Exposé: Belgien begeht Selbstmord

Giulio Meotti, Israel National News, 9. Februar 2015

Wenn die Hauptstadt der Europäischen Union den Bach runter geht, geht Europa den Bach runter. Und die Einzelheiten sind schlimmer als man sich vorstellen kann.

Belgien hat die höchste Pro-Kopf-Zahl islamischer Terroristen, die zum Kämpfen nach Syrien und in den Irak gingen, als jedes andere europäische Land. Brüssel ist die Hauptstadt des heiligen Krieges wie auch der Europäischen Union.

Der erste europäische Bürger, der auf dem Schlachtfeld des Jihad starb, war Muriel Degauque, ein belgisches katholisches Mädchen. Sie stammte aus Charleroi, konvertierte zum Islam, änderte ihren Namen in Myriam und starb in der Nähe von Bagdad als menschliche Bombe.

Zwei Tage vor dem 11. September schafften es zwei in Belgien rekrutierte Tunesier den afghanischen Kommandeur Massud, einen Feind der Al-Qaida und der Taliban, zu töten.

Und die Terrorzelle der Bombenanschläge von Madrid 2004 kamen aus der Stadt Maaseik.

Wie konnte Maaseik, die Stadt des christlichen Malers Van Eyck, zum Zentrum islamischen Terrorismus in Europa werden?

Sie nennen es „Belgistan“; es ist die traurige Evolution eines wohlhabenden, gelangweilten und skeptischen Landes, einer Welt aus Cafés, Theatern, städtischen Vereinen, Weinen, geistreichen Gesprächen, Glockenspielen, Bibliotheken, begüterten Genossenschaften.

Brüssel war dazu bestimmt wie London, Paris oder Athen zu werden, DER Ort des nationalen Zusammenschlusses Europas. Der Homo Belgicus hätte das höchste Beispiel der Synthese des europäischen Durchschnittsbürgers. Doch das Land ist krank.

Belgien hält nicht nur den Rekord für Jihadisten in Europa, es ist auch das europäische Land mit der höchsten Selbstmordrate. Der bekannteste Selbstmord ist der des Nobelpreisträgers für Medizin Christian de Duve, der sich vor zwei Jahren vor seinen vier Kindern selbst tötete.

Sechs Selbstmorde pro Tag. Mit einer auf mehr als 20 pro 100.000 Einwohnern geschätzten Selbstmordrate bricht Belgien alle Rekorde in Westeuropa. Der weltweite Durchschnitt beträgt 14,5 pro 100.000 Einwohner. Selbstmord ist in der Tat die Hauptsterbeursache bei Belgiern im Alter von 25 bis 44 Jahren und liegt – hinter Autounfällen – bei den 15 bis 24-jährigen an zweiter Stelle.

Die tragische Statistik würde noch steigen, wenn wir die Tausenden Toten mitzählen, die unter dem Euthanasiegesetz stattfinden – mit sechs Toten pro Tag. Belgien ist auch Stätte des ersten „Supermarkt des Todes“. In Flémalle, einer belgischen Stadt nicht weit von Lüttich. Die Grabsteine? In der vierten Reihe. Die Kronen? Rechts in der Ecke. Die Särge? Links.

Ein Land, das von Nihilismus beherrscht wird, wo der Islam bereits die größte Religion ist. In den Schulen der Hauptstadt Europas hat das Lehren der muslimischen Religion die der Schüler katholischen Glaubens überflügelt. Volle 43 Prozent lernen Islam; dieselbe Zahl stand für Oberschulen bei 41,4; 27,9 Prozent nehmen Kurse in „säkularer Moral“ (Atheismus) und nur 23,3 Prozent entscheiden sich für Unterricht im katholischen Glauben.

Bereits heute ist einer von drei Menschen in Brüssel Muslim, der häufigste Name ist Mohammed und bis 2035 wird sie eine Stadt mit einer muslimischem Mehrheit sein.

Die großen Momente des Lebens wie Taufen, Hochzeiten und Beerdigungen sind in Belgien nicht länger mit dem Christentum verbunden; es ist ein Land, dessen Symbole lange die Kathedrale von Antwerpen, der Hund von St. Hubert und die (von Papst Martin V. gegründete) Universität Leuven waren.

Heue sind nur 7,2 Prozent der Eheschließungen in Brüssel katholisch, nur 14,8% der Kinder werden getauft und es dort sind nur 22,6 Prozent der Beerdigungen katholisch. Das ist das Ende des Katholizismus.

Vor kurzem entschieden die belgischen Behörden, dass der Grundfeiertage der europäischen Kultur wie Allerheiligen, Weihnachten und Ostern, durch die neutraleren „Herbstfeiertag“, „Winterfeiertag“ und „Frühlingspause“ ersetzt werden sollen. Und vor zwei Jahren hatte der säkularisierte Weihnachtsbaum sein Debüt, als Symbol eines Landes, das transparent, seelenlos geworden ist: ein Weihnachtsbaum aus Stahl, Lichtern und Videoprojektionen.

Gleichzeitig übernahm Belgien die radikalste Form des Multikulturalismus, den Europa je gekannt hat. 1974 erkannte die belgische Regierung offiziell die islamische Religion an. Das erste Ergebnis dieser Anerkennung war die 1975 erfolgte Übernahme der Integration der islamischen Religion in den Lehrplan der Schulen. Die Muslime in Belgien sind zu 75 Prozent fundamentalistisch.

„Eine radikalisierte Jugend, die westliche Werte ablehnt“, schreibt der flämische Journalist Hind Fraihi: „In Brüssel gibt es Inseln wie Molenbeek, wo man kaum glauben kann, dass man in Belgien ist.“

Derweil floriert die Mission. Die Gesamtzahl der zum Islam übergetretenen Belgier wird auf 20.000 geschätzt. In den Gerichten greift die Scharia in die Urteile von Richtern ein und in Antwerpen ist das erste Gericht eingerichtet worden, das nach islamischem Recht richtet. Öffentliche Schulen geben Halal-Mahlzeiten aus.

In den letzten Jahren sind in vielen Bereichen von Brüssel die Frauen verschwunden und tauchten unter voller Verschleierung wieder auf. Einen Steinwurf entfernt von den EU-Institutionen predigen Imame gegen Brüssel, die „Hauptstadt der Ungläubigen“.

Die Juden werden überall angegriffen.

Viele Kirchen bleiben von außen unverändert. Aber im Inneren sind viele zu Moscheen geworden, so wie die Maria-Hilf. In einer Kirche in Brügge wird das „Heilige Blut“ aufbewahrt, das ein Graf von Flandern nach den Kreuzzügen aus Palästina mitbrachte. Aber das „Winder der Verflüssgung“ sagten die Fremdenführer, findet nicht mehr statt und das schon seit mehreren Jahrhunderten.

Es ist vertrocknet. Das Symbol eines ausgetrockneten und verlorenen Europa.

Eigentlich beginnt der europäische Antisemitismus oben

Evelyn Gordon, Commentary Magazine, 11. Feb. 2015

Dass die Obama-Administration unerklärlicherweise abstritt, dass der Anschlag auf einen koscheren Supermarkt in Paris möglicherweise antisemitisch sein könnte, überschattete das andere Schmankerl an der Antisemitismus-Front von gestern. Deutsch-jüdische Organisationen aufgebracht, weil einer von der Bundesregierung eingerichteten Expertenkommission, die den Kampf gegen Antisemitismus beraten soll, kein einziger Jude angehört. Es ist schwer vorstellbar, dass eine Kommission zu – sagen wir mal – Vorurteilen gegenüber Muslimen oder Schwarzen Repräsentanten der ins Visier genommenen Gemeinschaft ausschließen würde. Doch die wichtigere Sorge besteht darin, dass ein Gremium ohen Juden eine der Hauptmanifestationen des modernen Antisemitismus ignorieren wird, wie eine weitere deutsche Entscheidung gerade letzte Woche veranschaulichte: Ein Gerichtsurteil, dass nichts Antisemitisches dabei ist eine Synagoge in Brand zu setzen, um gegen israelisches Handeln im Gazastreifen zu protestieren.

In den Fall involviert waren zwei deutsch-palästinensische Erwachsene, die im Juli Molotowcocktails auf die Wuppertaler Synagoge warfen und damit 800 Euro Schaden anrichteten. Das Gericht entschied, dass der Anschlag nicht antisemitisch war und ließ sie deshalb mit Bewährungsstrafen und gemeinnütziger Arbeit davonkommen. Und warum war das nicht antisemitisch? Weil die Täter, sagte das Gericht, nur versuchten auf den Gaza-Konflikt „aufmerksam zu machen“, der damals zwischen der Hamas und Israel tobte. Und natürlich ist nichts Antisemitisches dabei, wenn man Juden in einem Land angreife, um die Taten anderer Juden in einem anderen Land „aufmerksam zu machen“; sie sind doch alle Juden, oder nicht? Zweifellos würde das Gericht gleichermaßen verständnisvoll sein, wenn Israelis eine deutsche Kirche anzündeten, um auf dieses widerliche Urteil „aufmerksam zu machen“.

Das Urteil ist auch kein Ausreißer; es ist ziemlich repräsentativ für das Denken der deutschen Eliten. Letztes Jahr veröffentlichte Prof. Monika Schwarz-Friesel von der Technischen Universität Berlin eine Studie, die 10 Jahre Hasspost untersuchte, die an den Zentralrat der Juden in Deutschland und die israelische Botschaft in Berlin geschickt wurde. Zu ihrer Überraschung kamen nur 3 Prozent von Rechtsextremen, während mehr als 60 Prozent von gebildeten Mitgliedern „des sozialen Mainstream“ stammten. Und diese Briefe waren nicht bloße „Israelkritik“; sie beinhalteten klassisch antisemitische Äußerungen wie „Es ist möglich, dass der Mord an unschuldigen Kindern in eure lange Tradition passt“ oder „In den letzten 2000 Jahren habe ihr Land gestohlen und Völkermord begangen“.

Unnötig zu erwähnen, dass die gebildeten Eliten in anderen europäischen Ländern nicht viel besser sind. Letzten Monat z.B. bekam ein BBC-Reporter Feuer, weil er implizierte, dass der Anschlag auf den koscheren Supermarkt in Paris irgendwie gerechtfertigt sei, weil „die Palästinenser durch jüdische Hände auch enorm leiden“. Und erst letzte Woche „entschuldigte“ sich Britanniens Sky News dafür, dass man Bilder aus dem Gazastreifen zu einem Laufband zeigte, das während eines Interviews mit dem britischen Oberrabbiner zum Holocaust-Gedenktag „Erinnerung an Auschwitz“ zeigte; die „Entschuldigung“ verteidigte die ursprüngliche Entscheidung als „logisch“, obwohl zugegeben wurde, das sie im Nachhinein betrachtet „unglücklich“ war. Was könnte schließlich logischer sein, als implizit einen Krieg, bei dem rund 2.100 Palästinenser (und 72 Israelis“ getötet wurden, mit der vorsätzlichen Vernichtung von sechs Millionen Juden zu vergleichen?

In der Tat ist dieser Vergleich für viele Westler so „logisch“, dass während des Gaza-Kriegs Israels Holocaust-Museum Yad Vashem es für nötig befand einen besonderen FAQ-Bereich auf seiner Internetseite einzurichten, in dem erklärt wird, warum der Krieg nicht mit dem Holocaust vergleichbar ist, warum Palästinenser keine Opfer von Völkermord sind und warum der Gazastreifen kein Ghetto ist. Man sollte glauben, dass das selbstverständlich ist, doch in einer Welt, in der 35 Prozent der Deutschen sagen Israel behandle die Palästinenser genauso wie die Nazis die Juden behandelten und in der die Briten Israel stärker verabscheuen als jedes andere Land bis auf Nordkorea, ist das eindeutig nicht der Fall.

Kurz gesagt: Moderner Antisemitismus kann nicht bekämpft werden, indem man ein Problem angeht, das viel zu viele Mitglieder der gebildeten Eliten Europas nicht sehen wollen: Wer den heutigen Antisemitismus verbreitet, kommt in erster Linie aus ihren eigenen von Israel besessenen Reihen, nicht vom rechtsextremen Rand. Und man kann nicht anders als sich zu fragen, ob Juden bei der deutschen Expertenkommission genau deshalb außen vor gelassen werden, weil sie die Dreistigkeit haben könnten darauf hinzuweisen.

Die lange, blutige Spur, die zum Charlie-Hebdo-Massaker führte

Seit Jahren hat Europa es versäumt die Probleme mit dem radikalen Islam und Antisemitismus ehrlich einzuschätzen

Emanuele Ottolenghi/Benjamin Weinthal, New York Daily News, 9. Januar 2015

Das Menetekel für das grauenhafte Massaker bei der französischen Satire-Wochenzeitung Charlie Hebdo und die folgende, tödliche Geiselnahme in einem jüdischen Supermarkt in Paris war an der Wand. Die sich jetzt entfaltende Tragödie ist für jeden herzzerreißend, der immer noch glaubt, dass Europa eine offene Gesellschaft ist, die die Menschenrechte aller schützt. Ihre Wurzeln gehen tief und sollten niemanden schockieren. Immerhin waren die Voraussetzungen bereits durch Europas Selbstgefälligkeit und Leugnung des Risikos der steigenden Flut des islamischen Radikalismus und Antisemitismus geschaffen.

In Europa herrscht eine – von Vorurteilen und zweierlei Maß gespeiste – Kultur der Straffreiheit für den Antisemitismus, der den Anstieg des radikalen Islam im Verlauf der letzten Jahrzehnte begleitet hat. Europäer, die vom heutigen Anschlag schockiert sind, sollten sich die Statistiken des zunehmenden Antisemitismus seit dem Beginn der zweiten Intifada im September 2000 ansehen; seitdem wurden auf dem gesamten Kontinent Synagogen mit Brandbomben beworfen; Beschimpfungen, gewalttätige Angriffe und öffentliche Aufstachelung gegen Juden sind wieder alltäglich geworden.

Die Europäer sollten sich dran erinnern, dass eine vom Independent am Holocaust-Gedenktag veröffentlichte Karikatur, die den damaligen israelischen Premierminister Ariel Sharon zeigte, wie er ein Kind verspeist, den Preis für die beste politische Karikatur des Vereinten Königreichs des Jahres 2003 gewann. Seit damals sind verschiedene israelische Führungspolitiker in Nazi-Uniform oder als Yassir Arafat kreuzigende römische Zenturionen dargestellt worden – ein Aufguss der Christusmörder-Beschuldigung.

Sie sollten sich daran erinnern, dass es mehr als drei dauerte, bis die französische Regierung den Innenminister damit beauftragte einen Bericht zum Antisemitismus in Frankreich zu erstellen. Der Bericht wurde pflichtgemäß im Februar 2004 veröffentlich und von vielen Intellektuellen und islamischen Kommentatoren wegen seiner angeblichen proisraelischen Neigung gescholten und abgelehnt.

Sie sollten sich daran erinnern, dass Ilan Halimi, ein 23-jähriger französischer Jude, im Januar 20016 in Paris von islamischen Radikalen entführt, gefoltert und ermordet wurde. Sie sollten ihre Erinnerung dazu auffrischen, dass bei antiisraelischen Demonstrationen in Brüssel im Jahr 2009 Flaggen von Hamas und Hisbollah geschwenkt wurden, während Mainstream-Politiker neben islamischen Radikalen marschierten und den Gazastreifen mit Auschwitz gleichsetzten.

Ein Urteil eines Gerichts der Europäischen Union nahm die Hamas von der Liste der Terrororganisationen, aber europäische Regierungen können sich nicht einigen den politischen Flügel der Hisbollah als Terrororganisation zu führen, trotz des Anschlags der Gruppe auf EU-Boden in Bulgarien im Jahr 2012, bei dem für Israelis und ein Bulgare getötet wurden.

Sie sollten sich daran erinnern, dass im selben Jahr radikale Islamisten jüdische Schulkinder in der französischen Stadt Toulouse ermordeten.

Es dauerte fünf Jahre, bis die EU-Agentur für Fundamentale Menschenrechte eine Arbeitsdefinition für Antisemitismus formulierte; Grund war nahaltende Opposition derselben Kreise, die den steigenden Antisemitismus mit Antizionismus verbinden. Unter lang anhaltenden Angriffen zog die EU schließlich 2013 die Arbeitsdefinition zurück.

Es ist an der Zeit, dass mit dem Fühlen aufgehört wird und man zu denken anfängt, was es bedeutet, dass heute, im Januar 2015, Polizeibehörden in Paris alle jüdischen Geschäfte anwiesen früher zu schließen. Es ist an der Zeit über die Bedeutung der Tatsache nachzudenken, dass heute die Zentralsynagoge von Paris zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg geschlossen sein wird.

Die Tragödien dieser Woche sind nur die jüngsten Akte in einem furchtbaren Drama. Europas liberale Kultur hat zu lange danach gestrebt Antisemitismus als legitime Klage herunterzuspielen, die nur gelegentlich zu weit gehen und den radikalen Islam aufgrund von sozioökonomischer Nachteile und postkolonialer Schuldgefühle zu entschuldigen. Diese Kolumnisten, Intellektuellen, Akademiker und Führungspolitiker, die das Thema wechselten und von Islamophobie sprachen, um die Intoleranten zu beschwichtigen, haben jetzt den Wirbelsturm ihrer moralischen und politischen Feigheit geerntet.

Europa hat in seiner Mitte Antisemitismus nur allzu lange toleriert. Es ist lange überfällig, dass die Europäer anfangen Intoleranz Null Toleranz zu zeigen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (18.-24.01.2015)

Sonntag, 18.01.2015:

Die libanesische Armee hat eine Beschwerde bei UNIFIL eingereicht. Angeblich seien vier IDF-Fahrzeuge an die Grenze gekommen und es seien von Soldaten 2 Tränengasbehälter über den Grenzzaun geworfen worden. 3 libanesischer Soldaten hätten dadurch Verletzungen erlitten.

Mahmud Abbas prahlt, dass er sich dem Druck der USA widersetzt dem Internationalen Strafgerichtshof nicht beizutreten. Er hält den Antrag aufrecht.

Hisbollahs Al-Manar kündigt für den Angriff auf seine Terroristen schonmal Rache an. Und syrische Offizielle behaupten jetzt wieder den Beweis zu haben, dass Israel mit der Al-Nusra-Front zusammenarbeitet.

Montag, 19.01.2015:

Die IDF hat anscheinend die Eiserne Kuppel an der Grenze zu Syrien stationiert, weil Vergeltungsangriffe der Hisbollah befürchtet werden.

Dienstag, 20.01.2015:

Die IDF verstärkt jetzt wegen der Drohungen der Hisbollah auch ihre Kräfte an der Grenze zum Libanon.

Das Auto des pal-arabischen Professors, der eine Bildungsreise nach Auschwitz durchgeführt hatte, wurde abgebrannt. Der Professor ist sich sicher, dass das ein Anschlag arabischer Terroristen gegen ihn war.

Mahmud Abbas tönte wieder, als der japanische Premierminister bei ihm zu Besuch war: Israel muss zwischen Siedlungen und Frieden wählen. Wird Zeit, dass ihm jemand klar macht, dass er uns sein Kumpels mal wählen müssen – zwischen Friedfertigkeit und Anerkennung Israels einerseits und Konsequenzen andererseits.

Mittwoch, 21.01.2015:

Der terroristische Messerstecher stammt aus Tulkarm (PA-Gebiet); er hielt sich illegal in Israel auf. Er gab in der Vernehmung an, dass er „alles im Internet lernte“, was er für seine Tat brauchte.
Die Hamas bejubelte den Terroranschlag als „mutige Tat“. (Jede Menge PalAraber ebenfalls.)
Weniger als zwei Stunden nach der Tat gab es erste Karikaturen pal-arabischer Karikaturisen, die den Mordversuch bejubelten.
Der britische Außenminister Hammond nannte den Anschlag „feige und dumm“, den er untergrabe den Friedensprozess.

Am Magistratsgericht von Jerusalem wurde ein muslimischer Kleriker wegen Aufstachelung zu Gewalt und Rassismus angeklagt; er hatte in der Al-Aqsa-Moschee u.a. gepredigt, dass es an der Zeit ist die Juden abzuschlachten.

Heckmeck:
– Die EU-Außenbeauftragte Mogherini fordert einen „neuen Blick“ auf die Wiederbelebung der eingefrorenen Friedensgespräche zwischen Israel und der PA. Sie schlägt eine Erweiterung des „Nahost-Quartetts“ vor.

Donnerstag, 22.01.2015:

Beim gestrigen Terroranschlag in Tel Aviv wurden insgesamt 20 Personen verletzt. Inzwischen sind alle außer Lebensgefahr.

Die offizielle Hamas-Internetseite bezeichnet in einem Bericht über den Anschlag in Tel Aviv von gestern alle Israelis als „Siedler“.

Die US-Botschaft hat Amerikanern in Israel den Rat gegeben den Norden des Landes und öffentliche Verkehrsmittel in Tel Aviv zu meiden. Die Spannungen an den Grenzen zu Libanon und Syrien nehmen zu und in Tel Aviv gab es einen Terroranschlag.

Der iranische Verteidigungsminister hat gedroht, dass sein Land weiter die PalAraber in Judäa und Samaria mit Waffen versorgen und die Hisbollah stärken wird, um das „zionistische Gebilde“ zu bekämpfen.

Die ca. 10.000 israelischen Busfahrer sollen ein Training erhalten, das sie in die Lage versetzt Terroristen zu neutralisieren. Dazu gehört eine Ausbildung zur Erkennung von Verdächtigen, ein Kurs zur Entdeckung von Sprengsätzen und eine Krav-Maga-Ausbildung.

Die Einwohner des Nordens hören seit Jahren Geräusche, die sie für Grabungen von Terrortunneln durch die Hisbollah halten. Verteidigungsminister Ya’alon behauptete, das sei nicht so, sondern es handle sich um die Geräusche von Tierhufen. Jetzt ist ein Video veröffentlicht worden, das Ya’alons Behauptung wohl Lügen straft.

Ein vom PA-Fernsehen und vom PA-Tourismusministerium organisiertes Festival: Ein Mädchen tritt auf und singt von Safed, Tiberias, Akko, Haifa und Jaffa – als „Palästina“.

Freitag, 23.01.2015:

Drohungen von mehreren Seiten: Die Obama-Administration lässt wissen, dass Israel für Netanyahus Besuch im März „einen Preis zahlen“ wird. Ohne Obamas Wissen wurde er zu einer Rede in den Kongress eingeladen und hat diese Einladung angenommen. Ausgerechnet die Typen, die sich dem Israeli gegenüber die größten Unverschämtheiten herausgenommen haben, beschweren sich jetzt, dass Dinge gibt, die man einfach nicht macht und das gehöre dazu.
Die Hisbollah hat noch nicht konkret gedroht, aber dass sie etwas vor hat, scheint, um den Tod ihrer Terroristen in Syrien zu rächen, ist augenscheinlich.

Die arabischen Parteien haben sich jetzt doch entschlossen mit einer gemeinsamen Liste bei den Knessetwahlen anzutreten. Balad-Chef Jamal Zahalka lobt sich selbst über den grünen Klee, dass er und seine Partei das geschafft haben. Und er tönt: „Die vereinigte Liste ist unsere Antwort auf die rassistische Rechte und jeden, der die arabische Repräsentation in Israel eliminieren wollte.“ Also die übliche Hetze, wie gewohnt.

Samstag, 24.01.2015:

Die Fatah forderte – mal wieder – die PalAraber auf an Protestaktivitäten teilzunehmen und israelische Produkte zu boykottieren.

Ein arabischer Knessetabgeordneter warnte, Netanyahu und die Buchhandelskette Steimatzky würden für die Folgen verantwortlich sein, wenn das Satiremagazin Charlie Hebdo in Israel verkauft wird. Das sei ein sehr ernster, gefährlicher und dummer Schritt, der nichts mit freier Meinungsäußerung zu tun hat, sondern das Allerheiligste der Muslime prügelt und Unruhe und Wut unter den Arabern und Muslimen im Land bringen wird.
Steimatzky hat inzwischen den Verkauf der aktuellen Ausgabe in seinen Filialen abgeblasen; er wird nur online erfolgen. (Die Kette hat das Magazin seit Jahren verkauft und will das auch weiter tun, wurde angekündigt; der reine online-Verkauf gilt nur für die jetzige Ausgabe, nachdem es zuerst eine Sonderveranstaltung zum Verkauf der Ausgabe geben sollte.)

Wieder einer, der nicht begriffen hat, dass Appeasement nichts bringt: Avodas Schatten-Verteidigungsminister Amos Yadlin will Siedlern finanzielle „Anreize“ bieten, damit sie die Siedlungen verlassen.

War doch zu erwarten,…

dass die Verschwörungsidioten ganz schnell darauf kommen, wer „wirklich“ hinter den Morden in Paris steckt. Ganz vorne dabei war natürlich die jüdische Antisemitin Greta Berlin: Der Anschlag wurde vom Mossad ausgeführt. Von wem auch sonst, möchte man sie fragen. Ihre „Free Gaza“-Mitgründerin Mary-Hughes Thompson twitterte entsprechend: “#Hebdo killings indefensible. Can’t help thinking #JSIL Mossad false flag though.” (#Hebdo Morde unentschuldbar. Kann aber nicht anders als denken #JSIL Mosaad False Flag. – Anmerkung heplev: false flag ist eine Aktion, die man durchführt, um sie anderen in die Schuhe zu schieben; JSIL soll „Jüdischer Staat in der Levante“ heißen und ist eine herabwürdigende Bezeichnung Israels)

Dass Idioten von überall in dasselbe Horn stoßen, ist klar. Auf Facebook fragte eine Userin in einem lokalen „Nettwerk“, ob in der Gruppe nicht eine Solidaritätsaktion für die Opfer gestartet werden solle (der Eintrag ist inzwischen gelöscht). Da stellte als dritter ein Solidaritäts-Poster für die „Palästinenser“ ein. Zwei Einträge später war einer mit einer „False-Flag“-Meldung da, der sich aufregte, die anderen sollten endlich die Augen aufmachen. (Der schloss sich einen Tag später einem Aufruf an eine Solidaritätsdemo für die Opfer in der Stadt zu machen, mit der zu Frieden und Toleranz aufgerufen wird.) Zu weiteren Schwachmaten gehörten diese hier:

Hebdo-Astloecher01

Hebdo-Astloecher02

Aber es gibt auch weitere Vollpfosten und Gesinnungsschweine, die nicht dem gemeinen Volk und Pöbel angehören, sondern in angeblich ernst zu nehmenden Medien verortet sind. Wegen diesen schrieb heute Klaus Kelle auf Facebook:

Es ist kaum zu fassen. Da greifen islamistische Terroristen französische Bürger an und töten sie, während sie dazu “Allahu Akbar” rufen. Die Täter sind polizeibekannte Islamisten, mindestens einer war in Jemen im Terror-Ausbildungscamp, sie bekennen sich gegenüber einer Geisel zu al Kaida und freuten sich gegenüber der Polizei auf den “Märtyrertod” . Und sie überfallen einen jüdischen Supermarkt und töten dort vier Menschen. Und tatsächlich gibt es bereits jetzt in Deutschland “Berichte” in “unabhängigen Medien”, die schreiben, die ganzen Ereignisse der vergangenen 48 Stunden in Frankreich seien eine “false flag”-Aktion, hinter der der israelische Geheimdienst Mossad steckt – und dieser Dreck wird von Tausenden Leuten im Internet weiterverbreitet. Ich glaube langsam, die ganze Verschwörungs-Szene in Deutschland ist reif für die Klappse….

Wer nicht glaubt, dass das tatsächlich so ist, hier ein paar Links:

Die International Business Times fragte auf Twitter ausdrücklich (inzwischen entfernt und bedauert): „Charlie Hebdo-Anschlag und Mossad-Verbindung: Lässt Israel seine Wut wegen Frankreichs Anerkennung eines Palästinenserstaats ab?“

Im WDR 5dokumentiert von Gerd Buurmann, unbedingt lesen!!!!! – gab es ein Tagesgespräch, in dem darauf herumgeritten wurde, dass an dem Anschlag letzen Endes „wir“ schuld sind, unsere westliche Gesellschaft, die einfach nicht sensibel und gerecht genug mit Minderheiten im Allgemeinen und Muslimen im Besonderen umgeht. (Und auch hier durfte „Israel-Palästina“ nicht als Mitursache für muslimischen Terror im Westen fehlen!)

Das nur als kleinen Ausschnitt aus dem Sumpf der geistig Verwirrten, die die Frechheit haben uns belehren zu wollen, wie die Welt zu funktionieren hat und wie wir zu denken haben.

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weitere Charakterschweine:

Hebdo-Astloecher03

Darunter geht es weiter (das verlinkte Zitat):

Hebdo-Astloecher04

Und in der Folge tobt sich der Mob der Verschwörungsanhänger aus…
Es ist mir allerdings bisher nicht klar, ob Oliver Michael von Anhalt-Quelinburg das teilte, um es als Idioten-Beispiel zu geben (das würde das Smiley andeuten) oder ob der die Meinung der Irren teilt, die teilte (den Verschwörern in den Kommentaren wird freier Lauf gelassen).

Die Astlöcher von Anonymus dürfen natürlich auch nicht fehlen:

Hebdo-Astloecher05

Und dass ein „Netzwerk“, das sich nach Voltaire benennt, ausgerechnet nichts Besseres zu tun hat als antiwestliche bis antisemitische Verschwörungstheorien zu verbreiten, sich auch auf die Seite derer schlägt, die „beweisen“, dass der Islam nichts mit den Morden zu tun hat und die Terrormörder keine Muslim-Extremisten waren, sollte auch nicht verwundern. Denn bei diesen Irren ist der Islamist ein primitiver, militärisch nicht ausgebildeter Stümper ohne richtige Sprachkenntnisse, der nicht gezielt morden kann, vor Morden immer erst einmal Dinge zerstört und so lange am Ort des Geschehens wütet, bis er den „Märtyrertod“ stirbt.

Christian Bommarius und die Frankfurter Rundschau können auch nicht anders als behaupten, die islamistischen Terroristen und die „islamophoben Radikalen“ seien sich noch nie so nahe gewesen und die AfD würde sich der Morde in Paris „sogleich bemächtigen, als die Leichen noch warm waren“.

„Unsere“ Muslime:
– Bekir Alboga von der DITIB distanziert sich nicht nur von den Tätern, sondern auch von den Opfern. Die macht er zumindest mitverantwortlich für ihre Ermordung. (Und der Deutschlandfunk fragt nicht kritisch nach.)

Eine besondere Variante gibt uns Julian Assange zu Wissen: Für den Terroranschlag auf Charlie Hebdo ist die „jüdisch Pro-Zensur-Lobby“ verantwortlich zu machen.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (04.-10.01.2015)

Sonntag, 04.01.2015:

Wieder die immer selbe Drohung: Sollte Israel die Gelder weiter zurückhalten, die es eingefroren hat, dann wird es die Gebiete wieder selbst am Hals haben.

Die ach so moderate Fatah ließ wissen, dass Netanyahu im Internationalen Kriminalgerichtshof „bald gehenkt“ wird. Der erste Fall der „Palästinenser“ vor dem ICC soll der Gazakrieg mit seinen angeblichen Kriegsverbrechen Israels werden.

Heckmeck:
– Mahmud Abbas verkündete, er wolle den Antrag beim Sicherheitsrat erneut einreichen und diskutiere das derzeit mit Jordanien.

Montag, 05.01.2015:

Grundsätzliches von Mahmud Abbas: „Kein Frieden ohne Jerusalem als unsere Hauptstadt.“

Obamas Außenministerium schimpfte gegen Israels Einfrieren der PA-Gelder. Dieser Vergeltungsakt würde die Spannungen erhöhen.

Dienstag, 06.01.2015:

Hamas rechtfertigt, dass Hitler die Juden ermordete – und vergleicht dazu Mohammed mit Hitler.

Nach Angaben des ICC in Den Haag hat die PA die juristische Zuständigkeit des Strafgerichtshof zur Untersuchung von (angeblichen) Kriegsverbrechen Israels im letzten Gazakrieg anerkannt.

War auch wieder klar: Die EU verurteilte die Zurückhaltung der PA-Gelder durch Israel.

Der Personenschutz für mehrere israelische Minister wurde immens verstärkt, nachdem es in letzter Zeit vermehrt Todesdrohungen gegen sie gegeben hat (die vor allem über die sozialen Medien ausgesprochen wurden).

Die Amerikaner überlegen ihre jährlichen $440 Millionen für die PA zu streichen, weil Abbas sich nicht von seinen einseitigen Schritten abzuhalten war.

Die Zahl der versuchten Sprengstoffanschläge gegen Juden in Judäa und Samaria hat sich im letzten Jahr verzehnfacht.

Mittwoch, 07.01.2015:

Ban Ki-moon verkündete, dass der Antrag der PA auf Beitritt zum ICC angenommen ist und kündigte an, dass „Palästina“ am 1. April gültig wird. (Passt, das Datum – auch wenn das Ganz ein ausgesprochen schlechter Witz ist.) Das US-Außenministerium ließ lapidar wissen, die PA sei für eine Mitgliedschaft nicht qualifiziert (wurde nicht weiter ausgeführt), begrüßte der Präsident der die Versammlung der Mitgliedsstaaten den „Staat Palästina“.

Heckmeck:
Frankreichs Außenminister Fabius warnte Abbas davor den Antrag auf Anerkennung als Staat dem UNO-Sicherheitsrat erneut vorzulegen. Er solle Israel nicht gegen sich aufbringen. Trotzdem würde Frankreich vermutlich den Antrag wieder unterstützen.

Donnerstag, 08.01.2014:

Saeb Erekat findet den Islamischen Staat nicht gut. Das wird aus folgendem Vergleich ersichtlich: Die Siedlungsaktivitäten müssen an die Kandare gelegt werden, genauso wie die Gräueltaten des IS in Syrien und dem Irak.

Ein Op-Ed in der offiziellen PA-Zeitung lobt den Terroristen, der in der Altstadt auf zwei Grenzpolizisten einstach; er lehre „alle arabischen Einwohner auf die Zionisten einzustechen“.

Ein israelischer IS-Kämpfer aus Nazareth hat nach sechs Wochen jetzt doch die Erlaubnis bekommen, wieder nach Israel einzureisen.

Eine Bombenattrappe sorgte für die Evakuierung der israelischen Botschaft in Montevideo (Uruguay).

Freitag, 09.01.2014:

Großzügig: Der UNO-Gesandte der PA sagte, der ICC könne die israelischen „Kriegsverbrechen“ ab sofort untersuchen, also bevor die PA offiziell dem Vertrag beigetreten ist.

Gedankenverlorenes Territorium: EU finanziert Echo-Raum für antiisraelische Akademiker und Aktivisten

Preoccupied Territory, 1. Januar 2015

Brüssel, 31. Dezember – Offizielle Vertreter der EU-Kommission haben einen Zuschuss genehmigt, mit dem der Entwurf und Bau eines besser isolierten Echo-Raums* für Politiker, Aktivisten und Akademiker gesponsert wird, die gegen Israel sind. Kommissionssprecher Wyrol JaMann sagte heute den Repräsentanten mehrerer antiisraelischer Organisationen, dass die Kommission ihren Antrag genehmigt hatte und dass die Arbeit an Entwurf und Bau innerhalb weniger Wochen beginnen könnte.

Kritiker Israels haben sich seit Jahren beschwert, dass sie nicht in der Lage gewesen sind sich völlig von Informationen oder Meinungen zu isolieren, die nicht mit ihrer vorgefassten, negativen Sicht Israels übereinstimmen, obwohl sie sich mit gleichgesinnten Kollegen umgeben, Kontakte Andersdenkender in den sozialen Medien blockieren und ähnliche Strategien zur Erhaltung eines monolithischen, selbstgefälligen Kreises von Antizionisten pflegen. Der bestehende Echo-Raum streichelte erfolgreich das Ego der Personen darin, geben die Organisationen an, aber seine Fähigkeit alle widersprechenden Ansichten und ihren Standpunkten widersprechenden Fakten zu entfernen war wenig zufriedenstellend.

Um das Eindringen verderblicher Ansichten, dass Israel und seine Politik positive Phänomene darstellen könnten, bildete eine Gruppe aus Aktivisten, Akademikern und Politikern eine Organisation namens „Progressive Rights and Education Activists Combating Hard Teachings Opposing True, Honest Ethnic Cleansing of Hebrew Occupation in Indigenous Regions“ (PREACHTOTHECHOIHR**) Harte Lehren bekämpfende Aktivisten für progressive Rechte und Bildung gegen wahre, ehrliche ethnische Säuberung hebräischer Besatzung in indigenen Regionen). PREACHTOTHECHOIR wandte sich früher in diesem Jahr wegen Unterstützungsgeldern an die EU-Kommission, während die Kämpfe um den Gazastreifen tobten und Mitglieder der Organisation zu der Erkenntnis kamen, wie schwer es mit ihren derzeitigen Ressourcen war Menschen oder Gruppen komplett zu übertönen, die darauf bestanden Israels Selbstverteidigung und Legitimität zu rechtfertigen.

Ein effektiverer Echo-Raum, argumentierte der Vorschlag, würde die europäischen Werte fördern, indem er Kritikern und Feinden Israels gestattet ungehindert ihre Suche nach der Beseitigung von Juden als beträchtliche Präsenz von der Landkarte zu verfolgen, ein durch und durch europäisches Unterfangen. „Die von abweichenden Stimmen ausgehende Gefahr kann eliminiert werden, wenn man verhindert, dass diese Stimmen unsere Ohren erreichen“, schrieb Linguistik-Professor Noam Chomsky in seinem Empfehlungsbrief zur Unterstützung des Vorschlags.

PREACHTOTHECHOIR hat vor mit einem Ingenieur handelseinig zu werden, der den Raum entwickeln soll. Da Akustik das angemessene Ingenieurgebiet ist, erwähnt der Vorschlag natürlich als bevorzugten Kandidaten Professor Arthur Butz von der Northwestern University, dessen Fachkompetenz Elektrotechnik ist, der aber seine Lorbeeren als „Ingenieur“ genutzt hat, um seinem den Holocaust leugnendes Buch von 1976 Glaubwürdigkeit zu verleihen, in dem Fachkompetenz in Elektrotechnik gleichermaßen irrelevant ist.

 

* Der englische Begriff „echo chamber“ bezeichnet auch Leute, die einfach nachplappern, was ihnen von anderen vorgegeben wird und ihnen in den Kram passt, ohne dass sie darüber nachdenken und auf Fakten und Richtigkeit überprüfen.
** „preach to the choir“ – wörtlich: dem Chor predigen – heißt im Deutschen so viel wie „offene Türen einrennen“.