Feiertagssaison in Jerusalem

The Real Jerusalem Streets, 8. Oktober 2019

Was für ein wunderbares Wochenende im Viertel!

Die Straßen von Jerusalem in Israel waren gesäumt mit Herbstblumen, die in Farben platzten.

Nach einem überraschenden Regen am Schabbat ist die Luft unter einem blauen Himmel klar.

Die Straßen von Jemin Mosche sind noch herrlicher als üblich.

Ich hoffe, alle Touristengruppen wussten die Schönheit zu schätzen, als sie unterwegs waren.

Nach so vielen Malen im Beit Hanasi, der Residenz des israelischen Präsidenten, bemerkte ich zum ersten Mal die Granatäpfel, die direkt bei Theodor Herzl wachsen.

Was für ein Blick von dem neuen Aussichtspunkt über dem Tal des Kreuzes!

Schana tova! „Ein gutes neues Jahr!“, heißt es auf den Schildern über Jerusalems Straßen.

Musik am Sultanteich, Musik am Kikar Safra und musikalische Selichot und Lieder an so vielen Orten.

Zehntausende füllten vor Yom Kippur den Platz vor der Kotel, der Westmauer und den gesamten Bereich für die jährlichen Mitternachts-Selichot.

Im sechsten Jahr war Präsident Rivlin Gastgeber eines Selichot-Gottesdienstes mit Musik. Jedes Jahr größer, hatte diese Veranstaltung 500 Gäste im rückwärtigen Garten direkt an der Synagoge.

IDF-Soldaten, Schüler in vormilitärischen Programmen und Mitglieder der täglichen morgendlichen Gebetsgruppe waren alle eingeladen.

Musik vor den Selichot-Gebeten mit Shai Tsabari und Akiva Tourgeman.

Die Menge klatschte und sang oft mit.

Große Bildschirme zeigten denen draußen, was in der Synagoge ablief und der Präsident kam ebenfalls heraus.

Am Ende des Gottesdienstes und Gesangs war es kurz vor Mitternacht.

Yom Kippur beginnt dieses Jahr in der Nacht zum 8. Oktober und geht bis zur Abenddämmerung am 9. November.

Nach Angaben von IDI-Gutachten planen 60,5% der jüdischen Israelis an Yom Kippur zu fasten, ein beträchtlicher Rückgang von 73%, die es 1994 waren.

Nur etwa ein Viertel der jüdischen Israelis (23%) planen alle an Gottesdiensten in der Synagoge teilzunehmen.

Aber die Straßen sollten ruhig sein, ohne Busse, Züge oder Fahrzeuge, nur Fahrräder sollten unterwegs sein.

Neue Schilder sind zur Feiertagssaison in Jerusalem aufgehängt.

Es finden zu viele Konzerte und Aktivitäten statt, um sie hier aufzulisten.

Der Jerusalem-Umzug mit tausenden internationaler Teilnehmer und hunderten farbenfroher Kostüme werden die Straßen von Jerusalem füllen.

Es geschieht so viel in Jerusalem in Israel in dieser Feiertagszeit.

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Überbleibsel

The Times of Israel, 13. August 2019

Zahlen- und waffenmäßig weit unterlegen kämpfte eine kleine Gruppe Fallschirmjäger und Panzer und überlebte den Ansturm syrischer Soldaten und Panzer am Tel Saki in einer der ersten Schlachten des Yom Kippur-Kriegs 1973.

35 Israelis starben in diesen drei Tagen der Schlacht, 3 wurden gefangen genommen und die meisten anderen israelischen Soldaten wurden verwundet.

Die erstaunliche Geschichte können Sie hier lesen (in Englisch).

Tel Saki liegt auf den südlichen Golanhöhen.

 

Wenn diese Fotos Sie wütend machen, dann sind Sie wohl einfach ein Antisemit

Elder of Ziyon, 20. September 2019

Ma’an, die unabhängige palästinensische Nachrichten-Agentur, veröffentlichte gestern einen Artikel, in dem es hieß, dass letzte Woche „448 Siedler den Hof der Al-Aqsa-Moschee stürmten“.

Auf Deutsch heißt das, dass 448 Juden den Tempelberg besuchten, den heiligsten Ort im Judentum. Diese Woche gab es mehr jüdische Besucher als üblich, weil der Wahltag ein freier Tag war.Ma’an fährt fort: „Hunderte Siedler, begleitet von jüdischen Rabbinern, stürmten die Höfe der Al-Aqsa und vollführten talmudische Rituale mit Sicherheitsschutz durch die Besatzungskräfte.“

Für den Fall, dass dies das arabische Publikum des Artikels nicht genug empört, veröffentlichten sie ein Foto dieser stürmenden Siedler.

Palestine Today fügte mehr von dem hinzu, was sie als aufhetzende Bilder von Juden, die Fotos vor dem Felsendom machen, dem Ort, wo die jüdischen Tempel gebaut und zerstört wurden.

Ja, es gibt auf arabischen Internetseiten weitere Fotos lächelnder Juden auf dem Tempelberg als in jüdischen Nachrichtenmedien.

Jetzt sollten Sie nicht außer Acht lassen, dass Fotos wie dieses von christlichen Besuchern ständig gemacht werden:

Und Muslime machen Tonnen an Fotos – und ihre Selfies können sogar nachts gemacht werden, wenn Nichtmuslime an dem Ort nicht gestattet sind:

Doch die Fotos von Christen und Muslimen, die fröhlich vor der kultigen Kuppel posieren, sind keine Titelseiten-Nachrichten, nirgendwo.

Nur Juden, die dieselbe Art Fotos machen, an derselben Stelle, mit demselben Lächeln, sorgen dafür, dass Araber, Muslime und ihre Mitstreitenden, sich aufregen.

Die arabischen Artikel über „stürmende Siedler“ erwähnen unvermeidlicherweise, dass sie von einer Gruppe bewaffneter israelischer Polizei geschützt werden.

Warum ist das so?

Weil religiöse Juden, die den Ort besuchen, ohne diesen Schutz von Massen an Muslimen gelyncht werden würden, die dadurch, dass sie tagtäglich solchen Artikeln ausgesetzt sind, dazu aufgestachelt werden! Araber wird eine stetige Kost der Hetze ausgesetzt, die jeden Juden dämonisiert, der es wagt den Ort zu besuchen, der die Stelle von Salomos Tempel war, 1.600 Jahre, bevor es den Islam gab.

Wenn das kein Antisemitismus ist, was dann?

Der Fund wertvoller Geschichte unter den Straßen Jerusalems

Sharon A, The Real Jerusalem Streets, 21. August 2019

Ich habe unzählige Male wiederholt, dass man nie weiß, was man auf den Straßen Jerusalems finden wird.

Der Satz, dass man nie weiß, was man unter den Straßen Jerusalems finden wird, bekommt tagtäglich eine völlig neue Bedeutung.

Eine archäologische Grabung am Grab des Propheten Samuel wurde kürzlich gestoppt, als Arbeiter eine Artilleriegranate aus dem Ersten Weltkrieg freilegten.

Der Nationalpark Emek Tzurim befindet sich am oberen Bereich des Kidron-Tals.

Der Park bietet diesen beeindruckenden Blick auf Jerusalem und befindet sich im Bereich des Sifting Project.

Das Sifting Project im Zurim-Tal hat eine Ausstellung der Funde aus der Zeit des Zweiten Tempels, die aus dem Erdreich geborgen wurden, das die Waqf dort ablud.

Im November 1999 karrte die Waqf neutausend Tonnen Boden, gefüllt mit Jahrhunderten darin vergrabener Geschichte, dort ab, um eine Eingang zu einer neuen, unterirdischen Moschee für 10.000 muslimische Gläubige zu bauen.

Ich habe vor vier Jahren über Dr. Gabi Barkai und diese Geschichte geschrieben.

Das verbesserte Sifting Project ist für die Öffentlichkeit zugänglich und bereit für neue Amateur-Archäologen.

Der aktuell durchgesehene Boden stammt aus den Grabungen der der Pilgerstraße und des Abfluss-Kanals nahe der Altstadtmauer.

Jeder Teil der Erde wird sorgfältig gewaschen und durchsucht.

Keine goldene Glocke oder antike Münzen, aber wir finden diese Tonscherbe in unserem Eimer mit Dreck und Steinen.

Unser Führer gab uns eine Vorführung. Die Mitarbeiter sind da um zu helfen und zu beaufsichtigen.

In diesem Ausstellungskasten gab es bunte Teile aus antiken Wandmosaiken.

Dieser Ring eines Kindes könnte vor 2.000 Jahren auf die Straße gefallen und im Abflusskanal gelandet sein. Er wurde erst kürzlich gefunden.

Der winzige Ring wurde sehr gerne fotografiert.

Auch die Metallspitze eines römischen Pfeils befand sich im Boden vor den Mauern Jerusalems.

Wussten Sie, dass die Römer Würfel hatten, die unseren heutigen gleichen?

Eine der wertvollen Münzen aus der Römerzeit, die die Unabhängigkeit Jerusalems proklamiert.

Nachdem die Wertgegenstände gesucht und aussortiert wurden, wird der Dreck abgeschüttet und weggefahren.

Als wir aufbrachen, kamen Familien am Sifting Project an. Alle schienen engagiert und begierig zu sehen, welche wertvollen Gegenstände sie in ihrem Erdeimer finden konnten.

Der Nationalpark Emek Tzur befindet sich am unteren Westhang des Ölbergs und des Skopusbergs.

Er liegt direkt neben den Vierteln Wadi al-Joz, A-Tur und Beit Orot

sowie dem Campus der Brigham Young University Jerusalem Center.

Der Parkplatz des Sifting Project ist die freigeräumte Stelle links im Bild.

In Sichtweite der Altstadt von Jerusalem werden die Überreste von Generationen aufgedeckt.

Es ist eine Schande. Sie ließen die Juden nicht in die Stadt zurückkommen.
Aber heute, 2000 Jahre später, ist Jerusalem für jedermann offen.
Jeder kann nach Jerusalem kommen. Da ist Ihre wunderbare Gruppe Journalisten aus der ganzen Welt. Und das ist die Schönheit Jerusalems. Das ist unser Job hier, das ist unser Ziel: die wunderbare Botschaft der Stadt Jerusalem der gesamten Welt zu bringen. Sie haben also einen großartigen Auftrag und eine großartige Arbeit. Vielen Dank, dass Sie gekommen sind.

Die Bibel wurde vor 120 Jahren in frühen Fotografien des heiligen Landes lebendig

Lenny Ben-David, 8. Juli 2019

Die Bibel ist zeitlos. Vor tausenden Jahren dem Volk Israel vermittelt, wird ihre Botschaft und  Prophetie heute im modernen Israel Wirklichkeit. Manche Leute begegnen ihren Geboten und Erzählungen mit Skepsis, aber Fotografien des Heiligen Landes aus dem 19. Jahrhundert sind Zeugen der Richtigkeit der Bibel. Hier sind ein paar Beispiele aus der Library of Congress und aus Archiven in der gesamten Welt.

Die Altstadt von Jerusalem, fotografiert vom Ölberg (Osmanische Archive, 1865)

Die Geschichte der Fotografe beginnt 1839 mit dem daguerrotypisch-fotografischen Prozess von Louis-Jacques-Mandé Daguerre. Es gibt mehrere Fotografien der Landschaften des Heiligen Landes aus dieser Zeit, aber in den 1850-er Jahren kam ein neuerer, günstigerer Prozess auf und Fotografen strömten ins Heilige Land; dabei fuhren sie auf einer neuen Erfindung, dem Dampfer. Sie waren fasziniert von den biblischen Szenen, heiligen Stätten und Menschen des Landes. Der fotografische Prozess dauerte oft mehrere Minuten, also mussten einige der Objekte perfekt unbeweglich sein; sie mussten Posieren oder an ihrer statt wurden Puppen verwendet werden.

Einer der ersten vor Ort lebenden Fotografen war Mendel Diness. Sein Foto von 1859 unten ist vermutlich das erste Bild von Juden an der Westmauer. Bedenken Sie den chronologischen Kontext der beiden Männer: Das Foto wurde aufgenommen, bevor Abraham Lincoln Präsident der Vereinigten Staaten wurde. George Washington war vermutlich Präsident, als der ältere Rabbiner geboren wurde.

Zwei Rabbiner an der Westmauer. Fotografiert von Mendel Diness (Havard University Library 1859)

Mendel Diness machte auch Bilder der ersten jüdischen Häuser, die an der Mischkenot Scha‘ananim und der Montefiore-Windmühle außerhalb der Altstadtmauern gebaut wurden.

Der Bau von MIschkenot Scha’ananim unterhalb er charakteristischen Windmüle, ca. 1859 (Harvard University Library)

Diness konvertierte zum Christentum, zog in die USA, änderte seinen Namen in John Mendenhall Dennis und dienste als Wanderprediger

Die American Colony

Die Mitglieder der American Colony in Jerusalem kamen 1881 ins  Heilige Land. Als Hunderte armer jemenitischer Juden auf ihrer Pilgerreise 1882 ankamen, betrachtete der Gründer der American Colony sie als „Gaditer“, Nachkommen des Stammes Gad, die die biblische Prophetie der Rückkehr nach Zion erfüllten. Die Colony half sie unterzubringen und zu ernähren. Viele von ihnen mussten in den Höhlen von Silwan außerhalb der Altstadt leben.

Dieses Bild des Dorfes Silwan wurde in der libanesischen Bonfils-Sammlung der British Library gefunden. Ein Vermerk rechts deutet auf die jüdische Kolonie in Silwan.

Der American Colony gründete eine Foto-Abteilung und widmete sich der Fotografie des Heiligen Landes. Sie veröffentlichten eine schöne Serie, in der sie Szenen aus den Psalmen und dem Buch Ruth nachstellten.

Foto des Hirtenlebens, das den 23. Psalm darstellt: „Er erquicket meine Seele…“

Das zweite Bild; ebenfalls ni der Library of Congress gefunden, stellt „Ruth, die Moabiterin“ in den Feldern Bethlehems nach.

Nachstelltung der Geschichte von Ruth (Library of Congress)

Die Fotografen der American Colony suchten auch Stellen aus, die Überbleibsel des jüdischen Tempels zeigten. Nach ein Erdbeben 1927 einen Großteil der Al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg zerstörte, nahm ein Fotograf Bilder unter dem Schutt auf. Es scheint unbestreitbar, dass die Bilder Tempelreste zeigen.

Unter der Al-Aqsa-Moschee nach dem Erdbeben von 1927. (Library of Congress)

Eines der größten Rätsel der Fotos der American Colony ist eines, das 1898 aufgenommen wurde und den Titel „Aschehaufen von Tempelopfern“ heißt.

Aschehaufen von Tempelopfern, fotografiert in Jerusalem (Library of Congress)

Recherche in antiken jüdischen Texten, einschließlich der Mischna, bestätigt, dass die Asche und Überreste der Opfer zu einer Stelle nördlich der Stadt, nicht weit vom heutigen Damaskustor transportiert wurden. Der Bereich ist in den letzten 100 Jahren überbaut worden, aber das Foto bestätigt das Tempelritual.

Ein weiteres faszinierendes Foto bestätigt eine weitere biblische Tradition, die die Herstellung ungesäuerter Matzen für Pessah involviert. Die Matzen müssen den gesamten Backprozess über „bewacht“ werden, damit sie nicht in Kontakt mit Wasser kommen, angefangen mit der Ernte des Korns. Dieses Bild schient 1898 an der Mikwe Yisrael-Landwirtschaftsschule aufgenommen worden zu sein. Die Arbeiter sind junge Studenten, die das Korn unter der Aufsicht ihres Lehrer, der einen weißen Hut trägt, ernten. Aber warum steht eine rabbinische Gestalt (beschattet von einem Schirm) daneben? Es gibt wenig Zweifel, dass er der rabbinische Maschgiach ist, der Koscher-Aufseher, der sicherstellt, dass das Korn trocken bleibt.

Weizenernte auf den Feldern von Mikwe Yisrael. Wer ist die rabbinische Gestalt? (Library of Congress, 1898)

Auch die biblischen Verbote

Praktisch jeder Fotograf des 19. Jahrhunderts im Heiligen Land machte Bilder arabischer Bauern, die pflügen oder Korn dreschen. Offen gesagt schien die Zahl der Fotografien übertrieben – bis man sich erinnert, dass viele der Fotografen mit dem Alten Testament sehr vertraut waren. Sie waren daran interessiert Bilder der beiden biblischen Verbote aus dem 5. Buch Mose (Deuteronomium).

Das erste lautet: „Du sollst nicht Rind und Esel zusammen an den Pflug spannen.“ (5. Mose 22,10) Das zweite Verbot ist: „Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt.“ (5. Mose 25,4)

Koloriertes Foto eines Ochsen und enes Esels beim Pflügen. (Library of Congress, ca. 1890)
Pflügen (University of Dundee, Schottland)
Variation des Pflüge-Verbots – Kuh und Kamel. (Library of Congress)
Variation des Pflüge-Verbots. (Keystone-Mast Collection, University of California, Riverside)

Dreschen

Ein Mann drischt in Galiläa mit Ochen mit Maulkorb, während eine Frau Spreu und Weizen trennt (Keystone-Mast Collection, University of California, Riverside)
Ein Ochse mit Maulkorb beim Dreschen (Library of Congress)

Die ersten Fotografien im Heiligen Land bieten einen kurzen Blick in biblisches Leben im Land Israel. Es gibt tausende nach 1840 aufgenommene Fotografien, die das einheimische Leben im Land zeigen, einschließlich jüdischen Lebens, das schon vor der zionistischen Bewegung oder der Gründung Israels im Jahr 1948 aufblühte.