Werber für Völkermord, die existenzielle Bedrohung Israels und die Lobby falscher Paranoia

Manfred Gerstenfeld (direkt vom Autor)

Der Rahmen der jüngsten Vereinbarung zwischen den sechs wichtigsten Staaten und dem Iran zu dessen Atomprogramm hat den israelischen Premierminister Benjamin Netanyahu dazu gebracht zu sagen, dass diese Vereinbarung Israels Existenz gefährden könnte, wenn sie erst einmal abgeschlossen ist.[1] Es geschieht selten, dass Führungskräfte anderer Staaten geltend machen, es gäbe die Möglichkeit, dass ihr Land nicht überleben könnte. Einige Kommentatoren behaupten daher, Israel agiere paranoid.[2]

Diese Angst wegen seiner Vernichtung in der Zukunft ist jedoch weit davon entfernt eine irreführende israelische Behauptung zu sein. Palästinensische und andere arabische Führer haben ellenlange Bilanzen der Werbung für und Verkündung von Völkermord an den Juden in Israel und im britischen Mandat Palästina. Viele Jahre lang war der Jerusalemer Bürgermeister Ragheb Bey al-Nashashibi der Führer der palästinensischen sogenannten „Moderaten“. Nach den Krawallen von 1929 fragte der nichtjüdische französische Schriftsteller Albert Londres den Bürgermeister, warum die Araber die frommen, alten Juden von Hebron und Safed ermordet hatten, mit denen sie keinerlei Streit hatten. Der Bürgermeister antwortete: „Auf gewisse Weise muss man sich verhalten wie in einem Krieg. Du tötest nicht die, die du töten willst. Du tötest, was du findest. Nächstes Mal werden alle getötet werden, Junge wie Alte.“ Später sprach Londres noch einmal mit dem Bürgermeister und testete ihn mit der ironischen Aussage: „Ihr könnt nicht alle Juden töten. Es gibt 150.000 von ihnen.“ Nashashibi antwortete „mit sanfter Stimme: ‚Oh nein, das wird nur zwei Tage brauchen.‘“[3] Der eine harte Linie verfolgende Mufti von Jerusalem, Hadsch Amin al-Husseini, entwickelte während des Zweiten Weltkriegs Pläne für ein palästinensisches Krematorium wie in Auschwitz bei Nablus, um Juden zu töten.[4]

Solche Äußerungen und Ereignisse spiegeln eine viel breitere arabische Denkweise. Azzam Pascha, Generalsekretär der Arabischen Liga, sagte prägnant während des arabisch-israelischen Kriegs 1948: „Dies wird ein Krieg der Ausrottung und ein bedeutsames Massaker sein, von dem wie von den mongolischen Massakern und den Kreuzzügen gesprochen werden wird.“[5]

Heutzutage ragen die Führer des Iran unter denen stark heraus, die einen neuen Holocaust verkünden. Der erste Oberste Revolutionsführer, Ayatollah Khomeini, sagte über Israel: „Dieses Regime, das Al-Quds besetzt hält, muss aus den Seiten der Geschichte eliminiert werden.“[6] Der aktuelle Oberste Revolutionsführer, Ayatollah Khamenei, hat gesagt: „Israel ist ein Krebsgeschwür, das aus der Region ausgemerzt werden muss.“[7]

Der ehemalige iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad sagte 2008 in einer Rede: „Im Nahen Osten haben sie [die Weltmächte] eine schwarze und dreckige Mikrobe namens Zionistisches Gebilde geschaffen, damit sie sie dazu nutzen können die Völker der Region anzugreifen und mit dieser Rechtfertigung wollen sie ihre Pläne für den Nahen Osten voranbringen.“[8]

2005 sagte Ahmadinedschad: „Wir sind dabei einen historischen Krieg zwischen der Welt der Arroganz [d.h. dem Westen] und der islamischen Welt zu führen.“ Er fügte an: „Eine Welt ohne Amerika und den Zionismus“ ist „erreichbar“.[9]

Der ehemalige iranische Präsident Akbar Haschemi Rafsanjani sagte 2002: „Wenn eines Tages … die Welt des Islam den Besitz der Waffen erlangen wird, die derzeit in Israels Besitz sind [gemeint sind Atomwaffen] – an dem Tag würde diese Art globaler Arroganz sich in einer Sackgasse befinden. Dies ist so, weil die Anwendung einer Atombombe in Israel nichts am Boden übrig lassen würde, während sie die Welt des Islam nur etwas schädigt.“[10]

Die Hamas hat all ihren Hass weitergeführt, indem sie in ihrer Charta die Auslöschung aller Juden propagiert.[11]

Im Oktober 2012 zeigte ein Video den damaligen ägyptischen Präsidenten Mohammed Morsi von der Muslimbruderschaft, wie er mit „Amen“ auf einen Imam antwortete, der eine völkermörderische Bitte im Gebet äußerte: „Oh Allah, vernichte die Juden und ihre Helfer.“[12]

Es gibt zudem viele Beispiele solchen aus dem Westen ausgehenden Hasses. Ein Vorfall ereignete sich 2009, als antiisraelische Demonstranten in Amsterdam riefen: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas.“ Zwei niederländische Politiker der linksgerichteten sozialistischen Partei, die an der Demonstration teilnahmen, behaupteten, sie hätten diese Parolen nicht gehört. Sie gaben aber zu, dass sie gebrüllt hatten: „Intifada, Intifada, Palästina muss frei sein.“[13]

Vor einem solchen Hintergrund, der nur eine kleine Auswahl der existenziellen Drohungen gegen Israel bietet, überrascht es nicht, dass viele Israelis Israels Zukunft immer als gefährdet betrachtet haben. Diese Reaktion ist von mehreren seiner Führungskräfte ausdrücklich geäußert haben. Nahum Goldmann, der lange Jahre Präsident des World Jewish Congress war, erzählt in seiner Biographie, wie Israels erster Premierminister David Ben-Gurion ihm 1955 kurz vor seinem siebzigsten Geburtstag sagte:

Wenn du, Nahum, mich fragst, ob ich in einem jüdischen Staat leben und darin begraben sein werde, daran glaube ich. Wie lange kann ich leben? Zehn oder zwölf Jahre – bis dahin wird es natürlich einen jüdischen Staat geben. Wenn du mich fragst, ob mein Sohn Amos … die Chance haben wird in einem jüdischen Staat zu sterben und dort begraben zu werden, würde ich sagen, sie liegt bestenfalls bei 50 Prozent.[14]

Der 2008 verstorbene Amos Ben-Gurion wurde tatsächlich in Israel begraben.

Der verstorbene Premierminister Yitzhak Rabin sagte dem israelischen Botschafter Yehuda Avner, der ein enger Mitarbeiter war, warum er für die Oslo-Vereinbarungen war. Rabin sagte, ohne eine Art Frieden gäbe es keine Garantie für Israels Fortbestehen. Rabin wies auch darauf hin, dass Israel das einzige Land ist, dessen Existenz immer noch öffentlich diskutiert wird.[15]

Der aktuelle Premierminister Benjamin Netanyahu hat mehrere Jahre lang Besorgnis zum Überleben des Landes zum Ausdruck gebracht. Schon 2011 sagte er: „Der Iran entwickelt Atomwaffen und stellt die größte Gefahr unserer Existenz seit dem Unabhängigkeitskrieg dar. Die Terrorzweige des Iran umgeben uns vom Norden bis zu Süden.“[16]

Existenzielle Bedrohungen Israels sind integraler Bestandteil der Ideologie wichtiger Lager des Islam. Diejenigen, die diese Bedrohungen beschönigen wollen und israelische Reaktionen als „paranoid“ bezeichnen, sind indirekte Verbündete und Helfer dieser Völkermord-Propagandisten.

[1] Peter Beaumont: Israel will not accept Iran nuclear deal, says Binyamin Netanyahu. The Guardian, 3. April 2015.
[2] Gidi Weitz: Netanyahu is cheap, petty, paranoid – but coated in Teflon. Ha’aretz, 18. Februar 2015.
[3] Albert Londres: Le Juif Errant Est Arrivé. Paris (Arléa) 1997, S. 209 (frz.).
[4] Manfred Gerstenfeld, Interview mit Nadav Shragai: Kapitale Verleumdung – Israel will die Al-Aqsa-Moschee zerstören. abseits vom mainstream, 9. September 2013.
[5] Howard M.Sachar: A History of Israel. New York (Alfred A. Knopf) 1979, S. 333.
[6] Iranian President at Teheran Conference: ‘Very Soon, This Stain of Disgrace [Israel] Will Be Purged from the Center of the Islamic World – and This is Attainable,. Middle East Media Research Institute (MEMRI), Special Dispatch Series, Nr. 1013, 28. Oktober 2005
[7] Greg Tepper: Israel is a cancerous tumor and Middle East’s biggest problem, Iranian supreme leader says. Times of Israel, 19. August 2012.
[8] Joshua Teitelbaum: What Iranian Leaders Really Say about Doing Away with Israel. Jerusalem Center for Public Affairs, 2008.
[9] A World Without America. MEMRI Report, 2. November 2005.
[10] Iranian President Rafsanjani on Using a Nuclear Bomb Against Israel. MEMRI Special Dispatch Series, Nr. 325, 3. Januar 2002.
[11] Hamas Covenant 1988. Yale Law School, 18. August 1988.
[12] Morsi answers amen to imam’s prayers for destruction of Jews. JTA, 22. Oktober 2012.
[13] Manfred Gerstenfeld: Dutch Islamo-Nazism, Where Did It Come From? Israel National News, 18. September 2014.
[14] Nahum Goldmann: Mein Leben. USA, Europa, Israel. Frankfurt (Ullstein) 1984, S. 213.
[15] Yehuda Yaetz: Ish HaTzlalim. Mishpacha, 24. März 2011 (hebräisch).
[16] James Hider: Binyamin Netanyahu warns of Iranian nuclear threat. The Times, 21. Februar 2011.

Die Verbindung zu Jerusalem begreifen

Dror Eydar, Israel HaYom, 15. Mai 2015

1. Es ist faszinierend, dass alle erwähnenswerten Erinnerungs- und Danktage Israels in den jüdischen Monat Iyar fallen. Iyar wird traditionell als Monat der Stärke und des Mutes betrachtet. Der Staat Israel wurde zu Beginn des Iyar ausgerufen und Jerusalem wurde am Ende von Iyar befreit. Dazwischen begehen wir den Bar Kochba-Aufstand – 1.813 Jahre sind seit der Zeit vergangen, in der wir unsere Unabhängigkeit 135 unserer Zeitrechung verloren und der Zeit, als wir sie 1948 wiedergewannen. Neunzehn Jahre vergingen zwischen der Zeit, als der Staat Israel gegründet wurde und der Zeit, als wir durch die Tore der Altstadt Jerusalems marschieren konnten.

Die Israeliten durchliefen als frischgebackenes Volk einen ähnlichen Prozess: Die israelitischen Stämme, die Kanaan am Ende des 13. Jahrhunderts vor der Zeitrechnung betraten, warteten Hunderte Jahre, bevor König David Jerusalem eroberte und König Salomo den ersten Tempel errichtete. Unsere lang andauernde historische Reise ist zwiespältig und beinhaltet zwei Aspekte: die nationale Keimzelle und die spirituelle Keimzelle; Schicksal und Bestimmung; Körper und Seele; Israel und Jerusalem.

Die Araber begreifen, dass die Schlacht um dieses Land und die jüdische Präsenz darin mit Jerusalem beginnt und endet. Die palästinensische Autonomie und die muslimische Welt investieren enorme Anstrengungen im lebendig halten eines falschen Narrativs, das suggeriert Jerusalem sei immer muslimisch gewesen und dass der Mann, der vor 4.000 Jahren die Al-Aqsa-Moschee baute, niemand anderes als Abraham war. Dieses Narrativ ist nicht nur bei Islamisten weit verbreitet. Während eines Gesprächs mit dem israelisch-arabischen MK Jamal Zahalka, einem selbsterklärten Atheisten, lehnte dieser es vor kurzem ab die historische Tatsache zuzugeben, dass es einmal einen jüdischen Tempel auf dem Tempelberg gab. Nachdem ich Druck auf ihn ausübte, gestand er ein, dass diese Tatsache zuzugeben „der Besatzung“ oder „Kolonialismus“ dienen würde, wie er es formulierte. Arabische Führer fügen immer das Adjektiv „al-mazoum“ – das bedeutet „angeblich“ oder „falsch“ – hinzu, wenn sie die Existenz eines jüdischen Tempels erwähnen.

Jedes Mal, wenn Sie dieses Argument hören, sagt, wer immer es macht, dass der Oberste Muslimrat (geführt von Hadsch Amin al-Husseini, der später mit Hitler gegen die Juden kollaborierte) 1924 einen englischsprachigen Reiseführer für den Tempelberg veröffentlichte. In diesem Führer hieß es: „Der Ort ist einer der ältesten der Welt. Seine Heiligkeit stammt aus den frühesten Zeiten. Dass er mit dem Ort des Tempels Salomo identifiziert wird, ist unumstritten. Auch ist er nach allgemeinem Glauben die Stelle, an der ‚David einen Altar für den Herrn baute und Brand- und Heilssopfer brachte‘“ (2. Samuel 24,25).

Im 9. Jahrhundert wurde Jerusalem „Bayt al-Maqdis“ genannt, Arabisch für „Beit Hamikdasch“ oder „der Tempel“. Erst im 11. Jahrhundert wurde der Name „Al-Quds“ („das Geweihte Heiligtum“) eingeführt, der vom biblischen „heilige Stadt“ genommen wurde. Jerusalem ist sogar in muslimischen Texten oft „Zion“ genannt worden.

Seit dem Sechstagekrieg von 1967 hat der Wert Jerusalems in den Augen der muslimischen Welt stetig zugenommen. Bis dahin wurde es Hunderte Jahre vernachlässigt. Der Felsendom beherbergt eine 240 m lange Inschrift, die einige der frühesten überlebenden Beispiele an Versen aus dem Koran enthält. Professor Menasche Harel merkte einmal an, dass in all diesen Versen nicht ein einziges Mal das Wort „Jerusalem“ vorkommt und dass die Stadt im Koran völlig fehlt. Und warum sollte sie auftauchen? Wer hat in der Zeit Mohammeds schon von Jerusalem gehört? Im Gegensatz dazu werden Mekka und Medina im Koran hunderte Male erwähnt. Fakt ist: Wenn Muslime in Jerusalem sind, auf dem Tempelberg, dann wenden sie das Gesicht Mekka zu, wenn sie beten.

In der Tat hat Jerusalem in der Geschichte des Islam oder der muslimischen Welt niemals eine politische, kulturelle oder spirituelle Rolle gespielt. Es gewann nur an Wert, wenn es den Muslimen weggenommen wurde, sei es durch die Kreuzzüge oder während des Kriegs mit uns.

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Kotel 1910 (Quelle: Wikipedia)

2. Und was ist mit uns? Kann irgendjemand sich ein jüdisches Dasein im Exil ohne die Sehnsucht nach Jerusalem vorstellen? Juden erwähnen Jerusalem in jedem Gebet, jedem Segen, bei Hochzeitszeremonien und wenn man trauert und bei jedem Feiertag. Die Sehnsucht nach der Rückkehr nach Jerusalem und es wieder aufzubauen durchdringt die jüdische Erfahrung. Jerusalem wird Millionen Male in der Bibel und anderen wichtigen reigiösen Texten erwähnt – den Apokryphen, Büchern über jüdische Bräuche und jüdisches Recht, Fragen und Antworten, jüdischer Philosophie, Dichtung, Liturgie und Prosa. „Zion, du wirst sicher nach dem Schicksal deiner Gefangenen fragen“, fragte im der Dichter Yehuda Halevi im 12. Jahrhundert. Wir waren alle Gefangene Zions, während wir im Exil waren, die sich nach dem Schicksal einer einzigen Stadt erkundigten. Die ganze Geschichte hindurch gab es kein anderes Volk, das sich nach einer Stadt sehnte und sie als Quelle des Lebens betrachtete, nur um aus der Geschichte wieder hervorzutreten und seine angestammte Heimat nach einer lange andauernden und mühsamen Reise wieder zu erneuern.

Kotel_Fotocommunity.deWährend des Unabhängigkeitskriegs 1948, inmitten endloser Bemühungen auf Kosten anderer Fronten für Jerusalem zu kämpfen, sagte David Ben-Gurion: „Der Wert Jerusalems ist nicht messbar; er kann nicht gewogen oder gezählt werden. Denn wenn Land eine Seele haben kann, dann ist Jerusalem die Seele des Landes Israel und der Krieg um Jerusalem ist unendlich wichtig, nicht nur militärisch. Jerusalem fordert und verdient, dass wir dafür aufstehen. Der Eid ‚an den Flüssen Babylons‘ ist heute so wichtig wie er damals war. Andernfalls werden wir den Namen Israel nicht verdienen“, erklärte er.

Der Kampf zur Rechtfertigung unserer Existenz in diesem Land beginnt damit, dass wir unsere Geschichte lernen. Es gibt unter uns Zeichen der Erschöpfung und heute werden verschiedene diplomatische Lösungen in Umlauf gebracht, die die Teilung Jerusalems „natürlich“ zu beinhalten scheinen. Die Wahrheit ist: Jeder Führungspolitiker, der an die Teilung der Altstadt und die Übergabe unserer heiligen Stätten glaubt, wird niemals wahre Führung in unserem Volk erreichen. Die tiefe Verbindung zu Jerusalem nicht zu begreifen ist ein großes Versagen die Tiefe der Seelen unseres Volks zu begreifen. Ein Volk, das 2.500 Jahre lang schwor: „Wenn ich dich vergesse, o Jerusalem, lass meine rechte Hand ihre Schläue vergessen“, wird niemals einen Führungspolitiker akzeptieren, der glaubt, er können einen Körper ohne Seele leiten.

Kotel_Iraelogie.de3. Als Jerusalem nach dem Sechstagekrieg wiedervereinigt und die Westmauer für die Massen zugänglich wurde, strömten alle möglichen Juden an die Stätte, einschließlich der assimilierten Juden und „Teilzeit“-Juden. Die erste Begegnung mit dem Ort ist eine Art Schocktherapie. Man hat oft das Gefühl einer tiefen emotionalen Verbindung ohne jede rationale Erklärung oder klare Begründung.

Im Januar 1961 führte der israelische Botschafter in Kanada, Dr. Yaacov Herzog, eine berühmte Diskussion mit dem Historiker Arnold Toynbee, der behauptete, das jüdische Volk sei eine „versteinerte“ Zivilisation, die irgendwo ausgerissen und in die Geschichte fallen gelassen wurde (zufällig nutzte Zahalka eine ähnliche Methapher, als er sagte, dass die Juden von oben, „aus einem Buch“, auf den Arabern landeten).

In dieser Diskussion zitierte Herzog Toynbee damit, dass er sagte, die Juden seien nicht tot, aber auch nicht wirklich am Leben. Dass es keine Kontinuität in Begriffen von kreativem Leben und kreativem Denken gibt und dass die Juden irgendwie aus dem kulturellen Mainstream auf eine säkulare Insel rutschten und dort stecken blieben. Von Zeit zu Zeit waren ihre Stimmen zu hören, wenn sie den vorbeifahrenden Schiffen etwas zuriefen.

Toynbee wurde aus gutem Grund Antisemitismus vorgeworfen. Man hätte völlig vor Hass blind sein müssen und die enormen kulturellen, philosophischen und religiösen Schätze gar nicht bemerken dürfen, die von Juden im Exil erbracht wurden, um die Juden auf eine solch wüst unangebracht Art zu beschreiben.

Kotel_Juni1967Acht Jahre nach der berühmten Diskussion traf Herzog Toynbee wieder, aber diesmal war dieser versöhnlicher gestimmt. „Was sagen Sie jetzt?“, fragte Herzog und Toynbee antwortete: „Als ich im Funk hörte, dass eure Soldaten [während des Sechstagekriegs] an der Westmauer sind, habe ich angefangen das Wesen eurer Verbindung zu dieser Stadt, Jerusalem, und zu diesem Land zu begreifen.“

Herzog frage sich, was seinen Widersacher zu dieser Erkenntnis gebracht hatte, da er nur hörte, wie die Soldaten im Funk auf Hebräisch sprachen, aber Toynbee erklärte: „Es gibt eine historische Antenne dafür. Ich hörte die Stimmen und habe verstanden.“

(Fotos über Google Images)

Foto der Woche – Kriegsende

Gestern und heute wurde des Endes des Zweiten Weltkriegs (in Europa) gedacht. Hier mit Nachdenklichkeit, dort mit Pomp und Täterätä. Jeder eben so, wie es ihm gefällt und es gut findet. Es gibt wunderbare Traditionen (so in Russland die Ehrung der Veteranen durch die ganz normalen Staatsbürger). Es gibt Bilder, die nachdenklich machen, es gibt Bilder, die die schiere Freude ausdrücken; Bilder, die Verzweiflung zeigen, Bilder die Erleichterung zeigen – bei den Besiegten Deutschen, wie auch bei den Alliierten. Die Wehrmacht war geschlagen, die Sieger wachten über die Besiegten.

Und es gibt auch satirisch-amüsante Vergleiche  wie den unten – soll man so ewtas zeigen? Vielleicht nicht, vielleicht ja. Ich denke, diesen Wahnsinn satirisch/humoristisch/zynisch zu kommentieren, ist auch eine legitime Verarbeitung und vielleicht sogar Warnung. Auf jeden Fall eine Erinnerung daran, wer sich letztlich lächerlich gemacht hat, obwohl es so furchtbar ernst war. Es gibt böse Witzfiguren; wir sollten sie erkennen, um sie rechtzeitig bloßzustellen.

WKII_Scissors-beat-PaperSchnick-schnack-schnuck:
Schere besiegt Papier!

Spürt ihr es? Ein Sturm zieht auf!

Europas Küsten versinken in einer Flutwelle des Antisemitismus. Niemand kann vorhersehen, wohin das führen wird, aber es Zeit für die Juden, heimzukehren.

Shelley Neese, Israel National News, 16. April 2015 (übersetzt von Cora)
Das Video unten wurde von Shelley Neese gemacht. Der Artikel darüber ist von Victor Sharpe.

Der 15. April ist nicht nur der Tag, an dem wir unsere Steuern dem allmächtigen und zudringlichen Staat zu entrichten haben. Nein, der 15. April dieses Jahres kennzeichnet auch den Holocaust Gedenktag, der uns an die Schrecken erinnern soll, den die Nazis und ihre europäischen Verbündeten an den staatenlosen und unglückseligen Juden vor über 70 Jahren verübten. Es ist kein Versehen wenn man über den größten jüdischen Friedhof der Welt nachdenkt: Er wird Europa genannt.

Vor dem Zweiten Weltkrieg lebten etwa 18 Millionen Juden. Nach dem Krieg und dem Sieg über Deutschland, sind nur noch 12 Millionen übrig geblieben. Die sechs Millionen, die verschwunden sind, tränkten den umnachteten Boden Europas mit ihrem Blut und füllten den Himmel mit ihrer Asche.

Aber das waren nur die jüdischen Opfer des 20. Jahrhunderts. Bevor dieses blutigste aller Jahrhunderte seine Barbarei und infernalischen Hass auf das jüdische Volk losließ, erlitten sie fürchterliche Martyrien und starben über zweitausend Jahre lang durch die Kirche des Mittelalters oder die weltlichen Machthaber in Europa.

Lasst uns an die Verfolgungen, Vertreibungen, Pogrome, die erzwungenen Konversionen und die endlose Unterdrückung und Elend vor den Nazis erinnern, die auf den über ganz Europa verteilten, hilflosen und machtlosen jüdischen Gemeinden lasteten. Dass es heute noch Juden gibt, trotz der grausamsten und anhaltendsten Verfolgung, die je ein Volk erleiden musste, ist eines der größten Wunder.

Wir nennen diesen Horror, dem das jüdische Volk und seinem Glauben zugefügt wurde, mit dem Begriff aus dem 19. Jahrhundert: Antisemitismus. Aber es ist ein Gift in der Menschheit, ein andauernder Virus, der allen Versuchen der Ausmerzung standhält. Um es einfach zu sagen; es ist Judenhass. Und als solcher ist er also in ganz Europa wieder ausgebrochen und spiegelt in seiner Perversion und sinnlosen Gewalt die Erinnerungen heftigen an das Dritte Reich.

Frankreich, das wunderbare Frankreich, hat uns wunderbare Literatur und herrliche Musik geschenkt. Aber diese Nation gab uns auch die bekannte Dreyfus-Affäre im 19. Jahrhundert. Es war die gleiche Nation, die unter der Vichy Regierung fröhlich seine jüdischen Mitbürger zusammentrieb und in die deutschen Todeslager schickte; die gleiche Nation, die zusah, als Wagenladungen von jüdischen Talmudbüchern im 12. Jahrhundert nach Paris gebracht wurden, um verbrannt zu werden. Und diese Nation ist nun überschwemmt von dem gewaltigen Einfluss muslimischer Immigranten, die ihren Judenhass ausspucken, den sie aus dem Koran und den Hadithen auswendig gelernt haben.

Und viele Franzosen und Französinnen machen mit in der Orgie des Hasses gegen die umkämpfte, neu errichtete jüdische Heimat: Israel. Dieses hässliche Spektakel beinhaltet den alten, sehr alten Virus: Judenhass.

Was auf den Straßen von Paris geschah, als der muslimische Mob und seine europäischen Mitreisenden die Menschlichkeit plünderte und entstellte, war zu erwarten gewesen. Die muslimischen Gangster sind unheilbar zerfressen durch ihre Ideologie, die in eine Religion eingepackt ist (um Churchill zu zitieren) und sie werden sich nur davon befreien können, wenn sie ihr Festhalten am Islam aufgeben. Die Nichtmuslime, die Israel und die Juden angreifen sind nützliche Idioten, die ihre Droge genommen haben, die aus dem unermüdlichen Propagandakrieg gegen den jüdischen Staat besteht.

George Orwell schrieb in seinem Roman „1984“, dass das Ministerium der Wahrheit verkündete: Wissen ist Ignoranz; Freiheit ist Sklaverei. Genauso sind die muslimischen und europäischen Drohnen wie Laborratten in einem infernalischen Experiment durch die Straßen von Paris gerannt. Sie waren bar jeglichen Wissens, während sie neue Untiefen der selbstverschuldeten Sklaverei ihres Geistes ausloteten.

Die Scheinheiligkeit des kreischenden antijüdischen und antiisraelischen Mobs in Paris wurde für alle sichtbar und hörbar, als wir letzte Woche erfuhren, dass das syrische Regime Fassbomben warf und damit das palästinensische Krankenhaus in Yarmouk zerstörte, einem südlichen Vorort von Damaskus, in dem hauptsächlich Araber leben, die sich selber Palästinenser nennen. Hunderte wurden getötet oder verwundet. Und wie ein Einwohner Yarmouks es ausdrückte: „Sie haben sie auf der Straße abgeschlachtet.“ Nein, das war nicht in Gaza.

Nun vergleicht die Massaker der letzten Wochen in Syrien mit den Straßen von Paris und anderen Teilen Europas und Großbritanniens 2014. Da gab es gefälschte Geschichten von einem „Massaker in Gaza“. Die Propagandisten der Hamas fütterten die Facebook-Nutzer mit Bildern von toten Kindern, die meisten davon waren noch nicht einmal aus Gaza, und andere sah man später, wie sie von den Bahren aufstanden und davon gingen. Das nennen wir fabrizierte Filme, die Produkte von Pallywood.

In Syrien dagegen gibt es tatsächliche Massaker an den palästinensischen Arabern. Aber wo sind jetzt der muslimische Mob und seine nützlichen Idioten aus Europa? Wo sind die Drohnen, die auf den Straßen von Paris und ganz Europa skandieren? Wo sind die abertausenden von Tweets die wir 2014 sahen? Wo sind die Kundgebungen, die lautstarken Schreie? Es gibt sie nicht, denn Israel ist nicht beteiligt, was die absolute Scheinheiligkeit und Bösartigkeit aufzeigt, die diese abscheuliche antijüdische und antiisraelische Kampagne deutlich preisgibt.

Shelley Neese, die Vizepräsidentin der christlich-zionistischen Website The Jerusalem Connection, hat ein bemerkenswertes Musikvideo über den Anstieg antijüdischer Vorurteile und Fanatismus in Frankreich und ganz Europa produziert. Sie verbindet dies mit dem Horror vor über 70 Jahren. Sie warnt die jüdischen Gemeinden in Frankreich, dass nur noch wenig Zeit bleibt und ihre Zukunft in der angestammten und biblischen jüdischen Heimat liegt: in Israel.

Sie wurde von Andrew McKain, einem talentierten Musiker und Rapper, unterstützt, dessen knallharte Verse sich vor allem an junge Leute richten, die dringend erfahren müssen, was die Vergangenheit gebracht hat und was die Zukunft vielleicht bereit hält.

Sie sollten wissen, wie die im 20. Jahrhundert besiegten totalitären Bewegungen mutierten und wie der Islamo-Faschismus und die heutige Linke gemeinsame Sache machen, um das Gleiche zu erreichen, wie ihre Vorgänger – die Vernichtung der Juden und der Freiheit weltweit.
aus dem VIDEO:

(Es gilt das gesprochene/gesungene Wort – der Text ist hauptsächlich inhaltlich wiedergegeben!)

„Die Juden werden von überall herkommen: aus Frankreich, aus Russland, aus Amerika, aus dem Jemen … Ihr Glaube wird ihr Pass sein“ (David Ben Gurion)

CNN: „Erschreckenderweise ist der Antisemitismus in Frankreich im Anstieg begriffen, daher haben sich einige Juden dazu entschlossen, nach Israel zu gehen.“

Rapsong:

Im Sommer 2014 sind die Massen der Muslime losgestürmt und haben die Straßen okkupiert. Ihr lauter Schrei lautete: „Tod den Juden“ und „Vergast die Juden“

(Bild: Antisemitische Zwischenfälle in Frankreich: 1999 – 82; 2013 – 432.)

Doch der Angst folgte Entsetzen, als der Schrei Tatsache wurde. Sie behaupten, sie seien für die Menschen in Gaza und die mordeten Unschuldigen. Es ist wirklich erschreckend und vielleicht glauben sie tatsächlich daran, was sie da zeigen und sagen, doch wir können diese Ausbrüche nicht ignorieren obwohl wir uns nicht vorstellen konnten, wie viel Hass da vorhanden ist. Das Böse ist auf der Lauer.

Ein Sturm zieht auf!

Der Hass geht gegen Israel, er führt dazu, dass Waren aus den Regalen verschwinden.

(Bild: Sainsbury entfernt vorsorglich alle koscheren Lebensmittel in seinem Laden im
Zentrum Londons, aus Angst davor, Demonstranten könnten den Laden plündern.)

Denn sie sind zu ängstlich koscheres Essen zu verkaufen – sie könnten dafür angegriffen werden.

(Bild: Obwohl sie behaupten, die Demonstrationen seien zur Unterstützung Gazas, waren es tatsächlich Anti – Israel und antisemitische Demonstrationen. Es ist unglaublich!“)

Denn Muslime greifen Synagogen mit Molotowcocktails an – es ist für die Juden wie 1942 – und damit wird deutlich, dass es reiner Antisemitismus ist und es nicht nur um Israel geht. An alle, die jetzt noch glauben, es sei nicht so schlimm, es ginge vorbei, der Hass würde sich verflüchtigen und alles fort wünschen wie einen schlechten Traum: Nehmt euren Kopf aus dem Sand! Erkennt, was man euch gesagt hat, der Hass sitzt tief und die Quelle dafür trocknet niemals aus.

Der Hass ist zurück wie ein Krebsgeschwür. Juden werden angegriffen und das sollte die Warnglocken läuten lassen: Ein Sturm zieht auf!

Was erst weit entfernt war, kommt jede Minute näher! Bist du zu beschäftigt, es wahrzunehmen? Der Sturm kommt näher und näher und wir wissen, er wird nicht aufhören, denn sie haben eine Mission.

Wir auch!

Ich sehe das Ganze, ich versuche zu entkommen. Ich brauche keine Kristallnacht, um zu wissen, was kommen wird. Ich muss auch nicht Zeuge sein, wie ein Jahrhundert zuvor, als ein französischer Jude ohne jeden Beweis des Hochverrats beschuldigt wurde, was ein ähnliches Geschrei auslöste: „Vielleicht sind die Juden der Grund für alle Probleme?“

Einer verstand das Geschrei

(Bild: Wenn ihr es wollt, ist es kein Traum)

und machte sich daran einen Staat für die Juden zu suchen, wo sie frei wären. Entgegen der großen Flut, damit sie dieser entkommen könnten.

Zu wenige halfen, es war zu spät.

(Bild: Wir organisieren das jüdische Volk auf sein künftiges Schicksal hin.)

Niemand in der Welt glaubte ihm, als er sagte, dass ein Sturm aufziehe.

Im Jahre 1894, 40 Jahre, bevor dieser auf das Land traf, sah er die Sturmwolken aufziehen, die Unschuldige treffen würden. Und er versuchte, wie einst Noah, eine Arche zu bauen. Doch die Kräfte waren gegen ihn und auch die Gesetze.

Einige sahen die Dinge, wie sie waren, doch zu wenige glaubten ihm. Sehen ist leicht, glauben ist schwer. Heute müssen wir entscheiden, ob wir unseren Teil beitragen.

Liegen wir faul am Strand, während sich der Himmel immer mehr verdüstert? Oder stehen wir in der Brandung und helfen den Menschen an Land?

Heute gibt es keine Entschuldigung mehr, zu deutlich sind die Sturmwolken über uns und die Blitze sprühen Funken.

Da kommt ein Sturm auf, ob ihr es wollt oder nicht und das Grollen des Donners kommt immer näher, mit jeder Minute.

Da stehst du und staunst, fragst dich, was du tun sollst.

(Bild: „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein. Israelische Massenmörder. Kindermörder, Schweine.“)

Was verpasst du hier? Dass sie durch die Städte toben? Erfüll einfach deine Mission!

Es geht doch gar nicht um Gaza. Es ist eine Krankheit, die sie befallen hat, der Glaube, sie seien etwas Besonderes, die die Juden diskriminieren müssen. Und was sie schreien, meinen sie auch! Frag einfach mal die vier Menschen, die im belgischen Museum ermordet wurden!

Das soll uns erschrecken – braucht es denn noch mehr Anlässe und Gründe? Noch mehr Opfer und Hilflosigkeit? Noch mehr Überfälle und Schicksale, damit ihr begreift: Jetzt ist es an der Zeit!

Sie kennen nur den Tod und was sie schwören, wird Realität. Wer glaubt, all das käme aus dem Nichts, ist ein Narr.

Seit Jahrtausenden ist es normal, Juden zu hassen. Es kommt und geht in Wellen. Wie ein Taubenschwarm lässt es sich hier und da nieder und verbreitet sich.

Niemals wieder passiert immer wieder!

Um dem Sturm zu entkommen, müsste ihr fliehen.

EL AL landet, in Sicherheit. In Israel, wo die Wächter niemals schlafen. Wir kommen, immer zu zweit*, um das Land zwischen dem Jordan und dem Meer zu bebauen. Denn dies ist unser Land!

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* Verweis auf die Arche Noah (Anmerkung der Übersetzerin)