Gemälde der Westmauer aus dem 19. Jahrhundert, gepostet von den Ottomanischen Reichsarchiven

Picture a Day, 27. Juli 2015 (Bild: Juden beten an der Klagemauer in Jerusalem)

Original-Bildbeschreibung: „Juden beten an der Klagemauer in Jerusalem“ von Johann Martin Bernatz, 1868

Wir sind den Archivaren der Ottomanischen Reichsarchive dankbar, dass sie klassische Bilder aus Palästina digitalisieren und auf ihrer Internetseite einstellen.

Am 13. Juli 2015 wurde dieses unglaubliche Gemälde eingestellt. Beachten Sie die das Klagen der Juden. Sie sind barfuß (ihre Schuhe befinden sich im Vordergrund), was nahelegt, dass die Szene Tischa B’Av-Gedenken sein könnte, ein Tag jüdischer Trauer wegen der Zerstörung der jüdischen Tempel und andere Schicksalsschläge in der jüdischen Geschichte.

Der Maler, Johann Martin Bernatz, wurde 1802 in Deutschland geboren. Er bereiste 1836 den Nahen Osten und Asien und veröffentlichte 1839 40 Bilder seiner Reise in dem Buch „Bilder aus dem Heiligen Land, gezeichnet aus der Natur“. Wir denken, dass das Gemälde 30 Jahre vor dem in der Beschreibung der Archive angegebenen Jahr gemalt wurde.

Als die Iraner nach Jerusalem kamen

Die erste Welle jüdischer Einwanderer kam 1886 an. Ohne einen Pfennig und fromm, bauten sie für sich Blechhütten und gaben ihren Synagogen Vorrang

Avia Bar-Am, The Times of Israel, 11. Juli 2015

Traditionell versteigern iranische Juden die Rechte der Synagogen-Ehren und der mit dem höchsten Gebot gewinnt. Aber in der Ohavei Zion-Synagoge in Jerusalems Viertel Neve Shalom gab es eine Ausnahme: Als die Gottesdienstbesucher während des Kol Nidre am Yom Kipuur um das Recht zu bieten begannen die Lade zu öffnen, schlug der Auktionator den Hammer auf rief „verkauft“, sobald Meir Banai 50 Lira bot.

Niemand kümmert das, obwohl die Ehre weit mehr als 50 Lira wert war. Sie wussten, dass Banai, ein Obst- und Gemüseverkäufer, kein reicher Mann war und dass diese besondere Ehre ihm gehörte. Denn während des Unabhängigkeitskriegs, als sein Sohn Avraham verwundet und von den Jordaniern gefangen genommen wurde, legte Banai ein Gelübde ab. Sollte Avraham zu ihm zurückkommen, hatte er geschworen, würde er diese besondere Ehre jedes Jahr kaufen, solange er lebte. Sechs Monate später kam sein Sohn nach Hause zurück.

Vor nicht allzu langer Zeit schlossen wir uns einer Tour an, die „Parsim in Jerusalem“ hießt; „Parsim“ ist der israelische Name für Juden iranischer (persischer) Herkunft. Unser Führer die frühesten iranischen Viertel Jerusalems war der vielgesichtige Tal Chenya: Dozent, Reiseführer und meisterhafter Erzähler.

Während unsers Ausflugs unterhielt er uns mit faszinierenden Geschichten über Parsim, die Ende des 19. Jahrhunderts die schwere Reise ins Heilige Land unternahmen. Wir erfuhren, dass sie mit wenig mehr als den Hemden auf dem Rücken, aber mit einer immensen Liebe für Israel im Herzen herkamen.

Die Thora-Lade in der Ohavei Zion-Synagoge (Shmuel Bar-Am)

Die erste Welle iranischer Einwanderer, die Jerusalem erreichten, kam 1886 an; sie waren inspiriert vom verehrten Rabbi Aharon HaCoren. Die meisten kamen aus der Stadt Shiraz und hatten die Monate lange Reise zum Hafen Bushar zu Fuß, auf Kamelen und auf Eseln zurückgelegt, wobei Frauen und Kinder in Packsatteln auf beiden Seiten desselben Tiers ritten. Einmal angekommen warteten sie auf ein Schiff, das sie zu ihrem ersehnten Ziel bringen würde.

Nachdem sie in Jaffa von Bord gingen und mit Begeisterung ihren „heiligen“ Boden küssten, reisten sie nach Jerusalem. Den eingesessenen Gemeinschaften der Stadt – Jiddisch sprechende Aschkenasim aus Osteuropa und Ladino sprechende Sefaradim aus Spanien und Portugal – viel es schwer zu glauben, dass die Neuankömmlinge mit ihrer merkwürdigen Sprache, exotischen Trachten und dunkler Haut tatsächlich Juden waren. Unglücklicherweise hatten die Aschkenasim und Spepharden zwar bereits rührige Viertel für andere Einwanderer eingerichtet, aber es fühlte sich niemand diesen Neuankömmlingen aus dem Osten verpflichtet.

Ein Blechhaus in Shevet Tzedek (Shmuel Bar-Am)

Zu arm, um Land zu kaufen oder Häuser zu bauen, besetzten die Parsim ein leeres Grundstück direkt neben Mischkenot Scha’anamim (dem ersten jüdischen Viertel außerhalb der Mauern der Altstadt). Doch ihre Hütten und Zelte waren eine solche Beleidigung für das Auge, dass sie schon bald vertrieben wurden und in einem provisorischen Übergangslager landeten. Ohne Baumaterial, ohne Geld nahmen sie enorme leere Benzinkanister aus Blech, entfernten die Seiten, glätteten sie und stellten sie auf, um Wände zu bilden. Deshalb ist ihr frühestes Viertel, das offiziell Shevet Tzedek heißt, weit und breit als Blechviertel bekannt.

Das Viertel Shevet Tzedek in Jerusalem (Shmuel Bar-Am)

Wenn man in Shevet Tzedek wohnte, ging man auf festgestampftem Fußboden und schlief in Betten, die aus zusammengeschobenen Holzkisten bestanden. Die Matratze bestand aus Lumpen und zerschlissener Kleidung, die man als Bettdecken nutzen konnte, wenn es kalt wurde. Dennoch war das ein Leben sprühendes, gedrängt volles Viertel, das vor Leben wimmelte – und ein mit einer charakteristisch östlichen Aura.

Und von Armut geplagt oder nicht – die Iraner waren tief religiös. Sie brauchten eine Synagoge, in der sie in ihrem eigenen Stil beten und Predigten auf Persisch hören konnten. So schufen sie P’tachiya, die erste iranische Synagoge in Jerusalem.

Straßenkunst im Viertel Shevet Tzedek in Jerusalem (Shmuel Bar-Am)

P’tachiya wurde 1894 als einfache Hütte gebaut, deren permanente Mauern eine nach der anderen angefügt wurden, wann immer die mittellosen Einwohner zu einer Spende in der Lage waren. Es gab kein Geld für einen Fußboden und sie standen auf einer Erdschicht – aber sie bekamen eine 400 Jahre alte Thora in die Hände. Und nachdem sie eine Kiste mit Samteinlage und Tuch auf der Außenseite fanden, hatten sie eine Lade.

Ein Verwalter (gabai) dieser Synagoge war Moshe Mizrahi. Den Jerusalemern war er als „der legendäre Moischele“ bekannt; er war davon besessen sicherzustellen, dass immer zehn Männer für das Morgengebet anwesend waren. Moischele weckte regelmäßig Leute um drei oder vier Uhr morgens auf; wenn die Polizei da war, lieh er sich deren Megafon, um das zu erledigen.

Das Viertel Neve Shalom in Jerusalem (Shmuel Bar-Am)

Das erste von Parsim für Parsim dauerhaft gebaute Viertel wurde 1900 gegründet und Neve Shalom genannt. Obwohl es aus nur ein paar Straßen und ein paar Gassen besteht, gibt es darin ein halbes Dutzend verschiedene iranische Synagogen – Beweis für die immensen spirituellen Bedürfnisse der Neueinwanderer.

Die Synagoge Beit Yitzhak wurde nach einem Rabbiner benannt, der mit seiner Familie Shiraz verließ, es aber nie nach Israel schaffte. Der Grund: Zwei Nächte nach dem Ablegen wurde Rabbi Yitzhak Kalifa auf Deck des Schiffes von einem furchtbaren Sturm getötet.

Die Beit Yitzhak-Synagoge in Never Shalom (Shmuel Bar-Am)

Die Einwohner von Neve Shalom waren sehr arm, also musste jeder etwas zum Bau der Beit Yitzhak-Synagoge beitragen. Die Wänder und sogar die Lichtanlagen sind mit ihren Namen und den Summen, die sei spendeten, bedeckt. Eine davon, Agababa Ben Yitzhak Ben Raful Shemesh, grub eine Zisterne und verkaufte Wasser an die Araber; für jede Büchse Wasser bekam er einen bearbeiteten Stein.

Als das 19. Jahrhundert zu Ende ging, strömten mehr und mehr Parsim nach Jerusalem. Und während Mädchen Zuhause blieben und lernten gute Hausfrauen zu werden, zogen die Jungs durch die Straßen und gerieten in allerlei Schwierigkeiten. In der Sorge, dass Ignoranz zum Niedergang der iranischen Gemeinde sein würde, beschloss eine Organisation namens Ohavei Zion sich des Problems anzunehmen. 1906 erschien hier eine Kombination aus Synagoge, Eingliederungszentrum und Schule, in der Rabbi Yaakov Melamed – Sohn von Rahamim Melamed, dem spirituellen Leiter der Parsi-Gemeinde und Rabbiner der Shaarei Rahamim-Synagoge – die Erziehung in Händen hatte.

Im Wissen, dass jede Familie nur ein einziges Vielzweckbecken zum Waschen von Kleidung, Geschirr, Zähen und Menschen hatte, fügte Yaakov Melamed der Schule eine Dusche hinzu, samt Seife und Handtüchern. Er sorgte dafür, dass die Bäuche seiner Schüler gefüllt wurden und baute sogar eine Bühne für Schauspielunterricht und -Aufführungen. Genau hier sang 1973 der berühmte Unterhalter Yossi Banai sein erstes Solo.

Tal Chenya steht vor der Shaare Rahamim Bana Hai-Synagoge, der Heimat der Mystiker Shmuel Bar-Am))

Die Shaare Rahamim Bana Rai-Synagoge ist Heimat von Jerusalems mekubalim (Mystikern). Das Gebäude war ursprünglich von einem erfolgreichen Paris 1903 als Weingut gebaut worden, der sein riesiges Vermögen während des Ersten Weltkriegs verlor. 1934 wurde es von Rahamim Aharoni gekauft, der daraus eine Synagoge machte, die bei Mystikern wie Mordechai Sha’arabi beliebt ist, der dafür berühmt wurde das finanziell glücklose Einee-Gebäude nur ein paar Meter entfernt verflucht zu haben.

In der Nähe hat die Shauli- und Kashi-Synagoge, so wie andere Synagogen auch, mehr als eine heilige Lade. Die Erklärung ist einfach: Das iranische Recht verfügte, dass man, wenn man eine Lade in seiner Synagoge hat, diese auch einen Koran enthalten muss. Also bauten die iranischen Juden mindestens zwei Laden in jedem Gotteshaus – eine für die Thora und eine weiter für den Koran.

Einzelheiten am Eingang der Shauli und Kashi-Synagoge (Shmuel Bar-Am)

Die Shaar Harahamim-Synagoge befindet sich in einem Hof, in dem ein halbes Dutzend große Familien aus Shiraz untergekommen sind, einschließlich der ihres Rabbiners Rahamim Melamed nd seiner erstaunlichen Ehefrau Esther.

Neben weiteren Aktivitäten stellte Esther Rosenwasser her, entfernte die Gedärme aus koscheren Kühen und eröffnete eine Fabrik zum Stricken von Gebetsschals für Frauen. Sie Sehnsucht den Talmud zu studieren – was bei Frauen verpönt war – schaffte sie das auf eigene Faust – und indem sie auf der Frauenempore stand und den Männern unten beim Studieren zuhörte. Nachdem ihr Mann starb und wenn sie das Gefühl hatte, dass die Männer Unsinn redeten, rief sie hinab und schalt sie.

Weiter nichts Neues in den Niederlanden

Vor einigen Wochen hatte sich die Regierung von Luxemburg für die Rolle ihres Landes bei der Kollaboration mit den Nazis im Holocaust entschuldigt. 70 Jahre dem Krieg scheint das reichlich spät zu sein, aber für Opfer ist es sicherlich trotzdem wichtig, dass Geschichte auch nach so langer Zeit geklärt wird. Das zeigte sich auch bei einer Veranstaltung im Simon Wiesenthal Center in Los Angeles, wo sich die Firma Mitsubishi offiziell bei einem amerikanischen Soldaten und überlebenden Kriegsgefangenen entschuldigte.

Eine solche Entschuldigung zeigt, dass die Nachfolger bzw. Nachkommen der Täter mit den Verfolgten in der historischen Interpretation der Ungerechtigkeit bzw. der Taten einer Meinung sind.

Die luxemburgische Entschuldigung kam sehr spät. Man sollte meinen und glauben, dass die (west-) europäischen Ländern damit ihren Anteil am Holocaust aufarbeiten und den ersten Schritt abgeschlossen haben. Dem ist aber nicht so, denn es gibt eine Regierung, die sich immer noch weigert dies zu tun. Wie Manfred Gerstenfeld schon mehrfach auf meinem Blog dokumentiert hat, sind die Niederlande ein Staat, der sich immer noch weigert das zu tun.

Bei Beginn der deutschen Besatzung lebten 140.000 Juden in den Niederlanden. 102.000 wurden bis 1945 ermordet. Sie wurden von niederländischen Polizisten verhaften, von der niederländischen Eisenbahn abtransportiert, von niederländischer Militärpolizei bewacht.

Die niederländische Exilregierung, berichtet Gerstenfeld zusammen mit Rabbi Abraham Cooper vom Simon Wiesenthal Center im Wall Street Journal, fragte erst rund 18 Monate nach Beginn der Deportationen in die Todeslager nach dem Schicksal dieser Juden. Ein Niederländer schrieb einen Bericht darüber, in dem stand, dass nach seiner Schätzung bereits 90% der Deportierten ermordet worden waren. Niemand in der Exilregierung war bereit den Bericht auch nur zu lesen.

Es gibt in den Niederlanden keinen Widerstand sich für Fehler zu entschuldigen. Die Regierung entschuldigte 2011 sich bei Witwen in Indonesien für ein Massaker an ihren Männern, das niederländische Soldaten 1947 verübt hatten. Der niederländische Verteidigungsminister entschuldigte sich bei den Familien bosnischer Muslime, die in Srebrenica von Serben ermordet wurden, nachdem niederländische Blauhelme sie nicht schützten, sondern aus einer Kaserne warfen. Es gibt weitere Beispiele.

Es mangelt auch nicht an Forderungen von Niederländern, dass es eine offizielle Entschuldigung geben muss, darunter auch frühere Regierungsmitglieder und selbst ein ehemaliger Premierminister. Man kann natürlich fragen, warum der das nicht in seiner Amtszeit gemacht hat, aber er ist inzwischen zur Einsicht gekommen. Anders als die aktuelle Regierung unter Mark Rutte, der sich mehrfach weigerte; er verwies lediglich auf eine Rede von Königin Beatrix in der Knesset, in der diese bedauert hatte, dass das Volk der Niederlande es nicht geschafft hatte ihre jüdischen Mitbürger vor der Vernichtung zu retten. Eine Verweis auf aktives Mittun von niederländischen Behörden, Polizei usw. und das Verhalten der Regierung im Exil fehlte damals auch schon. Eine Entschuldigung war das nicht.

Darüber, warum die Regierung Rutte eine Entschuldigung weiter verweigert, kann nur spekuliert werden. Fakt ist: Die Niederlande als Staat weigern sich ihre Schuld einzugestehen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich das irgendwann ändert. Die Erfahrung lässt leider vermuten, dass die Regierung mit massivem Druck dazu gezwungen werden muss – Druck von innen, aus der Bevölkerung. So wie bei einigen anderen Dingen, die sich niederländische Regierungen und Behörden nach dem Krieg leisteten.

Europäische Gelder hinter Kampagne zur Auslöschung von antiker jüdischer Stadt

Berichte offenbaren herausragende Rolle von Europa finanzierter NGOs bei der Kampagne zum Schutz einer arabischen Siedlung, die auf Ruinen des antiken Susiya gebaut wurde.

Ari Soffer, Israel National News, 21. Juli 2015

Eine dreist Kampagne zum Löschen eines antiken jüdischen Dorfs von der Landkarte wird von aus Europa finanzierten NGOs angeführt, deckte ein Bericht auf, der einmal mehr ein Schlaglich auf die führende Rolle wirft, die von der Finanzierung der antiisraelischen Bewegung durch europäische Staaten gespielt wird.

Die illegale arabische Siedlung Khirbet Susiya, direkt neben der jüdischen Stadt Susya in Judäa gelegen, ist derzeit Ziel einer Abrissanordnung der israelischen Behörden, weil es auf den Ruinen eines antiken jüdischen Dorfs selben Namens aus der Taldmud-Ära gebaut wurde.

Obwohl es von arabischen Aktivisten – von denen die meisten in Wirklichkeit in nahe gelegenen arabischen Dörfern wohnen – in den letzten nahezu zwanzig Jahren angelegt wurde, behaupten die Aktivisten jetzt Einwohner eines „uralten“ arabischen Dorfes zu sein und eine Kampagne gegen diesen Abriss begonnen.

Arabische Dörfer, die arabisierte Versionen er ursprünglichen, hebräischen Namen tragen, werden oft auf oder direkt neben antiken jüdischen Stätten in Israel gebaut, insbesondere in Judäa und Samaria; damit wird versucht diese Bereich als „palästinensisch“ zu reklamieren. Viele davon haben vielsagend das Wort „Khirbet“ im Namen, das etwas mit „Ruine“ übersetzt werden kann.

Die Kampagne für Khirbet Susiya erhielt einen Schub, als das US-Außenministerium letzte Woche auf einer Pressekonferenz eine ungewöhnliche, offensichtlich vorformulierte Erklärung ausgab, mit der behauptet wurde, die US-Regierung „beobachtet die Lage genauestens“ und Israel aufgefordert wurde den Abriss nicht auszuführen.

Jetzt wurde offenbart, dass die Kampagne von aus Europa finanzierten israelischen NGOs angeführt wird, was ein Bericht der Watchdog-Organisation NGO Monitor aufdeckte. Unter den bedeutendsten Namen in dem Bericht befindet sich die Organisation „Rabbis for Human Rights“ (RHR – Rabbiner für Menschenrechte), die den Angriff zugunsten von Khirbet Susiya damit angeführt hat, dass sie Unterlassungsklage am israelischen obersten Gerichtshof einreichte, um den Abriss zu verhindern.

RHR hat sich oft Vorwürfen ausgesetzt gesehen jüdische Einwohner und Bauern in Judäa und Samaria zu belästigen, einschließlich des Inszenierens von Provokationen zwischen jüdischen und arabischen Dorfbewohnern.

RHR legte dem Gericht zudem einen sogenannten „Masterplan für Susiya“ vor – ein Dokument, das von niemand geringerem als der britischen Regierung finanziert wurde. Das britische Konsulat in Jerusalem hat sogar vor kurzem seine schon beträchtliche finanzielle Unterstützung für RHR aufgestockt – von NIS 50.000 (mehr als €10.000) im Jahr 2014 auf NIS 337.046 (gut 80.000€) für 2015.

Das ist aber nicht alles. 2015 hat RHR dank des Human Rights and International Law Secretariat einen Zuschuss von $70.000 erhalten – diese Gruppe wird von Schweden, der Schweiz, Dänermark und den Niederlanden finanziert.

Zu den Spendern von Rabbis for Human Rights gehört der linksradikale New Israel Fund.

Eine weitere linksextreme, aus Europa finanzierte NGO, die die Kampagne anführt, ist B’Tselem, die vor kurzem in die Schlagzeilen geriet, nachdem aufgedeckt wurde, dass ihre Zeugenaussagen im jüngsten UNO-Bericht über den Gazas-Konflikt vom letzten Sommer, der Israel beschuldigt „Kriegsverbrechen“ begangen zu haben, eine bedeutende Rolle spielten.

Auch B’Tselem ist Empfänger europäischer Großzügigkeit; von ihren über 9 Millionen Schekeln (gut €2,1 Millionen) Jahresbudget kommen zum großen Teil aus stattlichen Spendern der EU und einzelner EU-Mitgliedsstaaten sowie dem New Israel Fund.

Zusätzlich stellt der Bericht fest, dass „(B’Tselem-) Mitarbeiter Nasser Nawajah, Rechercheur für die Südhebron-Berge, Einwohner von Khirbet Susiya und Teil der weiteren, die in der Kampagne gegen den Abriss führenden Familie. Nawajah, der in den Medien weithin zu Susiya zitiert wird, stellte außerdem eine Avaaz-Petition gegen den Abriss auf die Beine.

Andere an der Kampagne beteiligte, aus Europa finanzierte NGOs sind die IDF-feindliche Gruppe Breaking the Silence und die israelisch-arabische NGO Adala; letztere behauptet Susiya sei ein „Beduinendorf“.

Die starke Investition europäischer Staaten in den Versuch den Abriss des illegalen Außenpostens zu verhindern sollte jedoch nicht überraschen. Wie zuerst von Arutz Sheva aufgedeckt wurde, haben die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer vielmehr einen Schub für illegale Besiedlung durch palästinensische Araber direkt finanziert, mit dem Bestreben in Judäa und Samaria „Fakten vor Ort“ zu schaffen und damit Vorwürfe „europäischen Kolonialismus“ auszulösen. In der Tat ist Khirbet Susiya selbst vom Geld europäischer Steuerzahler finanziert worden; in diesem Sinn agieren die erwähnten NGOs schlicht zum Schutz einer beträchtlichen Investition ihrer Spender aus der EU.

Gleichzeitig hat die Europäische Union wiederholt die Zerstörung aller jüdischen Gemeinden in der Region Judäa-Samaria gefordert.

Die Offenbarung kommt weniger als einen Monat, nachdem die französische Regierung sagte, sie würde weiterhin eine militant antiisraelische NGO finanzieren, die an der jüngsten „Freiheits-Flottille“ zum Brechen der IDF-Blockade des Gazastreifens beteiligt war. Ein Exposé von Arutz Sheva im June enthüllte, dass die Plattform der französischen NGOS für Palästina seit 2010 rund eine halbe Million Euro von der französischen Regierung erhielt.

Historische Dokumente haben die Behauptung einer arabischen Verbindung zu Susya gründlich widerlegt; sie zeigen, dass das arabische „Dorf“ ein sehr junges Phänomen ist, im Gegensatz zur einheimisch-jüdischen Verbindung zu dem Ort. Tziviki Bar-Hai, damals Leiter des Regionalrats Har Hevron, erklärte Ende 2013 bei Arutz Sheva, wie die palästinensischen Araber erstmals in Susya siedelten: „Ich war 1976 dort und abgesehen von der Synagoge, die 1969 hier gebaut wurde, gab es nicht ein einziges lebendes Wesen“, erinnert er sich. „Wir waren 1983 in der Lage archäologische Grabungen zu beginnen und auch da gab es dort keine Palästinenser.“

Er merkte an, dass arabische Bauern ab 1986 anfingen Susya ein oder zwei Nächte während bestimmter Zeiten des Jahres zu besuchen, was verrät, dass diejenigen, die heute behaupten Einwohner Susyas zu sein in Wirklichkeit aus der nahe gelegenen arabischen Stadt Yatta sind.

„In den letzten Jahren versuchen ein paar Familien aus Yatta nahe des antiken Susya zu siedeln und behaupten,s ie wurden aus dem Dorf Susiya vertrieben worden – das es nie gab“, sagte er. „Sie sind alle aus Yatta. Sie werden von linken Aktivisten unterstützt, die an den Wochenende kommen, um ihnen beim Schaffen des Narrativs der Vertreibung zu helfen.“

s. auch:
Die israelische Linke und der Mythos des „palästinensischen“ Susiya
Die Tagesschau hat wieder zugeschlagen
‘Ancient Arab Susiya‘ – The Town That Never Was
The ‚Palestinian village‘ of Susya is neither Palestinian nor a village

 

Die Wahrheit zu Susiya

(weiter aktualisiert, 24.07.2015)
Sar Shalom, Israel Thrives, 23. Juli 2015

Da die New York Times auf einer Op-ed-Seite heute ein Flehen von Nasser Nawaja an Israel veröffentlicht, ihn nicht aus seinem Haus in Susiya zu werfen, ist es an der Zeit die Wahrheit über Susiya zu wiederholen. Das palästinensische Narrativ behauptet, sie lebten dort, seit sie 1948 aus Israel vertrieben wurden und sich 1986 erneut einer Ausweisungsdrohung gegenüber sahen. Dieses Luftbild aus dem Jahr 1999 zeigt aber, dass es bis zu diesem Zeitpunt keine dauerhafte Sieldung in Susiya gab.

Susiya_Aerial-Photo-Susiya-area-1999

Seit damals entschied sich Salam Fayyad das palästinensische Territorium zu erweitern, indem man Fakten in Area C schafft. Das zu gehört, dass Palästinenser aus dem nahe gelegenen Dorf Yatta in Susiya Zelte aufschlugen, die PA mobile Wassertanks lieferte und mit Unterstützung der EU unter den Zelten dauerhaftere Gebäude aus dem Boden schossen. Das Ergebnis dieser Fakten schaffenden Aktivitäten kann man in diesem Luftbild aus dem Jahr 2013 sehen; der rote eingekreiste Bereich ist der, der sich auf den beiden Fotos verändert hat.

Susiya_Aerial-Photo-Susiya-Area-2013

Mehr Informationen bekommen sie in diesem Video von Regavim, der Organisation, die die Fotos oben zur Verfügung stellte.

In der Jerusalem Post schreibt Ari Briggs über den Bereich Susiya:
Fakt ist, dass der von den Landbesetzern eingenommen Bereich nur als Weideland genutzt wurde. Plia Albek, Landexpertin der Regierung, dokumentierte 1982 einiges Privatland in dem Bereich und bestätigte es als reines Agrarland. Der Anthropologe Yaacov Havakook erforschte die Gegen in den 1980-er Jahren, als er dort mehrere Jahre lang lebte. Als Experte gab er Zeugnis: „Die Araber lebten nie dauerhaft in diesen Höhlen… Die Höhlen sind nur als vorübergehende Behausung für Hirten gedient, die zwei Wochen bis einen Monat im Jahr während der Weidesaison hierher kamen.“
Elder of Ziyon ist den Behauptungen nachgegangen, es habe eine Jahrhunderte alte arabische („palästinensische“) Siedlung Susiya (Susiya al-Qadima) gegeben, die der 1983 gegründeten jüdischen Siedlung lange voraus ging und auf alten Landkarten zu finden sei.
Eine solche Bezeichnung war vor dem 21. Jahrhundert nicht zu finden. Einige alten Landkarten, die er fand, geben ein Susiya an, aber Reiseberichte zeigen, dass niemand dort lebte, sondern es nur Ruinen gab (Quellen vor dem 19. Jahrundert).
Landkarten aus den 1940-er Jahren erwähnen kein Dorf dort.


Regavim
schreibt über Susiya:

Ein Jahrunderte altes Dorf? Nicht wirklich! Die Behauptung, dass dies ein arabisches Dorf ist, das über Jahrhunderte existierte, ist völlig falsch. Nach Angaben Reisender des 19. Jahrhunderts und aus Bestandsaufnahmen der Dörfer und Bevölkerung der britischen Mandatsbehörden 1945, die alle Dörfer in der Gegend und sogar einige der Bewohner namentlich erwähnen, gibt es keinen Hinweis auf die Existenz eines Dorfes namens Susiya, außer als antike archäologische Stelle. Dieses felsige Land, auf dem ein illegales Lager errichtet wurde, diente als Weideland. In diesen Tagen, nur während den Weidemonaten, boten die Höhlen in der Gegend zeitweise den Hirten des Dorfes Yatta Schutz vor Räubern, wilden Tieren und schlechtem Wetter. Luftbilder belegen, dass es an diesem Ort vor dem Jahr 2000 nie eine Siedlung gab, außer 4 oder 5 Bauwerken, die in den späten 1909-ern illegal gebaut wurden.

Jüdische Geschichte: Bei den archäologischen Ausgrabung an der antiken Stätte wurde eine antike jüdische Siedlung gefunden, die aus dem 4 bis 9. Jahrhundert unserer Zeitrechnung stammt. Forscher geben an, dass dies eine blühende jüdische Gemeinde war, die Hunderte Jahre lang nach der Zerstörung des Zweiten Tempels existierte und am Ende der byzantinischen und Anfang der arabischen Periode ihre stärkste Entwicklung erlebte. Vor Ort entdeckten sie eine große Synagoge, rituelle Bäder, Häuser, Gemeinschaftsgebäude und weitere Bauwerke. Darüber hinaus wurden 1986 dort 277 Dunam zur Einrichtung einer archäologischen Grabungsstätte zugewiesen; seit damals ist es den Hirten verboten die Höhlen zu nutzen. Anfangs kamen die Hirten während der Weidezeit hin und stellten für die Zeit, in der ihre Tiere dort grasten, Zelte auf, aber in den letzten zehn Jahren hat die Familie Nawaja versucht dauerhafte Kontrolle über den Bereich zu erlangen.

Keine Vertreibung – die Räumung von Landbesetzern. Recherche in den Bevölkerungsregistern der Zivilverwaltung eigt auf, dass der Mehrheit der in dem illegalen Lager befindlichen Familien Häuser in Yatta gehören. Die Familie Najawa, die in Yatta lebt, ergriff Kontrolle über Land, das ihr nicht gehört. Damit reden wir nicht davon Leuten von ihrem Land zu verdrängen, sondern von der Zwangsräumung illegaler Landbesetzer, die unter Verletzung des Rechts Dutzende Bauwerke aufgestellt haben.

s. auch:
Die israelische Linke und der Mythos des „palästinensischen“ Susiya
Europäische Gelder hinter Kampagne zur Auslöschung von antiker jüdischer Stadt
Die Tagesschau hat wieder zugeschlagen
‘Ancient Arab Susiya‘ – The Town That Never Was
The ‚Palestinian village‘ of Susya is neither Palestinian nor a village

Amnesty überbietet Hamas dabei Gazaner „Zivilisten“ zu nennen

Elder of Ziyon, 21. Juli 2015

Amnesty Internationals „Gaza Platform“ lässt einen recht einfach sehen, dass die Datenbasis dazu wertlose ist. Hier ist die Gesamtsumme der Menschen, von denen Amnesty sagt, es habe sie mit seiner „Recherche“ als getötet dokumentiert und wie viele davon Zivilisten sind:

Amnesty behauptet, dass sie Dokumentationen von PCHR und Al-Mezan zu 1.991 Totden haben, von denen 1.667 Zivilisten sind – und nur 234 Militante.

Aber Amnesty weiß, dass das eine Lüge ist. Sie selbst haben die (ebenfalls falschen) Zahlen der UNO als amtlich getwittert:

Das sind 205 Menschen, von denen dieses „Forschungsmittel“ behauptet sie seien Zivilisten und die in Wirklichkeit Militante sind – selbst nach Angaben der UNO!

Das ist eine große Diskrepanz, die von der Tatsache noch vergrößert wird, dass Amnesty nur in der Lage war 1.991 Tote zu dokumentieren (von denen auch noch einige doppelt vorhanden sind). Letztlich sagt die UNO, dass 65% der (insgesamt 2.251) Todesopfer Zivilisten waren, während Amnestys bizarres Instrument 84% angibt!

Noch unglaublicher ist, dass die Hamas zugegeben hat, dass 400 ihrer Mitglieder getötet wurden. Der Islamische Jihad gestand 135 ein. Das sind 200 mehr zugegebene militante Tote als Amnestys Anwendung so überzeugt berichtet. (Beide Zahlen sind übrigens weit zu niedrig.) Die Gaza Platform ist bezüglich ihrer Todesopfer-Statistik einseitiger als die Terrorgruppen selbst.

Die Realität, wie sie vom Meir Amit Intelligence and Terrorism Information Center dokumentiert wurde, sieht so aus, dass (auf Grundlage ihrer neuesten Zahlen) rund 51% der Getöteten Zivilisten waren, eine spektakulär niedrige Zahl für Kämpfe in Städten, in denen die Terroristen sich verstecken und von Wohnhäusern und Moscheen und Schulen aus kämpfen.

Das beweist einmal mehr – als wenn das nötig wäre – dass die Gaza Platform auf fehlerhaften, voreingenommenen Daten gründet.

Das Gesetz Jüdischer Nationalstaat: Gibt es einen Widerspruch zwischen Judentum und Demokratie?

Das Gesetz Jüdischer Nationalstaat: Gibt es einen Widerspruch zwischen Judentum und Demokratie?

Dr. Joel Fishman, Jewish Political Studies Review 26, Nr. 1/2 (Frühjahr 2015), S. 6-13

Einer der Gründe für das Auseinanderbrechen der Regierung Netanyahu im Dezember 2014 war eine ernste Kontroverse zum „Gesetz der Nation“, das auch als „Gesetz Jüdischer Nationalstaat“ bekannt ist. Nach Angaben der vierzehn Prinzipien des Premierministers zum Entwurf einer Gesetzesvorlage durch die Regierung bestand der Zweck dieses Entwurfs darin „die Identität des Staates Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes zu definieren und die Werte des Staates Israel als jüdisch und demokratisch im Geiste dieser Prinzipien zu verankern, wie sie in der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel stehen.“ Am 19. November 2014 genehmigte die Regierung diesen Text als Ausgangspunkt für die Netanyahu-Weinstein-Version des Gesetzes.[1]

Historisch forderten die ideologischen Gründer der zionistischen Bewegung die Schaffung eines souveränen jüdischen Staates, der auf Augenhöhe mit den anderen der Gemeinschaft der Staaten stehen sollte. Diese Denker, von denen die meisten während des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts schrieben, reagierten auf die existenzielle Krise, der das europäische Judentum sich gegenüber sah. Die zaristische Regierung startete ein Programm staatlich gesponserten Antisemitismus und setzte eine Politik in Kraft, deren Zweck es war die Juden über systematische Diskriminierung, Zwangskonversion, Aufwiegelung, Pogrome und andere Formen von Gewalt aus dem russischen Reich zu treiben. Der Historiker Gerald Soren beschrieb das massive Ausmaß der daraus resultierenden Vertreibung und des menschlichen Leids: „Juden … stellten rund 5 Prozent der Bevölkerung des russischen Reichs, waren bis zu 50 Prozent des russischen Auswandererstroms, 60 Prozent der Auswanderer aus Galizien und erstaunliche 90 Prozent des rumänischen Exodus von 1881 bis 1910. Fügt man diese Zahlen mit der hohen Korrelation zwischen Pogromen und jüdischem Massenexodus zusammen, dann deutet das stark auf Angst vor Verfolgung hin, die zwar nicht die einzige Ursache war, aber entscheidend dazu beitrug, dass außerordentliche 33 Prozent der europäischen Juden zwischen 1881 und 1920 ihre Länder verließen.“[2] Darüber hinaus veranlassten der Schrecken und das Entsetzen wegen des Dreyfus-Prozesses, der im damals als aufgeklärtestes Land Europas geltenden Frankreich stattfand, Theodor Herzl, einen assimilierten Juden und Korrespondenten der Wiener Neue Freie Presse seinen Klassiker „Der Judenstaat“ zu schreiben und die zionistische Bewegung zu gründen. Herzl legte die utopische Version einer neuen, säkularen Gesellschaft aus säkularen Juden in einem Palästina vor, das damals unter türkischer Herrschaft stand; aber er reagierte auf die reale Bedrohung durch Antisemitismus. Der genaue raison d’être und Zweck des jüdischen Staates bestand darin, als Zuflucht für das jüdische Volk zu dienen, um das Fortbestehen seiner Existenz und ethnischen Identität sicherzustellen. Diese Vision, die in die Erklärung zur Gründung des Staates Israel aufgenommen wurde, wird immer noch weithin akzeptiert.[3] Im Licht der aktuellen Ereignisse im Europa ein Jahrhundert nach Herzl behält dessen Grundidee weiter seine Gültigkeit.

Nachdem die Regierung Netanyahu das Gesetz Jüdischer Nationalstaat auf die Tagesordnung setzte, entfesselten ihre Gegner eine schrille Kampagne, zu der beliebige Anschuldigungen und öffentlich zum Ausdruck gebrachte, voreingenommene Verachtung gehörten. Für gewisse Gruppen in Israel und dem Ausland verhindern jüdische Souveränität und die Bindungen an die jüdische Religion und Nationalität die Verwirklichung ihrer politischen Ziele. Während der letzten Jahrzehnte und besonders nach der Unterzeichnung der Oslo-Vereinbarungen 1993 haben sich ein aktivistischer Oberster Gerichtshof und die ideologischen Gegner Israels als jüdischem Nationalstaat bemüht den Staatszweck umzufunktionieren, indem ein koordiniertes Programm der Lobbyarbeit, der Lawfare und der Schaffung falscher Fakten vor Ort betrieben wurde.

Zwei voneinander abweichende und miteinander konkurrierende Visionen für die Zukunft Israels sind artikuliert worden, doch die Hauptfrage wird überschattet. Obwohl die Medien dazu tendiert haben die Diskussion als Konfrontation zwischen den Anhängern von Fortschritt und reaktionären „Rechtsgerichteten“ zu formulieren, trägt dieses Herangehen nicht zum Verständnis der Sache bei. Über die Rhetorik hinaus haben die Kritiker des Gesetzentwurfs Jüdischer Nationalstaat das Erbe jüdischer Selbstverwaltung und die Legitimität seiner modernen Erfüllung in Form des souveränen Staates Israel in Frage gestellt. Es ist wahrscheinlicher, dass das wahre Ziel derer, die gegen das Gesetz sind, darin besteht die Hebel der Macht zu ergreifen, um eine radikale Umgestaltung des politischen Systems herbeizuführen.[4] Dieser Artikel soll dem Leser ein Verständnis für die Positionen beider aller Seiten in dieser Debatte und die jeweiligen politischen Traditionen, zu denen sie gehören, vermitteln.

Historisch gesehen stammt die politische Teilung von heute aus der französischen verfassunggebenden Versammlung von 1789. Die Französische Revolution bereitete dem Ancien Régime in Frankreich das Ende und führte das Modell des modernen, säkularen Zentralstaats ein. Diese Entwicklung, die die Juden ins Leben des modernen Europa brachte, kennt man als Emanzipation. Während die Französische Revolution den Juden individuelle – als Menschen – bürgerliche Gleichberechtigung brachte, lehnte sie die Anerkennung des Kollektivstatus einer jüdischen Gemeinschaft oder Volks ab.[5] Nicht zuletzt schuf sie das Modell des modernen Zentralstaats, der nie da gewesene Oberaufsicht über seine Bürger ausüben konnte und ihre persönlichen Freiheiten einschränkte. Über die Frage der Rechte eines jüdischen Kollektivs als Gemeinschaft und Volk hinaus machte das neue Modell der Staatsmacht über seine Interpretation der Gleichheit die einzelnen Bürger unter seiner Autorität schutzloser und willfähriger. Es wird nicht allgemein wertgeschätzt, aber das französische Modell bot den Durchbruch, der den großen totalitären Regimen des 20. Jahrhunderts, nämlich der Sowjetunion und Nazi-Deutschland, den Weg ebnete. Nach Angaben von Conor Cruis O’Brien war die Französische Revolution „das erste große Experiment totalitärer Innovation“.[6]

Wir sollten beachten, dass moderne totalitäre Staaten nicht nur der Existenz religiöser Gruppen gegenüber feindlich gesinnt sind, sondern auch anderen organisierten Organen, die nicht unter ihrer direkten Kontrolle stehen. Fakt ist: Ein Zeichen der Erneuerung der Freiheit in der ehemaligen Sowjetunion und Osteuropas war die Wiedergeburt der bürgerlichen Gesellschaft als politisches, soziales, religiöses Leben, das unabhängig vom Staat existierte. Die Zivilgesellschaft wird definiert als

Sphäre der Gesellschaft, die zischen der Privatsphäre der Familie und der offiziellen Sphäre des Staates liegt. Wie besonders vom deutschen Philosoph G.W.F. Hegel entwickelt, bezieht sich der Begriff in der Regel auf ein Spektrum an Freiwilligen-Organisationen und bürgerlichen Vereinen – Parteien, Gewerkschaften, religiösen Organisationen, kulturellen und Bildungsgremien – die man in modernen, liberalen Gesellschaften vorfindet. Ein Schlüsselaspekt dieser Gremien besteht darin, dass sie zwar öffentlich, aber nicht offiziell oder behördlich sind. Sie ermöglichen es Einzelpersonen Themen von öffentlichem Interesse zu diskutieren und am Gesellschaftsleben teilzunehmen, ohne dabei vom Staat angeleitet zu werden. Die Zivilgesellschaft wird daher oft, wie z.B. vom französischen Denker Alexis de Tocqueville, als Bollwerk der Freiheiten in freien Gesellschaften betrachtet.[7]

Innerhalb des Kontextes der politischen Diskussion in Israel haben die Gegner der Idee des jüdischen souveränen Staates in eigenes Alternativprogramm formuliert. Es hat einen Slogan, der als Antithese dienen soll. Sie haben erklärt Israel solle ein „Staat für alle seine Bürger sein“. Man könnte argumentieren, dass es zwischen den beiden Ideen nicht notwendigerweise einen Widerspruch gibt, denn in vielen Bereichen ist Israel bereits der „Staat für alle seine Bürger“ und auch der jüdische Staat.

Der arabische Kommunist und Knesset-Abgeordnete Tewfiq Toubi (1922 – 2011) führte 1985 die Parole „Staat für alle seine Bürger“ ein.[8] Nach dem ersten Eindruck ist dieser Vorschlag vernünftig. Doch innerhalb des Kontextes der israelischen Politik besteht sein effektives Ergebnis darin, dass der ursprüngliche Sinn des Staates und sein ganzer Charakter verändert werden. Im Januar 2003 schrieb der Kolumnist Gideon Samet, einer der Fürsprecher, in Ha’aretz ausdrücklich über die Bedeutung dieser Parole. Darüber hinaus, dass die arabischen Bürger eingeschlossen sind, würde legal die Hintertür für eine groß angelegte Einwanderung und Einbürgerung von Nichtjuden und Juden geöffnet werden, die „wegen nationalistisch-religiöser Skepsis gegenüber ihrer Religion Erniedrigung erleiden“.

Die Formel [Staat für alle seine Bürger] bezieht sich jedoch nicht nur auf die arabischen Staatsbürger. Es ist in den Augen derer, die glauben, dass Israel – besonders da seine jüdische Mehrheit auf „europäische“ Größe angewachsen ist – unvermeidbar, dass man es sich inzwischen erlauben kann einige seiner ausländischen Arbeiter in einem ordentlichen Prozess einzubürgern wie in jedem ordentlich geführten Land.

Und wenn Israel die problematische, einzigartige Verbindung zwischen Religion und Nationalität über die Nutzung der Formel „Staat für alle seine Bürger“ kappen würde – trotz der Hareidim [ultraorthodoxe Juden] und der National-Religiösen Partei – könnte es auch Hunderttausende Einwanderer integrieren, die unter nationalistisch-religiöser Skepsis bezüglich ihres Jüdisch seins Erniedrigungen erleiden.[9]

Das schrieb Gideon Samet 2003, deshalb sollte man berücksichtigen, dass seitdem viele Juden mit angeblich unklarem Hintergrund erfolgreich in die israelische Gesellschaft integriert wurden. Die Idee aber, „einige Auslandsarbeiter auf ordentliche Weise einzubürgern“, hat sich als unrealistisch erwiesen. Das europäische Modell zu wahllosem Zuzug großer ausländischer und kulturell fremder Bevölkerung zu ermutigen, ist in die Hose gegangen, wie es auch beim Versuch das Experiment in Israel zu duplizieren der Fall ist.

Die palästinensische Autonomiebehörde, die es rundheraus abgelehnt hat Israel als jüdischen Staat anzuerkennen, ist eine weitere interessierte Partei. Die Diskussion um den Gesetzesentwurf Jüdischer Nationalstaat und der Aufruf an die palästinensische Autonomiebehörde Israel als jüdischen Staat anzuerkennen, stellt für Palästinenserführer und ihre begeisterten Fürsprecher innerhalb Israels eine große ideologische und religiöse Herausforderung dar. Von Anfang an haben die Palästinenser das Prinzip abgelehnt, dass Juden – darüber hinaus einer Religion anzugehören – das legitime Recht auf nationale Selbstbestimmung haben. Bernard Lewis stellte fest: „Die PLO nutzt in ihrer Literatur niemals die Bezeichnung ‚Araber und Juden‘, denn das zu tun würde bedeuten zuzugeben, dass es eine jüdische Nation gibt und es gehört zur Grundlage der Ideologie der PLO, dass es so etwas nicht gibt. Sie nutzen die Formel ‚Muslime, Christen und Juden‘. Die Juden sind aus ihrer Sicht eine rein religiöse Minderheit, die keine eigene nationale Identität besitzt und kein Recht auf einen eigenen Staat hat…“[10] Die ausführliche Auseinandersetzung mit palästinensischen Politikern wie Mahmud Abbas, Saeb Erekat, Yassir Abed-Rabo und Nabil Sha’ath offenbart dieselben Ansichten und – echte und eingebildete – Ängste zu den Folgen dieser Tatsache. Der internationale Diskurs der palästinensischen Autonomiebehörde offenbart ebenfalls die Projektion ihres eigenen Verhaltens auf die Israelis. Über ihre totale Ablehnung jüdischen Volkstums hinaus besteht die grundlose Angst, dass die formelle Anerkennung des jüdischen Staates die Entrechtung und möglicherweise Vertreibung der eineinhalb Millionen „Araber von 1948“ zu Folge haben würde, die heute im Staat Israel leben. Hier stellt die Ablehnung der Palästinenser die Juden als Volk anzuerkennen eine ernsthafte Sperre zum Erreichen eines positiven Friedens dar.[11]

Die Teil der aktuellen Diskussion gewordene politisch korrekte Meinung behauptet, dass Judentum und Demokratie von Natur aus in einem Gegensatz stehen, doch das ist nicht notwendigerweise richtig. Mehrere große politische Denker haben argumentiert, dass unter dezentralisierten Bedingungen sowohl Religion als auch Demokratie recht gut mit einander funktionieren können. Zum Beispiel schrieb Alexis de Tocqueville in seinem Klassiker Über die Demokratie in Amerika, dass das Christentum einen positiven Beitrag zur Schaffung eines Klimas guter Gefühle und Moderatheit geleistet hat, das das Florieren demokratischer Gepflogenheiten gestattete. Seit der Kolonialzeit hatte die protestantische Christenheit einen herausragenden Status in den Vereinigten Staaten, der eine positive Bürgerkultur und verantwortlichen Umgang mit Freiheit förderte. Nicht zuletzt begünstigte die Religion innere Zurückhaltung und beschränkte exzessives Verhalten.[12] In seiner berühmten Schlussfolgerung stellte de Tocqueville fest, wenn der Staat, wenn er die Mittel der Oberaufsicht besitzt, eine „demokratische Tyrannei“ einführen kann, die der persönlichen Freiheit ein Ende setzt.

Ich glaube, dass es einfacher ist eine absolute und despotische Regierung über ein Volk einzurichten, wo gleiche Bedingungen vorhanden sind, als in jedem anderen; und ich denke, wenn eine solche Regierung einmal etabliert ist, wird sie nicht nur Menschen unterdrücken, sondern langfristig würde jede von ihnen die Menschheit mehrerer ihrer prinzipiellen Merkmale berauben. Mir erscheint daher, dass in demokratischen Zeitaltern Despotismus besonders zur fürchten ist.[13]

Wie de Tocqueville argumentierte auch George Orwell in 1984, dass es während des Mittelalters, als die katholische Kirche die Vormachstellung ausübte, mehr Gedankenfreiheit gab als unter den Zentralstaaten der modernen Zeit:

… Im Vergleich mit dem, was heute besteht, waren alle Tyranneien der Vergangenheit halbherzig und ineffizient. Die herrschenden Gruppen waren immer in gewissem Maß von liberalen Ideen infiziert und waren überall mit losen Enden zufrieden, die öffentlichen Handlungen zu betrachten; und sie waren nicht daran interessiert, was ihre Untertanen dachten. Teilweise war der Grund dafür, dass in der Vergangenheit keine Regierung die Macht hatte ihre Bürger unter ständiger Beobachtung zu halten…[14]

David Ben-Gurion sah dasselbe Problem für das Nachkriegs-Europa voraus. Im August 1945 vermittelte er seine tiefe Sorge an den World Zionist Congress in London. Er erahnte die Ausweitung der Sowjetunion unter Stalin und deren gefährlichen Folgen für das jüdische Volk. Es ist nicht allgemein bekannt, dass Ben-Gurion in den 1920-er Jahren das bolschewistische Russland besucht hatte, wo er persönlich die Umsetzung von dessen antijüdischem Programm beobachtete, insbesondere die Bemühungen zur Verhinderung Hebräisch zu lehren sowie den Kampf zwischen Evsektsia und Hechalutz.[15] Seine Angst vor dem zentralisierten, säkularen Staat in Verbindung mit anderen drängenden Vorfällen wie der Not vertriebener Menschen im Nachkriegs-Europa und den Schrecken des Pogroms in Kielce (Polen) am 4. Juli 1946 veranlassten ihn zu der Entscheidung eine Masseneinwanderung ins Mandat Palästina zu beginnen, die als Aliyah Beth bekannt wurde und die Einschränkungen missachtete, die die britischen Behörden eingesetzt hatten. Ben-Gurion erklärte:

… Einer der dynamischen Faktoren, die die Existenz der jüdischen Nation stören könnten, ist die zunehmende Macht des Staates über das Individuum. Die aktuelle Tendenz besteht darin, dass der Staat sich intellektuell wie moralisch und auch wirtschaftlich die völlige Kontrolle über das Leben seines Volks verschafft und solche Trends haben voraussichtlich desaströse Konsequenzen für ein geschwächtes und verkleinertes Judentum. Das jüdische Volk hat sich im Verlauf der Zeitalter abgestrampelt und gelitten und sich dem Geschluckt werden widersetzt, doch in der jetzigen Zeit der eng gestalteten Staaten könnte das jüdische Volk vielleicht nicht in der Lage sein weiter Widerstand zu leisten. Die Vereinnahmung des Einzelnen durch den Staat, ob das nun gut oder schlecht für die Völker ihrer jeweiligen Länder ist, die in ihrem eigenen Staat leben, könnte letztlich zur völligen Auslöschung des jüdischen Volks außerhalb von Palästina führen.[16]

Ben-Gurion begriff, dass ein zentralisierter Staat, der den Einschüchterungsapparat besitzt, die Macht haben würde den Einzelnen zu unterdrücken und die jüdische nationale Identität zu unterdrücken. Man kann sicher sagen, dass in der heutigen Diskussion und dem Kontext historischer Präzedenzfälle diejenigen, die „die problematische, einzigartige Verbindung zwischen Religion und Nationalität trennen wollen, praktisch ins antidemokratische Lager des modernen Zentralstaats fallen statt in das fest etablierte westliche Erbe der persönlichen, religiösen und nationalen Freiheit.

Entsprechend den Schriften des Alexis de Tocqueville und George Orwells, die herausragende politische Denker waren, und des David Ben-Gurion, des Staatsgründers, wäre die wirkliche Frage, ob Gedankenfreiheit und Zivilgesellschaft (die religiöse Gremien einschließt) der Herausforderung des zentralisierten Staats standhalten könnten. Von diesem Standpunkt aus gäbe es keinen Widerspruch zwischen Judentum und Demokratie. Sowohl Demokratie als auch Religion haben weit bessere Aussichten unter der unvollkommenen jetzigen als unter einer zentralisierten säkularen Regierung. Die Medien haben zwar die Debatte um den Gesetzesentwurf Jüdischer Nationalstaat übersimplifiziert, indem sie ihn in Begriffen der Rechts-links-Trennung darstellten, zwischen Gut und Böse, wie es war, doch funktioniert diese Unterscheidung nicht.

Langfristige Folgen dieser wichtigen Debatte gehen über die Welt der schnellen Nachrichten hinaus. Die zentrale Frage ist die, ob die Idee des jüdischen Nationalstaats als solche legitim ist. Die Notwendigkeit des jüdischen Staates wurde in der Geschichte und dem Denken vor der Staatsgründung anerkannt. Seine Existenz wurde in der Deklaration zu Gründung des Staates Israel ausgerufen und in den verlustreichen Kriegen entschieden, die ihr folgten. Sein Fortbestand wird regelmäßig im öffentlichen Leben und in Feiern bestätigt. Die Existenz des Staates Israel ist Zeugnis „der Partnerschaft nicht nur derer, die leben, sondern auch derer, die am Leben sind, die tot sind und die noch geboren werden“.[17] Man mag fragen, ob es zu diesem Punkt in der Geschichte Israels besonnen und verantwortlich ist mit der Vergangenheit zu brechen und unnötig ein Projekt radikalen Social Engineerings zu betreiben, dessen Voraussetzungen suspekt und dessen Ausgang ungewiss sind. Es besteht die Gefahr, dass diese Art von Abenteuer die Aufgabe und die demografische Zusammensetzung des jüdischen Staates in Unkenntliche verändert.

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Anmerkungen

* Der Autor dieses Textes möchte Prof. em. Jacob Landau, Mitglied des JPSR Academic Advisory Board, für sein Ermutigung und kritischen Kommentare danken. Ebenfalls möchte er Johannes Gerloff, Korrespondent des Christlichen Medienverbundes KEP aus Deutschland seinen Dank für die einfühlsamen und kritischen Kommentare aussprechen, ebenso Dr. Laurence Weinbaum, Herausgeber des Israel Journal of Foreign Affairs, Jerusalem.

[1] Haviv Rettig Gur: An idiot’s gide to the nation-state controvers. In: The Times of Israel, 1. Dezember 2014.

[2] Gerald Soren: A Time for Building: The Third Migration, 1880-1920. Baltimore (JHU Press/American Jewish Historical Society) 1992, S. 35.

[3] „…Wie der Wissenschaftler und Diplomat Shabtai Rosenne feststellte: Einwanderung ist der raison d’être des Staates Israel, die Antwort auf das allgemeine Problem der fortgesetzten nationalen Existen und der ERhaltung der nationalen kulturellen Ideale…” Michael Brecher: The Foreign Policy System of Israel. London (Oxford University Press) 1972, S. 113.

[4] Entsprechend der Lehre des klassischen politischen Denkens verändert man, wenn man die Aufgabe des Staates verändert, auch sein Wesen. „Alles, was von Natur aus existiert, existiert mit einem Ziel und man kann sein Wesen nicht verstehen, ohne dieses Ziel zu verstehen.“ Ernest Barker/R. F. Stalley: Aristotle: Politics. Oxford (Oxford University Press) 1995, Einführung, x-xi und Buch I, Kapitel 2, Abschnitt 1252b27, S. 10.

[5] Shmuel Trigano: The Democratic Ideal and the Shoah: The Unthought in Political Modernity. Übersetzt v. Gila Walker. Albany (SUNY Press) 2009, S. 16.

[6] Conor Cruise O’Brien: The Great Melody: A Thematic Biography of Edmund Burke. Chicago (University of Chicago Press) 1992, S. 596.

[7] The New Fontana Dictionary of Modern Thought. London (Harper Collins) 1977, s.v. “civil society”.

[8] Gideon Samet: The Battle for the ‘State of all of its Citizens. In: Ha’aretz, 25. Januar 2003.

[9] ebenda.

[10] Bernard Lewis: The Palestinians and the PLO: A Historical Approach. Commentary 59 (Januar 1975), S. 39. Siehe auch: Yehoshafat Harkabi: The Palestinians Covenant and Its Meaning. London (Valentine Mitchell) 1979, an verschiedenen Stellen.

[11] Kobi Michael/Joel Fishman: Building the Positive Peace: The Urgent need to Bring the Israeli-Palestinian Conflict Back to Basics. Jewish Political Studies Review, Band 24 Nr. 3-4 (Herbst 2012), S. 7-29.

[12] Alexis de Tocqueville: Democracy in America. Übers. Von Harvey Mansfield und Delba Winthrop. Chicago (University of Chicago Press) 2000, Band 1, Teil 2, Kapitel 9, S. 280.

[13] ebenda, Band 2, Teil 4, Kapitel 7, S. 666.

[14] George Orwell: Nineteen Eighty-Four. Harmondsworth (Penguin) 1954, Nachdruck 1966, S. 165.

[15] David Ben-Gurion: Zichronoth [Einnerungen]. Tel Aviv (Am Oved) 1971, I, S. 241. Für eine Beschreibung der Angriffe der Evsektsij und der Bolschewiki auf die jüdische Religion und Kultur s.: Richard Pipes: Russia under the Bolshevik Regime. New York (Vintage Books) 1955, S. 362-366.

[16] Report of the Proceedings, World Zionist Conference, London, August 1945. The New Judea, Band XXI, Nr. 11-12 (August/September 1945), S. 173.

[17] Edmund Burke: Reflections on the Revolution in France. Herausgegeben und eingeleitet von L. G. Mitchell. Oxford (Oxford University Press) 1993, S. 96.