Und nochmal: Das britische Mandat Palästina hat NICHTS mit den heutigen Palästinensern zu tun

Elder of Ziyon, 19. Mai 2020

Issa Amro, der beliebte palästinensische Demonstrant, der in westlichen Medien begeistert porträtiert wird, twittert:

Ja, er verwendet ein britisches Dokument aus dem britischen Mandat Palästina, um irgendwie vorzugeben, es beweise, dass es so etwas wie einen unabhängigen Palästinenserstaat gegeben habe.

Wir haben diese Argumente früher schon demontiert, aber … es gibt keinen Mangel an Material, das wir noch nicht genutzt haben.

Hier ist etwas Geschichte Palästinas für Sie:

„Palästina erneuern“ bedeutet die jüdische Heimat wiederherzustellen.

Einiges an palästinensischer Kunst und Handwerk – mit Jiddisch, dieser uralten palästinensischen Sprache.

Die S/S Tel Aviv fuhr unter der Flagge von Palästina!

Ein paar Alltagsbilder von Palästinensern mit einem berühmten Palästinenser-Zitat.

Das ist interessant. Die Jüdische Brigade unter den Briten im Zweiten Weltkrieg hatte eine Kapelle, die 1945 dieses Konzert gab.

Irgendwo da draußen gibt es ein Video davon, wie die Kapelle spielt, aber ich kann es nicht mehr finden.

Das ist die einzige palästinensische Kultur, die vor 1948 existierte. Das zu sagen ist nicht politisch korrekt, aber das macht es nicht weniger wahr.

Als David Ben Gurions Vater ihm etwas Bargeld schickte

Als Dr. Irving Halperin im Sommer 1968 an David Ben-Gurion schrieb, enthielt die Antwort ein paar überraschende Anekdoten über den ersten Premierminister des jüdischen Staates.

Zack Rothbart, the Librarians, 8. August 2017

Ich bin lange schon ein „unsichtbarer“ Fan von Ihnen gewesen.

Es war der Sommer 1968.

Die Vereinigten Staaten befanden sich in Aufruhr. Protestierende und öffentliche Zurschaustellung der Zuneigung füllten die Straßen, neue Musik füllte den Äther.

Für viele war San Francisco das Epizentrum von allem. Das San Francisco State College, an dem Dr. Irving Halperin Englisch lehrte, hatte Gewalt, Massenproteste, Verhaftungen von Studenten und Lehrenden erlebt. Es sollte bald der Ort des längsten Studentenstreiks in der akademischen Geschichte Amerikas sein.

Gleichwohl erwähnt Dr. Halperin in dem Brief, den er auf Englisch an den ersten Premierminister Israels schrieb, nichts von dem, was um ihn herum vorging.

Brief von Ben-Gurion an Irving Halperin, Corresponcence, 14. August 1968, Ben-Gurion-Archiv

Halperin war ein jüdischer Akademiker mittleren Alters, der einfach etwas über die Vergangenheit wissen wollte, über die Zeit der „Zweiten Aliyah“ sechs Jahrzehnte zuvor, in der Ben-Gurion das osmanische Palästina zu seiner Heimat machte.

In den letzten vier Monaten war ich fürchterlich beschäftigt und bitte um Entschuldigung, dass ich Ihren Brief vom 14. August bis jetzt nicht beantwortet habe.

Am 18. September schrieb Ben-Gurion handschriftlich aus bescheidenen Räumlichkeiten des Kibbuz Sde-Boker in der Wüste Negev auf Englisch seine Antwort. Israels 82-jähriger Gründervater war peinlich berührt, dass er so lange gebraucht hatte, um einem Mann in Kalifornien zurückzuschreiben, den er nie getroffen hatte.

Halperin hatte Ben-Gurion gebeten „dokumentarisches Material“ und „literarische Arbeiten“ zu empfehlen, die ihm helfen könnten ein Buch über „das Alltagsleben der Siedler der zweiten Aliyah in Israel“ zu schreiben. Er wollte „ein greifbares Verständnis dafür, wo sie arbeiteten, wie sie lebten, was sie aßen, wie sie die Herausforderungen des Landes sahen, wie sie litten usw.“ Dann schob er am Rand der Seite „auf Englisch“ nach und verband das mit „literarische Arbeiten“, um klar zu machen, dass hebräische Quellen für ihn nicht verwendbar sein würden.

In seiner Antwort schlug Ben-Gurion zuerst vor, er solle ספר העליה השניה (Das Buch der Zweiten Aliyah) lesen, eine hebräische Sammlung von Aufsätzen und persönlichen Berichten mit Bezug zu der Zeit. Dann bot er in erster Person diesem Fremden vom anderen Ende des Globus einen intimen Bericht (in Englisch) seiner frühesten Erfahrungen im Land Israel an.

Ich werde mein Leben beschreiben, als ich vor 62 Jahren ein Jahr in Petah-Tikva und vor 60 Jahren in Sejera arbeitete. In P.T.: Es war nicht leicht jeden Tag zur Arbeit zu gelangen, da unsere Kolonisten arabische Arbeitskräfte bevorzugten. Ich arbeitete 8 Stunden am Tag, wenn ich zur Arbeit kam. Ich erhielt pro Tag 8 Piaster, arbeitete 8 Stunden pro Tag. Ich konnte nicht jeden Tag arbeiten, entweder weil ich nicht zur Arbeit gelangte oder weil ich unter Malaria litt. Im Durchschnitt arbeitete ich 10 Tage in einem Monat.

Die Farm Sejera im Jahr 1912, aus dem Buch ספר העליה השנייה, das Ben-Gurion persönlich empfahl.

Ben-Gurions Vater, selbst ein begeisterter und aktiver Zionist, der einmal an niemand anderen als Theodor Herzl geschrieben hatte, um um Rat über die Ausbildung des jungen David zu fragen, konnte es nicht ertragen von den armseligen Umständen seines Sohnes zu lesen. Er hatte seinen Sohn sogar erfolglos zurück nach Plonsk eingeladen und schickte ihm Geld, um dabei zu helfen seine Lage zu verbessern:

Als mein Vater erfuhr, dass ich an Malaria und Hunger litt, bat er mich in einem Brief nach Hause zu kommen. Ich antwortete, dass Israel mein Zuhause ist. Dann schickte er mir Geld. Ich schickte das Geld zurück.

Nachdem er Malaria, Hunger und mickrige 8 Piaster am Tag durchlitten hatte, zog Ben-Gurion in die Siedlung Sejera in Galiläa, wo „ich dauerhafte Arbeit hatte und obwohl mein Lohn nur 30 Franken betrug, war ich recht glücklich“.

Nachdem er angab, ein persönlicher, handgeschriebener Bericht von Israels Gründungsvater sei von marginaler Bedeutung, schließt Ben-Gurion seinen Brief an Halperin mit: „Aber versuchen Sie das Buch ‘ספר העליה השניה‘ („Das Buch der zweiten Migrationswelle“) zu bekommen – eine einfache Empfehlung und vielleicht eine nicht so subtile Ermahnung Hebräisch zu lernen eines alternden Staatsmanns in der israelischen Wüste an „einen ‚unsichtbaren‘ Fan“ am anderen Ende der Welt.

Der Umschlag, in dem David Ben-Gurion seinen Brief an Dr. Irving Halperin am San Francisco State College schickte. Aus der Abraham Schwadron-Sammlung an der Nationalbibliothek Israels (Schwad 01 02 216)

Handgeschriebener Brief von David Ben-Gurion an Dr. Irving Halperin, Sde-Boker, 9. September 1968. Aus der Abraham Schadron-Sammlung in der Nationalbibliothek Israels (Schwad 01 02 216)

Besonderen Dank and Leanna Feldman vom Ben-Gurion-Archiv an der Ben-Gurion-Universität im Negev, Daniel Lipson und Chen Malul von der Nationalbibliothek Israels für ihre Unterstützung und Einblicke.

Kenne deine Geschichte: Jüdischer Erwerb von Agrarland in Palästina

David Lange, Israellycool, 14. Mai 2020

Aus Zeitungsarchiven und historischen Dokumente, um die üblichen Fehlvorstellungen zum Nahost-Konflikt zu widerlegen; hier: JTA, 9. Dez. 1929

Gestern postete ich darüber, wie Juden, die nach Zion zurückkehrten, das Malaria-Problem durch Trockenlegung der Sümpfe ausmerzten, was zu besseren Lebensbedingungen für alle damaligen Einwohner Palästinas führte, einschließlich der Araber.

Heute bringe ich einen Bericht der JTA von 1929 zu bestimmten Berichten der Shaw-Kommission, die gegründet wurde, um die gewalttätigen Unruhen in Palästina Ende August 1929 zu untersuchen, zu denen auch das Massaker von Hebron gehörte.

In diesen besonderen Berichten beschwerte sich Mohammed Ragheb, ein Inspektor des Landwirtschaftsministeriums, über die Juden, aber seine Beschwerden sind aufschlussreich. Zum einen gesteht er ein, dass unsere Trockenlegung der Sümpfe allen nutzte. Zweitens beschwert er sich zwar, die Juden würden „das Land schlucken, das für Orangenanbau am besten ist“, aber seine Aussage zeigt, dass die Juden diese Ländereien legal kauften.

Mohammed Ragheb, ein Inspektor im Landwirtschaftsministerium, Moslem, der einige landwirtschaftliche Erfahrung in Ägypten, Österreich und Rumänien haben soll, stimmte zu, dass die jüdischen Siedler malariainfizierte Sümpfe nehmen, sie trocken legen und daraus fruchtbares und wohnliches Land machen; in seiner Aussage für die arabische Seite erhob er in der gestrigen Sitzung der Untersuchungskommission den Vorwurf, dass die Juden nicht nur die Ländereien an sich reißen, die für Orangenanbau nutzbar sind, sondern dass von den fast 60.000 Ar, die für diesen Zweck entlang der Küstenebene von Gaza bis Haifa genutzt werden können, die Juden vor kurzem 25.000 Ar erworben haben.

Aus den durch den Zeugen Auni Abdul Haid vom Arabischen Rat moralisierend in einem Versuch die bekannte Beschwerde gegen die Juden zu beweisen vorgelegten Zahlen geht hervor, dass sie allmählich in die besten Ländereien eindrangen und die Araber enteigneten. Raghebs Belege waren ähnlich denen anderer arabischer Zeugen, nur betonte er die Küstenebene.

Ragheb erklärte, dass Palästinas Zukunft aus landwirtschaftlicher Sicht von der Küstenebene abhängt, die, wie er sagte, in den Besitz der Juden übergeht, die bereits 40 Prozent des Landes für den Anbau von Zitrusfrüchten kultivieren; die Araber bewirtschaften die übrigen 60 Prozent.

Aus diesen Belegen schloss Commissioner Snell, dass der arabische Groll darin bestand, dass die Juden Zitrusfrüchte kultivierten, wo vorher die Araber Melonen anbauten, aber der arabische Rat bestand darauf, dass große jüdische Firmen, einschließlich der von Lord Melchett gestützten, große Landstriche von „Kleinbesitzern“ aufkauften. Die Kommission erhielt von dem Zeugen das Zugeständnis, dass die sogenannten kleinen Landbesitzer jeweils 300 bis 5.000 Ar Land besaßen. Er gestand auch ein, dass das Land des Wadi Hawareth, das der Jüdische Nationalfonds für eine Million Dollar gekauft hatte, die von kanadischen Zionisten aufgebracht wurden, zwei Familien gehört hatte, beides in Beirut und Jaffa lebende Grundstücksbesitzer in Abwesenheit.

Der Zeuge erklärte, arabische Pflüger seien verpflichtet in andere Dörfer oder Städte zu ziehen, wenn die Juden von Arabern Land kauften, weil die neuen jüdischen Kolonisten keine Araber beschäftigen. Die Tatsache, dass das Land im Wadi Hawareth einer Familie namens Taman gehörte, war für die Kommissionsmitglieder überraschend, die den Eindruck gehabt hatten, dass es das Eigentum einer Reihe kleiner Landbesitzer war.

Jüdischer Landerwerb

Ragheb warf das Orangen-Land in der 40 Jahre alten Kolonie Hederah mit neu erworbenem jüdischen Land zusammen, um den Effekt zu schaffen, die Juden hätten im Distrikt Haifa sechs bis achttausend Ar für Orangenanbau geeignetes Land von kleinen Landeigentümern gekauft, gab aber zu, dass einiges davon von Großgrundbesitzern gekauft wurde.

Der arabische Berater Auni sorgte in der Sitzung für Gelächter, als er den Zeugen fragte, ob die Juden, von denen er behauptete, dass sie in den Distrikten Haifa und Tulkarm bereits 40.000 Ar besaßen – das sind drei Viertel der für Zitrusfrucht-Anbau verfügbaren Menge – nicht noch einmal die Hälfte davon dazu gekauft hätten. An diesem Punkt bemerkte der Vorsitzende Shaw lächelnd: „Was würde den Arabern bleiben?“ Ragheb stimmte zu, dass die Araber mindestens in den letzten fünf oder sechs Jahren beim Orangenanbau sehr aktiv gewesen waren, aber er erwähnte nichts zu jüdischem Einfluss.

Ragheb setzte seine Belehrung der Kommission in elementarer Landwirtschaft fort und versuchte zu beweisen, dass die jüdischen Siedler als Getreidebauern erfolglos waren. Sie waren gute Gärtner, sagte er. Er legte Berichte vor, die zeigten, dass die Getreideproduktionj zurückging, als sie die Ebene übernahmen. Betterton zog im selben Bericht die Aufmerksamkeit auf den Anstieg zwei Jahre später, als die Juden das Land kennengelernt hatten. Ragheb sagte: „Der Araber nutzt keine teuren Maschinen oder chemischen Dünger, aber er kann mit Getreideland besser umgehen als die Juden.“ Merriman wies darauf hin, dass die Verwendung der Maschinen gerechtfertigt war, da der jüdische Ertrag aus dem Land größer wurde.

Raghed stimmte zu, dass Auni die arabischen Einwände zitiert hatte, als er sagte, sie hätten Angst die Regierung würde Juden kostenfrei riesige Waldgebiete übergeben. Er hörte nie, dass Juden um diese gebeten hätten, gab er zu.

Die Zeugenaussage ging zu halb-wirtschaftlichen Gründen weiter, dass Araber ihre Behauptungen nicht belegen konnten, die Juden seien eine Belastung für das Land, würden aber schnell das meiste davon erwerben.

Mit anderen Worten: Wir kauften legal Land und arabische Eigentümer profitierten finanziell davon. Trotzdem beschweren sich Israelhasser gerne, wir hätten den Arabern das Land gestohlen.

Es hat seit 72 Jahren eine Nakba gegeben. Aber sie ist nicht das, was die Palästinenser sagen.

Elder of Ziyon, 15. Mai 2020

UNRWA-Lager Jaramana in Syrien

Das Wort „Nakba“ wurde 1948 von Constantin Zureiq in seinem Pamphlet „Die Bedeutung der Nakba“ geprägt, aber es beschrieb es nicht auf die Weise, wie es heute verwendet wird. Seine Beschreibung der Ereignisse von 1948 konzentrierte sich mehr auf die Fehler der Araber als auf die Taten der Juden.

Er schrieb: „Als der Kampf ausbrach, begann unsere öffentliche Diplomatie von unseren angeblichen Siegen zu reden, um die arabische Öffentlichkeit einzuschläfern und von der Fähigkeit zu reden einen leichten Sieg einzufahren – bis die Nakba eintrat… Wir müssen unsere Fehler zugeben… und das Ausmaß unserer Verantwortung für die Katastrophe eingestehen, die unser Los ist.“

Andere Zitate aus dem Pamphlet lauten: „Sieben arabische Länder erklärten dem Zionismus in Palästina den Krieg… Sieben Länder zogen in den Krieg, um die Teilung aufzuheben und den Zionismus zu besiegen und dann schnell die Schlacht hinter sich zu lassen, nachdem sie so viel vom Land Palästina verloren – und sogar den Teil, der den Arabern im Palästina-Plan gegeben wurde.“

„Der Zionismus ist tief im westlichen Leben verwurzelt, während wir weit davon entfernt sind… Sie leben in der Gegenwart und sehen in die Zukunft, während wir von dem Traum einer prächtigen Vergangenheit zugeschüttet sind“, fuhr er fort.

Entscheidend ist, betonte Zureiq: „Wir müssen unsere Fehler zugeben … und das Ausmaß unserer Verantwortung für die Katastrophe erkennen, die unser Los ist.

Zureiq, der im Libanon lehrte, spricht hier nicht von palästinensischer Verantwortung, sondern einer breiteren arabischen Verantwortung. Aber seine Lektion ist 72 Jahre lang ignoriert worden, während der Begriff in einer verdrehten Form blieb, um sich auf die Opferrolle der Palästinenser durch die Hände der kriminellen Zionisten zu beziehen.

Die Ironie ist, dass Zureiq recht hatte – und seine Analyse der arabischen Verantwortung dafür, dass die Palästinenser weiter staatenlos sind, gilt nicht nur in der Geschichte, sondern auch heute.

Selbst wenn man die arabische Lüge akzeptiert, dass Israel das leibhaftige Böse ist und 1948 die fürchterlichsten Massaker beging und die Araber physisch vertrieb, gibt es eine sehr grundlegende Frage, die niemand stellt: Warum befinden sich die Palästinenser heute immer noch im Elend, in Syrien und Jordanien und dem Libanon? Warum sind sie heute in der gesamten arabischen Welt staatenlos, außer denen, die 1949 in der Westbank lebten und inzwischen nach Jordanien zogen?

Die Verantwortung für 72 Jahre palästinensischen Leidens liegt einzig bei ihren arabischen Brüdern, üblicherweise mit der Ausrede, es sei nötig, um die Palästinenserfrage am Leben zu erhalten.

Die Entscheidung der Arabischen Liga in den 1950-er Jahren Palästinensern nicht zu erlauben Staatsbürger in Mitgliedsstaaten zu werden, bleibt eine der brutalsten Attacken der Geschichte auf die Rechte der Palästinenser – wurde aber vorgeblich getroffen, um die Einheit der Palästinenser zu wahren und den palästinensischen Nationalismus zu nähren, der damals praktisch nicht existent war.

Das war aber nur eines von buchstäblich haufenweisen Beispielen dafür, wie die Palästinenser von der arabischen Welt und ihren eigenen Führern misshandelt wurden. Die Vertreibung von tausenden Palästinensern 1970 aus Jordanien. Die Vertreibung hunderttausender aus Kuwait. Die gegen sie gerichtete Apartheid im Libanon. Die Bombardierung von Palästinenserlagern in Syrien. Palästinenserführer unterhalten heute zwei Klassen an Bürgern – sie halten „Flüchtlingslager“ offen und behandeln deren Einwohner als Bürger zweiter Klasse, die für immer dort gehalten werden oder bis Israel vernichtet ist.

Das ist die wahre Nakba. Aber der Begriff selbst ist aus politischen Gründen verdreht worden, um ein Angriff auf Israel zu sein, statt seiner ursprünglichen Bedeutung, wie die Araber gegenüber den Palästinensern versagt haben und das bis heute tun.

Der „Nakba-Tag“ wurde erst 1998 von Yassir Arafat eingeführt, der den ersten Tag der israelischen Unabhängigkeit für das Datum aussuchte. Obwohl er diesen Tag während des Oslo-Prozesses schuf, der den Palästinensern einen Staat verschaffen sollte, lautet seine Botschaft, dass der Nakba-Tag immer mit der Delegitimierung Israels verbunden ist. Es war ein weiterer brillanter PR-Zug, der letztlich den Palästinensern schadet, die aus Gründen der Ehre und Schande eine orwellsche Geschichte gelehrt werden, in der Hass, den die Araber ihnen entgegen bringen, beseitigt und durch eine Fiktion von 72 Jahren Leiden ersetzt wird, das ausschließlich von Israel ausgeht.

Es ist längst überfällig, dass die Palästinenserführer und die arabische Welt die Verantwortung für ihre Rolle dabei übernehmen, dass die Palästinenser keinen Staat haben und heute in „Flüchtlingslagern“ dahinrotten. Nur die Wahrheit kann effektive Veränderung bringen. Aber die Wahrheit ist genau das, was die arabische Welt mit ihrer Nakba-Geschichte vermeidet.

1939 bis 1945: Die katholische Kirche war Teil der Kriegsgesellschaft

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

In einem neuen Bericht anlässlich des 75. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkriegs hat die Deutsche Katholische Bischofskonferenz endlich die Mittäterschaft der Kirche beim Handeln des Naziregimes während des Krieges eingestanden. Man muss nur ein paar Zeilen ihres Textes zitieren, um zu verstehen, was die derzeitigen Bischöfe über ihre Vorgänger in der Kriegszeit sagen: „Die katholische Kirche in Deutschland war Teil der Kriegsgesellschaft. Die patriotische Bereitschaft die materiellen, personellen und geistigen Ressourcen der Kirche für den Kriegseinsatz zu mobilisieren, blieb bis zum Ende ungebrochen.“[1] Weiter: „Sowohl im September 1939 als auch danach blieb der offene Protest der deutschen Bischöfe gegen den nationalsozialistischen Vernichtungskrieg aus“ und „gegen die ungeheuerlichen Verbrechen an den als ‚rassenfremd‘ diskriminierten und verfolgten Anderen, insbesondere den Juden, erhob sich in der Kirche in Deutschland kaum eine Stimme.“[2] Es gab viele andere Wege, wie die Kirche den Nazis half. Der Bericht beschreibt auch diese.

Man sollte hinzufügen, dass die deutsche katholische Kirche die Prozesse gegen Nazi-Kriegsverbrecher als Racheakte wahrnahm. Diese extremen Kriminellen waren in ihren Augen Opfer, die von der Siegerjustiz verfolgt wurden.[3] Katholische Geistliche, auch aus dem Vatikan, gehörten zu denen, die tausenden Nazis halfen über die „Rattenlinie“ nach Lateinamerika zu entkommen.[4]

Der aktuelle Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Limburger Bischof Georg Bätzing, sagte, dass die in dem Bericht enthaltenen Eingeständnisse für die Bischöfe nicht leicht waren. „Wir wissen, dass der Vorsitz als Richter und Jury über unsere Vorgänger uns nicht zusteht. Keine Generation ist frei von Urteil und Vorurteil, die von ihrer Zeit geformt sind… aber wer später kommt, muss sich der Geschichte stellen, um daraus zu lernen.“[5] In seiner Einführung in den Bericht deckt Bätzing auf – das sollten schockierende Neuigkeiten sein – dass ernsthafte Fragen zum Verhalten der deutschen Bischöfe während des Zweiten Weltkriegs erst vor kurzem veröffentlicht wurden.

Warum warteten die Bischöfe 75 Jahre bis zu diesem Eingeständnis? Wir befinden uns Generationen an Bischöfen später. Was machte es den Bischöfen der Kriegszeit so schwer ihr Versagen einzugestehen? Im Katholizismus spielt die Beichte der eigenen Sünden des Individuums eine zentrale Rolle. Man sollte denken, dass die Natur des Katholizismus tatsächlich ein solches Eingeständnis fördern würde.

Selbst im Vergleich zu einer anderen deutschen religiösen Körperschaft brauchten die katholischen Bischöfe sehr lange, bis sie ihr Eingeständnis abgaben. Die Synode der Evangelischen Kirche im Rheinland gab 1980 „die christliche Mitverantwortung für und Schuld am Holocaust, die Ächtung und Auslöschung der Juden im Dritten Reich“ zu.[6]

Der Bericht ermöglicht es uns auch, eine bessere Perspektive auf einen Skandal zu gewinnen, der sich im März 2007 zutrug. 27 deutsche Bischöfe gingen auf Pilgerfahrt nach Israel. Das sollte ein Symbol der Versöhnung zwischen Juden und Katholiken sein. Einige der Bischöfe machten daraus allerdings einen beschämenden Besuch.

Gregor Maria Hanke, Bischof von Eichstätt, machte eine für Holocaust-Umkehrer typische Bemerkung; er suggerierte, dass Israelis sich wie Nazis verhalten: „Am Morgen sahen wir die Fotos des unmenschlichen Warschauer Ghettos und am Abend reisten wir in das Ghetto Ramallah.“ Später sagte er, er habe eine solche Gleichsetzung nicht beabsichtigt.

Bischof Walter Mixa aus Augsburg beschrieb die Situation in Ramallah als „wie im Ghetto“ und sagte, es sei „fast Rassismus“. Mixa trat 2010 von seiner Position in der Kirche zurück, weil ihm mehrere Verstöße vorgeworfen wurden. Er wurde später von einigen dieser Vorwürfe entlastet.[7]

Ein weiteres Mitglied der Delegation war der inzwischen verstorbene Kardinal Joachim Meisner, Erzbischof von Köln, der die Trennbarriere in der „Westbank“ mit der Berliner Mauer verglich. Bei einer anderen Gelegenheit entstellte er den Holocaust. Er setzte die Abtreibungspille mit dem Gas Zykon-B gleich, das in den Gaskammern der Nazis benutzt wurde. 2005 verglich er Abtreibungen in einer Predigt mit dem Holocaust.[8] Andere verletzende Bemerkungen, die als von diesen Bischöfen getätigt berichtet wurden, konnten nicht verifiziert werden.

Kardinal Karl Lehmann, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, sprach in Yad Vaschem über die Vertiefung der Verbindungen zwischen Juden und Katholiken. Die Kirche veröffentlichte später, dass nur die Äußerung Kardinal Lehmanns repräsentativ für die Delegation sei.

Der neue Bericht stellt die Bischofsdelegation von 2007 weiter bloß. Ihre Mitglieder hätten sich entschuldigen müssen, statt Israel zu kritisieren. Katholische Kriminalität gegen die Juden geht mehr als 1000 Jahre vor die Kollaboration mit Hitler zurück. Es hat Jahrhunderte der Verfolgung, des Hasses, der Aufstachelung und manchmal sogar des Mordens gegeben. Erbarmungslose christliche Hetze gegen die Juden bot den Nazis einen Teil der Infrastruktur gegen sie.

Derweil braut sich ein weiterer möglicher Skandal bisher unbekannten Ausmaßes zusammen. Papst Franziskus beschloss vor kurzem alle Archive des Vatikans zum Kriegspontifikat von Pius XII. für Forscher zu öffnen. Eine Woche danach wurden sie im März wegen der Coronakrise wieder geschlossen. Einer der Wissenschaftler, der deutsche Katholik Herbert Wolf, hat erklärt, er hege keine Zweifel, dass der Papst vom Holocaust wusste.[9]

1999 schuf der Vatikan eine internationale katholisch-jüdische historische Kommission zur Erforschung der Rolle von Papst Pius XII. im Krieg. Ihr gehörten drei katholische und drei jüdische Mitglieder an. Einer davon war ein Israeli, der verstorbene Robert Wistrich. Da ihnen die Informationen, die sie anforderten, nicht gegeben wurden, stellte die Kommission ihre Aktivitäten 2001 ein.[10]

Man fragt sich, in welchem Ausmaß die massive Nachkriegs-Säkularisierung in Europa in Teilen vom Versagen der Kirchen im Zweiten Weltkrieg verursacht wurde. Seitdem hat die katholische Kirche im Auge der Öffentlichkeit enorme Schläge einstecken müssen, weil sie massiven sexuellen Missbrauch durch Mitglieder ihres Klerus verheimlichte. Eine von der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz in Auftrag gegebene Studie stellte fest, dass 1.670 Priester von 1946 bis 2014 in sexuellen Missbrauch in Deutschland verwickelt waren.[11] Und wer weiß, was die riesigen vatikanischen Kriegszeit-Archive offenbaren werden?

[1] „Deutsche Bischöfe im Weltkrieg Wort zum Ende des Zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren, 20. April 2020. Hg. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz.“ Bonn, 2020, S. 12. https://www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/presse_2020/2020-075d-DB_107-Deutsche-Bischoefe-im-Weltkrieg.pdf

[2] ebenda, S. 14

[3] www.zeit.de/1992/09/vergebung-ohne-reue/komplettansicht

[4] www.dw.com/en/the-ratlines-what-did-the-vatican-know-about-nazi-escape-routes/a-52555068

[5] https://nypost.com/2020/05/03/german-catholic-bishops-admit-they-were-complicit-in-nazi-crimes/

[6] This is discussed in detail in Hans Jansen, “Christelijke theologie na Auschwitz ((The Hague: Boekencentrum, 1985), 694ff.

[7] http://www.dw.com/en/secret-file-rekindles-controversy-over-ex-bishop-mixa/a-5716587

[8] http://www.dw.com/en/combative-cardinal-joachim-meisner-dies-age-83/a-39548377

[9] www.bbc.com/news/world-europe-51703464

[10] https://jcpa.org/article/reassessing-pope-pius-xiis-attitudes-toward-the-holocaust/

[11] www.dbk.de/fileadmin/redaktion/diverse_downloads/dossiers_2018/MHG-Studie-gesamt.pdf

Wie ein Junge, der gerne Gewehre zersägte, zum Erfinder der Uzi wurde

Während seiner Haft in einem berüchtigten britischen Gefängnis entwickelte dieser Jugendliche den Entwurf einer Maschinenpistole, die weltweite Beliebtheit gewinnen sollte. Dies ist die unglaubliche Geschichte des Uzi Gal.

Nati Gabbai, the Librarians, 6. Februar 2018

Uzi Gal und seine Erfindung

Gotthard Glas war ein Kind mit einem gefährlichen Hobby: Waffen.

Als er zehn Jahre alt war, schaffte es der junge Gotthard sich die Hand bei einem außergewöhnlichen Unfall. Die Junge wuchs in München auf, in einem Heim voller Pistolen, Schwerter und anderer antiker Waffen. Eins Tages beschloss er ein altes, langes Gewehr zu zersägen und daraus eine neue und kompaktere Art von Waffe zu machen – diese intelligente Idee führte zu der bedauernswerte Verletzung.

Aus „Uzi Submachine Gun: Lessen Plans“ (Die Uzi-Maschinenpistole: Lehrpläne), das von der IDF 1970 an Offiziere ausgegeben wurde.

Als aus dem Kind ein Teenager wurde, nach dem Umzug in den Kibbuz Yagur im Land Israel, kam seine große Leidenschaft für Waffen zurück. Er hörte, dass der Erdkundelehrer in seiner Distriktschule eine winzige italienische B.P.-Waffe hatte. Er verkaufte sein Briefmarkenalbum, kaufte die Waffe und begann an seinem Traum zu arbeiten: sie aus ihr ein gut geöltes Kriegsinstrument zu machen. Leider erwischte ihn ein Lehrer der Schule bei der Arbeit an der Schusswaffe und seine Pläne wurden einmal mehr durchkreuzt. Gals gab nicht auf: IM alter von 15 Jahren erfand er eien Bogen, der Pfeile automatisch verschoss – eine „Maschinenpistole für Pfeil und Bogen“, wenn man so will.

Als Glas sich dem Palmach anschloss, der Elite-Kampftruppe der Untergrundorganisation Haganah, fand er die perfekte Beschäftigung: Waffenentwicklung. Genauso wie in seiner Schulzeit wurde er allerdings erneut erwischt – und von der britischen Mandatsobrigkeit wegen seiner Arbeit mit illegalen Waffen zu 7 Jahren Gefängnis verurteilt. Zu seiner Freude wurde er nach nur etwas mehr als zwei Jahren im Gefängnis in Akko begnadigt. Sie werden nicht überrascht sein zu hören, dass Gotthard sich die Zeit hinter Gittern mit dem Entwurf einer Maschinenpistole verbrachte.

1949, noch als Kadett in der Offiziers-Ausbildung und nach einer intimen Bekanntschaft mit allen Waffen, die die IDF zu bieten hatte, beschloss der junge Mann, der inzwischen Uziel Glas hieß (und später unter dem Namen Uzi Gal bekannt wurde) seinen Kommandeuren einen Brief zu schreiben.

An den kommandierenden Offizier der Offiziersschule, Oberstleutnant Meir Zorea

Von: Kadett Uziel Glas 120946

Datum 20. Oktober 1949

Der lange Brief enthielt eine detaillierte Beschreibung seines Traums von der perfekten Maschinenpistole.

Ein Soldat der IDF betet an der Westmauer, dabei trägt er eine Uzi. Foto: Yaacov Elbaz. The Dan Hadani Collection in der Nationalbibliothek, 11. Juni 1969

Fünfeinhalb Jahre später, am 27. April 1955, hielt die IDF die traditionelle Parade zum Unabhängigkeitstag ab. Bei dieser parade zeigte die Armee die neue Maschinenpistole, die den Namen „Uzi“ hatte (welchen sonst?). Übrigens wollte Gotthard/Uziel/Uzi Glas/Gal nicht, dass sie nach ihm benannt wurde, aber die Entscheidung wurde ihm abgenommen.

„Eine innovative Waffe für die IDF“. Ein am 27. April 1955 in „Zemanim“ veröffentlichter Artikel.

Innerhalb von ein paar Jahren war die Uzi nicht keine exklusiv israelische Waffe; sie wurde in der gesamten Welt zu einem phänomenalen Erfolg.

Die Uzi, Waffe der Wahl für Chuck Norris

Der gesamte Staat Israel traf auf diesen bescheidenen jungen Mann, als er 1955 das Lob des Generalstabschefs erhielt und ihm dann von David Ben-Gurion der „Sicherheitspreis“ verliehen wurde.

Premierminister Yitzchak Schamir schießt mit einer Uzi, 16. Dezember 1986. Foto: Nati Henrik, GPO

Zu seiner Erfindung befragt sagte er schlicht: „Ich habe in der Armee meine Pflicht getan. So wie ein Koch, so wie jeder andere auch.“

Aus: „Uzi-Maschinenpistole: Lehrplan“, den die IDF 1970 an Kommandeure ausgab.

Der Artikel verwendet Informationen, die in Band 17 der Enzyklopädie der Militär- und Sicherheitsfragen (צה”ל בחילו – אנציקלופדיה לבא וביטחון) zu finden sind, sowie aus Eli Escheds Artikel „60 Jahre Uzi-Maschinenpistole“.

Das arabische Kapitel des Holocaust

Der palästinensische Mufti Haddsch Amin al-Husseini spornte Hitler an Europas Juden auszulöschen, gründete eine muslimische SS-Division und stachelte zum mörderischen „Farhud“-Pogrom in Bagdad an. Lasst uns nie die elenden Konzentrationslager in Nordafrika vergessen.

Mordechai Kedar, Israel HaYom, 2. Mai 2019

Natürlich wird der Holocaust als fundamental europäisches Ereignis wahrgenommen. Er wird üblicherweise als „Holocaust am europäischen Judentum“ behandelt, dessen Täter europäische Staaten waren, die Deutschen und ihre Verbündeten. Aber wir sollte nicht die Aspekte des Holocausts ignorieren, die die arabische Welt betreffen.

Einer der auffallenderen dieser Aspekte war die Rolle des palästinensischen Mufti Haddsch Amin al-Husseini. Schon vor dem Holocaust, als er verschiedene öffentliche Ämter im Land Israel bekleidete (1920-1937), stachelten seine Predigten zur Ermordung von Juden in den Krawallen von 1920, 1921 und 1929 auf, dann wieder in der arabischen Revolte von 1936. Es überrascht nicht, dass er später am Völkermord an den Juden Europas beteiligt war.

Nach Zeugenaussagen von Nazi-Offizieren bei den Nürnberger Prozessen nach dem Krieg wurde der Mufti als eine der Personen angeführt, die Hitler dazu drängten die Juden Europas zu vernichten und zwar von dem Moment an, an dem er Ende 1941 nach Deutschland kam. Zwar ist die Annahme begründet, dass Hitler nicht sonderlich vom Mufti „ermutigt“ werden musste, aber seine Rolle bei der Werbung für die Idee der Vernichtung der Juden und deren Umsetzung ist auffällig.

Der Mufti spielte zudem in den Jahren 1942 bis 1944 für die Nazis eine wichtige Rolle, als er die Gründung muslimischer Einheiten im deutschen Militär und der SS initiierte, deren Soldaten in Jugoslawien und Bulgarien eingezogen wurden. 1944, als im Raum Budapest die Mehrheit der ungarischen Juden zusammengetrieben wurde – mehr als eine halbe Million Menschen – hatten die Deutschen vor sie per Zug ins Vernichtungslager Auschwitz zu transportieren; er aber hatte Sorge, dass Partisanen die Brücken im Versuch die Transporte zu stören sprengen könnten. Der Mufti schickte die muslimischen Einheiten los, um die Brücken zu schützen und sicherzustellen, dass die Juden in den Tod geschickt wurden.

Der Mufti hielt mit seinen Absichten nicht hinterm Berg. Er schrieb und sendete – hauptsächlich auf Arabisch per Radio aus Berlin – sein Engagement unter allen Umständen die Immigration der europäischen Juden nach „Palästina“ zu verhindern, deren Auslöschung aus seiner Sicht notwendig und entscheidend war. Im Juli 1945 beschloss die „Jugoslawische Kommission zur Bestimmung von Verbrechen der Besatzer und ihrer Kollaborateure“ die Resolution 1892, die Amin al-Husseini wegen seiner Rolle bei der Zwangsrekrutierung der Bevölkerung in den besetzten Gebieten auf die Liste der Kriegsverbrecher übernahm; Grundlage dafür war die Klausel 23 der Haager Konventionen von 1899 und 1907.

Die Kommission vermerkte: „Als Ergebnis von Al-Husseinis Handeln … wurde die muslimische Division der SS gegründet … Überall, wo sie eingesetzt wurden, begingen sie zahlreiche Kriegsverbrechen, wie Massenmorde, abscheuliche Gräueltaten, brannten ganze Gemeinden nieder und plünderten. Wegen dieser Aktivitäten … ist der Großmufti Haddsch Amin al-Husseini auf die Liste der internationalen Kriegsverbrecher gesetzt worden … Er trägt die Verantwortung für dien Einsatz der muslimischen Massen, mit anderen Worten dafür diese Leute dazu zu treiben, die gezwungen wurden in den Dienst faschistischer Militärorganisationen zu treten und dementsprechend ist er auch derselben Verbrechen schuldig.“ Nach dem Krieg floh der Mufti nach Frankreich, wo die Franzosen ihn herzlich willkommen hießen und ihm ein Jahr lang eine Villa schenkten, in der er lebte.

Allerdings müssen wir über die Rolle des Muftis hinaus in diesem Kontext die Konzentrationslager in Libyen zur Kenntnis nehmen, die während des Krieges unter italienischer Kontrolle standen. Die Juden Libyens wurden in Lager in der Wüste geschickt: Jadu, Sidi Azaz, Gharyan, Buq Buq, Ifrane. Sie wurden unter verwahrlosten Umständen gehalten, litten unter Hunger und Durst; hunderte krepierten. Wer jagte die Juden? Wer identifizierte sie für die Deutschen? Die Antwort ist klar: ihre muslimischen Nachbarn.

Schließlich müssen wir uns an die „Farhud“ in Bagdad erinnern, ein Pogrom mit Mord, Vergewaltigung und Plünderung, begangen von irakischen Arabern gegen die Juden von Bagdad am Feiertag Schavuot 1941. Insgesamt wurden 179 Juden ermordet, tausende verletzte, Frauen wurden vergewaltigt und Kinder zu Waisen gemacht, alles durch die dämonische Hetze, die al-Husseini erbrach, der sich zu dieser Zeit in Bagdad befand.