrischer Flüchtling namens Ghaled, er wünschte, die Empathie für die vielen in Paris Getöteten könne in Empathie für die Hunderttausenden Toten in seinem Heimatland übertragen werden… [„Paris Attacks: Syrian refugees put shootings in French capital in perspective“ – The Indepedent (UK), 16. November 2015]

Ein Jahr später und es stellt sich heraus, dass „Durcheinanderbringen von Flüchtlingen und Terroristen“ keine solche „grundlegende“ Reaktion gewesen ist.

Der von uns oben erwähnte DW-Bericht fährt damit fort einigen deutschen Stimmen eine Plattform zu bieten, die nicht im geringsten von dem überrascht zu sein scheinen, was gerade eingestanden wurde.

Egal, die Tatsache, dass IS-Terroristen mit Hunderttausenden aus dem Krieg im Nahen Osten Fliehenden auf den Kontinent geschlüpft sind, ist nicht neu, sagt Susanne Schröter, Expertin für islamischen Terrorismus an der Universität Frankfurt: „Das war von Anfang an bekannt. Ich habe vor einer solchen Möglichkeit gewarnt, bevor es überhaupt Beispiele dafür gab, dass Terroristen hereingeschlüpft sind“, sagte sie der Deutschen Welle. „Der Grund ist, dass der IS ankündigte, dass er auf der Route, die die Flüchtlinge nahmen, Angreifer auf den Kontinent schicken würde. Damals stritten Politiker dies ab“, fügte sie hinzu, sie unter Verweis auf die mehr als eine Million Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak, die letztes Jahr in Europa ankamen. Die Situation in europäischen Ländern wie Deutschland, das 2015 mehr als 840.000 aufnahm, war schwierig. Grenzkontrollen mussten aufgegeben werden du viele derer, die hereinkamen, konnten von den Behörden nicht ordnungsgemäß registriert werden, was das Problem verschlimmerte, sagte Schröter. [Deutsche Welle, 14. November 2016]

Der DW-Artikel fährt damit fort jede Menge Licht auf die konventionellere Art der europäischen und deutschen Sicht zu werfen. Zum Beispiel (diese Punkte sind wörtliche Zitate):

  • Der stete Zustrom an Flüchtlingen löste damals auch eine Abfolge an Anschlägen gegen Asylsuchende aus, besonders im ehemaligen Ostdeutschland. „Unsere leitenden Politiker glaubten, wenn wir jetzt zugeben, dass es unter den Flüchtlingen Terroristen geben knnte, dann würde dies als Futter rechter Populisten dienen und zu mehr Gefühlen gegen die Migranten führen. Also spielten sie das herunter, aber letztlich war es nicht richtig, das zu tun“, sagte der Analyst.
  • Das Bataclan war nicht das letzte Ziel auf der Liste der Anschläge in Europa. Ein großer Anschlag auf Brüssels Flughafen und einen U-Bahnhof am 22. März, bei dem 32 Menschen getötet und viele weitere verletzt wurden…
  • Kleinere Anschläge mit Messern und Selbstmord-Explosionen in der süddeutschen Stadt Ansbach erschütterten das Land und Europa.
  • Die meisten dieser Angreifer waren selbst Flüchtlinge oder hatten Kontakte mit Asylsuchenden, was die Tatsache hervorhob, dass die Neuankömmlinge besonders anfällig für Terror-Rekruteure waren. „Es gibt verschiedene Art von Leuten, die als Flüchtlinge kamen. Sie haben unterschiedliche politische Hintergründe und es gibt einige, die dem IS nahe stehen und einige, die vor dem IS geflohen sind“, sagte Schröter.
  • Die meisten der Asylsuchenden, die nach Europa kommen, sind junge Männer, die desillusioniert sind, wenn sie in Europa ankommen, weil Schmuggler ihnen etwas völlig anderes versprachen – mehr Geld, ein Haus und ein Auto“, sagte Schröter.
  • Der lange Registrierungs- und Warteprozess, bis sie schließlich wissen, was mit ihnen passieren wird, trägt zur Unzufriedenheit bei, erklärte sie. Viele Menschen verlassen einfach die Flüchtlingsunterkünfte und kehren nie zurück und Terrorgruppen und isalmisch-fundamentalistische Organisationen wie Salafisten nutzen das zu ihrem Vorteil und rekrutieren junge Menschen, um Anschläge auszuführen.
  • [Schröter sagt:] „Der Staat wird die Leute genauer beobachten müssen. Die Möglichkeit von Terroranschlägen und Cyber-Invasionen hat jetzt den BND und den Verfassungsschutz veranlasst ein 73 Millionen Euro teures Projekt zur Überwachung des Internets und der Telekommunikations-Messagingdienste zu planen. Die Behörden haben keine genauen Pläne offengelegt, aber nach Angaben eines Berichts der Süddeutschen Zeitung zusammen mit WDR und NDR will der BND schneller auf Botschaften reagieren, die über Mobildienste wie „WhatsApp“ geschickt werden.“
  • Drei Behörden rechtfertigen das „Panos“ genannte Projekt damit, dass die „Sicherheit Deutschlands und seiner Bürger nicht länger für selbstverständlich genommen werden kann“. [Kann man das heute überhaupt irgendwo?]
  • Es ist wahrscheinlich, dass die erhöhte Überwachung von Kommunikationswegen den Normalbürger und nicht in Terrorismus involvierte Flüchtlinge beeinträchtigen kann. Aber, wie Schröter sagt, „wenn man die aktuelle Situation bedenkt, dann könnte nichts schlimmer sein als ein großer Terroranschlag, nicht wegen der möglichen Opfer, sonder auch, weil wegen der Auswirkungen, die er haben wird. Und das ist der Grund, dass alles getan werden muss, damit es keinen großen Anschlag gibt.“

Vergeben Sie uns, aber angesichts des Ausmaßes der Bedrohung und den Hinweisen darauf, dass es ernst meinende Übelwollende gibt, die mit islamistischer Doktrin als Anleitung ihre Städte und öffentlichen Plätze ins Visier nehmen, kommen uns diese deutschen Stimmen als traurig unentschlossen vor.

Um ihretwillen hoffen wir, dass wir falsch liegen.

Prominente für Israel: Norbert Lammert

gefunden auf Facebook:

Lammert-Israel+

Leider ist das nur die deutsche offizielle Staatsräson – und die entspricht nicht wirklich dem Handeln der deutschen Politik. Sonst wäre dieser unsägliche Iran-Deal nicht begrüßt worden; und Herr Lammert hätte nicht mit dem Bundestag der Resolution zur Murmelschiff-Affäre zugestimmt, die statt Terror gegen Israel zu verurteilen Israel verurteilte.

 

Beispiele für die Darstellung des Nahost-Konflikts in deutschen Medien (1)

 

Am Dienstag, 12. August 2003, fanden innerhalb einer Stunde zwei Selbstmord-Bombenanschläge gegen Israelis statt. Ein Selbstmord-Attentäter sprengte sich bei Tel Aviv in einem Supermarkt in die Luft; kaum eine Stunde später geschah dasselbe an einer Bushaltestelle der „Siedlerstadt“ Ariel. Die Bilanz: zwei tote Selbstmord-Attentäter, ein toter Israeli und ein Haufen Verwundeter. Wie wurde in deutschen Medien über diesen Vorfall berichtet?
Anhand eines Artikels aus dem Spiegel (mit meiner Kommentierung) und einer E-mail an das WDR2-Mittagsmagazin (folgen in Teil 2 und 3) möchte ich den leider typischen Umgang mit solchen „Vorfällen“ aufzeigen.

Zuerst ein Auszug aus einem Forum:

P eröffnet den Thread „Waffenstillstand“:
Und die Anschläge gehen weiter.
09:27 Body of suicide bomber found near Rosh Ha`ayin mall
09:24 Police: Between five and seven people hurt in Rosh Ha`ayin explosion
09:17 Police: Several injured in explosion in mall in Rosh Ha`ayin neighborhood of Neve Afek, building on fire
09:14 Initial report: Explosion heard in Rosh Ha`ayin shopping mall
09:02 Security services beef up presence in Sharon region due to terror warning (Haaretz)

H:
Das wars dann wohl mit der Aufrüstungsphase namens Hudna. Hat man schneller als in drei Monaten geschafft.
Nun gehts weiter, die trügerische Ruhe ist vorbei. Hoffentlich ist Hamas bewußt, daß das Ende der Zurückhaltung auch für Tzahal gilt.

P: Und die „Waffenruhe“ geht munter weiter:
10:15 Three people seriously hurt in terror attack at hitchhikers station at entrance to West Bank city of Ariel
10:10 Police: Palestinian carrying explosive device blows up, probably after being shot by security forces near Ariel
10:07 Initial report: Explosion heard at entrance to West Bank settlement of Ariel

(Ich:)
—–
Original geschrieben von H.
Das wars dann wohl mit der Aufrüstungsphase namens Hudna. Hat man schneller als in drei Monaten geschafft.
Nun gehts weiter, die trügerische Ruhe ist vorbei. Hoffentlich ist Hamas bewußt, daß das Ende der Zurückhaltung auch für Tzahal gilt.
—–
Wart’s mal ab. Die Attentäter werden alles Einzelgänger sein, die man nicht einfach so in den Griff bekommt. Und deshalb müssen die Israelis still halten. Jede Maßnahme in Folge der Attentate wird dann wieder als Bruch der Waffenruhe dargestellt und den Israelis weltweit vorgeworfen, sie wollten gar keinen Friedensprozess. Ariel Sharon ist ein Bulldozer. Der ist nur darauf aus Palästinenser zu massakrieren. Frieden? Nicht mit dem. Also ist es nur folgerichtig, dass die Palästinenser sich wehren. Ich wette, dass es in dieser Richtung laufen wird.

etwas später:

P:
—–Original geschrieben von (ich)
Jede Maßnahme in Folge der Attentate wird dann wieder als Bruch der Waffenruhe dargestellt und den Israelis weltweit vorgeworfen, sie wollten gar keinen Friedensprozess. Ariel Sharon ist ein Bulldozer. Der ist nur darauf aus Palästinenser zu massakrieren.
Ich wette, dass es in dieser Richtung laufen wird.
—–
Sitzt Du im Redaktionsraum des Spiegels?

„Israel setzt Freilassung palästinensischer Häftlinge aus“
Höchste Gefahr für den Friedensprozess: Als Reaktion auf zwei palästinensische Selbstmordanschläge heute Morgen hat Israels Ministerpräsident Scharon die Freilassung von 76 palästinensischen Häftlingen verschoben. Die Freilassung war eine der Kern-Bedingungen für einen Frieden in Nahost.“

(ich):
Gar nicht nötig, ich kenne die so gut, ich spüre, was die von sich geben werden…

Habe gerade im WDR2-Mittagsmagazin den Bericht über die Anschläge gehört. Und was kam da?
Die Hamas und Jihad haben gesagt, sie waren es nicht. Also sind es durchgeknallte Einzeltäter. Aber wundern dürfen sich die Israelis nicht, denn schließlich haben sie ja erst vor ein paar Tagen vier Hamas-Leute, darunter zwei Top-Männer, erschossen.
Kein Wort davon, dass die laut Roadmap längst von den Palästinensern hätten festgenommen werden müssen; davon, dass sie in einem Feuergefecht starben, das sie begonnen hatten und bei dem auch ein Soldat sein Leben verlor.
Und das tollste: Was hat das mit den Attentaten von heute zu tun, wenn Hamas und Jihad sie nicht durchgeführt haben?
Im Übrigen haben die beim WDR geflissentlich ignoriert, dass die meisten Attentate während des angeblichen Waffenstillstands von Gruppen aus Arafats und Abbas‘ Fatah ausgeführt wurden (oder zumindest haben die ständig die Verantwortung übernommen). Das wurde nicht thematisiert – hätte ja nicht in die Logik der durchgeknallten Einzeltäter gepasst.

Deutsche Medien – idiotisch blind und inzwischen reichlich vorhersagbar!

P.:
13:28 Palestinian fire at settlement near West Bank village of Azun, east of Qalqilyah
Haaretz News Flash

Damit möchte ich mich nicht loben, sondern nur klar machen, wie vorhersagbar deutsche Medien-„Berichterstattung“ zum großen Teil schon ist.

Der nicht erklärte Krieg der deutschen Linken gegen Israel

Kommunisten im Osten und Linke im Westen waren aktive Feinde des jüdischen Staates

Benjamin Weinhal, The Standard, 19. Oktober 2016

Heinz Hoffmann (Foto: Bundesarchiv, Bild 183-1982-1217-023 / unbekannt / CC-BY-SA 3.0)

Das fundierte neue Buch des Historikers Jeffery Herf zeigt, dass gegen Israel gerichteter, von Deutschen angeregter linker Terrorismus keine Taktik, sondern eher Teil einer auf einen langen Krieg angelegten Strategie zur Vernichtung des jüdischen Staates war. Akademische Studien und Journalismus zum heute nicht mehr bestehenden ostdeutschen kommunistischen Staat und radikalen westdeutschen Gruppen haben es bislang versäumt den fortgesetzten Krieg gegen Israel (und, kann man argumentieren, gegen die Vereinigten Staaten) zu erforschen.

Undeclared Wars with Israel: East Germany and the West German Far Left 1967-1989[1] ist der Titel von Herfs gewaltiger Studie. Um die Deutsche Demokratische Republik zu verstehen, muss man ihre Gegnerschaft zur Gründungsphilosophie des jüdischen Staates, nämlich dem Zionismus, verstehen. „Die ostdeutsche Diktatur war eine andere Art von Diktatur als die ihres Nazi-Vorgängers, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen wurde es die weite Diktatur, die den Zionismus als Feind betrachtete“, schreibt Herf.

Herf analysiert wiederholt die große Ironie in der leeren antifaschistischen Rhetorik der DDR und der radikalen Westdeutschen. Die Führer des Regimes, von denen viele gegen die Hitlerregierung kämpften, internalisierten den tödlichen Antisemitismus der Nazis, was unerbittlich zu ihrem Wunsch führte Israel zu demontieren. Die DDR bringt Theaterautor Bertholt Brechts berühmten Satz in Erinnerung: „Der Schoß ist fruchtbar noch, aus dem das kroch.“

Herf bietet ausführliche Beweise dafür, dass die DDR heimlich Militärmaterial an Israels Feinde im Nahen Osten lieferte – einschließlich dem kriegslustigen Regime von Hafez al-Assad in Syrien, das ein strategischer Partner Ostdeutschlands war.

Nehmen wir zum Beispiel den Zeitraum von 1970 bis 1974, in dem „Ostdeutschland etwa 580.000 Kalaschnikow-Sturmgewehre und Maschinengewehre an die Streitkräfte Ägyptens und Syriens lieferte, rund 125 ihrer MiG-Kampfflugzeuge reparierte und wartete und Millionen Kugeln lieferte, dazu viele tausend Panzerfäuste und Landminen und Millionen Patronen.“

Herf grub tief in den deutschen Archiven, um Informationen über den von der DDR gesponserten Terrorismus zu erlangen. Seine Betrachtung des mächtigen DDR-Verteidigungsministers General Heinz Hoffmann fängt die Allianz des Stalinismus nach DDR-Art mit den Diktatoren des Nahen Ostens in den frühen 1970-er Jahren säuberlich ein. Hoffmann sprach gegenüber seinen irakischen Gesprächspartnern von „den Gemeinsamkeiten in unserem Kampf gegen Imperialismus und Zionismus“.

Einer der vielen neuen Beiträge Herfs zu Ergründung des von der DDR gesponserten Staatsterrorismus ist sein Rahmenkonzept: Er nennt es „Ostdeutschlands eurozentrische Definition der Terrorbekämpfung“. Ein Element dieser Definition war eine Quid-pro-quo-Politik bezüglich der palästinensischen Terrororganisationen. Die DDR lieferte den Palästinensern Waffen und aufwändige Ausbildung in Tausch dafür, dass sie auf Terroranschläge in Westeuropa verzichteten. Mit anderen Worten: Die DDR beauftragte die Araber des Nahen Ostens weitgehend mit ihrem Krieg gegen die Juden.

Gleichwohl erlaubten die Ostdeutschen, wissentlich oder nicht, den Libyern 1986 in der Westberliner Diskothek La Belle eine Bombe zu zünden, die 3 Menschen, darunter zwei US-Soldaten, tötete und 229 weitere verletzte, einschließlich 79 US-Militärpersonal. Eine konkrete Verbindung zwischen der palästinensischen Gruppe Schwarzer September und der Ermordung von 11 israelischen Sportlern und einem deutschen Polizisten bei den Olympischen Spielen von München 1972 kann nicht aufgrund von Archivmaterial belegen. Vertreter von Stasi und weiteres DDR-Personal zerstörten enorme Mengen an Dokumenten, als 1989 die Berliner Mauer fiel.

Die westdeutsche Linksextreme Ulrike Meinhof von der Baader-Meinhof-Gruppe – vielleicht die berühmteste deutsche Terroristin der damaligen Zeit – war wegen des Massakers an den Israelis euphorisch. Herf beschrieb ihren Aufsatz, mit dem sie die Morde an israelischen Athleten feierte, als „eines der wichtigsten Dokumente in der Geschichte des Antisemitismus in Europa nach dem Holocaust“. Meinhof nannte den Anschlag des Schwarzen September als „antiimperialistisch, antifaschistisch und internationalistisch“. Der Anschlag von München richtete sich gegen „Israels Nazi-Faschismus“. Meinhof und Andreas Baader haben bei vielen Teilen der heutigen deutschen Linken immer noch eine Art Bonnie und Clyde-Promistatus.

Während die DDR-Waffenlieferungen an palästinensische Terroristen und arabische Staaten ein Schlaglicht auf die existenzielle Bedrohung Israels werfen, lässt Herf die westdeutsche Regierung nicht vom Haken. Ein selten behandeltes Thema in der modernen deutschen Geschichte ist Kanzler Willy Brandts Preisgabe Israels während des Yom Kippur-Krieges von 1973. Nach einem Überraschungsangriff mehrerer arabischer Armeen steckte Israel in der Klemme, benötigte dringend Waffen und Munition. Präsident Richard Nixon und Außenminister Henry Kissinger waren enorm frustrier, dass Brandt klammerte sich eisern an seine „neutrale Haltung hinsichtlich des Konflikts im Nahen Osten“. Die Nixon-Administration versuchte den Hafen von Bremerhaven zur Lieferung von Waffen an die Israelis zu nutzen. Nixon sagte damals: „Es darf nicht erlaubt werden, dass die Israelis verlieren.“

Herf zeigt die überaus offenkundige Kluft zwischen Rhetorik und Handeln Westdeutschlands; dazu schreibt er: „Westdeutschlands Neutralitätshaltung … lief auf eine einseitige Haltung zugunsten der arabischen Staaten hinaus, obwohl es die Araber waren, die die Verantwortung für den Krieg trugen.“

Brandts Scheinheiligkeit wurde von Herf so zusammengefasst: „Der Kanzler, der so berühmt in einem Akt der Sühne am Mahnmal für die im Warschauer Ghetto getöteten Juden niederkniete, erklärte sein Land in den schrecklichsten Tagen der Geschichte Israels seit 1948 für neutral.“

Die merkwürdige Besessenheit großer Teile der deutschen Eliten den Massenmord an Juden während der Schoah zu betrauern, während die Völkermorddrohungen des Iran, Israel auszulöschen, ignoriert oder heruntergespielt werden, ist eine Fortsetzung der Politik Brandts. Der aktuelle sozialdemokratische Außenminister Frank-Walter Steinmeier zum Beispiel, ein diensteifriger Unterstützer des Atomdeals mit dem Iran aus dem letzten Jahr, nannte die Kritik des israelischen Premierministers Netanyahu an der Vereinbarung „grobschlächtig“.

Während die extreme Linke in Westdeutschland nicht Teil des DDR-Staats war, profitierte sie von Ostdeutschlands Förderung palästinensischer Terroristen. Dieses Jahr bringt den vierzigsten Jahrestag der Entführung eines Air France-Flugzeugs durch ein Team aus deutschen und palästinensischen Terroristen. Israelische Kommandotruppen befreiten 1976 erfolgreich fast alle der mehr als 100 Geiseln auf dem Flughafen Entebbe. Die Volksfront für die Befreiung Palästinas (PFLP) und Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann von den westdeutschen Revolutionären Zellen führten die Entführung durch.

Herf schreibt, dass die Trennung der nichtjüdischen Passagiere von den jüdischen Passagieren der erste Selektionsprozess von Deutschen seit dem Holocaust war. Darüber hinaus „war es das erste und einzige Mal nach 1945, dass Deutsche – egal, ob West oder Ost – Maschinengewehre auf unbewaffnete Juden richteten und drohten sie zu töten“. Die Israelis eliminierten die deutschen Terroristen während der Rettung in Entebbe. Das Buch dokumentiert akribisch die linke Gewalt, die sich gegen israelische und jüdische Einrichtungen in Westdeutschland und im Ausland richtet.

Die Ursprünge der Bewegung Boykott, De-Investition und Sanktionen (BDS), die sich gegen Israel richtet und 2005 begann, kann annähernd bis 1967 zurückverfolgt werden. Die bis zur Vergasung wiederholten Angriffe der DDR, der Sowjetunion und westdeutscher Linker, die behaupten Israel sei eine neue Erscheinungsform der Hitlerbewegung, beginnt in diesem Zeitraum.

Das Buch rappelvoll mit neuen Erkenntnissen zur tödlich antisemitischen Außenpolitik der DDF und der tödlichen Sozialpsychologie der westdeutschen Radikalen. Leider sind die Lektionen aus Herfs Buch bei der deutschen Linken nicht durchgedrungen. Die Linkspartei, der Nachfolger der in der DDR herrschenden Sozialistischen Einheitspartei, ist heute die größte Oppositionspartei im Bundestag. Die Linkspartei setzt die Tradition der Angriffe auf Israel fort.

Kanzlerin Angela Merkels Koalitionspartner SPD hat eine „strategische Partnerschaft“ mit der palästinensischen Fatah-Organisation gebildet, die die Ermordung von Israelis begrüßt.

Dieses bahnbrechende Buch muss gelesen werden, weil es ein tieferes Verstehen der Zeit des Kalten Krieges und des linken Krieges gegen Israel fördert. Wenn es Deutschland ernst damit ist sich mit seiner Vergangenheit auseinanderzusetzen, dann wird ein deutscher Verleger Herfs umfassende Studie zügig übersetzen.

[1] Nicht erklärte Kriege gegen Israel: Ostdeutschland und die westdeutsche extreme Linke 1967 – 1989