Das „historische Palästina“

Elder of Ziyon, 7. Januar 2009

Eines der ausgelatschten Denkmuster der antiisraelischen Horden ist: Israel bietet den palästinensischen Arabern nur 14% – oder auch 12% – des „historischen Palästina“ an. Hier ist als Beispiel ein kleiner Auszug dessen, wie die Phrase in den letzten Tagen eingesetzt wurde:

Was den Palästinensern jetzt bleibt, ist weniger als 14% des historischen Palästina, alles in isolierten Bantustans, schrumpfenden Ghettos, Mauern, Zäunen, Checkpoints mit unwirschen Soldaten und das immerwährende Vordringen sich ausweitender illegaler israelischer Siedlungen.

[1948] stahl [Israel] als ersten Schritt der Eroberung des gesamten Gebiets 78% des historischen Palästina zum ausschließlichen Gebrauch durch Juden.

Und der Guardian definiert für uns das „historische“ Palästina:

[Ismail Haniyehs] feierte mit seiner trotzigen Rede das 22. Jahr der Bewegung; er gelobte Israel niemals anzuerkennen und beanspruchte das gesamte historische Palästina für die Palästinenser. „Palästina vom Meer bis zum Fluss, wir werden es nicht aufgeben“, sagte er der Menge.

Genauso macht es die PLO auf der Internetseite ihrer Vertretung in den USA:

Das Problem besteht darin, dass das historische Palästina niemals so aussah, außer das Konzept von „Geschichte“ beginnt nach dem Ersten Weltkrieg. Dies ist eine historische Landkarte des im Westen gestalteten britischen Mandats für Palästina seit 1922 oder so – nicht wirklich „historisch“, in welchem Sinn auch immer.

Hier ist Palästina, wie es auf ein paar wahllos ausgesuchten Landkarten vor dem britischen Mandat erscheint:

Der Negev gehört fast nie dazu, dafür signifikante Teile des heutigen Jordanien. (Ägypten behauptet, dass Eilat Teil seines historischen Landes ist.) Der Jordan ist nie Grenze für irgendeine Vorstellung Palästinas vor der Auflösung des Ottomanischen Reiches.

In Begrifflichkeiten des „historischen Palästina“ schließen die Waffenstillstandslinien von 1948 vielleicht 30% oder 40% des Gebietes ein – aber sicherlich nicht 78%.

Die Frage, die kein palästinensischer Araber oder Unterstützer bisher beantwortet hat, ist: Warum decken sich ihre Ansprüche immer mit den Teilen Palästinas, die sich unter jüdischer Herrschaft befinden, und nicht mit den Teilen unter arabischer Herrschaft? Warum wurde von der PLO 1964 die Westbank ausdrücklich von der von ihr gewünschten Nation ausgeschlossen? Warum sagt die Hamas heute nicht, dass Teile Jordaniens innerhalb der Grenzen des Staates liegen sollten, den sie verlangen?

Wenn ihnen „Palästina“ so wichtig ist, warum verlangen sie es nicht ganz? Warum akzeptieren sie willkürliche, imperialistisch-westliche Teilung ihrer „historischen Nation“ als Grundlage ihrer angeblich uralten, historischen Forderungen?

Die Antwort ist einfach: Das historische Palästina kümmert sie nicht. Sie kümmert die ultimative Vernichtung jeglichen jüdischen Staates auf dem, was sie als arabisches oder muslimisches Land betrachten. All das Reden über das „historische Palästina“ ist eine Lüge, die den Westen täuschen soll.

Wenn man sich den Link zum Guardian oben ansieht, dass ist es eine außerordentlich erfolgreiche Lüge.

Das Rahelgrab und die Entstehung einer arabischen Lüge

Elder of Ziyon, 29. Oktober 2009

Vorbemerkung von IMRA: Wenn Ma’an behauptet, das Rahelgrab sei „früher als Ort der Bilal Bin Rabah-Moschee“ bekannt gewesen, dann ist das keine Kleinigkeit. Die Haltung der palästinensischen religiösen Vertreter ist: Es ist eine Schändung, wenn nicht muslimisches Gebet in einer Moschee stattfindet. Daher warnt Ma’an durch die Behauptung, das Rahelgrab sei in Wirklichkeit irgendwie eine Moschee, dass an dem Tag, an dem das Grab unter palästinensische Kontrolle kommt, die palästinensische religiöse Führung die Möglichkeit nicht zulassen wird, dass Juden weiterhin dort beten.

Heute (Freitag, 29. Oktober 2009/12. Schechwan 5770) war der traditionelle Gedenktag des Todes der Matriarchin Rahel; tausende Juden gingen am Rahelgrab beten. Ma‘an berichtete darüber so:

Tausende Israelis, die meisten von ihnen ultraorthodoxe Juden, fielen Donnerstag in das Grab der biblischen Matriarchin Rahel in einem militarisierten Gelände in der Stadt Bethlehem in der Westbank ein

Rechtsgerichtete religiöse Gruppen richteten 2004 eine Petition an das höchste israelische Gericht, um den Verlauf der Mauer zu verändern, damit das Grab auf der westlichen Seite liegt. Bis heute ist die Stätte, die früher als der Ort der Bilal Bin Rabah-Moschee bekannt war, nur von der israelischen Seite aus erreichbar.

War Rahels Grab wirklich jemals als Bilal Bin Rabah-Moschee bekannt?

Die Antwort ist natürlich: Nein. Dieser Name wurde erst vor verhältnismäßig kurzer Zeit geschaffen – man mag es glauben oder nicht: in den 1990-er Jahren!

Nadav Shragai deckte das in einem Artikel aus dem Jahr 2007 auf:

Im Jahr 2000, nach Hunderten Jahren der Anerkennung der Stätte als Grab Rahels, begannen die Muslime sie die „Bilal ibn Rabah-Moschee“ zu nennen. Mitglieder der Waqf benutzten den Namen erstmals 1996, aber seitdem hat er in den nationalen Diskurs der Palästinenser Einzug gehalten. Bilal ibn Rabah war ein Äthiopier, der in der islamischen Geschichte als Sklave bekannt ist, der im Haus des Propheten Mohammed als erster Muezzin dient (die Person, die die Gläubigen fünfmal täglich zum Gebet ruft). Als Mohammed starb, zog Rabah für die Muslime in den Krieg in Syrien, wurde 642 getötet und entweder in Aleppo oder Damaskus begraben. Die palästinensische Autonomiebehörde behauptete, dass nach islamischer Tradition die muslimischen Eroberer waren, die die an Rahels Grab errichtete Moschee nach Bilal ibn Rabah benannten.

Der palästinensische Anspruch ignoriert die Tatsache, dass ottomanische Firmane (Mandate oder Erlasse) den Juden im Land Israel seit Beginn des 19. Jahrhunderts das Recht auf Zugang zu der Stätte gaben. Der palästinensische Anspruch ignoriert sogar die akzeptierte muslimische Tradition, die Rahel verehrt und die Stätte als ihren Begräbnisort anerkennt. Nach der Tradition kommt der Name „Rahel“ vom Wort „wandern“, weil sie während einer ihrer Wanderungen starb und an der Straße nach Bethlehem beerdigt wurde. Auf ihren Namen nehmen der Koran und auch andere muslimische Quellen Bezug; von Joseph heißt es, er sei auf das Grab seiner Mutter Rahel gefallen und habe bitterlich geweint, als die Karawane mit ihm als Sklaven daran vorbei kam. Hunderte Jahre lang wurden muslimische heilige Männer (Walis) in Gräbern beerdigt, die dieselbe Form hatten wir das der Rahel.

Dann wird aus heiterem Himmel die Verbindung zwischen Rahel, die selbst von den Muslimen verehrt wird, und ihrem Grab ausgelöscht und der Ort wird zur „Bilal ibn Rabah-Moschee“. Der bekannte Orientalist Professor Yehoshua Porat hat die „Tradition“, auf die die Muslime sich beziehen, als „gefälscht“ bezeichnet. Er sagte, der arabische Name der Stätte war „die Kuppel Rahels, ein Ort, an dem Jesus betete“.

Noch vor wenigen Jahren fand sich in palästinensischen Publikationen nicht ein einziger Hinweis auf eine solche Moschee. Dasselbe galt für das palästinensische Lexikon, das von der Arabischen Liga und der PLO 1984 veröffentlicht wurde, und für Al-mawsu’ah al-filastiniyah, die palästinensische Enzyklopädie, die nach 1966 in Italien veröffentlicht wurde. Palästina, das Heilige Land, veröffentlicht vom Palästinensischen Rat für Entwicklung und Rehabilitation mit einer von Yassir Arafat geschriebenen Einleitung, sagt einfach: „Am nordwestlichen Eingang der Stadt [Bethlehem] liegt das Grab der Matriarchin Rahel, die starb, als sie Benjamin gebar.“ Die Westbank und der Gazastreifen – Palästina erwähnt die Stätte ebenfalls als das Grab Rahels und nicht als die Moschee von Bilal ibn Rabah. Jedoch hat jetzt der palästinensische stellvertretende Minister für Schenkungen und religiöse Angelegenheiten Rahels Grab als muslimische Stätte definiert.

Am Yom Kippur 2000, sechs Tage nachdem die IDF vom Josefsgrab abgezogen war, veröffentlichte die palästinensische Tageszeitung Al-Hayat al-Jadida einen Artikel, in dem Rahels Grab als nächstes Ziel angegeben wurde. Ein Auszug davon: „Bethelehem – das ‚Grab Rahels‘ oder die Bilal ibn Rabah-Moschee, ist einer der Nägel, die die Besatzungsregierung und die zionistische Bewegung in viele palästinensische Städte hämmerte… Das Grab ist gefälscht und war ursprünglich eine Moschee.

Die früheste Bezugnahme, die ich für einen solchen Namen finden kann, stammt tatsächlich aus dem Jahr 1997 von der BBC; für den Rest der 1990-er Jahre ist sie in der Tat das einzige Nachrichtenorgan, das ich finden kann, das je diese Bezeichnung benutzte.

Beim Blick in einige alte Bücher stelle ich fest, dass sie von Muslimen im Jahr 1901 „Kubbet Rahil“ genannt wurde. In einem Reisebericht aus den 1880-ern steht:

… Wir kamen an Rahels Grab, ein kleines, quadratisches, geweißtes Gebäude mit Kuppel, von dem Teile aus dem zwölften Jahrhundert stammen. Es steht am Rand der Straße, eine Meile vor Bethlehem. Es befindet sich im Eigentum der Juden und wird nur an Donnerstagen geöffnet, aber wir sahen durch einen kleinen Durchlass in der Südseite.

Viele andere Bücher aus dem 19. Jahrhundert beschreiben Rahels Grab als eine Moschee oder einen Ort der Anbetung sowohl für die Juden als auch für die Muslime. Aber keines davon nennt einen arabischen Namen, der nicht irgendwie das Wort Rahel in irgendeiner Form beinhaltet. Und ganz sicher beschreibt keines davon den Ort als ausschließlich muslimisch.

Gleichermaßen listete die UNO 1949 wichtige heilige Stätten den Religionen entsprechend auf. Hier ist, was sie zu Rahels Grab sagte, das sowohl von den Muslimen als auch den Juden beansprucht wurde:

Rahel starb, während sie Benjamin gebar, als Jakob von Bethel nach Hebron reiste. Eine Säule wurde über ihrem Grab aufgerichtet und die Stelle war zur Zeit Samuels eine bekannte Sehenswürdigkeit. Verschiedene mittelalterliche Autoren bezeichnen sie als jüdische heilige Stätte. Der arabische Autor Mugeir-al-Din beschreibt sie als „aus elf Steinen gebaut und bedeckt mit einer Kuppel; die auf vier Pfeilern ruhte und jeder vorbei kommende Jude schreibt seinen Namen in das Monument.

Das Grab liegt an der Straße von Jerusalem nach Hebron, direkt bevor sie Bethlehem erreicht. Es besteht aus einem offenen Vorraum und einen Schrein aus zwei Räumen unter einer Kuppel, darin der Sarkophag. Dieses Gebäude liegt innerhalb eines muslimischen Friedhofs, für den es als Gebetsort dient. Das Grab ist Ort jüdischer Pilgerfahrten. Die Juden beanspruchen den Besitz des Rahelgrabes Kraft der Tatsache, dass 1615 Pascha Mohammed von Jerusalem das Grab in ihrem Auftrag wieder aufbaute und ihnen durch einen Firman die exklusive Nutzung gewährte; und zweitens damit, dass das zerfallene Gebäude 1845 als Ganzes von Sir M. Montefiore wieder aufgebaut worden war. Die Schlüssel erhielten die Juden damals vom letzten muslimischen Hüter.

Der muslimische Anspruch auf das Gebäude beruht darauf, dass es für die Muslime der Umgebung als Gebetsort war und integraler Bestandteil des muslimischen Friedhofs, innerhalb dessen es liegt. Die Muslime erklären, das die ottomanische Regierung sie als solche anerkannte und weiterhin, dass sie zu den Gräbern der Propheten gehört, für die das Waqf-Ministerium 1328 Schilder ausgab. Sie behaupten auch, dass der Vorraum zur Zeit der Restauration durch Sir M. Montefiore extra als Gebetsort für die Muslime gebaut wurde. Die Muslime wenden sich aus Prinzip gegen jede Reparatur des Gebäudes durch die Juden, obwohl (bis zum letzten Krieg) freier Zugang für alle zu jeder Zeit erlaubt war.

1912 erlaubte die ottomanische Regierung den Juden, selbst den Schrein zu reparieren, aber nicht den Vorraum. Drei Monate nach der britischen Besetzung Palästinas wurde der gesamte Ort von den Juden ohne Protest der Muslime gereinigt und geweißt. 1921 suchte das Oberrabbinat bei der Stadtverwaltung von Bethlehem um Erlaubnis nach den Schrein zu reparieren. Das ließ muslimischen Protest aufkommen, durch den der Hochkommissar urteilte, dass alle Reparaturen, abhängig von der unter dem Mandat bestimmten Ernennung der Kommission für die Heiligen Stätten, alle Reparaturen von der Regierung vorgenommen werden sollten. Es war aber durch diese Entscheidung derart viel Entrüstung in den jüdischen Kreisen verursacht worden, dass die Sache fallen gelassen wurde, weil man die Reparaturen als nicht dringend ansah. 1925 begehrte die sephardische Gemeinde die Erlaubnis, das Grab zu reparieren. Das Gebäude wurde dann strukturell solide gemacht und äußerliche Reparaturen wurden von der Regierung durchgeführt; der Regierung wurde allerdings von den Juden (die die Schlüssel hatten) die Erlaubnis verweigert, das Innere des Schreins zu reparieren. Da die inneren Reparaturen unwichtig waren, ließ die Regierung die Sache fallen, um Streit zu vermeiden.

Die Behauptung, dass Moses Motefiore im Rahelgrab eine Moschee baute, ist lachhaft. Montefiore war ein religiöser Jude und er und seine Frau, die keine Kinder haben konnte, identifizierten sich so stark mit der biblischen Rahel, dass sie jetzt in einem Nachbau des Rahelgrabs liegen, das er in England baute.

Was den muslimischen Friedhof angeht, der Rahels Grab umgibt, so ist auch dieser relativ neu. Fotografien des Gebiets aus dem frühen 20. Jahrhundert zeigen keinen solchen Friedhof.

Einmal mehr haben wir einen Fall, bei dem Muslime Anspruch auf Stätten anderer Religionen als ihrer eigenen erheben. In diesem Fall fügten sie einen völlig neuen Grund hinzu, um die Stätte zu verehren – ausdrücklich, um die offensichtliche Tatsache wegzunehmen, dass Rahel selbst ausschließlich zu den Juden gehört.

Jerusalem: „Wir gewinnen, ihr verliert“

Gerald M. Steinberg, Jerusalem Post, 8. Oktober 2009

Seit den tödlichen Krawallen von 1929 gehört der Kampf um Jerusalem zum Kern des arabisch-israelischen Konflikts; wie die jüngsten Ereignisse zeigen, hat sich diesbezüglich nichts geändert. Für die Palästinenser und ihre Unterstützer ist jede jüdische Anwesenheit in Jerusalem, die nicht unter arabischer Kontrolle steht, nicht nur inakzeptabel, sonder wird als Bedrohung betrachtet. Und jeder antike Text, archäologische Fund oder Besitzanspruch, der das 3.000-jährige jüdische historische und religiöse Erbe in dieser heiligsten aller Städte bestätigt, wird als „Judaisierung“ zurückgewiesen. Diese Vorwürfe werden genutzt, um gewalttätige Attacken, vom Steine werfen bis zum Massenterror, zu fördern und zu rechtfertigen.

In der Sprache der Spieltheorie ist und bleibt Jerusalem – mehr als jede andere Dimension dieses extrem komplexen Konflikts – ein Nullsummen-Spiel. Das bedeutet, dass jegliche Zugeständnisse einer Seite notwendigerweise Siege der anderen sind, was Kompromiss nicht nur schwierig macht, sondern unvorstellbar. In eine Nullsummen-Welt gibt es keinen Raum für unterschiedliche Stimmen und Meinungen; und Kompromiss auf Grundlage der Akzeptanz unterschiedlicher Sichtweisen ist unmöglich. Daher ist für die Araber die Anerkennung der Geschichte und Legitimität jüdischer Ansprüche eine Bedrohung ihrer eigenen Geschichtserzählung und Legitimität, besonders für die Muslime. In dieser sozialen Rubrik gefangen ist geteilte Kontrolle auf Grundlage gegenseitiger Akzeptanz und Anerkennung, wie sich viele das in Friedensprogrammen ausmalen, unmöglich.

Die neueste Runde arabischer Gewalt in Jerusalem, geschürt durch den Wettkampf um das Prestige, das durch die extremsten Stimmen gewonnen wird, hebt das Fehlen von Bewegung zu dieser Kern-Identitätsfrage hervor. Für die meisten Palästinenser – in der Tat den Großteil der arabischen und islamischen Welt der Umgebung – gibt es absolut keine Bereitschaft auch nur die grundlegendsten historischen Fakten zuzugeben, die Kompromiss in Sachen Jerusalem verlangen würden.

Beim Camp David-Gipfel im Juli 2000 schockte Yassir Arafat Präsident Bill Clinton und machte diesen wütend, weil er jegliche Diskussion gemeinsamer Kontrolle über Jerusalem ablehnte. Clinton und seine Berater, die die Oslo-Verhandlugnen seit Jahren hüteten, hätten nicht überrascht sein dürfen. Arafats Haltung spiegelte und verstärkte die dominierende Sicht der meisten Araber und Muslime.

Gleichermaßen haben die Bemühungen von NGO-Vertretern, die für sich in Anspruch nehmen, gegenseitige Akzeptanz und Kompromiss zu Jerusalem zu fördern und von europäischen Regierungen finanziert werden, den Nullsummen-Rahmen verschärft. Politische NGOs wie Ir Amim z.B. kritisieren ausschließlich Israel. Der Film „Jerusalem Moments“ wurde in der Jerusalem Post als „aufhetzender palästinensischer Propaganda-Angriff“ und „knüppelnde Dokumentation der palästinensische Opferrolle und angeblicher unbekümmerter israelischer Grausamkeit und Aggression“ beschrieben.

Die Palästinenser nutzen die Unterstützung dieser israelischen NGOs, um die Nullsummen-Position zu bestätigen und Kompromisse zurückzuweisen. (Ir Amim und ähnliche politische NGOs wenden sich auch an Ausländer, darunter Journalisten und Diplomaten; sie führen Gruppen auf höchst verzerrte „Bildungs“-Touren durch Jerusalem und die Sicherheitsbarriere, um ihre Position aufzudrücken.) Durch ihre Natur sind Nullsummen-Situationen nicht auf eine Seite des Konflikts beschränkt; wenn ein Teilnehmer jeglichen Kompromiss ablehnt, werden die anderen gezwungen dieselbe Strategie zu übernehmen. Damit führt die palästinensische und arabische Haltung, die alle jüdischen Verbindungen zu Jerusalem auslöscht, zu einer Eskalation der jüdischen Verteidigungszüge, die dazu geschaffen sind eine Rückkehr zur Lage des totalen Ausschlusses und der Entweihung von 1948 bis 1967 zu verhindern.

Für die Juden bleibt das totale Versagen, die Bedingungen der Waffenstillstands-Vereinbarung von 1949 – die auf dem Papier freien Zugang zu den heiligen Stätten garantierte – eine traumatisierende Erinnerung. Von 1948 bis 1967, als die Altstadt arabisch besetzt war, wurde das jüdische Viertel, einschließlich der Synagogen und Friedhöfe, systematisch entweiht und die „internationale Gemeinschaft“ tat nichts, um die Vereinbarung durchzusetzen. Seitdem beleben die periodischen Wellen arabischer Gewalt in Jerusalem die Bedenken, dass Abkommen auf der Grundlage geteilter Souveränität oder „internationaler Kontrolle“ zu derselben inakzeptablen Lage führen werden. Ohne jegliches Zeichen von Bewegung hin zu einem realistischen Kompromiss haben die jüdischen Israelis die Sorge, dass ohne die Verstärkung ihrer Anwesenheit in der Stadt sie irgendwann wieder einmal hinausgedrängt werden.

In diesem Nullsummen-Kreislauf werden die jüdischen Antworten auf diese Geschichte und fortgesetzte Drohungen von den Palästinensern und ihren Unterstützern als noch mehr „Besatzung“ und „Judaisierung“ Jerusalems gebrandmarkt. Das nährt die eskalierende Gewalt und verstärkt das Gefühl, dass Gespräche keinen Sinn machen, da niemand zuhört oder bereit ist Kompromisse einzugehen.

Selbst um sich auf nur minimale gegenseitige Absprachen zuzubewegen, die Gewaltausbrüche eingrenzen und verhindern können, muss das erste Ziel darin bestehen, die palästinensische und arabische Gesellschaft dafür zu öffnen die jüdische Version überhaupt zu hören. Das würde den Übergang von einem Nullsummen-Schwarzweiß-Rahmen des Konflikts zu dem hin erlauben, was „Win-Win“-Rahmen genannt wird, der Koexistenz und Gleichheit trotz grundlegender Differenzen in Geschichtsverständnis und Ideologie gestattet.

Das ist das, worauf die unterschiedlichen Möchtegern-Friedensschaffer und NGO-Finanziers, insbesondere bei den europäischen Regierungen, ihr Geld setzen und ihre Aktivitäten konzentrieren sollten. Solange die arabische und muslimische Position die Tür zuschlägt, um jüdische Geschichte zu blockieren, wird Jerusalem ein Schlachtfeld bleiben, auf dem die jüdischen Nation keine Wahl hat, als Stärke zu benutzen, wenn es nötig ist ihre Rechte zu verteidigen.

Nicht auf den Mund gefallen – Zitate führender Palästinenser

Original gepostet im Nahostforum.de

Die Zusammenstellung der Zitate geht von der Unterzeichnung des Oslo-Abkommens bis zum 11. September 2001. Vor allem das, was vor dem Oslo-Krieg – also bis Ende September 2000 – gesagt wurde, sollte allen zu denken geben, die behaupten, die Radikalisierung der Palästinenser sei Folge der israelischen Aktionen seit Ausbruch dieser „Intifada“. (heplev)

Am 13. September 1993, am selben Tag, an dem Jassir Arafat in Washington den Oslo-I-Vertrag unterzeichnete und sich als Friedensvertreter feiern ließ, sagte er im jordanischen Fernsehen – auf Arabisch, für westliche Ohren nicht verständlich – zu den palästinensischen Arabern: „Da wir Israel nicht im Krieg besiegen können, tun wir es in Phasen. Wir nehmen soviel Territorium von Palästina wie möglich und errichten unsere Souveränität dort. Dann benutzen wir es als Sprungbrett, um mehr zu nehmen. Wenn die Zeit gekommen ist, können wir die arabischen Nationen auffordern, sich uns beim Endschlag gegen Israel anzuschließen.“

Am 1. Januar 1994 sagt Arafat: „Die Wiedergewinnung unserer besetzten Territorien ist nur die erste Stufe auf dem Weg zur völligen Befreiung Palästinas.“

Am 10. Mai 1994 sagte Jassir Arafat in einer Moschee in Johannesburg/Südafrika, über das Osloabkommen mit Israel: „Dieses Abkommen – für mich hat es nicht mehr Bedeutung als das Abkommen, das zwischen unserem Propheten Mohammed und dem Stamm der Kuraisch unterzeichnet wurde – … ein verachtenswerter Waffenstillstand. In der gleichen Weise, wie Mohammed es damals akzeptiert hat, akzeptieren wir heute dieses Streben nach Frieden.“

Am 27. Mai 1994 sagt der Chef der palästinensischen Polizei, Jibril Rajoub an der Universität Bethlehem: „Für diejenigen, die gegen das Abkommen mit Israel sind, stehen die Türen zum verstärkten bewaffneten Kampf weit offen.“

Im Juni 1994 stellt die palästinensische Polizei in Gaza die terroristischen Brüder Rajah und Amr Abu-Sita ein, die am 8.3.1993 den Israeli Uri Megidish ermordet hatten und um deren Auslieferung Israel gebeten hatte.

In einem Brief an den Hamas-Führer, Sheikh Yasssin, und an den Hamas-Terroristen, Sheikh Hunam, der 1989 bei einem Bus-Anschlag 14 Israelis ermordete, schreibt Arafat am 5.10.1994: „Sheikh Abdelhadi Hunam, ich erkenne euren Teil am Befreiungskampf Palästinas an. Euretwegen ist Palästina frei.“

Farouk Kaddumi („Außenminister“), ein führender Mann hinter Arafat in der PLO-Hierarchie, sagte 1994 nach OSLO-I, Israel sei ein künstlicher Staat, der beseitigt werden müsse.

Der „Justizminister“ der palästinensichen Autonomiebehörde, Freih Abu Middein, sagt im April 1995 an der Al-Azhar-Universität in Gaza: „Der Hauptfeind des palästinensischen Volkes – jetzt und für immer – ist Israel. Diese Wahrheit darf unserem Bewußtsein nie entschwinden.“

Arafat sagt in derselben Universität in Gaza am 19.6.1995 über Dalal al-Maghrabi, die 1978 bei einem Terroranschlag dabei war, bei dem 37 Israelis umgebracht wurden: „Sie war eine der Helden. … Sie befehligte die Gruppe, die den ersten palästinensischen Staat in einem Bus errichtete. … eine Frau, auf die wir stolz sind.“

Am 3.9.1995 ehrt Arafat wieder die Terroristin Dalal al-Maghrabi und zusätzlich den Terroristen Abir al-Wahidi, der 1991 an der Ermordung eines Israelis beteiligt war: „Abir al-Wahidi … und Dalal al-Maghrabi, Märtyrer für Palästina.“

Am 7.9.1995 erhebt Arafat ziemlich unverhohlen Anspruch auf Städte, die sich im innersten Kern Israels und nicht in der sogenannten Westbank befinden, wie z.B. Haifa und Lod: „O Lod, o Haifa, o Jerusalem, ihr kehrt heim, ihr kehrt heim.“

Arafat lässt im Jahre 1996 einen Platz in Jericho nach dem arabischen Busbombenbauer Jihje Ajasch benennen und nennt ihn am 8.1.1996 „Held des palästinensichen Volkes“ und „Märtyrer“. Seine Polizisten stehen Spalier bei dessen Beerdigung und schießen zu seiner Ehre aus 21 Gewehren Salut.

Die palästinensische Polizei in Jericho stellt Anfang 1996 Abd al-Majid Doudin ein, der an der Planung des Selbstmordanschlages in Jerusalem am 21.8.1995 beteiligt war und daraufhin von einem palästinensischen Gericht zu 12 (!) Jahren Haft verurteilt worden war, aber kurz danach wieder freigelassen wurde.

Am 22.4.1996 läßt das palästinensiche Informationsministerium Folgendes verlauten: „Die israelische Regierung spricht von Greueltaten, die in Auschwitz, Birkenau und Dachau an Juden verübt wurden. … Unsere Heimat wurde in ein großes Konzentrationslager verwandelt.“

Am 7.6.1996 sagt Arafat: „Wenn Israel unsere Forderungen zurückweist …, haben wir 30.000 Mann unter Waffen.“

Feisal Husseini, getaufter und angeblich gemäßigter PLO-Vertreter in Jerusalem sagt am 9.9.1996 um 9.30 Uhr in der Sendung „Focus“ des syrischen Fersehens: „Alle Palästinenser stimmen darin überein, daß die gerechten Grenzen Palästinas der Jordan und das Mittelmeer sind. Was immer wir nun bekommen könnten, sollte genommen werden und darauf folgende Ereignisse in den nächsten 15 oder 20 Jahren geben vielleicht die Gelegenheit, die gerechten Grenzen Palästinas zu verwirklichen.“

Arafat bezeichnet Israel am 6.10.1996 als „Dämon, der bekämpft werden müsse.“

Arafat sagt am 21.10.1996 zu Arabern aus Hebron, die sich über die Anwesenheit jüdischer Bewohner in der Stadt beschweren: „Wie? Sind euch die Steine in Hebron ausgegangen?“

Die PLO-Behörde erläßt 1997 ein Gesetz, daß arabische Makler, die Land an Israelis verkaufen, zum Tode verurteilt werden. 3 werden daraufhin ermordet.

Am 11.7.1997 erklärt der von Arafat ernannte Mufti von Jerusalem, Ikrama Sabri, im Freitagsgottesdienst der Jerusalemer Al-Aksa-Moschee: „Juden sind Hundesöhne und Schweine.“

Am 21.7.1997 sagt Jabril Rajoub, oberster Polizeichef der palästinensischen Autonomiebehörde, im Radiosender der Autonomiebehörde, Voice of Palestine: „Sobald der letzte Jude aus Hebron vertrieben wurde, wird es nicht mehr lange dauern, bis auch der letzte Jude aus Jerusalem und aus ganz Palästina heraus ist. Dann wird hier endlich Ruhe und Frieden herrschen.“

Der Präsident des palästinensischen Autonomieparlaments, Ahmad Korei, trampelt im Juli 1997 in Ramallah auf der Asche einer verbrannten israelischen Flagge herum.

Im Juli 1997 wird bekannt, daß der Polzeichef von Gaza dem Einsatzleiter der Polizisten den Befehl gegeben hat, mit palästinensischen Autonomiepolizisten eine israelische Siedlung bei Nablus anzugreifen. Die israelische Polizei zeichnete ein entsprechendes Telefongespräch auf.

Die Autonomiebehörde will 1997 verhindern, daß im Schulunterricht in Ostjerusalem die arabischen Schüler vom Holocaust hören und wollen entsprechende arabische Bücher boykottieren. Sie wollen verhindern, daß ihre Bürger ein Verständnis für die Juden aufgrund der jüdischen Geschichte gewinnen.

Sommer 1997: In Bethlehem hat die Autonomiebehörde ein ganz neues Denkmal errichten lassen, das das Gebiet des zukünftigen „Palästinenserstaates“ darstellt: Es ist das ganze Gebiet vom Mittelmeer bis zum Jordan, von der libanesischen Grenze bis nach Eilat zu sehen, d.h. man strebt einen Palästinenserstatt auf dem ganzen Gebiet des heutigen Israel an.

Im August 1997 erscheinen auf der Internet-Homepage der PLO Nahost-Landkarten mit dem Titel „Palästina und Umgebung“, in denen die arabischen Länder benannt sind, Israel aber nirgends erwähnt wird, d.h. im Herzen streben die Araber nach der Vernichtung Israels. Auch sonst erscheinen immer wieder Karten des ganzen Heiligen Landes mit der Bezeichnung Palästina.

Auf einem Kongreß am 29.12.1997 sagt der Hamasführer Mussa Abu Marsuk: „Das zionistische Gebilde (Israel) wird nicht in unserer Region verbleiben, auch wenn es noch 1 oder 10 Jahre überleben wird; es ist ein Fremdkörper und muß daher beseitigt werden!“ Arafat nahm an diesem Kongreß teil und klatschte zu dieser Rede auch noch Beifall.

Trotz Friedensversprechen im Oslovertrag feierte die PLO mit ihrem Präsidenten Arafat am 1. Januar 1998 den 33.Jahrestag des 1.Terroranschlages der Fatah-Gruppe. Dabei wurde von maskierten Gruppen, die an Arafat vorbeizogen, die israelische Fahne verbrannt und gerufen: „Es lebe der Terror! Israel hat keine Chance!“ Arafat hob zustimmend und jubelnd seine Hand zum V-Siegeszeichen.

Am 18. April 1998 sagte Arafat im ägyptischen ORBIT Satellitenfernsehen: „Das Oslo-Abkommen ist eine vorübergehende Waffenruhe, und ich begrüße jeden palästinensischen Selbstmordmärtyrer und hoffe, selbst einer zu werden.“ Außerdem verglich Arafat wieder das Oslo-Abkommen mit Mohammeds Bruch des Friedensvertrages mit dem Koraschitenstamm.

Am 14.5.1998 sagt Hamed Bitawi, Vorsitzender der Vereinigung der religiösen Gelehrten in Palästina und des palästinensischen Sharia-Berufungsgerichts, im Fernsehen (Al-Jazira): „Unsere Wahl ist der militärische Weg. Wir müssen die jämmerlichen Verhandlungen beenden. Die Zeit ist gekommen für den Heiligen Krieg und das Märtyrertum.“

Am 24.5.1998 sagt Abd al-Rachman, ein Mitglied der palästinensichen Autonomiebehörde, im palästinensischen Fernsehen: „Jerusalem ist eine palästinensisch arabische Stadt und hat keine Beziehung zu Israel.“

Im Frühjahr und Sommer 1998 sah man im Kinderprogramm des offiziellen palästinensischen Fernsehens am Freitagnachmittag 5-10 jährige Kinder folgendes sagen: „Wenn ich zu Deinen Toren eingehe, Jerusalem, verwandle ich mich in eine Selbstmordattentäterin!“ Die erwachsenen Betreuer riefen dabei: „Bravo! Bravo!“

„Die Unterdrücker haben ihre Grenze überschritten. Deshalb sind Jihad und Opfer die Pflichten. … Der Tod wird rufen, und das Schwert wird von einem großen Gemetzel verrückt sein. … O Palästina, die Jugend wird dein Land erlösen.“

14. Mai 1998, ein etwa zehnjähriges Mädchen: „Oh, meine Schwester, singe immer wieder über mein Leben als ein Selbstmordkrieger.“

Ein ca. siebenjähriges Mädchen: „Ich habe das Land mit meinem Blut getränkt. Palästina gehört uns, nicht den Zionisten.“ (1.Juli)

„Wir sind bereit mit unseren Gewehren. Wir sind bereit mit unseren Gewehren.“ (2.Juli)

Im August 1998 veröffentlicht Arafats Fatah (größte Gruppe der PLO) im Internet eine Homepage ihrer Verfassung, in der zur Zerstörung Israels aufgerufen wird, z.B. unter der Überschrift „Goals“ (Ziele) Artikel 12: „Die vollständige Befreiung Palästinas und Auslöschung der zionistischen Wirtschaft, politischen, militärischen und kulturellen Existenz.“; unter der Überschrift „Method“ Art.19: „wollen nicht ruhen, bis der zionistische Staat zerstört ist und Palästina vollständig befreit.“

Die palästinensische Journalistenvereinigung verbietet ihren Mitgliedern, außerhalb ihrer beruflichen, journalistischen Tätigkeit israelische Akademien und Fortbildungen zu besuchen oder weitere private, freundschaftliche Kontakte mit Israelis zu unterhalten. Diese Entscheidung wurde nach einer Tagung arabischer Journalisten in Ägypten im Sommer 1998 getroffen. Tawfiq Abu Khousa, der Vizepräsident dieser Journalistenvereinigung, sagte, daß Journalisten, die gegen diese Regel verstießen, auf eine schwarze Liste kämen und ihre Namen bekanntgemacht würden, so daß offizielle arabische Stellen mit ihnen nicht mehr zusammenarbeiten würden.

September 1998: Das Palästinenserparlament verabschiedete ein neues Gesetz mit dem Namen „Gesetz bezüglich des Besitzes von palästinensischem Grundbesitz durch Ausländer“, nach der jeder israelische Bürger oder jede israelische Institution, die Grundbesitz in Palästina besitzt, sich strafbar macht „wegen der Gefährdung der nationalen palästinensischen Sicherheit“. Auf diesen Straftatbestand steht nach Recht der Autonomiebehörde die Todesstrafe. Unter diesen Straftatbestand fällt jeder israelische Hausbesitzer in Ostjerusalem oder in einer der Siedlungen in Judäa und Samaria. Das heißt, dass solche Personen z.B. bei der Durchfahrt durch Jericho festgenommen und zum Tode verurteilt werden könnten.

Farouk Kaddumi, der für außenpolitische Fragen zuständige Mann der PLO, der schon zuvor nach der Unterzeichnung der Osloverträge mit Aufrufen zur Zerstörung Israels aufgefallen war, sagte Mitte Oktober 1998 in der in den palästinensischen Autonomiegebieten erscheinenden Zeitung „Al Hayat al-Jadia“, dass ein Palästinenserstaat im Mai 1999 ausgerufen werden und dass dann die Palästinenser Gewalt zur Vertreibung der Israelis ausüben wollen: „Nachdem der Palästinenserstaat von den meisten Nationen der Welt wie erwartet erlangt sein wird, wird die israelische Anwesenheit auf palästinensischem Land illegal werden, und wir werden dagegen mit Waffen kämpfen.“

Obwohl im Wye-Abkommen festgelegt wurde, gegenseitige Hetze und Aufforderung zum Hass des anderen gesetzlich zu ahnden, wurde Anfang November 1998 wenige Tage nach Unterzeichnung des Abkommens vom offiziellen palästinensischen Fernsehen eine Sendung über den Glauben der Juden ausgestrahlt, in der es unter anderem hieß: „Ihre Torah (1.-5.Mose) heute ist lediglich eine Sammlung … von Lügen über Gott“. – „die Juden sind der Same des Satans und der Teufel“. – „Die Juden glauben nicht an Gott noch an die Endzeit.“

Ende Januar 1999 feierte die Hamas in den palästinensischen Autonomiegebieten ihren 12.Jahrestag. Dabei zeigte sie in aller Öffentlichkeit in einer Art Schauspiel, wie man gefangene israelische Soldaten foltert und umbringt. Öffentlich warben sie auch für neue Selbstmordattentäter. Die palästinensische Polizei schritt nicht ein.

In einer Rede im Autonomiegebiet in Ramallah am 4. August 1999 sagt Arafat: „Wir werden bald in Jerusalem einziehen, wie einst die Moslems zur Zeit der Kreuzritter.“ Die Moslems zogen nicht friedlich in Jerusalem ein, sondern führten Krieg gegen die Kreuzritter und besiegten sie. Wenn man Arafats Worte ernst nimmt, will er Krieg gegen Israel und Israel besiegen. Die Kreuzritter waren aggressive, brutale Eroberer. Die Worte Arafats verraten, was er in seinem Inneren denkt, auch wenn er es vor westlichen Reportern unterdrückt und verheimlicht: Israels sei ein brutaler Erobererstaat, der es verdient aus dem Nahen Osten vertrieben zu werden wie die Kreuzritter.

Im November 1999 findet sich in der „Al Hayat al-Jadia“ unter der Rubrik „Sport“ eine Erwähnung Israels, die Israels Namen nicht verwendet und damit die Rechtmäßigkeit der Existenz Israels ablehnt: „Das hebräische Gebilde nimmt an der Weltmeisterschaft in Malaysia teil.“

Am 28. Dezember 1999 wird anlässlich des moslemischen Fastenmonats Ramadan in der offiziellen Zeitung der Palästinensischen Autonomiebehörde, „Al-Hayat al-Jadida“, Yichye Ayash zum „Märtyrer des Tages“ ernannt. Ayash, auch „der Ingenieur“ genannt, baute mehrere Bomben für palästinensische Terroranschläge, bei denen insgesamt 51 Israelis starben und noch weit mehr verletzt wurden. Ayash wurde im Januar 1996 umgebracht, manche Stimmen sagen: durch den Mossad.

Anfang Februar 2000 ist in der Autonomiestadt Nablus unter den Augen der palästinensischen Polizei, die nicht eingreift, bei einer Parade der islamischen Terror-Organisation Hamas Folgendes zu sehen: Kinder von ungefähr 5 Jahren gingen auf der Parade als anti-israelische Selbstmordattentäter mit Bomben-Attrappen, die um ihren Körper geschnallt waren. Auf der Parade wurden auch Pappmodelle israelischer Busse in die Luft gesprengt und Pappmodelle jüdischer Siedlungen angezündet.

„Oslo ist eher der Fuss in der Tür, weniger ein dauerhaftes Friedens-Abkommen, bis dass die Revolution ihre Ziele von 1965 erreicht hat.“ (Der Minister der Autonomiebehörde, Shahin, zitiert in der Zeitung Al-Ayam vom 30. Mai 2000; die Ziele der PLO-Charta von 1965 sind die Verichtung Israels und die Errichtung eines Palästinenserstaates zwischen Mittenlmeer und Jordan.)

Am 3. Juli 2000 rief Imad Al Faluji, der palästinensische Minister für Nachrichenwesen, auf einer Sitzung des Palästinensischen Zentralrates in Gaza die islamische-arabischen Terrorgruppen Hamas und Islamischer Yihad wie Verbündete dazu auf, sich auf einen bewaffneten Konflikt mit Israel vorzubereiten. „Es wird einen Kampf um Jerusalem geben. Siedlern wird es nicht gestattet sein, in ihren Häusern zu bleiben.“, sagte Faluji.

„Die Toten werden nicht auferstehen, bis die Palästinenser die Juden umgebracht haben werden. … Alle Abkommen mit Israel sind nur provisorisch.“ (eine Freitagspredigt, die im offiziellen Fernsehen der Autonomiebehörde am 28. Juli und 11. August 2000 ausgestrahlt wurde.)

Am 28. Juli 2000 sagte Dr. Abu Halbiah, Mitglied des palästinensischen Nationalrates, dass „es dann eine Totenauferstehung geben wird, wenn im Heiligen Krieg alle Juden getötet wurden.“

Anfang Oktober 2000 läßt Arafat fast alle führenden Hamas-Terroristen aus ihren Gefängnissen frei und lädt einige – wie Verbündete – auch noch ganz offiziell zu einer Kabinettssitzung ein. Hier werden also Menschen wie Verbündete behandelt, die die Vernichtung Israels auf ihre Fahnen geschrieben und ihren Ziele durch Terroranschläge (z.B. auf Busse) schon oft haben Taten folgen lassen.

Die von Dr. Achmed Abu Halabia, Rektor der Islamischen Universität Gaza, am 14.10. gehaltene Freitagspredigt wurde im offiziellen palästinensischen Fernsehen übertragen. Diese Predigt sucht an terroristischer Gesinnung und Menschenverachtung ihresgleichen. Hier einige Auszüge: „Juden sind Kriminelle und Terroristen.“ Dann zitierte er aus dem Koran eine anti-jüdische Aggression: „Die Juden müssen abgeschlachtet und umgebracht werden, wie Allah sagte: „Bekämpft sie.“ (Sure 9, Vers 29) Allah wird sie mit seinen Händen foltern und wird sie erniedrigen.“ Weiter sagte Halabia: „Juden sind die Verbündeten der Christen, und Christen sind die Verbündeten der Juden. … Habt kein Mitleid mit den Juden, ganz egal in welchem Land sie sind. Wo immer ihr sie trefft, bringt sie um.“

Der palästinensische Minister für Telekommunikation, Ammad Alfalougy, sagte am 18.10. auf einer Pressekonferenz in Dubai: „Wir sind stolz darauf, Terroranschläge gegen unsere Feinde, gegen Israel, durchzuführen. … Die Hisbollah hat eine ausgezeichnete Erfahrung. Wir wollen von dieser ausgezeichneten Erfahrung lernen.“

In der offiziellen Zeitung der Palästinensischen Autonomiebehörde, Al-Hayat Al-Jadida, droht der Chefredakteur Hafez Barguti in der Ausgabe vom 27.10. den Eltern, die die nicht wollen, dass ihre Kinder bei den Unruhen mitmachen und ihr Leben riskieren: „Es schmerzte mich, dass einige Väter ihren älteren Kindern verbaten, an diesen Demontrationen teilzunehmen, während dies ihr gutes Recht ist. Aber wenn einer von ihnen sagt: „Geh nicht, und jeder, der stirbt, ist ein Kadaver.“ – wirklich, dann ist dies eines der ernstesten Vergehen. Unsere Nation muss eine Lektion lernen und später mit denen abrechenen.

Am 22.12.2000 sagte der palästinensische Minister Abu Ali Schaheen in der palästinensischen Zeitung Al-Ayyam, dass es Ziel sei, ganz Israel zu erobern, indem er Orte in Kern-Israel wie Jaffa oder Beerschewa nannte: „Das palästinensische Volk, das heute seine Märtyrer begräbt, wird morgen die Rückgabe von Jerusalem, Jaffa und Beerschewa feiern.“

Am 31.12.2000 sagte Al Faluji, der palästinensische Minister für Nachrichenwesen: „Die Ermordung von Siedlern ist ein Vorrecht, das die Palästinenser haben. Die Siedler sollten lieber jetzt in Sicherheit verschwinden, bevor sie in Särgen davongetragen werden.“

Feisal Husseini, der sogenannte Jerusalem-Vertreter der palästinensischen Autonomiebehörde, sagte kurz vor seinem Tod in einem Interview mit der ägyptischen Zeitung Al-Arabi vom 24.6.2001: „Langfristiges Ziel ist die Befreiung Palästinas vom Fluss bis zum Meer.“ – damit meinte er einen palästinensichen Staat voim Mittelmeer bis zum Jordan-Fluss, ohne dass es Israel noch gibt.“

In einem Brief des Büros der Autonomiebehörde von Amman vom Ende Juni 2001, maschinell unterschreiben von Yassir Arafat, in dessen Besitz die ARD-Redaktion Kairo gelangte, lobt er die Tat des Selbstmordattentäters vor der Diskothek am Strand von Tel Aviv vor wenigen Tagen. Der Brief ist adressiert an die Familie des Selbstmordattentäters Said Hassan Hussein El Hotari, die in Jordanien lebt.

Am Freitag, dem 6.7.2001, hielt der moslemische Geistliche, Sheikh Muhammed Ibrahim Al-Mahdi, im offiziellen palästinensischen Fernsehen eine Predigt und sagte: „Wir müssen unsere Kinder zur Liebe zum Heiligen Krieg (Jihad) erziehen.“ Er sagte außerdem: „Wir werden nicht mit der Errichtung eines palästinensischen Staates allein zufrieden sein.“ …. Über die Zukunft Israels sagte er: „Wir heißen die Juden als religiöse Minderheit (Dhimmis – geschützt aber mit eingeschränkten Bürgerrechten), aber die Herrschaft in diesem Land wie in allen Ländern müss die Herrschaft Allahs sein.“

Am Freitag, dem 4.8.2001, enthielt die Predigt im offiziellen palästinensischen Fernsehen folgende Sätze:“Allah möge es geschehen lassen, dass die Moslems über die Juden regieren. Wir werden sie in die Luft sprengen in Hadera, in Tel-Aviv, in Netanya im Sinn der Gerechtigkeit Allahs … bis die Steine sagen werden: „Moslem, Diener Allahs, da ist ein Juden hinter mir, bring ihn um.““ – „Wir preisen die, die ihre Kinder zum Heiligen Krieg und zum Märtyrertum erziehen. Gepriesen sei der, der eine Kugel in den Kopf eines Juden schießt.“

In der Ausgabe vom 11.9.2001, dem Tag der teuflischen Terror-Anschlägen gegen die USA, findet sich in der offiziellen Zeitung der palästinensischen Autonomiebehörde, Al-Hayat-Al-Jadia, ein Artikel, der den Terror verherrlicht: „Die Selbstmordbomben-Attentäter von heute sind die edlen Nachfahren ihrer edlen Vorfahren: …. die libanesischen Selbstmord-Attentäter, die den US-Marine-Soldaten eine harte Lektion erteilten, … und dann … warfen sie die letzten verbleibenden (israelischen) Kämpfer aus der (südlibanesischen) Zone. Diese Selbstmordattentäter sind das Salz der Erde, die Maschinen der Geschichte. … Sie sind die Ehrenwertesten unter uns.“


Zitate zum palästinensischen Selbstverständnis:

Zahir Muhsein, Mitglied des PLO-Exekutiv-Komitees, erklärte in einem Interview mit der holländischen Zeitung „Trouw“ (31. März 1977):
„Das palästinensische Volk existiert nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel zur Fortführung unseres Kampfes gegen den Staat Israel für unsere arabische Einheit. In der Realität gibt es heute keinen Unterschied zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen reden wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volks, denn die nationalen arabischen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines besonderen „palästinensischen Volks“ postulieren, um gegen den Zionismus zu opponieren. Aus taktischen Gründen kann Jordanien als souveräner Staat mit festgelegten Grenzen keine Ansprüche auf Haifa und Jaffa erheben, während ich als Palästinenser unzweifelhaft Haifa, Jaffa und Jerusalem verlangen kann. Wie auch immer, in dem Moment, in dem wir unser Recht auf ganz Palästina wiedergewinnen, werden wir nicht eine Minuten damit warten Palästina und Jordanien zu vereinen.“

zitiert bei Beth Goodtree: Keeping War a Bad Thing (http://jdl-ny.org/bethfiles16.htm, 29.04.2004)
und auf http://www.paktoday.com/expert.htm
und von Steven Plaut, 16.02.2011

Mahmud Abbas, seit Januar 2005 gewählter Vorsitzender der Autonomiebehörde, schrieb im März 1976 in „Falastin al-Thawra“, dem offiziellen Journal der PLO in Beirut (Quelle: The Big Arab Lie):

Die arabischen Armeen drangen nach Palästina ein, um die Palästinenser vor der zionistischen Tyrannei zu schützen; statt dessen ließen sie sie im Stich, zwangen sie zur Auswanderung und dazu, ihr Heimatland zu verlassen, zwangen sie zur politischen und ideologischen Blockade und warfen sie in Gefängnisse, die den Ghettos ähnlich waren, in denen die Juden in Osteuropa lebten.

PLO und Hamas – Faruk Kaddumi, Chef der politischen Abteilung der PLO in einem Interview mit „Kul Al-Arab“ im Januar 2005:

Wir haben uns nie von Hamas unterschieden. Strategisch gibt es zwischen uns keinen Unterschied.