Wie der Nationalsozialismus „moderaten“ und „radikalen“ Islam erklärt

Raymond Ibrahim, 16. August 2015

Wenn islamische Doktrin in sich gewalttätig ist, warum ist dann nicht jeder einzelne Muslim auf der ganzen Welt, also zirka 1,5 Milliarden Menschen, gewalttätig?

Diese Frage bezeichnet eine der beliebtesten Apologien des Islam: Weil nicht alle Muslime gewalttätig und intolerant sind oder den Terror unterstützen (eine zutreffende Aussage), muss der Islam selbst unschuldig sein.

Beleuchten wir kurz diese Logik.

Erst einmal gibt es viele Menschen, die sich zwar als Muslime identifizieren, die sich aber nicht notwendigerweise den intoleranten und „Herrenmenschen“-Doktrinen des Islam anschließen. Wenn Sie je in einem Land mit muslimischer Mehrheit gelebt haben, dann wissen Sie, dass dies zutrifft.

Die wichtigste Frage dabei ist: Wofür stehen dann solche Muslime? Folgen sie einer legitimen, „moderaten“ Version des Islam — einer, die authentischer ist als die Terror-Version? Medien, Politiker und Akademiker möchten uns dies jedenfalls weismachen.

Diese Frage beantwortet man am besten durch Analogie:

Deutscher Nationalsozialismus ist wegen ihres („arischen/weißen“) Herrenmenschen-Elements eine weithin verurteilte Ideologie. Fakt ist aber, dass viele Deutsche, die der Nazi-Partei angehörten oder sie unterstützten, „gute“ Menschen waren. Sie wollten keine Juden und „Nicht-Arier“ verfolgen und einige halfen solchen „Unerwünschten“ sogar bei der Flucht, wobei sie kein geringes persönliches Risiko eingingen.

Nehmen wir Oskar Schindler. Als ethnischer Deutscher und formelles Mitglied der Nazi-Partei unternahm er viel, um Juden vor der Ermordung zu bewahren.

Wie bringen wir seine gute Tat mit seiner schlechten politischen Überzeugung in Einklang?

Praktizierte Schindler eine legitime, „moderate“ Form des Nationalsozialismus? Oder ist es vernünftiger zu sagen, er habe sich einigen Grundsätzen des Nationalsozialismus angeschlossen, aber als plötzlich seine Mitmenschen im Namen rassischer Überlegenheit ermordet wurden, gewann seine Menschlichkeit gegenüber dem Nationalsozialismus die Oberhand?

Tatsächlich schlossen sich viele Deutsche vor allem deshalb der NSDAP an, weil sie die „Gewinner“-Partei war und Hoffnung bot, weniger wegen ihrer Rassentheorien.

Andererseits schlossen sich andere Deutsche der NSDAP exakt aus diesem Grund an und freuten sich, dass die „Untermenschen“ endlich im Ofen verbrannt wurden.

Schauen wir jetzt einmal, wie diese Analogie auf Muslime und Islam passt: Erstens wurde die überwiegende Mehrheit der Muslime weltweit einfach in den Islam hineingeboren, anders als die Deutschen, die sich bewusst für die NSDAP entschieden; sie hatten keine Wahl. Und viele dieser Muslime kennen nur ein absolutes Minimum des Islam — die fünf Säulen — und wissen nichts von seinen Herrenmenschentheorien.

Fügen Sie der Mixtur das Glaubensabfall-Gesetz hinzu (das Verlassen des Islam kann einem die Todesstrafe einbringen) und es wird deutlich, dass es viele „Muslime“ gibt, die nur dem Namen nach Muslime sind und die dieses lebensgefährliche Risiko nicht eingehen möchten. Allerdings gibt es auch sehr viele Muslime, die die Lehren des Islam genau kennen — einschließlich Gewalt, Plünderung und Versklavung der Kuffar bzw. Ungläubigen — und die sich diesem Herrenmenschentum freudig folgen.

Sowohl im Nationalsozialismus als auch im Islam haben wir einerseits eine Herrenmenschenideologie und andererseits haben wir Menschen, die sich aus zahlreichen Gründen mit einer solchen Ideologie verbunden sehen: manche sind hineingeboren, manche schließen sich aus zeitweiligen Vorteilen an, manche sind leidenschaftlich und feurig Glaubende.

Der wesentliche Unterschied allerdings ist: Beim Nationalsozialismus stimmt die Welt überein, dass es sich um eine Herrenmenschenideologie handelt. Wer dem Nationalsozialismus bis in die letzte Konsequenz nachgefolgt ist, war ein „schlechter Mensch“. Beispiel: Adolf Hitler. Was die „guten Nazis“ betrifft, die verfolgte Juden untergebracht und andere altruistische Taten vollbracht haben, so spricht die Welt nicht von einer „moderaten“ Form des Nationalsozialismus, sondern beschreibt ihre Hingabe an das Nationalsozialismus höchstens als nonchalant.

Hier das zutreffende Paradigma für Islam und Muslime: Der Islam enthält gewalttätige und Herrenmenschen-Doktrinen. Das ist eine simple Tatsache. Wer dem Islam bis zur letzten Konsequenz nachfolgt, war und ist ein „schlechter Mensch“. Beispiel: Osama bin Laden. Es gibt aber auch „gute Muslime“. Sie sind aber nicht gut, weil sie einem guten, „moderaten“ Islam folgen, sondern weil sie dem Islam von vornherein nicht vollständig hingegeben waren.

Anders ausgedrückt: War Schindlers Altruismus ein Produkt eines „moderaten Nationalsozialismus“ oder gab es ihn TROTZ des Nationalsozialismus? Eindeutig Letzteres. Und behandelt ein Muslim einen Nichtmuslim mit Anstand und auf Augenhöhe, tut er dies dann im Rahmen einer legitimen Version eines „moderaten Islam“ oder tut er es trotz des Islam, weil sein innerer Anstand ihn dazu bringt?

Angesichts der Unmissverständlichkeit des islamischen Rechts, dass Nichtmuslime zu unterwerfen sind und als „Bürger“ dritter Klasse zu leben haben, verhält sich jeder Muslim unislamisch, der „Ungläubige“ auf Augenhöhe behandelt. (Die vielen Menschenrechtsverletzungen des Islamischen Staats gegenüber Nichtmuslimen sind ein direktes Nebenprodukt dieser Lehre.)

Warum also ist der Westen unfähig, das Nazi-Paradigma auf Islam und Muslime anzuwenden? Warum ist er unfähig anzuerkennen, dass islamische Lehren inhärent Herrenmenschenideologie vertreten, obwohl ganz offensichtlich nicht alle Muslime diesen Lehren folgen — ähnlich wie nicht alle Mitglieder irgendeiner anderen Religion ihrer Glaubenslehre in jedem Punkt folgen.

Diese Frage wird drängender, wenn man sich daran erinnert, dass der Westen den Islam über ein Jahrtausend lang als inhärent gewalttätigen und intoleranten Kult betrachtet hat. Lesen Sie die Schriften von Nichtmuslimen vom Anbeginn des Islam bis in die jüngste Zeit — von Theophanes dem Bekenner (gestorben 818) bis Winston Churchill (gestorben 1965) — und lesen Sie, wie sie alle den Islam als gewalttätiges Bekenntnis darstellen, der von Eroberung, Plünderung und der Unterwerfung der „Anderen“ lebt. (Hier sind die Gedanken Marco Polos.)

Das Problem heutzutage ist, dass das politisch korrekte Establishment, also die akademische Welt, die Mainstream-Medien, die Politiker und alle anderen einflussreichen Redner, die sich nicht um Realität oder Geschichte scheren, es als etablierte „Tatsache“ hingestellt haben, dass der Islam „eine der großen Religionen der Welt“ ist. Daher ist die Religion selbst unantastbar, nicht nur einige der sie Ausübenden.

Der Punkt ist, dass die Identifizierung negativer Elemente einer Ideologie und deren nachfolgende Verurteilung nicht so schwierig sind. Das haben wir beim Nationalsozialismus und anderen Ideologien und Kulten bereits getan. Und wir kennen den Unterschied zwischen denen, die solchen Herrenmenschenideologien folgen („schlechte“ Menschen), und denen, die als oberflächliche, nicht hingegebene Mitglieder gelten (gute oder neutrale Menschen).

In geistig gesünderen Zeiten, als der gesunde Menschenverstand noch atmen und gedeihen konnte, wäre eine solche Analogie völlig überflüssig gewesen. In der heutigen Zeit jedoch, in der von den Medien eine gewaltige Menge unsinniger Lärm in jede Ecke der Welt verbreitet wird, muss der gesunde Menschenverstand auf methodische Art und Weise erklärt werden: Ja, eine Ideologie bzw. Religion kann gewalttätig und sogar teuflisch sein. Nein, viele ihrer Anhänger müssen nicht gewalttätig oder teuflisch sein, sie können aus obengenannten Gründen durchaus auch gut sein.

Dies ist die objektivste Art und Weise, wie man die Beziehung zwischen dem Islam als Lehrsystem und den Muslimen als Einzelpersonen verstehen kann. Es ist gleichzeitig der beste Weg, wie man auf die Apologien antworten kann, warum denn nicht jeder einzelne Muslim gewalttätig und herrenmenschlich ist, wenn der Islam so ist.

Gedankenverlorenes Territorium: Trump gefährlich für die Welt, sagen Jihad importierende Europäer

Trumps Intoleranz hebt sich von denen ab, die nicht bereit sind westliche Werte wie Toleranz, das Gewaltmonopol des Staates oder Gleichberechtigung zu übernehmen

PreOccupied Territory, 6. März 2016

Frankfurt, 6. März – Politische und in der Öffentlichkeit stehende Personen, die für den Zustrom zahlloser radikaler Islamisten auf den Kontinent verantwortlich sind, warnten heute, dass Donald Trump eine ernste Bedrohung der Wirtschaft und Stabilität der Welt darstellt, berichten Nachrichtenorganisationen.

Ranghohe Beamte aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und weiteren Staaten ganz Europas sagten während der letzten Wochen gegenüber Reportern, dass die Inkohärenz und Ignoranz wichtiger internationaler Themen durch den Immobilienmagnaten – ebenso seine offenbare Bereitschaft Recht und Menschenrechte zu missachten – seine Fähigkeit infrage stellt die Vereinigten Staaten anständig zu regieren und gesunde diplomatische Beziehungen zum Rest der Welt zu pflegen. Sie gaben ihre Erklärungen ab, während europäische Regierungen und Gesellschaft Anstrengungen machen die Gefahr zu ignorieren, zu minimieren, abzutun oder zu leugnen, die durch zehntausende Migranten aus muslimischen Ländern dargestellt werden und von denen man weder fordert noch sie aktiv ermutigt ihre Frauenfeindlichkeit, Antisemitismus, Triumphalismus oder Mitgefühl für religiös getriebene Gewalt zu mäßigen.

„Trump ist eine Gefahr für die Demokratie und die westlichen Werte im Allgemeinen“, erklärte Sue Iss-Heid vom Landschaftsverband Rheinland, die persönlich an die Staatsgrenze nach Österreich reiste, um eine Zugladung Migranten willkommen zu heißen, die nicht bereit sind westliche Werte der Toleranz, das Gewaltmonopol des Staates oder Gleichberechtigung zu übernehmen. „Er klingt aus unserer Sicht Schatten wie jemand aus einer weit dunkleren Vergangenheit, die wir viel lieber nicht wieder erleben wollen müssen“, fügte sie hinzu, während sie eine öffentliche Mitteilung unterschrieb, mit der Frauen und Mädchen gedrängt werden ihre unverhüllten Gesichter an gewissen Stellen der Stadt nicht zu zeigen, wo Immigranten sich treffen, damit sie keine sexuelle Gewalt provozieren.

Experten erklären, dass Trump bei Europäern unangenehme Erinnerungen an die 1920-er und 1930-er Jahre wachruft, als Demagogie den Kontinent in den zerstörerischsten Konflikt führte, den die Welt je erlebt hat und dass die einzige Möglichkeit für europäische Sensibilitäten akzeptable Intoleranz, die Intoleranz der europäischen Lebensweise ist, als wenn das bis zu einem gewissen Grad die Sünden der Vorkriegs-Generation gutmachen könnte. „Es ist schwer vorstellbar nicht an Mussolini und Hitler zu denken, wenn man die chauvinistische Wirkung Donald Trumps begrüßt“, vermerkte der italienische Politikwissenschaftler Prof. Otto Ritarianisti. „Was wir hier haben, ist eine große Gruppe Menschen, die wegen des Lebens, das sie führen, frustriert und bereit sind drastische Veränderungen zu machen, um die Dinge aus ihrer Sicht richtigzustellen, egal, wer sonst darunter zu leiden hat.“ Es war unklar, ob er damit die Unzufriedenheit des weißen amerikanischen Gemeinwesens mit dem politischen Establishment meinte oder den Migrantenzustrom nach Europa.

Nicht wegen der „Besatzung“

Boaz Bismuth, Israel HaYom, 23. März 2016

Am 14. November, einen Tag nach den entsetzlichen Terroranschlägen von Paris, erklärte der französische Präsident François Hollande, Frankreich befinde sich im Krieg. Es war echt das Letzte, das die Bürger Frankreichs in Besonderen und die Europas im Allgemeinen hören wollten. Hollande verkündete nach den Anschlägen, die vermutlich in Terrorstaaten wie Syrien, dem Irak und Belgien geplant wurden, zudem einen Ausnahmezustand im Land.

Noch bevor man versucht zu verstehen warum, wollten die Menschen Frankreichs, zusammen mit ihren europäischen Landsleuten, wissen, wie lange ihr Alltagsleben gestört sein würde. Ein Krieg gegen den Terror, sagt ihr? Kommt schon, wir leben in Europa, nicht im Nahen Osten. „Wenn Europa den Mund aufmacht“, witzelte der frühere französische Präsident François Mitterand einmal bekanntlich, „dann nur um zu gähnen.“ Lebt man in einem Zustand des Leugnens, dann ist sicher, dass das Folgen hat. Willkommen in „Brüsselistan“!

Wie symbolisch, dass die zwei fürchterlichen Bombenanschläge in Brüssel, die das Leben von mindestens 30 Menschen forderten, am Flughafen und der U-Bahn-Station „Europa“ gegenüber dem EU-Hauptsitz stattfanden. Das waren keine Zufallsziele, die die Gruppe Islamischer Staat sich aussuchte, die uns vielleicht zeigen will, dass die Hauptstadt Europas jetzt eine Hauptstadt des Terrors ist. Das ist der beste Ort, von dem aus man eine drohende Botschaft an die „ungläubigen Kreuzzügler“ schicken kann, „denen weitere dunkle Zeiten bevorstehen“. Und in einer Art krankem Wettbewerb ist es auch eine Botschaft an Al-Qaida: Auch wir wissen, wie man koordinierte Anschläge verübt.

Für alle, die es vergessen haben: Letzten Freitag [18.03.2016 – heplev] atmeten die Belgier kollektiv erleichtert auf. Salah Abdeslam, einer der Terroristen von Paris, wurde in Molenbeek festgenommen, einem Vorort von Brüssel, der sich vor den Augen der blegischen Behörden eine „made-in-Belgium“-Jihadistenbrutstätte verwandelt hat. Einwohner von Moldenbeek sind in Belgien geboren und zur Schule gegangen; sie erhalten Sozialleistungen; und im Nachhinein betrachtet – natürlich inoffiziell – gehen sie auch davon aus, dass sie eine Lizenz zum Töten anderer Belgier haben. Der Grund? Jihad. Keine Besatzung, kein Gefühl der Verzweiflung, kein George W. Bush – Jihad. Nach dem Irak und Syrien denken sie sich selbst gegenüber wie ISIS: Warum nicht das Kalifat auch auf Belgien ausdehnen?

Nicht wegen der „Besatzung“

Die Fahndung nach Abdeslam dauerte vier Monate. Ein Kleinkrimineller, der im Namen des Islam zu einer Erzterroristen wurde. Es war jedem klar, dass seine Genossen – diejenigen, die ihm halfen seinen Anschlag auszuführen, zu entkommen und sich zu verstecken – immer noch frei herumliefen. Es war nur logisch von weiteren Anschlägen auszugehen. Wir können sogar annehmen, dass sie nach der Festnahme Abdeslams die Notwendigkeit erkannten ihre bereits geplanten Anschläge rasch auszuführen, da er wahrscheinlich während seiner Verhöre Informationen ausplaudern würde. Offenbar waren die belgischen Sicherheitskräfte kräftig aber damit beschäftigt sich selbst auf die Schulter zu klopfen, statt ihn angemessen zu verhören.

Und während die Rechtsanwälte und das Gericht damit beschäftigt waren die Bedingungen der Auslieferung Abdeslams an Frankreich zu diskutieren, setzten seine Kumpel die Räder für ihre koordinierten Bombenanschläge in Bewegung.

Ich habe viele Jahre in Europa gelebt. Und seit vielen Jahren wollten die Europäer nicht ein einziges Wort zum Terror hören. Es gab immer einen Grund: Entweder war es Terror gegen Juden oder Amerika oder gegen die Imperialisten. Ein anderes Mal war es wegen des Kriegs in Algerien oder wegen des Kriegs im Irak. Die Kurden waren bereits misslich vergessen.

Die Europäer fanden immer eine Ausrede für die Terroranschläge auf ihrem Boden. Aus welchem Grund auch immer fühlten sie sich damit sicherer. Und wenn die Ausreden ausgingen, gibt es immer die ultimative Zuflucht, die für alle Terroranschläge auf dem Kontinent verantwortlich ist: Die zionistische Besetzung und Unterdrückung der Palästinenser. Immerhin weiß jeder, dass Abdeslam wegen des „bitteren Schicksals“ seiner Brüder in Gaza nachts nicht schlafen konnte. Wirklich, es reicht jetzt! Würden die Experten in Israel bitte aufhören auf Schritt und Tritt diesen Unsinn hinzurotzen?

Der Feind befindet sich bereits im Inneren

Aber bitte, meine Damen und Herren, strapazieren Sie die Europäer bitte nicht mit Gerede vom Krieg. Stressen Sie sie nicht mit islamischem Terror. Stressen Sie übrigens auch US-Präsident Obama damit nicht. Es ist zu romantisch und angenehm in Verleugnung zu leben, in einer Welt, in er jeder jeden lieb hat und in der es keine Kriege gibt; und wo muslimische Immigranten aus dem Irak und Syrien sich nahtlos integrieren, ohne dass gefährliche, jihadistische Infiltratoren sich unter ihnen befinden.

Vielleicht können trotz allem die Bombenexplosionen in Brüssel von Dienstag den Kontinent aus seinem Tagtraum holen. Die Brüssel zugefügten Schrecken waren die Folge der Laxheit der belgischen Sicherheitskräfte und der Blindheit der Regierung. Und ihr Versagen hatte einen hohen Preis. Wie viele weitere Anschläge sind nötig, wie viele weitere Opfer, damit der andere Fuß aufkommt und erkannt wird, dass wir uns nicht nur im Krieg befinden, sondern ein dritter Weltkrieg zwischen der aufgeklärten Welt und den Mächten der Dunkelheit stattfindet? Mit denen, die uns zurück ins siebte Jahrhundert ziehen wollen oder – schlimmer – das siebte Jahrhundert an unsere Türschwelle bringen wollen?

Wir sollten den Bürger Europas nichts vorwerfen. Das von seinen Mächtigen gelenkte Europa ist nicht länger aufgestellt um Kriege führen zu können. Seine Regierungen haben ihre Militär- und Geheimdienst-Budgets beträchtlich verkleinert. Was Europas große, sensible muslimische Bevölkerung angeht, dürfen ihre Sensibilitäten um jeden Preis nicht beleidigt werden, selbst wenn es dadurch nötig wird wegzusehen. Wie schmerzlich ist es dann in der Tat, wenn die Illusion eines gesamten Kontinents ihm um die Ohren fliegt. Vielleicht wäre es für Europa besser die Augen weiter geschlossen zu halten oder – als Alternative – einmal mehr zu dem Schluss zu kommen, dass der „Grund“ für die Probleme nichts anderes ist als das „Palästinenserproblem“.

Europa wollte glauben, dass diese Einschnitte der Jahre 732, 1529 und 1638 – als die Eroberung des Kontinents durch die Muslime drohte – der Vergangenheit angehörten. Europa begreift nicht, dass die Lage heute viel schlimmer ist. Damals wurde, wie wir wissen, der muslimischer Eindringling von Mauern aufgehalten. Heute muss der Feind nicht einmal eindringen. Er ist bereits hier, Zuhause; er muss nur eine selbst gebaute Bombe vorbereiten und sich auf die Straße begeben. ER sieht auch keine Armee, die ihm im Weg steht.

Sollten wir in der Zeit zum 25. März 1957 zurückreisen – als die Römischen Verträge unterzeichnet und die EU praktische geschaffen wurde – und den Europäern erzählen, dass Großbritannien 59 Jahre später eine Reisewarnung für Belgien ausgeben wird, dann können wir davon ausgehen, dass wir in eine Anstalt eingewiesen würden. Aber „Belgistan“ ist bereits etwas ganz anderes. Es ist wirklich gefährlich dort. Wenn der Schlummer fortgesetzt wird und Europa diesen Kampf verliert, werden unsere Enkel lernen, dass die Kontinente Nord- und Südamerika, Afrika, Asien und „Europastan“ heißen. Und ich kann bereits einige Experten sehen, die den Zuschauern erklären, dass die Juden dafür verantwortlich sind. Was, das wussten Sie nicht? Das alles geschieht, weil die Palästinenser unterdrückt werden. Alles in Ordnung, solange es einen Grund gibt nicht in den Krieg zu ziehen.