Foto der Woche – ein Ort gelebten Antisemitismus

Bundestag

Es gibt im Bundestag ein Programm „Internationale Parlamentsstipendium“ (IPS), mit dem junge Hochschulabsolventen aus 41 Staaten jeweils 5 Monate lang in einem Abgeordnetenbüro arbeiten und Erfahrungen in parlamentarischer Arbeit sammeln können. Dieses Jahr wurden die Teilnehmer erstmals entsprechend ihrer Herkunftsregionen zusammengefasst. Damit landeten die israelischen Teilnehmer bei den zentralen Veranstaltungen in einer Gruppe mit Libanesen und Palästinensern. Die waren alles andere als erfreut. Sie lehnten es ab, neben Israelis auf einer Bühne zu erscheinen. Das änderte sich auch nicht, als beschlossen wurde, dass die Vertreter dieser drei Staaten von solchen aus sieben weiteren Nationen begleitet würden. Die Boykotteure verlangten, dass die Israelis zuerst ein Dokument unterzeichnen, mit dem die „Illegalität“ der Besatzung, angebliche Kriegsverbrechen an Palästinensern und weiteres anerkannt wird.

Die IPS-Führung drohte anfangs damit, die Araber würden aus dem Programm geworfen, knickten dann aber ein, so dass die Araber mit anderen Arabern zusammen gingen, die Israelis isoliert und allein auftreten mussten.

Einer der israelischen Delegierten äußerte gegenüber dem Fernsehsender Kanal 10, dass er sich im Namen seiner Großeltern schämte, die den Holocaust überlebten und sie nur geblieben seien, weil bestimmte Parlamentsmitglieder ihren Ekel angesichts dieser Entscheidung ausgedrückt hätten.

Westliche linksislampholie Realität

gefunden auf Facebook:

westlich-linke-Toleranz

Die Grafik richtet sich nicht pauschal gegen jeden Moslem oder Zuwanderer, sondern gegegen alle, die blind von Toleranz reden, während sie gleichzeitig das intoleranteste Gedankengut verteidigen, wenn sie ALLE Muslime oder ALLE Migranten in Schutz nehmen und jede Auseinandersetzung mit den Schattenseiten der Migrationspolitik blockieren und verleugnen.

Es wandern nunmal nicht nur Akademiker, Menschenrechtler und modern denkende Menschen ein. Die meisten stammen aus Ländern, dort zählt die Frau nichts, dort ist Gewalt ein ganz normales Mittel seine Meinung durchzusetzen oder seine Kinder zu “erziehen”. Die Tochter wird auch nicht aus Liebe verheiratet, sondern dem gegeben, der die dickste Kuh vor die Tür stellt. Hier gibt es nach wie vor viele Familien die ihre Kinder lieber ermorden, als dass sie mit “Ungläubigen” eine Beziehung oder Ehe beginnen. Man hält dort wo sie herkommen nichts von Demokratie und Menschenrechten. Dort ist es normal Schwule zu ächten und solange zu terrorisieren, dass einigen der Selbstmord als noch die beste Lösung erscheint. Abkehr von der Religion oder ein religionsfreies Leben ist mit großer Lebensgefahr verbunden und immer ein Risiko.

Wer für alles offen ist, der ist einfach nicht ganz dicht.

Man fragt sich, was unappetitlicher ist…

BILD berichtet aus Frankfurt. Dort hat das Schauspiel Frankfurt seine Zeitung zum Spielzeitthema „Über Leben“ mit einem Artikel eines Studenten namens Redouan Abdellaoui geehrt, der u.a. Folgendes schreibt:

Damals war es Anne, die unter einem feindlichen Regime leben musste. Heute sind es Kinder in Palästina, die in ihrer Welt keinen Platz für Freude, Spaß und Liebe finden…

Ohnmächtig sieht alle Welt zu, wie dort Völkermord begannen wird.

Aha, Anne Frank fast in einem Atemzug mit Völkermord im Gazastreifen, der also auch nur ein KZ ist.

Versuchte Schadensbegrenzung aus dem Schauspiel durch Sprecherin Veronika Breuning: „Dem Autor ging es um das Leid, nicht um historische Vergleiche…. Vielleicht hätte man eine weniger missverständliche Formulierung wählen können.“

Was, bitte ist daran missverständlich? Wenn es um Leid geht und von Völkermord (im Gazastreifen) die Rede ist, wenn der KZ-Tod von Anne Frank der Lage im „KZ“ Gazastreifen gleichgesetzt, dann ist das nicht nur faktisch falsch, sondern lässt auch noch völlig außen vor, wer dort für das Leid verantwortlich ist. Es wird einseitig Stimmung gemacht, Israel ist der Sündenbock und ihm wird die Verantwortung für das Elend der Araber dort zugeschoben, umgekehrt die Hamas von dieser Verantwortung freigesprochen.

Das ist nicht nur verlogenes Faktenleugnen. Es ist gezielt Desinformation. Betrieben von einem Studenten, dem das Schauspiel Frankfurt eine Bühne gibt. Doch nicht nur das. Angesichts massiver Kritik (übrigens nur an der Anne-Frank-Verwendung, nicht an der faktenwidrigen Völkermord-Behauptung und der irrsinnigen Gleichsetzung von Gaza mit den Nazi-KZs) wird nicht eingestanden, dass da etwas inhaltlich falsch ist. Nein, es ist nur „missverständlich formuliert“!

Das können Intellektuelle gut: Sie verdrehen die Wirklichkeit so, dass sie völlig entstellt ist und stehlen sich dann aus der Verantwortung; sie geben Fehler nicht zu (jedenfalls nicht die, die sie tatsächlich gemacht haben). Sie stehen hinter der Lüge, wiegeln bloß ein wenig ab. Vielleicht begreifen sie nicht einmal – oder wollen es nicht – was für eine Lüge und Charakterschweinerei sie so in Ordnung finden, dass sie das unter die Leute bringen müssen.

Dem Studenten mit dem muslimisch-arabisch klingenden Namen muss man auch vorwerfen, dass er die Fakten nicht kennt oder kennen will und verzerrt. Das ist unappetitlich. Wenn aber die Intellektuellen vom Theater das goutieren, in Ordnung finden, unterstützen und fördern – dann habe ich damit noch weit mehr Probleme, dann kann ich nicht so viel essen wie ich kotzen könnte. Vor allem, wenn sie sich auch noch als neutral oder objektiv erklären sollten (was ich hier nicht weiß, aber man hat so seine Erfahrungswerte).

Verkehrsleitung (6)

Mancherorts muss man anscheinend dem Hirn auf die Sprünge helfen (oder das Sprachverständnis schulen), wie dieses Beispiel aus Österreich zeigt:

Durchfahrt-Schlagbaum

Andere haben als Schilderaufsteller selber so ihre Probleme damit:

bitte-weiterfahren

Allerdings scheint um sich zu greifen, dass Senioren im Verkehr nicht wirklich gemocht werden:

zukunftAWO-Seniorenzentrum

Und Schwangere sollen sich – kein Wunder bei unserem Gesundheitskostenproblem – besonders beeilen:

schwangere_15minuten

Die Bitte vorsichtig zu fahren, hat ansheinend manchmal direkte Konsequenzen, wird sie nicht beachtet:

Thank-you-for-driving-carefully

Es könnte aber auch sein, dass der Fahrer vorher hinter diesem Fahrzeug fuhr und dadurch abgelenkt war:

Will-ST DU 69

Oder er hatte eine der hier angekündigten Begegnungen:

Low-Flying-Aircraft

Hier wird er hoffentlich nicht unterwegs gewesen sein…

Raumfahrzeuge

Ob das vor dem Golfplatz hier steht und das von Harrison Ford missverstanden wurde?

Eigentlich beginnt der europäische Antisemitismus oben

Evelyn Gordon, Commentary Magazine, 11. Feb. 2015

Dass die Obama-Administration unerklärlicherweise abstritt, dass der Anschlag auf einen koscheren Supermarkt in Paris möglicherweise antisemitisch sein könnte, überschattete das andere Schmankerl an der Antisemitismus-Front von gestern. Deutsch-jüdische Organisationen aufgebracht, weil einer von der Bundesregierung eingerichteten Expertenkommission, die den Kampf gegen Antisemitismus beraten soll, kein einziger Jude angehört. Es ist schwer vorstellbar, dass eine Kommission zu – sagen wir mal – Vorurteilen gegenüber Muslimen oder Schwarzen Repräsentanten der ins Visier genommenen Gemeinschaft ausschließen würde. Doch die wichtigere Sorge besteht darin, dass ein Gremium ohen Juden eine der Hauptmanifestationen des modernen Antisemitismus ignorieren wird, wie eine weitere deutsche Entscheidung gerade letzte Woche veranschaulichte: Ein Gerichtsurteil, dass nichts Antisemitisches dabei ist eine Synagoge in Brand zu setzen, um gegen israelisches Handeln im Gazastreifen zu protestieren.

In den Fall involviert waren zwei deutsch-palästinensische Erwachsene, die im Juli Molotowcocktails auf die Wuppertaler Synagoge warfen und damit 800 Euro Schaden anrichteten. Das Gericht entschied, dass der Anschlag nicht antisemitisch war und ließ sie deshalb mit Bewährungsstrafen und gemeinnütziger Arbeit davonkommen. Und warum war das nicht antisemitisch? Weil die Täter, sagte das Gericht, nur versuchten auf den Gaza-Konflikt „aufmerksam zu machen“, der damals zwischen der Hamas und Israel tobte. Und natürlich ist nichts Antisemitisches dabei, wenn man Juden in einem Land angreife, um die Taten anderer Juden in einem anderen Land „aufmerksam zu machen“; sie sind doch alle Juden, oder nicht? Zweifellos würde das Gericht gleichermaßen verständnisvoll sein, wenn Israelis eine deutsche Kirche anzündeten, um auf dieses widerliche Urteil „aufmerksam zu machen“.

Das Urteil ist auch kein Ausreißer; es ist ziemlich repräsentativ für das Denken der deutschen Eliten. Letztes Jahr veröffentlichte Prof. Monika Schwarz-Friesel von der Technischen Universität Berlin eine Studie, die 10 Jahre Hasspost untersuchte, die an den Zentralrat der Juden in Deutschland und die israelische Botschaft in Berlin geschickt wurde. Zu ihrer Überraschung kamen nur 3 Prozent von Rechtsextremen, während mehr als 60 Prozent von gebildeten Mitgliedern „des sozialen Mainstream“ stammten. Und diese Briefe waren nicht bloße „Israelkritik“; sie beinhalteten klassisch antisemitische Äußerungen wie „Es ist möglich, dass der Mord an unschuldigen Kindern in eure lange Tradition passt“ oder „In den letzten 2000 Jahren habe ihr Land gestohlen und Völkermord begangen“.

Unnötig zu erwähnen, dass die gebildeten Eliten in anderen europäischen Ländern nicht viel besser sind. Letzten Monat z.B. bekam ein BBC-Reporter Feuer, weil er implizierte, dass der Anschlag auf den koscheren Supermarkt in Paris irgendwie gerechtfertigt sei, weil „die Palästinenser durch jüdische Hände auch enorm leiden“. Und erst letzte Woche „entschuldigte“ sich Britanniens Sky News dafür, dass man Bilder aus dem Gazastreifen zu einem Laufband zeigte, das während eines Interviews mit dem britischen Oberrabbiner zum Holocaust-Gedenktag „Erinnerung an Auschwitz“ zeigte; die „Entschuldigung“ verteidigte die ursprüngliche Entscheidung als „logisch“, obwohl zugegeben wurde, das sie im Nachhinein betrachtet „unglücklich“ war. Was könnte schließlich logischer sein, als implizit einen Krieg, bei dem rund 2.100 Palästinenser (und 72 Israelis“ getötet wurden, mit der vorsätzlichen Vernichtung von sechs Millionen Juden zu vergleichen?

In der Tat ist dieser Vergleich für viele Westler so „logisch“, dass während des Gaza-Kriegs Israels Holocaust-Museum Yad Vashem es für nötig befand einen besonderen FAQ-Bereich auf seiner Internetseite einzurichten, in dem erklärt wird, warum der Krieg nicht mit dem Holocaust vergleichbar ist, warum Palästinenser keine Opfer von Völkermord sind und warum der Gazastreifen kein Ghetto ist. Man sollte glauben, dass das selbstverständlich ist, doch in einer Welt, in der 35 Prozent der Deutschen sagen Israel behandle die Palästinenser genauso wie die Nazis die Juden behandelten und in der die Briten Israel stärker verabscheuen als jedes andere Land bis auf Nordkorea, ist das eindeutig nicht der Fall.

Kurz gesagt: Moderner Antisemitismus kann nicht bekämpft werden, indem man ein Problem angeht, das viel zu viele Mitglieder der gebildeten Eliten Europas nicht sehen wollen: Wer den heutigen Antisemitismus verbreitet, kommt in erster Linie aus ihren eigenen von Israel besessenen Reihen, nicht vom rechtsextremen Rand. Und man kann nicht anders als sich zu fragen, ob Juden bei der deutschen Expertenkommission genau deshalb außen vor gelassen werden, weil sie die Dreistigkeit haben könnten darauf hinzuweisen.