Mir ist egal, dass Muslime sich vor Synagogen stellen

Marc Goldberg, Times of Israel blogs, 21. Februar 2015

In der Folge eines terroristischen Mordes an einer Synagoge in Kopenhagen haben viele norwegische Muslime sich entschlossen Solidarität mit der dortigen jüdischen Gemeinde zu zeigen. Sie werden eine Position außerhalb einer Synagoge beziehen, um sie zu „beschützen“, indem sie einen „menschlichen Friedensring“ darum bilden.

Ich wünschte, sie täten das nicht.

Oberflächliche Solidaritätsbekundungen sind gut und schön, aber was wir brauchen ist etwas weit Reelleres. Kein vernünftiger Mensch hat jemals bezweifelt, dass es jede Menge Muslime da draußen gibt, die glücklich sind Seite an Seite mit Juden zu leben. Ich würde es aber lieber sehen, dass die muslimische Gemeinschaft aktive Maßnahmen ergreifen, um den Extremismus in ihren eigenen Moscheen, Schulen und Institutionen einzudämmen. Das brauchen nicht nur die Juden, das brauchen alle.

Wird irgendeiner der Politiker Europas, in deren Händen die Macht liegt den islamischen Extremismus anzugehen, überhaupt irgendetwas tun um sicherzustellen, dass man sich mit dem wirklichen Problem beschäftigt?

Vielleicht könnten sie daran arbeiten den islamischen Extremismus zu entgegenzuwirken, statt den Premierminister Israels anzugreifen, weil er den Juden sagt, sie sollten Aliyah machen. Natürlich würde ich von europäischen Politikern nichts anderes erwarten als von Aufrufen des israelischen Premierministers Europa den Rücken zu kehren und nach Israel zu ziehen empört zu sein. Solche Aufrufe dienen als Erinnerung an das europäische Versagen, wenn es darum geht das Judentum als integrierten Teil Europas zu akzeptieren.

Der Zionismus ist eine jüdische und eine europäische Ideologie. Er wurde in Europa als Reaktion auf einen Hass auf Juden geboren. Eines Hasses, dessen Name – Antisemitismus – von einem Judenhasser geprägt wurde, der seinen Hass wissenschaftlicher klingen lassen wollte. Jedes Mal, wenn Sie jemanden argumentieren hören, er könne nicht antisemitisch sein, weil er selbst Semit ist, sehen Sie, dass diese Bemühung Früchte trägt.

Der einzige Grund, dass Israel existiert, ist Europas schäbiger Umgang mit den Juden. Die Tatsache, dass Juden im 21. Jahrhundert Europa weiter verlassen, um in Scharen nach Israel zu gehen, ist eine brutale Erinnerung an das europäische Versagen gegenüber den Juden. Kein Wunder, das europäische Politiker es persönlich nehmen – es ist eine brutale Anklage ihrer Unfähigkeit.

Im April gibt es in Southampton eine Konferenz unter dem Titel „Internationales Recht und der Staat Israel“. Der Zionismus wird auf Grundlage von Menschenrechten attackiert werden. Das ist Europas großes Thema. Die linke Brutstätte für Ideen von Toleranz, Aufklärung und viele andere nette, puschelige Philosophien werden immer ein Problem haben; er ist eine jüdische Ideologie, der dem „aufgeklärten“ Europa den Spiegel vorhält und ihm sein wahres Gesicht zeigt.

Wie aufgeklärt kann Europa denn sein, wenn die Juden dort kein Zuhause finden können? Statt sich mit den Folgen einer solchen Frage zu beschäftigen, würden europäische Intellektuelle weit lieber Israel attackieren und delegitimieren. Das ist einfacher und benötigt weit weniger Prüfung des eigenen Gewissens.

In Southampton wird man die üblichen Einwände gegen Israel ausrollen. Israel wird als ethnischer Staat angegriffen werden, der nicht allen seinen Bürgern Menschenrechte oder Demokratie bietet. Es wird als die Vorherrschaft einer Gruppe betreibend verschrien werden, obwohl es in Wirklichkeit schlicht das Ergebnis davon ist, dass Juden einen Staat gründeten, in dem sie die Gleichberechtigung finden können, die sie in Europa entzogen bekamen. Hätte Europa den Juden diese Rechte geboten, dann wäre der Zionismus natürlich gar nicht erst entstanden.

Darüber hinaus: Hätten die Europäer es geschafft ein Umfeld zu schaffen, in dem Juden als Gleichberechtigte behandelt werden, würden sie jetzt nicht fliehen.

Der Zionismus dient dazu den Europäern zu sagen, dass die Gesellschaften, auf die sie so stolz sind, dabei sind zu scheitern. Diese Kritik ist der Grund, dass wir solch eine heillose Abwehrhaltung in einem Interview auf Channel 4 erleben, wo einem israelischen Journalisten, der Antisemitismus offenlegte, „Provokation“ vorgeworfen wurde. Wir sehen ihn, wenn Politiker auf den Aufruf eines israelischen Premierministers Juden auffordert Europa zu verlassen, mit rechtschaffener Empörung und persönlichen Angriffen reagieren.

Es ist viel einfacher das irrelevante Handeln einer Reihe von muslimischen Aktivisten zu feiern oder Bibi Netanyahu zu attackieren oder sogar bewaffnete Wachen vor Synagogen zu stellen, als die darunterliegenden Probleme in der europäischen Gesellschaft zu verändern, die sicherstellen, dass tausende junger europäischer Muslime loslaufe, um im Islamischen Staat zu kämpfen und zu sterben.

Es ist dieses europäische Bedürfnis vorzugeben, dass alles gut ist, das zu dem Narrativ geführt hat, das wir überall um uns herum erleben. Das ist der Grund, dass wir jede Menge über Lassanna Bathily hören, der für seine Rolle beim Verstecken von Juden während des Anschlags au feinen koscheren Supermarkt in Paris mit der französischen Staatsbürgerschaft geehrt wird, aber nicht über das heldenhafte Verhalten von Yoav Hattab. Er wurde getötet, als er einen Terroristen angriff, der bereits vier Menschen getötet hatte. In diesem Zusammenhang ist es Bathily, der zum Helden gemacht wird, während Hattab auf ein paar Nachrichtenmeldungen und einem Grab in Jerusalem überlassen wird.

Hattab, der Sohn des Oberrabbiners von Tunesien, passte nicht in ein europäisches Narrativ, das lieber einen Muslim als Helden gelobt sehen möchte, weil er Juden im Kühlschrank versteckte und weglief, als einen Juden, der einen bewaffneten muslimischen Terroristen angriff und dabei getötet wurde. Das erste Narrativ fördert den Mythos der Koexistenz, der es Politikern gestattet Aufrufe zur Bekämpfung des islamischen Extremismus abzuleiten, dem sie es erlaubt haben während ihrer Zuständigkeitszeit aufzublühen. Letzteres könnte – was der Himmel verhüten möge – dafür sorgen, dass Juden ermutigt werden lieber für sich zu kämpfen als weiter den Soldaten an ihrer Türschwelle und der Regierung und Parlament ausgeliefert zu sein.

Wenn europäische Politiker glücklich damit sind Wachen vor jüdische Ziele zu stellen und es ablehnen das Problem des radikalen Islam anzugehen oder es überhaupt beim Namen zu nennen, dann wissen wir, dass die Dinge sich nicht ändern werden. In diesem Europa werden die Juden schwach und wehrlos bleiben, die Hilfe eines Staates benötigen, der zeigen wird, wie wunderbar es ist bewaffnete Waffen und Worte der Verurteilung gegen Antisemitismus zu liefern. Aber die Juden brauchen bewaffnete Wachen nur wegen des Versagens Europas sich mit seinem jüdischen Problem auseinanderzusetzen – vielleicht eher mit seinem muslimischen Problem. Wir brauchen verurteilende Worte und Soldaten vor unseren Gemeindehäusern nur, weil den Führungspolitikern in ganz Europa der Mut fehlt sich des Problems des Judenhasses anzunehmen, der in ihrer Gesellschaft eitert, wie es immer schon gewesen ist.

Wäre es den europäischen Politikern ernst mit dem Antisemitismus fertigzuwerden, würden wir sehen, dass sie muslimische Organisationen und Institutionen angehen, die ihre Gemeinden mit Hass auf Juden, Christen und Demokratie indoktrinieren. Stattdessen sehen wir, dass sie von genau den Politikern gefeiert werden, die behaupten den Extremismus auszumerzen. Das ist dieselbe Geisteshaltung, mit der der damaligen Leiter des Muslim Council of Britain zeitgleich mit dem damaligen Oberrabbiner Jonathan Sacks in den Adelsstand erhoben wurde. Der eine verrichtete gemeinnützige Arbeit und repräsentierte die jüdischen Gemeinschaft, während der andere eine Organisation anführte, die weiterhin den Holocaust-Gedenktag boykottierte und den Tod britischer Soldaten forderte.

Aber natürlich kann man keinen Juden ehren, ohne das auch mit einem Muslim zu tun. Offenbar ist dafür jeder Muslim gut. Es ist diese klassische Geisteshaltung, diese Ermutigung des Anscheins des Fair Play in Sachen einer substanziellen Politik, die uns überhaupt erst in diesen Schlamassel gebracht hat.

Ich schlage vor, dass man es Fortschritt nennen sollte, wenn Europas Politiker sich jetzt gegen Antisemitismus äußern statt ihn zu ermutigen oder sogar begehen. Doch dieser „Fortschritt“ kommt zu spät und ist zu wenig. Wir müssen nicht länger warten, bis die europäischen Politiker die Kurve kriegen; wir müssen uns nicht darauf verlassen, dass Muslime für ein nettes Foto vor Synagogen stehen, das allen erlaubt vorzugeben alles sei in Ordnung. Ich würde sogar viel lieber sehen, dass diese Muslime uns unsere Gemeindehäuser verteidigen lassen würden und sich auf die Bekämpfung des Extremismus konzentrierten, der in ihren Gemeinden so um sich greift.

Aus diesen Gründen also habe ich so gar kein Interesse daran, dass Muslime vor Synagogen sthen und sehr viel Interesse daran zu wissen, was die europäischen Regierungen tun wollen, um den islamischen Extremismus auszumerzen, den sie viel zu lange ignoriert haben.

Nachtrag:
Da waren alle so glücklich, dass eine Gruppe Muslime einen „Friedenskreis“ um die Synagoge von Oslo bilden wollen. Dieser Gruppe ist aber auch ein Problem: Genau dieselben Muslime sind – zumindest in entscheidenden Teilen – Israelhasser; einer der Hauptorganisatoren der Aktion hat das zur Genüge auf Facebook kundgetan und lässt dabei Verschwörungstheorien nicht aus.

Derweil in Rotterdam, Niederlande: Gegen die Juden der Niederlande…

Tundra Tabloids, 19.02.2015

Niemand kann mir erzählen, dass Europas Antiisrael-Bullensch… kein Antisemitismus ist.

Holland_Rotterdam_Antisemiten
Mike Doran:
Die Bewegung gegen Juden in Holland.
Aufkleber in Zug in Rotterdam.

Anmerkung heplev: Wer Zweifel hat, dass Antiisraelismus Antisemitismus ist, braucht sich eigentlich nur anzuhören/anzusehen, wie normal von den „Pro-Palästinensern“ das Wort „Jude“ statt „Israeli“ oder „Zionist“ benutzt wird.

Der Palästinenser wahre Feinde: Europa

Bassam Tawil, Gatestone Institute, 28. Dezember 2014

Um diesen Palästinenserstaat zu verhinder, den die Europäer uns hineinzuwürgen entschieden zu sein scheinen, diskutieren viele eine Revolution des „palästinensischen Frühlings“. Sie wissen schlicht nicht, was sie sonst tun sollen, um uns vor diesen „Gutmenschen“ Europas zu schützen.
Glauben sie wirklich, wir hätten in einem „Palästinenserstaat“ ein besseres Leben?
ISIS-Akteure befinden sich bereits auf der Sinai-Halbinsel und planen, wie sie Ägypten erobern können; sie werfen schon einen Blick auf Libyen. Ist das wirklich das, was die Europäer wollen?

Hört man die jüngsten Reden von PA-Präsident Mahmud Abbas und seinen Genossen vom Zentralkomitee der Fatah in Englisch wie in Arabisch, dann bekommen wir das unangenehme Gefühl, dass der Palästinenserstaat, für den jetzt in Europa geworben wird, nicht nur eine Bedrohung der Stabilität der gesamten Region sein wird, sondern auch für uns, die wir weiter hir leben, ebenso für die Länder in Europa, die für ihn werben.

Während die Palästinenser untereinander – weit entfernt von den Diplomaten in ihren Fünf-Sterne-Hotels – dieses „Geschenk“ eher diskutieren als annehmen, das Europa entschlossen zu sein scheint uns reinzuwürgen, sehen sie zunehmend keine andere Wahl als eine Revolution „palästinensischer Frühling“ zu beginnen. Das würde nicht, wie man glauben mag, von Israel befreien, sondern sie würde uns von unserer erbärmlichen Führung und dem korrupten Regierungssytem befreien – und die europäischen Länder stoppen, die uns dieses brutale System dadurch aufzwingen, dass sie es finanzieren.

Wir sind recht glücklich gewesen an Israel zu sehen, wie eine Demokratie funktioniert. Obwohl als ein palästinensischer Frühling in der Region und andernorts eine Weile Chaos verursachen könnte, sind ihre Erfolgschancen weit sicherer als an anderen Orten im Nahen Osten, wo sie ausprobiert wurde, aber nicht immer erfolgreich war.

Wir wollen das natürlich nicht tun, aber wir von Europa gezwungen werden diese korrupte Diktatur namens Palästina, Terrorgruppen wie Hamas, Al-Qadia, Islamischer Jihad und ISIS werden die Westbank in weniger als einer Woche Fluten und unser Leben wird sogar noch schlimmer sein, als es jetzt schon ist. Wir wissen schlicht nicht, was wir sonst tun sollen, um uns gegen diese „Gutmenschen“ Europas zu wehren.

Die Palästinenserführung, die das Volk eher unterdrückt als sich mit ihm zu beraten, würde das alles den europäischen Diplomaten gegenüber natürlich abstreiten. Die Palästinenserführer wollen einfach die einkommenden Gelder und ihre Jobs behalten. Und die europäischen Diplomaten reden natürlich auch nicht mit uns, dem Mann auf der Straße, dem frustrierten Rest von uns. Sie reden nur miteinander, ihren „Gegenüber“, wie sie sie nennen, in ihren klimatisierten Konferenzräumen und Hotels.

Und sie glauben offensichtlich nicht, dass wir diesen Plan durchschauen können. Und um uns zu danken, werden sie uns in die Falle einer weiteren korrupten arabischen Diktatur stecken?

Es ist nicht der Fehler der Israelis. Auf eine unheimliche Weise sind die Israelis nur ein weiteres Opfer, das die Europäer – in Absprache mit unseren Führern – dahin manipulieren, dass sie uns hassen. Die Europäer bezahlen unsere Führer dafür, unser Denken zu formen. Es ist eine Gehirnwäsche, die nie nachlässt.

Die Europäer stellen ihre eigenen Leute wegen „Hassreden“ vor Gericht, wenn sie nichts als die Wahrheit gesagt haben; und doch schütten sie Millionen in Nonstop-Propaganda und blutrünstiges Hassreden in unserem von der Regierung kontrollierten Fernsehen – dem einzigen, das wir hier haben. Sie finanzieren jede unbegründete Jauche, die sich unsere Führer ausdenken können.

Die übliche Behauptung besteht in „Besatzung“, aber die Israelis „besetzen“ die Westbank nur, weil wir – in Gestalt Jordaniens – ihnen versprochenes Land besetzten und sie dann wiederholt angriffen.

Eine jüngere Behauptung sind „Siedlungen“, aber die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) wurde 1964 gegründet, bevor es irgendwelche „Siedlungen“ gab; was genau plante sie als zu „befreien“? Wenn man sich heute irgendeine palästinensische Landkarte ansieht, dann umfasst sie das gesamte Land Israel. Für die PA und viele Araber und Muslime ist ganz Israel eine große „Siedlung“. Letzte Woche sagte Tawfiq Tirawi, Mitglied des Zentralkomitees der Fatah: „Haifa, Jaffa, Akko und Nazareth sind palästinensisch, trotz der Amerikaner und der Israelis.“ Nächste Woche wird es ein anderer Vorwand sein.

Was immer klarer wird: So ziemlich alles, was hier falsch läuft, kann Europa vor die Füße gelegt werden, den Führern dort, die die Korruption und Gesetzlosigkeit finanzieren und bejubeln, die sie in ihren eigenen Ländern nicht einen Moment lang dulden würden, aber wir sollen das ihrer Meinung nach tun.

Palästina ist hier, genau dort, wo es immer war. Darin wurde 4000 Jahre lang gelebt, von Arabern, Christen, Juden und jedem sonst, der auftauchte. Der römische Kaiser Hadrian nannte es Iudaea. Später, 135 unserer Zeitrechnung, benannten die Römer es in Syria Palaestina um, in dem Versuch alle Verbindungen der Juden dazu aufzulösen.[1] Es war Teil des Ottomanischen Reiches, bis dieses 1918 aufgelöst wurde; dann wurde es unter dem britischen Mandat wieder Palästina genannt. Nach Israels Unabhängigkeitskrieg 1948 wurde es Israel genannt und heißt immer noch so.

Es hat nie einen palästinensischen Staat gegeben. Zu keiner Zeit. Die Westbank war jordanische, die Golanhöhen waren syrisch und der Gazastreifen war ägyptisch.

Die Wahrheit ist: PA-Präsident Mahmud Abbas hat versucht aus dem Staat Israel den Staat Palästina zu machen. Er hat versucht Europa und die UNO zu verwirren – offenbar leider mit einigem Erfolg. Er hat Israel fälschlich beschuldigt im Gazastreifen „Völkermord“ zu begehen. Ungeachtet der von der Hamas fingierten Zahlen sind mehr als die Hälfte der 2.000 im Gazastreifen während des Sommers Getöteten Terroristen der Hamas und des Palästinensischen Islamischen Jihad, nicht „unschuldige Zivilisten“. Es war die Hamas, die ihre eigenen Leute auf die Dächer der Wohnhäuser im Gazastreifen befahlen, während die Gazaner Raketen, Mörser und andere Flugkörper nach Israel schossen. Es war die Hamas, die ihre eigenen Leute als menschliche Schutzschilde benutzte, um zu verhindern, dass Israel sich verteidigen konnte oder dass es, wenn es das doch tat, mehr palästinensische „tote Babys“ gab, die man den eingeschüchterten Fernsehteams zeigen konnte, um Israel böse aussehen zu lassen.[2]

Es ist die Hamas, die sowohl in ihrer Charta als auch in ihren täglichen Äußerungen die Absicht zum Ausdruck bringt Völkermord an den Juden zu verüben – nicht den Israelis, den Juden.

Artikel 7 der Hamas-Charta fordert offen den Völkermord an den Juden, eine Tat, die vom Islam als Teil des religiösen Erbes von Mohammeds mündlicher Überlieferung (den hadithen) „legitimiert“ ist.[3]

Abbas hat auch zum „friedlichen Volkswiderstand“ gegen die Israelis aufgerufen, unter „Nutzung aller zur Verfügung stehenden Mittel“ innerhalb des „internationalen Rechts“ – Dank Europa. „Der palästinensische Widerstand“ beschwört mutige Franzosen Nazis anzugreifen, nicht palästinensische Terroristen, die mit Autos Menschen überfahren, aus Tunneln auftauchen, um Kindergärtner zu töten und zu entführen oder alte Männer abschlachten, während diese beten.

Die Wahrheit ist: Mahmud Abbas‘ Appelle an die Führer der Welt dienen dazu ihm zu helfen die israelische Regierung, Friedensverhandlungen und rechtlich bindende Friedensvereinbarungen zu umgehen, alles, um einseitig einen Palästinenserstaat zu bekommen – ohne Israel als Heimat des jüdischen Volkes anerkennen zu müssen und ohne mit ihm ein Endstatusabkommen zu erreichen.

Wenn ich Israeli wäre, würde ich Mahmud Abbas, wenn er sagt, er wolle eine sichere Passage zwischen dem Gazastreifen und der Westbank haben sowie die volle Kontrolle über die Luft- und Seewege, so verstehen, dass er meint, er will ungestört Waffen aus dem Iran bekommen.

Beschuldigen wir also tatsächlich die Juden des „Völkermords“, während es doch so ist, dass wir es sind, die anstreben sie alle zu töten und sie „ins Meer zu treiben“? Kaufen die Europäer uns diesen Unsinn wirklich ab? Wir fragen uns: Wenn die Europäer sich so gerne rechtschaffen fühlen, warum handeln sie dann als Komplizen und Gehilfen von Kriminellen? Macht das sie nicht auch zu Kriminellen?

Es ist Abbas, der – statt sich von den ISIS-artigen Träumen der Hamas, auf den Ruinen Israels ein islamisches Emirat zu gründen – sich derselben islamistischen Terrorideologie unterworfen hat. Er und seine engsten Mitarbeiter versuchen nicht nur Verhandlungen zu umgehen, zu denen sich beide Seiten 1995 in den Oslo II-Vereinbarungen verpflichteten, sondern peitschen weiterhin die Gewalt tagtäglich hoch. Er scheint auch eindeutig zu hoffen, dass europäische Länder und die Vereinten Nationen Palästina als Staat anerkennen werden, bevor es versprochen hat die tägliche Gewalt zu beenden, die jetzt noch verschwenderischer finanziert werden wird, Dank der neuen Versöhnung mit den großen Geldgebern des Terrors, Qatar und Iran.

PA-Präsident Mahmud Abbas (rechts) trifft den Chef des Politbüros der Hamas, Khaled Meschaal, in Qatar, 20. Juli 2014. (Bildquelle: Infoblatt des Büros des PA-Präsdienten/Thaer Ghanem)

Es ist klar, dass Abbas, trotz ständiger Spannungen, statt sich auf die Seite von Muslimen zu stellen, die ehrlich an Frieden glauben und die Terrororganisationen wie Hamas und ISIS verurteilen, in sich Wirklichkeit auf die Seite der Hamas stellt. Hamas ist sein Partner in der „Einheitsregierung“ aus der PA und der Hamas. Beide Palästinenserregierungen begehen Kriegsverbrechen und verfälschen die wahre Bedeutung des Islam.

Darüber hinaus fördern die PA, Fatah und Hamas weiterhin Gewalt. Das von der Regierung kontrollierte PA-Fernsehen fordert dazu auf Israelis anzugreifen und ehrt tagtäglich Terroristen und ruft dazu auf, dass ihre Familien finanziell unterstützt werden.

Ein Großteil dieser Gelder werden von der Europäischen Union geliefert, ohne Transparenz oder Rechenschaftspflicht, trotz Jahre langen Anstrengungen die Summen dieser Gelder öffentlich zu machen, wie es vom Gesetz im EU-eigenen Mandat gefordert wird. Daher haben wir keine Wahl außer traurig zu dem Schluss zu kommen, dass die EU genauso zynisch und korrupt ist wie die erstarrte Diktatur, der sie uns zu übergeben versucht.

Mahmud Abbas und seine Mitarbeiter im Zentralkomitee der Fatah haben ihre antiisraelische Rhetorik ständig eskaliert – das Ergebnis dieser Kapitulation vor der Macht der Hamas im Gazastreifen und der Westbank. Statt zu versuchen die Hamas zu besiegen, was klar ihre Möglichkeiten übersteigt, hat er sich der Hamas angeschlossen – der Ausweg des Feiglings schon seit die Hamas ihn 2007 in Schande aus dem Gazastreifen Schande hinaus warf und er knapp mit dem Leben davon kam.

Hamas hat weiter versucht Abbas zu töten, wie er zu seinem Erschrecken im letzten Sommer herausfand. Doch offenbar hofft Abbas weiter. Ein Sprichwort sagt: Ein Muslim darf sich von derselben Schlange nicht zweimal beißen lassen.

Die Hamas folgt der mörderischen Ideologie der Muslimbruderschaft, die danach strebt sich der gesamten Welt aufzuzwingen, in direktem Widerspruch zum Koran, der erklärt, dass Menschen nicht durch Zwang zum Islam konvertiert werden dürfen (Sure 2,256).* Selbst Jordaniens König Abdallah II. sagte am 24. September 2014 bei den Vereinten Nationen, dass es in der islamischen Welt einen Bürgerkrieg zwischen den terroristischen Extremisten und echten Muslimen gebe.

Wenn europäische Führer sich wirklich um uns sorgten, dann würden sie, statt Geld zu schicken, um uns zu helfen die Juden loszuwerden, besser helfen eine neue Führung zu finden – eine Führung, die sich um das Alltagsleben und das Wohlergehen ihres Volks kümmert, statt einfach mehr und mehr Gratisgeld aus Europa einzustecken. Für die Palästinenserführer ist es heute ein großes Geschäft, das ohne Bedingungen daher kommt; warum sollten sie aufhören? Selbst jetzt, nach der vernichtenden Niederlage der Hamas, hat niemand in Europa auch nur vorgeschlagen, als Bedingung für den Wiederaufbau solle die Hamas entwaffnet und der Gazastreifen entmilitarisiert werden.

Glauben Europas Führer ehrlich, wir würden in einem „Palästinenserstaat“ ein besseres Leben haben? Zumindest bisher haben wir keine Hamas, die mehr Land besetzt und die Missstände, die wir derzeit erleiden, gegen die von religiösen Fanatikern austauscht, die noch schlimmer sein würden.

Wenn wir mit uns ehrlich sein wollen, hat Israel, wie wir hier tagtäglich vor Ort sehen können, niemals zur Vernichtung der Palästinenser aufgefordert; und Recherche legt stark nahe, das sie niemals versucht haben „die Palästinenser zu vernichten“ – oder irgendeine andere ethnische Gruppe, seien es Christen, Muslime, Kurden, Jesiden oder Kopten.

Israel hat niemals etwas gesagt oder getan, das irgendeinen Plan zur Vernichtung des palästinensischen Volks andeutet. Im Gegenteil: Israel hat, während es sich schützt, sein Möglichstes getan palästinensischen Zivilisten nicht zu schaden, obwohl es unbeschreiblichen Schaden zufügen könnte, wenn es das wollte. Wir lachen darüber, wie glücklich wir sind Israel zu unserem „Feind“ zu haben; dass jeder einen solchen Feind haben sollte. Können Sie sich vorstellen, was für ein Massaker an den Juden – und Christen und anderen – es gäbe, wenn der Iran oder ISIS die Waffen Israels hätte?

Im Gegenteil: Wir sind es, die Palästinenser, die Jahrzehnte lang zur Vernichtung des „zionistischen Gebildes“ und dazu aufgerufen haben die Juden ins Meer zu treiben. Einige von uns wollen dieses Ziel immer noch erreichen.

Die derzeitige Führung hier hat natürlich, wie üblich, angestrebt diese Gefühle der steigenden Wut gegen und Frustration wegen Israel zu wenden. Doch die Menschen hier durchschauen das zunehmend und reden weiter über die buchstäblich Hunderte Millionen Euros pro Jahr, die die Europäer der Führung und politisierten, sogenannten „Menschenrechtsorganisationen“ geben, damit es so bleibt.

Hier sagen die Menschen heute, dass das wahre Problem nicht Israel und – lächerlicherweise – gewiss nicht ein fehlendes Friedensabkommen ist, mit dem die Amerikaner, ganz so wie Neville Chamberlain 1938, es gerne den leichtgläubigen Zuschauern zuwinken würden.

Israel ist ahrt, ja; aber es ist weitgehend fair gewesen – weit fairer als man es von anderen Ländern in der Region sagen kann. Israel ist, solange es nicht provoziert wird, ein bemerkenswert anständiger Nachbar gewesen. Es ist bei weitem nicht alles perfekt – es hat Probleme und hier und da unsäglich brutale Vergeltungsangriffe durch ein paar Israelis gegeben. Doch das waren immer Ausnahmen und sind von den Israelis immer massiv verurteilt und bestraft worden, nicht gefeiert und verherrlicht, wie von der Palästinenserführung.

Es ist diese Palästinenserführung, denen diese europäischen Führer uns aussetzen wollen: eine Regierung, unter der nicht einer von ihnen auch nur einen Tag lang würde leben wollen.

ISIS-Akteure befinden sich bereits auf der Sinai-Halbinsel und planen, wie sie Ägypten erobern können; sie werfen schon einen Blick auf Libyen.

Ist das wirklich das, was die Europäer wollen?

 

* Anmerkung heplev: Das ist der berühmte Satz „Es soll kein Zwang sein im Glauben.“ Wie der sich mit dem Befehl verträgt, eroberte Menschen vor die Wahl zwischen Annahme des Islam und dem Tod (bei „Völkern des Buchs“ auch die Kopfsteuer für Dhimmis) zu stellen, entzieht sich meiner Vorstellungskraft.

Kleine Erlebnisse mit großen Medien

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Wenn man zu Themen wie Israel und Europa oder Antisemitismus veröffentlicht, wird man regelmäßig von Journalisten kontaktiert. Das führt manchmal zu bizarren Erlebnissen. Mehrere davon gab es im Zusammenhang mit meinem Buch Demonizing Israel and the Jews aus dem Jahr 2013.1 Es brachte die Tatsache ans Licht, dass auf Grundlage von Meinungsumfragen – die wichtigste wurde von der deutschen Universität Bielefeld durchgeführt – 150 Millionen von 400 Millionen EU-Bürgern ab einem Alter von 16 Jahren an die Verschwörungstheorie glauben, dass Israel einen Vernichtungskrieg gegen die Palästinenser führt.2

Als im März 2013 in den Niederlanden mein erster Artikel mit dieser Aussage erschien, dass es unter Hinblick auf diese Umfragen 5 Millionen Niederländer gibt, die an diese antisemitische Verschwörungstheorie gegen Israel glauben, wurde ich vom örtlichen Büro des niederländischen Fernsehsenders RTL kontaktiert.3 Ihr Reporter wollte mich so bald wie möglich interviewen. Wir verabredeten einen Termin für den nächsten Tag und der Reporter erschien in Begleitung eines Kameramannes. Als ich die unangenehmen Ergebnisse zu seinem Heimatland erklärte, wurde der Reporter zusehends emotional und gereizt. Nach fünf Minuten schickte er seinen Kameramann weg. Wir setzten unser Gespräch fort, während ich versuchte ihn zu beruhigen. Ich gab ihm ein Exemplar des Buchs und hörte nie wieder von ihm.

Der nächste Journalist, der kam um mich zu dem Buch zu interviewen, hatte überhaupt keine Probleme mit meinen Äußerungen. Sie schienen ihm gut fundiert. Dieser Journalist vertrat eine der größten deutschen Zeitungen. Ich werde seinen Namen nicht preisgeben, um ihm Unannehmlichkeiten zu ersparen. Er interviewte mich zwei Stunden lang und später aßen wir noch zwei weitere Stunden zusammen zu Mittag. Seine Redakteure veröffentlichten den Artikel nie. Ein paar Monate später sprach ich mit einer seiner Kolleginnen. Sie sagte, einer der Redakteure habe geäußert: „Wir können unsere Leser nicht beleidigen.“

Danach wurde ich per Telefon von einem Journalisten einer großen niederländischen Zeitung interviewt, den ich mehrere Jahre kannte. Er schickte mir sein Interview zur Überprüfung und ich nahm ein paar kleine Korrekturen vor. Es erschien nie im Druck.

Viele Monate später wurde ich von einem Journalisten der großen deutschen Wirtschaftszeitung Handelsblatt interviewt. Er erkundigte sich über mehrere Dinge, darunter meine Befunde in Demonizing Israel and the Jews. Wie versprochen schickte er mir seinen Entwurf des Interviews. Ich machte einige geringfügige Änderungsvorschläge und als ich dann nichts von ihm hörte, versuchte ich ihn einige Male zu erreichen – erfolglos. Das Interview wurde nie veröffentlicht.

Ein paar der kleineren europäischen Zeitungen und Blogs in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden haben dem Buch einige Aufmerksamkeit gewidmet, aber die großen Medien schweigen weiter.4 Es ist nicht schwer zu verstehen warum. Die Schlussfolgerungen des Buchs zerstören viele der humanitären Bilder Nachkriegseuropas.

Wie enorm falsch das Bild tatsächlich ist, ist im Verlauf des Sommers 2014 durch den Ausbruch antisemitischer Vorfälle und die vielfachen Demonstrationen zugunsten der Islamo-Nazi-Bewegung Hamas in vielen Ländern Europas viel klarer geworden.

Das oben Angeführte stellt eine eher traurige Beschreibung der Zensur in wichtigen europäischen Medien dar. Ich kann allerdings nicht über die öffentliche Aufmerksamkeit klagen, die mein Buch erhielt. Die große kanadische Tageszeitung The National Post widmete ihm eine Kolumne.5 Die wichtige amerikanisch-jüdische Wochenzeitung The Jewish Week widmete ihm einen Leitartikel auf der Titelseite.6 Ansehnliche amerikanische Internetseiten veröffentlichten ausführliche Interviews mit mir, was viele Reaktionen erzeugte.7 Die Jerusalem Post8 und einige andere englischsprachige israelische Medien schenkten ihm viel Aufmerksamkeit. Die jüdischen Medien in rund 13 Ländern schrieben über das Buch. Rabbi Marvin Hier, der Vorstand des Simon-Wiesenthal-Centers (SWC) in Los Angeles brachte das Thema in einem Treffen mit Papst Franziskus I. auf. Das SWC und das Gatestone Institute schickten das Buch, begleitet von einem Brief, den Regierungsmitgliedern mehrerer Länder sowie den Chefs der Europäischen Union. Das Büro des deutschen Bundespräsidenten antwortete, dass in Deutschland demnächst eine große Studie zu Antisemitismus in Gang gesetzt werde, die auch eine Studie des deutschen Antiisraelismus beinhalten werde. Der stellvertretende Leiter des SWC, Rabbi Abraham Cooper, traf sich danach mit einem deutschen Staatssekretär zum Thema. Insgesamt ein recht netter Erfolg für den Autor des Buchs.

Meine seltsamen Erfahrungen mit Journalisten beschränken sich nicht auf die Reaktionen auf dieses Buch. Eines Tages im Jahr 2012 kam ein Journalist des belgischen Staatsfernsehens, um mich zu interviewen. Er wollte meine Meinung zu einer vierteiligen israelischen Fernsehsendung namens Allah-Islam, the Spread of Islam in Europe (Allah-Islam: Die Verbreitung des Islam in Europa) wissen, die in Israel von Kanal 10 ausgestrahlt worden war.10 Der israelische Journalist Zvi Yehezkeli hatte sich in Europa als Palästinenser ausgegeben. Er filmte die muslimischen Ghettos in einer Reihe europäischer Länder. Die Sendung schaute auch auf Gewalt, Drogen und Waffenbesitz sowie andere kriminelle Aktivitäten in Teilen der muslimischen Gemeinden. Yehezkeli erwähnte den religiösen Fanatismus, die Einschüchterung von Muslimen mit abweichender Meinung, die Diskriminierung von Frauen und Ehrenmorde. Er widmete dem weit verbreiteten Antisemitismus Aufmerksamkeit. Die seltenen europäischen Sendungen, die solche Themen erörtern, behandeln gewöhnlich nur einen bestimmten Aspekt in einem einzigen Land.

Der Journalist des belgischen Staatsfernsehens fragte mich, wie ich über diese Sendung denke. Ich sagte, meine erste Reaktion sei, dass nicht Kanal 10 diese Sendung hätte machen sollen. Die vielen Probleme mit Teilen der europäischen muslimischen Gemeinschaften sei eine große Frage für Europa. Es wäre normal gewesen, wenn Kanal 10 eine solche Sendung aus europäischen Quellen gekauft hätte, doch solche standen nicht zur Verfügung. Der Journalist gab zu, dass da etwas dran war, fügte aber hinzu: „Ich bin nicht überzeugt, dass meine Bosse das senden wollen.“ Und in der Tat machten sie es nicht.

Im November 2008 machte ich eine ganz andere Erfahrung, als ich in der großen niederländischen Zeitung De Volkskrant einen Artikel veröffentlichte. Er hatte den Titel „Erleben wir in wieder die 1930-er Jahre?“ Ich äußerte meine Meinung, dass die Zukunft davon abhängt, wer stärker ist – entweder europäische Werte oder der radikale Islam und seine „nützlichen Idioten“ in den Gesellschaften des Westens, so die humanitären Rassisten, die zu der völkermörderischen Ideologie schweigen, die bei den palästinensischen Parteien und weiteren Teilen der muslimischen Welt präsent ist. Der Artikel war bereits problemlos auf Englisch und Hebräisch erschienen. Nachdem mein Artikel veröffentlicht wurde, informierte man mich, dass ich nicht länger für De Volkskrant schreiben könne. Einige Anfragen ergaben, dass eine Reihe Leser gedroht hatten ihre Abonnements der Zeitung zu kündigen, wenn sie noch einmal einen Artikel von mir veröffentlichen würde. Erst nachdem ein paar Jahre vergangen waren und ein neuer Chefredakteur im Amt war, konnten meine Artikel wieder in De Volkskrant veröffentlicht werden.

Die surrealistischste Erfahrung hatte ich mit den norwegischen Medien. Ein Interview mit dem Journalisten Fredrik Graesvik wurde vom großen, kommerziellen Fernsehsender TV2 im März 2009 ausgestrahlt. Er übersetzte das meiste dessen, was ich sagte, korrekt. Graesvik warf jedoch ein, dass ich alle Norwegen als „Barbaren und unintellektuell“ ansah, weil sie Wale und Seehunde töteten. Das war eine starke Verfälschung meiner Worte.

Die Person bei TV2, die dieses verfälschte Interview für die Internetseite des Senders transkribierte, malträtierte meine Zitate noch weiter und behauptete fälschlich, ich habe gesagt: „Die Norweger sind unintelligent und barbarisch“, und „Norwegen ist das antisemitischste Land in Europa.“ Die norwegische Presseagentur NTB verbreitete diese falschen Zitate noch weiter. Sie wurden von vielen norwegischen und sogar einigen schwedischen Zeitungen aufgenommen. Das Ergebnis war, dass ich jetzt eine repräsentative Sammlung an Hassmails von Norwegern besitze.

Sidsel Wold, die damals die Israelkorrespondentin des Staatsradios NRK war, hatte TV2 noch erfolgreich übertroffen. Sie interviewte mich und behauptete hinterher, dass sie mein Interview versehentlich gelöscht habe. Statt mich erneut zu interviewen, fabrizierte sie ein gefälschtes Interview. Sie traf eine Auslese einiger von mir aufgezeichneten Texte im Internet. Danach strahlte sie ein erfundenes Interview mit mir aus, das voller Verfälschungen war und kritisierte schließlich den Text, den sie fälschlich mir zuschrieb. 2010 wählte die Medienbeobachter-Organisation Honest Reporting Wold unter Journalisten als der gesamten Welt aus für eine besonders unehrliche Erwähnung.10 Wold war damit die einzige Journalistin aus Norwegen, die überhaupt internationale Aufmerksamkeit für ihre Arbeit erhielt.

Dr. Manfred Gerstenfelds kommendes Buch „The War of a Million Cuts“ analysiert, wie Israel und die Juden delegitimiert werden und wie sie dagegen kämpfen sollten.
Er war von 2000 – 2012 Vorsitzender des Jerusalem Center of Public Affairs.

 

1 Manfred Gerstenfeld: Demonizing Israel and the Jews. New York (RVP Press und Simon Wiesenthal Center) 2013.
2 library.fes.de/pdf-files/do/07908-20110311.pdf.
3 Manfred Gerstenfeld: Nederlands Duivelse Visie op Israel. Dagelijkse Standaard, 6. März 2013. [Niederländisch]
4 s. z.B. Stefan Frank: Die humanitäre Maske fällt. Lizas Welt, 15. Juli 2014.
5 Barbara Kay: On foreign shores, anti-Semitism still rages. National Post, 28. August 2013.
6 Gary Rosenblatt: The Unpleasant Truth about European Anti-Semitism”. The Jewish Week, 30. Juli 2013.
7 Wolff Bachner: TheMedieval Anti-Semitic Views of 150 Million Europeans: An Interview with Dr. Manfred Gerstenfeld. New English Review, September 2013.
8 Manfred Gerstenfeld: http://www.jpost.com/Magazine/Books/Bad-attitude-A-new-study-illustrates-just-how-deep-the-antipathy-towards-Israel-runs-in-Europe-334828.
9 Muslims in Europe – Dokumentation von Zvi Yehezkeli und David Deryi (Allah-Islam).
10 http://honestreporting.com/dishonest-reporter-award-2010/