Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (19.-25. Juni 2016)

Montag, 20.06.2016:

Isaac Herzog, linker Oppositionsführer, der sich immer mehr ins Abseits manövriert, hat vor den letzten Wahlen mit Mahmud Abbas ein Abkommen geschlossen, mit dem alle Gebiete, die Jordanien von 1948 bis 1967 illegal besetzt hielt und annektierte, an die PA abgegeben würde; „Ost“-Jerusalem wäre zur Palästinenser-Hauptstadt erklärt worden. Abbas hätte zugestanden, dass 4% der „Siedlungen“ in Judäa und Samaria hätten bestehen bleiben können, dafür hätte „Palästina“ Ausgleichsterritorium bekommen. Der Tempelberg wäre unter Aufsicht einer dritten Partei gekommen. Und „palästinensische“ „Flüchtlinge“ hätten finanziell entschädigt werden müssen.

Die PA ließ eine mittelalterliche Lüge wieder aufleben. Angeblich hätte ein führender Rabbiner (der namentlich genannt wurde, den es aber nicht gibt) Israelis gestattet arabische Brunnen zu vergiften. Die PA verurteilte das und machte Israel für die angebliche religiöse Erlaubnis (eine Art „jüdische Fatwa“) verantwortlich. Die Hamas griff das natürlich auf und machte bei der Lüge mit.

Die Hamas-Granden im Gazastreifen sind mal wieder empört – und fordern, dass die UNO Abhilfe schafft. Grund ist diesmal der Plan Israels um den Gazastreifen eine unterirdische Mauer zur Verteidigung gegen die Terrortunnel zu bauen. Die Mauer werde die Umwelt schädigen, behaupten sie, weil sie verhindere, dass Grundwasser aus Israel in den Gazastreifen fließe.

Dienstag, 21.06.2016:

Von der PA kommt natürlich, dass der getötete Gaffer von den Soldaten vorsätzlich und kriminell ermordet wurde. Ein Sprecher des Außenministeriums gibt die Schuld zurück: Ohne die Hetze würden die Araber nicht zu Terroristen, die versuchen Israelis zu ermorden und damit Reaktionen der Sicherheitskräfte provozieren.

Mittwoch, 22.06.2016:

Zum ersten Mal seit 8 Jahren hat die Hamas die Einfuhr von israelischen Wassermelonen in den Gazastreifen gestattet. Die Aktion wird über drei Tage erlaubt, um die Preise für Wassermelonen im Gazastreifen zu drücken.

Heckmeck:
– Präsident Rivlin sprach Mittwoch zum EU-Parlament; er hatte harte Worte für die Herangehensweise der EU an die Friedensversuche für den Nahen Osten. Die aktuelle französische Initiative leide unter fundamentalen Mängeln und die Bemühungen sollten sich besser darauf konzentrieren Vertrauen zwischen den beiden Seiten aufzubauen, statt eine permanente Lösung anzustreben, die er als „Chronik eines vorhersagbaren Fehlschlags“ beschrieb. „Der Versuch um der Verhandlungen willen an den Verhandlungstisch zurückzukehren, bringt uns der lange erwarteten Lösung nicht näher, sondern entfernt uns von ihr.“ Es müssten erst einmal die Bedingungen für erfolgreiche zukünftige Verhandlungen geschaffen werden.

Donnerstag, 23.06.2016:

Präsident Rivlin und Mahmud Abbas waren zeitgleich in Brüssel bei der EU. Martin Schulz versuchte die beiden zu einem Treffen zu bewegen. „Ich glaube nicht, dass sie weglaufen werden“, gab er sich optimistisch. Während Rivlin versicherte: „Ich werde nicht davonlaufen“, lehnte es Abbas ab Rivlin zu treffen, obwohl sie zeitgleich im selben Gebäude waren und dieselben Leute trafen.

Karikatur auf einer Internetseite der Fatah: Netanyahu ist ein Nazi mit Hakenkreuz-Tätowierung.

Mahmud Abbas weiter: Er sprach heute vor dem EU-Parlament und wiederholte die Lüge vom Brunnenvergiften. Mit einem Unterschied: Jetzt soll es nicht nur ein Rabbiner sein, der das anwies, sondern gleich mehrere (mit Video).
Weiterhin belehrte Abbas die EU, die israelische Kontrolle über Judäa und Samaria nähre den weltweiten Terrorismus. (Schwachsinn.)
Ach ja: Die „Palästinenser“ erleiden Massenmord in einem Ausmaß, das die Welt noch nie gesehen hat. Klar, die Nazis haben weniger Juden vergast als mörderische Araber bisher durch israelische Sicherheitskräfte und Militär getötet wurden; und in Syrien hat es ja auch erst nur ein paar Tausend Tote gegeben…
(Wer auch nur einen Hauch von Verstand hat, müsste ab heute die „Palästinenser“ endlich als das bezeichnen, was sie sind: notorische Lügner und Terroristen.)

Freitag, 24.06.2016:

Sicherheitsminister Erdan ordnete die Schließung des Medienkanals Musawa an; dieser wird von der PA finanziert, operiert aber vom Staatsgebiet von „Kern“-Israel aus. Musawa arbeitete als Nachfolgesender von „Palestine 48“, der letztes Jahr geschlossen wurde – mit demselben Personal. Musawa besitzt keine israelische Genehmigung für seinen Betrieb.

Samstag, 25.06.2016:

Araber stahlen während der muslimischen Gebetszeit die wertvolle, kunstvolle Mezuza, die am Eingang zum Patriarchengrab in Hebron angebracht war. Außerdem brachen sie in einen Lagerraum ein und stahlen Setzlinge im Wert von mehreren tausend Schekeln. Weil es sich um einen Ramadan-Feiertag (Juden war der Zugang untersagt) handelte, war keine israelische Polizei vor Ort und die Sicherheit lag in den Händen der PA-Sicherheitskräfte.

Mahmud Abbas versucht zurückzurudern: „Nachdem offenkundig wurde, dass die vorgeworfenen Äußerungen eines Rabbiners zur Vergiftung palästinensischer Brunnen, die von verschiedneen Medien berichtet wurden, grundlos waren, hat Präsident Mahmud Abbas bestätigt, dass er nicht vorhatte dem Judentum Schaden zuzufügen oder jüdische Menschen in aller Welt zu beleidigen.“ Das ließ er sein Büro verkünden. Außerdem wies er alle Vorwürfe des Antisemitismus gegen seine Person zurück.
(Das ist unglaubwürdig. Seit Dienstag war bewiesen, dass die Brunnenvergiftung eine Lüge ist. Donnerstag äußerte er sie im EU-Parlament. Sein Außenministerium hatte sie ausgegeben. Abbas‘ Antisemitismus kommt immer wieder durch. Und seine übrigen Lügen hat er nicht einmal angesprochen.)

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (12.-18. Juni 2016)

Montag, 13.06.2016:

Ein Neffe von Hamas-Chef Ismail Haniyeh wird in einem israelischen Krankenhaus in Jerusalem behandelt. (Die Pressemitteilungen geben die Erkrankung nicht an.)

Letzte Woche verhaftete die Polizei von Jerusalem einen jungen Araber aus Schuafat, weil er über Facebook zu Terroraktionen hetzte.

Vor zwei Wochen wurde ein Teenager festgenommen, der in Tel Aviv versuchte einen Soldaten mit einem Schraubendreher zu erstechen. Jetzt wurde der Grund für sein Tun bekannt: Ein Cousin war bei einem Arbeitsunfall ums Leben gekommen und der junge Araber beschloss, es sei am besten, zu diesem Cousin in den Himmel zu kommen – und das würde am besten funktionieren, indem er einen Soldaten ersticht. Er versuchte es beim ersten Soldaten, auf den er nach dem Verlassen seines Arbeitsplatzes in einem Supermarkt traf.

Der Leiter des „Häftlingsclubs“ der PA sagte, wer immer versucht israelische Zivilisten zu ermorden sei ein Held. Der Mann ist ranghohes Fatah-Mitglied, also der Friedensfraktion und -partner…

Dienstag, 14.06.2016:

Feststellung der UNO: 2015 war das gewalttätigste Jahr in der „Westbank“ und Israel während des letzten Jahrzehnts. Wobei „Siedler“-Gewalt gegen „Palästinenser“ zurückging (angeblich gab es 2013: 305; 2014: 217 und 2015 dann 130 – diese Zahlen beinhalten sowohl Vandalismus als auch physische Verletzungen).

Mahmud Abbas, Friedenspartner: Juden auf dem Tempelberg sind ein rote Linie, die nicht toleriert werden kann. Sein Propagandaministerium lässt wissen: Juden, die den Tempelberg besuchen, verdoppeln ihren „Terrorismus“, indem sie das auch noch im Ramadan tun. Das ist Krieg gegen heilige Stätten und „religiöser Terror“. (Gegen christliche Besucher haben die Terroristen nichts…)

Die Hamas vermisst einen ranghohen Elite-Kommandeur. Es geht das Gerücht, dass er sich den Israelis gestellt hat. Die Hamas sagt, er sei von den Israelis gefangen genommen worden. Der Mann könnte Israel eine unglaubliche Menge Informationen über das Terrortunnel-System geben, für dessen Betrieb er verantwortlich war (durch seine Rolle als Kommandierender der Elite-Truppen, die die Tunnel für Angriffe auf Israel bzw. Entführungen von Israelis nutzten).

Heckmeck:
– Benjamin Netanyahu sagte, dass er sich vorstellen kann auf die arabische „Friedensinitiative“ einzugehen – vorausgesetzt „gewisse Aspekte“ werden geändert. Zu diesen zu ändernden „negativen Elementen“ gehört das „Rückkehrrecht“ für „Palästinenser“ und der Rückzug auf die „Grenzen“ von 1948.

Mittwoch, 15.06.2016:

Die PA hat ihr Kinderfernsehen wieder sehr friedfertig gebildet: Was ist der höchste Berg Palästinas? Meron, Ölberg oder Ebal? – Der Ebal ist bei Nablus, der Ölberg in Jerusalem und der Meron liegt in Nord-Galiläa.

Der Verteidigungsminister hat die VIP-Einreisegenehmigung für die Israel-Öffentlichkeitsarbeit der PA widerrufen. Mohammed Al-Madani versuchte eine politische Partei zu schaffen, die aus israelischen Arabern und Juden nahöstlicher Herkunft bestehen sollte. Israel wertet das als „subversive politische Aktivität“.

Der Stadtrat hat beschlossen, dass Juden in Silwan (Davidstadt in Jerusalem) einige Häuser bauen können. Das Viertel gilt als „arabisch“.

PA-„Ministerpräsident“ Rami Hamdallah erklärte, die „Palästinenser“ hätten das Recht Israelis anzugreifen und fordert, dass Israel ihnen das leichter macht. Sie hätten wie jedes Volk das nach dem internationalen Recht sich mit allen erlaubten Mitteln zu verteidigen – vergaß aber zu zeigen, wo steht, dass dazu z.B. der Mord an Zivilisten außerhalb der PA-Gebiete gehört. Darüber hinaus forderte er die Entfernung der Polizei vom Tempelberg sowie die Beseitigung aller Sperren an den Aufgängen dort.

Donnerstag, 16.06.2016:

Der PA-„Bildungsminister“ ehrte einen Terroristen, der eine israelische Polizistin ermordete.

Innenminister Deri hat zwei (israelischen) Arabern die Ausreise aus Israel verboten; sie sind Hamas-Mitglieder und sollen geplant haben in Jerusalem zu Gewalt anzustacheln und sich im Ausland mit Terroristen zu treffen.

Freitag, 17.06.2016:

Die PalAraber sagen, sie hätten Verhandlungen mit Ägypten begonnen, um die See-Grenzen eines Palästinenserstaats festzulegen. Das würde gleichzeitig festlegen, wer wo am/im Meeresboden Ressourcen erschließen darf.

Heckmeck:
– Die Hamas in Person von Mahmud Al-Zahar fordert von den arabischen Staaten, sie sollten aufhören für ihre Friedensinitiative zu werben und die Palästinenser an die erste Stelle stellen. Die arabische Initiative sei eine Bedrohung für überlebenswichtige palästinensische Interessen. Sie sei nur ein Mechanismus die Idee der Gründung eines Palästinenserstaats zu eliminieren.

Ein Loch ins palästinensische Narrativ stechen

Michael Freund, The Jerusalem Post, 19. Mai 2016

IDF-Soldaten sitzen im Juni 1967 vor der Westmauer, nachdem sie während des Sechstage-Krieges eingenommen wurde.

Diese Woche vor 51 Jahren schlug der jugendliche jüdische Staat einen Friedensplan vor, der den Lauf der Geschichte des Nahen Ostens ändern und den arabisch-israelischen Konflikt ein für allemal hätte schaffen können, wäre er von den arabischen Staaten und den Palästinensern nicht gründlich ignoriert worden.

Und während es sinnlos zu sein scheint so weit in die Vergangenheit zu blicken, ist genau jetzt, wo Israel unter zunehmenden internationalen Druck und Kritik gerät, der Zeitpunkt, an dem wir die Welt – und uns selbst – daran erinnern müssen, wie die wahre zugrundeliegende Ursache des Disputs mit unseren Nachbarn aussieht.

Es war der 17. Mai 1965, als Levi Eschkol, Israelis dritter Premierminister, ans das Podium in der Knesset trat, um einen bemerkenswert detaillierten Plan für regionale Harmonie vorzustellen.

Das war noch bevor der Sechstage-Krieg von 1967 überhaupt am Horizont aufzog, zu einer Zeit, als es keine „Besatzung“, keine „Siedlungen“ und keine „Verjudung“ Jerusalems gab.

Es war einfach Israel, ein winziges jüdisches Gebilde, das darum kämpfte in einer feindlichen Umgebung und umzingelt von denen, die fest entschlossen sind es zu vernichten, zu überleben.

Eschkol war damals 70 Jahre alt; er hatte während des Ersten Weltkriegs in der Jüdischen Legion gedient, im Kampf um die Unabhängigkeit im Oberkommando der Haganah; er galt weder als charismatisch noch geschliffen und sprach Hebräisch mit jiddischem Akzent. Aber an diesem schicksalhaften Sommertag legte er mutig eine umfassende Vision dessen vor, wie Frieden mit den arabischen Staaten aussehen könnte, wenn die nur bereit sein würden die Idee gutzuheißen.

Er kommunizierte nicht mit Parolen oder Schlagworten, wie es heute viele Politiker tun. Eschkol sprach in klaren Sätzen und unmissverständlich, bot den Beginn direkter Gespräche mit arabischen Führern an, die das Ziel haben sollten die Waffenstillstandsvereinbarungen von 1949 in dauerhafte Friedensverträge umzugestalten.

„Wir schlagen vor“, sagte er, „dass direkte Verhandlungen zwischen Israel und den [arabischen] Staaten geführt werden, die die Vereinbarungen mit uns unterzeichneten, um sie durch Friedensabkommen zu ersetzen. Die Friedensregelung wird auf der Grundlage Israels, so wie es ist, erfolgen.“

Mit anderen Worten: Trotz vorheriger arabischer Versuche den jüdischen Staat zu vernichten, war Eschkol bereit Israels Grenzverlauf von 1949 zu akzeptieren, wenn unsere Nachbarn nur bereit wären dasselbe zu tun.

„Allein die vier arabischen Staaten, die Grenzen mit uns haben, erstrecken sich über 1,2 Millionen Quadratkilometer“, betonte er, „und Israel hat nur ein Sechzigstel dieses Gebiets in Besitz, mit anderen Worten, kaum mehr als 1,5 Prozent – 21.000 Quadratkilometer.“

Der Premier ging dann sehr ins Detail, was die Vorteile von Frieden bringen würden, die von wirtschaftlicher Zusammenarbeit bis zu einer Reduzierung des Wettrüstens, sowie offenen Grenzen und freiem Zugang zu heiligen Stätten reichten. Er versprach sogar, dass Israel finanzielle Hilfe für die Neuansiedlung palästinensischer Flüchtlinge in benachbarten arabischen Ländern leisten würde.

Im Gegenzug stellte Eschkol die einfache Ansinnen nach „voller Respektierung der Unabhängigkeit, Souveränität und territorialen Integrität aller Staaten der Region“ durch die arabischen Staaten.

Doch selbst das erwies sich als zu viel und die arabische Antwort kam zwei Jahre später, als Ägypten und Syrien 1967 ihre Armeen mobilisierten und versuchten die Juden ins Meer zu werfen.

Der Rest ist natürliche Geschichte. Israel gewann wie durch ein Wunder den Sechstage-Krieg, befreite das östliche Jerusalem und andere Teile unserer angestammten Heimat.

Die meisten Menschen haben nie etwas vom Eschkol-Plan gehört und man mag sich fragen warum.

Die Antwort ist wirklich sehr einfach: Er sticht ein Loch in das von den Palästinensern und ihren Helfen unterbreitete Narrativ, das besagt, die Wurzel allen israelisch-palästinensischen Unfriedens liege bei den Ereignissen von 1967 statt in dem langjährigen und tief sitzenden arabischen Verlangen Israel von der Landkarte zu wischen.

Fakt ist: Hätten die Araber und die Palästinenser Eschkols Vorschlag ernsthaft akzeptiert, würde der regionale Frieden im Nahen Osten sein sechstes Jahrzehnt beginnen und die sogenannte Palästinenserfrage wäre vor langer Zeit gelöst worden.

Geht man noch weiter zurück, dann wäre, wenn sie sich mit Israels Gründung 1948 abgefunden hätten, statt sich für Krieg zu entscheiden, die gesamte Region aufgeblüht.

An diesem Punkt kann man die Uhr nicht zurückdrehen und angesichts der folgenden Entwicklungen ist Eschkols Plan heute nicht mehr ausführbar, so sinnvoll er damals auch gewesen sein mag.

Doch selbst nach so vielen Jahrzehnten lohnt es sich, sich an seinen kühnen Vorschlag zu erinnern, wenn auch nur um hervorzuheben, wo in Wahrheit der zugrundeliegende Fehler des andauernden Konflikts liegt: bei den Palästinensern und denen, die sie verteidigen.

Wenn Sie das nächste Mal jemanden davon schwafeln hören, dass die „Besatzung“ die Ursache all unserer Schwierigkeiten ist, dann denken Sie einfach an die großväterliche Gestalt von Levi Eshkol zurück, den Frieden, den zu schließen er 1965 anbot, den arabischen Hass und die Feindseligkeit, der ihm entgegenschlug und wie anders die Dinge hätten sein können.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (15.-21. Mai 2016)

Sonntag, 15.05.2016:

Der jordanische Parlamentspräsident erklärte, dass das jordanische Parlamente, anders als die Regierung, den Friedensvertrag mit Israel „entschieden ablehnt“. Israel respektiere den Friedensvertrag nicht, es untersuche Verbrechen seiner Soldaten nicht, es mordet und die Israelis helfen den Opfern nicht, blablabla…

Die Polizei des Distrikts Binyamin nahm zwei Verdächtige im Fall des Bombenanschlags in Hizme am 11. Mai fest. (Dem schwer verletzten Offizier geht es inzwischen etwas besser.)

Montag, 16.05.2016:

Mehrere Dutzend hareidische und chassidische Rabbiner forderten auf einer Konferenz in Har Nof, dass keine Koalitionsregierung mit Politikern/Parteien eingegangen wird, die dafür sind historisch israelisches Land aufzugeben. Außerdem forderten sie, dass jeder arabische Terrorist exekutiert wird, sobald er in der Absicht Juden Schaden zuzufügen sein Haus verlässt. (Nicht gerade die wünschenswert feine Art…)

Im April war ein Fischer aus dem Gazastreifen festgenommen worden, der in Waffenschmuggel für die Hamas und andere Terrororganisationen verwickelt ist. Er gab im Verhör wichtige Informationen zur Organisation der Schmuggeltätigkeiten preis, die zeigen, dass die Hamas die Lockerung der Beschränkungen für Fischer aus dem Gazastreifen kräftig ausnutzt.

Die Vereinigung palästinensischer Gelehrter und Prediger erklärte, der Begriff „Tempelberg“ sei eine von Juden erfundene „historische Lüge“. Der Ausdruck „Al-Aqsa“ sei der religiös, historisch und politisch korrekte Begriff, der auf das 1500 Jahre alte Recht der Muslime auf den Berg hinweise. Der Tempelberg war also schon muslimisch, bevor es den Islam überhaupt gab…

Die PLO erklärte (erneut), dass sie das „Rückkehrrecht“ der „Palästinenser“ nach Israel niemals aufgeben wird.

Das PA-Fernsehen ließ mal wieder eine Sendung ausstrahlen, in der ein kleines Mädchen eine Lüge propagierte: Juden töten auf dem Tempelberg Muslime.

Dienstag, 17.05.2016:

Heckmeck:
– Der französische Präsident hat die Konferenz zur Wiederbelebung des „Friedensprozesses“ in Paris verschoben. Sie soll „im Verlauf des Sommers“ (statt Ende Mai) stattfinden. Grund war, dass US-Außenminister Kerry den Termin nicht hätte wahrnehmen können.
– Derweil unterstützt der ägyptische Präsident den französischen Vorschlag für Nahost-Gespräche.

Mahmud Abbas behauptet, er wolle, dass die israelische Frau in der Lage ist sicher zum Einkaufen zu gehen, Ehemänner sicher zur Arbeit zu bekommen und dass die Kinder sicher zur Schule kommen. Er sei gegen Terrorismus und Extremismus. Und die Hand sei zum Frieden ausgestreckt. (Sieht man ja tagtäglich mit der Hasspropaganda seiner Medien und Prediger…)

Mittwoch, 18.05.2016:

Die Fatah feierte auf ihrer Facbookseite die Ermordung von 24 Israelis 1972 am Flughafen Lod (heute Ben-Gurion), bei dem zudem 70 Menschen verletzt wurden. Der überlebende der 3 (japanischen) Terroristen wurde „gegrüßt“ und als Held bezeichnet.

Donnerstag, 19.05.2016:

Die Polizei durchsuchte das Haus eines Arabers in Qalansuwa (Zentralisrael) und fand dort Rohrbomben, Munition, Tausende Federn für Handgranaten und Raketen. Ein Mann und eine Frau wurden festgenommen.
Außerdem wurde ein Versuch vereitelt 60.000 Bausätze für Handgranaten, Mörser und Raketen in den Gazastreifen zu schmuggeln.

Heckmeck:
– Frankreich hat den Beginn der Nahost-Friedenskonferenz jetzt auf den 3.Juni festgelegt. US-Außenminister Kerry hat da Zeit.

Freitag, 20.05.2016/Samstag, 21.05.2016:

Zakaria Al-Agha (Fatah): Die „Palästinenser“ werden nach Israel „zurückkehren“, dazu haben sie das Recht, nicht in einen Palästinenserstaat.

Die UNO beherbergt im Flug zum Cafe im Keller des Gebäudes in New York eine Ausstellung über Israel mit Tafeln, die die Aspekte beschreiben, darunter Israels Araber, technologische Innovationen und andere Aspekte des Lebens in Israel. Auf einer der Tafeln wird Jerusalem als „spirituelle und physische Hauptstadt des jüdischen Volks“ bezeichnet. Dagegen protestierten die arabischen Staaten, die OIC (Organisation der Islamischen Konferenz) und – natürlich die PA. Deren Mission bei der UNO schrieb einen Brief, in dem es hieß jede Bezugnahme „die israelische Souveränität über dieses Land [gleich das ganze LAND, nicht „Ost“-Jerusalem] behauptet … ist rechtlich, politisch und moralisch falsch und inakzeptabel“. Außerdem würde die „palästinensische Existenz in der Stadt sowie ihre historisch arabische, muslimische und christliche Identität und Erbe über die Jahrhunderte geleugnet“. [Klar doch – israelische Araber z.B. sind Teil der Ausstellung, werden aber bestritten? Logik ist nicht die Stärke der Hasser…]

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (17.-23.04.2016)

Sonntag, 17.04.2016:

Es soll eine Vereinbarung zwischen Israel und der PA geben, dass die IDF sich aus den Area A in Judäa und Samaria zurückzieht, die seit den Oslo-Vereinbarungen unter voller Zivil- und Sicherheitskontrolle der PA stehen; die Israelis waren aufgrund der Terrorwelle auch in diesen Gebieten aktiv geworden.

Zahlen: In der aktuellen „Messer-Intifada“ ermordeten die Terroristen 34 Personen und verletzten 361; weitere 125 mussten wegen Schock behandelt werden.

Mahmud Abbas beschuldigt Israel „naziartige“ Gefangenenlager zu betreiben, in denen „Freiheitskämpfer“ festgehalten werden. Es werde keinen Frieden geben, solang es noch arabische Gefangene dort gibt.

Montag, 18.04.2016:

Dank einer technischen Neuerung, mit der Hamas-Tunnel entdeckt werden können, hat die IDF einen Terrortunnel aus dem Gazastreifen nach Israel orten und „neutralisieren“ können. Es handelte sich um einen ungewöhnlich großen und komplexen Tunnel. Die Hamas prahlt, die Entdeckung sei nur „ein Tropfen im Ozean“.

Der Oberste Gerichtshof hat die Gefängnisstrafe von Islamistenführer Raed Saleh von 11 auf 9 Monate reduziert; diese muss Saleh wegen Aufstachelung zu Gewalt absitzen. Er hatte beantragt das Urteil aufzuheben.

Wegen des Widerstands der PalAraber wird Jordanien jetzt doch keine Überwachungskamera auf dem Tempelberg installieren.

Die Hamas ist überzeugt, dass Israel ihre Tunnel durch eine neue Technologie entdecken kann und die Daten auch an Ägypten weitergibt.

Etwas sehr irre geworden: Ein Redakteur von Walla News namens Roy Baharir Perl forderte die Terroristen auf eine Demonstration in Tel Aviv am Dienstag zugunsten des Soldaten anzugreifen, der in Hebron einen Terroristen erschoss und wegen Totschlag vor ein Militärgericht gestellt wird.

Dienstag, 19.04.2016:

Die Fatah lobte den gestrigen Bombenanschlag auf den Bus.

Der Shin Bet konnte aufgrund der Aussagen zweier festgenommener terroristischer Teenager Anfang März bei Nablus eine weitere Terrorzelle der PFLP festnehmen und konkret geplante Anschläge verhindern.

Der (jüdische) Mörder eines arabischen Teenagers wurde von einem israelischen Gericht verurteilt (das Strafmaß muss anscheinend noch festgelegt werden, es wird im Artikeln nicht genannt). Seine beiden minderjährigen Komplizen wurden bereits im Januar zu verurteilt, einer zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe, einer zu 21 Jahren Gefängnis. (Bei den PalArabern werden Mörder von Juden gefeiert, statt vor Gericht gestellt.)

Mahmud Abbas behauptete: „Wir Palästinenser sind gegen alle Formen des Terroismus“ – am Tag des Anschlags in Jerusalem. Ach ja, ich vergaß: Judenmord ist kein Terror, sondern „Widerstand“…

Mittwoch, 20.04.2016:

Schon wieder Hetze der Fatah: Sie veröffentlichte ein Video, das junge Leute dazu anhält Juden zu erstechen und zu überfahren sowie das „Märtyrertum“ anzustreben.

Der Schabak gab bekannt, dass Mitglieder einer vermutlichen jüdischen Terrorzelle festgenommen wurden. Eine Anwaltsorganisation sagte, die Festgenommenen hätten seit zehn Tagen (seit ihrer Festnahme) nicht die Möglichkeit bekommen einen Anwalt zu treffen und die beweisfähigen vorgeworfenen Taten hätten nicht nur keine Opfer (Verletzte oder gar Tote) zur Folge gehabt, sondern seien Streitigkeiten gewesen.

Eine der beim Bombenanschlag von Montag verletzten Personen verstarb jetzt; es handelt sich um den vermuteten Bomber. Die Hamas sagt, dieser sei einer der ihren.

Das Hetzmaul Hanin Zoabi hat wieder einmal Israel mit Nazideutschland gleichgestellt. Sie behauptete zudem, Holocaust-Bildung diene dazu zur Erniedrigung und Unterdrückung anderer zu motivieren. Natürlich sind dabei die Juden die Unterdrücker und die Araber die Erniedrigten.)

Donnerstag, 21.04.2016:

Hamas-Mitglieder aus dem Raum Bethlehem wurden im Zusammenhang mit dem Bus-Bombenanschlag vom Montag festgenommen.

Der Terrorist von Bombenanschlag von Montag hatte vorher auf Facebook schon Juden bedroht.

Heckmeck:
Frankreich kündigte ein Treffen von Ministern aus 20 Ländern am 30. Mai an; die Konferenz soll Israel Friedensgespräche aufzwingen – Israel und die PA sind nicht zu dem Treffen eingeladen.

Freitag, 22.04.2016:

Die PA ruft wieder zu „Widerstand“ auf, weil angeblich die Al-Aqsa-Moschee „verjudet“ werden soll. Zudem wurde (wieder) der Vorwurf erhoben, Israel führe einen Religionskrieg gegen die „Palästinenser“ und verhalte sich rassistisch. Die Stellungnahme endete mit einem „Gruß an unsere gefangenen Helden, die in den Gefängnissen der israelischen Besatzung schmachten.“

Die Polizei nahm am Morgen zwei Juden fest, die einen Ziegenbock auf den Tempelberg bringen wollten (offenbar um ihn dort zu opfern). Die Festnahme erfolgte wegen „Verhaltens, das geeignet ist den Frieden zu stören“.