Der Westen betrauert die toten Juden. Aber was ist mit den lebenden?

Melanie Phillips, 17. Januar 2020

In Yad Vashem in Jerusalem werden am 23. Januar etwa 46 politische Führungskräfte und Royals, darunter Großbritanniens Prinz Charles, am fünften Welt-Holocaust-Forum teilnehmen, um den Holocaust-Gedenktag sowie den 75.  Jahrestag der Befreiung von Auschwitz zu begehen.

Bei diesem und zweifellos auch bei anderen solchen Gedenkveranstaltungen werden viele eloquente, wichtige und aufrichtige Beobachtungen zum Übel des Nationalsozialismus und des Judenhasses gemacht. Im heutigen Klima gibt es jedoch, was solche Gedenkfeiern angeht, etwas Beunruhigendes.

Angesichts des Ausbruchs physischer und verbaler Angriffe auf Juden in Großbritannien, Amerika und Europa könnte man sagten, dass es nie so wichtig gewesen ist sich der Schrecken des Holocaust zu erinnern.

Aber der Westen strotzt vor Holocaust-Mahnmalen und -Museen, Schulen haben seit den 1980-er Jahren Holocaust-Bildung vermittelt. Und doch hat es seit der Niederlage des Nationalsozialismus nie eine solche Epidemie des Judenhasses in der westlichen Gesellschaft gegeben.

Darüber hinaus unterstützen einige der Länder, die in Yad Vashem repräsentiert sein werden, Leute, die Juden töten wollen. Sie finanzieren die Palästinenser, die mörderische und antijüdische  sowie antiisraelische Hetze herauspumpen.

Einige dieser Länder haben zudem Jahre lang vor der Völkermord-Agenda des iranischen Regimes gegenüber Israel und der jüdischen Diaspora die Augen verschlossen und haben sogar versucht trotz der US-Sanktionen weiter Milliarden Dollar an den Iran zu schleusen.

Um es ganz offen zu sagen: Es könnte so scheinen, dass der Westen, während der sich kollektiv wegen toter Juden an die Brust schlägt, weitgehend gleichgültig gegenüber den tödlichen Bedrohungen ist, die derzeit den lebenden drohen.

Zum Allermindesten ist klar, dass all dieses Holocaust-Gedenken und -Bildung den Antisemitismus nicht zurück in die Kompost-Kiste gesteckt hat.

Tatsächliche wird solcher Judenhass perverserweise am stärksten unter Linken propagiert, die ständig mit ihren antirassistischen und Anti-Nazi-Qualifikationen protzen.

Ohne den einen Faktor hinter einem komplexen Phänomen übertreiben zu wollen, zeigt dies zumindest zum Teil die tiefgreifenden Fehler in der Art auf, wie der Westen sich selbst gegenüber über den Holocaust geredet hat.

2016 beendete das Centre for Holocaust Education des University College London eine dreijährige Studie unter Abiturienten in England, wo der Holocaust das einzige verpflichtende Thema im nationalen Lehrplan für Geschichte ist. Obwohl die weit überwiegende Mehrheit der Schüler sagte, sie wollten dazu lernen, damit sie in der Lage sind, etwas Ähnliches nicht wieder geschehen zu lassen, gab es in ihrem Wissen verstörende Lücken.

Viele verstanden nicht, wer die Nazis waren oder dass sie Kollaborateure bei anderen Regimen hatten. Oder sie hatten nicht einmal eine Vorstellung davon, wie viele Juden ermordet wurden.

Während die Mehrheit wusste, dass Juden die Hauptopfer waren, hatten sie wenig Verständnis davon, weshalb sie verfolgt wurden. Schlimmer noch: Sie selbst warteten mit judenfeindlichen Stereotypen auf, von denen eine Reihe sich auf Juden als Einzelgruppe bezogen, die „reich sind“ oder „Macht haben“ und daher als Bedrohung wahrgenommen werden.

Solche verstörenden Befunde entstehen nicht nur als Folge von Ungenauigkeiten der Art und Weise, wie das Thema gelehrt wird, sondern sind das Ergebnis fundamentalerer Mängel. Denn die Geschichte des Holocaust hat man sich für den Dienst einer Reihe verschiedener Agenden angeeignet.

In Polen präsentieren Politiker und andere Obrigkeiten die einheimischen Polen als gleichwertige Opfer des Holocaust, wobei der von Polen bei den Gräueln an den Juden vor, während und nach der Nazizeit gespielte Teil ignoriert oder bestritten wird.

In Großbritannien, sagen Forscher, wird der Holocaust oft auf selbstgefällige Weise gelehrt, die sich auf die Rolle des Landes beim Sieg über den Nationalsozialismus konzentriert, während man es versäumt zu erwähnen, dass das Land auch die Juden in Nazi-Europa davon ausschloss Zuflucht in Palästina zu finden – eine Politik, die den rechtlichen Verpflichtungen der Briten zur damaligen Zeit zuwider lief.

Holocaust-Bildung ist zudem dazu verwendet worden einen gefährlichen moralischen und kulturellen Relativismus zu propagieren. Dem wird die Sensibilisierung der Kinder mit schädlichen kulturellen Stereotypen, Intoleranz und Entmenschlichung zugeschrieben. Aber ihre implizite Botschaft lautet, dass jeder in der Lage ist etwas solch Böses zu tun.

Als Ergebnis davon tendiert man dazu, den Holocaust mit anderen Massakern zusammenzuklammern. Nach Angaben von Mike Levy, einem Holocaust-Lehrer in Cambridge (England), „liegt eine Atmosphäre der Erschöpfung in der Luft, wenn es um Gespräche über den Holocaust geht“, wobei Schüler und Lehrer „mehr über andere Völkermorde lernen“ wollen und ihn damit kontextualisieren. Er schrieb: „Kinder müssen gelehrt werden, dass es keinen Wettkampf darum gibt, welcher Völkermord schlimmer ist.“

Der angesehene Holocaust-Forscher Professor Yehuda Bauer hat gesagt: „Der Holocaust wird zu oft in vage Lektionen der Gefahren von Hass oder Vorurteil umgemünzt, auf Kosten des wirklichen Versuchs die Gründe und Motivationen für den Völkermord zu verstehen.“

Folglich entwickelte sich die Ansicht, dass jeder ein Nazi sein kann und dass es nichts Besonderes daran gab, wie die Juden zu Opfern gemacht wurden. Und von diesem Standpunkt aus ist es nur ein kleiner Schritt in die falsche und böswillige Ansicht gewesen – die man immer wieder zu hören bekommt – dass die Juden Israels letztlich den Palästinensern das antun, was ihnen selbst angetan wurde.

Es ist nicht nur Israel, das dieser falschen Gleichsetzung zum Opfer fällt. Jeder, der anerkannter linker Weisheit widerspricht, wird voraussichtlich als Faschist oder Nazi bezeichnet. Das sind lässig verwendete Schmähworte geworden, Waffen für Rufmord, um Menschen mit widersprechenden Ansichten zum Schweigen zu bringen, indem sie fälschlich nicht nur als starrköpfig, sondern als übel etikettiert werden.

2018 zitierte Edna Friedberg vom United States Holocaust Memorial Museum in Washington DC beunruhigende Beispiele solcher „salopper Analogisierung“. Konservative Medienschaffende hatten Schüler mit der Hitlerjugend verglichen, weil sie die Waffengesetze verschärfen wollten; dabei verbanden sie die Bilder dieser Schüler  mit historischem Filmmaterial von Nazi-Kundgebungen.

Auf der anderen Seite des politischen Spektrums sind Anschuldigungen mit „Nationalsozialismus“ und „Faschismus“ in Hülle und Fülle vorhanden, die gegen Bundesbehörden erhoben werden; Grund ist der Umgang mit Kindern, die an der US-Grenze mit Mexiko von ihren Eltern getrennt werden.

„Denken Sie daran, dass andere Regierungen Kinder in Lager steckten“, ist ein typischer Schlachtruf solcher Kreise. Ein ehemaliger CIA-Chef, der Kritik an der Politik gegenüber illegalen Migranten twitterte, verwendete sogar ein historisches Foto der nach Auschwitz führenden Gleise.

Solcher moralisch bankrotter Relativismus ist verbunden mit einem Versagen die Einzigartigkeit sowohl des jüdischen Volks als auch des Antisemitismus zu begreifen, der sie seit frühester Zeit verfolgt.

Es ist klar, dass der Fokus auf der Bildung nicht auf dem Holocaust hätte liegen sollen, sondern auf der Kultur, die auszulöschen er sich vorgenommen hatte. Der Westen hätte sich zum jüdischen Volk und seine Geschichte bilden müssen. Das wäre der korrekte Weg gewesen den Holocaust zu kontextualisieren.

Natürlich ist es unbestreitbar, dass alle möglichen Leute in der Lage sind anderen fruchtbare Dinge anzutun. Die Geschichte gibt uns zahllose Beispiele und es gibt heutzutage keinen Mangel daran.

Aber der Nazi-Genozid an den Juden war einzigartig, weil der deutsche Nationalsozialismus einzigartig war. Sein Haupt-Antreiber war nicht Rassismus, wie es die Leute heute nennen, oder Hass auf „den anderen“, auch nicht seine entmenschlichende Sicht auf bestimmte Gruppen in der Gesellschaft – eine Sicht, die die Nazis mit einem Großteil der progressiven westlichen Meinung im 19. Und frühen 20. Jahrhundert teilten.

Stattdessen war der Kern des deutschen Nationalsozialismus sein Antisemitismus – seine paranoide und geistesgestörte Sicht auf das jüdische Volk als üble Verschwörung absolut übernatürlichen Ausmaßes, das daher vom Angesicht der Erde getilgt werden musste.

Das ist nicht als eine andere Form des Vorurteils, Fanatismus oder Hasses nachvollziehbar oder erkennbar. Er war und ist allein den Juden vorbehalten.

Solange der Judenhass nicht als das einzigartige Phänomen erkannt wird, der er ist – und solange die Kinder des Westens nicht die Geschichte des jüdischen Volks und seine Beiträge zur Zivilisation gelehrt werden – werden weder Holocaust-Mahnmale und -Museen noch Bildungsmaterialien sie die wahre Bedeutung von „nie wieder“ lehren.

Jerusalem vor 1967: Ein Blick auf Landkarten von beiden Seiten der Grenze

Zu Ehren des Jerusalem-Tags lädt die Eran Laor Cartographic Collection ein einen Blick auf die Landkarten zu werfen, die die Stadt vor ihrer Wiedervereinigung definierten.

David Cohen, the Librarians, 30. Mai 2019
Das alte und das neue Jerusalem. Karte 1955 veröffentlicht von Steinmatzky.

Neunzehn Jahre lang war die Stadt Jerusalem zwischen Israel und Jordanien geteilt. In dieser Periode sahen Karten der Stadt krass anders aus, als wir sie heute kennen. Ein kurzer Blick auf Touristenkarten, kommerzielle Landkarten und sogar Karten in Zeitungen, die auf beiden Seiten der Grenze veröffentlicht wurden, offenbart das Ausmaß dieser Unterschiede.

Touristenkarte des jordanischen Jerusalem von 1961 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

„Tote Zone“ – was liegt jenseits der Grenze?

Innerhalb jeder Landkarte gibt es immer eine Art Abstraktion oder Filterung bestimmter Einzelheiten entsprechend der Informationen, die der Kartenmacher der Zielgruppe zu vermitteln versuchte (oder die er vermitteln sollte). Das geilt besonders für Touristenkarten, die durch ihre Natur im Inhalt selektiv sind und nicht unbedingt dem genauen Detail oder Maßstab verpflichtet sind.

Auf diese Weise werden die Grenzen eines kartografierten Gebiets festgelegt werden. Jedes Gebiet, das für die Absicht der Karte nicht relevant ist, wird gewöhnlich, wenn überhaupt, ein einfacher und knapper Weise beschrieben. Wir können an den Karten des geteilten Jerusalem sehen, wie sich das auslebt. In den meisten dieser Karten gibt es keinen Hinweis darauf, was jenseits der Grenze liegt. Es gibt nur eine „tote Zone“, die von einer einzigen, gleichbleibenden Farbe gekennzeichnet ist und alle Details zu Straßen oder Gebäuden auslässt. In einige Fällen gibt es spärliche Anmerkungen, die Details wie Waffenstillstandslinien, entmilitarisierte Zonen, Transittore und Niemandsland angeben.

Jordanische Touristenkarte der Altstadt von Jerusalem, 1960 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Israelische Karte von 1958, die das Bild der vorigen Karte vervollständigt (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Es ist interessant zu sehen, wo die israelischen und jordanischen Landkarten einander widersprechen, sowie wo die Karten übereinstimmen. Jede von ihnen präsentiert eine andere Seite der Stadt, wobei die Trennung zwischen ihnen verläuft.

Ein faszinierendes Beispiel dafür ist eine jordanische Touristen-Karte von 1964. In ihr können wir sehen, wie die technischen Elemente der Kartografie wie die Verwendung von Farben, hilft eine geopolitische Realität auszudrücken. Das „besetzte Gebiet Jerusalems“ wird an der Peripherie der Karte rote markiert, Niemandsland grau und die entmilitarisierte Zone auf dem Skopusberg lila.

Jerusalem, Jordanien – das Heilige Land (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Neuberechnung der Richtung

Blickt man fünfzig Jahre später zurück, kann die Untersuchung dieser Karten ein Gefühl der Illusion und Desorientierung schaffen.

Eine israelische Touristenkarte von Westjerusalem aus den späten 1950-er Jahren orientierte die Landkarte mit dem Osten nach oben, statt der standardmäßigen Nordorientierung.

Andererseits scheint das Heilige Land auf einer jordanischen Touristenkarte der späten 1960-er Jahre Grenzen und Aspekte zu haben, die der israelischen Definition radikal widersprechen.

Jerusalem von Norden nach Süden. Tel Aviv 1957 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).
Jerusalem als Teil von  Jordanien. Jordanische Karte 1964 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Auf anderen Karten werden beide Seiten der Stadt detailliert dargestellt, wobei die Grenzlinie in der Mitte hervorgehoben ist. Diese Karten waren gestaltet, um Touristen ein vollständiges Bild der Stadt zu geben, wurden aber den neuen politischen Realitäten entsprechend angepasst, die nach dem Waffenstillstand im  November 1948 geschaffen wurden.

Eine Bildkarte von Jerusalem, ausgegeben 1955 von Steimatzky, war mit der Trennlinie bedruckt, die Jerusalem durchkreuzte. Das war keine neuen Karte von Jerusalem, sondern eine Neuveröffentlichung einer Karte, die erstmals rund ein Jahrzehnt zuvor veröffentlicht wurde.

Das alte und das neue Jerusalem, Steimatzky 1955 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Eine jordanische Touristenkarte, die 1952 in Jerusalem veröffentlicht wurde, zeigt ebenfalls die gesamte Stadt Jerusalem mit einer hindurch verlaufenden Grenzlinie. Sie zeigt jeweils entmilitarisierte Zonen als „von der UNO kontrollierte Gebiete“ sowie „jüdisch kontrolliertes Territorium“ und „Niemandsland“.

Jerusalem in deiner Handfläche, 1952 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Zu guter Letzt wurde am 14. Mai 1950 eine Sonderkarte für die Jerusalemer Leser von Ma’ariv zu Ehren des zweiten Jahrestages der Kämpfe um die Stadt gedruckt. Die Karte befand sich auf der Rückseite, zeigte die Stadt, ihre heiligen Stätten, die Hauptstraßen und die Grenzlinien.

Die eingelegte Karte in der Jerusalem-Ausgabe von Ma’ariv vom 14. Mai 1950 (zum Vergrößern bitte im Originaltext anklicken).

Weitere faszinierende historische Landkarten finden Sie beim Besuch der Internetseite der Eran Laor Cartographic Collection.

Jihad und Kriminalität: untrennbare Bettgefährten

Raymond Ibrahim, 11. Dezember 2019

Es ist offiziell: Islamischer Jihad und allgemeine Kriminalität sind aufs Engste miteinander verbunden.

In einer früher erfolgten Studie aus Großbritannien heißt es:

Die Linie zwischen Terrorismus und Kriminalität verschwimmen, während eine zunehmende Zahl ehemaliger Krimineller sich dem Islamischen Staat anschließen … Fast 60 Prozent der von Forschern untersuchten europäischen Jihadisten waren vorher im Gefängnis… Einmal von ISIS rekrutiert, gehen diese Leute leicht dazu über Gewalt für eine andere Sache zu begehen… Das Willkommen durch ISIS bietet Kriminellen eine vermeintliche Chance zur „Erlösung“ ohne ihr Verhalten ändern zu müssen.

Dennoch lehnt das Establishment es ab irgendeine direkte Korrelation zwischen Islam und Kriminalität zu erkennen. So erklärte der Direktor der Studie selbst: Kriminelle „passen tadellos“, weil der „Islamische Saat keine intellektuelle Kultiviertheit fordert. Er fordert von dir nicht Religion zu studieren. Er lässt es alles wie ein Computerspiel erscheinen.“ Mit anderen Worten: Kriminelle sind ideale Rekruten, weil sie überhaupt keine Ahnung vom „wahren“ Islam haben – und es wird auch kein Wert darauf gelegt, dass sie etwas lernen.

Oder wie John Brennan so denkwürdig zu ISIS-Mitgliedern geltend machte, als er den CIA leitete: „Sie sind Kriminelle. Die Meisten – viele – von ihnen sind psychopathische Verbrecher, Mörder, die ein religiöses Konzept nutzen und sich mit und in diesem religiösen Konstrukt maskieren.“

Hier sehen wir wieder, wie Ignoranz der Geschichte – willentlich oder nicht – die Sicherheit im Westen untergräbt. Fakt ist: Schon von Anfang des Islam an und die Jahrhunderte hindurch hatte die überwältigende Mehrheit der Muslime, die an Jihaden teilnahm, keine „intellektuelle Kultiviertheit“, hatte nicht die „Religion studiert“ und verhielt sich allgemein wie „psychopathische Strolche, Mörder“. Der Grund: Das „religiöse Konstrukt“ des Islam war immer angelegt um solche Männer zu ködern und zu mobilisieren.

All das ist in der Karriere des Propheten des Islam, Mohammed, offenkundig. Nach mehr als einem Jahrzehnt friedlichen Predigens in Mekka hatte er nur rund 100 Anhänger gefunden, zumeist Verwandte. Sobald er jedoch zu Raubzügen und Plünderungen gegen alle überging, die seinen Islam ablehnten – und damit immens erfolgreich war – nahmen seine Anhänger exponentiell zu.

Damals wie heute waren die, die Jihad führten, nie verpflichtet ernste oder fromme Absichten zu hegen. Der Grund dafür ist – trotz aller westlichen Projektion und Relativierungen – dass Allah nicht Gott ist; er ist nicht am „Zustand“ des „Herzens“ des Jihadisten interessiert, sondern an seinem Schwert. Die kalte, geschäftsmäßige Sprache des Koran macht das deutlich. Wer immer sich zum Jihad verpflichtet, „gibt Allah eine ausgezeichnete Leihgabe“, für die dieser eine „vielfache“ Gegenleistung garantiert, immer proportional zu den Bemühungen des Jihadisten (Sure 2,245, Sure 4,95).

Oder, wie der Koran in Sure 9,111 prägnant erklärt: „Allah hat von den Gläubigen ihre eigene Person und ihren Besitz dafür erkauft, dass ihnen der (Paradies)garten gehört: Sie kämpfen auf Allahs Weg, und so töten sie und werden getötet. … So freut euch über das Kaufgeschäft, das ihr abgeschlossen habt, denn das ist der großartige Erfolg!“

Kurz gesagt: Jeder Muslim kann sich dem Jihad anschließen und die Belohnungen einheimsen – einschließlich durch Plünderung, Vergewaltigung und Versklavung von Nichtmuslimen – solange seine „Bemühungen“ (buchstäblich: Jihad) als irgendwie den Islam mächtig machend oder ihm nutzend gesehen werden. Im Dienst des Islam zu kämpfen – mit dem Risiko zu sterben – war und ist der ganze Beweis für Frömmigkeit, der je benötigt wird. Tatsächlich hat der Kampf manchmal Vorrang vor der Frömmigkeit: Viele Zuteilungen, einschließlich des Aufrechthaltens der obligatorischen Gebete und Fastenzeiten, werden denen gewährt, die am Jihad teilnehmen. Osmanischen Sultanen war es sogar verboten die Pilgerfahrt nach Mekka zu unternehmen – eine ansonsten persönliche Verpflichtung für alle Muslime – schlicht weil das zu tun den jährlichen Jihad gefährden würde.

Betrachten Sie den osmanischen Sultan Mehmet II. Er war notorisch pädophil, homosexuell und ein Säufer; er hatte auch eine sadistische Seite und perfektionierte die Kunst des Pfählens. Trotzdem wird er von Muslimen weltweit geehrt – in der Türkei regelrecht bewundert – weil er auch ein erfolgreicher Jihadist und der Eroberer von Konstantinopel war.

Gleichermaßen hatten die Stammeseliten von Mekka – Kahled bin al-Walid und Abu Sufyan – Mohammed Jahre lang verspottet, schlecht behandelt und schließlich aus Mekka vertrieben. Als er ein Jahrzehnt später als Eroberer zurückkehrte, gehörten sie zu den ersten, die die Schahada proklamierten, in den Schoß des Islam kamen und zu Mohammeds engsten Kameraden wurden. Ansonsten änderte sich nicht viel.

Khaled (inzwischen als „Schwert Allahs“ bekannt) betrieb weiter die Art von Gräueltaten, die selbst Mitmuslimen Sorge machten – so das Abschlachten eines muslimischen Mannes aufgrund der falschen Anschuldigung, er sei vom Glauben abgefallen; sein Kopf wurde gekocht und seine Frau vergewaltigt. Was Abu Sufyan anging, so rief er die Araber nur deshalb zum „Jihad der Art von Allah“ im christlichen Syrien auf, um – seine Worte – „ihre Ländereien und Städte erobern und ihre Kinder und Frauen zu versklaven“.

Wie immer ihre Hintergrundgeschichte aussieht, Khalid wie Sufyan werden in der islamischen Historiografie verehrt, weil sie, wie der osmanische Sultan Mehmet II., dem Jihad verpflichtet waren, der – selbst wenn sie ihn für eigenen Gewinn „ausnutzten“ – auch half den Islam zu verbreiten.

So sah das Genie Mohammeds aus: Im arabischen Stammessystem seiner Zeit waren die Mitglieder des erweiterten Stammes so unantastbar wie Nichtmitglieder verletzbar waren. Mohammed nahm dieses Konzept und füllte es mit frommer Begründung. Fortan sollte es in der Welt nur zwei „Stämme“ geben: die Umma – die aus allen Muslimen besteht, deren Blut gewährleistet wird – und den „Ungläubigen“, die dafür da sind straflos ausgeplündert, versklavt oder getötet zu werden, weil sie Allah ablehnen.

Das erklärt auch, warum andere Stammesvölker – Türken und Tataren – ebenfalls zum Islam konvertierten und ihn mit ihrem Leben kompatibel fanden. „Wenn Leben zu nehmen und das Land der Ungläubigen zu verwüsten die Mittel waren, mit denen dem Ziel der Ausdehnung des Islam gedient war, dann waren die traditionellen Freunde der neu Konvertierten jetzt fröhlich mit einem frommen Grundprinzip ausgestattet“, schreibt ein Historiker über die türkische Konversion zum Islam. Gleichermaßen „hatten die Tataren den Islam angenommen, weil er eine einfache Religion war, so wie das Christentum eine anstrengende war“, stellte ein Europäer des 14. Jahrhunderts fest. Während der Islam den Lebensstil der Stämme ergänzte, stellte das Christentum ihn nur in Frage.

Thomas von Aquin (gest. 1274) fasst das Thema so zusammen: „Er [Mohammed] verführte die Menschen mit Versprechen fleischlicher Genüsse, zu denen die Begierde des Fleisches uns drängt… und er gab fleischlichen Lüsten freie Hand. In all dem, wie es nicht anders zu erwarten ist, wurde ihm von fleischlichen Männern gehorcht.“

Heute hat sich nicht viel geändert. Jihadisten unserer Tage als „Kriminelle“ zu beschreiben, als „psychopathische Strolche“ und „Mörder“ – als ob „authentische“ Jihadisten je etwas Edleres waren – ist bestenfalls unnötig, schlimmstenfalls gefährlich irreführend.

Das historische Palästina – ein anachronistischer Begriff

Salo Aizenberg, HonestReporting, 18. Dezember 2019

Landkarte des Heiligen Landes, veröffentlicht in Florenz um 1480; sie war Teil von Francesco Berlinghieris erweiterter Ausgabe der Geographia von Ptolemäus.

Das „historische Palästina“ ist in der Diskussion des arabisch-israelischen Konflikts ein allgemein verwendeter Begriff. Der Ausdruck legt nahe, dass es in der Vergangenheit eine als Palästina bekannte Nation gegeben hat, wobei das Wort „historisch“ den Eindruck vermittelt, dass diese Nation tiefe Wurzeln in der Region hat und damit einen natürlichen Anspruch darauf, als neuer Staat Palästina wiederbelebt zu werden. Indem darauf so und ohne Erwähnung der jüdischen Geschichte Bezug genommen wird, suggeriert man auch subtil, dass eine jüdische Präsenz in der Region etwas Fremdes ist.

Dieser Artikel diskutiert die Herkunft und Evolution des Gebrauchs von „Palästina“ als Ortsname und dass aktuelle Ideen des „historischen Palästina“ allesamt auf einem falschen Verständnis der geografischen und politischen Geschichte der Region gründen.

Das historische Palästina in der heutigen Verwendung bezieht sich typischerweise auf das Gebiet, das heute Israel, die Westbank und den Gazastreifen umfasst. Hier sind mehrere bekannte aktuelle Beispiele der Verwendung des Begriffs:

  • Saeb Erekat, Chefunterhändler für die palästinensische Autonomiebehörde, erkärte in einer Stellungnahme in der New York Times im Mai 2019, dass die Palästinenser Israel in den „Grenzen von 1967 anerkannten, was 78 Prozent des historischen Palästina entspricht“.[1] Auf welches „historische Palästina“ bezieht sich Erekat und besteht Israel wirklich aus 78% dieses „historischen“ Gebiets?
  • Die Columbia Journalism Review veröffentlichte im Januar 2019 einen Artikel mit dem Titel „Palästinensische Bürger Israels kämpfen darum ihre Geschichten zu erzählen“, in dem der Autor behauptet, das „historische Palästina unter osmanischer und britischer Kontrolle hatte eine blühende arabische Presse“.[2] War Palästina je ein Territorium unter osmanischer Kontrolle?
  • Ein Artikel im The Washington Report on Middle East Affairs vom Juni 2019 über Trumps „Deal des Jahrhunderts“ für den Frieden im Nahen Osten erklärt, dass der Deal das „neue Palästina“ verantwortlich für „rund 12 Prozent des historischen Palästina“ zurücklassen würde.[3] Welches Gebiet des Landes wurde verwendet um zu dieser Zahl zu kommen?
  • Präsident Abbas in seiner Ansprache vom Novmeber 2012 vor den Vereinten Nationen merkte das Folgende an: „Die Zweistaatenlösung, d.h. der Staat Palästina in Koexistenz neben dem Staat Israel, repräsentiert den Geist und den Kern des historischen Kompromisses, den die Prinzipienerklärung von Oslo verkörperte, die vor 19 Jahren zwischen der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) und der Regierung Israels unter Schirmherrschaft der Vereinigten Staaten von Amerika auf dem Rasen des Weißen Hauses unterzeichnet wurde; ein Kompromiss, durch den das palästinensische Volk akzeptierte seinen Staat um des Friedens willen auf nur 22% des Gebiets des historischen Palästina zu gründen.“[4] Ist diese Zahl von 22% genau?

Gegrafische Geschichte des Heiligen Landes

Palästina – oder offiziell die „Provincia Syria Palaestina“ – war der Name, den die Römer 135 n.Chr. als Ersatz für „Judäa“ erfanden; das war ein Versuch nach der Bar Kochba-Rebellion gegen das römische Reich alle Bezeichnungen des Judentums in der Regionzu beseitigen. Genauso wurde Jerusalem offizuiell in Aelia Capitollina umbenannt. Im vierten Jahrhundert wurde die Provinz in drei kleinere Einheiten aufgeteilt: Palaestina Prima, Palaestina Secunda und Palaestina Tertia (s. Karte A). Beachten Sie, dass die neuen Provinzen horizontal auf beiden Seiten des Jordan angeordnet waren.

Karte A: das römische Palästina

Im frühen siebten Jahrhundert kam in Arabien der Islam auf und muslimische Armeen begannen große Teile des Nahen Ostens zu erobern, einschließlich im Jahr 640 n.Chr.der drei „Palästinas“. Die muslimischen Eroberer behielten die römisch-byzantinischen Teilung der Region weitgehen bei: Palaestina Prima wurde in „Jund Filastin“ (militärischer Distrikt Filastin) umbenannt und Palaestina Secunda in „Jund Al-Urdunn“, nach dem Fluss. Palaestina Tertia hörte auf als eigener Distrikt zu bestehen und wurde Teil des Wüstenterritoriums im Süden. Jund Finalstin und Jund Al-Ardunn bildeten zwei von fünf Provinzen (zusammen mit Judn Dimaschk, Jund Hims und Jund Kinnasrin), die eine größere geografische Region bildeten, die im Arabischen als „Esch-Scham“ oder „Bilad al-Scham“ bekannt waren. Bilad al-Scham bedeutete „Land der linken Hand“, im Gegensatz zu „Bilad al-Yaman“, was „Land der rechten Hand“ bedeutet. Wenn man in Mekka oder Medina stand und nach Osten blickte, lag Bilad al-Scham zur Linken oder im Norden, während Bilad al-Yaman zur Rechten oder im Süden lag. „Esch-Scham“ bezog sich ebenfalls auf die Stadt Damaskus; seine weitere Bedeutung war die gesamte Region, die von Damaskus aus regiert wurde. Esch-Scham wurde später mit „Syrien“ und dem Konzept des „Großsyrien“ assoziiert, was unten weiter diskutiert wird.

Esch-Scham und die Jund-Distrikte blieben bis zur Eroberung durch die christlichen Kreuzfahrer 1099 n.Chr. bestehen. Das neu gebildete Lateinische Königreich Jeruslaem begann als kleines Territorium, das dann langsam ausgedehnt wurde, um ein Gebiet zu umfassen, das in seiner Höhezeit von einem Punkt nördlich von Beirut bis in die Wüste Sinai auf beiden Seiten des Jordan reichte, wie Karte B zeigt. Die christlichen Herrscher kennzeichneten keine Provinz und keinen Disktrikt als Palästina. Im Verlauf der nächsten beiden Jahrhunderte fühte ein Hin und Her miltiärischer Aktionen zwischen Christen und Muslimen zu schwankenden Grenzen, aber gegen Ende des dreizehnten Jahrhunderts wurden die Kreuzritter von den Mameluken komplett vertrieben. Die Kreuzfahrer-Periode und die Gründung des Lateinischen Königreichs Jerusalem flößten in der christlichen Welt des Heiligen Landes ein Bewusstsein als geografische Einheit ein und erhöhte die religiösen Assoziierungen mit der Region, die bis ins neunzehnte und zwanzigste Jahrhundert bestehen blieben.

Karte B: das Lateinische Königreich Jerusalem

Die Mameluken blieben die nächsten Jahrhunderte in Kontrolle und führten neue geografische Einteilungen ein, mit denen sie Provinzen entsprechend ihrer wichtigsten Städte benannten. Den größten Teil dieser Periode war das Land auf beiden Seiten des Jordan in sechs Distrikte mit den Hauptstädten Gaza, Hebron, Jeruslaem, Ludd, Nablus und Qaqun (eine Stadt nördlich von Jaffa) aufgeteilt. Wie in früheren muslimischen Reichen wurden diese Distrikte als Teil enes größeren Esch-Scham/Bilad al-Scham-Territorium betrachtet, dessen Zentrum in Damaskus lag. Die Mameluken nannten keinerlei Palästina/Filastin, das inzwischen kaum eine andere Bedeutung hatte als der frühere Name einer Provinz im lange untergegangenen christlichen römisch-byzantinischen Reich.

1516 wurden die Mameluken durch ein weiteres muslimisches Reich abgelöst, das der osmanischen Türken, die aus Kleinasien kamen. Die Türken führten neue geografische Bezeichnungen für ihre Eroberungen ein; sie teilten das Territorium in Verwaltungsprovinzen ein, die man als Eyalets kannte. Anfangs wurde der größte Teil des Gebiets, das heute Syrien, den Libanon, Jordanien, Israel, die Westbank und den Gazastreifen umfasst (die als die „modernen Staaten“ bezeichnet werden können) in das einzige Eyalet Sam zusammengefasst, das allgemein der früher als „Esch-Scham“ bekannten Region entsprach. Karte C aus dem 1803 von den Osmanen veröffentlichten Cedid Atlas zeigt die Verwaltungsgebiete des Reichs in Asien, wobei das große, gelbe Gebiet im unteren Zentrum der Einheit alle modernen Staaten umfasste, die damals einfach Teil der Türkei waren. Einmal mehr identifizierten die Osmanen kein Territorium als Palästina/Filastin. Palästina war auch für die Juden zu einem bedeutungslosen Namen geworden; sie bevorzugten „Eretz Israel“ (das Land Israel); Gleiches gilt für für die Araber und Muslime, die es weiter als Esch-Scham bezeichneten. Selbst bei Chirsten war Palästina der verloren gegangene Name für einen Großteil des osmansichen Gebiets, da sie es vorzogen die Region „Heiliges Land“ oder „Judäa“ zu nennen.

Karte C: Osmanische Verwaltungseinheiten (Eyalets), Cedid Atlas 1803

Die Verwaltungsgrenzen und Namen der Eyalets änderten sich im Verlauf der Jahrhunderte mehrfach und im frühen 19. Jahrhundert wurde das Eyalet Sam in drei neuen Eyalets aufgeteilt: Aleppo, Sidon und Damaskus. Der Bereich, der üblicherweise mit dem Heiligen Land assoziiert wird, bestand zumeist aus den Eyalets Sidon und Damaskus, also wurde die Verwaltung aus dem heutigen Libanon und Syrien gehandhabt. 1864 führten die Osmanen eine weitere Umorganisation der Verwaltung durch, die die alten Eyalets zugunsten neuer Provinzen abschafften und Vilayets hießen, die wiederum in Unterdistrikte aufgeteilt waren, die Sanjaks hießen. Jedes Vilayet wurde von einem Vali – Generalgouverneur – regiert und jedes Sanjak von einem Mutesarrif. Die Neuorganisation schuf ein neues Vilayet Suriya, die arabische Form von Syrien, die praktisch eine Union der ehemaligen Eyalets Sidon und Damaskus waren mit einem Vali in Damaskus, der den größten Teil des Territoriums der modernen Staaten umfasste. Die Gründung dieser Provinz war das erste Mal, dass der Name „Syrien“ von den Osmanen offiziell für die Benennung eines Territoriums verwendet wurde.

Weniger als ein Jahrzehnt später, 1873, führten die Osmanen eine weitere Veränderung in der Verwaltung des Distrikts ein, indem sei einen Teil des Vilayets Suriya nahmen, um eine Provinz namens „Mutasarrifiya von Jeruslaem“ zu schaffen. Eine Mutasarrifiya war eine Provinz ähnlich einem Vilayet mit einem Gouverneur, der direkt dem Sultan unterstand. Der Sultan schuf diese Provinz mit Hauptsitz in Jerusalem, die ihm direkt unterstellt war, weil es eine wachsende Bedeutung der heiligen Stadt in der Weltpolitk gab, hauptsächlich infolge eines zunehmenden europäischen Interesses an der Region. 1888 wurde das Vilayet Suriya mit der Gründung des neuen Vilayet Beirut weiter verkleinert; dieses hatte fünf Sanjaks: Latakia, Tripolis, Beirut, Akko und Nablus. Dieses Verwaltungssystem, wie es Karte D zeigt, blieb bis Ende des Ersten Weltkriegs allgemein stabil erhalten.[5] Der lila Bereich repräsentiert das reduzierte Vilayet oder Syrien, während die neue Mutasarrifiya Jerusalem rosa gefärbt ist. Das neue Vilayet Beirut liegt nörlich der Mutasarrifiya Jeruslaem (diese ist orange eingefärbt). In dieser Organisation waren Bereiche, die normalerweise als Teil Palästinas assoziiert werden (wie Nablus, Haifa, Akko) Teil der Provinz Beirut, was nicht ungewöhnlich ist, weil die Osmanen nicht zwischen Bereichen im heutigen nördlichen Israel und dem südlichen Libanon unterschieden. Die einzige Gemeinsamkeit durch die verschiedenen Verwaltungsänderungen unter osmanischer Kontrolle besteht darin, dass Palästina als Ortsname nie in Betracht gezogen wurde, nicht einmal für ein kleineres Verwaltungsgebiet wie einen Sanjak. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, hatte „Palästina“ als Ort fast ein Jahrtausend lang nicht existiert, ein Überbleibsel antiker römischer Herrschaft.[6]

Karte D: osmanische Verwaltungseinheiten (Vilayets) im Jahr 1903
Karte D (2)

Palästina: Aufrechterhaltung eines antiken Namens

Obwohl die osmanischen Türken, die die Region Jahrhunderte lang beherrschten und ihre eigenen politischen Grenzen bewahrten, zu denen der lange untergegangene Ortsname „Palästina“ nicht gehörte und owohl niemand in der Region sich als „Palästinenser“ betrachtet hätte, kam der Begriff im 19. Jahrhundert wieder in Gebrauch – aber nicht durch die arabischen oder jüdischen Einwohner der Region oder die herrschenden Osmanen, sondern duch Christen des Auslands. Manchmal tauchte während der europäischen Renaissance mit ihrem erneuerten Interesse an der klassischen Welt das christliche Interesse am römischen Namen „Palästina“ wieder auf, später verstärkt durch Napoleons Vorstoß in den Nahen Osten 1799. Obwohl er von den Osmanen, Juden, Muslimen, Arabern und selbst den meisten Christen lange ausrangiert war, wurde der Jahrhunderte alte Name für das alte römische Land von Jesus und der Bibel wieder wichtig.[7]

Der erste Versuch ein eigenständiges Territorium namens „Palästina“ akkurat zu kartografieren wird in der Regel Pierre Jacotin zugeschriebgen, einem Mitglied von Napoleons Entourage, veröffentlicht kurz nach der Expedition. Im 19. Jahrhundert wurden viele andere Landkarten produziert, aber die qualitativ Beste wurde 1878 vom Palestina Exploration Fund publiziert. Diese Landkarten hatten wenig mit den tatsächlichen politischen Grenzen gemein, die von der türkischen Obrigkeit festgelegt wurden und gründeten stattdessen auf Vorstellungen eines Territoriums, das in der Bibel umrissen war. Ein Forscher der Geografie der Region des 19. Jahrhunderts erklärte: „… diese Kartografen waren vielleicht mehr damit beschäftigt das Buch Josua zu illustrieren als zukünftigen Historikern des Osmanischen Reichs zu helfen…“[8] Wie wohl erwartet werden konnte, variierten die Karten beträchtlich, da die Kartografen sich unsicher waren, wie ein Territorium nur auf Grundlage verbaler Beschreibungen in antiken Texten einzutragen sei. Ein Beispiel ist in Karte E zu sehen, die 1892 in Deutschland veröffentlicht wurde. Sie zeigt Palästina sowie eine Einfügung der antiken Stämme Israels und des jüdischen Hochlands.[9] Die Encyclopedia Britannica von 1911 beschreibt die Unklarheit dieser nebulösen Stelle namens Palästina:

PALÄSTINA, ein geografischer Name, der eher locker angewandt wird. Etymologische Genauigkeit würde erfordern, ausschließlich den schmalen Streifen des Küstenlandes zu kennzeichnen, der einst von den Philistern besetzt war, von denen der Name abgeleitet wird. Er wird jedoch konventionell als Name für das Territorium verwendet wird, das im Alten Testament als Erbe der Hebräer vor dem Exil beansprucht wird; damit kann allgemein gesagt werden, dass er das südliche Drittel der Provinz Syrien kennzeichnet. Außer im Westen, wo das Land ans Mittelmeer stößt, kann die Grenze dieses Territoriums auf der Landkarte nicht als eindeutige Linie festgelegt werden. Die modernen Unterteilungen unter der Zuständigkeit des osmanischen Reiches sind in keinem Sinn gleichbedeutend mit denen der Antike und daher brauchen sie keine Grenze, durch die Palästina genau vom Rest Syriens im Norden oder den Wüsten Sinai und Arabien im Süden und Osten getrennt wird; genauso wenig sind die Aufzeichnungen antiker Grenzen voll ausreichend und eindeutig, um die komplette Abgrenzung des Landes möglich zu machen… Nimmt man die natürlichen Merkmale als Leitlinie, die am nächsten mit diesen abgelegenen Punkten korrespondieren, können wir Palästina als den Streifen Land beschreiben, der sich entlang der Ostküste des Mittelmeers von der Mündung des Litani oder Kasimiya (33° 20‘ N) nach Süden zur Mündung des Wadi Ghuzza verläuft; dieses trifft bei 31° 28‘ N auf das Meer, etwas südlich von Gaza; dann verläuft er in südöstlicher Richtung, um im Norden den Ort Beer Sheva einzuschließen. Nach Osten gibt es keine so eindeutige Grenze. Der Jordan, das stimmt, markiert eine Abgrenzungslinie zwischen dem westlichen und dem östlichen Palästina; aber es ist praktisch unmöglich zu sagen, wo Letzteres endet und die arabische Wüste beginnt. Vielleicht ist die Pilgerstraße von Damaskus nach Mekka die geeignetste mögliche Grenze.

Wie diese maßgebliche, in Britannien publizierte Enzyklopädie es definiert, umfasst Palästina einen Teil des heutigen südlichen Libanon und Gebiete östlich des Jordan, klammerte aber den größten Teil der Wüste Negev aus.

Karte E: In Deutschland veröffentlichte Landkarte von Palästina, 1892

Das historische Palästina: Ein Anachronismus

Die tatsächliche politische Geografie der Region wurde in den meisten Weltatlanten akkurat dargestellt; dazu gehörten richitgerweise Landkarten des osmanischen Reiches oder der Türkei oder genauer der „Türkei in Asien“ (wie schon in Karte D gezeigt) gegenüber der „Türkei in Europa“. Diese Landkarten zeigen korrekt die osmanischen Unterteilungen, ohne dass Palästina irgendwo zu finden ist, denn es existierte nicht. Seltsamerweise, aber dem biblischen Interesse am Heiligen Land seitens Christen in Europa und Amerika geschuldet, schlossen diese sehr modernen Weltatlanten zusammen mit der Karte der osmanischen Türkei eine getrennte Landkarte von „Palästina“ ein, wie man in diesem Beispiel des von Rand, McNallys 1892 veröffentlichten „Business Atlas“ sehen kann (s. Karte F, ähnlich dem deutschen Beispiel in Karte E).[10] Diese kuriose Entscheidung würde einem Weltatlas von 2019 gleichen, der zum Beispiel eine Landkarte des modernen Irak zeigt und dann auf einer weiteren Seite eine Karte des antiken Sumer zeigt – ohne dass eine andere antike Karte oder untergegangene Geografie irgendenies anderen Landes dabei ist. Warum druckten diese zeitgenössichen Atlanten-Verleger eine Landkarte Palästinas, die auf die Römerzeit zurückgeht? Wegen des Glaubens, dass das Land Jesu ein Muss zum Lesen ist, selbst in einem Atlas, der der Darstellung der modernen Welt gewidmet ist.

Karte F: in den USA veröffentlichte Landkarte Palästinas, 1892

Viele moderne Historiker haben diesen Anachronismus übernommen, wobei sie manchmal Landkarten Palästinas beschreiben oder zeigen, wie es angeblich während der Zeit der Osmanen erschien.[11] All diese Darstellungen sind jedoch fehlerhaft, da die Osmanen weder irgendein Territorium als Palästina auswiesen noch den Namen in einer offizellen Funktion verwendeten.[12] Leider ist es zum Brauch geworden die typische Definition des „historischen Palästina“ (d.h. das Territorium, das das heutige Israel, die Westbank und den Gazastreifen umfasst) über Landkarten des osmanischen Reichs zu legen, womit der falsche Eindruck vermittelt wird, die heutige Definition gründe irgendwie auf osmanischer Geografie.

Die Briten und Franzosen sollten später ebenfalls das osmanische Vilayet-System ignorieren; stattdessen zerstückelten sie die Region einzig auf Grundlage der strategischen Bedürfnisse dieser beiden Mächte. Bemerkenswerterweise gründete, als die Briten mit den Franzosen nach dem Ersten Weltkrieg zu den Grenzen des neuen Mandats Palästina verhandelten, die britische Haltung auf der vagen biblischen Benennung des Landes Israels als „zwischen Dan und Beer Sheva“ (1. Samuel 24,2). Gideon Biger, ein bekannter Forscher zur Geografie der Region, erklärt: „Diese biblische Formel, verkündet von britischen Bibelkennern, ist schnell zu einer zentralen Formel zur Bestimmung der zukünftigen Grenzen Palästinas geworden.“[13]

Diese von Europa gezogenen Grenzen des 20. Jahrhunderts, in der heutigen Diskussion des Konflikts weiter beschworen, werden heute irgendwie als langjährig und heilig behandelt, während die osmanischen Bezeichnungen nur noch in verblassender Erinnerung existieren. Ein weiterer Schlüsselfehler in der heutigen Verwendung des „historischen Palästina“ lautet, dass die konventionelle Definition Bereiche östlich des Jordan ausschließt, obwohl die gesamte Geschichte hindurch, von der römisch-byzantinischen Ära bis ins 19. Jahrhundert, Landkarten und die ursprüngliche Bildung des britischen Mandats Palästina, Teile des modernen Jordanien immer als Teil Palästinas betrachtet worden waren.

In Wirklichkeit ist alles das „historische Syrien“

Während man die Terminologie zum heiligen Land oft auf Palästina konzentriert, ist es zum Verständnis der geografischen Geschichte der Region wichtig den Gebrauch und die Geografie Syriens zu begreifen. Die Osmanan übernahmen „Syrien“ als Namen für eine ihre Vilayets, mit dem sie die Jahrhunderte alte Bezeichnung der Region als „Esch-Scham“ ersetzten. Durch den Einfluss christlich-arabischer Literatur und westeuropäischen Gebrauch während des 19. Jahrhunderts kam die modern-arabsiche Form von Syrien (oder „Suriya“) in regelmäßigen Gebrauch; Ende des Jahrhunderts ersetzte dieser Begriff dann Esch-Scham oder Bilad al-Scham selbst in muslimisch-arabischem Sprachgebrauch. Die modernen Staaten, einschließlich Israels, waren in der Realität alle Teil dessen, was besser als „historisches Syrien“ oder dessen früheres Äquivalent Esch-Scham beschrieben wäre, nicht das „historisch Palästina“ – eine Tatsache, die im heutigen Diskurs des  Nahen Ostens komplett verloren gegangen ist.

Die lokale arabische Bevölkerung damals hätte auch allgemein die gesamte Region als Syrien und sich selbst als „Syrer“ (oder mit dem früheren Namen Esch-Scham/Bilad al-Sham) bezeichnet, wie sie es viele Jahrhunderte lang in aufeinander folgenden muslimischen Reichen gemacht hatten. Diese genaue Erinnerung an „Großsyrien“ dauerte Jahrzehnte lang an, wie es Faiz el-Khouri, Minister der syrischen Gesandschaft in Washington in einer Rede zum Ausdruck brachte, die er am 14. Mai 1947 zur Palästina-Frage vor der UNO-Vollversammlung hielt:

… ich möchte der Vollversammlung erklären, wie die Position Syriens mit Blick auf Palästina aussieht. Ich denke, die meisten von Ihnen, wenn nicht alle, wissen, dass Palästina eine syrische Provinz war. Es bestehen dort geografische, historische, rassische und religiöse Verbindungen. Es gibt keinerlei Unterscheidung zwischen den Palästinensern und den Syrern und gäbe es die Balfour-Erklärung und die Mandatsbedingungen nicht, dann wäre Palästina heute eine syrische Provinz, wie sie es immer war.[14]

Ein früheres Beispiel für die Verbindung zu Syrien ist in einer Resolution zu finden, die vom ersten Kongress der Muslimisch-Christlichen Vereinigung in Jerusalem im Januar 1919 ausgegeben wurde; sie war zusammengetreten, um arabische Delegierte für die Friedenskonferenz nach dem Ersten Weltkrieg zu wählen. Die Resolution erklärte: „Wir betrachten Palästina als Teil des arabischen Syrien, da es zu keiner Zeit von ihm getrennt gewesen ist. Wir sind mit ihm durch nationale, religiöse, sprachliche, natürliche, wirtschaftliche und geografische Bande verbunden.“[15] (Porath, S. 82) Es war eine klare Anerkennung, dass Palästina vom christlichen Europa künstlich geschaffen war und der Kongress es vorzog sich auf die lange bestehende Benennung der Region als Syrien zu konzentrieren.

Natürlich gehen all diese Fakten im heutigen Diskurs verloren, mit einer Verdunkelung der historischen Realität, dass ein ausgeprägt palästinensisches Bewusstsein – ethnisch wie geografisch – erst im zwanzigsten Jahrhundert aufkam. Syrien ist bei weitem der korrekteste Begriff, der auf die Menschen und die Geografie der Region angewandt werden sollte, wenn das Wort „historisch“ verwendet wird.

Die Entstehung des modernen Palästina

Palästina als formale politische Einheit kam als Ergebnis des Handelns der Hauptalliierten des Ersten Weltkriegs auf der Konferenz von San Remo im April 1920 zustande. Die Resolution von San Remo trägt das Datum vom 25. April 1920, war das Dokument, das offiziell ein Mandat für Palästina schuf; den Briten wurde die Kontrolle über das Territorium übertragen. Die Resolution wies den „Mandatsträger“, in diesem Fall die Briten, ausdrücklich an in der neu gebildeten Einheit eine nationale Heimstatt für das jüdische Volk zu schaffen, die auf der früher ausgegebenen Balfour-Erklärung fußt.

Am 1. Juli 1920 setzten die Briten die Vereinbarungen um, die in der Resolution von San Remo umrissen wurden und beendeten die Militärverwaltung des Territoriums, das offiziell als „Occupied Enemy Territory Administration“ (OETA – Verwaltung besetzten Feindlandes) bekannt war. Palästina war geboren. Die ursprünglichen Grenzen des Mandats Palästina, auf die sich die Hauptmächte in der Region – Britannien und Frankreich – geeindigt hatten, schloss das gesamte Territorium ein, das heute Israel, Jordanien, die Westbank und den Gazastreifen umfasst. Die Briten wählten den Namen „Palästina“ in Übereinstimmung mit christlich-europäischer Tradition; damit ignorierten sie einmal mehr die lokale Terminologie oder osmanische Benennungen. Als Zugeständnis an die jüdische Bevölkerung und in Anerkennung der Balfour-Erklärung fügten sie die Anfangsbuchstaben „Aleph“ und „Yud“ (die für Eretz Yisrael standen, das „Land Israel“) der hebräischen Form des Namens Palästina hinzu. Im Verlauf dern nächsten drei Jahre sollten fortgesetzte Verhandlungen mit den Franzosen und andere regionale Ereignisse zu beträchtlichen Veränderungen der Grenzen des Mandats Palästina führen. Diese modifizierten Grnezen sollten schließlich die Genzen der Staaten des heutigen Nahen Ostens werden und einmal mehr scheinbar als heilige historische Grenzen kanonsiert werden.

Während dieser Diskussionn zwischen den Mächten entschieden die Briten aus Gründen, die über den Rahmen dieses Artikels hinaus gingen, 77% des Mandats Palästina, wie es den Briten in San Remo erteilt worden war, herauszuschneiden und unter die Kontrolle von Abdallah zu geben, den sie den neuen Emir von Transjordanien nannten (s. Karte G). Dieses neue arabische Gebilde, das tatsächlich immer Teil des „historischen Palästina“ war, wurde offiziell am 11. April 1921 aus der Taufe gehoben. Wie es oft der Fall ist, wird dieses kritische Ereignis in der geografischen Geschichte der Region heute typischerweise ignoriert. Die meisten Diskussionen des Konflikts gestehen nicht zu, dass das moderne Jordanien ethnisch und geografisch immer dasselbe gewesen ist, wie die Bereiche westlich des Jordan.

Karte G: das britische Mandat Palästina

Schlussfolgerung

Es ist schwer die alte Realität von unserer modernen Terminologie zu trennen und die ständige Veränderung der Ortsnamen zu organisieren. Was zur Konfusion beiträgt, ist die Tatsache, dass christliche Ausländer im 19. und frühen 20. Jahrhundert beschlossen antike Territorien und Ortsnamen mit Grenzen anzugeben, obwohl weder die aktuellen politischen Herrscher des Territoriums noch die lokalen Einwohner irgendeinen Gebrauch für diese Ortsnamen hatten. Hier sind die Schlüsselfolgerungen, die Teil des Diskurses der Geschichte der Region sein sollten:

  • Palästina war der Ortsname einer Provinz, die von den Römern im Jahr 135 n.Chr. gegründet wurde, um „Judäa“ und alle anderen Spuren jüdschen Lebens in der Region nach der Niederschlagung der jüdischen Rebellion zu ersetzen. Die muslimischen Eroberer im siebten Jahrhundert behielten den Namen „Filastin“ bei, um eine Provinz zu bezeichnen, aber nach der Eroberung durch die Christen wurde der Name nicht mehr benutzt.
  • Die muslimischen Mameluken, die die Christen besiegten, bezeichneten keinerlei Territorium als Palästina/Filastin und genauso wenig machten es die osmanischen Türken, die die Region ab dem frühen 16. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs kontrollierten. Fast ein Jahrtausend lang war die Ortsbezeichnung „Palästina“ nicht in Gebrauch, ein lange vergessenes Überbleibsel antiker römischer Herrschaft.
  • Der Begriff „Palästina“ wurde im 19. Jarhhundert wegen seiner Verbindung zur Bibel und dem Land Jesu von christlichen Europäern in regelmäßigen Gebrauch zurückgebracht. Weder die osmanischen Türken noch die lokalen Einwohner der Region verwendeten damals den Begriff „Palästina“.
  • Europäer erstellten im 19. Und 20. Jahrhundert Landkarten von „Palästina“ auf Grundlage antiker biblischer Erzählungen über diese Region und ordneten sie anachronistisch in moderne Atlanten der Zeit ein, obwohl kein solches Gebilde existierte. Die tatsächlichen Ortsnamen und Grenzen der Region sind in denselben Atlanten unter der korrekten Überschrift „Türkei in Asien“ zu finden. Das ist so, als ob Westler heute darauf bestehen den Irak als das historische Sumer zu bezeichnen und Landkarten des antiken Sumer in zeitgenössischen Atlanten einbinden, ohne antike Landkarten für irgendeine andere Nation.
  • Palästina während der Römerzeit, wie es in den von den Europäern im 19. Jahrhundert erstellten Landkarten und mit der Bildung des Mandats Palästina 1920 gezeigt wird, bestand immer aus Territorium sowohl östlich als auch westlich des Jordan. Auch Teile des südlichen Libanon gehörten dazu, der historisch nicht von Bereichen im nördlichen Israel getrennt war. Das ist leicht durch zahlreiche geografische Übersichten der Region zu beweisen, die im 19. Jahrhundert, angeführt von britischen Geografen, vorgenommen wurden. (Z.B. veröffentlichte der Palestine Exploration Fund 1881 „An Introduction ot the Survey of Western Palestine“, wobei Westpalästina am Jordan endete und Ostpalästina auf der anderen Seite lag.)
  • Das nach dem Ersten Weltkrieg unter britische Kontrolle gestellte Mandat Palästina entsprach der Tatsache, dass Palästina in all seinen Verkörperungen immer Territorium auf beiden Seiten des Jordan umfasste.
  • Als die Briten 1921 einseitig beschlossen Transjordanien auf 77% des Territoriums des Originalmandats zu schaffen, behielt es nur 23%, den Teil westlich des Jordan, unter dem Namen „Palästina“. Irgendwie wurde in den Jahrzehnten nach dieser Abtrennung die Vorstellung von „Palästina“ und dem „historischen Palästina“ nur auf die Teile westlich des Jordan eingeschränkt.
  • Der Teilungsplan von 1947 empfahl eine Teilung des Mandats Palästina in einen jüdischen Staat und einen arabischen Staat; es gewährte dem jüdischen Staat rund 56% des Territoriums – aber das beinhaltete nur 13% des ursprünglichen Mandats Palästina. Tatsächlich gewährte der Teilungsplan den Arabern zwei Staaten aus dem Mandat Palästina, die 87% des Originalterritoriums umfassten.
  • Nach dem Unabhängigkeitskrieg von 1948 erweiterte der neue Staat Israel sein Territorium, auf rund 78% des verkleinerten Mandats Palästina, während die Westbank und der Gazastreifen sich 22% des Gebiets beliefen. Israel umfasst heute nur 18% des ursprünglichen Mandats Palästina.
  • Wenn Abbas sagt, dass das palästinensische Volk einen Staat um des Friedens willen auf nur 22% des Territoriums des „historischen Palästina“ akezptiert, ist er sachlich grob falsch. Da das historische Palästina notwendigerweise die Bereiche östlich und westlich des Jordan beinhaltet, wie das ursprüngliche Mandat Palästina es richtigerweise wiedergibt, stellen Jordanien, die Westbank und der Gazastreifen heute 82% des Landes. Israel ist eine Nation, die mit einem Anteil unter 20% des Mandats Palästina endete.
  • Die meisten Menschen nutzen heute die Grenzen des Mandats Palästina nach 1921 als ihre Definition des „historischen Palästina“, obwohl diese künstlich geschaffenen Grenzen tatsächlich eine ahistorische, junge und künstliche Schöpfung sind. Das „Mandat Palästina“ wäre ein genauerer Begriff und sollte von den Medien statt „historisches Palästina“ verwendet werden.
  • In der heutigen Diskussion wird vergessen, dass es weit genauer wäre die Region als „historischs Syrien“ zu bezeichnen, da die allgemein aus dem heutigen Israel, der Westbank, dem Gazastreifen, Jordanien, Syrien und dem Libanon bestehende Region geografisch und ethnisch Teil eines politischen Gebildes waren, das ursprünglich als Esch-Scham und später als Syrien bekannt waren. Die lokale Bevölkerung hätte sich als Teil dieses Territoriums betrachtet. Ohne die Wiederbelebung des Namens Palästina durch das christliche Europa irgendwann im 19. Jahrhundert hätte sicher Syrien als Name der Region den Sieg davon getragen, so wie es Jahrhunderte gewesen war. Das obige Zitat des Ministers der syrischen Gesandtschaft in Washington von 1947 macht das deutlich.

Quellen

Biger, Gideon: The Boundaries of Modern Palestine, 1840-1947 (RoutledgeCurzon, London, 2004).
Doumani, Beshara B. Rediscovering Palestine: Merchants and Peasants in Jabal Nablus (1700-1900, University of California Press, Berkeley, 1995).
Dowty, Alan.  Israel/Palestine (Polity Press, Cambridge, 2005).
Hopkins, I.W.J.  “Nineteenth-Century Maps of Palestine: Dual-Purpose Historical Evidence,” Imago Mundi (Vol. 22., 1968, p. 30-36).
Kark, Ruth, ed.  The Land that Became Israel, Studies in Historical Geography (Yale University Press, New Haven, 1989). Entry by: Gideon Biger. “The Names and Boundaries of Eretz-Israel (Palestine) as Reflections of Stages in its History,” p. 1-22.
Le Strange, Guy.  Palestine Under the Moslems, A Description of Syria and the Holy Land from A.D. 650 to 1500 (Alexander P. Watt, London, 1890).
Lewis, Bernard.  Islam in History  (Second Edition; Chapter Utilized: “Palestine: On the History and Geography of a Name,” p. 153-165) (Open Court, Chicago, 1993)
Mandel, Neville J.  The Arabs and Zionism Before World War I (University of California Press, Berkeley, 1976).
Ma’oz, Moshe, ed.  Studies on Palestine During the Ottoman Period (Magnes Press, Jerusalem, 1975). Entry by: Porath, Yehoshua. “The Political Awakening of the Palestinian Arabs and their Leadership Towards the End of the Ottoman Period,” p. 351-381.
MacCoun, Townsend. The Holy Land in Geography and in History, Vol II (MacCoun, New York, 1897).
Parkes, James. History of Palestine From 135 A.D. to Modern Times (Oxford University Press, New York, 1949).
Pitcher, Donald Edgar.  An Historical Geography of the Ottoman Empire (E.J. Brill, Leiden, Netherlands, 1972).
Porath, Yehoshua.  The Emergence of the Palestinian-Arab National Movement 1918-1929 (Frank Cass, London, 1974).
Richter, Julius.  A History of Protestant Missions in the Near East (Fleming H. Revell Company, New York, 1910).
Zachs, Fruma. The Making of A Syrian Identity, Intellectuals and Merchants in Nineteenth Century Beirut (Brill, Leiden, 2005).

[1] Erekat, Saeb. Trump Doesn’t Want Peace. He Wants Palestinian Surrender. New York Times, 22. Mai 2019. https://www.nytimes.com/2019/05/22/opinion/trump-israel-palestinian-peace-plan.html

[2] Berger, Miriam. “Palestinian citizens of Israel struggle to tell their stories,” Columbia Journalism Review, 11. Januar 2019. https://www.cjr.org/analysis/palestinian-citizens-of-israel-musawa.php

[3] Cook, Jonathan: “The ‘Deal of the Century’ Would Force Palestinians to Swallow a Bitter Pill.” Washington Report on Middle East Affairs. June/July 2019, S. 8-10. https://www.wrmea.org/2019-june-july/the-deal-of-the-century-would-force-palestinians-to-swallow-a-bitter-pill.html

[4] (29. November 2012) Statement by President Abbas before the Adoption of resolution 67/19 on the Status of Palestine in the United Nations. http://palestineun.org/29-november-2012-statement-of-president-abbas-before-the-adoption-of-resolution-6719-on-the-status-of-palestine-in-the-united-nations/

[5] Dodd, Mead & Company, 1903

[6] Sources for this section include Kark (Biger article), S. 15-18; Parkes, S. 87-88; Le Strange (S. 5 und 27); MacCoun, S. 107-109; Pitcher, S. 128 and 141; Zachs, S. 95-102; Lewis, S. 158.

[7] Biger (Kark), S. 19.

[8] Hopkins, S. 30, 36.

[9] F.A. Brockhaus, Leipzig, 1892.

[10] Rand, McNally & Cos Enlarged Business Atlas, Chicago, 1892.

[11] For example, see Dowty, S. 19.

[12] Doumani, S. 261.

[13] Biger, S. 68

[14] United Nations General Assembly Seventy-Eighth Plenary Meeting (A/2/PV.78), held in the General Assembly Hall at Flushing Meadow, New York, May 14, 1947 at 3 p.m.

[15] Porath, S. 82.

Die Juden und die Araber Palästinas, 1852

Elder of Ziyon, 10. Februar 2015

Hier ist ein weiterer Teil einer gelegentlichen Serie zeitgenössischer Schriften aus dem 19. Jahrhundert und früher, die zeigen, dass die angebliche Toleranz, die Muslime gegenüber Juden hatten, ein Mythos ist.

Aus Remarks on the present condition and future prospects of the Jews in Palestine[1] von Arthur George Harper Hollingsworth, 1852:

Die Bevölkerung Palästinas setzt sich zusammen aus Arabern, die die Ebenen durchstreifen oder in den Bergfesten als Räuber lauern, und aus Fremden, die kein festes Heim haben und ohne jede feste Bindung zum Land sind. In vielen der ruinenhaften Städte und Dörfer gibt es auch eine Reihe christlicher Familien, unzivilisiert und ohne genaues Wissen, von welcher Rasse sie ihre Herkunft ableiten. Arm und ohne Einfluss halten sie ihren armseligen Besitz von Jahr zu Jahr zitternd fest, ohne Sicherheit und ohne Wohlstand, in einem Land, von dem sie zugeben, dass es nicht das ihre ist.

Die arabische und christliche Bevölkerung nimmt jedes Jahr ab. Armut, Leid, Unsicherheit, Raub und Erkrankungen schwächen die Einwohner dieses schönen Landes weiter. Ruine fällt auf Ruine; Einöden nehmen in den verlassenen Tälern zu. Das Land trauert um seine Einwohner. …

Unter der verstreuten und kraftlosen Bevölkerung dieses einst glücklichen Landes findet sich jedoch eine zunehmende Zahl armer Juden; einige ihrer gelehrtesten Männer wohnen in den heiligen Städten Jerusalem, Hebron und Tiberias. Ihre Synagogen stehen noch. Regelmäßig kommen Juden aus jeder Nation in Europa in Palästina an und bleiben dort viele Jahre lang; und andere sterben mit der Genugtuung ihre sterblichen Überreste mit dem Staub ihrer Vorväter zu vermischen, der jedes Tal füllt und in jeder Höhle zu finden ist.

Diese jüdische Bevölkerung ist jenseits jeder adäquaten Beschreibung hinaus arm; sie wird in ihrem sozialen und politischen Zustand erniedrigt, befindet sich einem Zustand des Elends, das derart groß ist, dass sie keinerlei Rechte hat. Sie darf keinen Wohlstand zeigen, selbst wenn sie welchen hätte, denn Reichtümer zu zeigen würde Raub durch die mohammedanische Bevölkerung, die türkischen Beamten oder die beduinischen Araber sicherstellen. Diese Juden leben in erster Linie von Almosen, die die Nation aus allen Teilen der Welt sammelt. Es gibt kein wohltätigeres Volk als die Juden, obwohl diese Wohltätigkeit allgemein exklusiv ist. Die Menge dieses Geldes ist nicht sicher, kommt regelmäßig spät, es ist immer unsicher, wann man es erhält, geht manchmal unterwegs verloren und ist immer von der Entwürdigung begleitet, eine von weit entfernt kommende und nicht festgelegte Wohltat zu erhalten, die ein elendig verarmtes und verhungerndes Volk unterstützt. Die Juden Palästinas schaffen keine Entwicklung in Schwarzhandel, Handel, als Bauern, beim Besitz von Häusern oder Land. Allein dort, wo er Erster sein sollte, ist er Letzter; und wo ein Jude in allen anderen Ländern aufblüht und seinen Wohlstand mehrt, ist er in diesem durch Unterdrückung kraftlos und ohne Energie, weil ohne Hoffnung auf Schutz. Er kriecht über diesen Boden, wo seine Vorväter stolz in vollem, wunderbarem Wohlstand ihre Schritte setzten, jetzt als Fremder, als Verstoßener, als Kreatur mit weniger Wert als ein Hund und in seinen angestammten Ebenen und Städten niedriger stehend als der unterdrückte christliche Bettler. Keine Ernte reift für seine Hand, denn er kann nicht sagen, ob es ihm erlaubt wird sie einzubringen. Von einem Juden genutztes Land wird Raub und Wüste ausgesetzt. Es besteht ein höchst reizbarer Neid gegenüber dem Grund besitzenden Wohlstand oder kommerziellen Reichtum oder Handelsvorteilen für Juden. Es gibt Hindernisse für die Ansiedlung eines britischen Christen in diesem Land, aber es werden tausend kleinliche Blockaden geschaffen, um die Niederlassung eines Juden auf Ödland zu verhindern oder dass Land von einem Juden gekauft oder gepachtet wird.

… Landwirtschaftliche Aktivitäten werden mit viel Gefahr ausgeübt, denn in der Umgebung des Jordan gibt es viele Araber, die ihren Lebensunterhalt in erster Linie durch Plünderung bestreiten. … Welche Sicherheiten gab es für einen jüdischen Emigranten, der sich in Palästina niederlassen wollte, dass er ein redliches Entgeld für sein Kapital und seine Arbeit erhalten würde? Absolut keine. Er könnte sich mühen, aber seine Ernten würden von anderen eingebracht werden; der arabische Räuber kann heranstürmen und seine Herden entführen. Wenn er beim nächsten Pascha um Entschädigung bittet, füllt der Makel seines jüdischen Blutes die Luft und verdunkelt die Brauen seines Zwingherrn; wenn er sich an seinen christlichen Nachbarn wendet, begegnen ihm Vorurteil und Gehässigkeit; wenn er eine türkische Wache anfordert, wird er frech abgewiesen und betrogen. Wie kann er sein Kapital in ein solches Land bringen, wenn der Besitz des Flüchtenden von Orten verfliegt, wo das Schwert gezogen wird, um ihn aus den Händen des Eigentümers zu reißen und nicht um ihn zu schützen?

… Wie soll dieses arme, verachtete und machtlose Kind Abrahams Entschädigung erhalten oder seine Stimme an der Hohen Pforte hören lassen? Je zahlreicher die Fälle von  Unterdrückung (und es gibt viele), je lauter ihre Appelle nach Gerechtigkeit, desto unwilliger wird die Regierung des Sultans werden zugunsten der Juden zu handeln – zum Teil aus inhärenter und zunehmender Schwäche, zum Teil aus Unlust. Sie verachten sie als verwünschte Rasse, sie hassen sie als die buchstäblichen Nachkommen der ursprünglichen Eigner des Landes. …

[1] Anmerkungen zum gegenwärtigen Zustand und Zukunftsaussichten der Juden in Palästina

Hanukka-Geografie

Yisrael Medad, MyRightWord, 21. Dezember 2019

Während der Zeit, in der das Land Israel von der Seleukiden-Dynastie des syrisch-griechischen Imperiums beherrscht wurde, wurde 174 v.Chr. Antiochus IV. Imperator. Er war dafür bekannt, dass er Epiphanes genannt wurde. Er wollte seine Untertanen einen, indem er ihnen eine gemeinsame Religion und Kultur aufzwang. Für die Juden Judäas bedeutete dies die Unterdrückung des jüdischen Gesetzes. Er griff auch in Angelegenheiten des Gottesdienstes im heiligen Tempel ein.

Schließlich brach eine Revolte aus, ausgelöst vom Handeln der Priesterfamilie der Hasmonäer in Modiin; geführt wurden sie anfangs von Mattityahu, dann von seinen Söhnen. Sie wurden als die Makkabäer bekannt und waren recht erfolgreich mit ihrer Taktik des Guerilla-Krieges. Sie syrisch-griechischen Besatzer wurden besiegt. Bei der Rückkehr ins befreite Jerusalem und angeführt von Judah betraten sie die Tempelhöfe, beseitigten die von den Syrern dort aufgestellten Götzenbilder, bauten einen neuen Altar und weihten ihn am 25. Tag des Monats Kislev im Jahr 139 v.Chr.

Bei der Suche nach Öl für die Menora fanden sie nur einen keinen Krug reinen Olivenöls, der das Siegel des Hohepriesters Yochanan trug. Es reichte nur aus um Licht für einen Tag zu geben. Durch ein Wunder Gottes brannte es acht Tage lang.

Das ist kurz formuliert die Geschichte von Hanukka.

Aber wo fand die Geschichte statt? Wo waren die Schlachten? Wo war der Tempel?

Wie sieht die Geografie von Hanukka aus?

Hier ist eine Landkarte der wichtigen Orte der Hanukka-Geschichte:

Hier ist noch eine:

Hier ist eine Landkarte der gesamten Periode der Hasmonäer-Herrschaft, die bis etwa 63 v.Chr. weiter ging, als das unter ihrer Kontrolle stehende Gebiet über den Jordan hinweg expandierte, wie es früher in biblischen Zeiten war:

Mit anderen Worten: Wenn wir zeitgenössische Begriffe anwenden, dann befindet sich der Hauptort des Wunders, das wir mit dem achttägigen Anzünden von Kerzen feiern, der Tempel, heute im … „besetzten Ostjerusalem“.

Die wichtigen Schlachten, die die Makkabäer führten, waren:
die Schlacht von Wadi Haramia (167 v.Chr.)
die Schlacht von Beth Horon (166 v.Chr.)
die Schlacht von Emmaus (166 v.Chr.)
die Schlacht von Beth Zur (164 v.Chr.)
die Schlacht von Betn Zachariah (162 v.Chr.)
die Schlacht von Adasa (161 v.Chr.)
die Schlacht von Elasa (160 v.Chr.)
Sie liegen alle in dem, was fälschlich die „Westbank“ genannt wird.

Natürlich würde das bedeuten, dass wir denken könnten, wir feiern einen Feiertag der Besatzung.

Aber das wäre falsch. Fakt ist, es ist der heute verwendete Sprachgebrauch und die Rhetorik der „Besatzung“, der falsch und unzutreffend ist.

Was wir brauchen ist eine linguistische Revolte, besonders unter Juden.

Jüdische Kontrolle/Verwaltung über Judäa und Samaria und ganz Jerusalem ist nicht falsch, nicht unmoralisch, sondern eine Rückkehr in die wahre Geografie der jüdischen nationalen Heimat, des Judentums und der jüdischen Geschichte.

Die nächste Propagandalüge

gefunden auf twitter:

Ein Palli-Propagandist twitterte:

Eine Palästinenserfamilie 1929, vor der Gründung von etwas namens (Israel).

Das Bild zeigt natürlich keine „Palästinenserfamilie“. Es stammt von einem Buchdeckel:

Die Armenier im osmanischen Reich.
Eine Anthologie und Geschichte in Fotos.

Wenn „Palästinenser“ etwas Historisches behaupten – ist es fast immer gelogen. Und in der Regel leicht nachweisbar.