Ein Blick zurück auf die erste katastrophale „Zweistaatenlösung“

Victor Sharpe, The American Thinker, 12. Januar 2017

Die erste Zweistaatenlösung schuf vor 97 Jahren das neue arabische Gebilde namens Transjordanien, das sich über 89.000 Quadratkilometer oder fast vier Fünftel des ehemaligen Mandats Palästina erstreckte. Sofort wurde Juden verboten in diesem neuen arabischen Gebiet zu leben und daher ist es historisch korrekt zu sagen, dass Jordanien Palästina ist.

Kurz vor 12 in seiner armseligen Amtszeit im Weißen Haus stach Barack Hussein Obama sein Messer tief in das Herz des umkämpften jüdischen Staates.

Mit der von Präsident Obama und Außenminister Kerry dirigierten, erschreckend antiisraelischen Verabschiedung der Resolution 2334 des UNO-Sicherheitsrats wurde die Schuld für den israelisch-palästinensischen Konflikt fälschlich an das leichte Ziel weitergegeben: Israel und die sogenannten „Siedlungen“.

Vor dem Sechstagekrieg von 1967 gab es keine „Siedlungen“; damals überlebte der jüdische Staat einen weiteren arabischen Völkermord-Krieg und befreite den umkämpften Staat von den 16 bis 24 km frei lassenden Waffenstillstandslinien von 1947, die Israels damaliger Außenminister Abba Eban die Auschwitz-Linien nannte.

Der Konflikt mit der arabischen und muslimischen Welt oder den sogenannten Palästinensern begann nicht 1967. Um seine Ursprünge in vollem Umfang zu verstehen, müssen wir bis in die frühen Jahre des 20. Jahrhunderts zurückgehen.

1920 wurde Großbritannien vom Völkerbund die Verantwortung für die Beaufsichtigung des Palästina-Mandats gegeben, das den ausdrücklichen Auftrag hatte in diesem Territorium eine nationale jüdische Heimstatt wiederaufzubauen.

Der Völkerbund schuf eine Reihe Artikel im Einklang mit der ursprünglichen Absicht der Balfour-Erklärung vom 29. November 1917. In letzter Minute wurde allerdings vom britischen Kolonialbüro ein neuer Artikel eingeführt: der Artikel 25.

Es wurde offenkundig, dass Aufnahme dieses Artikels Großbritannien direkt ermöglichte 1921/22 das gesamte riesige Territorium östlich des Jordan abzuschneiden und es den arabischen Haschemiten zu geben. Das Gebiet, das Transjordanien und von Emir Abdallah geführt werden sollte.

Britische Offizielle behaupteten, dass das Geschenk des Mandats Palästina östlich des Jordan Dank an die Haschemiten für ihren Beitrag war die Türken zu besiegen. T.S. Lawrens beschreib allerdings die Rolle Haschemiten spöttisch als „die Nebenvorstellung einer Nebenvorstellung“.

Ironischerweise erhielten die Briten beim Sieg über das osmanisch-türkische Reich, das das geografische Palästina 400 Jahre lang beherrscht hatte, von der jüdischen Nili-Untergrund weit mehr Hilfe.

Das war die erste Teilung Palästinas, die erste Zweisaatenlösung; sie schuf vor 97 Jahren das neue arabische Gebilde namens Transjordanien, das sich über 89.000 Quadratkilometer oder fast vier Fünftel des ehemaligen Mandats Palästina erstreckte. Sofort wurde Juden verboten in diesem neuen arabischen Gebiet zu leben und daher ist es historisch korrekt zu sagen, dass Jordanien Palästina ist.

1923 spalteten die britischen und französischen Kolonialmächte dann noch den nördlichen Teil des Mandats Palästina ab. Großbritannien rannte die Golanhöhen (mit ihren antiken biblisch-jüdischen Wurzeln) ab und übergab es dem französisch besetzten Syrien.

Die von dem britischen Außenminister Lord Balfour abgegebene Balfour-Erklärung sah nie vor, dss der Jordan die östliche Grenze des wiederhergestellten jüdischen Heimatlandes sein würde.

Schon am 19. September 1919 wetterte die Londoner Times in einem Editorial: „Der Jordan wrid nicht als Ostgrenze Palästinas funktionieren. … Palästina muss eine gute militärische Grenze östlich des Jordan haben… Unsere Pflicht als Mandatsmacht besteht darin das jüdische Palästina nicht zu einem kämpfenden Staat zu machen, sondern zu einem, der in der Lage ist ein kraftvolles und unabhängiges Leben zu führen.“

Während es den Rest des Mandats Palästina bis 1947 verwaltete, schränkte Großbritannien jüdische Immigration und Landkauf massiv ein, während es bei der massiven, illegalen arabischen Zuwanderung aus den benachbarten, stagnierenden arabischen Gebieten in das Territorium wegsah.

Großbritanniens jämmerliche Bilanz des Appeasement der Araber auf Kosten des jüdischen Schicksals auf dem verbleibenden winzigen Territorium gipfelte im berüchtigten Weißbuch von 1939, das die jüdische Zuwanderung auf nur 75.000 Seelen für die nächsten fünf Jahre begrenzte. Diese drakonische Politik, wie sie unmittelbar vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs kam, war der Todesstoß für Millionen Juden, die versuchten vor der Auslöschung durch Nazideutschland zu fliehen.

Großbritanniens Missmanagement des Mandats führte schließlich zum UNO-Teilungsplan von 1947. Die Jewish Agency akzeptierte diese zusätzliche Zerstückelung dessen, was ihnen von der versprochenen jüdischen nationalen Heimstatt im Mandat Palästina übriggeblieben war.

Sie tat dies, um dem überlebenden jüdischen Rest des Holocaust und für Hunderttausende jüdischer Flüchtlinge, die überall in der arabischen Welt aus ihren Heimen vertrieben wurden, einen Zufluchtsort zu bieten. Im Gegensatz dazu lehnten die arabischen Regime den Teilungsplan ab. Damals wie heute gingen sie gegen die Existenz eines unabhängigen jüdischen Staates vor.

Israel wurde 1948 offiziell als souveräner Staat wiedergeboren und seine 600.000 Juden kämpften darum den massiven arabischen Angriff zu überleben, der den jüdischen Staat ausmerzen sollte.

1948 schloss sich Transjordanien, heute umbenannt in das Königreich Jordanien, den anderen arabischen Staaten beim Einmarsch in den jüdischen Staat an, vertrieb die jüdischen Einwohner aus Ostjerusalem und der Altstadt, annektierte das biblische und angestammte jüdische Kernland Judäa und Samaria und benannte es in Westbank um. Nur Großbritannien und Pakistan erkannten die illegale Annexion an.

Neunzehn Jahre später erklärten die arabischen Staaten wieder ihre bevorstehende Absicht Israel zu vernichten. Im Sechstagekrieg vom Juni 1967 befreite Israel in einem entscheidenden Krieg jüdische und christliche heilige Stätten in Jerusalem, Judäa und Samaria von Jordanien.

Israel bot törichterweise in der Hoffnung auf vollen und dauerhaften Frieden an, dem Haschemiten-Regime in Jordanien das gerade befreite Judäa und Samaria abzugeben. Doch die Arabische Liga, die sich im August 1967 in Khartum traf, verkündete die berüchtigten Drei Nein: Nein zu Frieden mit Israel, Nein zu Verhandlungen mit Israel, Nein zur Anerkennung Israels.

In diesem verbleibenden schmalen, 64km breiten Streifen Territorium für den jüdischen Staat (wenn man Judäa und Samaria einschließt) fordert die Welt nun die Gründung eines arglistigen arabischen Staates, der Palästina genannt werden soll – einen Staat, den es in der gesamten aufgezeichneten Geschichte niemals gegeben hat.

Hier haben wir also die nächste sogenannte Zweistaatenlösung, die das zerstückelt, was von Israel übrig ist und Hunderttausende jüdische Einwohner aus ihren Häusern, Dörfern und Bauernhöfen vertreiben wird – was eine feindliche Welt herabsetzend als „Siedlungen“ bezeichnet. Warum? Weil Juden, genau wie in Jordanien, nicht erlaubt werden wird auf muslimisch-arabischem Gebiet zu leben, während Araber frei bleiben in Israel zu leben.

Die schneidende Tragödie ist, dass die nächste Zweistaatenlösung für das jüdische Volk nur Vorbote einer weiteren Endlösung – der Euphemismus des deutschen Nazi-Regimes für den Holocaust – sein dürfte.

Tatsache ist, dass dies kein Disput um Grenzen ist. Es handelt sich um einen Religionskrieg und die Araber werden, solange die überwältigende Mehrheit muslimisch bleibt, niemals die Existenz eines nichtmuslimischen Staates auf Territorium akzeptieren, das sie im Namen Allahs erobert haben.

Vor fast siebenundneunzig Jahren wurde die ursprüngliche Zweistaatenlösung in Schande verordnet. Die aus dem Amt scheidende Obama-Administration und das gegenwärtige Außenministerium, könnten sich, so wie sie von ihrer Antiisraelfeindschaft verzehrt sind, gewiss nicht weniger um solche historische Richtigkeit scheren.

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eine Grafik dazu:

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Es ist mehr als Terror

Über die Wahrnehmung des Krieges gegen Israel

Yaffa Ganz, Isarel National News, 3. Juli 2003 

Israel und die arabischen Staaten befinden sich nicht länger im Krieg: „Terror und Gewalt“ ist in den Medien und im internationalen Sprachgebrauch der neueste Slogan für die vergangenen 55 Jahre Kampf im Nahen Osten. „Terror“ ist gewöhnlich das, was die Araber anrichten; „fortgesetzte Gewalt“ ist die jüdische Antwort. Zwei gleich hässliche Seiten einer fehlerhaften Münze.

Aber im Konflikt im Nahen Osten geht es nicht um Terror oder Gewalt. Das ist das unglückselige Ergebnis, nicht die Ursache. Und Israel kämpft nicht gegen Terror. Es kämpft um sein Überleben und um sein Existenzrecht als jüdischer Staat in seiner alt hergebrachten, historischen, universell anerkannten, nie aufgegebenen Heimat.

Das derzeit favorisierte Heilmittel unseres ewigen Marsches zum „Frieden“ ist die Roadmap, der jüngste einer Reihe von Plänen den jüdischen Staat aufzuteilen, zu schwächen, zu verstümmeln oder auf andere Art und Weise handlungsunfähig zu machen.

Seit der Balfour Declaration 1917 haben wir eine dauernde Parade von Vorschlägen und Aktivitäten erlebt – Teilungspläne, Grenzen, die wieder und wieder neu gezogen wurden, militärische Zusammenstöße, komplette Kriege, Waffenruhen, Waffenstillstandslinien, Resolutionen, nicht enden wollende Konferenzen und nun die Hudna (wir werden sehen, wie lange die dauern wird…). Alle wurden ersonnen, um den ultimativen Frieden im Nahen Osten zu erlangen. Es gab die Peel Kommission in den 30-er Jahren; den Teilungsplan der UNO; die Resolutionen 181, 194 und 242; den Rogers-Plan; die Konferenzen von Genf und Madrid und die viel umworbenen Oslo-Vereinarungen. Scharm-el-Scheik, Wye, Camp David, Taba – alle waren sie Gastgeber für Friedens- und Problemlösungs-Versammlungen. Kissinger, Reagen, Schultz, Baker, Ross, Clinton, Tenet, Zinni, die Saudis und nun Präsident Bush haben alle ihre vereinte Weisheit beigesteuert, leider Gottes vergeblich.

Das einzige, was jeder einzelne dieser Pläne, Vorschläge, Teilungen und Vereinbarungen mit den anderen gemein hatte, ist, dass jeder einzelne weitere israelische Rückzüge, Beschränkungen und Aufgaben mit sich brachte, kompensiert natürlich durch unveräußerliche internationale Garantien und Versprechen auf Unterstützung in der Zukunft. Die Araber akzeptierten oder unterzeichneten eine ganze Reihe dieser Vereinbarung und fuhren dann prompt fort, sie zu verletzen, zu brechen, darauf herumzutrampeln und jede einzelne von ihnen zur Farce zu machen. Wie im Fall der gegenwärtigen Hudna sind arabische Vereinbarungen mit dem Feind ein zeitweiser, taktischer Schachzug. Gerede von einer „Zweistaaten-Lösung“ ist ein Schritt in Richtung eines judenreinen Nahen Ostens. Ihr Krieg gegen die Juden ist keine politische Lage, die Kompromiss und Lösungsvorschläge zulässt; es geht in diesem Krieg um Sieg oder Tod, ein ehrbarer und historischer arabischer Lebensstil.

Als die jüdische Besiedlung Palästinas 200 Jahre vor der Gründung des jüdischen Staates zuzunehmen begann, als Palästina eine weit abgelegene Provinz des osmanischen Reichs war und die arabische Bevölkerung Palästinas (zu dem damals auch Transjordanien gehörte) sehr gering war und weit verstreut lebte, griffen die Araber trotzdem jedes Zeichen jüdischer Besiedlung an, führten Krieg gegen sie, terrorisierten, schlachteten sie ab, bestahlen sie und taten ihr Möglichstes, sie zu vernichten. Und trotzdem war diese Besiedlung das, was einen von Armut geschlagenen, trostlosen, leeren Landstrich in ein Land verwandelte, in dem Milch und Honig fließt.

Beim Ausbruch des Zweiten Weltkriegs beschrieben Franklin Roosevelt und Winston Churchill einen Prozess massiver arabischer Einwanderung nach Palästina.

Wo kamen sie her – all diese Immigranten – und warum tauchten sie plötzlich auf? Sie kamen aus den Ländern der Umgebung, weil die jüdische Besiedlung in Palästina ein neues und lebendiges wirtschaftliches Umfeld geschaffen hatte.

Und je mehr neue arabische Immigranten ankamen, desto mehr protestierten sie gleichzeitig gegen die jüdische Anwesenheit. Ihr nicht endender Krieg wurde in dieser Zeit vor der Staatsgründung und vor dem „Terror“ (!) „Anschläge“ oder „Pogrome“ genannt und ihre wahllosen Morde und Zerstörungen sind seitdem ohne Unterbrechung weiter gegangen – außer wenn wir sie selbst unterbrachen. Sie töteten und zerstörten vor der jüdischen Unabhängigkeit, bevor es ein „Flüchtlingsproblem“ gab, vor den 1967 erweiterten Grenzen, vor der Vereinigung Jerusalems und bevor es irgendwelche verstreuten Siedlungen oder Außenposten in der leeren, windigen Landschaft in Judäa und Samaria gab.

Nebenbei gesagt, die Araber sind das einzige Volk in der Welt, dessen „Flüchtlingsproblem“ seit 55 Jahren andauert, über drei bis vier Generationen hinweg. Sie sind die einzigen Flüchtlinge der Welt, die nie aussterben, die nie von der UN-Flüchtlingsliste gestrichen werden und die einzigen, die nicht in anderen Ländern aufgegangen sind, trotz eines riesigen „Mutterlandes“ Arabien mit seinen 22 Staaten, dreihundert Millionen Menschen (die fast alle eine gemeinsame Kultur, Sprache und Religion teilen), unendlicher Weiten leeren Landes und unbeschreiblichem Reichtum und Ressourcen. Auf UNRWA-Postern wurden die arabischen „Flüchtlinge“ als „Überlebende“ dargestellt. Das sind sie in der Tat.

Israel muss sich nicht bloß einer Gruppe – oder Gruppen – von isolierten Terroristen erwehren. Es muss mit einer kompletten Kultur von Gewalt, Hass, Blutfehden, Diebstahl und Ausweichen jeglicher Verantwortlichkeit klar kommen, die in muslimischen Ländern und muslimischer Kultur heimisch ist. Sogar „modernere“ arabische Staaten wie Ägypten oder Jordanien befinden sich ständig in der Gefahr, wieder in soziales Chaos und die blutige Vorstellungswelt islamischer Kriegsführung abzugleiten. Sie war brutal und ist es immer noch.

Die Araber führten Krieg mit den Juden, bevor es überhaupt den Gedanken einer arabisch-palästinensischen Nation oder eines entsprechenden Staates gab. Palästinenser waren die Juden Palästinas; die Araber waren einfach Araber – Teil des großen, arabischen Pan-Arabien – einer großen, zusammenhängenden arabische Nation, die sich über den ganzen Nahen Osten erstreckte und die gesamten, hoch homogenen arabischen Landstriche und ihre Bevölkerung umfasste. Und obwohl kleine Anzahlen Juden und Christen im Status der Dhimmis (ein Status der Semi-Dienstbarkeit, wie sie im Koran für Nicht-Muslime vorgeschrieben wird) leben mochten, waren Ungläubige (d.h. alle Nicht-Muslime) unwillkommen. In ihrem heiligen Krieg gegen die Juden erkennen die Araber keine Unschuldigen an, keine Nicht-Kombattanten, keine Frauen, keine Kinder. Alle sind der Feind; ganz Palästina ist heilige, „arabische“ Erde, und diese Erde muss judenrein sein.

Tatsächlich sind bereits aus einem großen Teil des Nahen Ostens die Juden entfernt worden. 850.000 verließen die arabischen Länder oder wurden 1948 systematisch aus den arabischen Ländern hinaus gezwungen; der Rest wanderte bald darauf aus. Statt der großen, blühenden und antiken Gemeinschaften bleiben nur ein paar winzige Überreste in wenigen Ländern wie Marokko, dem Iran oder Ägypten übrig (von denen alle nervös, gefügig, vorsichtig und verängstigt sind). Was Hitler in Europa nicht schaffte, hat der Islam im Nahen Osten erreicht.

Hitler hatte seine Endlösung; der Jihad wird die Länder des Islam reinigen, von Südostasien über den fruchtbaren Halbmond und Afrika bis zur Straße von Gibraltar, von Ägypten und dem Sinai im Süden bis zur Türkei, Südrussland und dem Balkan im Norden.

Das klingt verrückt? Arabische Führer aller Schattierungen erklären und deklamieren das in ihren täglichen Radio- und Fernsehsendungen, in ihrer Presse, in ihren Schulbüchern, in ihren Reden. Sie sagen es öffentlich, laut und deutlich, in allen Sprachen, aber hauptsächlich auf Arabisch. Ihre englischen Verkündigungen sind gedämpfter, berücksichtigen westliche Sensibilitäten. Aber lesen Sie einige Zeitungen auf Arabisch; hören Sie einigen wenigen Predigten in den Moscheen der ganzen Welt zu; setzen Sie sich in die Madrassas, die sich in der westlichen Welt ausbreiten, wo Millionen arabischer Kinder den Islam studieren. Oder – verbringen Sie ein paar Wochen in Israel und zählen Sie die Mörsergeschosse auf ruhige, zivile Zentren, die Schüsse auf nicht damit rechnende Unschuldige auf Autobahnen und die Selbstmord-Bomber, wo immer sie eindringen können.

Kürzlich wurde Anjem Choudary, der Führer von Al Muhajiroun in Großbritannien (einer islamischen Gruppe) von Ori Golan für die Jerusalem Post interviewt. Das Interview erschien in der Jerusalem Post vom 27. Juni 2003. Herr Choudary erklärte öffentlich und unverfroren: „In Israel gibt es keine Zivilisten. Sie müssen berücksichtigen, dass sie muslimisches Land besetzen.“ [Anmerkung d. Autorin: Er bezog sich ausdrücklich auf das gesamte Land Israel, nicht nur die 1967 eroberten Gebiete.]

Einschließlich Babys und alten Frauen??? Im Land sind diese Leute die Besatzer und Aggressoren und Teil der Grausamkeiten, die, so weit es uns betrifft, genauso schlimm, wenn nicht schlimmer sind als Nazideutschland.

Ist der Islam eine friedliche Religion? Nein, das können wir nicht sagen, weil die Wurzeln des Wortes Islam nicht „Frieden“ ist, sondern „Unterwerfung“ – komplette Unterwerfung unter den Schöpfer.

Was ist mit dem Briten, der den Selbstmordanschlag in Tel Aviv ausgeübt hat? Man muss sich freuen, wenn Mit-Muslime ihre Pflichten erfüllen. Es ist eine sehr noble Sache? Er wird ins Paradies eingehen.

Obwohl diese Dinge öffentlich in England ausgesprochen – und veröffentlicht – wurden, findet es der Westen immer noch schwierig (wenn nicht unmöglich) in diesen Begrifflichkeiten zu denken. Aber sollte es je einen heiligen Krieg gegeben haben, dieser ist es. Als solcher muss er nicht mit Stahl gekämpft werden, sondern mit Glauben. Die Araber glauben das. Das ist der Grund, warum ihre Selbstmordbomber so begierig darauf sind, sich in die Luft zu sprengen. Sie sind sicher, dass Allah auf sie wartet, um sie am Tor ins Paradies zu begrüßen. Und die, die sich nicht in die Luft jagen, stehen daneben und applaudieren. Der Rest der Welt spricht darüber, den Terrorismus zu bekämpfen, Frieden zu fördern, Grenzen zu ziehen, Vereinbarung zu unterschreiben. Der Westen tendiert dazu zu denken, dass alles sauber kontrolliert, geregelt und rational in Ordnung gebracht werden kann. Aber das ist Selbsttäuschung. Gewalt muss mit Gewalt begegnet, Feuer mit Feuer bekämpft, dem Bösen mit Gutem begegnet und verbogenem, mörderischem Glauben muss mit der Wahrheit entgegen getreten werden.

Amerika wachte nach dem 11.9. auf, entwickelte aber einen Tunnelblick. Obwohl endlich sensibilisiert für die möglichen Gefahren für das amerikanische Wohlergehen, scheint Präsident Bush zu denken, dass Gefahren für Israel ein geringeres Problem darstellen.

Dabei ist überhaupt Israels Existenz der Grund und die Rechtfertigung für arabischen Hass und Gewalt. Sogar die gut meinenden Völker der Welt werden nicht lange zustimmen, wegen eines winzigen Landstreifens in einem ständigen Alarmzustand und auf der Kippe zu einem Krieg zu leben. Der Preis für Israels Existenz könnte als zu hoch gewertet werden. Nationen werden sich fragen, was wichtiger ist: 300 Millionen Muslime zu beruhigen oder 4 bis 5 Millionen Juden zu schützen, bloß, weil deren Heimat in der falschen Nachbarschaft liegt? Und das Ergebnis wird sein, die Juden zu zwingen den jüdischen Staat einmal mehr um des „Friedens“ willen zur Kapitulation zu zwingen. Israel ist immerhin das ewige Opferlamm. Wenn die Alternative Weltkrieg heißt, ist ein winziger jüdischer Staat überflüssig.

Was soll dann getan werden? Gibt es eine Lösung des nie endenden arabischen Hasses und Kampfes?

Ja. Dies ist ein Jihad – ein heiliger Krieg – wir müssen ihn mit heiligen Waffen kämpfen. Wenn das jüdische Volk zu seinen grundlegenden Wahrheiten zurückkehrt, zu seiner Torah und zu seinem Land; wenn es versteht, wer es ist, warum es hier ist, die Bedeutung des Landes Israel begreift; wenn sich die Menschen zusammenschließen, nach Hause kommen und ihre historische Rolle und Aufgabe erfüllen, wird eine grundlegende Verschiebung in der kosmischen Konfiguration und der internationalen politischen Szene statt finden. Es gibt einen Gott und Er hat ebenfalls etwas zu den menschlichen Angelegenheiten zu sagen. Aber Er wartet darauf, dass die Menschheit den Ball ins Rollen bringt.

In der Zwischenzeit ist es an uns allen – und besonders am jüdischen Volk – die Standarte der Wahrheit und Gerechtigkeit in einer Welt voller Falschheit hoch zu halten und das Böse zu bekämpfen. Hitler war kein Märchen. Den Schrecken, den erzeugte, gab es wirklich und er musste besiegt werden.

Eines Tages werden unsere Schwerter tatsächlich zu Pflugscharen werden. Der Krieg wird vorbei sein und echter Friede – nicht ungerechte, aufgezwungene Kapitulation einer unschuldigen Nation – wird vollmächtig regieren. Bis dahin werden wir uns weiter anstrengen – und beten.

62 Jahre vor Kerry machte schon ein Vertreter des US-Außenministeriums Israel für alles verantwortlich

Elder of Ziyon, 10. Januar 2016

JNS hat einen interessanten Artikel, der ausführlich zehn gescheiterte arabisch-israelische Friedenspläne beschreibt, hinter denen Amerika zum Teil oder komplett stand.

Von dem ersten davon habe ich nie gehört.

Am 12. April 1954 berichtet JTA, was dem verdammt ähnlich klingt, was John Kerry heute von sich gibt:

In dem, was eine wichtige politische Erklärung der Regierung der Vereinigten Staaten zur Palästina-Frage betrachtet wird, zudem eine, die bitteren Streit hervorrufen dürfte, sagte Henry Byroade, Staatssekretär für Nahost-Angelegenheiten, dem Dayton World Affairs Council am Wochenende und folgerte, Israel habe die Hauptlast der Verantwortung für die arabsich-israelischen Spannungen. Staatssekretär Byroades Rede wurde in Washington zur Verfügung gestellt, bevor sie hier mit dem Kommentar gehalten wurde, begleitet von dem Kommentar, dass sei ein wichtiges politisches Dokument sei.

Staatssekretär Byroade erklärte: „Den Israelis sage ich: Ihr solltet euch wirklich als Staat des Nahen Ostens betrachten – und eure Zukunft in diesem Kontext sehen, statt sozusagen als Zentrale oder Keimzelle weltweiter Gruppen von Leuten bestimmter religiöser Glaubensrichtungen, die besondere Rechte und Verpflichtungen dem Staat Israel gegenüber haben.“

Hört auf so jüdisch zu sein! Die Araber mögen das nicht!

Weiterhin riet er Israel: „Ihr sollten die Eroberer-Haltung und die Überzeugung fallen lassen, dass Gewalt und eine Politik der Vergeltungstötungen die einzige Politik sind, die eure Nachbarn verstehen werden. Ihr solltet eure Taten eurer regelmäßigen Aussage des Wunsches nach Frieden entsprechen lassen.“

Hört auf euch gegen Angriffe zu wehren! Die Araber mögen das nicht!

Tatsächlich verbrachte Byroade einen großen Teil seiner Rede mit der Beschreibung arabischen Gross und Forderungen und einen kleinen Teil auf unrichtige Weise mit der Beschreibung der Sicht Israels. Wie bei Kerry werden für Israel wichtige Themen Lippenbekenntnisse abgegeben, aber das arabische Narrativ wurde als der Wahrheit am nächsten liegend betrachtet – und welche US-Politik folgen sollte.

Eine weitere Parallele zwischen Kerry und Byroade: Kerry sprach auf der Konferenz von J-Street und Byroade sprach 1954 vor dem antizionistischen American Council for Judaism, das vor und nach 1948 Lobbyarbeit gegen den jüdischen Staat betrieb. Der ACJ war während der Administrationen von Truman und Eisenhower sehr einflussreich, schrieb manchmal die Sprache für von Vertretern des Außenministeriums gehaltene Reden.

Auf der Konferenz verurteilte Byroade die jüdische Einwanderung nach Israel als wichtiges Hindernis für Frieden.

Denken Sie mal darüber nach. Araber konnten sich damals nicht über „Besatzung“ beschweren, also wählten sie, was immer sie sonst an Themen finden konnten, um Israel in der internationalen Gemeinschaft anzugreifen. Sie versuchten es mit der Flüchtlingsfrage und gewannen etwas an Boden. Aber sie versuchten auch zu behaupten, dass jüdische Einwanderung für sie ein wichtiges Thema waren – und einige westliche Führungspolitiker glaubten ihnen.

Im Versuch Israel zu vernichten warfen die Araber alles, was sie konnten, an die Wand, um zu sehen, was haften bleibt. Heutzutage sind das Jerusalem und „Besatzung“ und „Siedlungen“. Aer was gutmeinende (und einige nicht so gutmeinende) Westler nicht begreifen: Auch wenn das „wichtige Friedenshindernis“ beseitigt wird, werden die Israelhasser ein neues finden.

Vor der „Besatzung“ war es „Immigration“. Und wenn Israel heute Zugeständnisse machen sollte, um einen Palästinenserstaat zu schaffen, würde das die arabischen Forderungen nicht beenden – es würde sie vermehren.

Man kann aus der Geschichte eine Menge lernen. Das Außenministerium will nicht, dass Sie wissen, dass ihre Antipathie gegenüber Israel älter ist als 1967 und damals wie heute exakt die erfundenen arabischen Forderungen spiegelten, die nicht dazu gedacht sind Gerechtigkeit herzustellen, sondern den jüdischen Staat zu vernichten.

1954 reichte die israelische Regierung nach Byroades Rede eine offizielle Beschwerde gegen die „ungerechtfertigte Einmischung in Dinge, die nur Israel etwas angehen“ ein.

Den Markennamen Palästina zurückholen

Irwin N. Graulich, IsraelNationalNews, 21. Februar 2003

Wem gehört der Markenname „Palästina“? Die Antwort könnte die Krise effektiver lösen als Krieg und besser als ein aufgezwungener amerikanischer Friedensvertrag.

Vor 1948 war Palästina nur eine einzelne Idee. Er repräsentierte die Hoffnungen und Träume des jüdischen Volks von einem eigenen Staat. Palästina war das Wort, das von säkularen Juden wie Theodor Herzl und David Ben Gurion benutzt wurde, weil „Israel“ einfach „zu jüdisch“ war. Selbst leicht „religiöse“ Juden wie Wladimir Jabotinsky benutzten das Wort „Israel“, während sie ebenfalls „Palästina“ sagten. Diese frühen Gründer wollten „Israel“, einen biblischen Begriff für das jüdische Volk, nicht mit dem Namen für einen zukünftigen jüdischen Staat durcheinander bringen.

Die Geschichte des Begriffs zu verfolgen, beweist gerade einmal, dass er lange vor dem Islam oder irgendeiner arabischen Nation existierte. Das hat absolut keine Bedeutung für den modernen Gebrauch des Begriffs, der einen jüdischen Staat im Nahen Osten definierte. „Palästina“ als Idee gehörte die letzten 500 Jahre den Juden. Das ist es, worum es bei einem Markennamen geht – eine einzelne Idee oder ein Konzept, geschaffen durch den Geist von Menschen und einer Firma gehörend oder einer Gruppe oder Gemeinschaft/Nation. Ketchup, Vasline, Tempo, Cadillac, Las Vegas sind alles große Markennamen, deren Besitzer darüber wachen und sie schützen.

Die Juden bauten den Markennamen Palästina bis 1964 auf, als ein brillanter Marketing-Werbe-Terrorist namens Yassir Arafat auf der Bildfläche erschien. Die Menschen haben die Juden als brillante Geschäftsleute bewundert. Trotzdem zeigte Herr Arafat eine echt geniale Ader, indem er buchstäblich einen der wertvollsten Markennamen der Gesichte stahl, wofür er nicht einmal eine Klage vor Gericht brauchte. Stellen Sie sich vor, jemand übernimmt den Namen Coca Cola ohne Erlaubnis; oder, der Himmel möge es verhüten, er missbrauche den Nike-Streifen.

Einen Markennamen zu erfinden, wird als die wichtigste Zutat für den Erfolg eines Produkts, eines Service oder einer Idee angesehen. Pepsi hat 50 Jahre darauf verwendet, einen Look zu schaffen, einen Geschmack und einen Lebensstil, der das Getränk repräsentiert. 225 Jahre lang hat Amerika Werte und Institutionen aufgebaut, die seine Marke repräsentieren. Jüdische Pioniere der letzten 150 Jahre haben ein Ödland aus Wüste und Sand namens Palästina genommen und in das „Miami Beach des Nahen Ostens“ verwandelt. Natürlich lebten dort Araber, Christen, Armenier und andere Gruppen, aber das Wort „Palästina“, die Idee, die Mühe, die Marke und das Land gehörte in Wahrheit alles den Juden.

Seit dem ersten Zionistischen Kongress 1897, wo Herzl seinen Traum von „Palästina“ hunderte Male wiederholte, bis zum Tag der Unabhängigkeitserklärung Israels, die das britische Mandate für Palästina beendete, wurden die beiden Worte Israel und Palästina auswechselbar verwendet. Natürlich gab es palästinensische Juden und palästinensisch Araber, so wie es heute israelische Juden und israelische Araber gibt.

Arafat fing nicht mit Terrorismus an. Er begann mit einem großen unternehmerischen Diebstahl, größer als Enron. Die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) wurde Anfang der 1960-er Jahre gegründet. Und die Dummköpfe in Israel protestierten nicht dagegen oder schlugen in der Public Relations-Arena zurück. Die Israelis waren einfach nicht kultiviert genug, um die Konsequenzen eines größeren Begriffsverlustes zu begreifen. Im biblischen Hebräisch bedeutete ein Wort einen richtigen Gegenstand, ein Objekt, etwas physisch bedeutsames. Arafat und später Erekat, Aschrawi et al aber verstanden, dass dies tatsächlich ein Punkt war, mit dem sie die Schlacht gewinnen konnten. Diese Public Relations/Marketing-Atombombe war wichtiger als Raketen und Waffen. Das ist reines Genie.

1948 bedeutete Palästina eine Heimat für die Juden. 2003 ist Palästina eine unterdrückte, besetzte, heimatlose arabische Teilgruppe, die von genau denselben Juden unterjocht wird. Was für ein brillanter Marketing-Umschwung. Amerikanische Werbefachleute haben bewiesen, dass Markennamen durchzusetzen die effizienteste Einzelmaßnahme zum Verkauf einer Idee ist. Verbinde den Markennamen mit machtvollen Worten wie „Besatzung“, „naziartig“, „Verfolgung“, „Missbrauch“, „Misshandlung“, „Eroberung“, „Tortur“ und er wird nur noch schlagkräftiger.

Als der Begriff PLO synonym wurde für Mord und Terrorismus, ließ der Vorsitzende (und Geschäftsführer) Arafat ihn einfach fallen und wählte einen freundlicheren, „Palästinensische Autonomiebehörde“ und positionierte ihre Image durch die „Intifada“ neu. Der Stratege Arafat schaffte es, kostenlose Fernseh-Werbezeit zu bekommen, in der „palästinensische“ Jugendliche mit Steinen gegen mächtige Panzer der israelischen Armee, gegen Raketen und Apache-Helikopter standen. Eine tägliche Dosis von „David gegen Goliath“-Bildern. Nun hatte der Pate der Westbank äußerst geschickt die Madison Avenue übertroffen.

Wenn Israel nicht die Lage mit derselben Guerilla-Marketing-Taktik angeht, wird es die (physische) Schlacht gewinnen, aber letztlich den Krieg verlieren. Israel, das ursprüngliche palästinensische Volk, muss den Markennamen zurückgewinnen und seine Qualitäten ausnutzen. Ein Markenname ist eine Persönlichkeit und Israel muss sich darum bemühen, den heutigen Staat wieder mit dem Pioniergeist zu verbinden, den Kibbutz-Bauern des Palästina vor 1960. Ein Markenname ist eine Kultur und eine Lebensstil. Harte Arbeit, Freiheit, Demokratie, Gleichheit von Mann und Frau, Arbeit, jüdischer Gesang und Tanz, neue Technologien, Familie, Schabbat – das ist es, was einem zu Palästina einfallen sollte.

Lasst Arafat und seine Kumpane sich einen neuen Namen ausdenken, einen, der keine Assoziation zu den Juden hat. Denn eigentlich heißt „Am Yisrael Chai“, dass es die Juden Palästinas immer geben wird.

Ein offener Brief an Neuseeland

Paula R. Stern, Israellycool, 27. Dezember 2016

Vier Staaten (Senegal, Neuseeland, Malaysia und Venezuela) traten vor, um den Schlachtruf gegen Israel im UNO-Sicherheitsrat anzuführen. Dass diese Resolution in den letzten Tagen der Obama-Administration zustande kam, spricht Bände. Aber das ist etwas für einen anderen Eintrag (bitte warten Sie darauf). Für jetzt würde ich gerne etwas erklären. Wie ich es bereits für den Senegal macht, schreibe ich jetzt über Neuseeland.

Der Senegal war einfach. Er ist ein Staat in Not, bereit, aber offenbar nicht fähig zu begreifen, dass eine Beziehung, die nicht beiden Seiten nutzt, voraussichtlich scheitert. Einfach ausgedrückt: Israel gab, der Senegal nahm. Das war in Ordnung, solange wir keine Erwartungen hatten und der Senegal glücklich war zu nehmen und zu nehmen und zu nehmen. Zum ziemlich ersten Mal brauchten wir etwas zurück und der Senegal zeigte uns den berühmten Finger; also ist es nur logisch, dass wir ihnen dasselbe zeigten. Ein angenehmes Leben, Senegal; und nächstes Mal, wenn eure Leute leiden, eure Ernten ausfallen, ja, ruft Abu Mazen an.

Jetzt Neuseeland. Das ist etwas schwieriger. Schwieriger Neuseeland zu sagen, sie sollten dahin gehen, wo der Pfeffer wächst und schwerer ihnen zu empfehlen, dass die Beziehung zwischen Neuseeland und Israel so viel Bedeutung hat wie die zu anderen Staaten.

Andererseits habe ich Freunde in Neuseeland und den Traum eines Tages dorthin zu reisen. Andererseits gibt es im Hebräischen ein großartiges Sprichwort: Wenn man den Weg zu einem weit entfernten und schwer zu erreichenden Ort beschreibt, sage, dass der Ort „am Ende der Welt und dann links“ liegt.

Israel und Neuseeland stehen ungefähr auf Augenhöhe, was die Lebensqualität, moderne Annehmlichkeiten und gesellschaftlichen Status angeht. Anders als der Senegal, der Jahre nach Israel gegründet wurde, war Neuseeland 1948 Teil der Hilfe zur Gründung Israels. Es war einer der ehrenhaften Staaten, die 947 für den Teilungsplan stimmten. Es sollte zwei Staaten geben, bot der Plan an – einen jüdischen auf etwa der Hälfte des Landes. Genau, wir bekamen die Wüste und die Sümpfe, aber egal, denn wir nahmen die Zitronen und machten Limonade. Wir nahmen die Wüste und ließen sie erblühen; wir nahmen die Sümpfe und legten sie trocken. Und einen arabischen auf etwa der Hälfte des Landes (nicht eingerechnet die zwei Drittel des Landes „Palästina“, die bereits den Jordaniern gegeben worden waren).

Wir sagten „Ja, danke“. Die Araber sagten „Nein, yalla, wir machen Krieg“. Und seit fast 70 Jahen haben wir die Schrecken dieser Entscheidung gelebt. Fast genauso lange ist Neuseeland für Israel gewesen, hat in Ehren Handelsabkommen unterschrieben, Forschung und Wissen geteilt.

Mit ein paar auffälligen Pannen. Zum Beispiel bot Israel im Februar 2011, nachdem ein massives Erdbeben Neuseeland traf, an Rettungsmannschaften und medizinische Teams zu schicken, während in Neuseeland lebende Israels auch zu Hilfe eilten. Anfangs wurde die Hilfe abgelehnt, aber als das Ausmaß der Katastrophe offensichtlich wurde, akzeptierte Neuseeland Israels Angebot. Dann drehten sie sich um und beschuldigten eines der israelischen Opfer Mossadspion zu sein (vier Monate und jede Menge Ermittlungen später gab Neuseeland zu, dass es keine Beweise zur Stützung seiner Behauptungen gab).

Gemäß der teilweise von Neuseeland protegierten Resolution hat Israel keine legalen Rechte, keinen Anspruch auf das Land, auf dem unserer Vorfahren wandelten, den Ort, wo sie beerdigt sind, wo sie beteten und wo sie – bis heute – jeden Tag beten.

Es scheint so, als wolle Neuseeland die fundamentalen Rechte des einheimischen Volks in diesem Land ignorieren und es scheint, das wir im Blick darauf, warum der UNO-Sicherheitsrat so abstimmte, wie er abstimmte, einen Blick auf das Motiv werfen. Der Senegal war einfach – der ist eine Prostituierte, die sich die höchstbietenden, angenehmsten Bettpartner aussucht.

Neuseeland … was motiviert die? Nun, ich habe zwei Theorien, aber ich werde hier nur eine vorlegen. Sie mit diesem „Ding“ des indigenen Volks zu tun.

Nach Angaben von Wikipedia lautet die Definition eines „indigenen Volkes“ so:

Indigene Völker … sind nach einer international geltenden Definition diejenigen Bevölkerungsgruppen, die Nachkommen einer Bevölkerung sind, die vor der Eroberung, Kolonisierung oder der Gründung eines Staates durch andere Völker in einem räumlichen Gebiet lebte, und die sich bis heute als ein eigenständiges „Volk“ verstehen und eigene soziale, wirtschaftliche oder politische Einrichtungen und kulturelle Traditionen beibehalten haben.

Ignoriert man die Versuche der Palästinenser die Geschichte umzuschreiben und ein Erbe zu beanspruchen, das nicht existiert (äh, nein, Jesus war kein Palästinenser und sie sind nicht seit 300 Jahren in diesem Land, schon gar keine Million Jahre), dann ist sehr klar, dass das jüdische Volk und NUR das jüdische Volk die Kriterien im oben angeführten Absatz erfüllt. Dasselbe kann von den Europäern nicht gesagt werden, die in Neuseeland siedelten (weitgehend auf Kosten der indigenen örtlichen Volks der Maori).

Was die Regierung von Neuseeland ärgert ist, dass das indigene Volk von Neuseeland die Maori und das indigene Volk des Landes Israel die Juden sind. Wenn man Israel abstrafen will, muss man also seine geschichtlichen Ansprüche und Geschichte ablehnen, vielleicht wird das alles entschuldigen, was sie den Maori angetan haben … oder auch nicht.

Liebes Neuseeland,

seit ich ein kleines Mädchen war, erinnere ich mich an den Satz „Wer im Glashaus sitz, soll nicht mit Steinen werfen“. Indigenes Volk.

Wir, das jüdische Volk, haben dieses Land seit mehr als 3000 Jahre unsere Heimat genannt. Wenn wir graben, dann finden wir unsere Knochen, unsere antiken Relikte. Es sind die Symbole, die Münzen, die Tonscherben des jüdischen Volks, von Judäa, Israel. Indigenes Volk.

Es ist das jüdische Volk, das in diesem Land gelebt, Städte gebaut, Wälder gepflanzt, von Palästinenser gelegte Feuer gelöscht hat. Wir, das jüdische Volk, die Leben und Frieden in Ehren gehalten haben. Wenn wir schon vom Leben reden: Wusstet ihr, dass die durchschnittliche Lebenserwartung (für Juden UND Araber) in Israel höher ist als in der arabischen Welt und dass die Gesundheitsversorgung, die wir auch den Palästinensern zugutekommen lassen, weit besser und die Säuglingssterblichkeit niedriger ist?

Ich habe zu eurer Geschichte recherchiert und bei Wikipedia gibt es diese grundlegende Beschreibung: „Die Geschichte Neuseelands geht mindestens 700 Jahre zurück, als es von Polynesiern entdeckt und besiedelt wurde, die eine ausgeprägt maorische Kultur entwickelte, die sich auf blutsverwandtschaftlichen Verbindungen und Land konzentrierte. Die erste europäische Entdecker, der Neuseeland sichtete, war Abel Janszoon Tasman am 13. Dezember 1642.“

Siebenhundert Jahre. Indigenes Volk. Ihr könnt nicht sagen, dass ihr irgendetwas davon der Maori-Bevölkerung angeboten habt, dem indigenen Volk des Landes, das ihr besetzt. In Wikipedia heißt es:

Unverhältnismäßige Zahlen an Maoris sehen sich beträchtlicher wirtschaftlichen und sozialen Hindernissen gegenüber, haben im Vergleich mit anderen ethnischen Gruppen in Neuseeland eine niedrigere Lebenserwartung und Einkommen. Sie leiden unter höherem Niveau an Verbrechen, Gesundheitsproblemen und niedrigeren Bildungsleistungen. (Quelle: Wikipedia)

Hier in Israel werden Leute, die einen Standard für sich nehmen und einen anderen für andere, Heuchler genannt. In eurem Land heißen sie anscheinend Politiker.

Ich glaube Ihre Ablehnung unserer Verbindung zum Land Israel gründet nicht auf antiisraelischen Überzeugungen, sondern ist wahrscheinlich ein Hinweis auf ein fundamentales Problem, das ihr habe, eine tief sitzende Angst, dass das Volk der Maori glauben könnte, es hatte einen Anspruch auf sein Land, so wie wir glauben, dass wir einen auf das unsere haben. Vielleicht identifiziert ihr euch mehr mit den Palästinensern als mit den Israelis, weil diese letztlich – so wie wir – die wahren Besatzer sind.

Eure Insel ist von Glas und Steinen umgeben, die ihr auf Israel geworfen habt, die aber nur wieder euch selbst treffen. Unser Recht an diesem Land geht auf Zeiten zurück, lange bevor eure Insel überhaupt entdeckt wurde. Als sie noch von Meer umgebener öder Fels war, baute mein Volk Gemeinwesen, übte seine Religion aus, zog seine Kinder auf. Es wurde ins Exil getrieben und kehrte zurück, ins Exil getrieben und kehrte zurück. Wir haben bittere Feinde abgewehrt, die weit durchtriebener waren als ihr.

Manchmal lauert das schlimmste Übel in denen, die behaupten nicht interessiert zu sein. Aber ihr habt ein Interesse. Ihr wollt nicht, dass die Welt die Notlage der Maoris sieht; lieber die Aufmerksamkeit auf Israel ablenken.

Schalom, Neuseeland. Ich hoffe, die Belohnungen, die ihr bekommt, wiegen eure verloren gegangene Integrität auf, die von euch aufgegebene Ehre.

Im richtigen Leben, im politischen Leben, in den Beziehungen zum eigenen Volk scheint Neuseeland sich auf sehr schwankendem Grund zu befinden, während wir hier in Israel uns auf Boden bewegen, der zahllose Feinde, Lügner und Heuchler überstanden hat.

Kommentar zum Großhirn Steinmeier

Zum Jahresabschluss ein Kommentar von Barry Shaw auf Facebook (31.12.2016)

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier schaffte es in mein Buch „Dumme Äußerungen dummer Politiker“, als er am 28. Dezember sagte: „Ein demokratisches Israel kann es nur mit einer Zweistaatenlösung geben.“

Diesem arroganten Politiker ist offenbar nicht bewusst, dass Israel seit seiner Gründung 1948 der einzige demokratische Staat im Nahen Osten gewesen ist, trotz der Tatsache, dass es in dieser Zeit keine „zwei Staaten“ gegeben hat.

Der legte in seiner Dummheit noch nach, als er twitterte: „Israelische Siedlungen in besetzten Gebieten gefährden Möglichkeit des Friedensprozesses.“

Könnte es nicht all die gewalttätigen Zurückweisungen der palästinensischen politischen Führung sein, die Frieden unmöglich gemacht haben?

Steinmeier sollte sich etwas Bildung beschaffen. Stattdessen will er der nächste Präsident Deutschlands werden.

Gott helfe Deutschland und Gott helfe Israel, wenn das eintritt.

Sylvester im Heiligen Land

Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 25. Dezember 2016 (direkt vom Autor)

In Israel richtet sich jeder nach einem eigenen Kalender. Juden leben im Jahr 5777 seit der Schöpfung der Welt, während Moslems das Jahr 1438 seit der Hijra (Flucht) des Muhammad von Mecca nach Yathrib (Medina) schreiben. Sylvester ist Teil des „Kalenders der Anderen“, also der Christen. Moslems und Juden haben schon im Herbst ihr jeweiliges „Neujahr“ gefeiert. Rosch Haschana heißt es bei den Juden. Wer sich nun in Deutschland „guten Rutsch“ wünscht, verwendet vielleicht das hebräische Wort „Rosch“, „Kopf des Jahres“. Wissenschaftler streiten, ob Rutsch/Rosch eine Verballhornung des Jiddischen ist und wie Mischpoke, Macke oder Schmiere-stehen über die Gaunersprache ins Deutsche gelangt sind.*

Das christliche Neujahrsfest heißt erst seit 1582 Sylvester, benannt nach dem am 31. Dezember 335 verstorbenen Papst Sylvester. Tatsächlich feiern die Christen am 31. Dezember die Circumcisio Domini, die Beschneidung des 8 Tage zuvor, am 24. Dezember geborenen Jesus von Nazareth. Dieses Ereignis sei im Tempel von Jerusalem gefeiert worden, wobei es nach muslimischer Auffassung und gemäß einem Mehrheitsbeschluss der UNESCO diesen Tempel nie gegeben haben soll.

Mit Beschneidung und Namensnennung gelangt der Neugeborene in den „Bund Abrahams“. Und so wie im Altertum die Jahre ab der Krönung des Herrschers jedes Mal neu gezählt wurden, beginnt bei den Christen die Jahreszählung ab der Aufnahme in die Gemeinde und nicht seiner Geburt. Dass Jesus ganze 7 Jahre vor seiner Geburt zur Welt gekommen sei, also noch zu Lebzeiten des 4 vor Christi Geburt verstorbenen Königs Herodes, gilt bei modernen Wissenschaftlern als gesichert. Doch wer Sylvester ordentlich feiern will und die Sektkorken fliegen lässt, tangieren solche wissenschaftliche Nichtigkeiten nur geringfügig.

Bei Moslems gehören zu jeder Hochzeit selbstverständlich Feuerwerk und gelegentlich sogar Freudenschüsse mit Gewehren dazu. Da ist also „Sylvester“ der Normalzustand. In Tel Aviv wird gefeiert, wie die Feste fallen, also auch zu Sylvester. Im übrigen Israel herrscht diesmal an Sylvester Ruhe, denn der 31.12. 2016 fällt auf einen Sabbat und der 1. Januar ist wie immer ein normaler Arbeitstag.

Kult um Jesu Vorhaut

Die Reliquie der heiligen Vorhaut soll Karl der Große anlässlich seiner Kaiserkrönung am 25. Dezember 800 in Rom dem Papst Leo III. geschenkt haben. Karl wiederum habe sie von einem Engel erhalten.

Die heilige Vorhaut wurde zusammen mit anderen Reliquien in der Kapelle Sancta Sanctorum im römischen Lateran aufbewahrt, bis ein deutscher Soldat sie 1527 gestohlen habe. Man fand die Reliquie in seiner Gefängniszelle in Calcata erst 30 Jahre später. Bis 1983 wurde die Heilige Vorhaut in Calcata öffentlich bei Prozessionen gezeigt, bis sie erneut „unter ungeklärten Umständen“ verschwunden ist. Auch in der Abtei Charroux, in der Abteikirche von Coulombs, im bayerischen Kloster Andechs und in Antwerpen wähnte man sich im Besitz der Vorhaut. Die kostbaren Reliquien gingen jedoch beim Bildersturm, während der Französischen Revolution oder anderen Kriegswirren verloren.

Dieser Körperteil Jesu wurde auch zum Gegenstand transzendenter Verehrung. Im 13. Jahrhundert berichtete ein Bauernmädchen aus dem österreichischen Plambach, die Mystikerin Agnes Blannbekin hätte beim Kosten der Eucharistie das Empfinden von Christi Vorhaut, das „sanctum praeputium”, auf ihrer Zunge verspürt. Weil Jesus mitsamt seiner Vorhaut in den Himmel gefahren sei, spekulierte der Kurator der Vatikanischen Bibliothek, Leo Allatius († 1669), dass sich die Vorhaut im Himmel in einen der kurz davor entdeckten Saturnringe verwandelt habe. So blühten die Spekulationen. Im Februar 1900 schließlich erbarmte sich der Vatikan: Seitdem herrscht endgültig Sprech- und Schreibverbot über Jesu Vorhaut, unter Strafe des Kirchenbanns. Auch die Fremdenverkehrswerbung durfte sich künftig nicht mehr des Themas annehmen. Wo sich die Vorhaut Jesu befindet, ist seitdem nur noch für die Wissenschaft interessant.

(C) Ulrich W. Sahm

* heplev: Es gibt die Theorie dass der jiddische Neujahrsgruß „a giddn rosch“ (von „Rosch HaSchanah) zum „Rutsch“ wurde