Wen der Hodentöter gut findet

Gefunden auf Facebook – Jürgen Todenhöfer pries ein Buch an:

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Wer ist Sigrig Hunke? Eine Facebook-Userin hat mal ein ganz klein wenig recherchiert:

Sigrid Hunke wurde an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin bei dem einflussreichen Rassentheoretiker des Dritten Reichs Ludwig Ferdinand Clauß mit einer Dissertation über Herkunft und Wirkung fremder Vorbilder auf den deutschen Menschen 1941 promoviert. 1940 bis 1941 war sie zusammen mit ihrer Schwester Waltraud Hunke im „Germanischen Wissenschaftseinsatz“ der SS tätig; sie erhielt ein Stipendium des SS-Ahnenerbes und veröffentlichte in dessen Zeitschrift Germanien.

Das Christentum wurde von ihr als „artfremd“ und „orientalistisch“ bzw. „jüdisch“ abgelehnt; sie suchte nach eigenen europäischen Weltdeutungsmustern und germanischer Mystik. Nach der Eheschließung mit dem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS (SD) Peter H. Schulze lebte sie ab 1942 zwei Jahre in Tanger, damals Spanisch-Marokko, wohin Schulze abgeordnet worden war. Dort wurde ihr Sohn Hagen Schulze geboren. Zuletzt lebte sie als freie Schriftstellerin in Bonn. Bekannt wurde sie insbesondere durch ihr Werk Allahs Sonne über dem Abendland, das 1960 erschien und in zahlreiche Sprachen übersetzt wurde. Für dieses Buch ehrte sie der Oberste Rat für islamische Angelegenheiten in Kairo, dessen Mitglied sie wurde. (Quelle Wiki)

Man sollte ergänzen (dieselbe Quelle):

Ab 1986 war Hunke ständige Mitarbeiterin im Thule-Seminar. Laut Felix Wiedemann war sie auch Mitglied dieser rechtsextremen Vereinigung. Sie publizierte auch in Elemente zur Metapolitik, der Zeitschrift des Thule-Seminars.

Wir sehen: Eine Frau, die alle Merkmale des Antisemitismus vor sich herträgt. Eine hervorragende Quelle, wenn Herr Todenhöfer beweisen will, dass er ein objektiver Mensch ist, nicht wahr?

Wenn Herr Todenhöfer das Buch dieser Autorin empfiehlt, dann kann er weder behaupten objektiv noch kein Judenfeind zu sein.

(s. auch Gerd Buurmanns ausführliche Ausführungen zum Thema)

Die Tochter, mal wieder

Gibt es eklige Juden?

Was für eine Frage. Wenn man einen Menschen als eklig bezeichnen mag, dann gibt es natürlich auch eklige Juden. So wie es eklige Nichtjuden gibt, eklige Männer wie eklige Frauen usw. Genauso wie es nette Juden/Nichtjuden/Menschen/Männer/Frauen gibt oder schöne, sympathische oder sonstwas.

Für mich gehört diese Frau zu den ekligen Menschen. Da sie wohl Jüdin ist, ist sie für mich eine eklige Jüdin. Den Gründen dafür hat sie gerade erst wieder einen weiteren hinzugefügt. Und zwar so:

Das sieht so aus: Seit Jahren kann der eklige Hetzer Walter Herrmann in Köln vor dem Dom seine mit antisemitischen Parolen, Karikaturen, Sprüchen und Lügen gespickte „Klagemauer“ aufbauen. Praktisch ungehindert von der Stadt Köln, vor Klagen und Anzeigen geschützt durch die Kölner Staatsanwaltschaft. Lediglich bei ordnungspolitischen Dingen gab es hin und wieder einen erhobenen Zeigefinger, neulich sogar ein Gerichtsurteil. Da wurde ihm untersagt die Ekelbilder von ermordeten Kindern für Kinder leicht zugänglich auszustellen. Ansonsten – inhaltliche Fehlanzeige.

Ein weiterer Punkt waren die „Füße“, die er für seine Stellwände verwendet(e). Die brachte er erst hier, dann dort unter, um sie nicht immer mitschleppen zu müssen, was dann zu skurrilen Aussagen und Dementis verschiedener Institutionen wie dem WDR und der Stadtverwaltung führte. Keiner wollte ihm die Unterbringung genehmigt haben, keiner wollte sie vor der eigenen Tür vorfinden. Das Hickhack war „herrlich“. Mal ganz abgesehen davon, dass nicht so ganz geklärt werden konnte, wem die Dinger denn wirklich gehörten, da sie eventuell sogar von einer Baustelle „geholt“ worden waren.

Jetzt hatte die Stadt Köln tatsächlich wieder einen Grund einzuschreiten: Herrmann hatte zwei Füße an einen Laternenmast vor dem Dom gekettet, wenn er seinen Müll abbaute. Das geht nicht, eine solche Lagerung ist eine „unerlaubte Sondernutzung“ und das Amt für Straßen und Verkehrstechnik ließ die Teile entfernen, wozu die Kette mit einem Bolzenschneider durchtrennt werden musste. Sie wurden auf einem Transporter weggebracht. Walter Herrmann hatte weniger Möglichkeiten seine Hasswände aufzubauen und legte die Hetze einfach auf den Boden.

Und nun der Auftritt von Evelyn Hecht, die sich (seit wann eigentlich?) Evelyn Hecht-Galinski nennt, wobei sie jedem, der es nicht weiß, sofort dazu vermittelt, dass sie die Tochter des ehemaligen Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Heinz Galinski ist. Mit dem Namen ihres Vaters geht sie hausieren, um eine Chance zu haben mit ihren üblen Äußerungen Publikum zu gewinnen.

Sie nimmt die Entfernung der Füße zum Anlass der Stadt Köln Raub von jüdischem Eigentum vorzuhalten: „Stadt Köln beschlagnahmt Eigentum einer deutschen Jüdin“, titelt sie auf ihrer persönlichen Internetseite, auf der auch so hervorragende Freunde von Freiheit und Demokratie (sprich: der Mullahkratie in Teheran) wie Yavuz Özoguz als Gastschreiberlinge auftreten dürfen. Auf der Unterseite seien die Füße klar mit ihrem Namen versehen (sieht man aber nicht), es handele sich um ihr persönliches Eigentum, das sie Herrmann zur Verfügung gestellt habe.

Da haben wir wieder das Spiel mit den deutschen Befindlichkeiten: „Eigentum einer Jüdin beschlagnahmt“, das darf nicht sein, das ist Nazi! Sie, die nie ein Problem hat Israel vorzuwerfen mit dem Holocaust Deutschland und Europa zu erpressen, arbeitet selbst genau mit diesem Mittel, wenn es darum geht einen antisemitische Hetze verbreitenden Menschen zu unterstützen und eine Ordnungsmaßnahme zu „kritisieren“, die diese Hetze erschwert.

Was kümmert es Frau Hecht, dass es völlig unerheblich ist, wem die Dinger gehören, wenn sie dort und auf diese Weise nicht gelagert werden dürfen? Was kümmert es Frau Hecht, dass Herr Herrmann weitgehend tun und lassen kann, was er will, ohne dass ihm in die Parade gefahren wird? Scheißegal, wenn dieser Typ irgendein Problem bekommt, springt sie in die Bresche und brüllt „NAZI!“ Da hängt sie wieder die Jüdin raus, damit Judenhass betrieben werden kann.

Herzlichen Glückwunsch, Frau Hecht! Ich wünsche Ihnen, dass die Stadt Köln auf den Trichter kommt und Sie, das Sie so lauthals die Rückgabe der Füße an Sie fordern, auch für die Kosten in die Pflicht nimmt, die die Entfernung und Lagerung verursacht hat. Dann hat die scheinheilige, eklige Heuchlerin wieder Grund „NAZI!“ zu brüllen.

Den jüdischen Staat delegitimieren

DryBones, 11. Juni 2015

Das Schockierende an Bernard Boutons Beitrag zu Irans antisemitischem Holocaust-Karikaturenwettbewerb, der Palästinenser als „Opfer eines Holocaust“ darstellt, besteht darin, dass wir von der Karikatur nicht schockiert sind. Wir sind aus dem einfachen Grund nicht schockiert, weil in den letzten Jahren von Karikaturen überflutet wurden, die bizarrerweise behaupten, dass die Juden die Täter eines Holocaust an den palästinensischen Arabern sind. „Bizarr“, weil es die unsäglichen Realitäten des wahren Holocaust verharmlost; öffentliche Buchverbrennungen, Zerstörung von Synagogen, Ausschluss aus Schulen, Boykott von Geschäften, das Zusammentreiben von Zivilisten, die öffentlich erniedrigt und in Viehwaggons in Todeslager abtransportiert wurden, Nummern auf die Arme tätowiert bekamen, als Häftlinge verhungerten, sterilisiert, gefoltert wurden, sich zu Tode arbeiten mussten, in Gaskammern getrieben wurden, Babys, die lebend in Öfen geworfen wurden, um Kugeln zu sparen usw. usw. usw… Nichts davon hat irgendeine Parallele im Umgang mit den palästinensischen Arabern. Wie kommt es dann, dass diese irrationalen Karikaturen, die Judenhass fördern und Gewalt und mörderische Angriffe von „wahren Gläubigen“ auf Juden entfachen, von Karikaturisten wie Bernard Bouton und so vielen anderen gezeichnet werden?

Eric Hoffer untersuchte im 20. Jahrhundert in seinem Buch „Die wahren Gläubigen“ die Mechanismen und Taktiken der Massenbewegungen, die versuchten seine Welt zu erobern und umzugestalten – Bewegungen wie der Nationalsozialismus, Faschismus, Kommunismus, Sozialismus, Anarchismus usw. Er kam zu dem faszinierenden und entlarvenden Schluss, dass „eine Massenbewegung ohne den Glauben an einen Gott aufkommen und sich verbreiten kann, aber niemals ohne den Glauben an einen Teufel“. Der Nationalsozialismus fand seinen „Teufel“ in „der Bedrohung“, die die Juden für die Welt darstellten. Der volle Name der Nazipartei war „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“, aber wer erinnert sich, dass ihre Ideen und Ideale andere waren als Judenhass und rassische Überlegenheit? Ihre Identität und Überzeugungen wurden von ihrem wahnsinnigen Judenhass zerstört. Heute sind wir im 21. Jahrhundert Zeugen des Aufstiegs einer weiteren Massenbewegung, die anstrebt die Welt zu erobern und zu verändern. Sie wird Islamismus genannt. Und ihr „Teufel“ ist, wie der der Nazis, „die Bedrohung der Welt durch die Juden“. Die Identität des Islam und seine Überzeugungen sind vom wahnsinnigen Judenhass der Islamisten vernichtet worden. „Antisemitismus“ ist ein Synonym für Judenhass. Er ist ein Begriff, der 1879 von einem Deutschen namens Wilhelm Marr erfunden wurde.

Um Boutons Karikatur zu verstehen, muss man begreifen, dass Antisemitismus Verhaltens- und Kulturvirus ist, der die Gesellschaft infiziert. Wie in Virus, der einen Computer infiziert oder ein Virus, der einen Menschen infiziert, besteht der Hauptstoß dieses Virus den Wirt zu übernehmen, den er infiziert. Sein Ziel ist es sich auf jeden weiteren Wirt zu übertragen, mit dem er in Kontakt kommt. Boutons Karikatur ist, sehr einfach ausgedrückt, mit dem Virus des Judenhasses infiziert. Wie jemand, der einen Virus hat und die Krankheit durch Niesen verbreitet, kann der Karikaturist Bouton (und andere wie er) die Krankheit nicht kontrollieren, die ihn infiziert und zwingt andere zu infizieren. In den 1930-er Jahren stellten die Nazis eine begrenzte Zahl an Bildern viralen Antisemitismus zusammen. In einer Studie, die ich an der Yale University für die Initiative zum Interdisziplinären Studium des Antisemitismus und Rassismus (YIISA) erstellte und die von der Yale University Press veröffentlicht wurde, stellte ich fest, dass der von Nazis geschaffene Satz viraler Bilder, der in Karikaturen eingebettet wird, in zwei Stränge unterschieden werden kann; der eine Strang beantwortet die Frage, was die Juden sind (gehörnte Teufel, Spinnen, Schlangen, mit Fangzähnen bewehrte Vampire, Ratten usw.). Der zweite Strang beantwortete die Frage, was Juden tun (Babys töten, Blut trinken, die Medien kontrollieren, die Banken besitzen, die Welt beherrschen usw.). Diese beiden viralen Karikaturenstränge infizierten die Leser mit der Vorstellung, dass sie wahrscheinlich Opfer der mächtigen, dämonischen Juden sein würden.

Und wie die Nazis vor ihnen nutzten die Islamisten erfolgreich genau diese viralen Karikturenbilder, um ihre antijüdischen Verleumdungen und ihren Judenhass zu verbreiten.

Fotos von Konzentrationslagern zeigen jedoch, dass die Juden selbst nicht bedrohliche, schwache, bedauernswerte Opfer waren, die für andere keine glaubwürdige Bedrohung waren. Das stellte eine Herausforderung für die Verbreitung des Antisemitismus dar. Antisemiten begannen als Reaktion darauf zu bestreiten, dass der Holocaust jemals stattgefunden hatte. Holocaust-Leugnung ging jämmerlich daneben, doch es liegt in der Natur eines Virus, dass er resistente Stränge entwickelt. Und sie bildete ich ein dritter Strang heraus, der Holocaust-resistent ist. Seine viralen Bilder streiten die Nazi-Gräuel nicht ab und leugnen auch nicht die Schrecken des Holocaust. Dieser neue Strang nutzt Karikaturen, um das Konzept zu verbreiten, dass die Juden die Nazis sind und dass der Holocaust Wirklichkeit ist und von den Juden begangen wurde!!

Der Gebrauch dieses neuen Holocaust-Karikatur-Strangs ist ein Versuch eine potenzielle Basis von 1,57 Milliarden Muslimen (die mehr als 23% der Weltbevölkerung ausmacht) aufzustacheln eine winzige jüdische Bevölkerung von etwa 14 Millionen (weniger als 0,2 Prozent der Weltbevölkerung) anzugreifen und Nichtmuslime zu ermutigen diesen Judenhass als berechtigt zu akzeptieren, was uns dazu bringt den traurigen Fall des Bernard Bouton zu begutachten, eines französischen Karikaturisten und Präsident der Vereinigung der Karikaturisten-Organisationen (FECO). Weniger als sechs Monate nach den drei Tagen des Charlie Hebdo-Terrors in Frankreich, bei dem Juden in einem Pariser Supermarkt angegriffen und getötet wurden, weil sie Juden waren, erleben wir in einem Frankreich, das Juden gegenüber zunehmend feindselig wird, einen französischen Karikaturisten, der seine „Juden sind die Täter des Holocaust“-Karikatur als Beitrag für den zweiten iranischen „Holocaust-Karikturen-Wettbewerb“ offeriert.

Eine wahrlich traurige Angelegenheit, einen französischen Karikaturisten zu sehen, der mit den Feinden Frankreichs und der westlichen Zivilisation kollaboriert. Man hätte erwartet, dass der Präsident der Vereinigung der Karikaturisten-Organisationen für die Freilassung der iranischen Karikaturistin Atena Farghadani kämpft, gegen die von einem iranischen Gericht eine zwölfjährige Gefängnisstrafe verhängt wurde, weil sie auf ihrer Facebook-Seite eine Karikatur postete, die die sie nicht mochten. Man hätte erwartet, dass der Präsident der Vereinigung der Karikaturisten-Organisationen gegen den kometenhaften Aufstieg des Judenhasses in Frankreich kämpft. Man hätte vom Präsidenten der Vereinigung der Karikaturisten-Organisationen erwartet, dass er gegen die Boykottierung des jüdischen Staates, seiner Universitäten und seiner Produkte kämpft. Doch in Boutons Fall wären diese Erwartungen klar falsch gewesen. Er kann sich nicht selbst heilen und den antisemitischen Virus abstoßen, der seine Psyche und seine Arbeit infiziert hat. Kapitulation vor der Krankheit ist so viel einfacher als Mut, Selbsterkenntnis und Widerstand.

Waffenstillstand und Friedfertigkeit? (31.05.-06.06.2015)

Sonntag, 31.05.2015:

Die PA lässt wieder hetzen: In einem Musikvideo singt ein bewaffneter Kindersoldat zu trainierenden und schießenden Terroristen. Abbas-Berater Sultan Abu Al-Einein sagt, der Widerstand müsse wiederbelebt werden, damit es „tägliche Konfrontation mit dem Feind“ gibt. Weil das Gewehr der PalAraber stärker ist als man glaubt.

Die PA hat Terrorismus verurteil – der darin bestehen soll, dass sich Juden auf dem Tempelberg befinden.

War auch zu erwarten: Er hatte den Antrag auf Ausschluss Israels aus der FIFA zurückgezogen, aber Jibril Rajoub will weiter daran arbeiten, dass dieser eingebracht und beschlossen wird.

Einmal mehr betonte die Hamas, dass sie weite israelische Soldaten entführen will. Das ist der beste Weg Terroristen aus israelischen Gefängnissen freizubekommen.

Beim Besuch von Walter Steinmeier sagte Netanyahu, die Palästinenser sollten ihre Delegitimierungsbemühungen einstellen und ohne Vorbedingungen an den Verhandlungstisch zurückkehren. Der einzige gangbare Weg sind direkte Gespräche. Er glaube, dass die Lösung in zwei Staaten für zwei Völker besteht.

Montag, 01.06.2015:

Die PA zerstört weiter jede Chance auf Frieden, indem sie ihre Kinder lehrt, dass Juden eine innewohnende boshafte Natur haben und Konflikt Teil des Islam ist. Aktuell strahlen sie im Kinderprogramm des Fernsehens ein Mädchen mit einem Gedicht aus, in dem es u.a. heißt, Juden seien „barbarische Affen“, „die übelsten Kreaturen“, und „die, die Allahs Propheten ermordeten“.

Dass Jibril Rajoub seinen Antrag auf Ausschluss Israels aus der FIFA zurückgezogen hat, kommt bei den PalArabern gar nicht gut an. Die Palestinina BDS Campaign geifert, er habe seine Verpflichtung nicht erfüllt. Aus dem Gazastreifen nennt man ihn einen Feigling. Und vieles mehr.

Jetzt dürfen Juden auf dem Tempelberg nicht einmal mehr von den öffentlichen Wasserspendern trinken. Anweisung der Polizei!

Shimon Peres und Wissenschaftsminister Danny Danon haben ein neues Technikprojekt initiiert, bei dem sich jüdische und arabische Studenten/Schüler aus ganz Israel online treffen, um sich besser oder überhaupt erst kennenzulernen.

Heckmeck:
Es steinmeiert wieder Israel: Er hat die Hoffnung, dass alle Seiten sich bewusst sind, dass wir hier (in Gaza) auf einem Pulverfass sitzen und sichergestellt werden muss, dass die Lunte nicht angezündet wird. Das Risiko einer neuen Eskalation kann nur entscheidend reduziert werden, wenn wir „wirtschaftliche Entwicklung im Gazastreifen zusätzlich zur humanitären Hilfe und Wiederaufbau leisten“. Und das ginge nur mit offenen Grenzen. Was voraussetzt, dass es keine Raketenangriffe auf Israel mehr gibt. [Kommentar: Das Risiko kann nur reduziert werden, wenn die Ideologie der Hamas beseitigt wird! Und wenn auch die PA aufhört zu hetzen und die Bevölkerung zum Judenhass zu erziehen. Geschieht das nicht, ist alle sonstige Hilfe sinnlos. Und das muss auch Herr Steinmeier endlich einmal begreifen!]

Dienstag, 02.06.2015:

Die Sicherheitskräfte der Hamas warnen: Junge israelische Frauen geben auf Facebook vor Araberinnen zu sein und suchen Kontakt mit jungen Arabern des Gazastreifens, um sie in Fallen zu locken und Informationen für Israel zu sammeln.

Kindersendung im PA-Fernsehen: Eines Tages werden wir Jaffa, Haifa, Akko und Nazareth zurückerobern.

Das ist wohl die falsche Adresse: Die Regierung der Niederlande gab eine Reiseempfehlung/-warnung aus, in der vor Steine werfenden Siedlern in Judäa und Samaria gewarnt wird. (Vor Steine werfenden Arabern wird nicht gewarnt…)

Mittwoch, 03.06.2015:

Die Hisbollah wurde gestern nicht von der israelischen Luftwaffe angegriffen. Das war ein Fehler, der dadurch zustande kam, dass gleichzeitig mit dem Auftauchen israelischer Kampfflugzeuge in der Region eine syrische Rebellengruppe einen Hisbollah-Posten angriff.

Die PA – das sind die mit dem zu wenig Geld für die Versorgung der eigenen Bevölkerung – hat einen neuen Fernsehsender gegründet, der als Zielgruppe die israelischen Araber hat. Das Programm des Senders ist klar: Hetze gegen Israel und Aufhetzung der Araber dort.

Donnerstag, 4. Juni 2015:

Die Islamistengruppe, die die letzten Raketen nach Israel schoss, hat gelobt weitere Raketenangriffe zu starten und „die Juden anzugreifen“ (NICHT die „Zionisten“ – „die Juden“).

Mahmud Abbas verlieh einer Terroristin, die 1967 ein Kino in die Luft jagte, den „Militärischen Ehrenstern“ für seine „Pionierrolle im Kampf“ und „das Gute für die Öffentlichkeit“.

Heckmeck:
Saeb Erekat bestritt Gerüchte, dass die PA Geheimgespräche mit Israel führt.

Freitag, 05.06.2015:

Hassan Nasrallah droht damit im nächsten Krieg „Millionen“ Israelis heimatlos zu machen. Die Zeit, „in der die Israelis unsere Häuser zerstörten und die ihren behielten, ist seit 2006 beendet“, behauptete er.

Die Hamas ließ am Donnerstag wissen, dass die Unterscheidung zwischen „Flüchtlingen von 1948“ und „Evakuierten von 1967“ nur aus propagandistischen Gründen und wertlose Verhandlungen vorgenommen wurde, die die Palästinenser schwächten und die Rechte der palästinensischen Flüchtlinge wertlos machten.

Hamas wettert wieder einmal über „Aggression“ Israels, weil die Luftwaffe diese Woche in Reaktion auf die Raketenangriffe auf israelische Zivilisten Angriffe auf Terrorziele flog. Die Angriffe hätten den Waffenstillstand verletzt.

Robert Wistrich sel.A. – ein leidenschaftlicher Verteidiger des jüdischen Volks

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Robert_WistrichProfessor Robert Wistrich war der führende Historiker in Sachen Antisemitismus und veröffentlichte auch in anderen Feldern der Geschichte wichtige Bücher. Die Kombination aus seiner intellektuellen Tiefe und fruchtbaren Autorenschaft spiegelten sein Expertentum zu vielen Aspekten im Bereich des Antisemitismus. Seine Präsenz war am wichtigsten in einem Bereich, in dem die Zahl der Forscher leider nicht mit der jüngsten Explosion des Hasses und seiner Mutationen mitgehalten hat; das reicht von der Verachtung der jüdischen Religion und des jüdischen Volkes bis zur Verleumdung des jüdischen Staates.

Robert war ein Sprecher und Repräsentant des jüdischen Volkes – Rollen, denen er vollkommen verpflichtet blieb. Zu den vielen von ihm geführten Projekten gehörte die gemeinsam vom Simon Wiesenthal Center und der UNESCO erstellte Ausstellung „Buch, Volk, Land – die 3.500-jährige Beziehung des jüdischen Volks zum Heiligen Land“. Etwas ganz Anderes war seine Mitgliedschaft in der 1999 gegründeten Internationalen Katholisch-Jüdischen Historischen Kommission, die die Rolle von Papst Pius XII. während des Zweiten Weltkriegs neu beurteilte. Robert ließ seine Integrität nicht durch Druck aus Kirchenquellen beeinträchtigen, was schließlich zur verfrühten Einstellung der Arbeit der Kommission beitrug.

Wenn man den Nachruf für einen derart herausragenden Intellektuellen schreibt, zeigen seine Biographie und seine vielen menschlichen Qualitäten einige Aspekte seiner Persönlichkeit; wichtige weitere kann man sehen, wenn man sich auf einiges aus seinem großartigen analytischen Werk konzentriert.

Vor Jahrzehnten las ich eine Veröffentlichung der World Union of Jewish Students. Unter den vielen von Studenten geschriebenen Artikeln gab es einen, der weit aus dem Rest hinausragte. Auf diese Weise begegnete mir Roberts Name zum ersten Mal.

Antisemitismus-Studien wurden dank des französischen Wissenschaftlers Léon Poliakov (1910 – 1997) zum Forschungsfeld; Poliakov schrieb einen Großteil der fundamentalen Arbeit in diesem Bereich. Es war jedoch die Entwicklung eines Instituts auf hohem Niveau nötig, um das Feld in größerem Umfang abzudecken und Robert war bei diesem Unterfangen entscheidend. Er war Neuburger-Professor für Europäische Geschichte und Jüdische Geschichte an der Hebräischen Universität von Jerusalem. Als Robert 2002 zum Leiter des Vidal Sassoon International Center wurde, verwandelte er dieses in einen Ort, der ein breites Spektrum an Antisemitismus-Forschung veröffentlichte, das viele Länder und Themen abdeckte.

Robert war nicht nur ein sehr geschickter Autor, sondern auch ein durchdachter Redner. Als Kind polnisch-jüdischer Eltern in der Sowjetunion geboren, war Englisch nicht seine Muttersprache, sondern eine der Sprachen, die er beherrschte. Dies und sein enzyklopädisches Wissen erlaubten es ihm tiefe Einsicht in verschiedene Kulturen zu gewinnen.

Es ist unmöglich Roberts gesamte Arbeiten zu besprechen, ohne einen überlangen Aufsatz zu schreiben – also werde ich mich auf einige seiner jüngeren Veröffentlichungen konzentrieren. Sein magnum opus, „A Lethal Obsession“ (Tödliche Besessenheit), trägt den Untertitel „Anti-Semitism from Antiquity to the Global Jihad“ (Antisemitismus von der Antike bis zum weltweiten Jihad) und kam im Jahr 2010 heraus. Seine einzelnen Kapitel können als eigenständige Aufsätze gelesen werden.

In seinem Buch widmete Robert ein ganzes Kapitel den „Juden gegen Zion“. Er behandelte die Geschichte der selbsthassenden Juden ab den Apostaten im christlichen Spanien nach den Massakern an den Juden im Jahr 1391. Er verwies zu einer Äußerung, die bereits zur Wende vom 19. auf das 20. Jahrhundert vom Wiener Dramatiker Arthur Schnitzler zitiert wurde: „Antisemitismus hatte keinen Erfolg, bis die Juden anfingen ihn zu fördern.“ Extrem masochistische Tendenzen, einschließlich psychologischer Selbstgeißelung, die bei Juden regelmäßig vorkommt, gehen wahrscheinlich über die in anderen Kulturen hinaus. Ein Beispiel war Roberts tödliche Analyse des österreichischen, jüdischen Nachkriegskanzlers Bruno Kreisky, einem sozialistischen Reinwäscher ehemaliger Nazis.

Viele Wissenschaftler sehen weg, wenn es um den von muslimischen Staaten und Teilen der muslimischen Bevölkerung in westlichen Ländern ausgehenden, weit verbreiteten Antisemitismus geht. Trotz der Gegenreaktionen blieb Robert freimütig, als sein nach dem 9/11 ursprünglich in Englisch veröffentlichten Aufsatz über muslimischen Antisemitismus auf Deutsch aktualisiert und wieder aufgelegt wurde. Darin machte Robert geltend, dass der Hardcore-Antisemitismus in der arabischen und muslimischen Welt nur mit dem von Nazideutschland vergleichbar ist. Eine solche Meinung zu äußern war weit mehr als eine akademische Beurteilung. Es war eine mutige Tat. Weniger scharfe Kritik am extrem üblen Phänomen muslimischer Gesellschaften wurde bereits als Islamophobie bezeichnet. Solche Kritik wird ständig nicht nur von Muslimen, sondern auch von vielen „politisch korrekten“ Westlern abgewürgt. Robert erklärte ausdrücklich, dass muslimischer Hass auf Israel und Juden „ein eliminierenatorischer Antisemitismus mit Völkermord-Dimension“ ist.

2012 wurde From Ambivalence to Betrayal: The Left, the Jews, and Israel“ (Von Ambivalenz zu Verrat: Die Linke, die Juden und Israel) veröffentlicht. Das Buch enthält das Kapitel Great Britain: A Suitable Case for Treatment? (Großbritannien: Ein passender Fall für Therapie?) Robert hat in Großbritannien studiert, wo der Unterricht zu klassischer britischer Literatur im Lehrplan der Schule fast immer von antisemitischer Natur war. Roberts Analyse begann mit Chaucers Canterbury Tales (Die Canterbury-Erzählungen) aus dem späten 14. Jahrhundert und Christopher Marlowes The Jew of Malta (Der Jude aus Malta) vom Ende des 16. Jahrhunderts. Er sprach sich unmissverständlich gegen die Weißwaschung des Antisemitismus in Shakespeares Kaufmann von Venedig aus.

Vielleicht mehr als jeder andere hat Robert bewiesen, dass Antisemitismus nicht nur in der Geschichte Europas tief verwurzelt, sondern dass er ein integraler Bestandteil der europäischen Kultur ist. Ich überzeugte ihn einmal am Jerusalem Center for Public Affairs einen Vortrag über die lange Tradition des intellektuellen Antisemitismus zu halten. Er illustrierte, wie jede Veränderung im sozialen Umfeld eine Mutation des Antisemitismus mit sich bringt. In Europa legte der katholische Antisemitismus die ideologische Infrastruktur, von der aus sich ein Großteil der Dämonisierung der Juden, des Judentums und des jüdischen Volks entwickelte. Von Martin Luther und dem Protestantismus zur Aufklärung, Voltaire eingeschlossen, von den großen deutschen, idealistischen Philosophen über frühe französische Sozialisten bis zu Karl Marx – viele Intellektuelle und innovative Bewegungen gaben ihren eigenen „Beitrag“ zum Antisemitismus.

Robert war ein leidenschaftlicher und unermüdlicher Kämpfer für seine Ideen. Ich hatte das Privileg zum letzten Mal mit diesem Kampfgenossen gegen die vielen üblen Feinde des jüdischen Volkes und Mann der Prinzipien während des jüngsten Weltforum zur Bekämpfung von Antisemitismus, ein paar Tage vor seinem Tod zu sprechen – ein ausführliches Gespräch, wie immer anregend und angenehm. Seine Zielstrebigkeit blieb bis zum letzten Moment ungebrochen. Wie alle großen Intellektuellen wird er durch das Vermächtnis seiner umfassenden Arbeiten und seines originellen Denkens weiterleben.

Knallchargen

Yitzhak Herzog, Parteichef der Avoda (Arbeitspartei in Israel) – er vertraut darauf, dass Obama einen „guten Deal“ mit dem Iran macht. Klar doch…

Ban Ki-moon, UNO-Generalsekretär – er macht Israels Demokratie(fähigkeit) davon abhängig, dass der jüdische Staat den PalArabern einen Staat gibt. Ohne Palli-Terrorstaat ist Israel keine Demokratie? Was raucht der?

Margot Wallström, Außenministerin (Schweden) – sie begreift immer noch nicht, was das für eine Reaktion in Saudi-Arabien und der arabischen Welt ist, die auf ihre Kritik an saudischen Strafen erfolgte (sie wurde von der Arabischen Liga ausgeladen, Schweden bekommen keine Visa mehr für Saudi-Arabien). Besonders stößt ihr auf, dass dort ihre Kritik an den Kriminalstrafen als Kritik am Islam verstanden/ausgelegt wurde. Da das Strafrecht in Saudi-Barbaria aus der göttlichen Scharia kommt, kann das nicht anders verstanden werden – aber das zu begreifen wird der Dame und ihrer Regierung wohl nie gelingen.

Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister (Bonn) – er musste auf Teufel komm raus das höchste Fest der Christenheit in ein Multikulti-Event uminterpretieren und lief damit an der Realität noch mehr vorbei, als es sonst schon üblich ist.

Hillary Clinton, Politikerin – weshalb hat die Hamas im Krieg gegen Israel die Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde benutzt und ihre Waffen unter Zivilisten versteckt? Liegt an der Geografie, nicht an religiösem Extremismus, Hass auf Israel, Propagandazielen, Todessehnsucht, Menschenverachtung der Terrorisaten. Nein, die haben einfach keinen Platz im Gazastreifen, können also gar nicht anders…

Das Auswärtige Amt (Regierung der Bundesrepublik Deutschland): Die Ermordung von 1,5 Millionen Armeniern durch die osmanischen Türken war kein Völkermord. Grund: Der Begriff des Völkermords wurde erst 1951 in Kraft getreten. Damit, Herr Außenminister Steinmeier, sollten Sie auch ganz korrekt sagen: Der Holocaust war ebenfalls kein Völkermord – denn der fand vor 1951 statt!

Die Protokolle der Weisen des Zionismus

redshift, 11. April 2015

Evelyn Hecht-Galinski ist eine deutsche Antizionistin, deren hauptsächliche Qualifikation dafür, sich öffentlich zu Israel und Palästina zu äußern, darin besteht, dass sie die Tochter eines ehemaligen Vorsitzenden Zentralrats der Juden ist, der einflussreichsten jüdischen Organisation Deutschlands.

Vielleicht ist es ihr jüdischer Hintergrund, der sie veranlasste einem Ereignis Beachtung zu schenken, das größtenteils nur in israelischen Medien berichtet wurde: dass der Islamische Staat die Kontrolle über das Viertel/das Flüchtlingslager Yarmuk in Damaskus übernimmt. Yarmuk ist eines der vielen kleinen Ghettos, die in der arabischen Welt für palästinensische Flüchtlinge errichtet wurde – und für ihre Kinder und Kindeskinder, die auch alle als Flüchtlinge behandelt werden – denen die arabischen Staaten die Einbürgerung verweigern, weil sie befürchten, die Palästinenser zu gut zu behandeln könnte deren Verlangen die Juden aus Palästina zu vertreiben dämpfen könnte.

Yarmuk hat schon seit dem Beginn des syrischen Bürgerkriegs reichlich Anteil am Unglück gehabt. Weil es als Brutstätte für Oppositionsaktivitäten galt, wurde es von Regierungstruppen beschossen und erlitt eine lang anhaltende Belagerung, die darauf ausgelegt war die Zivilbevölkerung Yarmuks auszuhungern. Hecht-Galinski, deren antizionistisches Geschwafel vor allem deshalb beliebt ist, weil sie als Jüdin Dinge sagen kann, die aus dem Mund eines Deutschen nicht toleriert würden, vermerkte, dass niemand sonst Yarmuk wahrzunehmen schien, selbst jetzt, wo der Islamische Staat die Kontrolle über das Viertel übernommen hat und anfängt seine köpfende Form von Recht auszuüben.

Was aber macht eine überzeugte Antizionistin, wenn sie mit einem der stichhaltigendsten Beweise konfrontiert wird, dass all das Gerede von „palästinensischer Solidarität“ nichts als hohle Phrasen sind, dazu angelegt die Tatsache zu vertuschen, dass diese Menschen nur eine gute Fassade für den guten alten Kampf gegen das jüdische Volk ist? Nun, sie schiebt natürlich Israel die Schuld zu. Denn Hecht-Galinski ist überzeugt, dass die Welt Palästina als Ganzes auf Befehl Israels ignoriert (wobei sie ignoriert, dass zum Beispiel Associated Press mehr Reporter dazu abgestellt hat über Palästina zu berichten, als über das gesamte Afrika südlich der Sahara); der einzige Grund, dass sich niemand um Yarmuk kümmert, kann nur israelische Intervention sein.

Und so schloss Hecht-Galinski in ihrem verzweifelten Versuch ihre Interpretation der Lage im Nahen Osten aufrechtzuerhalten, ihr Klagen über das Leid der Palästinenser in Yarmuk wie folgt: „I(sraelischer) S(ecret) I(ntelligence) S(ervices)“ – die Anspielung auf eine Verschwörungstheorie, die zuerst in iranischen Staatsmedien veröffentlicht wurde, wo man behauptete, von Edward Snowden verratene Dokumente würden beweisen, dass die USA und Israel sich zugunsten des Islamischen Staates einmischen. Natürlich gibt es diese Dokumente nicht und Snowden wusste nichts von einer solchen Einmischung.

Aber es bleibt immer etwas hängen.