Erinnerung: Wo ist Andrea Nahles zu verorten?

Sie ist die, die schon vor Jahren die Kooperation der SPD mit der Terrortruppe Fatah initiierte und bejubelte. Was Wunder, sie stand schon immer auf der Terroristen-Seite, wie der Schnappschuss unten zeigt. Und das noch unkritischer als die Mogherini-Trulla von der EU. Der Kommentar zum Bild ist mehr als deutlich:

(gefunden auf twitter)

 

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Antisemitisches

Es gibt immer wieder Äußerungen angesehener Personen, die sich gegen die Juden richten. Ein paar dieser Äußerungen möchte ich hier auflisten – um sie ins richtige Licht zu rücken und um ihren Stellenwert in unserer Gesellschaft und ihr Ansehen zu relativieren.

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WSJ „Best of the Web“, 27. Januar 2004: Wer ist wie Hitler?
Während einige Bekloppte es spannend und amüsant finden, Präsident Bush mit Hitler zu vergleichen, kann man echte – wenn auch eher unauffällige – Echos der Nazis finden, wenn man an den richtigen Stellen nachsieht. Der Indipendent aus London berichtet über eine neue Umfrage der italienischen Zeitung Corriere della Sera, die Einwohner von neun europäischen Ländern befragte – aus Österreich, Belgien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden und Spanien – über ihre Haltung zu den Juden. Zu den Ergebnissen gehört:

– 35% sagten, Juden „sollten aufhören, die Opfer von Holocaust und Verfolgung vor 50 Jahren zu spielen“.
– 16,1% sagten, es „wäre besser, wenn der Staat Israel nicht existierte und die Palästinenser ihr Land zurück bekämen“.
– 40% denken, Juden hätten eine „besondere Beziehung zu Geld“.

„In allen Ländern“, merkt die Jerusalem Post an, „wurden antisemitische Gefühle positiv mit antiisraelischen Gefühlen in Beziehung gebracht.“ Und der Independent beschreibt die Europäer als Ignorant und bigott: „Den befragten Leuten wurden vier Fragen zum Nahostkonflikt gestellt. Fast ein Drittel erwies sich als ahnungslos. Nur 6,2 Prozent gaben die richtigen Antworten.“ Und in Europa sonnen sie sich alle in dem „Wissen“, dass die Amerikaner unwissend und ignorant sind!

Und damit keiner sagen kann, bei den Amis gäbe es keine Spinner: In der Zwischenzeit berichtet OC Weekly in Orange County, Kalifornien, dass Bill Baker, ein früherer Anführer der neonazistischen Volkspartei, „als Gastsprecher auf muslimischen Veranstaltungen in ganz Nordamerika wieder auftaucht“.

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TheMediaLine berichtet in ihrer Nachrichten-Email vom 04.05.2003:

Tony Blair von Vorwürfen ‚jüdischer Kontrolle‘ betroffen

Wie sein amerikanisches Gegenstück ist der britische Premierminister Tony Blair beschuldigt worden, sich von „einer Clique jüdischer Berater“ leiten zu lassen. Die Anschuldigung wurde von Parlaments-Abgeordneten Tam Dalyell von der Labour Party gemacht; heute berichtet der Londoner „Telegraph“ darüber. Nach dem Bericht bezog sich Dalyell besonders auf „Lord Levy, Tony Blairs persönlichen Nahost-Gesandten, Peter Mandelson, dessen Vater jüdisch war, und Jack Straw, den Außenminister, der jüdische Vorfahren hat, als die drei führenden personen, die Mr. Blairs Nahostpolitik beeinflussten.“ Der Abgeordnete beschuldigte Blair auch, er sei von der jüdischen Clique des amerikanischen Präsidenten George Bush beeinflusst, in die er Richard Perle, Paul Wolfowitz und den Präsidentensprecher Ari Fleischer einschloss. Die Bemerkungen von Dalyell kommen in der Folge eines berichteten Anstiegs antisemitischer Akte in Großbritannien.

Fragt sich nur, wann die Regierung ihrer Majestät – wie der französische Präsident – behauptet, es gäbe in Großbritannien keinen Antisemitismus. Allerdings halte ich Blair diesbezüglich für ehrlicher, auch wenn ich seine Politik gegenüber Israel zum Kotzen finde.

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Der große portugiesische Romancier Jose Saramago beschrieb Israels Invasion von Ramallah als „ein Verbrechen, das Auschwitz vergleichbar ist“. [heplev: Es kann auch sein, dass er sich damit Jenin meinte.]

In einem seiner langen, verschachtelten Sätze schrieb Saramago in der Madrider Zeitung „El Pais“ (in Englische übersetzt von Paul Berman in „The Forward“, 24.05.02):

„Geistig vergiftet von dem messianischen Traum eines Groß-Israel, das am Ende die expansionistischen Träume des radikalsten Zionismus erreichen wird; von der monströsen und tief verwurzelten ‚Überzeugung‘ kontaminiert, dass in dieser katastrophalen und absurden Welt ein Volker existiert, das von Gott auserwählt ist und dass, konsequenterweise, alles Handeln eines besessenen, psychologisch und pathologisch exklusivistischem Rassismus gerechtfertigt sind; ausgebildet und trainiert in der Vorstellung, dass jedes Leiden, das jemandem zugefügt worden ist oder zugefügt wird, immer hinter dem zurück bleiben wird, was sie selbst im Holocaust erlitten hatten, kratzen die Juden ohne Ende ihre Wunde auf, um sie weiter bluten zu lassen, sie unheilbar zu machen; und sie zeigen sie der Welt wie eine Standarte.“

Bitte genau hinschauen: Das delikat hinten eingestellte Subjekt dieses Satzes ist – „die Juden“. Nicht die rechtsextremen Juden, die militaristischen Israelis, die Zionisten, sondern „die Juden“. Auf einmal werden die Juden auf eine einzige karikierte (sollten wir sagen: hakennasige) Figur reduziert und wir werden in die hirnlose, ruinöse, abgrundtiefe, Bildersprache geworfen, die jeden noch so gering vernünftigen Menschen vor Schreck erschauern lassen sollte.

Anmerkung heplev: Mit anderen Worten: Saramago „outet“ sich mit solchen Bemerkungen als Antisemit! Und weil er Nobelpreis-Träger ist, wird ihm zugehört und wird er zitiert und seine Meinung verbreitet – und für richtig und bemerkenswert dargestellt.

Auszug aus Todd Gitlin: The Rough Beast Returns (Das rauhe Biest kehrt zurück), http://www.motherjones.com/web_exclusives/commentary/opinion/gitlin_june.html
Todd Gitlin ist Professor für Journalistik, Kultur und Soziologie an der New York University und Autor vieler Bücher über Medien und Soziologie.

Fehldiagnose eines ignoranten Antisemiten

Roger Waters ist voll des Lobes: Auf Facebook hebt er die neuseeländische Musikerin Lorde und die pal-arabische Terror-Teenie Ahed „Shirley Temper“ Tamimi in höchste Höhen: Sie seien mutige junge Frauen. Lorde, weil sie angeblich für Menschenrechte einsteht indem sie sich dem Druck beugt und einen Auftritt in Israel absagt. Tamimi, weil sie es „gewagt“ hat einen schwer bewaffneten israelischen Soldaten zu ohrfeigen.

Zu Lorde behauptete er, sie stehe „auf den Barrikaden zur Verteidigung von Gleichheit, Gerechtigkeit und Freiheit“. Zu Tamimi hatte er noch anzumerken, dass „ihr Land seit 70 Jahren brutal besetzt“ ist – von einer Armee, deren einen Soldaten sie jetzt ohrfeigte.

Was sagt das über Roger Waters aus?

Nun, erstens ist er jemand, der brutal zweierlei Maß anlegt. Denn wenn er wirklich für die Menschenrechte eintreten will, warum gibt er dann gleich zwei Konzerte in Russland – das Land, das an seinen Nachbarstaaten knabbert, um dort Land zu „gewinnen“, auf Kosten der jeweiligen Bevölkerung, die unterschwelligen bis offenen Krieg über sich ergehen lassen muss. Das Land, das Schwule und Lesben verfolgt. Das Land, in dem willkürlich verhaftet, verurteilt und ins Gefängnis gesteckt wird, wer gegen den Präsidenten opponiert. Das Land, in dem kritische Stimmen durchaus einen plötzlichen, gewalttätigen Tod sterben, wenn sie sich nicht ein schüchtern lassen. Das Land, das dem syrischen Diktator das Überleben ermöglichte, indem eben nicht nur den IS bekämpft wurde, sondern alle, die Assad nicht passen massenhaft zerbombt werden – ohne Rücksicht auf Zivilisten, auch auf Gebäude wie Krankenhäuser.

Waters hat also nicht Menschenrechte auf der Fahne, sondern Israelhass, der sich auch bei ihm oft genug als Antisemitismus erweist.

Und was ist „mutig“ daran, dass eine Musikern sich dem Druck, den Drohungen, den Verleumdungen einer Bewegung beugt, die eindeutig antisemitisch ist? Mutig wäre gewesen, dem Druck standzuhalten und Waters et.al. den Stinkefinger zu zeigen. Ihm zu sagen, er solle sich um seinen eigenen Sch… kümmern. Stattdessen hat sie klein beigegeben, gekuscht. Das ist kein Mut.

Und Ahed Tamimi? Mut? Sie ist von ihren Eltern dahin erzogen worden alles zu tun, was provoziert – Soldaten, Juden, wen auch immer, der nicht vor dem arabischen Totalitarismus und Judenhass kuscht. Sie weiß es gar nicht anders, als so zu handeln. Das ist kein Mut. Und es ist erst recht kein Mut, weil sie weiß, dass die Kameras da sind und dokumentieren, was  passiert – und dass ihr dann eben nichts passiert, dass der Soldat das über sich ergehen lässt und ihr nicht eins in die Fresse gibt oder sie übers Knie legt, wie es sich für ein solches Gör gehören würde. Wenn jemand weiß, dass nichts passiert, wie viel Mut braucht diese Person dann, das zu tun, was sie tut/tat?

Was ist mit ihren Aufrufen zum Terrorkrieg gegen Israelis, Herr Waters? Ist das Mut? Ist das „Menschenrecht“? Haben die Juden keine Menschenrechte? Nur weil sie in Israel leben?

Wes Geistes Kind Roger Waters ist, zeigt sich in seiner Aussage, die israelische Armee besetze das Land von Ahed Tamimi seit 70 Jahren. Demnach ist ganz Israel eine einzige Siedlung und der Staat muss weg. Die Juden dürfen ihren Staat nicht haben. Dafür dürfen Araber Juden morden, wie sie wollen. Dafür ist jedes Mittel recht. Und ein Jude, der sich dagegen wehrt ermordet zu werden, ist ein Unterdrücker.

Nein, Roger Waters‘ moralischer Kompass befindet sich absolut im Irrlauf. Er ist ein Charakterschwein, wie es im Buche steht. Und natürlich selbstgerecht bis zum Geht-nicht-mehr. Denn ihn ficht Kritik nicht an, die lässt er a) nicht gelten und b) gar nicht erst an sich rankommen. Was ganz natürlich dazu führt, dass seine Diagnosen mit der Realität nichts zu tun haben.

Knallchargen

Barbro Sörman, feministische Sozialistin (Schweden) – Es ist schlimmer von einem ethnischen Schweden vergewaltigt zu werden als von Migranten.

Renate Künast, Grüne – Sie hatte nur eine, dafür aber ganz besonders wichtige Frage, nachdem ein 17-jähriger afghanischer „Flüchtling“ in einem Nahverkehrszug Massenmord mit Hilfe von einer Axt versuchte und von der Polizei erschossen wurde: Warum man ihn denn nicht einfach angriffsunfähig schoss. Geht’s noch? Der griff auch die Polizisten gerade an, sollten die Warten, bis sie selbst Opfer des Terroristen wurden? Wenn man auf einen Angreifer schießt, dann stellt man sicher, dass man ihn trifft, damit er nicht weitermachen kann! Da hat man keine Zeit auf „lebensungefährliche“ Körperteile (Beine) zu zielen, die sind als Ziel zu klein, als dass man sicherstellen könnte, dass er sicher getroffen und außer Gefecht gesetzt wird! Wie verblödet sind solche Leute wie die Künast eigentlich?

Jakob Augstein, linker Erbe – der ist noch etwas weiter als die Künast. Er fragt nicht, er klagt an: „Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden?“ Die müssen beide mal an ihrem Sprachgebrauch arbeiten – auf den Terroristen ist so geschossen worden, dass er nicht mehr angreifen kann!

Joachim Gauck, (noch als) Bundespräsident – Zum Zugterroristen von Würzburg musste er unbedingt loswerden, die Mehrheit der terroristischen Mörder komme „aus dem gesellschaftlichen Abseits, deshalb muss es auch um eine Verbesserung von Zukunftsperspektiven gehen“. Nein, Herr Bundesdummschwätzer, die Mehrheit kommt eben gerade nicht daher! Auch der von Würzburg nicht, der hatte alle Möglichkeiten, für den wurde gerade erst so richtig umfangreich gesorgt!
Ich empfehle Herrn Gauck die Lektüre des Kommentars von Jennifer N. Pyka.

The Jerusalem Post, israelische Tageszeitung – dort schrieb man, Sportministerin Regev würde die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Rio „boykottieren“. Regev führte an, dass sie dafür den Sabbat brechen müsste und das werde sie nicht tun. Die Jerusalem Post berichtet Regev sei nicht religiös und andere säkulare Sportminister hätten solche Gelegenheiten wahrgenommen. Was die JPost „vergisst“: Schon bisher hatte ihr Ministerium immer dafür sorgen müssen, dass sie den Sabbat einhalten kann. (Inzwischen wurde die Schlagzeile geändert: „Israelische Kultusministerin lässt olympische Eröffnungszeremonie wegen Sabbat aus“)

The Gardian (und Ha’aretz) – Mahmud Abbas will Großbritannien wegen der Balfour-Erklärung verklagen. Der Guardian bezeichnet das als „Symptom der Verzweiflung“. Wenn schon Verzweiflung, dann weil er keine Verbündeten findet, die ihm helfen den Staat Israel zu vernichten…

Tim Kaine, Hillarys Vizepräsidenten-Kandidat – dieser Vollpfosten hat doch tatsächlich behauptet, dass ex Frauen im Irak besser geht als in den USA!

Frank-Walter Steinmeier, deutscher Außenminister – der faselte nach dem LKW-Anschlag vom 8. Januar in Jerusalem wieder was von Sorge vor einer „Spirale der Gewalt“, als wenn es nicht so wäre, dass die eine Seite im Konflikt – die arabische – Gewalt und Terror einsetzt, völlig unabhängig davon ob die Israelis zurückschlagen oder nicht. Was Herr Steinmeier will, ist ganz klar: Die Juden sollen sich nicht weiter wehren, denn die „Spirale der Gewalt“ beginnt auch bei ihm immer erst, wenn die Juden sich wehren, nicht wenn die Araber Juden morden.

Chelsea Clinton, linker Medienliebling und Expräsidenten-Tochter – Bei einer Podiumsdiskussion behauptete sie Klimawandel und Kinderehen seien miteinander verbunden.

Jennifer Lawrence, Schauspielerin – sie glaubt Trump und seine Anhänger sind für die Wirbelstürme verantwortlich, die das Land gerade getroffen haben oder treffen, denn sie glauben nicht an den menschgemachten Klimawandel.

Charles Windsor, Prince of Wales – der britische Thronfolger bejubelte die explosionsartige Zunahme des Lebens im Meer vor der ostafrikanischen Küste und die „Verursacher“ – muslimische Piraten, die mit ihren verbrecherischen Aktionen die Fischfänger vor der Küste vertrieben haben.

Dieter Janececk, MdB, die GRÜNEN – er behauptete „die Scharia“ sei ein „Kampfbegriff der politischen Rechten, um den eigenen Rassismus zu kaschieren“ – es gebe „die Scharia“ gar nicht. Da hätte er sogar auf Wikipedia etwas lernen können.

Kommentar zum Großhirn Steinmeier

Zum Jahresabschluss ein Kommentar von Barry Shaw auf Facebook (31.12.2016)

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier schaffte es in mein Buch „Dumme Äußerungen dummer Politiker“, als er am 28. Dezember sagte: „Ein demokratisches Israel kann es nur mit einer Zweistaatenlösung geben.“

Diesem arroganten Politiker ist offenbar nicht bewusst, dass Israel seit seiner Gründung 1948 der einzige demokratische Staat im Nahen Osten gewesen ist, trotz der Tatsache, dass es in dieser Zeit keine „zwei Staaten“ gegeben hat.

Der legte in seiner Dummheit noch nach, als er twitterte: „Israelische Siedlungen in besetzten Gebieten gefährden Möglichkeit des Friedensprozesses.“

Könnte es nicht all die gewalttätigen Zurückweisungen der palästinensischen politischen Führung sein, die Frieden unmöglich gemacht haben?

Steinmeier sollte sich etwas Bildung beschaffen. Stattdessen will er der nächste Präsident Deutschlands werden.

Gott helfe Deutschland und Gott helfe Israel, wenn das eintritt.

Sammlung zu Uri Avnery (3): 3 kurze Anmerkungen

Uri Avnery und seine Aktionen gegen Israel:

Hier noch ein Beispiel, wie Avnery der einzigen Demokratie des Nahen Ostens alles abspricht, was sie ausmacht; wie er die freie Presse Israels (die einzige solche im Nahen Osten) verunglimpft und über Tatsachen lügt; wie er die einzigen Armee der Welt, die bewusst zur Schonung von Zivilisten eigene Verluste in Kauf nimmt, als Terrorinstrument darstellt (Quelle: nai-Nachrichten, 23.05.2002; Hervorhebungen durch heplev):

Uri Avnery schadet Israel
Der israelische Linksextremist Uri Avnery bekräftigte in einem seiner jüngsten Interviews mit der saudischen Zeitung A-Sharq al-Awsat anti-israelische Stellungnahmen der arabischen Parteien. „Die israelischen Panzer rasen in die palästinensischen Dörfer hinein und zerstören die Häuser und Autos der armen Palästinenser. Die israelischen Soldaten schiessen wild um sich und töteten u.a. auch palästinensische Ärzte“, so Avnery, der aber nicht nur die Israelische Verteidigungsarmee für die Krisensituation verantwortlich machte, sondern auch die israelische Presse. Laut Avnery unterstützt die israelische Presse die Politik Israels und beschuldigt diese eine Zensur nach sowjetischem Muster zu führen. „Das ist typisch Uri, der ständig unseren Feinden hilft und unsere Stellung vor der Weltöffentlichkeit schwächt“, sagte uns der Knessetabgeordnete Eli Cohen.
Arutz-7, Email-Nachrichten vom 3.10.2002 im Bericht über die Gerichtsverhandlung gegen Marwan Barghouti

Während der Staatsanwalt dafür plädierte, dass Barghouti bis zum Ende des Verfahrens gegen ihn wegen vieler mörderischer Terroraktionen in Untersuchungshaft bleibt, schrie draußen [vor dem Gerichtsgebäude] mindestens einer der Demonstranaten – Gush Shaloms Uri Avnery – „Die Intifada wird gewinnen!“
Was nur einmal mehr zeigt, wie krank im Hirn dieser Mann ist. Er rechtfertigt alles, was palästinensische Terroristen tun und unterstützt selbst schlimmste Terrorführer.

Sammlung zu Uri Avnery (2): Brief an einen Piloten

von Uri Avnery, ArabNews.com, 27. August 2002 (Kommentare: heplev)

Ich habe das Interview Ihres Kommandeurs, Generalmajor Dan Halutz, gelesen und wie viele andere in Israel und außerhalb war ich geschockt.

Am 23. Juli warf einer Ihrer Kameraden (oder vielleicht Sie selbst?) eine 1000kg-Bombe auf ein Haus in einem eng besiedelten Viertel in Gaza. Das Ziel war, ohne Gerichtsverfahren [wie sollte er vor Gericht gestellt werden – er wurde von der PA und anderen geschützt, Israel konnte ihn nicht festnehmen und er plante weitere Massaker!] Salah Shehadeh, einen Hamas-Aktivisten [Uri, Aktivisten schwingen Plakate und verteilen Flugblätter, sie planen keinen Massenmord!], zu exekutieren. Neben ihm wurden 16 Nachbarn, darunter 11 Kinder getötet. Dutzende anderer Männer, Frauen und Kinder wurden verwundet.

In der Schule lernten Sie mit Sicherheit die Worte des berühmten Gedichts von Bialik, unserem Nationalpoeten: „Sogar Satan hat die Rache an einem kleinen Kind nicht erfunden.“ [Aber offensichtlich die Palästinenser – siehe die Opfer in der Sbarro Pizzeria und andernorts. Und offensichtlich hat Satan die Maßnahme erfunden, Jugendliche zu „Märtyrern“ werden zu lassen; ein Volk einer Gehirnwäsche zu unterziehen, damit es aus lauter „Shahiden“ besteht und Menschen loszuschicken, damit sie sich unter Frauen und Kindern selbst in die Luft jagen.]

Ich nehme an, dass Sie nach diesem Akt von Gewissensbissen geplagt sind, dass Sie sich Ihre Kinder ansehen und sagen: „Kinder sind Kinder. Wie können ihre Kinder für die Lage verantwortlich sein?“ [Ich vermute, dass diese Annahme richtig ist. Wie sieht es bei den Palästinensern aus? Sind sie „von Gewissensbissen geplagt“, nachdem ihre Kinder sich unter Kindern und Jugendlichen selbst sprengen?]

Und jetzt kommt Ihr Kommandeur daher und sagt, Sie hätten keine Probleme mit Ihrem Gewissen. Ich weiß nicht, ob er die Wahrheit sagt oder Sie verleumdet.

Der General sagt, dass er Ihnen erzählte: „Sie haben Ihre Aufgabe perfekt ausgeführt… Sie taten genau das, was man Ihnen sagte… Sie sind nicht einen Zentimeter nach rechts oder links abgewichen… Sie haben kein Problem.“

Diejenigen, die mit dieser Aktion Probleme haben und gegen sie protestierten (so wie ich), werden von dem General „herzblutende Menschen“ und „eine unbedeutende und lärmende Minderheit“ genannt… [Ich denke, er liegt mit dieser Annahme richtig.]

Er beschuldigt uns, wir würden „es wagen Mafia-artige Erpressung unseren Kämpfern gegenüber zu benutzen… Verrat ist verboten… Im Gesetz muss nach einem Paragraphen gesucht werden, der sie in Israel vor Gericht bringt… das erinnert mich an die dunklen Zeiten des jüdischen Volks, als eine Minderheit unter uns andere Juden bespitzelte.“ [Wie hätten wir jemals annehmen können, dass du dein eigenes Volk unterstützt, Uri?]

Er verurteilt auch die „Besessenheit einiger Journalisten… ihnen ist langweilig… als springen sie auf jede Kleinigkeit an…“

Diese extremen Äußerungen belegen nicht die geistige Nüchternheit des Generals, der sagt, dass er „ein tiefes Gefühl der Gerechtigkeit und Moral“ hat. Ich würde sagen, dass auf dem Kopf des Generals die blaue Mütze brennt.* Jedes Wort verrät Hysterie. [Höchstens die Hysterie derer, die gegen jede Militäraktion hetzen und jede israelische Aktion zum Kriegsverbrechen stempel, wie du es tust, Uri.]

Aber dieser Stil muss tiefe Angst verursachen. Die Worte hätten natürlich geklungen, wären sie von einem General in Argentinien oder Chile während der Militärdiktaturen geäußert worden oder von einem türkischen Offizier, der dabei ist die zivile Regierung zu stürzen. Wenn ein Israeli solche Worte gegen die Medien und die Zivilgesellschaft benutzt [Hat er nicht, er hat sie gegen eine winzige Gruppe von Extremisten benutzt], dann geht ein Warnlicht an. Und das um so mehr, als er nicht fristlos entlassen, sondern im Gegenteil, öffentlich gelobt wurde. [Mach weiter, Junge, die Palästinenser sind die Engel und die Juden die Teufel! Wie wäre es, wenn du dich mit ein paar Neonazis zusammen tust? Sie würden dir absolut zustimmen!]

Die israelische Demokratie verliert ihr Maß. Aber ich will mit Ihnen nicht über Dan Halutz sprechen, sonder über Sie selbst. [Na, das war ja wohl kein Gespräch, sondern eine Verleumdungstirade!]

Wer sind Sie? Was sind Sie?

Einer der Piloten erklärte einem Interviewer, Vered Levy-Barzilai: „Es gibt die Einzigartigkeit und die Schönheit der Pilotenwelt. Du sitzt da oben, in Ruhe, mit einem weiten Raum. Es gibt keine Geräusche, keinen Krach, kein Geschrei. Du bist ganz auf das Ziel konzentriert, du hast weder den Schmutz noch den Schrecken des Schlachtfelds. Du erledigst deinen Auftrag und machst dich auf den Nachhauseweg.“

Dan Halutz beschreibt diese Gefühle ebenfalls [Ich dachte, Uri wollte nicht mehr von Dan Halutz reden?]: „Wenn Sie wirklich wissen wollen, was ich fühle, wenn ich eine Bombe werfe, dann will ich es Ihnen sagen: Ich spüre einen leichten Hüpfer des Flugzeugs als Ergebnis des Lösens der Bombe. Eine Sekunde später ist sie weg und das war’s. Das ist es, was ich fühle.“

„Das war’s.“

Da unten geschehen furchtbare Dinge, verstümmelte Körper fliegen durch die Luft, verwundete Menschen winden sich in Schmerz, Menschen sind unter Schutt begraben und krächzen ihre letzen Töne, Frauen weinen über den Leichen ihrer Kinder, eine Szene aus der Hölle, nicht zu unterscheiden von einem Selbstmordanschlag – und „das war’s.“ [Ist es dir jemals in den Sinn gekommen, Uri, dies könnte eine verärgerte Reaktion auf ständige Belästigung sein, durch tendenziöse Fragen, wie du sie immer stellst – bei denen immer geleugnet wird, dass Israel ein Recht auf Selbstverteidigung hat und immer gesagt wird, die Palästinenser hätten ein Recht Juden zu terrorisieren?]

Ein leichter Hüpfer des Flugzeugs und dann ab nach Hause zu einer warmen Dusche und einem Bett. Ich muss zugeben, dass es mir schwer fällt, mir diese Erfahrung vorzustellen. [Mir nicht. Es ist nicht viel anders als eine Last fallen zu lassen, um dann ohne sie weiter zu gehen. Die Ergebnisse erfahre ich später. Dann werden sie mir durch den Kopf gehen.]

Ich diente in der Infanterie, ich sah, auf wen ich schoss und wer auf mich schoss; ich konnte jederzeit verwundet (was auch passierte) oder getötet werden. Es fällt mir schwer mir die Erfahrung einer Person vorzustellen, die sich oben am Himmel befindet und Tod und Zerstörung sät, ohne selbst in Gefahr zu sein. [Das ist halt der Unterschied: Du weißt nicht, wie das ist und willst es nicht wissen. Du willst lieber weitere Juden tot sehen als solche Erfahrungen als Einsatzerfahrung werten.]

Ist dieser Pilot – Sie! – Zweifeln ausgesetzt? Stellt er sich manchmal selbst in Frage? Fragt er sich, ob eine bestimmte Aktion erlaubt ist, moralisch richtig? Oder wird er – Sie! – ein Roboter, ein „Profi“, der stolz auf seine perfekte Kontrolle der ihm anvertrauten atemraubenden Todesmaschine ist und auf die „exakte“ Ausführung seiner Befehle? [Hast du je einem Palästinenser eine solche Frage gestellt, Uri?]

Ich weiß, dass nicht alle Piloten Roboter sind. Ich sehe immer noch Oberst Yigal Shohat vor mir, wie er von einem Blatt abliest, seine Stimme von Gefühlen zitternd, bei seinem historischen Aufruf an seine Piloten-Kollegen und die Auszubildenden der Luftwaffe, dass sie offenkundig illegale Befehle verweigern sollten, genau solche wie diese Aktion in Gaza. [Oh, er hat die Gaza-Aktion erwähnt? – Natürlich nicht. In welchem Zusammenhang stand dieser Aufruf? Rechtfertigt er, dass praktisch jede Verteidigungsmaßnahme des israelischen Militärs als Kriegsverbrechen bezeichnet wird?] Shohat, ein Kriegsheld, der über Ägypten abgeschossen wurde und dessen Bein von einem ägyptischen Chirurgen amputiert wurde, ist das genaue Gegenteil von Halutz.

Sie müssen sich entscheiden – ein menschliches Wesen wie Shohat zu sein, sensibel gegenüber den Leiden der anderen, oder ein Roboter wie Halutz, der einen kleinen Hüpfer spürt, wenn er Dutzende menschlicher Wesen umbringt. [Ich denke, er muss sich anders entscheiden, Uri – etwas, das du nie in deinem Leben bereit sein wirst anzuerkennen: Er hat sich zu entscheiden, ob er Befehlen folgt, die Israel am Leben erhalten oder ob er sein Volk vergisst und es dem Untergang überlässt.]

Die Regeln des Krieges wurden nach dem Dreißigjährigen Krieg geschaffen, einem der fürchterlichsten in den Annalen Europas, einem Holocaust, indem ein Drittel der deutschen Nation ausgelöscht und zwei Drittel Deutschlands verwüstet wurde. Die internationalen Konventionen gründen auf der Überzeugung, dass selbst in einem harten Krieg, wenn jede Seite um ihre Existenz kämpft, die Gebote der menschlichen Moral eingehalten werden müssen. [Hast du das je von den Palästinensern verlangt? Ich habe nie davon gehört. Nur, dass du gesagt hast, ihr Terror sei kein Terror.]

Machen Sie es sich nicht leicht, indem Sie die primitiven Sprüche von Halutz übernehmen, der alles damit rechtfertigt, dass Shehadeh eine „bösartige Inkarnation“ war, Worte, die seine ultrarechte Sichtweise verraten. Shehadeh wurde nicht vor Gericht gestellt. [Hey, Uri, warum hast du ihn uns nicht geholt, damit er vor Gericht gestellt werden konnte?] Keine seiner angeblichen Taten wurde bewiesen. Aber sogar, wenn bewiesen worden wäre, dass er ein gefährlicher Feind war, rechtfertigt das in keiner Weise die Tötung seiner Nachbarn. Das Argument, dass diese Massentötung die Ermordung von Juden verhinderte, zieht nicht. [Wirklich? Wie kommt es dann, dass Israel diese Aktionen nur dann ausführt, wenn es absolut sicher ist, dass es sich um mehr als eine angenommene Gefahr handelt? Für Uri Avnery reicht es nicht aus, dass der Massenmörder mehr als ein Schreibtischtäter ist. Es reicht nicht aus, dass er sich mit seinen Plänen brüstete. Nein, für Uri Avnery ist ein Täter erst dann erwiesenermaßen ein Täter, wenn er sich selbst gerade in die Luft gesprengt hat. Vorher könnte es ja sein, dass er den Sprengstoff nur transportiert!] Als der Pilot die Bombe warf, war er sicher, dass er viele Menschen umbrachte, während Shehadehs Fähigkeit zu töten nur eine Vermutung war. [Uri, glaubst du wirklich immer noch, dass dieser „Kommandeur von Freiheitskämpfern“ nichts plante? Nach dem, was er schon geplant hatte und wofür seine Organisation steht?] Andererseits war sicher, dass diese Tötung zu weiteren Racheakten führen würde und dass viel jüdisches Blut deshalb fließen würde. [Klar, Hamas wartet immer erst, dass ihre Leute umkommen, bevor die Terrorkampagne fortgesetzt wird!]

Außerdem besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen einer Guerillagruppe und einer mächtigen Armee, die im Auftrag eines Staates agiert. [Ja, Uri, genau! Eine „Guerillagruppe“ handelt durch Terror. Du glaubst, dass Terror gerechtfertigt ist. Aber wenn Juden sich verteidigen, ist das nicht gerechtfertigt.]

Hätten Sie ihrem Kommandeur unter diesen Umständen gesagt. „Ich weigere mich diesen Befehl auszuführen, denn er ist offensichtlich illegal“? Das israelische Gesetz und die menschliche Moral verpflichten Sie dazu. Aber Dan Halutz sagt: „Weigerung einen Einsatz zu fliegen gehört nicht zu den Regeln meines Spiels.“ Wie sehen IHRE Spielregeln aus? [Nun, DEINE Spielregeln kennen wir inzwischen, Uri: Liebe Palästinenser, bringt so viele Juden um, wie ihr wollt, ich werde das immer rechtfertigen! Wenn es einen jüdischen Antisemiten gibt, dann bist du die am besten entwickelte Ausgabe davon!]

* Eine Anspielung auf ein jüdisches Sprichwort: „Auf dem Kopf des Diebes brennt der Hut“ – was heißt, dass sein Verhalten seine Schuld verrät.