Erinnerung an die Bedrohung vom Mai 1967

Michael Freund, Jerusalem Post, 18. Mai 2017

Während die Nation sich darauf vorbereitet den 50. Jahrestag der Wiedervereinigung von Jerusalem und die Befreiung von Judäa, Samaria und dem Golan zu feiern, liegt es vielleicht in der Natur der Sache, dass wir uns vorrangig auf den wunderartigen Ausgangs des Sechstage-Kriegs im Juni 1967 zu konzentrieren. Nach 1.900 Jahren des Sehnens war das jüdische Volk endlich mit dem herzen unseres angestammten Heimatlandes wiedervereint, als göttliche Fügung Israel einen schallenden Sieg über unsere Gegner schenkte.

Zum ersten Mal seit die römischen Legionen unter Titus Jerusalem in Brand setzten, standen heilige Orte wie der Tempelberg, Schiloh und Hebron wieder unter voller jüdischer Souveränität und Kontrolle.

Es war ein Sieg für die Ewigkeit, ein Wendepunkt in der Geschichte, der das jüdische Schicksal neu formte, als die Träume unserer Vorfahren in Wirklichkeit verwandelt wurden; Juden konnten wieder in den Hügeln von Judäa, den Weinbergen von Samaria und den mit Steinen gepflasterten Gassen Jerusalems leben und spielen, beten und arbeiten.

Doch inmitten der Festlichkeiten ist es nicht weniger wichtig sich der Ereignisse des Mai 1967 zu erinnern, als die Drohung der Vernichtung über der Nation lastete, weil unsere Nachbarn schworen dem jungen jüdischen Staat den Gnadenstoß zu versetzen.

Inbesondere heute, wo die Palästinenser und ihre Anhänger haben Erfolg damit gehabt die historische Wahrheit mit Hirngespinsten und Unwahrheiten zu vergiften, wird ein kurzer Blick zurück auf das, was sich vor dem Krieg abspielte dazu dienen das falsche Narrativ zu untergraben, das von unseren Feinden bemüht wird.

Erst einmal behalten Sie bitte im Hinterkopf, dass es im Mai 1967 keine israelische „Besatzung“ gab, keine jüdischen „Siedlungen“ und keine „Verjudung“ von Jerusalem. Trotzdem gab es jede Menge arabischer Anfeindungen, der Äther war angefüllt mit schaurigen Drohungen die Juden ins Meer zu treiben.

Am 8. Mai 1967 erklärte Syriens Informationsminister Mahmud Zuabi offen, dass sein Land bald „ernstere Schlachten führen wird, bis Palästina befreit und die zionistische Präsenz beendet ist“.

Acht Tages später, am 16. Mai, fiel Radio Kairo ein und verkündete: „Die Existenz Israels hat schon zu lange Bestand… Wir heißen die Schlacht willkommen, auf die wir so lange gewartet haben. Die Stunde des Höhepunkts ist gekommen. Die Schlacht ist gekommen, mit der wir Israel vernichten werden.“

Für den Fall, dass jemand ihre Botschaft nicht begriffen haben sollte, war das Radio in Kairo am nächsten Tag noch unverblümter: „Ganz Ägypten ist vorbereitet, um in totalen Krieg zu tauchen, der Israel ein Ende bereiten wird.“

Unter diesen Drohungen unternahm der ägyptische Diktator Gamal Abdel Nasser konkrete Schritte zur Vorbereitung für Völkermord am jüdischen Staat; er verdoppelte die ägyptischen Truppen im Sinai und stationierte hunderte Panzer nahe der südlichen Grenze Israels. Nasser orderte dann, dass die 3.400 Mann starke United Nations Emergency Force sofort abgezogen wird, die seit einem Jahrzehnt im Gazastreifen und dem Sinai stationiert war, um Konflikt zu verhindern.

Weniger als eine Woche darauf, am 22. Mai machte die UNO genau das; die Truppen verließen feige ihre Posten, womit sie die Bühne für eine ägyptische Invasion bereiteten.

Ägyptens Radiosender „Stimme der Araber“ strahlte hämisches Feiern des Abzugs der UNO aus und verkündete: „Es gibt kein Leben, keinen Frieden und keine Hoffnung für die Banden des Zionismus im besetzten Land zu bleiben. Von heute an gibt es keine internationale Notfalltruppe mehr, um Israel zu beschützen… Die einzige Methode, die wir gegen Israel anwenden werden, ist ein totaler Krieg, der die Vernichtung der zionistischen Existenz zur Folge haben wird.“

Mit dem Abgang der UNO machte Nasser mit der Schließung der Straße von Tiran für israelische Schiffe weiter, eine Handlung, die zehn Jahre zuvor, 1957, US-Präsident Dwight D. Eisenhower gesagt hatte, sie würde als Kriegshandlung betrachtet werden.

Am 25. Mai verlegten Syrien, Jordanien, der Irak und Saudi-Arabien Truppen an Israels Grenzen, womit sie den jüdischen Staat wie Aasgeier, die sich darauf vorbereiten sich auf ihre Beute zu stürzen.

Sechs Tage später nahm der irakische Präsident Abdel-Rahman Aref kein Blatt vor den Mund, als er erklärte, warum sein Land Soldaten in das Gebiet schickte; er behauptete: „Die Existenz Israels ist ein Fehler, der korrigiert werden muss. Das ist unsere Gelegenheit die Schmach auszulöschen, die uns seit 1948 begleitet. Unser Ziel ist klar – Israel von der Landkarte zu wischen.“

Derweil machte sich auch die 1964 gegründete PLO für den Krieg bereit. Auf die Frage in einem Interview, was mit Israels Juden im Fall eines Krieges geschehen würde, erklärte PLO-Gründer Ahmed Schukairy am 1. Juni schlagfertig: „Diejenigen, die überleben, werden in Palästina bleiben. Ich schätze, dass keiner von ihnen überleben wird.“

Vier Tage später brach der Krieg aus und der Rest ist Geschichte.

Oder etwa nicht?

Trotz der Umstände, die eindeutig demonstrieren, dass Israel im Sechstage-Krieg in einen Verteidigungskrieg um seine Existenz verwickelt war, stellt ein Großteil der internationalen Gemeinschaft heute die Übernahme von Territorium 1967 fälschlich als aggressive Handlung oder „Besatzung“ dar.

Schlimmer noch: Sie spielen das palästinensische Märchen mit, dass es beim arabisch-israelischen Konflikt nur um Jerusalem, Judäa und Samaria geht, obwohl es in Wirklichkeit, wie die Ereignisse von 1967 zeigen, die zugrunde liegende Ursache in der Weigerung der Araber eine dauerhafte jüdische Präsenz in der Region zu akzeptieren besteht.

Während wir uns also der Erinnerung an Israels wunderbaren Sieg vor fünf Jahrzehnten erfreuen, wollen wir unsere Anstrengungen verstärken die Welt an die einfache Wahrheit zu erinnern, die viele von uns nicht sehen wollen. Der Auftakt zum Krieg von 1967 ist ein entscheidender Teil der Geschichte, einer, der den ihm folgenden Ereignissen dringend notwendige Klarheit und Kontext schafft.

Einfach gesagt: Der jüdische Staat schuldet niemandem eine Entschuldigung dafür, dass er seine Feinde niederstarrte und das Territorium einnahm, das genau diese Feinde als Plattform nutzten, von der aus sie uns vernichten wollten.

Israels Präsenz in Jerusalem, Judäa und Samaria ist historisch gerechtfertigt, moralisch recht, biblisch bevollmächtigt und militärisch notwendig, um unser Überleben sicherzustellen. Und wir werden bis ans Ende der Zeiten in diesen Gebieten bleiben, ob das der Welt gefällt oder nicht.

Der offene Brief eines Agnostikers an die Palästinenser

Ich weiß nicht, woher dieser Brief stammt; erhalten habe ich ihn per E-mail von einem Verteiler am 26.05.2002. Der Autor ist zwar mit Namen und Heimatland darin genannt, aber der Text zirkuliert in verschiedenen Foren und die Adresse ist nicht zu finden.

Den Machtlosen die Wahrheit sagen
Ein offener Brief an die Menschen, die im Allgemeinen „Palästinenser“ genannt werden

Grüße an alle Palästinenser, die dies lesen können. Mein Name ist David White. Ich bin ein Staatsbürger Neuseelands, einem kleinen, westlichen, nominell christlichen Land im südlichen Pazifischen Ozean. Ich bin weder jüdisch noch christlich; ich denke, ich bin vage als ein Agnostiker zu bezeichnen.

Diesen Brief zu schreiben ist eine gute Möglichkeit für mich, das fürchterliche Durcheinander im Nahen Osten zu diskutieren, möglichst viele bedeutsame Dinge auszusprechen, die den Staat des palästinensischen Volkes betreffen und zu sehen, was aus ihnen gemacht werden kann. Ich spreche kein Arabisch, also kann ich nur mit Englisch sprechenden Palästinensern reden. Davon gibt es hier in Neuseeland allerdings wenige und ich habe bisher keine angetroffen. Ich weiß nicht, wie viele diese Zeilen jemals sehen werden, aber es gibt Hoffnung, dass dies passiert.

Ich habe einen Universitätsabschluss und ich denke, ich könnte als „Intellektueller“ bezeichnet werden. Unglücklicherweise haben viele solche Leute verabscheuungswürdige Ideologien wie den Nationalsozialismus unterstützt und unterstützen weiterhin den Kommunismus, daher lehne ich es ab, mich auf diese Weise zu beschreiben. Ich möchte nicht als ein weiterer „trendy-linker“ Akademiker gelten, wie wir in Neuseeland sagen. So bin ich, anders als viele an einer Universität ausgebildete Leute, ein antitotalitärer, Frieden bis zu einem gewissen Grad bejahender, pro-demokratischer, pro-kapitalistischer (mit Ausnahme derer, die Enron leiten) und skeptischer Mensch, was den „Opferkult“ angeht. Hier in Neuseeland bin ich recht sicher und niemand, den ich kenne, ist von einem Palästinenser getötet worden.

Meine Sicht der Palästinenser ist ungefähr diese: Ihr seid Araber (klar), mehrheitlich Muslime, aber mit einer christlichen Minderheit. Viele von euch leben außerhalb des Gazastreifens und der Westbank, die meisten in Jordanien und anderen muslimischen Ländern; einige Gruppen leben auch in westlichen Ländern. Ihr habt das Gefühl, dass euch von Israel Unrecht getan worden ist und bekämpft es, um es zu vernichten.

Israel betrachte ich auf die folgende Weise: Sie sind eine mehrheitlich jüdische, kleine Demokratie mit freier Marktwirtschaft; es gibt eine große arabische Minderheit. Israel ist umringt von feindlichen arabischen Diktaturen. Sie haben einen geschichtlichen Anspruch auf Israel; ihr Staat wurde als Fluchtstätte vor Verfolgung geschaffen. Sie haben ein Recht zu existieren und, nach dem Überleben des Holocaust in Europa, sollten sie nicht still sitzen müssen, um auf einen weiteren Holocaust im Nahen Osten zu warten.

Ein Überblick aus Down Under

Im Verlauf der letzten Monate hat sich der Konflikt um die umstrittenen Gebiete des Gazastreifens und der Westbank in einen Krieg zwischen dem palästinensischen Volk und Israel gewandelt. (Ich werde mich für den Begriff „umstritten“ nicht entschuldigen, da ich glaube, dass er die recht komplizierte Situation genauer beschreibt als der Begriff „besetzt“.)

Eure Interpretation, soweit ich sie beurteilen kann, scheint ungefähr diese zu sein: Ihr habt keinen eigenen Staat und ihr führt einen Krieg gegen die, die ihr !zionistische Unterdrücker“ und „koloniale Imperialisten“ nennt, um einen palästinensischen Staat zu schaffen. Vorwürfe von Massakern und Menschenrechtsverletzungen durch die israelische Armee werden verteilt wie Konfetti. Euer Führer, Yassir Arafat, gelobt, lieber als „Märtyrer“ zu sterben statt sich zu „ergeben“; und die UNO, diese herumpfuschende und inkompetente Organisation (auch hier wieder: keine Entschuldigung für die Verbreitung persönlicher Ansichten), versucht alles in ihrer Macht stehende zu tun, was ihr von ihrer Verfassung her gar nicht möglich ist, nämlich „die zukünftigen Generationen vor der Geißel des Krieges zu retten“.

Die Israelis sehen das natürlich anders. Für sie ist es einfach ein Kampf ums Überleben. Sie boten euch einen Staat an und stattdessen habt ihr sie angegriffen. Sie haben palästinensische Städte besetzt, haben es mit verschiedenen bewaffneten Gruppen ausgefochten; und von den USA, anderen arabischen Ländern und der UNO werden verzweifelte Versuche unternommen, den sogenannten „Kreislauf der Gewalt“ zu durchbrechen. Als Ergebnis kann die Situation der Palästinenser zur Zeit, ganz allgemein gefasst, erklärt werden, indem man es mit neuseeländischen Ausdrücken beschreibt.

Frei heraus gesagt, werden die Palästinenser von hinten gebumst. Sie bekommen die Hucke voll gelogen. Sie werden verarscht. Es ist ungefähr so: Yassir Arafat schlug das israelische Angebot eines palästinensischen Staates im Gazastreifen und der Westbank aus. Ihr wollt, bzw. Arafat behauptet, dass ihr ein Palästina „vom Fluss bis zum Meer“ wollt – mit anderen Worten: „alles oder nichts“.

Es gibt dabei ein unüberwindliches Hindernis: Israel. Egal, wie vielsagend eure Argumente sind oder wie zahlreich eure Märtyrer; egal, wie viele europäische Diplomaten wegen Israel verärgert sind oder wie viele UNO-Resolutionen gegen Israel verabschiedet werden – die Israelis werden nicht einfach einpacken und weggehen. Euer einziger Weg, den palästinensischen Staat zu bekommen, den ihr haben wollt, ist Israels zu zerstören.

Das habt ihr seit 1948 zu tun versucht. Die derzeitige „Intifada“, die im Jahr 2000 begonnen wurde, ist euer neuster Versuch. Die Israelis stehen aber nicht einfach da und lassen sich von euch töten. Sie schlagen zurück und wenn sie zwischen ihrem eigenen Überleben und eurem wählen müssen, dann ratet mal, wie sie sich entscheiden werden.

Ein großes Händeringen, ein Ein- und Ausfliegen von Diplomaten – das war die ganze Antwort auf die Katastrophe, die ihr euch selbst bereitet habt. Ihr, als palästinensische Araber, hofft offensichtlich auf irgendeine Art internationaler Intervention, die euch rettet. Wir in Neuseeland würden sagen: „Kommt wieder auf den Boden.“

Die Europäische Union und die UNO haben bei vielen Gelegenheiten in der Vergangenheit ihre Inkompetenz und ihr völliges Unvermögen gezeigt, irgendeine Art von starker Handlung ohne amerikanische Führung zu liefern. Fragt eure muslimischen Brüder in Bosnien-Herzegowina, wie effektiv die EU und die UNO sie ohne amerikanisches Eingreifen beschützt haben. Angesichts der Eindrücke, die amerikanische diplomatische Bemühungen geschaffen haben, werden die USA sich nicht gegen Israel stellen und schließlich ihre vergeblichen Versuche der Ausgewogenheit aufgeben. Wenn sie sich militärisch in ihrem Krieg gegen den Terror mit den Israelis zusammentun, werden eure Kämpfer wie Kerzenflammen ausgepustet werden.

Was eure „geliebten arabischen Brüder“ im Nahen Osten angeht, so machen sie viel Lärm um euren „Befreiungskampf“ und haben Geld und Waffen, aber nicht einen einzigen Panzer für eure Rettung geschickt. Ihre diplomatischen Vorschläge hätten jederzeit gemacht werden können und zielen darauf ab, ihnen selbst zu nützen, nicht den Palästinensern. Die Ägypter werden Israel nicht den Krieg erklären, wenn sie nicht 100 Milliarden Dollar erhalten, um ihre Kosten zu decken.

Glaubt ihr wirklich, dass der Rest eurer arabisch-muslimischen Brüder denkt, ihr seid das wert? Glaubt ihr wirklich, dass sie eure Interessen vor die ihren stellen werden? Obwohl eure Freunde und Araber in Europa zu eurer Unterstützung Sanktionen verkünden und Synagogen niederbrennen, ist nicht ein einziges europäisches Kriegsschiff zu eurer Hilfe ausgelaufen und nicht ein einziges NATO-Flugzeug hat auch nur eine einzige Bombe auf eure „zionistischen Unterdrücker“ geworfen.

Ich habe bemerkt, dass eine große Anzahl Leute, einschließlich an Universitäten ausgebildete Intellektuelle, die palästinensische Sache unterstützen. Lasst euch davon nicht in die Irre führen. Egal, wie viele westliche Intellektuelle, Nachrichtendienste und internationale Organisationen den palästinensischen Kampf unterstützen mögen, all das zählt nicht, weil Amerika zu Israel steht.

Die untragbare Last des Lebens

Wie seid ihr in solch ein Schlamassel geraten? Wie ihr selbst sagen würdet und es auch zu vielen Gelegenheiten gesagt habt, ist es nicht euer Fehler. Es ist immer der „Große Satan“, Amerika, und es ist der „Kleine Satan“, Israel, die ihr für alle eure Not verantwortlich macht. Alles, was ihr tut, wie z.B. eure „Märtyrer-Operationen“, werden als das Ergebnis eurer „Wut“ geschildert, weil euch „euer Land geraubt“ wird und auf eure „Hilflosigkeit“ angesichts der „zionistischen“ Macht.

Es gibt ja nur 300 Millionen Araber gegen mehr als 5 Millionen Juden! Wie unfair!

Wie ungerecht, dass so viele so wenig gegen so wenige ausrichten können!

Eine Reihe westlicher Kommentatoren haben arabische Fehlleistungen zahlreichen kulturellen Faktoren zugeordnet, zu deren wichtigeren der Islam gehört. Euer religiöses Vertrauen auf Märtyrertum und Jihad, verbunden mit der völligen Unfähigkeit, Verantwortung für euer Schicksal zu akzeptieren, haben sich zu eurem großen und dauerhaften Schaden zusammen getan.

Seht euch einmal genau an, weshalb westliche Länder wie Israel Erfolg haben und muslimische Länder nicht. Westliche Länder haben marktwirtschaftliche Demokratien. Muslimische Länder (mit Ausnahme der Türkei) nicht. Das sollte euch doch sicher etwas sagen.

Wo ich stehe und warum

Wie schon gesagt, ich unterstütze die palästinensische Sache nicht und werde das auch in Zukunft nicht tun. Warum?

Es gibt eine Menge Gründe und hier sind sie:

  1. Ihr habt alle Zweifel beseitigt, dass ihr vor habt Israel zu vernichten und seine jüdische Bevölkerung zu töten oder zu verjagen. Das ist schlichtweg Völkermord. Ihr rechtfertigt das damit, dass ihr sagt, Israel habe viele Verbrechen gegen euer Volk begangen und dass ihr jetzt „Gerechtigkeit“ sucht. Ich sage euch als Antwort: NICHTS rechtfertigt Völkermord. Der Verlust von Land, die Erniedrigung einer militärischen Niederlage – andere haben das auch erlitten und sind weiter gegangen um neue Nationen und Möglichkeiten für sich selbst zu schaffen. Um nur zwei Beispiele dafür zu nennen: die Deutschen wurden 1945 aus Ostpreußen hinaus geworfen; die Nationalchinesen flohen 1949 nach Taiwan. Deutsche und Taiwanesen sind mit ihrer militärischen Niederlage und dem Verlust des Landes klar gekommen. Sie haben mit ihren Nachbarn nicht weiter Krieg geführt; sie haben auch nicht Terrorangriffe gegen sie geführt. Beide Länder sind (heute) reicher als jede arabische Nation. Warum können die Palästinenser nicht damit klar kommen? Sind die Deutschen und Chinesen in der Lage, mit Unglück besser umzugehen als die Araber?
  2. Ihr habe den Israelis „Völkermord“ gegen euch vorgeworfen. Ich frage euch: Israel hat Atombomben und mächtige Streitkräfte. Wenn sie euch wirklich, tatsächlich alle tot sehen wollten, dann könnten sie das ganz einfach erledigen. Warum haben sie das nicht getan? Wenn die Israelis wirklich Ernst machen würden, dann wärt ihr, wie wir in Neuseeland sagen, „Hundefalten“. Warum haben sie so viel Zeit damit verbracht, mit euren Führern zu verhandeln? Weil Israel Frieden und sichere Grenzen haben will. Ihr weigert euch, ihnen diese zu geben. Ihr plant einen Völkermord und beschuldigt Israel dieses Verbrechens. Beweist es!
  3. Der Gebrauch des Terrorismus: Menschen umzubringen, weil sie Juden sind, ist verächtlich. Terrorangriffe auf Zivilisten sind auch verächtlich. (An dieser Stelle möchte ich eine Pause machen und eine Begriffsklärung vornehmen, die diejenigen Palästinenser betrifft, die sich und andere mit Sprengstoff umbringen, den sie sich um den Körper binden. Ihr nennt sie „Märtyrer“. Westliche Medien und Akademiker debattieren über den genauen Begriff, den sie zur Beschreibung dieser Leute benutzen sollen. Andere, darunter die Israelis, nennen sie Terroristen. Ich habe einen besseren, angemesseneren Begriff. Ich ziehe es vor, sie „Kamikazes“ zu nennen. Die ursprünglichen Kamikazes tauchten 1944 auf, im Krieg im Pazifik. Sie waren japanische Marine- und Luftwaffen-Piloten, die in „Besonderen Angriffs-Einheiten“ organisiert wurden, um ihre Flugzeuge auf amerikanische Kriegsschiffe zu stürzen, in der Hoffnung sie zu zerstören – „ein Flugzeug, ein Schiff“. Ihre anfängliche Wirkung ähnelte der der Al Qaida-Anschläge auf New York und das Pentagon – Schock und Grauen. [Ich habe gesehen, dass viele Palästinenser im westlichen Fernsehen erschienen, wie sie die Anschläge vom September feierten.] Anmerkung: Die amerikanische Antwort in beiden Fällen war nicht die erhoffte. Nachdem der Schock überwunden war, machten sich die USA daran, die Kamikazes zu vernichten und schreckliche Zerstörung regnete auf Japan nieder und hörte erst nach zwei Atombomben auf. Ihr wisst, was zur Zeit in Afghanistan mit der Al Qaida-Gruppe passiert.)
  4. Kinder werden als Selbstmordbomber benutzt. Jeder, der Kinder lehrt, sich selbst bei Selbstmordangriffen zu töten, ist es unter keinen Umständen wert unterstützt zu werden. Dass ihr euren Kindern das antut, ist abscheulich. Ein Kommentator eines Internetmagazins sagte, dass die Palästinenser, sobald sie die Waffen niederlegten, Frieden und Land bekommen würden. Wenn die Israelis die Waffen niederlegten, würden sie getötet. Ihr wisst, dass das wahr ist, auch wenn der größte Teil Europas das nicht weiß. Eure Sache ist böse, denn ihr wollt um jeden Preis zerstören. Völkermord ist nicht Gerechtigkeit. Eure Kinder für die Ambitionen eures Führers zu opfern, ist bösartig. Deshalb kann ich euch nicht unterstützen. Deshalb bin ich auf Israels Seite.

Palästinensische Vergangenheit oder Zukunft?

Der Zweite Weltkrieg endete in Europa mit Hitlers Selbstmord. Er wurde von Admiral Dönitz ersetzt, der mit den Alliierten schnell Frieden schloss. Japans Führer, Kaiser Hirohito, entschloss sich lieber zur Kapitulation statt sein Volk vernichtet zu sehen. Wenn Arafat die Kapitulation wählt, wird ihm dann aber der Rest der Palästinenser folgen? Wenn er stirbt, wird dann der Krieg zu Ende sein? Wenn die Antwort auf beide Fragen Nein sein sollte, dann ist das palästinensische Volk verloren. Zieht ihr als Volk wirklich den Tod vor? Versteht ihr wirklich voll, was ihr da tut? Wenn ihr euch wirklich darüber im Klaren seid, dass der Weg, den ihr gewählt habt, in die Zerstörung führt und wenn ihr euch aus freien Stücken entschlossen habt, diesen Weg zu gehen, dann seid ihr als Volk wirklich ohne Hoffnung.

Werden die Palästinenser wirklich eine „Kamikaze-Nation“ sein? Werdet ihr Israel wirklich keine andere Wahl lassen als euch zu vernichten? Wenn sie wählen müssen, dann – wie der israelische Historiker Martin van Creveld sagte – „lieber ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende“.

Glaubt nicht, dass die Kamikaze-Taktik euch das bringt, was ihr wollt. Die Israelis können euch alles über Massada erzählen, wenn ihr sie fragt. Erinnert euch daran, was den Japanern an Orten wie Okinawa und Iwo Jima passierte. Die Palästinenser haben etwas Besseres verdient als das derzeitige Schlamassel, in dem ihr jetzt steckt. Aber bevor euch irgendetwas gegeben werden kann, müsst ihr einen echten Frieden anbieten. Ihr müsst aufhören, eure Kinder das Hassen zu lehren; ihr müsst aufhören zu glauben, dass „Opfer zu sein“ alles rechtfertigt; und vor allem müsst ihr ISRAEL AUFGEBEN! Akzeptiert, dass ihr nie wieder dorthin zurückkehrt, außer vielleicht als Arbeiter oder Touristen. Akzeptiert, dass Juden menschliche Wesen sind. Akzeptiert das Urteil von 1948 und lernt damit zu leben. Investiert in Banken, nicht in Bomben. Baut Computerchips, nicht Kalaschnikows. Unterrichtet Wissenschaften und Mathematik, nicht Hass. Schaut in die Zukunft, nicht in die Vergangenheit. Hört auf, die Amerikaner und Juden für alle eure Probleme verantwortlich zu machen und übernehmt die Verantwortung für eure eigenen Handlungen. Lest die Stellen im Koran, die vom „Leben mit den Völkern des Buches“ handeln.

Die frühere israelische Premierministerin Golda Meir wird mit den Worten zitiert: „Es wird im Nahen Osten nur dann Frieden geben, wenn die Araber ihre Kinder mehr lieben, als sie Israel hassen.“ Jedes Mal, wenn ich Bilder von Gewehre schwingenden palästinensischen Kindern sehe, die Sprengstoff-Attrappen tragen, dann kann ich nur sagen, dass sie Recht hat. Die Alternative zu Frieden ist nicht Sieg, sondern Tod.

Denkt darüber nach – bevor es zu spät ist.

Von einem Ungläubigen an die, die sich ausliefern und im Heiligen Land leben – möge Gott euch Standhaftigkeit geben angesichts der Dinge, die nicht geändert werden können; die Kraft, mit den Dingen umzugehen, die nicht geändert werden können; und die Weisheit und die Fähigkeit, den Unterschied zu erkennen.

David White
Auckland, Neuseeland

Das strukturelle Unbehagen französischer Juden

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Viele Juden in Frankreich haben ein unbehagliches Gefühl, was die Einstellungen der Franzosen zu ihnen angeht. Das beruht auf einer Reihe von Problemen, die weit über antisemitische Äußerungen hinaus gehen. Wenn man mit französisch-jüdischen Experten spricht, können sie keinen Plan für eine langfristig überlebensfähige jüdische Gemeinschaft vorweisen.

Die relative Wichtigkeit der verschiedenen Themen, die Juden in Frankreich Sorge machen, ändert sich mit der jeweiligen politischen Partei an der Macht. Doch eine Drohung ist immer vorhanden: die der – manchmal tödlichen – Gewalt, die hauptsächlich von Teilen der muslimischen Gemeinschaft ausgeht.

Alle tödlichen Angriffe auf Juden im 21. Jahrhundert in Westeuropa sind von Muslimen verübt worden. Die meisten gab es in Frankreich. Juden stellen weniger als ein Prozent der Bevölkerung des Landes, aber einen beträchtlich höheren Anteil der Getöteten. Der jüdische Discjockey Sebastien Selam wurde 2003 von seinem Nachbarn Adel Amastaibou ermordet.[1] 2006 wurde Ilan Halimi, ein junger jüdischer Mann, von einer Gruppe Muslime entführt und 24 Tage lang gefoltert, bevor sie ihn ermordeten.[2]

Die Morde an vier Juden in Toulouse, drei davon Kinder, im Jahr 2012 wurden von Mohammed Merah verübt.[3] 2015 ermordete Ahmed Coulibaly vier Juden im Pariser Supermarkt Hyper Cacher.[4] Im April 2017 wurde Lucy Halimi in Paris ermordet. Verdächtig ist ihr muslimischer Nachbar.[5] Die Anschläge auf Synagogen in Paris und Sarcelles durch Banden muslimischer Rowdys im Jahr 2014 sind im Nachkriegs-Westeuropa beispiellos.

Frankreichs neuer Präsident Emmanuel Macron möchte, dass die bestehende EU-Politik der offenen Grenzen beibehalten wird.[6] Das erleichtert weitere Terroranschläge. Die Anschläge und Drohungen haben zu enorm verstärkten Sicherheitsmaßnahmen an Synagogen, Schulen und anderen jüdischen Institutionen geführt. Mancher wird sich sogar von jüdischen Versammlungsorten fernhalten. Darüber hinaus sind viele Juden abgeneigt ihre Identität in der Öffentlichkeit zu zeigen, besonders in Gegenden, in denen es viele Muslime gibt.

Ein weiteres ärgerliches Thema betrifft politische Angriffe auf jüdische Bräuche. 2012 sagte François Fillon, der Mitte-Rechts-Kandidat der gerade gelaufenen Präsidentschaftswahlen, dass Juden und Muslime ihre uralten Schlacht-Traditionen fallen lassen müssen, die nicht in moderne Zeiten passen.[7] Macron sagte, dass mehr und mehr Eltern ihre Kinder auf religiöse Schule schicken, die sie Hass auf die [französische] Republik lehren. Er fügte hinzu, dass muslimische religiöse Schulen nur auf Arabisch unterrichten und jüdische Schulen nur die Thora lehren und grundlegende säkulare Bildung weglassen.[8] 2012, als sie ein Verbot muslimischer Kopftücher in der Öffentlichkeit forderte, sagte Marine Le Pen, Vorsitzende des Front National (FN), auch Kippot sollten mit verboten werden.[9]

Angriffe auf den Holocaust sind ein weiteres unbehagliches Thema. Zwei der frühesten Holocaustleugner waren Franzosen: der Faschist Maurice Bardèche und Paul Rassinier, vor dem Krieg Kommunist, dann Mitglied der Résistance und später Sozialist.[10] Jean Marie Le Pen, der Gründer des FN und Vater der jetzigen Parteichefin, ist mehrere Male wegen Holocaustleugnung verurteilt worden.[11]

Marine Le Pen hat die Konzentrationslager als den Gipfel der Barbarei bezeichnet.[12] Sie legte am Holocaust-Mahnmal in Marseille einen Kranz nieder.[13] Aber sie führte auch ein negatives Element in die Debatte um die Verantwortung von Vichy ein, die inzwischen als abgeschlossen betrachtet wird. Sie sagte, Frankreich sei nicht für die antisemitischen Taten der Vichy-Regierung verantwortlich. Das ist eine traditionsreiche falsche Behauptung aufeinander folgender französischer Präsidenten. Der letzte, der das sagte, war der Sozialist François Mitterand. Sein Mitte-Rechts-Nachfolger Jacques Chirac war der erste, der sagte, dass Frankreich für den Vichy-Antisemitismus verantwortlich war. Folgende Präsidenten machten es genauso: Nicolas Sarkozy von der rechten Mitte ebenso wie der Sozialist François Hollande. Macron reagierte auf Marine Le Pens Äußerungen, indem er sagte, Frankreich sei verantwortlich für Vichys Taten.

Der letzte sozialistische Präsidentschaftskanidat, Benoît Hamon, hat eine erhelbiche Geschichte an antiisraelischen Aussprüchen. Nach der Gaza-Flottille beschuldigte er Israel, es habe ein Blutbad verursacht.[14] Er war 2014 einer der Hauptimpulsgeber der Anerkennung des Palästinenserstaats im französischen Parlament.

Hamon hat sich zufrieden über die antiisraelische Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats geäußert.[15] Hamons Haltung kann so zusammengefasst werden: Antiisraelisch zu sein ist eine sehr gute Art für die sozialistische Partei, um die französisch-muslimischen Wähler wiederzugewinnen, die während der Präsidentschaft Hollandes verloren wurden.[16]

Ein wichtiger Grund, dass Frankreich antiisraelische Haltungen eingenommen hat, besteht darin Muslime zufriedenzustellen, die aus Ländern stammen, die Mehrheitsanteile an Antisemiten haben; für ihre Nachkommen gilt dasselbe. Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass Frankreich ein Land mit großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemen ist. Die britische Daily Telegraph hat Frankreich „den kranken Mann Europas“ genannt.[17]

In einer solchen Wirklichkeit müssen die Führungskräfte des Landes nicht nur die Muslime zufriedenstellen, sondern auch einen Sündenbock finden, um sich selbst davon zu überzeugen, dass Frankreich in der Welt mehr Bedeutung hat, als es tatsächlich der Fall ist. Die Initiative, die zur gescheiterten Nahost-Friedenskonferenz Anfang 2017 in Paris führte, sollte in diesem Zusammenhang gesehen werden.[18]

Gerard Araud, der französische Botschafter in den Vereinigten Staaten – und ehemaliger Botschafter in Israel – hat fälschlich behauptet, dass Israelis in Bezug auf Frankreich Neurotiker sind.[19] Das trifft eher umgekehrt zu.

Macron scheint zu begreifen, dass Frankreichs sozial-wirtschaftliche Lage radikal zu gesunden ein wichtiger Schritt zur Wiederherstellung der Position Frankreichs in der EU und der westlichen Welt ist. Hat er Erfolg, was bezweifelt werden darf, dann könnte das sogar einen Teil des Drucks auf das französische Judentum verringern.

 

[1] Brett Kline: Two Sons of France. The Jerusalem Post, 21. Januar 2010.

[2] Trial Begins of French ‘Gang of Barbarians’ Accused of Killing Young Jew after 24-Day Torture. Daily Mail, 30. April 2009.

[3] Edward Cody: Mohammed Merah, face of the new terrorism. The Washington Post, 22. März 2012. S. auch: Manfred Gerstenfeld: Anti-Semitism and Anti-Israelism in Western Schools. Post-Holocaust and Anti-Semitism, Nr. 112, 1. November 2011.

[4] http://www.lemonde.fr/police-justice/article/2015/11/07/attentats-de-paris-les-messages-du-commanditaire-au-tueur-de-l-hyper-cacher_4805099_1653578.html

[5] http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4945581,00.html

[6] http://www.reuters.com/article/us-france-election-macron-idUSKBN14Y0S8

[7] http://www.reuters.com/article/france-election-idUSL5E8E56Y620120305

[8] http://www.marianne.net/emmanuel-macron-republique-est-ce-lieu-magique-qui-permet-gens-vivre-intensite-leur-religion

[9] http://www.haaretz.com/world-news/europe/1.773621

[10] Henry Rousso, Le dosssier de Lyon III: Le rapport sur le racisme et le nיgationnisme à l’universitי Jean-Moulin (Paris: Fayard, 2004). (French)

[11 http://www.theguardian.com/world/2016/apr/06/jean-marie-le-pen-fined-again-dismissing-holocaust-detail

[12] http://www.la-croix.com/France/Politique/Marine-Le-Pen-rapport-ambigu-lHistoire-2017-04-10-1200838508

[13] http://www.jta.org/2017/04/30/news-opinion/world/far-right-presidential-candidate-marine-le-pen-lays-wreath-at-french-holocaust-memorial

[14] http://www.lemondejuif.info/2014/10/france-lassemblee-nationale-appelee-reconnaitre-palestine/

[15] http://www.lemondejuif.info/2016/12/primaire-parti-socialiste-lantisioniste-benoit-hamon-se-felicite-de-resolution-anti-israelienne-cs/

[16] http://www.lemondejuif.info/2016/05/lantisioniste-benoit-hamon-attaque-israel-valls-cede-face-a-gouvernement-israelien-conservateur/

[17] http://www.telegraph.co.uk/business/2017/03/06/eight-charts-show-france-sick-man-europe/

[18] http://www.diplomatie.gouv.fr/en/country-files/israel-palestinian-territories/peace-process/initiative-for-the-middle-east-peace-process/article/conference-for-peace-in-the-middle-east-15-01-17

[19] http://saveisraelcampaign.com/atad/Articles.asp?article_id=4877&

Ich glaube Arafat

Bekenntnis eines israelischen Analytikers des Islam und arabischer Staatskunst:

Dr. Mordechai Kedar, IMRA, 23. Juni 2002

Am 15. Mai 2002 sprach Yassir Arafat zum Palästinensischen Legislativrat in Ramallah. Die Gelegenheit war die 54. Wiederkehr der Nakba („Katastrophe“ Palästinas, womit die Gründung des Staates Israel am 15. Mai 1948 bezeichnet wird). In seiner Rede nahm Arafat Bezug auf die Selbstmordangriffe gegen israelische Bürger und erklärte, dass diese Anschläge „nicht unserer Sache dienen, sondern uns verärgerter Kritik der internationalen Gemeinschaft aussetzen“. Arafat rief den Rat dazu auf, dieses Problem (das ernsthafte Diskussionen unter den Palästinensern und allgemein unter Arabern ausgelöst hat) ausgehend vom „Schlichtungsvertrag von Hudaybiyyah zu betrachten, aus unserer Sorge für die patriotischen und nationalen Interessen unseres [palästinensischen] Volkes und der [arabischen] Nation, um die weltweite Solidarität mit dem palästinensischen Volk und seiner Sache zu stärken.“

Was steckt hinter dieser Bezugnahme auf Hudaybiyyah? Sie übermittelt die folgende, zweifache Botschaft:

  1. „Der Schlichtungsvertrag von Hudaybiyyah“ war eine Vereinbarung , die der Prophet Mohammed im Jahr 628 n.Chr. mit den Ungläubigen seines Stammes, den Quraish, schloss. Er tat das wegen ihrer Weigerung, seiner Gemeinschaft des Islam beizutreten, als er erkannte, dass er sie militärisch nicht besiegen konnte. Als er zwei Jahre später seine Macht gefestigt hatte, griff er das Heilige Mekka an, schlachtete die Männer seines eigenen Stammes ab und verbrannte alle Symbole ihrer heidnischen Kultur.
  2. Der Islam betrachtet die Handlungen des Propheten als religiös gut geheißene Verhaltensmodelle für die Gläubigen. Die autorisierten Sammlungen (Hadithe) der Taten und Verkündigungen Mohammeds gehören zu den wichtigsten Quellen der islamischen Autoritäten jeder Generation für die Entscheidung in religiös-gesetzlichen Fragen. Daher wird die Art, wie der Prophet mit seiner Vereinbarung mit den Quraish umging, als ideales Vorgehen der Muslime betrachtet, wie sie mit Ungläubigen umgehen sollen. Wenn Muslime ihren Willen zur Ausdehnung der Herrschaft des Islam nicht mit Gewalt aufzwingen können, ist es ihnen erlaubt, zeitlich begrenzte Vereinbarungen mit den Ungläubigen abzuschließen. Solche Vereinbarungen sollen gehalten werden, bis Allah ein ausreichendes Anwachsen der muslimischen Macht gewährt. Dann ist es den Gläubigen erlaubt (bzw. sind sie dazu verpflichtet), die Vereinbarung zu brechen und den Ungläubigen die islamischen Bedingungen aufzuzwingen. Warum sonst hätte Allah ihnen die Macht gegeben die Oberhand zu gewinnen?

Mit der Bezugnahme auf Hudaybiyyah meint Arafat genau dies: Jede Vereinbarung mit Israel ist – in seinen Augen – nicht mehr als ein Schlichtungsvertrag im Sinne von Hudaybiyyah. Das ist jedem besonders klar, der die islamischen Quellen liest, am besten in Arabisch. (Internetseiten auf Englisch tendieren dazu, für den westlichen Gebrauch ein eher versöhnliches Bild des Islam zu zeichnen, in dem die islamischen Botschaften umgeschrieben werden.)

Der Beleg dafür liegt in der zweiten Botschaft des Zitats aus Arafats Rede. Selbstmordanschläge sind an diesem Scheideweg nicht als schändlich und unmenschlich verurteilt, sondern in der Schwebe gehalten, weil sie zur Zeit nicht dazu dienen, die palästinensischen Ziele voran zu treiben. Derzeit kann der palästinensischen Sache am besten gedient werden, dass man internationale Verurteilungen vermeidet und um die Ermutigung und Sympathie der Weltgemeinschaft wirbt.

Was meint Arafat damit? Dass Selbstmordanschläge etwas Böses sind und von jetzt an aus dem Arsenal der legitimen Waffen im Kampf gegen Israel entfernt werden sollten? Mitnichten. Wenn überhaupt, dann steigt die Zahl der Rekrutierungen und der Ausbildung der Shahide. Was er für die nahe Zukunft vertritt, ist ein Wechsel des Vorgehens. Verspricht er, keine Selbstmordanschläge mehr zu nutzen? Überhaupt nicht. Erinnert uns seine jüngster Aufruf, von Anschlägen gegen Zivilisten abzulassen, an die Liste seiner gebrochenen Versprechen, die er Rabin (1993), Netanyahu (1996) und in vielen weiteren öffentlichen Erklärungen zwischen 1993 und 2000 abgab? Aber sicher.

Als Studierender der arabischen Politik und als ein Zionist mit persönlicher Beteiligung an den Bemühungen, Frieden und Verständnis zwischen Israelis und Arabern zu fördern, nehme ich Arafat seine Botschaft wirklich ab: Er wünscht sich eine Vereinbarung mit den Israelis zu erreichen, aber, wie er seinen Anhängern verdeutlicht, ist jede Verpflichtung, die Selbstmordanschläge zu stoppen, schlicht eine moderne Variante von Hudaybiyyah. Als solche darf (oder muss) eine solche Verpflichtung in Übereinstimmung mit den islamischen Prinzipien, die die Grundlage der politischen Kultur im arabischen Einflussbereich bilden, zur richtigen Zeit gebrochen werden. Bald, wenn nach seiner Meinung Selbstmordanschläge der palästinensischen Sache wieder hilfreich sein werden, wird Arafat seine Anhänger wieder aufrufen loszuziehen und ihr Leben in Israels Straßen zu opfern („Millionen Märtyrer marschieren nach Jerusalem“).

Wenn Regierungen versuchen, potenzielle Feinde unter den Richtlinien ihrer eigenen politischen Kultur zu verstehen, haben sich große Tragödien in internationalen Angelegenheiten abgespielt. Die Ereignisse des 11. September können als ein jüngeres Beispiel dienen. Israelische Ignoranz islamischer Traditionen und arabischer Kultur haben viele ernste politische und militärische Rückschläge gebracht, vom Überraschungsangriff, der den Yom-Kippur-Krieg auslöste (6. Oktober 1973) bis zum Mangel an Realismus während des gesamten Oslo-Prozesses von 1993-2000. Wir werden nur unter Schmerzen weiterer naiver Träume israelischer und westlicher Politiker fortfahren können die islamischen Traditionen zu missachten – Träume, die völlig losgelöst sind von der Realität des Nahen Ostens, einer Realität, die zunehmend von der islamischen Hand geprägt wird.

Seltenes Dokument aus der Zeit vor der Staatsgründung machen geltend, dass Israel Anspruch auf Judäa und Samaria hat

107-seitiges Memorandum für die UNO, erstellt von führenden amerikanisch-jüdischen Juristen, betonen vorstaatlichen jüdischen Konsens zu Israels Recht auf Jerusalem und Yescha.

David Rosenberg, Israel National News, 2. Mai 2017

Landkarte des Nahen Ostens

Fast siebzig Jahre nach der Gründung des Staas Israel sind die amerikanischen Juden wegen der israelischen Politik in Judäa, Samaria und Jerusalem heftig geteilt – und haben zwiespältige Ansichten sowohl über das, welche Entscheidungen die für Israels Interesse am besten sind wie auch dazu, ob Israel überhaupt ein Recht an großen Landstrichen des historischen jüdischen Heimatlandes hat.

Doch war das amerikanische jüdische Establishment in der Frage jüdischer Rechte am Land Israel immer so geteilt?

Ein gerade erst gefundenes Memorandum einiger der führenden Persönlichkeiten der amerikanischen jüdischen Gemeinschaft legt nahe, dass das amerikanische Judentum vor der Gründung Israels, anders als heute, Israels Anspruch auf das historische jüdische Heimatland, einschließlich Jerusalems, Judäas und Samarias begrüßte.

Das 107 Seiten starke Memorandum mit dem Titel „The Basic Equities oft he Palestine Problem“ wurde von acht prominenten jüdisch-amerikanischen Juristen im September 1947 verfasst und als Reaktion auf den Bericht des Sonderkommission der UNO zu Palästina an die Vereinten Nationen geschickt wurde; dieser schlug eine Teilung des Landes vor, was dem vorgeschlagenen jüdischen Staat einen winzigen Anteils des ihm ursprünglich von der Balfour-Erklärung und in der Folge des Völkerbund-Mandats für Palästina zugeteilten Landes übrig ließ.

Jerusalem, Judäa und Samaria sowie ein großer Teil Galiläas wurden im UNSCOP-Plan jenseits der Grenzen des vorgeschlagenen jüdischen Staates belassen.

Zu den acht Juristen, die das Memorandum erstellten, gehörten Abe Fortas (später Richter am obersten Gerichtshof), Simon H. Rifkind (US-Bezirksrichter von New York), Jerome N. Frank (ein Richter am US-Appellationsgericht), Stanley H. Fuld (Richte des Appellationsgerichts des Staates New York), Abraham Tulin Mitglied der Anwaltskammer von New York), Milton Handler (Jura-Professor an der Columbia University), Murray L. Gurfein (Mitglied der Anwaltskammer von New York) und Lawrence R. Eno (Mitglied der Anwaltskammer von New York).

Das Memorandum an die UNO verriss das Abschneiden von Land, das einer jüdischen nationalen Heimstatt mit dem Völkerbund-Mandat versprochen wurde; es merkte an, dass der UNSCOP-Teilungsplan einem zukünftigen jüdischen Staat „weniger als ein Achtel des ursprünglich dafür vorgesehenen Territoriums überlässt“.

In Bewertung des Rechts auf nationale Selbstbestimmung für Juden und Araber stellten das acht Mitglieder zählende Gremium fest, dass die einer jüdischen nationalen Heimstatt garantierten Rechte gegenüber dem im Territorium des ursprünglichen Völkerbund-Mandats nicht durch arabische nationale Rechte eingeschränkt wurde, die mit der Gründung von Staaten oder eigenen Mandaten großzügig angegangen wurden.

„Staatsmänner des Ersten Weltkriegs begriffen schon, dass die legitimen nationalen Bestrebungen der arabischen Völker des ehemaligen türkischen (osmanischen) Reiches in derselben Friedensvereinbarung bereits komplett abgegolten wurden, die mit der Wiedergründung der jüdischen nationalen Heimstatt beschlossen wurden.“

„Mehr als eine Million Quadratmeilen des reichsten Gebiets des ehemaligen türkischen Reiches wurden mit dem Vertrag den arabischen Völkern zugewiesen, um sofort unabhängige Staaten zu gründen, was heute in vollem Umfang erreicht worden ist.“

Das ursprüngliche Mandat für eine jüdische nationale Heimstatt, erinnerte das Memorandum, schloss das gesamte Gebiet westliche des Jordan sowie das Gebiet ein, das wir heute als Königreich Jordanien kennen.

Während ein zukünftiger jüdischer Staat natürlich eine die Freiheit haben würde Territorium aus demografischen Überlegungen abzugeben, dürfen von der internationalen Gemeinschaft keine weiteren Eingriffe an den Rechten, die der jüdischen nationalen Heimstatt versprochen wurden, auferlegt werden.

Am Wichtigsten ist: Die Gruppe lehnte den Gedanken ab, dass im Mandat Palästina lebende Araber Anspruch auf eine separate Selbstbestimmung innerhalb des einem zukünftigen jüdischen Staat zugewiesenen Landes haben.

Exemplare des Originals des Memorandums von 1947 waren in den 1970-er Jahren kaum noch vorhanden und 1977 ließ die Hadassah Women’s Zionist Organization of Ameica das Dokument in Buchform neu veröffentlichen

Vierzig Jahre später war aber selbst der Nachdruck von 1977 schwierig zu bekommen, was die Universität Ariel veranlasste das Originaldokument von 1947 in ein Konservierungsprojekt für historische Texte einzubeziehen.

Eine von Yossi Goldstein geleitete Forschergruppe der Universität Ariel komplettierte vor kurzem den akribische Scan-Prozess zur Digitalisierung des Memorandums, ein Prozess, der vom brüchigen Zustand des verbliebenen Originalexemplars im Besitz der Universität erschwert wurde.