Fehldiagnose eines ignoranten Antisemiten

Roger Waters ist voll des Lobes: Auf Facebook hebt er die neuseeländische Musikerin Lorde und die pal-arabische Terror-Teenie Ahed „Shirley Temper“ Tamimi in höchste Höhen: Sie seien mutige junge Frauen. Lorde, weil sie angeblich für Menschenrechte einsteht indem sie sich dem Druck beugt und einen Auftritt in Israel absagt. Tamimi, weil sie es „gewagt“ hat einen schwer bewaffneten israelischen Soldaten zu ohrfeigen.

Zu Lorde behauptete er, sie stehe „auf den Barrikaden zur Verteidigung von Gleichheit, Gerechtigkeit und Freiheit“. Zu Tamimi hatte er noch anzumerken, dass „ihr Land seit 70 Jahren brutal besetzt“ ist – von einer Armee, deren einen Soldaten sie jetzt ohrfeigte.

Was sagt das über Roger Waters aus?

Nun, erstens ist er jemand, der brutal zweierlei Maß anlegt. Denn wenn er wirklich für die Menschenrechte eintreten will, warum gibt er dann gleich zwei Konzerte in Russland – das Land, das an seinen Nachbarstaaten knabbert, um dort Land zu „gewinnen“, auf Kosten der jeweiligen Bevölkerung, die unterschwelligen bis offenen Krieg über sich ergehen lassen muss. Das Land, das Schwule und Lesben verfolgt. Das Land, in dem willkürlich verhaftet, verurteilt und ins Gefängnis gesteckt wird, wer gegen den Präsidenten opponiert. Das Land, in dem kritische Stimmen durchaus einen plötzlichen, gewalttätigen Tod sterben, wenn sie sich nicht ein schüchtern lassen. Das Land, das dem syrischen Diktator das Überleben ermöglichte, indem eben nicht nur den IS bekämpft wurde, sondern alle, die Assad nicht passen massenhaft zerbombt werden – ohne Rücksicht auf Zivilisten, auch auf Gebäude wie Krankenhäuser.

Waters hat also nicht Menschenrechte auf der Fahne, sondern Israelhass, der sich auch bei ihm oft genug als Antisemitismus erweist.

Und was ist „mutig“ daran, dass eine Musikern sich dem Druck, den Drohungen, den Verleumdungen einer Bewegung beugt, die eindeutig antisemitisch ist? Mutig wäre gewesen, dem Druck standzuhalten und Waters et.al. den Stinkefinger zu zeigen. Ihm zu sagen, er solle sich um seinen eigenen Sch… kümmern. Stattdessen hat sie klein beigegeben, gekuscht. Das ist kein Mut.

Und Ahed Tamimi? Mut? Sie ist von ihren Eltern dahin erzogen worden alles zu tun, was provoziert – Soldaten, Juden, wen auch immer, der nicht vor dem arabischen Totalitarismus und Judenhass kuscht. Sie weiß es gar nicht anders, als so zu handeln. Das ist kein Mut. Und es ist erst recht kein Mut, weil sie weiß, dass die Kameras da sind und dokumentieren, was  passiert – und dass ihr dann eben nichts passiert, dass der Soldat das über sich ergehen lässt und ihr nicht eins in die Fresse gibt oder sie übers Knie legt, wie es sich für ein solches Gör gehören würde. Wenn jemand weiß, dass nichts passiert, wie viel Mut braucht diese Person dann, das zu tun, was sie tut/tat?

Was ist mit ihren Aufrufen zum Terrorkrieg gegen Israelis, Herr Waters? Ist das Mut? Ist das „Menschenrecht“? Haben die Juden keine Menschenrechte? Nur weil sie in Israel leben?

Wes Geistes Kind Roger Waters ist, zeigt sich in seiner Aussage, die israelische Armee besetze das Land von Ahed Tamimi seit 70 Jahren. Demnach ist ganz Israel eine einzige Siedlung und der Staat muss weg. Die Juden dürfen ihren Staat nicht haben. Dafür dürfen Araber Juden morden, wie sie wollen. Dafür ist jedes Mittel recht. Und ein Jude, der sich dagegen wehrt ermordet zu werden, ist ein Unterdrücker.

Nein, Roger Waters‘ moralischer Kompass befindet sich absolut im Irrlauf. Er ist ein Charakterschwein, wie es im Buche steht. Und natürlich selbstgerecht bis zum Geht-nicht-mehr. Denn ihn ficht Kritik nicht an, die lässt er a) nicht gelten und b) gar nicht erst an sich rankommen. Was ganz natürlich dazu führt, dass seine Diagnosen mit der Realität nichts zu tun haben.

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Knallchargen

Barbro Sörman, feministische Sozialistin (Schweden) – Es ist schlimmer von einem ethnischen Schweden vergewaltigt zu werden als von Migranten.

Renate Künast, Grüne – Sie hatte nur eine, dafür aber ganz besonders wichtige Frage, nachdem ein 17-jähriger afghanischer „Flüchtling“ in einem Nahverkehrszug Massenmord mit Hilfe von einer Axt versuchte und von der Polizei erschossen wurde: Warum man ihn denn nicht einfach angriffsunfähig schoss. Geht’s noch? Der griff auch die Polizisten gerade an, sollten die Warten, bis sie selbst Opfer des Terroristen wurden? Wenn man auf einen Angreifer schießt, dann stellt man sicher, dass man ihn trifft, damit er nicht weitermachen kann! Da hat man keine Zeit auf „lebensungefährliche“ Körperteile (Beine) zu zielen, die sind als Ziel zu klein, als dass man sicherstellen könnte, dass er sicher getroffen und außer Gefecht gesetzt wird! Wie verblödet sind solche Leute wie die Künast eigentlich?

Jakob Augstein, linker Erbe – der ist noch etwas weiter als die Künast. Er fragt nicht, er klagt an: „Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden?“ Die müssen beide mal an ihrem Sprachgebrauch arbeiten – auf den Terroristen ist so geschossen worden, dass er nicht mehr angreifen kann!

Joachim Gauck, (noch als) Bundespräsident – Zum Zugterroristen von Würzburg musste er unbedingt loswerden, die Mehrheit der terroristischen Mörder komme „aus dem gesellschaftlichen Abseits, deshalb muss es auch um eine Verbesserung von Zukunftsperspektiven gehen“. Nein, Herr Bundesdummschwätzer, die Mehrheit kommt eben gerade nicht daher! Auch der von Würzburg nicht, der hatte alle Möglichkeiten, für den wurde gerade erst so richtig umfangreich gesorgt!
Ich empfehle Herrn Gauck die Lektüre des Kommentars von Jennifer N. Pyka.

The Jerusalem Post, israelische Tageszeitung – dort schrieb man, Sportministerin Regev würde die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Rio „boykottieren“. Regev führte an, dass sie dafür den Sabbat brechen müsste und das werde sie nicht tun. Die Jerusalem Post berichtet Regev sei nicht religiös und andere säkulare Sportminister hätten solche Gelegenheiten wahrgenommen. Was die JPost „vergisst“: Schon bisher hatte ihr Ministerium immer dafür sorgen müssen, dass sie den Sabbat einhalten kann. (Inzwischen wurde die Schlagzeile geändert: „Israelische Kultusministerin lässt olympische Eröffnungszeremonie wegen Sabbat aus“)

The Gardian (und Ha’aretz) – Mahmud Abbas will Großbritannien wegen der Balfour-Erklärung verklagen. Der Guardian bezeichnet das als „Symptom der Verzweiflung“. Wenn schon Verzweiflung, dann weil er keine Verbündeten findet, die ihm helfen den Staat Israel zu vernichten…

Tim Kaine, Hillarys Vizepräsidenten-Kandidat – dieser Vollpfosten hat doch tatsächlich behauptet, dass ex Frauen im Irak besser geht als in den USA!

Frank-Walter Steinmeier, deutscher Außenminister – der faselte nach dem LKW-Anschlag vom 8. Januar in Jerusalem wieder was von Sorge vor einer „Spirale der Gewalt“, als wenn es nicht so wäre, dass die eine Seite im Konflikt – die arabische – Gewalt und Terror einsetzt, völlig unabhängig davon ob die Israelis zurückschlagen oder nicht. Was Herr Steinmeier will, ist ganz klar: Die Juden sollen sich nicht weiter wehren, denn die „Spirale der Gewalt“ beginnt auch bei ihm immer erst, wenn die Juden sich wehren, nicht wenn die Araber Juden morden.

Chelsea Clinton, linker Medienliebling und Expräsidenten-Tochter – Bei einer Podiumsdiskussion behauptete sie Klimawandel und Kinderehen seien miteinander verbunden.

Jennifer Lawrence, Schauspielerin – sie glaubt Trump und seine Anhänger sind für die Wirbelstürme verantwortlich, die das Land gerade getroffen haben oder treffen, denn sie glauben nicht an den menschgemachten Klimawandel.

Charles Windsor, Prince of Wales – der britische Thronfolger bejubelte die explosionsartige Zunahme des Lebens im Meer vor der ostafrikanischen Küste und die „Verursacher“ – muslimische Piraten, die mit ihren verbrecherischen Aktionen die Fischfänger vor der Küste vertrieben haben.

Dieter Janececk, MdB, die GRÜNEN – er behauptete „die Scharia“ sei ein „Kampfbegriff der politischen Rechten, um den eigenen Rassismus zu kaschieren“ – es gebe „die Scharia“ gar nicht. Da hätte er sogar auf Wikipedia etwas lernen können.

Kommentar zum Großhirn Steinmeier

Zum Jahresabschluss ein Kommentar von Barry Shaw auf Facebook (31.12.2016)

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier schaffte es in mein Buch „Dumme Äußerungen dummer Politiker“, als er am 28. Dezember sagte: „Ein demokratisches Israel kann es nur mit einer Zweistaatenlösung geben.“

Diesem arroganten Politiker ist offenbar nicht bewusst, dass Israel seit seiner Gründung 1948 der einzige demokratische Staat im Nahen Osten gewesen ist, trotz der Tatsache, dass es in dieser Zeit keine „zwei Staaten“ gegeben hat.

Der legte in seiner Dummheit noch nach, als er twitterte: „Israelische Siedlungen in besetzten Gebieten gefährden Möglichkeit des Friedensprozesses.“

Könnte es nicht all die gewalttätigen Zurückweisungen der palästinensischen politischen Führung sein, die Frieden unmöglich gemacht haben?

Steinmeier sollte sich etwas Bildung beschaffen. Stattdessen will er der nächste Präsident Deutschlands werden.

Gott helfe Deutschland und Gott helfe Israel, wenn das eintritt.

Sammlung zu Uri Avnery (3): 3 kurze Anmerkungen

Uri Avnery und seine Aktionen gegen Israel:

Hier noch ein Beispiel, wie Avnery der einzigen Demokratie des Nahen Ostens alles abspricht, was sie ausmacht; wie er die freie Presse Israels (die einzige solche im Nahen Osten) verunglimpft und über Tatsachen lügt; wie er die einzigen Armee der Welt, die bewusst zur Schonung von Zivilisten eigene Verluste in Kauf nimmt, als Terrorinstrument darstellt (Quelle: nai-Nachrichten, 23.05.2002; Hervorhebungen durch heplev):

Uri Avnery schadet Israel
Der israelische Linksextremist Uri Avnery bekräftigte in einem seiner jüngsten Interviews mit der saudischen Zeitung A-Sharq al-Awsat anti-israelische Stellungnahmen der arabischen Parteien. „Die israelischen Panzer rasen in die palästinensischen Dörfer hinein und zerstören die Häuser und Autos der armen Palästinenser. Die israelischen Soldaten schiessen wild um sich und töteten u.a. auch palästinensische Ärzte“, so Avnery, der aber nicht nur die Israelische Verteidigungsarmee für die Krisensituation verantwortlich machte, sondern auch die israelische Presse. Laut Avnery unterstützt die israelische Presse die Politik Israels und beschuldigt diese eine Zensur nach sowjetischem Muster zu führen. „Das ist typisch Uri, der ständig unseren Feinden hilft und unsere Stellung vor der Weltöffentlichkeit schwächt“, sagte uns der Knessetabgeordnete Eli Cohen.
Arutz-7, Email-Nachrichten vom 3.10.2002 im Bericht über die Gerichtsverhandlung gegen Marwan Barghouti

Während der Staatsanwalt dafür plädierte, dass Barghouti bis zum Ende des Verfahrens gegen ihn wegen vieler mörderischer Terroraktionen in Untersuchungshaft bleibt, schrie draußen [vor dem Gerichtsgebäude] mindestens einer der Demonstranaten – Gush Shaloms Uri Avnery – „Die Intifada wird gewinnen!“
Was nur einmal mehr zeigt, wie krank im Hirn dieser Mann ist. Er rechtfertigt alles, was palästinensische Terroristen tun und unterstützt selbst schlimmste Terrorführer.

Sammlung zu Uri Avnery (2): Brief an einen Piloten

von Uri Avnery, ArabNews.com, 27. August 2002 (Kommentare: heplev)

Ich habe das Interview Ihres Kommandeurs, Generalmajor Dan Halutz, gelesen und wie viele andere in Israel und außerhalb war ich geschockt.

Am 23. Juli warf einer Ihrer Kameraden (oder vielleicht Sie selbst?) eine 1000kg-Bombe auf ein Haus in einem eng besiedelten Viertel in Gaza. Das Ziel war, ohne Gerichtsverfahren [wie sollte er vor Gericht gestellt werden – er wurde von der PA und anderen geschützt, Israel konnte ihn nicht festnehmen und er plante weitere Massaker!] Salah Shehadeh, einen Hamas-Aktivisten [Uri, Aktivisten schwingen Plakate und verteilen Flugblätter, sie planen keinen Massenmord!], zu exekutieren. Neben ihm wurden 16 Nachbarn, darunter 11 Kinder getötet. Dutzende anderer Männer, Frauen und Kinder wurden verwundet.

In der Schule lernten Sie mit Sicherheit die Worte des berühmten Gedichts von Bialik, unserem Nationalpoeten: „Sogar Satan hat die Rache an einem kleinen Kind nicht erfunden.“ [Aber offensichtlich die Palästinenser – siehe die Opfer in der Sbarro Pizzeria und andernorts. Und offensichtlich hat Satan die Maßnahme erfunden, Jugendliche zu „Märtyrern“ werden zu lassen; ein Volk einer Gehirnwäsche zu unterziehen, damit es aus lauter „Shahiden“ besteht und Menschen loszuschicken, damit sie sich unter Frauen und Kindern selbst in die Luft jagen.]

Ich nehme an, dass Sie nach diesem Akt von Gewissensbissen geplagt sind, dass Sie sich Ihre Kinder ansehen und sagen: „Kinder sind Kinder. Wie können ihre Kinder für die Lage verantwortlich sein?“ [Ich vermute, dass diese Annahme richtig ist. Wie sieht es bei den Palästinensern aus? Sind sie „von Gewissensbissen geplagt“, nachdem ihre Kinder sich unter Kindern und Jugendlichen selbst sprengen?]

Und jetzt kommt Ihr Kommandeur daher und sagt, Sie hätten keine Probleme mit Ihrem Gewissen. Ich weiß nicht, ob er die Wahrheit sagt oder Sie verleumdet.

Der General sagt, dass er Ihnen erzählte: „Sie haben Ihre Aufgabe perfekt ausgeführt… Sie taten genau das, was man Ihnen sagte… Sie sind nicht einen Zentimeter nach rechts oder links abgewichen… Sie haben kein Problem.“

Diejenigen, die mit dieser Aktion Probleme haben und gegen sie protestierten (so wie ich), werden von dem General „herzblutende Menschen“ und „eine unbedeutende und lärmende Minderheit“ genannt… [Ich denke, er liegt mit dieser Annahme richtig.]

Er beschuldigt uns, wir würden „es wagen Mafia-artige Erpressung unseren Kämpfern gegenüber zu benutzen… Verrat ist verboten… Im Gesetz muss nach einem Paragraphen gesucht werden, der sie in Israel vor Gericht bringt… das erinnert mich an die dunklen Zeiten des jüdischen Volks, als eine Minderheit unter uns andere Juden bespitzelte.“ [Wie hätten wir jemals annehmen können, dass du dein eigenes Volk unterstützt, Uri?]

Er verurteilt auch die „Besessenheit einiger Journalisten… ihnen ist langweilig… als springen sie auf jede Kleinigkeit an…“

Diese extremen Äußerungen belegen nicht die geistige Nüchternheit des Generals, der sagt, dass er „ein tiefes Gefühl der Gerechtigkeit und Moral“ hat. Ich würde sagen, dass auf dem Kopf des Generals die blaue Mütze brennt.* Jedes Wort verrät Hysterie. [Höchstens die Hysterie derer, die gegen jede Militäraktion hetzen und jede israelische Aktion zum Kriegsverbrechen stempel, wie du es tust, Uri.]

Aber dieser Stil muss tiefe Angst verursachen. Die Worte hätten natürlich geklungen, wären sie von einem General in Argentinien oder Chile während der Militärdiktaturen geäußert worden oder von einem türkischen Offizier, der dabei ist die zivile Regierung zu stürzen. Wenn ein Israeli solche Worte gegen die Medien und die Zivilgesellschaft benutzt [Hat er nicht, er hat sie gegen eine winzige Gruppe von Extremisten benutzt], dann geht ein Warnlicht an. Und das um so mehr, als er nicht fristlos entlassen, sondern im Gegenteil, öffentlich gelobt wurde. [Mach weiter, Junge, die Palästinenser sind die Engel und die Juden die Teufel! Wie wäre es, wenn du dich mit ein paar Neonazis zusammen tust? Sie würden dir absolut zustimmen!]

Die israelische Demokratie verliert ihr Maß. Aber ich will mit Ihnen nicht über Dan Halutz sprechen, sonder über Sie selbst. [Na, das war ja wohl kein Gespräch, sondern eine Verleumdungstirade!]

Wer sind Sie? Was sind Sie?

Einer der Piloten erklärte einem Interviewer, Vered Levy-Barzilai: „Es gibt die Einzigartigkeit und die Schönheit der Pilotenwelt. Du sitzt da oben, in Ruhe, mit einem weiten Raum. Es gibt keine Geräusche, keinen Krach, kein Geschrei. Du bist ganz auf das Ziel konzentriert, du hast weder den Schmutz noch den Schrecken des Schlachtfelds. Du erledigst deinen Auftrag und machst dich auf den Nachhauseweg.“

Dan Halutz beschreibt diese Gefühle ebenfalls [Ich dachte, Uri wollte nicht mehr von Dan Halutz reden?]: „Wenn Sie wirklich wissen wollen, was ich fühle, wenn ich eine Bombe werfe, dann will ich es Ihnen sagen: Ich spüre einen leichten Hüpfer des Flugzeugs als Ergebnis des Lösens der Bombe. Eine Sekunde später ist sie weg und das war’s. Das ist es, was ich fühle.“

„Das war’s.“

Da unten geschehen furchtbare Dinge, verstümmelte Körper fliegen durch die Luft, verwundete Menschen winden sich in Schmerz, Menschen sind unter Schutt begraben und krächzen ihre letzen Töne, Frauen weinen über den Leichen ihrer Kinder, eine Szene aus der Hölle, nicht zu unterscheiden von einem Selbstmordanschlag – und „das war’s.“ [Ist es dir jemals in den Sinn gekommen, Uri, dies könnte eine verärgerte Reaktion auf ständige Belästigung sein, durch tendenziöse Fragen, wie du sie immer stellst – bei denen immer geleugnet wird, dass Israel ein Recht auf Selbstverteidigung hat und immer gesagt wird, die Palästinenser hätten ein Recht Juden zu terrorisieren?]

Ein leichter Hüpfer des Flugzeugs und dann ab nach Hause zu einer warmen Dusche und einem Bett. Ich muss zugeben, dass es mir schwer fällt, mir diese Erfahrung vorzustellen. [Mir nicht. Es ist nicht viel anders als eine Last fallen zu lassen, um dann ohne sie weiter zu gehen. Die Ergebnisse erfahre ich später. Dann werden sie mir durch den Kopf gehen.]

Ich diente in der Infanterie, ich sah, auf wen ich schoss und wer auf mich schoss; ich konnte jederzeit verwundet (was auch passierte) oder getötet werden. Es fällt mir schwer mir die Erfahrung einer Person vorzustellen, die sich oben am Himmel befindet und Tod und Zerstörung sät, ohne selbst in Gefahr zu sein. [Das ist halt der Unterschied: Du weißt nicht, wie das ist und willst es nicht wissen. Du willst lieber weitere Juden tot sehen als solche Erfahrungen als Einsatzerfahrung werten.]

Ist dieser Pilot – Sie! – Zweifeln ausgesetzt? Stellt er sich manchmal selbst in Frage? Fragt er sich, ob eine bestimmte Aktion erlaubt ist, moralisch richtig? Oder wird er – Sie! – ein Roboter, ein „Profi“, der stolz auf seine perfekte Kontrolle der ihm anvertrauten atemraubenden Todesmaschine ist und auf die „exakte“ Ausführung seiner Befehle? [Hast du je einem Palästinenser eine solche Frage gestellt, Uri?]

Ich weiß, dass nicht alle Piloten Roboter sind. Ich sehe immer noch Oberst Yigal Shohat vor mir, wie er von einem Blatt abliest, seine Stimme von Gefühlen zitternd, bei seinem historischen Aufruf an seine Piloten-Kollegen und die Auszubildenden der Luftwaffe, dass sie offenkundig illegale Befehle verweigern sollten, genau solche wie diese Aktion in Gaza. [Oh, er hat die Gaza-Aktion erwähnt? – Natürlich nicht. In welchem Zusammenhang stand dieser Aufruf? Rechtfertigt er, dass praktisch jede Verteidigungsmaßnahme des israelischen Militärs als Kriegsverbrechen bezeichnet wird?] Shohat, ein Kriegsheld, der über Ägypten abgeschossen wurde und dessen Bein von einem ägyptischen Chirurgen amputiert wurde, ist das genaue Gegenteil von Halutz.

Sie müssen sich entscheiden – ein menschliches Wesen wie Shohat zu sein, sensibel gegenüber den Leiden der anderen, oder ein Roboter wie Halutz, der einen kleinen Hüpfer spürt, wenn er Dutzende menschlicher Wesen umbringt. [Ich denke, er muss sich anders entscheiden, Uri – etwas, das du nie in deinem Leben bereit sein wirst anzuerkennen: Er hat sich zu entscheiden, ob er Befehlen folgt, die Israel am Leben erhalten oder ob er sein Volk vergisst und es dem Untergang überlässt.]

Die Regeln des Krieges wurden nach dem Dreißigjährigen Krieg geschaffen, einem der fürchterlichsten in den Annalen Europas, einem Holocaust, indem ein Drittel der deutschen Nation ausgelöscht und zwei Drittel Deutschlands verwüstet wurde. Die internationalen Konventionen gründen auf der Überzeugung, dass selbst in einem harten Krieg, wenn jede Seite um ihre Existenz kämpft, die Gebote der menschlichen Moral eingehalten werden müssen. [Hast du das je von den Palästinensern verlangt? Ich habe nie davon gehört. Nur, dass du gesagt hast, ihr Terror sei kein Terror.]

Machen Sie es sich nicht leicht, indem Sie die primitiven Sprüche von Halutz übernehmen, der alles damit rechtfertigt, dass Shehadeh eine „bösartige Inkarnation“ war, Worte, die seine ultrarechte Sichtweise verraten. Shehadeh wurde nicht vor Gericht gestellt. [Hey, Uri, warum hast du ihn uns nicht geholt, damit er vor Gericht gestellt werden konnte?] Keine seiner angeblichen Taten wurde bewiesen. Aber sogar, wenn bewiesen worden wäre, dass er ein gefährlicher Feind war, rechtfertigt das in keiner Weise die Tötung seiner Nachbarn. Das Argument, dass diese Massentötung die Ermordung von Juden verhinderte, zieht nicht. [Wirklich? Wie kommt es dann, dass Israel diese Aktionen nur dann ausführt, wenn es absolut sicher ist, dass es sich um mehr als eine angenommene Gefahr handelt? Für Uri Avnery reicht es nicht aus, dass der Massenmörder mehr als ein Schreibtischtäter ist. Es reicht nicht aus, dass er sich mit seinen Plänen brüstete. Nein, für Uri Avnery ist ein Täter erst dann erwiesenermaßen ein Täter, wenn er sich selbst gerade in die Luft gesprengt hat. Vorher könnte es ja sein, dass er den Sprengstoff nur transportiert!] Als der Pilot die Bombe warf, war er sicher, dass er viele Menschen umbrachte, während Shehadehs Fähigkeit zu töten nur eine Vermutung war. [Uri, glaubst du wirklich immer noch, dass dieser „Kommandeur von Freiheitskämpfern“ nichts plante? Nach dem, was er schon geplant hatte und wofür seine Organisation steht?] Andererseits war sicher, dass diese Tötung zu weiteren Racheakten führen würde und dass viel jüdisches Blut deshalb fließen würde. [Klar, Hamas wartet immer erst, dass ihre Leute umkommen, bevor die Terrorkampagne fortgesetzt wird!]

Außerdem besteht ein himmelweiter Unterschied zwischen einer Guerillagruppe und einer mächtigen Armee, die im Auftrag eines Staates agiert. [Ja, Uri, genau! Eine „Guerillagruppe“ handelt durch Terror. Du glaubst, dass Terror gerechtfertigt ist. Aber wenn Juden sich verteidigen, ist das nicht gerechtfertigt.]

Hätten Sie ihrem Kommandeur unter diesen Umständen gesagt. „Ich weigere mich diesen Befehl auszuführen, denn er ist offensichtlich illegal“? Das israelische Gesetz und die menschliche Moral verpflichten Sie dazu. Aber Dan Halutz sagt: „Weigerung einen Einsatz zu fliegen gehört nicht zu den Regeln meines Spiels.“ Wie sehen IHRE Spielregeln aus? [Nun, DEINE Spielregeln kennen wir inzwischen, Uri: Liebe Palästinenser, bringt so viele Juden um, wie ihr wollt, ich werde das immer rechtfertigen! Wenn es einen jüdischen Antisemiten gibt, dann bist du die am besten entwickelte Ausgabe davon!]

* Eine Anspielung auf ein jüdisches Sprichwort: „Auf dem Kopf des Diebes brennt der Hut“ – was heißt, dass sein Verhalten seine Schuld verrät.

Sammlung zu Uri Avnery (1): Avnery und der Postzionismus auf Tournee

Jonathan Schanzer, Middle East Forum, 8. April 2002

Der namhafte Friedensaktivist, Journalist und dreifache Knesset-Abgeordnete Uri Avnery zog während seiner jüngsten US-Tour große Massen an.

Avnery ist eine Kultfigur unter Israels ultra-linken Politikern geworden. Er ist seit langer Zeit Kritiker der Palästinenser-Politik Israels und ein standhafter Befürworter der Zweistaaten-Lösung trotz des jahrelangen palästinensischen Krieges gegen Israel und trotz offensichtlicher Verbindungen zwischen der palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und den Terrorgruppen, die für hunderte israelischer Toter in den letzten Jahren verantwortlich sind.

Als solcher steht Avnery unter den Führern des Postzionismus – einer Bewegung, die aus pro-palästinensischen Israelis besteht, die langsam das Gefüge der israelischen Gesellschaft demontieren. Denen hier in Amerika nicht unähnlich, die die Terroranschläge gegen Amerika entschuldigen, versucht die Postzionisten-Bewegung Israel selbst als Wurzel der palästinensischen Brutalität darzustellen.

Eine intensivere Betrachtung von Avnerys postzionistischer politischer Vision enthüllt eine Missachtung des Sicherheitsbedürfnisses seines eigenen Landes. Sie spiegelt eine reflexartige Antwort der schnellen Lösungen auf einige der problematischsten Fragen der heutigen Nahost-Politik wider. Avnery gab tatsächlich eine Reihe alarmierender Stellungnahmen ab, die noch einmal untersucht und korrigiert werden müssen.

Der militante Islam

Avnery beschäftigte sich nie angemessen mit der Bedrohung, die der militante Islam für einen zukünftigen palästinensischen Staat darstellt; auch nicht die Aussichten auf Frieden oder, noch wichtiger, der israelischen Sicherheit. Er tut die Gefahr, die von Hamas und Islamischem Jihad ausgeht, ab und behauptet, ihre Popularität liege unter den Palästinensern „irgendwo zwischen 10 und 15 Prozent“. „Als die Intifada ausbrach“, erklärte er, wurden diese Gruppen populärer, motivierter und unternahmen kühnere Aktionen. Wenn dieser Krieg beendet ist, wird diese Popularität wieder zurück gehen.“

In Wirklichkeit wird die Popularität von Hamas und Islamischem Jihad unter den Palästinensern nach einer Umfrage vom 30. Oktober (2001) durch die Birzeit-Universität in Ramallah auf fast 30% geschätzt. Alarmierender ist aber die Tatsache, dass 75% aller Palästinenser deren Taktiken, insbesondere die Selbstmord-Anschläge gegen israelische Zivilisten, befürworten.

Palästinensische Islamisten-Gruppen sind klar das größte Sicherheitsrisiko für Israel und stellen daher das größte Hindernis für den Frieden dar. Avnery und seine Unterstützer müssen erkennen, dass, so lange der Vorsitzende der Autonomiebehörde, Yassir Arafat, die islamistischen Militanten frei agieren lässt und israelisches Leben bedroht ist, „Land für Frieden“ ein falsches Konzept und die Schaffung eines palästinensischen Staates ein unmöglicher Traum ist.

Palästinensische Flüchtlinge

Herr Avnery argumentiert, dass es ein Vorbild für den palästinensisch-israelischen Frieden gibt: „Eine Reihe von (palästinensischen) Flüchtlingen muss in Israels Kernland zurück kehren. Das ist nötig, um die Wunden durch eine symbolische Geste zu heilen. Wir glauben, dass Israel 50.000 Flüchtlinge pro Jahr über einen Zeitraum von zehn Jahren annehmen sollte, was eine halbe Million Flüchtlinge in zehn Jahren ergibt.“

Avnery sagt, dass nach der Aufnahme von einer Million sowjetischer Juden in den letzten Jahren „dies keine Gefahr für die Grundzüge der Demographie Israels ist“. Aber Avnery liegt wieder einmal falsch. Trotz des jüngsten Zustroms sowjetischer Juden ist Israel immer noch demographisch verwundbar.

Anfang des Jahres veröffentlichte der Journalist Yair Sheleg einen Artikel unter dem Titel „Die Araber sind eine demographische Bedrohung“, in der die demographischen Probleme Israels, wie sie die Palästinenser und die israelischen Araber darstellen, dokumentiert werden. Er führt an, dass die Geburtenrate unter Muslimen in Israel (4,6 Kinder pro Frau) fast doppelt so hoch ist wie unter israelischen Juden (2,6 Kinder pro Frau). Heute ist ungefähr jeder fünfte israelische Staatsbürger Muslim. In 20 Jahren wird die Rate bei einem Drittel liegen. Danach ist es nur eine Frage der Zeit, bis die jüdische Mehrheit verloren geht.

Was die muslimische Welt durch Gewalt nicht hat erreichen können, wird langsam und heimlich erreicht. Avnery muss erkennen, dass eine weitere halbe Million Muslime die wachsenden Probleme nur verschlimmern würde.

Jerusalem

Herr Avnery tritt für die Teilung Jerusalems ein. Er behauptet, dass wir vom Beispiel Roms lernen könnten, „das sich Italien und der Vatikan teilen“.

Der Vatikan allerdings kann nicht mit der PA verglichen werden. Erstens steht die PA unter der Kontrolle Yassir Arafats, eines Mannes, der seine Karriere als Terrorist begonnen hat, während der Vatikan unter die Schirmherrschaft des Papstes fällt, der unermüdlich für den Weltfrieden arbeitet. Weiterhin verlangt die Palästinenser-Charta die Zerstörung Israels, während der Vatikan keine solchen Vorstellungen zu Italien hat. Und schließlich hat Ostjerusalem eine Bevölkerung von 155.000 Menschen, die bereit sind, einen Krieg im Namen des Nationalismus zu führen, während der Vatikan über keinerlei demographisches oder ideologisches Äquivalent verfügt.

Avnery lehnte wiederholt ab, den Kriegszustand des palästinensischen Volks wahrzunehmen, womit er einen Mangel an Scharfsinn und Verständnis für die auf der Hand liegenden Dinge offenbart.

Indem er die israelische Politik als Haupthindernis für den Frieden nannte, rief Avnery die amerikanischen Juden auf, Premierminister Ariel Sharon in Frage zu stellen und herauszufordern. Jüdische Amerikaner, sagte er, hätten Angst gegen Israels Besetzung der palästinensischen Gebiete zu opponieren, weil sie „Angst haben wie Antisemiten zu klingen“.

„Selbst wenn Israel das Haus Caligulas1 wählen würde“, sagte er, „würde es die organisierte Unterstützung der amerikanischen Juden erhalten.“ Mit den amerikanischen Juden hinter der Friedens-Vision, so sagte er seinen Zuhörern, „rettet ihr Israel vor sich selbst.“

Diese Kommentare, obwohl oberflächlich und ohne Beleg, würde auch Avnerys Landsleute wütend machen. Während die amerikanischen Juden oft eine starke Verbindung zu den Israel betreffenden Dingen haben, weiß Avnery, dass letztlich die wichtigen politischen Entscheidungen bezüglich Israel den Israelis – und ihnen allein – überlassen werden müssen.

Schlussfolgerung

In einer Schlussanalyse mag eine Zwei-Staaten-Lösung unvermeidbar sein, aber Herrn Avnerys Plan für die Umsetzung ignoriert oder weist die kritischsten Fragen meist weit von sich. Eine kritische Betrachtung der palästinensisch-israelischen Diplomatie der letzten Jahre zeigt, dass es diese Mentalität war, die hauptsächlich zum Untergang des Friedensprozesses geführt hat.

© Middle East Forum 2002

Fußnote:
1   Caligula: römischer Kaiser, gilt als einer der schlimmsten Willkürherrscher und Mörder des römischen Reiches

Unsinn aus Israel (3): Professor Danny Gur

Es soll keiner glauben, in Israel würde alles richtig gemacht. Aber neben den alltäglichen Fehlern und Unzulänglichkeiten gibt es auch extremen Unsinn:

Am 15. März 2002 erschien auf der Titelseite von Ha’aretz eine große Anzeige, aus der IMRA zitiert:

„…Man muss verstehen, dass genau so, wie Menachem Begin als Kommandeur der Irgun seinen Terror gegen die Briten erst beendete, nachdem ein Arrangement zur Beendung der Besatzung erreicht war, auch Arafat den Terror fort führen muss, bis das Problem der israelischen Besatzung gelöst ist; denn ein Waffenstillstand seinerseits würde bedeuten, dass die Siedlungen legitimiert sind…“
Prof. Danny Gur

IMRA-Kommentar: Ohne die Aktivitäten der Irgun und der verschiedenen palästinensischen Terror-Aktivitäten zu vergleichen, sollte festgestellt werden, dass Arafat eine Reihe von Vereinbarungen unterschrieben hat, die das palästinensische Volk dazu verpflichtet, sich nicht in gewalttätigen Aktivitäten zu engagieren. Im Gegenzug wurde er vom Müllhaufen der Geschichte geholt und über die autonomen Gebiete gesetzt usw. Menachem Begin erfreute sich nie solcher Arrangements.

Abgesehen von dem, was IMRA hier kommentiert, geht der Vergleich von Prof. Gur völlig an den Realitäten vorbei und deshalb sollte doch auf diese Vergleiche eingegangen werden:
Weder hat die Irgun mit ihren Terrorakten die Unabhängigkeit Israels oder den Abzug der Briten verursacht;
noch war die Irgun eine Gruppe, die von der Bevölkerungsmehrheit befürwortet oder unterstützt wurde.
Die Irgun war eine kleine Extremistengruppe, die fast einen innerisraelischen Bürgerkrieg ausgelöst hätte, noch bevor der Staat Israel überhaupt entstanden war.
Menachem Begin beendete seine Terroristen-Karriere und wurde später Politiker, ein erfolgreicher Premierminister, der Frieden mit Ägypten schloss – und diesen Frieden auch einhielt. Im Gegensatz dazu verfolgt der Terrorist Arafat als „Politiker“ weiter seine terroristischen Ziele.