In Europa ist der Versuch Juden zu töten eine Geisteskrankheit

„Viele Menschen, die psychotisch sind, lesen den Koran.“

Daniel Greenfield, FrontPageMag, 10. Dezember 2019

Martin Colmans verkaufte Möbel auf dem Albert Cuyp-Markt in Amsterdam, als er in den Oberschenkel gestochen wurde. Sein Sohn Sharon rannte hinaus, um ihm zu helfen und seine Mutter zu schützen und wurde in den Rücke und die Brust gestochen. Aber er hatte den Stecher erfolgreich davon abgehalten an seine Mutter Orly heranzukommen.

Tarik Ghani, der Muslim, der auf ihn einstach, betrieb auf dem Markt ein Schischa-Geschäft. Das Opfer sagte, er habe eine plötzliche Veränderung bei seinem Angreifer bemerkt, nachdem dieser aus dem Nahen Osten zurück kam und oft gesehen wurde, „wie er den Koran liest“. „Er redete nicht mehr mit uns, rasierte sich den Kopf und betete ständig. Er begann auch uns gehässige Blicke zuzuwerfen.“ Andere Verkäufer auf dem Cuyp-Markt gaben an, dass Tarik Juden hasste. Es hatte Warnungen gegeben, dass er gewalttätig werden und jemanden angreifen könnte. Diese Warnungen wurden allerdings ignoriert.

Statt ihn ins Gefängnis zu schicken, verurteilte ein niederländischer Richter Tarik zu einem Jahr psychiatrischer Behandlung. Die Colmans hatten den Richter gebeten seinen Antisemitismus mit zu berücksichtigen, stattdessen akzeptierte der Richter Tariks Behauptung, er sei psychisch krank und habe Stimmen gehört. Für diese Behauptung gab es keine Beweise.

„Viele psychotischen Leute lesen den Koran“, erklärte ein Psychiater.

Tarik hatte den Koran vor dem Angriff nicht obsessiv gelesen, weil er Terrorist war, sondern weil er psychotisch war.

Um dieselbe Zeit, in der ein niederländisches Gericht Tarik von der Verantwortung für seinen antisemitischen Anschlag freisprach, ließ ein französisches Gericht Kobili Traore den brutalen Mord an Sarah Halimi durchgehen.

Sarah, ältere Leiterin einer jüdischen Kindertagesstätte, wurde in ihrer Wohnung brutal angegriffen. Ihr Bruder hatte gesagt, der Mörder haben sie vorher als „dreckige Jüdin“ bezeichnet. Vor dem Angriff war die Polizei gerufen worden. Sie hatte Kobili laut Verse aus dem Koran skandieren hören. Verstärkungen wurden gerufen, aber die Polizei unternahm nichts. Derweil kletterte Kobili durch das Fenster in Sarahs Wohnung.

Der Muslim schlug sie, bis ihr Nachthemd von Blut bedeckt war, während er „Allahu akbar“, Koranverse und antisemitische Sprüche schrie. Nachbarn riefen die Polizei und beschrieben, was vorging. Die Polizei unternahm nichts. Irgendwann während des brutalen Angriffs schlug der Mörder Sarah den Schädel mit einem Telefon ein. Schließlich schrie er, dass sein Opfer verrückt sei und Selbstmord begehen wolle.

Und dann warf er sie aus dem Fenster und kehrte in seine Wohnung zurück.

Das war 2017. Seitdem haben zahlreiche Gerichte geurteilt, dass Kobili Traore für sein Tun nicht verantwortlich war, weil in seinem Körper Cannabis gefunden worden war. Er hatte Pot geraucht. Und das hatte angeblich eine Art psychotischen Vorfall verursacht, der verhinderte, dass er für sein Tun verantwortlich ist. Wie Tarik Ghani wird er wahrscheinlich in einem Krankenhaus bleiben, bis die Seelenklempner beschließen ihn freizulassen.

Kobili hatte drei psychiatrische Untersuchungen, von denen keine einer der anderen zustimmte, aber alle behaupten er sei nicht zurechnungsfähig.

Der Versuch Sarahs Ermordung nachträglich wie einen Selbstmord aussehen zu lassen, zeigte, dass er wusste, was er tat. Er hatte ihre Wohnung früher an diesem Tag kalkuliert ausgekundschaftet und hatte sich ausgerechnet, wo er sie fallen lassen musste.

Die Vertuschung des Mordes begann schon bevor er überhaupt stattfand. Statt Kobili ins Gefängnis zu bringen, brachten ihn die Polizisten in ein Krankenhaus. Ein Urintest stellte in seinem Körper Cannabis fest. Und die Geschichte wurde festgezurrt. Und doch gab der Mörder zu, dass er von seinem Hass auf Sarahs Jüdisch sein motiviert gewesen war.

Er sagte Ermittlern: „Als ich die Thora und die Menora in ihrer Wohnung sah, fühlte ich mich unterdrückt.“ Mit „Thora“ meinte er wahrscheinlich eine Bibelausgabe in der Wohnung seines Opfers. (Sein Verweis auf die Menora, die die Juden an Hanukkah anzünden, ist von den französischen Medien nicht hilfreich als „Lüster“ übersetzt worden.)

Der Psychiater argumentierte, dass Kobili sowohl antisemitisch als auch geistesgestört sein könne, denn „während Wahnepisoden bei Muslimen ist ein antisemitisches Thema alltäglich“. Der Psychiater plädierte dafür, dass der Killer nicht schuldig sei, weil Muslime inhärent antisemitisch sind und er aufgrund dieses inhärenten Antisemitismus handelte, aber nicht wirklich sein Tun kontrollierte, weil er davor 10 Joints geraucht hatte.

Muslime sind durch ihre Religion und Kultur prädisponiert Juden zu hassen, aber Kobili hätte das nicht gemacht, hätte er keinen psychotischen Aussetzer gehabt. Das Argument charakterisiert Muslime als gleichzeitig antisemitisch, während es antisemitische Mörder als Form von Geistesgestörtheit entschuldigt, unter denen Muslime auf einzigartige Weise leiden.

Mörderischer muslimischer Antisemitismus wurde als Form psychischer Erkrankung diagnostiziert. Sahara wurde wegen „der Tatsache, dass sie Jüdin war“, getötet, aber der Killer war für sein Tun nicht verantwortlich.

Derweil wurde, was Kobili vor dem brutalen Mord machte – abgesehen davon, dass er Pot rauchte – ingoriert.

Vor dem Mord hatte Kobili die Omar-Moschee in Paris besucht, deren früherer Imam Mohammed Hammami wegen Förderung für Terrorismus und Antisemitismus des Lands verwiesen wurde. Die Moschee war von Tabligh Jamaat aufgebaut worden, einer islamistischen Gruppe im Zentrum des Terrorismus in Frankreich. Es ist geschätzt wordne, dass die Mehrheit der islamischen Terroristen in Frankreich mit der Bewegung verbunden ist.

Viele Mitglieder der Tablilgh Jamaat schlossen sich Al-Qaida an. Dazu gehören Zacarias Moussaoui, der 20. Flugzeugentführer sowie der Schuhbomber Richard Reid. Al-Qadia war in der Lage die islamistische Organisation als Tarnung für ihre Mitglieder zu nutzen. Und sie ist bei Weitem nicht die einzige islamische Terrororganisation, die zum Umfeld von Tabligh Jamaat gehört.

Tabligh Jamaat ist zudem berüchtigt dafür problembeladene junge Männer zu rekrutieren und sie ausgiebiger Gehirnwäsche zu unterziehen. In einem Bericht beschrieb ein Mann aus Mali, auch das Herkunftsland des Mörders, wie Rekruten durch lange Zeiten des Skandierens und Betens wach gehalten wurden, bis sie den Kontakt zur Realität verloren. Das hat ominöse Ähnlichktien zum Verhalten von Kobili Traore, dem obsessiven Skandieren am Abend des Mordes an Sarah.

Sarahs Mörder hatte eine antisemitische Moschee besucht, die mit einer kultartigen islamistischen Bewegung in Verbindung stand, die problembeladene junge Männer rekrutiert, wie zum Beispiel Kolibi, der im Gefängnis rekrutiert worden war, und sie in Ekstasen treibt, während sie sie lehrt, dass es ihre Pflicht ist die Welt für den Islam zu erobern. Und das ist genau das, was Kobili in Paris machte.

Es gibt ein tragisches und übles Muster.

2015 griff Farid Haddouche Rabbie Acher Amoyal, seinen Sohne und einen weiteren Mann an, die die am Sabbat die Synagoge in Marseille verließen. Farid hatte „Allahu Akbar“ gebrüllt und einen der Männer in den Bauch gestochen. Er wurde nach einer psychiatrischen Beurteilung als nicht verhandlungsfähig befunden, obwohl seine Mutter zugab, dass er keine Geschichte geistiger Störung hatte. Aber er war damals betrunken gewesen. Proteste der jüdischen Gemeinde führte schließlich zu einem tatsächlichen Verfahren und der wurde zu vier Jahren Gefängnis verurteilt.

2003 wurde Sébastien Selam, ein jüdischer DJ, von Adel Amastaibou erstochen. Der muslimische Mörder sagte den Polizisten, es sei der Wille Allahs. Er prahlte gegenüber seiner Mutter: „Ich habe einen Juden getötet! Ich werde ins Paradies kommen.“

Vor dem Mord hatte Adel einen Rabbiner angegriffen und eine schwangere Jüdin bedroht. Aber er wurde wegen Geistesgestörtheit als verfahrensunfähig befunden.

Wie Kobili hatte Adel sich high gemacht. Die Droge seiner Wahl war Haschisch.

Adel wurde ins Krankenhaus eingewiesen, aber in einer Vorahnung, wie wenig das in den Fällen von Kobili und Tarik zu bedeuten hatte, wurden ihm Freigänge aus dem Krankenhaus gewährt und er konnte Partys besuchen.

Nicht nur in Europa kommt mörderischer islamischer Antisemitismus psychiatrisch durch. Ahmed frehani, der einen Bombenanschlag auf eine Synagoge in New York plante, wurde zu einem populären progressiven Fall. The Nation behauptete, dass er ein geistig kranker Mann war, der von der Polizei überlistet worden war. Nach einem Selbstmordversuch veranstaltete das Zentrum für Verfassungsrechte eine Mahnwache für den mörderischen Antisemiten.

Die giftige Kombination aus Drogenmissbrauch – Ferhani hatte Drogen verkauft um den Amoklauf zu finanzieren – Behauptung der Geistesgestörtheit und einem Komplott Juden zu töten, wird allgegenwärtig. Genauso der allgemeine Versuch einzelne islamische Terroristen als geisteskrank schönzufärben, weil ihr Verhalten irrational erscheint.

Zwischen verrückt und böse kann eine sehr schmale Linie sein. Und einiges Verhalten, das in der muslimischen Welt nicht abweichend ist, zum Beispiel Kobilis Angst vor Dämonen, kann in unserem Kontext Geistesgestörtheit gleichen. Aber wie Jamie Glazov in seinem neuesten Buch Jihadist Psychopath festhält: Es gibt hier nicht notwendigerweise einen Widerspruch.

Die Eile Mörder aufgrund von Geistesgestörtheit zu entlasten, weil sie Alkohol oder Cannabis in sich haben, weil ihre brutalen Verbrechen der Vernunft trotzen und weil es leichter ist als den Verbindungen zu Orten wie der Omar-Moschee zu folgen, die die Behörden nicht gehen wollen, spornt islamische Gewalt an.

In Straßburg wurde 2016 Chalom Levy von einem Angreifer niedergestochen, der „Allahu Akbar“ brüllte. Levy trug auf seinem Kopf eine Kippa, eine jüdische Kappe und bereitete sich auf den Sabbat vor.

Levy, der vorher zu einem brennenden Auto geeilt war, um eine darin festsitzende Frau zu retten, konnten den Angreifer abwehren und um Hilfe rennen. Sein Möchtegern-Mörder wurde vor einem Café verhaftet, in das Levy entkommen war.

Die Behörden und die Medien beschrieben eilig die Angreifer als psychisch krank. Und tatsächlich hatte er bereits Zeit in einer Psychiatrie verbracht, nachdem er 2010 einen anderen Juden niedergestochen hatte.

Statt ihn ins Gefängnis zu schicken, wurde er für verhandlungsunfähig erklärt und kam in ein Krankenhaus.

Das geschieht, wenn Mord an Juden durch Muslime aufhört ein Verbrechen zu sein und zu einem psychischen Problem wird, das mit ein wenig Zeit mit dem Spiel mit Puppen, Reden über seine Träume und Pillen schlucken gelöst werden kann.

Die  Zeit wird kommen, in der der Möchtegernmörder wieder jemanden niedersticht. Und derjenige könnte nicht überleben.

Wenn, wie Tariks Psychiater behauptet, „viele Leute, die psychotisch sind, den Koran lesen“ und wie Kolibis Seelenklempner insistierte, „während Wahnepisoden unter Muslimen ein antisemitisches Thema üblich ist“, dann gibt es keine sinnvolle Unterscheidung zwischen muslimischem Terrorismus und Geisteskrankheit. Und wenn man Terrorismus gegen Juden als eine Form von Geisteskrankheit charakterisiert, dann sollte kein Muslim je ins Gefängnis kommen.

Juden oder sonst irgendjemanden im Namen des Islam zu ermorden, ist keine Form von Geistesstörung. Es ist Völkermord.

Das „Amselfeld“: Der 630 Jahre alte Grund dafür, dass Osteuropäer den Islam nicht mögen.

Raymond Ibrahim, 15. Juni 2019

Gemälde der Kosovo-Schlacht von Peter Radicevic, 1987

Warum Osteuropäer unwilliger sind muslimische Migranten aufzunehmen als ihre westlichen Gegenüber, kann zu den Umständen um eine ausschlaggebende Schlacht zurückverfolgt werden, die des Kosovo, die vor genau 630 Jahren, am 15. Juni 1389 stattfand. Darin kämpften muslimische Invasoren gegen osteuropäische Verteidiger oder die Vorfahren der vielen heutigen Osteuropäer, die dem Islam Widerstand leisten.

Weil der Jihad so alt ist wie der Islam, ist er von verschiedenen Völkern die Jahrhunderte hindurch (Araber im Nahen Osten, Mauren/Berber und Afrikaner in Spanien und Westeuropa usw.) betrieben worden. Das erfolgreiche Eindringen des Islam in Osteuropa wurde von den Türken betrieben, insbesondere von dem Stamm, der im westlichsten Anatolien (Kleinasien) siedelte und damit am nächsten an Europa, den osmanischen Türken, benannt nach ihrem Gründer Osman Bey. Als er 1323 im Sterben lag, lauteten seine Abschiedsworte an seinen Sohn und Nachfolger Orhan: „Verbreite den Islam mit deinen Waffen.“

Das machte sein Sohn dann auch; der Reisende Ibn Batutua, der Orhan einst in Bursa traf, beobachtete, dass obwohl der Jihaidist einige hundert byzantinische Festungen erobert hatte, „er nie einen ganzen Monat in einer Stadt blieb“, weil er „ständig gegen die Ungläubigen kämpft und sie belagert“. Christliche Städte fielen wie Dominosteine: 1329 Smyrna, 1331 Nicäa und 1337 Nicomedia. Bis 1340 befand sich ganz Nordwest-Anatolien unter türkischer Kontrolle. Inzwischen und um einen europäischen Zeitgenossen zu zitieren, „trennte die Feinde des Kreuzes und die Mörder der Christen, das sind die Türken, von Konstantinopel lediglich ein Kanal von drei oder vier Meilen.“

Bis 1354 schafften es die osmanischen Türken unter Orhans Sohn Suleiman die Dardanellen zu überqueren und die aufgegebene Festung Gallipoli zu besetzen, womit sie erstmals in Europa Fuß fassten. „Wo es Kirchen gab, zerstörte er sie oder wandelte sie in Moscheen um“, schreibt ein osmanischer Chronist: „Wo es Glocken gab, zerbrach Suleiman sie und warf sie ins Feuer. So gab es anstelle von Glocken Muezzine.“

Von allem christlichen „Dreck“ gereinigt, wurde Galliopoli, wie ein späterer osmanischer Bey prahlte, „der muslimische Hals, der jede christliche Nation verschlingt – der die Christen erstickt und vernichtet.“ Aus dieser zerfallenen, aber strategisch platzierten Festungsstadt begannen die Osmanen einen Terrorfeldzug durch das Land, immer in der Überzeugung, das Werk Gottes zu tun. „Sie leben vom Bogen, dem Schwert und Ausschweifungen, fanden Gefallen daran Sklaven zu nehmen, verschrieben sich Mord, Plünderung, Beutezug“, erklärte Gregory Palamas, ein orthodoxer Metropolit, der in Gallipoli gefangen genommen wurde; er fügte hinzu: „Und sie begehen nicht nur diese Verbrechen, sondern sie glauben sogar – was für eine Verirrung – dass Gott ihnen dafür Anerkennung zollt!“

Nach Orhans Tod 1360 und unter seinem Sohn Murad I. – dem ersten seiner Linie, der den Titel „Sultan“ annahm – begann der westwärts gerichtete Jiahd in den Balkan ernsthaft und war nicht aufzuhalten. Bis 1371 hatte er Teile Bulgariens und Mazedoniens in sein Sultanat annektiert, das nun Konstantinopel so umschloss, dass „ein Bürger das Reich einfach dadurch verlassen konnte, dass er durch die Stadttore ging“.

Es überrascht daher nicht, dass, als Prinzi Lazar von Serbien (geb. 1330) Murads Invasionskräfte 1387 besiegte, „es stürmischen Jubel der Slawen des Balkans gab. Serben, Bosnier, Albaner, Bulgaren, Wallach und Ungarn aus den Grenzprovinzen sammelten sich allesamt um Lazar wie nie zuvor, entschlossen die Türken aus Europa zu vertreiben“.

Murad reagierte auf diese Unverfrorenheit am 15. Juni 1389 im Kosovo. Dort kämpfte eine Koalition mit serbischer Mehrheit, verstärkt durch Kontingente aus Ungarn, Polen und Rumänien – zwölftausend Mann unter der Führung von Lazar – gegen dreißigtausend Osmanen unter der persönlichen Führung des Sultans. Trotz des anfänglichen Gusses türkischer Pfeile donnerte die serbische schwere Artillerie durch die osmanischen Frontlinien und brach den linken Flügel auf; die osmanische Rechte unter Murads älterem Sohn Bayezid schwenkte um und umfasste die Christen. Der chaotische Zusammenstoß ging Stunden weiter.

In der Nacht vor der Schlacht flehte Murad Allah an ihm „die Gunst zu erweisen für den wahren Glauben zu fallen, also um den Märtyrertod.“ Irgendwann gegen Ende der Schlacht wurde sein Gebet erhört. Nach Angaben der Tradition bot Miloš Obilić, ein serbischer Ritter, an zu den Osmanen überzulaufen; seine Bedingung war, dass ihm angeischts seines hohen Rangs erlaubt werde sich vor dem Sultan selbst zu ergeben. Sie brachten ihn vor Murad und nachdem Milos in falscher Unterwerfung niederkniete, stürzte er sich auf den muslimischen Kriegsherrn und rammte ihm einen Dolch tief in den Bauch (andere Quellen sagten: „mit zwei Stößen, die am Rücken wieder austraten“). Die ansonsten langsamen Wachen reagierten damit den Serben in Stücke zu hacken. Blutüberströmt und Blut spuckend lebte Murad lange genug, um zu sehen, wie sein Erzfeind, der inzwischen gefangen genommene Lazar, vor ihn gebracht, gefoltert und enthauptet wurde. Als kleiner Ausgleich mochte das ein Lächeln auf das Gesicht des sterbenden Märtyrers gebracht haben.

Murads Sohn Bayezid übernahm sofort das Kommando. „Seine erste Tat als Sultan bestand darin, über der Leiche seines Vaters den Tod seines Bruders durch Strangulation zu befehlen. Das war Jakub, sein Mitkommandeur in der Schlacht, der sich auf dem Feld einen Ruf und Beliebtheit bei seinen Truppen erworben hatte.“ Als Nächstes brachte Bayezid die Schlacht zu einem entscheidenden Ende; er warf alles, was ihm zur Verfügung stand, auf den Feind, was zum Abschlachten auch des letzten Christen führte – aber noch mehr seiner eigenen Leute in dem Prozess.

Auf das riesige Feld an Leichen strömten derart viele Vögel und schlemmten, dass die Nachwelt sich an den Kosovo als „Amselfeld“ erinnerte. Obwohl das praktisch ein Unentschieden war – oder bestenfalls ein Pyrrhus-Sieg für die Osmanen – fühlten die Serben, mit zu Beginn weniger Ressourcen am Start im Vergleich zum aufkommenden muslimischen Reich, den Schmerz stärker.

In den auf die Schlacht im Kosovo folgenden Jahren wurde die osmanische Kriegsmaschine unaufhaltbar: die Nationen des Balkan wurden von den Muslimen erobert – nachdem es ein Jahrtausend an Jihadkriegen widerstanden hatte, fiel Konstantinopel 1453 selbst dauerhaft an den Islam – und sie blieben Jahrhunderte lang unter osmanischer Herrschaft.

Das kollektive Gedächtnis der Osteuropäer für die nicht allzu weit zurückliegenden Erfahrungen mit und unter dem Islam sollten nie unterschätzt werden, wenn man bedenkt, warum sie im Vergleich zu ihren westlichen, liberalen Gegenübern beträchtlich skeptischer – wenn nicht regelrecht feindselig – dem Islam und seinen Migranten gegenüber sind.

So erklärte der ungarische Premierminister Victor Orbán einmal:

Wir wollen Frankreich, Belgien und alle anderen Länder nicht kritisieren, aber wir glauben, dass alle Länder ein Recht haben zu entscheiden, ob sie eine große Anzahl Muslime in ihren Ländern haben wolln oder nicht. Wenn sie mit ihnen zusammenleben wollen, können sie das. Wir wollen das nicht und ich denke wir haben das Recht zu entscheiden, dass wir keine große Zahl an muslimischen Menschen in unserem Land haben wollen. Die Folgen davon eine große Zahl an muslimischen Gemeinschaften zu haben mögen wir nicht, wie wir sie in anderen Ländern sehen und ich sehe keinen Grund dafür, dass irgendjemand sonst uns zwingen sollte Möglichkeiten zu schaffen in Ungarn auf eine Art zusammenzuleben, die wir nicht haben wollen… Ich muss sagen, wenn es um Zusammenleben mit muslimischen Gemeinschaften geht, sind wir die einzigen, die Erfahrung haben, denn wir hatten die Gelegenheit diese Erfahrung 150 Jahre lang durchzumachen.

Und diese Jahre – von 1541 bis 1699, als das islamisch-osmanische Reich Ungarn besetzte – sind reichlich bestückt mit Massakern, der Versklavung und der Vergewaltigung von Ungarn.

Die Schlacht von Lepanto: Ein militärischer und ein „Sieg für die Moral“ über den Islam

Raymond Ibrahim, 8. Oktober 2019

Zeichnung der Folter und folgenden Häutung von Marco Bragadin, weil er die Einladung zum Islam ablehnte.

Der heutige Tag war geschichtlicher Zeuge eines der umwälzendsten Zusammenstöße zwischen dem Islam und dem Westen – einer, bei dem letzerer ersteren ausnahmsweise zerschlagen und gedemütigt hat. 1570 landeten die muslimischen Türken – im Gestalt des osmanischen Reiches – auf der Insel Zypern, was Papst Pius V. veranlasste 1571 eine Art „Heiliger Liga“ der maritimen katholischen Saaten zu fordern, die vom spanischen Reich geführt wurde. Bevor sie Zypern erreichen und befreien konnten, wurde die letzte Festung in Famagusta durch Verrat eingenommen.

Nach dem Versprechen sicheren Abzugs, wenn sie sich ergeben, hatte der osmanische Kommandeur Ali Pascha – wegen seines frommen Hintergrunds als Müezzinzade („Sohn des Muezzin“) bekannt – sein Wort gebrochen und ein massives Abschlachten begonnen. Er befahl dem Festungskommandeur Marco Antonio Bragadin Nase und Ohren abzuhacken. Ali lud dann den verstümmelten Ungläubigen ein den Islam und das Leben anzunehmen: „Ich bin Christ und so will ich leben und sterben“, antwortete Bragadin. „Mein Körper gehört euch. Foltert ihn, wenn ihr wollt.“

Also wurde er an einen Stuhl gefesselt, wiederholt am Mast einer Galeere hochgezogen und unter  Spott ins Meer fallen gelassen: „Sieh, ob du deine Füße sehen kannst, großer Christ, ob du Hilfe für Famagusta kommen sehen kannst!“ Der verstümmelte und halb ertrunkene Mann wurde dann in die Nähe der St. Nicholas-Kirche getragen – heute eine Moschee – und an eine Säule gebunden, wo er langsam bei lebendigem Leib gehäutet wurde. Die Haut wurde hinterher mit Stroh ausgestopft und zu einer makabren Puppe des toten Kommandeurs genäht; dann paradierte man ihn unter Spott vor den höhnenden muslimischen Eroberern herum.

Die Nachricht davon und andere fortgesetzte Gräueltaten und Kirchenschändungen auf Zypern und Korfu brachten die Heilige Liga auf und sie setzte Segel gen Osten. Ein Blutbad folgte, als die beiden gegnerischen Flotten – 600 Schiffe und 140.000 Mann, von beiden auf osmanischer Seite mehr – schließlich aufeinander trafen und am 7. Oktober 1571 vor der Westküste Griechenlands bei Lepanto zusammenprallten. Ein Zeitgenosse gibt an:

Die größere Heftigkeit der Schlacht dauerte vier Stunden an und war so blutig und entsetzlich, dass die See und das Feuer eins zu sein schienen, rot vor Blut, bedeckt mit maurischen Mänteln, Turbanen, Köchern, Pfeilen, Bögen, Schilden, Rudern, Kisten, Behältern und anderer Kriegsbeute und vor allem menschlichen Leichen. Christen wie Türken, einige tot, andere verwundet, manche auseinandergerissen und wieder andere noch nicht ihrem Schicksal ergeben im Todeskampf, ihre Kraft mit dem Blut aus ihren Wunden dahinschwindend, das in solchen Mengen floss, dass das gesamte Meer davon gefärbt war, aber trotz all des Leides waren unsere Männer nicht von Mitleid für den Feind bewegt … Obwohl sie um Gnade bettelten wurde auf sie geschossen und mit Piken eingestochen.

Der Schlüsselmoment kam, als die Flaggschiffe der gegnerischen Flotten, die osmanische Sultana und die christliche Real, ineinander krachten und sich gegenseitig enterten. Chaos setzte ein, als überall Männer miteinander rangen, selbst die Großadmiräle wurden in dem Getümmel gesehen. Ali Pascha feuerte Pfeile und Don Juan schwang den Säbel und das Kriegsbeil, jeweils eins davon in jeder Hand.

Am Ende „gab es eine unendliche Zahl Toter“ auf der Real, während „eine enorme Anzahl großer Turbane, die so zahlreich zu sein schienen wie es der Feind gewesen, auf der rollenden Sultana zu sehen waren – die Köpfe noch darin.“ Der Don tauchte lebend auf, der Pascha jedoch nicht.

Frühes Gemälde der Schlacht von Lepanto

Als die Mitglieder der türkischen Zentral-Flotte Alis Kopf auf einer Pike auf der Sultana sahen und ein Kreuz, wo vorher die Flagge des Islam flatterte, setzte massive Demoralisierung ein und der Nahkampf auf dem Wasser war bald vorbei. Die Heilige Liga verlor zwölf Galeeren und zehntausend Mann, aber die Osmanen verloren 230 Galeeren – von denen 117 von den Europäern gekapert wurden – und dreißigtausend Mann. Es war ein Sieg erster Klasse und die gesamte Christenheit – katholisch, orthodox und protestantisch – jubelte.

Praktisch gesprochen änderte ich jedoch wenig. Zypern wurde von der Heiligen Liga nicht befreit. „Indem wir euch Zypern abrangen, haben wir euch einen Arm abgeschlagen“, erinnerten die Osmanen den venezianischen Botschafter ein Jahr später. „Indem ihr [bei Lepanto] unsere Flotte besiegt habt, habt ihr uns den Bart geschoren. Ein einmal abgeschlagener Arm wird nicht wieder nachwachsen, aber ein geschorener Bart wächst dem Rasierten um so besser nach.“

Trotzdem bewies der Sieg, dass die erbarmungslosen Türken, die in vorangehenden Jahrzehnten und Jahrhunderten einen Großteil Osteuropas erobert hatten, aufgehalten werden konnten. Lepanto legte nahe, dass die Türken mit einem Frontalangriff besiegt werden konnten – zumindest auf dem Meer, das seit kurzem die neuesten Jagdgründe der islamischen Mächte geworden war. Wie Miguel Cervantes, der bei der Schlacht dabei war, den Don Quixote so bewegt sagen ließ: „Dieser Tag … war für die Christenheit so freudig, weil die ganze Welt erfuhr, wie falsch es gewesen war zu glauben, die Türken seien auf See unsichtbar.“

Moderne Historiker bestätigen diese Einstellung. Der Militärhistoriker Paul K. Davis gibt an: „Mehr als ein militärischer Sieg war Lepanto einer für die Moral. Jahrzehnte lang hatten die osmanischen Türken Europa Angst eingejagt und die Siege von Süleiman dem Prächtigen verursachten dem christlichen Europa schwere Sorgen … Christen jubelten über diesen Rückschlag für die Osmanen. Der Nimbus der osmanischen Macht wurde durch diese Schlacht beträchtlich getrübt und das christliche Europa ermutigt.“

Egal wie spektakulär, der Seesieg konnte jedoch die Macht nicht erschüttern, die vor allem eine Landmacht war – so dass mehr als ein Jahrhundert später, 1683, rund 200.000 bewaffnete Osmanen bis nach Wien vorgedrungen waren und es belagerten.

Aber das – und was danach bis heute geschah – ist eine andere Geschichte.

Die vielen Gesichter des Jihad

Raymond Ibrahim, 26 August 2019 (FrontPage Magazine)

Eine der langjährigsten Rechtfertigungen für den Islam lautet, dass das arabische Wort Jihad nicht „heiliger Krieg“ bedeutet, wie frühe Forscher (zumeist Orientalisten) es oft übersetzten. Stattdessen, werden wir wiederholt erinnert – besonders von den notorischen Weißwäschern des Islam – dass Jihad einfach „sich bemühen“ für etwas bedeutet, ohne notwendige Konnotation zu Gewalt.

Das stimmt zwar absolut, doch ironischerweise unterstreicht es auch nur, wie gefährlich, vielgesichtig und zersetzend der Jihad in Wahrheit ist.

Lassen Sie uns mit der Ethymologie beginnen. So übersetzt das maßgebliche Dictionary of Modern Written Arabic von Hans Wehr die Drei-Konsonanten-Wurzel j-h-d (von der das Wort Jihad sich ableitet): „streben, sich bemühen, hart arbeiten, bestrebt sein, und sich wegen oder für etwas [nämlich dem Islam] erschöpfen“.

1961 veröffentlicht – das heißt vor dem Zeitalter der politischen Korrektheit – legt das akademisch rigorose Wörterbuch auch Wert darauf, unter j-h-d und das passende Wort jihad zu schreiben und dieses als „Kampf, Schlacht“ zu übersetzen; „Jihad, heiliger Krieg gegen die Ungläubigen als eine religiöse Pflicht“.

Es gibt einen sehr guten Grund für diese eingetragene Unterkategorie. Historisch offenbarte sich der Jihad natürlich als ein „heiliger Krieg gegen Ungläubige“; er kreiste um die Ausweitung (gelegentlich, wie während der Kreuzzüge, Verteidigung) der Grenzen des Islam.

Jahrhundert um Jahrhundert bestand die einzige Art, wie muslimische Imperien auf nichtmuslimisches Territorium ausgedehnt werden konnten, in offensiver Kriegsführung. Nichtmuslime, pflichteifrig ihrem Glaubens und Erbe gegenüber, wollten sich dem Islam nicht ohne Kampf unterwerfen; Militär – islamische Invasion und Eroberung – war die einzige Möglichkeit.

Die Zeiten haben sich geändert. Mit dem modernen, meteorhaften Aufstieg des Westens – wirtschaftlich, militärisch und wissenschaftlich – hat eine laxe, wenn nicht gar leichtgläubige Einstellung obsiegt, die es einigen Muslime erlaubt mit der Wurzel der Bedeutung des Jihad zu spielen. Wenn sie den Ungläubigen nicht länger mit Hilfe von konventionellem Krieg unterwerfen können, dann können sie zumindest aus der erwähnten Definition zitieren: „sich bemühen, hart arbeiten, bestrebt sein, und sich wegen oder wegen etwas erschöpfen“ – und zwar den Islam stärker als den Westen zu machen. xxx

Eine der offensichtlichsten Möglichkeiten, die sowohl im Koran als den Hadithen empfohlen wird, kennt man als jihad al-mal – der „Geld-Jihad“. Statt physisch am Jihad teilzunehmen, unterstützt ein Muslim ihn finanziell oder materiell. Das war früher die Verantwortung des Kalifats; heutzutage und ohne Kalifat finanzieren Alltagsmuslime – einschließlich der im Westen lebenden – den Jihad mit ihren zakat oder „Almosen“. Zum Beispiel wies die US-Regierung die Holy Land Foundation – einst die größte islamische Wohlfahrtsorganisation in den USA – als Terrororganisation aus, die sich der Finanzierung des Jihad/Terrorismus gegen Israel widmete.

Zwei andere „Unternehmungen“ sind subtiler. Früher nutzlos gegen Europäer der Vormoderne, sind sie heute beide höchst effektiv gegen deren westliche Nachkommen – und werden von diesen weithin ignoriert.

Die erste ist der demografische Jihad – auch als „Baby-Jihad“ bekannt (jihad al-wilada). Muslimische Männer „streben“ danach sich mit so vielen Frauen wie möglich zu vermehren – muslimisch oder nichtmuslimisch – um die Reihen der Muslime gegenüber zunehmend  unreproduktiven Ungläubigen zu ehren. Das ist nicht nur eine wollüstige Rationalisierung für rechtswidrigen Sex; islamische Geistliche loben dieses „Bemühen“ als legitimen Jihad. Sein Erfolg ist in Westeuropa sichtbar, wo einige Regionen heute mehr neugeborene Babys namens Mohammed haben als traditionelle, lokale Namen. Das ist der wahre Impuls hinter dem Mantra „der Islam ist die am schnellsten wachsende Religion der Welt“.

Die andere besonders effektive Form des „Strebens“ hat viele arabische Namen, jihad al-kalam, jihad al-lissan, jihad al-galan –der Jihad der Worte, der Zungen, der Stifte – und kann mit Hilfe eines einzelnen Wortes verstanden werden: Propaganda. Ob schriftlich oder mündlich, hier besteht der Hauptzweck der Muslime darin den Islam mächtig zu machen und/oder den Westen zu demoralisieren. Dieser Jihad taucht in der Regel als Verteidigung des Islam und Polemik gegen den Westen auf – und vieles davon ist durch und durch gelogen ist; er kommt von muslimischen Akademikern, Aktivisten,  Journalisten, Politikern und anderen.

Zum Beispiel als der Schriftsteller Qasim Raschid seinen „Stift“ verwendete, um die ungläubige Leserschaft der Washington Post zum Wort Jihad zu täuschen – mit der Aussage, das gelte nur für defensiven, niemals für offensiven Krieg – betrieb er selbst Jihad. Ein weiteres aktuelles Beispiel betrifft das Council of American-Islamic Relations (CAIR), einen „Mitverschwörer“ der erwähnten Holy Land Foundation, das sich als „Bürgerrechtsgruppe“ ausgibt. Um das Wissen des US Army War College dazu lahmzulegen, wie man islamischen Terrorismus erfolgreich bekämpft, schrie CAIR „Rassismus“, was das College prompt zu Appeasement veranlasste.

Kurz gesagt: Ja, das Wort „Jihad“ meint nicht einfach „heiliger Krieg“ um den Islam stärker als die Ungläubigen zu machen; er bedeutet alle „Bestrebungen“, jede Art von „Streben“ oder „Mühe“, die den Islam gegenüber den Ungläubigen stärkt. Diese Tatsache anzuführen, wie die Apologeten es oft tun, sollte nicht weniger, sondern mehr Besorgnis bezüglich des Jihad schaffen.

Über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart nachzudenken bietet eine abschließende Lektion: Historisch hat keine Menge an Worten – Lügen, Propaganda, sogar Schmeicheleien – jemals ausgereicht den Islam stärker als den Westen zu machen. Die Europäer vor dem 20. Jahrhundert zu beschuldigen „islamophob“, „rassistisch“ zu sein oder „Multikulturalismus“ dringend zu benötigen, war, wie man sich vorstellen kann, nutzlos. Dazu brauchte es – Invasionen und Eroberungen (wie ich es in Sword and Scimitar umfassend dokumentiert habe) – altmodische Kriegsführung.

Heute bleiben viele Muslime auf den Jihad gegen den Westen und seiner Unterwerfung eingeschworen. Aber auch wenn sie nicht auf konventionellen Krieg zurückgreifen können – sie müssen das auch nicht. Worte, Worte und mehr Worte – verdreht und falsch und doch immer noch den Westen manipulierend – reichen völlig aus.

Vergewaltigung und Sklaverei: Der tatsächliche „kulturelle Austausch“ des Islam mit dem Westen

Das British Musuem versucht einer üblen Wahrheit entgegenzutreten, die in westlicher lange festgehalten wurde.

Raymond Ibrahim, FrontPage Mag, 16. August 2019

Das British Museum kündigte vor kurzem eine „Sonderausstellung“ an, die im Oktober 2019 eröffnet werden soll und den Titel „Inspired by the East: How the Islamic World Influenced Western Art“ trägt (Inspiriert vom Osten: Wie die islamische Welt die westliche Kunst beeinflusste). Nach Angaben des Museums soll sie „Stereotype“ zu Muslimen überwinden und wird „hervorheben, wie ausgiebig und andauernd der kulturelle Austausch zwischen dem Westen und der islamischen Welt gewesen ist“.

Es gibt natürlich einen weniger bewundernswerten „kulturellen Austausch zwischen dem Westen und der islamischen Welt“, der Generationen von europäischen Malern „beeinflusste“ – einen, der erst vor kurzem Schlagzeilen machte, viele auf beiden Seiten des Atlantiks „triggerte“ und möglicherweise diese neue Ausstellung in Reaktion darauf auslöste: die sexuelle Versklavung europäischer Frauen durch Muslime.

Um den Mai 2019 – und um die offensichtliche Bedrohung herauszuheben, die muslimische Migranten für deutsche Frauen darstellen – begann die Alternative für Deutschland (AfD), eine 2013 gegründete politische Partei, ein Gemälde zu verwenden, das 1866 in Frankreich erschaffen wurde und den Titel „Sklavenmarkt“ trägt. Das Gemälde zeigt „einen schwarzen, offenbar muslimischen Sklavenhändler, der für eine Gruppe Männer eine nackte junge Frau mit weit hellerer Haut zur Untersuchung zur Schau stellt“, wahrscheinlich in Nordafrika. Die AfD setzte Bilder des Gemäldes auf Plakate mit dem Slogan: „Damit Europa nicht zu Eurabia wird.“

Der Direktor des Clark Art Institute in Williamstown (Massachusetts), das das Originalgemälde ausstellt, reagierte mit einem heftigen Protest und forderte die deutsche Partei auf „die Verwendung dieses Gemäldes zu unterlassen“ (obwohl es im öffentlichen Raum gezeigt wird). Andere Elemente in Deutschland reagierten mit Taten, so dass „Partei-Mitarbeiter wiederholt neue Plakate aufhängen mussten, nur um zu erleben, dass sie in der nächsten Nacht wieder zerstört wurden“.

Was soll man von all dem halten? Objektiv porträtiert das fragliche Gemälde „Sklavenmarkt“ eine Realität, die sich im Verlauf der Jahrhunderte unzählige Male abgespielt hat: Muslime aus Afrika und dem Nahen Osten haben es schon lange auf europäische Frauen abgesehen – dermaßen, dass sie über die Jahrhundert Millionen von ihnen versklavt haben.

Die muslimische Nachfrage nach – in den Worten eines Historikers – „Blondinen mit weißer Haut, mit glattem Haar und blauen Augen“ ist bis zum Propheten des Islam, Mohammed, zurückzuverfolgen, der seine Anhänger damit lockte Jihad gegen das benachbarte Byzanz zu führen, indem er anführte, blonde („gelbe“) Frauen würden als potenzielle Konkubinen auf sie warten.

Mehr als ein Jahrtausend lang danach überredeten islamische Kalifate, Emirate und Sultanate – der Variante Araber, Berber, Türken und Tataren – ebenfalls ihre Männer zum Jihad gegen Europa, indem sie dessen Frauen anführten (und später sexuell versklavten). Entsprechend, schreibt Dario Fernandez-Morera, wurde al-Andalus [das islamische Spanien], weil die Omajjaden blonde und rothaarige Frauen aus Franken und Galizien besonders schätzten, zum Zentrum für den Handel und die Verteilung von Sklavinnen“.

Tatsächlich war die unersättliche Nachfrage nach hellhäutigen Frauen so groß, dass es nach Angaben von M.A. Khan, einem indischen Autor und ehemaligen Muslim, „unmöglich ist den Islam vom Wikinger-Sklavenhandel zu trennen, weil die Versorgung absolut dazu gedacht war die nicht nachlassende Nachfrage nach hochpreisigen weißen Sklavinnen“ und „weißen Sex-Sklavinnen zu stillen“. Emmet Scott geht weiter und argumentiert: „Es war die Nachfrage des Kalifats nach europäischen Sklavinnen, die das Wikinger-Phänomen überhaupt erst herbeiführte“.

Was Zahlen angeht, gab es nach Angaben der konservativen Schätzung des amerikanischen Professors Robert Davis „[allein] von1530 bis 1780 fast mit Sicherheit eine Million und höchstwahrscheinlich bis zu eineinhalb Millionen weiße, europäische Christen, die von Muslimen der Berberküste versklavt wurden“, d.h. in Nordafrika, dem vielsagenden Schauplatz des Gemäldes. 1541 „wimmelte Algier vor christlichen Gefangenen [aus Europa] und es wurde zum allgemeines Sprichwort, dass ein christlicher Sklave selten ein fairer Tausch für eine Zwiebel war“.

Ohne zahllose sexuell versklavte europäische Frauen – manche aus so fernen Orten wie Dänemark und sogar Island entführt – die für den Preis von Gemüse verkauft wurden, wundert es kaum, dass europäische Beobachter im späten 18. Jahrhundert vermerkten, dass „die Einwohner von Algier eine recht weiße Hautfarbe haben“.

Um den habgierigen und unermüdlichen Drang der muslimischen Sklavenindustrie weiter zu unterstreichen, bedenken Sie Folgendes: Ihren ersten Krieg führten die Vereinigten Staaten – noch bevor sie einen Präsidenten wählen konnten – gegen dieselben islamischen Sklavenhändler. Als Thomas Jefferson und John Adams den Botschafter der Berber fragten, warum seine Landsleute amerikanische Seeleute versklavten, „antwortete der Botschafter uns, dass es in den Gesetzen ihres Propheten begründet sei, dass es in ihrem Koran geschrieben stand, dass … es ihr Recht und ihre Pflicht sei Krieg gegen sie [Nichtmuslime] zu führen, wo immer sie zu finden seien und alle zu Sklaven zu machen, die sei gefangen nehmen können“.

Man kann sagen, dass die Lage für Osteuropäer schlimmer war; die Sklavenmärkte des osmanischen Sultanats waren Jahrhunderte lang so überflutet mit Sklavenfleisch, dass Kinder für Pfennige verkauft wurden, „eine sehr schöne Sklavin wurde für ein Paar Stiefel getauscht und vier serbische Sklaven wurden für ein Pferd gehandelt“. Auf der Krim wurden etwa drei Millionen Slawen von den Tataren, muslimischen Verbündeten der Osmanen, versklavt. „Die jüngsten Frauen wurden für schmalose Genüsse behalten“, beobachtete in Litauer im siebzehnten Jahrhundert.

Ähnliche Gemälde wie das fragliche – so Jaroslav Čermák’s „Die Entführung einer herzegowinischen Frau“ (1861) – porträtieren diese osteuropäischen Realitäten: „Verstörend und extrem aufrüttelnd stellt es eine weiße, nackte Christin dar, die von den osmanischen Söldnern aus ihrem Dorf entführt wird, die ihren Ehemann und ihr Baby getötet haben.“

Selbst die Einzelheiten des Gemäldes/Posters „Sklavenmarkt“, das eine nackte und hellhäutige Sklavin darstellt, die von potenziellen Käufern begrabscht wird, geben die Realität wieder. Auf Grundlage eines Dokuments aus dem zwölften Jahrhundert, das sich mit Sklavenauktionen in Cordoba beschäftigt, rieben die muslimischen Händler „die Sklavenmädchen mit dunklerer Haut mit Salben ein, um sie ‚hübscher‘ zu machen“. Dann kleidete der muslimische Händler „sie alle in transparente Kleider“ und „sagt den Sklavenmädchen, sie sollten sich alten Männern und schüchternen Männern unter den potenziellen Käufern gegenüber kokett verhalten, um sie vor Verlangen verrückt zu machen“.

Kurz gesagt: Empörung über die Verwendung des Gemäldes „Sklavenmarkt“ durch die Alternative für Deutschland – die zum Teil von der neuen Ausstellung des British Museum als „Gegenmittel für Stereotype“ initiiert sein dürfte – ist nur ein weiterer Versuch die Wahrheiten der muslimisch/westlichen Geschichte zu unterdrücken und zu beschönigen, besonders ihre krasse Fortsetzung in der Gegenwart. Denn die Kernaussage dieses Gemäldes – muslimische Männer, die hellhäutige Frauen begrabschen und sie sexuell ausnutzen – hat in ganz Westeuropa ein alarmierendes Niveau erreicht, besonders in den beiden fraglichen Staaten Deutschland und Großbritannien.

Anmerkung: Die oben wiedergegebenen historischen Ereignisse, Statistiken und Zitate – und weitere dieser Art – sind in dem Buch des Autors vollständig dokumentiert: Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West

Der gefährliche Drang Islamophobie mit Antisemitismus abzugleichen

Islamophobie gründet, wie ein Großteil des muslimischen Diskurses, auf Besitzergreifung und Umkehrung der jüdischen Erfahrungen und Prinzipien.

Melanie Phillips, JNS.org, 27. Juni 2019

Die in Somalia geborene Kongressabgeordnete Ilhan Omar (Demokratin, Minnesota), die eine Reihe antisemitischer Äußerungen getätigt hat, ist derzeit in eine Kontroverse um ihre Ehegeschichte verwickelt. Als die Behauptungen um ihre Bigamie und Immigrationsbetrug 2016 erstmals aufkamen, beschuldigte Omar die involvierten Journalisten der „Islamophobie“.

Omar erhob zudem eine Behauptung, die immer mehr zu hören ist: dass Muslime nur deshalb als Antisemiten bezeichnet werden, weil sie Muslime sind. Mit anderen Worten: Jeder, der muslimischen Antisemitismus anprangert, ist islamophobisch.

Diese verdrehte Behauptung ist eine Art muslimischen Antisemitismus unaussprechbar zu machen.

Die Behauptung ist zusammen mit der Botschaft zu hören, das Islamophobie das Äquivalent des Antisemitismus ist – eine Gleichsetzung, die auch von der Führung des britischen Judentums gemacht wird. Das ist erschreckend, weil es eine moralisch bankrotte und gefährliche Äquivalenz ist.

Zwar sind einige Menschen gegenüber Muslimen echt vorurteilsbelastet – so wie einig jeden hassen oder fürchten, der nicht wie er selbst ist – aber Islamphobie wurde von der Muslimbruderschaft als Möglichkeit erfunden legitime Diskussion jeglicher Fehler in der islamischen Welt zum Schweigen zu bringen.

Vor ein paar Tagen intensivierte Pakistan den Druck. Die UNO-Initiative stützend sagte Pakistans Botschafterin Maleeha Lodhi, Islamophobie sei „heute der am stärksten vorherrschende Ausdruck von Rassismus und Hass gegen ‚den Anderen‘.“

Das ist völlig falsch. Abgesehen von der Tatsache, dass der Islam keine Rasse, sondern eine Religion ist, ist der wahre Hass auf „den Anderen“ heute Antisemitismus. Und diejenigen, die dieses Gift aus Prinzip streuen, sind die politisch Linken zusammen mit der muslimischen Welt.

In Großbritannien ist die Labour Party erschüttert von seuchenartigem Antisemitismus ihrer Mitglieder. Eine detaillierte Umfrage der Universität Oslo aus dem letzten Jahr stellte fest, dass in Skandinavien, Deutschland, Großbritannien und Frankreich die meiste antisemitische Gewalt von Muslimen verübt wird.

Das ist wegen des als Islamophobie bezeichneten Terrors weitgehend unsagbar; diese ist Hohn, der gegen jeden angewendet wird, der muslimischen Antisemitismus anprangert. Aus diesem Grund ist die Erklärung von UNO-Generalsekretär António Guterres von dieser Woche, er würde „weiterhin antisemitischen Rassismus und jede andere Form von Hass anprangern“, womit aber auch alle Kritik am Islam unter exakt diesem Schirm verboten werden soll, gefährliche Heuchelei.

Denn muslimischer Antisemitismus schürt und legitimiert westlichen Antisemitismus und seine zeitgenössischen Mutationen: Antizionismus und die Dämonisierung und Delegitimierung Israels. Die Weigerung Muslime zu kritisieren bedeutet, dass der überreizte Diskurs antijüdischen Hasses, der durch die islamische Welt strömt, besteht aus Ritualmordvorwürfen, verwirrten Verschwörungstheorien und paranoiden Fantasien, die in der breiteren westlichen Gesellschaft normal geworden ist.

Muslimische Ideologen erklären offen, dass das, was sie vor allem motiviert, ihr Hass nicht nur auf Israel, sondern auf die Juden ist.

Der Führer der Hisbollah, Scheik Hassan Nasrallah, hat gesagt: „Wenn wir die gesamte Welt nach einer feigeren, abscheulicheren, schwächeren und kraftloseren Person absucht, was Psyche, Geist, Ideologie und Religion angeht, würden wir niemanden wie den Juden finden. Beachten Sie, dass ich nicht Die Israelis sage.“

Früher diesen Monat sagte der irakische Kleriker Abd Al-Salam Zain Al-Abidin im irakischen Fernsehen, dass der Koran sich so sehr auf die Juden konzentriert, wie er es tut, weil sie der „Erbfeind“ der Muslime sind.

Die palästinensischen Araber pumpen psychotische, naziartige Ehrverletzungen und Verleumdungen gegen Juden hinaus. Ende letzten Jahres sagte ein Prediger, typisch für das PA-Fernsehen, Juden „geben ihre Krallen, wann immer sich ihnen die Chance bietet … immer kämpfend, immer intrigierend und immer Verschwörungen gegen die Menschheit anzettelnd…“

Die erstickenden Auswirkungen des Islamophobie-gleicht-Antisemitismus-Sprachbildes bedeutet allerdings, dass wenige das Konzept der Islamophobie selbst fundamental antijüdisch ist.

Der Grund ist, dass Islamophobie, wie ein Großteil des muslimischen Diskurses, auf einer Inbesitznahme und Umkehrung jüdischer Erfahrung und Prinzipen gründet.

Die Islamisten erfanden „Islamophobie“, weil sie das bekommen wollten, von dem sie (fälschlich) glaubten), es seien die Vorteile des Antisemitismus für die Juden – Schutz vor Kritik. Das ist der Grund, dass sie behaupten, die beiden seien gleich.

Aber der große Unterschied ist, dass Antisemitismus ein wahres Vorurteil ist, denn Juden sind unschuldig, was die ihnen zugeschriebenen grotesken Untaten angeht. Im Gegenteil, während viele Muslime anständige Leute sind, die keiner Fliege etwas zuleide tun würden, ist der Islam eine reale, historische Quelle der Unterdrückung, fanatischen Gewalt und Kolonialkriege.

Immer wieder mal macht sich muslimisches Denken jüdische Erfahrungen zueigen und kehrt sie um, damit man Israel und die Juden dämonisieren kann.

Die Juden sind das einzige Volk, für das das Land Israel je das nationale Königreich war, hundert Jahre bevor der Islam auch nur gegründet wurde. Trotzdem sagen die Muslime (lächerlicherweise), dass sie das Eingeborenenvolk im Land sind.

Gazas islamistische Kriegsherren begehen Kriegsverbrechen, indem sie auf israelische Zivilisten zielen. Dennoch sagen Muslime, Israel sei Kriegsverbrechen schuldig, obwohl die IDF heldenhaft alles unternimmt, um keine arabischen Zivilsten zu töten und ein Verhältnis von toten Zivilisten zu Kämpfern, die drei- bis viermal besser ist, als das von amerikanischen oder britischen Streitkräften in ihren Kriegen erzielten.

Juden wurden aus arabischen Ländern ethnisch gesäubert; trotzdem behaupten Muslime, Israel würde die Palästinenser ethnisch säubern, eine aberwitzige Behauptung, bedenkt man, dass die arabische Bevölkerung in den umstrittenen Gebieten und dem Gazastreifen sich seit 1948 mehr als vervierfacht hat.

Israel gibt allen Juden das Recht nach Israel zurückzukehren; die Muslime behaupten ein „Rückkehrrecht“ in ihren angeblichen Staat Palästina zu haben, nicht Israel. Sie behaupten die Palästinenser seien die „neuen Juden“ der Welt.

In Großbritannien beschuldigt eine Kampagne der ehemaligen Vorsitzenden der Konservativen Partei, Baroness Warsi, Islamophobie zu ächten, die konservative Partei der institutionellen Islamophobie und der Leugnung der Islamophobie. Das ist eindeutig ein Versuch britischer Muslime sich die moralische Überlegenheit anzueignen, die heute angeblich die britischen Juden als Resultat des nicht angesprochenen Antisemitismus in der Labour Party belegt wird.

Antijüdische Aneignung und Umkehr sind für den Islam fundamental. Ein Grund, warum die Existenz Israels als jüdischer Staat Anathema ist, besteht darin, dass der Islam lehrt, die realen, authentischen Juden seien … die Muslime. Das erklärte Osama bin Laden in seinem Brief an das amerikanische Volk:

„Es sind die Muslime, die die Erben Mose (Friede sei mit ihm) sind und die Erben der wahren Thora, die nicht verändert wurde. … Wenn die Anhänger Moses in der Thora ein Recht auf Palästina versprochen worden ist, dann sind die Muslime die Nation, die dessen würdig ist.“

Da fromm Muslim glauben, der Islam sei perfekt und alles andere sei Gebiet des Teufels, wird muslimische Aggression gegen Juden und andere zu Selbstverteidigung, während Verteidigung dagegen zur Aggression wird.

Alle, die die Sache der Palästinenser befürworten, machen bei dieser surrealen Agenda der Aneignung und Umkehrung mit. Im Gegenzug spielt das direkt dem postmodernen Diskurs im Westen in die Hände, wo in Übereinstimmung mit dem Dogma der säkularen Ideologien vom Multikulturalismus bis zur Umweltschutzreligion Lügen als Wahrheit geglaubt werden und Wahrheit als Lügen verachtet wird.

Wie der Islam gründen diese Ideologien ebenfalls darauf die Welt perfektionieren zu wollen, Agenden, die keinen Widerspruch dulden und die verlangen, dass Abweichler vernichtet werden.

Wenn Sie das Gefühl haben in einem furchterregenden, verwirrenden und unheimlichen Spiegelkabinett zu Antisemitismus, Israel und Islamophobie zu leben, dann ist das der Grund dafür.

Können Muslime vom Zionismus lernen?

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Die Ursprünge des zeitgenössischen europäischen Antisemitismus entstammen weit verbreiteter, uralter negativer Stereotype zu Juden. Mehr als tausend Jahre ist es Juden nicht möglich gewesen in Europa über längere Zeiträume in Frieden zu leben. Negative Einstellungen gegenüber Juden sind mit der europäischen Kultur seit vielen Jahrhunderten verwoben. Das zeitgenössische Symbol der Gefühle der Unsicherheit der europäischen Juden ist die Notwendigkeit der Bewachung von Synagogen und jüdischen Institutionen.

Die Geschichte des Antisemitismus unterscheidet sich enorm von der der Islamophobie. Die Wurzeln Letzterer in Westeuropa sind jung. Islamophobie schreibt allen Muslimen negative Charakterzüge zu. Anscheinend übernehmen Muslime heute allmählich die Rolle der Hauptaußenseiter in Europa von den Juden. Das wird von einer Reihe Faktoren ermöglicht. Einer davon ist, dass es in Westeuropa bis zu 20 Millionen Muslime gibt. Die Zahl der Juden beträgt weniger als 1,5 Millionen.

Es gibt andere, weniger sichtbare Faktoren. Zu diesen gehört, dass der Islam eine Missionierungsreligion ist. Fast alle Muslime oder ihre Vorfahren kamen erst während der letzten Jahrzehnte in Westeuropa an. Einige von ihnen versuchten einheimische Europäer zu konvertieren und sie von der Leitkultur des Kontinents abzubringen. Das immens schlimme Betragen einiger Muslime spielt bei der Islamophobie ebenfalls eine Rolle. Ein Großteil des muslimischen Terrorismus hängt mit der Sichtweise der Kriminellen zu den islamischen Bräuchen zusammen. Der Ruf „Allahu Akbar“, der muslimische Terroranschläge manchmal begleitet, drückt das aus.

Terroristische und kriminelle Taten stärken weit verbreitete negative Stereotype gegenüber allen Muslimen. Es spielt keine Rolle, ob sie Salafisten sind oder Nichtgläubige. In der Denkweise von Europäern, die diese insgesamt negativen Stereotype glauben, sind alle Muslime gleich. Für viele ist die Unterscheidung zwischen Islamisten und Muslimen ein Spiel für die politisch Korrekten. Die Erklärung „Der Islam gehört zu Europa“, die von Politikern manchmal abgegeben wird, wird ähnlich gesehen.

Es gibt verschiedene Gründe für diesen Anstieg von nationalistischem Populismus in den meisten Ländern Westeuropas. Terrorismus im Namen des Islam, extreme Kriminalität seitens mancher Muslime und muslimische Forderungen an die Gesellschaft sind nur ein Teil davon. Populistische Parteien nutzen sie jedoch als zentrales Mittel in ihrer Propaganda. Viele andere haben zudem verstanden, dass der Multikulturalismus ein unangebrachtes Konzept ist. Ohne eine Leitkultur werden die europäischen Gesellschaften stetig weiter ausgehöhlt.

Es ist viel daraus zu lernen, wie die muslimische Realität in Europa von einem Insider gesehen wird. Der ehemalige Leiter des deutschen Bundesamts für Verfassungsschutz, Hans Georg Maaßen sagte bei einem Vortrag vor kurzem über die Diskussion des poltischen Islam: „Der Extremismus ist leise und wird aus meiner Sicht vielfach unterschätzt“.[1] Er stellte heraus, dass das ein Ergebnis der Konzentration der Aufmerksamkeit auf Terrorismus ist. Maaßen fügte hinzu: „Es sind keine Hit-Teams, die den Islamismus bei uns regelmäßig verbreiten.“ Er bemerkte weiterhin, dass die Protagonisten des politischen Islam oft gut gebildet sind und als gut integriert gelten.

Maaßen beschwerte sich, dass es im Kampf gegen den radikalen Islam keine Unterstützung durch moderate oder säkular Muslime gibt, besonders angesichts der Tatsache der Vielzahl kleiner Muslimorganisationen in Deutschland. Er machte dann eine potenziell explosive Anmerkung, die von den Medien kaum bemerkt wurde. Maaßen sagte, es sei extrem schwierig muslimische Organisationen anzuführen, die nicht von den deutschen Geheimdiensten beobachtet werden.“

Er ging noch weiter und sagte, die Behörden bezuschussen manchmal muslimische Organisationen, obwohl sie von den Inlandsgeheimdiensten vor ihnen gewarnt werden. Er fasst die deutsche Situation so zusammen: Islamisten im Land können vieles tun, was in arabischen Staaten nicht erlaubt ist. Maaßen bezeichnete die Lage in Deutschland als „einen Wilden Westen für Islamisten“.[2] Wenn diese Ansichten des Geheimdienstes von den Medien übernommen werden, wird es die Position der Muslime in der deutschen Gesellschaft weiter verkomplizieren.

Um den Beginn des 20. Jahrhunderts begannen die Zionisten sich zu organisieren. Die Gründer der Bewegung erkannten, dass sie unabhängig davon, was Juden machten, niemals „normale“ Bürger Europas sein würden. Juden bleiben Außenseiter, egal, wie viel einige für die europäischen Gesellschaften in den Naturwissenschaften, der Industrialisierung, der Medizin, Wohltätigkeit und vielen anderen Bereichen geleistet haben. Ein paar Jahrzehnte später sollten Assimilation und illusionäre Integration in die Mainstream-Gesellschaften keinen Juden vor den Gaskammern schützen.

Somit führten negative Stereotype über Juden, ursprünglich von der Christenheit vorangetrieben und von der Nazi-Propaganda weiter hochgeschaukelt, in den Völkermord des Zweiten Weltkriegs. Es gab über die deutschen und österreichischen Anhänger der völkermörderischen Nazi-Ideologie hinaus viele, die kollaborierten. Heutzutage beschäftigen sich viele Juden mit der Frage, ob es für sie und insbesondere für ihre Kinder in Europa überhaupt eine Zukunft gibt. Daher sind die Dogmen des Zionismus immer noch von Bedeutung.

Wenn Juden Zweifel bezüglich ihrer Zukunft in Westeuropa haben, sollten Muslime die ihre auch infrage stellen? Ein neuer Holocaust an ihnen ist unwahrscheinlich. Werden antimuslimische Bewegungen, die in den letzten Jahrzehnten begonnen haben sich organisieren, verschwinden oder an Stärke zunehmen? Der Grad der Empfindungen ihnen gegenüber mag von Land zu Land unterschiedlich sein. Eine Vielzahl an Faktoren wird den Ausgang beeinflussen. Können Muslime realistisch hoffen sich in Europa voll zu integrieren?

Wird all dies zu einer bedeutenden Bewegung bei europäischen Muslimen führen sich zu überlegen, dass sie in muslimischen Ländern besser aufgehoben sind, selbst wenn diese ärmer sein sollten? Es gibt auch ideologische Strömungen im Islam, die behaupten, dass Muslime in Ländern leben sollten, in denen der Islam die vorherrschende Religion ist. Inzwischen geht der Netto-Zustrom von Menschen aus muslimischen Ländern nach Europa weiter.

Das Hauptproblem der zionistischen Führung war, dass es kein jüdisches Land gab, in das man gehen konnte. Der jüdische Staat musste mit Blut, Schweiß und Tränen errichtet werden. Muslime, die Europa verlassen, können versuchen ihren Platz in einem der mehr als 50 Länder mit muslimischer Mehrheit finden. Es gibt bereits viel, das Muslime vom Zionismus lernen können. Die Zeit wird erweisen, ob die zu ziehenden Lektionen weiter zunehmen werden.

[1] www.welt.de/politik/deutschland/article193332151/Auftritt-in-der-Union-Maassen-warnt-im-Berliner-Kreis-vor-Gift-des-Extremismus.html

[2] ebenda