Die Schlacht von Covadonga: Ein in Spanien eingepflanztes „Senfkorn“ christlicher Befreiung von muslimischer Herrschaft

Raymond Ibrahim, 28. Mai 2020

Ein Denkmal für Pelayo, das der Stelle Covadonga gedenkt.

Vor fast 1.300 Jahren, am 28. Mai 722[*], wurde eine kleine, aber überaus wichtige Schlacht geschlagen, die für die nächsten achthundert Jahre christlich-muslimischer „Koexistenz“ in Spanien bestimmend war: die Schlacht von Covadonga.

Zehn Jahre zuvor waren Araber und Afrikaner – „Mauren, unter dem Banner des Islam – „gottlos in Spanien eingedrungen, um es zu zerstören“, wie es in einer Chronik von 754 heißt. Einmal auf europäischem Boden angekommen „verwüsteten sie herrliche Städte, verbrannten sie mit Feuer; verurteilten Herrscher und mächtige Männer zum Kreuz und schlachteten Jugendliche und Kleinkinder mit dem Schwert“.

Nachdem sie in der Schlacht von Guadalete – „nie gab es im Westen eine blutigere Schlacht als diese“, schrieb der muslimische Chronist al-Hakam, „denn die Muslime zogen ihre Krummsäbel drei Tage lang nicht von ihnen [den Christen] zurück“ – auf Spaniens westgotische Adlige trafen und sie besiegten, rückten die Invasoren in Spanien weiter Richtung Norden vor, „wobei sie keinen Ort passierten, den sie nicht reduzierten und seinen Wohlstand in Besitz zu nehmen, denn der allmächtige Allah hatte die Herzen der Ungläubigen mit Schrecken geschlagen.“

Solcher Schrecken (Terror) wurde entsprechend des Koran (Sure 3,151; Sure 8,121 usw.) bewusst kultiviert. Zum Beispiel schlachteten, kochten die Invasoren christliche Gefangene und gaben vor sie zu essen, während sie andere freiließen, die entsetzt flohen und „das Volk von Andalus [Spanien] informierten dass die Muslime sich von menschlichem Fleisch ernähren“, womit sie „in nicht geringem Maße zur Verstärkung der Panik der Ungläubigen beitrugen“, schrieb al-Maqqari, ein weiterer muslimischer Chronist.

Entgegen der Behauptung, dass Spanien leicht kapitulierte, weil die muslimische Herrschaft nicht schlimmer und möglicherweise der westgotischen Herrschaft vorzuziehen war, vermerken sogar muslimische Chronisten, dass „die Christen sich mit äußerster Kraft und Entschlossenheit verteidigten und groß war die Verwüstung, die sie in den Reihen der Gläubigen anrichteten“. In Córdoba verschanzten sich z.B. eine Reihe Spanier in einer Kirche. Obwohl „die Belagerten keine Hoffnung auf Rettung hatten, waren sie so stur, dass sie, als ihnen Sicherheit unter der Bedingung angeboten wurde, dass sie entweder den Islam annehmen oder die Jizya zahlen, ablehnten zu kapitulieren und als die Kirche in Brand gesetzt wurde, kamen sie alle in den Flammen um“, schrieb al-Maqqari. Die Ruinen dieser Kirche wurde ein Ort „großer Verehrung“ späterer Generationen an Spaniern, wegen „des von den Menschen, die darin starben, gezeigten Mutes und des Durchhaltevermögens im Kampf für ihre Religion.“

Am Ende hatten die einheimischen Spanier zwei Optionen: die muslimische Herrschaft hinzunehmen oder „in die Berge zu fliehen, wo sie Hunger und verschiedene Arten des Todes riskierten“. Pelagius, besser bekannt als Pelayo (685 – 737), ein Verwandter des „Schwertträgers“ von König Roderich, der Guadalete überlebte, folgte beiden Strategien. Nach der Schlacht zog er sich nach Norden zurück, wo die muslimische Herrschaft noch schwach war; dort stimmte er zu ein Vasall von Munnuza, einem lokalen Häuptling zu werden. Mit Hilfe einiger „Kriegslisten“ „heiratete“ Munnuza Pelayos Schwester – etwas, dem der Schwertträger „keinesfalls zustimmte“. Da er Missfallen über die Ergreifung seiner Schwester zum Ausdruck gebracht hatte und weil er die Zahlung der Jizya (Tribut) eingestellt hatte, wurden Muslime geschickt „ihn verräterisch zu verhaften“ und „in Ketten gelegt“ zurückzubringen. Nicht in der Lage die ankommende Schar zu bekämpfen „weil sie so zahlreich waren“, „erklomm Pelayo einen Berg“ und „schloss sich so vielen Menschen an, wie er finden konnte, die sich eilig versammelten“.

Dort, in den tiefsten Winkeln der Berge Asturiens – dem einzig übriggebliebenen freien Ort, im Nordwesten Spaniens – erklärten die versammelten christlichen Geflüchteten Pelayo zu ihrem neuen König; damit war das Königreich Asturien geboren.

„Als er das hörte, befahl der König [der muslimische Gouverneur von Córdoba], ergriffen von einem wahnsinnigen Zorn, einer aus ganz Spanien zusammengezogenen sehr großen Armee hinzugehen und die ungläubigen Rebellen gefügig zu machen. Die Invasoren – 180.000, wenn man den Chronisten glauben darf – umzingelten Pelayos Berg. Sie schickten Oppa, einen Bischof und/oder zum Dhimmi gewandelten Adligen, um mit ihm am Eingang der Höhle zu reden: „Wenn die gesamte versammelte Armee der Goten nicht in der Lage war den Islameliten [in Guadalete] standzuhalten, wie sehr wirst du in der Lage sein, dich auf diesem Berggipfel zu verteidigen? Mir erscheint das schwierig. Höre stattdessen auf meinen Rat und rufe deine Seele von dieser Entscheidung zurück, damit du Nutzen aus den vielen guten Dingen ziehen und die Partnerschaft der Chaldäer [Araber] genießen kannst.“

Pelyao antwortete: „Ich werden mit den Araber nicht in Freundschaft verkehren, schon gar nicht mich ihrer Obrigkeit unterwerfen. Dann prophezeite der Rebell etwas, das im Verlauf von fast acht Jahrhunderten erfüllt werden würde: „Hast du die heiligen Schriften nicht gelesen, dass die Kirche Gottes einem Senfkorn gleicht, das durch göttliche Gnade wieder auferweckt wird?“ [Markus 4,30-32]

Der Dhimmi bestätigte, dass es so sei; der Geflüchtete fuhr fort: „Christus ist unsere Hoffnung, dass durch diesen kleinen Berg, den du sieht, das Wohlergehen Spaniens und die Armee des gotischen Volks wiederhergestellt werden wird. … Daher verachte ich diese Menge und ich habe keine Angst vor ihr. Was die Schlacht angeht, mit der du uns drohst, so haben wir auf unserer Seite einen Fürsprecher in der Gegenward des Vaters, das ist der Herr Jesus Christus, der uns von diesen wenigen befreien kann.“ Ende der Diskussion.

Dort in Covadonga – was „Höhle der heiligen Jungfrau“ bedeutet – begann am 28. Mai 722 die Schlacht. Ein Schauer aus Felsbrocken regnete in den engen Pässen auf die Muslime hernieder, wo ihre Zahl nichts zählte und nur Verwirrung stiftete. Danach brachen Pelayo und seine Rebellenbande aus ihren Höhlen und Verstecken hervor und richteten ein großes Gemetzel an ihnen an; die, die dem Blutbad entflohen, wurden von den jetzt ermutigten Bergbewohnern aufgespürt und niedergemäht. „Der maurischen Macht wurde ein entscheidender Schlag versetzt … Der Vormarsch der Flut der Eroberung wurde gehemmt. Die Spanier gewannen in ihrer schwärzesten Stunde an Herz und Hoffnung; und der Traum von der muslimischen Unbesiegbarkeit war gebrochen.“

Einige muslimische Feldzüge – Jihade – folgten, um das asturische Königreich zu erobern und die „Christen des Nordens kannten kaum die Bedeutung von Ruhe, Sicherheit oder Annehmlichkeiten des Lebens.“ Trotzdem sollte das Senfkorn nicht verderben. „Ein lebenswichtiger Funke war immer noch da“, schrieb Edward Gibbon; „ein paar unbesiegbare Geflüchtete zogen ein Leben in Armut und Freiheit in den asturischen Tälern vor; die zähen Bergbewohner schlugen die Sklaven des Kalifen zurück.“ Darüber hinaus wurden „alle, die wegen der maurischen Herrschaft unzufrieden waren, alle, die an der Hoffnung einer christlichen Erholung festhielten, alle, die Mahomet verabscheuten von dem Leben in Armut und Freiheit angezogen.“

Mitte des achten Jahrhunderts hatte der „lebenswichtige Funke“ sich verbreitet, um den gesamten Nordwesten der Halbinsel zu umfassen; im Verlauf der folgenden Jahrhunderte hatten sich allerlei Königreiche aus diesem Senfkorn heraus entwickelt, deren Kernidentität um den Widerstand gegen den Islam – später zur Reconquista erklärt – kreiste. Covadonga wurde zum Symbol des christlichen Widerstands gegen den Islam und eine Inspirationsquelle für die, die – in Pelayo zugeschriebenen Worten – den salus spanie, die Rettung Spaniens erreichen sollten.

Nach Jahrhunderten brutaler Kriege wurde 1492 das letzte von Muslimen gehaltene Territorium Spaniens, Granada, befreit. Und das alles trat dank Pelayos asturischem Senfkorn ein, das fast achthundert Jahre zuvor in der Schlacht von Covadonga gepflanzt wurde.

Trotz der Bedeutung des Gefechts für Spanien – es wurde regelmäßig gefeiert, darunter 1918 (auf der Höhe der Spanischen Grippe) in Anwesenheit spanischer Monarchen – bleibt es im Westen praktisch unbekannt, wird auf dem Altar politischer Korrektheit und Mythen vom islamischen „Goldenen Zeitalter“ geopfert.

[*] Obwohl wissenschaftlicher Konsens derzeit das Datum 28. Mai 722 stützt, setzten früher Historiker das Datum der Schlacht auf 718 fest.

Der Islam kriecht auf einen Berg europäischer Leichen

Ein weiterer wichtiger Moment in der Geschichte

Raymond Ibrahim, FrontPageMagazine, 17. Juni 2020

Anfang dieser Woche, am 15. Juni, ereignete sich im Jahr 1389 eine zentrale militärische Begegnung zwischen dem Islam und dem Westen: die Schlacht im Kosovo. In ihrem Gefolge wurde der Islam zur dominierenden Kraft in Osteuropa – er unterwarf einen Großteil des Balkans bis ins frühe 20. Jahrhundert. Die Geschichte dieser Schlacht – und warum Osteuropas moderne Nachfolgen der Religion Mohammeds gegenüber argwöhnisch bleiben, folgt:

Als der türkische Gründer des osmanischen Reiches, Osman Bey – dessen kleines Emirat im westlichsten Teil Anatoliens (oder Kleinasiens) konzentriert war – 1323 im Sterben lag, sagte er seinem Sohn und Nachfolger Orhan, er solle „den Islam mit deinen Waffen verbreiten“ und zwar nach Osteuropa.

Eifrig machte sein Sohn genau das; Der Reisende Ibn Batutua, der Orhan einst in Bursa traf, stellte fest, obwohl der Jihadist einige hunderte byzantinische Festungen eingenommen hatte, „war er nie einen ganzen Monat lang in einer von ihnen geblieben“, denn er „kämpft ständig gegen die Ungläubigen und hält sie unter Belagerung“. Christliche Städte fielen wie Dominosteine: Smyrna 1329, Nicäa 1331 und Nicomedia 1337. Bis 1340 befand sich ganz Nordwest-Anatolien unter türkischer Kontrolle. Inzwischen und um einen europäischen Zeitgenossen zu zitieren, „waren die Feinde des Kreuzes und die Mörder des christlichen Volkes, das sind die Türken, von Konstantinopel durch einen Kanal von drei oder vier Meilen getrennt“.

Bis 1354 schafften es die osmanischen Türken unter Orhans Sohn Suleiman, die Dardanellen zu überqueren und in die aufgegebene Festungsstadt Gallipoli einzuziehen, womit sie ihren ersten festen Halt in Europa hatten: „Wo es Kirchen gab, zerstörte er sie oder mache aus ihnen Moscheen,“ schreibt ein osmanischer Chronist: „Wo es Kirchenglocken gab, zerbrach Suleiman sie und warf sie in Feuer. Deshalb gibt es anstelle der Glocken heute Muezzine.“

Gereinigt von allem christlichen „Dreck“ wurde Gallipoli, wie ein späterer osmanischer Bey prahlte, „zum muslimischen Hals, der jede christliche Nation verschlingt – der die Christen würgt und vernichtet“. Aus dieser heruntergekommenen, aber strategisch platzierten Festungsstadt begannen die Osmanen eine Terrorkampagne durch die Landschaft, immer davon überzeugt, sie würden Gottes Werk tun. „Sie leben vom Bogen, dem Schwert und Ausschweifung, fanden Vergnügen daran Sklavinnen zu nehmen und widmete sich Mord, Plünderung und Ausbeutung“, erklärte Gregory Palamas, ein orthodoxer Metropolit, der in Gallipoli gefangen genommen wurde; er fügte hinzu: „Und sie begingen nicht nur diese Verbrechen, sondern sie glaubten – welche Verirrung – Gott würde das gut finden!“

Nach Orhans Tod im Jahr 1360 und unter seinem Sohn Murad I. – der erste seiner Linie, der den Titel „Sultan“ übernahm – begann der gen Westen gerichtete Jihad in den Balkan hinein ernsthaft und war unaufhaltsam. Bis 1371 hatte er seinem Sultanat Teile von Bulgarien und Mazedonien einverleibt, was Konstantinopel jetzt derart einkreiste, das „ein Bürger einfach dadurch das Reich verlassen konnte, dass er Stadt durch ihre Tore verließ“.

Daher überrascht es nicht, dass es, als Prinz Lazar von Serbien (geb. 1330) Murads Invastionsstreitkräfte 1387 besiegte, „es wilde Freude bei den Slawen des Balkans gab. Serben, Bosnier, Albaner, Bulgaren, Walachen und Ungarn aus den Frontprovinzen sammelten sich alle um Lazar wie nie zuvor, entschlossen die Türken aus Europa hinauszutreiben.“

Murad reagierte am 15. Juni 1389 auf diese Unverschämtheit im Kosovo. Dort kämpfte eine mehrheitlich serbische Koalition, verstärkt durch Kontingente aus Ungarn, Polen und Rumänien – zwölftausend Männer unter der Führung von Lazar – gegen 30.000 Osmanen, die der Sultan selbst anführte. Trotz des anfänglichen Sturzregens an türkischen Pfeilen stürmte die serbische schwere Kavallerie durch die osmanischen Linien und brach den linken Flügel auf; der osmanische rechte unter Murads ältestem Sohn Bayezid wirbelte herum und umzingelte die Christen. Der chaotische Zusammenprall dauerte Stunden.

Am Abend vor der Schlacht hatte Murad Allah angefleht und um „die Gunst gebeten für den wahren Glauben, den Märtyrertod zu sterben“. Irgendwann gegen Ende der Schlacht wurde sein Gebet erhöht. Gemäß der Tradition bot Miloš Obilić, ein serbischer Ritter, an zu den Osmanen überzulaufen, vorausgesetzt dass ihm angesichts seines hohen Ranges erlaubt werde sich dem Sultan persönlich zu unterwerfen. Sie brachten ihn vor Murad und nachdem Miloš in falscher Unterwerfung niederkniete, stürzte er sich auf den muslimischen Kriegsherrn und rammte ihm einen Dolch tief in den Bauch (andere Quellen sagen „mit zwei Stichen, die aus seinem Rücken wieder herausgingen“). Die ansonsten langsamen Wachen des Sultans reagierten damit den Serben in Stücke zu hacken. In Blut getränkt und Blut spuckend lebte Murad lange genug um zu sehen, wie sein Erzfeind, der inzwischen gefangen genommene Lazar, vor ihn gebracht, gefoltert und enthauptet wurde. Als kleine Versöhnlichkeit könnte es dem sterbenden Märtyrer ein Lächeln ins Gesicht gebracht haben.

Murads Sohn Bayezit übernahm sofort das Kommando: „Seine erste Anordnung als Sultan an der Leiche seines Vaters war der Befehl seinen Bruder mit einer Bogensehne zu erdrosseln. Das war Yakub, sein Mit-Kommandierender in der Schlacht, der sich auf dem Feld ausgezeichnet hatte und bei seinen Truppen beliebt war.“ Als nächstes brachte Bayezid die Schlacht zu einem entscheidenden Ende; er warf alles, was er hatte, gegen den Feind, führte die Abschlachtung jedes einzelnen übrigen Christen an – wobei aber noch mehr seiner eigenen Männer starben.

Auf das riesige Feld strömten so viele Vögel, um an den Leichen zu schlemmen, dass die Nachwelt sich des Kosovo als „Amselfeld“ erinnerte. Zwar handelte es sich praktisch um ein Unentschieden – oder bestenfalls einen Pyrrhus-Sieg der Osmanen – doh spürten die Serben, mit weniger Männern und Ressourcen, im Vergleich zu dem im Aufwind befindlichen muslimischen Imperium, den Stich stärker.

In den Jahren nach der Schlacht vom Kosovo war die osmanische Kriegsmaschine nicht mehr aufzuhalten: Die Nationen des Balkan wurden von den Muslimen erobert – nachdem es ein Jahrtausend des Jihad Widerstand geleistet hatte, fiel 1453 auch Konstantinopel an den Islam – und sie blieben Jahrhunderte lang unter osmanischer Herrschaft.

Das kollektive Gedächtnis der nicht allzu lange zurückliegenden Erfahrungen der Osteuropäer mit und unter dem Islam sollten nie unterschätzt werden, wenn man darüber nachdenkt, warum sie beträchtlich misstrauischer – wenn nicht geradezu feindselig – ihm und seinen Migranten gegenüber sind als ihre westlichen, liberalen Gegenüber.

So erklärte der ungarische Premierminister Victor Orbán einmal:

Wir wollen Frankreich, Belgien und alle anderen Länder nicht kritisieren, aber wir glauben, jedes Land hat das Recht zu entscheiden, ob es eine große Anzahl an Muslimen in einem Land haben will. Wenn sie mit ihnen leben wollen, dann können sie das tun. Wir wollen das nicht und wir glauben, wir haben das Recht zu entscheiden, dass wir keine große Anzahl an muslimischen Menschen in unserem Land haben wollen. Wir mögen die Folgen davon eine große Zahl muslimischer Gemeinschaften zu haben nicht, die wir in anderen Ländern sehen und ich sehe keinen Grund dafür, dass irgendjemand anderes uns dazu zwingt Möglichkeiten zu schaffen in Ungarn zusammenzuleben, die wir nicht haben wollen… Ich muss sagen, wenn es darum geht mit muslimischen Gemeinschaften zusammenzuleben, dann sind wir die einzigen, die Erfahrung haben, denn wir hatten die Möglichkeit diese Erfahrung 150 Jahre lang zu machen.

Und diese Jahre – 1541 bis 1699, während das islamisch-osmanische Reich Ungarn besetzte – sind angefüllt mit Massakern, der Versklavung und der Vergewaltigung von Ungarinnen.

Das „Bild der Hölle“: Die Belagerung Maltas durch den Islam

Erinnerung an den terroristischen Jihad gegen die winzige Insel

Raymond Ibrahim, FrontPage Magazine, 20. Mai 2020

Diese Woche in der Geschichte begann am 18. Mai 1565 eine der symbolisch wichtigsten militärischen Begegnungen zwischen dem Islam und Europa: Die osmanischen Türken belagerten die winzige Insel Malta; das zugehörige Bombardement wurde damals als das heftigste angesehen, dem ein Gebiet jemals ausgesetzt wurde.

Um den Beginn des 16. Jahrhunderts begannen muslimische Piraten aus Algier das christliche Mittelmeer zu terrorisieren. Wie ihre Kollegen an Land waren auch sie von Mohammeds Versprechen indoktriniert und ermutigt: „Ein Feldzug zu See ist wie zehn Feldzüge an Land“, hatte der Prophet gesagt. „Und wer auf See seine Orientierung verliert ist wie einer, der sein Blut auf dem Weg Allahs vergießt“ – heißt, er wird entweder hier oder im Jenseits belohnt. Die Beutelust der Piraten wurde entsprechend von Träumen vom „Märtyrertum“ verstärkt.

Als Süleyman „der Prächtige“ – unter Muslimen besser bekannt als Süleyman „der Ghazi“ (Jihadist/Plünderer) – 1520 osmanischer Sultan wurde, nahm er auf der Stelle den berüchtigtsten dieser Berber-Piraten, Khair al-Din Barbarossa, in seinen Dienst und half ihm den Meer-Jihad gegen Europa zu betreiben. Die folgende Terrorherrschaft zwang die Europäer entlang der Mittelmeerküste die Tage ihrer Vorfahren in den Jahrhunderten vor den Kreuzzügen erneut zu durchleben, als das Mittelmeer erstmals von Jihad und Sklavenfängerei überschwemmt wurde. Im Verlauf der folgenden zwei Jahrzehnte wurden hunderttausende Europäer wurden versklavt, so dass 1541 „Algier von christlichen Gefangenen wimmelte und es wurde üblich zu sagen, dass ein christlicher Sklave kaum ein fairer Tauschhandel für eine Zwiebel war“.

Trotz der Erfolge des seegestützten Jihad „wirst du nichts Gutes tun“, riet ein erfahrener Korsar Süleyman, „bis du das Vipernnest ausgeräuchert hat“. Er bezog sich auf die Malteser-Ritter, die kurz nach dem Ersten Kreuzzug entstanden (ca. 1099) und inzwischen als Johanniterorden mit Hauptsitz in Malta bekannt war. Süleyman hatte sie 1522 von Rhodos vertrieben – wo sie zweihundert Jahre lang alle osmanischen Marineanstrengungen durchkreuzt hatten – und Kaiser Karl V. vom Heiligen Römischen Reich hatte den heimatlosen Maltesern 1530 die Insel Malta vermacht. Sie waren die Reaktion des Kaisers auf die Korsaren des Sultans – und mehr als drei Jahrzehnte lang Süleyman ein Dorn im Auge.

Im März 1565, nachdem sie schließlich beschlossen hatten dieses „Hauptquartier der Ungläubigen“ zu beseitigen, entsandte Süleyman eine der größten Flotten, die jemals aufgestellt wurden – mit rund dreißigtausend Osmanen an Bord – um die winzige Insel einzunehmen, die eine Gesamt-Kampfbevölkerung von achttausend hatte. Papst Pius IV. beschwor die Könige Europas Malta zu helfen; vergeblich: Der König von Spanien „hat sich in die Wälder zurückgezogen“, beschwerte sich der Papst, „und Frankreich, England und Schottland werden von Frauen und Knaben regiert.“ Nur der Vizekönig des benachbarten Sizilien reagierte, aber er brauchte Zeit um Rekruten aufzubringen.

Jean Parisot de Valette (1494 – 1568), der Großmeister der Ritter – „sein Gemüt ist eher traurig“, aber „für sein Alter [einundsiebzig] ist er sehr robust“ und „sehr fromm“ – traf Vorbereitungen für die anstehende Belagerung; dazu gehörte, dass er seinen Männern erklärte, was auf dem Spiel stand: „Eine beachtliche Armee aus kühnen Barbaren bricht über diese Insel herein“, warnte er; „Die Leute, meine Brüder, sind die Feinde Jesu Christi. Heute geht es um die Verteidigung unseres Glaubens, ob das Buch des Evangelisten [das Evangelium] von dem des Koran verdrängt werden wird. Gott fordert von uns zu dieser Gelegenheit unser Leben, das bereits seinem Dienst gewidmet ist. Glücklich werden die sein, die dieses Opfer als erstes erbringen werden.“

Am 18. Mai begannen die Osmanen das pausenlose Bombardement; zuerst zielten sie auf St. Elmo, eines der Schlüsselforts von Malta. „Mit dem Gebrüll der Artillerie und der Arkebusen den haarsträubenden Schreien, dem Rauch und Feuer und Flammen“, schrieb ein Chronist, „schien es so, als dass die ganze Welt kurz vor dem Explodieren stand.“ Die zahlenmäßig haushoch unterlegenen und bald ermüdeten Verteidiger, denen befohlen war „mutig zu kämpfen und ihr Leben den Barbaren so teuer wie möglich zu verkaufen“, machten genau das; und für jeden das Fort verteidigenden Christen fielen zahlreiche muslimische Belagerer. Nachdem sie mehr als einen Monat allem widerstanden hatten, was die Osmanen gegen sie ins Feld führen konnten, wurde St. Elmo, inzwischen ein Haufen Schutt, am 23. Juni schließlich gestürmt und erobert.

Praktisch alle 1.500 Verteidiger wurden abgeschlachtet. Dasselbe grausige Schicksal, dem Salah al-Din (Saladin) Jahrhunderte früher die entschiedensten Feinden des Islam übergeben hatte – die Tempelritter und die Malteser in der katastrophalen Schlacht von Hattin (1187) – wurde jetzt ihren Erben zuteil. Die Johanniter „wurden kopfüber an eiserne Ringe gehängt … und ihre Schädel wurden gespalten, ihre Brustkörbe geöffnet und ihre Herzen herausgerissen.“ Der osmanische Kommandeur Mustafa befahl, dass ihre verstümmelten Leichname (zusammen mit einem maltesischen Priester) an hölzerne Kreuze genagelt und in den großen Hafen treiben gelassen wurden, um die zusehenden Verteidiger zu verhöhnen und zu entmutigen.

Das misslang: Der einundsiebzigjährige Valette hielt eine donnernde und trotzige Rede vor den zusammengedrängten Christen, enthauptete alle muslimischen Gefangenen und schoss ihre Köpfe aus Kanonen auf die türkischen Belagerer. Die Osmanen unterwarfen den Rest der Insel dem zur damaligen Zeit anhaltendsten Bombardement der Geschichte (insgesamt wurden rund 130.000 Kanonenkugeln verschossen). „Ich weiß nicht, ob das Bild der Hölle die schreckliche Schlacht beschreiben kann“, schrieb ein Zeitgenosse: „Das Feuer, die Hitze, die ständigen Flammen aus den Flammenwerfern und die Feuerreifen; der dicke Rauch, der Gestank, die ausgeweideten und verstümmelten Leichen, das Zusammenprallen der Waffen, das Stöhnen, Schreien und Weinen, das Brüllen der Schusswaffen … Männer, die einander verwunden, töten, kriechen, zurückwerfen, fallen und schießen.“

Obwohl der Rest der Forts in Schutt gelegt wurde, floss viel muslimisches Blut für jeden gewonnenen Zentimeter; denn „wenn sie auf Armeslänge herankamen, war der Krummsäbel dem langen Zweihand-Schwert der Christen nicht gewachsen“. Verzweifelte Kämpfe ergossen sich auf die Straßen, wo sogar maltesische Frauen und Kinder sich daran beteiligten.

Es war jetzt Ende August und die Insel war immer noch nicht eingenommen; das und die massenhaften Verluste führten zu massiver Demoralisierung im osmanischen Lager. Verschämtes Gerede von einer Aufhebung der Belagerung hatte bereits begonnen, als Siziliens Vizekönig Garcia de Toledo schließlich mit fast zehntausend Soldaten in der Bucht des heiligen Paulus ankam. Dort, wo der Apostel einst Schiffbruch erlitt, spielte sich die letzte Szene dieses Armageddon ab. Als die neu Angekommenen die abziehenden Osmanen vernichtend schlugen, die schließlich am 11. September flohen – einem Tag, der 2001 wissentlich oder unwissentlich von den jihadistischen „Nachkommen“ der Osmanen gerächt wurde.

„Derart übel war der Gestank in der Bucht“, die von den zahllosen aufgedunsenen muslimischen Leichen überflutet war, „dass kein Mensch sich ihr nähern konnte.“ Bis zu zwanzigtausend Osmanen und fünftausend Verteidiger starben. Nach vierzig Jahren erfolgreicher Feldzüge gegen Europa erlitt Süleyman endlich seine erste große Niederlage. Ein Jahr später erlag er dem Tod, er war einundsiebzig Jahre alt.

Wichtiger für Europa ist, dass dank Maltas mutigem Widerstand erstmals ein Riss in der osmanischen Rüstung wahrzunehmen war; es zeigte, dass eine winzige, aber entschlossene Streitmacht gegen eine bis dahin als unaufhaltbar geltende osmanische Kriegsmaschinerie bestehen konnte.

Als osmanische Streitkräfte 1570 auf der Insel Zypern einfielen, gelang es daher dem Papst 1571 leicht eine „Heilige Liga“ aus katholischen Seefahrerstaaten zu bilden, die vom spanischen Reich geführt wurde. Zum Entsetzen aller – Christen wie Muslime – siegte die Heilige Liga bei der Schlacht von Lepanto. Wie Miguel Cervantes, der bei der Seeschlacht dabei war, den schillernden Don Quixote sagen ließ: „Dieser Tag … war so freudig für die Christenheit, weil die ganze Welt erfuhr, wie falsch sie gelegen hatte zu glauben, dass die Türken auf See unbesiegbar waren.“

Aber dieser Gedanke wurde erstmals sechs Jahre zuvor realisiert, durch die heldenhafte Verteidigung Maltas – als der Strom des Krieges zwischen dem Islam und Europa erstmals Letzeren seine Gunst zuwandte.

Tod und Zerstörung: „Wo immer Christen und Muslime nebeneinander lebten“

Ein nüchterner Blick auf die Geschichte muslimischer Nachbarn

Raymond Ibrahim, FrontPage Magazine, 22. April 2020

In einem aktuellen Interview zur Verbreitung islamischerTerrorgruppen in Afrikas Sahelzone machte ein französischer Forscher folgende Beobachtung:

Nachdem sie ihren Zugriff auf die muslimische Sahara ausgedehnt haben, wird das nächste Ziel der Terroristen Orte sein, an denen Christen und Muslime Seite an Seite leben. In Burkina Faso und Nigeria ist die bisher existierende Balance bedroht. In den nächsten fünf Jahren werden diese afrikanischen Staaten die Unterstützung des Westens benötigen, wenn sie eine Katastrophe vermeiden wollen.

Das stimmt zwar alles – Nigeria und Burkina Faso sind Brutstätten der Verfolgung und des Abschlachtens von Christen – aber die vor allem zu beachtende und aufschlussreichste Formulierung des obigen Zitats ist „wo Christen und Muslime Seite an Seite leben“.

Das scheint über die Sahelzone hinaus der Knackpunkt dabei zu sein: Wo immer Muslime Seite an Seite mit Nichtmuslimen leben, tendieren Konflikt, Gewalt und offener Krieg dazu die Norm zu sein – oder, wie es der politische Analyst Samuel Huntington in seinem „Zusammenprall der Zivilisationen“ so denkwürdig formulierte: „Die Grenzen des Islam sind blutig“:

Wo immer man sich die Grenzen des Islam ansieht, haben Muslime Probleme damit mit ihren Nachbarn in Frieden zu leben. Da kommt natürlich die Frage auf, ob dieses Muster des Konflikts zwischen muslimischen und nichtmuslimischen Gruppen des ausgehenden zwanzigsten Jahrhunderts gleichermaßen für die Beziehungen zwischen Gruppen anderer Zivilisationen gilt. Fakt ist: Tut es nicht. Muslime machen etwa ein Fünftel der Weltbevölkerung aus, aber in den 1990-er Jahren sind sie weit stärker in Gewalt zwischen Gruppen involviert gewesen als Völker jeder anderen Zivilisation. Die Beweise dafür sind überwältigend. [S. 256]

Tatsächlich ist es nur noch schlimmer geworden, seit Huntingtons Buch 1996 veröffentlicht wurde. Zusammen mit den bereits erwähnten Beispielen aus der Sahelzone muss man sich nur die westeuropäischen Staaten ansehen, die beträchtliche muslimische Bevölkerungsanteile haben – wo Verbrechen, Randale, Vergewaltigungen und andere Formen der „gegen Ungläubige gerichteten“ Angriffe wuchern – um zu bestätigen, dass „Muslime Probleme damit haben mit ihren Nachbarn in Frieden zu leben“.

Überdies: Wenn Muslime keinen voll entwickelten Jihad innerhalb Europas führen, hat das mehr mit den Umständen zu tun – einschließlich der Tatsache, dass sie immer noch zahlenmäßig weit unterlegen sind – als mit irgendetwas anderem. Beispielsweise berichteten nicht wenige Christen aus Syrien, dass, obwohl sie Jahre lang friedlich an der Seite ihrer muslimischen Nachbarn gelebt hatten, sobald ISIS kam und sich auf die Seite des Jihad zu stellen eine Option war, viele ihrer muslimischen Nachbarn – einschließlich einiger, die den Christen lange geholfen hatten – sich auf der Stelle gegen sie wandten und das oft auf niederträchtige Weise.

Aber es gibt bestimmt, wie uns die „Experten“ erzählen, nichts Intrinsisches an diesem Phänomen? Das ist doch bestimmt das Produkt von Ungleichheit, Missständen, „Islamophobie“ und all dem Rest?

Genau im Gegenteil: Eigentlich ist das gesamte Phänomen von Muslimen, die sich neben Nichtmuslimen versammeln und Verbrechen/Jihad/Terrorismus betreiben, fester Bestandteil davon, wie der Islam immer Kontrolle konsolidiert und verbreitet hat. Das hat sogar einen Namen, der im islamischen Bewusstsein immer noch nachhallt.

Historisch errichteten Muslime, wo immer der Jihad stoppte, entlang der Grenze zu ihren ungläubigen Nachbarn, Ketten an Festungen und Burgen, alle voll besetzt mit professionellen Jihadisten, die sich Überfällen auf die Nichtmuslime widmeten. Jede davon wurde als ribat (رباط) bezeichnet; das Wort basiert auf einem arabischen Wort, das in der Idee einer starken Feste oder Verbindung verwurzelt und im Sure 3,200 zu finden ist: „Oh ihr, die ihr überzeugt seid, seid standhaft und bleibt Standhafte und seid gestärkt [رابطوا] und seid ehrfürchtig zu Allah; auf dass ihr erfolgreich seid.“

Das Wort ribat lebt weiter, auch wenn nur wenige seine Etymologie erkennen. Zum Beispiel ist Rabat, die Hauptstadt von Marokko, so genannt, weil sie ursprünglich ein ribat war, von dem aus Jahrhunderte lang Berber-/Piraten-Überfälle auf das christliche Mittelmeer ausgingen. Gleichermaßen ist Almoravids – der Name einer berüchtigten nordafrikanischen Jihadistengruppe des elften Jahrhunderts – einfach eine Transliteration des arabischen al-murabitun, was bedeutet „die entlang des ribat kämpfen(nicht unähnlich al-mujahidun, „die Jihad führen“). 1086 drangen diese „Almoraviden“ nach Spanien ein und walzten die Kastilier in der Schlacht von Sagrajas nieder; danach errichteten sie unter triumphierenden „Allahu Akbar“-Rufen einen Berg aus 2.400 christlichen Schädeln.

Spanien bietet in der Tat zahlreiche Beispiele für das Grenzphänomen ribat – das Berüchtigste war entlang des Flusses Duero gebildet wurde, der die Christen im Norden vom islamischen Süden trennte. Jahrhunderte lang wurde es auch „ein Territorium, wo man für den Glauben und deinen dauerhaften Platz des ribat kämpft“. Wie an anderen Grenzen, wo Muslime an Nichtmuslime stießen, überwog verbranntes Niemandsland. Ibn Hudayl von Granada (gest. 812) erklärte die Logik:

Es ist erlaubt das Land des Feindes in Brand zu stecken, seine Getreidelager, seine Lasttiere – wenn es den Muslimen nicht möglich ist sie in Besitz zu nehmen – sowie seine Bäume zu fällen, seine Städte zu schleifen, mit einem Wort: Alles zu tun, das ihn vernichten und entmutigen kann, vorausgesetzt, der Imam erachtet diese Maßnahmen für angemessen, geeignet für die Beschleunigung der Islamisierung dieses Feindes oder um ihn zu schwächen. Tatsächlich trägt all das zu einem militärischen Triumph über ihn bei oder dazu, ihn zur Kapitulation zu zwingen.

Der französische Historiker Louis Bertrand (geb. 1866) führt aus:

Um die Christen [in Nordspanien] an ihrem Platz zu halten, reichte es nicht aus sie mit einer Zone aus Hungersnot und Zerstörung zu umgeben. Es war auch notwendig hinzugehen und Terror und Massaker unter ihnen zu sähen. … Wenn man berücksichtigt, dass dieses Räubertum fast immer ununterbrochen weiter ging und dass diese Raserei der Vernichtung und Auslöschung als frommes Werk betrachtet wurde – es war ein heiliger Krieg [Jihad] gegen Ungläubige – dann überrascht es nicht, dass ganze Regionen Spaniens auf nicht mehr gut zu machende Weise unfruchtbar gemacht werden sollten.

Das bleibt natürlich eine perfekt anwendbare Beschreibung dessen, was derzeit geschieht, sowohl in Afrika als auch zunehmend in Europa – tatsächlich überall, wo Muslime und Nichtmuslime nebeneinander wohnen.

(Foto: Quinn Dombrowki)

In Europa ist der Versuch Juden zu töten eine Geisteskrankheit

„Viele Menschen, die psychotisch sind, lesen den Koran.“

Daniel Greenfield, FrontPageMag, 10. Dezember 2019

Martin Colmans verkaufte Möbel auf dem Albert Cuyp-Markt in Amsterdam, als er in den Oberschenkel gestochen wurde. Sein Sohn Sharon rannte hinaus, um ihm zu helfen und seine Mutter zu schützen und wurde in den Rücke und die Brust gestochen. Aber er hatte den Stecher erfolgreich davon abgehalten an seine Mutter Orly heranzukommen.

Tarik Ghani, der Muslim, der auf ihn einstach, betrieb auf dem Markt ein Schischa-Geschäft. Das Opfer sagte, er habe eine plötzliche Veränderung bei seinem Angreifer bemerkt, nachdem dieser aus dem Nahen Osten zurück kam und oft gesehen wurde, „wie er den Koran liest“. „Er redete nicht mehr mit uns, rasierte sich den Kopf und betete ständig. Er begann auch uns gehässige Blicke zuzuwerfen.“ Andere Verkäufer auf dem Cuyp-Markt gaben an, dass Tarik Juden hasste. Es hatte Warnungen gegeben, dass er gewalttätig werden und jemanden angreifen könnte. Diese Warnungen wurden allerdings ignoriert.

Statt ihn ins Gefängnis zu schicken, verurteilte ein niederländischer Richter Tarik zu einem Jahr psychiatrischer Behandlung. Die Colmans hatten den Richter gebeten seinen Antisemitismus mit zu berücksichtigen, stattdessen akzeptierte der Richter Tariks Behauptung, er sei psychisch krank und habe Stimmen gehört. Für diese Behauptung gab es keine Beweise.

„Viele psychotischen Leute lesen den Koran“, erklärte ein Psychiater.

Tarik hatte den Koran vor dem Angriff nicht obsessiv gelesen, weil er Terrorist war, sondern weil er psychotisch war.

Um dieselbe Zeit, in der ein niederländisches Gericht Tarik von der Verantwortung für seinen antisemitischen Anschlag freisprach, ließ ein französisches Gericht Kobili Traore den brutalen Mord an Sarah Halimi durchgehen.

Sarah, ältere Leiterin einer jüdischen Kindertagesstätte, wurde in ihrer Wohnung brutal angegriffen. Ihr Bruder hatte gesagt, der Mörder haben sie vorher als „dreckige Jüdin“ bezeichnet. Vor dem Angriff war die Polizei gerufen worden. Sie hatte Kobili laut Verse aus dem Koran skandieren hören. Verstärkungen wurden gerufen, aber die Polizei unternahm nichts. Derweil kletterte Kobili durch das Fenster in Sarahs Wohnung.

Der Muslim schlug sie, bis ihr Nachthemd von Blut bedeckt war, während er „Allahu akbar“, Koranverse und antisemitische Sprüche schrie. Nachbarn riefen die Polizei und beschrieben, was vorging. Die Polizei unternahm nichts. Irgendwann während des brutalen Angriffs schlug der Mörder Sarah den Schädel mit einem Telefon ein. Schließlich schrie er, dass sein Opfer verrückt sei und Selbstmord begehen wolle.

Und dann warf er sie aus dem Fenster und kehrte in seine Wohnung zurück.

Das war 2017. Seitdem haben zahlreiche Gerichte geurteilt, dass Kobili Traore für sein Tun nicht verantwortlich war, weil in seinem Körper Cannabis gefunden worden war. Er hatte Pot geraucht. Und das hatte angeblich eine Art psychotischen Vorfall verursacht, der verhinderte, dass er für sein Tun verantwortlich ist. Wie Tarik Ghani wird er wahrscheinlich in einem Krankenhaus bleiben, bis die Seelenklempner beschließen ihn freizulassen.

Kobili hatte drei psychiatrische Untersuchungen, von denen keine einer der anderen zustimmte, aber alle behaupten er sei nicht zurechnungsfähig.

Der Versuch Sarahs Ermordung nachträglich wie einen Selbstmord aussehen zu lassen, zeigte, dass er wusste, was er tat. Er hatte ihre Wohnung früher an diesem Tag kalkuliert ausgekundschaftet und hatte sich ausgerechnet, wo er sie fallen lassen musste.

Die Vertuschung des Mordes begann schon bevor er überhaupt stattfand. Statt Kobili ins Gefängnis zu bringen, brachten ihn die Polizisten in ein Krankenhaus. Ein Urintest stellte in seinem Körper Cannabis fest. Und die Geschichte wurde festgezurrt. Und doch gab der Mörder zu, dass er von seinem Hass auf Sarahs Jüdisch sein motiviert gewesen war.

Er sagte Ermittlern: „Als ich die Thora und die Menora in ihrer Wohnung sah, fühlte ich mich unterdrückt.“ Mit „Thora“ meinte er wahrscheinlich eine Bibelausgabe in der Wohnung seines Opfers. (Sein Verweis auf die Menora, die die Juden an Hanukkah anzünden, ist von den französischen Medien nicht hilfreich als „Lüster“ übersetzt worden.)

Der Psychiater argumentierte, dass Kobili sowohl antisemitisch als auch geistesgestört sein könne, denn „während Wahnepisoden bei Muslimen ist ein antisemitisches Thema alltäglich“. Der Psychiater plädierte dafür, dass der Killer nicht schuldig sei, weil Muslime inhärent antisemitisch sind und er aufgrund dieses inhärenten Antisemitismus handelte, aber nicht wirklich sein Tun kontrollierte, weil er davor 10 Joints geraucht hatte.

Muslime sind durch ihre Religion und Kultur prädisponiert Juden zu hassen, aber Kobili hätte das nicht gemacht, hätte er keinen psychotischen Aussetzer gehabt. Das Argument charakterisiert Muslime als gleichzeitig antisemitisch, während es antisemitische Mörder als Form von Geistesgestörtheit entschuldigt, unter denen Muslime auf einzigartige Weise leiden.

Mörderischer muslimischer Antisemitismus wurde als Form psychischer Erkrankung diagnostiziert. Sahara wurde wegen „der Tatsache, dass sie Jüdin war“, getötet, aber der Killer war für sein Tun nicht verantwortlich.

Derweil wurde, was Kobili vor dem brutalen Mord machte – abgesehen davon, dass er Pot rauchte – ingoriert.

Vor dem Mord hatte Kobili die Omar-Moschee in Paris besucht, deren früherer Imam Mohammed Hammami wegen Förderung für Terrorismus und Antisemitismus des Lands verwiesen wurde. Die Moschee war von Tabligh Jamaat aufgebaut worden, einer islamistischen Gruppe im Zentrum des Terrorismus in Frankreich. Es ist geschätzt wordne, dass die Mehrheit der islamischen Terroristen in Frankreich mit der Bewegung verbunden ist.

Viele Mitglieder der Tablilgh Jamaat schlossen sich Al-Qaida an. Dazu gehören Zacarias Moussaoui, der 20. Flugzeugentführer sowie der Schuhbomber Richard Reid. Al-Qadia war in der Lage die islamistische Organisation als Tarnung für ihre Mitglieder zu nutzen. Und sie ist bei Weitem nicht die einzige islamische Terrororganisation, die zum Umfeld von Tabligh Jamaat gehört.

Tabligh Jamaat ist zudem berüchtigt dafür problembeladene junge Männer zu rekrutieren und sie ausgiebiger Gehirnwäsche zu unterziehen. In einem Bericht beschrieb ein Mann aus Mali, auch das Herkunftsland des Mörders, wie Rekruten durch lange Zeiten des Skandierens und Betens wach gehalten wurden, bis sie den Kontakt zur Realität verloren. Das hat ominöse Ähnlichktien zum Verhalten von Kobili Traore, dem obsessiven Skandieren am Abend des Mordes an Sarah.

Sarahs Mörder hatte eine antisemitische Moschee besucht, die mit einer kultartigen islamistischen Bewegung in Verbindung stand, die problembeladene junge Männer rekrutiert, wie zum Beispiel Kolibi, der im Gefängnis rekrutiert worden war, und sie in Ekstasen treibt, während sie sie lehrt, dass es ihre Pflicht ist die Welt für den Islam zu erobern. Und das ist genau das, was Kobili in Paris machte.

Es gibt ein tragisches und übles Muster.

2015 griff Farid Haddouche Rabbie Acher Amoyal, seinen Sohne und einen weiteren Mann an, die die am Sabbat die Synagoge in Marseille verließen. Farid hatte „Allahu Akbar“ gebrüllt und einen der Männer in den Bauch gestochen. Er wurde nach einer psychiatrischen Beurteilung als nicht verhandlungsfähig befunden, obwohl seine Mutter zugab, dass er keine Geschichte geistiger Störung hatte. Aber er war damals betrunken gewesen. Proteste der jüdischen Gemeinde führte schließlich zu einem tatsächlichen Verfahren und der wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.

2003 wurde Sébastien Selam, ein jüdischer DJ, von Adel Amastaibou erstochen. Der muslimische Mörder sagte den Polizisten, es sei der Wille Allahs. Er prahlte gegenüber seiner Mutter: „Ich habe einen Juden getötet! Ich werde ins Paradies kommen.“

Vor dem Mord hatte Adel einen Rabbiner angegriffen und eine schwangere Jüdin bedroht. Aber er wurde wegen Geistesgestörtheit als verfahrensunfähig befunden.

Wie Kobili hatte Adel sich high gemacht. Die Droge seiner Wahl war Haschisch.

Adel wurde ins Krankenhaus eingewiesen, aber in einer Vorahnung, wie wenig das in den Fällen von Kobili und Tarik zu bedeuten hatte, wurden ihm Freigänge aus dem Krankenhaus gewährt und er konnte Partys besuchen.

Nicht nur in Europa kommt mörderischer islamischer Antisemitismus psychiatrisch durch. Ahmed frehani, der einen Bombenanschlag auf eine Synagoge in New York plante, wurde zu einem populären progressiven Fall. The Nation behauptete, dass er ein geistig kranker Mann war, der von der Polizei überlistet worden war. Nach einem Selbstmordversuch veranstaltete das Zentrum für Verfassungsrechte eine Mahnwache für den mörderischen Antisemiten.

Die giftige Kombination aus Drogenmissbrauch – Ferhani hatte Drogen verkauft um den Amoklauf zu finanzieren – Behauptung der Geistesgestörtheit und einem Komplott Juden zu töten, wird allgegenwärtig. Genauso der allgemeine Versuch einzelne islamische Terroristen als geisteskrank schönzufärben, weil ihr Verhalten irrational erscheint.

Zwischen verrückt und böse kann eine sehr schmale Linie sein. Und einiges Verhalten, das in der muslimischen Welt nicht abweichend ist, zum Beispiel Kobilis Angst vor Dämonen, kann in unserem Kontext Geistesgestörtheit gleichen. Aber wie Jamie Glazov in seinem neuesten Buch Jihadist Psychopath festhält: Es gibt hier nicht notwendigerweise einen Widerspruch.

Die Eile Mörder aufgrund von Geistesgestörtheit zu entlasten, weil sie Alkohol oder Cannabis in sich haben, weil ihre brutalen Verbrechen der Vernunft trotzen und weil es leichter ist als den Verbindungen zu Orten wie der Omar-Moschee zu folgen, die die Behörden nicht gehen wollen, spornt islamische Gewalt an.

In Straßburg wurde 2016 Chalom Levy von einem Angreifer niedergestochen, der „Allahu Akbar“ brüllte. Levy trug auf seinem Kopf eine Kippa, eine jüdische Kappe und bereitete sich auf den Sabbat vor.

Levy, der vorher zu einem brennenden Auto geeilt war, um eine darin festsitzende Frau zu retten, konnten den Angreifer abwehren und um Hilfe rennen. Sein Möchtegern-Mörder wurde vor einem Café verhaftet, in das Levy entkommen war.

Die Behörden und die Medien beschrieben eilig die Angreifer als psychisch krank. Und tatsächlich hatte er bereits Zeit in einer Psychiatrie verbracht, nachdem er 2010 einen anderen Juden niedergestochen hatte.

Statt ihn ins Gefängnis zu schicken, wurde er für verhandlungsunfähig erklärt und kam in ein Krankenhaus.

Das geschieht, wenn Mord an Juden durch Muslime aufhört ein Verbrechen zu sein und zu einem psychischen Problem wird, das mit ein wenig Zeit mit dem Spiel mit Puppen, Reden über seine Träume und Pillen schlucken gelöst werden kann.

Die  Zeit wird kommen, in der der Möchtegernmörder wieder jemanden niedersticht. Und derjenige könnte nicht überleben.

Wenn, wie Tariks Psychiater behauptet, „viele Leute, die psychotisch sind, den Koran lesen“ und wie Kolibis Seelenklempner insistierte, „während Wahnepisoden unter Muslimen ein antisemitisches Thema üblich ist“, dann gibt es keine sinnvolle Unterscheidung zwischen muslimischem Terrorismus und Geisteskrankheit. Und wenn man Terrorismus gegen Juden als eine Form von Geisteskrankheit charakterisiert, dann sollte kein Muslim je ins Gefängnis kommen.

Juden oder sonst irgendjemanden im Namen des Islam zu ermorden, ist keine Form von Geistesstörung. Es ist Völkermord.

Das „Amselfeld“: Der 630 Jahre alte Grund dafür, dass Osteuropäer den Islam nicht mögen.

Raymond Ibrahim, 15. Juni 2019

Gemälde der Kosovo-Schlacht von Peter Radicevic, 1987

Warum Osteuropäer unwilliger sind muslimische Migranten aufzunehmen als ihre westlichen Gegenüber, kann zu den Umständen um eine ausschlaggebende Schlacht zurückverfolgt werden, die des Kosovo, die vor genau 630 Jahren, am 15. Juni 1389 stattfand. Darin kämpften muslimische Invasoren gegen osteuropäische Verteidiger oder die Vorfahren der vielen heutigen Osteuropäer, die dem Islam Widerstand leisten.

Weil der Jihad so alt ist wie der Islam, ist er von verschiedenen Völkern die Jahrhunderte hindurch (Araber im Nahen Osten, Mauren/Berber und Afrikaner in Spanien und Westeuropa usw.) betrieben worden. Das erfolgreiche Eindringen des Islam in Osteuropa wurde von den Türken betrieben, insbesondere von dem Stamm, der im westlichsten Anatolien (Kleinasien) siedelte und damit am nächsten an Europa, den osmanischen Türken, benannt nach ihrem Gründer Osman Bey. Als er 1323 im Sterben lag, lauteten seine Abschiedsworte an seinen Sohn und Nachfolger Orhan: „Verbreite den Islam mit deinen Waffen.“

Das machte sein Sohn dann auch; der Reisende Ibn Batutua, der Orhan einst in Bursa traf, beobachtete, dass obwohl der Jihaidist einige hundert byzantinische Festungen erobert hatte, „er nie einen ganzen Monat in einer Stadt blieb“, weil er „ständig gegen die Ungläubigen kämpft und sie belagert“. Christliche Städte fielen wie Dominosteine: 1329 Smyrna, 1331 Nicäa und 1337 Nicomedia. Bis 1340 befand sich ganz Nordwest-Anatolien unter türkischer Kontrolle. Inzwischen und um einen europäischen Zeitgenossen zu zitieren, „trennte die Feinde des Kreuzes und die Mörder der Christen, das sind die Türken, von Konstantinopel lediglich ein Kanal von drei oder vier Meilen.“

Bis 1354 schafften es die osmanischen Türken unter Orhans Sohn Suleiman die Dardanellen zu überqueren und die aufgegebene Festung Gallipoli zu besetzen, womit sie erstmals in Europa Fuß fassten. „Wo es Kirchen gab, zerstörte er sie oder wandelte sie in Moscheen um“, schreibt ein osmanischer Chronist: „Wo es Glocken gab, zerbrach Suleiman sie und warf sie ins Feuer. So gab es anstelle von Glocken Muezzine.“

Von allem christlichen „Dreck“ gereinigt, wurde Galliopoli, wie ein späterer osmanischer Bey prahlte, „der muslimische Hals, der jede christliche Nation verschlingt – der die Christen erstickt und vernichtet.“ Aus dieser zerfallenen, aber strategisch platzierten Festungsstadt begannen die Osmanen einen Terrorfeldzug durch das Land, immer in der Überzeugung, das Werk Gottes zu tun. „Sie leben vom Bogen, dem Schwert und Ausschweifungen, fanden Gefallen daran Sklaven zu nehmen, verschrieben sich Mord, Plünderung, Beutezug“, erklärte Gregory Palamas, ein orthodoxer Metropolit, der in Gallipoli gefangen genommen wurde; er fügte hinzu: „Und sie begehen nicht nur diese Verbrechen, sondern sie glauben sogar – was für eine Verirrung – dass Gott ihnen dafür Anerkennung zollt!“

Nach Orhans Tod 1360 und unter seinem Sohn Murad I. – dem ersten seiner Linie, der den Titel „Sultan“ annahm – begann der westwärts gerichtete Jiahd in den Balkan ernsthaft und war nicht aufzuhalten. Bis 1371 hatte er Teile Bulgariens und Mazedoniens in sein Sultanat annektiert, das nun Konstantinopel so umschloss, dass „ein Bürger das Reich einfach dadurch verlassen konnte, dass er durch die Stadttore ging“.

Es überrascht daher nicht, dass, als Prinzi Lazar von Serbien (geb. 1330) Murads Invasionskräfte 1387 besiegte, „es stürmischen Jubel der Slawen des Balkans gab. Serben, Bosnier, Albaner, Bulgaren, Wallach und Ungarn aus den Grenzprovinzen sammelten sich allesamt um Lazar wie nie zuvor, entschlossen die Türken aus Europa zu vertreiben“.

Murad reagierte auf diese Unverfrorenheit am 15. Juni 1389 im Kosovo. Dort kämpfte eine Koalition mit serbischer Mehrheit, verstärkt durch Kontingente aus Ungarn, Polen und Rumänien – zwölftausend Mann unter der Führung von Lazar – gegen dreißigtausend Osmanen unter der persönlichen Führung des Sultans. Trotz des anfänglichen Gusses türkischer Pfeile donnerte die serbische schwere Artillerie durch die osmanischen Frontlinien und brach den linken Flügel auf; die osmanische Rechte unter Murads älterem Sohn Bayezid schwenkte um und umfasste die Christen. Der chaotische Zusammenstoß ging Stunden weiter.

In der Nacht vor der Schlacht flehte Murad Allah an ihm „die Gunst zu erweisen für den wahren Glauben zu fallen, also um den Märtyrertod.“ Irgendwann gegen Ende der Schlacht wurde sein Gebet erhört. Nach Angaben der Tradition bot Miloš Obilić, ein serbischer Ritter, an zu den Osmanen überzulaufen; seine Bedingung war, dass ihm angeischts seines hohen Rangs erlaubt werde sich vor dem Sultan selbst zu ergeben. Sie brachten ihn vor Murad und nachdem Milos in falscher Unterwerfung niederkniete, stürzte er sich auf den muslimischen Kriegsherrn und rammte ihm einen Dolch tief in den Bauch (andere Quellen sagten: „mit zwei Stößen, die am Rücken wieder austraten“). Die ansonsten langsamen Wachen reagierten damit den Serben in Stücke zu hacken. Blutüberströmt und Blut spuckend lebte Murad lange genug, um zu sehen, wie sein Erzfeind, der inzwischen gefangen genommene Lazar, vor ihn gebracht, gefoltert und enthauptet wurde. Als kleiner Ausgleich mochte das ein Lächeln auf das Gesicht des sterbenden Märtyrers gebracht haben.

Murads Sohn Bayezid übernahm sofort das Kommando. „Seine erste Tat als Sultan bestand darin, über der Leiche seines Vaters den Tod seines Bruders durch Strangulation zu befehlen. Das war Jakub, sein Mitkommandeur in der Schlacht, der sich auf dem Feld einen Ruf und Beliebtheit bei seinen Truppen erworben hatte.“ Als Nächstes brachte Bayezid die Schlacht zu einem entscheidenden Ende; er warf alles, was ihm zur Verfügung stand, auf den Feind, was zum Abschlachten auch des letzten Christen führte – aber noch mehr seiner eigenen Leute in dem Prozess.

Auf das riesige Feld an Leichen strömten derart viele Vögel und schlemmten, dass die Nachwelt sich an den Kosovo als „Amselfeld“ erinnerte. Obwohl das praktisch ein Unentschieden war – oder bestenfalls ein Pyrrhus-Sieg für die Osmanen – fühlten die Serben, mit zu Beginn weniger Ressourcen am Start im Vergleich zum aufkommenden muslimischen Reich, den Schmerz stärker.

In den auf die Schlacht im Kosovo folgenden Jahren wurde die osmanische Kriegsmaschine unaufhaltbar: die Nationen des Balkan wurden von den Muslimen erobert – nachdem es ein Jahrtausend an Jihadkriegen widerstanden hatte, fiel Konstantinopel 1453 selbst dauerhaft an den Islam – und sie blieben Jahrhunderte lang unter osmanischer Herrschaft.

Das kollektive Gedächtnis der Osteuropäer für die nicht allzu weit zurückliegenden Erfahrungen mit und unter dem Islam sollten nie unterschätzt werden, wenn man bedenkt, warum sie im Vergleich zu ihren westlichen, liberalen Gegenübern beträchtlich skeptischer – wenn nicht regelrecht feindselig – dem Islam und seinen Migranten gegenüber sind.

So erklärte der ungarische Premierminister Victor Orbán einmal:

Wir wollen Frankreich, Belgien und alle anderen Länder nicht kritisieren, aber wir glauben, dass alle Länder ein Recht haben zu entscheiden, ob sie eine große Anzahl Muslime in ihren Ländern haben wolln oder nicht. Wenn sie mit ihnen zusammenleben wollen, können sie das. Wir wollen das nicht und ich denke wir haben das Recht zu entscheiden, dass wir keine große Zahl an muslimischen Menschen in unserem Land haben wollen. Die Folgen davon eine große Zahl an muslimischen Gemeinschaften zu haben mögen wir nicht, wie wir sie in anderen Ländern sehen und ich sehe keinen Grund dafür, dass irgendjemand sonst uns zwingen sollte Möglichkeiten zu schaffen in Ungarn auf eine Art zusammenzuleben, die wir nicht haben wollen… Ich muss sagen, wenn es um Zusammenleben mit muslimischen Gemeinschaften geht, sind wir die einzigen, die Erfahrung haben, denn wir hatten die Gelegenheit diese Erfahrung 150 Jahre lang durchzumachen.

Und diese Jahre – von 1541 bis 1699, als das islamisch-osmanische Reich Ungarn besetzte – sind reichlich bestückt mit Massakern, der Versklavung und der Vergewaltigung von Ungarn.

Die Schlacht von Lepanto: Ein militärischer und ein „Sieg für die Moral“ über den Islam

Raymond Ibrahim, 8. Oktober 2019

Zeichnung der Folter und folgenden Häutung von Marco Bragadin, weil er die Einladung zum Islam ablehnte.

Der heutige Tag war geschichtlicher Zeuge eines der umwälzendsten Zusammenstöße zwischen dem Islam und dem Westen – einer, bei dem letzerer ersteren ausnahmsweise zerschlagen und gedemütigt hat. 1570 landeten die muslimischen Türken – im Gestalt des osmanischen Reiches – auf der Insel Zypern, was Papst Pius V. veranlasste 1571 eine Art „Heiliger Liga“ der maritimen katholischen Saaten zu fordern, die vom spanischen Reich geführt wurde. Bevor sie Zypern erreichen und befreien konnten, wurde die letzte Festung in Famagusta durch Verrat eingenommen.

Nach dem Versprechen sicheren Abzugs, wenn sie sich ergeben, hatte der osmanische Kommandeur Ali Pascha – wegen seines frommen Hintergrunds als Müezzinzade („Sohn des Muezzin“) bekannt – sein Wort gebrochen und ein massives Abschlachten begonnen. Er befahl dem Festungskommandeur Marco Antonio Bragadin Nase und Ohren abzuhacken. Ali lud dann den verstümmelten Ungläubigen ein den Islam und das Leben anzunehmen: „Ich bin Christ und so will ich leben und sterben“, antwortete Bragadin. „Mein Körper gehört euch. Foltert ihn, wenn ihr wollt.“

Also wurde er an einen Stuhl gefesselt, wiederholt am Mast einer Galeere hochgezogen und unter  Spott ins Meer fallen gelassen: „Sieh, ob du deine Füße sehen kannst, großer Christ, ob du Hilfe für Famagusta kommen sehen kannst!“ Der verstümmelte und halb ertrunkene Mann wurde dann in die Nähe der St. Nicholas-Kirche getragen – heute eine Moschee – und an eine Säule gebunden, wo er langsam bei lebendigem Leib gehäutet wurde. Die Haut wurde hinterher mit Stroh ausgestopft und zu einer makabren Puppe des toten Kommandeurs genäht; dann paradierte man ihn unter Spott vor den höhnenden muslimischen Eroberern herum.

Die Nachricht davon und andere fortgesetzte Gräueltaten und Kirchenschändungen auf Zypern und Korfu brachten die Heilige Liga auf und sie setzte Segel gen Osten. Ein Blutbad folgte, als die beiden gegnerischen Flotten – 600 Schiffe und 140.000 Mann, von beiden auf osmanischer Seite mehr – schließlich aufeinander trafen und am 7. Oktober 1571 vor der Westküste Griechenlands bei Lepanto zusammenprallten. Ein Zeitgenosse gibt an:

Die größere Heftigkeit der Schlacht dauerte vier Stunden an und war so blutig und entsetzlich, dass die See und das Feuer eins zu sein schienen, rot vor Blut, bedeckt mit maurischen Mänteln, Turbanen, Köchern, Pfeilen, Bögen, Schilden, Rudern, Kisten, Behältern und anderer Kriegsbeute und vor allem menschlichen Leichen. Christen wie Türken, einige tot, andere verwundet, manche auseinandergerissen und wieder andere noch nicht ihrem Schicksal ergeben im Todeskampf, ihre Kraft mit dem Blut aus ihren Wunden dahinschwindend, das in solchen Mengen floss, dass das gesamte Meer davon gefärbt war, aber trotz all des Leides waren unsere Männer nicht von Mitleid für den Feind bewegt … Obwohl sie um Gnade bettelten wurde auf sie geschossen und mit Piken eingestochen.

Der Schlüsselmoment kam, als die Flaggschiffe der gegnerischen Flotten, die osmanische Sultana und die christliche Real, ineinander krachten und sich gegenseitig enterten. Chaos setzte ein, als überall Männer miteinander rangen, selbst die Großadmiräle wurden in dem Getümmel gesehen. Ali Pascha feuerte Pfeile und Don Juan schwang den Säbel und das Kriegsbeil, jeweils eins davon in jeder Hand.

Am Ende „gab es eine unendliche Zahl Toter“ auf der Real, während „eine enorme Anzahl großer Turbane, die so zahlreich zu sein schienen wie es der Feind gewesen, auf der rollenden Sultana zu sehen waren – die Köpfe noch darin.“ Der Don tauchte lebend auf, der Pascha jedoch nicht.

Frühes Gemälde der Schlacht von Lepanto

Als die Mitglieder der türkischen Zentral-Flotte Alis Kopf auf einer Pike auf der Sultana sahen und ein Kreuz, wo vorher die Flagge des Islam flatterte, setzte massive Demoralisierung ein und der Nahkampf auf dem Wasser war bald vorbei. Die Heilige Liga verlor zwölf Galeeren und zehntausend Mann, aber die Osmanen verloren 230 Galeeren – von denen 117 von den Europäern gekapert wurden – und dreißigtausend Mann. Es war ein Sieg erster Klasse und die gesamte Christenheit – katholisch, orthodox und protestantisch – jubelte.

Praktisch gesprochen änderte ich jedoch wenig. Zypern wurde von der Heiligen Liga nicht befreit. „Indem wir euch Zypern abrangen, haben wir euch einen Arm abgeschlagen“, erinnerten die Osmanen den venezianischen Botschafter ein Jahr später. „Indem ihr [bei Lepanto] unsere Flotte besiegt habt, habt ihr uns den Bart geschoren. Ein einmal abgeschlagener Arm wird nicht wieder nachwachsen, aber ein geschorener Bart wächst dem Rasierten um so besser nach.“

Trotzdem bewies der Sieg, dass die erbarmungslosen Türken, die in vorangehenden Jahrzehnten und Jahrhunderten einen Großteil Osteuropas erobert hatten, aufgehalten werden konnten. Lepanto legte nahe, dass die Türken mit einem Frontalangriff besiegt werden konnten – zumindest auf dem Meer, das seit kurzem die neuesten Jagdgründe der islamischen Mächte geworden war. Wie Miguel Cervantes, der bei der Schlacht dabei war, den Don Quixote so bewegt sagen ließ: „Dieser Tag … war für die Christenheit so freudig, weil die ganze Welt erfuhr, wie falsch es gewesen war zu glauben, die Türken seien auf See unsichtbar.“

Moderne Historiker bestätigen diese Einstellung. Der Militärhistoriker Paul K. Davis gibt an: „Mehr als ein militärischer Sieg war Lepanto einer für die Moral. Jahrzehnte lang hatten die osmanischen Türken Europa Angst eingejagt und die Siege von Süleiman dem Prächtigen verursachten dem christlichen Europa schwere Sorgen … Christen jubelten über diesen Rückschlag für die Osmanen. Der Nimbus der osmanischen Macht wurde durch diese Schlacht beträchtlich getrübt und das christliche Europa ermutigt.“

Egal wie spektakulär, der Seesieg konnte jedoch die Macht nicht erschüttern, die vor allem eine Landmacht war – so dass mehr als ein Jahrhundert später, 1683, rund 200.000 bewaffnete Osmanen bis nach Wien vorgedrungen waren und es belagerten.

Aber das – und was danach bis heute geschah – ist eine andere Geschichte.