Das Problem ist nicht „Islamophobie“, sondern Unkenntnis des Islam

William Kirkpatrick, Jihad Watch, 22. Februar 2018

Ein offener Brief an Bischof Joseph Bambera, den Vorsitzenden des Komitees für Interreligiöse Angelegenheiten der USCCB[1].

Exzellenz,

Ihnen muss Lob gespendet werden, dass Sie mit Ihrer Erklärung am 29. Dezember die Katholiken baten für „unsere koptischen Brüder zu beten, die um Christi willen Märtyrertum durchleiden“. Katholiken müssen das Ausmaß der Angriffe auf Christen in der muslimischen Welt erfahren. Wie Sie herausstellen, hat es allein in den letzten drei Jahren in Ägypten 2.000 Angriffe auf koptische Christen gegeben. Dazu gehörten mehrere fürchterliche Bombenanschläge auf Kirchen und dass 35 Christen abgeschlachtet wurden, die es ablehnten zum Islam zu konvertieren, als ihre Busse von islamischen Bewaffneten angegriffen wurden.

Tödliche antichristliche Angriffe sind in der muslimischen Welt alltäglich geworden. Katholiken müssen darüber informiert werden und sie müssen auch das „Warum“ dieser Anschläge erfahren. Es wird kein Ende des Blutvergießens geben, solange wir nicht verstehen, warum es stattfindet.

An diesem Punkt ist das USCCB nachlässig gewesen. Zahlreiche USCCB-Erklärungen im Verlauf der letzten 17 Jahre haben den Islam praktisch von den im Namen des Islam begangenen Verbrechen freigesprochen. Statt die religiöse Ideologie beim Namen zu nennen, die die Terroristen motiviert, sind die Kirchenvertreter damit zufrieden gewesen das Mantra zu wiederholen, dass Terrorismus nichts mit dem Islam zu tun hat.

Derweil hat die USCCB angesichts des vom Islam inspirierten Völkermords an Christen sich der problematischen Kampagne gegen Islamophobie angeschlossen. Das kommt mir wie eine groteske Umkehrung der Prioritäten vor. Warum werfen sich einer Zeit, in der Christen gegenüber den Gefahren alarmiert werden müssen, die von der Verbreitung des Islam ausgehen, Bischöfe n dne Kampf gegen den von der Muslimbruderschaft fabrizierten Kampf gegen die „Islamophobie“?

Ich setze „Islamophobie“ in Anführungszeichen, weil eine Phobie eine irrationale Angst ist. Aber viele Menschen – einschließlich der in Ägypten lebenden Christen – haben gute Gründe Angst zu haben. Es erweist ihnen einen schlechten Dienst zu sagen, dass ihre Ängste grundlos sind. Oder zu sagen, dass sie von authentischen Islam nichts befürchten müssen.

Ihre eigene Erklärung erwähnt verschiedene blutige Terroranschläge in Ägypten, aber die Worte „Islam“ und „islamisch“ kommen darin nicht vor. Im Gegensatz dazu erklärt ein Artikel in Coptic Solidarity (Koptische Solidarität), „islamische Unterdrückung“ sei die wichtigste treibende Kraft der Verfolgung. Ist die Angst der Kopten vor islamischer Unterdrückung „islamophobisch“? Oder ist das eine absolut rationale Angst?

Ihre Erklärung fordert Aufmerksamkeit für Terroranschläge in Ägypten. Es ist wichtig, dass Christen davon wissen. Gleichzeitig kann ein singulärer Fokus auf Gräueltaten irreführend. Das tendiert dazu das politisch korrekte Narrativ zu füttern, dass die Bedrohung für Christen auf eine Handvoll Extremisten begrenzt ist. Doch es gibt ein viel größeres Problem, mit dem man klarkommen muss – nämlich eine weit verbreitete, tägliche und unerbittliche Verfolgung von Christen, zu der Diskriminierung, Einschüchterung, Vergewaltigungen, Entführungen, Zwangskonversionen und der Zerstörung christlicher Häuser und Kirchen gehören. Nach Angaben des Artikels von Coptic Solidarity kommt diese Verfolgung aus jeder Ebene der ägyptischen Gesellschaft, wozu muslimische Kleriker, örtliche Offizielle, „normale Bürger“ und die eigene Familie (im Fall von Muslimen, die zu christlichen Glauben übergetreten sind) gehören.

Die in Ägypten weit verbreitete Christenverfolgung ist auch in falst allen mehrheitlich muslimischen Gesellschaften zu finden – in Pakistan, Syrien, dem Iran, Irak, Nigeria, Sudan, Indonesien und andernorts. Die allgegenwärtige Natur der Verfolgung in islamischen Ländern legt nahe, dass sie keiner Deformation des Islam entstammt, sondern eher aus den Kerntexten und Lehren des Mainstream-Islam selbst.

Was eine Frage aufwirft: Könnte es sein, dass all diese Muslime in verschiedenen Teilen der Welt den Islam falsch interpretiert haben? Oder ist es eher wahrscheinlich, dass das wahre Missverständnis katholische Prälaten sind die, wenn auch in guter Absicht – keine Lebenserfahrung mit dem Islam haben?

Verschiedene Äußerungen der USCCB im Verlauf der Jahre stellen den Islam als eine Religion des Friedens und der Gerechtigkeit dar – eine Religion, die dem Katholizismus nicht unähnlich ist. Tatsächlich hatte eine Schlüsselrede bei einem von der USCCB gesponserten muslimisch-katholischen dialog den Titel „Unseren Glauben gemeinsam leben“ – als ob Muslime und Katholiken einen gemeinsamen Glauben hätten. Haben sie natürlich nicht. Die Idee, dass sie ihn hätten gründet nicht auf den Texten, Lehren, Gesetzbüchern und der Geschichte des Islam, sondern auf Wunschdenken.

Das soll nicht nahelegen, dass katholische Leiter den Islam angreifen sollen, sondern dass sie den Katholiken ein realistisches Bild des islamischen Glaubens bieten sollen. Die aktuelle Politik des Schönfärbens der problematischen Aspekte des Islam ist höchst fehlleitend und hat mehrere schädliche Folgen. Lassen Sie uns auf nur eine davon konzentrieren.

Wenn Kirchenleiter weiterhin den Aspekt des Überlegenheitsanspruch des Islam herunterspielen oder gar bestreiten, dann werden viele Katholiken au die Art von Aggression nicht vorbereitet sein, die Christen in Ägypten und andernorts durchleiden.

Diese aggressiv antiwestliche Kultur – nennen wir sie kurz „Ägypten“ – ist bereits nach Europa gekommen. Was heute eine islamische Invasion zu sein scheint, wurde von naiver Immigrationspolitik ermöglicht, die auf derselben unkritischen Sicht des Islam gründet, wie die USCCB sie sich zueigen gemacht hat. Wie die ägyptischen Christen müssen die Europäe heute Angst haben jederzeit an jedem Ort angegriffen zu werden – in Bussen, Zügen, Konzerthallen und auf Weihnachtsmärkten.

Die Europäer waren ebenso wenig auf den kulturellen Aspekt der Invasion vorbereitet. Es war naiv anzunehmen, dass Muslime sich westlichen Werten anpassen würden. Stattdessen werden Europäer gezwungen sich islamischen Werten anzupassen – Polygamie, Frauenfeindlichkeit, Ehrengewalt und weiblicher Genitalverstümmelung. Und ebenso dem Antisemitismus. Heute fliehen Juden aus Europa in einer Zahl, wie es seit der Nazizeit nicht erlebt wurde.

Die Europäer verlieren ihre Zivilisation nicht, weil sie „islamophob“ sind, sondern weil sie den Islam ignorierten. Sie akzeptierten gehorsam die freundlich-lächelnde Darstellung des Islam, wie er ihnen von den sozialen und Regierungseliten präsentiert wird und zahlen heute den Preis dafür.

Wird „Ägypten“ nach Amerika kommen? Es ist eine Möglichkeit, über die die USCCB nachdenken sollte. Amerikas Bischöfe haben sich schuldig gemacht dasselbe wohlige Bild des Islam und der islamischen Migration zu propagieren, das Europa ins Chaos gestürzt hat. Dieser Ansatz hat dort nicht funktioniert. Warum annehmen, dass es hier funktionieren wird?

Es erscheint leichtsinnig diesen Weg weiterzugehen. Um der Christen in aller Welt willen müssen Amerikas Bischöfe die katholische Tradition des Realismus wiederentdecken und ihre Islam-Politik überdenken. Für eine Kurskorrektur ist es noch nicht zu spät.

Hochachtungsvoll

Dr. William Kilpatrick

[1] United States Conference of Catholic Bischof (Katholische US-Bischofskonferenz)

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Zwei Jahrzehnte Rushdie-Regeln

Daniel Pipes, Commentary, Oktober 2010

Von einem 1989 veröffentlichten Roman Salman Rushdies zu einem amerikanischen Bürgerprotest namens „Jeder malt Mohammed“-Tag im Jahr 2010 hat sich ein vertrautes Muster entwickelt. Es setzt ein, wenn Westler etwas Kritisches zum Islam sagen oder tun. Islamisten antworten mit Beschimpfungen und Empörung, Rücknahme-Forderungen, der Androhung von Klagen vor Gericht oder Gewalt und mit tatsächlicher Gewalt. Im Gegenzug drucksen Westler herum, verdrehen die Tatsachen und knicken schließlich ein. Nebenher löst jede dieser Kontroversen eine Debatte aus, die sich auf die Frage der freien Meinungsäußerung konzentriert.

Ich werde zu diesem Ablauf zwei Punkte erörtern. Erstens, dass das Recht der Westler, über den Islam und die Muslime zu diskutieren, sie zu kritisieren und sogar sie verspotten im Verlauf der Jahre ausgehöhlt worden ist. Zweitens, dass die freie Meinungsäußerung ein geringerer Teil des Problems ist; etwas viel wichtigeres steht auf dem Spiel und dabei handelt es sich um eine entscheidende Frage unserer Zeit: Werden die Westler angesichts des Angriffs durch die Islamisten ihre eigene historische Zivilisation behalten oder werden sie sie an die islamischen Kultur und das islamischen Gesetz abtreten und sich einer Art Bürgerschaft zweiter Klasse unterwerfen?

Die Ära des islamistischen Aufbegehrens begann abrupt am 14. Februar 1989, als Ayatollah Ruhollah Khomeini, der Oberste Führer des Iran, im Fernsehen sah, wie Pakistaner mit Gewalt auf einen neuen Roman von Salman Rushdie reagierten, dem berühmten Autor südasiatischer Herkunft. Schon der Titel seines Buches, Die Satanischen Verse, nimmt Bezug auf den Koran und stellt eine direkte Herausforderung islamischer Empfindlichkeiten dar; sein Inhalt verschärfte das Problem weiter. Aufgebracht von dem, was er als blasphemisches Porträt des Islam durch Rushdie betrachtete, gab Khomeini ein Erlass aus, dessen fortgesetzter Einfluss es lohnenswert macht, ihn ausführlich zu zitieren:

Ich informiere alle pflichteifrigen Muslime der Welt, dass der Autor des Buches mit dem Titel Die Satanischen Verse – das in Gegnerschaft zum Islam, dem Propheten und dem Koran zusammengestellt, gedruckt und veröffentlicht wurde – und alle an der Veröffentlichung Beteiligten, die sich seines Inhalts bewusst waren, zum Tode verurteilt sind.

Ich rufe alle pflichteifrigen Muslime auf, sie rasch zu exekutieren, wo immer sie gefunden werden mögen, damit niemand sonst es wagt die Heiligkeiten zu beleidigen. So Allah will, ist jeder, der auf dem Weg dazu getötet wird, ein Märtyrer.

Zusätzlich sollte jeder, der Zugang zum Autor dieses Buches, aber nicht die Macht hat ihn hinzurichten, ihn dem Volk melden, damit er für sein Tun bestraft werden kann.

Dieser beispiellose Erlass – kein Regierungschef hatte je die Hinrichtung eines Romanautoren gefordert, der in einem anderen Land lebte – kam aus heiterem Himmel und überraschte alle, von iranischen Regierungsvertretern bis Rushdie selbst. Niemand hatte sich vorstellen können, dass ein magisch-realistischer Roman, vollgestopft mit Leuten, die aus dem Himmel fallen und Tieren, die reden, den Zorn des Herrschers des Iran auf sich ziehen könnte, einem Land, zu dem Rushdie kaum Verbindungen hatte.

Der Erlass führte zu physischen Angriffen auf Buchläden in Italien, Norwegen und den Vereinigten Staaten und auf Übersetzer der Satanischen Verse in Norwegen, Japan und der Türkei; im letzten Fall kamen der Übersetzer und 36 weitere Personen bei einer Brandstiftung in einem Hotel um. Andere Gewalt in mehrheitlich muslimischen Ländern führte zu mehr als 20 Todesfällen, hauptsächlich in Südasien. Dann, gerade als der Aufruhr zurückging, starb Khomeini im Juni 1989; sein Tod machte den Erlass, der etwas ungenau als Fatwa bezeichnet wurde, unveränderbar.

Der Erlass beinhaltet vier wichtige Elemente. Erstens skizzierte Khomeini durch die Feststellung der „Gegnerschaft zum Islam, dem Propheten und dem Koran“ die Breite der heiligen Inhalte, die nicht respektlos behandelt werden dürfen, ohne ein Todesurteil heraufzubeschwören.

Zweitens erklärte er mit der Zielsetzung gegen „alle, die an der Veröffentlichung beteiligt und sich der Inhalte bewusst waren,“ nicht nur dem Künstler den Krieg, sondern auch einer kompletten Kultur-Infrastruktur – einschließlich der tausenden Beschäftigten der Verlagshäuser, Werbefirmen, Vertriebsfirmen und Buchläden.

Drittens machte Khomeini mit dem Befehl zur Hinrichtung Rushdies, „damit niemand sonst es wagt die Heiligkeiten zu beleidigen“, seine Absicht deutlich, nicht nur den Schriftsteller zu bestrafen, sondern auch weitere Vorfälle der Verspottung zu verhindern.

Schließlich forderte Khomeini mit der Forderung, diejenigen, die nicht in der Lage sind Rushdie zu exekutieren, „ihn zu melden“ jeden Muslim der Welt auf, Teil eines informellen Geheimdienst-Netzwerks zu werden, das sich der Aufrechterhaltung der islamischen Heiligkeiten verpflichtet.

Diese vier Kennzeichen bilden zusammen das, was ich die Rushdie-Regeln nenne. Zwei Jahrzehnte sind vergangen und sie bleiben weitgehend in Kraft.

Der Erlass setzte im Westen mehrere Präzedenzfälle. Ein politischer Führer des Auslands ignorierte erfolgreich die konventionellen Grenzen der Staatsmacht. Ein religiöser Führer intervenierte nach Belieben direkt, ohne viel Risiko oder Widerstand, in kulturellen Fragen des Westens. Und ein muslimischer Führer etablierte den Präzedenzfall der Anwendung eines Aspekts des islamischen Gesetzes, der Scharia, in einem überwiegend nicht muslimischen Land. Zu diesem letzten Punkt ist zu sagen: Staaten des Westens dienten manchmal als Khomeinis effektivste Agenten. Die Regierung Österreichs verhängte eine Bewährungsstrafe gegen eine Person, die sich den Rushdie-Regeln widersetzte, während die Regierungen Frankreichs und Australiens Klagen anstrengten, die Gefängnisstrafen zu Folge hätten haben können. Am auffallendsten ist, dass die Behörden in Kanada, Großbritannien, den Niederlanden, Finnland und Israel tatsächlich Übertreter der Rushdie-Regeln ins Gefängnis steckten. Man muss sich schon anstrengen, um sich an die unschuldige Zeit vor 1989 zu erinnern, in der Westler sich frei zum Islam und damit zusammenhängenden Themen äußerten.

Die Rushdie-Regeln hatten sofort Einfluss auf im Westen lebende Muslime, deren Beleidigungs- und Gewaltausbrüche ein neu gefundenes Gefühl der Macht generierten. Von Schweden bis Neuseeland reagierten Islamisten mit Freude, dass Muslime nach Jahrhunderten der Defensive ihre Stimme gefunden hatten und den Westen aus dem Bauch der Bestie heraus herausfordern konnten. Der Großteil der folgenden Gewalt war von der wahllosen Sorte, nach dem Vorbild des 9/11, von Bali, Madrid, Beslan und London, bei denen Jihadisten alle töteten, die gerade ihren Weg kreuzten; TheReligionOfPeace.com dokumentiert weltweit durchschnittlich fünf wahllose islamistische Terroranschläge pro Tag.

Weniger üblich, aber bedrohlicher ist die Gewalt, die sich gegen die richtet, die sich den Rusdie-Regeln widersetzen. Wir wollen die Beispiele für dieses Phänomen auf ein Land eingrenzen, Dänemark. Im Oktober 2004 wurde ein Ausbilder am Carsten Niebuhr-Institut an der Universität Kopenhagen von mehreren Fremden getreten und geschlagen, als er gerade die Universität verließ. Sie informierten ihn, er habe aus dem Koran vorgelesen, wozu er als Ungläubiger (kafir) kein Recht habe. Im Oktober 2005 wurde der Chefredakteur der Jyllands Posten, Flemming Rose, bedroht, weil er die Veröffentlichung von Karikaturen autorisiert hatte, die Mohammed darstellten. Zwei der Karikaturisten mussten in den Untergrund gehen. Einer von ihnen, Kurt Westergaard, entkam später knapp einem physischen Angriff im eigenen Haus. Im März 2006 wurde Naser Khader, ein anti-islamistischer Politiker, von einem Islamisten bedroht, der warnte, Khader würde, sollte er Minister in der Regierung werden, samt seinem Ministerium in die Luft gejagt.

Die dänischen Erfahrungen sind typisch. Nach Angaben des Wall Street Journal „verstecken sich in ganz Europa dutzende Leute oder stehen unter Polizeischutz, weil muslimische Extremisten sie bedrohen“. Selbst Papst Benedikt XVI. erhielt einen Stoß Drohungen, nachdem er einen byzantinischen Kaiser zum Thema Islam zitierte. Allein in den Niederlanden meldeten Politiker innerhalb nur eines Jahres 121 gegen sie gerichtete Morddrohungen. Die Hinrichtung von Theo van Gogh – einem bekannten Libertären, Filmemacher, Talkshow-Moderator, Zeitungskolumnisten und Störenfried, der den Islam verspottet hatte – im Jahr 2004 auf einer Straße in Amsterdam traumatisierte das Land und führte zu einem kurzzeitigen Zustand des Aufruhrs.

Westler nehmen diese Gewalt allgemein als Angriff auf ihr Recht der Selbstdarstellung wahr. Aber wenn die freie Meinungsäußerung das Schlachtfeld ist, dann geht es im großen Krieg um die Grundprinzipien der westlichen Zivilisation. Das wiederholt auftretende Muster des islamistischen Aufbegehrens besteht, damit drei – nicht immer artikulierte – Ziele erreicht werden, die weit über das Verbot der Kritik am Islam hinausgehen.

Ein erstes Ziel besteht in der Etablierung eines Status, der den Islam höher stellt als andere. Khomeinis Forderungen nach der heiligen Dreieinigkeit von „Islam, dem Propheten und dem Koran“ impliziert besondere Privilegien für eine Religion, einen Ausschluss vom Getümmel des Marktes der Ideen. Der Islam sollte von einzigartigen Regeln profitieren, die anderen Religionen nicht zur Verfügung stehen. Jesus mag in Monty Pythons Das Leben des Brian oder Terry McNallys Corpus Christi verhöhnt werden können, aber – wie es auf einem Buchtitel hieß – „bei Mohammed pass auf!“

Das leitet zu einem zweiten Ziel über – muslimische Überlegenheit und westliche Minderwertigkeit. Islamisten sagen und tun regelmäßig Dinge, die für Westler weit beleidigender sind als alles, was Westler gegenüber Muslimen tun. Sie verachten offen die westliche Kultur; ein algerischer Islamist formulierte es so: Das ist keine Zivilisation, sondern eine „Syphilisierung“. Ihre Mainstreammedien veröffentlichen gröbere, widerlichere und gewalttätigere Karitkaturen als alles, was von Flemming Rose autorisiert wurde. Sie beleidigen frei das Judentum, das Christentum, den Hinduismus und den Buddhismus. sie ermorden Juden, weil sie Juden sind, wie Daniel Pearl in Pakistan. Sébastian Sellam und Ilan Halimi in Frankreich und Pamela Waechter und Ariel Sellouk in den USA. Ob aus Angst oder Unaufmerksamkeit, Westler billigen eine Unausgewogenheit, durch die Muslime beleidigen und angreifen dürfen, während sie selbst vor jeder solchen Beleidigungen oder Pein geschützt sind.

Sollten Westler diese Unausgewogenheit akzeptieren, wird der Dhimmi-Status folgen. Dieses islamische Konzept erlaubt den „Völkern des Buches“, Monotheisten wie Christen und Juden, ihre Religion unter muslimischer Herrschaft weiter zu praktizieren, allerdings unter Auferlegung vieler Einschränkungen. Seinerzeit bot der Dhimmi-Status gewisse Vorteile (noch 1945 hatten Juden unter dem Islam allgemein ein besseres Leben als unter der Christenheit), aber er ist dazu gedacht die Nichtmuslime zu kränken und zu erniedrigen, während er die Überlegenheit der Muslime verherrlicht. Dhimmis zahlen Zusatzsteuern, dürfen nicht zum Militär oder in die Regierung und leiden unter umfassenden juristischen Behinderungen. Zu manchen Zeiten und an manchen Orten durften Dhimmis auf einem Esel reiten, aber nicht auf einem Pferd; sie trugen bestimmte Kleidung und ein alter Dhimmi auf der Straße musste einem muslimischen Kind aus dem Weg springen. Elemente des Dhimmi-Status sind vor kurzem an so unterschiedlichen Orten wie dem Gazastreifen, der Westbank, Saudi-Arabien, dem Irak, dem Iran, Afghanistan, Pakistan, Malaysia und den Philippinen angewendet worden. Eindeutig haben sie Londonistan und weitere Orte im Visier.

Die Wiedereinrichtung des Dhimmi-Status ist seinerseits ein Schritt hin auf das dritte und ultimative Ziel der Islamisten: die Anwendung des vollen Scharia-Gesetzes. Die Diskussion über den Islam zu beenden ebnet den Weg dorthin. Im Gegenzug repräsentiert die Beibehaltung der freien Meinungsäußerung zum Islam eine entscheidende Verteidigung gegen das Aufzwingen einer islamischen Ordnung. Unsere Zivilisation zu behalten verlangt eine offene Diskussion über den Islam.

Die Scharia reguliert sowohl das private wie das öffentliche Leben. Zur privaten Dimension gehören äußerst persönliche Fragen wie körperliche Reinheit, Sexualleben, Geburt von Kindern, Familienbeziehungen, Kleidung und Essen. Im öffentlichen Bereich regelt die Scharia die sozialen Beziehungen, wirtschaftliche Transaktionen, Strafen für Straftaten, den Status von Frauen und Minderheiten, die Sklaverei, die Identität des Herrschers, das Gerichtswesen, das Steuerwesen und den Krieg. Kurz gesagt: Das islamische Gesetz schließt alles ein, von den Toilettensitten bis zur Kriegsführung.

Die Scharia verletzt damit die wichtigsten Grundlagen der westlichen Zivilisation. Die ungleichen Beziehungen zwischen Männern und Frauen, Muslimen und kafir, Eignern und Sklaven kann nicht mit Rechtegleichheit in Einklang gebracht werden. Der Harem ist mit einer monogamen Ordnung nicht übereinzubringen. Islamische Überlegenheitsansprüche widersprechen der freien Religionsausübung. Ein souveräner Gott kann keine Demokratie gestatten.

Die Islamisten stimmen alle in dem Ziel überein, dass das islamische Recht global angewendet werden soll. Sie unterscheiden sich lediglich darin, ob dieses Ziel durch Gewalt (der bin Laden den Vorzug gibt), totalitäre Herrschaft (Khomeini) oder durch den Marsch durch das politische System (der schweizerische Intellektuelle Tariq Ramadan) erreicht werden soll. Wie auch immer das geschehen wird: Würden die Islamisten eine Scharia-Ordnung erreichen, würden sie praktisch die westliche Zivilisation durch eine islamische Zivilisation ersetzen. Mit amerikanischer Wortwahl ausgedrückt: Wenn dem Koran erlaubt wird über die Verfassung zu triumphieren, gibt es die Vereinigten Staaten, wie es sie mehr als zwei Jahrhunderte gab, nicht mehr.

Die Rushdie-Regeln zu akzeptieren impliziert also mit anderen Worten einen Prozess, der mit der vollen Anwendung der Scharia seinen Höhepunkt erreicht. Würde Khomeini seinen Willen bekommen, könnten die unter uns, die die westliche Zivilisation wertschätzen, nicht gegen die Scharia streiten. Um die Folgen einer Beendigung der Debatte über den Islam zu verstehen, sehen Sie sich an, was ein vom Muslim Council of Britain (MCB) 2007 veröffentlichter, harmloser Bericht zu sein scheint. Das MCB ist eine führende islamistische Institution im Vereinigten Königreich. Unter dem Titel Towards Greater Understanding (Hin zu einem besseren Verständnis) rät er den britischen Behörden, wie man mit muslimischen Schülern in vom Steuerzahler finanzierten Schulen umgehen soll.

Das MCB versucht in Schulen eine Umwelt zu schaffen, in denen muslimische Kinder keine „unangemessenen Annahmen“ machen, dass „sie für Fortschritt in der Gesellschaft Kompromisse machen oder Gesichtspunkte, wer sie sind und ihre religiösen Ansichten und Werte, aufgeben müssen“. In Hinsicht darauf schlägt das MCB eine Liste an Veränderungen vor, bei der es einem die Sprache verschlägt; sie würden die Natur der britischen Schulen fundamental verändern, sie praktisch in eine Art saudi-arabischer Institutionen umformen. Einige der Vorschläge:

  • Gebete: Stellen Sie (1) zusätzliche „Wasserkannen oder -flaschen“ zum Waschen vor den Gebeten zur Verfügung und (2) Gelegenheiten zum Beten, idealerweise nach Jungen und Mädchen getrennt. Schulen sollten „einen geeigneten Besucher von außen, einen Lehrer oder einen älteren Schüler“ zur Verfügung stellen, der die gemeinsamen Freitagsgebete leitet und die Predigt hält.
  • Toiletten: In Wasserkannen oder -flaschen verfügbares Wasser, um sich zu reinigen.
  • Soziale Bräuche: Kein Druck, Mitgliedern des anderen Geschlechts die Hand zu schütteln, egal, ob Schülern oder Lehrern.
  • Stundenpläne: Ferientage für alle an den beiden wichtigen muslimischen Feiertagen, den Id-Festen.
  • Feiertage begehen: Beziehen Sie nicht muslimische Schüler und ihre Eltern in die Rituale islamischer Feiertage ein. Während des Ramadan sollten z.B. alle Kinder, nicht nur muslimische, „den Geist und die Werte des Ramadan durch kollektives Beten oder Themen-Versammlungen und gemeinsames Iftar (Fastenbrechen)“ feiern.
  • Ramadan: (1) Keine Prüfungen/Tests während dieses Monats, „da die Kombination aus Vorbereitungen auf Examen und Fasten sich für einige Schüler als zu fordernd erweisen kann“. (2) Keine Sexualerziehung, um die Einschränkungen des Sex während dieses Monats zu respektieren.
  • Essen: Sorgen Sie für Halal-Essen. Erlauben Sie Schülern mit ihrer rechten Hand zu essen.
  • Kleidung: Geben Sie dem Tragen von Hijab und auch Jilbab (ein langes Gewand, das über die Kleidung getragen wird und bis zu den Knöcheln reicht) statt. In Schwimmbädern sollten muslimische Kinder züchtige Schwimmkleidung tragen (Mädchen z.B. komplette Strumpfhosen und Leggings). Islamische Amulette müssen erlaubt sein.
  • Bärte: Ein Recht männlicher Studenten.
  • Sport: Geschlechtertrennung dort, wo es physische Kontakte mit anderen Mannschaftsspielern gibt, wie bei Basketball und Fußball, oder wenn man sich entblößt, wie beim Schwimmen.
  • Duschen: Getrennte Duschkabinen sind notwendig, damit Muslime nicht der „umfassenden Demütigung“ ausgesetzt werden, dass man sie komplett nackt sieht.
  • Musik: Sollte auf die „menschliche Stimme und nicht stimmbare Schlaginstrument wie Trommeln“ beschränkt werden.
  • Tanz: Ausgeschlossen, außer es erfolgt in einer Umgebung, in der Vertreter nur eines Geschlechts anwesend ist und kein „sexueller Beiklang und Botschaften“ involviert sind.
  • Lehrer- und Verwaltungsausbildung: Beschäftigte sollten ein islamisches „Bewusstseins-Training“ durchlaufen, damit die Schulen „besser informiert sind und über größere und genauere Wertschätzung der Bedürfnisse ihrer muslimischen Schüler“ verfügen.
  • Kunst: Befreien Sie muslimische Schüler von der Erstellung „dreidimensionaler figurativer Bildnisse von Menschen“.
  • Religionslehre: Bilder jeglicher Propheten (einschließlich Jesus) sind verboten.
  • Sprachlehre: Arabisch zu lernen sollte allen muslimischen Schülern ermöglicht werden.
  • Islamische Zivilisation: (1) Studieren Sie die Beiträge der Muslime zu Europa in den Fächern Geschichte, Kunst, Mathematik und den Wissenschaften und (2) betonen Sie die gemeinsamen Aspekte des europäischen und islamischen Erbes.

Die – explizite oder implizite – Auferlegung der Rushdie-Regeln würde jegliche Kritik an einem Programms wie dem des MCB unmöglich machen. Ich könnte diesen Artikel nicht schreiben, Commentary könnte ihn nicht veröffentlichen und Sie könnten ihn nicht lesen.

Schulen zu überarbeiten ist nur eine von einer Vielzahl geplanter Veränderungen. Schritt für Schritt, Stückchen für Stückchen wollen die Islamisten über Grundlagen des westlichen Lebens überwinden, indem dessen Bildungswesen, kulturelles Leben und Institutionen mit einem entsprechenden islamischen System durchzogen werden, das im Verlauf der Zeit die säkularen Institutionen aufbricht, bis eine islamische Ordnung entsteht. Manche Veränderungen sind bereits aktiv und erstrecken sich auf viele Lebensbereiche. Einige stechende Beispiele:

Polygamie ist in Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Italien, Australien und der kanadischen Provinz Ontario unter gewissen Umständen bereits zulässig. Im Bundesstaat Washington gibt es in städtischen Bädern Schwimmzeiten ausschließlich für muslimische Frauen. In drei US-Bundesstaaten können Frauen die Fotos für ihre Führerscheine im Hijab machen. Wenn sie für IKEA oder die Polizei von London arbeiten, können Frauen mit Firmenzeichen versehene Hijabs tragen, die die Arbeitgeber zur Verfügung stellen.

In zwei britischen Banken wurden Sparschweine als Sparsymbol verboten. „Jegliche Dinge, die religiöses Material beinhalten, das dem islamischen Glauben entgegen steht“ darf nicht über das US-Postnetz an im Nahen/Mittleren Osten dienende Soldaten geschickt werden. Medizinisches Personal in einem schottischen Krankenhaus darf in Anwesenheit von muslimischen Patienten oder Kollegen während des Ramadan weder essen noch trinken. Die Stadt Boston verkaufte öffentlichen Grund zu einem Discountpreis, damit dort eine islamische Institution gebaut werden kann.

Diese Schritte zur Islamisierung, kleine wie große, untergraben westliche Werte und Gepflogenheiten. Sie sind inakzeptabel: Muslime haben ein Recht auf gleiche Rechte und Verantwortung, aber nicht auf besondere Privilegien. Sie müssen sich in die bestehende Ordnung einfügen, nicht westliche Gesellschaften in die islamistische Gussform pressen. Zunehmende Freiheit ist willkommen, Rückentwicklung zu mittelalterlichen Normen der Scharia ist es nicht.

Im Rückblick waren 1989 die Reaktionen der Intellektuellen und Politiker auf den Rushdie-Erlass wegen ihrer Unterstützung für den gefährdeten Romanautor bemerkenswert, besonders die der Linken. Es war wahrscheinlicher, dass linke Intellektuelle auf seiner Seite standen (Susan Sontag: „Unsere Integrität als Nation ist durch einen Angriff auf einen Schriftsteller genauso gefährdet wie durch einen auf einen Öltanker“), als Rechte (Patrick Buchanen: „Wir sollten seinen kleinen blasphemischen Roman ins Kalte schieben“). Doch die Zeiten haben sich geändert: Paul Berman veröffentlichte vor kurzem ein Buch (The Flight of the Intellectuals), das seine Mitlinken vernichtend dafür kritisiert (wie es auf dem Einband formuliert wurde), dass sie „in ihrem Bemühen mit islamistischen Ideen und Gewalt zu ringen, schlimm versagten“.

Seinerzeit nannte der sozialistische Präsident Frankreichs, François Mitterrand, die Bedrohung Rushdies das „absolut Böse“. Die Partei der Grünen in Deutschland strebte den Bruch aller Wirtschaftsbeziehungen mit dem Iran an. Der deutsche Außenminister Hans-Dietrich Genscher begrüßte eine Resolution der Europäischen Union, die Rushdie als „Signal zur Sicherstellung der Erhaltung der Zivilisation und menschlichen Werte“ unterstützte. Der US-Senat verabschiedete einstimmig eine Resolution, die seine Verpflichtung „zum Schutz des Rechts einer jeden Person ohne Angst vor Einschüchterung und Gewalt Bücher zu schreiben, veröffentlichen, verkaufen, kaufen und lesen“ verabschiedete und verurteilte Khomeinis Drohung als „vom Staat gesponserten Terrorrismus“. Solche Reaktionen von Regierungen sind 2010 unvorstellbar.

Für jede Ausübung der freien Meinungsäußerung seit 1989 wie den dänischen Mohammed-Karikaturen oder den kompromisslosen Islamstudien, die von Prometheus Books veröffentlicht wurden, sind ungezählte Legionen an Schriftstellern, Verlagen und Illustratoren davor zurückgeschreckt ihre Meinung zum Ausdruck zu bringen. Zwei Beispiele: Paramount Pictures ersetzte die hamasartigen Terroristen aus Tom Clancys Roman The Sum of All Fears in ihrer Filmvariante der Geschichte durch europäische Neonazis. Und Yale University Press veröffentlichte ein Buch über die dänische Karikaturenkrise ohne zu erlauben, dass in der Studie die Karikaturen abgedruckt werden.

Die Argumentation derer, die kapitulieren, ist so ausnahmslos wie kläglich: „Diese Entscheidung wurde ausschließlich aus Sorge um die öffentliche Sicherheit getroffen“; „die Sicherheit unserer Beschäftigten hat oberste Priorität“; „ich habe echte Angst, dass jemand mir den Hals aufschlitzt“; „hätte ich gesagt, was ich wirklich vom Islam denke, würde ich nicht lange in dieser Welt überleben“; „wenn das ganz schlecht läuft, schreibe ich mein eigenes Todesurteil“.

Die Veränderungen seit 1989 sind in der Hauptsache Ergebnis dreier Ismen: Multikulturalismus, Linksfaschismus und Islamismus. Der multikulturelle Impuls betrachtet keine Lebensweise, kein Glaubenssystem oder politische Philosophie als besser oder schlechter als eine andere. So, wie italienisches und japanisches Essen beide lecker sind und satt machen, bieten Umweltbewusstsein oder Wicca gleichermaßen gültige Alternativen zur jüdisch-christlichen Zivilisation. Warum für einen Lebensstil kämpfen, wenn er keinen Anspruch auf Überlegenheit über irgendjemand anderes hat?

Doch etwas anderes ist vielleicht noch schlimmer: Wenn der westliche Imperialismus und die weiße Rasse die Welt verschmutzen, wer will dann westliche Zivilisation? Eine ansehnliche Bewegung von Linksfaschisten, angeführt von Hugo Chávez, betrachtet westliche Macht, die sie „Imperium“ nennt, als die Hauptbedrohung für die Welt, wobei in ihrer Sicht die Vereinigten Staaten und Israel die Hauptverbrecher sind.

Der Islamimsmus ist seit 1989 eindrucksvoll gewachsen; er wurde zur mächtigsten Form des radikalen Utopismus und formte eine Allianz mit der Linken; sie dominieren Zivilgesellschaften, fordern viele Regierungen heraus und übernehmen andere, richten einen Brückenkopf im Westen ein und treiben in internationalen Institutionen clever ihre Agenda voran.

Kurz gesagt: Das Yin der westlichen Schwäche ist auf das Yang der islamistischen Geltendmachung getroffen. Verteidiger der westlichen Zivilisation müssen nicht nur gegen die Islamisten kämpfen, sondern auch gegen die Multikulturalisten, die die Islamisten stark machen – und gegen die Linken, die sich mit ihnen verbünden.

 

Der Krieg gegen die Ungläubigen

Clifford D. May, 21. Januar 2010

2001 wurden die Buddhas von Bamiyan aus dem sechsten Jahrhundert auf Befehl von Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar gesprengt. Die Vereinigten Staaten und andere westliche Regierungen gaben Protestnoten aus. Afghanistans islamistische Herrscher zuckten nur mit den Achseln.

2010 wird Al-Kifl, das Grab des Propheten Hesekiel in der Nähe von Bagdad geschändet. Auf dem Grab befinden sich hebräische Inschriften und ein Bogen, in dem vor Jahrhunderten eine Torah ausgestellt war. Die Antikenbehörde des Irak löscht unter Druck von Islamisten die hebräischen Worte aus, entfernt hebräische Ornamente und plant auf dem Grab eine Moschee zu bauen.

Bis dato hören wir von fast niemandem Protest. Aber dies ist nicht einfach nur ein weiteres „Wo ist die Empörung?“. Der größere und alarmierendere Trend besteht darin, dass in einer wachsenden Zahl mehrheitlich muslimischer Länder ein Krieg gegen die nicht muslimischen Minderheiten geführt wird. Wo nichtmuslimische Minderheiten „gesäubert“ wurden – wie in Afghanistan und dem Irak – richten sich die Angriffe gegen die Erinnerung an sie. Ethnische Minderheiten werden ebenfalls angegriffen: Der völkermörderische Konflikt gegen die schwarzen Muslime in Darfur ist nur das berühmt-berüchtigste Beispiel.

Verbinden Sie die Punkte: Letzte Woche setzten muslimische Jugendliche in Nigeria eine Kirche in Brand und töteten damit mehr als zwei Dutzend christliche Gottesdienstbesucher. In Ägypten leiden die koptischen Christen unter zunehmender Verfolgung, wozu diesen Monat vor einer Kirche Schüsse aus einem fahrenden Auto gehörten, durch die sieben Personen ermordet wurden.

In Pakistan wurden über Weihnachten christliche Kirchen bombardiert. In der Türkei haben die Behörden christliche Kirchen, Klöster und Schulen geschlossen. Gerade wurden auch in Malaysia Kirchen angegriffen, provoziert von dieser Beschwerde: Christen in den Kirchen nannten Gott „Allah“. Wie können die Ungläubigen es wagen, denselben Namen für den Allmächtigen zu benutzen wie die Muslime!

Ohne Zweifel missbilligen viele Muslime die Verfolgung der Nichtmuslime. Aber in den meisten mehrheitlich muslimischen Ländern riskieren Muslime, die offen gegen die Islamisten opponieren, als Abtrünnige gebrandmarkt zu werden. Und unter der islamistischen Interpretation der Scharia, des islamischen Gesetzes, verdienen Abgefallene den Tod.

Vor nicht allzu langer Zeit waren der Nahe und Mittlere Osten eine facettenreiche Region. Der Libanon hatte Jahrhunderte lang eine christliche Mehrheit, aber das endet um 1990 – das Ergebnis von Jahren Bürgerkrieg zwischen den religiösen und ethnischen Gruppen des Landes. Die christliche Bevölkerung der Türkei hat in den letzten Jahren beträchtlich abgenommen. Die Islamisten haben die Christen aus Bethlehem und anderen Teilen der Westbank getrieben; aus dem Gazastreifen sind seit der Machtübernahme durch die Hamas fast alle Christen geflohen.

Über Jahrtausende gab es im gesamten Nahen Osten jüdische Gemeinden. Die Juden des Iran führen ihre Geschichte 2.700 Jahre zurück, aber etwa acht von zehn iranischen Juden sind seit der islamischen Revolution von 1979 emigriert; nur etwa 40.000 sind übrig.

Die Juden des heutigen Saudi-Arabien wurden ausgerottet, kurz nachdem Mohammed und seine Jünger die neue Religion gründeten und im 7. Jahrhundert begannen ein neues Reich aufzubauen. Aber jüdische Gemeinden überlebten andernorts bis nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Juden gezwungen waren ihre Häuser im Irak, in Libyen, Ägypten, Syrien, dem Jemen und anderen Ländern zu verlassen. In vielen Fällen wurden sie von Muslimen vertrieben, die durch die Gründung des modernen Staates Israel erbost waren. Aber wie merkwürdig ist es, gegen die Schaffung einer sicheren Heimstatt und Heimat für Juden zu protestieren, indem man die eigenen jüdischen Bürger obdach- und staatenlos macht?

1947 wurde Pakistan auch als sichere Zuflucht gegründet – für indische Muslime. Der Gründervater des Landes, Moahmmed Ali Jinnah, war entschlossen, Pakistan gegenüber Hindus, Sikhs, Christen, Parsen und anderen tolerant sein zu lassen – das waren zur Zeit der Unabhängigkeit volle 20 Prozent der Bevölkerung. Das hat so nicht funktioniert und das Ergebnis ist, dass nichtmuslimische Minderheiten heute nur rund drei Prozent der Bevölkerung Pakistans bilden.

Wenn die Punkte verbunden werden, entsteht ein gar nicht gutes Bild: eine „islamische Welt“, in der Terroristen oft mit Nachsicht betrachtet werden, manchmal mit Respekt und gelegentlich mit Verehrung, während Minderheiten sich zunehmender Intoleranz, Verfolgung und „Säuberungen“ ausgesetzt werden, wobei selbst ihre Geschichte ausgelöscht wird.

Und wir im Westen sind zu höflich, zu „politisch korrekt“ und vielleicht zu feige, um dazu viel zu sagen.

Wie Muslime denken

Daniel Pipes, The New York Sun, 27. Juni 2006

Wie denken Muslime weltweit?

Um das herauszufinden führte das Pew Research Center for the People & the Press im Frühjahr eine groß angelegte Einstellungs-Umfrage durch, die den Titel „The Great Divide: How Westerners and Muslims View Each Other“ trug (Der große Graben: Wie Westler und Muslime einander sehen). Sie befragte Muslime in zwei Gruppen von Ländern: sechs mit lange bestehender, mehrheitlich muslimischer Bevölkerung (Ägypten, Indonesien, Jordanien, Nigeria, Pakistan, Türkei) und vier in Westeuropa mit neuen muslimischen Bevölkerungsminderheiten (Frankreich, Deutschland, Großbritannien, Spanien).

Die Umfrage, die auch die westliche Sicht auf Muslime betrachtet, ergab einige bestürzende, aber nicht unbedingt überraschende Ergebnisse. Ihre Themen können in drei Rubriken eingeteilt werden:

Ein Hang zu Verschwörungstheorien: In nicht einer einzigen der befragten muslimischen Bevölkerungen gibt es eine Mehrheit, die glaubt, dass die Anschläge vom 11. September 2001 in Amerika von Arabern ausgeführt wurden. Die Anteile reichen von 15% in Pakistan, die Araber dafür verantwortlich machen, bis 48% unter den französischen Muslimen. In Bestätigung negativer Trends in der Türkei sank die Anzahl der Türken, die mit dem Finger auf Araber deuten von 46% im Jahr 2002 auf heute 16%. Mit anderen Worten: In jeder der zehn muslimischen Bevölkerungsgruppen betrachtet die Mehrheit den 11. September als eine Täuschung, begangen von der amerikanischen Regierung, Israel oder einer anderen Einrichtung.

Muslime hegen zudem weitgehend Vorurteile gegenüber Juden; das reicht von 28% unvorteilhafter Bewertungen unter französischen Muslimen bis zu 98% in Jordanien (das zwar eine moderate Monarchie, aber eine mehrheitlich palästinensische Bevölkerung hat). Darüber hinaus betrachten Muslime in bestimmten Ländern (insbesondere in Ägypten und Jordanien) Juden als verschwörerisch und verantwortlich für die schlechten Beziehungen zwischen Muslimen und dem Westen.

Verschwörungstheorien betreffen auch größere Themen. Auf die Frage: „Was ist für das Fehlen an Wohlstand in der muslimischen Nation verantwortlich?“ nennen zwischen 14% (in Pakistan) und 43% (in Jordanien) die Politik der USA und anderer westlicher Staaten, nicht einheimische Probleme wie mangelnde Demokratie oder Bildung oder das Vorhandensein von Korruption oder den radikalen Islam.

Die Verschwörerei deutet auf einen weit verbreiteten Unwillen in der Umma sich mit diesen Realitäten auseinanderzusetzen und stattdessen die sichereren Plattitüden von Verschwörungen, finsteren Plänen und Intrigen vorziehen. Das deckt auch große Probleme auf sich an die Moderne anzupassen.

Unterstützung von Terrorismus: Alle befragten muslimischen Bevölkerungsgruppen zeigten eine solide Mehrheit in der Unterstützung für Osama bin Laden. Gefragt, ob sie Vertrauen zu ihm haben, antworteten die Muslime positiv, was von 8% (in der Türkei) bis 72% (in Nigeria) reicht. Gleichermaßen sind Selbstmord-Bombenanschläge populär. Die Zahl der Muslime, die sie für gerechtfertigt halten, reicht von 13% (in Deutschland) bis 69% (in Nigeria). Diese schockierenden Zahlen deuten darauf hin, dass der Terrorismus bei Muslimen tief verwurzelt ist und auf Jahre hinaus eine Gefahr bleiben wird.

Britische und nigerianische Muslime am stärksten entfremdet: Großbritannien sticht als paradoxes Land hervor. Nichtmuslime haben auffallend wohl gesonnenere Ansichten zum Islam und Muslimen als sonst im Westen; z.B. sehen nur 32% der befragten Briten Muslime als gewalttätig an, bedeutend weniger als ihr Gegenpart in Frankreich (41%), Deutschland (52%) oder Spanien (60%). In der Auseinandersetzung um die Mohammed-Karikaturen zeigten die Briten mehr Sympathie für die muslimische Sichtweise als die anderen Europäer. Weiter gefasst machen die Briten Muslime weniger für den schlechten Zustand der westlich-muslimischen Beziehungen verantwortlich.

Die britischen Muslime antworten auf dieses Wohlwollen mit den bösartigsten antiwestlichen Attitüden, die in Europa zu finden sind. Unter ihnen betrachten viele mehr die Westler als gewalttätig, gierig, unmoralisch und arrogant als bei ihren Gegenübern in Frankreich, Deutschland und Spanien. Darüber hinaus sind ihre abgefragten Ansichten zu Juden, die Verantwortung für den 11.9. oder den Platz der Frau in der westlichen Gesellschaft bemerkenswert extremer.

Die Lage in Großbritannien spiegelt das „Londonistan“-Phänomen wider, bei dem die Briten vorauseilend katzbuckeln und Muslime auf diese Schwäche mit Aggression antworten.

Die nigerianischen Muslime haben allgemein die kriegerischsten Ansichten zu Fragen wie dem Zustand der Beziehungen zwischen dem Westen und den Muslimen, die angebliche Unmoral und Arroganz der Westler und der Unterstützung für bin Laden und Selbstmord-Terror. Dieser Extremismus entstammt zweifelsohne dem gewalttätigen Zustand der christlich-muslimischen Beziehungen in Nigeria.

Ironischerweise ist die stärkste muslimische Entfremdung in den Ländern zu finden, wo man den Muslimen entweder am stärksten oder wenigsten entgegen kommt. Das deutet darauf hin, dass ein Mittelweg der beste ist, bei dem Muslime weder Sonderprivilegien bekommen, wie sie sie in Großbritannien erhielten, noch sich in einem fortgeschrittenen Zustand der Feindseligkeit befinden wie in Nigeria.

Insgesamt sendet die Pew-Umfrage eine nicht zu leugnende Botschaft der Krise aus allen Ecken der muslimischen Welt.

Der dänische „Karikaturenstreit” (3) – Der Fluch der moderaten Muslime

Charles Krauthammer, The Washington Post, 10. Februar 2006

Während ein großer Teil der islamischen Welt in einen wohl überlegten Ausbruch von Zorn über die dänischen Mohammed-Karikaturen ausbricht, sind auf beiden Seiten Stimmen der Vernunft zu hören. Einige islamische Führer und Organisationen sprechen sich, während sie das Gefühl des Grolls der Demonstranten und ihre Wut teilen, gegen den Gebrauch von Gewalt als Mittel ihres Ausdrucks aus. Ihre westlichen Gegenstücke – Intellektuelle, darunter die meisten der großen Zeitungen der Vereinigten Staaten – sind ähnlich ausgewogen: Während natürlich das Prinzip der freien Meinungsäußerung begrüßt wird, kritisieren sie die dänische Zeitung wegen des Missbrauchs dieses Rechts durch die Veröffentlichung der beleidigenden Karikaturen und erklären im Namen der religiösen Sensibilität gegen die Veröffentlichung, dass sie das nicht tun werden.

Gott bewahre uns vor den Stimmen der Vernunft.

Was in der islamischen Gemeinschaft als Moderatheit durchgeht – „Ich teile eure Wut, aber zündet nicht diese Botschaft an“ – ist einfach nichts dergleichen. Das ist einfach ein zynischer Weg die Ziele des Mobs gut zu heißen ohne die Mittel zu begrüßen. Das ist arglistig, denn während man vorgibt das Prinzip der religiösen Rücksichtnahme hoch zu halten, liegt nur das Interesse an diesem Fall von religiöser Gefühllosigkeit vor.

Hat irgendeiner dieser „Moderaten“ jemals gegen die grotesken Karikaturen von Christen und insbesondere von Juden protestiert, die im gesamten Mittleren Osten tagtäglich ausgestrahlt werden? Die Predigten im palästinensischen Fernsehen, in denen Juden als Söhne von Schweinen und Affen bezeichnet werden? Die syrische Fernsehserie zur Hauptsendezeit, die zeigt, wie Rabbis einen nicht jüdischen Jungen schlachten, um sein Blut rituell zu sich zu nehmen? Die 41-teilige (!) Serie im ägyptischen Fernsehen, die auf der antisemitischen, zaristischen Fälschung (und Inspiration der Nazis) basiert, den „Protokollen der Weisen von Zion“, die zeigt, wie die Juden sich mit einer Jahrhunderte alten Verschwörung zur Beherrschung der Welt beschäftigen?

Ein wahrhaft moderater Muslim ist einer, der gegen die Schändung jeden Glaubens protestiert. Die das nicht tun, sind keine Moderaten, sondern Heuchler, Opportunisten und Vertreter der Randalierer, die lediglich andere Mittel zur Erreichung desselben Ziels nutzen: dem Westen mit seinen Traditionen der Redefreiheit einen Satz von Tabus aufzudrücken, die exklusiv für den islamischen Glauben gelten. Solche Leute sind keine Verteidiger der Religion, sondern solche, die an die muslimische Überlegenheit glauben und versuchen ihr Diktat dem liberalen Westen aufzuzwingen.

Und diesen „Moderaten“ wird von westlichen „Moderaten“ geholfen, von ihnen unterstützt, die Bilder einer mit Elefantenkot bedeckten Jungfrau Maria veröffentlichen und „Piss Christ“ (ein Kruzifix, das in einem mit Urin gefüllten Glasgefäß steckt) als Kunst feiern, das öffentliche Subventionierung verdient, aber von einer plötzlichen religiösen Sensibilität ergriffen sind, wenn Mohammed das Objekt ist.

Wären sie nicht so heuchlerisch gewesen, könnte man ihre Ablehnung der Wiederveröffentlichung dieser Karikaturen verteidigen, weil guter Geschmack und Feingefühl manchmal über dem Nachrichtenwert stehen können. Schließlich veröffentlichen amerikanische Zeitungen allgemein – und zu Recht – aus grundsätzlichem Anstand keine Bilder von Leichen, welchen Nachrichtenwert auch immer sie haben.

Es gibt ein „Sensibilitäts“-Argument dafür die Karikaturen gar nicht erst zu veröffentlichen – damals im September, als sie das erste Mal in dieser dänischen Zeitung erschienen. Es ist aber nicht [mehr] September. Es ist Februar. Die Karikaturen wurden veröffentlicht und die Zeitung, die Herausgeber und Dänemark selbst werden wütend angegriffen. Nach vielfachen Brandstiftungen, verheerenden Boykotten und Drohungen Hände und Köpfe anzuschlagen hat das Thema nicht länger Nachrichtenwert, d.h. ob eine Zeitung sie veröffentlichen soll um die Leserschaft darüber informieren muss, was im Gang ist. Thema jetzt ist die Solidarität.

Der Mob versucht den westlichen Zeitungen, tatsächlich aber auch den westlichen Regierungen, zu diktieren, was ein legitimes Thema für Diskussion und Karikatur ist. Die Karikaturen haben nicht ansatzweise das künstlerische Niveau von Salman Rushdies Prosa, aber das ist nicht das Problem. Das Problem ist, wer entscheidet, was innerhalb der Grenzen dessen, was wir altmodisch als freie Welt bezeichnen, gesagt werden kann und was gezeichnet werden kann.

Der Mob hat das in einen Testfall für Redefreiheit im Westen gedreht. Die deutschen, französischen und italienischen Zeitungen, die diese Karikaturen abdruckten, machten das nicht, um zu informieren, sondern um sich zu widersetzen – um zu erklären, dass sie sich nicht vom Mob einschüchtern lassen.

Was im Raum steht, ist Angst. Der unausgesprochene Grund, dass viele Zeitungen [die Karikaturen] nicht abdrucken, ist nicht Sensibilität, sondern einfach Angst. Sie wissen, was Theo van Gogh passiert ist, der einen Film über die islamische Behandlung von Frauen machte und ein Messer in die Brust bekam, an dem ein islamistisches Manifest befestigt war.

Die weltweiten Krawalle und Verbrennungen sind Instrumente der Einschüchterung, Erinnerungen an van Goghs Schicksal. Die islamischen „Moderaten“ sind die Agenten und Interpreten des Mobs, die uns warnen, das nicht wieder zu tun. Und die westlichen „Moderaten“ sind ihre verängstigten Kollaborateure, die sagen: „Keine Sorge, machen wir nicht. Es sind diese Dänen. Wir sind sauber. Verschont uns. Bitte.“

Die Frauen der Ungläubigen: „Kriegsbeute“ des Islam

Raymond Ibrahim, 19. Februar 2018

Eine der größten, aber übersehenen (oder ignorierten) Tatsachen bezüglich islamischer Aggression und Gewalt rund um die Welt ist die, dass nichtmuslimische Frauen tendenziell die größten Opfer sind. Ein Bericht vom Januar, der die muslimische Verfolgung von Christen behandelt, stellt fest: „Die bedeutendsten Feststellungen waren, dass christliche Frauen zu den am stärksten geschändeten der Welt gehören, vielleicht auf eine Weise, die wir bisher nicht gesehen haben.“ Jeden Tag wurden sechs Frauen einfach deshalb vergewaltigt, weil sie Christinnen waren, stellte der Bericht fest.

Ein Großteil davon lässt sich zum islamischen Recht zurückverfolgen. Die inhärent brutale Scharia – ihre ultimative Quelle ist, Mohammed. ein Araber des siebten Jahrhunderts – ist für Frauen noch brutaler. Männer haben „Autorität“ über Frauen und dürfen sie wegen „Ungehorsam“ schlagen. Der Prophet sagte, Frauen sind beträchtlich weniger intelligent als Männer – es braucht zwei Frauen, um die Zeugenaussage eines Mannes auszugleichen – und die Mehrheit der Bewohner der Hölle besteht aus Frauen, die Mohammed darüber hinaus wegen ihrer Fähigkeit einen Mann von seinem Gebet abzulenken mit Eseln und Hunden verglich, was dieses damit ungültig macht.

Solche Frauenfeindlichkeit wird durch die Schlagzeile eines neuen Berichts bestätigt: „Britischer Regierungsbericht zu Scharia und systematischer Diskriminierung von Frauen … Opfer von Zwangsehe muss vor ihren Quälern erscheinen.“

Wenn das der Umgang mit muslimischen Frauen ist, sind nichtmuslimische Frauen doppelt verflucht: Sie sind als Ungläubige nicht nur automatisch „der Feind“, sondern werden als Frauen auch als noch minderwertiger als ihre bereits verachteten männlichen Gegenüber erachtet. Fügen Sie noch hinzu, das Frauen physisch schwächer – und physisch attraktiver – sind als Männer, und dann wird klar, warum sie weithin als zumindest „für das Eine, das Vergnügen des Mannes gedacht“ sind, wie ein Muslim einer Gruppe junger christlicher Mädchen sagte, bevor er eine von ihnen terrorisierte und ermordete. (Koran-Verse, die die sexuelle Versklavung nichtmuslimischer Frauen anregen und tief sitzende Vorstellungen von „Sex on demand“ [Sex auf Abruf] treiben solches Denken offensichtlich nur noch an.

Der untermenschliche Umgang mit nichtmuslimischen Frauen seitens jihadistischer Organisationen wie dem Islamischen Staat oder Nigerias Boko Haram – wo „ungläubige“ Frauen gekauft, verkauft, gruppenvergewaltigt, verstümmelt, zerstückelt und bei lebendigem Leibe verbrannt werden – als untermenschlich behandelt werden, ist aus ISIS-Videos bestens bekannt. Weniger bekannt ist, dass viele dieser Praktiken in der gesamten muslimischen Welt immer noch stattfinden, oft wuchernd; das deckte en Bericht aus dem Jahr 2016 auf:

Leider werden Frauen immer mehr zu Zielen [muslimischer] Terrorgruppen. Es gibt zahlreiche internationale Vorfälle, dass Frauen von radikal-extremistischen Gruppen entführt, vergewaltigt und zum Übertritt vom Christentum zum Islam gezwungen werden… Viele werden zudem auf offenen Märkten verkauft. Diese Brutalität ereignet sich nicht nur im Nahen Osten, sondern auch in Afrika und an vielen anderen Orten. In vielen dieser Länder sind Frauen Verfolgung ausgesetzt, weil man sie wegen ihres Geschlechts als Bürger zweiter Klasse betrachtet. Als sowohl geschlechtlicher wie religiöser Minderheit sehen sich christliche Frauen doppelter Verfolgung ausgesetzt. Obwohl wir keine genauen Zahlen haben, wissen wir, dass Millionen Frauen verfolgt werden… In diesen muslimisch dominierten Ländern wird christlichen Frauen systematisch ihrer Freiheit in Freiheit zu leben beraubt und ihnen werden grundlegende menschliche Güter des täglichen Bedarfs verweigert.

In Pakistan werden jedes Jahr rund 700 christliche und 300 hinduistische Mädchen entführt, versklavt und vergewaltigt. Das sind sehr hohe Zahlen, bedenkt man, dass Christen und Hindus jeweils nur ein Prozent der mehrheitlich muslimischen Bevölkerung des Landes ausmachen. Nachdem ein 9-jähriges christliches Mädchen von einem muslimischen Mann vergewaltigt worden war, der damit prahlte „andern jungen christlichen Mädchen denselben Dienst erwiesen zu haben“, erklärten örtliche Einwohner: „Solche Vorfälle ereignen sich regelmäßig. Christliche Mädchen werden als Ware betrachtet, die nach Gutdünken beschädigt werden darf. Sie zu missbrauchen ist ein Recht. Gemäß der Mentalität der [muslimischen] Gemeinschaft ist das nicht einmal ein Verbrechen. Muslime betrachten sie als Kriegsbeute.“ Das ist der Grund, dass Pakistan wütend empörte, als vor kurzem ein junges muslimisches Mädchen vergewaltigt und ermordet wurde, während die andauernden Vergewaltigungen und Ermordungen christlicher Mädchen (und Jungen) mit ohrenbetäubendem Schweigen begegnet wird.

Eine ähnliche Situation herrscht in Ägypten. Der Kongressabgeordnete Christ Smith bezeugte früher die „eskalierende Entführung, Zwangskonvertierungen und Zwangsehen koptisch-christlicher Frauen und Mädchen. Diese Frauen werden terrorisiert und folglich marginalisiert.“ Allein von 2008 bis 2013 wurden in Ägypten fast 600 Fälle von Entführung, Vergewaltigung und Zwangskonversion christlicher Frauen dokumentiert – wieder eine sehr große Zahl, bedenkt man, dass Christen schätzungsweise nur 10 Prozent der Bevölkerung Ägyptens ausmachen. Ein ehemaliger Kidnapper klärte vor kurzem auf, wie methodisch und praktisch institutionalisiert dieses Phänomen in Ägypten ist.[1]

Daher überrascht es nicht, dass, da die Zahl der muslimischen Migranten in Europa weiter zunimmt, die untermenschliche Behandlung und der sexuelle Missbrauch von „ungläubigen“ Frauen, die einst auf muslimische Staaten der dritten Welt beschränkt war, zu einer geläufigen Einrichtung im Westen geworden ist – und das nach derselben Logik. Wenn christliche Mädchen in Pakistan „für das Eine, das Vergnügen des muslimischen Mannes bestimmt“ sind, „dann sind deutsche Frauen für Sex da“. Sie ist nur eine von zahllosen Frauen in Europa, die von muslimischen Männern entehrt werden – während westliche Behörden versuchen dieses Phänomen zu unterdrücken und zu verbergen. Sogar als in Köln muslimische Migranten sexuelle Übergriffe an rund 1.000 Frauen begingen „war die Reaktion der Medien, die vorgeben sich um die Rechte und das Wohlergehen von Frauen zu sorgen, Zensur und die Nachrichten zu vergraben“, vermerkt ein weiterer Bericht:

Das ist dieselbe Reaktion, die die meisten westlichen Medien angesichts von Verbrechenswellen von Migranten zeigen. Zeugen werden zum Schweigen gebracht oder ignoriert und die Medien übernahmen ihre Verantwortung der wahrheitsgemäßen Berichterstattung nicht… Genau dasselbe passiert wie nicht anders zu erwarten in Schweden, einem Land, das einst ein Paradies für Feministinnen war, in dem Frauen nie da gewesener Freiheiten und Hyper-Gleichberechtigung genossen und das heute wegen seiner Sexualverbrechen und Gruppenvergewaltigungen bekannt ist.

Unter dem Titel „Rape, Murder and Misogyny: The Real Victims of the Migrant Crisis are Europe’s Women“[2 liefert der Bericht von Voice of Europe vom 14. Januar ein paar Beispiele:

  • In Österreich wurde eine 72-jährige Großmutter von einem afghanischen Minderjährigen vergewaltigt; als Folge davon verlor sie ihren Lebenswillen [und starb].
  • In Belgien wurde ein junges Mädchen von einem Migranten unter Drogen gesetzt und vergewaltigt, nachdem sie ihn nach dem Weg zum Bahnhof fragte.
  • In Frankreich wurden in Marseille zwei Teenager von einem Migranten erstochen.
  • In Deutschland wurde eine 19-jährige Studentin von einem afghanischen Miganten vergewaltigt und ermordet.
  • In Deutschland wurde eine 17-jährige erstochen, nachdem sie ihre Beziehung zu einem Migranten beendete.
  • In Italien wurde eine Polin in Rimini von vier Migranten gemeinsam vergewaltigt.
  • In den Niederlanden wurde ein junges Mädchen von einem Asylsuchenden in Kampen vergewaltigt und beinahe ertränkt.
  • In den Niederlanden wurde eine Frau von einer Gruppe Afrikaner vergewaltigt.
  • In Schweden wurde eine junge Frau erstochen, nachdem sie einen Asylsuchenden abgewiesen hatte.
  • In Schweden wurde eine Frau in einem Rollstuhl von einer Gruppe Migranten vergewaltigt.
  • In der Schweiz wurden sechs Frauen von einer „dunkelhäutigen Männern“ sexuell belästigt.
  • In Großbritannien gab es seit Jahrzehnten Gruppen muslimischer Männer, die weiße Mädchen zur Prostitution zwangen.

Erwähnenswert ist, dass die Beispiele oben nur die Spitze des Eisbergs sind. Bei einigen der vielen Geschichten, die (zum Zeitpunkt des Verfassens) nur in den letzten zwei Wochen ans Tageslicht kommen, brachen Moscheen besuchende Muslime ins Haus einer Britin ein und vergewaltigten sie wiederholt mit vorgehaltener Waffe; bei dem, was sie das als „entsetzlichen Angriff“ beschrieb, vergewaltigte ein Muslim eine weitere britische Frau, als sie auf einer öffentlichen Bank saß; drei Muslime verübten einen sexuellen Übergriff auf eine deutsche Mutter vor ihrem Kleinkind in seinem Kinderwagen; und Frauen-Unterhosen mit Alarm um Vergewaltiger

Die Voice of Europe fügt richtigerweise hinzu: „Wären diese Taten unter irgendwelchen anderen Umständen begangen worden, hätte man sie entweder als Kriegsverbrechen oder Verbrechen gegen die Menschheit eingeordnet. … Es ist klar, dass die wahren Opfer der Migrantenkrise Europas Frauen sind. Sie werden rasch die Freiheiten verlieren, die sie sich erkämpften und sind klare Ziele de Gäste, die in unseren Gesellschaften aufgenommen haben.“.

Um es anders auszudrücken: All die Hollywood-Stars, militanten Feministinnen und Krieger für soziale Gerechtigkeit, die auf ewig gegen den „Sexismus“ im Westen wettern – die aber nichts zu den weiblichen Opern des Islam zu sagen haben – sind keine „Verteidiger“ der Frauenrechte, sondern Außenseiter, die sich der Zerrüttung der westlichen Zivilisation nicht weniger verschrieben haben als die Terroristen, für die sie Entschuldigungen gefunden haben und denen sie praktisch Deckung geben.

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[1] Ein Teil dieser Aussage folgt: „Eine Gruppe Entführer trifft sich in eine Moschee um über potenzielle Opfer zu diskutieren. Sie haben die Häuser der Christen genau im Auge und beobachten alles, was läuft. Auf dieser Grundlage weben sie ein Spinnennetz um die Mädchen … Ich erinnere mich an ein koptisch-christliches Mädchen aus einer reichen, bekannten Familie in Minya. Sie wurde von fünf Muslimen entführt. Sei hielte sei in einem Haus, zogen sie aus und filmten sie nackt. In dem Video zog sich einer von ihnen ebenfalls aus. Sie drohten das Video öffentlich zu machen, wenn das Mädchen ihn nicht heiraten wüde… Die Entführer erhielten viel Geld. Die Polizei kann ihnen auf unterschiedliche Weise helfen und wenn sie das tut, dürften die Polizisten ebenfalls einen Teil der finanziellen Belohnung erhalten, die die Entführer von Islamisierungsorganisationen erhalten. In einigen Fällen liefert die Polizei den Entführern beschlagnahmte Drogen. Die Drogen werden dann den Mädchen verabreicht, um ihren Widerstand zu schwächen, während sie unter Druck gesetzt werden. Ich weiß sogar von Fällen, bei denen die Polizei Hilfe dabei anbot die Mädchen zu verprügeln, damit sie das islamische Glaubensbekenntnis aufsagen. Und de Wert der Belohnung siegt, wann immer das Mädchen eine hohe Stellung hat. Wenn sie zum Beispiel die Tochter eines Priesters ist oder aus einer bekannten Familie kommt… Die mir bekannte Salafistengruppe mietete Wohnungen in verschiedenen Gegenden Ägyptens, um die entführten Koptinnen zu verstecken. Dort setzten sie sie unter Druck und drohten ihnen, damit sie zum Islam übertreten. Und sobald sie volljährig sind, kommt ein extra dafür besorgter islamischer Repräsentant  herein, um den Übertritt offiziell zu machen, eine Urkunde auszustellen und ihren Ausweis entstprechend zu ändern. … Läuft alles nach Plan, werden die Mädchen in die Ehe mit einem strengen Muslim gezwungen. Ihe Ehemänner lieben sie nicht, sie heiraten sie einfach nur, um sie zur Muslima zu machen. Sie wird geschlagen und erniedrigt. Und wenn sie versucht zu entkommen oder zu ihrer ursprünglichen Religion zurückzukehren, wird sie getötet.“

[2] Vergewaltigung, Mord und Frauenfeindschaft: Die wahren Opfer der Migrantenkrise sind die Frauen Europas

Der dänische „Karikaturenstreit” (2) – Der Streit ist ein Kulturkampf, geht nicht um Karikaturen

Jonah Goldberg, townhall.com, 8. Februar 20o6

Hört auf von den Karikaturen. Es geht nicht um die Karikaturen.

Die Krawalle und Demonstrationen im gesamten Nahen/Mittleren Osten und Westeuropa (auch wenn sie hier in den USA noch nicht stattfinden) wegen einiger Karikaturen des muslimischen Propheten Mohammed haben parallel dazu im Westen einen intellektuellen Aufstand um die Natur der Rede- und Ausdrucksfreiheit ausgelöst. Viele Experten und Redakteure haben fieberhaft daran gearbeitet, dies als eine Debatte über die Richtigkeit des Abdrucks von Karikaturen zu halten. Einige Nachrichtenmedien ändern ihr Vorgehen so, dass sie „religiöse“ Empfindlichkeiten in der Zukunft nicht mehr kränken.

Die Anführungszeichen um das Wort „religiöse“ sollte alles sagen. Wir reden nicht über „Religion“. Wir reden von einer ganz bestimmten Religion – dem Islam. Glaubt wirklich irgendjemand, dass das Abbrennen dänischer Botschaften und Forderungen nach der „Abschlachtung“ der Verantwortlichen durch muslimische Protestierende tatsächlich die BBC oder der New York Times gelehrt haben evangelikalen Christen oder orthodoxen Juden gegenüber höflicher zu sein? Glaubt irgendjemand wirklich, dass arabische Zeitungen – oft in Staatseigentum – aufhören werden Bilder von Juden als Babykillern und hakennasigen Verschwörern aus der Nazizeit zu recyceln, weil sie zu der aufgeklärten Meinung gekommen sind, dass Worte verletzen können? Wenn man bedenkt, dass eine iranische Zeitung gerade einen Wettbewerb für die beste Holocaust-Karikatur ausgeschrieben hat, erscheinen die Chancen gering. Abgesehen davon: Warum sollte der Holocaust wegen etwas heruntergespielt werden, was eine dänische Zeitung gemacht hat? (Zu einem gewissen Teil bekommt diese Antwort die Ehre: „Es ist immer nützlich auf den Juden herumzuhacken.“)

Ich persönlich finde nicht, dass die Karikaturen sonderlich gut waren. Sie scheinen auch aus dem Wunsch heraus veröffentlicht worden zu sein Muslime zu beleidigen. Die Redakteure und viele, die sonst noch die Zeitung Jyllands-Posten verteidigen, sagen, sie hätten beweisen müssen, dass in Dänemark durch Muslime ein Klima der Angst erzeugt wurde. Sie bewiesen, dass es Muslime gab, die bereit waren ein Klima der Angst erzeugen, indem sie diese Muslime beleidigten. Sie waren erfolgreich.

Aber die Frage der „Beleidigung“ ist ebenfalls eine Ablenkung. Nehmen wir an, dass die Veröffentlichung der Karikaturen nur von dem Wunsch motiviert war die Muslime zu beleidigen – oder wenigstens einige Muslime. Was ändert das daran, wie wir die Ereignisse betrachten sollten? Wenn ich meinen Nachbarn unnötig beleidige, sollte ich mich schämen. Wenn er als Antwort mein Haus niederbrennt und droht meine gesamte Familie umzubringen, wen interessiert dann noch, was ich vorher gesagt habe? Es gibt die Forderung eines weltweiten islamischen Boykotts dänischer Produkte wegen etwas, das eine unabhängige Zeitung in einer freien Gesellschaft machte. (Der Boykott sollte den Verkauf dänischen Schinkens nicht treffen, Gott sei Dank.)

Überreaktionen gibt es gewöhnlich wegen etwas Größerem. Die Pointe an der Metapher des „Strohhalms“ ist die, dass kleine Dinge unverhältnismäßige Reaktionen auslösen können. Ein muslimischer Demonstrant in Großbritannien hielt ein Schild hoch, auf dem stand: „Zur Hölle mit der Freiheit!“ Glauben wir wirklich, dass eine Hand voll Karikaturen in Dänemark ihn von einem Jefferson-Demokraten in einen Jihadisten verwandelten? War der Träger des Schildes „Köpft die, die den Islam beleidigen“ bis vor Kurzem ein Pazifist?

Vielleicht, aber nur vielleicht, hatten diese Typen etwas auf dem Tisch, lange bevor sie von diesen Karikaturen auch nur gehört hatten.

Es scheint offensichtlich, mir zumindest, dass dies die Geräusche sind, die mit dem Zusammenprall von Zivilisationen daher kommen. Letztes Jahr verursachte die (falsche) Story der Newsweek, dass amerikanische Vernehmungsbeamte Korane die Toilette hinunter spülten tödliche Krawalle in Afghanistan. In Paris randalieren Muslime – oder drohen damit – gegen alles Mögliche von Schülerinnen ohne Kopftuch bis zu nicht genügend halal (erlaubtem) Brie. In der ganzen Welt leiden Muslime unter einer Mixtur aus legitimen Klagen und einem enormen Minderwertigkeitskomplex. Muslimische – und besonders arabische – Regierungen haben ein starkes Interesse daran derartige Dinge zu schüren, denn sie lenken von den eigenen, korrupten Regimen ab. Und die muslimische „Straße“ scheint jedes Mal darauf hereinzufallen.

Genauso auch große Teile der westlichen Presse. Sicher, es geht um die Meinungsfreiheit, aber es geht ebenso um viel mehr. Journalisten lieben es von der Pressefreiheit zu reden. Aber sie mögen nicht über die enorme Last auf den Schultern der muslimischen Welt zu reden und sie hassen es wirklich den „unterdrückten“ Völkern irgendetwas Beleidigendes zu sagen.

Das Außenministerium anzuprangern, weil es diese Karikaturen kritisiert, macht nur dann Sinn, wenn man diese Situation durch ein sehr enges Prisma betrachtet. Die US-Regierung kämpft einen konventionellen Krieg in zwei muslimischen Staaten und einen geheimen und diplomatischen „globalen Krieg gegen den Terror“, der die ganze weltweite muslimische Welt einbezieht. Mir gefällt auch nicht, wie die USA auf Dänemark herumhacken, aber wir sollten wenigstens erkennen, dass die Regierung Bush ein größeres Bild im Hinterkopf hat als die, die finden, dass es nur um ein paar Karikaturen geht.