Mahnung eines Zugewanderten – mal nachdenken!

Ahmed Mansour hat das im öffentlich-rechtlichen Rundfunk gesagt (gefunden auf Facebook) – mal sehen, wie lange der wohl noch dort etwas von sich geben darf…

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Warnung an Europa

Per PN auf Facebook verschickt:

Christin aus Iran schrieb folgendes:

……Ihr alle braucht einen Grundkurs für Islam. Viele von Euch haben kein ausreichendes Wissen über diese „Religion“ Ihr seid zu schnell bereit die „Seiten“ zu wechseln, wenn einer mit gut klingenden Argumenten kommt.

Ich bin iranische Christin und seit über 36 Jahren in Deutschland. Mittlerweile lebe ich in der Schweiz weil sie mir politisch stabiler erscheint. Aber ich muss feststellen, dass es auch hier sehr viel Dummheit und Naivität in Bezug auf den Islam gibt.

Ich kenne den Islam aus nächster Nähe. Ich bin nach dem Sturz des Schahs Mohammed Reza Pahlavi vor dem Islam nach Deutschland geflohen. Ich habe hier studiert, geheiratet und Kinder bekommen. Ich habe mich vollständig integriert und mich den Regeln des Gastlandes angepasst. Das war und ist für mich immer eine Frage des Repekts und Anstands gewesen! Der „gläubige“ Moslem kann das nur sehr schwer, denn es würde bedeuten sich unterzuordnen. Das aber verbietet ihm seine Religion. Er kann aber so tun als ob, denn das erlaubt ihm die Taqiiya (bitte googeln)! Der Islam kommt nicht nach Europa um zu bereichern, sondern um zu erobern! Das ist einer der Gründe, warum überwiegend junge Männer im kampffähigen Alter kommen.

Der Moslem glaubt, ihm gehöre die ganze Welt. Das hat ihnen Mohammed so versprochen. Dabei ist es den Muslimen erlaubt, alle andersdenkenden zu ermorden. Das ist Islam legitimes Wissen und Praxis.

Der Islam hat dem Westen den Krieg erklärt – hier hat es nur noch keiner wirklich wahrgenommen! Zur Erklärung: Schauen Sie sich bitte den Koran und die Geschichte des Islam an. Ich habe als Iranerin Zugang zu Moscheen und höre dort immer wieder erschreckende Dinge, die definitiv nicht Grundgesetzkonform sind. Dort wird gepredigt, dass die Welt NUR Allah und NUR seinen Gläubigen gehört. Dieses Recht sollen alle Muslime einfordern, auch mit Gewalt. Das ist deren einziger Antrieb im Leben. Dies verfolgen sie geradezu fanatisch, wie man ja überall gut sehen kann!

Im Islam hat man jedoch heute erkannt, dass eine kriegerische Eroberung des Westens nicht mehr möglich ist. Es fehlt ganz einfach die militärische Stärke. Daher hat man sich auf „friedliche“ Invasion verlegt.

Ich war als Iranerin unerkannt schon in vielen Moscheen und habe immer wieder radikale imperialistische Töne gehört. So sollen sich die Muslime in fremde Länder begeben, sich dort ruhig und friedlich verhalten, sich reichlich vermehren und auf den Tag Allahs warten. Und nun schauen Sie sich die Geschichte der 57 islamischen Länder auf der Welt an. Ein Teil wurde kriegerisch erobert, aber ein nicht geringer Teil wurde durch Verdrängung in Besitz genommen. Die Taktik ist immer die Gleiche:

– Einwandern
– ruhig verhalten
– vermehren
– Moscheen bauen
– Islamverbände gründen
– in die Politik gehen
– Übernahme

Deutschland und auch die Schweiz und einige andere europäische Länder stehen gerade am vorletzten Punkt…

Wenn Sie das nicht erkennen, haben Sie verloren.

Ihnen kann ich also nur dringend empfehlen, auch mal über den Tellerrand hinaus zu schauen…! Ihnen allen dennoch ein fröhliches Grüß Gott!….

(Kopiert es euch und teilt es, denn später ist es weg, so wie bei Bild, Krone und anderen Zeitungen, da sie es löschen. Über diese Wahrheit zu schreiben ist nicht erwünscht.)

 

Ein weiterer Kommentar (über einen Bekannten)

Von einer meiner FB-Freundinnen mit muslimischen Wurzeln:

Ich wünsche jeder/m einzelnen Kopftuch-Dhimmy die Scharia an ihren persönlichen Hals. Die MÜSSEN es an der eigenen Haut spüren, was das bedeutet. Mit diesen dekadenten Dummbratzen kann man nicht mehr reden.

Die Auswirkungen des Islam auf die Identität des Westens

Raymond Ibrahim, 8. Mai 2018 (PJ Media)

Welche Rolle, wenn überhaupt, spielte der Islam in der Formung der Identität Europas, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart?

Akbar Ahmed, Vorsitzende der Islamic Studies at American University, Washington DC, und Autor des neuen Buchs Journey into Europe: Islam, Immigration, and Identity, behauptet, der Islam habe einen großen positiven Anteil an der Identität Europas (wobei er auch den Mythos des Paradieses Andalusien beschwor).

Damit ist jeder europäische Verdacht gegen oder Ablehnung von muslimischen Migranten absolut unberechtigt. Ahmed führt das in einem aktuellen Artikel weiter aus:

Um zu verstehen, was in der europäischen Politik und Gesellschaft heute passiert, ist es nötig die europäische Identität zu verstehen, die auf drei verschiedene Kategorien interpretiert werden kann – Uridentität, Raubtieridentität und pluralistische Identität. Die Uridentität betont die Einzigartigkeit der eigenen Kultur und Tradition; die Raubtieridentität zeigt die aggressiven, sogar militaristischen Anstrengungen, auf die Menschen zurückgreifen, um ihre Identität zu schützen. Die Raubtieridentität kann durch angenommene Bedrohungen ausgelöst werden, darunter Globalisierung, Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Instabilität sowie die Habgier und das Versagen der Eliten. Ergänzt man das durch die Anwesenheit von Immigranten, dann kann eine Gesellschaft in Extreme und blutige Richtungen verfallen, die jede Vorstellung einer modernen Demokratie in Frage stellen.

Beachten Sie, dass für Ahmed Europas „Raubtieridentität“ nur durch „angenommene Bedrohungen ausgelöst“ ist – als hätte der Islam nie eine wirkliche Bedrohung dargestellt.

Wie es oft der Fall ist, wann immer die Sophisten für den Islam Entschuldigungen suchen und den Westen verantwortlich machen, ist die Realität genau das Gegenteil. In Vergangenheit wie Gegenwart war und ist die gut belegte „Raubtieridentität“ des Islam – die sich in Jahrhunderten Jihad und Gräueltaten kund tat – verantwortlich für die „militaristischen Anstrengungen, auf die [nicht muslimische] Völker zurückgreifen, um ihre Identität zu schützen.“

Daher die Ironie: Ja, Europas Identität ist in großen Teilen ein Nebenprodukt des Islam – aber kaum so, wie die Apologeten behaupten: „Wenn wir … usn frage, wie und wann die moderne Vorstellung von Europa und die europäische Identität geboren wurde“, schreibt der Historiker Franco Cardini, „erkennen wir das Ausmaß, in dem der Islam ein Faktor (wenn auch negativ) seine Schaffung war. Wiederholte muslimische  Aggression gegen Europa vom siebten bis achten Jahrhunderts, dann vom vierzehnten bis achtzehnten Jahrhundert … war für Europa eine ‚gewalttätige Hebamme‘.“

Mit Hilfe von Beispielen zitierte er: „Die türkischen Sultane Mohammed II. [regierte 1451-1481] und Suleiman der Prächtige [reg. 1520-1566]“, unter deren Herrschaften tausende Europäer abgeschlachtet und noch viel mehr versklavt wurden, immer im Namen des Jihad, „zwang den Kontinent sich zu verteidigen und Wege und Mittel gemeinsamen Handelns zu finden, was sie zu einem stärkeren Selbstgefühl ermutigte – und einem starken Gefühl des ‚Anderen‘.“

Gleichermaßen schreibt Bernard Lewis, nachdem er die Jahrhunderte islamischer Einfälle zusammenfasst: „Folglich wurden an den östlichen und westlichen Extremitäten durch das erste Vordringen und dann den Rückzug des Islam die Grenzen und in gewissem Sinne auch die Identität Europas festgelegt.“

Übrigens ist genau das der Grund, dass Europas winzige Eigenidentät nicht um Ethnie oder Sprache kreiste – weshalb eine so kleine Ecke der eurasischen Landmasse (Europa) immer noch Dutzende beider besteht, einige davon wüst auseinandergehend, während viel größere Landmassen homogen sind – sondern eher um die Religion: Es war die letzte und am meisten Respekt gebietende Bastion des Christentums, die nicht vom Islam erobert wurde.

Das wird offenkundig, wenn man begreift, dass der Westen eigentlich das westlichste Überbleibsel dessen ist, was ein weit umfangreicherer Zivilisationsblock war, den der Islam nachhaltig auflöste. Wie ich in meinem neuen Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West[1] dokumentiere, wurden drei Viertel der nachrömischen christlichen Welt islamisch; das restliche Viertel – das eigentliche Europa – dauerhaft im Kampfzustand.

Sehen wir uns die Gegenwart an, so hat der Krieg eine andere Form angenommen – eine, die zum Teil darauf aufgebaut ist die Antithese der wahren Geschichte zwischen Islam und dem Westen zu präsentieren – heißt eine der Vertuschung. Während Millionen muslimische Migranten, von denen viele diese alte islamische Feindschaft für und Verachtung des Ungläubigen zeigen, nach Europa gebracht werden, werden diejenigen der Europäer, die der Übernahme Widerstand leisten, angewiesen sich nicht „von den vermeintlichen Bedrohungen triggern zu lassen“.

Daher ist Ahmeds Artikel „Italy must rememeber its pluralist past“[2] der Überzeugung der Italiener gewidmet die muslimischen Migranten noch mehr willkommen zu heißen, „ohne eine Raubtieridentität wiederzubeleben, die im letzten Jahrhundert zur Zerstörung von katastrophalem Ausmaß führte. Sie müssen handeln, bevor es zu spät ist.“

Was immer am letzten Jahrhundert „katastrophal“ war, hat mit der Frage der Aufnahme einer Flut an feindseligen, nicht integrierbaren muslimischen Migranten nichts zu tun.

Wenn wir im Kontext der Veranlassung der Europäer „zu handeln, bevor es zu spät ist“ die Vergangenheit heraufbeschwören, dann lautet die Wahrheit, dass das, was Muslime in Italien und dem Rest Europas gemacht haben und wofür sie weiterhin verantwortlich sind, die – zitieren wir Ahmeds eigene Worte – militärischen Anstrengungen sind, auf die die [europäischen] Völker zurückgreifen werden, um ihre Identität zu schützen.“

[1] Schwert und Krummsäbel: Vierzehn Jahrhunderte Krieg zwischen Islam und dem Westen

[2] Italien muss sich seiner pluralistischen Vergangenheit erinnern

Ja, „der Islam ist Teil unserer Geschichte“

Raymond Ibrahim, FrontPage, 6.April 2018

Der erste Vizepräsident der Europakommission, Frans TImmermans, übte gerade den Vorsitz eines Runden Tisches mit zehn muslimischen Imamen aus sechs EU-Mitgliedsstaaten (Belgien, Bulgarien, Frankreich, Deutschland, Italien und den Niederlanden) aus. Hinterher verkündete Timmermans: „Die Kommission tritt entschieden für Diversität in Europa ein. Der Islam ist Teil unserer Geschichte, der Islam ist Teil unserer Gegenwart und der Islam will Teil unserer Zukunft sein.“

Solche Behauptungen sind so wahr wie die Annahmen, auf denen sie gründen – und wie solche Annahmen in historischen Fakten oder Fiktion gegründet sind. Wenn er seine Behauptungen zur historischen Rolle des Islam in Europa damit einleitet, dass er sagt: „Die Kommission tritt entschieden für Diversität in Europa ein“, dann ist klar, welche Wahrnehmung Timmermans beschwört.

Die wahre, historisch dokumentierte Rolle, die der Islam spielte, hat eine ganz andere Geschichte zu erzählen: Im frühen siebten Jahrhundert brachen Schwerter schwingende Araber aus der Arabischen Halbinsel aus und eroberten innerhalb von ein paar Jahrzehnten rund zwei Drittel dessen, was damals die christliche Welt darstellte – von Syrien und Ägypten im Osten bis Karthago und Spanien im Westen mit allem, was dazwischen lag. Einhundert Jahre nach dem Tod ihres Propheten (der traditionell ins Jahr 632 gelegt wird), befanden sie sich im Herzen Frankreichs, wo dank ihrer Niederlage bei Tours 732 und weiterer Frankensiege ganz Europa nicht auch erobert wurde.

Aber wo Ländereien nicht unterworfen werden konnten, konnte immer noch Leibern erobert werden und die nächsten zwei Jahrhunderte kehrte sich der Jihad in einen gigantischen Sklavenhandel mit europäischem Fleisch, da Überfälle zum Sklavenfang praktisch keinen Teil Europas unberührt ließen (selbst die Wikinger-Überfälle in Nordeuropa waren in erheblichem Maß von arabischem Gold getrieben).

Im zehnten und elften Jahrhundert bekehrten sich die Türken – die sich den Jihad-Ethos sich noch mehr als die Araber zueigen machten – zum Islam und wurden seine neuen Standartenträger. Obwohl sie nennenswerten Siege und Eroberungen vorweisen konnten – insbesondere nach dem Sieg der Seldschuken 1071 gegen das oströmische Reich – wurde der Jihad gegen Europa erst unter den Osmanen ernsthaft erneuert: im späten 14. und frühen 15. Jahrhundert wurde ein Großteil des Balkan brutal unterworfen und Konstantinopel – der ursprüngliche Erzfeind des Islam – 1453 schließlich (und furchtbar) geplündert.

Das osmanische Vorrücken ging unvermindert weiter – der europäische Sieg 1571 in Lepanto war mehr symbolisch als sonst etwas – und 1683 wurde Wien von hunderttausenden Muslimen eingekesselt. So wie fast ein Jahrtausend zuvor, als 732 der islamische Vormarsch nach Europa gestoppt wurde, sorgte ein christlicher Sieg vor Wien nur dafür, dass die Muslime in ihre bescheidenere Rolle als Sklavenhändler weißen Fleisches zurückverfielen: Vom fünfzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert versklavten muslimische Sklavenhändler vom Khanat auf der Krim im Osten bis zur Berberküste im Westen mehr als fünf Millionen Europäer – im späten 18. Jahrhundert auch amerikanische Seeleute, was die Berberkriege herbeiführte.

Der vielleicht aufschlussreichste Aspekt dieser hier angeführten Geschichte ist der erwiesene rote Faden in entschieden islamischen Begriffen: die muslimische Vorstellung, dass alle Ungläubigen drei Alternativen haben – Übertritt, bereitwillige Kapitulation über den Jizya/Dhimmi-Status oder den Tod; die mutwillige und massenhafte Zerstörung von Kirchen, Kreuzen und allem Christlichen; die sadistischen Gräueltaten, die jeder Beschreibung spotten; die „Allahu Akbar“-Rufe und andere Jihad-Parolen; die Beschwörung von Versprechen des Koran auf ein sexuell sinnlichen Paradiese für die, die im Jihad fallen – sie alle sind in praktisch jeder Begegnung zwischen Muslimen und Europäern präsent, von der schicksalhaften Schlacht von Yarmuk im Jahr 636 bis zu Amerikas Erfahrungen mit den Berbern um 1800, wie sie ausgiebig in meinem in Kürze erscheinenden Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West (Schwert und Säbel: Vierzehn Jahrhunderte Krieg zwischen Islam und dem Westen).

So sieht in Wahrheit die Rolle aus, die der Islam in Europas Vergangenheit spielte.

Was seine Rolle in der Vergangenheit angeht, so ist sie darauf gebaut, dass Europa diese unerschütterliche Geschichte der Feindseligkeit komplett ignoriert – wenn es sie nicht vorsätzlich verdreht; dass es Muslime in Massen in ihren Ländern willkommen heißt – und das im Namen der „Diversität“; dass es dementsprechend leidet und sich dann fragt, was sie, die europäischen Gastgeberländer, falsch machten.

Bedenkt man den unerschütterlichen Part, den der Islam in der Vergangenheit spielte und in der Gegenwart weiter spielt, dann bleibt abzuwarten, ob der Westen seine Zukunft auf Fakten oder auf Fiktionen aufbaut – wobei er in beiden Fällen seinen gerechten Verdienst dafür erhält.

Es macht einen krank…

By Irwin N. Graulich, Israel National News, 15. April 2003

„Die Wahrheit macht dich frei“… oder sich macht dich ziemlich krank.

Es macht einen krank zu sehen, wie die arabisch-muslimische Welt ständig die Juden – Codename Israel – und nun die Christen – Codename Amerika – für praktisch alle ihre Probleme verantwortlich macht. Statt gegen ihre eigenen, korrupten Regime wegen des Fehlens jeglicher Perspektiven, Freiheiten und Ressourcen zu demonstrieren, wird die arabische und muslimische „Straße“ in Flammen gesetzt, gefüttert mit den Lügen der Diktatoren, die dadurch an der Macht bleiben, dass sie die Verantwortung von sich selbst auf den kleinen Satan (Israel) und den großen Satan (Amerika) schieben. Die ultimative Befürchtung: Amerika ist das einzige Hindernis, dass die einmal kommende islamische Weltdominanz aufhält.

Es macht einen krank, zu sehen, wie das „alte Europa“ versucht, die arabisch-muslimischen Despoten zu befrieden, indem man ihr unmoralisches Verhalten und ihre kindischen Vorwürfe ignoriert. Indem Chirac und Schröder es ablehnten, dem bösartigen Saddam auf die Finger zu hauen und stattdessen weitere Diskussionen und Inspektionen wollten, stimmten sie mit arabisch-muslimischen Regierungen überein, dass Amerika und Israel die „wirklichen“ Probleme der Welt sind. Das kultivierte „ältere Europa“ bestätigt den Glauben, dass man die Muslime einfach nicht verantwortlich machen kann; nur weiße, christliche Konservative in den Vereinigten Staaten liegen falsch, gemeinsam mit ihren zionistischen Partnern. Das „Antike Europa“ hasst Amerika, weil es die Wiege des tiefen Sozialismus sein will, der den Planeten umfasst, und es begreift, dass das Einzige, das die Verwirklichung ihres ideologischen Traums aufhält, Amerika ist.

Es macht einen krank Präsident Hosni Mubarak zu sehen, einen so genannten Verbündeten der USA, der derzeit Milliarden Dollars jedes Jahr an Hilfsgeldern erhält, wie bei den meisten politischen Entscheidungen auf die Seite der Feinde Amerikas stellt. Und obwohl Ägypten alles erhielt, was es im Friedensvertrag mit Israel forderte, einschließlich der Rückgabe des gesamten Sinai, führt Mubarak selbst fort, im kalten Frieden zu hetzen. Indem er die palästinensische Frage als Heugabel benutzt, mit der er Israel provoziert, beschuldigt Mubarak die Regierung Scharon, sie wolle die Kriegslage im Irak zu ihren Gunsten nutzen. Da neue Fakten über die ägyptische Muslimbruderschaft und andere lokale Terror-Netzwerke auftauchen, wird klar, dass Mubaraks offensichtliche Sorge die Möglichkeit ist, ein ähnliches Schicksal wie Anwar Sadat zu erfahren.

Es macht einen krank zu sehen, wie Saudi Arabien, ein wirklich übles Reich, versucht, für die überwiegende Zahl von saudischen Terroristen beim 11.9. Entschuldigungen zu suchen, einschließlich des von Saudi Arabien aufgezogenen und ausgebrüteten Hintermannes Osama bin Laden. Zusätzlich haben sie ständig die offene Finanzierung von Terrororganisationen geleugnet und Schulkindern abscheulichen Hass gelehrt, bis eindeutige Beweise vorgelegt wurden, nach denen die saudische PR-Maschinerie eine bequeme Zeit lang in Winterschlaf fiel. Zufälligerweise ist David Duke ein populärer Schreiber und Lehrer in dieser terroristischen Enklave mit eigener Flagge geworden.

Es macht einen krank zu sehen, wie die arabische und muslimische „Straße“ gegen einen Krieg zur Befreiung des irakischen Volks protestiert und wegen der dreihundert Unschuldigen herum schreit, die unabsichtlich getötet wurden, während sie während der Folter und Ermordung von hunderttausenden Irakern unter Saddam schwieg. Natürlich ist die Ermordung von einer Million Schwarzer durch das muslimische Regime im Sudan völlig irrelevant.

Es macht einen krank zu sehen, wie die französische Regierung versucht, die amerikanisch geführten Bemühungen aufzuhalten, die Welt von einem arabischen Adolf Hitler und einem modernen Nationalsozialismus zu befreien, während sie die monatliche französische Version der „Kristallnacht“ gegen jüdische Geschäfte und Schulen praktisch ignoriert. Während Frankreich weiterhin eine Rolle im Nachkriegs-Irak fordert, muss man in der UNO liebenswerte Dauerredner wie ihren Botschafter ertragen.

Es macht einen krank zu sehen, wie Königin Nur von Jordanien, alias Lisa Haelby aus Philadelphia, die einen mutigen kleinen König heiratete, nun in der Y-Street Nr. 92 in New York antiamerikanische und antisemitische Schmähreden hält und auch noch durch die liberale Elite der Upper West Side Glaubwürdigkeit erhält, nur weil sie ein hübsches Gesicht und königlichen Status hat. Seit wann werden „blonde Dummchen“ im Big Apple ernst genommen?

Es macht einen krank die Besessenheit der arabischen und muslimischen Welt mit Israel zu sehen, die die Entwicklung und das Wachstum ihrer Gesellschaften zurückgeworfen hat. Es gibt eine direkte Korrelation zwischen dem Hass auf Israel, dem Antisemitismus, der Feindseligkeit gegenüber den USA, der Opposition zu Demokratie, der Unterdrückung der Frau, primitiver Gesellschaften und Terrorismus.

Es macht einen krank zu sehen, wie Darstellungen von George Bush und Tony Blair auf den Straßen von Pakistan, Ägypten, Jordanien, Syrien, Indonesien und anderen Ländern der Dritten Welt verbrannt werden, wo man gelernt hat, die Wut über das eigene, verarmte Leben auf Amerikaner, Briten und – natürlich – Ariel Scharon zu richten. Keine modernen Einkaufszentren oder ausreichend Arbeitsplätze – das muss eine zionistische Verschwörung durch amerikanische Hegemonie sein.

Es macht einen krank zu sehen, wie das „Antiquierte Europa“ und die arabisch-muslimische Welt für jedes Problem die israelisch-palästinensische Frage verantwortlich macht. Eine einfache Frage, die nie eine Antwort zu bekommen scheint, ist die: „Warum gestattete Jordanien den Palästinensern vor 1967 keinen Staat, als es ihnen die gesamte Westbank ohne jüdische Siedler (judenfrei), den Gazastreifen (von Ägypten), das komplette Alt-Jerusalem einschließlich der Westmauer, der Al Aqsa-Moschee und den meisten antiken heiligen Stätten hätte geben können?“ Schweigen. Wie Hafez al-Assad von Syrien es einmal ausdrückte: „Der Grund, dass es keine Wasserklosetts in Hama gibt, ist Israel!“ Offensichtlich.

Es macht einen krank, dass Deutschland, eine Nation, die für den Tod von mindestens 50 Millionen Unschuldiger verantwortlich ist, aus dem Holocaust nichts gelernt hat, dem schlimmsten einzelnen Bösen, das in der Geschichte verbrochen wurde. Statt den Krieg zu „schätzen“, der den eigenen, inneren Krebs vernichtete, erlaubt die neu gefundene, pazifistische Ader keinen Einsatz militärischer Macht gegen ein anderes krebsartiges Regime. Auf diese Weise müssen sich die Deutschen nicht mit ihrer eigenen, schlimmen Vergangenheit auseinandersetzen.

Es macht einen krank zu sehen, wie elitäre amerikanische Universitäts-Professoren und ihre sie nachschwatzenden Studenten sich der antiamerikanischen Masse anschließen und nach einer Million Mogadischus im Irak rufen und George Bush mit Adolf Hitler vergleichen. Nicht ein einziger amerikanischer Campus hielt eine Demonstration gegen Saddams Folter, Mord und Vergasung von Zivilisten in den letzten 22 Jahren ab. Offensichtlich haben diese Intellektuellen kein Mitgefühlt für unschuldige Zivilisten, sie hassen einfach Amerika und verabscheuen Israel.

Es macht einen krank zu sehen, wie die Medien in der gesamten arabischen und muslimischen Welt glatte Lügen berichten und wiederholen, die selbst Joseph Goebbels peinlich wären. Al-Jazira, al-Manar oder Abu Dhabi-TV werden als seriöse alternative Ansichten zu amerikanischen und britischen Medien dargestellt. Die Wahrheit ist aber in weiten Beriechen des Nahen Ostens unwichtig. Stellen Sie sich vor, Edward R. Murrow berichtet über den Zweiten Weltkrieg und erklärt, dass Churchill seinen Standpunkt hat und Hitler einen moralisch gleichwertigen. Außer, wenn der Westen erkennt, dass die Vielzahl der Cousins von den arabischen Medien verfälschende Gehirnwäscher sind und genauso gefährlich wie Chemiewaffen-Angriffe, wird der Terrorismus unausweichlich weiter ansteigen.

Daher verursachen das gealterte Europa und ein großer Teil der arabisch-muslimischen Welt einige echte Befürchtungen und Sorgen in der neuen westlichen Welt, die sich derzeit durch vergrößerte Magengeschwüre, Nervosität und Ängste im Volk äußert. In Anspielung auf das Drehbuch der Schuldzuweisungen: Es ist kein Wunder, dass es in Amerika und Israel eine Gesundheitskrise gibt.

Die Affäre Mahathir: Eine Fallstudie zum Antisemitismus des Alltags-Islam

Manfred Gerstenfeld, Jerusalem Viewpoints Nr. 506, 2. November 2003

  • Auf dem Gipfel der Organisation der Islamischen Konferenz stellte der malaysische Premierminister Mohammed Mahathir als Gastgeber die Beziehungen zwischen den Muslimen und den Juden als weltweite, frontale Konfrontation dar; er bot einige neue Beispiele für eine „jüdische Verschwörung“ an. Seine Worte fanden weithin Beifall.
  • Da der EU-Gipfel zur gleichen Zeit stattfand, wurde vorgeschlagen, dass eine Verurteilung von Mahathirs Bemerkungen in der Schlusserklärung zu verurteilen. Das wurde aber vom französischen Präsidenten Jacques Chirac und dem griechischen Premierminister Costas Simitis abgeblockt. Statt dessen wurde die Verurteilung an die italienische EU-Präsidentschaft delegiert.
  • Ein Editorial der New York Times sagte, dass die Weigerung der EU auf dem eigenen Gipfel Mahathirs Rede zu verurteilen, trägt zur „Sorge bei, dass Ausbrüchen von Antisemitismus mit nicht entschuldbarer Nonchalance begegnet wird“, während ein Editorial in Le Monde anmerkte, dass „solche Worte in der arabisch-islamischen Welt normal sind, wo sie als offensichtliche Wahrheit gelten… und diese direkte Form des Rassismus, simpel und einfach als normale Kategorie der ‚politischen Debatte’ praktiziert wird.’“
  • Das Wichtige an der Affäre Mahathir ist, dass sie in kurzer Zeit und in einer konzentrierten Art und Weise das tief greifende antisemitische Gedankengut offen legt, das in großen Schichten der muslimischen Eliten wie auch des muslimischen Mainstreams vorhanden ist.
  • Die Affäre Mahathir ist auch eine wichtige Fallstudie für die Analyse westlicher Reaktionen auf islamischen Antisemitismus.

Sündenböcke für islamische Schwächen

Der zehnte Gipfel der Organisation der islamischen Konferenz (IOC) – an dem die Führer von 57 Staaten teilnahm – wurde am 16. Oktober 2003 in Putrajaya in Malaysia eröffnet. In seiner Willkommensrede griff der malaysische Premierminister Mohammed Mahathir, Gastgeber der Konferenz, die Juden und den Westen an. Sein Hauptthema war, die Schwäche des Islam zu beklagen und darüber zu sprechen, wie das berichtigt werden könnte. Seine Worte fanden weit gehend Beifall. Mit seinen Worten über die Juden startete Mahathir eine Kettenreaktion, die weit gehende Beweis für den Charakter und die Dynamik des Antisemitismus des Alltags-Islam liefern sollte.

Während Mahathirs Rede viel Aufmerksamkeit gewidmet wurde, ist viel wichtiger, was hinterher geschah. Die Fragen, die gestellt werden müssen, lauten: Wer verurteilte Mahathir und wie? Wer unterstützte ihn und wie? Und wer schwieg?

Muslime und Juden: Eine weltweite Konfrontation?

In seiner Rede stellte Mahathir die Beziehungen zwischen Muslimen und Juden als eine weltweite, direkte Konfrontation dar. Obwohl er den Juden nur einige wenige Sätze widmete, gab er einige neue Beispiele für das, was Antisemitismus-Studien „die Theorie der jüdischen Verschwörung“ nennen. Mahathir sagte:

„1,3 Milliarden Muslime können nicht von ein paar Millionen Juden besiegt werden. Es muss einen Weg geben. Und wir können nur einen Weg finden, wenn wir anhalten um nachzudenken, um unsere Schwächen auszuwerten und unsere Stärken, zu planen, Strategien zu entwerfen und dann zurückzuschlagen.

Wir sind eigentlich sehr stark. 1,3 Milliarden Menschen können nicht einfach weggewischt werden. Die Europäer töteten sechs Millionen von zwölf Millionen Juden. Aber heute beherrschen die Juden diese Welt über Stellvertreter. Sie lassen andere für sich kämpfen und sterben.

Wir stehen gegen ein Volk, das denkt. Sie überlebten nicht 2000 Jahre Pogrome, indem sie zurückschlugen, sondern indem sie nachdachten. Sie erfanden und förderten den Sozialismus, den Kommunismus, die Menschenrechte und die Demokratie, damit es so schien, als sei ihre Verfolgung falsch, damit sie sich gleicher Rechte wie die anderen erfreuen könnten. Damit haben sie die Kontroller über die meisten mächtigen Länder gewonnen und sie, diese winzige Gemeinschaft, sind eine Weltmacht geworden. Wir können sie nicht allein durch Stärke besiegen. Wir müssen ebenfalls unser Hirn benutzen.“[1]

Mythen werden schaffen

Die weltweite Aufmerksamkeit, die Mahathirs antisemitischen Bemerkungen gewidmet wurde, überschattete den Rest seiner Rede, die eine Reihe von Anmerkungen enthielten, die typisch sind für einen Großteil des Diskurses der islamischen Führer. Mahathir sagte: „Wir sind alle Muslime. Wir werden alle unterdrückt. Wir werden alle gedemütigt.“

Er fügte hinzu: „Wir sind nun 1,3 Millionen. Wir haben die größten Öl-Reserven der Welt. Wir haben großen Reichtum. Wir sind nicht so unwissend wie die Jahilliah [die Unwissenden der vor-islamischen Zeit], die den Islam begrüßten. Wir kennen die Werke der Weltwirtschaft und ihrer Finanzen. Wir kontrollieren 50 der 180 Staaten der Welt.“ Er schloss: Weil die islamischen Länder sich nicht gegen die Welt da draußen zusammenschließen, nutzen sie ihre Macht nicht effektiv.

Viele der „Fakten“, die Mahathir bezüglich der Muslime anbrachte, waren Falschdarstellungen. Es ist schwierig zu behaupten, dass alle Muslime gedemütigt würden. Vielen Einwohnern der ölreichen Staaten geht es ziemlich gut; dort sind es Muslime, die andere Muslime erniedrigen, sie manchmal behandeln wie Sklaven. Mahathir vermied es, das Fehlen von Demokratie zu erwähnen oder das Vorhandensein von viel Korruption in der islamischen Welt, die für so viele ihrer Probleme verantwortlich ist. Mahathir ersetzte diese Tatsachen durch Märchen.

Internationale Reaktionen

Mahathirs antisemitische Angriffe führten zu vielen Reaktionen der westlichen Welt. Adam Ereli, Sprecher des US-Außenministeriums, sagte: „Wir betrachten sie mit der Abscheu und dem Hohn, den sie verdienen.“[2] Einige Tage später, auf dem Asien-Pazifik-Gipfel in Bangkok, sagte Präsident Bush Mahathir – nach dem, was Scott McClellan als Sprecher des Weißen Hauses sagt – dass seine Worte darüber, dass die Juden den Westen über Stellvertreter kontrollieren, „falsch und polarisierend sind… Sie stehen dem, was ich glaube, diametral entgegen.“[3] Mahathir jedoch leugnete, dass Bush ihn tadelte.[4]

Der australische Premierminister John Howard kommentierte Mahathirs OIC-Rede so: „Jede Andeutung von jedem, egal, wo in der Welt, dass die Welt in jüdische und nicht-jüdische Gruppierungen geteilt sei, ist historisch unhaltbar und falsch und wird von den meisten Australiern als widerlich angesehen.“[5]

Später erklärte der australische Außenminister Alexander Downer auf dem Asien-Pazifik-Gipfel: „Wir betrachten den Antisemitismus als inakzeptabel und die australische Regierung hofft, dass es keine weiteren Kommentare dieser Art geben wird.“[6]

Der Außenminister Neuseelands, Phil Goff, sagte: „Wir haben Sorge über den Sprachgebrauch, der Erinnerungen an so genannte jüdische Verschwörungen zurück bringt.“[7]

Der scheidende kanadische Premierminister Jean Chrétien, der ebenfalls am Asien-Pazifik-Gipfel teilnahm, lehnte es ab Mahathir persönlich zu kritisieren, als er dazu auf einer Pressekonferenz in Bangkok aufgefordert wurde, und verwies auf eine frühere Stellungnahme seines Außenministeriums. Der Toronto Star schrieb: „Jean Chrétien erlitt gestern einen unerwarteten Verlust. Er verlor seine Zunge… Chrétien begrüßte Mahathir mit einem herzlichen Händedruck, wie viele andere Staatsmänner auch. Aber er hielt den Mund und sagte nichts zum Thema Antisemitismus.“[8]

Die EU ist gespalten

Der britische Außenminister Jack Straw berief den malaysischen Hochkommissar ein, um sich über Mahathirs Worte zu beschweren. Das Außenministerium erklärte: „Es ist besonders betrüblich, dass einige positive und willkommene Aspekte in Mahathirs Rede, so die Betonung von Verhandlungen als Weg zum Frieden, von rassistischen Bemerkungen verdeckt und überschattet wurden.“[9] Auch das deutsche Auswärtige Amt bestellte malaysische Diplomaten ein um sich zu beschweren.[10]

Italien hat derzeit die Präsidentschaft der Europäischen Union inne. Der italienische Außenminister Franco Frattani sagte Reportern: „Der [malaysische] Premierminister benutzte Ausdrücke, die enorm beleidigend und sehr antisemitisch waren und … den Prinzipien der Toleranz, des Dialogs und des Verständnisses zwischen der westlichen Welt und der islamischen Welt entgegen laufen.“[11]

Da der EU-Gipfel zur gleichen Zeit stattfand, wurde vorgeschlagen, eine Verurteilung von Mahathirs Bemerkungen in die 19-seitige Abschluss-Erklärung aufzunehmen. Nach Angaben von Ha’aretz, besagte der Entwurf: „seine inakzeptablen Kommentare behindern alle unsere Bemühungen, ethnische und religiöse Harmonie zu fördern und haben keinen Platz in einer anständigen Welt. Solch falsche und antisemitische Bemerkungen sind für Muslime ebenso beleidigend wie für andere.“[12]

Aber der französische Präsident Jacques Chirac war dagegen, dass diese Zeilen in die Erklärung übernommen wurden; und der griechische Premierminister Costas Simitis unterstützte Chirac, wie Ha’aretz berichtete. Nach einer von der französischen Botschaft in Israel herausgegebenen Erklärung verurteilte Chirac Mahathirs Bemerkungen, betrachtete aber den EU-Gipfel als einen unpassenden Ort dies zu erklären. Pierre Filatoff, Sprecher der französischen Botschaft, sagte Agence France Presse, adss „die Eu-Richtlinien nicht erlauben, dass solche Erklärungen [die den Antisemitismus verurteilen] in solche Dokumente aufgenommen werden.“[13] Offenbar dachten die Regierungschefs der meisten EU-Staaten anders.

Daher wurde entschieden, dass die italienische Präsidentschaft des Rats der Europäischen Union eine Erklärung auf ihrer Internetseite abgeben würde, die besagt: „Die EU verurteilt die Sätze sehr, die vor Kurzem von Dr. Mahathir in seiner Rede zur Eröffnung der 10. Sitzung der Islamischen Gipfelkonferenz in Putrajaya, Malaysia, machte… Solche Worte behindern alle unsere Bemühungen, die inter-ethnische und religiöse Harmonie zu fördern und haben in einer toleranten Welt absolut keinen Platz.“[14]

Chiracs Unklarheit gegenüber den Juden entlarvt

Nun hatte Präsident Chirac reichlich Gründe zufrieden zu sein. Er hatte einmal mehr seine Freundschaft mit der islamischen Welt bewiesen. Er hatte die Verurteilung eines ihrer Führer bei einem wichtigen EU-Treffen verhindert und mit einer italienischen Erklärung auf einer EU-Internetseite, wie auch durch eine Erklärung durch die französische Botschaft in Israel ersetzt.

Es war allerdings Mahathirs Reaktion, die Chirac entlarvte. Der malaysische Premierminister dankte Chirac dafür, dass er die Erklärung des EU-Gipfels blockierte, die seine Rede verurteilen sollte. Die malaysische Tageszeitung The Star zitierte Mahathir Worte zu Chirac: „Ich denke, er versteht es besser. Jeder, der die ganze Rede liest, wird verstehen, was ich sage. Ich war wirklich besorgt, dass die Muslime gegen mich sein würden, aber es waren die Europäer, die gegen mich waren. Ich kann sie nicht verstehen.“[15]

Chirac war nun in einer Situation gefangen, in der er Schadensbegrenzung betreiben musste. Hätte er nicht reagiert, hätte ihn das als den Antisemitismus stillschweigend akzeptierend bloß gestellt und die Erklärung der französischen Botschaft in Israel als unwichtige, unbedeutende Geste gegenüber den Juden erwiesen.

Daher antwortete Chirac am 19. Oktober an Mahathir und sagte: „Ihre Bemerkungen zur Rolle der Juden provozierte heftigen Widerspruch in Frankreich und der Welt.“[16] Chirac drückte auch seine Zustimmung dazu aus, dass Mahathir ein Ende der palästinensischen Selbstmordanschläge auf Israelis forderte. Trotzdem kamen die Franzosen mit ihrer besonderen Stellungnahme aus Paris drei Tage zu spät, womit sie Chiracs Unklarheit gegenüber den Juden weiter bloß stellten. Chirac sieht sich zunehmenden Schwierigkeiten in der Beibehaltung der Fassade gegenüber, er sei Israel gegenüber kritisch eingestellt, den Juden aber freundlich gesonnen.

Vor Kurzem führte Israel Singer, Vorsitzender der Exekutive des World Jewish Congress, an, dass während der Rückgabe-Verhandlungen in den 1990-er Jahren Chiracs Verhalten einem klassischen Muster folgte, dass man antiisraelisch ist und dann versucht, das durch Unterstützung der Diaspora-Juden zu kompensieren. Bei einer späteren Gelegenheit sagte Chirac Singer allerdings, dass Juden die Ursache des Antisemitismus in Frankreich und andernorts seien.[17]

Bei einem Treffen mit Leitern des Simon Wiesenthal-Zentrums (SWC) im Mai 2003 stritt Chirac das Vorhandensein des Antisemitismus in Frankreich ab. Er behauptete, dass die Angriffe auf Juden lediglich suburbanes Rowdytum seien. Chirac erwähnte auch, dass er ein Jahr vorher einen palästinensischen Studenten in Frankreich zum Mittagessen in den Elysée-Palast eingeladen hatte, nachdem der Student ihm gesagt hatte, er wolle nach Palästina zurückkehren, um Juden zu töten. Als die SWC-Leiter zu ihrem nächsten Treffen, unweit von Chiracs Residenz, gingen, wurden einige von ihnen, die eine Yarmulke trugen, von Zaungästen durch antisemitische Bemerkungen beleidigt, z.B.: „Jude raus aus Frankreich.“

Die Rolle der Griechen

Frankreichs Verbündeter in der Affäre Mahathir – die griechischen Sozialisten – haben eine lange Geschichte von antijüdischem Rassismus. Bereits 1982 verglich der sozialistische Premierminister Andreas Papandreou – Vater des heutigen Außenministers George Papandreou – öffentlich die Israelis mit den Nazis.[18]

Weit verbreiteter Antisemitismus unter griechischen Politikern, der Presse und in der Gesellschaft wird vom Simon Wiesenthal-Zentrum zunehmend offen gelegt. Auf dem Human Dimension Meeting der OSZE/ODHIR in Warschau am 14. Oktober 2003 präsentierte Dr. Shimon Samuels vom SWC einen langen Bericht mit dem Titel „Zwanzig Monate antisemitischer Beschimpfungen in Griechenland, März 2002 bis Oktober 2003“. Er forderte die griechische Regierung auf angemessene Maßnahmen gegen die antisemitische Offensive in ihrem Land zu treffen, die die Vorschriften der EU und internationale Konventionen verletzen.[19]

Presse-Reaktionen

Die westliche Presse berichtete ausführlich über die Affäre Mahathir. Die New York Times schrieb in einem Editorial: „Sympathie für die Not der Muslime darf nicht mit der Akzeptanz des Rassismus verwechselt werden. Die meisten Muslime sind tatsächlich mies behandelt – von ihren eigenen Führern, die sich auf nutzlosen Gipfeltreffen versammeln, statt ihren Völkern zu geben, was sie am dringendsten brauchen: Menschenrechte, Ausbildung und Demokratie. Die Europäische Union wurde aufgefordert die Rede von Herrn Mahathir in seiner Schlusserklärung zum gestrigen Ende des eigenen Gipfels zu verurteilen. Sie entschied sich, das nicht zu tun und trug so weiter zu der Sorge bei, dass den Ausbrüchen des Antisemitismus mit unentschuldbarer Nonchalance begegnet wird.“[20]

Einige Tage später glich die Zeitung diese Ansichten mit einem Artikel von Paul Krugmann aus, der größtenteils die USA für den Antiamerikanismus in der muslimischen Welt verantwortlich machte. Krugmann nannte Mahathirs Bemerkungen „unentschuldbar“, versuchte aber trotzdem sie zu erklären.[21] Krugman war gewitzter als Mahathir. Als er erklärte, dass Bush Scharon bedingungslos unterstützt, da war das eine weitaus elegantere Art, den Trugschluss auszudrücken, dass die Juden die Welt über Stellvertreter beherrschen.

Richard Cohen, Kolumnist der Washington Post, verwies auf die Standing Ovations, die die Zuhörerschaft des Gipfels Mahathirs Rede gab: „Zu Mahathirs Claqueuren gehörten der saudische Kronprinz Abdullah, Pakistans Präsident Pervez Musharraf, unser Bursche in Afghanistan, Hamid Karzai und sogar Russlands Wladimir Putin, der die große muslimische Minderheit seines Landes repräsentierte… Aber was große Teile der islamischen Welt korrumpiert und schwächt, sind nicht die Juden in New York oder Tel Aviv, sondern ihre nur den eigenen Interessen dienende und unfähig Führung – mit anderen Worten, einige genau von denen, die dort standen und die Rede bejubelten.“[22]

Zuraidah Ibrahim von Singapurs Straits Times kommentierte die Rede: „Um ihr die freundlichste Wendung zu geben, die möglich ist, könnte man sagen, dass er nur versuchte, die Muslime dazu aufzurufen, von den Juden zu lernen, wie sie versuchen die Erniedrigung und Unterdrückung von Jahrhunderten abzustreifen. Dass er die Juden dafür lobte, dass sie ein positives Beispiel waren: Sie antworteten auf die Verfolgung durch Benutzung ihres Gehirns, nicht ihrer Stärke. Aber es dabei zu lassen, würde bedeuten, seine gefährliche und unverantwortliche Beschreibung der Muslime als in einer monumentalen Konfrontation gegen die Juden stehend unter den Teppich zu kehren. Die traurige Wahrheit ist aber, dass das ein Satz ist, den man von Muslimen oft hört. Muss es so sein? Müssen Muslime die Welt in solch Unheil verkündenden Begriffen betrachten, als sie gegen uns?… Es ist leicht, alle Probleme der Welt auf entweder den islamischen Terrorismus oder eine jüdische Verschwörung zu reduzieren. Aber das bedeutet nicht, dass es richtig ist.“[23]

Die französische Zeitung Le Monde schrieb in einem Editorial, dass niemand die Halle verließ, als Mahathir seine antisemitischen Kommentare abgab. Der Autor wunderte sich, warum niemand ging und schlug vor: „Nicht aus Höflichkeit gegenüber dem Gastgeber dieses zehnten Gipfels. Nicht aus Apathie. Aus einem viel ernsteren Grund. Denn die Zuhörer stimmten ihm zu. Weil solche Worte in der arabisch-islamischen Welt Gemeingut sind, wo sie als offensichtliche Wahrheit gelten und regelmäßig von Regierungen und der – oft kontrollierten – Presse geäußert werden – und von Lehrern… und diese direkte Form des Rassismus wird einfach so als normale Kategorie der ‚politischen Debatte’ gehandhabt – die leider Gottes in unsere [französischen] Vororte eingedrungen ist.“ Die Zeitung schließt, dass Mahathir sich erlaubt hat friedliche Mittel zur Bekämpfung der „Juden“ anzukündigen. Er sollte wissen, dass seine Rede Terrorismus nährt.[24]

Jüdische Reaktionen

Das israelische Außenministerium verurteilte Mahathirs Rede. Ebenso Minister Natan Scharansky, der sagte: „Dies ist das erste Mal seit dem Zweiten Weltkrieg, dass der Antisemitismus in seiner primitivsten und vulgärsten Form die offizielle Agenda eines respektierten internationalen politischen Forums formt, das sich in diesem Fall aus fast einem Drittel der Welt zusammensetzt. Dieser Vorfall ist nur möglich gemacht worden durch die Gleichgültigkeit und die fehlende Sorge, die von der westlichen Welt gezeigt wird, wenn sie mit eklatantem Antisemitismus konfrontiert wird. Wir alle wissen, wie diese Dinge anfangen – immer mit den Juden; aber die Geschichte hat uns immer wieder gelehrt, dass es nie mit den Juden endet.“[25]

David Harris, geschäftsführender Direktor des American Jewish Committee, sagte: „Diese Art von Sprachgebrauch, der den Juden eine ganze Reihe dämonischer Mächte zuschreibt, erinnert an den gröbsten und abscheulichsten Antisemitismus der Geschichte.“[26] Später sagte er: „Dies ist ein guter Test in Sachen internationaler Reaktionen auf Fanatismus. Handelt es sich um Verurteilungen, denen ‚Business as usual’ folgt, oder haben die Verurteilungen Zähne?“[27]

Das Simon Wiesenthal-Zentrum verurteilte Mahathirs Rede als „eine Schmährede, die Hitler und Goebbels stolz gemacht hätte … Rabbi Abraham Cooper, stellvertretender Dekan des SWC griff Mahathir als einen gefährlichen Rassisten an, ‚dessen hasserfüllte Rhetorik praktisch eine Einladung zu weiteren antisemitischen Angriffen ist’.“[28]

Die Anti-Defamation League (ADL) drückte in einer Presseerklärung „Wertschätzung derer aus, deren Länder und Politiker die antisemitische Rede des malaysischen Premierministers Mahathir Mohammed beim Gipfel der Organisation Islamischer Staaten heftig und vehement verurteilten, nannte aber die, die sich mit der Rede einverstanden erklärten oder deren Reaktion Schweigen war, ‚willige Komplizen bei der Verbreitung von Mahathirs Hass’.“[29]

ADL-Direktor Abraham Foxman drückte besondere Wertschätzung für die Europäische Union, Italien, Spanien und Deutschland aus und fügte hinzu: „Wir sind besonders empört über das Handeln des französischen Präsidenten Jacques Chirac und des griechischen Premierministers Costas Simitis, die den Einschluss einer Verurteilung von Mahathirs antisemitischer Rede in die offizielle Schlusserklärung des EU-Gipfels blockierten. Durch ihr skandalöses Verhalten sind diese Länder willfährige Komplizen bei der Verbreitung dieser Worte des Hasses.“[30]

Colin Rubenstein, geschäftsführender Direktor des Australian/Israel and Jewish Affairs Council (AIJAC) sagte, dass Mahathirs „niederträchtige Behauptungen waren wahrscheinlich die eklatantesten und heftigsten antisemitischen Äußerungen, die in von einer wichtigen Person in der Welt in den letzten Jahrzehnten öffentlich gemacht wurden.“[31]

Amnon Dankner, Redakteur der israelischen Zeitung Ma’ariv, veröffentlichte eine harsche Kritik des Verhaltens Chiracs. Auf eine moderatere, trotzdem kritische Art sprach sich die französisch-jüdische Organisation CRIF gegen die Haltung der Europäischen Union und der französischen Regierung: „Es scheint uns so zu sein, dass die Proteste der Europäischen Union ungenügend ist und rein formal. Über einen formalen Brief an den Premierminister von Malaysia hinaus erwarten wir von Frankreich eine starke, ernsthafte Stellungnahme von globalem Einfluss gegen barbarische Äußerungen.“[32] Französisch-israelische Spannungen waren eine weitere Nebenfolge der Affäre Mahathir.

Mahathirs antisemitische Vergangenheit

Mahathir hat eine lange Geschichte an antisemitischen Bemerkungen. Nach Angaben der BBC News-Internetseite sagte Mahathir bereits 1970 – lange bevor er Premierminister wurde: „Die Juden sind z.B. nicht nur hakennasig, sondern können instinktiv mit Geld umgehen.“[33]

Im Dezember 1997 veröffentlichte der World Jewish Congress (WJC) eine politische Depesche, die dem malaysischen Antisemitismus unter Mahathir gewidmet war. Sie besagt unter anderem: „1983 wurden die ‚Protokolle der Weisen von Zion’ in Malaysia gedruckt… In einer Rede auf dem Treffen der Bewegung der Blockfreien 1986 erklärte Mahathir, dass ‚die Ausweisung der Juden aus dem Heiligen Land vor 2000 Jahren und die Unterdrückung der Juden durch die Nazis hat sie nichts lernen lassen. Wenn überhaupt, dann hat das die Juden in genau die Monster verwandelt, die sie in ihrem Propagandamaterial so rundheraus verurteilen. Sie sind Schüler des verstorbenen Dr. Goebbels gewesen.“[34]

Im Mai 1998 veröffentlichte Business Week einen Brief von ADL-Direktor Abraham Foxman mit der Überschrift „Mahathirs Antisemitismus ist eine alte Geschichte“, in dem er schrieb: „Obwohl der malaysische Premierminister Mahathir Mohammed versucht, die antijüdischen Bemerkungen zu rechtfertigen, die er im letzten Jahr von sich gab, müssen wir daran erinnern, dass diese geschmacklosen Kommentare mit seiner langen antisemitischen Geschichte und Glauben an eine jüdische Verschwörung zum Sturz Malaysias in Einklang stehen. Daher waren seine Kommentare, eine jüdische Verschwörung sei für Malaysias wirtschaftlichen Abschwung verantwortlich, nicht überraschend.“[35]

Auf der Wirtschaftskonferenz in Davos 1999 kritisierte Mahathir die Juden mit Argumenten, die an die Protokolle der Weisen von Zion erinnern. Er macht die jüdische Verbindung für Asiens Wirtschaftsprobleme verantwortlich.[36]

Der pensionierte israelische Botschafter Mosche Yegar, der in den 60-er Jahren mehr als ein Jahr in Malaysia lebte, veröffentlichte im Sommer 2003 einen Aufsatz mit dem Titel „Malaysia – Antisemitische Politik ohne Juden“. Darin erwähnte er, wie der Premierminister des Landes im Juni 1983 Israel wegen des Feldzugs im Libanon kritisierte und es „die unmoralischste Regierung der Welt“ nannte.“[37] 1997 behauptete Mahathir, seine Regierung habe Angst die Juden planten Malaysias Wirtschaft und die anderer muslimischer Länder zu zerstören.[38]

Malaysias Dreifach-Reaktions-Strategie

Angesichts der unerwartet großen Kritik entwickelte Malaysia eine dreifache Reaktions-Strategie. Das erste Element war der Versuch, durch widersprüchliche Stellungnahmen führender Politiker eine Nebelwand zu werfen. In einem Interview mit dem australischen Fernsehsender Nine Network sagte der malaysische Außenminister Sayed Hamd Albar, dass Mahathir missverstanden worden sei. Er fügte hinzu: „Ich bin zuversichtlich, dass er keine antijüdischen Gefühle hegt.“[39] Aber am nächsten Tag sagte Mahathir: „Ich bin beschuldigt worden antisemitisch zu sein, während das, was ich sagte, sich lediglich auf Fakten stützte. Das ist meine Sicht der Dinge.“ Er fügte hinzu: „Dies sind Fakten der Geschichte und mir zu sagen, ich könne geschichtliche Tatsachen nicht erwähnen, bedeutet mir das Recht auf freie Rede abzusprechen.“[40] Er fuhr in den nächsten Tagen auch fort die antisemitischen Flammen zu schüren.

Ein zweites Element der malaysischen Reaktions-Strategie war es, andere islamische Führer für die Unterstützung Mahathirs zu mobilisieren oder zu erklären er sei falsch interpretiert worden. Der iranische Präsident Mohammed Khatami behauptete, dass Mahathir des Antisemitismus zu beschuldigen „westliche Propaganda sei… Kein Muslim ist antisemitisch.“[41]

Der pakistanische Präsident, General Pervez Muscharraf sagte auf einer Pressekonferenz: „Ich denke nicht, dass er zum Krieg gegen die Juden oder irgendetwas derartiges aufrief. Er drückte seine eigenen Gedanken aus… aber ich bin sehr sicher, dass er die Muslime nicht aufforderte gegen irgendjemanden in den Krieg zu ziehen.“[42] Der Präsident Afghanistans, Hamid Karzai, sagte: „Dr. Mahathir sprach nur über Fragen, denen die muslimische Welt sich stellen muss und was die Muslime tun sollten.“[43]

Der ägyptische Außenminister Ahmad Maher argumentierte, dass Mahathirs Bemerkungen aus dem Zusammenhang gerissen worden seien. Wenn man die gesamte Rede lese, würde sie aufzeigen, dass er „in Wirklichkeit eine kluge und tief gehende Bewertung der Probleme gegeben habe, denen sich die Muslime gegenüber sehen.“[44] Faruk Kaddoumi von der PLO beobachtete, dass Mahathir die Wahrheit gesagt habe, „aber Israel und seine Sympathisanten tendieren dazu, jede Stellungnahme gegen sie als Antisemitismus zu betrachten. Sie beschuldigen uns, während sie unser Land besetzt halten, unser Volk töten und behaupten, wir seien Terroristen.“[45]

Abdikassim Salad Hassan, Präsident von Somalia, erklärte: „Meine Begleitung und ich fanden Dr. Mahathirs Rede sehr geradeaus und tief gehend. Er versuchte nicht Hass zu schüren oder die Muslime aufzustacheln, gegen die Juden in den Krieg zu ziehen, sondern seine Rede handelte davon sich zu vereinigen, um sich den Bedrohungen durch die Juden zu stellen.“[46]

Die indonesische Präsidentin Megawati Sukarnoputri schlug ähnliche Töne an. Sie behauptete, die Auslandsmedien hätten Mahathirs Rede falsch interpretiert, was die Informationslücke zwischen muslimischen und nicht muslimischen Ländern aufzeige: „Das ist der Grund, warum es mehr Kommunikation zwischen diesen beiden Seiten geben sollte, um die wahre Botschaft des Islam rüber zu bringen, die im Grunde genommen eine der Toleranz und Moderation ist. Wir müssen unsere eigenen Werte vermitteln.“[47]

Die malaysischen Medien, das dritte Element in der Strategie der malaysischen Regierung, hoben hervor, dass Mahathir fehlinterpretiert wrude,[48] während sie die Reaktionen der westlichen Staatsmänner kritisierten. Ahmed A. Talib schrieb in der New Strait Times: „Stellen Sie sich vor. Dies sind Reaktionen so genannter Welt-Staatsmänner, die oft erklärten, dass sie die Befürworter der Redefreiheit und der demokratischen Lebensweise seien… Einige von uns rasteten fast aus, als wir die Nachricht aus London lasen: ‚Großbritannien bestellt malaysischen Diplomaten wegen Kommentaren über Juden ein.’ Jemand in Kuala Lumpur macht eine Bemerkung über Juden und ein Vertreter der Regierung wird von einer ausländischen Regierung her zitiert.“[49]

Ein weiterer Kolumnist der Zeitung, Schamsul Akmar, schrieb, die Frage, ob die Juden die Welt kontrollierten, bleibe offen. Er fügte hinzu: „Sollte der Rest der Welt auch den Völkermord ignorieren, der von den Israelis an den Palästinensern verübt wird, nur weil Washington dazu schweigt?“[50]

Sehr wenige Stimmen in den islamischen Medien verurteilten Mahathirs Erklärungen, was beweist, wie tief sitzend der Antisemitismus in der so genannten „moderaten“ islamischen Welt ist.

Schlussfolgerungen

Die Nebelwand, die die Malaysier um die Worte ihres Premierministers schaffen wollten, hielt nicht lange an. Am 21. Oktober sagte Mahathir der Bangkok Post: „Erst kürzlich führte eine japanische Zeitung meine Rede darauf zurück, dass ich antisemitisch sei… Sie nehmen einen Satz heraus, in dem ich sage, dass die Juden die Welt kontrollieren. Nun, die Reaktion der Welt zeigt, dass sie die Welt kontrollieren. Die Europäer und die Amerikaner und andere wollen mich verurteilen, obwohl ein Typ sagte, alle Muslime seien Terroristen. Hat die Europäische Union eine Resolution verabschiedet, die sagt, dass dies gegen Muslime ist?“[51] Er fügte an, dass er Juden unter seinen Freunden habe, womit er die klassische Spruch derer, die ihren Antisemitismus weg erklären müssen. Mahathir hat außerdem regelmäßig die USA, Australien, die Europäer, Homosexuelle und viele andere angegriffen.[52]

Die Bedeutung der Affäre Mahathir ist, dass sie in einer kurzen Zeitspanne und in einer konzentrierten Art und Weise den tief gehenden antisemitischen Gedanken bloß legte, der in großen Teilen der muslimischen Eliten wie Gesellschaft vorhanden ist. Es gibt keine Scham, öffentlich die abscheulichsten antisemitischen Darstellungen zu benutzen, darunter die der „Protokolle der Weisen von Zion“. Dieses Fälschungswerk wird in der gesamten islamischen Welt regelmäßig neu veröffentlicht.

So verursachte Mahathir eine weit reichende Demonstration des Antisemitismus des Alltags-Islam. Die Affäre Mahathir dient nun als zentraler Beweis dieses Antisemitismus, die Reste der reichlich vorhandenen antijüdischen Materials aus der islamischen Welt dient als unterstützender Beleg dieses alltäglichen Rassismus.

Schließlich wurde Mahathirs Worten auf dem islamischen Gipfel applaudiert; später stellten sich viele andere hinter sie. Diese Reaktionen zeigen, dass die islamische Welt – in der kaum jemand demokratisch gewählt ist – nicht nur für die Juden gefährlich ist, sondern genauso für den Rest der Menschheit. Über diese extremen Muslime hinaus, die Völkermord mit dem arabischen Ausdruck „Jihad“ predigen, hat die Affäre Mahathir demonstriert, wie problematisch die Ideenwelt der alltäglichen islamischen Gesellschaft für den Westen ist. Sie ist ebenfalls eine wichtige Fallstudie für die Analyse westlicher Reaktionen auf islamischen Antisemitismus.

[1] News Desk: Dr. Mahathir Opens 10th OIC Summit. The Star, 16. Oktober 2003. (Dieser Artikel enthält den vollen Text der Rede.)

[2] What They Say about Mahathir’s Remarks on Jews. Straits Times, 19. Oktober 2003.

[3] Darren Schuettler: Bush Tells Mahathir His Jew Remarks are “Wrong”. Reuters, 20. Oktober 2003.

[4] Nirmal Ghosh: Mahathir Downplays Bush Criticism. Straits Times, 23. Oktober 2003.

[5] ebenda

[6] Anti-Jewish Remarks May Mar Mahathir’s Political Swan Song. Sydney Morning Herald, 20. Oktober 2003.

[7] ebenda

[8] Martin Regg Cohn: Chretien Has No Comment on Mahathir. Toronto Star, 21. Oktober 2003.

[9] John Aglionby: West Accuses Malaysian PM of Racism. Guardian, 18. Oktober 2003.

[10] ebenda

[11] Straits Times, 19. Oktober 2003.

[12] Sharon Sadeh/Yoav Stern/Amiram Barkat: EU Condemns Malaysian PM’s Remarks on Jews, But No Apology is Forthcoming. Ha’aretz, 19. Oktober 2003.

[13] Chirac Backed EU Condemnation of Malaysian PM: Spokeswoman. EU Business, 19. Oktober 2003.

[14] Italian Presidency of teh Council of the European Union [Internetseite]. 16. Oktober 2003.

[15] Devid Rajah/Clarence Chua: Mahathir Thanks Chirac for Support. The Star, 19. Oktober 2003.

[16] France Condemns Mahathir Speech on Jews. Reuters, 19. Oktober 2003.

[17] Manfred Gerstenfelds Interview mit Israel Singer: Restitution: The Second Round. Post-Holocaust and Anti-Semitism, 2. November 2003.

[18] Daniel Perdurant: Anti-Semitism in Contemporary Greek Society. In: Analysis of Current Trends in Anti-Semitism, Nr. 7, Jerusalem (Hebrew University), 1995, S. 10.

[19] Simon Wiesenthal-Zentrum: Twenty Months of Anti-Semitic Invective in Greece. März 2002 – Oktober 2003, 14. Oktober 2003.

[20] Editorial – Islamic Anti-Semitism. New York Times, 18. Oktober 2003.

[21] Paul Krugman: Listening to Mahathir. New York Times, 21. Oktober 2003.

[22] Richard Cohen: Return to Wannsee. Washington Post, 21. Oktober 2003.

[23] Zuraidah Ibrahim: Insight: Drop that Jews vs Muslims Worldview. Sunday Times, 18. Oktober 2003.

[24] L’editorial du Monde – Antisemitisme. Le Monde, 19. Oktober 2003 (auf Französisch).

[25] Wie von Minister Scharanskis Büro berichtet.

[26] Presseerklärung des American Jewish Committee: AJC Condemns Anti-Semitic Remarks by Malaysian Prime Minister. 16. Oktober 2003.

[27] Ron Kampeas: After Mahathir’s Anti-Semitic Remarks, Jews Wonder If Outrage Will Yield Change. JTA, 21. Oktober 2003.

[28] Presseerklärung des Simon Wiesenthal Center: Mahathir’s OIC Diatribe Would Make Hitler and Goebbels Proud and is a Warrant for Anti-Semitic Terrorism. 16. Oktober 2003.

[29] Presseerklärung: ADL Statement on World Reaction to Mahathir’s Speech. 17. Oktober 2003.

[30] ebenda

[31] News.com.au: Jews Condemn Mahathir, 17. Oktober 2003.

[32] CRIF: Chirac Explains He Condemned Malaysia’s PM, Denies He Blocked EU Move. Jewish Leaders not Convinced. 22. Oktober 2003.

[33] BBC News, 10. August 2003.

[34] The Protocols’ Malaysian Style: The Case of Prime Minister Mahathir Mahamad. World Jewish Congress Policy Dispatch Nr. 24, Dezember 1987.

[35] Abraham Foxman: Mahathirs Anti-Semitism is an Old Story. Business Week, 14. Mai 2003.

[36] Israelisches Außenministerium: The Anti-Semitism Monitoring Forum, Government Secretariat: Report of Anti-Semitic Incidents – February 1999.

[37] Mosche Yegar: Malaysia – Anti-Semitic Policy Without Jews. Gesher, Sommer 2003, S. 81 [Hebräisch].

[38] Ebenda, S. 87.

[39] Malaysian Defends PM’s Statement on Jews. AP/New York Times, 19. Oktober 2003.

[40] Dr. M Hits Out at the West for Distorting His Speech. The Star, 18. Oktober 2003.

[41] Leaders Rally to Defend Dr. Mahathir. New Straits Times, 17. Oktober 2003.

[43] ebenda

[43] ebenda

[44] ebenda

[45] ebenda

[46] To the Defens of Dr. Mahathir. The Star, 18. Oktober 2003.

[47] ebenda

[48] Ashraf Abdullah: International Media Twisting Dr. M’s Words. New Straits Times, 18. Oktober 2003.

[49] Ahmed A. Talib: Outcry Over Dr. Mahathir’s Remarks Makes No Sense. New Straits Times, 19. Oktober 2003.

[50] Schamsul Akmar: The Question Still is: Do Jews Control the World? The Straits Times, 18. Oktober 2003.

[51] Pichai Chuensuksawadi: Exclusive Interview/Mahathir Mohamad. Bangkok Post, 21. Oktober 2003.

[52] BBC News, 10. August 2003.