Israel früher und heute (53): Soldaten

Männer der Golani-Brigade in ihrem Geländefahrzeug – 1948 und heute (gefunden auf Facebook):

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Operation Maulwurfgrille 19: 34 Jahre danach bleibt der entscheidendste Sieg der israelischen Luftwaffe Standard

Bis zum heutigen Tag bleiben die Einzelheiten der Operation Maulwurfgrille 19 geheim

Uri Milstein, The Jerusalem Post, 18. Juli 2016

Piloten sammeln sich im Juni 1982 vor dem Start und den Beginn der Operation Maulwurfgrille 19

1992, nur ein Jahr nach der  Auflösung der Sowjetunion, besuchte Generalmajor a.D. David Ivri – damals der Generaldirektor im Verteidigungsministerium und ehemaliger Kommandeur der israelischen Luftwaffe (IAF) – die Tschechische Republik.

„Der stellvertretenden Generalstabschef der Tschechen sagte mir, als er 1982 im Nationalen Verteidigungsakademie in Moskau war“, erinnerte sich Ivri, „erfuhr er, dass der Schlag gegen die syrischen Luftverteidigungs-Raketenbatterien [SAM] einer der Auslöser für Glasnost [verstärkte Regierungstransparenz] in der Sowjetunion war. Die strategische Theorie, dass dem Westen die Fähigkeit fehlt das SAM-System zu überwinden, war widerlegt worden und das warf viele Zweifel über die sowjetischen Fähigkeiten allgemein und den Verteidigungssektor im Besonderen auf.“

Der tschechische Offizielle bezog sich auf die Operation Maulwurfgrille 19, der vielleicht größte Erfolg im ersten Libanonkrieg. Es war das erste Mal, dass eine von den Sowjets gebaute SAM-Raketenbatterie ohne Verwendung von Bodentruppen zerstört wurde. Innerhalb von zwei Stunden hatte die IAF 15 von 19 SAM-Batterien im Bekaa-Tal des Libanon zerstört, während sie gleichzeitig 90 Feindflugzeuge abschoss.

Bis heute bleiben die Einzelheiten von Operation Maulwurfgrille 19 geheim. Es war vielleicht die größte militärische Leistung der IDF, vielleicht übertraf sie sogar Operation Focus, dem Eröffnungsluftschlag zu Beginn des Sechstagekriegs, während dem Israel praktisch die kompletten Luftwaffen von Syrien und Ägypten vernichtete. Letzte Woche war der 34. Jahrestag des Ausbruchs des ersten Libanonkriegs, als die IDF erfolgreich machte, was keine andere Armee zuvor getan hatte: die Leistungsfähigkeit eines Feindes seine Raketen einzusetzen innerhalb von einer Stunde und 50 Minuten zu beseitigen.

In den Kriegen seitdem haben die IDF-Stabschefs eine ähnliche Strategie in den von ihnen geleiteten Kriegen eingesetzt. Generalleutnant d.R. Dan Halutz machte das während des zweiten Libanonkrieges 2006 und Generalleutnant d.R. Benny Gantz machte 2014 während der Operation Fels in der Brandung dasselbe. Das US-Militär nutzte diese Strategie in seinem Kampf gegen den Islamischen Staat in Syrien und dem Irak ebenfalls.

Das Versagen der israelischen Luftwaffe im Yom Kippur-Krieg von 1973 deutete sich durch Ereignisse an, die in der Nacht vom 29. auf den 30. Juni 1970 stattfanden. In dieser schicksalhaften Nacht brachten die Ägypter heimlich 10 Batterien SAM-2 und SAM-3 an den Suezkanal. Am nächsten Nachmittag stiegen zwei Paare israelischer Piloten in F-4 Phantoms zu einem Einsatz auf, um die Batterien auszuschalten, aber leider wurden zwei von ihnen von den sowjetischen Abwehranlagen abgeschossen.

Bis dahin wurden die F-4 Phantom als vor Raketen sicher angesehen.

Nach Angaben des damaligen Luftwaffen-Einsatzleiters, Oberst Jacob Agassi, war IAF-Kommandeur Generalmajor Moti Hod angesichts der Nachricht fassungslos (ungerechtfertigterweise, so Agassi) und kam zu dem Schluss, dass die IDF keine Möglichkeit hatte die von den SAM-Batterien dargestellte Gefahr zu überwinden. Fünf Wochen später sollte Hod derjenige sein, der für Israels Duldung der furchtbaren Umstände verantwortlich war, denen es begegnen musste, um den Abnutzungskrieg zu beenden.

Israel unternahm nie etwas als Reaktion darauf, dass die Ägypter die SAM-Batterien entlang des Kanals aufbauten.

Brigadegeneral Benny Peled beantragte, dass Major Ezra Harel, der gerade vom Studium in den USA zurückkam, eine komplette Untersuchung des Computersystems der Luftwaffe durchführt. „Ich habe in meinem ganzen Leben noch kein solches Durcheinander gesehen“, sagt Harel. „Soldaten reichten einen Bericht ein, aber der Bericht sollte nie seinen Bestimmungsort erreichen. Der Informationsfluss war völlig unberechenbar. Als ich zum Leiter der automatisierten System der Luftwaffe ernannt wurde, organisierte ich alles. Aber dann brach der Yom Kippur-Krieg aus und ich konnte keine weiteren Verbesserungen vornehmen.“

Oberst d.R. Eliahu Yitzhaki, der während des ersten Libanonkriegs die Abteilung für elektronische Kriegsführung der IAF kommandierte, glaubte, der erste Schritt in der Revolution Maulwurfgrille 19 fand 1973 statt.

„Am 17. Oktober, dem Tag nachdem wir den Kanal überquerten, wurde vier Jets befohlen die SAM-Batterien anzugreifen; dazu sollten sie die ‚hataf‘-Methode einsetzen [bei der die Flugzeuge tief, dann hoch und dann wieder tief fliegen sollten]. Ich sagte Peled, dass das eine Selbstmordmission sei. ‚Nun, da kann man jetzt nichts machen – die Befehle sind bereits ausgesandt. Lassen Sie uns das Beste hoffen‘, antwortete Peled.“

„Vier Flugzeuge wurden während der Operation getroffen und sechs unserer Flieger wurden getötet oder gefangen genommen“, fuhr Peled fort. „Am nächsten Tag wurden alle Flugzeuge der IAF gegroundet. Ihre Kommandeure warteten auf die Abteilung für elektronische Kriegsführung, um die Lage retten. Operation Nussknacker 23 wurde in voller Synchronisierung mit der Abteilung für elektronische Kriegsführung geplant. Die Flugzeuge flogen hoch, führten all ihre Aufgaben aus und nicht ein einziges Flugzeug wurde getroffen. Die Revolution hatte begonnen.“

Nach dem Krieg begann das von Peled ernannte Team die Luftwaffe wieder aufzubauen. „Wir werden hier ein Kommandozentrum aufbauen, um SAM-Batterien anzugreifen“, sagte Oberstleutnant Amos Amir, damals Leiter der Operation. „Der Leiter der Operationen wird hier in diesem Stuhl sitzen und alle Informationen über die Positionen der Batterien aus allen quellen werden in Echtzeit in diesen Computer laufen – nicht die, wo wir vor 10 Stunden waren. Und entsprechend dieser Informationen werden wir unsere Kampfpiloten führen, damit sie wissen können, wohin sie zielen müssen.“

Amir fuhr fort: „Das erste Problem, mit dem wir uns befassen mussten, war die Tatsache, dass die Ägypter die SAM-Batterien ständig verlegten. Wir würden einen Bericht erhalten, dass sie an einem bestimmten Ort stehen würden, aber wenn unsere Piloten diese Koordinaten erreichten, waren die SAMs nicht mehr dort. Das war im Sechstagekrieg kein Problem gewesen – wenn ein Flugzeug sie an einem bestimmten Ort gesehen hatte, war sie immer noch dort, wenn unsere Kampfflugzeuge dort eintrafen und wir waren in der Lage das Ziel zu zerstören. Dasselbe galt für die Panzer. Obwohl sie manchmal ein wenig bewegt worden waren, wenn wir dort eintrafen, konnten wir sie in der Regel in der Nähe orten.

Unsere zweite Herausforderung bestand darin zu erfahren, wie man ein Kontrollsystem erschafft. Wir  würden ein Flugzeug losschicken, um eine SAM zu bombardieren und wenn es sie ortete und erfolgreich zerstörte, waren wir glücklich. Konnte sie nicht geortet werden, würde das Flugzeug weiter nach ihr suchen. Bis der Yom Kippur-Krieg ausbrach, führten wir weiter Einsätze durch, bei denen wir ein Flugzeug losschickten, es würde wieder sein Ziel bombardieren und sich dann schnell wieder zurückziehen. Aber jetzt wollten wir den Feind schwer treffen, ohne ihm zu nahe zu kommen.“

Und so geschah es, dass die IAF während der neun Jahre zwischen dem Yom Kippur-Krieg und dem ersten Libanonkrieg aus dem Nichts eine erstklassige Luftwaffe aufbaute. Die Luftwaffe hatte ein phänomenales Kommunikationsnetzwerk, das mit den verschiedenen Waffengattungen in Kontakt blieb. Es bekam zwei Spitznamen: „Periskop“ und „Mitsing-Gruppe“, die beide andeuten, wie gut die verschiedenen Waffengattungen sich integrierten und dass sie ein gemeinsames Ziel hatten. Jede hatte ihre eigene Rolle, wusste aber auch, wie man kooperieren musste, um das gemeinsame Ziel zu erreichen.

Als am 6. Juni 1982 der erste Libanonkrieg ausbrach, hatte die IAF die geheimdienstlichen Fähigkeiten zu jedem Zeitpunkt zu wissen, wo sich ihre Ziele befanden. Sie hatte außerdem die Fähigkeit die syrische elektronische Kommunikation zu stören und konnte die Raketenbatterien mit elektrooptischen Raketen aus einer Entfernung von 40 km zu zerstören.

Am 4. Juni 1982 schossen Terroristen, die unter Anleitung von Abu Nidal vorgingen, der im Irak lebte und nicht der PLO angehörte, in London den Botschafter Shlomo Argov an. Sofort danach gab Premierminister Menachem Begin dem Druck von Verteidigungsminister Ariel Sharon und Generalstabschef Rafael „Raful“ Eitan nach und genehmigte die Operation „Kleine Kiefern“. Das war eine begrenzte Operation gegen die PLO im westlichen und zentralen Bereich des Südlibanon, der bis zu 40km jenseits der israelischen Grenze reichte.

Sharon und Eitan hatten jedoch andere Pläne. Sie wollten auch die Kontrolle über den östlichen Libanon bis zur Autobahn Beirut-Damaskus übernehmen und die Syrer hinauswerfen, damit sie den maronitischen Christen nicht ihre Kontrolle aufzwingen konnten; die Maroniten waren mit Israel verbündet. Aber um das zu tun, brauchten sie einen Vorwand, um die Operation beginnen zu können.

Die Operation sollte eineinhalb bis zwei Tage dauern, aber am dritten Tag ereignete sich ein Vorfall, der Sharon und Eitan den Vorwand lieferte, auf den sie gehofft hatten: Eine Einheit unter dem Kommando von Brigadegeneral Dan Vardi griff die Jezzine-Komplex direkt südlich von Jebl Baruch an, wo zwei Bataillon syrische Panzer, zwei Intanterie-Bataillone, zwei Divisionen Spezialeinheiten und zwei Divisionen der Fatah standen. Die Begründung für den Angriff lautete, dass die Syrer eilig Verstärkungen in das Gelände gebracht hatten. Ohne Begin zu informieren, genehmigte Sharon EItans Antrag darauf, dass IDF-Kampfjets die Verstärkungen bombardieren und die IDF-Truppen das Gelände erobern.

Vardi und seine Soldaten griffen die Stadt und die Armeebasis an; dabei flohen die meisten Syrer oder wurden gefangen genommen. Während des Angriffs hatten die Israelis den Erfolg 32 Panzer zu zerstören.

Die IAF schoss außerdem vier syrische Kampfjets ab. In Reaktion darauf brachten die Syrer fünf neue SAM-6-Raketenbatterien von den südlichen Golanhöhen in den Libanon, was die Zahl der SAMS im Libanon auf 19 erhöhte.

Die Operation Maulwurfgrille 19 wurde nachts ausgeführt und alle an der Operation beteiligten Luftwaffenflugzeuge wurden kurz davor alarmiert. Zum ersten Mal in der Geschichte der IAF wurde entschieden, dass Ivri nur die Kampfjets kommandieren sollte, die syrische Flugzeuge angreifen und dass Aviem Sella die Jets kommandierte, die die SAM-Batterien am Boden angreifen sollten.

Brigadegeneral d.R. Avi Barber, der von den Syrern während der Operation Modell 5 im Yom Kippur-Krieg gefangengenommen und als Geisel gehalten wurde, kommandierte eine Staffel, die für die Operation trainiert worden war; die andere Hälfte wurde angewiesen die SAM-Basen unter Nutzung traditioneller Methoden zu sprengen, sollte das erste Team scheitern.

Allerdings wurden einige der Piloten von Ungewissheit geplagt, wie ihre Erfolgsaussichten aussahen, darunter der zukünftige Luftwaffen- und Generalstabschef Dan Halutz sowie der zukünftige Leiter der Personalabteilung Avi Gil. Barber jedoch übernahm das Kommando der Staffel von Sella und war absolut zuversichtlich.

An diesem Mittwoch beaufsichtigte Barber die Vorbereitung der Flugzeuge sehr gewissenhaft. Der Beginn der Operation war für mittags angesetzt. Um 10 Uhr versammelte er die Mitglieder der Staffel im Lageraum. Als erstes sprach der Navigator Hauptmann Doron Dovrat, der nicht nur den Standort der SAM-Batterie kannte, sondern auch das gesamt Gebiet des Libanon.

Jedes Flugzeug führte zwei elektro-optische Bomben mit (präzisionsgelenkte Munition), von denen jede eine Tonne wog.

Gemäß dem Prinzip der Redundanz sollten die Navigatoren vier Bomben auf jede Batterie abwerfen. Jede Bombe kostet $1 Million. Die Navigatoren sollten die Bombe genau ins Zentrum jeder Batterie werfen. Dovrat wiederholte den Plan, besonders die Details, die die Navigatoren besonders wissen mussten, obwohl sie den Einsatz seit Jahren trainiert hatten.

Als nächstes sprach Barber zur Gruppe. Als er seine Ansprache beendete, warf er den Stab hin, den er genutzt hatte, um die Ziele auf der Landkarte zu zeigen und sagte dramatisch: „Jeder von euch hat eine große Verantwortung auf seinen Schultern, damit dieser Einsatz ein Erfolg wird. Ihr habt alle gelernt wie man fliegt und habt alle nötigen Mittel bekommen. Jetzt setzt es um!“ Der Beginn der Operation wurde auf 13 Uhr verschoben, dann weiter auf 14 Uhr. Um 13:45 Uhr hoben die Kampfjets unter Einhaltung von Funkstille einer nach dem anderen ab.

„Wir folgten vorbereiteten Routen über dem Meer, bis die Küste des Libanon in Sicht kam“, schilderte Barber. „Als wir 32km von der SAM6-Batterie entfernt waren, identifizierten wir unser Ziel. Ich flog etwas näher heran, um sicherzustellen, dass die Bombe das Ziel auch erreicht und löste die Bombe. Zuerst flog die Bombe auf Autopilot, aber dann übernahm Dovrat die Kontrolle und steuerte sie auf das Ziel zu. Plötzlich meldete das Kontrollzentrum ‚Alfa‘, was bedeutete, dass die Bombe ihr Ziel getroffen hatte. Ich erkannte, dass gerade etwas Historisches stattgefunden hatte. Ich hatte das Ziel bei meinem ersten Versuch getroffen und zerstört.“

Es dauerte nur 110 Minuten, bis die IAF 15 der 19 SAM-Batterien vernichtete.

An diesem Punkt entschied Sella die Operation zu stoppen und nicht zu versuchen die verbleibenden vier SAM-Batterien zu zerstören, um das Leben der Piloten nicht zu gefährden. Ivri bestätigte die Entscheidung. Am nächsten Tag wurden zwei weitere Batterien zerstört und am letzten Tag des Einsatzes die beiden verbliebenen Batterien.

Insgesamt waren während der drei Tage der Operation Maulwurfgrille 19 nicht weniger als 97 syrische Flugzeuge zerstört, ohne dass ein einziges israelisches Flugzeug getroffen wurde.

Während der Operation vernichtete die IAF komplett die Kampffähigkeit des syrischen Militärs, jedenfalls kurz- und mittelfristig. Jetzt hatte die IAF die vollständige Luftraumkontrolle, das syrische Militär hatte keine Überlebenschance.

Trotz der sich heute verändernden Schlachtfelds mit asymmetrischen Kriegsführungstaktiken, die auf Boden-Boden-Flugkörpern basieren – wie iwr es bei der Hisbollah im Libanon und der Hamas im Gazastreifen erlebt haben – bleiben die in der Operation Maulwurfgrille 19 gelernten Lektionen eine wichtige Strategie in Israels Verteidigungsfähigkeiten.

Was ist los im Gazastreifen?

Barry Shaw, The View vom Israel, 2. April 2018

Eines, was die von der Fatah geführte palästinensische Autonomiebehörde mit der Hamas und dem Palästinensischen Jihad im Gazastreifen gemeinsam hat, ist der Traum von einer Welt ohne Israel und Juden.

Beide propagieren eine Welt, in der die Palästinenser ganz „Palästina“ beherrschen werden – „vom Fluss bis zum Meer“. Was sie mit sieben Millionen Juden tun werden, bleibt unbeantwortet. Es reicht, dass ihre Kinder mit einer gefälschten Opfergeschichte gelehrt werden, Israel gehöre rechtmäßig ihnen. Gemacht wird das mit eine gefälschten Geschichte der Enteignung, die bis 1948 zurückreicht, als vier arabische Armeen (Ägypten, Jordanien, Syrien und Irak) versuchten den entstehenden jüdischen Staat zu vernichten und versagten,

Die Araber flohen vor den tobenden Kämpefn und denen, die das nicht machten, wurden vom Arabischen hohen Rat befohlen den eindringenden arabischen Streitkräften Platz zu machen, die entschlossen waren die Juden ins Meer zu treiben. Daher wurde das arabische Flüchtlingsproblem von den eindringenden Arabern geschaffen, die darauf aus waren die Juden zu vernichten.

Nach ihrem fehlgeschlagenen Krieg stellte die Arabische Liga, angeführt von Ägypten, eine „Gesamtpalästinensische Regierung“ im Gazastreifen auf, die der berüchtigte Haddsch Amin al-Husseini geführt wurde, der sich mit Adolf Hitler traf, die Nazi-Todeslager besuchte, eine prodeutsche muslimische Streitmacht in Bosnien gründete und mit den Deutschen die Endlösung für das jüdische Problem im Nahen Osten plante.

Im Gazastreifen bildete er eine Armee des Heiligen Krieges, eigentlich die erste jihadistische Miliz moderner Zeiten. Der Gazastreifen wurde nach dem Krieg von 1948 von Ägypten kontrolliert.

Nach diesem Krieg kontrollierte Abdallah, der Haschemitenkönig, der Transjordanien regierte, das der größere Teil des jetzt verblichenen Palästina gewesen war, Judäa und Samaria sowie die Altstadt von Jerusalem. Er erkannte die Gefahr für seine Herrschaft über beide Seiten des Jordan durch ein Wiederaufleben einer vom ehemaligen Mufti von Jerusalem geführten radikalen Armee fanatischer Islamisten.

Der Führung der Gesamtpalästinensischen Regierung durch den Mufti war bei vielen in der Arabischen Liga gefürchtet und verrufen; vom ägyptischen Führer Gamal Abdel Nasser wurde sie 1959 aufgelöst.

Es half al-Husseinis islamischer Sache nicht, als König Abdallah am 20. Juli 1951 in Jerusalem ermordet wurde, als er die beiden Moscheen auf dem Tempelberg besuchte. Getötet wurde er von Mustafa Aschu, einem militanten Mitglied von al-Husseinis Jihad al-Muqaddas.