Gefahr einer Islamisierung?

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Was der Koran über muslimische Kopfbedeckungen sagt

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Ich weiß nicht, ob das so stimmt, wie dieser liberale Muslim-Funktionär es sagt. Ihm wird aber von anderen mit Sicherheit attestiert, dass er „nicht den wahren Islam“ repräsentiert.

Der Vierte Stand

A Time To Speak, 15. Januar 2002 (nicht online)

Im Frankreich des Ancien Régime war die Bevölkerung in drei Stände geteilt: Adel, Klerus und Gemeine. Im 19. Jahrhundert war der Historiker Thomas Babington Macauley der erste, der die, die Nachrichten berichteten, den „Vierten Stand“ nannte. Seit Lord Macauley Zeiten ist die Macht der Presse weit gestiegen und mit der Macht der Radio- und Fernseh-Sendungen verstärkt worden.

„Wie habt ihr das Eitle so lieb und die Lüge so gern?“ (Psalm 4,3)

Die Website HonestReporting.com verlieh einen Preis für unehrenhafte Berichterstattung für da Jahr 2001; gegen harte Konkurrenz ging der Preis an die BBC (British Broadcasting Corporation):

Im Mai 2001 fingierte die BBC einen Filmausschnitt in dem Versuch, israelische Brutalität zu zeigen. Als Israelis eine palästinensische Basis in Gaza angriffen, gab es keine Bilder von Opfern – da Israel leere Gebäude angriff. Die BBC-Redakteure bauten einen Filmausschnitt israelischer Opfer eines palästinensischen Terrorangriffs, die an einem israelischen Krankenhaus ankamen, ein, um zu unterstellen, dass diese Opfer eines israelischen Angriffs waren. Die Nachrichtensprecherin in London, selbst ehemalige BBC-Israel-Korrespondentin, beendete ihren Text mit „Dies sind Bilder aus Gaza“.

Unter den Geschlagenen: Chris Hedges für seinen Artikel „Gaza Tagebuch: Szenen des palästinensischen Aufstands“, in: Harper’s, Oktober 2001. Hedges erinnert sich: „Ich habe nie zuvor gesehen, wie Soldaten Kinder wie Mäuse in die Falle locken und sie als Sport ermordeten.“ Er führt keine Belege für den Vorwurf an. Er gibt zu, dass er die behaupteten Tötungen nicht sah und schließt daraus, dass sie außer Sicht hinter Sanddünen statt fanden. Er gibt zu, dass er keine Schüsse hörte und schließt daraus (fälschlicherweise), dass israelische Soldaten Schalldämpfer auf ihre Waffen montierten.

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„Es gibt viel Positives über den modernen Journalismus zu sagen. Indem er uns die Meinung der Ungebildeten weiter gibt, bleiben wir in Kontakt mit der Ignoranz der Gemeinschaft.“ – Oscar Wilde

Sender, Reporter und Redakteure, die ihre eigene Abneigung gegen Israel an ihre Zuschauer und Leser weiter geben wollen, haben verschiedene Techniken, die bevorzugten Eindrücke unterschiedlich von der Realität zu schaffen. Diese Techniken benötigen kein Fachwissen oder Verständnis der Fakten, des Hintergrunds oder der Sache selbst.

1. Stelle die Araber als die schwächere Seite dar, die deshalb Sympathie verdienen, ohne Rücksicht auf ihre Haltung.Dazu darf man nur die Araber westlich des Jordans zählen, um die Realität der 5 Millionen Juden im Fadenkreuz der gesamten, ausgedehnten und bevölkerungsreichen arabischen Welt und dem Großteil der nicht arabischen muslimischen Welt zu verschleiern.

Auszug aus „Zwischenspiele“ von Jay Nordlinger (NationalReviewOnline, 15. Januar 2002:

Vor ein paar Tagen sah ich etwas, das mit mächtig amüsierte. Es gab da einen AP-Artikel – im Internet – über die israelische Übernahme dieses palästinensischen/iranischen Schiffs, damit mit 50 Tonnen Material beladen war, mit dem Israelis getötet werden sollten. Den Artikel begleitete ein Foto mit … nun, ich lasse es den Text zum Bild sagen: „Der Palästinenser Harun Al-Rabaa, rechts, und sein Sohn Ander backen Brot in einem behelfsmäßigen Ofen in ihrem Haus, in dem es wegen der Sperrung des Dorfes Salem bei Nablus in der Westbank kein Gas zum Kochen gibt.“

Oh, diese verdammten Israelis. Das ist der große Sieg, den die Palästinenser auf dem Propaganda-Schlachtfeld errungen haben. Einer meiner Freunde sagte kürzlich Folgendes: …“Kennst du die erstaunlichste Veränderung, die im letzten Vierteljahrhundert stattgefunden hat? In Propaganda-Sprache: die Umkehrung der David-und-Goliath-Situation im Nahen Osten. Es war einmal so, dass jeder erkannte, wer der wirkliche David war – Israel: Es ist eine winzige Nation, ein winziger Streifen, gegen den 22 arabische Staaten aufgeführt wurden, eine ganze Welt, die sich schwor, diesen winzigen Staat zu zerstören, der nach dem europäischen Holocaust um sein Leben kämpfte. Und dann machten die arabischen Propagandisten mit haufenweise Hilfe des Westens daraus die palästinensischen armen Teufel gegen die israelischen Scheusale – sie kehrten die Gleichung um. Und seitdem schnattern sie ständig -dass nicht einer der 22 arabischen Staaten jemals den palästinensischen armen Teufeln irgendeine reelle Hilfe anbieten wird.“

2. Benutze eine zurückhaltende Sprache, z.B.:

a) Die BBC scheut den Begriff „Terrorist“ für PLO-Personal, das israelische Restaurants in die Luft jagt oder israelische Kinder an Bushaltestellen zusammen schießt. Statt dessen sind sie „Aktivisten“ oder „Militante“. Im Gegensatz dazu sind Mitglieder der IRA, die Gewaltakte begehen, Terroristen.

b) Die internationale Nachrichtenagentur Reuters vermeidet „Terrorist“ überhaupt, sogar für die Massenmörder am World Trade Center. Der Direktor erklärt: „Wie wir alle wissen, ist des einen Terrorist für einen anderen ein Freiheitskämpfer“. Es gab eine Abweichung von dieser nicht-bewerten-Doktrin, als Reuters kürzlich berichtete:

„(Außenministeriums-Sprecher) Boucher sagte, die Vereinigten Staaten, die Israel rund 2 Milliarden US-Dollar im Jahr an Waffen liefern, um Palästinenser zu töten, protestiert gegen eine 100-Millionen-Dollar-Ladung an die Palästinenser, weil dies zur Eskalation der Gewalt beitragen würde.“

c) Vorfälle werden im Passiv berichtet: „eine Schießerei brach aus“ oder „Gewalt brach aus“ oder „es gab eine Explosion“. Dies kann die Tatsache verbergen, dass PLO-Terroristen die Schießerei begannen oder die Gewalt oder die Bombe zündeten.

d) Eine Zeit der „Ruhe“ oder „Stille“ bedeutet, dass israelische Sicherheitskräfte Terroristen abfing, bevor sie ihre Aufträge ausführen konnten. „Relative“ Ruhe oder Stille heißt, nur ein oder zwei Juden wurden an diesem Tag ermordet.

Akzeptiere in jedem strittigen Fall, wie z.B. Geschichte, Territorium, Besatzung, Aggression, Unterdrückung, Menschenrechte usw. die arabische Sichtweise ohne weiter zu fragen. [zu einigen dieser Themen s. ATTS Nr. I-2, I-6, I-8, I-9] Übernimm sie und wiederhole sie, als wären sie die einzig möglichen Sichtweisen.Zum Beispiel:

a) Gebiete, die die Oslo-Verträge unter bedingte PLO-Verwaltung stellten, werden „palästinensische Gebiete“ genannt, was sie nie waren.

b) Jüdische Gemeinden in Judäa und Samaria außerhalb der „Grünen Linie“ (das ist die Waffenstillstandslinie von 1949) sind „Siedlungen“ und die Bewohner „Siedler“. Araber, gleichgültig, vor wie kurzer Zeit sie in der Region ankamen, sind immer Eingeborene. Einige Reporter und Sender sagen automatisch „illegale Siedlungen“. Hoch qualifizierte Autoritäten des internationalen Rechts haben dargestellt, dass sie nicht illegal sind, aber diese Medienleute kleben an ihrem selbst gefällten juristischen Urteil zur Sache.

c) Die Bedingungen der Oslo-Vereinbarungen, die Yassir Arafat mit sein Reich ausstatteten, bewilligten ihm den Titel „Vorsitzender“; aber in Widerspruch zu diesen Vereinbarungen beförderte er sich selbst zum „Präsidenten“. Daher ist er für CNN unter anderem immer „Präsident“.

4. Wenn ein Jude, der in einer „Siedlung“ lebt oder sie nur besucht, von einem arabischen Terroristen ermordet wird, sollte das Opfer als „Siedler“ bezeichnet werden.Das macht es zu einem verständlichen oder sogar gerechtfertigten Mord. Gelegentlich, wenn ein Mord innerhalb der Grünen Linie statt findet, identifiziert ein Reporter, der nicht unbedingt allzu gut Karten lesen kann, den Ort als „Siedlung“.

Shalhevet Pass wurde in der uralten jüdischen Gemeinde des biblischen Hebron. Als sie zehn Monate alt war, zielte ein arabischer Scharfschütze sehr genau auf sie und tötete sie, indem er ihr eine Kugel in ihren Kopf schoss. Deborah Sontag, damals Korrespondent der New York Times vor Ort, beschwerte sich, dass die Schlagzeilen der israelischen Zeitungen „die Tötung eines israelischen Babys und nicht eines Siedlerbabys meldeten“.

5. Kooperiere mit oder begünstige sogar die Inszenierungen von Vorfällen, die mit der besonderen Zielsetzung statt finden, dass über sie berichtet werden soll.Bei einem spontanen Ausbruch arabischer Wut wurde ein PLO-Fatah-Führer erwischt, als er vor einer Kamera der israelischen Armee sagte: „Fangt noch nicht mit dem Steine werfen an. Ich habe gerade gehört, dass das CNN-Team bei Ramallah noch im Verkehr fest steckt.“

6. Geh mit jedem, der für Israel spricht, hart oder sogar gehässig um. Sei milde oder sogar kriecherisch gegenüber jedem, der für die PLO spricht.Die Medienbeobachtungs-Organisation CAMERA hat gezählt, dass es mehr als doppelt so wahrscheinlich ist, dass Interviewer bei CNN eine Aussage eines Israelis in Frage stellen oder angreifen, als eine Aussage eines Arabers.

7. Bei einem Fernsehbericht aus Israel, wähle den besten Hintergrund.Richte dich und die Kamera in Jerusalem so aus, dass der vergoldete Felsendom auf dem Tempelberg zu sehen ist. Dies wird die Zuschauer in aller Welt daran erinnern, dass du in einer muslimischen Stadt bist. Die BBC filmt ihre Jerusalem-Korrespondenten in einem Studio vor einem Gemälde des Doms als Hintergrund.
Die Berichte der Korrespondenten vor Ort sind an den Nachrichtensprecher im Studio des eigenen Senders auf einem anderen Kontinent gerichtet. Wenn der Bericht von einem schockierenden terroristischen Blutbad und Verstümmelungen handelt, könnte der Nachrichtensprecher ernsthaft fragen: „Wie wird das den Friedensprozess beeinflussen?“

8. Achte auf deine Sprache.Viele Ortsnamen sind auf das biblische Hebräisch zurück zu führen und sind weltweit unter diesen Namen bekannt. Es ist vernünftig, dass englischsprachige Medien die englische Version (dieser Namen) benutzen. Von Zeit zu Zeit werden die bekannten englischen Namen durch alternative arabische ergänzt, während die hebräischen nie benutzt werden. Dies schafft den Eindruck, dass beide, englische wie arabische, es Wert sind, erwähnt zu werden, aber das Hebräische – die Sprache des antiken wie modernen Landes – unbedeutend ist.

a) Der biblische Tempelberg (Hebräisch: Har Ha-Bayit), heiligste aller alten jüdischen historischen und heiligen Stätten, wird als „Haram al-Sharif“ (Arabisch für „edles Heiligtum“) dargestellt, mit der Erinnerung daran, dass es sich um „den drittheiligsten Ort des Islam“ handelt.

b) Im Januar 2001 versammelten sich sage und schreibe 400.000 Juden in Jerusalem (auf Hebräisch: Yeruschalayim), um ihrer Hauptstadt Treue zu schwören [vgl. Ausgabe I-1). CNN musste den Hauptpunkt der Versammlung am Jaffator (Hebräisch: Scha’ar Yafo) mit der obskuren arabischen Bezeichnung „Bab al-Khalil“ bezeichnen.

c) Da Jerusalemer Wohnviertel Gilo (Hebräisch: Gilo) kommt regelmäßig unter Gewehr- und Mörser-Beschuss aus der nahe gelegenen Stadt Beit Jala, die unter PLO-Herrschaft steht. Ein Fernsehreporter erklärte: „Gilo ist die hebräische Aussprache von Jala“ – eine Bemerkung, die in Widerspruch oder Missachtung der Tatsache steht, dass Gilo schon ein Wohnviertel Jerusalems zur Zeit König Davids (Hebräisch: Da’avid HaMelekh) war (2. Samuel 15 und 23).

9. Finde beschönigende Umstände für Terroristen, z.B.:
a) Ein arabischer Busfahrer aus Gaza rammte sein Fahrzeug absichtlich in eine Gruppe von Menschen, die an einer Bushaltestelle bei Tel Aviv warteten; dadurch ermordete er sieben und verletzte weitere. Der Fahrer selbst erklärte, dass er dies in voller Absicht tat um zu töten. Aber Suzanne Goldenberg vom britischen The Guardian, lehnte sein Geständnis ab und bestand darauf, dass er „kein Terrorist“ sei, sondern lediglich einen Unfall verursachte, weil er Medikamente nahm, die ihn benommen machten.

b) Zwei Israelis bogen versehentlich falsch in das PLO-beherrschte Ramallah ab, wo sie vom Mob zu Tode geprügelt wurden. Einer der Verbrecher posierte im Fenster und stellte stolz ihr auf ihm verspritztes Blut zur Schau. Lee Hockstadter, damals Korrespondent der Washington Post vor Ort, achtete genau darauf zu erklären, dass dieser Mörder in der Kindheit kränkelte und stotterte und ihn das zurückhaltend machte.

c) Als ein Selbstmord-Bomber außerhalb einer Einkaufshalle Tod und Verwundung für eine Reihe von Passanten brachte, berichteten Peter Jennings und die Mannschaft von ABC, dass der Mörder ein „junger palästinensischer Zimmermann war, … der von seiner Familie als ein 21-jähriges Mitglied der militant-islamischen Hamas war, einer von vielen Palästinensern, die von den letzten acht Monaten der Gewalt radikalisiert worden ist.“

Verbessere keinen Fehler, wenn die falsche Version zu mehr zu gebrauchen ist als die richtige:
Über Vorfälle, für die Israel die Verantwortung zugeschoben werden kann, wird weltweit berichtet. Stellt sich diese Zuschiebung als falsch heraus, sind Richtigstellungen und Widerrufe selten. Beispiele:

a) Der Tod des 12-jährigen Mohammed al-Dur während eines PLO-Angriffs auf einen israelischen Wachposten war ein internationales Schlachtfest, so lange gesagt werden konnte, dass er durch israelisches Feuer getötet wurde. Als technische Studien zeigten, dass er nur von PLO-Feuer getötet worden sein konnte, wurde die Story nicht richtig gestellt.

b) Als Mary Robinson, UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, eine Tour durch die Gefahrenzone unternahm, wurde Israel beschuldigt, auf ihr Auto geschossen zu haben. Als in Europa durchgeführte ballistische Tests nachwiesen, dass die Schüsse aus PLO-Waffen stammten, wurde die Story nicht richtig gestellt.

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Ein Leser wird manchmal nur die Schlagzeile oder eine Bildunterschrift lesen und den Bericht überspringen, besonders, wenn das Thema diesen Leser nicht sonderlich interessiert. Daher kann eine falsche Schlagzeile oder Bildunterschrift, die faktisch falsch ist, erstens einen falschen Eindruck vermitteln und zum zweiten von einem sorgfältiges Durchlesen der Story abhält. AP (Associated Press), internationale Quelle vieler Zeitungsberichte und Bilder, ist besonders gut bekannt für die Kunst der falschen Zeichen:

1. Bildunterschrift: „Israelischer Polizist schlägt Palästinenser“
Bild: Ein amerikanisch-jüdischer Student in Jerusalem, von einer Bande Araber angegriffen und zusammen geschlagen, wird von einem israelischen Polizisten gerettet (vgl. Ausgabe I-3).

 

2. Schlagzeile: „Jüdisches Kleinkind stirbt im Westjordanland“
Artikel: Shalhevet Pass, 10 Monate alt – also noch nicht zum Kleinkind heran gewachsen – „starb“ davon, dass ein arabischer Scharfschütze ihr gezielt in den Kopf schoss.

 

3. Schlagzeile: „Explosion tötet Bomber in Tel Aviv“
Artikel: Er kam um, als er die Explosion am Eingang zu einer Diskothek auslöste, wobei er 21 junge Menschen ermordete und viele weitere schwer verwundete.

 

4. Schlagzeile: „Israelische Soldaten töten zwei Palästinenser“
Artikel: Die „Palästinenser“ waren Hamas-Terroristen, die dabei waren eine Bombe neben einer Straße zu platzieren. Die wurden in einem Feuergefecht mit den israelischen Soldaten getötet, die sie dabei entdeckten. Wenn AP über irgendein anderes Land berichtet, wird ein solches Detail nicht weg gelassen.

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PLO-Terroristen aus dem Gazastreifen drangen nach Israel ein und griffen einen israelischen Wachposten an. Sie töteten vier Soldaten. Diese Soldaten waren israelisch-arabische Beduinen, die in den Streitkräften der Nation dienten. Also machte der Jerusalem-Korrespondent von British Sky News die haltlose Andeutung, dass Israel vielleicht nicht ernsthaft darauf reagierte, weil die Soldaten keine Juden waren.

Die Männer wurden von Terroristen aus Rafiach, am südlichen Ende des Gazastreifens, getötet. Israel zerstörte prompt Gebäude, die unbewohnt waren und nur als Terroristennester und Endpunkte für Tunnel zum Waffenschmuggel unter der nahe gelegenen ägyptischen Grenze genutzt wurden.

Die PLO erhöhte die Zahl der eingeebneten Gebäude und erhob das falsche Klagegeschrei, dass der Verlust dieser (wie gesagt: unbewohnten) Gebäude 700 Flüchtlinge obdachlos im Winterwetter zurück ließ. Das Internationale Rote Kreuz stürzte pflichtbewusst mit Zelten herbei und die Nachrichtenmedien strahlten pflichtbewusst den abgelagerten Film „Trauernde in den Ruinen“ aus.

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„Mein Freund, du erklärst, dass du die Juden nicht hasst, dass du nur Antizionist bist. Und ich sage dir, lass die Wahrheit von den höchsten Bergspitzen erklingen, lass ihr Echo durch die Taler von Gottes grüner Erde hallen: Wenn man den Zionismus kritisiert, dann meint man die Juden – das ist Gottes Wahrheit… Antisemitismus, der Hass auf das jüdische Volk, war und bleibt der Fleck auf der Seele der Menschheit. Darin stimmen wir vollständig überein. Also wisse auch dies: Antizionismus an sich ist antisemitisch und wird es immer bleiben.“
Martin Luther King, Jr. in: The Saturday Review, August 1967

Die antiisraelische Besessenheit der Nachrichtenmedien in Großbritannien und Europa ist ausführlich beschrieben in „New Prejudices for Old – The Euro Press and the Intifada“ (Neue Vorurteile gegen alte – die europäische Presse und die Intifada) von Tom Gross, 1. November 2001. Teile aus diesem Bericht über die britischen Medien werden in den folgenden Auszügen und Zusammenfassungen wieder gegeben:

Über den Redakteur des Guardian, einer höchst einflussreichen Zeitung unter britischen Intellektuellen:

Letzten Mai begleitete ich den Herausgeber von Londons Zeitung The Guardian, Alan Rusbridger und den Redakteur Ian Katz in Westjerusalem und ins palästinensische kontrollierte Bethlehem. Es war Rusbridgers erste Reise nach Israel. Seine Zeitung wurde von Kritikern der Berichterstattung über Israel als eine der unfairsten heraus gestellt.

Wir fuhren mit dem Auto über die Grenze nach Bethlehem… Zwei israelische Soldaten, ungefähr 18 Jahre alt, standen auf der israelischen Seite der Grenze Wache. Als wir unsere Presseausweise sahen und fragten, ob wir hinüber dürften, sagte einer von ihnen auf Englisch: „Aber natürlich, wenn Sie Journalisten sind, müssen sie kommen.“ Dann fügte er mit einem trockenen Grinsen hinzu: „Schließlich sind Sie die Leibwächter der Demokratie.“ Rusbridger pinnte die Bemerkung des Soldaten in seinen Notizbuch.

[…] Rusbridger und Katz sahen, dass die israelischen Soldaten den Palästinensern gegenüber liebenswürdig und höflich waren. Sie sahen, dass Palästinensern erlaubt wurde, in Autos oder zu Fuß die Grenze innerhalb von Sekunden zu überschreiten. Und sie sahen den Gegensatz: wie die gleichen Soldaten religiöse Juden, die am nahe gelegenen Grab Rahels zu beten wünschten, den Zugang nach Bethlehem verweigerten.

Bei unserer Fahrt über eine von Bethlehems Hauptstraßen passierten wir Autos, die Palästinensern gehörten und von ähnlichem Standard waren wie die, die wir gerade von Israelis gesteuert in Jerusalem gesehen hatten. Rusbridger und Katz hatte auch die Chance zu beobachten, dass die örtlichen arabischen Geschäfte gut gefüllt waren. Und als wir Bethlehem verließen und zurück nach Israel fuhren, konnten sie sehen, dass Palästinensern schneller Wechsel über die Grenze erlaubt wurde – ungefähr in der gleichen Zeit, die ein Israeli braucht um eine Einkaufshalle in Tel Aviv oder ein Kino zu betreten, werden ihre Taschen nach Sprengstoff durchsucht. Die religiösen Juden, die wir vorher schon gesehen hatten, waren immer noch auf der anderen Straßenseite dabei mit den Soldaten zu verhandeln, um nach Bethlehem hinein zu kommen.

Zwei Wochen später schrieb Rusbridger über seine Reise in einer Titelgeschichte des Spectator in London. Rusbridger begann seinen Spectator-Artikel wie folgt: ‚Als die Apartheid in den letzten Zügen lag, besuchte ich Südafrika… Vor einigen Wochen machte ich meine erste Reise in ein anderes Land, über das viel geschrieben wird: Israel. Wie bei meiner früheren Reise fand ich viel Schockierendes, aber diesmal war ich wirklich überrascht. Nicht hatte mich darauf vorbereitet, derart viele Echos der schlimmsten Tage Südafrikas im modernen Israel zu finden.‘ … Er schrieb von den ‚endlosen, demütigenden Schlagen, die darauf warteten, durch israelische Kontrollpunkte durch gelassen zu werden.‘ Er erwähnte nichts von unseren sehr anderen Erfahrungen…

Rusbridger fuhr im Guardian fort:

Wir sind gezwungen, einige unbequeme Wahrheiten darüber zu sagen, wie der Traum einer Zufluchtsstätte für das jüdische Volk in genau dem Land, in dem ihre spirituelle, religiöse und politische Identität geformt wurde, derart vergiftet worden ist. Die Einrichtung dieser Zufluchtsstätte ist mit einem sehr hohen Preis in Menschenrechten und Menschenleben erkauft worden. Es muss einleuchten, dass die internationale Gemeinschaft diese Kosten nicht endlos mit tragen kann. [Frage von ATTS: Wer verspritzte das Gift und sorgte für die Kosten?]

Die Nahost-Korrespondentin des Guardian, Suzanne Goldenberg:

Ihr Bericht von Samstag, 3. Juni 2000, trug den Titel: „Palästinenser unter Druck – Polizei setzt Strand-Apartheid durch: Mit dem sich abzeichnenden Frieden will Israel Gebiete nur für Juden einrichten.“
Der Artikel begann mit den Worten: „In diesen schwülen Frühsommertagen ist der lange, mit Palmen gesäumte Strand von Tel Aviv ein natürliches Zufluchtsgebiet. Wenn man aber Palästinenser ist, kann ein Tag am Strand eine Nacht im Gefängnis zur Folge haben. Während sich israelischen Juden gestern am Strand räkelten, war die in Massen eingesetzte Polizei eifrig darauf bedacht, die Strand-Apartheid durchzusetzen… eine Aktion um rein jüdische Strände zu schaffen. Palästinenser wurden in der Nähe des Dolphinariums verhaftet, noch bevor sie den Sand betreten konnten.“

Als jemand, der in Tel Aviv lebt und meistens auch an den Strand geht, habe ich niemals etwas derartiges gesehen. Juden und Araber mischen sich völlig ungehindert am Strand und machten das genauso, als dieser Artikel im Juni 2000 geschrieben wurde. Das kann jeder Einwohner Tel Avivs bestätigen. Das gilt auch für die Gegend um das Dolphinarium, wo eine tödliche palästinensische Selbstmordbombe an einer Stranddisco für Teenager explodierte – genau ein Jahr, nachdem Goldenberg ihren Artikel schrieb.

[Im vergangenen Jahr (2001) zeichnete der London Press Club Goldenberg mit einem Preis aus – für „mutigen und objektiven Journalismus“. Auf einer anderen Preisverleihung wurde über Goldenberg in der Laudatio gesagt: „Diese Journalistin wurde einer Verleumdungskampagne ausgesetzt.“]

Unter anderem zitiert Gross ein Gedicht im Sunday Observer, das „die zionistische SS der gezielten Erschießung palästinensischer Kinder beschuldigt“ sowie einen Artikel in einer obskuren Kleinstadt-Zeitung mit wenig außenpolitischen Meldungen, der „Juden in Springerstiefeln“ überschrieben war. Im Januar 2001 entwickelte sich der Guardian mit einem Kommentar weiter, der den Titel trug: „Israel hat schlichtweg kein Recht zu existieren.“

Gross macht außerdem diese Beobachtungen:

Es wäre ein Leichtes, ohne Ende mit ähnlichen Beispielen aus ganz Europa fortzufahren. In den generellen Judenhass – und zwanghaften Versuchen, Parallelen mit dem Holocaust zu ziehen – mischt sich ein besonderer, auf dem Christentum basierender Antisemitismus. Obwohl die überwältigende Mehrheit der Palästinenser Muslime sind, benutzen viele Karikaturen, Schlagzeilen und Berichte christliche Bilder. Sätze sie „die Via Dolorosa der Palästinenser“ und „das Kreuz, das die Palästinenser zu tragen haben“ sind in Ländern wie Frankreich und Italien an der Tagesordnung.
… Hillary Anderson, BBC-Chefkorrespondentin in Jerusalem, begann kürzlich einen Bericht über den Tod palästinensischer Kinder wie folgt: „Tief im Boden von Bethlehem sind die Überreste einer so abscheulichen Gräueltat, die in der Geschichte so weit zurück liegt: die Abschlachtung der Unschuldigen durch König Herodes…“ (Die Kamera zeigte währenddessen einen Haufen Schädel.) Dann ging sie auf den Tod der palästinensischen Kinder über, beschwor Herodes‘ Massaker an den Unschuldigen, um den Zuschauer daran zu erinnern, dass die Juden, die versucht hatten, das Baby Christus zu töten, jetzt voll damit beschäftigt sind, einmal mehr unschuldige Kinder zu ermorden.

Nach einem Überblick über noch schlimmere Beispiele vom europäischen Kontinent, wertet Gross die Zusammenhänge und Konsequenzen aus:

Ist diese Verfälschung letztendlich von Bedeutung? Nach meinem Verständnis, ja und nicht nur, weil die Wahrheit immer wichtig ist. Zum einen ist es klar, dass ungenaue Berichterstattung die internationalen diplomatischen Bemühungen beeinflusst. Ein verdrehtes Bild der Ereignisse hilft, entsprechend verdrehte Politik zu schaffen, besonders in Europa.

Zusätzlich können jüdische Organisationen in Europa und darüber hinaus bestätigen, dass es eine deutliche Verbindung zwischen aufhetzender Berichterstattung über Israel und physischen Angriffen auf Juden und jüdische Einrichtungen in den Ländern gibt, wo diese Berichte veröffentlicht oder gesendet werden. Die Korrespondenten mögen das nicht bemerken, aber ihre unfaire Berichterstattung spielt in die Hände des bereits existierenden Antisemitismus… Der systematische Aufbau eines falschen Israel-Bildes als Aggressor und vorsätzlichen Mörders von Babys und Kindern hilft dabei, Stück für Stück Israels Legitimität zu zerstören. Wie können gewöhnliche Menschen, wo auch immer, nicht dazu kommen, ein solches Land zu hassen? …

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Auf einer Abendgesellschaft im Haus des Zeitungsverlegers Lord Black beschrieb ein diplomatischer Gast Israel als „ein kleines Sch…land“ und verlangte: „Warum sollten wir wegen dieser Leute den Dritten Weltkrieg riskieren?“ [Kein sonderlich scharfsinniger Diplomat, wenn er glaubt, dass ein in der Welt allein stehendes, winziges Land den Dritten Weltkrieg auslösen kann.] Lady Black ist die Kolumnistin Barbara Amiel; sie schrieb einen Artikel über den schicken Antisemitismus und zitierte die Bemerkungen, ohne den Diplomaten oder sein Land zu nennen. Der Guardian identifizierte ihn schnell als Daniel Bernard, den französischen Botschafter. Lady Black wurde vernichtend kritisiert, weil sie eine Bemerkung zitierte, die nur für seine Freunde gedacht war.

Deborah Orr, Kolumnistin des Independent, der Schwesterzeitung des Guardian, schrieb am 21. Dezember: „Ich bin es satt, eine Antisemitin genannt zu werden.“ Sie mochte Monsieur Bernards Ausdrucksweise so sehr, dass sie sie mehrmals wiederholte und damit uneingeschränkte Zustimmung ausdrückte. Dann erklärte sie: „Antisemitismus ist eine Abneigung gegen alle Juden überall; Antizionismus ist nur die Abneigung der Existenz Israels und Opposition gegen die, die es unterstützen. Das mag eher eine akademische denn eine praktische Unterscheidung sein und keine Verbindung zu der honorablen Meinung haben, dass nach meiner Erfahrung Israel tatsächlich besch… und klein ist.“

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Im Dezember präsentierte Newsweek „Eine Geschichte zweier Feinde“, einen parallel gedruckten Vergleich von Arafat und Sharon. (Anmerkungen von ATTS in Klammern)

YASSIR ARAFAT:
1929: Geboren in Ägypten, Mit 16 beginnt er Waffen nach Palästina zu schmuggeln, die gegen die Briten und Juden eingesetzt werden sollen.
1948: Verlässt kurzfristig die Schule um in Gaza während des arabisch-israelischen Konflikt zu kämpfen.
1956-58: Erhält seinen Abschluss als Bauingenieur. Lässt sich in Kuwait nieder. Gründet mit Freunden die Fatah. [Kein Hinweis auf Fatah als Terror-Organisation!]
1964: Verlässt Kuwait um Revolutionär zu werden. Fatah tritt der PLO bei, einer neuen Schirmorganisation, die für die Befreiung Palästinas gebildet wird [was in der Charta als die Zerstörung Israels definiert wird].
1969: zum PLO-Vorsitzenden ernannt.
1974: Spricht vor der UN-Vollversammlung – das erste Mal, dass jemand, der nicht Staatschef ist, eingeladen wird. [und das erste Mal, dass ein Redner ein Pistolenholster auf dem Podium trägt].
1993: Hält geheime Friedensgespräche mit Yitzak Rabin in Oslo ab.
1996 – 2000: Führt die Gespräche mit Israel fort, schlägt aber den Clinton-Barak-Friedensplan aus [und fängt einen Krieg an].

 

ARIEL SHARON:
1928: Geboren in Palästina.
1948-49: Führt eine Infanterie-Gruppe in Israels Unabhängigkeitskrieg.
1956-67: Kämpft im Sinai-Krieg und später im Sechstage-Krieg; wird für seine militärischen Fähigkeiten und Rücksichtslosigkeit ausgezeichnet. [Keine derartige Herabsetzung für den Erzterroristen Arafat]
1972-73: Scheidet aus der Armee aus, um in die Politik zu gehen. Hilft bei der Gründung des Likud.
1981-82: Von Menachem Begin zum Verteidigungsminister ernannt. Führt Israels Invasion des Libanon, bei der 2000 palästinensische Flüchtlinge getötet werden. [Die palästinensischen Flüchtlinge wurden von libanesischen arabischen Christen getötet. Eine Untersuchungskommission und die Geschworenen in einem New Yorker Verleumdungsprozess gegen das „Time Magazine“ befanden beide, dass Israel nicht daran beteiligt war und Sharon im Voraus nichts davon wusste.]
1990: Beschleunigt den Bau von Siedlungen in palästinensischem Gebiet als Minister für Bauwesen. [So etwas wie „palästinensisches Gebiet“ gibt es nichts.]
1998: Hält als Außenminister Friedensgespräche mit Arafat.
2000: Besucht die Al Aksa-Moschee und löst damit die zweite palästinensische Intifada (Aufstand) aus. [Sharon besuchte den Tempelberg. Er kam der Al Aksa-Moschee nie nahe. Sogar die PLO gibt zu, dass sie die Gewalt im Vorhinein geplant hatte und Sharons Besuch auf dem Tempelberg nur als Vorwand zu ihrem Beginn benutzte.]
2001: Zum Premierminister gewählt.

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Wenn Berichte nicht von einer Zeitung oder Sender in Privatbesitz kommen, sondern von einer öffentlich-rechtlichen Körperschaft, dann wird sie von den Steuerzahlern subventioniert. Zu was das führen kann, berichtet CAMERA über „National Public Radio – allzeit nur Verfälschung“ (12. August 2001):

National Public Radio-Reporter mögen nicht fair oder ausgewogen sein, wenn es um Berichterstattung aus den Nahen Osten geht; sie mögen keine Muster für Genauigkeit sein oder Beispiele für journalistische Ethik, aber eins man von ihnen nicht behaupten: dass sie unbeständig sind. Wenn es darum geht, tagein, tagaus eine pro-palästinensische Linie zu verfolgen, kommt ihnen in den USA niemand gleich.
Am Morgen des 27. Juli gab es z.B. zwei Nahost-Berichte, über die NPR zu berichten hatte:

1) Palästinensische Heckenschützen töteten einen 17-jährigen israelischen Jungen namens Ronen Landau durch Schüsse, als er mit seinem Vater und Bruder nach Hause fuhr. Kurz vor dem Anschlag hatten die gleichen Heckenschützen auf israelische Kinder auf einem Spielplatz geschossen.

2) Die Beerdigung von Saleh Darwazeh, einen hochrangigen Hamas-Techniker, der von israelischen Soldaten getötet wurde. Darwazeh hatte eine Reihe von tödlichen Anschlägen auf Israelis organisiert.

Welche Geschichte hob NPR hervor, welche Person vermenschlichte das öffentlich-rechtliche Radio mit Details und Namen und Interviews? In einem 1141 Worte langen Artikel widmete NPR genau 26 Wörter dem Mord an dem israelischen Jungen vor den Augen seines Vaters und Bruders, kümmerte sich aber nicht einmal um seinen Namen: „Israelische Panzer beschossen gestern Morgen palästinensische Sicherheitsposten in der Westbank, nachdem palästinensische Schützen einen israelischen Teenager am Eingang zu einer jüdischen Siedlung töteten.“ Der Rest des Artikels – insgesamt 1115 Worte – wurden Saleh Darwazeh gewidmet, der als „Aktivist“ seiner Sache beschrieben wurde…

Die NPR-Reporterin [Linda Gradstein] beschreibt dann sehr hilfreich für den Zuhörer die israelische „Belagerung“ von Nablus: „Eine Fahrt zwischen Jerusalem und Nablus dauerte immer etwas über eine Stunde, aber wird nur jüdischen Siedlern erlaubt, die Hauptstraße zu befahren. Palästinenser müssen einen großen Umweg über eine gewunden Straße durch das Jordantal nehmen, fast die dreifache Distanz. Sie müssen auch eine Reihe israelischer Straßensperren passieren, oft an jeder stundenlang warten. Israelischer Soldaten haben auch mehr als ein Dutzende Dörfer bei Nablus abgeriegelt.“

Gradstein liegt natürlich falsch – es sind nicht nur „jüdische Siedler“, die auf der Hauptstraße reisen können, sondern jeder mit einem israelischen Nummernschild, also auch die israelischen Araber. Und während die Palästinenser einen unangenehmen Umweg in Kauf nehmen müssen, müssen viele Israelis auch weite Umwege fahren, da sie versuchen, tödliche palästinensische Hinterhalte zu umgehen. So wie den palästinensischen Hinterhalt, der Ronen Landau tötete, zu dem NPR kaum etwas sagte.

Im Gegensatz dazu interviewte Gradstein in ihrem Bericht über den Selbstmordanschlag auf die Sbarro-Pizzeria in Jerusalem am 9. August, bei dem 15 Israelis (darunter 7 Kinder) getötet wurden, zuerst Israelis, um dann Yassir Abed Rabbo, dem palästinensischen Informationsminister, das letzte Wort zu überlassen. Rabbo machte nicht die Hamas, die den Bomber schickte, für den Anschlag verantwortlich, auch nicht Arafat, der es ablehnte, die Bomben-Bauer zu verhaften und sogar mit ihnen zusammen arbeitet – sondern Israels Premierminister:

NPRs von Steuern gestützte Verfälschungen sind ein Affront gegen den Journalismus und eine Beleidigung für die Steuerzahler, die gezwungen sind, es zu finanzieren. Bis NPR eine genaue und faire Berichterstattung beginnt, hat es ohne Zweifel keine Subventionierung oder Spendengeschenke verdient – genauso wenig die lokalen Radiosender, die seinen Schund senden.

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In den letzten Wochen wurde etwas Druck auf Arafat ausgeübt, damit er einige der krassesten Terroristen der Hamas und des Islamischen Jihad verhaftet. Sogar einige europäische Regierungen haben das empfohlen – wenn auch vielleicht nur, um Arafats Ansehen aufzupolieren.

Es wird berichtet, dass die PLO ihren Leuten, einschließlich Arafats privater Tanzim Miliz, eine Gratifikation von $3.000 pro Person angeboten hat, damit einen Monat in einer Gefängniszelle sitzen und vorgeben Hamas- oder Jihad-Gefangene zu sein. Das solle zur Ausstellung für Personen der Medien und den Diplomatenzirkus der Europäischen Union dienen.

Der Faktor Angst: Der Libanon und die europäische Art der Friedenssicherung

Sören Kern, The Brussels Journal, 18. September 2007

Die europäisch geführte UN-Friedenssicherungstruppe im Libanon, UNIFIL, ist positiver Beleg, sollte solcher denn gebraucht werden, warum Europa kaum jemals einen globale Supermacht sein wird. Als die 13.400 Personen starke Truppe nach dem 34-tägigen Krieg zwischen Israel und der Hisbollah im letzten Sommer zusammengekratzt wurde, sagten die Europäer, dass ihr „Soft Power“-Ansatz zur Friedenssicherung die USA ein oder zwei Dinge über die globale Politik lehren würde. Während die USA Kriege beginnen, beendet Europa sie – behauptete man.

Aber heute steht der Libanon kurz vor dem politischen Zusammenbruch, eine aufsässige Hisbollah hat sich bis zum Geht-nicht-mehr wieder bewaffnet und es gehen Gerüchte, dass ein weiterer Krieg mit Israel vor der Tür steht. Und während der Libanon weiter ins Chaos schlittert, ist die UNIFIL selbst zu einem Ziel der Versuchung geworden – so sehr, dass sie jetzt die meiste Zeit damit verbringt sich selbst zu schützen.

Was die Frage aufwirft: Was genau tun die Europäer im Libanon?

Nicht viel, sagt die UNIFIL. Was UNIFIL-Sprecherin Yasmine Bouziane am 29. August sagte, dürfte die Untertreibung des Jahres sein: Die UNIFIL-Mission „hat ihre erklärten Ziele nicht erreicht, auch nicht die, die von der UNO-Resolution 1701 diktiert wurden“. Wahrscheinlich zielte sie auf ihre europäischen politischen Herren, als sie fortfuhr: „Zu diesem Zeitpunkt kann nicht darauf verzichtet werden an die Hauptaufgabe der UNIFIL zu erinnern, die darin besteht die Sicherheit und Stabilität im Südlibanon wieder herzustellen.“ Das ist sie in der Tat.

Aber da der UNO-Sicherheitsrat gerade das UNIFIL-Mandat um ein weiteres Jahre verlängert hat, könnte dies ein guter Zeitpunkt sein einen Überblick des Zustands des europäischen Spiels im Libanon zu geben.

Sucht die Hisbollah einen weiteren Kampf?

Die meisten Analysten stimmen darin überein, dass der Auftrag der UNIFIL von Anfang an gefährdet war. Obwohl die UNO-Resolution 1701, die dem Krieg im Libanon im August 2006 ein Ende setzte, unzweideutig darin war ein Waffenembargo zu fordern, wurde von der Politik absichtlich an den Einsatzvorschriften der UNIFIL herumgebastelt, um zu verhindern, dass die Truppen aktiv nach den Waffen der Hisbollah suchten. Das Fehlen einer klaren Verpflichtung die Hisbollah zu entwaffnen ist ein Mangel, den der Iran und Syrien schnell ausnutzten. Sie haben das Arsenal der Hisbollah wieder aufgebaut, während die Europäer daneben standen und zuschauten.

Bereits im Oktober 2006 berichtete Terje Roed-Larsen, UNO-Sonderbotschafter für den Libanon: „Es sind Waffen über die Grenze in den Libanon gekommen.“ Im April sagte Walid Jumblatt, ein hochrangiger libanesischer Politiker, gegenüber dem Fernsehsender Al-Jazira, dass libanesische Sicherheitskräfte den Hisbollah-Guerillas helfen Waffen über die poröse Grenze mit Syrien zu schmuggeln. Im Juni warnte Roed-Larsen erneut den Sicherheitsrat vor einem „alarmierenden und zutiefst verstörenden Bild“ eines „beständigen Flusses an Waffen und bewaffneten Elementen über die Grenze mit Syrien“. Und im Juli berichtete die Jerusalem Post, wobei sie israelische Geheimdienstquellen zitierte, dass die Hisbollah von Syrien mehrere Hundert Mittelstrecken-Raketen erhalten hat.

Aber Waffen sind nicht das Einzige, was auf der Einkaufsliste der Hisbollah steht. Die Gruppe baut derzeit ein unabhängiges Mobilfunk-Telefonnetz im gesamten Südlibanon und Beirut auf. Kürzlich wurden unterirdische Kabel entdeckt, die neben denen des staatlichen Telefonsystems lagen – eine Entwicklung, die natürlich die Informationsbeschaffung über die Hisbollah während eines zukünftigen Krieges komplizieren würde.

Das mag erklären, warum Hassan Nasrallah, der immer wichtigtuerische Führer der Hisbollah, in letzter Zeit besonders großspurig ist. Im Juli prahlte er damit, dass die Hisbollah-Guerillas ein Raketenarsenal haben, das „jede Ecke“ des Staates Israel erreichen könne, einschließlich Tel Aviv. Und in einer Rede im August zum Jahrestag des „göttlichen Sieges“ über Israel, versprach er, der jüdische Staat würde bei einer zukünftigen Auseinandersetzung mit der Hisbollah eine „große Überraschung“ erleben.

Europäisches Appeasement?

Dabei bleiben die Europäer der Hisbollah gegenüber gleichgültig, ja sogar heuchlerisch. Einerseits hat die Hisbollah bei Mord- und Bombenanschlägen rund um die Welt reihenweise Europäer getötet. Andererseits lehnen es europäische Offizielle ab, sich den USA, Kanada und Australien anzuschließen und die Hisbollah auf ihre offizielle Liste der Terrororganisationen zu setzen – ein Zug, der der Gruppe Gelder von islamischen „Wohlfahrtsorganisationen“ in Europa entziehen würde.

Javier Solana, EU-Außenpolitik-Chef, sagte im Juni 2006, es gäbe keinen Plan die Hisbollah auf die Terrorliste zu setzen, weil die EU nicht genug Informationen habe um festzustellen, ob die Gruppe als solche bezeichnet werden sollte. Solana versucht sich zu rechtfertigen, indem er sagt, die Sache sei rechtlicher, nicht moralischer Natur. Aber im März 2005 verabschiedete das Europaparlament mit 473 zu 8 Stimmen eine Resolution, die erklärte, dass es reichlich Belege gibt, dass die Hisbollah eine Terrororganisation ist, und forderte „alle nötigen Maßnahmen, um den Terroraktivitäten dieser Gruppe ein Ende zu setzen“.

Warum nur sind die Europäer so ambivalent, wenn es darum geht das Richtige zu tun? Angst, Angst und noch mal Angst, nach Angaben von Experten einer Anhörung vom 20. Juni mit dem Titel „Adding Hezbollah to the EU Terrorist List“ (Hinzufügen der Hisbollah zur EU-Terrorliste), die vom Außenpolitischen Ausschuss des US-Repräsentantenhauses gesponsert wurde. Die Europäer zögern die Hisbollah das zu nennen, was sie ist, weil sie sich vor Vergeltungsmaßnahmen gegen europäische Interessen Zuhause und in Übersee fürchten.

Die Europäer haben Angst, dass, wenn sie gegenüber der Hisbollah eine harte Linie fahren, ihre Truppen im Libanon angegriffen werden könnten. Sie haben ebenfalls Angst, dass die Hisbollah (von der gesagt wird, dass sie ihre Leute in jedem einzelnen EU-Land hat) Schläfer-Zellen aktivieren könnte, die Anschläge in Europa verüben. Und die Europäer haben Angst, dass die Tausende träger, junger muslimischer Einwanderer in Städten in ganz Eurabien aufgehetzt werden. Die Angst vor wütenden Muslimen ist in der Tat so durchdringend, dass, in praktischen Begriffen ausgedrückt, der Islam in Sachen Gestaltung der Außenpolitik in Europa bereits ein de facto-Veto hat.

Angst beherrscht auch den europäischen Friedenssicherungs-Auftrag im Libanon. In einer vorhersagbaren Wendung der Ereignisse sind die als neutrale Beobachter in den Libanon geschickten europäischen Friedenssicherer zu die wichtigsten Beschützern der Hisbollah gedreht worden – weitgehend deshalb, weil die Hisbollah-Guerillas jetzt die wichtigsten Beschützer der europäischen Friedensschützer sind. Was sagt uns das?

Nach einem Anschlag im Juni, durch den sechs spanische Friedensschützer getötet wurden, begann Spanien mit der Hisbollah zu kooperieren, um festzustellen, wer seine Soldaten tötete. Fakt ist, dass der spanische Premierminister José Luis Rodríguez Zapatero, ein postmoderner Jünger des „Kults der Einbindung“, der zufällig auch tödliche Angst vor negativer Publicity in Umfragen hat, entschied die Hisbollah und auch noch den Iran zu rekrutieren, um die spanischen Truppen zu schützen – als Weg seinen eigenen Job zu sichern.

Dann telefonierte der glücklose spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos mit dem iranischen Außenminister Manoucher Mottaki; bizarrerweise pries er Irans „konstruktive und effektive Rolle bei der Lösung regionaler Krisen“. Moratinos beschrieb seine Beziehung zur Hisbollah ebenfalls als „positiv“. Tatsächlich stimmten nach einem heimlichen Treffen mit spanischen Geheimdienstlern, die angeblich versprachen, dass spanische Truppen wegsehen würden, während die Hisbollah sich für den nächsten Krieg gegen Israel bewaffnet, die Militanten der Hisbollah zu die UNIFIL-Patrouillen schützend zu „eskortieren“.

Postheroische Europäer

Warum also haben die Europäer überhaupt Truppen in den Libanon geschickt? Weil der Libanon Europas Supermacht-Moment sein sollte. Die Vereinigten Staaten lieferten den Europäern, weil sie sich im Libanon in die Zuschauerrolle zurückzogen, eine Gelegenheit sich als ehrliche Vermittler im Nahen Osten zu beweisen. Und tatsächlich waren die Europäer genau deshalb dagegen eine NATO-Streitmacht in den Libanon zu schicken, weil sie sagten, diese sei zu amerikanisch.

Die heutige UNIFIL aber, wie so vieles andere Europäische, ist leere Hülle. Sie wurde von großspurigen Europäern manipuliert, die, verbittert wegen amerikanischer Macht und amerikanischen Einflusses auf der Bühne der Welt, glauben, sie könnten sich ihren Weg zur Supermacht herbeiheucheln, indem sie einen Teil davon schauspielern.

In Beschwörung der amerikanischen Erfahrung von Beirut 1983 nahmen viele Europäer tatsächlich an, dass der Libanon beweisen würde, wie viel besser die Dinge sein würden, wenn die Welt einfach nur die Europäer die Dinge regeln lassen würde. Stattdessen zeigt der Libanon der Welt, woraus das postheroische Europa wirklich gemacht ist. Denn wenn der Libanon etwas zeigt, dann dass Angst die große Achillesferse Europas ist. In der Zwischenzeit und während die Europäer zusehen, bereitet die Hisbollah sich auf einen weiteren Krieg vor.

Die Auflösung der Zivilisation in Europa

Paul Belien, Brussels Journal, 22. Februar 2006

Europas derzeitige Probleme sind komplett hausgemacht. Das bedeutet jedoch nicht, dass das Ergebnis weniger katastrophal sein wird. Durch die Zerrüttung seiner jüdisch-christlichen Kultur – ein Prozess, der mit der französischen Aufklärung begann – wurde ein religiöses und kulturelles Vakuum im Herzen der europäischen Zivilisation geschaffen. Der Zusammenbruch des Glaubens an die eigenen Werte hat, wenig überraschend, zu einem demokratischen Zusammenbruch geführt, denn eine Zivilisation, die nicht länger an ihre eigene Zukunft glaubt, lehnt auch die Fortpflanzung ab. Heute ersetzt eine neue Religion und Kultur die alte. Man kann wenig dagegen machen, außer auf ein Wunder zu hoffen.

Amerikas Einwanderungsprobleme verblassen im Vergleich mit dem, was Europa bevor steht. Amerikas wichtige ethnische Minderheiten – Schwarze wie Latinos – sind Christen, während die Mainstream-Kultur ebenfalls im Christentum verwurzelt ist. In Europa steht eine säkulare post-christliche Kultur der muslimischen gegenüber. Die säkularisierte Kultur ist hedonistisch* und schätzt nur ihr gegenwärtiges Leben wert, weil sie nicht an ein Leben nach dem Tod glaubt. Das ist der Grund, dass sie sich ergeben wird, wenn sie mit dem Tod bedroht wird, denn das Leben ist das Einzige, was sie zu verlieren hat. Deshalb wird sie Unterwerfung akzeptieren ohne für ihre Freiheit zu kämpfen. Niemand kämpft für die Flagge des Hedonismus, nicht einmal die Hedonisten selbst.

Man könnte es etwas anders ausdrücken: Europa fehlt, was Amerika immer noch hat, nämlich die sogenannten konservativen Reserven oder, wie der deutsche Soziologe Arnold Gehlen vor 30 Jahren erklärte: „die Reserven nationaler Energie und Selbstbewusstseins, Primitivität und Großzügigkeit, Wohlstand und Potenzial in jeder Beziehung.“ Immer wieder einmal reise ich in die USA, um meine Batterien aufzuladen und ich bin nicht der einzige europäische Konservative, der das tut. Von Zeit zu Zeit muss man die Freiheit atmen, bevor man wieder in der stickigen Atmosphäre Europas abtaucht.

Amerikas „konservative Reserven“ sind weitaus stärker als die Europas, weil Amerika, anders als das säkulare Europa, in größerem Ausmaß in traditionellen christlichen Werten verhaftet geblieben ist. Ich bezweifle nicht, dass, wenn diese Werte in den USA weiter abnehmen, die amerikanische Kultur zusammenbrechen wird, wie die europäische Kultur und Zivilisation kollabiert sind. Amerika kann aber von der Europa bevorstehenden Katastrophe lernen und ein ähnliches Schicksal vermeiden.

Die alte europäische Zivilisation – die vor- wie die nachchristliche – wird in den USA weiter leben. Geht sie auch dort zugrunde, wird die Menschheit in die dunklen Zeitalter zurückfallen, die jetzt Europa ergreifen, das die Wiege der westlichen Zivilisation ist.

Ich vermute, dass man das traurig finden sollte, aber ich fühle keine Traurigkeit. Man kann Mitgefühl für die haben, die in Unfällen sterben, im Feld fallen oder ermordet werden (wie die unzähligen ungeborenen Kinder, die jeden Tag sterben), aber kann man Mitleid mit denen haben, die ihre eigene Zukunft getötet haben, um die Annehmlichkeiten der Gegenwart zu haben? Ich wiederhole: Die missliche Lage Europas ist komplett hausgemacht. Der Islam ist nicht schuld. Schuld ist der Säkularismus.

Die nächsten zehn Jahre werden Zeuge eines Krieges zwischen den Werten des Islam und den säkularen „Werten“ der dekadenten, hedonistischen, post-marxistischen Linken sein. Wir haben die Ermordungen von Pim Fortuyn und Theo van Gogh erlebt, das Vorspiel zum französischen Bürgerkrieg im letzten November, den Fall der dänischen Karikaturen. Das ist erst der Anfang des Anfangs. Ich betrachte mich nicht als Pessimisten, lediglich als Realisten. Es ist ziemlich klar, wer verlieren wird – und wessen Fehler das sein wird.

* Hedonismus: griechisch-antike philosophische Lehre, nach der das höchste ethische Prinzip das Streben nach Sinnenlust ist.

Treffen von Eurabia-Forschern in Den Haag

Paul Belien, Brussels Journal, 20. Februar 2006

Gestern hatte ich das unerwartete Vergnügen einen sehr besonderen Menschen zu treffen. Wenn man die kleine, anspruchslose und lebhafte, grauhaarige Dame nicht kennt, neben der zu sitzen ich das Privileg hatte, dann würde man nicht denken, dass sie eine der beachtlichsten Persönlichkeiten unserer Zeit ist. Als ich nach Den Haag fuhr, wusste ich nicht, dass ich sie treffen würde, aber ich kannte ihren Namen – oder, besser gesagt, das Pseudonym, dass sie gewöhnlich benutzt: Bat Ye’or. Das ist Hebräisch für „Tochter des Nils“. Sie wurde in Kairo geboren, aber ihre Familie wurde 1957 aus Ägypten ausgewiesen und ihr die ägyptische Staatsbürgerschaft entzogen, weil sie Juden waren.

Die Familie ließ sich als staatenlose Flüchtlinge in Großbritannien nieder. Bat Ye’or wurde Historikerin. Sie zog drei Kinder groß, bevor sie zu schreiben begann. Ihr erstes Buch, vor 35 Jahren veröffentlicht, war eine Geschichte der Juden in Ägypten. Später schrieb sie eine Geschichte der ägyptischen Kopten [Orthodoxe Christen, die wahren Eingeborenen Ägyptens]. Noch später begann sie die Lage der Nicht-Muslime unter muslimischer Herrschaft zu studieren.

Juden und Christen, die unter muslimischer Herrschaft lieben, werden auf Arabisch Dhimmis genannt. Sie werden ein wenig besser behandelt als andere Nicht-Muslime (die verfolgt werden), weil das islamische Gesetz eine Situation toleriert, durch die Dhimmis ihre Religion ausüben dürfen. Die Bedingung für diese Toleranz (eine Gunst, die nicht immer gewährt wird) ist allerdings, dass die Dhimmis wegen ihrer Ablehnung des Islam systematisch erniedrigt werden. Dhimmis haben einen Status als Bürger zweiter Klasse und müssen besondere Steuern zahlen.

Meine Frau und ich aßen mit Bat Ye’or zu Abend und ich fragte sie, wie sie sich gefühlt hatte als Dhimmi in Ägypten zu leben. Aber sie sagte, dass sie erst, als sie in den Westen kam, begriffen habe, was Dhimmitum wirklich ist. „Das versteht man erst, wenn man das von außen sieht“, sagte sie. Vielleicht liegt es daran, dass sie diese „privilegierte“ Erfahrung gemacht hatte, dass sie in der Lage war seit den 1970-er Jahren festzustellen, wie die Europäer langsam in Dhimmis verwandelt werden. Ihr Buch von 2005, „Eurabia: The Euro-Arab Axis“, beschreibt diesen Verwandlungsprozess.

Bat Ye’or war in Den Haag, um an einem internationalen Treffen westlicher Jihad-Experten teilzunehmen. Zu der Gruppe gehörten Daniel Pipes, Robert Spencer, Ibn Warraq, David G. Littman, die holländischen und flämischen Arabisten Hans Jansen (Universität Utrecht) und Urbain Vermeulen (Universitäten Leuven und Ghent) und andere.

Bat Ye’or argumentiert überzeugend, dass die Transformation Europas in Eurabia das Ergebnis einer wohl erwogenen Strategie ist, die törichterweise von französischen Gaullisten angestoßen wurde, die ein europäisch-amerikanisches Gegengewicht zu den USA schaffen wollten. Heute führt die Europäische Union diese Politik fort, die einen vereinigten mediterranen Kontinent schaffen will, der auf einer Symbiose der nördlichen und der südlichen Mittelmeeranrainer gründet. In ihrem Eurabia-Buch beschreibt sich akribisch, wie diese Strategie während der letzten 35 Jahre umgesetzt wurde und wie die Werbung für muslimische Integration in Europa einen Teil dieses Plans darstellt.

Seit sie Ägypten verlassen musste, hat Bat Ye’or in Europa gelebt. Sie hat nicht die Absicht es zu verlassen. Sie fühlt sich alt und müde, aber sie drängt junge Leute sich dem Dhimmi-Status zu widersetzen. „Wir sollten nicht die moderaten Muslime auffordern uns zu retten. Wir müssen die jetzige Lage selbst verändern. Das ist unsere Pflicht unseren Kindern und unseren Vorfahren gegenüber.“ Ihre Studien haben ihr bewusst gemacht, dass die Zerstörung christlicher Gesellschaften durch Jihadisten immer durch christliche Führer und die Kirchen selbst herbei geführt wurde. „Ich denke, dass wir nicht in der Lage sein werden verantwortlich zu handeln, solange wir die Dynamik, den Geist und die Funktion von Eurabia nicht verstehen; das Konzept ist in Europa von Europäern entwickelt worden und wurde uns nicht von außen aufgedrückt.“

Sie stellt heraus, dass nach der Osterweiterung der EU die arabischen Staaten die Sorge hatten, dass weniger europäische Gelder für die Staaten des Maghreb zur Verfügung stehen würden. Sie ließen Europa versprechen, dass die EU-Gelder für die Südküste des Mittelmeeres nicht abnehmen würden, sondern auch, dass die Einwanderung aus arabischen Ländern nicht zu Gunsten der Einwanderung aus Osteuropa gestoppt würde. Das ist der wahre Grund, warum die polnischen Klempner nicht willkommen sind, während Menschen aus dem Maghreb weiterhin nach Europa strömen.

„Einwanderung“, sagt Bat Ye’or, „ist Teil der Gesamtstrategie, die eine Ambition zur Schaffung eines neuen Zivilisationskonzepts ist, das auf Multikulturalismus gründet, auf der Auflösung der typischen Charakteristika der Völker.“ Für Bat Ye’or ist die Affaire um die dänischen Karikaturen „ein Aufstand, zur Geltendmachung der westlichen Werte der Meinungsfreiheit, freien Rede und freien Religionsausübung“.

Nicht nur die Europäische Union drängt die Ideologie des Multikulturalismus auf, sondern auch die UNO. David Littman ist Experte für den „schleichenden Islamismus in der UNO“. Littman, Repräsentant der Association for World Education (AWE, Vereinigung für die Bildung in der Welt) bei der UNO in Genf, sagte vor kurzem vor der UNO aus, wurde aber zensiert, als er moderate Muslime zitierte, die jihadistische Bombenanschläge verurteilten. Nach Angaben der 56 Mitgliedstaaten der Organisation der islamischen Konferenz (OIC) ist selbst „die Benutzung des Adjektivs ‚islamisch’ vor ‚Terrorismus’ ein Sakrileg.“ Durch die Kanäle der UNO versuchen sie die Freiheit von Gedanken, Meinung und Ausdruck mit Vorwürfen von „Blasphemie“, „Islamophobie“, „Verleumdung des Islam“ oder „Sakrileg“ zu einzuschränken.

Ich war von Daniel Pipes nach Den Haag eingeladen worden. Ich entdeckte, dass die berühmtesten der Konferenzteilnehmer im Hotel nicht unter ihren eigenen Namen eingetragen waren und dass ein Wachmann (in zivil) sie schützte. Offensichtlich kann eine Zusammenkunft von Menschen zu einem wissenschaftlichen Austausch von Ansichten zur Bewahrung westlicher Freiheiten im freien Westen nicht länger ohne Sicherheitsmaßnahmen stattfinden.

Flemming Rose, der dänische Journalist, der die zwölf Zeichnungen Mohammeds (nach westlichen Standards kaum beleidigend; sehen Sie sich sie hier an, ungefähr die halbe Seite hinunter) in Auftrag gab, befindet sich zur Zeit in den Vereinigten Staaten. Der Journalist wollte testen, in welchem Ausmaß sich der „Multikulturalismus“ auf die Redefreiheit ausgewirkt hat. Er ahnte nicht, dass die Dinge bereits so schlecht standen. Der Ausgang seines Tests ist, dass sein Leben in Europa jetzt gefährdet ist. Flemming könnte gezwungen sein den Rest seines Lebens in Verstecken zu verbringen.

Der dänische Historiker und Journalist Lars Hedegaard, ebenfalls in Den Haag anwesend, teilt meine Befürchtung, dass Dänemark bald von den Jihadisten angegriffen wird. Letztere haben regelmäßig verkündet, dass sie vorhaben Dänemark zu „bestrafen“ und werden das tun, wenn sie nicht in der muslimischen Welt das Gesicht verlieren wollen. Ein Bombenanschlag oder ein Mord vor Jahresende werden nicht als Überraschung kommen.

Die Europäer werden schnell in ihren eigenen Ländern zu Bürgern zweiter Klasse. Man ist versucht aus einem Kontinent zu fliehen, der bereits in großem Ausmaß Eurabia geworden ist und sich in der relativen Sicherheit der USA zu verstecken. Aber die Europäer sollten vor Ort bleiben und Widerstand gegen die Bemühungen leisten Europa in Dhimmi-Land zu verwandeln. „Es ist möglich, dass einige Muslime durch die dänischen Karikaturen beleidigt sind“, sagt Daniel Pipes. „Trotzdem hätten alle Medien sie veröffentlichen sollen. Während es bei der Rushdie-Affäre um die Redefreiheit ging, weil das eine innermuslimische Angelegenheit war, geht es bei der Karikaturen-Affäre um die Verteidigung der Identität des Westens und darum, ob wir ihnen erlauben ihre Werte unserer Gesellschaft aufzuzwingen.“