Nennt es einen Völkermord an Christen

Clifford May, The Washington Times, 17. März 2016

In der jemenitischen Hafenstadt Aden griffen Anfang des Monats Islamisten ein katholisches Heim für mittellose alte Menschen an. Die Militanten, von denen man glaubt, dass sie Soldaten des Islamischen Staats sind, schossen auf den Wachmann; dann betraten die Einrichtung, wo sie die alten Menschen und ihre Pflegekräfte niederschossen, darunter vier Nonnen. Mindestens 16 Personen wurden ermordet.

Solche Gräueltaten werden nicht länger als große Nachrichtenereignisse betrachtet. Die meisten Diplomaten betrachten sie – oder tun sie ab – als „gewalttätigen Extremismus“, eine Formulierung, die ohne Erklärung beschreibt. An amerikanischen Universitäten sind „Aktivisten“ zutiefst besorgt wegen „Warnungen vor Auslösern“ und „Mikroaggressionen“. Massaker an Christen in muslimischen Ländern scheinen sie im Gegensatz dazu überhaupt nicht zu beunruhigen.

Aber Ehrlichkeit ist wichtig – oder sollte es sein. Und Genauigkeit ist eine Voraussetzung für solide Gestaltung von Politik. Das Christentum wurde im Nahen Osten geboren. Die Christen haben – nicht ohne Schwierigkeiten – seit mehr als eintausend Jahren unter muslimischen Imperien, Kalifaten und Diktatoren im Nahen Osten überlebt. Heute werden sie von selbsterklärten Jihadisten im Nahen Osten ausgerottet. Das ist Völkermord.

Kongressabgeordnete haben Präsident Obama aufgerufen diese Begriff nicht später als am 17. März zu verwenden – ein Stichtag, von dem Sprecher der Administration heute sagen, er könne nicht eingehalten werden, weil eine juristische Überprüfung noch nicht beendet wurde. Die juristische Definition von Völkermord: „Taten, die mit der Absicht eine nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe als Ganzes oder zum Teil zu vernichten.“

Das Haus erhöhte den Druck ein wenig, als es am Montag mit 393 zu 0 Stimmen eine Resolution verabschiedete, die den „Völkermord, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschheit“ verurteilte, die sich gegen Christen, Jesiden, Kurden und andere religiöse und ethnische Minderheiten richten. „ISIS ist des Völkermords schuldig und es ist an der Zeit, dass wir die Wahrheit zu ihren Gräueltaten beim Namen nennen“, sagte der Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses des Repräsentantenhauses, Ed Royce. „Ich hoffe die Administration und die Welt werden dasselbe tun, bevor es zu spät ist.“

Eine zweite, am Montag verabschiedete Resolution des Hauses fordert ein internationales Tribunal das Regime Baschar Assad in Syrien zur Verantwortung zu ziehen, das Mandant sowohl des Iran als auch Russlands und für zahlreiche und entsetzliche Kriegsverbrechen verantwortlich ist.

Es sollte nicht unbemerkt bleiben, dass die „Säuberung“ uralter christliche Gemeinschaften au sder muslimischen Welt einem historischen Augenblick der Vertreibung selbst der noch älteren jüdischen Gemeinschaften aus denselben Ländern folgt. In den Jahren nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Holocaust wurden Juden im gesamten Nahen Osten intensivierter Verfolgung unterworfen.

Mancher wir argumentieren, dass diese eine Reaktion auf Israels Unabhängigkeitserklärung war. Aber wäre das beste Argument gegen eine Wiedergeburt des jüdischen Staates nicht gewesen zu demonstrieren, dass er nicht gebraucht wurde – dass mehrheitlich muslimische Länder niemals Völkermord unterstützen würden, wie es so viele Europäer gemacht hatten? Dass Toleranz sich auch auf Juden und andere Minderheiten erstreckt?

Fast eine Million Juden floh bald aus dem Irak, Ägypten, Libyen, Jemen und anderen Ecken der Region. Bald darauf stellten diese jüdischen Flüchtlinge und ihre Nachkommen mehr als die Hälfte der Bevölkerung Israels – des einzigen Staats im Nahen Osten, der heute Minderheitenrechte garantiert; des einzigen Staats im Nahen Osten, der heute eine wachsende christliche Bevölkerung hat.

Trotzdem (oder vielleicht zum Teil deshalb) hoffen Israels Nachbarn immer noch es zu vernichten. Letzte Woche startete der Iran testweise zwei ballistische Raketen. Auf der gesamten Länge der einen stand auf Hebräisch und Persisch geschrieben: „Israel muss vom Angesicht der Erde gewischt werden.“

Man muss es den Jihadisten lassen: Sie sind offen zu dem, was sie glauben und was sie vorhaben. Osama bin Laden sprach regelmäßig von der Verpflichtung „jüdische und christliche Kreuzuzügler“ zu bekämpfen.

Den Jihad als Verteidigung zu rechtfertigen ist eine clevere – wenn auch kaum originelle – Taktik. 1996 schrieb bin Laden in seiner ersten Al-Qaida-Fatwa, mit der er den Vereinigten Staaten den Krieg erklärte, vom „erbitterten jüdisch-christlichen Feldzug gegen die muslimische Welt“; er drängte die Muslime „den aggressiven Feind zurückzuschlagen, der die Religion und die Welt korrumpiert. Nichts verdient, nach dem Glauben, höhere Priorität, wie die religiösen Gelehrten es erklärt haben.“

Nein, Amerika, Israel und Europa befinden sich nicht mit dem Islam im Krieg. Aber ja, es gibt diejenigen innerhalb der islamischen Welt, die entschlossen sind Christen, Juden, Jesiden, Hindus, Buddhisten und andere zu töten – „die größeren Kuffar“ nannte bin Laden sie, ein verhöhnender Begriff für die, die den Islam nicht als die einzig wahre Religion annehmen.

Soldaten könnten mit mehr Leidenschaft kämpfen, wenn sie ihre Feinde hassen oder sie zumindest als weniger denn menschlich betrachten. Aber Ayatollah Ruhollah Khomeini, der die Islamische Revolution des Iran von 1979 anführte und Irans aktuelle Herrscher inspirierte, war nicht allein damit das Abschlachten von Nichtmuslimen als Akt der Freundlichkeit zu betrachten. „Wenn man einem Ungläubigen erlaubt in seiner Rolle als Verführer der Erde weiterzumachen, wird das Leiden des Ungläubigen nur noch immer schlimmer werden“, sagte er 1984. „Wenn man den Ungläubigen tötet und das ihn vom Begehen seiner Untaten abhält, wird sein Tod für ihn ein Segen sein.“

Daher dürften die Mörder der alten Männern und Frauen, Krankenpflegern und Nonnen in Aden – einer Stadt, die nach Eden benannt wurde – ihre Opfer nicht verachtet oder sie für solche Missstände wir die Kreuzzüge, die Niederlage des Osmanischen Reichs und den Zusammenbruch des Kalifats oder die Invasion des Irak verantwortlich gemacht haben. Sie werden gedacht haben, dass sie ihnen – und der Welt – einen Gefallen tun.

Das Journalisten, Diplomaten, Akademiker und politische Entscheidungsträger diese Realität anerkennen – DAS wären Nachrichten. Dass Herr Obama anerkennt, wie der Kongress ihn drängt, dass Christen in muslimischen Ländern heute Völkermord erleben, wäre ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung.

Warum die uralten jihadistischden Taktiken des Islamischen Staats den Westen „schockieren“

Raymond Ibrahim, 25. Februar 2016 (auch in: FrontPage Magazine)

Während westliche Politiker und Fernseh-Sprecher darauf bestehen, das der Islamische Staat („ISIS“) „überhaupt nichts mit dem Islam zu tun“ hat, setzt der IS nicht nur korrekt das islamische Recht um – ob nun per Forderung der Jizya von unterjochten Christen oder durch sexuelle Versklavung von „Ungläubigen“-Frauen – sondern sogar die geheimnisvollen jihadistischen Taktiken des „Kalifats“ gehören zum Islam.

Von ISIS indoktrinierte jihadistische Kinder

Beachten Sie die gerade aufgedeckte „Rekrutierungs“-Taktik des ISIS: Entführung, Indoktrination und Prügel junger Kinder, um sie in Sprengstoffwesten tragende „Märtyrer“ zu formen, die sich auf „Ungläubige“ stürzen:i

Die Kinder, denen die Flucht gelang, beschreiben, wie sie in die radikale Norm der Jihadistengruppe indoktriniert und gelehrt wurden, dass sie ihre „ungläubigen“ Eltern exekutieren müssten…. „Uns wurde nicht erlaubt zu weinen, aber ich sollte an meine Mutter denken, daran denken, dass sie sich um mich sorgt und dass ich versuchen würde still zu weinen“, sagte er [ein Entkommener]… Einige Kinder, die es auch geschafft hatten dem ISIS zu entkommen und die heute in Flüchtlingslagern im Nordirak leben, sind ebenfalls schlimm psychologisch verletzt zurückgeblieben. Die wiederholten Prügel und endlose Propaganda haben bedeutet, dass einige der Entkommenen nachts mit Albträumen aufwachen, während andere unter Anfällen leiden.

Der Bericht fährt fort: „Der zunehmende Trend, dass ISIS Kindersoldaten, besonders im Irak, als Selbstmordbomber benutzt, ist als Zeichen gewertet worden, wie angespannt ihre Ressourcen in dieser Region sind.“

Es könnte aber auch darauf hinweisen, dass ISIS schlicht einer weiteren Seite des jihadistischen Manuskripts folgt. Jahrhunderte lang griffen muslimische Kalifate christliche Jungen von ihren Familien, konvertierten sie unter Zwang und indoktrinierten sie mit dem Islam, bildete sie zu Ausnahme-Jihadisten aus und ließen sie dann auf ihre ehemalige christliche Verwandtschaft los, damit sie im Namen des Jihad verheerende Schäden anrichteten. (Skanderberg war die Ausnahme.)

Dass diese Handlungsweise islamisch ist, ist dadurch offensichtlich, dass andere Muslime von heute – nicht nur der ISIS – sie befolgen. 2012 wurden 300 christliche Kinder entführt und zum Islam zwangskonvertiert. Nachdem verarmte christliche Familien in Bangladesch überzeugt wurden, das wenige Geld, das sie hatten, ihren Kinder zu schicken, die in angeblichen Missionshostels lernten, „steckten Hochstapler das Geld ein“ und „verkauften die Kinder an islamische Schulen an anderen Orten im Land, ‚wo Imame sie zwangen dem Christentum abzuschwören‘.“ Die Kinder wurden an im Islam instruiert und geschlagen. Nachdem sie vollständig indoktriniert sind, werden die einst christlichen Kinder gefragt, ob sie „bereit sind ihr Leben für den Islam zu geben“, wahrscheinlich indem sie jihadistische Selbstmord-Bomber werden.

Der Westen wäre dieser „neuen“ muslimischen Taktik gegenüber nicht blind – er kommt irrigerweise zu dem Schluss, dass ISIS „seine Ressourcen gestreckt“ hat – hätten er Fakultäten für Islamstudien, die Fakten veröffentlichen, statt pro-islamische Mythen und Propaganda. Wie bei allen unappetitlichen Aspekten der islamischen Geschichte, ist diese Institution reingewaschen worden. Obwohl junge, verängstigte Jungen aus dem Griff ihrer am Boden zerstörten Eltern geholt wurden, lautet das (im Übrigen widerlegt) Maintream-Narrativ, dass arme christliche Familien erpicht daraf seien ihre Jungs in Kalifat gebracht zu sehen, wo sie eine „strahlende Zukunft“ haben würden.

Einzigartig negative Aspekte islamischer Doktrin und Geschichte als einzigartig positive Aspekte darzustellen, ist nicht anders zu erwarten. Zum Beispiel wird die islamische Institution der Jizya – von unterjochten Christen und Juden Geld zu erpressen, oft unter Androhung von Tod – von Akademikern wie John Esposito von der Georgetown University als Zeichen von „Toleranz“ vorgestellt (hier widerlegt).

Weil westliches Kenntnisse zum Islam von den „Wissenschaftlern“ – besonders von denen, die von Petrodollars finanziert werden – untergraben worden sind, haben ISIS und andere Muslime freie Hand jegliche Nummer eindeutig islamischer Taktiken auszuüben, die dem Westen „neuartig“ erscheinen.

Angaben eines vom ISIS verteilten Handbuchs zufolge werden jihadistische Möchtegern-Mörder im Westen gedrängt sich in den westlichen Lebensstil einzupassen, um zu vermeiden „wie Muslime auszusehen“, damit sie unter dem Radar der Sicherheitskräfte bleiben… Leser werden gedrängt ein christliches Kreuz zu tragen, Aftershave aufzutragen, Bärte abzurasieren und sogar Gebetstreffen und Moscheen zu meiden, um Entdeckung zu entgehen.“ Das Handbuch besagt:

Es ist dir erlaubt eine Halskette zu tragen, die ein christliches Kreuz zeigt. Wie du weißt tragen Christen – oder auch atheistische Westler mit christlichem Hintergrund – Kreuze an ihren Ketten. Aber trage kein Kreuz, wenn du einen muslimischen Namen in deinem Reisepass hast, denn das könnte seltsam aussehen.

Bedenkt man die wohlbekannte Feindseligkeit des Islam gegenüber dem christlichen Kreuz, dann sollte das Maß der Täuschung hier klar sein.

Während der britische Express wiederholt auf die oben umrissene strategische Täuschung als „erschreckend“ verweist, ist diese aber Standard. Nicht nur die Terroristen des 9/11 und viele andere folgten dieser Taktik, sondern Muslime haben von Anfang an vorgegeben, sich in die Ungläubigen zu integrieren, die sie planen zu ermorden. Tatsächlich erlaubte der Prophet des Islam einem seiner Jihadisten, damit ein alter jüdischer Dichter, der ihn verspottet hatte, ermordet wird, die Juden zu täuschen als Mittel ihm nahe genug zu kommen, um ihn zu töte. Der Jihadist machte das – bis hin dazu, dass er Mohammed vor dem Dichter Mohammed verfluchte, der nicht mehr den Verdacht hegte, dass der junge Mann weiter dem Propheten folgte und ihn schließlich in sein Haus einlud – wo dann der Jihadist die Maske fallen ließ und den alten Juden köpfte. (Klicken Sie hier für ein weiteres Beispiel dafür, dass Mohammed Muslimen als Kriegslist erlaubte sich wie Nichtmuslime zu verhalten.)

Krypto-Muslime (oder Moriscos), die vorgeben Christen zu sein, aber heimlich daran arbeiteten Spanien wieder unter muslimische Herrschaft zu bringen, waren Jahrhunderte lang eine ständige Gefahr. Die Spanier wussten zwar, dass der Islam Muslime hinderte christlicher Herrschaft gegenüber loyal zu sein, aber nach der Reconquista erfuhren sie auch, dass viele Muslime, die öffentlich zum Christentum konvertiert waren – sie gingen zur Kirche und nahmen an Taufen und Kommunion teil – Krypto-Mulime waren, die für den Sieg des Islam arbeiteten, auch über Revolten mit Hilfe ausländischer Muslime wie der Türken. Als Ergebnis wurde er Islam aus Spanien vertrieben (wobei ISIS und weitere Muslime geloben als Eroberer zurückzukehren).

Weil aber dieses historische Ereignis heute als Beispiel extremer christlicher Intoleranz dargestellt wird – die Kehrseite der Hingabe der westlichen Akademiker an das Schönreden des Islam ist dessen Hingabe an die Dämonisierung der Christenheit – geht eine weitere wertvolle Lektion christlich-muslimischer Geschichte verloren.

Die vom Islamischen Staat und anderen Jihadistentruppen angewandten Taktiken – von der Entführung und Indoktrinierung christlicher Kinder „Märtyrer des Islam“ zu sein bis zum christlichen Handeln, zur Kirche zu gehen und Kruzifixe zu tragen – durchzieht die islamische Geschichte. Aber weil der Westen sich weiter die wahren Doktrinen und Geschichte des Islam anzuerkennen, muss er immer mit verbundenen Augen und unvorbereitet dem Jihad entgegentreten.