Fälschungsfoto des Tages: Das palästinensisch-arabische Mädchen, das dem Tod ins Auge starrt

David Lange, Israellycool, 30. Juni 2020

Das folgende Foto und der dazugehörige Text wurden vor kurzem auf Facebook und dann an weiteren Stellen gepostet:

„Ich bin keine hirnlose, dumme, Tiktok-Muslima. Ich bin eine arabisch-muslimische junge Frau. Ich werde bis zum letzten Atemzug für meine Masjid-al-Aqsa kämpfen.
Halt mich auf, wenn du kannst!“
Eine mutige palästinensische Schwester
Möge Allah unserer palästinensischen Brüder und Schwestern schützen…

Es ist hunderte Male, wenn nicht öfter geteilt worden.

Es ist eine Lüge.

Tatsächlich erledigte India Today für mich die Arbeit. Das Foto ist aus Chile.

Eine Demonstrantin sieht einem Bereitschaftspolizisten während eines Protests anlässlich des Militärputsches von 1973 in Santiago de Chile ins Auge; 11. September

Worum geht es mit Chile und palästinensischer Fotofälschung?

Die positive Nachricht lautet, dass zumindest Facebook das jetzt als Fälschung gekennzeichnet hat,

Teilweise falsche Information.
Überprüft von unabhängigen Fact-Checkern.
Siehe warum

obwohl ich denke, das ein Großteil des Schadens bereits angerichtet ist.

Darauf setzen die Hasser.

Seltene Bilder: Als die Haganah an den Stränden von Tel Aviv trainierte

Amit Naor, the Librarians (Land of Israel), 15. Juni 2020

Das Haganah-Camp Yona befand sich im Norden von Tel Aviv, an einer Stelle, an der heute ein Luxus-Hotel steht; das war der Ort einer Reihe historischer Ereignisse, vom Mord an Arlosoroff bis den Schüssen auf die Altalena.

Foto: Beno Rothenberg, the Meitar Collection, zur Verfügung gestellt vom Israelischen Staatsarchiv.

Im Archiv von Beno Rothenberg, einem der bekanntesten in den frühen Jahren des Staats Israel aktiven Fotografen, befindet sich eine Bilderserie, die Mitglieder der Militärorganisation Haganah bei der Ausbildung im Camp Yona zeigen. Das Fotoarchiv wurde vor kurzem gescannt und wird heute dank der Meitar Collection in der Nationalbibliothek von Israel aufbewahrt. Diese Fotos der Männer und Frauen der Haganah, wie sie rennen, springen, kriechen, Einweisungen erhalten oder– zusammen und einzeln – einfach posieren, kann man sich heute auf der Internetseite der Nationalbibliothek ansehen. Die Trainingsübungen fanden im „Alten Norden“ von Tel Aviv statt, nahe der Stelle, an der sich heute das Hilton Hotel und der Unabhängigkeitspark (Gan Ha’atzmaut) befinden. Ich wurde neugierig auf die Geschichte dieses Lagers, in dem nicht nur die Trainingseinheiten der Haganah stattfanden, sondern auch mehrere denkwürdige Ereignisse der zionistischen Geschichte.

Foto: Beno Rothenberg, the Meitar Collection, zur Verfügung gestellt vom israelischen Staatsarchiv

Es war nicht immer die Haganah, die in Camp Yona trainierte. Die Organisation kontrollierte das Lager ab Ende 1947, als die britische Armee sich im Dezember des Jahres aus der Gegend zurückzog. Die Haganah übernahm schnell die ehemalige britische Basis in Tel Aviv, was natürlich das Sarona-Gelände (heute das zentrale Hauptquartier der IDF – die Basis „Kirya“), sowie Camp Yona einschloss. Drei Tage nach dem Abzug wurde Yona Rasin, ein Haganah-Kommandeur, auf seinem Weg nach Jerusalem getötet. Seine Kameraden benannten die verlassene Militärbasis prompt nach ihm.

Foto: Beno Rothenberg, the Meitar Collection, zur Verfügung gestellt vom israelischen Staatsarchiv
Foto: Beno Rothenberg, the Meitar Collection, zur Verfügung gestellt vom israelischen Staatsarchiv

Was geschah vor all dem? Im frühen 20. Jahrhundert diente die Gegend als muslimischer Friedhof. Die Leute von Jaffa, weiter südlich an der Küste, litten unter einer Cholera-Epidemie und mussten ihre Toten in großer Entfernung von der Stadt begraben (aus demselben Grund, weshalb damals der jüdische Friedhof an der Trumpeldor-Straße eingerichtet wurde). 1942, während des Zweiten Weltkriegs, errichteten die Briten auf dem Kliff einen Erholungsort für Piloten der Royal Air Force. Warum ausgerechnet hier? Aus denselben Gründen, aus dem Menschen heute Tel Aviv besuchen wollen: Das Lager lag am Strand, in einer Stadt voller Cafés, Kulturveranstaltungen, Festen und natürlich – Alkohol. Britische Soldaten aus dem gesamten Nahen Osten kamen dorthin, um Urlaub und Erholung zu finden.

Foto: Beno Rothenberg, the Meitar Collection, zur Verfügung gestellt vom israelischen Staatsarchiv

Am Fuß des Lagers auf einem Kurkar-Kliff gelegen lag der Sandstreifen, der heute als Hilton Beach bekannt ist, benannt nach dem Hotel, das sich über ihm erhebt. Hier unternahmen Sima und Haim Arlosoroff am Freitagabend, 16. Juni 1933, einen Spaziergang, nachdem sie ein Café direkt südlich verlassen hatten, wo heute das Dan-Hotel zu sehen ist. Dort sahen sie zwei Fremde, die ihnen einige Zeit gefolgt waren; dann zog einer von ihnen eine Schusswaffe und erschoss Arlosoroff, damals der Leiter der politischen Abteilung der Jewish Agency, so etwas wie der Außenminister der zionistischen Bewegung. Der Mord erschütterte die jüdische Gemeinschaft des Mandats Palästina und es wurde mit Fingern auf die revisionistische Bewegung gezeigt.

Foto: Beno Rothenberg, the Meitar Collection, zur Verfügung gestellt vom israelischen Staatsarchiv

Lassen Sie uns ein paar – genauer gesagt 15 – Jahre vorspulen, in den Juni 1948. Vor der Küste von Tel Aviv lief ein als Altalena bekanntes Schiff auf Grund, nachdem es vom Kfar Vitkin-Stand, wo die Konfrontation mit Kräften der IDF begonnen hatte, weiter nach Norden floh. Im Rumpf des Schiffes befand sich eine Ladung Waffen, die die Irgun für ihre Soldaten geordert hatte. Die IDF hatte den Befehl das Schiff unter Einsatz von Artillerie zu stoppen. Wo waren die Kanonen stationiert, die das Schiff beschossen? Richtig, im Camp Yona auf der Kurkar-Höhe. Eine weitere Anekdote lautet, dass Abraham Stavsky, ein Mitglied der Jugendbewegung Betar, der der Ermordung Arlosoroffs beschuldigt wurde, während des Konflikts auf der Altalena getötet wurde.

Foto: Beno Rothenberg, the Meitar Collection, zur Verfügung gestellt vom israelischen Staatsarchiv
Foto: Beno Rothenberg, the Meitar Collection, zur Verfügung gestellt vom israelischen Staatsarchiv

Durch puren Zufall spielten sich zwei Schlüsselereignisse in dem bitteren Kampf zwischen dem linken und dem rechten Lager der  jüdischen Gemeinschaft in der Nähe der Haganah-Basis ab, die es nicht mehr gibt. Was ist sonst noch an dem historischen Ort passiert? Neue Haganah-Bataillone wurden in Camp Yona aufgestellt und es war hier, wo zahlreiche neue Rekruten in die Haganah eingewiesen wurden, als der Unabhängigkeitskrieg ausbrach. Camp Yona wurde auch genutzt, um in ihrer Frühzeit das medizinische Korps der IDF auszubilden. Zusätzlich befanden sich die Einrichtungen für das körperliche Training und die Kampfeignung der israelischen Armee sowie die Sportschule im Lager, bis sie in den 1950-er Jahren ins Wingate Institute verlegt wurden.

Foto: Beno Rothenberg, the Meitar Collection, zur Verfügung gestellt vom israelischen Staatsarchiv

Während dieses Jahrzehnts und des nächsten ergab sich ein bitterer Streit zwischen der israelischen Regierung und der Stadt Tel Aviv, die das Camp räumen und an seiner Stelle einen großen öffentlichen Park bauen wollte. Vor Israels erstem Unabhängigkeitstag wurde das halbe Camp Yona beseitigt und im April 1949 begann der Bau des Unabhängigkeitsparks. Erst in den frühen 1960-er Jahren räumte die IDF den gesamten Bereich und der Park wurde endgültig fertiggestellt. Das Hotel Hilton wurde auf einem Teil des Landes gebaut; dort steht es bis heute.

Die Fotos in diesem Artikel und andere Fotos der Männer und Frauen der Haganah im Camp Yona finden sie hier. Sollten Sie sich selbst oder Verwandte auf diesen Fotos erkennen, lassen Sie uns das bitte in den Kommentaren oder auf Facebook oder Twitter wissen.

Die bayerische Fliegerabteilung 304 b dokumentiert das Land Israel Ende des Ersten Weltkriegs

Ein kurzer Blick in das Buch eines deutschen Theologen, der 100 Luftbilder des Landes Israel sammelte

Chen Malul, the Librarians, 26. November 2017

„Der Tempelhof“ in den Worten des deutschen Forschers und Theologen Gustaf Dalman. Ein Luftbild des Tempelbergs.

Es kommt häufig vor, dass die brutalsten und blutigsten Kriege als Katalysator technologischen Fortschritts dienen; der Erste Weltkrieg war keine Ausnahme: Die Entwicklung moderner Bombardierung, der erste muslimische Einsatz von Panzern (noch nur als Transportmittel, nicht als Waffe), der erste militärische Flammenwerfer und mehr. Kein Ort blieb unverändert: Die Artilleriegeschosse entstellten die Schlachtfelder, die Gräben veränderten die Beschaffenheit des Gelälndes und die Mehrheit der alten Imperien, die in ihm kämpften, brachen während oder nach ihm zusammen, um sich nie wieder zu erholen.

Das Land Israel war nicht die tödlichste Front, aber auch hier veränderte der Krieg das Leben komplett und brachte einige europäische technologische Entwicklungen mit sich. Ein Beispiel solcher Entwicklung ist an einer unerwarteten Stelle zu finden: ein Buch namens „Hundert Luftbild-Fotografien von Palästina“, veröffentlicht vom deutschen Theologen Gustaf Dalman.

Gustaf Dalman in der Uniform der deutschen Armee

Luftbilder im Dienst christlicher Theologie

Dalmans enormes Interesse am Land der Bibel und allem damit Verbundenen brachte ihn in viele unterschiedliche Forschungsfelder: Während seines langen Lebens erforschte der deutsche Theologe jüdische Geschichte, Archäologie der Zeit der Bibel und die Sprache der Einwohner des Landes und seiner Nachbarn. Dalman tauchte tief in die Bibel und das Neue Testament ein, war aber auch in jüdischer Literatur aus der Periode des Zweiten Tempels und später bewandert. 1902 war der Theologe einer der Gründer des „Deutschen evangelischen Instituts für Altertumswissenschaft des Heiligen Landes in Jerusalem“ – ein Institut, dem er bis 1917 vorstand und das es bis heute gibt.

Dalman war nicht nur an der Kultur der Zeit der Bibel interessiert, sondern er erforschte auch die Landschaften, Tiere und Pflanzen des Landes. Er glaubt von ganzem Herzen, dass nur ein möglichst umfassendes Verständnis der Natur und der im Heiligen Land lebenden Menschen Theologen in die Lage versetzen wird das heilige Tun Gottes richtig zu verstehen und zu interpretieren, das Gott seinen Geschöpfen gewährte. Daher schrieb Dalman über das Land Israel und dokumentierte es in tausenden Bildern und Worten.

1925 sammelte Dalman einhundert Luftbild-Fotografien in seinem Buch, die die bayerische Fliegerabteilung 304 b der deutschen Armee aufgenommen hatte. Alle gesammelten Fotos waren 1917/18 aufgenommen worden, mit anderen Worten: gegen Ende des Ersten Weltkriegs – einige, nachdem die Briten das Land Israel erobert hatten. Diese scheinen die ersten Luftbilder des Landes Israel zu sein oder zumindest zu den ersten jemals in Israel aufgenommenen zu gehören.

Ein Luftbild Jerusalems von Südost.
Diese Fotografie zeigt eine Folie, die auf eine alten Landkarte gelegt wrude, um zu zeigen, was man aus der Luft über Orte aus der Zeit der Bibel erfahren kann.
Bethlehem von Süden.
Safed aus der Vogelperspektive

Selbst als er als Bewahrer und Herausgeber agierte – eine Arbeit, die in dem Buch voll zum Ausdruck kam, das er 1925 veröffentlichte – war der Fingerabdruck des Erforschers des Landes der Bibel in dem Buch klar erkennbar. Dalman nutzte die hundert Fotografien, die in dem Buch erschienen, als Spiegel in die Vergangenheit und dachte darüber nach, was die Landschaften uns über die Welt Jesu und der Propheten sagt. Diese Tatsache führt Daman zu interessanten redaktionellen Entscheidungen; so vermerkt Professor Binyamin Zev Kedar in seinem Buch „Looking Twice at the Land of Israel“: „Dalman, der das Land Israel erforschte … hatte nicht das Gefühl Fotografien der neuen jüdischen Siedlungen einzubringen.“

Haifa und der Carmel, aber nicht Tel Aviv und andere neue Siedlungen
Nicht alle Fotografien in dem Buch wurden aus der Luft aufgenommen, so diese von Tiberias

Es wäre naiv Dalman als unpolitischen Forscher zu betrachten, der einzig an der Vergangenheit interessiert war. Als erster Direktor des von ihm gegründeten Instituts half Dalman dem Deutschen Reich unter religiös-christlicher Tarnung tiefer in den Nahen Osten einzudringen. Es ist möglich, dass Dalman (wie viele seiner deutschen Zeitgenossen), als er 1925 sein Buch veröffentlichte, fast ein Jahrzehnt nach dem Zusammenbruch des osmanischen und des deutschen Reichs, seine imperialistischen Sehnsüchte bezüglich des Nahen Ostens aufgegeben hatte. Aber Dalmans Neugier und Liebe zum Land der Bibel blieben bis zu seinem Tod im Jahr 1941 stark.

Palästinensische Fotofälschung des Tages: Das zerstörte Haus

David Lange, Israellycool, 16. Juni 2020

Ein antiisraelischer Twitter-Account namens Palestinian Culture (provoziert mich nicht mit dem Namen) twitterte gestern Folgendes:

Wo immer ihr seid…
Bitte betet für den Gazastreifen.
Es geht nicht um Religion, es geht um Menschlichkeit
Hashtag: Palästina wird frei sein

Es wird Sie nicht überraschen zu erfahren, dass diese ein weiteres Beispiel für palästinensische Fotofälschungen ist (die Zweckentfremdung von Fotos von irgendwo anders und sie als aus dem Gazastreifen oder den palästinensisch kontrollierten Gebieten stammend auszugeben).

Was aber das Niveau der Chutzpe noch stärker erhöht als normalerweise ist die Tatsache, dass das Foto das eines israelischen Hauses ist, das von einer aus dem Gazastreifen gefeuerten Rakete beschädigt wurde!

Eine Gesamtansicht zeigt ein beschädigtes Haus im Dorf Mischmeret nördlich von Tel Aviv, nachdem es am 25. März 2019 von einer Rakete getroffen wurde.

Dass Palästinenser israelische Fotos zweckentfremden, um Israel zu dämonisieren, scheint so etwas wie ein Trend zu sein. Aber das passiert, wenn die Realität nicht ins Narrativ passt und man keinen moralischen Kompass hat.

Hat tip: Shawn vom Parodie-Account Mossad, der das Haus direkt nach seiner Beschädigung besuchte.

Der palästinensische Propagandist, der sein EIGENES Memo nicht bekam

David Lange, Israellycool, 16. Juni 2020

Ich darf Ihnen Omar Ghraieb vorstellen, einen Journalisten und Blogger aus dem Gazastreifen.

(Zeigen Sie dieses Foto jedem, der versucht unser Aussehen für die Behauptung zu benutzen, wir seien keine Einheimischen.)

Omar liebt es Israel zu dämonisieren und zu behaupten, dass der Gazastreifen ein Höllenloch sei. Und zwar so sehr, dass er diesen Tweet oben anpinnte:

Für diejenigen, die uns sagen, wir sollten uns in Sicherheit begeben: Ich schätze eure Unterstützung wirklich, aber:
1- Gaza hat keine Bunker.
2-Ich bleibe Zuhause, was sonst kann ich tun, um in Sicherheit zu sei?
3- Gaza ist ein dicht bevölkerter, zusammengedrängter kleiner Ort.
4- Die meisten von uns sind unbewaffnet.
Was sonst können wir tun?

Das Problem: Es scheint so, als hätte Omar sein eigenes Memo nicht bekommen.

Während er behauptet Gaza sei ein „dicht besiedelter, zusammengedrängter kleiner Ort“, twittert er Dinge, die zeigen, dass … Gaza kein dicht besiedelter, zusammengedrängter kleiner Ort ist.

Dazu ein Haufen anderer Tweets, die einen nicht allzu schäbigen Lebensstandard zeigen.

Ich schätze, rund um die Uhr zu lügen kann sich als ermüdend erweisen und solche Ausrutscher sind zu erwarten.

150 Jahre an der Westmauer

Wie sah die Westmauer vor ihrer Befreiung 1967 aus? Wie sah sie vor 100 Jahren aus? Und vor 150 Jahren?

the Librarians, Nationalbibliothek Israels, 25. November 2017

Wie sah die Westmauer vor ihrer Befreiung 1967 aus? wie sah sie vor 100 Jahren aus? Und vor 150 Jahren? Seltene Fotografen aus den Sammlungen Nationalbibliothek Israels zeigen eine andere Westmauer als die, die wir heute kennen. Ein Bereich für Gebete wurde zu zweien und die Uniformen derer, die sie besuchten und bewachten, änderten sich, aber eines ist immer gleich geblieben: die Sehnsucht des jüdischen Volkes diesen am meisten verehrten Ort zu besuchen und dort zu beten.

Auch die Identitäten der den Ort Fotografierenden änderte sich im Verlauf der Jahre; sie reichen von berühmten internationalen Fotografen, die Ehrfurcht vor der Beziehung zwischen Mensch und Stein hatten, über Touristen und Pilgern, die die Mauer als Teil einer Reise ins Heilige Land besuchten, bis zu Ortsansässigen und  fremden Soldaten, die einfach im Zug ihres Dienstes dort waren. Die Bilder offenbaren auch die Geschichte der Fotografie: Schwarz-Weiß-Fotografien, handkolorierte Fotografien, sich ändernde Druck- und Entwicklungsmethoden.

Schließen Sie sich dieser historischen Reise zur Westmauer an.

Seltene Fotos, die direkt nach der Befreiung Jerusalems aufgenommen wurden

Als der Sechstagekrieg endete, erhielten die Bürger die schönsten aller Nachrichten: Die Westmauer war wieder in Israels Hand.

the Librarians, Nationalbibliothek Israels, 6. November 2017

Jeder – Mann, Frau, Kind, Soldat, Zivilist – wollte den heiligsten aller heiligen Orte mit eigenen Augen sehen. Die Fotografen der Zeit verstanden die historische Bedeutung des Augenblicks und machten das meiste daraus. Sich schossen Bild um Bild, fingen die hunderttausende Besucher, die sich zur Westmauer begaben, ein und dokumentierten sie. Sie dokumentierten auch die Beseitigung der Trümmer, die die Mauer umgaben sowie den Beginn des Baus des Platzes, der den Ort als Pilgerstätte kennzeichnet.

An den ersten Tagen kamen die Staatsführer, um an der Mauer zu beten, darunter Präsident Zalman Shazar, der darauf bestand nach Jerusalem zu fahren, bevor der Krieg vorbei war; er trug sogar einen Helm, um das zu tun. David Ben-Gurion kam am Tag, nachdem der Krieg für beendet erklärt war, an die Mauer.

Die Fotos im Album stammen aus der von Dan Hadani gegründeten IIPA, die das Leben und die Zeiten des Staates Israel, die israelische Gesellschaft und Kultur im zwanzigsten Jahrhundert dokumentiert. Die Sammlung Dan Hadani, zu der in etwa eine Million historischer Fotografien gehören, wurde von der Bibliothek im September 2016 erworben.