Markus Rosch und sein Film zur Evakuierung des Zoos von Khan Junis im Gazastreifen

Ulrich Sahm, 25. August 2016 (über Facebook)

Markus Rosch verlautbart:

Mohammed Eweda, Zoo-Direktor: „Nach dem letzten Krieg kamen einfach keine Besucher mehr. Viele konnten sich das nicht mehr leisten. Die Arbeitslosigkeit ist hier hoch. Es fehlt an Geld.“

Rosch: „…Tiere in einen jordanischen Zoo zu bringen“ Gezeigt wird ein betäubter Affe, der in Israel bleiben soll, was Rosch verschweigt.

Schwenk nach Khan Younis. Kinder.

Rosch: „Die zweitgrößte Stadt im Gazastreifen verliert ihren Zoo. Und für die vielen Kinder hier, die durch drei Kriege in den letzten Jahren gezeichnet sind, wird das Leben noch karger.“

Ich verstehe nicht. Eben hatte er doch behauptet, dass seit dem letzten Krieg 2014 „keine Besucher mehr kamen“. Wieso wird dann deren Leben „noch karger“, wenn Sie ohnehin den Zoo nicht mehr besucht haben????

Dem Tiger Laziz steht eine lange Reise bis Südafrika bevor.

Wieso verschweigt Rosch, dass der auch nicht nach Jordanien gebracht wird, sondern per EL AL vom Ben Gurion Flughafen abfliegen wird? Das hat mir die auch von Rosch interviewte Indra Kley am Telefon erzählt.
Entweder hat dieser Tel Aviv-Korrespondent nicht gefragt oder alle Israel-relevanten Infos wegzensiert. Wie neulich bei der Wassergeschichte, scheint das bei Ihm System zu sein, selbst wenn es sich um eine nette Geschichte über einen Zoo handelt.

(Ein vernünftiger Bericht über den Zoo und die Evakuierung ist bei Audiatur online zu finden.)

ARD änderte Stellungnahme zum Wasserfilm

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 19. August 2016 (direkt vom Autor)

Markus Rosch von der ARD änderte im Nachhinein seine Stellungnahme zu dem am 14.8. ausgestrahlten Film zur vermeintlichen Wassernot unter Palästinensern. Er hat eingefügt: „Die Dreharbeiten zu den Beiträgen fanden ab dem achten August statt.“ Das ist eine wichtige Angabe, weil es wegen eines „hohen jüdischen Feiertags“ angeblich nicht möglich war, Reaktionen israelischer Sprecher einzuholen.

Rosch verwickelt sich mit dieser Angabe in weitere Widersprüche, denn zwischen dem 8. August und dem Sendedatum gab es keinen jüdischen Feiertag. Schlimmer noch. Seine Lüge, weshalb er keinen Israeli filmen konnte, hat er aus der neu aufgefrischten Stellungnahme nicht gelöscht: „Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben.“

Der einzige jüdische Feiertag fand erst am Sendetag, dem Sonntag 14.8. statt.

Neu hinzugekommen ist folgender Passus: „Die Debatte um den Beitrag zeigt, um welch sensibles Terrain es sich hier handelt. Wir bleiben deshalb an diesem wichtigen Thema weiter dran und werden nach Abschluss unserer Recherchen weiter darüber berichten.“

Andere nachweisliche Falschdarstellungen wurden in der neuen Version der Stellungnahme belassen, so zum Beispiel, die Behauptung, dass eine Reaktion der Abgeordneten Michaela Engelmeier nicht auf Facebook zu finden gewesen seien.

Zahlreiche Kritiker hatten dazu angemerkt, dass die Tagesschau es versäumt hatte, auf ihre eigene Facebook-Seite zu schauen.

Meine Antwort auf die ARD – „Nachbemerkungen zu unseren Beiträgen über Wassermangel im Westjordanland, Tagesschau und Tagesthemen vom 14.8.2016“

ARD/BR hat auf die Kritik an ihrem Lügenbericht in der tagesschau/den Tagesthemen vom 14. August reagiert: http://blog.br.de/studio-tel-aviv/2016/08/15/stellungnahme-zur-kritik-am-tagesthemen-beitrag-vom-14-08-2016.html. Darin wurde auch Ulrich Sahm angegriffen. Er kontert:

Von Ulrich Sahm, Jerusalem, 16. August 2016 (direkt vom Autor)

Mitte Juni wurde der Bruch einer Wasserleitung gemeldet. Das habe zu zeitweiligen Engpässen bei der Wasserversorgung geführt. Der Grund war Wasserdiebstahl, was zum Bruch der Hauptleitung nach Salfit führte.

Am 28.7. wurde der Radiobericht des BR gesendet: Der Streit ums Wasser ARD Studio Tel Aviv am 28/07/2016 um 06:00 Uhr

Wie der reine Zufall so will, wurden der gleiche Ali Osman und der gleiche Clemens Messerschmid (nicht „Wasserschmid“ wie bei der unfehlbaren ARD) interviewt, die fast 3 Wochen später dann auch in Tagesschau und in den Tagesthemen auftauchten.

Das Filmchen über einen Rohrbruch hat Cogat auf Facebook am 15.6. gepostet: https://www.facebook.com/cogat.israel/posts/1027620780666939

Am 21. Juli berichtet Cogat erneut über Wasserdiebstahl durch Palästinenser in der gleichen Gegend: https://www.facebook.com/cogat.israel/posts/1049708118458205

In dem Bericht vom 26.6. schreibt die Jerusalem Post über die palästinensischen Verantwortlichkeiten für die Wasserknappheit: Wasserdiebstahl (5 Millionen m³ Wasser pro Jahr), Verweigerung von Gesprächen mit den Israelis, 20-40% mehr Bedarf vor allem für die Landwirtschaft (nicht zum Duschen und Trinken). Um den erhöhten Bedarf zu decken, habe Israel Maßnahmen ergriffen, die aber nicht umgesetzt werden könnten, solange die Autonomiebehörde keine Genehmigung für eine Modernisierung der Infrastruktur gegeben habe. Ohne palästinensische Erlaubnis können die Israelis nicht tätig werden. Die Folgen dieser Weigerung trafen besonders das palästinensische Dorf Salfit. Wasser habe genauso in jüdischen Siedlungen in der Gegend gefehlt: Shiloh, Ariel, Yitzhar, Eli, Kedumim, Itamar, Elon Moreh und Rechilim. Am Freitag (24.6.) habe es in mehreren Siedlungen gar kein Wasser gegeben. Es handelte sich also nicht um eine Maßnahme gegen Palästinenser, sondern um ein allgemeines Problem der Infrastruktur, von der Siedler genauso betroffen waren. Genau in dieser Zeit hat Mahmoud Abbas die Israelis von dem Europäischen Parlament bezichtigt, palästinensische Brunnen zu vergiften. Dieses hat Abbas innerhalb von Stunden widerrufen.

Die ARD hat nicht verraten, wann sie den Rundfunk/Fernsehbericht angefertigt hat.

„Als wir gedreht haben, galt der Rohrbruch als repariert.“ Der nicht erwähnte Rohrbruch „galt“ also als repariert. Warum hat dann die Stadtverwaltung von Salfit das Wasser nicht fließen lassen?

Es heißt in dem BR-Bericht wörtlich: „Nur noch ein- bis zweimal in der Woche pumpen die örtlichen Wasserwerke Trinkwasser in den Stadtteil, in der Familie Osman lebt. Alle Haushalte füllen dann ihre Tanks: Das Wasser muss dann solange reichen, bis die Stadtwerke das nächste Mal den Hahn für diesen Teil der Stadt aufdrehen. In Zahlen heißt das: 167 Liter pro Tag für eine sechsköpfige Familie. In Deutschland liegt der durchschnittliche Verbrauch pro Kopf und Tag bei 126 Litern.”

Darf ich also annehmen, dass das ARD Team gefilmt hat, just bevor die Stadtverwaltung wieder Wasser geliefert hat?

Waschmaschinen: Ich frage erneut, warum denn „früher“ genügend Wasser für die Waschmaschine vorhanden war und jetzt nicht mehr. Da gemäß allen offiziellen Angaben das Wasser früher noch knapper war als heute, müsste man mal prüfen, wie alt die Waschmaschine ist, die Familie Osman allein aus „Hoffnung auf Normalität“ gekauft hat. Wer kauft sich teure Geräte, wohl wissend, sie mangels Wasser nicht benutzen zu können? Die ARD behauptet: „Diese Menschen haben eben noch immer Hoffnung auf Normalität.“

Da Ali Osman hier der einzige „Kronzeuge“ ist, müsste man wenigstens prüfen, ob auch bei anderen in Salfit das Wasser fehlt, oder ob es nur ein Problem in Osmans Stadtteil ist.

Bei einer Pressetour nach Ouja bei Jericho stellte sich heraus:

1) Keiner der Bürger hatte eine installierte Wasseruhr, also zahlte keiner für seinen Wasserkonsum.

2) Der Bürgermeister zeigte (aufgrund meiner Nachfrage) den Journalisten eine happige Wasserrechnung aus Ramallah(!). Diese Rechnung sollten die Europäer bezahlen, da er kein Geld dafür habe. Kein Wunder, da seine Bürger nichts bezahlt haben.

3)  Aus diesem Grund wäre es sinnvoll gewesen, auch Ali Osman nach seinen Wasserrechnungen zu befragen, um seinen früheren Wasserverbrauch zu prüfen. Es geht hier um die grundsätzlichste Recherche. Ebenso hätte der Verantwortliche für Wasserfragen in der Stadtverwaltung von Salfit befragt werden können. Der war gewiss nicht durch „hohe jüdische Feiertage“ verhindert.

4) Niemand bezweifelt, dass die Palästinenser kein Wasser im Überfluss haben, obgleich es durchaus ausreicht, zahlreiche Swimmingpools zu füllen, Straßen mit Wasserstrahl aus dem Hydranten abzuspritzen (mehrfach in Bethlehem gesehen, auf dem Krippenplatz und vor einer Woche an einer der Hauptstraßen). Es reicht für die netten Wasserfontänen in Hebron und anderswo. Der Bericht wäre aufrichtiger gewesen, wenn einerseits die Wasserverschwendung und andererseits die Knappheit gezeigt worden wäre. Denn es gibt beides. Und hat nicht die ARD selber mal eine große Reportage über die reichen Leute im Westjordanland gebracht, mitsamt ihren Pools?

5) Was den Namen der Familie Osman angeht: Nein, darüber sollte man sich nicht lustig machen. Aber wieso heißen einige „Iraki“ und sehr bekannte Palästinenser „el Masri“, auf gutdeutsch „der Ägypter“ usw. Es gibt viele Beispiele für die Herkunft waschechter arabischer „Palästinenser“, die man anhand der Namen sehen kann. Zum Beispiel der Präsident des lutherischen Weltbundes. Der stammt aus Jerusalem und heißt Younan (der Grieche). In Deutschland gibt es das genauso. Jeder Adelige ist nach seinem Herkunftsort („von“ XYZ, oder Graf von XYZ) benannt. Und darf ich ungeprüft vermuten, dass unser Innenminister französische Ursprünge hat? Gleiches Spiel können sie bei den israelischen „Toledanos“ spielen, die heute sogar einen spanischen Pass beantragen dürfen oder den zahlreichen Spiros, Schapiras usw, deren Wurzeln mal in Speyer lagen. Das ist alles sehr irrelevant. Aber wenn ein Volk von sich behauptet, „Ureinwohner“ und „Eingeborene“ zu sein, spielt es vielleicht doch eine Rolle, wenn deren Namen anzeigen, dass sie im 19. oder 20. Jahrhundert aus der Ferne eingewandert sind.

6) „Dass ihr Leiden auf so wenig Empathie stößt, hat uns sehr verwundert.“
Ich habe viel Empathie für leidende Menschen, aber nicht so sehr, wenn sich herausstellt, dass die Leiden hausgemacht sind. Die ARD meint hier wohl mit „Empathie“, dass Israel beschuldigt werden müsse, und nicht etwa, dass Palästinenser vielleicht für die eigenen Versäumnisse verantwortlich sind.

7) Ali Osman besitzt ein anständiges Haus und kann sich Mineralwasser aus dem Supermarkt leisten. Wie steht es um arme Bauern oder gar Flüchtlinge, die sich das nicht leisten können? Wir wissen nicht einmal, welchen Beruf Osman ausübt, jedenfalls hat er ausreichend Geld. Es wäre interessant zu erfahren, warum der gut situierte Osman zweimal bei ARD Zeuge der Anklage gegen Israel sein durfte.

8) „Was wir in diesem Zusammenhang aufrichtig bedauern – und künftig anders machen werden – ist, dass wir es versäumt haben, die israelische Seite durch einen eigenen O-Ton zu Wort kommen zu lassen. Grund dafür war, dass wir wegen eines hohen jüdischen Feiertages nicht in einer der angefragten Siedlungen drehen durften und uns auch die angefragten Experten abgesagt haben.“ Hat der von Ihnen erwähnte „hohe jüdische Feiertag“ auch einen Namen? In dieser fast feiertagslosen Sommerzeit gibt es seit Juni nur Tischa Be´av. Und der wurde am 14.8. begangen, am Tag der Aussendung Ihres Beitrags. Es ist unvorstellbar, dass Sie den Film ausgerechnet an einem Sonntag recherchiert, gedreht und ausgestrahlt haben, zumal es drei Wochen zuvor schon den Radiobericht gab. Es wäre auch hilfreich zu erfahren, bei welchen israelischen Experten Sie angefragt haben. Nur so könnte man nachforschen, warum die alle abgesagt haben. Der Fastentag wäre kein triftiger Grund gewesen.

9) „Dass Wassermangel aufgrund mangelnder Verteilungsgerechtigkeit in Salfit und vielen Orten der Westbank Alltag ist, belegen auch diverse Berichte von unabhängigen Organisationen wie z.B. der Weltbank. http://siteresources.worldbank.org/INTWESTBANKGAZA/Resources/WaterRestrictionsReport18Apr2009.pdf West Bank & Gaza – World Bank Publishes Assessment of Restrictions on Palestinian Water Sector Development http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/naher-osten/weltbank-bericht-palaestinenser-verlieren-jaehrlich-milliarden-durch-besatzung-12671307.html.” Diese Texte sind mir alle wohlbekannt. Wenn ich die ARD richtig verstehe, ist es den Palästinensern zum Beispiel in der “fruchtbaren Jordansenke” richtig gut gegangen, als sie noch “frei” waren, ehe die israelischen Besatzer kamen. Da stimmt was nicht, denn die Jordanier waren genauso „Besatzer“ und davor die Briten und davor 400 Jahre lang die Osmanen. Bei meiner ersten Fahrt 1968 durch das westliche Jordantal (auf der israelisch besetzten Seite) war es eine desolate Wüste. Erst unter den Israelis wurden über 90% der Haushalte im Westjordanland an fließendes Wasser angeschlossen.

„Den Vorwurf von Uli Sahm in der Internetplattform von honestly concerned, der von vielen nachfolgenden Kritikern unhinterfragt fast wörtlich übernommen worden ist, Herr Messerschmid hätte behauptet „Israel hätte Staudämme gebaut, um dann Gaza zu fluten“ streitet Clemens Messerschmid als „fabriziert“ vehement ab. Er distanziert sich auch von anderen, nach eigenen Aussagen, „fabrizierten und nicht belegbaren Behauptungen.“ Einen Mailwechsel zu dieser Kontroverse aus dem Jahre 2013 hat Herr Messerschmid uns vorgelegt.“

Dieser Briefwechsel liegt auch mir vor. Meine erste Mail an Herrn Messerschmid habe ich am Donnerstag, 19.Dezember 2013 um 20:31 Uhr geschickt: „Sehr geehrter Herr Messerschmid, ein Bekannter hat mir empfohlen, dass ich mich an Sie wenden sollte, wegen der Überschwemmungen in Gaza (Rafah und Deir el Balah). Wissen Sie etwas von israelischen Staudämmen, die gebaut worden seien, um den Palästinensern Wasser vorzuenthalten und die jetzt beim Wintersturm geöffnet worden seien, um die Palästinenser zu überschwemmen? Arabische und iranische Medien berichteten. Die Israelis dementierten.”

Herauf antwortete er am 20.12 um 09:35 Uhr:

„Tja, Herr Sahm

nix Genaues weiss ich auch nicht.

Sie meinen wohl technische Details ueber die flood gates…Amira (Hass vom Haaretz, U.S.) hat mich auch schon gefragt und ich musste passen.

die wenigen Dinge, die ich Weiss:

– Israel faengt tatsaechlich den Abfluss aus dem Wadi Hebron-Wadi Besor(Isr)-Wadi Gaza so weit es geht ab. Wenn ich recht im Kopf habe, etwa 12.3 Mio Kubikmeter im Jahr – also stattlich, wenn man bedenkt, dass das zufaellig genau die Menge aller Brunnen ist, die wir seit Oslo in der West Bank bohren konnten.

– Es ist nicht das erste mal, dass Wadi Gaza ueberflutet.

– Das Design ist leider genau so, dass Israel allen ruhigen (nutzbaren) Abfluss fuer sich allein zurueckhaelt, aber den (zerstoererischen) Strom-Runoff, Starkregenabfluss, dann ueber die Kammkannte nach Gaza ablaesst. –> Gaza kriegt also per design immer nur die Flash floods ab.

– Das ist seit vielen Jahren so. Leider spitzt sich aber in Gaza selbst die lage immer mehr zu.

– Immer leute fangen aus Verzweiflung und im Chaos der Zustaende an, IM Wadi selbst zu siedeln (squatten). Das muesste unterbunden werden, aber wer hat schon Ausweichunterkuenfte fuer sie.

– Vor Jahren sollten storm conductance pipes verlegt werden – das wurde auch fleissig von gebern (UN? ich weiss nicht mehr) begonnen, brach aber nach der verhaengung der Totalblockade vor 6 Jahren rapide ab. (Baustoffmangel, etc. – man kennt’s ja zum Ueberdruss). Hier liegt also eindeutig auch eine Verantwortung Israels (und uns Gebern, die wir uns das klaglos gefallen lassen!). Zuverlaessige Freunde berichteten mir von den aufgelassenen,abgebrochenen Baustellen, und wie die Leute aus Gaza dann die „wertvollen“ Bauteile abschleppten…

– Gaza hat natuerlich auch keinen PLATZ (ganz anders wiederum als Israel zw. Beer Sheva und Re’im), um die natuerliche Loesung (Ponder, Auen, Ueberschwemmungs-Feuchtgebiete) anzugehen – Sie kennen die Diskussion ja aus Deutschland (Oberrhein Hochwaesser).

– Und dann noch das Problem der Pumpen, die Strom braeuchten! (Seit November eine E-Werke, bzw.kein Fuel- und dazu Israel’s Strafregime der Unterversorgung – ebenfalls, planvoll, absichtlich…)

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Es gibt ein paar relative zuverlaessige Quellen, die von aktiver Oeffnung von Daemmen sprechen. http://www.ewash.org/en/?view=79YOcy0nNs3D76djuyAnkRVT

Aber aktiv wissen tun wir es nicht. Ich enthalte mich da immer einer Vermutung.

Fuer mich steht aber nach all dem oben Aufgefuehrten fest, dass die eventuelle aktive Oeffnung der Schleusen nur die Spitze eines gewaltigen Eisbergs waere und somit vom eigentlichen Skandal ABLENKEN, der ja im Design verankert ist.

Ich vermute, dass, wenn Israel das Wasser nutzbringend auffangen koennte, es dies auch mit Sicherheit getan haette. Nur hier war die Flut zu stark…

Alles unklar?

Clemens Messerschmid“

Hierzu einige Anmerkungen:

– Israel fängt also doch Wasser ab. Dazu braucht man Mauern oder eben Dämme, die nicht zu finden waren und von den Israelis dementiert worden sind. Messerschmid weiß nichts von solchen Staudämmen, aber er kennt die von Israel so abgefangene Wassermenge.

– Er kennt zwar nicht diese Dämme, aber er kann sich ausführlich zu deren Design äußern: „aber den (zerstoererischen) Strom-Runoff, Starkregenabfluss, dann ueber die Kammkannte nach Gaza ablaesst“. Welch unglaubliche wissenschaftliche Erkenntnis! Wenn ein (nicht existentes) Staubecken vollgelaufen ist, dann fließt das Wasser über die Kante ab. Das ist nun einmal so. Daraus aber zu folgern, dass die Israelis das bewusst tun, um Gaza zu überschwemmen, ist eine heftige Unterstellung. Es sollte Messerschmid und der ARD bekannt sein, dass Israel nicht einmal fähig ist, schwere Überflutungen in Tel Aviv zu verhindern. Und selbst die tollen Amerikaner sind ziemliche Stümper: Siehe die Überschwemmungen in Louisiana. Oder die Deutschen bei Dresden oder entlang des Rheins. Hierzu auch noch ein Kommentar zu den Überschwemmungen in Gaza: https://medforth.wordpress.com/2013/12/19/kommentar-israel-uberflutet-den-gazastreifen/

– Verwunderlich war für mich, dass jemand im Dienst und Lohn deutscher Regierungsbehörden steht, darunter viele deutsche und einige internationale Organisationen und Stiftungen (GIZ, DED, KfW, CIM; Weltbank, USAID, UN), und dann die Einladung zum Empfang aus Anlass des 3. Oktober (Tag der deutschen Einheit) der Vertretung in Ramallah, im Mövenpick ausgerichtet, aus ideologischen Gründen ausschlägt. In einer Mail vom 22.12.2013 um 18:35 Uhr schrieb er: „Dass Sie mich am 3. Oktober nicht trafen, ist kaum verwunderlich. Am 3. Oktober feiere ich naemlich nicht – Sie schon? Und noch dazu im Moevenpick!?“

– Wenn Messerschmid bei Muslim Markt auftritt, für die palästinensische Kampfseite „electronic intifada“ schreibt und ansonsten sehr anti-israelische Äußerungen an verschiedenen Stellen hinterlassen hat, sollte er sich nicht wundern, wenn das auch seine „Reputation“ als Wasserexperte in Frage stellt. Dass er Landeszentralen, Schulbuchverlage und Abgeordnete nahezu aller Fraktionen berät, sagt nichts aus über seine Glaubwürdigkeit. Gewisse Staudämme nicht zu kennen, sich dann aber ausführlich über deren Design zu äußern, mitsamt der bösen israelischen Absicht, damit den Palästinensern zu schaden, ist ein Widerspruch in sich.

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Auch tapfer in nirgendwo hat auf die Reaktion reagiert:
Tapfer im Nirgendwo antwortet der ARD Tagesschau

Deutschland gibt Millionen an BDS-Gruppen

NGO Monitor sagt, 42% der 4 Millionen Euro, die Berlin an israelische Nichtregierungs-Organisationen gespendet hat, haben ihren Weg zu Gruppen gefunden, die für eine antiisraelische Agenda werben – Deutsche Botschaft in Israel: Deutschland ist gegen Boykotte Israels, auch gegen BDS-Aktivitäten

Yair Altman, Israel HaYom, 25. Juli 2016

Antiisrael-Kundgebung (illustrativ) – Foto: AFP

Ein neuer Bericht offenbarte am Sonntag, dass die deutsche Regierung trotz Erklärungen des Gegenteils Millionen Euro an Gruppen gespendet hat, die für Boykott, De-Investition und Sanktionen gegen Israel werben.

NGO Monitor, eine Watchdog-Gruppe, die für mehr Transparenz bei vom Ausland finanzierten israelischen Nichtregierungs-Organisationen wirbt, hat festgestellt, dass Deutschland von 2012 bis 2015 mindestens 4 Millionen Euro an rund 15 israelische Organisationen fließen ließ; 42% dieser Spenden ging an Gruppen, die einen internationalen Boykott gegen Israel und Politik unterstützen, die Israels Existenz als jüdischer Staat leugnet.

Der Bericht fand heraus, dass das deutsche Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung betreibt in Israel das Projekt Ziviler Friedensdienst; vor Ort wird das Projekt allerdings von einer anderen deutschen Gruppe geführt, KURVE Wustrow, die sich mit zwei örtlichen Organisationen zusammengetan hat: der Israeli Coalition of Women for Peace (Israelischen Koalition der Frauen für Frieden) und dem Palestinian Popular Struggle Coordination Committee (Palästinensischen Komitee für die Koordination des Volkskampfs).

NGO Monitor argumentiert, dass die Coalition of Women for Peace unterstützt aktiv die BDS-Bewegung; dabei leitet sie ein Projekt mit dem Titel „Wer profitiert von der Besatzung“, einer Datenbank möglicher „Ziele“ für Boykott.

Das Popular Struggle Coordination Committe wirbt für gewalttätige Krawalle überall in Judäa und Samaria; sein Twitter-Konto bringt oft Einträge, die zu Gewalt anspornen, heißt es in dem Bericht.

„Organisationen, die eine eindeutige Agenda fördern, werden großzügige Fördergelder in einer Größenordnung von Millionen Euro der deutschen Regierung gegeben, nur um sie an lokale Partner weiterzuleiten. Unsere Recherche zeigt an, dass es trotz dieses weiten Netzwerks an Organisationen wenig Transparenz gibt“, erklärte Professor Gerald Steinberg, der Präsident von NGO Monitor.

Die deutsche Botschaft in Israel sagte: „Deutschland bleibt der Zweistaatenlösung und der Entwicklung eines dauerhaften Friedens im Nahen Osten verpflichtet. Die deutsche Regierung ist gegen jeden Boykott Israels, einschließlich BDS-Aktivitäten, da solches Handeln den Friedensprozess untergräbt. Die Finanzierungspolitik der deutschen Regierung strebt an ausgesuchte Projekte über vorgemerkte Fonds zu unterstützen. Deutschland wird weiterhin in Projekte und Initiativen investieren, die das Bewusstsein für die Zweistaatenlösung fördern und steigern können.“

Anmerkung heplev:
In Deutschland ist BDS als Bewegung immer noch ziemlich unbekannt und viele – gerade auch „hohe Tiere“ in der Politik – können mit dem Begriff noch nichts anfangen. Ich bin mir sicher, dass die Bundesregierung schlicht keine Ahnung von diesen systematischen Aktivitäten der NGOs hat, sondern auf schöne Worte hereinfällt, die von diesem Organisationen schlicht missbraucht werden. Das entbindet sie nicht davon sich gründlich informieren zu müssen, wem sie Geld gibt und wofür die stehen, die ihr Geld erhalten.
Wer gegen diese Finanzierungen protestiert, sollte daher nicht „BDS“ schreien, sondern die Ziele der „Endempfänger“ auflisten und belegen.

Trennung von Angela Merkel

Jack Engelhard, Israel National News, 4. Juli 2016

In einer Laune, wie sie nach einer Spaltung oft auftritt, warnten europäische Führungspolitiker, getroffen von der Abfuhr, das britische Volk, es stehe allein da und sollte „keine besonderen Gefälligkeiten“ erwarten. Diese Schelte und mehr kam direkt nachdem Großbritannien sich aus der Europäischen Union stimmte.

Oder, um es geradeheraus zu sagen: Die Briten machten klar, dass sie sich von Angela Merkel trennen, Europas mächtigster Führungspolitikerin, die ihre Macht nutzte, um einen ganzen Kontinent herumzukommandieren, angefangen damit, dass sie darauf bestand nichts dürfe den Tsunami an Migranten stoppen.

Millionen kamen weiter und brachten eine fremde Kultur mit; Menschen, die nicht gut mit anderen auskommen.

Sie kamen von Orten wie Syrien, dem Irak, Afghanistan, Pakistan und Somalia, zumeist Männer; und wenn viele von ihnen anständig und aufrecht waren, brachte der Rest andere Gewohnheiten und die Unfähigkeit oder die Ablehnung mit sich anzupassen. Sie importierten die Intoleranz der Scharia.

Sie kamen und brachen Antisemitismus mit. Wo immer sie sich sammelten, von einem Land zum nächsten, stieg der Vergewaltigungsindex rasant an.

Auch wenn es nur ein paar wenige sind, dann reicht es aus um Terror zu entfachen, wie wir es gerade erst in der Türkei sahen, so wie natürlich tagtäglich in Israel – und es ist viel zu einfach und bequem geworden alle Akte islamischen Barbarismus in den allumfassenden Begriff ISIS zu fassen.

Mörderische Jihadisten wie Mahmud Abbas kommen aus tausend unterschiedlichen, radikalisierten Stämmen und Moscheen. Vor ein paar Tagen brach ein palästinensischer Araber in ein jüdisches Haus ein und erstach ein 13-jähriges Mädchen, das in seinem Bett schlief. Nur Tage später wurde ein führender Rabbiner und zehnfacher Vater ermordet, ebenfalls von radikalen palästinensisch-arabischen Islamisten.

Los, schließt Frieden mit solchen Barbaren, die sich unter uns bewegen. Obwohl leider viele hier in den USA immer noch wegen des roten Teppichs würgen der von der EU dem blutrünstigen Erzterroristen Abbas ausgerollt wird, der für die Art von Gerede, das man einst von ihren Eltern auf Deutsch hörte und das jetzt auf Arabisch von widerwärtigen islamischen Brutalos gesprochen wird, stehende Ovationen erhielt.

Osteuropäische Länder begannen Mauern zu errichten, um sie draußen zu halten. Westeuropäische Länder, die Anweisungen aus den EU-Hauptsitz in Brüssel empfingen, waren viel zu politisch korrekt, um sich einer solchen Maßnahme auch nur anzunähern. Nur Großbritannien erklärte: Wir haben die Nase voll, das muss aufhören.

Die Engländer waren schon von 40 Jahren Juckreiz wundgescheuert; müde Befehle aus anderen Hauptstädten auf Kosten ihrer tausendjährigen Herrschaft durch Unabhängigkeit entgegenzunehmen.

So stimmte das Vereinte Königreich nach Angaben der BBC ab:

England stimmte stark für den Brexit, mit 53,4% gegen 46,6%, genauso Wales, wo „Leave“ 52,5% der Stimmen erhielt, „Remain“ 47,5%. Schottland und Nordirland stützten beide den Verbleib in der EU. Schottland stimmte mit 62% gegen 38% für „Remain“, während 55,8% in Nordirland für „Remain“ stimmten, 44,2% für „Leave“.

So erklärte die gewiss nicht einstimmige Mehrheit, dass sie es müde ist herumgeschubst zu werden – und zwar von Angela Merkel.

Das war ein Protest gegen die deutsche Kanzlerin (und vielleicht ist es an der Zeit diesen Titel fallen zu lassen), die es immer noch nicht begreift!

Der Zustrom begann mit ihr. Sie gab die Einladung aus. Sie bleibt stur und trotzig und blind gegenüber dem Migranten-Chaos, das sie ausgelöst hat.

Die New York Times macht sie für die Spaltung verantwortlich, aber so wie sie es sieht ist das nicht ihr Fehler.

Der Fehler liegt beim Volk, das es verfehlt sie für die Öffnung Europas für die Scharen zu lieben, die kein Wissen von und keinen Respekt für jüdisch-christliche Werte haben.

Das ist ihre Logik. Das ist ihre Geschichte und sie bleibt dabei, ohne Rücksicht auf Verluste.

Die Briten erwiderten die Missachtung, indem sie sich von merkelschen Globalismus befreiten.

„Wir wollen unser Land zurück.“ Das war ihr Schlachtruf.

Das spiegelt Donald Trumps Botschaft hier in Amerika. Auch wir wollen unser Land zurück. Warum ist das ein Problem?