Mal vergleichen…

Idee aus Facebook:

Sind nicht die, die heute fordern, dass wir uns den Zugewanderten anpassen (Türkisch/Arabisch lernen, von ihrer Kultur vieles übenehmen), auch die, die sich darüber aufregen, dass die aus Europa gekommenen Amerikaner die einheimischen Amerikaner („Indianer“) besetzten, ihre Kultur nicht anerkannten, sich ihrer Kultur nicht anpassten, sie bekämpften? Und heute fordern sie, dass wir uns freiwillig in die Rolle der „Indianer“ begeben, damit die zugewanderten Muslime sich wohlfühlen und ausbreiten können?

usa-indianerland

„DENK“ – Neue muslimische Anti-Israel-Partei in den Niederlanden

Die massive, unkontrollierte Einwanderung von Muslimen nach Westeuropa ist das Schlimmste, was den jüdischen Gemeinschaften in Westeuropa seit dem Holocaust passiert ist. Sie ist auch der Grund für die bösartigsten Angriffe auf die Stellung Israels in Westeuropa. Eine neue Entwicklung in den Niederlanden trägt nun weiter zu Letzterem bei.

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld, Israel National News, 9. Dezember 2016  (Übersetzung: audiatur online)

Die neu gegründete Partei DENK zielt in erster Linie auf muslimische Wähler ab. Ihre Initiatoren sind die in der Türkei geborenen Parlamentarier Tunahan Kuzu und Selçuk Öztürk. Beide wurden Ende 2014 aus der Arbeiterpartei (PvdA) ausgeschlossen, da sie gegen die Integrationspolitik für Immigranten des stellvertretenden Premierministers Lodewijk Asscher (PvdA) opponierten. Dieser hatte die Rolle einiger niederländisch-türkischer Organisationen bezüglich der Integration von Einwanderern kritisiert. Kuzu hatte internationale Aufmerksamkeit erregt, als er sich bei dem Besuch des israelischen Premierministers Netanyahu am 7. September 2016 in den Niederlanden geweigert hatte, diesem die Hand zu schütteln.

DENK ist für die Anerkennung des nicht-existierenden palästinensischen Staates. Diese Politik findet bei allen niederländischen Parteien des linken Spektrums Unterstützung. Zu diesem zählen u. a. die ultralinke sozialistische Partei SP, die Grün-Linke-Partei, die Partei für die Tiere, die Arbeitspartei sowie die linksliberale D66. Ein in jüngerer Zeit gestellter parlamentarischer Antrag zur Anerkennung Palästinas wurde mit 76 zu 71 Stimmen abgelehnt.

Die Unterstützer des Antrags wissen sehr wohl, dass es im ‚Westjordanland‘ und Gaza zwei unterschiedliche palästinensische Organisationen gibt. Diese Unterstützer sind humanitäre Rassisten, die die Tatsache ignorieren, dass die in Gaza regierende, größte palästinensische Partei, die Hamas, in ihrem Pakt den Völkermord an allen Juden anstrebt. Die andere große palästinensische Partei Fatah, die das ‚Westjordanland‘ kontrolliert, verherrlicht die Gewalt gegen israelische Bürger.

DENK nimmt eine extremere anti-israelische Position ein, als alle anderen Parteien im Parlament. Sie will den Import von Produkten aus den „illegalen“ israelischen Siedlungsgebieten verbieten. Außerdem will sie, dass die niederländische Regierung die Regierung Israels dazu auffordert, die niederländischen Investitionen „in Entwicklungsprojekte in ‚Palästina‘, die durch nachweisliche Aktionen der israelischen Regierung zerstört wurden“, zurückerstattet.

Das Parteiprogramm der DENK ist ein umfangreiches Dokument. Wenn man es genau studiert, wird klar, dass die Partei die niederländische Kultur nicht als Leitkultur akzeptiert. Dies kommt in glattzüngiger Weise zum Ausdruck, die nicht exakt hergibt, was dies in der Praxis bedeuten kann. So heißt es dort zum Beispiel nicht nur, dass die Einwanderer auf die Niederländer hören müssen, sondern auch umgekehrt. Ein Beispiel für eine solche glattzüngige Aussage: „Wenn ich an die Niederlande denke, dann stelle ich mir gesunde Niederlande vor, in denen die Krankenschwester Thea die Wünsche und Anforderungen von Tante Latifa berücksichtigt.“

In der Praxis kann das heißen, dass Latifa nicht von einem männlichen Arzt behandelt werden will. Es kann ebenfalls heißen, dass Latifa eine Antisemitin ist, die nicht von einer jüdischen Krankenschwester versorgt werden will. Ich habe einmal ein Interview mit einer jüdischen Krankenschwester aus Amsterdam geführt. Sie berichtete: „Ein Marokkaner, dessen Kind ich versorgt hatte, ging zu seinem Hausarzt. Der Vater sagte, er wolle nicht, dass sein Kind von einer jüdischen Krankenschwester behandelt würde. Also überwies ihn sein Hausarzt an ein anderes Krankenhaus.“ Dies ist nur eines von vielen Beispielen für muslimischen Antisemitismus in den Niederlanden. Die jüdische Krankenschwester, deren Familie ich schon seit vielen Jahrzehnten kenne, war nicht bereit, ihren Namen veröffentlichen zu lassen. Dies ist bei Juden, die über schlechte Erfahrungen mit Muslimen berichten, oft der Fall.

Schon seit einigen Jahren gibt es muslimische Parteien. Im Sommer 2015 wollte der Rotterdamer Bürgermeister Ahmed Aboutaleb (Arbeitspartei) mit einer Handelsdelegation seiner Stadt nach Israel reisen. Doch im Stadtrat regte sich Widerstand. Er kam von einer Koalition aus Linken und muslimischen Anti-Israel-Hetzern: der NIDA, einer Moslem-Partei, der Sozialistischen Partei (SP) und der Grün-Linken. Später im Jahr besuchte Aboutaleb Saudi-Arabien. Die SP und zwei weitere Parteien waren dagegen. Der Grün-Linken und NIDA war es offensichtlich gleichgültig.

Der Bürgermeister von Amsterdam, Eberhard van der Laan (Arbeitspartei), wollte 2015 eine Partnerschaft mit den Städten Tel Aviv und Ramallah eingehen. Zu den ersten Gegnern dieser Bestrebung zählten neben den Gewerkschaften der türkischen und marokkanischen Arbeitnehmer weitere muslimische Organisationen. Später wurde ein Antrag im Stadtrat verabschiedet, der den Kontakten zu Tel Aviv einige Beschränkungen auferlegte, während es für die Beziehungen zu den Verherrlichern palästinensischer Gewalt gegen israelische Zivilisten in Ramallah keinerlei Restriktionen gab. Der Antrag war von der Arbeitspartei gestellt worden, die bislang traditionell die meisten Muslim-Wähler anzog. Dies war ein weiteres Beispiel für die sekundären Auswirkungen des muslimischen Anti-Israelismus: Diskriminierende Anträge gegen Israel könnten ja den Moslems gefallen.

2014 fanden während des letzten Gaza-Konflikts in einer Reihe von niederländischen Städten Demonstrationen gegen Israel statt. Dabei wurden die Verbrechen der Hamas einfach ignoriert, wodurch die palästinensische Partei, die den Genozid befürwortet, indirekte Unterstützung erfuhr. Die Teilnehmer dieser Demonstrationen waren größtenteils männliche Moslems und niederländische Linke. In Utrecht sprach anlässlich einer solchen Zusammenkunft Judith Sargentini, eine EU-Parlamentarierin der Grün-Linken Partei. Als sie nicht nur Israel kritisierte, sondern sich auch zur Hamas kritisch äußern wollte, musste sie ihre Rede beenden.

Die Zahl von aus muslimischen Ländern stammenden Einwanderern und ihren Nachkommen beläuft sich in den Niederlanden auf ungefähr eine Million. Das stellt einen Anteil von etwa 6 % an der Gesamtbevölkerung der Niederlande dar. Ein Drittel dieser Einwanderer stammt aus der Türkei. Laut einer 2014 veröffentlichten globalen Studie der Anti Defamation League sind 69 % der Erwachsenenpopulation klassische Antisemiten. Fast ein Drittel von ihnen sind Marokkaner. Von diesen wiederum, so ergab die Studie, sind 80% klassische Antisemiten. Einen Teil der unkontrollierten Einwanderungspolitik der Niederländer könnte man nun als ein riesiges Programm zur Einschleusung großer Zahlen von Antisemiten aus muslimischen Ländern bezeichnen.

Unterdessen mehren sich die Zeichen in der niederländischen Gesellschaft, dass die Abneigung gegenüber Moslems zunimmt. Dies hat zwei Komponenten. Eine ist die Ausländerfeindlichkeit der Niederländer, die zum Teil auch Islamfeindlichkeit ist. Sie zeigt, wie sich die Abneigung gegenüber einigen Menschen in einen Angriff auf die gesamte Gruppe verwandelt, zu der diese Personen gehören. Die zweite ist das Ergebnis des (mitunter extremem) Fehlverhaltens Einzelner, die auf unterschiedliche Weise ihre Zugehörigkeit zum Islam und islamischen Organisationen hervorheben.

Einer der Indikatoren für diese Abneigung sind die hohen Umfragewerte der von Geert Wilders angeführten Anti-Islam-Partei PVV. Bei den Wahlen von 2012 erhielt sie 15 der insgesamt 150 Sitze im Parlament. Aktuellen Umfragen zufolge ist die derzeitige Zahl der Befürworter fast doppelt so hoch. Das Parteiprogramm der PVV beinhaltet die landesweite Schließung aller Moscheen und islamischen Schulen sowie das Verbot des Koran. Weitere Punkte im Programm der Partei sind die Sicherheitsverwahrung radikaler Moslems, das Kopftuchverbot bei Personen in öffentlichen Funktionen sowie keine weitere Zuwanderung von Asylsuchenden und Einwanderern aus islamischen Ländern.

Der Wilders-Prozess und das inkompetente niederländische Justizsystem

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Ein neues Gerichtsverfahren gegen PVV-Parteichef Geert Wilders wird am 31. Oktober vor dem Gericht in Den Haag beginnen.[1] 2014 fragte er eine Gruppe Anhänger: „Was wollt ihr? Mehr oder weniger Marokkaner?“ Die Menge rief: „Weniger Marokkaner!“[2] Diese Antwort hat ein stereotypes Element, denn es bezog sich auf Marokkaner im Allgemeinen.

Es gibt in den Niederlanden im Vergleich zu ihren zwei Prozent Bevölkerungsanteil eine unverhältnismäßig große Anzahl Marokkaner unter den Verdächtigen bei Kriminalität.[3] Trotzdem ist es falsch allen Marokkanern für die Einstellungen dieser Einzelpersonen Vorwürfe oder sie dafür verantwortlich zu machen. Das zu behaupten, wie die Rufe es anzudeuten scheinen, ist Ausdruck einer ethnisch-rassistischen Meinung.

Es gibt jedoch in dem Zusammenhang mit diesem Prozess weitere Aspekte neben dem Augenscheinlichen. Einige dieser Facetten betreffen auch indirekt für Juden interessante Themen. Zuerst ein paar allgemeine Dinge. Im Oktober 2010 begann ein weiteres Verfahren gegen Wilders. Die Staatsanwaltschaft beschuldigte ihn der Beleidigung von Muslimen mit verschiedenen Äußerungen in den Medien und mit seinem Antikoran-Film Fitna.

Der Prozess erwies sich als heftige Niederlage des niederländischen Justizsystems. Wilders‘ Anwalt hatte den Erfolg, dass die Richter des ersten Gerichts zu einem frühen Zeitpunkt des Verfahrens ausgetauscht wurden.[4] Im Juni 2011 beantragte die Staatsanwaltschaft Freispruch für Wilders und die Richter kamen zu demselben Schluss.

Betrachtet man das in einem breiteren Kontext, dann lenkt auch der neue Wilders-Prozess Aufmerksamkeit auf das extreme Versagen von Polizei und Justizsystem des demokratischen Staates der Niederlande. Wilders benötigt bereits seit 12 Jahren massiven Schutz. 2004 ermordete Mohamed Bouyeri den Medienschaffenden Theo Van Gogh. Auf dem Computer des Mörders wurden Pläne zur Ermordung von Wilders gefunden. Letztes Jahr dankte Wilders seinen Personenschützern, dass er noch am Leben ist.[5]

Als er vor zehn Jahren ins Büro des Jerusalem Center for Public Affairs kam, fragte ich seine niederländischen Bodyguards, warum sie nur zu zweit waren. Sie antworteten: In Israel geschieht nichts. Als er ein paar Jahre später im Begin Center sprach, hatte sich die die Zahl seiner Personenschützer bereits auf sechs erhöht. In den Niederlanden ist Wilders heutzutage mit mehr Bodyguards unterwegs. Selbst im Parlamentsgebäude benötigt er Sonderschutz.

Die Zahl der Drohungen, darunter viele Morddrohungen, die Wilders im Lauf der Jahre erhielt, ist gewaltig. Darüber hinaus hat kein anderer niederländischer Politiker einen solchen Entzug an Privatsphäre über einen solch langen Zeitraum erdulden müssen.

Wenn die niederländische Polizei und das Justizsystem halbwegs angemessen wären, müssten wenigstens Hunderte von denjenigen, die Drohungen gegen Wilders ausstießen, im Gefängnis sitzen. Von ihnen wurde aber kaum einer verurteilt und die Höhe der zugemessenen Strafen fiel sehr gering aus.

Der niederländisch-marokkanische Rapper Mo$heb wurde 2009 von einem Gericht in Rotterdam zu achtzig Stunden gemeinnütziger Arbeit und zwei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. Er hatte Wilders mit Mord gedroht; dabei sang er, dass, sollte er Wilders treffen, er diesen erschießen würde. Ein Jahr später sprach das Berufungsgericht in Den Haag den Rapper frei.[6] Der Oberste Gerichtshof entschied 2012, dass das Verfahren neu aufgenommen werden muss. Schließlich wurde er zu vierzig Stunden gemeinnütziger Arbeit und einem Monat Gefängnis auf Bewährung verurteilt.[7] 2014 wurde der Rapper Hozny, ebenfalls Muslim, zu achtzig Stunden gemeinnütziger Arbeit und zwei Monaten Gefängnis auf Bewährung verurteilt. In einem Videoclip schlug Hozny vor, dass Wilders wegen seiner Äußerungen zum Islam als Geisel genommen und hingerichtet werden sollte.[8]

Im Verlauf der Jahre ist von Zeit zu Zeit der Ruf „Tod den Juden“ oder ähnliches von niederländischen Muslimen und anderen zu hören gewesen. Ein Beispiel ohne jüdische Aspekte gab es 2015, als mehr als 100 Menschen bei Krawallen, die im vorwiegend muslimischen Viertel Schilderswijk von Den Haag ausbrachen, „Juden, Mörder“ skandierten. Das geschah, nachdem ein von der Polizei verhafteter Mann im Polizeigewahrsam starb. Es gibt ein paar Juden, die in diesem Viertel in einer Enklave umgeben von Familien mit niedrigem Einkommen leben.[9] Selten, vielleicht auch nie, haben Drohungen gegen Juden zu Verurteilungen vor Gericht geführt.

Eine Studie unter niederländischen Jugendlichen stellte weit mehr Antisemitismus bei jungen Muslimen als bei anderen in ihrer Altersgruppe fest. Noch schlimmer ist die Feststellung, dass sieben Prozent der muslimischen Jugendlichen Gewalt gegen niederländische Juden rechtfertigen.[10] Es gibt in den Niederlanden mindestens zwanzigmal so viele muslimische wie jüdische Jugendliche. Die Zahl der Gewalt gegen Juden rechtfertigenden muslimischen Jugendlichen übertrifft damit die Zahl der jüdischen Jugendlichen in den Niederlanden beträchtlich.

Der heftigste antisemitische Vorfall in den Niederlanden war ein Raub, der 2015 von Kriminellen begangen wurden, die marokkanischer Herkunft zu sein schienen. Die Opfer waren zwei jüdische Holocaust-Überlebende Mitte achtzig in Amsterdam. Die Frau hatte Auschwitz überlebt. Die Räuber nannten sie „dreckige Juden“ und schlugen sie massiv.[11] Diese Kriminellen wurden nie gefunden.

Die zwei größten muslimischen Gemeinschaften in den Niederlanden sind die türkische und die marokkanische. Jeder zählt etwa ein Drittel der annähernd eine Million niederländische Muslime. Eine große Studie der amerikanischen Anti-Defamation League hat festgestellt, dass eine große Mehrheit der Erwachsenen in beiden Herkunftsländern dieser Gruppen Antisemiten sind.[12]

Da die Parlamentswahlen Anfang 2017 anstehen, könnte der Wilders-Prozess Einfluss auf den Wahlausgang haben. Zum Programm seiner Partei gehört das Verbot des Koran und die Schließung aller Moscheen in den Niederlanden. Angesichts all des oben Angeführten scheint ein fairer Prozess kaum möglich. Einerseits gibt es Dinge, die Wilders gegen eine ethnische Gruppe äußerte. Andererseits gibt es die viel schlimmeren Morddrohungen, die Wilders erhalten hat, die Auswirkungen, die sie auf sein Leben hatten und die winzigen Strafen, die gegen die wenigen verhängt wurden, die vor Gericht gestellt wurden. In diesem Kontext wäre ein Urteil von einer Stunde gemeinnütziger Arbeit für Wilders eine hohe Strafe.

[1] http://www.ad.nl/binnenland/wilders-zaak-over-minder-marokkanen-vertraagd~a944d639/

[2] http://www.nu.nl/politiek/3730669/geert-wilders-belooft-minder-marokkanen-in-haag.html

[3] https://www.cbs.nl/nl-nl/publicatie/2015/43/criminaliteit-en-rechtshandhaving-2014

[4] http://www.eenvandaag.nl/politiek/36540/rechtbank_gewraakt_in_proces_wilders

[5] http://www.ad.nl/binnenland/geert-wilders-bedankt-beveiliging-dat-hij-nog-leeft~a78b019b/

www.nrc.nl/nieuws/2010/11/10/moheb-vrijgesproken-van-bedreiging-wilders-in-rap-a1462660[6]

[7] http://www.nu.nl/binnenland/2914231/alsnog-taakstraf-rapper-bedreigen-wilders.html

[8] http://nos.nl/artikel/2002663-rapper-krijgt-80-uur-werkstraf-voor-bedreigen-wilders.html

[9] www.jta.org/2015/07/03/news-opinion/world/auto-draft-116

[10] Anne Frank Stichting en Verwey-Jonker Instituut, April 2015, S. 33. Ron van Wonderen/Willem Wagenaar: Antisemitisme onder jongeren in Nederland, Oorzaken en Triggerfactoren.

[11] http://nieuws.tpo.nl/2015/09/03/lichtgetinte-overvallers-tegen-bejaard-joods-echtpaar-jullie-vuile-joden-nu-is-het-van-ons/

[12] http://global100.adl.org

Niederländische Muslime verfluchen Peres und machen weitere Probleme

ManfredGerstenfeldManfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Eine große Zahl an Problemen

Von Teilen der muslimischen Gemeinschaften in westlichen Ländern wird eine große Zahl an Problemen geschaffen. Viele Westler versuchen diese Situation zu bagatellisieren, oft aufgrund einer unlauteren politischen Korrektheit. Sie betrachten die Muslime als schwach, gar als Opfer der Gesellschaft. Daher sollte man ihnen gegenüber toleranter sein als anderen. Die Schönredner behaupten fälschlich, dass die mit diesem Teil der muslimischen Gemeinschaft verbundenen Schwierigkeiten nur eine kleine Gruppe Fanatiker betrifft, die ganz andere Einstellungen und Verhalten haben als die überwiegende Mehrheit der Mainstream-Muslime.

Tatsächlich gehen die von Teilen der westlichen muslimischen Gemeinschaften verursachten Probleme und der von ihnen ausgehende Hass aber weit über die Reihen der Fanatiker hinaus. Und während es zu vielen Herausforderungen für die Gesellschaft als Ganzer führt, sind besonders Juden und Israel das Ziel. Ein aktuelles Beispiel ist der aus Anlass des Todes von Shimon Peres zum Ausdruck gebrachte Hass, der einmal mehr illustriert, dass wir nicht von einem marginalen Phänomen reden.

Das folgende Beispiel ist ein kleines, aber entlarvendes. Die niederländische Internetseite „Trots op Islam“ (Stolz auf den Islam) gibt an 10.000 Leser zu haben und behauptet sie sei die größte für den Islam werbende Seite der Niederlande und der niederländisch sprechenden Belgier.[1] Die Seite erklärt detailliert, wie man als religiöser Muslim leben soll. Als Peres am 28. September starb, brachte Trots op Islam eine Meldung zu seinem Tod. Das führte zu fast einhundert Reaktionen, von denen ein beträchtlicher Anteil extremes Hassreden beinhaltete. Man konnte diese Kommentare noch mehr als eine Woche später auf dieser religiösen Seite lesen.[2]

Da wir nicht die Gewohnheit haben unsere Artikel mit Hassäußerungen zu füllen, hier nur ein paar wenige Beispiele dieser widerlichen Kommentare: „Schade, dass er starb, er hätte erstmal acht Jahre im Koma liegen sollen.“ „Ein Hund weniger, jetzt sollte ihm der andere Müll Netanyahu folgen, das wäre noch besser.“ „Wie schade, was mich angeht hätte er mehr leiden sollen! Aber gut, ein Stück Feuerholz fährt zur Hölle.“ „Hamdullah, wie froh wir sind, dass dieses dreckige Schwein gestorben ist“. Und: „Supergute Nachricht, Hamdullah, jetzt sollte der Rest der Zionisten folgen.“ Das ist nur wieder ein weiteres Zeugnis, dass die extremsten verbalen Schmähungen oft von Muslimen kommen.

Eine weitere übliche, dubiose Äußerung der Reinwäscher lautet, dass muslimische Hassrede hauptsächlich von Männer kommt. Bei den Schreibern dieser Kommentare haben Frauen einen mindestens gleich großen Anteil.

Das oben gezeigte Schüren von Hass unter religiösen Muslimen ist nur eines von vielen hoch problematischen Phänomenen, die mit Muslimen in den Niederlanden in Verbindung stehen. Als die niederländische, nicht praktizierende Muslima Yasmina Haifi twitterte, dass Israel hinter ISIS steckt, wurde sie vom wichtigsten niederländischen Antiterror-Gremium NCTV suspendiert. In Reaktion darauf schlossen sich mehr als 11.000 Personen der Facebookseite „Wir stehen hinter Yasmina Haifi“ an.[3]

Es gibt mehrere weitere hoch problematische Fälle zur muslimischen Gemeinschaft, einmal mehr mit den Niederlanden als Beispiel. Im September 2014 wurde – recht plötzlich – klar, dass der Islamo-Nazismus an Bedeutung zugenommen hat. Rob Bertholee, der Leider von AIVD – dem niederländischen Geheimdienst – sagte in einem Interview, dass die niederländische Jihadistenbewegung hunderte Anhänger hat, während die Zahl der Sympathisanten des gewalttätigen Jihad in den Niederlanden in die Tausende geht.[4] Im Juli 2014 veranstalteten Dutzende Anhänger des Islamischen Staats in Den Haag eine Demonstration. Bei einer anderen Gelegenheit wurden auf antiisraelischen Demonstrationen Flaggen von ISIS und Hamas gezeigt. Bis dahin lautete die offizielle Darstellung jedoch, dass es 130 Jihadisten gab, die die Niederlande verlassen hatten; 30 davon seien aus dem Nahen Osten zurückgekehrt und etwa 15 sind getötet worden.[5]

In den Niederlanden hat eine weitere neue Entwicklung stattgefunden. Es gibt inzwischen eine neue Minderheiten-Partei, die genau genommen weitgehend muslimisch ist. Diese Partei, Denk, wird von dem türkischstämmigen Parlamentarier Tunahan Kuzu geführt, der in Israel im Zentrum einiger Aufmerksamkeit stand, weil er es ablehnte bei dessen letzten Besuch Premierminister Netanyahu die Hand zu geben.[6] Kuzu und ein weiterer türkischstämmiger Parlamentarier, Selçuk Öztürk, wurden 2014 von der Arbeitspartei ausgeschlossen, auf deren Liste sie 2012 gewählt worden waren; sie hatten die Haltung der Partei zur Integration von Ausländern nicht geteilt. Denk hat seitdem wiederholt, dass Ausländer sich nicht notwendigerweise integrieren müssen.[7] Nach Umfragen wird die Partei bei den Parlamentswahlen 2017 wahrscheinlich zwei Sitze gewinnen.

Ich werde oft gefragt, wie wichtig die Niederlande sind und warum ich Beispiele von dort wähle. Die Zahlen scheinen das nicht zu rechtfertigen. Die Bevölkerung der Niederlande beträgt weniger als vier Prozent der Gesamt-EU. Ihr Bruttosozialprodukt repräsentiert weniger als 6 Prozent des BSP der EU. Das Militär der Niederlande ist manchmal Objekt von Spott. Wegen Munitionsmangel mussten übende Infanteristen „Päng! Päng!“ rufen statt zu schießen.[8] Vor kurzem kündigte ein führender General an, dass die niederländische Luftwaffe nicht in der Lage sein würde Belgien im Juli im Irak abzulösen, weil ihre Flugzeuge gewartet werden müssen und „intelligente“ Munition fehlt.[9]

Was die Niederlande aber wichtig macht, ist ihre Pionierrolle in Sachen Bürgerrechte. Die Niederlande waren an vorderster Front bei der Gesetzgebung zu Abtreibungen und später auch zu Euthanasie. Eine aktuelle Gesetzesvorlage, die vom Unterhaus bereits verabschiedet worden ist, erlaubt es dem Staat Körperteile von Toten für Organtransplantationen zu nutzen, außer diese Menschen haben vorher erklärt, dass sie das nicht wollen.[10] Das bedeutet, dass die Menschen zwar die Kontrolle über ihren Körper haben, solange sie leben, aber nach ihrem Tod könnte die Kontrolle an den Staat übergehen, ohne dass sie dem ausdrücklich zugestimmt haben.

Viele der Muslime kamen aus Staaten in die Niederlande, in denen die große Bevölkerungsmehrheit antisemitisch eingestellt ist. Marokko ist angeblich eines der progressiveren muslimischen Länder. Eine große Studie der Anti-Defamation League stellte fest, dass 80% der dortigen Erwachsenenbevölkerung an klassische antisemitische Vorstellungen glauben.[11] Das andere muslimische Land, aus dem eine große Zahl niederländischer Muslime stammt, ist die Türkei. Dieselbe Studie stellen fest, dass 69% der Erwachsenen dort antisemitische Meinungen vertreten.[12]

Gäbe es eine Organisation, die systematisch die Einstellungen von Muslimen in westlichen Gesellschaften analysiert, dann hätte man viel mehr statistische Daten zu den Problemen, die aus diesen Gemeinschaften kommen.[13] Viele politisch korrekte Parteien werden jedoch alles in ihrer Macht stehende tun um sicherzustellen, dass die Wahrheit nicht bekannt wird.

[1] http://www.trotsopislam.nl/

[2] http://www.facebook.com/trotsopislam/photos/a.320078894752377.73323.319219604838306/1118093261617599/?type=3&theater

[3] http://www.facebook.com/Wij-steunen-ambtenaar-Yasmina-Haifi-676154822465592/

[4] Harry Lensink/Jaco Alberts: AIVD-baas Rob Bertholee over ‘het fenomeen’. Vrij Nederland, 3. September 2014.

[5] Politie pakt paspoort 10 leden ‘jihadgezinnen’ af. Volkskrant, 30. August 2014.

[6] http://www.volkskrant.nl/politiek/dagkoersen-denk-aanvoerder-kuzu-weigert-hand-netanyahu~a4372220/

[7] www.telegraaf.nl/binnenland/25433772/__Partij_Denk_is_tegenverplichte_integratie__.html

[8] www.telegraaf.nl/binnenland/24330771/__Soldaat_moet__pang__roepen__.html

[9] www.powned.tv/artikel/terugkeer-nlse-f16s-naar-is-gebied-onzeker

[10] www.nrc.nl/nieuws/2016/09/13/tweede-kamer-stemt-voor-nieuw-systeem-orgaandonatie-a1521169

[11] http://global100.adl.org/#country/morocco/2014

[12] http://global100.adl.org/#country/turkey/2014

[13] http://www.nu.nl/politiek/3925730/asscher-noemt-opvatting-turkse-jongeren-verontrustend.html

Die „westlichen liberalen Werte“ des Islam?

Raymond Ibrahim, 29. September 2016

Als er vor kurzem durch die USA und Kanada tourte, griff Londons erster muslimischer Bürgermeister Sadiq Khan „antimuslimische Sichtweisen und Politik an und argumentierte, nötig sei es ‚Brücken statt Mauern‘ zu bauen – eine Bezugnahme auf Donald Trumps Vorschlag eine Mauer entlang der US-Grenze zu Mexiko zu bauen“.

Insbesondere und wiederholt kritisierte er die Idee an „dass es nicht möglich ist westliche Werte zu haben und Muslim zu sein“. Diese Auffassung, die er Trump zuschrieb, spielt „Da-Isch und dem so genannten ISIS in die Hände, einfach weil sie impliziert, dass es nicht möglich ist westlich-liberal und mainstream-muslimisch zu sein, sagte Khan“.

Können Muslime westlich-liberale Werte haben und immer noch dem Mainstream-Islam entsprechen?

Diese ausschlaggebende Frage ist leicht dadurch zu beantworte, indem man feststellt, was islamisch ist und was nicht. Muslime haben dies traditionell dadurch erreicht, dass sie die folgenden Fragen stellten:

Was sagen die Kerntexte des Islam zu der fraglichen Sache, nennen wir sie „X“? Ruft der Koran, von dem Muslime glauben, dass er die wortwörtlichen Gebote Allahs enthält, zu X auf oder rechtfertigt er es? Rufen die Texte der Hadithe und der Sira – die behauptet das Gesagte und die Taten von Allah Prophet aufgezeichnet zu haben, dem nachzueifern der Koran (z.B. in Sure 33,21) die Muslime ermahnt – zu X auf oder rechtfertigt er es?

Bleibt eine Unklarheit zu X, dann lautet die nächste Frage: Was ist der Konsens (ijma) der führenden Autoritäten der islamischen Welt zu X? Hier muss man sich oft an die tafsire, die Exegese der gelehrtesten Männer des Islam – die Ulema – und ihre Schlussfolgerungen wenden. Mohammed selbst soll gesagt haben: „Meine umma (islamische Nation) wird bei einem Fehler niemals einer Meinung sein.“

Der Koran befiehlt den Gläubige zum Beispiel Gebete zu halten; entsprechend stimmen alle Muslime überein, dass Muslime beten müssen. Allerdings legt der Koran nicht fest, wie oft. In Hadithen und Sira jedoch macht Mohammed klar, dass die Gläubigen fünfmal am Tag beten sollten. Und die Ulema stimmt, nachdem sie all diese Texte bedacht hat, darin überein, das Muslime fünfmal am Tag beten sollen.

Damit ist es auf jeden Fall islamisch, dass Muslime fünfmal am Tag beten.

Während sowohl muslimische als auch westliche Islamgelehrte ohne Weiteres die oben erwähnte Methodologie (die im Arabischen als usul al-fiqh bekannt ist) als grundlegend für die Bestimmung dessen, was islamisch ist akzeptieren – Gebet steht im Koran, Mohammed schuf zu Umsetzung Klarheit in den Hadithen und die Ulema stimmt dem zu – wird die die Standard-Herangehensweise zur Feststellung, was islamisch ist, zum Fraglichen, wann immer es gegen westliche Werte steht, komplett ignoriert.

In der Realität werden jedoch zahlreichen Verhaltensformen, die westlichen Werten direkt entgegenstehen, im Koran und den Hadithen gefordert und die Ulema stimmt dem zu: Tod für vom Glauben abgefallene und Gotteslästerer, Unterjochung muslimischer Frauen, Polygamie, Kinderehen, Verbot und Zerstörung nichtmuslimischer Gebetsstätten und heiliger Schriften und Feindschaft gegenüber Nichtmuslimen – alles nicht weniger islamisch als Gebet.

Selbst Gräueltaten des Islamischen Staats – wie das Triumphieren über den verstümmelten Leichen von „Ungläubigen“ und lächelnd mit ihren abgeschnittenen Köpfen zu posieren – Befürwortung im Kran und den Geschichten des Propheten.

Um voll würdigen zu können, wie sehr der Islam im Widerspruch zu westlichen Werten steht, bedenken Sie bitte die Befunde eines arabischsprachigen Artikels von Dr. Ahmed Ibrahim Khadr. Er listet eine Reihe Dinge auf, die von Mainstream-Muslimen unterstützt werden, obwohl sie westlichen Werten direkt widersprechen. Dazu gehört (nicht überraschend): Forderungen nach einem Kalifat, das entsprechend der Scharia herrscht und über Jihad in das Land von „Ungläubigen“ expandiert; Tod für jeden, der den Islam oder Mohammed mündlich kritisiert; Verfolgung von Muslimen, die versuchen den Islam zu verlassen; Ablehnung der Gleichberechtigung von Christen und Juden in einem muslimischen Staat; Ablehnung der Gleichberechtigung von Frauen und Männern; und so weiter (lesen Sie den gesamten Artikel).

Jeder, der begreift, wie der Islam tatsächlich artikuliert wird – so wie vermutlich der muslimische Bürgermeister von London, Sadiq Khan – weiß, dass die Behauptung es sei „möglich ein westlicher Liberaler und ein Mainstream-Muslim zu sein“ ein groteskes Oxymoron ist. Das ist so, als würde man sagen, es sei möglich einen viereckigen Block durch ein rundes Loch zu stecken. Das geht nicht – außer natürlich, man hämmert ihn durch, bricht Teile des Blocks weg (den Muslim) und/oder macht den Rand des Loches (die westliche Gesellschaft) kaputt.

Es ist unredlich die bekannte Methodologie der islamischen Rechtsprechung zu akzeptiere – ist X Teil des Koran, der Hadithe oder Sira und gibt es dazu einen Konsens in der Ulema? – aber dann dieselbe Methodologie abzulehnen, wann immer X etwas ist, das westlichen Werten eindeutig widerspricht, wie es ein Großteil des Islam zu tun pflegt.