Die Schlacht von Tours: Als der Westen dem Islam „mannhaft Widerstand leistete“

Raymond Ibrahim, 10. Oktober 2020

Am 10. Oktober 732 rettete eine gewaltige Schlacht Westeuropa davor islamisch zu werden.

Genau hundert Jahre nach dem Tod des Propheten des Islam, Mohammed, im Jahr 632 – ein Jahrhundert, das die Eroberung tausender Quadratkilometer ehemals christlicher Länder erlebte, darunter Syrien, Ägypten, Nordafrika und Spanien – befand sich der Krummsäbel des Islam 732 im Herzen Europas und stand der stärksten Militärmacht des Kontinents gegenüber, den Franken.

Nachdem die muslimischen Horden, die Berichten zufolge 80.000 Mann zählen sollten, den Großteil des südwestlichen Frankreich verheert hatten, trafen sie am 10. Oktober irgendwo zwischen Poitiers und Tours auf 30.000 fränkische Infanteristen unter der Führung von Karl Martell. Ein anonymer arabischer Chronist des Mittelalters beschrieb die Schlacht wie folgt:

Nahe des Flusses Owar [Loire] wurden die beiden großen Heerscharen der zwei Sprachen [Arabisch und Latein] und der beiden Glaubensbekenntnisse [Islam und Christentum] gegeneinander aufgestellt. Die Herzen von Abd al-Rahman, seinen Hauptleuten und seine Männer waren voller Zorn und Stolz und sie waren die ersten, die den Kampf begannen. Die muslimischen Reiter stürmten heftig und oft vorwärts gegen die Bataillone der Franken, die mannhaft Widerstand leisteten; bis die Sonne unterging fielen viele auf beiden Seiten.

Der Angriff der Muslime bestand komplett aus überstürztem Anstürmen und erwies sich als ineffektiv, denn „die Männer des Nordens standen als bewegungslose Mauer, sie waren wie ein Eisgürtel zusammengefroren und waren nicht aufzulösen, während sie die Araber mit dem Schwert erschlugen. Die Austrasier [Ostfranken], riesig an Leib und mit eiserner Hand, schlugen im heftigen Kampf mutig zu“, schreibt ein Chronist. Die Franken weigerten sich die Reihen aufbrechen zu lassen und aufeinander folgende Reiter durch die Lücken zu galoppieren zu lassen, worauf die arabische Kavallerietaktik sich verließ. Stattdessen festigten sie ihre Reihen und „in einem Band um ihren Häuptling [Karl] aufgezogen trugen die Männer der Austrasier alles vor sich aus. Ihre unermüdlichen Hände trieben ihre Schwerter auf die Brüste [des Feindes] hinab.“

Der Militärhistoriker Victor Davis Hanson bietet eine praktischere Sicht:

Wenn die Quellen von „einer Mauer“ sprechen, einer „Eismasse“ und „unbeweglichen Reihen“ Infanteristen, sollten wir uns ein buchstäbliches menschliches Bollwerk vorstellen, fast unverwundbar, mit geschlossenen Schilden vor gepanzerten Körpern, die Waffen ausgestreckt, um die Unterleiber eines jeden islamischen Reiters zu treffen, der dumm genug war im Galopp die Franken zu treffen.

Wie erwartet war die Schlacht ein bewunderungswürdiges Durcheinander: „Muslime ritten in großen Gruppen los, schlugen auf die unbeholfeneren Franken ein und ritten dann fort, während die feindlichen Linien vorrückten.“

In Reaktion „stieß jeder fränkische Soldat, das Schild erhoben, seinen Speer entweder in das Bein oder das Gesicht des Reiters und die Flanke seines Pferdes, dann schlitzte und stach er mit seinem Schwert zu, um den Reiter niederzustrecken, während er gleichzeitig sein Schild – die schwere eiserne Beule in seiner Mitte eine eigene beeindruckende Waffe – gegen das entblößte Fleisch rammte. Allmahlich rückten die Franken als Masse vor, um dann weiter auf die gefallenen Reiter zu ihren Füßen einzutreten und sie zu erstechen – wobei sie immer engen Kontakt miteinander hielten.“

Einmal umzingelten Allahs Krieger Karl und hatten ihn in der Falle, aber „er kämpfte so erbittert, wie die hungrigen Wölfe, die über einen Hirschen herfallen. Durch die Gnade unseres Herrn richtete er ein großes Gemetzel bei den Feinden des christlichen Glaubens an“, schreibt der Chronist Denis. „Da wurde er erstmals ‚Martell‘ genannt, denn wie ein eiserner Hammer, aus Stahl und jedem anderen Metall schlug er auf alle seine Feinde in der Schlacht ein und schlug sie.“

Als die Nacht über das Feld des Gemetzels hereinbrach, lösten die beiden blutig geschlagenen Armeen sich von einander und zogen sich in ihre Lager zurück. Im Morgengrauen bereiteten die Franken sich auf die Fortsetzung der Schlacht vor, mussten aber entdecken, dass die Muslime im Schutz der Dunkelheit geflohen waren. Ihr Herr, Abdul, war im Kampf am Tag zuvor getötet worden und die Berber – von seiner Knute befreit und nachdem sie den fränkischen Eifer gekostet hatten – zogen offensichtlich das Leben und etwas Beute dem Märtyrertum vor. Sie flohen alle zurück nach Süden – wobei sie weiter alles plünderten, brandschatzten und versklavten, was ihnen begegnete. Im Bewusstsein, dass seine Stärke in seiner „Eismauer“ lag, verfolgte Karl sie nicht.

Die Folgen „war, wie bei allen Kämpfen der Kavallerie, ein blutiges Chaos, übersät mit tausenden verwundeter oder sterbender Pferde, aufgegebener Beute und toten und verwundeten Arabern. Wenige der Verwundeten wurden gefangen genommen – angesichts ihrer bisherigen Geschichte aus Mord und Brandschatzung.“ Die ältesten Quellen führen astronomische Zahlen getöteter Muslime an, bei nur einem Bruchteil getöteter Franken. Wie auch immer die wahren Zahlen aussehen, in dieser Schlacht fielen beträchtlich weniger Franken als Muslime. Selbst arabische Chronisten verweisen auf das Gefecht als den „Bodenbelag der Märtyrer“, was nahe legt, dass der Boden mit muslimischen Leichen übersät war.“

„Die freudige Botschaft wurde bald in der katholischen Welt verbreitet“ und die überlebenden Chroniken der Zeit – einschließlich der erwähnten und anonymen Araber – stellen diesen Sieg als gewaltig, wenn nicht gar apokalyptisch dar. Tatsächlich ist Tours von all den vielen Schlachten zwischen dem Islam und dem Christentum seit Beginn der zeitgenössischen Chroniken bis in die Moderne eine der, wenn nicht die meist gefeierte des Westens. Denn obwohl das Mittelmeer verloren war und obwohl Überfälle auf die europäische Küste zu einem festen Bestandteil wurden, wurde der Islam auf die iberische Halbinsel beschränkt, wodurch das westliche Europa sich organisch entwickeln konnte.

Aus genau diesem Grund haben führende westliche Historiker wie Godefroid Kurth (gest. 1916) bis weit ins 20. Jahrhundert Tours weiter als „eines der größten Ereignisse in der Weltgeschichte“ betrachtet, „da davon die Frage abhing, ob die christliche Zivilisation weiter bestehen würde oder der Islam in ganz Europa die Vorherrschaft erringt.“

Historische Zitate in diesem Artikel wurden dem Buch Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West des Autoren entnommen.

Als israelische Bürger Panzer für die IDF kauften

1955 beschloss die israelische Regierung inmitten von Gerüchten über einen Waffenhandel zwischen der Tschechoslowakei und Ägypten, einmal mehr den vertrauten israelischen Pioniergeist und Kameradschaft einzusetzen und einen unkonventionellen Appell an seine Bürger zu richten.

Chen Malul, the Librarians, 31. Januar 2018

Sobald die Führung des Staates Israel 1955 vom gigantischen Waffenhandel zwischen der Tschechoslowakei und Ägypten erfuhr, beeilte sie sich nach Ressourcen zu suchen, die neue Waffen finanzieren würden.

Bilder wie diese: Ein junges Land (kaum 7 Jahre alt), das mutig kämpft, um sich auf der internationalen Bühne zu etablieren, während es gleichzeitig enorme Wellen an Immigranten eingliedert, die seine Bevölkerung mehr als verdoppelt und die öden Wüstenstriche zu entwickeln, die es in ihm gibt.

Zusätzlich versuchte Israel andere Länder zu überzeugen warme Beziehungen zu ihm aufzunehmen und den jungen Staat als neuen strategischen Verbündeten anzunehmen.

Wenn Ihnen das den Kopf nicht schon schwirren lässt, bedenken Sie, wie man sich fühlt, wenn man hört, dass ein riesiger Waffenhandel zwischen einem feindlichen Nachbarn und einem ehemaligen Partner unterzeichnet wurde, der dir während des Unabhängigkeitskriegs beträchtlich geholfen hat. Und übrigens: Dieser Nachbar gibt gelegentlich Furcht einflößende Drohung zu deiner Zukunft von sich.

„Eine nationale Kundgebung angesichts des feindlichen Komplotts“ in Tel Aviv-Jaffa – ein Spendenplakat für den Verteidigungsfonds.

Das ist genau die Situation, in der sich der brandneue Staat Israel im März 1955 wiederfand, als seine Führungskräfte den enormen Waffenhandel entdeckten, den Ägypten mit der Tschechoslowakei abgeschlossen hatte. „Die zweite Runde“, die die arabischen Länder Israel nach dessen Sieg im Unabhängigkeitskrieg versprochen hatten, wurde von einer Drohung zu einem Versprechen.

Das oben war der Hintergrund der Entscheidung der israelischen Regierung, wieder einmal den berühmten israelischen Pioniergeist und Kameradschaft einzusetzen und den unkonventionellen Appell an seine Bürger: Helft uns neue und hochwertige Ausrüstung für die IDF zu kaufen.

Die Zeit ist knapp, spendet schnell für den Verteidigungsfonds! Ein Plakat der Shamir Brothers Collection.

Diese Graswurzel-Operation bekam den Namen „Keren Magen“ [Verteidigungsfonds]. Dutzende Plakate und Aushänge wurden im ganzen Land verteilt. Der Dichter Haim Hefer schrieb für den Nachal-Chor das angemessen benannte Lied „Totachim Bimkomk Garbaim“ [Kanonen statt Socken].

Spendet schnell an den Verteidigungsfonds. Ein Plakat der Sammlung der Stadtverwaltung Tel Aviv.

Zwischen Herbst 1955 und Frühjahr 1956 spendete die israelische Öffentlichkeit massenhaft: Die Stadt Netanya sammelte von ihren Bürgern Geld für ein Kampfflugzeug, das „Netanya 1“ heißen sollte, die Stadt Haifa finanzierte mit den Spenden ihrer Einwohner einen Flotte Torpedoboote und Ramat Gan beschloss ein Frachtflugzeug und 100 Fallschirme für das Bataillon 890 zu kaufen.

Nein, Sie sehen keine feindlichen Zivilisten, die Waffen der IDF beschlagnahmen, sondern eine Militärparade auf der King George Street in Jerusalem zur Unterstützung des „Verteidigungsfonds“. Fotos aus der Sammlung Eddie Hirschbein in der Nationalbibliothek.

Nicht nur Städte spendeten für die Kaufanstrengungen: Die Berufssoldaten spendeten aus ihrem Sold für den Kauf zweier Flugzeuge, die Nationale Kibbuz-Bewegung und die Bewegung Shomer HaZair kauften zusammen zwei Kampfflugzeuge. Die Arbeitergewerkschaft sorgte für den Kauf eines Flugzeugs. Selbst kommerzielle Firmen schlossen sich den Bemühungen an: die Discount-Bank und Bank HaPoalim kauften jeweils einen Panzer.

Wir alle sind vereint für den Verteidigungsfonds. Ein Plakat aus der Sammlung der Stadt Tel Aviv.

Im ganzen Land schlossen sich Lehrer, Arbeiter, Kinder, Moschawim und Kibbuzim, Schüler und Studenten den Anstrengungen an und eigentlich spendete das gesamte jüdische Volk Geld, Ausrüstung und manchmal sogar Schmuck und andere Wertsachen. Im Geist der Rekrutierung und der Zeiten rief die Frau des Präsidenten, Rachel Yanait Ben Zvi, Hinterbliebenenfamilien von Unabhängigkeitskrieg getöteten Soldaten auf ihre Entschädigungszahlungen im Gedenken an ihre Lieben dem „Verteidigungsfonds“ zu spenden.

Waffen für den IDF-Verteidigungsfonds. Ein Plakat aus der Sammlung der Stadt Tel Aviv.
„Einwohner von Netanya! Spendet für das Flugzeug „Netanya 1“. Ein Plakat aus der Sammlung Ephemera der Nationalbibliothek.

 

Das größte Beispiel für muslimische Täuschung (taqiyya) in der Geschichte des Westens

Raymond Ibrahim, 9. Oktober 2020

Sultan bin Muhammad al-Qasimi

Vor kurzem erfuhren wir, dass Scheik Dr. Sultan bin Muhammad al-Qasimi, Mitglied des Obersten Rats der VAE und Herrscher von Scharjah, die Umgestaltung der Kathedrale von Cordoba zurück zur Moschee von Cordoba, weil Spaniens Christen „sie nicht verdienen“.

Was uns nicht gesagt wurde, ist das, was ihn veranlasste das zu sagen – der hochwichtige Zusammenhang dieser Forderung – nämlich sein neues Buch Die Inquisition (arabisches Original hier). Al-Qasimi will damit zeigen, wie die spanische Inquisition Muslime missbrauchte; offensichtlich glaubt er, das sei ein starkes Argument dafür, dass Spanien die Kathedrale in eine Moschee verwandelt, als eine Art von „Wiedergutmachung“.

Während einer arabischsprachigen Satellitensendung mit Diskussion seines neuen Buches sagte er (Übersetzung):

So Allah will, wird dieses Buch etwas bewirken; und hier fordern wir zumindest die Rückgabe der Moschee von Cordoba an uns. Ich habe das früher schon gefordert und sie informierten mich, dass die Stadt sie der Kirche gegeben hat. Also sagte ich ihnen: „Derjenige, der nicht besitzt, gab demjenigen, der nicht verdient.“ Denn das ist unser Besitz als Muslime; darüber hinaus ist ihre Rückgabe leicht und nahe bevorstehend, so Allah will.

Mit anderen Worten und weil sein Buch argumentiert, dass Spanien extrem mit seinen Muslimen umging – einschließlich der erzwungenen Bekehrung zum Christentum gegen ihren Willen – ist das Mindeste, was es jetzt tun kann die Kathedrale an den Islam fallen zu lassen.

Der Scheik ignoriert aber nicht nur die Tatsache, dass „die Moschee [von Cordoba] nicht nur auf einer christlichen Stätte gebaut wurde, sondern auch unter Verwendung der Materialien des im neunten Jahrhundert zerstörten christlichen Gebäudes aus dem sechsten Jahrhundert“, genauso ignoriert er, warum Spanien die Muslime überhaupt erst einer Inquisition unterzog.

1492 ging die Reconquista mit der Kapitulation Granadas zu Ende. Statt nach Nordafrika zu abzuwandern – woher die meisten ihrer jihadistischen Verbündeten, nämlich die Almoraviden und die Almohaden stammten – entschieden sich die fast eine halbe Million Muslime der Bevölkerung im Land zu bleiben. Ihnen wurden anfangs milde Konditionen gewährt, einschließlich des Rechts ins Ausland zu reisen und den Islam friedlich auszuüben. Allerdings begannen sie, wann immer sich die Gelegenheit bot, viele schwer niederzuschlagende Aufstände – von denen mehrere „die Steinigung, Zerstückelung, Enthauptung, das Pfählen und Verbrennen von Christen bei lebendigem Leib“ beinhalteten – und regelmäßig mit muslimischen Mächten aus dem Ausland (z.B. den osmanischen Türken) konspirierten, um Spanien wieder dem Islam zu unterwerfen.

Ein letzter „muslimischer Aufstand im Jahr 1499 und die Niederschlagung dieser Revolte 1501 führte zu einem Edikt, dass Muslime zum Christentum übertreten oder die Halbinsel verlassen müssen“. Anders als im gängigen Volksglauben war die Motivation dafür weniger religiöser, sondern vielmehr politischer Natur; es ging weniger darum Muslime zu „guten Christen“ zu machen, sondern darum sie zu „guten Bürgern“ zu machen. Solange sie Muslime bleiben, womit sie unter der höchst kontroversen Doktrin von „Loyalität und Feindschaft“ agierten, würden sie dem christlichen Spanien gegenüber feindlich gesinnt und abtrünnig bleiben; und weil Säkularismus, Atheismus, Multikulturalismus oder einfach allgemein „Wokeness“ damals keine Optionen waren, bestand der einzige praktische Weg darin, dass Muslime ihren Tribalismus ablegen und in einem christlichen Königreich voll partizipieren konnten, den Glauben anzunehmen.

Unter solchen Umständen ist die Scharia klar: Muslime sollten versuchen auszuwandern. Aber es hat immer eine wichtige Mahnung gegeben: Wann immer Muslime sich unter der Obrigkeit von Ungläubigen wiederfinden, können sie fast alles sagen und tun – Mohammed anprangern, sich taufen lassen und die Kommunion empfangen, das Kreuz ehren, alles, was dem Islam Anathema ist – solange ihre Herzen dem Islam treu bleiben.

So sieht die Doktrin der taqiyya aus, die traditionell den Modus Operandi des Islam unter nichtmuslimischer Obrigkeit festlegt. Noch vor der Reconquista in Spanien „hatten sunnitische Muslime die taqiyya ins Feld geführt, um Verheimlichung unter christlicher Herrschaft in anderen Zeiten und Regionen zu rechtfertigen, darunter Sizilien nach der Eroberung durch die Normannen 1061 bis 1091 und die byzantinischen Märsche“. Daher überrascht es nicht, dass taqiyya den Islam im Spanien nach der Reconquista definierte; eine Obrigkeit verwies auf eine Fatwa von 1504, die die muslimischen Untertanen Spaniens drängt taqiyya als „theologisches Schlüsselelement für das Studium des spanischen Islam“ anzuwenden.

Sobald das Edikt zu Übertritt oder Auswanderung erschien, nahm fast die gesamte Bevölkerung Granadas – hunderttausende Muslime – offen das Christentum an, blieben aber Krypto-Muslime. Öffentlich gingen sie zur Kirche und tauften ihre Kinder; Zuhause rezitierten sie den Koran, predigten unvergänglichen Hass auf die Ungläubigen und ihre Verpflichtung al-Andalus zu befreien.

Dass diese „Moriscos“ (Maurenchristen) – heißt: selbsterklärte muslimische Konvertiten zum Christentum, die weiterhin „maurisch“ oder islamisch waren – alles unternahmen, um ihre Täuschung unterzuschieben, ist nicht zu bezweifeln, wie ein Historiker erklärte:

Damit ein Morisco als guter Christ durchging, brauchte es mehr als eine einfache Aussage diesbezüglich. Es benötigte eine anhaltende Ausübung mit hunderten einzelner Äußerungen und Handlungen unterschiedlicher Art, von denen viele vielleicht wenig per se mit Ausdrücken des Glaubens oder Ritualen zu tun hatten. Verstellung [taqiyya] war eine institutionalisierte Praxis Morisco-Gemeinschaften, zu der reguläre Verhaltensmuster von einer Generation zur nächsten weitergegeben wurden.

Trotz dieser aufwändigen Maskerade bekamen die Christen das zunehmend mit: „Mit der Erlaubnis und dem Freibrief, den ihre verhasste Sekte ihnen erteilte“, merkte ein frustrierter Spanier an, „konnten sie äußerlich und ohne zu sündigen jede Religion vortäuschen, solange sie ihre Herzen trotzdem ihrem falschen Blender von Propheten widmeten. Wir sahen so viele von ihnen, die starben, während sie das Kreuz anbeteten und gut von unserer katholischen Religion sprachen, die aber im Innern ausgezeichnete Muslime waren.“

Christen versuchten anfangs mit den Moriscos zu diskutieren; sie erinnerten sie daran, wie sie überhaupt erst zu Muslimen wurden: „Euer Vorfahr war Christ, obwohl er sich zum Muslim machte“, um der Verfolgung zu entgehen oder seinen sozialen Status zu verbessern; also „musst du jetzt Christ werden“. Als das scheiterte, wurden Korane beschlagnahmt und verbrannt; dann wurde Arabisch, die Sprache des Islam, verboten. Als auch das fehlschlug, wurden extremere Maßnahmen getroffen; das ging so weit, dass ein Morisco „nicht einmal ein Messer besitzen durfte, das keine abgerundete Spitze hat, damit er damit keinen Christen verletzt“.

Ein muslimischer Chronist fasst diese Zeiten so zusammen: „Muslime, die noch in Andalus verblieben, waren zwar der Erscheinung nach Christen, aber nicht in ihren Herzen; denn heimlich verehrten sie Allah…. Die Christen überwachten sie mit höchster Wachsamkeit und viele wurden entdeckt und verbrannt.“

So sahen die Ursprünge der spanischen Inquisition aus (die sich entgegen der landläufigen Meinung viel stärker gegen Muslime als gegen Juden richtete). Denn egal, wie viele Moriscos „das Erscheinungsbild einer absolut friedlichen Unterwerfung darboten“, schrieb ein Historiker des 19. Jahrhunderts, „so blieben sie dennoch fundamentale Muselmanen, die nach einer günstigen Gelegenheit Ausschau hielten und geduldig auf die Stunde der Rache warteten, die von ihren Prophetien versprochen war.“

Als dann 1568 ein Gerücht aufkam, dass die osmanischen Türken endlich gekommen seien, sie zu befreien, drehten die vormals „moderaten“ Muslime bei Granada „im Glauben, die Tage unter christlicher Herrschaft seien vorbei, durch. Im ganzen Land wurden Priester angegriffen, verstümmelt oder ermordet; einige wurden bei lebendigem Leibe verbrannt; einer wurde in ein Schwein eingenäht und gegrillt; die schönen christlichen Mädchen wurden emsig vergewaltigt, einige fortgeschafft, um in die Harems marokkanischer und algerischer Machthaber einzuziehen.“

Da Muslime niemals einer ungläubigen Obrigkeit gegenüber loyal sein konnten – sie konspirierten ständig mit fremden Muslimen und betrieben Subversion – und wenn Übertritt zum Christentum wegen des Glaubenssystems der taqiyya keine Lösung war, dann verblieb nur ein Möglichkeit: Zwischen 1609 und 1614 wurden alle Moriscos von der Halbinsel nach Afrika vertrieben, von wo der Islam fast ein Jahrtausend zuvor erstmals nach Spanien eingedrungen war.

Das ist natürlich eine vollständigere Erklärung dafür, warum Spaniens Muslime der Inquisition unterzogen wurden, als al-Qasimi aus offensichtlichen Gründen zuzugeben bereit ist: Vortäuschende und immer subversive Muslime (in der Vergangenheit oder der Gegenwart) gewinnen nicht viel Mitgefühl – gewiss keines, das Spanien beginnen lässt Zugeständnisse zu machen.

Er scheint auch die große Ironie zu verpassen: Zumindest befreiten die Spanier ihr eigenes Land und gaben denen, deren Vorfahren einmarschiert waren, die Gelegenheit es unbehelligt zu verlassen. Das ist weit nachsichtiger als die Weise, wie der Islam sich immer verhalten hat – in nichtmuslimische Länder einzumarschieren und Ungläubigen drei Optionen zu geben: konvertieren, als unterjochte Dhimmis leben oder sterben – wie der gelehrte Scheik sehr wohl weiß.

Warum feiert Syrien den Krieg vom Oktober 1973?

Elder of Ziyon, 7. Oktober 2020

ich verstehe, warum Ägypten den Krieg vom Oktober 1973 / Yom Kippur-Krieg feiert. Am Ende war er der Funke, der dazu führte, dass Israel den Sinai an Ägypten zurückgab.

Aber auch Syrien feiert den Krieg. Es gab am 6. Oktober, dem Jahrestag des Beginn des Krieges, in der offiziellen syrischen Nachrichtenagentur SANA zahlreiche Artikel und Videos.

Dieser Artikel versicherte den Lesern, dass die Araber auf den Golanhöhen ganz begierig darauf waren, dass Syrien die Gegend wieder erobert. (Das ist ausdrücklich nicht der Fall.)

Dieser Artikel spricht mit syrischen Soldaten, die sich nahe der Grenze zu Israel befanden.

Dieser Artikel versucht zu erklären, warum der Krieg als Sieg betrachtet wurde – weil er keine Niederlange war:

Der vom Gründungsführer Hafez al-Assad angeführte Oktober-Befreiungskrieg bildete den Kompass des Kampfes zur Befreiung des usurpierten Landes und der Wiederherstellung arabischer Rechte. Er war eine eindeutige Ankündigung des Beginns des Zeitalters der Seige und des Endes der Ära der Niederlagen. Der Oktober-Befreiungskrieg war der erste Krieg im arabisch-israelischen Konflikt, der die Mauer der Verzweiflung nach dem Rückschlag des Juni 1967 durchbrach und die Tatsache weihte, dass Syrien die Burg der standhaften arabischen Nation ist, die ihre Existenz und Zukunft verteidig.

Sie erwähnen nicht, dass Israel am Ende des Krieges über die Lila Linie von 1967 überschritten hatte und die Außenbezirke von Damaskus beschoss.

Was für ein Sieg!

Als Leonard Cohen in der Wüste Sinai Ariel Sharon traf

Lesen Sie die Geschichte, wie ein internationaler jüdischer Superstar dazu kam im Yom Kippur-Krieg kämpfende israelische Truppen zu unterhalten

Shai Ben-Ari, the Librarians, 4. Oktober 2018

Lenoard Cohen singt während des Yom Kippur-Kriegs für israelische Soldaten. (Foto: Uri Dan, Farkash Gallery Collection, Rechte vorbehalten)

„Ich bin in meiner mythischen Heimat, aber ich habe keinen Beleg dafür und kann nicht diskutieren und ich bin nicht in der Gefahr mir selbst zu glauben … Ohne Hebräisch zu sprechen genieße ich meine legitime Stille.“

So beschrieb Leonard Cohen, jüdisch-kanadischer Liedermacher und Dichter, seine Ankunft in Israel im Herbst 1973 kurz vor Ausbruch des Yom Kippur-Krieges. Damals lebte Cohen mit seiner Freundin Suzanne Elrod und dem gemeinsamen Sohn Adam auf der griechischen Insel Hydra. Ihre Beziehung befand sich in Turbulenzen und es war für ihn eine unglückliche Zeit.

Cohens abrupter Entschluss einen Flug nach Israel zu buchen könnte zum Teil von zunehmenden Spannungen zwischen dem jüdischen Staat und seinen Nachbarn angespornt gewesen sein, aber es scheint so, dass es auch weiter Gründe gab. In seinem unveröffentlichten Manuskript „The Final Revision of My Life in Art“ schrieb Cohen: „… weil es so furchtbar zwischen uns ist, werde ich hingehen und Ägyptens Kugel aufhalten. Trompeten und ein Schleier von Rasierklingen.“

Cohen kannte in Israel niemanden. Ein Ehepaar im Flugzeug bot ihm an bei seinen Verwandten in Herzliya zu wohnen, einem Vorort von Tel Aviv. Nach Angaben seiner Biografin Ira Nadel hatte Cohen in diesem Zeitraum eine Reihe kurzer Affären mit mehreren Frauen, wobei der Sänger seine Abende oft damit verbrachte in recht einsamem Zustand durch die Straßen von Tel Aviv zu wandern.

Eines Tages, nachdem der Krieg ausgebrochen war, saß eine Gruppe israelischer Musiker, darunter die Sänger Oshik Levi, Matti Caspi und Ilana Rovina, im beliebten Tel Aviver Pinati Café als Levi einen alleine in einer Ecke sitzenden Mann entdeckte, der genauso wie Leonard Cohen aussah. Als Levi auf Cohen zuging und bestätigte, dass er es tatsächlich war, fragte der einheimische Sänger den internationalen Promi, was er in Israel mache. Cohen antwortete, dass er als Freiwilliger in einem Kibbuz gehen wollte, um bei der Ernte zu helfen, während die Einheimischen in den Krieg zogen.

Der israelische Musiker erklärte Cohen, dass es nicht Erntezeit war; er fügte hinzu, dass sie dabei waren in den Sinai zu fahren, um die Truppen zu unterhalten, die dort verzweifelt versuchten den ägyptische Überraschungsangriff abzuwehren. Sie boten Cohen an sich ihnen anzuschließen. Der Besucher zögerte, gab eine Reihe von Ausreden an: Er sei Pazifist, er habe keine Gitarre, seine Lieder seien traurig und kaum dazu geeignet die Moral zu stärken. Aber das alles wurde beiseite gewischt und Cohen stimmte schließlich zu sich der Band anzuschließen.

Von links nach rechts: Ilana Rovina, Matti Caspi und Leonard Cohen. (Foto: Uri Dan, the Farkasch Gallery Collection, Rechte vorbehalten)

Der Sänger war in Israel beliebt, obwohl er sich nur ein Jahr zuvor politisch pro-arabisch geäußert hatte. Er sagte der Zeitung „Davar“: „Ich schließe mich meinen in der Wüsten kämpfenden Brüdern an. Mir ist egal, ob ihr Krieg gerecht ist oder nicht. Ich weiß nur, dass Krieg grausam ist, dass er Knochen, Blut und üble Flecken auf dem heiligen Boden zurücklässt.“ In Erklärung seiner offensichtlichen Änderung seiner politischen Haltung sagte Cohen: „Ein Jude bleibt ein Jude. Jetzt ist Krieg und es muss nichts erklärt werden. Ich heiße Cohen, nicht wahr?“

Von seinen Erfahrungen mit den israelischen Musikern im Sinai sprach Cohen in einem Interview, das er ein Jahr später Robin Pike vom Magazin Zigzag gab: „Wir hielten einfach an kleinen Stellen an, einer Raketenstelle und sie richteten ihre Lampen auf uns und wir sangen ein paar Lieder. Oder sie gaben uns einen Jeep und wir fuhren die Straße weiter Richtung Front und wo immer wir ein paar Soldaten sahen, die auf einen Hubschrauber warteten oder sonst etwas, sangen wir ein paar Lieder. Und zurück im Fliegerhorst gaben wir vielleicht ein kleines Konzert, vielleicht mit Verstärkern. Es war sehr informell und sehr, wissen Sie, intensiv.“

Matti Caspi, einer der populärsten israelischen Musiker, begleitete Cohen, der nur einer von einer Reihe von Künstlern war, mit der klassischen Gitarre. Er wirkte auch als Cohens Übersetzer wo immer der Sänger ein paar Worte an sein Publikum aus von der Schlacht erschöpften Soldaten richtete. In einer Aufzeichnung des Armee-Radios ist Cohen zu hören, wie er sein beliebtes Lied „Suzanne“ ankündigt: „Diese Lieder sind zu leise für die Wüste. Sie gehörten in einen Raum mit einer Frau und etwas zu trinken. Wo wir hoffentlich sehr bald alle wieder sein werden.“

Caspi erinnert sich auf seiner Internetseite an einige ihrer Erlebnisse, erzählt, wie Cohen sein berühmtes Lied „Lover, Lover, Lover“ bei ihren frühen Auftritten zusammenbrachte: „Er schrieb den Text und die Melodie auf der Bühne während eines Auftritts für ein paar Soldaten und von Auftritt zu Auftritt verbesserte er sie.“

Und vielleicht wird der Geist dieses Liedes
rein und frei aufsteigen
Möge es euch ein Schild sein
ein Schild gegen den Feind

(Letzter Vers von „Lover, Lover, Lover“ von Leonard Cohen

Caspi erzählt auch das folgende Erlebnis: „Ich kann mich an ein surreales Bild von uns direkt neben der Landebahn des Flugplatzes in Rapidim erinnern. Wie sahen eine Hercules landen und Dutzende Soldaten strömten heraus. Sie bekamen den Befehl sich auf die Landebahn zu setzen und dann begleitete ich Leonard Cohen, während er „Bird on the Wire“ sang. Als das Lied zu Ende war, wurden sie auf LKWs befohlen, die zum Suezkanal fuhren. Direkt danach landete eine weitere Hercules und die Szene wiederholte sich. Sie setzten sich auf die Landebahn, Leonard Cohen sang dasselbe Lied und sofort danach stiegen sie auf die LKW, die zum Kanal fuhren.“

Foto von Uri Dan (The Farkash Gallery Collection, alle Rechte vorbehalten)

Cohen und Caspi verbrachten den gesamten Tag so, während LKW-Ladung um LKW-Ladung Soldaten einen kleinen Auftritt durch einen internationalen Superstar am unmöglichsten Ort erhielten. Nach Anbruch des Abends bestiegen die Musiker selbst den letzten der LKWs und fuhren nach Westen. Sie überquerten den Suezkanal und kamen in der Enklave auf der ägyptischen Seite an, die von IDF-Soldaten unter dem Kommando von Generalmajor Ariel Sharon an, dem umstrittenen Offizier, der schließlich Jahrzehnte später Israels Premierminister werden sollte. Caspi fügte hinzu: „Wir fanden uns wieder, wie wir halfen verletzte Soldaten zu wartenden Hubschraubern zu tragen. Das waren dieselben Soldaten, für die wir ein paar Stunden zuvor gespielt hatten.“

Cohens Zwiespältigkeit gegenüber dem Krieg wird auch aus seinen Erinnerungen an dieses Treffen mit Sharon klar: „Ich werde dem großen General vorgestellt, dem ‚Löwen der Wüste‘. Flüsternd frage ich ihn: ‚Wie kannst du das wagen?‘ Er bereut nichts. Wir trinken im Sand sitzend unter dem Schatten eines Panzers ein Cognac. Ich will seinen Job.“

Generalmajor Ariel Sharon, ein umstrittener israelischer Kriegsheld und später Premierminister, traf Cohen in seiner Zeit im Sinai. Der Sänger hatte gemischte Gefühle wegen des Generals. (Foto: Uri Dan, Farkash Gallery Collection, alle Rechte vorbehalten)

Die Erlebnisse des Sängers während des Yom Kippur-Krieges waren eine wichtige Inspirationsquelle für seine nächste Schallplatte, „New Skin for the Old Ceremony“ wurde im August 1974 veröffentlicht. Außer „Lover, Lover, Lover“ beinhaltete das Album auch Lieder mit Titeln wie „Field Commander Cohen“, „There is a War“ und „Who by Fire“, ein Lied, das das Yom Kippur-Gebet „Unetanneh Tokef“ als Grundlage hat.

Cohen erzählte Robin Pike von dem emotionalen Einfluss, den der Krieg auf ihn hatte: „… du wirst davon gefangengenommen. Und die Wüster ist schön und du denkst, dein Leben ist einen oder  zwei Momente lang bedeutungsvoll. Und Krieg ist wunderbar. Sie werden ihn nie ausmerzen. Er ist eines der wenigen Male, wo Leute ihr Bestes geben können. Er ist in Begrifflichkeiten von Gesten und Bewegung so ökonomisch, jede einzelne Geste ist präzise, jede Anstrengung ist eine maximale. Niemand faulenzt. Jeder ist für seinen Bruder verantwortlich. Das Gefühl von Gemeinschaft und Verwandtschaft und Brüderlichkeit, Hingabe. Es gibt Gelegenheiten Dinge zu fühlen, die man im modernen Stadtleben einfach nicht fühlen kann.“

Lenoard Cohen sollte den Rest seines Lebens weiterhin Israel besuchen und dort auftreten. Er verstarb im November 2016.

Sie können mehr über Leonard Cohens Leben und Erlebnisse im Yom Kippur-Krieg in Ira Nadels Biografie „Various Positions – A Life of Leonard Cohen“, das in der Nationalbibliothek Israels zur Verfügung steht.
Die Origionalfotos, die oben eingestellt sind, finden Si ein der Farkash Gallery:
https://farkash-gallery.com/

Als der „Held“ der Türkei 800 Christen köpfte, weil sie den Islam ablehnten

Raymond Ibrahim, 14. August 2020

Die Kathedrale von Otranto beherbergt die Überreste von 800 enthaupteten Christen.

Die rituelle Enthauptung von 800 Christen am 14. August 1480, die es ablehnten den Islam anzunehmen, wirft viel Licht auf zeitgenössische Fragen zum anhaltenden Konflikt zwischen dem Islam und dem Westen.

Hintergrund: Als er 1453 Konstantinopel brandschatzte, war der osmanische Sultan Mohammed erst 21 Jahre alt – was bedeutet, dass noch viele Jahrzehnte Jihad vor ihm lagen. Er setze die Expansion in den Balkan fort und marschierte in seinem Bestreben seine Pferde auf dem Altar der Petrus-Basilika zu füttern – muslimische Prophetien erklärten, dass „wir Konstantinopel erobern werden, bevor wir Rom erobern“ – in Italien ein und eroberte 1480 Otranto. Mehr als die Hälfte der 22.000 Einwohner wurden massakriert, 5.000 in Ketten verschleppt.

Um seine „Großzügigkeit“ zu demonstrieren, bot Sultan Mohammed 800 in Ketten gelegten christlichen Gefangenen die Freiheit an – unter der Bedingung, dass sie alle den Islam annehmen. Stattdessen entschieden sie sich geschlossen gemäß der Worte eines der ihren zu handeln: „Meine Brüder, wir haben gekämpft, um unsere Stadt zu retten; jetzt ist es an der Zeit um unsere Seelen zu kämpfen!“

Wütend, dass seine Einladung verschmäht wurde, befahl Mohammed am 14. August die rituelle Enthauptung dieser 800 Unglücklichen auf einer Hügelkuppe (die in der Folge „Hügel der Märtyrer“ genannt wurde). Ihr Erzbischof wurde unter dem Spott und „Allahu Akbar!“-Triumphgeschrei langsam in zwei Hälften gesägt. (Die Skelettteile einiger dieser trotzenden Christen wurden aufbewahrt und sind bis heute in der Kathedrale von Otranto zu sehen.)

Jetzt überlegen Sie, wie dieses Ereignis mit den aktuellen Realitäten in Zusammenhang steht.

Erstens: Wann immer islamische Einzelne oder Organisationen Gewalt gegen Nichtmuslime verüben – und den Islam als ihre Motivation anführen – wird uns auf der Stelle das Gegenteil gesagt, dass sie einfache Kriminelle und Psychopathen seien und dass ihr Handeln „nichts mit der Wirklichkeit des Islam zu tun hat“.

Es waren jedoch keine Allerwelts-„Muslime“, die auf dem Hügel der Märtyrer Gräueltaten begingen, sondern der, der praktisch der Führer des sunnitischen Islam war, der Sultan selbst, der immer eine Meute muslimischer ulema – Kleriker, Gelehrte und Muftis – um sich hielt, um ihn zu leiten und seine Entscheidungen bezüglich der Ungläubigen zu bestätigen (einschließlich des Massakers an denen, die den Islam ablehnen).

Zufälligerweise ist Mohammed II. für die Türkei und ihren Präsidenten Erdoğan ein Held, der vor kurzem die Hagia Sophia in eine Moschee umwidmete, zum Teil um den mörderischen Sultan zu ehren.

Auch Otranto war keine Anomalie. Im Verlauf von fast 14 Jahrhunderten sprachen und handelten offizielle Führer und Sprecher des Islam – von Sultanen und Kalifen bis zu ulema und Scheiks – immer nur wie der Islamische Staat (oder umgekehrt).

Ebenfalls interessant zu überlegen ist, wie oft selbst damals, vor mehr als einem halben Jahrtausend, westliche Staaten es vorzogen Nichtwahrhabenwollen und Wunschdenken zu betreiben, statt sich mit der Wirklichkeit auseinanderzusetzen oder ihren belagerten Glaubensgeschwistern zu helfen. Entsprechend rügte kurz nach dem Massaker von Otranto Papst Sixtus IV. den gleichgültigen Westen.

Lasst sie nicht glauben, dass sie vor Invasion geschützt sind, diejenigen, die sich in einiger Entfernung vom Kriegsschauplatz befinden! Auch sie werden sich unter das Joch beugen und vom Schwert gefällt werden, außer sie treten vor und treffen den Eindringling. Die Türken haben die Auslöschung des Christentums geschworen. Ein Waffenstillstand den Sophistereien! Jetzt ist nicht die Zeit zu reden, sondern zu handeln und zu kämpfen!

Solche Klagen waren nicht ungewöhnlich. Fast ein Jahrhundert später, 1565, segelte eine massive islamische Armada zu der kleinen Insel Malta um sie zu belagern; Papst Pius IV., der versuchte eine Armee aufzustellen, klagte, dass der König von Spanien „sich in die Wälder zurückgezogen hat und Frankreich, England und Schottland von Frauen und kleinen Jungen regiert werden“.

Schließlich und heute nicht viel anders, war zwar eine Menge Menschen im Westen ignorant gegenüber dem, was der Islam tut, aber eine Minderheit war sich dessen immer bewusst, auch aus historischer Perspektive. Bedenken Sie Sebastian Brants (geb. 1457) Narrenschiff, ein satirisches Gedicht zur allmählichen Natur des Fortkommens des Islam gegenüber einer „schlafenden“ Christenheit:

Unser Glaube war stark im Orient / Er herrschte in ganz Asien / In Maurenländern und in Afrika / Aber heute [seit dem 7. Jahrhundert] sind diese Länder für uns weg… / Wir gehen alle schlafend zugrunde / Der Wolf ist ein den Stall gekommen / und stiehlt die Schafe der heiligen Kirche / Während der Schäfer schlafend liegt / finden dich vier Schwestern unserer Kirche / sie sind von der patriarchalischen Art / Konstantinopel, Alexandria, Jerusalem, Antiochia / Aber sie sind verloren und geplündert / und bald wird der Kopf [Rom] wird angegriffen.

Wie der Fortbestand des Gedichtes nahelegt, sahen gelehrte Europäer die Geißel der Osmanen als jüngste in einem Kontinuum des islamischen Terrors: denn während die Araber die „ersten Truppen der Heuschrecken“ waren, die „um das Jahr 630 erschienen“, um einen zeitgenössischen englischen Geistlichen zu zitieren, sind „die Türken, eine Vipernbrut, schlimmer als ihre Eltern … die Sarazenen, ihre Mutter“.

Gleichermaßen sind die heutigen jihadistischen Organisationen – der Islamische Staat, Al-Qaida, Boko Haram, Hamas, Hisbollah, al-Schabaab et. al. – die jüngste „Vipernbrut“, die vom immerwährenden Jihad ausgebrütet wurde.

Die historischen Teile dieses Artikels sind Auszüge aus und dokumentiert in Ibrahims „Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West“.

Dass die Palästinenser ein „Volk“ sind, gründet auf einer großen Lüge

Eli E. Herz, Myths and Facts, 4. Dezember 2018

Rashida Tlaib war die erste palästinensisch-amerikanische Frau, die in den US-Kongress gewählt wurde. Sie hat ihre Unterstützung für BDS angekündigt, die Bewegung, die Israel boykottiert; und sie plant eine Delegation von Kongress-Neulingen in die Westbank zu bringen. Vor der Reise sollten die Mitglieder ihrer Delegation sich aber die Geschichte genauer ansehen.

Die Palästinenser-Behauptung, sie seien ein uraltes und indigenes Volk, kann geschichtlicher Überprüfung nicht standhalten. Die meisten palästinensischen Araber waren Neuankömmlinge im britischen Mandat Palästina. Bis der Sechstage-Krieg es für Araber zweckmäßig machte ein palästinensisches Volk zu schaffen, betrachteten lokale Araber sich schlicht als Teil der „großen arabischen Nation“ oder „Südsyrer“.

Palästinensische Araber geben sich als das in „Palästina“ eingeborene Volk aus – wie die Aborigines in Australien oder die Native Americans in Amerika. Sie stellen die Juden als europäische Imperialisten und Kolonisten dar. Das ist schlicht nicht wahr.

Bis die Juden ab dem späten 19. bis zum Jahrhundertwechsel ins 20. Jahrhundert anfingen in zunehmenden Zahlen ins Land Israel zurückzukehren, war das Palästina genannte Gebiet ein gottverlassenes Hinterland, das dem osmanischen Reich aus der Türkei gehörte. Die anfällige Ökologie des Landes war im Zuge der Eroberung durch die Araber im 7. Jahrhundert in Schutt und Asche gelegt worden. 1799 war seine Bevölkerung auf ihrem niedrigsten Stand, nicht mehr als 250.000 bis 300.000 Einwohner im gesamten Land.

Der Zusammenbruch des Landwirtschaftssystems mit dem Zustrom von Nomadenstämmen nach der arabischen Eroberung schuf Malaria-Sümpfe und legte das uralte Terrassensystem bloß, wodurch der Boden erodierte; das verbunden mit einem tyrannischen System, einem lähmenden Steuersystem und Grundbesitzern, die nicht vor Ort lebten, dezimierte die Bevölkerung weiter. Ein Großteil der einheimischen Bevölkerung war schon lange ausgewandert oder verschwunden. Sehr wenige Juden oder Araber lebten vor Ankunft der ersten Zionisten in den 1880-er Jahren in der Region und die meisten, die doch dort waren, lebten in erbärmlicher Armut.

Die meisten westlich des Jordan in Israel, der Westbank (Judäa und Samaria) und dem Gazastreifen lebenden Araber sind Neuankömmlinge, die nach der Wende zum 20. Jahrhundert aus den umgebenden arabischen Ländern kamen, weil sie von dem relativen wirtschaftlichen Wohlstand angezogen wurden, der die zionistische Bewegung und die Briten in den 1920-er und 1930-er Jahren mit sich brachten.

Das wird von allen Augenzeugenberichten untermauert, die es als verödetes Land beschreiben – darunter Berichte des britischen Archäologen Thomas Shaw, des französischen Autors und Historikers Graf Constantine Voney (Travels through Syria and Egypt, 1798) aus dem 18. Jahrhundert; aus dem 19. Jahrhundert die Schriften von Alphonse de Lamartine (Recollctions of the East, 1835), Mark Twain (Innocents Abroad, 1867) und Berichte des britischen Konsuls in Jerusalem (1857), die zurück nach London geschickt wurden.

Familiennamen vieler Palästinenser bestätigen ihre nicht palästinensische Herkunft. So wie Juden Namen wie Berliner, Warschau oder Toledani tragen, sind moderne Telefonbücher in den Gebieten angefüllt mit Familien namens Elmisri (Ägypten), Chalabi (Syrien), Mugrabi (Nordafrika). Selbst George Habasch – Erzterrorist und Führer des Schwarzen September – trägt einen Namen, der die Herkunft aus Abessinien oder Äthiopien anzeigt, was Habasch sowohl auf Arabisch als auch auf Hebräisch aussagt.

Die palästinensische Nationalität ist etwas, das von seiner Gegnerschaft zum Zionismus und nicht von nationalen Ansprüchen definiert wird. Was die Palästinenser eint, ist ihre Gegnerschaft zu jüdischem Nationalismus und dem Wunsch diesen auszumerzen gewesen, nicht Ansprüche auf einen eigenen Staat. Lokale patriotische Gefühle werden nur generiert, wenn eine nicht islamische Einheit die Kontrolle übernimmt – so wie Israel es nach dem Sechstage-Krieg von 1967 machte. Sie löst sich unter arabischer Herrschaft auf, egal, wie weit entfernt oder despotisch.

Es gab keine palästinensische Identität, bis eine Gegnerkraft sie schuf – in erster Linie der Antizionismus. Opposition gegen einen nicht muslimischen Nationalismus dort, wo die lokalen Araber und die gesamte arabische Welt ihr eigenes Gebiet verortet, war der einzige Ausdruck der „palästinensischen Volkszugehörigkeit“.

Der Großmufti Haddsch Amin al-Husseini, ein charismatischer religiöser Führer und radikaler Antizionist, war die treibende Kraft hinter der Opposition gegen jüdische Zuwanderung in den 1920-er und 1930-er Jahren. Der zweiteilige Ansatz der „Diplomatie der Ablehnung“ (des Zionismus) und der Gewalt, zu der der Mufti aufstachelte, fand gleichzeitig im Libanon, Syrien Transjordanien und dem Irak statt, die Länder in der Umstrukturierung der post-osmanischen Territorien, die von den Briten und Franzosen unter dem Mandatssystem des Völkerbundes eingerichtet wurden.

Die kleine gebildete Klasse der Araber Palästinas hatte mehr politisches Bewusstsein als der Rest der arabischen Gesellschaft, dazu einen Ansatz von Ahnung einer eigenen nationalen Identität. Jahrzehnte lang war jedoch der Hauptbezugsrahmen für die meisten lokalen Araber der Klan oder Stamm, die Religion oder Sekte und das Herkunftsdorf. Wenn Araber in Palästina sich politisch selbst definierten, dann als „Südsyrer“. Unter der osmanischen Herrschaft bezeichnete Syrien eine Region, die weit größer war als die heutige syrisch-arabische Republik, dessen Grenzen von Frankreich und England 1920 festgelegt wurden.

Syrische Landkarten vereinnahmen im 21. Jahrhundert den größten Teil von Großsyrien, einschließlich Israel. Die Ansprüche des Großmufti verschoben sich langsam vom Panarabismus – dem Traum der Einigung aller Araber in eine einzige politische Einheit, wodurch sich die Araber Palästinas mit ihren Brüdern in Syrien vereinen würden – dazu ein gesondertes palästinensisches Gebilde zu gewinnen, in dem er selbst am Ruder stand.

Ab den 1920-er Jahren kristallisierte sich die Ablehnung des jüdischen Nationalismus heraus, Versuche die Gründung einer jüdischen Heimstatt mit Gewalt zu verhindern und die Ablehnung jeder Form von jüdischer politischer Macht, einschließlich jeglicher Pläne Verwaltung mit Arabern zu teilen, in Bekundungen von Palästinensertum. Es war ist positive Definition eines arabisch-palästinensischen Volks aufgetaucht.

Im Mandat lehnten lokale Araber es auch ab eine „Arabische Behörde“ zu gründen, um den arabischen Sektor zu entwickeln, parallel zur Jewish Agency, die die Entwicklung des jüdischen Sektors leitete. Fakt ist, dass der sogenannte Patriotismus indigener Muslime nur dann blühte, wenn nichtmuslimische Einheiten (die Kreuzritter, die Briten und die Juden) das heilige Land in die Hand bekamen. An die politische Kontrolle in muslimische Hände zurückkehrte, schwand der glühende Patriotismus der Araber Palästinas auf wundersame Weise, egal, wie weit entfernt oder wie despotisch die Regierung war. Ein türkischer Pascha, der von 1775 bis 1804 über Akko herrschte, wurde von den Einwohnern Al-Jazzar, der Schlachter, genannt.

Warum ist Regierung durch arabische Repräsentanten in Palästina nie aufgebaut worden, weder 1948 noch während der nächsten 19 Jahre arabischer Herrschaft? Weil andere Araber die Sache der Palästinenser als Vereinigungsmittel nutzten, das das Konzept weiterbringt, das Gebiet sei noch zu haben. „Die arabische Invasion Palästinas war kein Mittel einen unabhängigen Staat zu erreichen, sondern das Ergebnis eines fehlenden Konsenses seitens der arabischen Staaten bezüglich solcher Unabhängigkeit“, fasst es ein Historiker zusammen. Anhänger einer separaten palästinensischen Identität waren während der 19 Jahre jordanischer und ägyptischer Herrschaft eine schweigende Minderheit in der Westbank und auf dem Golan – bis Israel 1967 den Jordaniern und Ägypten die Kontrolle abnahm. Plötzlich tauchte ein eigenes palästinensisches Volk auf und behauptete, es verdiene nationale Unabhängigkeit – und 21 andere arabische Staaten zogen mit.

Dem Palästinensertum an sich fehlt jegliche eigene Substanz. Die arabische Gesellschaft in der Westbank und dem Gazastreifen leidet unter einer tiefen Spaltung, die von einer Menge Rivalitäten zu unterschiedlichen geografischen, historischen, soziologischen und familiären Loyalitäten gründen. Alles, was die Palästinenser zusammenhält, ist ein sorgfältig genährter Hass gegen Israel und die Ablehnung jüdischer nationaler Identität.