Als El Al nach Teheran flog – und 9 weitere Dinge über Israels Vergangenheit, die Sie nicht wissen

Uriel Heilmann, JTA, 14. April 2015

Yom Ha’atzmaut, Israels Unabhängigkeitstag, fällt auf den 23. April. Zu Ehren des 67. Geburtstags des jüdischen Staats zeigen wir – ohne bestimmte Reihenfolge – zehn wenig bekannte Aspekte seiner Geschichte.

9xIsrael01_ElAl-TeheranEl Als Büro in Teheran (Schreenshot aus der Zeit „nach der Revolution“)

1. El Al flog nach Teheran

Der Iran und Israel genossen meist gute Beziehungen, bis die islamische Revolution den Schah 1979 stürzte. Der Iran erkannte Israel 1950 an, womit er das zweite mehrheitlich muslimische Land wurde, der das tat (nach der Türkei). Der Iran lieferte Israel während des OPEC-Ölembargos Öl, Israel verkaufte dem Iran Waffen, es gab lebhaften Handel zwischen den beiden Ländern und El Al flog regelmäßig zwischen Tel Aviv und Teheran. All das endete eine Woche nach der Vertreibung des Schahs, als die neuen Herrscher des Iran die Bande zu Israel zerschnitten und seine Botschaft in Teheran an die Palästinensische Befreiungsorganisation übergaben. Selbst nach 35 Jahren Feindseligkeiten haben die Iraner aber immer noch weniger Antipathie gegenüber Juden als andere Staaten des Nahen Ostens. Eine Antisemitismus-Umfrage der Anti-Defamation Leage von 2014 stellte fest, dass 56 Prozent der Iraner antisemitische Ansichten hegen – verglichen mit 80 Prozent der Marokkaner und 93 Prozent der Palästinenser in der Westbank und dem Gazastreifen. Mehr zu Israelis im Iran finden Sie in der Dokumentation „Before the Revolution“ aus dem Jahr 2014.

Familie mit 12 KindernEine Pro-Nazi-Familie mit 12 Kindern im Dritten Reich in Deutschland (Wikimedia Commons)

2. Israel ist Heimat für hunderte Nazi-Nachkommen

Mindestens 400 Nachkommen von Nazis sind zum Judentum übergetreten und zogen nach Israel, heißt es von Filmemachern, die vor einigen Jahren eine Dokumentation über das Phänomen drehten. Zusätzlich traten weitere zum Judentum über oder heirateten Israelis, leben aber nicht im jüdischen Staat – so eine Großnichte Heinrich Himmlers, die einen israelischen Juden heiratete und im Ausland lebt. In den frühen Jahren Israels versetzte eine Diskussion den Staat in Aufruhr, ob man deutsche Reparationszahlungen wegen des Holocaust annehmen sollte (das geschah) und Deutschland blieb eine kontroverses Thema: Von 1956 bis 1967 gab es in Israel ein Verbot aller in Deutschland produzierten Filme.

9xIsrael03_Israeli_couscousIsraelisches Couscous wurde in den 1950-er Jahren erfunden (Wikimedia Commons)

3. Ben-Gurion erfand das israelische Couscous (irgendwie)

Die als israelisches Couscous bekannten winzigen Teigbällchen – auf Hebräisch Ptitim genannt – wurden in den 1950-er Jahren auf Drängen von Israels erstem Premierminister David Ben-Gurion erfunden, der während einer Zeit der Knappheit die Lebensmittelfirma Osem aufforderte einen auf Basis von Weizen stehenden Ersatz für Reis zu entwickeln. Die Erfindung, die die Israelis „Ben Gurions Reis“ nannten, war ein sofortiger Erfolg.

9xIsrael04_Family_watching_televisionDiese Szene einer fernsehenden Familie von 1958 hätte nicht in Israel aufgenommen werden können, weil der jüdische Staat bis 1966 kein Fernsehen hatte. (Wikimedia Commons)

4. Israel hatte bis in die späten 1960-er Jahre kein Fernsehen

Die erste Fernsehübertragung Israels wurde erst 1966 ausgestrahlt und zuerst sollte Fernsehen nur schulischen Bildungszwecken dienen. Regelmäßige öffentliche Sendungen begannen am israelischen Unabhängigkeitstag im Mai 1968. Fast zwei Jahrzehnte lang gab es in Israel nur einen Sender und die Sendungen waren auf bestimmte Stunden des Tages beschränkt. 1986 debütierte ein zweiter Sender und Kabelfernsehen wurde 1990 eingeführt. Heute ist das israelische Fernsehen eine beliebte Quelle für Drehbuchautoren aus Hollywood: „Homeland“ (Showtime), „In Treatment“ (HBO), „Your Family or Mine“ (TBS), „Allegiance“ (NBC), „Deal With It“ (TBS), „Tyrant“ und „Boom“ (Showtime) sind allesamt Remakes israelischer Sendungen.

9xIsrael05_Princess-AndrewQueen Elizabeths Schweigermutter, Prinzessin Alice von Battenberg, mit einer ihrer Töchter ca. 1910 (Wikimedia Commons)

5. Die Schwiegermutter von Queen Elizabeth II. ist in Jerusalem beerdigt.

Prinz Philips 1885 als Prinzessin Alice von Battenberg geborene Mutter (von Geburt an taub) verbrachten einen Großteil ihres Lebens in Griechenland, nachdem sie Prinz Andreas von Griechenland und Dänemark (ja, er war gleichzeitig Prinz zweier unterschiedlicher europäischer Länder) heiratete. Während der Besetzung Griechenlands durch die Nazis versteckte Alice eine jüdische Frau und zwei ihrer Kinder vor den Nazis, was ihr die Anerkennung als „Gerechte der Völker“ der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem eintrug; die britische Regierung ehrte sie als „Heldin des Holocaust“. Sie zog 1967 nach London, um mit ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter, Queen Elizabeth II., im Buckingham Palace zu wohnen. Als die Prinzessin zwei Jahre darauf verstarb, wurde ihre Leiche in einer Krypta im Windsor Castle beigesetzt. 1988 wurde sie in eine Krypta im Konvent Heilige Maria Magdalena im Garten Gethsemane am Ölberg in Jerusalem umgebettet – womit ein Wunsch erfüllt wurde, den sie kurz vor ihrem Tod geäußert hatte. Der Ölberg ist das Zuhause des ältesten kontinuierlich genutzten Friedhofs der Welt.

9xIsrael06_Alaska-737Alaska Airlines spielte ein entscheidende Rolle bei der Operation Fliegender Teppich (Wikimedia Commons)

6. Alaska Airlines transportierte jemenitische Juden per Luftbrücke nach Israel

Als im Jemen nach Israels Sieg im Unabhängigkeitskrieg von 1948 antijüdische Unruhen ausbrachen, entschied sich die dortige jüdische Gemeinschaft geschlossen ins jüdische Vaterland zu ziehen. James Wooten, Präsident von Alaska Airlines, gehörte zu denen, die von ihrem Leid bewegt waren. Von Juni 1949 bis September 1950 führte Alaska Airlines ungefähr 430 Flüge mit zweimotorigen C-46 und viermotorigen DC-4-Flugzeugen als Teil der Operation Fliegender Teppich durch, der Geheimmission, mit der fast 50.000 Juden aus dem Jemen nach Israel gebracht wurden. Die Piloten mussten mit Treibstoff-Knappheit, Sandstürmen und Feindfeuer kämpfen; ein Flugzeug machte eine Bruchlandung, nachdem ein Motor ausfiel, aber nicht ein einziges Leben ging bei den Flügen verloren.

Golda Meir, minister van buitenlandse zaken van IsraelGolda Meir, hier im Januar 1964 zu sehen, war nicht erster weiblicher Premierminister der Welt (Wikimedia Commons)

7. Golda Meir war die dritte Premierministerin der Welt

Meir (geb. Myerson), die 1969 israelische Premierministerin wurde, hatte als Vorgänger in einem solchen Amt nur Sirimavo Bandaraneike in Sri Lanka (1960-1965) und Indira Ghandi in Indien (1966-1977). In Kiew geboren und in Milwaukee aufgewachsen, zog Meir in den frühen 1920-er Jarhen in einen Kibbutz in Israel und wurde rasch in der Politik der Arbeitspartei aktiv. Obwohl bei amerikanischen Juden beliebt, blieb Meir in Israel wegen ihrer vermeintlichen Fehler während des Yom Kippur-Kriegs von 1973 Opfer von Hohn; sie hatte nicht sich nicht entschieden die arabischen Streitkräfte präventiv anzugreifen, die an Israels Grenze mit Syrien massiv zusammengezogen wurden. Obwohl die Agranat-Kommission, die den Krieg untersuchten, Meir von direkter Verantwortung freisprach, trat sie kurz danach zurück und wurde 1974 als Premierministerin von Yitzhak Rabin abgelöst (der bis 1977 im Amt war und dann 1992 wieder Premierminister wurde).

9xIsrael08_SolarboilerSonnenkollektoren auf Dächern in Israel (Wikimedia Commons)

8. Israelisches Recht schrieb ab 1980 Sonnenkollektor-Wassererhitzer auf allen neuen Häusern vor.

Das Gesetz wurde nach der Energiekrise der späten 1970-er Jahre verabschiedet und machte Israel zum weltführenden Nutzer von Solarenergie pro Kopf. Heute nutzten geschätzte 85 Prozent der israelischen Haushalte Sonnensystem für heißes Wasser, was auf rund 3 Prozent des Energiekonsums des Landes ausmacht. Allerdings liegt Israel heute bei der Umsetzung anderer Solarenerige-Lösungen hinter anderen Ländern zurück und eine wachsende Zahl von Gebäuden in Israel nutzt legale Schlupflöcher, die Ausnahmen vom Solarenergie-Gesetz bieten.

9xIsrael09_Skopusberg_mit_UniversitaetDer Skopusberg, von unten gesehen, war seit 1948 unter israelischer Kontrolle gewesen, obwohl er im östlichen Jerusalem liegt, das bis zum Sechstage-Krieg 1967 von Jordanien besetzt war. (Wikimedia Commons)

9. Jerusalems Skopusberg ist fachlich gesehen kein Teil der Westbank

Obwohl er im östlichen Jerusalem liegt, ist der Skopusberg, auf dem der Campus der Hebräischen Universität und des Hadassah-Krankenhauses liegt, seit der Staatsgründung in israelischer Hand gewesen. Nach Beendigung des Unabhängigkeitskriegs 1949 wurde die Hügelkuppe von Juden kontrolliert, war aber vom jordanisch kontrollierten östlichen Jerusalem umgeben. Israel behielt seine Enklave auf dem Berg, indem es alle zwei Wochen unter UNO-Bewachung Truppen und Nachschub dorthin brachte. Die Konvois wurden regelmäßig von Araber beschossen und bei einem Angriff im Jahr 1958 wurde vier Israelis und ein UNO-Soldat getötet. Der Skopusberg wurde mit dem Rest des jüdischen Jerusalem im Sechstage-Krieg von 1967 wiedervereint.

9xIsrael10_Albert_Einstein_at_PrincetonAlbert Einstein, hier in seinem Haus in Princeton (New Jersey) im Jahr 1949 (Alfred Eisenstaedt über CC)

10. Albert Einstein wurde das Präsidentenamt Israels angetragen

Das Angebot kam im November 1952 von David Ben-Gurion, in den Tagen nach dem Tod von Israels erstem Präsidenten Chaim Weizmann. „Ich weiß mich mit Ihnen einig in dem Gefühl, dass der Antrag des Premierminister die höchste Anerkennung darstellt, die das jüdische Volk einem seiner Söhne zollen kann“, schrieb der israelische Botschafter Abba Eban an den berühmten Wissenschaftler. Einstein Schlug die Einladung aus; dazu zitierte er sein fortgeschrittenes Alter und sein Unvermögen mit Menschen umzugehen. „Ich bin tief bewegt über das Anerbieten unseres Staates Israel, freilich auch traurig und beschämt darüber, dass es mir unmöglich ist, dies Anerbieten anzunehmen“, antwortete Einstein und vermerkte: „Ich bin tief bewegt über das Anerbieten unseres Staates Israel, freilich auch traurig und beschämt darüber, dass es mir unmöglich ist, dies Anerbieten anzunehmen“, antwortete Einstein und merkte an: „Die Beziehung zum jüdischen Volk ist meine stärkste menschliche Bindung geworden, seitdem ich volle Klarheit habe über unsere prekäre Situation unter den Völkern der Welt.“ Interessanterweise bestritt Ben-Gurion Presseberichte über die Einladung. Einstein starb weniger als drei Jahre später.

Die Religion der ewigen Opfer?

gefunden auf Facebook – und ohne die Auswüchse, Verbrechen und den Hass der Kreuzzüge/Kreuzzügler/Kreuzzugsprediger in irgendeiner Weise entschuldigen zu wollen:

Kreuzzüge+Religion-d-Friedens

Der erste Kreuzzug begann im Jahr 1095 unserer Zeitrechnung.

460 Jahre nachdem die erste christliche Stadt von muslimischen Armeen überrannt wurde.
457 Jahre nachdem Jerusalem von muslimischen Armeen erobert wurde.
453 Jahre nachdem Ägypten von muslimischen Armeen erobert wurde.
443 Jahre nachdem Muslime erstmals Italien ausplünderten.
427 Jahre nachdem muslimische Armee erstmals die christliche Hauptstadt Konstantinopel belagerten.
380 Jahre nachdem Spanien von muslimischen Armeen erobert wurde.
363 Jahre nachdem Frankreich erstmals von muslimischen Armeen angegriffen wurde.
249 Jahre nachdem die Hauptstadt der christlichen Welt, Rom, selbst von einer muslimischen Armee gebrandschatzt wurde.
Und erst nach hunderten Jahren Kirchenverbrennungen, Morden, Versklavung und Zwangskonversion von Christen.

Zu der Zeit, als die Kreuzzüge begannen, hatten muslimische Armeen zwei Drittel der christlichen Welt erobert.

So viel dazu, dass sie Opfer sind.

 

Posttrauma des Holocaust

Ulrich W. Sahm (direkt vom Autor)

Erwachsene Kinder von Holcaustüberlebenden in Israel tendieren dazu, als existentiell empfundene Gefahren, wie etwa eine iranische Atombombe, ernster zu nehmen als die Nachkommen von Juden, die den Holocaust nicht miterlebt haben. Das ergab eine Studie des Trauma-Experten der Bar Ilan Universität Amit Schrira.

Die Nachkommen der Überlebenden sehen die Welt als einen gefährlichen Ort und spüren Gefahren, die symbolisch mit der Schoah, dem Völkermord der Nazis an den Juden, verknüpft werden können. Die Studie zeige, dass die Überlebenden eine „weniger positive Weltanschauungen an ihre Kinder vererben.“ Die Studie wurde schon 2012 durchgeführt, als sich die Medien und die öffentliche Meinung in Israel besonders intensiv mit den iranischen Bemühungen um eine Atombombe befassten. Bei der Studie wurden Kinder von Überlebenden befragt und zum Vergleich Kinder von Juden, die keine Erfahrung mit dem Genozid gemacht haben.  Die Kinder der Holocaustüberlebenden seien deutlich stärker von dem „Szenario einer feindseligen Welt“ erfasst und beschäftigen sich intensiver mit Überlebensängsten. Sogar bei den Enkeln, also in der dritten Generation, könnten Symptome eines „Post-Traumas“ ermittelt werden. 550 Israelis seien für die Studie befragt worden. Die Teilnehmer seien nicht nach ihrer heutigen politischen Ausrichtung befragt worden, berichtet die linksliberale Zeitung Ha’aretz.

Eine frühere Studie ergab, dass Überlebende von ihren Kindern als „kalt, unerreichbar und distanziert“ wahrgenommen worden seien. Die Eltern seien „over-protective“ und hätten ihre Kinder nicht alleine auf die Straße oder zu Treffen mit anderen Kindern gehen lassen.

Der Staat Israel hat seit seiner traumatischen Gründung 1948, als die Armeen arabischer Staaten einen Vernichtungskrieg führten, um den jüdischen Staat sofort wieder auszulöschen, mehrfach eine existentielle Bedrohung erlebt. 1967, vor dem 6-Tage-Krieg, den Israel dann sehr schnell gegen Syrien, Ägypten, Irak und Jordanien gewonnen hatte, wurden Stadtparks wie in Ramat Gan für Massengräber vorbereitet. 1973, nach dem Überraschungsangriff von Ägypten und Syrien, gab es in Israel das verbreitete Gefühl, dass dieser Krieg das Ende des Staates bedeuten könnte. General Mosche Dajan soll in Anwesenheit von amerikanischen Diplomaten mit dem Einsatz der „ultimativen Waffe“ gegen Ägypten gedroht haben, was den US-Außenminister Henry Kissinger zu Waffenlieferungen per Luftbrücke bewegt haben soll, um Israel zu retten. Der deutsche Kanzler Willy Brandt soll zuvor von den Angriff gewusst, die Informationen aber nicht an die israelische Regierung weitergegeben haben. Brandt hat den amerikanischen Frachtflugzeugen die Zwischenlandung in Deutschland zwecks Auftanken verboten.

Dennoch wurden EL AL Flugzeuge in Frankfurt vor ihrem Abflug bis an den Rand gefüllt mit länglichen Kisten, während den Passagieren die Koffer erst nach dem Krieg zugeschickt worden sind (eigene Beobachtung).

1991 schließlich, vor Ausbruch des Irak-Kriegs, hatte der irakische Diktator Saddam Hussein damit gedroht, „halb Israel zu verbrennen“. Während des Irakkriegs wurden etwa 26 Scudraketen auf Israel abgeschossen, während die gesamte Bevölkerung bei jedem Raketenalarm rechtzeitig ausgelieferte Gasmasken überzog und in speziell abgedichteten Zimmern in höheren Stockwerken Schutz suchte. Nachdem Hussein in Halabscha Kurden mit Giftgas bombardiert hatte, befürchteten auch die Israels, mit Giftgas-Raketen beschossen zu werden. Das alles erweckte automatische Assoziationen mit dem Holocaust. Und wegen dieser historischen Erfahrungen, nehmen viele Israel Völkermord-Rhetorik etwa des iranischen Regimes durchaus wörtlich.

(C) Ulrich W. Sahm

Wieder ein Versuch gefälschten palästinensischen Nationalismus zu verkaufen

Elder of Ziyon, 8. März 2015

Hier ist der erste Absatz eines Aufsatzes von John Bell, der letzte Woche auf Al-Jazira veröffentlicht wurde:

1905 schrieb ein Libanese namens Najihb Azuri: „Diese beiden Bewegungen [Zionismus und palästinensischer Nationalismus] sind zu einem ständigen Kampf verdammt, bis der eine den anderen überwältigt. Das Schicksal der gesamten Welt hängt vom Ausgang dieses Kampfes ab … der zwei entgegengesetzte Prinzipien repräsentiert.“ Einhundertzehn Jahre später stehen sich die beiden Nationen immer noch gegenüber, aber hängt das Schicksal der Welt davon ab?

Ich habe das Zitat nachgesehen, im Original auf Französisch in Najib Azuris Buch „Le réveil de la nation arabe…

‘- Deux phénomènes importants, de même nature et pourtant opposés, qui n’ont encore attiré l’attention de personne, se manifestent en ce moment dans là Turquie d’Asie : ce sont, le réveil de la nation arabe et l’effort latent des Juifs pour reconstituer sur une très large échelle l’ancienne monarchie d’Israël; Ces deux mouvements sont destinés à se combattre continuellement, jusqu’à ce que l’un d’eux l’emporte sur l’autre. Du résultat final de cette lutte entre ces deux peuples représentant deux principes contraires, dépendra le sort du monde entier.; (Google-Übersetzung)

Es gab 1905 keine palästinensische Nationalbewegung. Punkt. Es war damals ein zionistisch-arabischer Konflikt – und ist es bis heute.

John Bell ist „Direktor des Middlr East Programme am Toledo International Centre for Peace in Madrid. Er ist ehemaliger Diplomate der UNO und Kanadas und diente als politischer Berater des persönlichen Vertreters des UNO-Generalsekretärs für den südlichen Libanon und Berater der kanadischen Regierung.“

Es wäre nett, wenn er nicht der Geschichte seine eigene politische Agenda aufdrücken würde.

Gedankenverlorenes Territorium: UNO will in Sachen der 10 Plagen wegen möglichen Verbrechen gegen die Menschheit ermitteln

Der Rat hat bereits den kanadischen Professor William Schabas als Leiter der Kommission benannt, zitiert seine Erfahrung mit ähnlichen Ermittlungen

PreOccupied Territories, 1. April 2015

Genf, 1. April – Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat eine Kommission ernannt, die Beweismittel sammeln und analysieren soll, dass die gegen Ägypten gerichteten zehn Plagen internationales Recht verletzten und Verbrechen gegen die Menschheit darstellen könnten.

Ägypten legte dem Rat letzten Monat den Antrag vor; es behauptete, dass die Entlassung der Israeliten unter Zwang sichergestellt wurde und dass die Israeliten dabei Massengräueltaten verübten. Als Teil der Verhandlungsstrategie mit dem damaligen Pharao schlug der hebräische Gott YHWH die Nation wiederholt mit verschiedenem Unheil, was das Leben durcheinander, Landwirtschaft, Handel, Ernährung brachte und eine unbekannte Zahl an Toten und Verletzten zur Folge hatte. Der Antrag forderte den Rat auf zu ermitteln; dabei wird vermerkt, dass die Ereignisse zwar vor fast 2.500 Jahren stattfanden, es aber keine Verjährungsfrist für solche Verbrechen gibt.

Insbesondere gehört zum Mandat der Kommission eine Reihe von zehn Ereignissen während des Jahres, das zum israelischen Exodus führte, dazu der Vorwurf von Massenmord, weil YHWH auf dem Weg aus dem Land auf unverhältnismäßige Weise das gesamte Kavalleriekorps des ägyptischen Militärs quälte. Die Kommission wird zudem die Beweismittel zweier zusätzlich Tätiger an dem Verbrechen untersuchen, die als Moses und Aaron benannt wurden – Brüder, die an einigen oder allen der vorgeworfenen Gräueltaten teilnahmen.

Die Ermittler werden durch uneinheitliche Berichte der Ereignisse durchsehen müssen, doch die groben Umrisse der Darstellung sind seit einiger Zeit allgemein akzeptiert. Nachdem er auf ägyptischen Widerstand auf seine Forderungen stieß, schickte YHWH die israelitischen Brüder Moses und Aaron, um dem Pharao wegen des Besitzes von mindestens 600.000 hebräischen Sklaven zu drohen, die der Gott für sich selbst in Besitz nehmen wollte. YHWH soll den Nil in Blut verwandelt haben; dann eine massive Frosch-Plage; nach Angaben einiger Berichte brachen auch grausame und giftig weitere Reptilien über Land herein. Den ersten beiden ging eine Drohung voraus, doch dann brachte YHWH ohne Warnung Läuse.

Das Muster wiederholte sich, als Moses drohte und wilde Tiere und Tierseuchen brachte, beide dann ohne Warnung Geschwüre auslöste – obwohl einige Berichte behaupten, statt der Tiere seien Stechmückenschwärme gekommen; und einmal mehr drohte er mit Hagel und Heuschreckenschwärmen, verursachte aber ohne Warnung tiefe Dunkelheit selbst am Tag. Schließlich griff YHWH auf tatsächliches Töten zurück, als er alle Erstgebornenen Ägypter schlug.

Die Kommission wird versuchen Ägypter, die behaupten Augenzeugen oder Opfer zu sein, unter Eid aussagen zu lassen, dann einen schlüssigen Fall für oder gegen die Empfehlung zu bilden, dass der Internationale Strafgerichtshof ein formelles strafrechtliches Verfahren eröffnet. Mehrere wichtige Hürden könnten diese Arbeit allerdings erschweren, deren wichtigste ein offensichtlicher Mangel an befragbarer Überlebenden ist, was nur dokumentarische Beweismittel strittiger Wahrhaftigkeit übrig lässt. Solche Probleme haben anderer UNHRC-Kommissionen im Nahen Osten nicht gestört, da sie oft nur auf eine Formsache bei den von den Schreibern der Berichte vorgestellten vorherbestimmten Abschlüssen der Berichte hinauslaufen; doch wenn ein redliches Strafverfahren beim ICC und nicht nur ein bloßes politisches Posieren das Ziel ist, dann könnten Beweisrechtsregeln die überwiegende Mehrzahl der allgemein akzeptierten, glaubwürdigen Quellen ausschließen.

Der Rat hat bereits den kanadischen Professor William Schabas als Leiter der Kommission ernannt, wobei seine Erfahrung mit ähnlichen Ermittlungen angeführt wurde.