Die Rolle der Arabischen Medien: eine geschichtliche Perspektive

MEMRI, 27. Dezember 2001

Die arabischsprachige Londoner Tageszeitung Al-Hayat veröffentlichte eine ganze Seite von Leserbriefen. Zoheir Abdallah, ein Leser aus den USA, schrieb folgendes:

In den letzten 60 Jahren durchliefen die arabischen Medien drei Phasen. Die erste Phase wurde durch ‚Hayy Al-Arab‘ gekennzeichnet, ein Programm, das von Yunis Al-Bahri aus Berlins arabischem Radiosender in Nazideutschland gesendet wurde. Yunis Al-Bahri sollte die arabischen Emotionen gegen den Westen und Großbritannien anstacheln und Hitler, Nazideutschland und die Achsenmächte verherrlichen. Die Nazis hatten die Araber am Ende der Skala der menschlichen Rassen angesiedelt; wären sie im Zweiten Weltkrieg erfolgreich gewesen, ging es den Arabern heute schlechter als es der Fall ist.

Trotzdem drängte sich das arabische Publikum um das Radio um Yunis Al-Bahri zu hören und seinen Hetzkommentaren Beifall zu spenden.

Die zweite Phase wird durch „Saut Al-Arab“ repräsentiert [Radiosender „Die Stimme der Araber“] aus Kairo in Person von Ahmad Said. Ich kann mich gut daran erinnern. Jeden Abend versammelten wir uns um das Radio um diesen Sender zu hören. Meine Erinnerung führt mich zurück zu einigen der Kommentare und Flüche, die gegen die moderateren [arabischen] Könige und Präsidenten und den Westen gerichtet waren. Ich erkenne (heute) das Ausmaß der Demagogie, die von einer gesamten Generation von Arabern aufgesaugt wurde, die einer Gehirnwäsche unterzogen worden sind [und daher] sich unlogisch und emotional verhalten – was beim Sturz der moderaten Regierungen z.B. im Irak und in Libyen und ihrer Ersetzung durch Tyrannen und faschistische Parteien half, unter deren Last sich Teile der arabischen Welt immer noch bücken müssen.

„Saut Al-Arab“ ging mit der Niederlage von 1967 unter. Nach dieser Niederlage erkannte die arabische Öffentlichkeit zu spät, dass diese Hetze die Araber in einen Krieg gedrückt hatte, für den die Nation nicht vorbereitet war. Die Wunden dieser Niederlage sind immer noch nicht verheilt. Daher ist uns klar geworden, dass die Saut Al-Arab-Generation die Lehre der Generation von „Hayy Al-Arab“ nicht gelernt hat. Das einzig Gute, das aus der Niederlage von 1967 entstand, war das Verschwinden von Saut Al-Arab und seiner Demagogie.

Die dritte Phase ist die moderne Phase der arabischen Medien. Wir können dies das „Taysir ‚Alooni(1) von Kabul-Phänomen“ oder das „Al-Jazira-Phänomen“ nennen. Der Al-Jazira-Korrespondent wurde bald – richtigerweise – der Sprecher der Taliban genannt. Er übertrug uns die Bilder der zivilen Opfer der Luftangriffe, aber nicht die Bilder der militärischen Rückschläge für die Taliban. Er zeigte uns nichts – und erwähnte auch nichts – von den Massakern der Taliban an Zivilisten. Er behauptete, dass die Öffentlichkeit sich hinter die Taliban stellte. Wir sahen auf Al-Jazira nicht, wie die Menschen sich auf den Straßen von Mazar Al-Sharif und Kabul freuten, als der Alptraum der Taliban beendet war. Trotzdem hat dieser Sender es geschafft, die dritte Generation der arabischen Menschen zu gewinnen. Mit dem Beginn des Zerfalls der Taliban begann Al-Jaziras Stern zu sinken, genau wie vorher die von „Saut Al-Arab“ und „Hayy Al-Arab“.

So wird deutlich, dass die dritte Generation nichts aus den Fehlern der vorigen Generationen gelernt hat. Mit dem Beginn des Ramadan-Monats begannen einige arabische Satelliten-Sender Serien auszustrahlen, die den Hass in einer Atmosphäre vertieften, die schon davon durchtränkt ist. Ein Beispiel dieser Serien ist eine über die Kreuzzugs-Kriege, die vor fast 1000 Jahr statt fanden, von denen wir aber immer noch reden, als seien sie erst gestern gewesen. Andere Serien zeigen die [vor-islamischen] Kriege von Dakhis und Ghabraa [mythische Kriege vor der Zeit des Islam].

Viele Nationen haben einander bekämpft und einige davon fanden in der heutigen Zeit statt. Trotzdem haben diese Nationen sich ausgesöhnt und die bestmöglichen Beziehungen aufgebaut. Die Medien waren immer Vorreiter des Aufbaus dieser Beziehungen. So machten es die Deutschen und die Franzosen, die Japaner und die Russen und viele andere Völker in der zivilisierten Welt. Im Gegensatz dazu lecken wir uns immer noch die Wunden der Vergangenheit und fächeln Hass in unsere Seelen. Unsere Print- und Rundfunk-/Fernseh-Medien spielen in dieser Beziehung die Vorreiter. Das hilft dabei, eine Gruppe junger Leute auszubilden, deren Hass für andere sie dazu führt Selbstmord zu begehen, um so Menschen zu töten, von denen sie nichts wissen, nur weil sie einem anderen Volk angehören und etwas anderes glauben.

Gibt es ein Licht am Ende dieses Medientunnels?(2)

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Fußnoten:
(1) Taysir ‚Alooni war Al-Jaziras Korrespondent in Kabul vor und während des Kriegs in Afghanistan; er wurde aus Kabul evakuiert, als das Taliban-Regime fiel.
(2) Al-Hayat, London, 21. Dezember 2001.

Die Araber haben Israel nie akzeptiert

Daniel Pipes, Wall Street Journal, 3. Dezember 2001

Im Juni diesen Jahres übertrug das palästinensische Fernsehen einen Gottesdienst aus einer Moschee in Gaza, in der der Imam, Ibrahim Madi, folgende Erklärung abgab: „Wenn es Gott gefällt, dann wird dieser Unrechtsstaat Israel ausradiert, der Unrechtsstaat USA wird ausradiert, der Unrechtsstaat Großbritannien wird ausradiert.“

Am Wochenende fühlte ich mich an diese liebenswürdige Predigt des Scheichs erinnert, als palästinensische Selbstmord-Bomber beinahe zeitgleich Anschläge auf israelische Zivilisten in Jerusalem, Haifa und Gaza begingen, bei denen sie 26 Menschen töteten und fast 200 verwundeten. Wenn es einer Erinnerung bedurfte, dass der Krieg gegen den Terrorismus über den 11. September und die Kämpfe in Afghanistan hinaus geht , dann sorgten die Palästinenser für eine kräftige Gedächtnisstütze. Noch während US- und britische Truppen auf die Gräueltat am World Trade Center antworten, indem sie auf Kandahar marschieren, der letzten Stadt unter der Herrschaft des militanten Islam in Afghanistan, begannen israelische Streitkräfte mit der Vorbereitung einer Antwort auf die Gräueltat in Jerusalem mit einem „direkten Angriff“ gegen die Autonomiebehörde.

Die Situationen der Amerikaner und Israelis erscheinen manchem sehr unterschiedlich zu sein, aber Scheich Madis Bemerkungen zeigten, dass dem nicht so ist. In beiden Fällen zielen die (Streit-)Kräfte des militanten Islam auf ein westliches Land und wollen es zerstören. Osama bin Laden erklärte schon vor Jahren allen Christen und Juden den Heiligen Krieg, während sein Freund Mullah Omar, der Taliban-Diktator, Mitte November genauere Einzelheiten unterbreitete: „Die derzeitige Situation in Afghanistan hängt mit der größeren Sache zusammen – das ist die Zerstörung Amerikas. Mit Gottes Hilfe wird das in kurzer Zeit passieren – behaltet diese Prophezeiung im Gedächtnis. Was wirklich zählt, ist die Vernichtung Amerikas und mit Gottes Hilfe wird es fallen.“

„Krebsgeschwür“

Genauso rufen militant-isamische Führer mit einer fast betäubenden Routine zur Zerstörung Israels auf. Der mächtigste von ihnen, Irans oberster Führer Ayatollah Khamenei, rief vor gar nicht langer Zeit dazu auf, „dieses Krebsgeschwür von einem Staat aus der Region zu entfernen“.

Sicher gibt es Unterschiede. Die Schlacht gegen die USA ist neuer, weniger weit fortgeschritten und weniger durch nicht-militante islamische Elemente unterstützt. Ironischerweise hat aber die US-Regierung einen „Krieg gegen den Terrorismus“ erklärt, während ihre israelischen Gegenüber immer noch (mit US-Ermunterung) versucht, eine Verhandlungslösung mit ihren Feinden zu finden. Außer diesen Unterschieden ist der Trieb, die USA und Israel zu zerstören, im Grunde der gleiche.

Die jüngsten Anschläge auf Israel dienen uns auch zur Erinnerung an etwas anderes: dass der Versuch, den jüdischen Staat zu zerstören, geführt wird, seit dieser 1948 gegründet wurde. Seit über einem halben Jahrhundert habt die Mehrheit der Araber darauf bestanden, in Israel nicht mehr zu sehen als ein vorübergehendes Ärgernis, von dem sie erwarten, dass es beseitigt werden kann – im günstigsten Fall mit der Erlaubnis an die Israelis, in „Palästina“ als unterworfenes Volk zu leben, im schlimmsten Fall sie zu massakrieren.

Dieser zerstörerische Trieb hat seit 1948 ab- und zugenommen. Als ein scheinbar schwaches Israel erstmals zu existieren begann, war er sehr hoch. Dann ließen 45 Jahre ständiger Niederlagen gegen ein starkes und entschlossenes Israel die Araber bis 1993 schwindlig werden und sich teilweise für die Möglichkeit seiner Akzeptierung öffnen. Statt aber diesen Vorteil zu nutzen und die volle Akzeptanz zu erreichen, machten die Israelis den historischen Fehler, nachzulassen und ihren beiden Hauptfeinden, den Syrern und Palästinensern einen vorteilhaften Handeln anzubieten.

Diese Angebote waren totale Rohrkrepierer: statt als weitsichtige Konzessionen angesehen zu werden, die darauf zielten, den Konflikt zu beenden, interpretierten die Araber sie als Zeichen israelischer Zersetzung. Das Ergebnis war ein Aufstand in Gewalt und erneuerte arabische Hoffnung auf die Zerstörung Israels durch die Macht der Waffen. Zum ersten Mal seit den 60-er Jahren riefen Politiker, Staatsdiener, religiöse Führer, Journalisten und Intellektuelle routinemäßig zur Vernichtung Israels auf.

Offensichtlich fügt diese Mauer der Ablehnung Israel Schaden zu, denn sie verweigert ihm, als normale Nation zu leben, unterwirft seine Bevölkerung mörderischen Angriffen und zwingt es, harte Maßnahmen gegen seine Nachbarn zu ergreifen. Aber Israel wächst trotz dieser Anschläge, weist einen hohen Lebensstandard auf, eine demokratische gestaltete Politik und eine Leben sprühende Kultur. In Wirklichkeit schaden die Araber sich selbst. Der zerstörerische Drang verhindert, dass talentierte und ehrbare Völker ihr Potenzial ausspielen. Die Araber konzentrieren sich darauf Israel zu schaden, statt ihren Lebensstandard zu verbessern, die Politik für alle zu öffnen und die (korrekte) Anwendung der Gesetze zu sichern. Das Ergebnis ist eindeutig: Die Araber sind weltweit führend im Anteil an Diktaturen, „Schurkenstaaten“, gewalttätigen Konflikten und bei den Ausgaben für das Militär.

Eine Lösung kann leicht angeboten, aber viel schwieriger durchgesetzt werden: Die Araber müssen sich mit der Existenz Israels abfinden. Nur das wird den Jahrhunderte alten Konflikt beenden, Israel erlauben zu Normalität zu finden und die Araber auf den Weg in die Moderne zu bringen.

Diese Interpretation des arabisch-israelischen Konflikts , der den Arabern die Verpflichtungen auferlegt, unterschiedet sich stark von der üblichen. Sogar Israelis, ganz zu schweigen von Arabern und allen anderen, neigen dazu zu denken, dass die arabische Anerkennung Israels bereits erfolgte und es jetzt an Israel liegt, seinen Teil mit einer Reihe von Konzessionen (Abgabe der Golan-Höhen, Jerusalems usw.) beizutragen.

Wut entfachende Reden

Wenn es 1991 möglich war an eine arabische Akzeptanz Israels zu glauben, dann beweisen die heutige flammende Rhetorik und die Schläge der palästinensischen Gewalt, dass es sich dabei um eine Fata Morgana handelte. Israel hat die nicht gerade beneidenswerte Aufgabe seine Feinde zu überzeugen, dass ihre Vernichtungsträume fehl schlagen werden; in Aktionen umgesetzt, bedeutet das, dass es Entschluss und Härte zeigen muss. Wie könnte es anders sein? So tödliche Absichten, wie man sie in den arabisch sprechenden Ländern weit verbreitet finde, können nur mit Strenge abgewendet werden. Das wird nicht angenehm sein; Israel wird sich Verurteilung von außen und innenpolitische Unzufriedenheit einhandeln, aber es hat keine Wahl.

Den Konflikt auf diese neue Weise zu verstehen, hat tief greifende Konsequenzen für den Westen. Es bedeutet, dass Europa und die USA, die immer eifrig bemüht waren, den arabisch-israelischen Konflikt zu lösen, am meisten dadurch helfen können, dass sie weniger kluge Pläne anbieten und größere Anstrengungen unternehmen, seine grundlegenden Wahrheiten zu verstehen. Das bedeutet, dass man die grundlegende Tatsache der fortgesetzten Ablehnung Israels durch die Araber mit all ihren zerstörerischen Folgen begreift. Es bedeutet, dass man die missliche Lage Israels sieht, toleriert, dass es hart sein muss und auf die Araber Druck ausübt, dass sie einen drastischen Kurswechsel vornehmen.

Für viele Regierungen, auch für die amerikanische, erfordert dieser Ansatz eine Umkehr von der derzeitigen Politik (die Druck auf Israel ausübt). Eine solche Veränderung ist nicht leicht erreichbar, aber sie ist beinahe eine Vorbedingung für jeden, der wirklich ernsthaft den arabisch-israelischen Konflikt beenden will.

Nichts ist erfolgreicher als Niederlagen

Daniel Pipes, Jerusalem Post, 28. Februar 2001 (mit Ergänzungen)

Heute vor genau 10 Jahren endete die irakische Eroberung Kuwaits mit einem totalen Misserfolg. Man erwartete, dass der irakische Präsident Saddam Hussein bald die Kontrolle über den Irak verlöre, aber ein Jahrzehnt später ist er weiterhin fest im Sattel.

Wie konnte er das schaffen? Tariq Aziz, eines von Saddams wichtigsten Sprachrohren, deutete noch vor dem Kriegsausbruch im Januar 1991 an, warum sein Herr sich keine Sorgen machte. Regime des Nahen Ostens, so sagte Aziz dem US-Außenminister James Baker, sind nie „in einen Krieg mit Israel oder Vereinigten Staaten gegangen und haben dabei politisch verloren“. Das ist zwar etwas übertrieben (arabische Führer zahlten einen Preis für die Niederlage gegen Israel 1948/49), aber Aziz hat im Prinzip recht: Eine militärische Niederlage schadet einem nahöstlichen Herrscher in der Regel nicht. Statt dessen leugnet er die Katastrophe auf dem Schlachtfeld und blüht politisch auf.

Einige Beispiele:

Suezkrise 1956: Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser erlitt durch die Briten, Franzosen und Israelis eine demütigende militärische Schlappe, bestand aber darauf, einen Sieg errungen zu haben. Ihm wurde weitgehend geglaubt. Das Ergebnis war, dass diese Episode „ihn politisch und moralisch stärkte“, schreibt Shukri Abed von der University of Maryland; sie half Nasser, die dominierende Figur der arabischen Politik zu werden.

Sechs-Tage-Krieg 1967: Die katastrophale Niederlage durch die Israelis veranlasste Nasser dazu, seinen Rücktritt anzubieten, aber die Ägypter antworteten mit massiven Straßendemonstrationen, die ihn aufforderten, an der Macht zu bleiben (was er tat). Syriens Verteidigungsminister von 1967, Hafez Assad, machte weiter und wurde Präsident seines Landes.

Die Schlacht von Karama 1968: Yassir Arafats Fatah verlor ihren ersten größeren bewaffneten Zusammenstoß mit den Israelis, behauptete aber gesiegt zu haben.

Belagerung von Beirut 1982: Arafat verwandelte einen demütigenden Rückzug aus Beirut in einen politischen Sieg, indem er betonte, dass die Israelis 88 Tage benötigten um ihn zu besiegen, weit länger, als sie für den Sieg über andere arabische Streitkräfte brauchten.

Heute erinnert man sich an diese Ereignisse als glorreiche Siege. Die Hamas erzählte z.B. ein paar Jahre später, dass die Palästinenser 1982 Israel „demütigten“ und „seine Entschlossenheit brachen“.

Was erklärt aber dieses überraschende Muster? Drei Aspekte des muslimischen Lebens helfen, das aufzuklären.

 

  • Ehre hat monumentale Bedeutung; sie zu erhalten bedeutet mehr, als wirklich etwas zu erreichen. Hussein Sumaida, ein Exil-Iraker, erklärt Saddams Motive dafür, dass er sich 1991 gegen den Großteil der Welt stellte: „Sieg oder Niederlage spielten keine Rolle. Wichtig war, eine gute Show zu liefern und die Herzen der glühenden arabischen Welt zu gewinnen.“
  • Fatalismus bietet muslimischen Herrschern eine Möglichkeit, keine Verantwortung übernehmen zu müssen. Es war alles eine Frage des Schicksals, was konnten wir schon tun? As’ad Abu Khalil von der California State University stellt fest, dass arabische Führer in Zeiten der Niederlage typischerweise die Haltung übernehmen, dass „Menschen keinerlei Einfluss oder Auswirkungen auf ihre Taten oder Pflichten haben. Nur Gott handelt.“ Sich auf diese „Unvermeidbarkeit des Schicksals“ zu berufen entledigt die arabischen Regime und Armeen ihrer Verantwortung. Dieses Muster, merkt er korrekt an, „ist so typisch geworden, dass man es voraussehen kann“.
  • Verschwörungstheorien dominieren derart, dass bei jeder Konfrontation mit dem Westen (einschließlich Israels) angenommen wird, dass der Westen dadurch die Herrscher vernichten und ihre Länder erobern will. Die Ägypter glauben z.B. weitgehend, dass die britischen und französischen Regierungen 1956 planten Nasser zu eliminieren und Ägypten zu besetzen. Als diese vernichtenden Folgen nicht eintraten, kam sein bloßes Überleben einem überwältigenden Sieg gleich.

Einen Feind auf dem Schlachtfeld zu schlagen, ist nicht genug, um im Nahen Osten zu gewinnen; der Herrscher und sein Regime muss ebenfalls eliminiert werden. Die politischen Auswirkungen für den Irak sind offensichtlich.

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Ergänzungen:

28. August 2006: Hassan Nasrallahs Starstatus im Nahen Osten, nachdem er nach allen objektiven Maßstäben den Krieg mit Israel verloren hat, passt genau in dieses Muster. Lee Smith stellt die Kontinuitäten in „The Real Losers: Hezbollah’s Hassan Nasrallah admits that the war was a mistake“ heraus. (Die wahren Verlierer: Hisbollahs Hassan Nasrallah gesteht ein, dass der Krieg ein Fehler war.)

19. November 2012: Barry Rubin führt in „The Israel-Hamas War and the Suicide Strateby: How Arab Forces Expect to be Weak, Start Losing Wars and Still Hope to Win” (Der Krieg zwischen Israel und der Hisbollah und die Selbstmordstrategie: Wie arabische Streitkräfte erwarten schwach zu sein, beginnen Kriege zu verlieren und immer noch hoffen zu gewinnen) ähnliche Punkte wie die meinen an. Was er die „Selbstmordstrategie“ nennt, beinhaltet, dass ein Führer denkt: „Ich werde einen Krieg anfangen, den ich nicht gewinnen kann, um eine Situation zu schaffen, in der die andere Seite meine Infrastruktur zerstört und mein Volk tötet. Dann werde ich militärisch verlieren, aber die Schlacht gewinnen. Wie?“ Rubin listet dann drei Elemente auf:

  • Ich tötet ein paar Leute der anderen Seite und füge ihr etwas Schaden zu. Da sie schwächer und weniger mutig sind als ich, werden sie aufgeben. Je länger der Krieg dauert, desto wahrscheinlicher werden sie nach einer Ausstiegsmöglichkeit suchen, selbst wenn dazu gehört, dass sie viele Zugeständnisse zu machen. Terrorismus gegen ihre Zivilisten einzusetzen verstärkt diese Taktik.
  • Mit dem Leiden und der Vergrößerung des Leidens durch Nutzung allgemein verständnisvoller westlicher Medien werde ich dafür sorgen, dass die andere Seite Mitleid mit mir hat und sich gegen die eigenen Führungspolitiker stellt, die dann als herrisch, blutrünstig und imperialistisch hingestellt werden.
  • Das Gespenst von Krieg, Leiden und besonders zivilen Opfern wird die „internationale Gemeinschaft“ dazu bringen Druck auf meine Gegner auszuüben, damit sie klein beigeben, den Kampf beenden (selbst wenn ich ihn auf niedrigerer Ebene weiterführe), mich überleben lassen und mir Vorteile verschaffen.

Während diese Strategie „oft gegen westliche Gegner oder Israel funktioniert hat“, vermerkt Rubin, „wird sie gegen andere Araber oder den Iran nicht funktionieren, denn für diesen Kräfte könnte nichts gleichgültiger sein als wie viel Schaden und wie viele zivile Opfer sie verursachen“.

Feiern eines vorgetäuschten Hamas-Sieges

November 2012: Die Israelischen Verteidigungskräfte mögen viele der Hamas-Führer exekutiert, ihre Infrastruktur zerschlagen und den Gazastreifen ins Schwanken gebracht haben, aber – wie man es von ihr kennt – hat die Hamas am Tag nach Inkrafttreten eines Waffenstillstands einen Feiertag ausgerufen. Nicht nur das, sondern sie hat den 22. November zu einem Tag erklärt, der fortan jedes begangen werden soll: „Wir fordern jedermann auf zu feiern, Familien von Märtyrern, die Verwundeten und die, die Häuser verloren haben zu besuchen.“ Die Feierei war derart ernst, dass ein Mensch von Schüssen in die Luft getötet und drei verletzt wurden.

Der offizielle Fatah-Vertreter Bassam Zakrneh fordert auf seiner Facebookseite: „Meine Brüder, wenn der Tod von 163 Märtyrern, einschließlich des Führers Ahmed Jabari, mit Tausenden Verletzten und der Zerstörung aller [Regierungs-] Institutionen als Sieg betrachtet wird, was um Gottes Willen ist dann eine Niederlage?“

  1. Juli 2014: Ich betrachte dieses Thema einmal mehr in „Warum will die Hamas Krieg?“ Der Schlüsselabschnitt:

Die Hamas-Führer agieren recht rational. Regelmäßig (2006, 2008, 2012) entscheiden sie sich Krieg gegen Israel zu führen, im vollen Bewusstsein, dass sie diesen auf dem militärischen Schlachtfeld verlieren, aber in der Erwartung, dass sie auf der politischen Ebene gewinnen werden. Israelische Führungspolitiker nehmen umgekehrt an, dass sie militärisch gewinnen, aber politisch eine Niederlage einstecken werden – schlechte Presse, Resolutionen der Vereinten Nationen und so weiter.

11. September 2014: Der ägyptische Analytiker Abdel-Moneim Said nimmt dieses Thema in „Victory and defeat“ (Sieg und Niederlage) auf. Er beginnt mit der Erinnerung an seine Zeit bei einer Studentenzeitung nach dem furchtbaren ägyptischen Verlust im Sechstage-Krieg: „Zu meiner großen Überraschung stellte ich fest, dass eine ganze Menge meiner Kollegen bei dieser Zeitung glaubten, wir hätten den Krieg von 1967 gewonnen!“ Wie konnte das sein?

Die Logik sah so aus: Der Zweck der israelisch-amerikanischen Aggression bestand darin den ruhmreichen Präsidenten und das sozialistische System in Ägypten zu stürzen, da aber der Präsident immer noch an der Macht ist, nachdem das Volk ihn mit Massendemonstrationen unterstützte und seiner weisen Führung am 9. und 1. Juni und angesichts dessen, dass das sozialistische System immer noch bestand, hatte der Feind seine Ziele nicht erreicht. Also hatten wir gewonnen!“

Leider, fährt er fort, „blieb die oben beschriebene allgemeine Linie unverändert und viele arabische Revolutionskräfte nutzen sie weiterhin“. Said bietet liefert Beispiele:

Nach dem Krieg zur Befreiung von Kuwait entschied der irakische Präsident Saddam Hussein, er habe „die Mutter aller Schlachten“ gewonnen. Immerhin bestand das Ziel des Krieges darin ihn und sein Regime zu stürzen. Da er und sein Regime immer noch da waren, waren er und sein Regime siegereich [aus dem Krieg] hervorgegangen. …

Scheik Hassan Nasrallah wandte dieselbe Logik auf den Krieg zwischen dem Libanon und Israel im Sommer 2006 an. Solange er persönlich und seine Gruppe Hisbollah überlebten, konnte er uneingeschränkten Krieg geltend machen.

Selbst Präsident Bashar al-Assad glaubt, er könne sich zum Sieger erklären, bevor die Schlacht auch nur zu Ende ist. Befindet er nicht immer noch mit seiner Partei, seiner Clique und seinem Clan dort im Herzen Syriens?

Dann wendet er diese Logik auf die Kämpfe vom Juli/August 2014 zwischen der Hamas und Israel an:

Wenn eine Seite 2.100 Tote hat, tausende weitere Verletzte, ein Großteil ihrer zivilen Infrastruktur und ihre Tunnel zerstört werden und ein beträchtlicher Teil ihrer militärischen Kapazitäten dezimiert werden, weil die qualifizierten Kommandeure dafür getötet wurden, während die andere Seite 72 Tote und zwei Verwundete als Verluste hat und bei den Störungen durch Hunderte, die von Zeit zu Zeit in Bunkern Zuflucht suchen mussten, dann können die Ergebnisse des jüngsten Kriegs im Gazastreifen kaum als palästinensischer Sieg gutgeschrieben werdne. Dennoch haben Hamasführer In Übereinstimmung mit der erwähnten Logik ihren Sieg proklamiert.

Es herrscht die Meinung, dass das israelische Ziel war die Hamas zu eliminieren und das Schießen von Flugkörpern zu beenden. Daher sollten die Palästinenser, solange sowohl die Hamas als auch die Flugkörper weiter existieren, angesichts dieses dröhnenden Sieges jubeln. Natürlich zog niemand auch nur ein einziges palästinensisches Ziel in Betracht, das mit der Befreiung der besetzten Gebiete (wofür, sollte man annehmen, es Waffen, Flugkörper und Tunnel gibt) zu tun hat. Die Frage, ob die Schlacht der Befreiung auch nur eines einzigen Quadratmeters des besetzten Landes gewonnen wurde, ist nicht aufgebracht worden.

Wir feierten den Sieg, weil der Feind es nicht schaffte seine Ziele zu erreichen, wie wir sie definiert haben. Was unsere Ziele angeht, wurde es von Anfang an als selbstverständlich angesehen, dass sie nicht in unserer Gleichungen von Krieg und Frieden eingehen würden.

„50 Jahre Besatzung palästinensischen Territoriums?“

Elder of Ziyon, 29. Mai 2017

Dieser von William Booth von der Washington Post geschriebene Artikel ist nur einer von vielen, die diese Woche in Varianten desselben Themas veröffentlicht wurde:

Die israelische Besatzung palästinensischen Territoriums der Westbank und des Gazastreifens begann im Juni vor 50 Jahren.

Wann wurden Judäa und Samaria als „Palästinensergebiete“ bekannt?

Bestimmt nicht 1967. Nachrichtenartikel verweisen auf die Westbank regelmäßig (fälschlich) als „israelisch besetztes jordanisches Gebiet“, mindestens noch das Jahr 1968 hindurch.

Die New York Times fuhr bis in die 1970-er Jahre hinein fort Judäa und Samaria als „besetztes Jordanien“ zu bezeichnen:

Und hier im Jahr 1976:

TEL AVIV, 2. August – Israelische Streitkräfte verhinderten einen Versuch von mehr als 50 jüdischen Militanten bei Jericho in besetztem jordanischen Territorium heute eine nicht genehmigte Siedlung zu errichten.

Langsam verwandelte sich Judäa und Samaria von JORDANIEN einfach in die „Westbank“, ein neues politisches Gebilde, das zuvor nie existierte, wie in diesem Artikel von 1977 – der immer noch „Westbank von Jordanien“ erklären musste, weil der Begriff „Westbank“ damals noch immer nicht allgegenwärt genug war, als dass man ihn verstand.

Wollen die (Jerusalemer) Araber lieber Israelis sein oder Palästinenser? (1/3)

Es wird immer als selbstverständlich vorausgesetzt, dass die Araber unter israelischer Herrschaft sich als Palästinenser verstehen und deshalb auch unbedingt unter palästinensischer Herrschaft leben wollen, nicht unter israelischer.
Yaacov Lozowick und Elder of Ziyon haben anderes festgestellt. Sie formulieren das noch eher vorsichtig. Und auch Lila hat in ihrem Blog Alltagserfahrungen geschildert, die zeigen, dass Araber in Israel in der Mehrheit wohl eher keine Fünfte Kolonne sind.

Ziehen die Palästinenser von Jerusalem es vor Israelis zu sein?

Yaacov Lozowick, 13. Januar 2011

1949, als Israels Unabhängigkeitskrieg gerade erst gewonnen war, gab es unter seinen Staatsbürgern rund 100.000 Araber. Damals nannte fast niemand sie Palästinenser, nicht einmal sie selbst. Bis dahin waren Sie Untertanen des britischen Mandats. Jetzt waren sie Staatsbürger Israels und niemand wusste wirklich, was das bedeutete. Im Verlauf der nächsten 15 Jahre z.B. lebten viele von ihnen, anders als die jüdischen Bürger, unter Militärverwaltung. Gleichzeitig investierte der Staat Israel beträchtliche Gelder und Anstrengungen, um sicherzustellen, dass alle ihre Kinder zur Schule gingen, was vorher niemand gemacht hatte. (Ich habe darüber hier ein wenig geschrieben.) Das war eine komplizierte Geschichte mit vielen Grautönen.

Dann kam 1967 plötzlich ein neuer und unerwarteter Aspekt hinzu. Nach 19 Jahren fast totaler Trennung von den Arabern der Westbank, die bloß eine oder zwei Meilen entfernt wohnten, war die Trennung plötzlich vorbei. Es gab keine Grenzen zwischen Bartaa und Diab, Bakaa und Bakka el-Sharkiya, Jaat und Zeita, Taibe und Far’un, ganz zu schweigen von Beit Safafa und Beit Safafa. Und doch war die Trennung nicht wirklich weg. Zu jedermanns Überraschung hatte 19 Jahre Israelis zu sein und 19 Jahre Jordanier zu sein eine tiefe Kluft geschaffen und jeder sah sie. (Direkt am Gazastreifen gab es keine israelisch-arabischen Dörfer.)

Ich bin kein Forscher zu dieser Frage, aber mein Eindruck ist der, dass im Verlauf der Zeit, in der die israelische Besatzung der Westbank sich in Jahre und Jahrzehnte verlängerte, einige der Unterscheidungsmerkmale verwischt wurden. Viele aber nicht. Als Israel dann 2002 begann die Sperre zu bauen, schwand auch die Verwischung. Da war der berühmte Fall des Bürgermeisters von Um El-Fahm, der größten arabischen Stadt entlang der Grünen Linie, der öffentlich erleichtert durchatmete, als der Zaun entlang seiner Stadt entstand: Endlich werden die israelischen Juden wissen, dass wir nicht in der Westbank sind und sie werden am Wochenende in unsere Geschäfte und Restaurants zurückkehren; wir werden in der Lage sein das Projekt der Integration nach Israel fortzuführen, ohne die Verwechslung mit den Leuten der Westbank (gut 3 km südlich von seiner Stadt).

Eine der umstrittensten Äußerungen, die Avigdor Lieberman immer wieder macht, besteht in der Erklärung, dass Israel, wenn die Zeit für zwei Staaten tatsächlich endlich kommt, darauf bestehen muss, all diese von mir erwähnten arabischen Städte als palästinensisch zu definieren, nicht als israelisch, da ihre Bewohner ethnisch Palästinenser sind und in Palästina leben sollten. Nichts lässt sie wütender werden.

Das ist der Hintergrund für diese Story über die Stadt A-Taibeh, Heimat des Zuabi-Clans und ihrer berühmtesten Tochter, der Knesset-Abgeordneten Hanin Zuabi, die wahrscheinlich die lautstärkste der antiisraelischen Stimmen der palästinensischen Abgeordneten ist. Offensichtlich wird sie in ihrer Heimatstadt überhaupt nicht geschätzt, in der jedermann den Prozess Israelis zu werden, die Juden nicht zu verärgern, voranbringen will. Die Story widerspricht allem, das man erwarten würde, sollte es aber nicht. Gehen Sie heutzutage durch Galiläa und Sie finden dort auf vielen Ebenen viele Zeichen, dass die örtlichen Araber sich ethnisch als Palästinenser identifizieren (was sie vielleicht auch nicht tun), doch es ist ihnen sehr ernst damit Israelis zu sein. Und ihre jüdischen Nachbarn, rabiate Rabbiner oder keine rabiaten Rabbiner, erwidern das zum größten Teil. Wir sind zwar noch nicht in Utopia angekommen und werden das eine Weile lang auch nicht schaffen, aber der Verlauf ist positiv. (Darüber habe ich z.B. hier geschrieben.)

Dann gibt es da den Fall von Beit Safafa. Dieses kleine arabische Dorf südlich von Jerusalem wurde 1949 durch die Grüne Linie geteilt. Die nördliche Hälfte des Dorfes lag in Israel und wurde Teil Jerusalems. Die südliche Hälfte lag in Jordanien. Dann, 1967, wurde die südliche Hälfte ebenfalls nach Jerusalem und Israel eingegliedert, so wie es mit Diab, Bakaa el-Sharkiya und Zeita nicht geschah. Ein palästinensischer Freund besteht darauf, dass als Ergebnis jetzt das gesamte Viertel das israelischste aller Ostjerusalemer Viertel ist. 43 Jahre Teil Israels zu sein hat die von diesen 19 Jahren nicht in Israel zu sein geschaffene Kluft ausgelöscht.

Die entscheidende Frage ist, ob dasselbe im Rest Ostjerusalems geschehen würde. Was geschieht mit den Palästinensern, die 35 Jahre mit den Rechten und Nutzen lebten Israelis zu sein und dann 2003/4 physisch von der Westbank abgetrennt wurden? Denn das geschieht in Ostjerusalem. Die 270.000 Palästinenser sind von der Westbank auf der Ebene des Alltagslebens abgeschnitten (wenn ihnen auch erlaubt ist nach Gutdünken dorthin zu reisen). Sie haben israelische Freiheiten, israelische Gesundheitsversorgung, israelische soziale Absicherung. Wirtschaftlich befinden sie sich eher am unteren Ende des israelischen Lebensstandards (außer denjenigen, denen es gut geht), aber der ist beträchtlich besser als der in der Westbank und die Möglichkeiten der Verbesserung sind signifikant. Sie können überall innerhalb Israels leben, sollten sie sich dazu entscheiden. Diese praktische Abtrennung von der Westbank ist rund 60 Jahre alt. Wie lange wird es dauern, dasselbe Ergebnis zu erzielen, wie die 19-jährige Trennung damals von 1948 bis 1967?

Die gestern vorgelegte Pechter-Umfrage legt nahe, dass der Prozess bereits gut vorangekommen ist. Eine Mehrheit der Palästinenser Ostjerusalems will israelisch bleiben. Haaretz fasst die Ergebnisse hier zusammen. Der vollständige Bericht ist hier und eine darauf basierende Präsentation befindet sich hier. Und beachten Sie – da der Bericht selbst das nicht tut – dass die Zahlen derer, die es vorziehen in Israel zu bleiben, noch höher liegen als die genannten, da die Viertel Schuafat und Kfar Akeb nicht wirklich zählen, denn sie befinden sich außerhalb der Barriere und nicht wirklich in Jerusalem. Kfar Akeb ist in der Praxis schlicht das südlichste Viertel von Ramallah.

Ich spekuliere: Was geschieht, wenn irgendwann in der näheren Zukunft – sagen wir in zehn Jahren, was in der Geschichte Jerusalems gerade mal ein Herzschlag ist – eine klare Mehrheit der Araber Jerusalems aktiv Israelis bleiben wollen und es, wie die Araber von A-Taibeh, ablehnen die Möglichkeit in Betracht zu ziehen Staatsbürger Palästinas zu werden? Was dann? Fragt sie irgendwer nach ihrer Meinung oder besteht der Rest der Welt darauf, dass Frieden nur zu haben ist, indem Jerusalem geteilt wird? Ich frage, weil wir, so weit ich sehen kann, ziemlich weit auf dem Weg in diese Situation gekommen sind und ihr ständig näher kommen.