Ein offener Brief an Gideon Levy

Paula R. Stern, A Soldier’s Mother, 8. Juli 2016

Etwas Hintergrund für diejenigen unter euch, die es nicht wissen (vermutlich die meisten weltweit). Gideon Levy schreibt seit über 30 Jahren für Ha’aretz, er ist eine Bastion der israelischen Linken, der gegen alle Fakten und Wahrheiten heldenhaft der armen palästinensischen Agenda zu Hilfe eilt. Er ist, was viele von uns einen „selbsthassenden Juden“ nennen. Bevor ich meinen Brief beginne, möchte ich eine Sekunde darauf verwenden, was das bedeutet. Eine selbsthassende Person ist jemand, der handelt um sich selbst zu schaden, weil er glaubt, er stehe außerhalb der Kritik, ohne Wert oder Selbstachtung. Ein selbsthassender Jude jedoch ist typischerweise nicht so besorgt darum sich selbst zu verbessern, als sicherzustellen, dass andere den Standards gerecht werden, die nicht nur jenseits der Norm sind, sondern auch noch das Gegenteil des Gewünschten bewirken. Ein Mensch, der eine Schusswaffe in der Hand hat und von jemandem mit einer Machete angegriffen wird, hat keine große Wahl. Tote oder werde getötet. Ein selbsthassender Jude wird anbieten die Beerdigung zu organisieren. Die Hinrichtung wird stattfinden, egal, welche Wahl der Mensch hatte. Wenn sich jemand für den eigenen Tod entscheidet, wird die Beerdigung physisch und unter Teilnahme vieler Menschenrechtsaktivisten stattfinden, finanziert von Typen wie George Soros; außerdem wird er von der Obama-Administration bejubelt werden.

Entscheidet sich der Jude von der Schusswaffe Gebrauch zu machen, wird es trotzdem eine Beerdigung geben. Diesmal wird sie in den Medien stattfinden und eine Welt wird teilnehmen, die eher eine Bombe eingesetzt haben würde um den Angreifer zu töten, statt nur die Schusswaffe, die sie in der Hand hatte. Gideon Levy entschied sich natürlich dafür in einer Nachrichtenstory einen Kommentar zu geben, die mich diese Woche persönlich berührte. Eine Terroristin versuchte an einer Bushaltestelle zwei Soldaten niederzustechen, an der die Einheit meines Sohnes stationiert ist. Der Anschlag wurde in seiner Gänze von einer Autokamera aufgenommen, als der Fahrer den Angriff sah und an die Seite fuhr. Die Kamera läuft und dokumentiert. Es gibt keine Ausrede, keien Frage, dass dies klar ein Terroranschlag war und die Soldaten in Selbstverteidigung und der der unschuldigen Zivilisten in der Gegend handelten (es gab solche, auch wenn sie im Video nicht erscheinen). Gideons Versuch das zu verdrehen, was dort stattfand, ist hier zu lesen (wow, ich hasse es auf Ha’aretz zu verlinken). Ab der irreführenden Schlagzeile versucht Levy die Geschichte zu verdrehen. Er versagt elendig, wie seine Zeitung es gewöhnlich auch tut. Hier die Gründe:

Ein offener Brief an Gideon Levy

Lieber Gideon,

es ist schwer dir zu schreiben ohne sich zu fragen, ob ich dann meine Tastatur und den Computer reinigen muss; ob ich auf ewig beschmutzt sein werde, weil ich meine Zeit und Kraft verschwendet habe. Diese Woche bekamen wir das perfekte Szenario. Der Albtraum einer jeden Soldatenmutter und der Traum eines jeden Interessenvertreters. Das Video war sehr deutlich. Die Soldaten griffen Jamila Jabbar nicht an, die sich wünschte zur Märtyrerin auf Allahs Bett des Hasses zu machen. Jabbar griff die Soldaten an.

Das Video ist so erstaunlich eindeutig, dass ich überrascht bin, dass du nicht die offensichtlichere Möglichkeit wähltest zu behaupten es sei gestellt. Ja, Jabber nähert sich den Soldaten langsam. Durch ihr Handeln sind wir alle ziemlich sicher, dass langsam eine gute Beschreibung nicht nur für das Tempo ist, mit dem sie geht, sondern auch für ihre geistigen Fähigkeiten.

Die Soldaten weichen vor ihr zurück. Selbst du … wow, selbst du gibst zu, dass die Soldaten alles in ihrer Macht stehende unternahmen um jede von ihr geforderte Konfrontation zu vermeiden. Sie wichen zurück, forderten sie auf aufzuhören. Sie machte weiter. Und dann widersprichst du dir selbst: „Von einem Moment auf den anderen“? Nun, Gideon, wenn sie ausreichend Zeit hatte mehrere Meter voranzukommen, dass die Soldaten reagierten und zurückwichen … dann war der Augenblick eindeutig ziemlich lang.

Du forderst General Gadi Eisenkot auf sich das Video des Anschlags anzusehen. Bist du eigentlich bescheuert? Glaubst du tatsächlich, dass Eisenkot es sich nicht angesehen hat? Etwa 15-mal? Ich bin bei zehnmal und ich bin nur eine Mutter…

Du fragst, ob die Teenagerin (kennst du zufälligerweise das Alter der Soldaten… es könnte dich überraschen) … aber egal, du fragst, ob Teenagerin das Leben der Soldaten bedrohte. Nun, was denn sonst? Ein Messer in der Hand, hoch erhoben und bereit zuzustechen… das wäre doch wohl ein Ja.

Hätten sie sich umdrehen und weglaufen können, sie an der Haltestelle zurücklassen können, damit sie auf den nächsten unbewaffneten Juden einstechen kann, der des Weges kam? Nun, ja, wahrscheinlich; aber siehst du, Gideon, das Ding mit der Uniform, die sie tragen, ist doch, dass sie die Tatsache repräsentieren soll, dass es ihr Job ist die Zivilisten dieses Landes BESCHÜTZEN sollen und daher wird von ihnen erwartet, dass sie mit jeglicher Bedrohung fertig werden, die aufkommt und diese, mein lieber, fehlgeleiteter Gideon, war klare und gegenwärtig.

Sollen Soldaten so handeln? Nun, um sehr ehrlich zu sein: Ich denken, sie warteten zu lange. Ich finde, wäre ein kommandierender Offizier dort gewesen, dann hätte er einige Sekunden früher auf sie geschossen. Außerdem hätte er nur eine Kugel abgefeuert. Das Protokoll hätte gefordert, dass BEIDE Soldaten feiern; jeder mehrere Schüsse, außer es hätten sich andere Zivilisten dort befunden, die es so nahe nicht gab – noch nicht.

Sind wir auf ihre Verhalten stolz? Zur Hölle, ja. Fakt ist,  Gideon, dass diese Soldaten taten, wozu sie ausgebildet sind und ihr mehr Chancen gaben aufzuhören, als die meisten Soldaten in Israel (und mehr als JEDER Soldat eines jeden Landes im Umkreis von 1000 Meilen).

Du zitierst Eisenkot, er habe gesagt, er wolle nicht, dass ein Soldat ein ganzes Magazin auf eine junge Frau leert. Gideon, ich bekomme das Gefühl, dass du nicht weißt, was ein Magazin ist. Schau, das ist ein Plastikteil, das – nun ja: eine Menge Kugeln enthält. Nicht EINE einzige Kugel wurde auf diese arme, irregeführte, langsame und furchtbar dumme Terroristin abgeschossen, die verzweifelt hoffte einen Soldaten niederzustechen und ihr einfache Fahrkarte für die Treppe ins Märtyrertum zu bekommen.

Dann stellst du eine weitere Frage – war ihr in den Bauch zu schießen die einzige Möglichkeit die Bedrohung auszuschalten? Zur Hölle, nein. Sie hätten sie in den Kopf schießen können; sie hätten ihr ins Herz schießen können. In Anbetracht dessen, wie nahe sie war, hatten sie nicht wirklich Zeit herumzuspielen um ihr in die Beine oder in die Luft zu schießen – aber wenn du dich wirklich fragen würdest, ob es eine Stelle als den Bauch gab, muss ich zugeben, dass es sie gab. Natürlich würden wie sie dann beerdigen statt sie in unseren Krankenhäusern zu versorgen, aber solltest du das vorziehen, vielleicht können wir ja die Einsatzregeln entsprechend korrigieren.

Dann machst du auf Mathematik … Ich kann dir sagen, Gideon – dass du wahrscheinlich gut darin bist klar zu schreiben, aber in Mathe bist du grottenschlecht. Zusammen verschossen diese ZWEI Soldaten EINE Kugel … wie war das also mit zwei gegen eine? Du gibst zu, dass nur einer der beiden Soldaten schoss… ach ja, jetzt erinnere ich mich, du dachtest der andere solle sie von hinten angreifen, ohne dass sie es merkt, richtig?

Du stellst eine weitere Frage, die ich dir beantworten möchte – du fragst: „Was, glauben Sie, nehmen sie aus ihrem Militärdienst mit, von diesem Vorfall?“ Nun, Gideon, ich denke, ich sollte es beichten. Diese beiden Soldaten waren aus der Einheit meines Sohnes, was werden sie also mitnehmen werden selbst gebackene Brownies und ein Brief von mir sein, in dem ich ihnen sage, dass ich stolz auf sie bin. Was die Armee angeht, so hoffe ich, sie werden ihnen einen Orden verleihen, aber ich denke, das müssen wir abwarten.

Und dann sagst du, sie werden vielleicht eines Tages erwachsen werden. Gideon, das sind sie bereits. Würden sie glauben, dass palästinensisches Leben billig ist, würden sie nicht eine Sekunde gezögert haben und sie hätten ihr durchs Herz geschossen. Und weil sie so handelten, wie sie es sollen, werden sie Gott sei Dank (und nicht dank dir) erwachsen sein. Und nein, ich glabuen nicht, dass sie jemals bereuen werden ihr Leben geschützt zu haben.

Zurück zu dir, Gideon: Ich weiß, dass die Soldaten reifer werden, dass sie ein produktives Leben führen werden, heiraten, Kinder bekommen und sich immer daran erinnern dass sie heute leben, weil sie nicht auf selbsthassende Juden hörten, die bereit waren ihre Beerdigung zu planen. Diese Soldaten werden starke und gute Bürger unseres Landes sein. Sie werden ihr Leben dem Schutz dieses Landes widmen und hoffen, dass eines Tages diese feste  Haltung zu einer aussagefähigen und echten Friedensvereinbarung führen wird.

Ich kann nur wünschen, dass wir dasselbe über dich sagen könnten.

Saukomisch: Abbas schenkt saudischem König eingerahmte zionistische Zeitung

Elder of Ziyon, 22. Juni 2016

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas gab dem saudischen König Salman am Sonntag ein Erinnerungsgeschenk: eine gerahmte Ausgabe der Palestine Post aus den 1930-er Jahren.

Das war eine zionistische Zeitung und der Vorläufer der heutigen Jerusalem Post.

Das kann man sich nicht ausdenken.

Wann ist Abbas eine dritte Hand gewachsen?

Ich habe das Datum der Zeitung gefunden: 13. August 1935.

Sie berichtet ausführlich über einen Besuch von Emir Saud in Palästina, weshalb Abbas diese Ausgabe wählte. Aber sie hat auch Berichte, die von denen Abbas nicht so gerne hätte, dass der König sie liest, so „Luzerner Bienenstock an Aktivitäten, als zionistische Delegierte eintreffen“ und „Kurbäder verbieten alle Juden“ in Deutschland, geschrieben von der sehr jüdischen „Palestine Telegraphic Agency“; oder „Wiener Polizei sucht 2 Araber“ – aus irgendeinem unerfindlichen Grund werden sie nicht „Palästinenser“ genannt.

Warum konnte Abbas keine nicht zionistische Zeitung mit „Palästina“ im Titel finden, um den König diesen Artikel zu zeigen?

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Die Araber waren „not amused“; ihre Medien nannten nennen Abbas‘ Geschenk einer zionistischen Zeitung einen „Skandal“

Elder of Ziyon, 23. Juni 2016

Es dauerte ein paar Tage, aber die arabischen Medien haben bemerkt, dass Mahmud Abbas König Salman eine zionistische Zeitung schenkte. Die Agentur Shehab News Agency schreibt:

Mit einer schallenden Ohrfeige für das Erbe und die Geschichte des palästinensischen Volks schenkte PA-Präsident Mahmud Abbas dem saudischen König Salman bin Abdul Aziz ein Souvenir, ein historisches Bild der ersten zionistischen Zeitung in Palästina, „Palestine Post“.

Dass Abbas dem saudischen König eine Ausgabe dieser Zeitung schenkt, zeigt den Grad des Verfalls der palästinensischen Diplomatie, den Versuch die Geschichte zu verändern und palästinensischem Erbe aus dem Weg zu gehen.

Wer sagte Abbas, er solle dieses skandalöse Geschenk machen? Und wie kam es dazu? Wie konnte er eine zionistische Zeitung verschenken, die immer ihr Gift gegen unser Volk zur Schau getragen hat?

Das wird richtig gut.

Soweit es die Antwort auf die Frage nach Abbas‘ vermeiden des palästinensischen Erbes angeht, so ist das nicht wirklich das erste Mal, dass die Palästinenser gezwungen worden sind britische und jüdische Institutionen als „palästinensisch“ zu vereinnahmen. Immerhin betrachteten sie sich bis lange nach dem Ende des britischen Mandats Palästina nicht als „Palästinenser“.

Knallchargen

Ken Livingston („Der Rote Ken“), ehemaliger Bürgermeister in London – dieses Charakterschwein rechtfertigte die Al-Qaida-Attentäter von London 2005; sie hätten das wegen der Invasion des Irak gemacht. „Sie gaben ihr Leben in Protest gegen den Einmarsch.“ Klar doch…

Deutschlandfunk – die haben doch tatsächlich den alten Schwachsinn verbreitet, dass Araber keine Antisemiten sein können, weil sie selbst Semiten sind.

Die Jewish Voice for Peace (Jüdische Stimme für den Frieden) – sie sagen es nicht direkt, aber so, dass der Zuhörer den Schluss selbst ziehen „muss“: Die israelische Besatzung „Palästinas“ verursacht den Klimawandel!

Papst Franz – die Schuld an den toten Nonnen und Christen im Jemen („Rebellen“ hatten ein Altersheim überfallen, das von Nonnen geführt wird und 14 Personen gefesselt und ermordet) hat nach Ansicht des Bischofs von Rom „die Globalsierung der Gleichgültigkeit“ – nicht die mordenden Islamisten.

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland – Gerd Buurmann hat eine Äußerung der Steinmeier-Truppe zur aktuellen Terrorwelle gegen Israel analysiert und festgestellt, dass man im Amt gegen Israel agiert und weder neutral noch anständig ist. Die Lehre, die die Typen in Berlin endlich mal begreifen sollten: Nach einem Mordanschlag oder einer Vergewaltigung gibt es nur eine “Hoffnung auf Frieden”, nämlich die uneingeschränkte und einseitige Verurteilung des Täters. Die Messerangriffe in Israel sind keine Einladung zur “Wiederaufnahme ernsthafter Bemühungen hin zu einer fairen Zweistaatenlösung”. Es sind Terroranschläge! Es gilt, sie zu verurteilen. Uneingeschränkt und einseitig!

Ayman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrat der Muslime – Der „Das hat nichts mit dem Islam zu tun“-Schwätzer veröffentlichte zu den Terrormorden in Brüssel denselben Laber-Text, den er im November nach den Terror-Morden von Paris veröffentlichte – und ließ in der neueren Pressemitteilung sogar „Paris“ stehen, statt es durch „Brüssel“ zu ersetzen. So viel zur Ernsthaftigkeit es eine Minderheit repräsentativen obersten Verbandsmuslims Deutschlands. (Natürlich durfte der Aufruf nicht fehlen, dass „insbesondere … Medien und Politik den Terroristen nun nicht auf dem Leim … gehen, indem ihre pseudo-religiösen Begründbarkeiten einfach unkritisch übernommen werden und damit der Vereinnahmung des Islam weiter Vorschub“ geleistet wird. Wie immer steht die im Voraus angenommene Opferrolle der Muslime im Vordergrund. Wenn im Westen Muslime Terrormorde veranstalten, sind immer die Muslime die Opfer!

Frank-Walter Steinmeier, Außenminister – der hatte wieder die Frechheit nach einem Terroranschlag auf israelische Zivilisten von „beiden Seiten“ zu schwadronieren, die „endlich zu einer Deeskalation finden“ und „dem Hass in den Köpfen entgegentreten“ müssten. Der Wahnsinnige setzt tatsächlich die Israelis mit den Terroristen auf eine Stufe und unterstellt ihnen, sie würden Hass predigen. Das ist kein Schwachsinn mehr, das ist Hetze.

Hillary Clinton, Präsidentschaftskandidaturkandidatin – sie weiß, warum die Hamas menschliche Schutzschilde benutzt und Raketen in Schulen stationiert: Der Gazastreifen ist ziemlich klein und dicht bevölkert. Ah ja.

Heiko Maas, Bundesjustizsminister – macht sich lächerlich, wenn er davon schwafelt, es sei Terror gewesen, dass die Menschen in Zwickau ihn auspfiffen und seine Rede mit lauten Zwischenrufen störten. Aber das macht nur seine Gesinnung deutlich, die ein zweifelhaftes Demokratieverständnis demonstrieren, ebenso wie seine Aussagen zur AfD (und seine Spitzel-/Zensuraktivitäten auf Facebook).

Edelgard Bulmahn, Bundestagsvizepräsidentin (SPD) – bekam von einer Gruppe israelischer Studenten bescheinigt, dass sie Naivität und Inkompetenz in Sachen arabisch-israelischer Konflikt attestiert. Grund: Die PLO hat den Alleinvertretungsanspruch für die Palästinenser, also müssen die Friedengespräche mit ihr wieder aufgenommen werden (scheiß drauf, dass sie kaum mehr für die Hälfte der „Palästinenser“ reden kann); sie wisse, wie es ist in einem geteilten Land zu leben und hat „etwas mehr Lebenserfahrung“ als die Studenten; die EU-Gelder werden nicht für Terrorismus verwendet, sondern u.a. für Krankenhäuser, die die IDF wieder zerstört; Israel könne nicht erwarten, dass Europa akzeptiert, dass 48% der Israelis die volle staatsbürgerlichen Rechte für Palästinenser ablehnen – und wenn 90% der Palästinenser antisemitische Einstellungen haben, dann darf man nicht verallgemeinern; BDS ist unerheblich.

Reinhard Baumgarten, SWR-Korrespondent (im Iran) – arbeitet für den SWR als Korrespondent in Teheran. Er leidet an einer Berufskrankheit: übermäßiger Faszination für das Studienobjekt. So, wie mancher Virologe ins Schwärmen gerät, wenn er von der Wunderwelt der Viren und deren verblüffenden Fähigkeiten spricht, so findet Baumgarten, wann immer er das Ayatollah-Regime unter seinem Elektronenmikroskop betrachtet, ständig neue, bislang unbekannte Demokratiemoleküle, Freiheitspartikel und Pluralismusproteine, die noch nie zuvor ein Mensch gesehen hat und die ihm das Gefühl geben, auf wichtiger Mission zu sein: das Image eines antisemitischen Folter- und Mordregimes aufzupolieren.

Ralf Stegner, SPD-Landes- und Fraktionsvorsitzender von Schleswig-Holstein:

Dani_Ralf-Stegner-Idiot

Frank-Walter Steinmeier, Außenminister – Ingorant, Dummschwätzer, ahnungslos.

Wenn der Ruppi um Terrortote trauert…

… dann weiß man, wer terrorisiert wird und wer nicht. Jedenfalls nach Meinung von Ruprecht Polenz, ex-MdB, Türkei-Liebhaber (und dort Mitarbeiter eines Think Tanks) und hinterfotziger Facebook-Massenposter.

7. Juni 2016: Terroranschlag in Istanbul – 11 Tote, 36 Verletzte durch eine Autobombe. Ruprecht Polenz teilt auf Facebook ein Bild des Auswärtigen Amtes:

Polenz_16-06_01

  1. Juni 2016: Nach dem Terroranschlag in Orlando teilte Ruprecht Polenz am 13. Juni ein Bild der Bundesregierung (vom 12. Juni):

Polenz_16-06_02

Dazwischen gab es wohl nichts. Wenn man Ruppi zum Maßstab macht. Dabei konnte er bei seiner Regierung durchaus Stellungnahmen zu einem Ereignis am 8. Juni 2016 finden. Hier das AA mit einer Äußerung von Minister Steinmeier:

AA2016-06-09_TA

Jetzt dürfen wir spekulieren, warum der Herr Polenz nichts teilt, was den Terror gegen Israelis in Tel Aviv verurteilt. Gab es zu wenige Opfer („nur“ 4 Tote)? Waren keine Muslime betroffen? Oder ist es schlicht so, dass Herr Polenz tote Juden in Israel nicht bedauern mag? Dass er Palästinenser-Terror nicht als Terror wertet? Dass Judenmord durch Araber/Muslime kein Terror sein kann?

Ich frag‘ mal nur. Auch wenn ich privat meine Meinung habe. Eine Meinung, die Herrn Polenz ganz und gar nicht gefallen wird. Aber das ist ja mit dieser Gattung Mensch immer so, dass sie sich dagegen verwehren als das bezeichnet zu werden, was sie durch ihr Tun und (geäußertes) Denken so offensichtlich sind…