Türkei: Wiederaufleben der glorreichen/blutrünsigen Tage des Jihad

Raymond Ibrahim, 29. November 2019 (FrontPage Magazine)

Die wenig kommentierten, aber andauernden Misshandlungen historischer Kirchen durch die Türkei spiegelt vermehrt das zunehmende Gefühl des islamischen Überlegenheitsanspruchs dieser Nation.

Bevor die Türken dort einmarschierten, war Anatolien (die heutige Türkei) eine uralt-christliche Region; ein großer Teil der Paulusbriefe wurde an ihre Kirchen geschickt oder handelten von ihnen, darunter die sieben Gemeinden der Apokalypse. Mit der Eroberung, Kolonisierung und folgenden Türkifizierung Anatoliens durch die Türken – der Grund, dass es heute einfach „Türkei“ heißt – wurden zehntausende Kirchen systematisch geschändet und in Sieges-Moscheen umgewidmet.

Unter Mustafa Kemal Atatürks (gest. 1938) Säkularisierungsprogramm wurden aus einigen dieser historischen und bedeutenden, in Moscheen verwandelten Kirchen neutrale Museen gemacht. Heute werden sie allerdings wieder angegriffen, wieder in islamische Sieges-Moscheen umgewandelt.

Erst vor kurzem, am 5. November, kündigte die Regierung an, dass eine 1500 Jahre alte Kirche, gewidmet dem Heiligen Retter, wieder in eine Moschee umgewidmet werden soll, obwohl sie seit 1945 ein Museum gewesen ist. Das bedeutet: Obwohl sie „eines der großartigsten Beispiele byzantinischer Kunst ist und immer noch Mosaike und Fresken erhalten sind“, werden diese alle im Säuberungsprozess zerstört werden, der sie zu einer Moschee macht.

Die Heilige Retter ist kaum die erste Kirche/Museum, die in den letzten Jahren in eine Moschee umgewandelt wurde. Das andauernde Phänomen ist keine sonderlich verschleierte Drohung für die ultimative und stark erwartete Umwidmung – die der Hagia Sophia, der größten Basilika des östlichen Christentums; sie steht in Konstantinopel (dem modernen Istanbul). Obwohl auch sie seit Mitte der 1930-er Jahre ein Museum gewesen ist, obwohl sie für die östlich-orthodoxen Christen einen besonderen Ort darstellt und obwohl es allein in Istanbul mehr als 3.000 aktive Moscheen gibt,  sagten mehr als 97 Prozent der 2013 befragten Türken, sie wollten, dass die Hagia Sophia in eine Moschee verwandelt wird.

Warum so viele Türken nach dieser Umwandlung schreien – sie wollen ihr islamisches Überlegenheitsgefühl gegenüber dem Christentum (und demzufolge über den Westen, so läuft ihr Denken) zu beweisen – ist in allen Bereichen der Gesellschaft offenkundig, von ganz oben bis ganz unten. Betrachten Sie Präsident Recep Tayyip Erdoğan, der früher dieses Jahr deutlich machte, dass auch er sehen will, dass aus der Hagia Sophia eine Moschee gemacht wird. Nach dem Bericht, dass „der Präsident der Türkei in der Hagia Sophia ein islamisches Gebet rezitierte, ein historisches Istanbuler Wahrzeichen, das zum Symbol von Interreligiosität und diplomatischer Spannungen geworden ist“, fügte AP hinzu, dass Erdoğan sein Gebet den „Seelen all derer widmete, die uns diese Arbeit als Erbe hinterließen, besonders Istanbuls Eroberer [Sultan Mehmet II.].“

Salih Turhan, Leiter der Anatolischen Jugendvereinigung, die jedes Jahr rund um die Hagia Sophia demonstriert, erklärte zudem: „Als die Enkel von Mehmet dem Eroberer ist es unser legitimes Recht, dass wir die Wiedereröffnung der Hagia Sophia anstreben.“

Mit anderen Worten: Der Wunsch aus der Hagia Sophia in eine aktive Moschee zu machen, ergibt sich nicht aus Frömmigkeit oder einem Mangel an Moscheen, sondern im Ruhm – heißt die Blutrünstigkeit – der Tage des Jihad und Ehre derer, die ihn ausüben, zu schwelgen.

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Im Folgenden besuchen wir exakt das, was Mehmet II., der Eroberer, in der Hagia Sophia machte und ihr antat, dass so viele modernen Türken ihn ehren, einschließlich ihres Präsidenten, wozu auch gehört, dass sie die Umwandlung des Gebäudes in eine Moschee fordern. (Alle Zitate des folgenden Berichts stammen aus Primärquellen, zumeist von Augenzeugen und sind in Sword and Scimitar: Fourteen Centuries of War between Islam and the West dokumentiert.)

Nachdem Konstantinopel Jahrhunderte lange Jihad-Vorstöße abgewehrt hatte, brandschatzte Mehmet – d.h. Mohammed (Mehmet ist die türkische Aussprache des arabischen Namens des Propheten) – Konstantinopel am 29. Mai 1453. Einmal in die Stadt eingedrungen „gaben die türkischen Soldaten kein Pardon“, schrieb ein Augenzeuge:

Als sie ihr Massaker veranstaltet hatten und es keinen Widerstand mehr gab, wollten sie plündern und durchstreiften die Stadt, stahlen, entkleideten, brandschatzten, töteten, vergewaltigten, nahmen Männer, Frauen, Kinder, alte Männer, junge Männer, Mönche, Priester, Menschen aller Art und in jeglichem Zustand… Es gab Jungfrauen, die wachten aus unruhigem Schlaf auf, um diese Banditen mit blutigen Händen und Gesichter voller erbärmlicher Raserei über sich zu sehen … [Die Türken] zogen sie weg, rissen sie fort, zwangen sie, entehrten sie, vergewaltigten sie auf den Kreuzungen und unterzogen sie den furchtbarsten Gewalttaten… Zarte Kinder wurden brutal von den Brüsten ihrer Mütter gerissen und Mädchen wurden gnadenlos fremden und schrecklichen Vereinigungen übergeben und tausend andere Dinge geschahen…

Weil tausende Bürger geflohen waren und sich in die Hagia Sophia geflüchtet hatten, bot sich hier eine ausgezeichnete Ernte an Sklaven – sobald ihre Türen aufgebrochen waren. „Ein Türke sah nach der scheinbar reichsten Gefangenen, ein anderer zog ein hübsches Gesicht bei den Nonnen vor… Jeder räuberische Türke war gierig darauf seine Gefangene zu einem sicheren Ort zu bringen und kehrte dann für einen zweiten oder dritten Preis zurück… Dann konnte man lange Schlangen sehen, die die Kirche und ihre Heiligtümer verließen, getrieben wie Vieh oder Schafherden.“

Manchmal bekämpften die Sklavenhalter sich wegen „irgendeines gut gebauten Mädchens“ gegenseitig bis zum Tod, obwohl diese es „vorzogen sich in Brunnen zu werfen und zu ertrinken statt in die Hände der Türken zu fallen“.

Nachdem sie Besitz von einer der größten und ältesten Basiliken – zur Zeit ihrer Eroberung fast tausend Jahre als – ergriffen hatten, betrieben die Invasoren „alle möglichen Widerwärtigkeiten darin, machten aus ihr ein öffentliches Bordell“. Auf „ihren heiligen Altären“ inszenierten sie „Perversionen mit unseren Frauen, Jungfrauen und Kindern“, darunter „die Tochter des Großfürsten, die sehr schön war“. Sie wurde gezwungen „sich auf den großen Altar der Hagia Sophia zu legen, mit einem Kreuz unter ihrem Kopf, dann wurde sie vergewaltigt“.

Dann „paradierten sie das Hauptkreuz [der Hagia Sophia] in einer höhnischen Prozession durch ihr Lager, schlugen Trommeln dazu, kreuzigten Christus erneut mit Bespucken und Gotteslästerungen und Flüchen. Sie setzten ihm einen türkischen Hut auf … seinen Kopf und brüllten höhnisch: „Seht, der Gott der Christen!“

Viele andere Kirchen in der alten Stadt erlitten dasselbe Schicksal. „Die Kreuze, die auf den Dächern oder Wänden von Kirchen angebracht waren, wurden heruntergerissen und darauf herumgetrampelt.“ Die Eucharistie wurde auf den Boden geworfen; heilige Ikonen wurden ihres Goldes beraubt, „auf den Boden geworfen und getreten“. Bibeln wurden ihre Gold- und Silberbilder genommen, bevor sie verbrannt wurden. „Ikonen wurden ohne Ausnahme den Flammen übergeben.“ Patriarchengewänder wurden auf die Lenden von Hunden platziert; Priestergewänder wurden auf Pferde gelegt.“

„Überall gab es Unglück, jeder wurde von Schmerz berührt“, als Sultan Mehmet schließlich seinen Einzug in der Stadt hielt. „Es gab Klagen und Weinen in jedem  Haus, Schreie auf den Straßen und Leid in allen Kirchen; das Stöhnen der erwachsenen Männer und die Schreie von Frauen, begleiteten Plünderung, Versklavung, Trennung und Vergewaltigung.“

Der Sultan ritt zur Hagia Sophia, stieg ab und ging hinein, „bewunderte den Anblick“ der Großkirche. Nachdem sie sie von ihren Kreuzen, Statuen und Ikonen gesäubert hatten – der Sultan selbst stieß ihren Altar um und trampelte darauf herum – befahl Mehmet einem Muezzin auf die Kanzel zu steigen und „ihre widerwärtigen Gebete ertönen zu lassen. Dann stieg dieser Sohn des Frevels, der Vorläufer des Antichristen, auf den Heiligen Tisch, um seine eigenen Gebete zu sprechen“, womit er „aus der Großkirche in einen Heidenschrein für seinen Gott und seinen Mahomet machte“.

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Das ist also das, worauf die Muslime der Türkei und ihr Präsident stolz sind: die gewalttätige Eroberung uralten christlichen Territoriums und die von Gräueln beladene Umwandlung ihrer größten Kathedrale in eine Moschee; das ist das, was sie begierig ehren, indem sie aus der Hagia Sophia wieder eine Moschee machen. Täuschen Sie sich nicht: Auch wenn der Durchschnittswestler bezüglich der erwähnten Geschichte keine Ahnung hat, wird sie doch jedem Türken wird sie in seiner Jugend gelehrt.

Mehmet offen zu vergöttern und zu versuchen zu tun, was er tat – aus der Hagia Sophia eine Moschee zu machen, um die „Seelen all derer zu ehren, die uns dieses Werk als Erbe hinterließen, besonders Istanbuls Eroberer“, wie Erdoğan proklamierte – ist gleichbedeutend damit, dass Türken sagen: „Wir sind stolz auf unsere Vorfahren [und versuchen es ihnen gleichzutun], die Menschen abschlachteten, versklavten und vergewaltigten und ihnen ihr Land stahlen, nur weil sie christliche Ungläubige waren.“

Nachbemerkung: Einen umfassenden Bericht von der Belagerung und folgenden Plünderung von Konstantinopel finden Sie in Kapitel 7 des Buchs Sword and Scimitar dieses Autors.

Das vierte „Nein“ der Khartoum-Resolution: Nein zur Rückkehr palästinensischer Flüchtlinge

First One Through, 21. November 2019

Nach der für die Araber erniedrigenden Niederlage im Krieg vom Juni 1967 mit Israel versammelten sich die Führer von acht arabischen Ländern in Khartoum im Sudan, um ihre Einheit miteinander und die Sache gegen Israel zu proklamieren, das gerade den Sinai von Ägypten, die Westbank von Jordanien und die Golanhöhen von Syrien erobert hatte. Sie veröffentlichten die Resolution von Khartoum, die unter anderem die berühmten „drei Nein“ zu Israel verkündete:

3. Die arabischen Staatsoberhäupter sind überein gekommen ihre politischen Bemühungen auf der internationalen und diplomatischen Ebene vereinen, um die Auswirkungen der Aggression zu eliminieren und den Rückzug der aggressiven israelischen Streitkräfte aus arabischem Land sicherzustellen, die seit der Aggression vom 5. Juni besetzt sind. Das iwrd innerhalb des Rahmens der Hauptprinzipien erfolgen, an denen die arabischen Staaten festhalten, nämlich: Nein zum Frieden mit Israel, Nein zur Anerkennung Israels, Nein zu Verhandlungen mit Israel und das Bestehen auf den Rechten des palästinensischen Volks in seinem eigenen Land.

Die Komödie klassischer Clowns könnte den Zuhörern späterer Generationen entgehen, aber die arabischen Staatsoberhäupter machten das Thema, dass die Palästinenser ihr „eigenes Land“ haben, zur neuen Priorität, nach 18 Jahren Besetzung der Westbank und des Gazastreifens von 1949 bis 1967, in denen sie keinerlei Anstrengungen machten einen unabhängigen Palästinenserstaat zu schaffen.

Zudem verhinderte das Nein zu Frieden/Anerkennung/Verhandlungen mit Israel nicht nur für alle arabischen Akteure jeden Weg zu Frieden mit Israel, es schlug die Tür für palästinensische Flüchtlinge zu, irgendeine Chance auf Rückkehr in ihre Häuser in Israel zu erhalten.

Wie in Punkt 11 der Resolution 194 der UNO-Vollversammlung von 1948 erklärt: „Flüchtlingen, die wünschen in ihre Häuser zurückkehren und in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben, sollte erlaubt werden das zum frühestmöglichen Zeitpunkt zu tun und denen, die sich entscheiden nicht zurückzukehren, sollte für den Verlust oder Schaden an ihrem Grundbesitz Entschädigung gezahlt werden.“ Die Resolution von Khartoum 1967 machte klar, dass es keinen Frieden mit Israel und folglich keine Rückkehr von Flüchtlingen geben würde.

Das war für die arabische Welt weder neu noch neuartig.

Im Oktober 1950, nicht lange nach dem Ende des israelischen Unabhängigkeitskriegs, suchten die Vereinten Nationen nach einer Methode mit den heimatlosen Arabern umzugehen, die Israel verlassen hatten. Die UNO-Aussöhnungskommission für Palästina hielt die Meinung von Israels erstem Premierminister David Ben Gurion zum Status der arabischen Flüchtlinge fest:

Herrn Ben Gurions Sicht dieses Textes [Resolution 194] machte die Möglichkeit einer Rückkehr der Flüchtlinge in ihre Häuser sozusagen abhängig von der Etablierung von Frieden: Solange die arabischen Staaten es ablehnten Frieden mit Israel zu schließen, war es offenkundig, dass Israel sich nicht voll auf die Erklärung verlassen konnte, die arabische Flüchtlinge bezüglich ihrer Absichten machen könnten in Frieden mit ihren Nachbarn zu leben. Herr Ben Gurion schloss die Möglichkeit nicht aus, dass die Repatriierung einer begrenzten Anzahl arabischer Flüchtlinge akzeptiert wird, aber er machte klar, dass die Regierung Israels als echte Lösung für den großen Teil der Flüchtlingsfrage in der Ansiedlung der Flüchtlinge in arabischen Staaten betrachtet. Andererseits erkannte Herr Ben Gurion den humanitären Aspekt des Problems voll an und erklärte bei mehreren Gelegenheiten, dass die Regierung Israels, wenn die Zeit kommt, bereit sein würde sich an den Anstrengungen zu beteiligen, die für ihre Lösung notwendig sind und dass es in einem ernsten Geist der Kooperation tun würde. Herr Ben-Gurion sagte der Kommission jedoch, dass die Regierung Israels die Flüchtlingsfrage als eine derer betrachtete, die während der allgemeinen Verhandlungen um die Errichtung des Friedens in Palästina untersucht werden sollte.

Die arabischen Staaten lehnten die Existenz des jüdischen Staates bei seiner Gründung 1948 ab und gruben sich nach dem Verlust von Territorium tiefer ein, das 1967 in IHREM Besitz war (nicht in dem lokaler Palästinenser). Während Ägypten und Jordanien 1979 und 1994 Friedensverträge mit Israel unterzeichneten, hat der Rest der arabischen Welt das immer noch nicht getan. Dreißig arabische und muslimische Staaten lehnen es immer noch ab grundsätzlich die Existenz Israels anzuerkennen.

Während also die Zahl der palästinensischen „Flüchtlinge“ 1967 bei rund einer Million lag, ist diese Zahl bis 2019 auf über 5 Millionen in die Höhe geschossen. So viele Araber nach Israel zu bringen würde die demografische Zusammensetzung und den Charakter Israels komplett verändern, ein Punkt, den die Vereinten Nationen verabscheuen, wenn es um in der Westbank lebende Juden geht, wie in der Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats von 2016 erklärt wird: „Unter Verurteilung aller Maßnahmen, die auf die Veränderung der demografische Zusammensetzung, den Charakter und den Status der seit 1967 besetzen palästinensischen Gebiete, einschließlich Ostjerusalems abzielen.“ Wenn der gewünschte arabische Staat mit 5% jüdischer Bevölkerung nicht klarkommen kann, wie kann irgendjemand auch nur ansatzweise darüber nachdenken, dass der jüdische Staat, der bereits 20% arabische Bevölkerung hat, weitere 5 Millionen Araber aufnimmt?

Arabische Frauen betreten den Platz vor der Westmauer in Jerusalem, Israel. (Foto: First.One.Through)

1967 erklärte die arabische Welt die drei Nein zu Israel und besiegelte damit praktisch auch das Schicksal der palästinensischen Flüchtlinge, dass sie niemals wieder in ihre Häuser in Israel ziehen würden.

Vier Belege, dass Siedlungen nicht der Grund sind, dass wir keinen Frieden haben

Dr. Einat Wilf auf twitter:

1) Vor 1967 kontrollierten Jordanien und Ägypten die Westbank und den Gazastreifen, es gab keine Siedlungen und trotzdem lehnte die arabische Welt Israel ab, während Palästinenser die „Befreiung Palästinas“ mit Gewalt forderten.

2) Zwei Premierminister, Ehud Barak (2000) und Ehud Olmert (2008) legten Friedensvorschläge vor, die ein souveränes arabisches Palästina in praktisch der gesamten Westbank und dem Gazastreifen (mit Landtausch) ohne jegliche Siedlungen geschaffen hätten. Arafat und Abu Mazen lehnten trotzdem ab.

3) Israel hat wiederholt seine effektive und skrupellose Fähigkeit demonstriert Siedlungen für Frieden (Sinai) oder viel weniger (Gazastreifen, nördliche Westbank) zu räumen. Die Paläsinenser müssen bislang noch immer wenigestens einen einzigen „Flüchtling“ aus den UNRWA-Namenslisten entfernen, selbst die, die bereits im Gazastreifen und der Westbank leben.

4) Trotz der Kontrolle über die Westbank seit mehr als 50 Jahren leben fast 80% der Siedler auf 4% des Territoriums der Westbank, fast direkt an die Waffenstillstandlinie von 1949 (Grüne Line) angrenzend, was die Zweistaatenlösung offen und möglich hält (lesen Sie Shaul Arieli für mehr dazu).

Der Grund, dass wir keinen Frieden haben, lautet, dass die arabischen Palästinenser immer noch, wie sie es immer schon machten, dem jüdischen Volk als Volk gleiches Recht auf nationale Selbstbestimmugn in allen Teilen seines historischen Heimatlandes verweigern, eine Ablehnung, die in der fortgesetzten palästinensischen Forderung nach „Rückkehr“ spiegelt.

Die Lüge vom schrumpfenden palästinensischen Land

gefunden auf Twitter:

All das Gerede von schrumpfendem palästinensischen Land ist UNSINN.

Die Palästinenser kontrollieren mehr Land als je zuvor.

Es gab bis in die 1990-er Jahre keine palästinensische Kontrolle im Gazstreifen oder Judäa und Samaria; damals gab Israel Land ab.

Die Gebiete unter palästinensischer Kontrolle sind grün:

Islam und der Westen: Motive hinter dem falschen Narrativ

Raymond Ibrahim, 26. November 2019

Jede ehrliche Beurteilung des historischen Jihad des Islam gegen die christliche Welt muss, gelinde gesagt, ein Augenöffner sein. Im ersten Jahrhundert seiner Existenz (zwischen 632 und 732) eroberte, arabisierte und islamisierte der Islam fast drei Viertel der nachrömischen christlichen Welt, die dabei dauerhaft aufgelöst wurde. Europa wurde als „der Westen“ bekannt, weil es buchstäblich der Rest und der westlichste Teil des Christentums war, der nicht vom Islam geschluckt wurde.

Grob ein Jahrtausend lang führten Araber, Berber, Türken und Tataren – die sich allesamt Muslime nannten und als solche betrachteten – in praktisch jeder Ecke Europas einen Überfall nach dem anderen durch, alle gerechtfertigt und als Jihade gepriesen. Sie kamen bis nach Island und provozierten die USA in ihren ersten Krieg als Nation. Die Verheerungen waren unbeschreiblich; manche Regionen Europas, besonders in Spanien und auf dem Balkan, blieben infolge der unaufhörlichen Angriffe unbewohnbar. Rund 15 Millionen Europäer wurden während dieses immerwährenden Jihad versklavt und nach Angaben der zeitgenössischen Berichte, grauenhaft behandelt.

Kurz gesagt: „Wenn wir … uns fragen, wie und wann die moderne Auffassung von Europa und der europäischen Identität geboren wurde“, schreibt der Historiker Franco Cardini, „wir erkennen das Ausmaß, in dem der Islam in seiner Schaffung ein Faktor war (wenn auch ein negativer). Wiederholte muslimische Aggressionen gegen Europa zwischen dem siebten und achten Jahrhundert, dann zwischen dem vierzehnten und dem achtzehnten Jahrhundert … waren eine „gewalttätige Hebamme“ für Europa.“

Hier kommt die unvermeidliche Frage auf: Wie konnte eine so lange, gut dokumentierte Geschichte totaler islamischer Aggression, die gewaltige Auswirkungen auf die Entwicklung westlicher Zivilisation hatten, die heute als Antithese der Wirklichkeit präsentiert wird?

Die Antwort kreist um eine Reihe moderner Philosophien – von der Aufklärung bis zum moralischen/kulturellen Relativismus – die jede zu einem alles durchdringenden „Narrativ“ zur historischen Beziehung zwischen dem Islam und dem Westen beigetragen haben. Mit der Darstellung des Westens als Aggressor und des Islam als Opfer – daher die fortgesetzten Beschwerden des Letzeren mit der darauf gründenden Feindlichkeit – ist diese Geschichte so eingegraben, wie sie das Gegenteil der Wirklichkeit ist.

Um das zu begreifen, muss man erst einmal verstehen, dass trotz seiner vielen Erscheinungsformen, Permutationen und Schwerpunkten im Verlauf der Jahrhunderte die unausgesprochene Triebkraft weitgehend dieselbe gewesen ist: um einen Bruch des traditionellen Erbes, Religion, Identität und Gepflogenheiten Europas  zu dämonisieren und zu rechtfertigen. Wenn das weit hergeholt klingt, bedenken Sie: Während nach jedem objektiven Standard der Westen für praktisch jeden Segen verantwortlich ist, der heute als selbstverständlich gehalten wird – von wissenschaftlichen, technologischen, wirtschaftlichen und medizinischen Fortschritten über die Abschaffung der Sklaverei bis zu Antidiskriminierungsgesetzen – hasst kein Mensch welcher Rasse oder Zivilisation auch immer sein Erbe, außer Westlern. Da stimmt eindeutig etwas nicht.

Oder bedenken Sie, wie Linke/Liberale/Progressive, die andauernd gegen jeden Rest westlichen Traditionalismus plärren, gewohnheitsmäßig gemeinsame Sache mit dem Islam machen – trotz dessen wahrlich unterdrückerischer Qualitäten. So verurteilen Feministinnen das „Patriarchat“ des Westens – sagen aber nichts gegen den muslimische Umgang mit Frauen als Eigentum; Homosexuelle verurteilen christliche Bäckereien – sagen aber nichts gegen die Hinrichtung von Homosexuellen durch Muslime; Multikulturalisten verurteilen Christen, die es ablehnen ihren Glauben niederzuhalten, um den religiösen Sensibilitäten muslimischer Minderheiten entgegenzukommen – sagen aber nichts gegen die eingegrabene und offene muslimische Verfolgung von Christen.

Der Grund für diese Diskrepanzen ist einfach: „Der Feind [Islam] meines Feindes [Christentum] ist mein Freund.“

Wie und warum solch eine formell durchaus bekannte Geschichte muslimischer Aggression gegen Europa ab hier nicht nur einfach unterdrückt wurde, sondern anfangen sollte Sinn zu machen: Von allen nicht europäischen, nicht christlichen Völkern lebten einzig die Muslime mehr als ein Jahrtausend lang neben und interagierten mit Europa (soll heißen: waren übergriffig und führten Krieg gegen Europa); das machte die Muslime zu den einzigen Leuten – das einzige Gegenstück – das verwendet werden konnte um das Argument gegen das prämoderne Europa genutzt werden konnte. Aber zuerst wurde ein intellektuell befriedigender Weg benötigt, Muslime in die Rolle als Opfer zu bringen, statt als Eroberer.

Dann betrat 1978 das Buch Orientalism des Literaturprofessors Edward Said die Bühne. Seine zentrale These lautet, dass die Orientalisten – die Europäer, die das akademische Studium des Ostens vor Jahrhunderten begannen – nicht objektiv über Muslime und ihre Geschichte schrieben, sondern sie stattdessen absichtlich verleumdeten und stereotypisierten, um zu rechtfertigen, dass man in der Kolonialzeit über sie herrschte.

Das machte perfekt Sinn – aber nur, weil das postmoderne, westliche Gemüt bereits darauf vorbereitet war. Denn wenn, wie der marxistische Materialismus es lehrt, Ideen/Religionen keinen Einfluss auf die Geschichte haben (und damit veranlasste wirtschaftlicher Bedarf, nicht „Jihad“ die Muslime sich auszubreiten); wenn es, wie der Relativismus und der davon hervorgebrachte Multikulturalismus lehren, keine absoluten Wahrheiten gibt, weder religiös noch sonstwie (und damit keine Kultur oder Zivilisation „besser“ ist als andere); wenn, wie Populärpsychologie lehrte, gewalttätiges und negatives Verhalten immer ein Produkt sozialer Ungerechtigkeiten ist (und je mehr Muslime sich gewalttätig verhalten, desto mehr beweist das nur, dass sie frustrierte Opfer sind) – was sagt das dann über die Jahrhunderte europäischer Schriften, die Muslime durchweg als von Gewalt und Begierde ideologisch getrieben darstellen?

Einfach: Man tut sie als eifernde und heuchlerische Lügen der verachtenswerten Christen und Europäer ab, die darauf aus sind einen überlegenen, toleranteren Glauben und Zivilisation zu dämonisieren. Damit war ein komplett neuer akademischer Ansatz gegenüber dem Islam geboren – der, dem alle historischen Schriften genommen sind, die dem Narrativ nicht entsprechen. Die Geschichte sollte nicht länger Ideen und Einstellungen formen; stattdessen sollten vorgegebene Ideen und Gesinnungen – Wunschdenken – die Geschichte formen.

Bernard Lewis, selbst Ziel von Edward Saids Orientalism, fasste diesen neuen Ansatz – oder „Pseudo-Geschichte“ – treffend zusammen:

Gemäß einer aktuellen modischen, erkenntnistheoretischen Ansicht gibt es absolute Wahrheit entweder nicht oder sie ist unerreichbar. Daher spielt Wahrheit keine Rolle; Fakten spielen keine Rolle. Aller Diskurs ist eine Manifestation einer Machtbeziehung und alles Wissen ist schiefstehend. Daher spielt Genauigkeit keine Rolle; Beweise spielen keine Rolle. Alles ist eine Sache der Haltung. – die Motive und die Ziele – des Nutzers von Wissen und das könnte schlicht für sich selbst reklamiert oder einem andren angedichtet werden. Beim Unterstellen von Motiven ist die Irrelevanz von Wahrheit, Fakten, Beweisen und sogar Plausibilität eine große Hilfe. Die bloße Behauptung genügt.“ (Islam and the West, S. 115)

Der Erfolg von Orientalism liegt weniger in irgendetwas, das ihm innewohnt – der amerikanische Altphilologe Bruce Thornton charakterisiert es als ein „zusammenhangloses Amalgam aus dubioser postmoderner Theorie, sentimentaler Dritte-Welt-Idealisierung, eklatanten historischen Fehlern und westlichen Schuldgefühls – und mehr, weil das in den im Westen vorherrschenden Zeitgeist passt (der natürlich durch „dubiose postmodernen Theorie, sentimentale Dritte-Welt-Idealisierung eklatante historische Fehler und westliche Schuldgefühle“ gedeiht).

Dieses Narrativ überwiegt heute nicht deshalb, weil die Menschen belesen sind oder der akademischen Welt Aufmerksamkeit widmen; so demonstrierte der französische Historiker Marc Ferro in seinem Buch Cinema and History (1988), dass für die überwiegende Mehrheit der Menschen im Westen ihr geschichtliches Wissen aus Filmen stammt. Und fast jeder große Film, der von vormodernen Europäern und Muslimen handelt – Robin Hood (1991), Kingdom of Heaven (2005) usw. – vergleicht scheinheilige, intolerante und fanatische Christen mit gebildeten, fortschrittlichen und toleranten Muslimen. Lewis schrieb schon 1997 als Kommentar zu solchen Filmen: „Die Fehldarstellung der Vergangenheit im Kino ist vermutlich die fruchtbarste und effektivste Quelle solcher Fehlinformation in der heutigen Zeit…“

Zwanzig Jahre später hat das Narrativ nur Metastasen gebildet und alle Aspekte des öffentlichen Lebens infiziert, einschließlich der Politik und der sogenannten „Mainstream-Nachrichten“. Unterdessen zensieren soziale und andere Mediengiganten – YouTube, Google, Facebook, Twitter – zunehmend Material, das dem Narrativ widerspricht.

Auf diese Weise wurde altbekannte Geschichte auf den Kopf gestellt und benutzt, um den Westen zu schwächen – wobei die größte Sünde darin besteht immer wieder zu glauben oder sich zu verhalten wie ihre „furchtbaren“ Vorfahren des bezüglich des Islam taten.

Jedes Ausstellungsstück im Palästina-Musum von vor 1850 ist jüdisch, nicht arabisch

Elder of Ziyon, 16. Oktober 2019

Ich habe mir das digitale Online-Archiv der Palästina-Museums angesehen, wo man unter jeder Menge Kriterien suchen kann.

Das Museum sagt, es habe mehr als 70.000 Artefakte katalogisiert, was eine eindrucksvolle Zahl zu sein scheint, bis man sich das genauer ansieht.

Zum Beispiel kommen rund 7.000 dieser Artefakte von einer einzelnen Person, einem Lehrer namens Nabil ‘alqam, der einzelne arabische Sprichwörter auf ein einzelnes Stück Papier schrieb – und die gesamte Sammlung spendete.

‘Alqam druckte auch einige weitere volkstümliche Erzählungen wie diesen sogenannte „Der Furz“.

Sieht man sich die ältesten Stücke der Sammlung an, dann gibt es nur vier Artefakte, die angeblich aus der Zeit vor 1850 stammen.

Zwei davon werden falsch kategorisiert wurden. Dieses Foto einer Moschee in Lod stammt wahrscheinlich von 1981, nicht von 1081.

Dieses Hochzeitsfoto ist nicht aus dem Jahr 1847, wie es geführt wird. Vielleich aus dem frühen 20. Jahrhundert.

Das lässt zwei Artefakte aus der Zeit vor 1850 übrig, beides lateinische Landkarten.

Eine ist eine Karte des biblischen Kanaan von 1651.

Es gibt eine weitere Karte Palästinas von 1838, die zeigt, wie das Land zwischen den jüdischen Stämmen aufgeteilt war.

Beide Landkarten zeigen Stellen aus der jüdischen Bibel. Ich konnte keine arabischen Ortsnamen dort finden.

Je mehr das „Palästina-Museum“ veröffentlicht, um so weniger scheint es so, als gebe es irgendetwas, das auch nur entfernt als palästinensische Geschichte bezeichnet werden kann, die vor dem Zionismus existierte.

Welche Beziehungen haben die Juden zur Westbank?

Dov Lipman, HonestReporting, 17. November 2019


Am 9. September 2013 wurde bei archäologischen Arbeiten am Fuß der Südmauer des Tempelbergs in Jerusalem ein goldenes Medaillon mit einer eingearbeiteten jüdischen Menora gefunden. (Foto: Talie Mayer/AFP via Getty Images)

Welche Verbindungen haben die Juden zur Westbank und Ostjerusalem?

Wie wird das in Kritik an Israels „Besatzung“ dieser Gebiete eingearbeitet?

Und sollte Israel auf die internationalen Forderungen hören das Gebiet einfach zu verlassen?

Was die Westbank ist (und was nicht)

Die Westbank einschließlich Jerusalems hat 2.173 Quadratmeilen zumeist bergigen Landes, das von südlich von Galiläa bis zum nördlichen Teil der Gegend am Toten Meer nördlich und südlich von Jerusalem genau mittig durch Israel verläuft; es liegt am Westufer des Jordan – daher dieser Name.

Es gibt zahlreiche Probleme mit dieser Forderung, die von der internationalen Gemeinschaft an Israel gestellt wird.

Das erste hat mit der Verwendung des Wortes „besetzt“ aus rechtlicher Sicht zu tun. Israel übernahm die Kontrolle über dieses Land während des Sechstage-Kriegs – eines Verteidigungskriegs im Juni 1967, als die Armeen aller benachbarten arabischen Länder sich zusammenrotteten um Israel anzugreifen und zu vernichten. Jordanien kontrollierte die Westbank, aber als König Husseins Streitkräfte sich dem Angriff auf den jüdischen Staat anschlossen, verjagte ihn die IDF aus dem Gebiet. Es verblieben keine jordanischen Streitkräfte auf dem Westufer (englisch: Westbank) des Jordan.

Damit es „besetztes Gebiet“ ist, muss ein Land ein Gebiet erobern, an dem ein anderes Land souveräne Rechte hatte.

Jordanien hatte aber nie souveräne Kontrolle über die Westbank.

Die Vereinten Nationen hatten vorgeschlagen die Region einem arabischen Staat zu geben, der als Teil des Teilungsplans von 1947 an der Seite eines jüdischen Staates gegründet werden sollte. Jordanien übernahm die Kontrolle des Gebiets während des totalen arabischen Angriffs auf Israel, nachdem im Mai 1948 die israelische Unabhängigkeit erklärt wurde. Aber als Jordanien das Territorium 1950 annektierte, lehnte die internationale Gemeinschaft es ab zu akzeptieren, dass Jordanien Rechte an der Westbank habe.

Daher kann Israels Übernahme der Kontrolle der Westbank von Jordanien keine „Besatzung“ genannt werden.

Historische jüdische Verbindungen

Lässt man die Frage zum Begriff „besetzt“ aus rechtlicher Perspektive beiseite, ist die Terminologie irreführend, weil sie die historischen jüdischen Verbindungen zu diesem Land ablehnt.

In der jüdischen Geschichte war diese Region als Judäa und Samaria bekannt; sie wurde zu einem wesentlichen Teil der jüdischen Hauptstadt.

Samaria, der Bereich der „Westbank“ nördlich von Jerusalem, ist Heimat zahlreicher wichtiger Stellen der jüdischen Geschichte:

  1. Elon Moreh: In 1. Mose 12,6 macht Abraham diese Gegend zu seiner Heimat und hier versprach Gott ihm, dass dieses Land ihm gehören wird.
  2. Beit El: Abraham lebte hier (1. Mose 12,8 und 13,3), dem Ort von Jakobs berühmtem Traum, der in 1. Mose 28,11-19 beschrieben wird. Jakob zog mit seiner Familie ebenfalls hierher (1. Mose 35,6).
  3. Die Berge Grizim und Eival: Orte, an denen das jüdische Volk Segen und Fluch empfing, wie sie in 5. Mose 11,29-30 und 27,11-13 befohlen und in Josua 8,30-55 ausgeführt wurden.
  4. Schechem (Sichem; heute als Nablus bekannt): Dort lebte Abraham (s. 1. Mose 12,6), Jakob zog mit seiner Familie dorthin und kaufte Land (s. 1. Mose 33,18-20) und dieses von ihm gekaufte Land ist das, wo Josef begraben wurde (Josua 24,32); Es ist der Ort, an dem Josua seine Abschiedsrede an die Nation hielt (Josua 24,1-15) und wo König Salomo seinen Sohn Rehabeam krönte, der ihm als König nachfolgen sollte (1. Könige 12,1).
  5. Schilo: Der Ort, an dem die Bundeslade mehr als 369 Jahre lang stand, so beschrieben in Josua 18,1, Josua 22,12, Richter 21,19, 1. Samuel 1 und weiteren.

Der generelle Bereich Samaria gehörte dem biblischen Stamm Josef, von dem die Stämme Ephraim und Menasche abstammen.

Judäa, der südliche Teil der „Westbank“, spielte ebenfalls eine wichtige Rolle in der jüdischen Geschichte, darunter

  1. Hebron: Die Stadt, in der Abraham lebte und Sitz der Patriarchenhöhle, die Abraham kaufte und wo er, Sarah, Isaak, Rebekka, Jakob und Leah beerdigt sind (s. 1. Mose 23 und 49,29-32). Auch König David regierte 7 Jahre lang in Hebron als König (2. Samuel 5,45-).
  2. Beit Lechem (Bethlehem): Begräbnisort von Rahel, wie in 1. Mose 35,19 beschrieben. Die Geschichte von Ruth entstammt von hier (Ruth 1,1) und Ruth kehrt in diese Stadt zurück, wie es Ruth 1,22 beschreibt. Die Christenheit glaubt, dass Jesus in dieser Stadt geboren wurde und dort als praktizierender Jude lebte.
  3. Betar: Die letzte Widerstand leistende jüdische Festung im Bar Kochba-Aufstand gegen die Römer; sie wurde von Kaiser Hadrian 135 n.Chr. zerstört.

Die Region Judäa gehörte dem biblischen Stamm Juda, daher ihr Name.

Archäologische Beweise

Sowohl Judäa als auch Samaria sind voller archäologischer Beweisen starken jüdisch-religiösen Lebens in der Region vor 2.000 bis 3.000 Jahren.

Ostjerusalem, das 1967 zusammen mit der Westbank erobert wurde, war die jüdische Hauptstadt Israels. Die Bibel berichtet, dass König David Land in dieser Gegend kaufte (s. 2. Samuel 24,17-25), das wir heute als das Stadtviertel Silwan kennen. Archäologen haben in diesem Bereich etwas entdeckt, von dem sie glauben, dass es König Davids Palast ist.

Archäologen haben außerdem zahlreiche Münzen gefunden, die hebräische Namen und Symbole sowie Redewendungen zum Tempelberg tragen, dem Ort des ersten von König Salomo gebauten Tempels sowie dem in der Generation von Esra gebauten und später von Herodes dem Großen renovierten zweiten Tempel.

Eine 69 n.Chr., unmittelbar vor der Zerstörung des zweiten Tempels geprägte Münze, die das Bild eines Kelchs und die Worten „für die Erlösung von Zion“ trägt.

Von einem in Silwan entdeckten Wassertunnel nimmt man an, dass es der Tunnel ist, den König Hiskija grub, um Jerusalem auf eine Belagerung durch die angreifenden Assyrer (s. 2. Könige 20,20 und 2. Chroniken 32). Vorzubereiten. Das Viertel ist zudem der Ort des Siloah-Teichs, auf den in 2. Könige 18,17, Jesaja 7,3 und Nehemiah 2,14 verwiesen wird.

Jahrtausende in die Vergangenheit zurückreichende Beweise für jüdisches Leben in dieser Region und die spirituelle Bedeutung der Gegend für den jüdischen Glauben zeichnen ein sehr anderes Bild als das internationale Narrativ, nach dem Israel das Land 1967 illegal „besetzte“.

Für Israel eine strategische Notwendigkeit

Es gibt ein finales Element über jüdische Verbindungen zum Territorium hinaus, das zu begreifen kritisch ist, wenn über die Westbank und der Vorschlag diskutiert wird, dass Israel seine Anwesenheit dort für einen Palästinenserstaat aufgeben muss.

Die Westbank sind die Höhen Israels – bis zu 930 Meter über Meereshöhe – und überblickt die zentrale Ebene, in der 70% der Bevölkerung des Staates Israel lebt. Es sind nur 17 km von der Grenze der Westbank bis zum Mittelmeer im Raum Tel Aviv. Diese Distanz sinkt bei Netanya auf 14km. Die Grenze befindet sich nur eineinhalb Kilometer von Kfar Saba entfernt.

Der Region eine Palästinenser-Instanz zu geben bedeutet, dass diese israelischen Bevölkerungszentren und der internationale Flughafen Ben-Gurion im Schatten dieser Körperschaft leben würden. Wenn, wie es passierte, als Israel aus dem Gazastreifen abzog, radikale Palästinenser-Elemente diese Höhenlage der Westbank nutzen, um mit Raketen und Artillerie auf Israel zu schießen, hätte der jüdische Staat keine Möglichkeit sich zu schützen.

Der israelische Außenminister Abba Eban sagte einst: „Die Grenzen von 1948 sind Auschwitz-Grenzen.“ Was bedeutete, sie würden zur Vernichtung des Staats Israel führen.

Ein weiterer strategischer Aspekt der Westbank ist die Grundwasserschicht, die sich unter den Bergen dieser Region befindet. Etwas mehr als ein Drittel von Israels Wasser kommt aus dieser Schicht, die alles Wasser für die Flüsse Yarkon und Teninim liefert. Diesen Posten abzugeben würde den Palästinensern erlauben Israel von dieser entscheidenden Quelle abzuschneiden.

Hunderttausende Israelis leben heute in „Siedlungen“ in der Westbank. Es sollte festgehalten werden, dass viele dieser sogenannten „Siedlungen“ tatsächlich Städte sind und die Israelis glauben, dass sie schlicht in ihrer biblischen und angestammten Heimat leben.

Und schließlich: Selbst wenn die biblische und historische Verbindung zum Land beiseite gelassen wird, verhindert die israelische Präsenz in der Westbank eine feindliche Übernahme, die das Potenzial hätte den jüdischen Staat zu vernichten, so wie die arabischen Länder es vor 1967 versuchte hatten.