4 Stopps im Schomron

The Real Jerusalem Streets, 11. Dezember 2019

Zuerst sagte ich nein.

Ich war früher schon auf Ausflügen in den Schomron und nach Barkan.

Allerdings war ich am Sonntagmorgen, als der Jerusalemer Himmel grau wurde

im Bus auf dem Weg aus der Stadt hinaus, bevor der Regen zu fallen begann…

und das lange und schwer auf die sehr trockenen Straßen Jerusalems.

Als wir aus Jerusalem hinausfuhren, war der Himmel blau und klar.

Wolken sammelten sich, als wir uns dem Industriegebiet Barkan im  Schomron näherten.

Der Blick von der Straße auf Barkan vom Industriegebiet Ariel war so beeindruckend wie immer. Die Entwicklung und das Wachstum der einst öden Hügel ist verblüffend.

Zum Stopp Nr. 1 im Barkan gehörten Grüße von Vertretern des Schomron-Rats an die internationalen Parlamentarier der Israel Allies. Diese Unterstützer Israels waren aus der gesmaten Welt gekommen.

Ich habe ein ganzes Album an Selfies. Das von Dr. Thomas Coker aus Sierra Leone, wie er ein Foto mit Alan Clemmons aus South Carolina machte, muss ein neues Lieblingsfoto sein.

Volle Offenlegung: Einer der Hauptgründe, dass ich mitfuhr, war meinen Facebook-Freund, den Abgeordneten Alan Clemmons zu treffen, der in South Carolina das erste Anti-BDS-Gesetz initiierte. Mehr als die Hälfte der US-Bundesstaaten haben heute ähnliche Gesetze gegen Israel-Boykotte.

„Nie wieder werden Nationen bei Boykotten gegen das jüdische Volk still daneben stehen“, hieß es auf dieser Erklärung, unterzeichnet von der internationalen Gruppe aus 25 Ministern und Parlamentariern.

MK Miki Zohar hielt ein Foto von Kim Levengrond Yehezkel (sel.A.) und Ziv Hajbi (sel.A.) hoch, als er zur Delegation sprach. Die Unterzeichnung und die Reden erfolgten auf dem Parkplatz der Tweitplast-Fabrik.

Im Oktober letzten Jahres wurde dieser Arbeitsplatz der Koexistenz, über den ich mehr als einmal geschrieben hatte, zum schockierenden Szenerie des Terrors, als zwei junge Eltern ermordet wurden.

Zivs Mutter sprach ebenso wie Kims Vater (sitzend, Mitte). Beide baten die internationalen Abgeordneten, sich an ihre Regierungen zu wenden um die Finanzierung des Terrors zu beenden. Dahinter sthet IDF-Präsident Josh Reinstein; direkt neben dem Podium saß Yossi Dagan vom Schomron-Rat.

Keine Reise zum Barkan ist komplett ohne Mosche Lev Ran, der in der Twitoplast-Fabrik zu den internationalen Besuchern sprach.

Moches Lächlen und die Botschaft waren nicht neu.

Wie ich in der Vergangenheit schon mtiteilte, beschäftigen diese Fabriken im Schomron tausende arabische Arbeiter. Die Arbeit in diesen jüdischen Unternehmen bedeuten höhere Löhne und Zusatzleistungen als unter der PA. Wenn ein israelisches Unternehmen von EU-Etikettierungsrestriktionen und Boykott gezwungen wird zu schließen, schadet das am meisten den Familien der arabischen Beschäftigten.

Jedes Mal, wenn ich in die Fabrik gehe, scheint es mehr Produkte zu geben.

Israel Twito, das kreative Genie hinter Twitoplast, hat mehr als 100 Patente.

Diese Grafik macht die Gebiete A, B, C, deutlicher als wenn ich versuchen würde die komplexe Situation des Regeirens in Yehudah (Judäa) und dem Schomron zu erklären.

Die Straßen in Gebiet „A“ des Schomron haben rote Schilder, die es Israelis verbieten dort hineinzufahren.

Wie Sie sehen können hatte das Wetter sich geändert, als wir Barkan verließen.

Die Mahnmale für Terroropfer befinden sich entlang der Straße in der Nähe von Kreuzungen.

Die Dörfer im Tal liegen in der Hügellandschaft entlang der Straße.

Neue  Häuser auf den  Hügelkuppeln werden bei jedem Besuch immer eindrucksvoller.

Der Stopp Nr. 2 war ebenfalls ein Wiederholung und wie erwartet war das Mittagessen in der Winzerei Kabir ausgezeichnet.

Der zweite Grund, dass ich mich entschloss mitzufahren, war der, dass Leah Goldin, die Mutter von Hadar Goldin (sel.A.) nach dem Mittagessen sprechen sollte. Fünf Jahre und 4 Monate lang hat sie versucht die Gebeine ihres Sohnes, der von der Hmaas im Gazastreifen festgehalten werden, zur Beerdigung nach Israel zurückzuholen.

Ich war in einem Bus, der 2014 nach dem angeblichen Waffenstillstand nach Jerusalem vom Soroka-Krankenhaus in Beer Sheva zurückkehrte. Es wurde immer noch Raketen gefeurt und wir konnten die Eiserne Kuppel in Aktion sehen.

Die Hamas tötete und entführte Hadar zwie Stunden nach dem Beginn des „Waffenstillstands“ – ein Kriegsverbrechen und gegen die humanitären Verhaltensregeln. Goldin wollte den Abgeordneten das bewusst machen und drängte sie, von ihren Heimatländern aus zu helfen.

Stopp Nr. 3 war in Schiloh

Das war schnell gemacht, weil die Sonne unterging.

Minuten später fing es an zu regnen.

Die Gruppe posierte sehr schnell für ein Foto neben der neuen Schaufeld für die zwölf Stämme.

Ich hatte den Tag mit einem Schirm und Plastiktüten auf den Tag vorbereitet begonnen, die befanden sich allerdings im Bus.

Wir gingen im Dunkeln und im Regen den Hügel hinauf und fanden Schutz in der Hologramm-Show von Schiloh, die das antike Schiloh in einem Film mit Schauspielern nachspielt.

369 Jahre lang war das antike Schiloh der Ort der Bundeslade, bevor König Salomo seinen Tempel in Jerusalem baute. Sie müssen hinfahren und das selbst sehen, denn ein regnerischer Abend bietet nicht die besten Bedingungen zum Fotografieren.

Stopp Nr. 4 war die Winzerei Psagot.

Eine weitere Fahrt eine kurvenreiche, enge Straße hinauf auf eine Bergkuppe, in die Wärme eines ausgezeichneten Restaurants.

Und Wein. Guter Wein. Die Eigner von Psagot zogen vor den Internationalen Gerichtshof und versuchten die Etikettierung der EU gegen jüdische Unternehmen im Schomron rückgängig zu machen. Sie verloren den Prozess, aber sie planen es weiter zu versuchen. Mit 200 umstrittenen Gebieten weltweit, fragten sie, warum müssen nur die jüdischen Israelis für Sonderetikettierung herausgehoben werden?

Ich war schon im Schomron, aber es war gut, das Alte und das Neue zu sehen und zu hören.

Auf den Straßen Jerusalems passierte viel, trotz des starken Regens.

Eine Führung von Botschaftern bei der UNO, geführt von Israelis UNO-Botschafter Danny Danon, war im Beit Hanasi, dem Haus des israelischen Präsidenten.

Für die meisten internationalen Diplomaten war es ihre erste Reise nach Israel.

Als sie sich privat mit Präsident Rivlin unterhielten, war auf der anderen Straßenseite eine Gruppe arabischer Schüler auf dem Weg ins Islamische Museum.

Mehr von dem, was Leah Goldin zu humanitären und Rechtsfragen sagte.

Mehr Facebook-Fotos der Fahrt sind HIER.

Mehr von dem, was in Jerusalem in Israel geschieht, beim nächsten Mal.

Wann waren Sie das letzte Mal in Jerusalem?

The Real Jerusalem Streets, 4. Dezember 2019

Jerusalem, Israel.

Wann waren Sie das letzte Mal in Jerusalem?

Es ist ein Wunder, wie die Dinge sich im Verlauf der letzten Jahre verändert haben.

Oh, der Verkehr, der Straßenbau, der Straßenbahnbau in jede Richtung, so viel geschieht auf einmal, es ist kaum zu glauben.

Die Kräne von der Baustelle der Nationalbibliothek, nachts angestrahlt, heben sich gegen den Nachthimmel ab, zusammen mit der Saitenbrücke, ein Anblick farbenfroher Lichter.

Baukräne und Baumaterialien füllen den Bereich nahe der Straßenbahnlinie der Jaffa Road.

Das ist der Anblick in die andere Richtung, zum Zentralen Busbahnhof, mit alten Gebäuden und Kränen.

Auf dem Machane Yehuda-Markt sind das tägliche Brot

und die jungen, Ball spielenden Männer ein vertrauter Anblick.

Aber das Gebäude, das die alte Jaffa Road überragt – meine Güte, was für ein Gegensatz zu den Tagen der Vergangenheit.

Nur während der letzten Woche in Jerusalem:

Der alte Davidturm war voller digitaler neuzeitlicher ZERO ONE-Kunst.

Die Biennale Jerusalem 2019 ging am Van Leer-Institut und einem Dutzend weiterer Ort zu Ende.

Es gab das 11. Manofim Jerusalem Festival für  zeitgenössische Kunst.

Es wurden große und kleine Erntedank-Dinner veranstaltet. Ein Zelt am Alten Bahnhof bewirtete 1.000 „Einsame Soldaten“ de IDF und einige US Marines.

Gleichzeitig veranstaltete das Bloomfield Wissenschaftsmuseum am Alten Bahnhof eine „Kleine Macher“-Messe, um zukünftige Wissenschaftler und ihre Familien zu anzuspornen.

FEM-JLM wurde im Jerusalem WeWork gestartet, um Unternehmerinnen zu ermutigen ins Feld der Technologie zu gehen. Es gibt eine Menge Arbeit für mehr Frauen in STEM.

Präsident Reuven Rivlin war Gastgeber der israelischen Medaillen-Gewinner der Internationalen Physik-Olympiade, die im Sommer in Tel Aviv stattfand. Sehen Sie, dass alles Männer sind?

Der Präsident begrüßte jeden der jungen Männer.

Hoffentlich wird es in der Zukunft auch junge Frauen geben.

Der 3. Dezember 2019 war der Internationale Dag für Personen mit Behinderung.

Es gab Schilder und Veranstaltungen, die die ganze Woche über überall in Jerusalem stattfanden.

Sich in Jerusalem zu bewegen ist für die mit Behinderungen wie auch die ohne nicht einfach.

Dieses Auto konnte nur mit wenigen Zentimetern Platz durch diese enge Straße fahren.

Der nächste blieb allerdings stecken.

Man weiß nicht, wann oder wo in Jerusalem was als nächstes geschehen wird.

Das sehr Alte gegen das sehr Neue, in Jerusalem ein ständiges Thema.

So viel mehr.

Aber genug für jetzt, nur diese Fotos aus dem, was diese Woche geschah.

Jerusalem in Israel, wo selbst Graffiti auf den alten Mauern nicht wie irgendwelche anderen sind.

Jedes Ausstellungsstück im Palästina-Musum von vor 1850 ist jüdisch, nicht arabisch

Elder of Ziyon, 16. Oktober 2019

Ich habe mir das digitale Online-Archiv der Palästina-Museums angesehen, wo man unter jeder Menge Kriterien suchen kann.

Das Museum sagt, es habe mehr als 70.000 Artefakte katalogisiert, was eine eindrucksvolle Zahl zu sein scheint, bis man sich das genauer ansieht.

Zum Beispiel kommen rund 7.000 dieser Artefakte von einer einzelnen Person, einem Lehrer namens Nabil ‘alqam, der einzelne arabische Sprichwörter auf ein einzelnes Stück Papier schrieb – und die gesamte Sammlung spendete.

‘Alqam druckte auch einige weitere volkstümliche Erzählungen wie diesen sogenannte „Der Furz“.

Sieht man sich die ältesten Stücke der Sammlung an, dann gibt es nur vier Artefakte, die angeblich aus der Zeit vor 1850 stammen.

Zwei davon werden falsch kategorisiert wurden. Dieses Foto einer Moschee in Lod stammt wahrscheinlich von 1981, nicht von 1081.

Dieses Hochzeitsfoto ist nicht aus dem Jahr 1847, wie es geführt wird. Vielleich aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Das lässt zwei Artefakte aus der Zeit vor 1850 übrig, beides lateinische Landkarten.

Eine ist eine Karte des biblischen Kanaan von 1651.

Es gibt eine weitere Karte Palästinas von 1838, die zeigt, wie das Land zwischen den jüdischen Stämmen aufgeteilt war.

Beide Landkarten zeigen Stellen aus der jüdischen Bibel. Ich konnte keine arabischen Ortsnamen dort finden.

Je mehr das „Palästina-Museum“ veröffentlicht, um so weniger scheint es so, als gebe es irgendetwas, das auch nur entfernt als palästinensische Geschichte bezeichnet werden kann, die vor dem Zionismus existierte.

Jerusalem nach den Feiertagen – was jetzt?

The Real Jerusalem Streets, 6. November 2019

Was gibt es in Jerusalem nach den Feiertagen Neues?

Blickt man auf das letzte Jahr zurück, scheint vieles gleich zu sein.

Die Universitäten sind wieder im Semester.

Eine Rakete aus dem Gazastreifen traf ein Haus in Sderot.
Die Familie war glücklicherweise sich in der Lage in den Sicherheitsraum zu begeben und wurde köperlich nicht verletzt.

Winterwolken schweben über Jerusalem und der Altstadt, hier von Mischkenot Scha’ananim aus gesehen.

Die Feiertage sind vorbei, aber Tourbusse reihen sich entlang belebter Straßen auf, kommen und gehen am Zion-Tor.

Die jährliche Jerusalemer „Häuser von innen“ fand Ende Oktober statt.

Das Schild wurde am Eingang zum alten Lepra-Krankenhaus aufgehängt, einer von 200 Orten, die für die Öffentlichkeit offen war.

Aber heute ist es ganz anders, nicht wie bei der ersten Tour vor neun Jahren, als es eine Ruine war.

Vor neun Jahren machte der Tomatenpreis Schlagzeilen, dieses Jahr ist es die Butterknappheit.

Jupiter war direkt am Mond. Verrückt – dieses Foto erhielt auf Facebook hunderte Likes.

Erstaunlich. Faszinierend, was in den sozialen Medien Aufmerksamkeit erhält.

Der Neumond und haufenweise Konferenzen beginnen mit dem Ende der Feiertage.

Die Herzl-Konferenz für Zionismus der Gegenwart „Von der Vision zur Wirklichkeit“ fand zum ersten Mal statt.

Die Eröffnung fand auf dem Herzl-Berg statt, in der Nähe von Herzls letzter Ruhestätte; dabei wurde der Grabstein angstrahlt.

Der ehemalige US-Senator und Vizepräsidentschafts-Kandidat Joe Lieberman war beim Eröffnungsprogramm dabei, wobei er erwähnte, dass er Kinder und Enkel hat, die Aliyah machten.

Dr. Stanley Fisher war ein weiterer Redner im Programm, zusammen mit Präsident Reuven Rivlin.

Das Jahrestreffen der Jewish Agency Board of Governors begann mit einer nüchternen Anmerkung mit einem eindringlichen Video, das an die letztes Jahr in Pittsburgh Ermordeten erinnerte.

Premierminister Benjamin Netanyahu sprach zum Jewish Agency Board of Governors im Begin-Zentrum.

Es gab Sicherheitsmaßnahmen für den Premierminister, diesmal bekam ich ein Foto, wie sie sie abbauten.

Im Waldorf Astoria gab es starke Sicherheitsmaßnahmen. Aber anders als bei den meisten Veranstaltungen ließen die Sicherheitsleute die Gäste bei der KKF-JNF-Gala nahe genug heran, um den ehemaligen kanadischen Premierminister Stephen Harper neben den Netanyahus zu fotografieren. Das neue KKL-JNF-Besucherzentrum im Hule-See-Park ist Harper zu Ehren gewidmet.

Obwohl er mit dem Regierungs- und Wahldrama beschäftigt ist, war Präsident Rivlin Gastgeber eines Sondertreffens zu Antisemitismus im Beit Hanasi, der Residenz des Präsidenten.

Der US-Sondergesandte zur Beobachtung und Bekämpfung von Antisemitismus Elan Carr nahm daran teil.

Zum Podium gehörten Großbritannien (Lord Eric Pickles), Frankreich (Frederic Potier), Deutschland (Dr. Felix Klein) und die Europäische Kommission (Katharina von Schurbein). Der Konsens lautete, dass Bildung der Schlüssel zur Bekämpfung von Antisemitismus ist. Ansichten, die einst als randständig galten, werden an  Universitäten zum Mainstream und verbreiten sich. Das Problem ist kein jüdisches, sondern eines der Menschheit.

Das Bibelland-Museum Jerusalem zeigte wichtige Funde einer Ausgrabung in Beit Schemesch. Zwar weiß niemand genau, wer der „ruhmreiche Märtyrer“ war, aber die Grabung legte eine byzantinische Kirche frei, angefüllt mit Glasstücken und Steinlampen.

Am Eröffnungsabend kamen geladene Gäste um die Ausstellung zu sehen und Experten zu hören.

Ein beliebtes Ausstellungstück war dieses Stück Marmor, vielleicht der „Sitz“ eines hohen Kirchenvertreters oder Spenders.

Wer wusste, dass Spender vor hunderten Jahren Namen auf Gedenktafeln in Kirchen hatten?

Am 11. November ist der Internationale Tag der Wissenschaftszentren und Wissenschaftsmuseen.

Achten sie auf freien Eintritt im Bloomberg Science Museum, auch Ende November wieder.

Das jährliche Klavier-Festival im Jerusalem Theater findet vom 13.-16. November statt.

Das erste wird aber das jährliche internationale Animation-Festival in Jerusalem sein – AniNation.

Naturwissenschaftliche und technische und Start-up-Konferenzen – es ereignet sich immer mehr auf den Straßen Jerusalems!

Zu Ehren des Aliyah-Tags, der diese Woche gefeiert wird, ist es Zeit ein altes Lieblingsfoto zu teilen.

Es rücken keine Regierung oder Wahlen näher.

Jahre der Raketen aus dem Gazastreifen.

Schwere Drohungen aus dem Libanon und dem Iran.

Jordanien – ein sehr kalter Friedenspartner.

Der Berufsverkehr erreicht albtraumhaftes Niveau.

Wunder in unserer Zeit

Am Yisrael Chai.

Gedenken an gefallene ANZAC-Soldaten

The Real Jerusalem Streets, 30. Oktober 2019

Wenn man Jerusalem über die Autobahn 1 verlässt und der Verkehr bewegt sich, ist das schon ein Wunder.

So viele Autos, so viel Bautätigkeit mit neuen, breiteren Straßen mit zahlreichen Spuren.

Oh im Gegenteill, wenn man sich an die frühen Tage der einspurigen Straße erinnert, die sich den Berg hinauf- und hinabwindet.

Entlang der Autobahn ist der Bau der Straßenbahn noch eindrucksvoller.

Über das Tal aufsteigend und sich bis zum Ortseingang Jerualems erstrecken sich neue Gleise.

Nach Süden Richtung Beer Sheva auf der Straße 6 zu fahren ist ebenfalls ein starker Kontrast zu den alten Tagen der schmalen Landstraßen.

Nich tnur SodaStream ist im Negev größenmäßig gewachsen,

sondern aus dem kargen Sand entsteht ein neues Gewerbegebiet direkt neben dem SodaStream-Komplex.

Das ANZAC-Museum in Beer Sheva wurde vor zwei Jahren eröffnet, rechtzeitig zu den Gedenkfeiern zu 100 Jahren der Schlacht von Beer Sheva.

Im Inneren gibt es eine Ausstellung mit Militärgegenständen aus dem Ersten Weltkrieg – Stiefel, Hut und eine Trompete.

Während unser Führr Colin die Rolle des ANZAC (Australia New Zealand Army Corps) in Palästina 1917 erklärte, war ich von den digitalen Plakaten fasziniert.

Warum reisten diese jungen, sehr jungen Australier und Neuseeländer um die halbe Welt, um so weit weg von Zuhause in einem Krieg zu kämpfen?

Aber sie verpflichtete sich. Und die leichte Kavallerie von Down Under kam der britischen Armee im Kampf gegen das Osmanische Reich zu Hilfe.

Nach früheren Besuchen in Beer Sheva ist Allenbys Platz in der Geschichte von Beer Sheva bekannt.

Das Video im ANZAC-Museum ist allerdings neu.

Alte Schwarz-Weiß-Fotos aus dem Ersten Weltkrieg schildern die Geschichte nicht so effektiv.

Der Krieg lief nicht gut für die britische Armee, bevor die ANZACs mit ihren großartigen Pferden per Schiff eintrafen.

Ohne Wasser. In der Wüstenhitze mit Fliegen und Sand und Läusen gab es wenige Optionen, die sofortiges Handeln erforderten.

Sie griffen an. Diese verrückten Aussies und Kiwis! Sorry, ich konnte nur ein unscharfes Bild aus dem Video bekommen, sie galoppierten einfach zu schnell.

Die  leichte Kavallerie griff im Ritt auf ihren geschätzten Pferden die überraschten türkischen Soldaten an – direkt auf sie zu, sprangen über die Köpfe der geschockten Feinde hinweg und außer Reichweite der Waffen.

Sie schafften es bis Beer Sheva, zu den Brunnen, die sie sicher und intakt vorfanden.

Die Australier verloren 32 Soldaten.

Die Neuseeländer verloren 31 Soldaten.

Vom Sieg in Beer Sheva zogen die britischen Streitkräfte weiter, um die Letzten des Osmanischen Reichs zurückzudrängen; sie kamen am 17. Dezember 1917 in Jerusalem an.

Jedes Jahr am 31. Oktober gibt es in Beer Sheva eine Gedenkfeier.

2017 gab es eine große 100-Jahr-Feier und Gedenktag.

Ich fand es angemessen eine Minute dieser jungen ANZAC-Soldaten zu gedenken, die es nie schafften nach Hause zurückzukehren.