Eine Menge Leute einen Großteil der Zeit zum Narren halten

Clifford D. May, The Washington Times, 10. Mai 2017

“Die Hamas lässt den Ruf nach der Vernichtung Israels fallen”, titelte das Wall Street Journal letzte Woche. Die New York Times erzählte ihren Lesern: „Die Hamas mildert ihr Reden zu Israel.“ Und der britische Guardian kam zu dem Schluss, dass die Hamas ein Dokument angefertigt hatte, dass wahrscheinlich „den Friedensprozess erleichtert“.

All das große Neuigkeiten – oder wären es, wenn es denn wahr wäre. Ist es aber nicht. Nicht einmal annähernd. Stattdessen ist es: Mehr Beleg dafür, dass, wenn es um Islamisten geht, nur allzu viele Journalisten verlieren, was George Orwell den „ständigen Kampf“ darum zu sehen „was sich direkt vor der eigenen Nase abspielt“ nannte.

Um zu verstehen, was tatsächlich abgeht, fangen wir mit ein paar sachdienlichen Fakten an. Die Hamas, der palästinensische Zweig der Muslimbruderschaft, ist von den Vereinigten Staaten, Großbritannien und der Europäischen Union als Terrororgsanisation anerkannt. Nach Israels Abzug aus dem Gazastreifen im Jahr 2005 brach ein Bürgerkrieg zwischen der Hamas und ihrem Hauptrivalen, der von PA-Präsident Mahmud Abbas geführten Fatah aus.

Innerhalb von zwei Jahren hatte die Hamas obsiegt. Sie hat seitdem den Gazastreifen regiert, ihre Energien auf den Verschießen von Raketen, den Bau von Terrortunneln und der Provokation von drei Kriegen mit Israel gewidmet.

In ihrer Gründungscharta von 1988 macht die Hamas klar, dass ihr Ziel darin besteht Israel von der Landkarte zu wischen. Sie lehnt eine „Zweistaatenlösung“ ab, weil sie die islamischen heiligen Schriften so interpretiert, das jedes von Muslimen zu irgendeinem Zeitpunkt in der Geschichte eroberte Land als Geschenk Allahs an die Muslime ist. Niemand hat die Befugnis solches Territorium Nichtmuslimen zu überlassen.

Letzte Woche enthüllte die Hamas auf einer Pressekonferenz in Doha, der Hauptstadt Qatars, das, was sie ein „Dokument zu allgemeinen Prinzipien und Politik“ nannte. Die Hamas distanziert sich implizit von ihren Verbindungen zur Muslimbruderschaft, der Organisation, die vor 89 Jahren die modernen Islamistenbewegung begann. Sie erwähnte allerdings keine ideologischen Meinungsverschiedenheiten mit der Bruderschaft.

Warum also der augenscheinliche Bruch? Die Hamasführer hätten gerne mehr internationale Akzeptanz und besonders wollen sie, dass der ägyptische Präsident Abdel Fattah al-Sissi sie wohlwollender betrachtet. Und Ägypten, Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate betrachten die Muslimbruderschaft allesamt als Terrororganisation.

In dem Dokument sagte die Hamas, dass sie bereit ist einen provisorischen Palästinenserstaat in den Linien von 1967 zu akzepteiren. Sie sagt aber nicht, dass sie bereits ist Israel jenseits dieser Linien zu akzeptieren.

Was diese Linie angeht, nehmen wir uns einen Moment, um uns zu erinnern, wie sie zustande kamen. Diesen Monat vor 69 Jahren erklärte Israel seine Unabhängigkeit innerhalb des Mandats Palästina, dem Territorium, das die Briten den Türken nach dem Ersten Weltkrieg abgenommen hatten. Der größte Teil dieses Territoriums war bereits zu dem geworden, was man als Jordanien kennt. Die UNO schlug vor den Rest in zwei Staaten zu teilen, einen jüdischen und einen arabischen. Die Israelis sagten, damit könnten sie leben. Die Araber sagten, sie würden das nicht tun.

Die Armeen von Ägypten, Syrien, dem Libanon und Jordanien drangen ein und versuchten den frischgebackenen jüdischen Staat zu vernichten. 1949 kam der Konflikt zu einem Stillstand. Die Waffenstillstandslinien hielten bis 1967, als ein zweiter Versuch unternommen wurde die Juden ins Meer zu treiben. Dieser Versuch schlug ebenfalls fehl und die Israelis hatten am Ende Ägypten den Gazastreifen und Jordanien die Westbank abgenommen. Seitdem haben sie versucht Land für Frieden einzutauschen. Sie haben offensichtlich keinen Erfolg damit.

Das neue Hamas-Dokument schließt weiterhin eine friedliche Koexistenz mit dem „Feind“ aus, der auch „das zionistische Projekt“ genannt wird. Es malt sich „die vollständige und komplette Befreiung Palästinas“ aus, „vom Fluss bis zum Meer“ – mit anderen Worten: jeden Zentimeter Israels. (Obwohl die Vorstellung, dass die Gazaner „befreit“ wurden, schlicht absurd ist.)

Genauso wenig distanziert sich die Hamas vom Terrorismus, den sie als „Widerstand“ schön redet; dazu vermerkt sie, dass sie „alle Mittel und Methoden“ – d.h. Selbstmord-Bombenanschläge, Kinder abstechen – als erlaubt und sogar als „durch göttliche Gesetze, Bräuche und das internationale Recht garantiert“ betrachtet.

Über das Wochenende ist die Hamas ein zweites Mal in die Nachrichten gekommen, als sie Ismail Haniyeh für die Position ihres obersten Führers benannte. Wenn er dem Beispiel seines Vorgängers Khaled Meschaal folgt, dann wird er jetzt aus dem Gazastreifen nach Qatar umziehen, wo er aus der relativen Sicherheit einer eleganten Hotelsuite in Doha herrschen wird.

Im Gazastreifen selbst wird Yahya Sinwar, Führer des militärischen Flügels der Hamas, die mächtigste Person sein; Journalisten beschreiben ihn oft als Hardliner. (Erwarten diese Journalisten wirklich, dass wir glauben, es gebe jihadistisch-terroristische Moderate?.

Man mag sich fragen: Was sieht der Standpunkt von Qatar aus? Als öl- und gasreiches Land an der Nordwestküste der Arabischen Halbinsel wird Qatar vom 36-jährigen Erb-Emir SCheik Tamim bin Hamad Al-Thani regiert. Er ist außergewöhnlich geschickt darin beide Extreme gegen die Mitte auszuspielen.

Er bietet der Hamas nicht nur eine Hauptstadt im Exil, sondern auch einen Großteil ihrer Finanzen. Er unterstützt weitere Organisationen der Muslimbruderschaft überall in der Region. Finanziers der Al-Qaida, der Taliban und anderer Terrorgruppen agieren offen in Qatar.

Gleichzeitig vermittelt der Emir rund um die Welt qatarische Blickwinkel – ein weniger höflicher Begriff wäre „islamistische Propaganda – über den vom Staat finanzierten internationalen Fernsehsender Al-Jazira.

Aber Qatar hat noch ein anderes Gesicht. Es ist Gastgeber der größten amerikanischen Militärbasis des Nahen Ostens. Es schießt amerikanischen Think Tanks Millionen Dollar zu. Und es bezuschusst verschwenderisch Satelliten-Campusse amerikanischer Universitäten, darunter Georgetown, Cornell, Carnegie Mellon, Northwestern, Texas A&M und Virginia Commonwealth.

Die Campusse befinden sich in „Education City“, wo die Hauptmoschee regelmäßig islamistische Kleriker auftreten. Zum Beispiel sagte Mudassir Ahmed letztes Jahr von der Kanzel: „Tötet die Ungläubigen … Zählt ihre Zahl und lasst nicht einen aus!“ Ein anderer Prediger rief Allah auf, er solle „die Brüder der Mudschaheddin … an jedem Ort siegreich sein lassen“ und „ihre Schüsse führen“.

Was sagen die Verwaltungen der amerikanischen Colleges zu all dem? Nicht ein einziges Wort. Wenn es um Islamisten geht, haben nur allzu viele Akademiker schon vor langer zeit den Kampf aufgegeben, das zu sehen, was sich vor ihren Nasen abspielt.

Eine gefährliche Krankheit: Islamophobie-Phobie

Dr. Max Singer, BESA Center Perspectives Paper Nr. 449, 23. April 2017

Protestler in Minneapolis (Minnesoa), 17. September 2016 (Fibonacci Blue, via Flickr-Creative Commons)

Kurzfassung: Wir brauchen ein neues Wort: „Islamophobie-Phobie“ (IPP) oder überzogene Angst vor Islamophobie. Der Begriff „Islamophobie“ wurde geprägt, um Feindseligkeit gegenüber dem Islam oder eine übertriebene Angst vor ihm zu bezeichnen. Vorurteile gegen Muslimen zu meiden ist ehrenhaft, wird aber zu weit getrieben, die Angst vor Islamophobie verhindert eine realistische Reaktion auf die Angriffe des Islam auf den Westen.

US-Offizielle haben angemessen hart daran gearbeitet Islamophobie vorzubeugen. Das vielleicht bemerkenswerteste Beispiel war Präsident George W. Bushs Besuch im Islamischen Zentrum von Washington DC sechs Tage nach den Anschlägen vom 9/11, bei denen 19 Muslime 3.000 Amerikaner (darunter auch Muslime) getötet hatten. Bush beabsichtigte mit dem Besuch des Zentrums den Amerikanern zu sagen „Islam ist Frieden“ und dass sie das Massaker des 9/11 nicht anderen Muslimen anlasten sollten.

In Europa macht IPP es Regierungen schwieriger ihre Bürger vor krimineller Gewalt seitens muslimischer Migranten zu schützen. Die Gewalt ist ein bedeutendes Phänomen, aber selbst vernünftige, nicht voreingenommene Beamte sind nicht in der Lage auch nur eine Diskussion darüber zu führen, ohne als Muslimfeinde verurteilt zu werden. Dieses erzwungene Schweigen hat zum Aufstieg der beliebten Antizuwanderungsgbewegungen geführt, die Europas politisches Gleichgewicht kippen könnten, wie es Präsident Trumps Wahl in den USA tat.

Eines der extremeren Beispiele von IPP war Präsident Obamas Leugnung, dass der Islamische Staat (ISIS) irgendetwas mit dem Islam zu tun hat. ISIS erhebt offiziell den Anspruch das neue Islamische Kalifat zu sein, das vom islamischen Recht regiert wird und dass Tausende Muslime aus aller Welt sich gemeldet haben, um für den IS zu kämpfen, weil sie das als ihre muslimische Pflicht betrachten.

ISIS verficht nicht nur seine spezielle Sicht des Islam als Religion, sondern auch die totalitäre politische Ideologie, die allgemein als „Islamismus“ bezeichnet wird. Das Suffix „-ismus“ signalisiert eine entscheidende Abgrenzung zwischen der Religion und der politischen Ideologie.

Obwohl sie zu weit gingen, hatten die Präsidenten Bush und Obama gute strategische Gründe Islamophobie zu bekämpfen. Bis  heute wird der von den Islamisten erklärte Krieg gegen die USA und den Westen nur von einem kleinen Teil der 1,6 Milliarden Muslime der Welt geführt. Eine der größten Gefahren dieses Kriegs besteht in der Möglichkeit, dass ein größerer Anteil der Muslime sich den Islamisten anschließt, wie sie die westlichen Verteidigungsmaßnahmen als Angriffe auf ihre Religion betrachten.

Die wichtigste Rekrutierungsmaßnahme islamistischer Organisationen wie Al-Qaida und ISIS besteht darin, dass Amerika und der Westen den Islam angreifen. Sie rufen junge Muslime auf sich ihrer Verteidigung gegen diesen Angriff durch die USA und Europa anzuschließen. (Die islamistische Führung glaubt zwar, dass ihre Religion von Muslimen fordert gegen die Nationen der Ungläubigen Krieg zu führen, aber das ist nicht das Hauptargument, das sie dazu nutzen, andere Muslime dazu zu bringen sich ihnen anzuschließen.)

Amerikanische Truppen haben seit Jahren im Irak und in Afghanistan gekämpft und amerikanische Flugzeuge bombardieren Syrien – während nicht eine nationale Armee der Muslime irgendein westliches Land angreift. Daher überrascht es nicht, wenn die Behauptung, der Islam werde angegriffen, so vielen Muslimen plausibel erscheint. Und westliche Verurteilung islamischer Traditionen, die zum Beispiel die Rolle der Frau und die Integration von Religion und Politik betreffen, fühlt sich ebenfalls wie ein Angriff auf den Islam an.

Amerikaner erkennen allgemein an, dass zu den Schlüsselgründen dafür, dass ihre Truppen in den Irak und nach Afghanistan geschickt wurden, gehört weitere Anschläge der Art wie des 9/11 zu verhindern. Doch die meisten Menschen in wichtigen Ländern des Nahen Ostens glabuen nicht, dass Al-Qaida den 9/11 verübte. In der Region ist es weit üblicher zu glauben, dass die USA oder Israel die Vernichtung des World Trade Centers als Rechtfertigung nutzten, um Muslime anzugreifen. Sie akzeptieren nicht, dass kämpfende Amerikaner im Nahen Osten eine Verteidigungsmaßnahme sind. Zum Beispiel deutete eine Umfrage an, dass 55% der Ägypter glauben, die USA oder Israel seien für den 9/11 verantwortlich und 18% sagten, sie wüssten nicht, wer es war. (Übrigens akzeptiert etwa ein Viertel der Amerikaner ebenfalls die offizielle Sicht für die Verantwortung der Anschläge vom 9/11 als Ganzes nicht.)

Während die neue US-Administration den notwendigen Schritt von der IPP der Obama-Administration hin zu einer korrekteren Sicht der Verbindung zwischen islamistischen Terroristen und dem Isam macht, muss sie einen schwierigen Kurs zwischen zwei Gefahren steuern. Einerseits müssen die USA ihre Feinde begreifen. Präsident Trump hat betont, dass er keine Angst hat den Feind beim Namen zu nennen. Andererseits ist entscheidend, dass die USA nicht auf eine Art und Weise reden oder handeln, die mehr Muslime dazu bringt zu glauben, dass die USA der Feind des Islam sind. Es wäre katastrophal, wenn der derzeit relativ kleine Krieg sich zu einem ausgewachsenen, weltweiten Religionskrieg entwickeln würde.

Selbst wenn die Regierung sorgfältig sagt, dass sie „Islamismus“ oder „radikalen Islam“ bekämpft statt den Islam selbst, könnte ein muslimisches Publikum den Unterschied nicht hören. In einer noch nicht lange zurückliegenden Pressekonferenz des türkischen Präsidenten Recep Erdoğan und der deutschen Kanzlerin Angela Merkel widersprach Erdoğan öffentlich Merkels Äußerung, der Islamismus unterscheide sich vom Islam.

Es ist absolut dringend, dass die US-Regierung handeln muss, um öffentliche Unterstützung ds Großteils der amerikanischen Muslime zu bekommen, die islamistischen Terrorismus ablehnen und ihre Wahlheimat patriotisch unterstützen. Derzeit sind sie nicht allzu laut. Viele wichtige amerikansch-muslimische Organisationen und Moscheen repräsentieren nicht die Ansicht antiislamistischer Muslime. Solche Organisationen – z.B. CAIR und das Muslim Public Affairs Council – dominieren den Diskurs, weil frühere US-Administrationen ihnen Legitimität verliehen, trotz ihrer Sympathien für die Muslimbruderschaft und andere Feinde der USA. Den Fehler zu korrigieren muss ganz oben auf der Agenda der Administration stehen.

Die Bekundungen von Organisationen, die große Anzahlen an antiislamistischen und antiterroristischen amerikanischen Muslimen repräsentieren, könnte die muslimische Wahrnehmung in anderen Ländern beeinflussen, ob die USA sich mit ihnen im Krieg befinden oder nicht.

Während des Kalten Krieges war ein wichtiges Thema der Atomstrategie die Notwendigkeit einen versehentlichen Krieg zu vermeiden, den keine Seite wollte, wenn eine Seite fürchtete angegriffen zu werden. Westler sollten ähnliche Bedenken zu Muslimen haben, die irrtümlich glauben, der Westen greife ihre Religion an. Gleichzeitig haben die Westler ein Interesse an den Krieg energisch und unmissverständlich den Krieg zu kontern, den islamistische Extremisten tatsächlich gegen den Westen führen.

Was unterscheidet einen leitenden IS-Hassprediger von Kanadas Premierminister?

Das hier jedenfalls nicht (gefunden auf Facebook) – Kanada hat ein neues Blasphemiegesetz:

Imam Scheik M. Tawhidi (Islamischer Staat):
Wir weden die bestrafen, die den Islam kritisieren!

Justin Trudeu (Kandas Premierminister):
Wir werden die bestrafen, die den Islam kritisieren!

Eine 1.389 Jahre alte „Phobie“?

Raymond Ibrahim, 7. April 2017 (FrontPage Magazine)

Es besteht eine direkte Korrelation zwischen westlicher Ignoranz der Geschcihte und westlicher Ignoranz der „lästigen“ Lehren des Islam. Es ist diese Verbindung, die es den Islam-Apologeten erlaubt mit so vielen Verfälschungen und glatten Lügen durchzukommen, die den Islam abschirmen sollen.

Nehmen wir Reza Aslan, CNNs ortsansässigen „Kannibalen“: Er behauptete gerade, dass „Islamophobie“ – von CAIR und anderen als „unbegründete Angst vor und Feindschaft gegenüber dem Islam“ – 2014 von ein paar „Clowns“ erschaffen wurde.

Sicherlich ist westliche Angst vor dem Islam en recht frisches Phänomen der modernen Zeit. Weil die Welt vor ein paar Jahrzehnten ein viel größerer Ort und der Islam Ozeane weit weg war, wusste der Durchschnittsamerikaner kaum etwas über Mohammeds Glauben. Die Welt ist aber kleiner geworden – weil Muslime in westlichen Gesellschaften an Zahl zugenommen haben, weil westliche Technologie es den Schwächeren möglich gemacht hat die Stärkeren zu terrorisieren und es dann (via Internet) in die Welt zu senden – so hat die westliche Welt mehr und mehr vom Islam gehört, gesehen und erfahren.

Doch Aslans Klage lautet nicht, dass die Leute dem Islam gegenüber früher ignorant waren, aber heute verständig sind. Stattdessen beschuldigt er ein Reihe Autoren und Aktivisten – die erwähnten „Clowns“ – sie würden ein bedrohliches Bild des Islam erzeugen, das wiederum die Menschen des Westens veranlasst hat eine „unbegründete Angst und Feindschaft dem Islam gegenüber“ zu entwickeln – oder mit einem Wort: „Islamophobie“.

Eine solche Behauptung baut auf eine obszöne Menge historischer Ignoranz. Fakt ist, das westliche Menschen, einschließlich einiger ihrer Koryphäen, den Islam schon von Anfang an als feindliche und gewalttätige Macht darstellten – oft mit Begriffen, die die heutigen „Islamophoben“ erröten lassen würden. Und das war nicht so, weil die Europäer „den anderen umgestalteten“, um „ihr imperialistisches Streben zu bestätigen“ (um die müde Terminologie von Edward Said zu verwenden, die so lange bestimmt hat, wie die akademische Welt westlich-muslimisches Interagieren dominierte). Stattdessen geschah diese von Anfang an, weil der Islam den „Ungläubigen“ auf dieselbe Weise behandelten, wie ISIS die Ungläubigen behandelt: grauenhaft.

Gemäß muslimischer Geschichtschreibung forderte Mohammed den römischen („byzantinischen“) Kaiser Heraclius – das symbolische Oberhaupt „des Westens“, der damals als „Christenheit“ bekannt war – sich dem Islam zu unterwerfen; als der Kaiser das ablehnte, wurde ein bösartiger Jihad gegen die westliche Welt entfesselt. Weniger als 100 Jahre später hatte der Islam mehr als zwei Drittel der Christenheit erobert und stieß tief nach Frankreich vor. Während diesen weitreichenden Eroberungen in heutigen Schulbüchern – wenn überhaupt – oft nur ein Satz gewidmet wird, machten die Chronisten, einschließlich der muslimischen, klar, dass dies umwälzende Ereignisse waren, die traumatische Auswirkungen auf den nicht eroberten Teil der Christenheit hatten und keinen geringen Anteil daran hatten, was genau Europa wurde. Ibn Khaldun formulierte es bekanntlich so, nachdem er unablässige muslimische Überfälle wegen Beute und Sklaven entlang der gesamten europäischen Mittelmeerküste während des neunten und zehnten Jahrhunderts beschrieb: „Die Christen konnten keine Planke mehr auf dem Meer treiben lassen.“ Sie gingen ins Inland vor und das dunkle Mittelalter begann.

Aber es war nicht nur das, was sie persönlich durch die Muslime erfuhren, das diese uralte „Phobie“ gegenüber dem Islam entwickelte. Schon im achten Jahrhundert hatten die heiligen Schriften und Geschichten – der Koran, die Hadithe, Sira- und Maghazi-Literatur – den christlichen Gemeinden zur Verfügung, die in seiner Nähe oder sogar unter der Autorität des Kalifats lebten. Einzig auf Grundlage dieser Primärquellen des Islam kamen Christen zu dem Schluss, dass Mohammed ein (möglicherweise von Dämonen besessener) falscher Prophet war, der sehr offensichtlich ein Bekenntnis zusammengebraut hatte, um die schlimmsten Schlechtigkeiten des Menschen – Herrschaft, Plünderung, Grausamkeit und Fleischeslust. Diese Sichtweise herrschte mehr als ein gutes Jahrtausend lang überall in Europa (und bis heute unter „Islamophoben“) vor; und sie wurde von der Tatsache verstärkt, dass Muslime immer noch, gut ein Jahrtausend später, in christliche Gebiete einmarschierten, sie plünderten und ihre Frauen und Kinder entführten. Die erste Begegnung der Vereinigten Staaten mit dem Islam – die Berberkriege des frühen 19. Jahrhunderts – war übrigens die Folge muslimischer Überfälle auf amerikanische Schiffe, um im Namen Allahs Betue und Sklaven zu bekommen.

Hier folgt eine winzige Zusammenstellung dessen, was Europäer vom Islam im Verlauf der Jahrhunderte dachten:

Theophanes, byzantinischer Chronist (gest. 818):

Er [Mohammed] lehrte die, die ihm ein Ohr gaben, dass derjenige, der den Feind erschlägt – oder vom Feind erschlagen wird – ins Paradies einzieht [s. Sure 9,111]. Und er sagte, das Paradies sei sinnlich und lustvoll – Orgien aus Essen, Trinken und Frauen. Es gebe dort auch einen Fluss aus Wein … und die Frauen seien von einer anderen Art und die Dauer des Sex sei weit ausgedehnter und sein Vergnügen andauernder [s. z.B. Suren 56,7-40; 78,31, 55,70-77]. Und lauter weiteren solchen Unsinn.

Thomas von Aquin, einer der einflussreichsten Philosophen des Christentums (gest. 1274):

Er [Mohammed] verführte die Menschen mit Versprechungen und lustvollem Vergnügen, zu dem die fleischliche Wollust uns drängt … und er gab den lustvollen Vergnügen freie Herrschaft. Nicht unerwartet gehorchten ihm in all dem die fleischeslustigen Männer. Als Beweis der Wahrheit seiner Lehre … sagte Mohammed, dass er in der Mach seiner Waffen gesandt sei – die Zeichen sind, an denen es nicht einmal Räubern und Tyrannen mangelt [d.h. sein „Beweis“, dass Allah mit ihm was, ist, dass er in der Lage war zu erobern und zu plündern] … Mohammed zwang andere mit der Gewalt seiner Waffen seine Anhänger zu werden.

Marco Polo, weltberühmter Reisender (gest. 1324):

Gemäß ihrer [der Muslime] Lehre wird, was immer anderen, die einen anderen Glauben haben, gestohlen oder von ihnen geplündert wird, ordnungsgemäß genommen wird und der Diebstahl ist kein Verbrechen; während diejenigen, die Tod oder Verletzung durch die Hand von Christen erleiden, werden als Märtyrer betrachtet. Würden sie daher nicht von den sie beherrschenden [mongolischen] Kräften unterbunden und gebändigt, würden sie viele Gewalttaten begehen. Diese Prinzipien sind allen Sarazenen gemein.

Als der mongolische Khan später die verdorbene Kriminalität von Achmath (oder Ahmed), einem seiner muslimischen Gouverneure entdeckte, schreibt Polo, dass sich des Khans

Aufmerksamkeit auf die Lehren der Sekte der Sarazenen [d.h. des Islam] richtete, die jedes Verbrechen, ja sogar Mord, rechtfertigen, wenn sie an jenen begangen werden, die nicht ihrer eigenen Religion angehören. Und da er sah, dass diese Lehre den beschuldigten Achmath und seine Söhne dazu gebracht hatte so zu handeln wie sie es ohne jedes Schuldbewusstsein taten, wurde der Khan dazu gebracht den schlimmste Ekel und Abscheu dafür zu hegen. Also zitierte er die Sarazenen herbai und verbog ihnen viele Dinge, die zu tun ihre Religion ihnen vorschrieb.

Alexis de Tocqueville, französischer politische Denker und Philosoph, am besten bekannt für „Demokratie in Amerika“ (gest. 1859):

„Ich habe den Koran mit großer Sorgfalt studiert. Ich bin durch das Studium zu der Erkenntnis gelangt, dass es im Großen und Ganzen kaum Religionen auf der Welt gegeben hat, die so tödlich waren wie jene von Mohammed. Soweit ich sehe ist sie der Hauptgrund für die Dekadenz, die heute in der muslimischen Welt so deutlich zu erkennen ist. Und obgleich der Islam weniger absurd ist als der antike Polytheismus, so muss man seine gesellschaftlichen und politischen Tendenzen meiner Ansicht nach noch mehr fürchten. Und darum halte ich den Islam für eine Rückentwicklung und nicht für einen Fortschritt im Verhältnis zum Heidentum.“

Winston Churchill, einer der Führer der alliierten Kriegsanstrengungen gegen Hitler im Zweiten Weltkrieg (1965):

Wie schrecklich sind die Flüche, mit denen die Mohammedaner ihre Anhänger belegen! Neben der fanatischen Raserei, die für Menschen so gefährlich ist, wie die Tollwut bei Hunden, gibt es eine furchtbare, fatalistische Apathie. Die Folgen sind in vielen Ländern offensichtlich: unbesonnene Angewohnheiten, ein schlampiges landwirtschaftliches System, stagnierender Handel und Unsicherheit des Eigentums gibt es überall dort, wo die Anhänger des Propheten herrschen. Eine unterdrückte Sinnlichkeit nimmt dem Leben seine Anmut, seine Raffinesse und als nächstes seine Würde und seine Heiligkeit. Der Fakt, dass nach Mohammedanischem Recht jede Frau das absolute Eigentum eines Mannes ist, ob als Kind, als Ehefrau oder als Konkubine, verhindert die endgültige Abschaffung der Sklaverei, so lange, bis der islamische Glaube aufgehört hat, eine große Macht über Menschen zu haben.

Damit es nicht so erscheint, als seien diese und andere historische Anklagen des Islam einfach Produkt christlich/westlicher Fremdenfeindlichkeit, die den „anderen“ einfach nicht akzeptieren kann, sollte vermerkt werden, dass viele der westlichen Kritiker des Islam regelmäßig andere, nicht muslimische Zivilisationen priesen, ebenso wie die, die heute „moderate Muslime“ genannt werden. So rühmte Marco Polo die Brahmanen Indiens, sie seien „höchst ehrenhaft“, besäßen einen „Hass gegen Betrug oder anderen ihr Gut wegzunehmen“. Und trotz seiner Kritik an der „Sekte der Sarazenen“, also dem Islam, bezeichnete er einen anderen Muslimführer als „gerecht Regierenden“ und einen weiteren als jemanden, „der sich als sehr guter Herr erwies und dafür sorgte, dass jeder ihn liebt“.

Winston Churchill fasste die Sache wie folgt zusammen: „Einzelne Muslime mögen hervorragende Qualitäten besitzen, aber der Einfluss der Religion paralysiert die soziale Entwicklung derjenigen, die ihr folgen. Es gibt in der Welt keine rückwärtsgewandtere Kraft.“

Apologeten wie Reza Alsan können sagen, was immer sie wollen; sie können behaupten, dass der Islam auf ewig und ununterbrochen „missverstanden“ wird – und können sich auf westliche Ignoranz von deren eigenen Geschichte verlassen und damit davon kommen. Aber Angst vor und Abneigung dem Islam gegenüber ist fast 1.400 Jahre lang die Mainstram-Haltung unter Christen/Westlern gewesen – von dem Tag an, als Mohammed anfing Nichtmuslime („Ungläubige“) im Namen seines Gottes zu überfallen, auszuplündern, zu massakrieren und zu versklaven; und weil seine Anhänger, Muslime, weiterhin „Ungläubige“ überfallen, ausplündern, massakrieren und versklaven, besteht diese Angst und Abneigung des Islam – was als „Islamophobie“ bezeichnet wird – bis heute.