Knallchargen

Yitzhak Herzog, Parteichef der Avoda (Arbeitspartei in Israel) – er vertraut darauf, dass Obama einen „guten Deal“ mit dem Iran macht. Klar doch…

Ban Ki-moon, UNO-Generalsekretär – er macht Israels Demokratie(fähigkeit) davon abhängig, dass der jüdische Staat den PalArabern einen Staat gibt. Ohne Palli-Terrorstaat ist Israel keine Demokratie? Was raucht der?

Margot Wallström, Außenministerin (Schweden) – sie begreift immer noch nicht, was das für eine Reaktion in Saudi-Arabien und der arabischen Welt ist, die auf ihre Kritik an saudischen Strafen erfolgte (sie wurde von der Arabischen Liga ausgeladen, Schweden bekommen keine Visa mehr für Saudi-Arabien). Besonders stößt ihr auf, dass dort ihre Kritik an den Kriminalstrafen als Kritik am Islam verstanden/ausgelegt wurde. Da das Strafrecht in Saudi-Barbaria aus der göttlichen Scharia kommt, kann das nicht anders verstanden werden – aber das zu begreifen wird der Dame und ihrer Regierung wohl nie gelingen.

Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister (Bonn) – er musste auf Teufel komm raus das höchste Fest der Christenheit in ein Multikulti-Event uminterpretieren und lief damit an der Realität noch mehr vorbei, als es sonst schon üblich ist.

Hillary Clinton, Politikerin – weshalb hat die Hamas im Krieg gegen Israel die Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde benutzt und ihre Waffen unter Zivilisten versteckt? Liegt an der Geografie, nicht an religiösem Extremismus, Hass auf Israel, Propagandazielen, Todessehnsucht, Menschenverachtung der Terrorisaten. Nein, die haben einfach keinen Platz im Gazastreifen, können also gar nicht anders…

Das Auswärtige Amt (Regierung der Bundesrepublik Deutschland): Die Ermordung von 1,5 Millionen Armeniern durch die osmanischen Türken war kein Völkermord. Grund: Der Begriff des Völkermords wurde erst 1951 in Kraft getreten. Damit, Herr Außenminister Steinmeier, sollten Sie auch ganz korrekt sagen: Der Holocaust war ebenfalls kein Völkermord – denn der fand vor 1951 statt!

Die Protokolle der Weisen des Zionismus

redshift, 11. April 2015

Evelyn Hecht-Galinski ist eine deutsche Antizionistin, deren hauptsächliche Qualifikation dafür, sich öffentlich zu Israel und Palästina zu äußern, darin besteht, dass sie die Tochter eines ehemaligen Vorsitzenden Zentralrats der Juden ist, der einflussreichsten jüdischen Organisation Deutschlands.

Vielleicht ist es ihr jüdischer Hintergrund, der sie veranlasste einem Ereignis Beachtung zu schenken, das größtenteils nur in israelischen Medien berichtet wurde: dass der Islamische Staat die Kontrolle über das Viertel/das Flüchtlingslager Yarmuk in Damaskus übernimmt. Yarmuk ist eines der vielen kleinen Ghettos, die in der arabischen Welt für palästinensische Flüchtlinge errichtet wurde – und für ihre Kinder und Kindeskinder, die auch alle als Flüchtlinge behandelt werden – denen die arabischen Staaten die Einbürgerung verweigern, weil sie befürchten, die Palästinenser zu gut zu behandeln könnte deren Verlangen die Juden aus Palästina zu vertreiben dämpfen könnte.

Yarmuk hat schon seit dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs reichlich Anteil am Unglück gehabt. Weil es als Brutstätte für Oppositionsaktivitäten galt, wurde es von Regierungstruppen beschossen und erlitt eine lang anhaltende Belagerung, die darauf ausgelegt war die Zivilbevölkerung Yarmuks auszuhungern. Hecht-Galinski, deren antizionistisches Geschwafel vor allem deshalb beliebt ist, weil sie als Jüdin Dinge sagen kann, die aus dem Mund eines Deutschen nicht toleriert würden, vermerkte, dass niemand sonst Yarmuk wahrzunehmen schien, selbst jetzt, wo der Islamische Staat die Kontrolle über das Viertel übernommen hat und anfängt seine köpfende Form von Recht auszuüben.

Was aber macht eine überzeugte Antizionistin, wenn sie mit einem der stichhaltigendsten Beweise konfrontiert wird, dass all das Gerede von „palästinensischer Solidarität“ nichts als hohle Phrasen sind, dazu angelegt die Tatsache zu vertuschen, dass diese Menschen nur eine gute Fassade für den guten alten Kampf gegen das jüdische Volk ist? Nun, sie schiebt natürlich Israel die Schuld zu. Denn Hecht-Galinski ist überzeugt, dass die Welt Palästina als Ganzes auf Befehl Israels ignoriert (wobei sie ignoriert, dass zum Beispiel Associated Press mehr Reporter dazu abgestellt hat über Palästina zu berichten, als über das gesamte Afrika südlich der Sahara); der einzige Grund, dass sich niemand um Yarmuk kümmert, kann nur israelische Intervention sein.

Und so schloss Hecht-Galinski in ihrem verzweifelten Versuch ihre Interpretation der Lage im Nahen Osten aufrechtzuerhalten, ihr Klagen über das Leid der Palästinenser in Yarmuk wie folgt: „I(sraelischer) S(ecret) I(ntelligence) S(ervices)“ – die Anspielung auf eine Verschwörungstheorie, die zuerst in iranischen Staatsmedien veröffentlicht wurde, wo man behauptete, von Edward Snowden verratene Dokumente würden beweisen, dass die USA und Israel sich zugunsten des Islamischen Staates einmischen. Natürlich gibt es diese Dokumente nicht und Snowden wusste nichts von einer solchen Einmischung.

Aber es bleibt immer etwas hängen.

Gideon Levy von Ha’aretz verbreitet sein antiisraelisches Gift im Ausland

CAMERA, 17. April 2015

Die israelische Tageszeitung Ha’aretz hat in Israel eine minimale Kundschaft. Nach Angaben einer kürzlich erfolgten Studie von Target Group Index (TGI) betrug die Leserschaft von Ha’aretz lediglich 5,8% des Nachrichtenmarkts. Und selbst dieser Minimalanteil ist höher als er noch letzten Sommer während der IDF-Operation Fels in der Brandung zur Beendigung des Hamas-Raketenfeuers war. Damals lagen die Zahlen noch niedriger, weil einer großen Zahl Abonnementskündigungen, die durch ein Op-Ed des Kolumnisten Gideon Levy ausgelöst waren, in dem er israelische Piloten dafür verurteilte, dass sie ihre militärischen Befehle ausführten. Die meisten Israelis erkannten Ha’aretz als das, was sie ist: eine ideologische Zeitung mit einer linksextremen Redaktionspolitik, die mehr an Interessenvertretung interessiert zu sein scheint als an objektiver Sammlung von Nachrichten.

Gideon Levy sitzt in der Redaktionsleitung und schreibt für die Zeitung eine wöchentliche Kolumne, „Twilight Zone“, sowie politische Leitartikel. Er ist in Israel als erbitterter antiisraelischer Ideologe und Aktivist bekannt, der vor kurzem verhaftet wurde, weil er IDF-Soldaten bespuckte und verfluchte, der oft Ereignisse erfindet, um seine radikale Agenda zu unterstützen. Seine Fan-Gemeinde besteht in erster Linie aus weiteren Israelhassern und Aktivisten, während Mainstream-Israelis und -Journalisten ihn als unredlichen Propagandisten ablehnen (s. z.B. „Colleague Takes Gideon Levy to Task“ und “Former Editor Marmari Speaks Out On ‘Apartheid’ Poll Scandal” sowie auch hier).

Von dem Mainstream-Medien seines eigenen Landes diskreditiert, hat Levy Interesse daran gefunden seine Giftigkeit und die Werbung für Boykotte gegen den jüdischen Staat ins Ausland zu verlegen, wo er uneingeweihtes Publikum mit unehrlichen Verleumdungen gegen Israel beeinflussen kann (s. z.B. „Haaretz’s Levy FUels Anti-Israel Distortions – In Croatia“). Er verkauft sich als heldenhaften Erzähler der Wahrheit, der „es zu seinem Auftrag gemacht“ hat, wie kürzlich ein kanadischer Interviewer ihn beschrieb, „Zeugnis vom palästinensischen Leben in den besetzten Gebieten ablegt“. Levy gibt die Verachtung seiner Landsleute für ihn zu, aber er schreibt sie nicht seinen verleumderischen Schriften Erfindungen zu. Stattdessen versucht er für sich ein Image als Whistleblower zu pflegen, der sich den Hass seiner Landsleute zuzieht, weil er angeblich die hässliche Wahrheit über sie enthüllt. Ihm wird bei dieser Aufgabe von antizionistischen und antisemitischen Organisationen geholfen und Beihilfe geleistet, dazu von Auslandsjournalisten, die nur allzu bereit sind von Israel das Schlimmste zu glauben und diesem verlogenen Ideologen eine Plattform zu bieten, von der aus er Propaganda gegen sein Land auswürgen kann.

Levy beendete gerade eine einwöchige, durch acht Städte führende Redetour quer durch Kanada, die von Canadians for Justice and Peace in the Middle East (CJMPME) gesponsert wurde – einer antiisraelischen BDS-Gruppe (Boykott, De-Investition und Sanktionen). Zu den Mitsponsoren der einzelnen Veranstaltungen gehörten antiisraelische Gruppen wie die Arab Students Association, Solidarity for Palestinian Human Rights, die Palestinian Student Association und Justice for Palestinians. Die erwähnten Gruppen sind Levys offensichtliche Verbündete und Unterstützer, die eine gemeinsame Sache haben: Israel zu diffamieren. Störender waren aber die Fakultäten an den Universitäten, die einige der lokalen Vorträge Levys mitsponserten. Dazu gehörte das Department of Near and Middle Eastern Civilizations an der University of Toronto, das Department of Political Science der University of Alberta und das Department of Writing der University of Victoria.

Levy wurde zudem in kanadischen Radiosendungen interviewt, darunter die Mike Eckford Show auf Radio CKNW in Vancouver, die am 27. März ausgestrahlt wurde, und Michel Enrights überregional ausgestrahlte Sonntagsausgabe auf CBC, dem landesweiten kanadischen Sendernetz, am 29. März. Dort verbreitete Levy weiteres antiisraelisches Gift. Seine Stimme kochte vor scheinheiliger Wut, als Levy Israel als einziges für den palästinensisch-israelischen Konflikt verantwortlich machte, palästinensischen Terrorismus rechtfertigte und zu Boykotte und Bestrafung Israels durch Mächte des Auslands drängte.

Während der Lokalradio-Moderator Mike Eckford unterwürfig Levy antiisraelische Tiraden ehrfürchtig akzeptierte, stellte Radiomoderator Enright Levy mehrere herausfordernde Fragen, die Levy geschickt umging; er schaffte es das Thema zurück zur Dämonisierung Israels zu bringen. Eckford führte Levy mit einem langen, kriecherischen Zitat aus dem angeblichen Interview des radikal antiisraelischen Journalisten Johann Hari mit Levy ein, das im Independent (London) erschien. (Wie sich herausstellte, hatte Hari vorgegeben Levy persönlich interviewt zu haben, obwohl der lediglich Teile, die ihm gefielen, aus verschiedenen Levy-Kolumnen zusammengeschnitten hatte.) Während des gesamten Interviews kroch Eckford Levy hinten rein, behandelte ihn als Helden, schmeichelte ihm, stellte ihm kriecherische Fragen und ebnete Levy den Weg Israel, seine Presse, sein Volk und seine Führungskräfte zu verunglimpfen. CBCs Michael Enright forderte Levy dagegen zu palästinensischem Terrorismus und Hetze, die BDS-Bewegung gegen Israel und Antisemitismus heraus. Levy hielt jedoch an seiner Linie fest und nutzte das landesweite Programm, um sein antiisraelisches Gift zu verbreiten.

Unten folgen einige Zitate aus den beiden Radio-Interviews, die Krampen von Levy Redetouren im Ausland verkörpern.

Gegen einen jüdischen Staat

„Mein Traum ist ein einziger Staat, ein demokratischer Staat mit gleichen Rechten für alle, mit gleichen Gesetzen für jeden, gleichberechtigte Menschen. Es klingt im Moment wie ein Traum, aber ich sehe keine andere realistische Alternative…. Ich mache mir weniger Sorgen um eine jüdische Mehrheit, weil ich an einem gerechten Ort leben will und ich glauben, dass er Charakter Israels durch das Regime geformt werden wird, nicht von seiner ethnischen Mehrheit. Er kann einfach ein binationaler Staat sein und ein sehr ungerechter jüdischer Staat…“ (CKNW)

Beschuldigung aller israelischer Führungspolitiker

„Israelische Premierminister behaupteten einer nach dem anderen, dass sie das Ziel hatten die Besatzung zu beenden, behaupteten, sie hätten das Ziel einen unabhängigen Palästinenserstaat zu ermöglichen und unternahmen gleichzeitig alles Mögliche, um diese Möglichkeiten zu verhindern…“ (CKNW)

Unterstellung israelischer Presse-Einseitigkeit

„Die Berichterstattung ist sehr, sehr einseitig, entmenschlicht die Palästinenser systematisch und sehr, sehr eingeschränkt, das Minimum des Minimums…“ (CKNW)

Rechtfertigung der Hamas-Raketenangriffe auf Zivilisten innerhalb Israels Grüner Linie

„Man sollte fragen, warum sie ihre Raketen schießen. Man sollte fragen, welche andere Möglichkeit man den in Gaza lebenden Palästinensern lässt, die im größten Gefängnis der Erde leben. Wir wollen offen sein. Wann immer sie aufhören Raketen zu schießen, vergessen die Welt und Israel sie. Sehen Sie sich das jetzt an, sie sind wieder vergessen…“ (CBC)

Verurteilung der Militäroperation Israels zum Stopp des Hamas-Raketenfeuers nach Israel

„… Hunderte wurden für nichts getötet und Hunderte Frauen und Kinder wurden für nichts getötet…“ (CKNW)

„… Hunderte palästinensischer Frauen und Kinder wurden für nichts getötet…“ (CBC)

Rechtfertigung palästinensischen Terrorismus im Allgemeinen

„Die Palästinenser besitzen keine Armee. Und ihre einziger Weg für ihre Freiheit zu kämpfen, für ihre Rechte, geht über das, was wir Terrororganisationen nennen. Leider. Welche andere Wahl haben wir ihnen gelassen?“ (CBC)

„… Wenn man das Problem lösen will, muss man sich fragen, was einen jungen Palästinenser, der nicht dazu geboren wurde zu töten, dazu bringt sein Leben zu opfern und diese furchtbaren Gräueltaten und Verbrechen gegen Zivilisten in Tel Aviv, in Jerusalem und überall zu begehen. Wenn man nicht fragt warum, wird man das niemals lösen. Und man muss fragen, warum. Und man muss zu dem Schluss kommen, dass man ihn in die Ecke drängt, in der er nichts mehr zu verlieren hat…“ (CBC)

Ausblendung palästinensischer Hassrede und Indoktrination Jugendlicher gegen Israel, um Israel zu beschuldigen

„Glauben Sie mir, mach so vielen Jahren der Berichterstattung zu den besetzten Gebieten und den Palästinensern: Da gibt es eine Mehrheit der Palästinenser, die mit Israel in Frieden leben wollen, einschließlich der jungen Menschen, wenn man einfach nur die Realität ändert. Sie hat sich in den letzten Jahren zu Schlimmeren verändert, denn diese jungen Menschen, sie brauchen nicht viel, um Israel zu hassen. Wissen Sie, es reicht ihnen mitten in der Nacht aufzuwachen und israelische Soldaten zu sehen, die ihre Eltern vor ihren Augen erniedrigen. Es reicht ihnen aus ihren Schulen zu gehen und israelische Soldaten zu sehen, die von Zeit zu Zeit einige von ihnen schlagen, auf jemanden schießen.“ (CBC)

Werbung für Wirtschaftsboykott gegen Israel

„Boykott war in Südafrika sehr effektiv, sehr effektiv… Das Regime in der Westbank und das Regime im Gazastreifen sind ein Apartheidregime. Was ist es, wenn nicht Apartheid, wenn ein Volk nichts besitzt, keine Ressourcen und keine Rechte. Und ich frage: Warum war es legitim, das mit Südafrika zu tun und warum ist es nicht legitim, das mit Israel zu tun? Glauben Sie wirklich, die Veränderung wird von alleine kommen? Ich wünschte, wir würden das nicht brauchen. Für mich als Israeli ist es sehr problematisch Boykott zu fordern, denn ich selbst boykottiere Israel nicht. Ich lebe dort. Aber ich kann Ihnen sagen, dass man Israel schütteln muss, weil Israel jemanden braucht, um es vor sich selbst zu retten.“ (CBC)

Verunglimpfung der Unterstützung der USA für Israel: Drängt die USA Israel zu bestrafen

„… Israel ist eine regionale Supermacht in der Region mit der totalen, automatischen, blinden Unterstützung der USA wie kein anderer Staat in der Welt…“ (CBC)

„Viele Male, wenn jemand die Beziehungen zwischen den USA und Israel beobachtet, kann man sich fragen, wer genau von den beiden die Supermacht ist und wer wen in die Tasche steckt. Es ist nicht sehr klar und für mich ist es ein Rätsel und ich habe nie das Geheimnis der einseitigen Beziehungen verstanden, in der Israel alles bekommt und nichts gibt und niemals amerikanischen Ersuchen zuhört und das internationale Recht ignoriert und auch viele Male amerikanischen Ratschlag. Aber Herr Netanyahu ging jedenfalls ein paar Schritte weiter als jeder andere israelische Premierminister. Ich denke, er überschritt einige rote Linien, die kein westlicher Führungspolitiker jemals zu überschreiten gewagt hätte; er mischte sich sehr brutal gegen Obama und das Weiße Haus in Washington in die amerikanische Innenpolitik ein. Und jetzt ist es an der Zeit, dass Herr Obama Rache nimmt und es scheint so, dass er das tut. Das einzige Problem damit ist: Wo war er in den letzten sechs Jahren? Ich meine, warum erst jetzt? Und wie viel kann er in seinen letzten zwei Jahren im Amt [gegen Netanyahu] unternehmen? Das ist immer noch eine offene Frage.“ (CKNW)

„Kanada ist in seinem Verhalten, das muss ich leider sagen, alles andere als ein echter, aufrichtiger Freund Israels; dass es die Besatzung unterstützt, seine Verbrechen unterstützt, die Siedlungen unterstützt, ist alles andere als Freundschaft mit Israel. Und ich denke, es ist nicht irrtümlicherweise so, dass es so viele Ähnlichkeiten zwischen dem kanadischen Premierminister Stephen Harper und dem israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu gibt. Ich denke, sie teilen viele gleiche Werte, beide verbreiten Angst auf eine systematische Weise, um an der Macht zu überleben. Und ich denke, im Endeffekt sollte jeder sich selbst fragen, ob diese automatische und blinde Unterstützung Freundschaft ist. Würden Sie einen echten Freund automatisch und blind unterstützen? Wäre das Freundschaft? Oder würden Sie ihn kritisieren, wenn Sie das Gefühl hätten, es wäre nötig? Heute ist diese Art von Unterstützung, die Verbrechen der Besatzung unterstützt, die ignoriert, was Israel anderen antut, keine Freundschaft.“ (CBC)

Dass Levy ein bornierter Radikaler ist, der dieselben antiisraelischen Falschmeldungen wieder und wieder hinrotzt, überrascht objektive Nachrichtenkonsumenten nicht, die den palästinensisch-israelischen Konflikt verfolgen. Auslands-Publikum jedoch ist sich der extremen Einseitigkeit Levys und der Ha’aretz nicht bewusst. Levy selbst formulierte es so, als er seine Erfahrung beschrieb, in Kanada endlich Beachtung zu finden:

„Es ist wie ein Wunder. Ich bin hier wiedergeboren, denn ich bin so viel Sympathie und wohlwollende Fragen nicht gewohnt… Ich bin wirklich, wirklich bewegt und überrascht angesichts des Willkommens…“ (Radio CKNW, Mike Eckford Show, 27. März 2015)

Indem er seine schadenden Botschaft auf diese Sorte naiven Zielpublikums umleitet, schürt Levy Israel-Feindlichkeit und wirbt für Boykott und den jüdischen Staat schädigende Politik.

Vier einfache Schritte zur Beendigung des Nahost-Konflikts

Ted Belman, Israel National News, 7. April 2015

Dennis Ross und David Makovsky argumentieren in „Israels Drang zur Selbstzerstörung“, dass Netanyahu den Palästinenser Hoffnung bieten oder sich einer Wiederbelebung der Delegitimierungsbewegung stellen muss. Sie haben sicherlich recht darauf hinzuweisen, dass die Delegitimierungsbewegung wachsen wird, aber sie liegen mit ihrer Behauptung falsch, dass die Israels Antwort sein muss den Palästinensern Hoffnung zu machen.

Sie argumentieren, was Israel brauche sei der Beginn der Kapitulation noch bevor die Verhandlungen aufgenommen, geschweige denn abgeschlossen sind. Sie wollen, dass Israel seine Verhandlungsmasse für nichts aufgibt.

Die Palästinenser hoffen nicht darauf, dass sie einen Staat bekommen; sie hoffen einen Staat zu vernichten, nämlich Israel.

Nicht Israel muss guten Vertrauenswürdigkeit bieten, sondern die Palästinenser müssen beweisen, dass sie ernsthaft Frieden wollen.

Das Problem mit den Empfehlungen von Ross und Makovsky besteht darin, dass sie vorschlagen eine (jedenfalls von der internationalen Gemeinschaft) vorherbestimmte Lösung zu erzielen: zwei Staaten für zwei Völker auf Grundlage er Linien von 1967 mit Landtausch, einem geteilten Jerusalem und einer „gerechten Lösung“ für die palästinensischen Flüchtlinge, von denen es nur noch wenige (60.000) lebende, echte Flüchtlinge gibt – und für ihre Millionen Nachkommen. Was ist eigentlich aus „alle Angelegenheiten müssen verhandelt werden“ geworden?

Zudem ignorieren die Empfehlungen viele Bedrohungen Israels an dessen Grenzen. Ross und Makovsky gehen davon aus, dass die Bedrohungen sich irgendwann in Luft auflösen, bieten aber keine Argumente dazu, warum das so sein wird. Sie wollen, dass Israel sich selbst in Gefahr bringt, indem es „Hoffnung“ bietet. Und das, als die größte dieser Bedrohungen – der Iran – gerade wegen des von der Obama-Administration verhandelten Deals größer wird, der – wie Netanyahu es ausdrückt, ihnen den Weg zur Bombe ebnet.

Am 13. März 2015 berichtete Arutz-7: „Irans Basij-Kommandeur: Israel muss von der Landkarte gewischt werden.“ Die Times of Israel berichtete:

„Der Kommadeur der Basij-Miliz der Iranischen Revolutionsgarden sagte, Israel von der Landkarte zu löschen sei ‚nicht verhandelbar‘, so ein Bericht in Israel Radio am Dienstag.

„2014 sagte Naqdi, der Iran verstärke seine Anstrengungen zur Bewaffnung der Westbank-Palästinenser zum Kampf gegen Israel und fügte hinzu, der Schritt werde zu Israels Vernichtung führen, berichtete Irans Nachrichtenagentur Fars… Die Bewaffnung der Westbank hat begonnen und den Menschen dieser Region werden Waffen geliefert“, sagte Naqdi. „Die Zionisten sollten wissen, dass der nächste Krieg nicht auf die aktuellen Grenzen beschränkt sein und die Mudschaheddin werden sie zurückdrängen“, fügte er hinzu. Naqdi behauptete, dass ein Großteil des Arsenals der Hamas, ihrer Ausbildung und ihres technischen Knowhows im Konflikt mit Israel während des Sommers vom Iran zur Verfügung gestellt wurde.“

Ein großer Krieg zeichnet sich ab, dem die Obama-Administration Hilfe leistet und begünstigt, doch Ross und Makovsky ignorieren Israels Wirklichkeit und Gefahr.

Israel National News berichtete am 1. April 2015: „IDF-Szenario für den nächsten Hisbollah-Krieg: 1.500 Raketen pro Tag… Armee aktualisiert Schadensschätzungen für einen möglichen Krieg im Norden, erwartet Dutzende oder Hunderte Tote pro Tag… IDF-Experten schätzen, dass die Zahl der Raketen, die den Norden Israels an einem bestimmten Tag treffen werden,1.000 bis 1.500 betragen wird und die Zahl der täglich getöteten Menschen wird im zwei-, vielleicht sogar dreistelligen Bereich liegen.“

Obamas neuer Bettgenosse, der Iran, ist verantwortlich dafür, dass der Hisbollah ein enormes Arsenal an Raketen zur Verfügung steht, angeblich mehr als 60.000, mit denen in Israel Chaos und Verwüstung angerichtet werden soll. Ross und Makovsky erwähnen diese Bedrohung nicht.

Darüber hinaus ist die internationale Gemeinschaft verantwortlich für das Fehlen einer Lösung, weil sie weiter unterstützt, was sie als die schwächere Seite wahrnimmt. Normalerweise wird z.B. ein Arbeitskampf, bei dem die Arbeiter zugeschlagen haben, beigelegt, wenn beide Seiten sich entscheiden zu ihren Forderungen einen Kompromiss einzugehen; Gründe dafür ist wirtschaftliche Notwendigkeit. Im „Friedensprozess“ werden die Palästinenser auf Schritt und Tritt unterstützt, sowohl politisch als auch finanzielle und man lässt sie als schuldlos gelten. So haben sie keinerlei Grund oder Notwendigkeit Kompromisse einzugehen.

Diese Unterstützung hat den Zweck von Oslo konterkariert. Rabin sagte eins, dass die Palästinenser sich dem Willen Israels beugen müssten, weil Israel der Stärkere sei und alle Trümpfe in der Hand halte oder so etwas Ähnliches. Was er nicht einkalkulierte war, dass die internationale Gemeinschaft die Palästinenser den Palästinensern helfen und so eine Regelung unmöglich machen würde.

Daher wäre mein erster Vorschlag, die vorherbestimmte Lösung beiseite zu legen. Stattdessen sollte der einzige Parameter die Resolution 242 des UNO-Sicherheitsrats sein.

Zweitens sollte man die Seiten in Ruhe lassen. Hört auf die Palästinenser finanziell oder politisch zu unterstützen.

Drittens: Die UNRWA sollte abgeschafft und die sogenannten Flüchtlinge sollten auf die gleiche Weise neu angesiedelt werden, wie es mit allen Flüchtlingen weltweit gemacht wird. Resolution 393 der UNO-Vollversammlung sieht das vor.

„4. Erwägt, dass, ohne Beeinträchtigung von Absatz 11 der Resolution 194 (III) der Vollversammlung vom 11. Dezember 1948, die Wiedereingliederung der Flüchtlinge in das Wirtschaftsleben des Nahen Ostens, entweder durch Repatriierung oder Neuansiedlung unerlässlich ist als Vorbereitung für die Zeit, wenn internationale Hilfestellung nicht länger verfügbar ist sowie für die Verwirklichung der Friedensbedingungen und Stabilität in der Region.“

Die Resolution empfiehlt „Wiedereingliederung der Flüchtlinge in das Wirtschaftsleben des Nahen Ostens entweder durch Repatriierung oder Neusansiedlung“. Es gibt keinen Grund, dass diese „Flüchtlinge“ nicht auch überall in der Welt neu angesiedelt werden können, so wie die syrischen Flüchtlinge neu angesiedelt werden. Oder normalisiert sie einfach dort, wie sie sind, indem ihnen die Staatsbürgerschaft gegeben wird. Wenn die Gastgeberländer das tun ablehnen, dann müssen sie in Ländern neu angesiedelt werden, wo das möglich ist.

Es würde enorm helfen, wenn die Standarddefinition dessen, was ein Flüchtling ist, angewandt würde, statt auch ihre Nachkommen als Flüchtlinge anzusehen.

Ich sollte herausstellen, dass das „Rückkehrrecht“ aus Resolution 194 hergeleitet wird, die wie allle Resolutionen der UNO-Vollversammlung nur eine Empfehlung war.

Die Weltgemeinschaft trägt durch Beibehaltung des Flüchtlingsstatus für diese Menschen zum Stillstand im „Friedensprozess“ bei. Weil das „Rückkehrrecht“ aufrechterhalten wird, verstärken sie die Unlösbarkeit.

Viertens: Unterstützt die Auswanderung der Palästinenser aus Judäa und Samaria und dem Gazastreifen (statt ihn wieder aufzubauen). Dort leben aktuell rund 3,5 Millionen Araber. Wenn die Welt 2 Millionen von ihnen aufnehmen würde, könnte Israel seine Souveränität auf diese Gebiete ausweiten und den verbleibenden Arabern die Staatsbürgerschaft oder Autonomie anbieten. Damit wäre der Konflikt vorbei.

Zusammengefasst: Wenn der Westen den Konflikt beenden will, sollte er die „Flüchtlinge“ neu ansiedeln und 2 Millionen Araber aufnehmen. So einfach ist das.

Stattdessen ziehen es Ross und Makovsky vor von Israel zu fordern, dass es den Handel akezptiert, den sie vorherbestimmen – auf eigenes Risiko. Israel, weil es überleben will, wird nicht bereit sein das zu tun.

Es ist schon ironisch: Genau zu der Zeit, in der Obama jetzt bereit ist seine Optionen für das Aufzwingen einer Lösung zu überdenken, die Unterstützung für eine „Zweistaatenlösung“ zur Lösung des israelische-arabischen Konflikts in den Vereinigten Staaten weniger beliebt als sie es in den vergangenen zwei Jahrzehnten war, heißt es in einer neuen Meinungsumfrage der von Washington Post und ABC News.

Wieder ein Versuch gefälschten palästinensischen Nationalismus zu verkaufen

Elder of Ziyon, 8. März 2015

Hier ist der erste Absatz eines Aufsatzes von John Bell, der letzte Woche auf Al-Jazira veröffentlicht wurde:

1905 schrieb ein Libanese namens Najihb Azuri: „Diese beiden Bewegungen [Zionismus und palästinensischer Nationalismus] sind zu einem ständigen Kampf verdammt, bis der eine den anderen überwältigt. Das Schicksal der gesamten Welt hängt vom Ausgang dieses Kampfes ab … der zwei entgegengesetzte Prinzipien repräsentiert.“ Einhundertzehn Jahre später stehen sich die beiden Nationen immer noch gegenüber, aber hängt das Schicksal der Welt davon ab?

Ich habe das Zitat nachgesehen, im Original auf Französisch in Najib Azuris Buch „Le réveil de la nation arabe…

‘- Deux phénomènes importants, de même nature et pourtant opposés, qui n’ont encore attiré l’attention de personne, se manifestent en ce moment dans là Turquie d’Asie : ce sont, le réveil de la nation arabe et l’effort latent des Juifs pour reconstituer sur une très large échelle l’ancienne monarchie d’Israël; Ces deux mouvements sont destinés à se combattre continuellement, jusqu’à ce que l’un d’eux l’emporte sur l’autre. Du résultat final de cette lutte entre ces deux peuples représentant deux principes contraires, dépendra le sort du monde entier.; (Google-Übersetzung)

Es gab 1905 keine palästinensische Nationalbewegung. Punkt. Es war damals ein zionistisch-arabischer Konflikt – und ist es bis heute.

John Bell ist „Direktor des Middlr East Programme am Toledo International Centre for Peace in Madrid. Er ist ehemaliger Diplomate der UNO und Kanadas und diente als politischer Berater des persönlichen Vertreters des UNO-Generalsekretärs für den südlichen Libanon und Berater der kanadischen Regierung.“

Es wäre nett, wenn er nicht der Geschichte seine eigene politische Agenda aufdrücken würde.

Man fragt sich, was unappetitlicher ist…

BILD berichtet aus Frankfurt. Dort hat das Schauspiel Frankfurt seine Zeitung zum Spielzeitthema „Über Leben“ mit einem Artikel eines Studenten namens Redouan Abdellaoui geehrt, der u.a. Folgendes schreibt:

Damals war es Anne, die unter einem feindlichen Regime leben musste. Heute sind es Kinder in Palästina, die in ihrer Welt keinen Platz für Freude, Spaß und Liebe finden…

Ohnmächtig sieht alle Welt zu, wie dort Völkermord begannen wird.

Aha, Anne Frank fast in einem Atemzug mit Völkermord im Gazastreifen, der also auch nur ein KZ ist.

Versuchte Schadensbegrenzung aus dem Schauspiel durch Sprecherin Veronika Breuning: „Dem Autor ging es um das Leid, nicht um historische Vergleiche…. Vielleicht hätte man eine weniger missverständliche Formulierung wählen können.“

Was, bitte ist daran missverständlich? Wenn es um Leid geht und von Völkermord (im Gazastreifen) die Rede ist, wenn der KZ-Tod von Anne Frank der Lage im „KZ“ Gazastreifen gleichgesetzt, dann ist das nicht nur faktisch falsch, sondern lässt auch noch völlig außen vor, wer dort für das Leid verantwortlich ist. Es wird einseitig Stimmung gemacht, Israel ist der Sündenbock und ihm wird die Verantwortung für das Elend der Araber dort zugeschoben, umgekehrt die Hamas von dieser Verantwortung freigesprochen.

Das ist nicht nur verlogenes Faktenleugnen. Es ist gezielt Desinformation. Betrieben von einem Studenten, dem das Schauspiel Frankfurt eine Bühne gibt. Doch nicht nur das. Angesichts massiver Kritik (übrigens nur an der Anne-Frank-Verwendung, nicht an der faktenwidrigen Völkermord-Behauptung und der irrsinnigen Gleichsetzung von Gaza mit den Nazi-KZs) wird nicht eingestanden, dass da etwas inhaltlich falsch ist. Nein, es ist nur „missverständlich formuliert“!

Das können Intellektuelle gut: Sie verdrehen die Wirklichkeit so, dass sie völlig entstellt ist und stehlen sich dann aus der Verantwortung; sie geben Fehler nicht zu (jedenfalls nicht die, die sie tatsächlich gemacht haben). Sie stehen hinter der Lüge, wiegeln bloß ein wenig ab. Vielleicht begreifen sie nicht einmal – oder wollen es nicht – was für eine Lüge und Charakterschweinerei sie so in Ordnung finden, dass sie das unter die Leute bringen müssen.

Dem Studenten mit dem muslimisch-arabisch klingenden Namen muss man auch vorwerfen, dass er die Fakten nicht kennt oder kennen will und verzerrt. Das ist unappetitlich. Wenn aber die Intellektuellen vom Theater das goutieren, in Ordnung finden, unterstützen und fördern – dann habe ich damit noch weit mehr Probleme, dann kann ich nicht so viel essen wie ich kotzen könnte. Vor allem, wenn sie sich auch noch als neutral oder objektiv erklären sollten (was ich hier nicht weiß, aber man hat so seine Erfahrungswerte).

Noch nie wurde in Deutschland ein Deutscher von „muslimischen“ Terroristen ermordet

Jürgen Todenhöfers hat wieder eine Tirade über Rechtsradikale und wen er alles dazu erklärt abgelassen. Die sind die Pest, alle – PEGIDA, Sarrazin gehören alle dazu. Die aktuelle SA, die unsere Demokratie zerstört. Ach was, unsere Demokratie zerstört – das ganze Europa mit seinen ausschließlich friedlichen Muslimen! Deshalb muss man ihnen – Sarrazin, PEGIDA usw. – das Demonstrieren verbieten, für sie gibt es kein Recht auf freie Meinungsäußerung, weil sie Volksverhetzung und Aufstachelung zum Hass betreiben, diese „braune Pest“, die ja ständig „Ausländer, Muslime, Juden oder Asyl suchende Flüchtlinge egal welcher Religion“ angreifen und ermorden. Und orientieren tut er sich dabei an „der von den Nazis ermordeten kleinen Jüdin Anne Frank“, wenn er „den Nachtwächtern in Berlin“ zuruft: „Stoppt die Rechtsradikalen! Stoppt den Ausländerhass! Stoppt den Fremdenhass! Stoppt die Islamophobie! Jetzt!“

Wir nehmen uns mal zwei Perlen aus diesem Geschwurbel vor:

Noch nie wurde in Deutschland ein Deutscher von “muslimischen” Terroristen ermordet. Nie!

Und:

Damals demonstrierten die Rechtsradikalen gegen Juden, heute gegen Flüchtlinge, Ausländer, Muslime. Und wieder gegen Juden. 95 Prozent aller antisemitischem Übergriffe kommen von Rechtsextremen.

Der erste Satz ist sehr intelligent gewählt, denn er enthält eine (fast) richtiger Aussage – mit der der Mann trotzdem lügt, dass die Schwarte kracht.

Ja, es wurde IN Deutschland noch nie EIN DEUTSCHER von muslimischen (ohne Gänsefüßchen!) Terroristen ermordet. Warum?
a) weil es nicht geklappt hat – die Polizei konnte z.B. den Anschlag der „Sauerlandgruppe“ verhindern und die Bahn-Bombe zündete nicht, weil die Täter – Gott sei Dank – zu blöde waren sie richtig zusammenzubauen.
b) weil die von Muslimen ermordeten Muslime ausgeklammert werden.
c) weil ausschließlich von „‘muslimischen‘ Terroristen“ die Rede ist – was besagt, dass z.B. Ehrenmorde und Bandengewalt nicht Terrorismus sind (auch wenn sie als schlimmes Beispiel den Terror anderen in die Knochen jagen, damit die kuschen – aber das ist jetzt spitzfindig).
d) weil die Opfer der Gewalt von Muslimen mit Migrationshintergrund nicht als Deutsche definiert werden oder diese Gewalt per se nicht Terror sein wird, sondern Kriminalität – aber da spekuliere ich wohl, wenn auch auf recht fester Grundlage.
e) weil die deutschen Opfer muslimischer Gewalt und muslimischen Terrorismus im Ausland ausgeklammert werden.

Herr Todenhöfer beliebt sich die Fakten so hinzudrehen, dass seine Propaganda wieder passt. Er klammert aus, dass muslimische Terroristen es zur Genüge versucht haben. Es muss wohl erst ein Anschlag mit Dutzenden Toten geschehen, damit er Terror eingesteht – um ihn dann umgehend als nicht muslimisch zu deklarieren, weil der wahre Islam…

Kommt Herr Todenhöfer vielleicht auch auf den Gedanken – wir nehmen mal ein muslimisches Lieblingsverbrechen – die Kreuzzüge als nicht christliche Kriegszüge/Verbrechen zu bezeichnen, weil das mit der Bibel nicht vereinbar ist? Ich bin mir sicher, auf diese Idee käme er wohl nicht. Nur im Fall der Muslime, da darf nichts mit Gewalt in Zusammenhang gebracht werden. Alles Pazifisten und wer nicht friedlich ist, ist halt kein Muslim. So einfach ist das.

„Noch nie wurde in Deutschland ein Deutscher…“ – IN DEUTSCHLAND. Alles andere gilt nicht. Auch damit kann man den Leser in die Irre führen. Alles, was außerhalb Deutschland an muslimischer Gewalt abläuft, ist für das Inland unerheblich. Gilt das für andere Ereignisse auch? Ist alles, was außerhalb Deutschland geschieht, für uns irrelevant? Betrifft es uns nicht, wenn islamische Mörder in Afghanistan einen Deutschen entführen und ermorden? Oder im Jemen eine ganze Familie? In Saudi-Arabien? In Algerien, in Mali, … Hat a) alles nichts mit dem Islam zu tun und b) nichts mit dem, was hier in Deutschland ist!

Kommen wir zu den „95 Prozent aller antisemitischen Übergriffe“, die von Rechtsradikalen verübt werden. Nun, da haben wir ja auch ein Definitionsproblem. Wenn Muslime auf Demonstrationen „Juden ins Gas“ brüllen – ist das kein Antisemitismus oder sind das dann nur die restlichen 5 Prozent und zudem nicht muslimisch? Wenn Rabbiner oder sonstige Juden auf der Straße von Muslimen beschimpft, angepöbelt, gestoßen, geschlagen und mit (manchmal improvisierten) Waffen in Mordabsicht angegriffen werden, dann ist das alles Teil der 5%? Das rechnet sich nicht. Da muss man zu anderen Mitteln greifen. Und die sehen dann so aus:

Wenn muslimische junge Männer in Wuppertal eine Synagoge mit Molotowcocktails bewerfen und das Gebäude nur zufällig nicht abbrennt, dann ist das per Gerichtsurteil nicht antisemitisch.

SO kann man ganz prima auf 95% rechtsradikale Taten kommen – oder auch nicht, denn das hilft nicht wirklich. Da muss noch mehr dazu kommen. So wie der „Aufstand der Anständigen“, der vom damaligen Bundeskanzler Schröder zu Beginn unseres Jahrtausends ausgerufen wurde, weil es in Düsseldorf einen Anschlag auf Juden gab, dem sofort einen Rechtsradikalen-Hintergrund zugeordnet wurde. Es stellte sich zwar (viel später) heraus, dass es zwei arabische/arabischstämmige Muslime waren, die den Anschlag verübten, aber das zählt nicht mehr und das weiß kaum einer, weil DAS dann nicht in die Welt posaunt wurde, sondern weiter hinten ganz unauffällig in den Medien zu finden war. Ähnlich beim Mord an einem Asyl suchenden Afrikaner, der von einem anderen Asylbewerber ermordet wurde – aber bis der ermittelt war, war die Mär vom ausländerfeindlichen, deutschen Mörder schon wieder in den Köpfen der Menschen verankert. Und davon gibt es haufenweise weitere Beispiele.

SO kann man ganz wunderbar auf 95% rechtsradikaler antisemitischer Taten kommen. Statistik gilt nur, wenn die Multikultis und Islamophoben sie selbst in die richtige Richtung gefälscht haben. Und der Hodentöter ist einer der besten Fälscher überhaupt, denn er weiß seine charakterlosen Schweinereien gut zu verpacken. Das jubelnd geifernde Publikum ist ihm sicher. Auf seiner Facebookseite kann man sich das wunderbar reinziehen. Die größte Frechheit ist dann aber, dass jeder, der mit Fakten kommt und die Fälschungen auch nur ansatzweise infrage stellt, sofort ganz tolerant beschimpft, ausgegrenzt und im Lager des Bösen verortet wird.

Die selbsternannten Guten sind es, die die Demokratie gefährden. Die Todenhöfers dieser Republik. Nicht die paar Dreckskerle mit dem nazi-rassistischen Weltbild. Warum? Weil die Nazis erkennbar sind und gar nicht erst behaupten können die Guten zu sein. Im Gegensatz zu den selbsterklärten Guten, die nicht weniger rassistisch sind, mindestens genauso schlimm ausgrenzen wie die Nazis und auch noch die Medien und einen Großteil der Politik im Rücken haben, deren Unterstützung sie sich sicher sein können. Den selbsterklärten Toleranten, die aber keine Meinungen, keine Lebenskonzepte dulden, die nicht die ihre (oder muslimisch) ist.

Charakterschweine. Hetzer. Todenhöfers halt. Nicht nur. Lieder sehr viele andere mehr, sonst könnten sie sich nicht derart in ihrer Jauche suhlen und auch noch behaupten, das wäre alles in Ordnung.