Islam, Nationalsozialismus und Antisemitismus

Daniel Greenfield, Sultan Knish, 11. Mai 2010

Andrew Bostom und Robert Spencer haben beide kürzlich Texte geschrieben, die die Vorstellung, der islamische Antisemitismus sei ein Produkt von Nazi-Propaganda, kritisch beleuchten. Wie jeder anständige Leser des Koran bereits weiß, stammt der islamische Antisemitismus – wie die allgemeine Intoleranz gegenüber Nichtmuslimen – von Mohammed selbst. Während Mohammed aufgebrochen war die bestehenden Religionen der Region – einschließlich des Judentums und des Christentums – zu ersetzen, schaffte er es nur die Mehrzahl der örtlichen polytheistischen Religionen zu beseitigen. Zwar wurden während des mehr als ein Jahrtausend dauernden Besatzung des Nahen Ostens beträchtliche Anzahlen an Juden und Christen zwangsweise zum Islam konvertiert – doch die Religionen selbst überlebten.

Das stellt ein theologisches Problem für den Islam dar, der schamlos Material aus den heiligen Büchern sowohl der Juden als auch der Christen stahl und behauptete, dass Mohammed der Nachfolger beider Religionen sei. In Wirklichkeit aber hatte der Islam nur Erfolg damit die polytheistischen Religionen zu ersetzen, die sein wahrer Kern waren. Während also oberflächlich die Juden und Christen einen höheren Status einnehmen sollten als die Heiden, gingen die muslimischen Ressentiments gegen sie weit tiefer als gegen Religionen, die der Islam nicht als Teil seiner Abfolgekette betrachtete. Die täglichen muslimischen Gebete nehmen bis heute Bezug auf Juden und Christen.

„Weise uns den Geraden Weg. Den Weg derer, denen Du Deine Gnade erwiesen hat, nicht derer, die Deine Wut verdienten (wie die Juden), oder derer, die vom Weg abkamen (wie die Christen).“

Dieses Gebet eröffnet außerdem den Koran. Und es demonstriert deutlich mehr Feindseligkeit gegenüber den Juden als gegenüber den Christen. Wie der Koran selbst, der aus einer Zeit stammt, als die Muslime sich mit Juden im Krieg befanden, aber noch nicht signifikant mit den Christen.

Die obige Übersetzung [ins Englische] stammt übrigens aus der Hilali-Übersetzung, der populärsten sunnitischen Übersetzung des Koran. Muslime meiden allerdings den Gebrauch dieser Übersetzung gegenüber Nichtmuslimen; eine muslimische Seite erklärt: „Ich empfehle dringend, dass man eine alternative Übersetzung der Bedeutung nutzt; das Werk von Hilali & Khan ist die am wenigstens angemessene für Dawah-Arbeit; sie kommt bei Nichmuslimen als extrem bigott an… Scrollen Sie zu Sure 1,7 hinunter und stellen Sie sich vor Sie versuchten diese Übersetzung zu nutzen, um den Islam einem Christen oder Juden nahe zu bringen.“ Sure 1,7, auf die hier verwiesen wird, ist der oben zitierte Text. Dawah ist die islamische Missionierungsarbeit. Natürlich kommt das bei Nichtmuslimen als bigott an… weil es das ist.

Jetzt ist es möglich erschöpfend in die Details des Themas des islamischen Antisemitismus einzusteigen. Jede Menge solcher Arbeit ist geleistet worden. Ganze Bücher wurden zum Thema geschrieben, darunter von Andrew Bostom. Aber es reicht hier aus einfach herauszuheben, dass jedes Mal, wenn ein Muslim den Koran öffnet und jeden Tag, an dem er betet, er daran erinnert wird, dass Allah die Juden hasst und sehr wenig für Christen übrig hat. Es wäre sehr schwer vorstellbar, dass eine solche religiöse Indoktrination nicht in Fanatismus endet.

Der Nationalsozialismus hatte aber ebenfalls umfassenden Einfluss auf den modernen islamischen Antisemitismus. In einigen asiatischen Ländern wie Japan machte ihr Versuch den Antisemitismus zu exportieren die Bevölkerung vor Ort ratlos und verwirrte sie – doch im Nahen Osten war der Antisemitismus kein völlig neues Produkt. Die Nazis hatten den Antisemitismus nicht nur erfolgreich als eines ihrer Mittel der politischen Organisation der Heimat genutzt, sondern auch zur Bildung kulturübergreifender Verbindungen, indem Gemeinsamkeiten in anderen Teilen der Welt gefunden wurden. die Juden gaben den Nazis und den Islamisten eine Gemeinsamkeit. Natürlich nicht die einzige.

Haddsch Amin nimmt eine muslimische SS-Einheit abEinige aus der Nazi-Elite suchten wegen seiner Verbindung mit dem Judentum und dem, was sie als übertriebener Menschlichkeit empfanden, nach einem Ersatz für das Christentum. Indessen wollten die Islamisten begreifen, wie sie ihre Länder im Zug des Falls des osmanischen Reichs islamisieren könnten, während sie gleichzeitig de Modernismus in Frage stellten. Für die Nazi-Elite war der Islam faszinierend, weil dieser Gehorsam gegenüber der Obrigkeit betonte und Macht und Religion in einer Art vereinigte, die für sie reizvoll war. Für die Islamisten demonstrierte der Nationalsozialismus, wie eine reaktionäre Ideologie politische Organisation nutzen konnte, um ein Land zu übernehmen und es geistlich zurück ins Mittelalter zu bringen, während man immer noch in der Lage blieb global konkurrenzfähig zu bleiben.

Und so sollte der Hitler-Kult dem Koran etwas schulden, so wie die Muslimbruderschaft „Mein Kampf“ etwas schuldete – einem Buch, das in der muslimischen Welt immer noch eines der beliebtesten ist. Für muslimische Herrscher hatten westliche Diktatoren immer eine besondere Anziehungskraft, denn sie behielten ihre Macht, ohne der Liberalisierung nachzugeben. Doch für die muslimische Welt war der Nationalsozialismus mehr als nur eine Diktatur; er zeigte, wie politische Organisation in politische Macht überführt werden konnte. Und selbst nach Hitlers Niederlage wurden zahlreiche Putsche in der muslimischen Welt vom Nationalsozialismus abgeleitet – von säkular arabisch-sozialistischen wie dem Nassers in Ägypten bis hin zu radikalislamischen wie dem des Ayatollah Khomeini im Iran. Beide waren stark von Nazi-Propaganda beeinflusst.

Aber es war nicht diese Propaganda, die sie lehrte die Juden zu hassen. Muslime brauchten keine Lektion des Dritten Reichs, um die Juden zu hassen. Das war jedes Mal da, wenn sie den Koran öffneten. Was das Dritte Reich sie jedoch lehrte, war, dass Antisemitismus ein machtvolles Mittel der politischen Organisation sein konnte. Das war für die muslimische Welt ebenfalls keine völlig neue Idee. Immerhin hatte Mohammeds Feldzug gegen die Juden so viel damit zu tun mit dem Versprechen von Beute Anhänger zu gewinnen wie mit Religion. So sehr wie die Hitlers viel damit zu tun hatte für seine Versuche zu zahlen, den Kapitalismus und den Sozialismus miteinander zu verbinden und weder die Besitzer noch die Arbeiter vor den Kopf zu stoßen – wie es mit der Nazi-Ideologie funktionierte. Und im Verlauf der Jahrhunderte wurden muslimische Mobs von Männern geführt, die begriffen hatten, dass „Ibtach al Jahud“ (tötet die Juden) ein sicherer Aufruf war als „Nieder mit dem Kalifen“, aber dass der Mob, hatte er sich einmal versammelt und plünderte das jüdische Viertel plünderte, angefüttert genug sein könnte, sich auch des Kalifen anzunehmen.

Doch diese Art der Taktik schien plump im Vergleich mit dem, was die Nazis erreicht hatten. Also borgten sich die Islamisten viel von ihnen. Ihre Liebe zu Uniformen und Flaggen. Sogar ihr Gruß, wie man sie selbst heute noch von mehr als ein paar wenigen muslimischen Terrorgruppen wie der Hisbollah oder der KLA in der Praxis sehen kann. Auch ihre Ausnutzen des politischen Antisemitismus. Hätte es kein Israel gegeben, der politische Antisemitismus der Islamisten wäre auf innenpolitische Kampagnen gegen Judaisierung beschränkt geblieben – ein Thema, das das der Nazis kopiert, das aber vorher schon im Nahen Osten existierte. Doch die Existenz Israels erlaubte einem Großteil der in muslimischen Ländern lebenden Juden einen Ausweg und schuf Israel als Kompassnadel der Islamisten.

Für die Islamisten ist der Staat Israel ein Ansporn geworden, ein Weg die Herrscher der muslimischen Welt zu demütigen, indem man ihr fortgesetztes Versagen bei der Vernichtung Israels herausstellt. Das erlaubt es ihnen die Herrscher, die sie stürzen wollen, als schwach, korrupt und unfähig darzustellen – während sie versprechen, wenn sie erst einmal selbst an der Macht sind, Israel zu vernichten. Hier liegt die offensichtliche Analogie zur von den Nazis benutzten Propaganda. Und was der Erste Weltkrieg für die Nazis war – ein Thema der Demütigung Deutschlands, zu dem sie immer wieder zurückkehrten – ist der Staat Israel für die Islamisten. Und nachdem Generationen muslimischer Kinder eingetaucht in dieses Gebräu aus von Hass erfüllter Propaganda aufwuchsen, überrascht es nun überhaupt nicht, dass er Hass auf die Juden in der muslimischen Welt ein absolut psychotisches Level erreicht hat.

So, wie die Nazis die Alliierten zu besiegen in eine Symbol des Wiederaufstiegs Deutschlands drehten, der seine Demütigung im Ersten Weltkrieg wegwischen würde, so drehten die Islamisten das Töten der Juden in ein Symbol islamischen Wiederaufstiegs, der ihre Demütigung durch die Unabhängigkeit der Juden von muslimischer Herrschaft im Nahen Osten wegwischen wird. Dasselbe Thema, das in Deutschland ertönte, hatte in der Kultur der Ehre/Schande der muslimischen Welt weit mehr Reichweite. Und es hat geholfen den Krieg gegen die Juden zu schüren, da sogar säkulare muslimische Führer sich verpflichtet fühlten die Feindseligkeiten gegen Israel aufrecht zu erhalten, um die Islamisten hinter sich zu lassen.

Hisbollah bleibt in der TraditionDie Nazis lehrten die muslimische Welt sicher keinen Antisemitismus, aber sie lehrten die Islamisten durch ihr Vorbild, wie sie ihn besser zum Erreichen politischer Macht ausnutzen konnten. Die Islamisten lernten nicht den Antisemitismus selbst, sondern sie lernten von Nazi-Deutschland die Technik. Und es war nicht nur die Technik der Ausnutzung des Antisemitismus, sondern auch viele weitere Techniken politischer Organisation. Quasi-Faschismus bleibt heute im Nahen Osten bei politischen Gruppen weiter üblich, die die liberaleren Modelle aus England und Frankreich zugunsten der faschistischen und sozialistischen Modelle ablehnen. Das Ergebnis kann in politisch fortschrittlichen islamistischen Bewegungen gefunden werden, die die Medien beobachten, Fassaden-Gruppen nutzen, soziale Dienste für ihre Anhänger bieten, Uniformen nutzen, sich auf Unterstützung der muslimischen Diaspora verlassen – und den Rest der Ausbeute des Nationalsozialismus – natürlich auch des Kommunismus.

Für die große Masse der muslimischen Welt ist der Antisemitismus eine Überzeugung. Für die islamistische Elite jedoch ist er eine Technik. Eine von vielen, die ihnen zur Verfügung stehen. Er ist keine originäre Technik. Die Idee geht auf Mohammed zurück, aber sie ging ihm auch voraus. Hitler lieferte ein Beispiel der fortschrittlichen und gerissenen Nutzung, die möglich ist, um ideologische Reinheit zu fördern. Und die Islamisten haben von diesem Beispiel profitiert.

Der Krieg gegen die Ungläubigen

Clifford D. May, 21. Januar 2010

2001 wurden die Buddhas von Bamiyan aus dem sechsten Jahrhundert auf Befehl von Taliban-Führer Mullah Mohammed Omar gesprengt. Die Vereinigten Staaten und andere westliche Regierungen gaben Protestnoten aus. Afghanistans islamistische Herrscher zuckten nur mit den Achseln.

2010 wird Al-Kifl, das Grab des Propheten Hesekiel in der Nähe von Bagdad geschändet. Auf dem Grab befinden sich hebräische Inschriften und eine Bogen, in dem vor Jahrhunderten eine Torah ausgestellt war. Die Antikenbehörde des Irak löscht unter Druck von Islamisten die hebräischen Worte aus, entfernt hebräische Ornamente und plant auf dem Grab eine Moschee zu bauen.

Bis dato hören wir von fast niemandem Protest. Aber dies ist nicht einfach nur ein weiteres „Wo ist die Empörung?“. Der größere und alarmierendere Trend besteht darin, dass in einer wachsenden Zahl mehrheitlich muslimischer Länder ein Krieg gegen die nicht muslimischen Minderheiten geführt wird. Wo nicht muslimische Minderheiten „gesäubert“ wurden – wie in Afghanistan und dem Irak – richten sich die Angriffe gegen die Erinnerung an sie. Ethnische Minderheiten werden ebenfalls angegriffen: Der völkermörderische Konflikt gegen die schwarzen Muslime in Darfur ist nur das berühmt-berüchtigste Beispiel.

Verbinden Sie die Punkte: Letzte Woche setzten muslimische Jugendliche in Nigeria eine Kirche in Brand und töteten damit mehr als zwei Dutzend christliche Gottesdienstbesucher. In Ägypten leiden die koptischen Christen unter zunehmender Verfolgung, wozu diesen Monat vor einer Kirche Schüsse aus einem fahrenden Auto gehörten, durch die sieben Personen ermordet wurden.

In Pakistan wurden über Weihnachten christliche Kirchen bombardiert. In der Türkei haben die Behörden christliche Kirchen, Klöster und Schulen geschlossen. Gerade wurden auch in Malaysia Kirchen angegriffen, provoziert von dieser Beschwerde: Christen in den Kirchen nannten Gott „Allah“. Wie können die Ungläubigen es wagen, denselben Namen für den Allmächtigen zu benutzen wie die Muslime!

Ohne Zweifel missbilligen viele Muslime die Verfolgung der Nichtmuslime. Aber in den meisten mehrheitlich muslimischen Ländern riskieren Muslime, die offen gegen die Islamisten opponieren, als Abtrünnige gebrandmarkt zu werden. Und unter der islamistischen Interpretation der Scharia, des islamischen Gesetzes, verdienen Abgefallene den Tod.

Vor nicht allzu langer Zeit war der Nahe und Mittlere Osten eine facettenreiche Region. Der Libanon hatte Jahrhunderte lang eine christliche Mehrheit, aber das endet um 1990 – das Ergebnis von Jahren Bürgerkrieg zwischen den religiösen und ethnischen Gruppen des Landes. Die christliche Bevölkerung der Türkei hat in den letzten Jahren beträchtlich abgenommen. Die Islamisten ahben die Christen aus Bethlehem und anderen Teilen der Westbank getrieben; aus dem Gazastreifen sind seit der Machtübernahme durch die Hamas fast alle Christen geflohen.

Über Jahrtausende gab es im gesamten Nahen Osten jüdische Gemeinden. Die Juden des Iran führen ihre Geschichte 2.700 Jahre zurück, aber etwa acht von zehn iranischen Juden sind seit der islamischen Revolution von 1979 emigriert; nur etwa 40.000 sind übrig.

Die Juden des heutigen Saudi-Arabien wurden ausgerottet, kurz nachdem Mohammed und seine Jünger die neue Religion gründeten und im 7. Jahrhundert begannen ein neues Reich aufzubauen. Aber jüdische Gemeinden überlebten andernorts bis nach dem Zweiten Weltkrieg, als die Juden gezwungen waren ihre Häuser im Irak, in Libyen, Ägypten, Syrien, dem Jemen und anderen Ländern zu verlassen. In vielen Fällen wurden sie von Muslimen vertrieben, die von der Gründung des modernen Staates Israel erbost waren. Aber wie merkwürdig ist es, gegen die Schaffung einer sicheren Heimstatt und Heimat für Juden zu protestieren, indem man die eigenen jüdischen Bürger obdach- und staatenlos macht?

1947 wurde Pakistan auch als sichere Zuflucht gegründet – für indische Muslime. Der Gründervater des Landes, Moahmmed Ali Jinnah, war entschlossen, Pakistan gegenüber Hindus, Sikhs, Christen, Parsen und anderen tolerant sein zu lassen – das waren volle 20 Prozent der Bevölkerung zur Zeit der Unabhängigkeit. Das hat so nicht funktioniert und das Ergebnis ist, dass nicht muslimische Minderheiten heute nur rund drei Prozent der Bevölkerung Pakistans bilden.

Wenn die Punkte verbunden werden, entsteht ein gar nicht gutes Bild: eine „islamische Welt“, inder Terroristen oft mit Nachsicht betrachtet werden, manchmal mit Respekt und gelegentlich mit Verehrung, während Minderheiten sich zunehmender Intoleranz, Verfolgung und „Säuberungen“ ausgesetzt werden, wobei selbst ihre Geschichte ausgelöscht wird.

Und wir im Westen sind zu höflich, zu „politisch korrekt“ und vielleicht zu feige, um dazu viel zu sagen.

Wie man die Einreise von antisemitischen Immigranten in die USA verhindern kann

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Während der Wahlkampf voranschreitet, werden Beurteilungen der aufgeworfenen Themen enorm davon gefärbt, wer sie aufbringt. Da ich kein Amerikaner bin, betrachte ich solche Themen auf eine andere Weise. Ich konzentriere mich darauf, was für den Diskurs zu Antisemitismus und Antiisraelismus maßgeblich ist, egal wer es aufgebracht hat.

Hier sticht ein Thema heraus. Donald Trump hat vorgeschlagen, dass Immigranten auf ihre Überzeugungen hin überprüft und antisemitische Immigranten nicht in die USA hereingelassen werden sollten.[1] Es ist ein von der amerikanischen Gesellschaft akzeptiertes Axiom, dass es keine Rolle spielt, woher man kommt. Was zählt ist der Beitrag, denn man leistet oder der Schaden, den man anrichtet. Antisemiten schaden nicht nur Juden, sondern der Gesellschaft als Ganzer.

Trumps Vorschlag ist wegen der Resonanz extrem wichtig, die er als Teil des Wahlkampfs erhielt. Zudem schlug Trump vor, dass Immigranten befragt werden und ihre Einträge in sozialen Medien auf Beweise zur Befürwortung von Schwulenrechten, Gleichberechtigung der Geschlechter und Religionsfreiheit geprüft werden.[2]

Trumps Äußerungen zu diesem Thema sind von einer Erklärung negativ beeinflusst worden, die er im Dezember 2015 abgab. Er forderte „eine totale Einreisesperre für Muslime in die Vereinigten Staaten, bis die Repräsentanten des Landes herausfinden, was los ist“. Das war eine Stereotypisierung aller Muslime. Seine Äußerung bezog sich auf Statistiken des Center for Security Policy, die zeigen, dass „25% der Befragten zustimmten, dass Gewalt gegen Amerikaner hier in den Vereinigten Staaten als Teil des globalen Jihad gerechtfertigt ist“; 51% der Befragten „stimmten zu, dass Muslime in Amerika die Wahl haben sollten von der Scharia regiert zu werden“.[3][4] Ein halbes Jahr später sagte er, seine Äußerung sei nur ein Vorschlag.[5]

Der Vorschlag antisemitische Immigranten draußen zu halten ist angesichts der westeuropäischen Erfahrung ein weit wichtigerer Punkt. Trump sagte: „Über den Terrorismus hinaus haben, wie wir in Frankreich gesehen haben, Bevölkerungen aus dem Ausland ihre antisemitischen Einstellungen mitgebracht.“[6]

Eine große Studie der ADL zu Antisemitismus in der Welt hat festgestellt, dass die 10 Länder, in denen der klassische Antisemitismus am stärksten ist, alle muslimisch sind. Es wurde festgestellt, dass dort achtzig Prozent der Bevölkerung oder mehr Antisemiten sind.[7] Die Ergebnisse der westeuropäischen Politik der wahllosen Masseneinwanderung in Bezug auf muslimische Länder sind sowohl für Juden als auch für Israel auf viele Weisen desaströs gewesen. Ein wichtiges Beispiel: Im vorigen Jahrhundert wurden mörderische Angriffe auf Juden in Westeuropa von Muslimen verübt, die von außerhalb Europas kamen. In diesem Jahrhundert wurden alle mörderischen Angriffe auf Juden – die in Frankreich, Belgien und Dänemark stattfanden – von muslimischen Einwohnern Westeuropas verübt.

Wesentlicher muslimischer Terror hat Gesellschaften in verschiedenen europäischen Ländern getroffen. Der tödlichste Anschlag war der von 2004 in einem Bahnhof in Madrid, bei dem 191 Menschen getötet und 1.800 verletzt wurden.[8] Die Terroranschläge von London im Jahr 2005 töteten 52 Menschen und verletzten Hunderte.[9] Die Anschläge von Paris im November 2015 hinterließen 130 Tote und hunderte Verletzte.[10] Die Anschläge am Brüsseler Flughafen und in der Metro im März 2016 töteten 32 und verletzten viele weitere.[11] Beim Terroranschlag von Nizza im Juli 2016 wurden 84 Personen getötet und 200 verletzt.[12] Es hat viele weitere Anschläge und fehlgeschlagene Versuche gegeben.

Die Abfolge der Terror-Vorfälle in den Vereinigten Staaten war ähnlich. Die Mörder vom 9/11 kamen zum Töten aus dem Ausland. Seitdem hat es eine Serie an Morden durch einheimische Muslime gegeben, die das Ergebnis ihrer Interpretation ihrer Religion sind. Dazu gehören die Morde von Little Rock 2009[13] und Fort Hood im selben Jahr.[14] Andere waren der Bombenanschlag beim Boston Marathon 2013[15], die Morde von San Bernardino 2015[16] und die Morde in Orlando im Juni 2016.[17]

Man sollte das Offensichtliche nicht verstecken. Mit einer solchen Antiimmigrationspolitik könnte die Zahl der Muslime, denen die Einreise verwehrt wird, proportional höher sein als die anderer Religionen und Kulturen. Das spiegelt den höheren Prozentsatz an Vorurteilen unter Menschen aus mehreren muslimischen Ländern.

Es ist ratsam, dass jüdische Leiter erst dafür werben Immigration von Antisemiten zu untersagen, nachdem der nächste Präsident gewählt worden ist, um zu vermeiden in den Wahlkampf gezogen zu werden. In der Zwischenzeit haben in einem Artikel im Forward einige interviewte Juden wenig Verständnis für die mögliche Bedeutung von Trumps Vorschlag gezeigt.[18]

Nach der Wahl sollten jüdische Leiter praktische Pläne dafür entwickeln, wie man Immigranten befragt und überprüft. Die ADL hat eine weltweite Umfrage zum Prozentsatz des klassischen Antisemitismus in verschiedenen Ländern durchgeführt. Viele weitere Studien zu antisemitischen Einstellungen wurden im Verlauf der Jahrzehnte in verschiedenen Ländern durchgeführt. Diese Studien sind die Infrastruktur für Tests, um antisemitischen Immigranten und solche mit anderen Vorurteilen die Einreise in die Vereinigten Staaten zu verwehren.

Trump hat auf der nationalen Ebene ein wichtiges Thema eingebracht. Jüdische Leiter wären nie in der Lage gewesen das selbst zu tun. Man könnte sich fragen, wer von ihnen es gewagt haben würde das vorzuschlagen oder das auch nur gewollt hätte. Dies ist eine große Gelegenheit und die amerikanischen Juden sollten sie nicht ungenutzt vorübergehen lassen. Wenn sie es aber tun, dann werden einige amerikanische Juden einen hohen Preis zu zahlen haben, da immer mehr Antisemiten – einige davon gewalttätig – ins Land kommen.

[1] http://www.jta.org/2016/08/15/news-opinion/politics/donald-trump-says-anti-semitism-will-be-among-disqualifying-criteria-for-immigrants

[2] www.dailymail.co.uk/news/article-3740824/Trump-stop-issuing-visas-screenings-inadequate.html

[3] https://www.donaldjtrump.com/press-releases/donald-j.-trump-statement-on-preventing-muslim-immigration

[4] http://www.centerforsecuritypolicy.org/2010/09/13/shariah-the-threat-to-america-2/; zur Unterstützung von ISIS in der Welt siehe: http://www.pewresearch.org/fact-tank/2016/07/22/muslims-and-islam-key-findings-in-the-u-s-and-around-the-world/

[5] http://edition.cnn.com/2016/05/12/politics/donald-trump-muslim-ban/

[6] http://www.jta.org/2016/08/15/news-opinion/politics/donald-trump-says-anti-semitism-will-be-among-disqualifying-criteria-for-immigrants

[7] http://global100.adl.org/about; http://www.timesofisrael.com/the-10-most-anti-semitic-countries/

[8] https://www.britannica.com/event/Madrid-train-bombings-of-2004

[9] http://www.bbc.com/news/uk-33253598

[10] http://www.bbc.com/news/world-europe-34818994

[11] http://www.bbc.com/news/world-europe-35869985

[12] http://www.telegraph.co.uk/news/2016/07/15/nice-terror-attack-on-bastille-day-everything-we-know-so-far-on/

[13] http://www.nytimes.com/2010/02/17/us/17convert.html?_r=0

[14] http://www.cnsnews.com/news/article/patrick-goodenough/obama-six-years-later-calls-fort-hood-terrorist-attack

[15] http://www.history.com/topics/boston-marathon-bombings

[16] http://www.latimes.com/politics/essential/la-pol-sac-essential-politics-updates-medals-of-valor-awarded-to-cops-who-1473709812-htmlstory.html

[17] http://edition.cnn.com/2016/06/12/us/orlando-nightclub-shooting/

[18] http://forward.com/news/348174/donald-trump-has-a-plan-to-keep-out-anti-semites-does-it-make-any-sense/http://forward.com/news/348174/donald-trump-has-a-plan-to-keep-out-anti-semites-does-it-make-any-sense/